( http://www.stripes.com/news/u-s-army-s-presence-in-poland-most-significant-since-
world-war-ii-1.112098 )
KAISERSLAUTERN, Deutschland – Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs rotieren Soldaten der US-Army wieder regelmäßig nach Polen – diesmal um Soldaten der polnischen Streitkräfte auf den Einsatz von Patriot-Raketen vorzubereiten.
Vierzig Meilen (67,5 km) von der russischen Grenze entfernt instruiert eine kleine Gruppe von Soldaten der US-Army in Europa polnische Militärs im Umgang mit diesen Luftabwehrraketen, die dafür entworfen wurden, taktische ballistische Raketen, Marschflugkörper und modernste Flugzeuge abzuschießen.
Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein LP 161/10 – 30.07.10
GIs aus Kaiserslautern bilden polnische Offiziere aus (Foto: US-Army)
Die Soldaten des (in den Rhine Ordnance Barracks) in Kaiserslautern stationierten 5th Battalion der 7th Air Defense Artillery (des 5. Bataillons der 7. Luftverteidigungsartillerie) seien die größte Gruppe von US-Soldaten, die sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Polen aufhielten, sagte Lt.Col. (Oberstleutnant) Daniel Herrigstad, ein Sprecher der US-Army in Europa.
“80 bis 150 US-Soldaten werden sich regelmäßig in Polen aufhalten,” sagte er. “Eine so große Anzahl haben wir lange Zeit nicht dort gehabt.”
In einer Kaserne der polnischen Armee in Morag, einer kleinen Stadt im Nordosten des Landes (auf der Karte norwestlich v. Olsztyn, südöstlich von Elblag), würden die US-Soldaten zwei Jahre lang – viermal je 30 Tage pro Jahr – diese Ausbildung durchführen, erklärte Herrigstad. Die ersten US-Soldaten seien Ende Mai eingetroffen – zusammen mit sechs Patriot-Abschussgeräten und sonstiger Batterieausrüstung.
Diese Maßnahme wurde 2008 in einem Verteidigungsabkommen zwischen den USA und und Polen vereinbart. Nach Aussage von Offiziellen
des US-Militärs soll Polen, einem treuen Verbündeten der USA und Mitglied der NATO, damit geholfen werden, seine Luftabwehr zu verbessern.
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Kartenausschnitt: Google Earth
Über das Abkommen war Russland zunächst sehr verärgert, weil die Ausbildung nur 40 Meilen von Kaliningrad (dem ehemaligen Königsberg) entfernt stattfindet – einer russischen Exklave an der Ostsee, die als Marine- und Luftwaffenbasis genutzt wird. Als der Standort im Januar bekannt gegeben wurde, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow, er könne nicht verstehen, “warum Polen den Eindruck erwecke, gegen Russland aufrüsten zu müssen”; das hatte damals die Presseagentur The Associated Press gemeldet.
Robert Donaldson, ein Fachmann für russischen Außenpolitik und langjähriger Professor für Politologie an der University of Tulsa, meinte, das russische Murren sei vor allem rhetorischer Natur.
Die Patriot-Aufstellung (in Polen) sei eher ein symbolischer Akt als von strategischer Bedeutung – ein Trostpflaster, nachdem ein unter Bush ausgehandeltes Abkommen über die Stationierung verbunkerter ballistischer Raketen vom Typ SM-3) unter dem Präsidenten Barack Obama gekippt worden war. Dieser Plan, der die Installation eines stationären Raketenabwehrschildes in Polen und Tschechien vorsah,
stieß in Russland auf heftigen Widerstand. (s. dazu auch http://www.luftpostkl.de/luftpost-archiv/LP_08/LP22208_151108.pdf und http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_08/LP23408_281108.pdf )
“Patriot-Raketen sind ein rein defensives System,” äußerte Donaldson. “Russland kann nicht behaupten, durch sie bedroht zu sein. Die Polen wollen doch nur anerkannt werden und ihre Begeisterung für die US-Streitkräfte und die US-Verteidigungspolitik belohnt sehen. Die paar Patriot-Raketen sind doch eigentlich völlig nutzlos und sollen allenfalls symbolisch vor iranischen Raketen schützen.”
“Derzeit vermitteln 90 US-Soldaten etwa 30 Offizieren der polnischen Luftwaffe die Grundausbildung zur Bedienung des Patriot-Systems – zu seiner Handhabung und Wartung,” sagte Army Capt. (Army-Hauptmann) Andrew Lowe, der Kommandeur der Bravo-Batterie.
“Jede Ausbildungsphase wird einen anderen Schwerpunkt haben.”
Zum Schluss werde auch mit scharfen Raketen geübt, sagte Herrigstad. Der passende Übungsplatz müsse aber noch gefunden werden, denn in Morag gebe es keine geeignete Einlagerungsmöglichkeit für die Sprengköpfe. Die jetzt verwendeten Übungsraketen seien noch nicht einsatzfähig.
(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern und Hervorhebungen versehen. )
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Unser Kommentar
Der Politologe Donaldson soll offensichtlich, die immer gefährlicher werdende Nähe zwischen den US-Streitkräften in Europa und der russischen Armee möglichst herunterspielen.
Die angeblich “rein defensiven Patriots” sind ja nur die Vorhut für die mobilen see- und landgestützten ballistischen Abfangraketen, die ihnen schon bald folgen sollen. Dazu empfehlen wir die nochmalige Lektüre der Rick-Rozoff-Artikel “Das Pentagon strebt nach globaler militärischer Überlegenheit” (nachzulesen unter http://www.luftpost-kl.de/luftpostarchiv/LP_09/LP18609_310809.pdf ) und “In Israel wurde der Raketenabwehrschild der NATO geschmiedet und der Krieg gegen den Iran geprobt” (s. http://www.luftpostkl.de/luftpost-archiv/LP_09/LP25409_161109.pdf ).
Frühere Artikel über die besondere Rolle US-Patriot-Einheit aus Kaiserslautern beim Aufbau des weltweiten Raketenabwehrschildes der USA und der NATO sind aufzurufen über http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP00810_070110.pdf .
weiter: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP16110_300710.pdf
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Gruß
Der Honigmann
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“In einer Kaserne der polnischen Armee in Morag, einer kleinen Stadt im Nordosten des Landes (auf der Karte norwestlich v. Olsztyn, südöstlich von Elblag), ”
auf deutsch übersetzt, heißt das:
“In einer Kaserne der landfremden polnischen Armee in Mohrungen, einer kleinen Stadt im Nordosten des Raubstaates (auf der Karte norwestlich v. Allenstein, südöstlich von Elbing), also in Ostdeutschland, ”
sind beides urdeutsche Kleinstädte in Ostpreußen, Elbing liegt in Westpreußen. Die deutschen Ortsnamen über google oder einer anderen Suchmaschine herauszufinden ist überhaupt kein Problem und in einer Minute erledigt.
Setzt natürlich voraus, (ost)deutsches Geschichtsbewußtsein zu haben.
Haben so manche “Patrioten” nicht.