Am Wochenende wurden auf der deutschen Kriegsgräberstätte Champ-de-Manoeuvre 72 Metallkreuze abgebrochen und eine jüdische Grabstele zertrümmert. Die Höhe des Schadens beträgt rund 30 000 Euro.
Die vor Ort zuständigen Mitarbeiter des Volksbundes informierten sofort die Polizei, die bereits kurz darauf die jugendlichen Täter ermitteln und festnehmen konnte. Das Hauptmotiv für die Zerstörungstat der jungen Leute soll „Trunkenheit“ gewesen sein; ein ausländerfeindlicher Hintergrund hingegen wird ausgeschlossen.
Dies ist nun leider schon der zweite Fall von Grabschändung in Frankreich innerhalb nur weniger Monate. Erst im Mai hatten Unbekannte auf der Kriegsgräberstätte im elsässischen Guebwiller randaliert und Grabkreuze zerstört.
Olav Teichert
Metalldiebe stehlen Namenplatten
Große Schäden auf Kriegsgräberstätte Joachimow
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Stromkabel, Tore und sogar ganze Dächer – Metalldiebe kennen keine Skrupel. Erneut ist auch der Volksbund betroffen: Diesmal war es die deutsche Kriegsgräberstätte im polnischen Joachimow, die von unbekannten Langfingern erst vor wenigen Tagen heimgesucht wurde. Neben dem nicht unerheblichen Sachschaden, der bei rund 30 000 Euro liegt, leiden darunter auch die Angehörigen der Kriegstoten.
Großer Schaden
Im Fall der Kriegsgräberstätte Joachimow, die etwa 60 Kilometer westlich von Warschau liegt, hatten es die Diebe speziell auf das Metall der Gedenkplatten mit den Namen und Lebensdaten der Kriegsopfer abgesehen. Dabei rissen die Unbekannten unter umfangreichen Werkzeugeinsatz die Platten aus der Verankerung und hinterließen lediglich den bloßen Sandsteinsockel. Der Schaden, der vermutlich in der Nacht entstanden war, wurde erst am Folgetag entdeckt. Von den Tätern, die vermutlich keinen politischen Hintergrund hatten, blieb keine Spur. Für viele Angehörige ist dies unerträglich. Denn neben dem materiellen Schaden wurde ihnen auch der einzige persönliche Ort der Trauer und des Gedenkens an die Gefallenen beschädigt.
Gesamtlösung angestrebt
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Seit einigen Jahren haben sich die Rohstoffpreise Edelmetall auf den Weltmärkten vervielfacht. Abnehmer gibt es zahlreich. Dabei kennen die Metalldiebe häufig keine Skrupel. Der Volksbund ist in jüngster Vergangenheit häufiger von solchen Diebstählen betroffen gewesen, weil viele der Kriegsgräberstätten abseits der Ortschaften, weit draußen im Grünen liegen. Zudem ist bei der Vielzahl der potentiell gefährdeten Objekte eine flächendeckende Bewachung nicht möglich. Nun wird eine Gesamtlösung angestrebt. Dabei sollen langfristig solche wertvollen Metallplatten und ähnliche Gedenkstelen durch hochwertigen Granit ersetzt werden.
Maurice Bonkat
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Gruß
Der Honigmann
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