Von Peter Haisenko
Wer schuldet wem was und warum?
Manchmal ist es ganz einfach: Wenn ich mir ein Tässchen Zucker von meiner Nachbarin ausleihe, gibt es keinen Zweifel, dass ich ihr irgendwann wieder etwas zurückgeben sollte. Ich hatte einen Mangel, für dessen Abhilfe ich die Vorräte meiner Nachbarin in Anspruch nehmen konnte. Aber bereits in diesem Mikrokosmos wird erkennbar, dass selbst dieser einfache Vorgang nur dann funktionieren kann, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Meine Nachbarin muss Zucker haben. Banal, könnte man jetzt sagen, aber so einfach ist es nicht.
Damit man wirklich verstehen kann, was in dieser Welt so alles läuft und daneben geht, muss man die Dinge auf ihre einfachste Grundform reduzieren. Solange, bis es so einfach ist, dass man es versteht. Von dieser Position ausgehend wird erkennbar, dass selbst die Vorgänge, die besonders komplex und deswegen undurchschaubar erscheinen, tatsächlich denselben Regeln unterworfen sind, die in der Reduzierung auf die einfachste Form gar nicht kompliziert sind. Fangen wir mit dem Thema an, das seit einigen Jahren die Menschen immer mehr in seinen Bann zieht und verunsichert: Schulden.
In ihrer Grundform sind Schulden ganz einfach. Ein Mensch hat ein Bedürfnis, das er im Moment nicht mit eigenen Mitteln befriedigen kann. Er sucht sich jemanden, der gerade in dieser Hinsicht einen Überfluss hat und bittet ihn, ihm etwas von seinem Überfluss leihweise zu überlassen. Damit seiner Bitte entsprochen werden kann, muss er natürlich versprechen, irgendwann wieder etwas gleichen Werts zurückzugeben. Solange das nicht geschehen ist, hat er Schulden. Ganz einfach. Aber an dieser Stelle wird etwas anderes sichtbar: Der Überfluss, den man sich ausleihen kann, muss bereits vorhanden sein.
Man kann nur die Vergangenheit verbrauchen.
Das Brot muss erst gebacken sein, bevor man es essen kann. Wiederum ganz einfach, aber für das Verständnis, wie die Welt sich dreht, sehr wesentlich: Man kann die Zukunft nicht beleihen. Es ist unmöglich etwas zu verbrauchen, das es noch gar nicht gibt. Das Leben findet immer in der Gegenwart statt. In diesem winzigen Moment des Jetzt. Und das Leben verlangt nach kontinuierlichem Handeln. Es ist ein steter Ablauf von Arbeit und Verbrauch. Die Natur hat keine Möglichkeit vorgesehen, die Existenz eines Lebewesens auf Vorrat zu sichern. Man kann nicht heute hunderte Liter Wasser trinken, um dann die nächsten Wochen nicht zu verdursten. Genauso, wie verderbliche Güter nur sehr eingeschränkt für längere Zeit konservierbar sind, muss für das tägliche Leben jeden Tag etwas getan werden, damit das Leben weiter gehen kann. Über den Moment, in dem wir leben, kann eine sehr klare Feststellung gemacht werden: bis jetzt hat es funktioniert. Die Aufgabe, die die Menschen andauernd, mit jedem Jetzt, begleitet, ist, dafür zu sorgen, dass die Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit auch funktionieren wird.
Der Mensch kann die Vergangenheit nicht verändern. Nur die Zukunft ist offen und es ist die Pflicht der Menschheit, mit ihrem Handeln im Jetzt dafür Sorge zu tragen, dass diese Zukunft die Chance hat, eine gute zu werden. Das ist der Gang der Dinge. Die Betrachtungen über das Jetzt zeigen noch mehr. Alles, was bis jetzt an Arbeit geleistet worden ist, ist auch – mit kleinen Einschränkungen – bis jetzt verbraucht worden. Was die Natur vormacht, gilt für alle Formen des Lebens. Das Leben ist ein stetig durchlaufender Prozess. Wachsen und Verfall finden andauernd statt und im Moment des Jetzt ist der Prozess immer weitgehend ausgeglichen. Was wächst oder durch Arbeit entstanden ist, wird verbraucht, gebraucht oder verfällt wieder. Eines muss klar sein: Alles, was verbraucht wird, kann nur ein Produkt der Vergangenheit sein. Soweit es mit Arbeit zusammenhängt, muss diese Arbeit ebenfalls bereits in der Vergangenheit geleistet worden sein.
Wenn jemand Schulden hat, hat er die bereits geleistete Arbeit eines anderen in Anspruch genommen. In der modernen, komplexen Gesellschaft wird dieser Vorgang über Umwege abgewickelt. Mit Geld. Das hat dazu geführt, dass das Verhältnis der Menschen zu Schulden abstrakt geworden ist. Das Bewusstsein, dass man in dem Moment, wenn man sich die Arbeit eines anderen ausleiht – Schulden macht – auch eine ähnliche Menge an Arbeit wieder zurückgeben muss, ist durch die vage Vorstellung ersetzt worden, dass man „nur“ Geld zurückgeben muss. Dieses Geld bekommt in der Regel eine Bank. Dadurch entsteht das Bewusstsein, dass man der Bank etwas schulden würde. Diese ist aber nur der Mittler, der Makler. Die Bank hat nichts Produktives dazu geleistet, dass man sich etwas ausleihen kann. Es ist vielmehr so, dass jeder, der Schulden hat, diese allen anderen schuldet, die von ihrem Überfluss abgegeben haben.
Reale Schulden kann man nur bei realen Menschen haben. Reale Schulden sind begrenzt. Wenn alles mit rechten Dingen zuginge, müsste die Summe der Schulden immer genauso hoch sein, wie die Summe der Guthaben. Alles andere ist unlogisch. In dem Moment, in dem die Guthabensumme die Summe der Schulden übersteigt, kann es sich nur um einen Systemfehler handeln. Guthaben können nur dadurch entstehen, dass man weniger verbraucht hat, als man Arbeit geleistet hat. Zeitgleich muss dieser Überschuss von jemand anderem verbraucht worden sein. Dieser hat dann Schulden, und zwar analog zum Guthaben der anderen. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, wird es unmöglich sein, jemals einen gerechten Ausgleich zwischen Schuldnern und Gläubigern herzustellen. Das muss aber das erste Ziel eines Systems sein, wenn es auf Dauer Bestand haben soll.
In der Welt des Jahres 2010 ist alles durcheinander gekommen. Es gibt Schulden in unvorstellbarer Höhe und auf der anderen Seite Guthaben von unanständiger Größe. Und es gibt zu viel Geld. Es gibt kein Gleichgewicht mehr. Über Jahrzehnte haben sich Verhältnisse entwickelt, die mehr und mehr Probleme bereiten. Ganze Staaten stehen vor dem Bankrott und auch im privaten Bereich steigt die Zahl der Insolvenzen. Abgesehen von wenigen (Super-)Reichen gibt es kaum jemanden, der nicht in irgendeiner Form Schulden hat. Sei es direkt privat oder über den Umweg der Schulden seines Staates. Speziell die Schulden der Staaten sind zu einer Höhe angewachsen, die es vollkommen unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass irgendjemand auf dieser Welt ihre Tilgung während seiner Lebenszeit erwarten kann. Die Frage stellt sich also, wem die Welt etwas schuldet und warum.
Wenn man sich daran erinnert, wie Schulden in ihrer Urform zu verstehen sind, dann liegt die Schlussfolgerung nahe, dass sehr wenige Menschen in ihrem Leben so viel geleistet haben, dass der Rest der Welt auf Zeit und Ewigkeit in ihrer Schuld steht. Das kann so nicht gewesen sein. Da müssten 90 Prozent der Menschen über Jahrzehnte ein Schmarotzerdasein auf Kosten von 10 Prozent arbeitsamer Zeitgenossen geführt haben. Wir wissen, dass das nicht zutrifft und auch nicht möglich ist. Es kann sich also nur um einen Systemfehler handeln. Die Regeln für den Umgang mit Geld sind offensichtlich fehlerhaft.
Bevor ich mich einer Fehleranalyse widme, werde ich an einigen aktuellen Beispielen beschreiben, mit welchen Folgen die Welt mittlerweile zu kämpfen hat. Ganz aktuell Griechenland. Hier wird ein Haushaltsdefizit von 12,7 % für das laufende Jahr erwartet. Damit kann Griechenland die Kriterien für den Stabilitätspakt des Euro nicht erfüllen. Es stellt aber nur die Spitze in einer Reihe von Euroländern dar, die das auch nicht können. Griechenland hat zweifellos seit geraumer Zeit über seine Verhältnisse gelebt. Das liegt unter anderem daran, dass Griechenland kaum über eine nennenswerte Industrieproduktion verfügt. Alle Autos müssen importiert werden und die Deviseneinnahmen kommen vornehmlich aus dem Tourismus. Schon in den 60er Jahren war dieser Umstand in Griechenland bekannt und deswegen erhob Griechenland eine sehr hohe Steuer auf alle Importwagen. Das hat den Griechen nicht gefallen, denn auch sie wollten schöne neue Autos ihr Eigen nennen können. Der Autoindustrie hat das auch nicht gefallen, weil sie in Griechenland nur sehr eingeschränkt ihre Produkte an den Mann bringen konnte. Die Folge war eine unheilige Allianz. Die Griechen machten Druck auf ihre Regierung und wurden von der internationalen Politik dabei unterstützt, die schon immer mehr oder weniger von der Finanzwelt gesteuert worden ist.
Mit Hilfe vor allem amerikanischer Großbanken entwickelte Griechenland ein Geschäftsmodell, mit dem es seine Situation verschleiern konnte. Ein richtiger, vorsätzlicher Betrug, der allerdings zu Gunsten des Konsums der griechischen Bürger gelangte. Aber es war von Anfang an abzusehen, dass irgendwann einmal die Zeche zu bezahlen sein würde. Oder vielleicht auch nicht? Man bedenke, dass jeder, der einen Betrug begeht, das in dem Bewusstsein tut, nicht dabei erwischt zu werden. Für Griechenland war die Situation günstig, denn keiner der Akteure auch außerhalb Griechenlands hatte ein Interesse daran, dass dieser Betrug aufgedeckt wird. Auch das hat Griechenland mit mehreren anderen Ländern gemein.
Betrachtet man die aktuelle Situation Griechenlands, wird schnell deutlich, dass es keine einfache Lösung geben wird. Die Griechen müssten über lange Jahre ihren Konsum um gut 20 Prozent einschränken, damit sie nicht nur keine neuen Schulden aufbauen, sondern ihre Schulden langsam begleichen können. Ein derartiger Einschnitt in die Lebensgewohnheiten wird dieses Land aber ins Chaos stürzen. Außerdem bleibt die Frage, bei wem Griechenland eigentlich Schulden hat. In diesem Fall ist das einfach zu beantworten: Bei allen, die über lange Jahre Produkte ins Land lieferten, ohne dafür reale Güter als Gegenleistung erhalten zu haben. Das sind reale Schulden, die aber nur dadurch entstehen konnten, dass mit dem irrealen Gut Geld betrügerisch umgegangen worden ist. Der Fehler liegt im System, welches so etwas möglich macht.
Die angelsächsische Schuldenwirtschaft
Obwohl Griechenland in aller Munde ist, ist es innerhalb Europas nur ein kleines Licht, wenn es um das Leben über die Verhältnisse geht. Grundsätzlich muss festgestellt werden, dass jedes Land dieser Erde über seine Verhältnisse lebt, das ein dauerhaftes Außenhandelsdefizit erwirtschaftet. Jedes Land, das mehr importiert als es exportiert, verbraucht Arbeit, die in anderen Ländern geleistet worden ist. So etwas kann auf Dauer nicht gut gehen. So weh es auch tun mag, die Bürger solcher Länder müssen sich einschränken oder eben mehr leisten. In dieser Hinsicht steht innerhalb Europas England an erster Stelle. England ist aus guten Gründen nicht im Euro. Zum einen erfüllt es die Kriterien für den Euro nicht und zum anderen wäre es restlos am Ende, wenn es auf die Einnahmen aus dem Finanzsektor verzichten müsste. Gut 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Englands kommen aus der „City“, Londons Finanzmärkten.
Seit geraumer Zeit ist die wirtschaftliche Lage Englands verzweifelt. Die realen Exporte liegen dramatisch unter den Importen. Die Differenz pendelt so um die 100 Milliarden Pfund pro Jahr. Aber diese Summe ist nicht einmal die halbe Wahrheit. Hier gehen immer noch die Einnahmen aus dem Finanzsektor mit ein. Hätte England diese nicht, wäre das Defizit gut doppelt so hoch. Was bedeutet das? Die Antwort ist dramatisch: In England konsumiert im Durchschnitt jeder Bürger jedes Jahr Waren im Wert von etwa 4.000.- Pfund, für die in England niemand produktive Arbeit geleistet hat. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass England kaum Ausgaben für Ölimporte zu leisten hat. Dass so etwas möglich ist, noch dazu auf längere Zeit, kann nur an einem Fehler im System liegen.
1944 haben England und die USA in Bretton Woods ein neues monetäres System für die ganze Welt bestimmt. Sie hatten dabei freie Hand, denn zu dieser Zeit gab es niemanden, der diesen beiden Ländern ernsthaft widersprechen konnte. Es liegt auf der Hand, dass sich England und die USA mit diesem System vor allem Vorteile zu ihren Gunsten gesichert haben. Folgerichtig ist der gegenwärtige Zustand, dass sowohl England als auch die USA die einzigen Länder dieser Erde sind, die seit Jahrzehnten auf Kosten des Rests der Welt Luxus genießen. Beide Länder sind in der Lage, einen Großteil ihres BIP aus mehr oder weniger betrügerischen Finanztransfers zu generieren. Schlimmer noch: Beide Länder konnten über Jahrzehnte einen Bestand an Schulden gegenüber dem Ausland aufbauen, der jegliche Vorstellungskraft übersteigt. Der aktuelle Stand ist, dass alle Amerikaner zusammen – statistisch gesehen – jedem Nicht-Amerikaner mindestens 1.000,- US-Dollar schulden. Mit den Engländern sieht es nicht wesentlich besser aus.
England hat eine über 100 Jahre alte Tradition, seinen Luxus aus der Arbeitsleistung anderer Länder zu beziehen. Früher waren dies die englischen Kolonien, die durch einseitig unfaire Handelsbedingungen ausgebeutet worden sind. Gegen Ende des 19ten Jahrhunderts musste sich England der internationalen Konkurrenz stellen – das war an erster Stelle das Deutsche Reich – und schlitterte dadurch in ernste Probleme. Das jährliche Außenhandelsdefizit Englands wuchs auf 50 Prozent des gesamten Außenhandelsvolumens an. Das British Empire drohte zu zerfallen und in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Nur der Erste Weltkrieg hat England vorübergehend gerettet. Aber es zieht sich durch das gesamte 20. Jahrhundert, dass England immer wieder außerstande war, seine Bevölkerung mit ihrer eigenen Leistung zu ernähren. Nicht einmal der Raub der deutschen Patente nach den zwei großen Kriegen konnte auf längere Zeit Abhilfe schaffen. Erst das System von Bretton Woods hat es ermöglicht, den katastrophalen Zustand der Englischen Wirtschaft über mehrere Jahrzehnte zu verschleiern. Der Zustand ist: Die Welt kann nicht erwarten, dass England oder die USA ihre Schulden jemals mit realen Gütern begleichen werden.
Auch Exportüberschuss ist problematisch
Das ist die Schuldenseite. Genauso, wie niemand auf Dauer Schulden machen darf, kann ein dauerhafter Exportüberschuss nicht förderlich sein. Exportüberschuss bedeutet, dass in einem Land mehr produziert – also gearbeitet – wird, als in diesem Land verbraucht wird. Irgendwann sollte auch hier ein Ausgleich stattfinden, denn andernfalls sind die Bürger des Überschusslandes die Deppen der Welt. Sie arbeiten, ohne die Früchte ihrer Leistung vollständig genießen zu können. Die französische Finanzministerin, Christine Lagarde, hat gerade im Frühjahr 2010 genau das angesprochen, als sie die Deutschen als „die Kellner für die Luxusrestaurants dieser Welt“ bezeichnet hat. Sie hat die Deutschen aufgefordert, ihre Leistung selbst zu genießen. Wie Recht sie da hat. Aber so einfach ist es nicht. Wenn die Deutschen die Früchte ihrer Arbeit selbst verspeisen, bleibt für die anderen weniger übrig. Und es taucht eine neue Frage auf: Bei wem hat Deutschland das Guthaben, das sich in den vielen Jahren des Exportüberschusses aufgebaut haben muss? Wann kann der deutsche Bürger die Früchte genießen, die er in jahrelanger harter Arbeit angespart hat? Wieso hat der Deutsche Staat überhaupt Schulden, wo doch Jahr für Jahr Hunderte Milliarden an Überschüssen in Deutschland produziert werden? Und bei wem hat der Deutsche Staat diese Schulden? Noch spannender allerdings ist die Frage, wieso ein Land mit Außenhandelsdefizit überhaupt in einem Land wie Deutschland auf große Einkaufstour gehen kann? Fragen über Fragen, für die die so genannten Fachleute eine klare Antwort verweigern – und das hat gute Gründe.
Wenn die heilige Marktwirtschaft in einer demokratischen Welt ihre Regelmechanismen wirklich entfalten könnte, dann wäre die Welt nicht an der Stelle, die wir heute beklagen müssen. Das Beispiel Griechenlands zeigt: Nur durch den betrügerischen Umgang mit raffiniert ausgeklügelten Finanzinstrumenten konnte Griechenland in die Lage kommen, die Europa heute Sorgen bereitet.
Dank an Griechenland
Die Welt sollte Griechenland danken. Denn durch dessen Politik wird erstmals ohne jeden Zweifel der Nachweis geführt, dass tatsächlich ganze Staaten das Leben ihrer Bürger mit Hilfe von Betrug luxuriöser gestalten. Von hier ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis die mediale Meisterleistung überwunden werden wird, mit der der angelsächsische Raum seinen Betrug an der Welt aus dem öffentlichen Bewusstsein herausmanipulieren kann.
Nein! Es ist nicht Griechenland, um das wir uns Sorgen machen müssen. Die lächerlichen 300 Milliarden Euro Schulden können aus der Portokasse der EU beglichen werden, wie die Rettung der Banken gezeigt hat. Aber damit bin ich wieder ganz am Anfang: Wer schuldet wem was und warum? Und noch viel spannender: Wo kommt das Geld her, mit dem man Banken und eben auch ganze Staaten retten kann? Was passiert, wenn dieses Geld nicht aus dem Hut gezaubert wird? Ist es denkbar, dass Griechenland einfach aus dem Euro ausschert, sich insolvent erklärt und mit einer ganz neuen Währung bei Null anfängt?
Denkbar ist alles und kaum etwas ist tatsächlich unmöglich. Die Grenzen werden nur in den Gehirnen der Menschen gesetzt, die sich weigern, Dinge in Betracht zu ziehen, weil die dann möglicherweise notwendigen Veränderungen zu radikal erscheinen.
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…die jeweiligen Teile folgen in unregelmäßigen Abständen.
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Hier noch eine nette Zahlenuhr für weltweite Schulden:
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Gruß
Der Honigmann
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Lieber “Honigmann” resp. lieber Peter Haisenko!
Wieder ein profunder Beitrag, der aufzeigt, daß nur mit einer “ehrlichen Buchführung” (ausgeglichenen Außenhandelsbilanz) das Problem Staatsverschuldung diesbezüglich in den Griff zu bekommen ist. Andererseits liegt der Fehler nicht im System – DAS SYSTEM IST DER FEHLER!
Und was die Europäische Union (EU) anbetrifft: Die “Beitrittskrierien” erfült zur Zeit nur Letzebuerg und ergo dürfte diese “EU” nur aus dem Großherzogtum Luxemburg bestehen!
Anmerkung am Rande: “Die Bundesrepublik Deutschland” war nie als Staat gedacht, war nie ein Staat, ist kein Staat und wird auch nie ein Staat werden (siehe die Grundsatzrede von Prof. Dr. Carlo Schmid am 8. September 1948 vor dem sogenannten “Parlamentarischen Rat”)!
Günter Bornholdt, Dipl.-Ing. phys.
Reichsminister ohne Geschäftsbereich
der Exilregierung Deutsches Reich