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Archiv für Februar 2011


Muslime schürten Hass gegen Papst Benedikt

Die italienische Polizei hat am vergangenen Freitag sechs Marokkaner verhaftet, die verdächtigt werden, Hass gegen Papst Benedikt XVI. geschürt zu haben, weil dieser einen ägyptischen ehemaligen Muslim christlich getauft hatte.
Stefano Fonsi, der Leiter der norditalienischen Antiterrorkommision, erläuterte, dass die Verdächtigten sich zusammengeschlossen hätten und sich privat mit dem Ziel getroffen hätten, religiösen Hass gegen Nichtmuslime zu schüren.
Die Ermittler hätten Literatur gefunden, welche muslimische Immigranten ermahnte, sich nicht in die italienische Gesellschaft zu integrieren. Darin sei auch gesagt worden, dass der Papst dafür bestraft werden solle, dass er den Konvertiten Magdi Cristiano Allam in der Osternacht 2008 im Petersdom getauft habe, kath.net hatte mehrfach berichtetGanzer Artikel….

Dänemark: In der zweitgrößten Stadt entsteht ein Staat im Staat

Aarhus ist die zweitgrößte dänische Stadt. Dort gibt es das Moslemviertel Gellerup. Nirgendwo sonst ist die Kriminalität größer, nirgendwo sonst muss mehr in Sozialhilfe investiert werden. Und nun kommt eine schockierende Nachricht: Alle Unterstützungsversuche waren bislang vergeblich – aus Gellerup wird nun rasend schnell ein Staat im Staate. Die Polizei wird dort nicht mehr akzeptiert, Gellerup wird eine Zone der Gewalt. Eine Gewalt, die hasserfüllt ist und sich gegen ethische Dänen richtet (Quelle: JP).

Spanien: Mohammedaner wollen Hunde aus Städten verbannen

In der Islam-Ideologie sind Hunde unreine Tiere. Und deshalb hat der Islam-Verband in der spanischen Stadt Lleida nun ganz offiziell gefordert, dass alle Hunde aus dem städtischen Erscheinungsbild verschwinden müssen – schließlich beleidigen sie angeblich mit ihrer Anwesenheit Mohammedaner. Es soll künftig keine Hunde mehr in städitischen Bussen geben, und keine mehr auf den Strassen – zumindest dort nicht, wo sich theoretisch Mohammedaner aufhalten könnten (Quelle: Minutodigital.com Februar 2011).

Belgien: Halal-Bier für Mohammedaner

Weil Mohammedaner keinen Alkohol trinken dürfen, produziert man in Belgien jetzt die neue Biermarke „Sultan-Bier“ – ein alkoholfreies Bier, das Moslems schmecken soll (Quelle: HLN.be 23. Februar 2011).
Meldungen aus Akte-Islam

http://sosheimat.wordpress.com/2011/02/28/meldungen-aus-eurabia/

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Der libysche Machthaber Ghadhafi wird international weiter isoliert. In seinem ehemaligen Reich beschränkt sich seine Macht noch auf Tripolis. baz.ch/Newsnetz berichtet laufend über die Lage in Libyen.

Aufständische lassen sich in Benghazi in der Handhabung einer Luftabwehrkanone instruieren.
Bild: Reuters

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22:55 h

Ghadhafi ernennt neuen Botschafter

Die libysche Regierung hat nach US-Angaben ihren Botschafter in den Vereinigten Staaten entlassen und durch einen Anhänger von Machthaber Muammar al-Ghadhafi ersetzt. Botschafter Ali Audschali hatte sich vergangene Woche auf die Seite der Gaddafi-Gegner geschlagen und einen Rücktritt des Staatschefs gefordert.

Zugleich erklärte Audschali, er wolle seinen Posten in Washington nicht aufgeben. Das US-Aussenministerium teilte am Montag mit, es sei von der libyschen Regierung über die Entlassung des Botschafters informiert worden. (dapd)

22:50 h

Grossbritannien stoppt Geldtransfer nach Libyen

Grossbritannien hat den Transfer von umgerechnet etwa einer Milliarde Euro nach Libyen gestoppt. Das Finanzministerium in London habe «die Ausfuhr von 900 Millionen Pfund in Banknoten» verhindern können, sagte Premierminister David Cameron am Montag vor dem Unterhaus des britischen Parlaments.

Einem Bericht der Tageszeitung «Financial Times» zufolge wollten sich Vertraute von Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi die frisch gedruckten Geldscheine in der vergangenen Woche im Nordosten Grossbritanniens auszahlen lassen und nach Libyen bringen. Als das Ansinnen den Behörden gemeldet wurde, spielte das Finanzministerium nach Angaben der Zeitung tagelang auf Zeit, um die notwendigen Schritte zum Einfrieren des Vermögens durchsetzen und die Auszahlung des Geldes verhindern zu können. Vor allem die Zollbehörden hätten sich bei der Bearbeitung der notwendigen Formalitäten viel Zeit gelassen.

Nach Angaben der Tageszeitung «The Guardian» zögerten sie vor allem die Diskussion über den Transport des Geldes von seiner Lagerstätte zum Flughafen so lange hinaus, bis die Regierung den Transfer der Banknoten nach Libyen am Sonntag rechtsverbindlich stoppen konnte.

22:30 h

USA: «Ghadhafi schlachtet sein eigenes Volk ab»

Susan Rice, die Vertreterin der USA in der UNO, hat in einer Pressekonferenz Ghadhafis Aussagen als «wahnhaft» bezeichnet. Mit seinen Worten, dass das Regime keine Gewalt gegen Demonstranten ausübe, habe er bewiesen, wie wirklichkeitsfern er sei: «Während er in einem Interview mit einer US-Fernsehjournalistin in die Kameras lächelt, schlachtet er sein eigenes Volk ab.» Der Machthaber habe sich komplett von der Realität abgekoppelt.

21:55 h

Ägypten: Ausreisesperre für die Familie Mubarak

Der gestürzte ägyptische Staatschef Hosni Mubarak und seine Angehörigen dürfen ihre Heimat nicht mehr verlassen. Der Generalstaatsanwalt in Kairo untersagte der Familie am Montag Reisen ins Ausland, ausserdem wurde ihr Vermögen beschlagnahmt.

Nach Angaben von Flughafenmitarbeitern wurden Mubaraks Frau Susanne und sein Sohn Gamal am Sonntag an der Abreise aus Sharm-el-Sheik gehindert. Beide hätten versucht, an Bord einer Privatmaschine zu gelangen, erklärten die Gewährsleute am Montag. Ihnen sei gesagt worden, dass sie ohne eine Sondergenehmigung nicht abreisen dürften. Beide halten sich seit dem Sturz Mubaraks in dem Badeort auf.

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hatte bereits am 20. Februar das Vermögen Mubaraks einfrieren lassen. Der Präsident trat am 11. Februar nach einem 18-tägigen Volksaufstand zurück.

21:50 h

Die US-Stützpunkte in der Region

Die USA haben begonnen, Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge näher an Libyen zu verlegen. Das US-Verteidigungsministerium gab jedoch keine Einzelheiten bekannt. Welche Schiffe die US-Marine im Mittelmeer zur Verfügung hat, war zunächst unklar.

In der Golf- Region und dem Arabischen Meer südöstlich von Libyen hat die Fünfte Flotte zwei Flugzeugträger im Einsatz. Zudem verfügen die USA über Stützpunkte in Neapel und im spanischen Rota.

Experten halten eine Invasion oder Luftschläge der USA wegen der undurchsichtigen Lage in Libyen allerdings für unwahrscheinlich. Auch Aussenministerium Hillary Clinton sagte in Genf, ein Militärschlag unter Nutzung von US-Kriegsschiffen stehe aber nicht bevor.

21:40 h

USA blockieren Ghadhafi-Gelder

Die USA haben 30 Milliarden Dollar (knapp 22 Milliarden Euro) an libyschen Guthaben eingefroren. Grundlage seien die am Freitag von US-Präsident Barack Obama unterzeichneten bilateralen Sanktionen gegen Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi, sagte am Montag David Cohen, ein ranghoher Vertreter des US-Finanzministeriums in Washington. Es handele sich um die grösste Summe, die jemals im Rahmen von Sanktionen blockiert worden sei.

Betroffen seien sowohl Vermögenswerte des Ghadhafi-Clans als auch Staatsgelder, vor allem der libyschen Zentralbank. Die Summe der auf US-Konten eingefrorenen Gelder könnte sich laut Cohen noch erhöhen, falls die US-Banken auf weitere Guthaben stießen, die unter die Sanktionen fielen.

Obama hatte am Freitag ein Dekret unterzeichnet, welches das Vermögen und den Immobilienbesitz Ghadhafis und vier seiner Söhne in den USA blockiert.

Die USA hoffen nach Regierungsangaben darauf, dass die Sanktionen Mitglieder der libyschen Regierung zur Abkehr von Gaddafi bewegen. Dadurch könnten sie verhindern, selbst auf der Sanktionsliste zu landen. Die libysche Führungsschicht soll auf ausländischen Konten Milliardenbeträge deponiert haben, die aus den Ölgeschäften des Landes stammen.

21:07h

Westerwelle: Flugverbotszone kommen in Betracht

Europa muss nach Ansicht von des deutschen Aussenministers Guido Westerwelle sein früheres Verhältnis zum libyschen Machthaber Muammar al-Ghadhafi überdenken. «Ich glaube, dass wir auch in Europa Bedarf haben, zu gegebener Stunde unsere Vergangenheit diesbezüglich noch einmal aufzuarbeiten», sagte Westerwelle am Montagabend den ARD-«Tagesthemen». Jetzt gehe es aber darum, «dass wir eine sehr komplizierte, sehr gefährliche Situation lösen». Im Übrigen sei «nicht jeder Handschlag eine Sympathiebekundung».

Zur Diskussion über Flugverbotszonen sagte Westerwelle, sie seien «eine Massnahme, die in Betracht kommt». Allerdings spreche man bei Libyen über ein Land, dass ungefähr viermal so gross sei wie Deutschland. Das bringe schon sehr praktische Schwierigkeiten mit sich.

20:20 h

Flüchtlinge treten in Hungerstreik

Rund 240 aus Libyen geflüchtete Ägypter sind im Süden Tunesiens in einen Hungerstreik getreten, um bei den Behörden ihres Landes eine Weiterreise in ihre Heimat zu erwirken. Wie die amtliche tunesische Nachrichtenagentur TAP am Montag berichtete, begannen sie ihren Protest am Sonntag in der Stadt Medenine, wo sie nach ihrer Flucht festsassen. Ihnen sei bereits ein Rückflug vom Flughafen in Djerba nach Ägypten angeboten worden, berichtete TAP, ohne jedoch ein konkretes Datum zu nennen. Die ägyptischen Staatsbürger hätten versichert, ihren Hungerstreik bis zum Abflug aus Tunesien fortsetzen zu wollen, hiess es weiter. Der ägyptischen Botschaft in Tunesien und den Behörden ihres Landes warfen sie demnach «Gleichgültigkeit» vor. «Wir wollen die ägyptischen Behörden dazu drängen, unsere Heimreise zu beschleunigen», sagte einer der Streikenden.

Am Montag und Dienstag sollten nach Angaben der im schweizerischen Genf ansässigen Internationalen Organisation für Migration (IOM) jeweils etwa 900 ägyptische Flüchtlinge mit mehreren Sondermaschinen aus Tunesien ausgeflogen werden. Eine geplante Ausreise von rund 2000 Ägyptern per Schiff aus dem Hafen von Djerba wurde nach IOM-Angaben wegen schlechten Wetters verschoben. (AFP)

20:02 h

Iran: Oppositionsführer in Haft

Die iranischen Oppositionsführer Mir Hossein Moussavi und Mahdi Karoubi sind nach dem Bericht einer zum Reformlager zählenden Webseite ins Gefängnis gebracht worden. Auch die Frauen der Politiker seien in Haft genommen worden, meldete kaleme.com. Von den Behörden war dafür am Montag keine Bestätigung zu erhalten. Die Oppositionspolitiker seien ins Gefängnis Heschmatjeh in Teheran gebracht worden. Die beiden vergangenen Wochen standen sie bereits unter Hausarrest. (dapd)

19:25 h

US-Armee bringt sich in Stellung

Die USA ziehen ihre Truppen rund um Libyen zusammen. Die US-Armee bringe Marine- und Luftwaffeneinheiten in der Region in Position, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Dave Lapan, am Montag vor Journalisten in Washington. Die Planer des Pentagon arbeiteten an «verschiedenen Notfallplänen». Dazu gehörten Truppenverlegungen, um im Fall einer Entscheidung flexibel zu sein.

Ein Sprecher des Weissen Hauses sagte unterdessen, ein Exil für Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi sei «auf jeden Fall eine Möglichkeit», um der Gewalt in Libyen ein Ende zu setzen. US-Aussenministerin Hillary Clinton sagte in Genf, die US-Regierung plane keine Marineeinsätze im Libyen-Konflikt. Sie gehe vielmehr davon aus, dass es Bedarf an Unterstützung für humanitäre Interventionen geben werde, sagte Clinton mit Verweis auf tausende Tunesier, die nach dem Umbruch in ihrem Land nach Europa geflohen seien.

Washington sei sehr besorgt über die humanitäre Lage in der Region und werde umgehend zwei Expertenteams an die libysch-tunesische und die libysch-ägyptische Grenze schicken, um den Flüchtlingen zu helfen. Die US-Entwicklungshilfeorganisation USAID habe 10 Millionen Dollar (7,2 Millionen Euro) für Libyer und

19:12 h

Kontensperrung: Freiburger Anwalt präsentiert Liste mit 22 Namen

Der Freiburger Anwalt Ridha Ajmi hat am Montag den Schweizer Behörden eine Liste mit 22 Personen oder Organisationen aus dem Umfeld des libyschen Machthabers Muammar al-Ghadhafi übergeben. Ajmi verlangt, dass deren in der Schweiz angelegte Gelder eingefroren werden.

Die betroffenen Personen und Gesellschaften sind Mitglieder von internationalen Organisationen, Angehörige des diplomatischen Corps und Mitglieder des Kabinetts der libyschen Regierung, erklärte der Anwalt gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Auch ein Angehöriger der libyschen Armee sei auf der Liste.

Ajmi wurde von der Nichtregierungsorganisation Arab Transparency Organisation (ATO) beauftragt, die Liste den Schweizer Behörden zu übergeben. ATO ist eine Gruppe von Juristen, Intellektuellen und Menschenrechtskämpfern aus etwa 20 arabischen Ländern.

Bereits vor einer Woche hatte Ajmi der Bundesanwaltschaft eine Liste mit zwölf Namen unterbreitet und beantragt, dass die Gelder von Ghadhafi und dessen Familie eingefroren werden. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten sperrte am letzten Donnerstag allfällige Vermögenswerte des libyschen Machthabers und seines Umfeldes. Dabei handelte es sich um eine Liste mit 29 Namen, darunter auch Ghadhafi selber. (sda)

19:10 h

Ghadhafi: «Mein ganzes Volk liebt mich»

In einem Interview mit dem US- Fernsehsender ABC hat der libysche Revolutionsführer Muammar al- Gaddafi bestritten, dass in der Bevölkerung der Wunsch nach seinem Sturz bestehe. «Mein ganzes Volk liebt mich», zitierte ABC am Montag per Twitter-Kurzmitteilung aus dem Interview.

«Sie würden sterben, um mich zu beschützen», sagte Ghadhafi laut ABC-Journalistin Christiane Amanpour weiter. Der Revolutionsführer habe in dem Gespräch abgestritten, dass es in der Hauptstadt Tripolis Demonstrationen gegen seine Regierung gebe.

Die ABC-Reporterin war mit einer Gruppe ausländischer Journalisten auf Einladung der libyschen Führung nach Tripolis gereist. Ghadhafi steht innen- und aussenpolitisch unter Druck. Augenzeugen zufolge nähert sich der Aufstand in Richtung Hauptstadt, nachdem er die Kontrolle über den Osten des Landes verloren hat.

18:53 h

USA setzen die Armee in Bewegung

Laut einem Bericht von «Spiegel Online» setzen die USA ihre Truppen in der Region in Bewegung. Marine- und Luftwaffeneinheiten würden im Mittelmeer zusammengezogen. Man wolle damit «mehr Flexibilität» erreichen, sagte ein Sprecher in Washington.

18:35 h

Deiss: «Perverse Regimes»

Der Präsident der UNO-Generalversammlung, Joseph Deiss, der die Sitzung des Rats zusammen mit der Bundespräsidentin eröffnete, nannte die Lage in Libyen «zutiefst schockierend». Die Bevölkerung habe sich erhoben und erwarte von der internationalen Staatengemeinschaft, die Menschenrechte kompromisslos zu verteidigen, sagte der alt Bundesrat.

Die Bevölkerung erwarte, dass «wir perversen Regimes klar sagen, dass ihre Zeit vorbei ist, dass sie abtreten müssen und zur Verantwortung gezogen werden», sagte er weiter.

Nach Angaben von Deiss wird die UNO-Generalversammlung am Dienstagnachmittag in New York darüber verhandeln, ob Libyen aus dem Menschenrechtsrat ausgeschlossen werden soll, wie das der Rat am letzten Freitag empfahl.

18:25 h

Bahrain: Demonstranten blockieren Eingang zum Parlament

In der bahrainischen Hauptstadt Manama blockierten Hunderte Regierungsgegner den Eingang zum Parlament. Mit einer Menschenkette hinderten sie Regierungsmitarbeiter am Zutritt. Im Anschluss zogen die Demonstranten zur Zentrale des Staatsfernsehens weiter. Mit Protestaktionen an sensiblen Orten in der Hauptstadt wollen die Demonstranten offenbar den Druck auf die Monarchie erhöhen.

Seit die Proteste in der arabischen Welt vor zwei Wochen auch Bahrain erfassten, wurden dort bei Demonstrationen mindestens acht Menschen getötet und Hunderte verletzt. Das Königshaus ist um einen Dialog mit den Oppositionellen bemüht. König Hamad bin Issa al Chalifa entliess bereits mehrere Minister.

18:14 h

IKRK hat weiterhin keinen Zugang zu Tripolis

Ein Team des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ist seit Sonntag in der ostlibysche Stadt Benghazi. Angaben von Ärzten zufolge sollen bei den Unruhen in der Hafenstadt 256 Personen getötet und 2000 verletzt worden sein.

Das lokale medizinische Personal habe die Neuankömmlinge auf das Fehlen von Pflegern hingewiesen, teilte das IKRK am Montag mit. Die meisten Pfleger seien Ausländer gewesen, die inzwischen ausser Landes geschafft worden seien.
Angestellte und Freiwillige des Roten Halbmondes hätten in den letzten Tagen Blutspenden gesammelt, Verletzte geborgen und diese in den Spitälern versorgt.

In den nach wie vor umkämpften Westen Libyens rund um die Hauptstadt Tripolis konnte das IKRK noch keine Vertreter entsenden. Die Organisation sei sehr besorgt über die humanitäre Lage in diesem Landesteil, hiess es in der Mitteilung weiter.

17:30 h

«Es ist Zeit, dass Ghadhafi geht»

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf die Unterstützung der Revolutionen im arabischen Raum als Pflicht bezeichnet. Sie forderte zudem eine Bestrafung der libyschen Führung für die «Tyrannei» gegen die Bevölkerung.

«Oberst al-Ghadhafi, und die mit ihm sind, müssen zur Rechenschaft gezogen werden», sagte Clinton am Montag. Sie hätten schwere Waffen (…) gegen unbewaffnete Zivilisten gerichtet, sagte die Ministerin zu Beginn der Frühjahrstagung des Gremiums. «Es ist Zeit, dass Gaddafi geht, jetzt und ohne weitere Gewalt oder Verzögerung.» Weitere internationale Massnahmen schloss sie nicht aus.

Clinton sprach sich dafür aus, dass die UNO-Vollversammlung Libyen aus dem Menschenrechtsrat ausschliesst. Das hatte der Rat am Freitag auf einer Sondersitzung in seltener Einmütigkeit beschlossen. Auch der UNO-Sicherheitsrat hatte einstimmig zugestimmt, dass die Gewalttaten vor dem Internationalen Strafgerichtshof zur Verhandlung kommen.

Dem Regime im Iran warf Clinton «Tyrannei» vor. Teheran habe auf friedliche Demonstranten schiessen und Menschenrechtler attackieren lassen. Sie kündigte an, dass die USA im Menschenrechtsrat einen Sonderberichterstatter für den Iran fordern wollten.

Hilfe für Afrikaner gefordert

Ebenfalls vor dem Menschenrechtsrat rief UNO-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres die internationale Gemeinschaft dazu auf, bei der Evakuation von Zehntausenden Ausländern aus Libyen zu helfen, deren Staaten keine Evakuation durchführten. Viele sehr arme Staaten schickten keine Flugzeuge und Schiffe, um ihre Bürger abzuholen, sagte Guterres. «Viele Menschen fühlen sich bedroht und haben Angst», sagte er. Vor allem Afrikaner seien betroffen, weil sie vielfach verdächtigt werden, Gaddafi als ausländische Söldner zu dienen.

Die UNO schätzt, dass rund 1,5 Millionen Menschen illegal in dem Land arbeiten und leben. Bisher seien schon mehr als 110’000 Menschen aus Libyen geflohen.

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http://bazonline.ch/ausland/die-arabische-revolution/USA-bringen-Truppen-rund-um-Libyen-in-Stellung/story/31839246?dossier_id=852

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Am 1. Mai ist es soweit und die Grenzen fallen für Arbeitnehmer aus Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen. Das Ziel dieser Grenzöffnung ist natürlich das Drücken von Löhnen. Das sehen laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK übrigens auch drei Viertel aller Befragten so. Ökonomen hingegen geben Entwarnung und behaupten, daß 450.000 Zuwanderer die Löhne nur um 0,1% drücken und die Arbeitslosigkeit nur um 0,1% ansteigen würde. Das entspricht zwar dem gesunden Menschenverstand genauso wie wirtschaftswissenschaftlicher Logik, aber woher sollten Hofökonomen von so Dingen Ahnung haben. Wenn nämlich das Angebot an billigen Arbeitskräften um 450.000 ansteigt, dann müßte die Nachfrage um mehr als diese 450.000 Arbeitskräfte ansteigen um die Löhne in der jeweiligen Branche auf dem gleichen Niveau zu halten. Wenn die Nachfrage nämlich nur um 450.000 Arbeitskräfte ansteigt und diese Arbeitskräfte bereit sind für weniger Geld zu arbeiten, würde das allgemeine Lohnniveau in dieser Branche absacken, aber immerhin würde die Arbeitslosigkeit nur um den genannten Mindestsatz ansteigen.

Eine tolle Lösung wäre es übrigens, wenn 450.000 osteuropäische Ökonomen ins Land kämen. Die würden zwar immer noch nur Mist erzählen, aber dafür würde man sie nicht verstehen.

http://www.nonkonformist.net/5361/offnung-der-ostgrenzen-okonomen-geben-entwarnung/

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u.a.:  Türkei stellt Forderungen an Deutschland, Erdogan verärgert über Sarkozy,  Türken haben schlechte Meinung von Europäern, Merkel: »Israel hat nichts getan, um den Nahostfrieden voranzubringen«,  Großbritannien: Die Hälfte würde rechtsextrem wählen, EU droht Niederlande wegen Ausweisung von Migranten,  Deutsche fürchten massive Wirtschaftskrise, Proteste jetzt auch in Kroatien…

http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=308

Endschuldigung für die Verspätung….

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Die Leugnung des roten Holocaustes hält an: Das Ziel, eine harmonische Gesellschaft durch grenzenlose Massaker zu erreichen, war keine Pervertierung der kommunistischen Idee. Das war die Idee.

Pritsche in einem Gulag in Nordsibierien
© Dr.A.Hugentobler, CC

(kreuz.net) Das ist der westliche Geschichts-Mythos: In der Welt entstand eine Macht des Bösen – nämlich NS-Deutschland. Doch nach deren Vernichtung im Jahr 1945 war die Welt davon befreit, und man lebte von da ab in großer Erleichterung der Zukunft zugewandt.

Das erklärte der lettische Filmemacher Edvīns Šnore (36) Anfang Januar vor der oppositionellen Berliner Wochenzeitung ‘Junge Freiheit’.

Šnore ist Autor der Film-Dokumentation ‘The Soviet Story’. Sie wurde im Jahr 2008 im Europäischen Parlament uraufgeführt. In Rußland provozierte sie heftige Proteste.

Die für ihre Doppelmoral bekannten deutschen Fernsehstationen zeigten bis heute kein Interesse an dem Film.

Das größte KZ-System der Welt

Šnore erklärt, daß Osteuropa nach 1945 eine Wirklichkeit erlebte, die nicht dem genannten Geschichts-Mythos entsprach: „Für uns war 1945 nichts zu Ende“.

Für diese Länder gab es nicht ein, sondern zwei Übel.

Der Filmemacher erinnert daran, daß die Sowjetunion das größte KZ-System der Welt betrieb, Genozide verübte und halb Europa besetzt hielt.

Die kommunistischen Verbrechen würde heute mit der Aussage verharmlost, daß es der Kommunismus doch „gut gemeint“ und den deutschen Reichskanzler Adolf Hitler († 1945) besiegt habe.

Die Braunen und die Roten kollaborierten

Šnore weist darauf hin, daß erst der Hitler-Stalin-Pakt den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs möglich machte.

Polen wurde im Jahr 1939 nicht nur von Deutschland, sondern auch von Rußland überfallen.

Mehr noch: „Die Sowjetunion wurde rasch zu einem der Hauptlieferanten für die NS-Kriegsmaschine.“

Der sowjetische Premier und Außenminister Wjatscheslaw Molotow († 1986) bezeichnete es in einer Rede vom 31. Oktober 1939 als „kriminell“, die NS- Ideologie zu bekämpfen.

„Die Sowjetunion war erst ab Mitte 1941 Kriegsgegner Deutschlands – davor war sie dessen größter, mächtigster und wichtigster Kollaborateur“, erklärt Šnore.

Die Sowjets hätten sogar deutsch-jüdische Kommunisten, die im Jahr 1933 nach Rußland geflohen waren, nach Deutschland ausgeliefert.

Die Massenmorde waren Programm

Šnore erinnert daran, daß der erste Massenmord im Zweiten Weltkrieg nicht von den National-Sozialisten, sondern von den Kommunisten verübt wurde:

„Im Wald bei Katyn ermordeten sie schon im Frühjahr 1940 etwa 20.000 polnische Gefangene.“

Zugleich weist Šnore auf die westliche Leugnung des roten Holocaustes:

„Diese Morde gehören zu einem Kapitel, das vermutlich noch weniger im öffentlichen Bewußtsein des Westens verankert ist, als die Terrorherrschaft Stalins.“

Die Kommunisten legitimierten und forderten den Massenmord von Anfang an.

Das Ziel einer angeblichen Gleichheit aller Menschen beinhaltete die „physische Ausrottung“ aller, die nicht dieser Ideologie entsprachen – stellt Šnore fest:

„Die Massenmorde waren keine Entartungen, sondern Programm.“

Und: „Eine harmonische Gesellschaft durch grenzenlose Massaker zu erreichen, war keine Pervertierung der Idee – es war die Idee.“

Deutsche Doppelmoral

Šnore kritisiert auch die Skandal-Geste des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

Dieser grüßte am 60. Jahrestag des Kriegsendes im Jahr 2005 in Moskau „russische Traditionsverbände“.

Der Filmemacher kommentiert: „Wem Ihr damaliger Bundeskanzler damals die Ehre erwiesen hat, waren nicht die gefallenen Soldaten des Krieges, sondern die stalinistische Sowjetunion.“

Die gegrüßten Truppen waren in den historischen Uniformen der kommunistischen Bluthunde – mit roten Fahnen und kommunistischen Bannern – aufmarschiert.

Šnore weist auf die deutsche Doppelmoral: „Nur wer heute den historischen Uniformen und Fahnen der Nazis die Ehre erweist, der verhält sich offiziell skandalös.“

Keine Sensibilität

Im Europa der Gegenwart wirdnachŠnore mit zweierlei Maß gemessen:

„Es ist das Maß des Westens – dahinter verschwindet dessen Verantwortung und die historischen Erfahrungen der Osteuropäer.“

Der Skandal ist unsäglich: „Ausgerechnet ein deutscher Staatschef – ich erinnere an den Hitler-Stalin-Pakt – feierte jenes System, das uns Osteuropäer erobert und fünfzig Jahre besetzt gehalten und das Millionen deportiert oder ermordet hat.“

Šnore kritisiert, daß es diesbezüglich auf deutscher Seite bis heute keine Sensibilität gibt:

„Man kann daran ablesen, wie wenig man sich in Europa tatsächlich für Gerechtigkeit interessiert.“

Die Nürnberger Prozesse als Instrument der Vertuschung

Die Sowjetunion konnte im Jahr 1945 triumphieren und ihre Verbrechen tabuisieren, weil der Westen sie dabei tatkräftig unterstützte – stellt Šnore fest.

Diese Vertuschung dauert immer noch an:

„Der Untergang der Sowjetunion ist bereits zwanzig Jahre her, die Archive sind längst geöffnet.“

Aber: „Warum gibt es bis heute kaum ein Bewußtsein für den roten Holocaust, während der der Nazis perfekt im öffentlichen Bewußtsein verankert ist?“ – fragt Šnore.

Er weiß die Antwort: „ Weil der Westen als Kollaborateur der UdSSR Mitschuld daran auf sich geladen hat.“

Šnore nennt als Beispiel die Nürnberger Prozesse. Dort wollten die Sowjets das Massaker von Katyn den Deutschen in die Schuhe schieben.

Weil man um die wahren Hintergründe wußte, wurde der Punkt nicht verhandelt.

Doch Šnore stellt die Frage: „Aber statt den wahren Täter, die UdSSR, anzuklagen, schwieg man und machte sich damit zum Komplizen.“

Linke Doppelmoral

Der Filmemacher zeigt mit dem Finger auf das Versagen der Intellektuellen: „Viele westliche Intellektuelle damals und heute verstehen sich als links.“

Gleichzeitig leugnen die meisten von ihnen die kommunistischen Verbrechen.

„Wo ist die Entschuldigung, wo die Aufarbeitung, wo ist all das, was sie selbst immer von der Gesellschaft bezüglich des Nationalsozialismus verlangt haben?“ – klagt Šnore an.

Rote und Braune – winzige Unterschiede

Der Filmemacher weist nach, daß der reale und der nationale Sozialismus auf der gleichen Idee aufruhen:

„Um die neue Gesellschaft zu bauen, muß eine Gruppe unterdrückt, bekämpft und ausgerottet werden, weil sie parasitär sei und die geschichtliche Entwicklung hintertreibe.“

Das waren bei den Genossen die Kulaken, die Bürgerliche, die Religiösen, bei den Volksgenossen die Juden:

„Die Unterschiede zwischen Nazis und Kommunisten sind eigentlich sehr klein und beziehen sich vor allem auf Äußerlichkeiten.“

Die gleichen Wählerschichten

Šnore weist darauf hin, daß Kommunisten und National-Sozialisten um die gleichen Wählerschichten warben.

Denn: Die National-Sozialisten besassen nicht einen konservativen, sondern einen sozialistisch-revolutionären Hintergrund:

„Es ist eine Tatsache, daß Joseph Goebbels († 1945) am Sozialismus sehr interessiert war.“

So schrieb er in sein Tagebuch, daß er nach dem Endsieg über Rußland ein sozialistisches System etablieren wollte, daß er im Gegensatz zu dem „bolschewistsch-jüdischen“, einen „wahren“ Sozialismus nannte.

Šnore würde die linken Leugner gerne mit den Überlebenden des roten Holocaust zusammenbringen, die er bei seinen Recherchen getroffen hat.

http://www.kreuz.net/article.12773.html

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Wer bislang noch nicht glaubte, dass uns die so genannte Klimapolitik Billionen kosten wird, der muss sich nun durch EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard eines Besseren belehren lassen: Die EU muss in den kommenden vierzig Jahren jährlich 270 Milliarden Euro, das heißt insgesamt fast 11 Billionen Euro locker machen, wenn sie ihre im „Energie-Klima-Paket“ vom 23. Januar 2008 festgelegten Ziele erreichen will. Wie die FAZ letzte Woche meldete, steht das im Entwurf eines Strategiepapiers, das Frau Hedegaard in der kommenden Woche offiziell vorstellen wird. Die EU-Klimaschutzkommissarin steht mit ihrer auf den ersten Blick astronomisch anmutenden Kostenschätzung durchaus nicht allein.

Vor kurzem hat Accenture, die größte Unternehmensberatung der Welt, zusammen mit der Londoner Barclays-Bank, einer der zehn größten Banken der Welt, eine Studie mit dem Titel „Carbon Capital. Financing the low carbon economy“ vorgelegt, die den Kapitalbedarf für „Low Carbon Technologies“ (LCT) allein bis zum Jahre 2020 auf 2,9 Billionen Euro beziffert.

Nach dem „Energie-Klima-Paket“ der EU soll die EU bis zum Jahre 2020 ihre Emissionen von „Treibhausgasen“ um 20 und bis 2050 um 80 Prozent senken. Bis dahin soll die Stromversorgung fast zu 100 Prozent auf „treibhausgasarme“ Energiequellen – das heißt auf „erneuerbare“ Energien und/oder die Atomenergie – umgestellt sein. Wichtigster Hebel zur Ansteuerung dieses Ziels soll die Rationierung des CO2-Ausstoßes durch Quoten und den Handel mit Emissionsrechten sein. Zwischenetappe soll eine 20-prozentige Reduktion des Energieverbrauchs bis 2020 sein, und zwar hauptsächlich durch massive Investitionen in die Wärmedämmung von Gebäuden. Bis 2050 soll der Energieaufwand für die Gebäudeheizung um 90 Prozent reduziert werden.

Ursprünglich hatte die EU in den internationalen Verhandlungen über ein Folgeabkommen zum 2012 auslaufenden Kioto-Protokoll über die Reduktion von „Treibhausgasen“ sogar eine 30-prozentige Senkung ihres CO2-Ausstoßes bis 2030 angeboten – allerdings nur unter der Bedingung, dass andere Unterzeichner des Kioto-Abkommens nachziehen. Das ist nicht geschehen. Die EU setzt ihre „Klimapolitik“ also im Alleingang fort und nennt das eine „Vorreiter-Rolle spielen“. Da bekannt ist, was Vorreitern droht, denen niemand nachfolgt, muss die EU-Klimakommissarin ihre Kostenschätzung relativieren. Die Klimaschutz-Investitionen entsprächen lediglich 1,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in der EU und bewegten sich in der Größenordnung des Rückgangs der Investitionen in der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise, argumentiert Kommissarin Hedegaard. Die Klimaschutz-Investitionen zahlten sich letzten Endes für alle aus, da sie Energiekosteneinsparungen von mindestens 175 Milliarden Euro im Jahr ermöglichten und zahlreiche Arbeitsplätze vor allem im Bausektor schaffen könnten, behaupten Connie Hedegaard und ihre Mitarbeiter. Dabei klammern die Brüsseler Bürokraten die Frage, ob nicht auf anderem Wege mit weniger Kapital weitaus mehr Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, von vornherein aus.

Die Autoren des EU-Strategiepapiers haben also wohl bei ihrer Kostenschätzung aus naheliegenden Gründen systematisch untertrieben. Das zeigt der Vergleich mit der Studie von Accenture und Barclays Bank, die ohne Berücksichtigung der hohen Kosten für die obligatorische Gebäudeisolierung für die kommenden zehn Jahre auf deutlich höhere Gesamtkosten des „Klimaschutzes“ kommt. In ihrer Kostenschätzung berücksichtigen Accenture und Barclays bei der Gebäudemodernisierung nur Solaranlagen und den Einbau „intelligenter“ Stromzähler. Die Aufwendungen für die Wärmedämmung liegen außerhalb des Fokus ihres Finanzierungsmodells. Dieses beruht hauptsächlich auf dem Verkauf „grüner“ Fondsanteile und Verbriefungen (securities) nach dem Muster der amerikanischen „Subprime“-Papiere. Auf diese Weise sollen 1,65 Billionen Euro aus externen Quellen mobilisiert werden.

In den insgesamt auf 2,9 Billionen Euro geschätzten Aufwendungen für LCT sind 600 Milliarden Euro Entwicklungskosten und 2,3 Billionen Euro  Anschaffungskosten enthalten. Dabei entfallen allein auf Windräder und Photovoltaik-Anlagen 1,37 Billionen Euro – eine Summe, die ausreichen würde, um statt der unsteten „Alternativen“ zum Beispiel 230 zuverlässige große Kernkraftwerke mit je zwei Gigawatt Leistung zu bauen – was die Autoren der Studie und ihre Auftraggeber aber ausdrücklich ausschließen. Das wirft die Frage auf, warum eine Großbank Milliarden-Investitionen in unzuverlässige Technik empfiehlt. Warum werden in der Studie von Accenture und der Barclays-Bank die Perspektiven der verstärkten Nutzung „unkonventioneller“ Erdgas-Vorkommen ausgeblendet? (Erläuterung: Da bei der Verbrennung von Erdgas nur etwa halb so viel CO2freigesetzt wird wie bei der Verbrennung von Kohle, wären die Vorgaben der EU bis 2020 ganz bequem mit einer Steigerung des Erdgas-Einsatzes erreichbar.) Welche Hintergedanken haben den Beratern also die Feder geführt? Vermutlich sehen sie in der Finanzierung unzuverlässiger Technik über den von ihnen empfohlenen Verkauf undurchsichtiger Verbriefungen den besten Weg, um Gewinne privatisieren, Risiken und Verluste jedoch auf die öffentliche Hand beziehungsweise die Steuerzahler abwälzen zu können.

Die Accenture-Barclays-Studie zeigt nicht zuletzt, dass das größte Risiko für die Investmentbanken die Durchsetzung der Wahrheit über den Klimawandel ist. Deshalb tun sie alles, um in enger Zusammenarbeit mit der großen Politik Forschungsergebnisse zu unterdrücken, die ihnen nicht in den Kram passen. So heißt es schon in der einleitenden Zusammenfassung der Studie: „Scientists broadly agree that if the world is to prevent irreversible climate change, levels of greenhouse gas emissions must be stabilized by 2015 and reduced in the years that follow.” Das stimmt eindeutig nicht. Es gibt mindestens 850 von wissenschaftlichen Zeitschriften akzeptierte Arbeiten, die die Auffassungen der “Klima-Speptiker“ stützen, dass “Treibhausgase” keinen messbaren Einfluss auf Wetter und Klima haben können. Würden diese Arbeiten dem breiten Publikum bekannt, geriete das Geschäftsmodell von Barclays und anderen Großbanken ins Wanken. Deshalb baut die zitierte Studie auf eine enge Zusammenarbeit mit der Politik und den staatlichen Propaganda-Apparaten. Dabei ist es sicher aufschlussreich, dass der neue Geschäftsführer von Barclays Capital in den USA kein Geringerer als der einflussreiche Theodore Roosevelt IV ist. Dieser war zuvor Chef des Council on Climate Change von Lehmann Brothers und ist bestens mit dem Washingtoner World Resources Institute (WRI), verschiedenen Umweltverbänden und UN-Gremien vernetzt.

Aber selbst, wenn an der These vom menschengemachten „Treibhauseffekt“ durch CO2 etwas dran sein sollte, würden die Billionen teuren Investitionen der EU in „kohlenstoffarme“ Technologien nicht viel ändern. Denn während die EU ihre Wirtschaft und das Leben ihrer Bürger auf eine „kohlenstoffarme“ Diät setzt, nimmt in China jede Woche ein neues Kohlekraftwerk seinen Betrieb auf. Hält dieser Rhythmus an, wird China schon in 20 Jahren allein über ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen verursachen, während die EU, die heute für knapp 18 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist, dann kaum noch ins Gewicht fallen wird. Die europäischen Anleger und Steuerzahler werden die veranschlagten Billionensummen buchstäblich für nichts ausgegeben haben.

Edgar Gärtner EIKE

zuerst erschienen im Kopp Exclusiv und eigentümlich frei

http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/klimaschutz-billionen-fuer-nichts-eu-kommissarin-hedegaard-gibt-astronomischen-kapitalbedarf-bekannt/

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Gruß

Der Honigmann

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Tausende feiern ihn wie einen Popstar: In Düsseldorf umgarnt der türkische Premier Erdogan seine Landsleute in Deutschland – mit dem Versprechen eines Doppelpasses light und der Warnung vor Assimilation. Ein Auftritt voller Doppeldeutigkeiten.

Der türkische Premier Erdogan sprach vor tausenden Landsleuten in Düsseldorf (Foto: dpa)

Die Liedzeile schallt immer wieder durch die Halle: “Das Land gehört uns allen.” Tausende hören zu. In Düsseldorf. Mit dem Satz ist nicht Deutschland gemeint, sondern die Türkei.

Hunderte türkische Flaggen wehen durch das Stadion, immer wieder laute Rufe, ohrenbetäubende Musik. Eine Frau schreit: “Die Türkei ist groß” in ein Mikrophon. Jubel neben ihr. Fußballatmosphäre im ISS-Dom, einem Stadion. Der Verein der Menschen heißt Recep Tayyip Erdogan.

Treffen mit Merkel

Der türkische Premier ist nach Deutschland gekommen. Er will die Kanzlerin treffen. Als erstes aber will er zu seinen “Landsleuten” sprechen. Zu denen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, die hier geboren sind, von denen viele den deutschen Pass haben.

Sie sind aus ganz Deutschland gekommen, um ihn live zu erleben, rund 10.000 Menschen insgesamt. Sie sagen Dinge wie: “Die Deutschen werden uns nie akzeptieren, dafür haben wir Erdogan”, oder: “Endlich fühlt sich jemand für uns zuständig, zum ersten Mal vergisst ein türkischer Premierminister nicht seine Landsleute im Ausland.” Eine Frau meint: “Erdogan wird es vielleicht schaffen, dass Merkel uns als Teil dieser Gesellschaft sieht. Er ist unser Retter.”

“Ich bin hier, um zu zeigen, dass ihr nicht alleine seid!”

Der Retter kommt mit beinahe anderthalb Stunden Verspätung auf die Bühne. “Die Türkei ist stolz auf dich”, skandiert die Masse mitten im Rheinland. “Wir sind stolz auf euch”, ruft Erdogan zurück.

Er will gleich zu Beginn die Herzen der Menschen ansprechen, ohne Umwege: “Ich bin hier, um mit euch eure Sehnsucht zu fühlen, ich bin hier, um nach eurem Wohl zu schauen”, sagt er. “Ich bin hier, um zu zeigen, dass ihr nicht alleine seid!”

Erdogan will den Menschen eine klare Identität geben. “Man nennt euch Gastarbeiter, Ausländer oder Deutschtürken. Aber egal, wie euch alle nennen: Ihr seid meine Staatsbürger, ihr seid meine Leute, ihr seid meine Freunde, ihr seid meine Geschwister!” Es ist eine Doppelansage: “Ihr gehört zu Deutschland, aber ihr gehört auch zu der großen Türkei”, so der türkische Premier.

Wie ein Wahlkampfauftritt

Vieles aus seiner Rede klingt wie ein innenpolitischer Wahlkampfauftritt – im Sommer sind Wahlen in der Türkei. Tatsächlich wirbt Erdogan auch um Stimmen bei Deutschlands Türkischstämmigen – bei früheren Wahlen sind Migranten mit türkischem Pass nach Ankara, Istanbul, Antalya gereist, nur um am Flughafen ihre Stimme abzugeben.

Immer wieder stellt Erdogan deshalb in seiner Rede die Erfolge seiner Regierung heraus, zeichnet das Bild einer modernen Großmacht. “Wir sind kein Land, das nur Hilfe in Anspruch nimmt, wie geben auch Hilfe”, sagt er. Oder: “Jetzt fahren meine Landsleute nicht mehr mit Bussen, sie fliegen.” Auch martialische Töne finden sich in seiner Rede: “Jetzt wird die Türkei endlich ihre eigenen Kriegsflugzeuge bauen.”

Mit Blick auf eine Mitgliedschaft in der EU inszeniert sich Erdogan als Förderer von Demokratie und Meinungsfreiheit. Alle Künstler und Schriftsteller, die aus politischen Gründen aus der Türkei ins Exil gegangen seien, sollten zurückkehren, die Türkei sei im Wandel.

Forderung nach Kurswechsel

Der Premier hatte bereits vor seinem Auftritt in einem Zeitungsinterview Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, einen Kurswechsel bei ihrer Haltung zu einem EU-Beitritt zu vollziehen. “Nie zuvor wurden einem Beitrittsland solche politischen Hindernisse in den Weg gelegt”, sagte Erdogan.

Menschenrechte, Innovationen, Fortschritt – zu den Menschen in Deutschland kommt der türkische Premier in Düsseldorf erst spät in seiner Rede. Das Dorfleben, das die Menschen aus den sechziger Jahren aus der Türkei kennen, gebe es nicht mehr. “Wir können nicht mehr darauf hängen bleiben”, sagt er. “Ich will, dass ihr Deutsch lernt, dass eure Kinder Deutsch lernen, sie sollen studieren, ihren Master machen. Ich will, dass ihr Ärzte, Professoren und Politiker in Deutschland werdet”, sagt Erdogan.

Warnung vor “Anpassung”

Und dann wiederholt er das, was bei seiner Rede in Köln vor drei Jahren für Wirbel sorgte, seine Warnung vor Anpassung: “Ja, integriert euch in die deutsche Gesellschaft, aber assimiliert euch nicht. Keiner hat das Recht uns von unserer Kultur und Identität zu trennen.”

Erdogan weiß selbst, dass dieser Ausspruch in Deutschland eine Provokation darstellt – denn kein Politiker fordert von türkischen Migranten, ihre Herkunft zu verleugnen, ihre Kultur aufzugeben. Er sagt deshalb: “Morgen werden das die deutschen Zeitungen aufgreifen, aber das ist ein Fehler. “

Ähnlich seine Botschaft, die er gläubigen Muslimen mitgibt. Die Religionsfeindlichkeit nehme zu. “Islamophobie ist genauso anzusehen wie Antisemitismus”, sagt Erdogan.

Erdogan verspricht doppelte Staatsbürgerschaft light

Und dann hat er noch ein konkretes Geschenk mitgebracht für seine Landsleute – eine doppelte Staatsbürgerschaft light. Die “blaue Karte”, mit der Migranten, die einen deutschen Pass haben, in der Türkei mehr Rechte haben, soll aufgewertet werden. Wer die Karte besitzt, soll auf Behörden und in Banken die gleichen Rechte haben wie ein türkischer Staatsbürger.

Minutenlang regnet es rot-weißes Konfetti von der Bühne – der Auftritt von Erdogan ist vorbei.

Es war ein Aufruf zur Integration unter strengen Bedingungen – die Botschaft: Passt euch ein kleines bisschen an, lasst euch nicht schlecht behandeln und wenn was ist, dann bin ich euer Rettungsanker! Es war eine Rede, es war eine Inszenierung, die nicht die Zugehörigkeit zu Deutschland bestärkt hat – Erdogan appellierte unablässig an das türkische Nationalgefühl derer, die seit vier Generationen in Deutschland zu Hause sein müssten.

Eine Frau steht tränenüberströmt am Ausgang des Stadions: “Ich brauche in diesem Jahr keinen Sommerurlaub mehr. Mit meinem Herzen war ich nämlich eben gerade stundenlang in Anatolien.”

http://nachrichten.t-online.de/besuch-in-duesseldorf-erdogans-vergiftete-liebe-/id_44653884/index

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Gruß

Der Honigmann

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Der kriminelle arabische Familienclan “Miri” terrorisiert bereits seit vielen Jahren die Hansestadt Bremen. Der rot-grüne Bremer Senat ist ideologisch verblendet und vor Angst völlig hilflos . Auch von der CDU war, außer seicht im Wahlkampf, zum Thema rein gar nichts zu hören. Der einzige Lichtblick in Bremen, der Landtagsabgeordnete Jan Timke (Foto, 40, Bürger in Wut), hat auch jetzt in einem Bericht von RTL Klartext gesprochen.

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RTL Regional Bremen berichtet über die Stadt in Angst:

http://www.viddler.com/explore/Paukenschlag/videos/24/

http://paukenschlag-blog.org/?p=2818

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Gruß

Der Honigmann

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Kommentar von Peter Haisenko

Vier Fragen zu Beginn:

  1. Glaubt irgendjemand in dieser Welt ernsthaft, dass es den Schweden um Gerechtigkeit geht, wenn sie Julian Assanges Auslieferung wollen?
  2. Denkt irgendjemand in dieser Welt ernsthaft, dass die britische Justiz amerikanischem Druck zu widerstehen versucht hat, als sie die Auslieferung des Journalisten Assange nach Schweden beschlossen hat?
  3. Gibt es wirklich so viel Naivität in dieser Welt, dass jemand dem Anschein folgt, Assange würde von Schweden nicht weitergeschoben werden in die USA?
  4. Und hat irgendjemand in dieser Welt noch einen Funken Hoffnung, dass Assange in den USA nicht gefoltert und getötet werden würde?

Im Grunde ist das Todesurteil über Julian Assange längst gefällt. Die Amerikaner werden es vollstrecken, wie es bereits von amerikanischen Politikern vor laufender Kamera lautstark gefordert worden ist. Die Welt wird zusehen – wenn die Menschen sich nicht lautstark empören.

Wikileaks, Julian Assange und Bradley Manning: Das Leck fürchten die Mächtigen in den USA, Julian Assange wollen sie deshalb in ihre Gewalt bekommen, Bradley Manning foltern sie bereits.

Sie, das sind nicht die Menschen, nicht die Amerikaner, die selbst Opfer einer Regierung sind, die – unfähig, selbst zu erwirtschaften, was das Land braucht – andere Länder ausplündert; sie, das sind Mächte innerhalb der USA, die durch die Veröffentlichungen von Wikileaks in ein unschönes Licht geraten.

Kollateralschäden? Jede Menge! Das schmierige Theater um Julian Assange verdrängt wieder einmal das eigentliche Thema in den Hintergrund: Scheußliche Verbrechen im Namen der „Freiheit“ – und leider auch im Auftrag aller Bürger der USA vollstreckt.

Zu Bradley Manning: Jeder ist erschüttert, der das Video von der Ermordung von Zivilisten im Irak durch eine amerikanische Kampfhubschrauberbesatzung gesehen hat – nicht nur wegen der unmenschlich hämischen Kommentare der anonymen Mörder. Die Meinung ist einhellig: Dieses Video musste die Weltöffentlichkeit gesehen haben! Von dieser Sorte wird es sicherlich noch mehr geben, nur konnten diese bis jetzt geheim gehalten werden. Die Konsequenzen daraus sind leider wieder einmal völlig daneben. Weder die UNO noch einzelne Regierungen fordern Aufklärung oder Konsequenzen. Die USA dürfen den Spieß umdrehen und die „aufrechten Demokraten“ sehen zu.

Link zum Video: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.youtube.com/watch?v=ayWSB6dwBD0&feature=related

Teil 1

Teil 2

Bradley Manning vor der Verhaftung. Im Netz finden sich aktuelle Bilder, die den beklagenswerten Zustand Bradley Mannings belegen. Weil diese aber nicht zu 100 % sicher bewiesen werden können, verzichtet GT auf die Veröffentlichung.

Im Namen der USA ist (nicht nur) ein scheußliches Verbrechen begangen worden. Anstatt jetzt zumindest um Verzeihung zu bitten, verfolgen die USA die rechtschaffenen Menschen, die das Wissen um diese Untaten nicht ertragen konnten und der Welt zugänglich gemacht haben. Bradley Manning, ein sympathischer junger Mann, mehr ein naiver Jüngling, der so gar nicht in das Bild eines skrupellosen Soldaten passen will, wird verdächtigt, sein Gewissen erleichtert zu haben.

Die USA werfen ihm vor, Geheimnisverrat begangen zu haben. DAS(!) ist ein Verbrechen – in den Augen der USA -, das man mit aller Härte zu ahnden versucht; nicht die Ermordung von Zivilisten. Die Vorwürfe gegen Manning sind noch nicht einmal bewiesen, schon sitzt Bradley im Folterknast: seit mehr als neun Monaten Einzelhaft ohne Tageslicht. Das ist Folter. Bis jetzt gibt es nicht einmal eine konkrete Anklage, aber der physische und psychische Zustand von Bradley Manning ist bereits stark angegriffen.

Die Welt sieht zu und tut nichts. Schämen müsste sich jeder, der nicht aufschreit, anklagt, mit Fingern auf die USA zeigt und lautstark fordert: Boykottiert dieses Land der systematischen Menschenrechtsverletzungen … verweigert Reisen, Tourismus in die USA, Handel mit den USA.

„The worlds leading Nation“, die Nation, die im Namen der Demokratie und der Freiheit weltweit Kriege vom Zaun bricht, die USA, dürfen offensichtlich jedes Verbrechen begehen, ohne dafür gescholten, geschweige denn angeklagt zu werden. Zumindest nicht von Regierungen der „demokratischen Welt“. Eigentlich müssten die Wähler auch jede ihrer Regierungen boykottieren, die diese Menschenrechtsverletzungen nicht auf das Tableau der diplomatischen Welt hebt. Welches Recht hat diese Welt sonst überhaupt noch, Menschenrechte in China oder anderswo einzufordern, wenn sie ihrem Leitwolf alles unbeanstandet durchgehen lässt?

Die Medien machen mit. Breit wird diskutiert, ob Assange an Schweden (und dann in die USA …) ausgeliefert werden soll, wegen an den Haaren herbeigezogener Vorwürfe. Die USA und England stehen fest Seite an Seite.

Glaubt irgendjemand daran, dass ein englisches Gericht gegen das Interesse der USA die Auslieferung verhindern wird?

Julian Assange wird sterben; und wenn auch „nur“ als ein Exempel, als Warnung der USA an potenzielle Nachahmer.

Assange wird nicht auf englischem Boden sterben. Das würde die weiße Weste Englands beschmutzen. Darum wird er ausgeliefert.

Nicht diskutiert wird, welche Konsequenzen für die USA fällig sein müssten wegen der aufgedeckten Verbrechen. Man kann diese nicht einmal unter Kriegsverbrechen relativieren, weil der Krieg im Irak offiziell beendet ist. Es ist dieselbe Klasse von Verbrechen, die die USA in Deutschland nach 1945 begangen haben: Vorsätzliche Ermordung von Zivilisten.

Ich schäme mich für meine Regierung, für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland! Jetzt, wo Deutschland einen Sitz im Sicherheitsrat der UNO hat, müsste genau diese Regierung Aufklärung fordern. Nicht nur das. Sie müsste zumindest anmahnen, dass die USA mit ihren Bürgern rechtsstaatlich verfahren. Dass Bradley Manning ein ordentliches Verfahren erhält, ohne Einzelhaftfolter.

Gegen Iran und andere – man mag dazu stehen wie man will – werden wegen jeder Kleinigkeit Sanktionen und Embargos gefordert.

Wieso nicht gegen die USA?

Vor allem, wenn sie sich so offensichtlich außerhalb jeder demokratischen Rechtsnorm stellen? Allein der „Patriot Akt“ ist eine Absage an alle rechtsstaatlichen Prinzipien. Jeder, ich betone: jeder, kann nach diesem Gesetz in den USA inhaftiert werden, wenn der Verdacht auf terroristische Aktivitäten hergestellt wird. Die Haftdauer ist in diesem Fall unbeschränkt und es gibt auch kein Recht auf einen Anruf oder Anwalt. Das Schlimmste aber ist: Der Verdacht reicht aus! Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet.

Ich verstehe schon lange nicht mehr, wie irgendjemand noch freiwillig in die USA reisen kann. Man gibt bei der Einreise seine Menschenrechte ab. Und selbst wenn man nicht freiwillig in die USA reist, hilft das auch nicht. Wie hinreichend bekannt geworden ist, entführen die Schergen der USA Menschen aus allen Ländern der Welt, um sie dann zu foltern. Auch das ist für die UNO oder unsere Regierung kein Grund gewesen, die USA zur Rede zu stellen.

Ich stelle fest: Für die Regierung der USA ist es offensichtlich kein Verbrechen, das es aufzuklären und zu ahnden gilt, wenn Zivilisten ermordet werden. Es ist aber sehr wohl ein Verbrechen, wenn diese Verbrechen an die Öffentlichkeit gebracht werden. Um das zu verhindern, darf man foltern. Oder fadenscheinige Anklagen konstruieren, um einen Aufklärer aus dem Verkehr ziehen zu können – so, wie nun mit Julian Assange verfahren werden soll, wahrscheinlich auch verfahren wird. Die USA nehmen es sich heraus: Menschen ohne Anklage oder Gerichtsurteil jahrelang in Guantanamo unter unmenschlichen Bedingungen gefangen zu halten, ist das eine, die bevorstehende Exekution von Assange das andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die USA stellen sich über jede Rechtsnorm und begründen das mit der nationalen Sicherheit. Das ist pervers und bigott.

Auf den Punkt gebracht: Es geht nicht um die nationale Sicherheit. Es geht um Macht, darum, wie die Welt weiterhin beherrscht und ausgebeutet werden kann. Die Finanzkrise hat dieses System nahe an den Abgrund gebracht. Aber auch hier machen alle „demokratischen“ Regierungen mit, indem sie mit zig Milliarden das todkranke System stützen.

Das Außenhandelsdefizit der USA beträgt etwa 800 Milliarden $ pro Jahr. Die Ausgaben der USA für ihr Militär betragen etwa 800 Milliarden $ pro Jahr. Das heißt, dass der Rest der Welt den USA ihr Militär finanziert. Wir bezahlen dafür, dass wir von den USA mit Gewalt beherrscht werden. Und das wird solange weitergehen, wie die „demokratischen Regierungen“ sich das gefallen lassen. Und solange sie sich das gefallen lassen, sind diese Regierungen nichts anderes als Vasallen der USA.

Es lebe die Demokratie? Lächerlich!

Der Ursprung für diese unangefochtene Allmacht der USA ist in der Geschichte des 20. Jahrhunderts begründet. Die USA und England haben es immer verstanden, als Sieger ihre (Kriegs)Verbrechen zu verstecken. Sie lassen sich feiern als die Hüter der Freiheit. Wer die USA kennt, weiß, wie dünn es mit derselben in den USA bestellt ist. Es ist ein Land, durch dessen Geschichte sich Mord und Gewalt ziehen. Angefangen mit der systematischen Ermordung der Indianer.

Wikileaks und Julian Assange sei Dank, dass wenigstens einige Nachrichten ans Tageslicht gekommen sind. Jetzt ist es an der Staatengemeinschaft, der UNO, dass die USA für die Zukunft an weiteren Verbrechen gehindert werden, oder zumindest dafür bestraft oder geächtet werden.

Sollte das nicht passieren, so deswegen nicht, weil die Welt weiterhin das Finanzsystem mit allen Mitteln stützt, das den USA ihr anhaltendes Außenhandelsdefizit und damit ihren Luxus gestattet.

Deutschland würde hier besonders in der Pflicht stehen. Aber solange wir in Deutschland vorbehaltlos und unreflektiert das Stigma der Erb- und Alleinschuld zelebrieren, wird es niemanden geben, der dem ungestraften Morden der USA Einhalt gebieten könnte.

Lesen Sie dazu mein Buch: Öffnet externen Link in neuem FensterEngland, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert.

Und unterstützen Sie die vier Forderungen zum Abschluss dieses Kommentars:

  1. Boykott von Reisen in die USA sowie Vasallen wie Schweden und England, die sich als willfährige Erfüllungsgehilfen anbieten.
  2. Boykott von Waren aus diesen Ländern, von Dienstreisen und Gefälligkeiten.
  3. Prangern Sie mit mir die Verbrechen an, wo immer darüber gesprochen wird.
  4. Fordern Sie eine Behandlung auch der USA nach den Normen, die dieses Land auch anderen aufdrücken will: und damit die Verhandlungen von Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vor dem internationalen Menschenrechtsgerichtshof.

http://www.gt-worldwide.com/wikileaks_assange_manning.html

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Gruß

Der Honigmann

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Der Chef der tunesischen Übergangsregierung, Mohammed Ghannouchi, hat im Fernsehen seinen Rücktritt angekündigt. Dem Schritt vorausgegangen waren neuerliche Strassenproteste in Tunis.

Al-Jazeera

Der tunesische Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi hat am Sonntag seinen Rücktritt erklärt. Ghannouchi äusserte sich in einer im staatlichen Fernsehen übertragenen Rede. Dem Schritt vorausgegangen waren neuerliche Strassenproteste in dem nordafrikanischen Land in den vergangenen Tagen.

Ghannouchi war ein langjähriger Verbündeter von Präsident Zine El Abidine Ben Ali, der nach seinem Sturz am 14. Januar ins Ausland flüchtete. Ghannouchi wollte das Land bis zur Abhaltung von Wahlen führen, die er für den Sommer erwartet werden.

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Ghannouchi-tritt-zurueck/story/20553201

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Gruß

Der Honigmann

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