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Archive for 3. April 2011


Der tagelange Machtkampf um die FDP-Führung ist entschieden: Guido Westerwelle tritt beim FDP-Parteitag im Mai nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden an, das er zehn Jahre lang bekleidet hat. Er will aber trotzdem Außenminister und Vizekanzler bleiben. Damit ermögliche er der Partei einen Neuanfang, sagte er auf einer Pressekonferenz am Sonntag und kam damit einem entsprechenden Beschluss seiner Partei zuvor.

Berlin: Guido Westerwelle verkündet seine Entscheidung, den FDP-Vorsitz abzugeben (Foto: Reuters)

Er habe sich den Schritt gut und gründlich überlegt. Er falle ihm einerseits schwer, weil er mit Herzblut Parteivorsitzender sei. Andererseits falle der Schritt ihm aber auch leicht, weil es eine Anzahl junger Politiker gebe, die die Führung der Partei übernehmen könnten. Er wolle aber weiter “mit ganzer Kraft” für die Partei arbeiten und sich auf das Amt des Außenministers konzentrieren.

Der Noch-Parteichef ist nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt vor allem aus den Landesverbänden bedrängt worden, den Vorsitz niederzulegen.

Nachfolger wird noch nicht präsentiert

Westerwelle präsentierte zunächst keinen Nachfolger. Es gebe dabei keinen Zeitdruck, hieß es aus FDP-Kreisen. Er sprach aber die junge Garde an: Als mögliche Nachfolger an der Parteispitze werden Gesundheitsminister Philipp Rösler (38) und Generalsekretär Christian Lindner (32) gehandelt – dabei gilt Rösler als der Favorit.

Hinter seiner Bewerbung stünden Mehrheiten in den starken Landesverbänden Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, berichtet die Zeitung “Die Welt”. Selbst Lindner unterstütze Rösler.

Rösler: Inhalte wieder in den Vordergrund rücken

Der Gesundheitsminister hatte sich zuvor für einen Kurswechsel ausgesprochen. “Es kommt darauf an, die verlorene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Daran müssen wir gemeinsam zum Wohl der Partei arbeiten”, sagte er der “Bild am Sonntag”. Nun müssten vor allem Inhalte in den Vordergrund rücken. “Wir müssen uns wieder mehr um die Lebenswirklichkeit der Menschen kümmern”, verlangte er.

Westerwelle war nach einem Besuch in China und Japan erst am Sonntagmorgen wieder in Berlin eingetroffen. Während seiner Reise hatte er es abgelehnt, sich zu seiner politischen Zukunft zu äußern.

Die Hessen-FDP hatte Westerwelle im Falle einer Hängepartie um die Parteiführung mit einem vorgezogenen Bundesparteitag gedroht. “Die unwürdige Debatte um Westerwelle und die Zukunft der FDP muss dringend beendet werden”, sagte Landtags-Fraktionschef Florian Rentsch der “Leipziger Volkszeitung”.

“Mit neuen Gesichtern werben”

Auch Lindner forderte eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung. Es sei “essenziell erforderlich, mit neuen Gesichtern für Glaubwürdigkeit, Kompetenz, Respekt und Sympathie zu werben”, sagte er auf einem FDP-Bezirksparteitag in Köln.

Nach Ansicht von FDP-Fraktionsvize Patrick Döring reicht eine personeller Wechsel allein nicht aus. “Die Wähler – aber auch wir selbst – müssen wieder ein klares Bild davon haben, wo die Liberalen stehen”, schrieb Döring im Berliner “Tagesspiegel”.

http://nachrichten.t-online.de/westerwelle-gibt-amt-als-fdp-chef-auf/id_45446468/index

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Gruß

Der Honigmann

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Emile Schepers

Die amerikanische Beteiligung am Krieg in Libyen wird offenbar von einem früheren Stützpunkt der französischen Fremdenlegion in Dschibuti aus, einem kleinen Land mit einer halben Million Einwohner am Horn von Afrika, organisiert. Hier befindet sich die vorgeschobene Basis von AFRICOM, dem Oberkommando für die US-amerikanischen Militäroperationen in Afrika, das 2007 vom früheren Präsidenten George W. Bush und seinem Verteidigungsminister Robert Gates, der auch unter Präsident Barack Obama im Amt blieb, eingerichtet wurde. Warum die USA dieses besondere Regionalkommando für Afrika einrichteten, bedarf der Erläuterung.

Der ursprünglich vorgebrachte Grund für die Einrichtung von AFRICOM, dessen Hauptstützpunkt sich nicht in Afrika, sondern in Stuttgart in Deutschland befindet, bestand darin, Maßnahmen gegen den Terrorismus in Ländern wie Somalia, wo der Zusammenbruch funktionierender Regierungsstrukturen zu einer sehr instabilen und gefährlichen Situation geführt hatte, zu koordinieren.

[….]

Libyen, Nigeria, Angola und Algerien sind alle Mitgliedstaaten der OPEC, des Kartells der erdölproduzierenden Länder, deren gemeinsames Vorgehen bei der Festsetzung der Förderquoten einen erheblichen Effekt auf die Entwicklung des Erdölpreises hat. Zahlreiche amerikanische Erdölkonzerne haben in den afrikanischen erdölproduzierenden Ländern investiert, so auch in Libyen. Auch wenn die Regierung unter Muammar al-Gaddafi den Großteil der ausländischen Erdöleinrichtungen verstaatlichte, als sie 1969 nach dem Sturz von König Idris an die Macht gekommen war, sind doch einige größere ausländische Erdölkonzerne, darunter auch amerikanische Unternehmen, mit Investitionen in Libyen an gemeinsamen Projekten mit dem libyschen Staat beteiligt. Zu diesen Konzernen gehören Marathon, Hess, Conoco, Gulf, Occidental, BP, Repasol (Spanien), ENI (Italien) und Total (Frankreich) sowie noch andere.

2009 äußerte Gaddafi erstmals die Absicht, möglicherweise auch die verbleibenden ausländischen Erdöleinrichtungen in Libyen zu verstaatlichen (zum damaligen Zeitpunkt war AFRICOM bereits eingerichtet worden). Diese Drohung wurde nach Beginn der NATO-Operationen gegen Libyen in der vergangenen Woche wiederholt. Aber im Augenblick haben die von den USA und der Europäischen Union verhängten Sanktionen die libyschen Erdölexporte zu einem Rinnsal verkümmern lassen, was zu einem weltweiten Anstieg der Benzinpreise führte. Ein massives Eingreifen, das die Absetzung Gaddafis und zugleich größeren geschäftlichen Spielraum für diese Erdölkonzerne nach sich zöge, könnte durchaus zu den Motiven für diese Intervention gerechnet werden. Dies gilt vor allem für die größeren EU-Mitgliedsstaaten, die von libyschen Erdöllieferungen abhängig sind.

Ein Gegengewicht zum chinesischen Einfluss in Afrika

Aber es gibt noch einen anderen Grund, der von einigen Analysten als Motiv für den Aufbau von AFRICOM herangezogen wird: AFRICOM als Gegengewicht zum zunehmenden wirtschaftlichen Einfluss Chinas in Afrika. AFRICOM ist zwar primär eine militärische Einrichtung, aber zu ihr gehören auch zivile Operationen, die die Herzen und den Verstand der Afrikaner durch Entwicklungsprojekte gewinnen helfen  sollen.

[….]

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/emile-schepers/africom-und-der-krieg-in-libyen.html

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Gruß

Der Honigmann

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Wir müssen das, was wir denken, sagen.
Wir müssen das, was wir sagen, tun.
Wir müssen das, was wir tun, dann auch sein.
Alfred Herrhausen (1930 – ermordet 1989)

So könnte man RAin Sylvia Stolz in Ihrem Berufsethos als Anwältin charakterisieren. Unlängst hat sie vor dem Bayerischen Anwaltsgerichtshof in 13-tägiger Verhandlung wiederholt ihren Standpunkt für eine staatliche Souveränität ohne Fremdherrschaft standhaft vertreten.

Deutsche Tugenden, wie Aufrichtigkeit und Wissenschaftlichkeit wurden ihr als anwaltliche Pflichtverletzung vorgeworfen und mit 39 Monaten Haft, 5 Jahren Berufsverbot und Ausschluß aus der Rechtsanwaltschaft bestraft.
Am
13. April 2011, 800 Uhr findet vor der JVA
Münchener Straße 33
86551 Aichach b. Augsburg

die lang ersehnte Entlassung statt. Begrüßen wir gemeinsam RAin Sylvia Stolz nach überstandener politischer Haft – im freiesten Staat der deutschen Geschichte – wieder in unseren Reihen.

Für eine kleine Begrüßungsfeier soll in einem nahegelegenen Gasthof ein freudiges Beisammensein stattfinden. Eine kurze Mitteilung an: Rolf-Winkler@t-online.de würde dem Wirt die Organisation erleichtern.
München, 2. April 2011
Rolf Winkler,
im Auftrag Ihrer Freunde und Mäzene.

https://freemailng5101.web.de/online/downloadAttachment.htm?rv_mid=1301814957779124245&attachmentId=pos:8383_84699&si=9al6sx6REAN44MS2Ymh*059

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Gruß

Der Honigmann

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Russische Ärzte, die in libyschen Krankenhäusern arbeiten, fordern Medwedew und Putin auf, gegen den Völkermord der USA und der NATO am libyschen Volk Einspruch zu erhe­ben.

OFFENER BRIEF

an den Präsidenten der Russischen Föderation, D.A. Medwedjew Premierminister der Russischen Föderation, V.V. Putin von Bürgern der Ukraine, Weißrußlands und Rußlands, die in Libyen arbeiten und leben 24. März 2011, Tripolis, Libyen

Sehr geehrte Herren Medwedjew und Vladimir Putin,

Sie meinten, heute sei es das Schicksal der Bürger der ehemaligen Sowjetunion, als Bür­ger verschiedener slawischer GUS-Staaten zu leben: Ukraine, Weißrußland und Rußland. Trotzdem sind wir alle davon überzeugt, daß Rußland als der Nachfolger der UdSSR die einzige Sicherheitsgarantie für die Interessen unserer Länder und die Sicherheit unserer Bürger darstellt. Deshalb wenden wir uns mit der Bitte um Hilfe und um Gerechtigkeit an Sie.

Heute findet eine himmelschreiende, ausländische Aggression von USA und NATO gegen ein souveränes Land, Libyen, statt. Sollte jemand das bezweifeln, ist unsere Antwort, daß diese Tatsache so offenkundig wie wohlbekannt ist, weil sich all das vor unseren Augen zuträgt, und die Aktionen von USA und NATO nicht nur das Leben der Bürger Libyens be­drohen, sondern auch das unsere, da wir uns auf seinem Territorium aufhalten. Wir sind entsetzt über die barbarischen Bombenangriffe auf Libyen, die zur Zeit von einer Koalition der USA und der NATO durchgeführt werden.

Die Bombardierung Tripolis’ und anderer Städte Libyens zielt nicht nur auf die Luftabwehr und die libysche Luftwaffe und richtet sich nicht allein gegen die libysche Armee, sondern auch gegen Objekte der militärischen und zivilen Infrastruktur. Heute, am 24. März 2011, haben NATO-Flugzeuge und die USA die ganze Nacht über und den ganzen Morgen einen Vorort von Tripolis, Tajhura, bombardiert (in dem sich insbesondere Libyens Atom­forschungszentrum befindet). Luftabwehr- und Luftwaffeneinrichtungen wurden bereits in den ersten zwei Tagen der Luftschläge zerstört und aktivere militärische Einrichtungen in der Stadt blieben intakt, heute aber waren Kasernen der libyschen Armee das Ziel der Bombenangriffe, die sich in dichtbesiedelten Wohngegenden befinden und in deren Nähe das größte Herzzentrum Libyens liegt. Zivilisten und Ärzte hatten keinen Anlaß, davon auszugehen, daß gewöhnliche Wohngegenden zerstört werden würden, so hatte man we-der Anwohner noch Krankenhauspatienten evakuiert.

Bomben und Raketen trafen Wohnhäuser und fielen in der Nähe des Krankenhauses nie­der. Die Scheiben des Herzzentrums barsten, und auf der Wochenstation für schwangere Frauen mit Herzkrankheiten brachen eine Wand und Teile des Dachs zusammen. Die Fol­ge waren zehn Fehlgeburten, bei denen Babies starben; die Frauen befinden sich auf der Intensivstation, Ärzte kämpfen um ihr Leben. Wir und unsere Kollegen arbeiten sieben Tage die Woche, um Menschen zu retten. Dies ist die direkte Folge von Bomben- und Missiletreffern auf Wohngebäude, die Dutzende Todesfälle und Verwundete nach sich zie­hen, die jetzt operiert und von unseren Ärzten in Augenschein genommen werden. Eine so hohe Zahl Verletzter und Toter wie heute, wurde während der ganzen Aufstände in Libyen nicht erreicht. Und das nennt man “die Zivilbevölkerung schützen”?

Als verantwortungsbewußte Zeugen und Beteiligte des Geschehens erklären wir, daß die USA und ihre Verbündeten auf diese Weise einen Genozid gegen das libysche Volk bege­hen – so wie es in Jugoslawien, Afghanistan und dem Irak der Fall war. Es sind Verbre­chen gegen die Menschlichkeit, die von den Koalitionstruppen begangen werden, und sie ähneln denen der Väter und Großväter der heutigen westlichen Führer und ihrer Henker in Hiroshima und Nagasaki in Japan und in Dresden, Deutschland, wo man Zivilisten ver­nichtete, um den Widerstandswillen der Menschen zu brechen (Deutschland erinnert sich und hat sich aus dem Grund geweigert, sich an diesem neuen Schlachthaus zu beteiligen). Heute wollen sie auf diese Weise das libysche Volk zwingen, ihren Führer und ihre rechtmäßige Regierung preiszugeben und ihren nationalen Ölreichtum fügsam den Ländern der Koalition zu überlassen.

Uns ist klargeworden, daß der Appell an die “internationale Gemeinschaft”, die Menschen in Libyen und uns, die wir in Libyen leben, zu retten, nutzlos ist. Unsere einzige Hoffnung setzen wir auf Rußland mit seinem Vetorecht in der UNO, und insbesondere auf seine Führung, den Präsidenten und den Ministerpräsidenten.

Wir hoffen nach wie vor auf Sie, wie auch in der Vergangenheit, als wir die Entscheidung trafen, in Libyen zu bleiben, um den Menschen hier zu helfen – die ärztliche Pflicht stand an erster Stelle. Nach einem vereitelten Umsturzversuch Ende Februar beruhigte sich die Lage in Libyen gerade wieder, und die Regierung hatte die Ordnung erfolgreich wieder hergestellt. Jedem in Libyen war klar, daß das Land ohne amerikanische Intervention bald zum normalen Leben zurückkehren würde. In der Überzeugung, daß Rußland, das über das Vetorecht verfügt, die Aggression der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten nicht zulassen würde, beschlossen wir, in Libyen zu bleiben, hatten uns jedoch getäuscht: Ruß­land glaubte unglücklicherweise den falschen Versicherungen der Amerikaner und stellte sich nicht gegen die kriminelle Entscheidung Frankreichs und der USA.

Wir sind Ukrainer, Russen und Weißrussen, Menschen unterschiedlicher Berufe (haupt­sächlich Ärzte), die seit mehr als einem Jahr in Libyen arbeiten (2 bis 20 Jahre). In dieser Zeit sind wir mit dem Leben der Menschen in Libyen und des libyschen Staates wohlver­traut geworden, und nur wenige Bürger anderer Staaten leben in solchem sozialen Wohl­stand wie die Libyer. Sie haben das Recht auf freie Behandlung, und ihre Krankenhäuser sind nach weltbestem Stand ausgerüstet. Die Bildung in Libyen ist kostenlos, fähige junge Menschen haben die Gelegenheit, auf Staatskosten im Ausland zu studieren. Wenn sie heiraten, erhalten junge Paare eine finanzielle Unterstützung von 60.000 libyschen Dina­ren (etwa 50.000 US-Dollar). Es gibt zinsfreie, staatliche Darlehen; und wie die Praxis zeigt, sind sie ohne Rückzahlungsfrist. Aufgrund von Regierungssubventionen sind die Preise für Autos niedriger als in Europa, und jede Familie kann sich eines leisten. Benzin und Brot kosten eine Kleinigkeit; Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, zahlen kei­ne Steuern. Die Menschen in Libyen sind sehr ruhig und friedlich, neigen nicht zur Trunk­sucht und sind sehr religiös. Heute müssen die Menschen leiden. Im Februar wurde das friedliche Leben durch Banden von Kriminellen und verwirrten Jugendlichen unter Drogen zerstört, die der Westen aus bestimmten Gründen als “friedliche Demonstranten” bezeich­nete. Sie benutzten Waffen und griffen Polizeistationen, Regierungsbüros und Militärein­heiten an – Blutvergießen war die Folge. Ihre Drahtzieher verfolgen ein eindeutiges Ziel: Chaos zu verbreiten und die Kontrolle über Libyens Öl zu erlangen. Sie gaben der interna­tionalen Gemeinschaft falsche Informationen und erklärten, die Libyer kämpften gegen das Regime. Erklären Sie uns, wer denn ein solches Regime nicht schätzt? Wenn es ein sol­ches Regime in der Ukraine oder in Rußland gäbe, wären wir nicht zum Arbeiten hier, son­dern würden den sozialen Komfort zu Hause in unseren Ländern genießen; und ein sol­ches Regime würde man auf jede Weise zu erhalten suchen.

Wenn die USA und die EU heute nichts besseres zu tun haben, sollten sie ihre Aufmerk­samkeit der Not Japans zuwenden, dem israelischen Bombardement Palästinas, der Dreistigkeit und Straflosigkeit der somalischen Piraten oder dem Leid arabischer Migran­ten in Frankreich. Wir sehen, daß sie aus Libyen heute einen weiteren Irak machen wol­len. Sie verüben Genozid an einem ganzen Volk und an denen, die sie bei ihm vorfinden. Wir erfüllen unsere ärztliche Pflicht und Schuldigkeit und können die Libyer nicht in Schwierigkeiten allein zurücklassen und zulassen, daß sie von den Streitkräften der Koali­tion vernichtet werden. Darüber hinaus gehen wir davon aus, daß die Amerikaner hier ein Blutbad anrichten werden, wenn alle Ausländer das Land verlassen und niemand die Wahrheit erzählt (die kleine Belegschaft der diplomatischen Missionen wurde schon vor längerem zum Verstummen gebracht). Unsere einzige Überlebenschance ist eine feste, zi­vil ausgerichtete Haltung Rußlands im UNO-Sicherheitsrat.

Wir hoffen, daß Sie Herr Präsident, und Sie, Herr Ministerpräsident, es als Bürger Ruß­lands und als ehrenwerte Menschen den amerikanischen und europäischen Faschisten des 21. Jahrhunderts nicht erlauben werden, das freiheitsliebende Volk Libyens und jene, die heute mit ihm sind, zu vernichten.

Wir fordern daher dringend, daß Rußland sein Vetorecht einsetzt – das Recht, das im Zweiten Weltkrieg durch den Verlust von Millionen Menschenleben der Menschen aus der Sowjetunion erworben wurde – um die Aggression gegen einen souveränen Staat aufzu­halten und der Bombardierung durch USA und NATO unverzüglich ein Ende zu setzen so­wie zu fordern, daß Truppen der Afrikanischen Union in die Konfliktzone in Libyen einzie­hen.

[Anmerkung: Der Delegation des Friedens- und Sicherheitsrats der Afrikanischen Union, die sowohl von der libyschen Regierung als auch von den Rebellenführern als Vermittler einer friedlichen Lösung zwischen den verschiedenen Parteien akzeptiert worden war, wurde die Einreise nach Libyen durch den UNO-Sicherheitsrat verweigert. Dieser Akt hätte von Rußland und China gerügt werden müssen, und sie sollten die AU-Resolutionen so­wie das Mandat studieren und deren weise Entscheidung unterstützen.]

Hände weg von Libyen!

Mit Respekt und Hoffnung, an Ihre Weisheit und Rechtschaffenheit, Bürger der Ukraine, Weißrußlands und Rußlands, vor Ort in Libyen

Bordovsky S., Vasilenko S., Vegerkina A., Henry IV, Henry H., L. Grigorenko, DraBragg
A., Drobot V. Drobot N., Yemets E., Kolesnikova T., Kuzin I., Kuzmenko B., Kulebyakin V.,Kulmenko T., Nikolaev AG, Papelyuk V., Selizar V., Selizar About, Smirnov O., Smirnova R., Soloviev DA, Stadnik VA, Stolpakova T., Streschalin G., Stakhovich Yu, Sukacheva L., Sukachev V., Tarakanov T., Tikhon N., Tikhonov VI, Tkachev AV, Hadareva E., Tchai­kovsky O., Chukhno D., Chukhno O., Yakovenko D. et al

Sammlung der Unterschriften unter dem Appell an die russische Führung und unter der Forderung eines Internationalen Tribunals in Den Haag über die Verbrechen der USA und der NATO in Libyen.

(Die Übersetzung des offenen Brie fes aus dem Englischen haben wir unverändert über­nommen aus http://www.schattenblick.de/infopool/politik/ticker/ptli0011.html .)

http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_11/LP05911_020411.pdf

http://jwnews.cwsurf.de/cwjos/index.php?option=com_content&view=article&id=52:offener-brief-russischer-aerzte-in-libyen-an-den-praesidenten-der-russischen-foederation&catid=1:aktuelle-nachrichten

Anhang:

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Gruß

Der Honigmann

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Seit geraumer Zeit beobachte ich unser Erdmagnetfeld und die Veränderungen, die ständig reportet werden?Was jedoch in den letzten Tagen zu beobachten ist, erscheint schwer zu erklären. Daher versuche ich es als Laie erst gar nicht, muss jedoch feststellen, daß ich ein solch “turbulentes” und verdrilltes Erdmagnetfeld bisher noch nie beobachten konnte.
Das folgende Video zeigt ein annähernd normales Erdmagnetfeld, in dem die Polarisation (rote und grüne Linien im linken oberen Teil)
einigermaßen geordnet verlaufen.

….Dank an Susanne….

Es kommt hinzu, daß gestern, am 2.4.2011, Satelliten-Aufnahmen von der Erde eine eigenartige Formation darstellen, die nicht der normalen Wetterlage entsprechen.

Siehe dies Bild mit den Strahlen vom Nordpol her:

…und hier am 2.4.2011 – 20:47 h

….auch zu erreichen über:

 

The Earth

A real time simulated view of the Earth

All views are calculated every handful of minutes with cloud cover updated eight times a day, all thanks to the power of Xplanet. The daylight background map is the Blue Marble monthly map, automatically rotated in place the first day of each month… Enjoy the changing vegetation and snow cover !

Views available : 1280×1024 800×600
The Americas The Americas (1280×1024) The Americas (800×600)
Asia – Pacific Asia – Pacific (1280×1024) Asia – Pacific (800×600)
Europe, Middle East, Africa and the Atlantic EMEA – Atlantic (1280×1024) EMEA – Atlantic (800×600)

This is ruwenzori.net. Send comments, suggestions, criticism, money and death threats to Jean-Marc Liotier.

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Zusätzlich ist mir am gestrigen Abend noch eine Info zugekommen, die eine Möglichkeit in den nächsten 4 Tagen darstellt:

“In den letzten Tagen stieg,die Sonnensturmaktivitäten (von 329 km/s heute auf 587 km/s) Das letzte große Beben mit Japan,steigerte sich auch in der selben Art.”

Wenn ich die Möglichkeiten jetzt noch “weiterspinne”, ist ein Szenario denkbar, daß, wenn HAARP noch eingesetzt würde, die die “natürlichen” Erdbeben noch verstärken in der Lage sind, dem sogenannten Feind bestimmter Leute einen sehr großen Schaden beibringen könnte.

Wer ist als Feind prädestiniert: Japan ? die Ägäis (wegen Libyen) ?, die Antarktis ?, das Gebiet der USA ?

Es ist von mir nicht beabsichtigt, “Verschrörungstheorien” in die Welt zu setzten, nur: zum Nachdenken sollte es schon gereichen….

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Gruß

Der Honigmann

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Rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima I in Japan werden immer höhere Strahlenwerte gemessen. Jetzt befürchten Meteorologen, dass radioaktive Partikel am Sonntag in die Metropole Tokio wehen könnten. Die Lage im AKW bleibt angespannt: Aus einem Leck in der Schutzhülle sickert hochradioaktives Wasser ins Meer.

Experten befürchten, dass der Wind Radioaktivität nach Tokio bläst (Foto: Reuters)

“Der Wind dreht zunehmend auf Nord bis Nordost und könnte ab Samstagabend radioaktive Luft Richtung Süden in die Küstengebiete und nach Tokio tragen”, sagte Andreas Neuen vom Wetterdienst Meteomedia zu wetter.info. Bisher wehte der Wind die Strahlenbelastung hauptsächlich auf den Pazifik hinaus.

 

Riss als Quelle der Kontaminierung

Aus einem Riss des schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerks sickert zudem hochradioaktives Wasser in den Pazifik. In der Luft über dem Leck seien Strahlungswerte von 1000 Millisievert pro Stunde gemessen worden, teilte die Atomsicherheitsbehörde mit. Das Wasser tritt demnach aus einem etwa 20 Zentimeter langen Riss in der Schutzhülle einer Grube aus. Der AKW-Betreiber Tepco bestätigte die Angaben.

Radioaktive Strahlung - ab welcher Dosis wird es gefährlich? (Grafik: dpa) Radioaktive Strahlung – ab welcher Dosis wird es gefährlich? (Grafik: dpa)Der Riss “könnte eine der Quellen für die Kontaminierung des Meerwassers sein”, erklärte der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama. Zugleich räumte er ein, dass es in dem Gebiet noch weitere, ähnliche Risse geben könne. Diese gelte es so schnell wie möglich zu finden. Die Strahlenwerte im Wasser in der Nähe des Reaktors und in einem Umkreis von 15 Kilometern würden ständig überprüft, betonte Nishiyama.

Tepco-Sprecher Osamu Yokokura sagte, der Riss gehe wahrscheinlich auf das schwere Erdbeben vom 11. März zurück. Möglicherweise trete schon seit dem Unglück vor drei Wochen Wasser aus. Experten zufolge wird das verstrahlte Wasser in den Weiten des Pazifiks rasch verdünnt, sodass auch größere Mengen kaum Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Greenpeace sieht Hinweise auf Kernschmelze

Im Moment werde von radioaktivem Jod im Meer berichtet, sagte Smids Greenpeace-Kollege Wolfgang Sadik. “Bei einem Sievert kann aber nicht nur Jod drin sein.” Die Umweltorganisation vermutet, dass auch Elemente mit einer längeren Halbwertszeit wie Cäsium oder Plutonium bereits ins Wasser gelangten.

Greenpeace ist Sadik zufolge zudem beunruhigt, weil nach Angaben aus Japan außerhalb der Reaktoren wohl auch nach Zirkonium gesucht werde. Das Element sei in den Brennelemente-Hüllen enthalten. “Wenn man danach sucht, heißt das, man sucht nach Spuren des geschmolzenen Kerns”, sagte der Umweltexperte.

Tepco pumpt weiter verstrahltes Wasser in Tanks ab

Tepco setzt unterdessen die Arbeiten zur Beseitigung radioaktiv verseuchten Wassers im zerstörten Kernkraftwerk Fukushima I fort. Zu diesem Zweck wird das unter dem Turbinengebäude des Reaktors 1 angesammelte Wasser in einen Tank geleitet, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press berichtete.

Das radioaktive Wasser behindert die Versuche, das Kühlsystem des AKW wieder in Gang zu bringen. Am Sonntag sollen Tests zum Besprühen der Anlage mit Harz zur Eindämmung der Strahlen fortgesetzt werden. Das Ergebnis eines ersten Versuchs wird derzeit geprüft. Demnach sollen in zwei Wochen 60.000 Liter versprüht werden.

Arbeiter schützen sich mit Plastiktüten

Ein Mitarbeiter des Kraftwerks schilderte in einem am Samstag veröffentlichten Interview die schwierigen Bedingungen im Inneren der Anlage. So gebe es nicht genügend Schutzstiefel, die Arbeiter dort über ihre Schuhe ziehen, sagte der Mitarbeiter, der seinen Namen nicht nennen wollte, der Zeitung “Mainichi”. Stattdessen würden sie nun Plastiktüten nehmen und mit Klebeband sichern. Auf dem gesamten Gelände lägen tote Fische, die der Tsunami mitgerissen habe.

http://nachrichten.t-online.de/atomkatastrophe-in-japan-weht-radioaktive-luft-nach-tokio-/id_45439240/index

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Gruß

Der Honigmann

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von Prof. Michel

Die USA und die Nato unterstützen einen bewaffneten Aufstand im Osten Libyens und rechtfertigen dies als «humanitäre Intervention».
Dies ist nicht eine gewaltfreie Protestbewegung wie in Ägypten oder Tunesien. Die Bedingungen in Libyen sind grundsätzlich anders. Der bewaffnete Aufstand im Osten Libyens wird direkt von ausländischen Mächten unterstützt. Die Aufständischen in Bengasi hissten sofort die rot-schwarz-grüne Flagge mit dem Halbmond und dem Stern – die Flagge der Monarchie unter König Idris. Sie symbolisiert die Herrschaft der früheren Kolonialmächte.1

Militärberater und Sondereinheiten der USA und der Nato befinden sich bereits vor Ort. Der Plan war, die Operation mit den Protestbewegungen in den benachbarten arabischen Staaten zusammenfallen zu lassen. Die Öffentlichkeit wurde glauben gemacht, die Proteste hätten spontan von Tunesien und Ägypten auf Libyen übergegriffen.

Die Regierung Obama hilft in Abstimmung mit ihren Alliierten einem bewaffneten Aufstand, und zwar einen versuchten Staatsstreich: «Die Regierung Obama steht bereit, den Libyern ‹Unterstützung jeglicher Art› zu gewähren, um Muammar al Gaddafi zu vertreiben», erklärte die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton am 27. Februar. «Wir knüpfen gerade Kontakte zu vielen unterschiedlichen Libyern, die versuchen, sich im Osten zu organisieren, und wenn sich die Revolution nach Westen ausbreitet, auch dort. Ich denke, es ist noch viel zu früh, um zu sagen, was dabei herauskommt, aber wir werden bereit sein, jede Art von Unterstützung zu gewähren, die von den USA gewünscht wird.»

In den östlichen Landesteilen, in denen die Rebellion Mitte des Vormonats begann, bemüht man sich um die Bildung einer provisorischen Regierung.
Die USA, erklärte Clinton weiter, drohten dem Gaddafi-Regime mit weiteren Massnahmen, aber ohne zu sagen, worum es sich dabei handelt und wann sie angekündigt werden.

Laut [dem früheren republikanischen Präsidentschaftskandidaten und Senator] John McCain sollten die USA «die provisorische Regierung anerkennen, die man bereits zu bilden versucht …». Ähnlich äusserte sich auch Senator Joseph Lieberman, der «handfeste Unterstützung, die Einrichtung einer Flugverbotszone, die Anerkennung der revolutionären Regierung, eine Bürgerregierung und deren Unterstützung durch humanitäre Massnahmen» forderte, «und ich würde sie auch mit Waffen versorgen».2

Die geplante Invasion

Die USA und die Nato erwägen derzeit eine militärische Intervention unter einem «humanitären Mandat».
«Die USA verlegen Marine- und Luftwaffeneinheiten in die Region», um «das ganze Spektrum an Optionen einer Konfrontation mit Libyen vorzubereiten: Diese Ankündigung machte der Pentagon-Sprecher Oberst Dave Lapan am 1. März. Dann sagte er: «Präsident Obama hat das Militär gebeten, sich auf diese Optionen vorzubereiten, da sich die Lage in Libyen verschlechtere.»3

Das Ziel hinter der «Operation Libya» ist aber nicht, demokratische Verhältnisse zu schaffen, sondern sich der Erdölreserven Libyens zu bemächtigen, die staatseigene National Oil Corporation (NOC) zu destabilisieren und letztendlich die Erdölindustrie des Landes zu privatisieren. Vor allem sollen die Kontrolle und der Besitz des libyschen Erdölreichtums in ausländische Hand übergehen. Die National Oil Corporation nimmt unter den weltweit 100 führenden Erdölkonzernen den 25. Platz ein. Die NOC nimmt den 25. Platz unter den weltweit führenden 100 Unternehmen ein.4

Libyen gehört mit etwa 3,5 Prozent der weltweiten Erdölreserven, mehr als zweimal so viel wie die amerikanischen Lagerstätten, zu den führenden Erdöllieferanten.
Die geplante Invasion Libyens, die bereits im Gange ist, ist Teil des umfassenderen «Kampfs um Erdöl». Praktisch 80 Prozent der libyschen Erdölreserven befinden sich im Sirte-Becken in Ostlibyen.
Die strategischen Einschätzungen hinter «Operation Libya» erinnern an frühere Militäroperationen der USA und der Nato in Jugoslawien und im Irak. In Jugoslawien lösten amerikanische und Nato-Kräfte einen Bürgerkrieg aus. Dahinter stand die Absicht, politische und ethnische Spaltungen loszutreten, die dann letztendlich zur Aufspaltung des gesamten Landes führten. Dieses Ziel wurde unter anderem durch die verdeckte Finanzierung und Ausbildung bewaffneter paramilitärischer Einheiten zunächst in Bosnien (bosnisch-moslemische Armee, 1991–1995) und anschliessend in Kosovo (Befreiungsarmee des Kosovo, UÇK, 1998–1999) erreicht. Sowohl in Bosnien als auch in Kosovo wurde gezielte Medien-Desinformation (darunter Lügen und Fälschungen) eingesetzt, um die von den USA und der EU verbreitete Behauptung, die Regierung in Belgrad habe Kriegsverbrechen begangen, zu untermauern. Damit wurde eine militärische Intervention aus humanitären Gründen  gerechtfertigt.

Ausgerechnet die «Operation Yugoslavia» wird nun als Vorbild von amerikanischen Aussenpolitikern herangezogen: Senator Lieberman verglich «die Lage in Libyen mit den Ereignissen auf dem Balkan in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts», als er sagte, die USA hätten interveniert, um einen Völkermord an den Bosniern aufzuhalten. «Zuerst lieferten wir ihnen Waffen, damit sie sich selbst verteidigen konnten. Das, denke ich, sollten wir auch in Libyen machen.»5

Das strategische Szenario besteht darin, auf die Bildung einer Übergangsregierung  in der abtrünnigen Provinz und ihre internationale Anerkennung zu drängen, was letztendlich zu einer Spaltung des Landes führen würde.
An der Umsetzung dieser Option wird schon gearbeitet. Die Invasion Libyens hat bereits begonnen.
«Hunderte amerikanische, britische und französische Militärberater sind in der Kyrenaika, der abtrünnigen östlichen Provinz Libyens, eingetroffen […] Die Berater, unter ihnen auch Mitglieder von Nachrichtendiensten, wurden am Donnerstag, dem 24. Februar, in den Küstenstädten Bengasi und Tobruk von Kriegsschiffen und Flugkörperschnellbooten aus abgesetzt.»6

Sondereinsatzkräfte der USA und ihrer Verbündeten befinden sich bereits vor Ort und liefern den Rebellen verdeckte Unterstützung. Öffentlich wurde dies, als britische SAS-Sonderkommandos in der Region um Bengasi verhaftet wurden. Sie operierten als Militärberater der Oppositionskräfte:
«Für acht Angehörige einer britischen Spezialeinheit, die sich auf einer geheimen Mission befanden, um britische Diplomaten mit führenden Oppositionellen gegen Oberst Muammar Gaddafi in Kontakt zu bringen, endete der Einsatz mit einer Demütigung, als sie von Aufständischen in Ostlibyen festgenommen wurden», berichtete die Sunday Times am 6. März 2011. Die Männer, bewaffnet aber in Zivilkleidung, behaupteten, sie sollten sich über die Bedürfnisse der Opposition informieren und ihnen Hilfe anbieten.»7

Die SAS-Angehörigen wurden verhaftet, als sie eine britische «diplomatische Mission» begleiteten, die illegal in das Land eingereist war (zweifellos von einem britischen Kriegsschiff aus), um mit führenden Vertretern der Aufständischen zu sprechen. Das britische Aussenministerium bestätigte, dass «eine kleine Gruppe britischer Diplomaten nach Ostlibyen entsandt worden sei, um Kontakte zu den Oppositionellen, die die Unterstützung der Aufständischen geniessen, zu knüpfen.»8

Diese Berichte bestätigen nicht nur die militärische Intervention des Westens (darunter einige hundert Angehörige von Spezialeinheiten), sondern machen auch deutlich, dass die Aufständischen die illegale Anwesenheit ausländischer Truppen auf libyschem Boden strikt ablehnen:
«Der SAS-Einsatz hat die libyschen Oppositionellen verärgert. Sie befahlen, die Soldaten sollten in einem Militärstützpunkt eingesperrt werden. Die Gegner Gaddafis befürchten, dieser könne alle Beweise für eine westliche militärische Einmischung ausnutzen, um eine patriotische Unterstützung für sein Regime wachzurufen.»9

Bei dem verhafteten britischen «Diplomaten», der von sieben SAS-Angehörigen begleitet wurde, handelte es sich um einen Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes MI-6.10

Inzwischen bestätigen Stellungnahmen der USA und der Nato auch Waffenlieferungen an die oppositionellen Kräfte. Bisher nicht bestätigte Hinweise zeigen, dass den Aufständischen bereits vor den Angriffen [der libyschen Armee] Waffen geliefert wurden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit befanden sich Militär- und Geheimdienstberater der USA und der Nato schon vor den Unruhen im Land. Nach dem selben Muster wurde in Kosovo vorgegangen: Sondereinheiten unterstützten und bildeten die UÇK in den Monaten vor den Luftangriffen 1999 und der anschliessenden Invasion Jugoslawiens aus.
Nach jüngsten Berichten konnten die libyschen Regierungseinheiten allerdings einige von den Rebellen kontrollierte Positionen zurückerobern:
«Die Grossoffensive der Pro-Gaddafi-Kräfte, die [am 4. März begann und] das Ziel verfolgt, die wichtigsten Städte und Erdölzentren den Aufständischen wieder zu entreissen, führte [am 5. März] zur Rückeroberung der wichtigen Stadt Sawija und der meisten der wichtigen Erdölstädte rund um den Golf von Sirte. In Washington und London erlitt die Forderung nach einem militärischen Eingreifen einen Dämpfer, als man erkannte, dass die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse vor Ort über beide Seiten des libyschen Konflikts zu lückenhaft war, um als Grundlage für Entscheidungen zu dienen.»11

Die Oppositionsbewegung ist über die Frage einer ausländischen Einmischung stark gespalten. Dabei stehen sich die Graswurzelbewegungen einerseits und die von den USA unterstützten «Führer» des bewaffneten Aufstandes andererseits gegenüber, wobei letztere ein militärisches Eingreifen aus «humanitären Gründen» befürworten. Die Mehrheit der libyschen Bevölkerung, sowohl Gefolgsleute wie Gegner des Regimes, lehnen jede Einmischung von aussen ab.

Desinformation durch die Medien

Die weitreichenden strategischen Ziele, die der vorgeschlagenen Invasion zugrunde liegen, werden in der Berichterstattung der Medien nicht erwähnt. Nach den Vorgaben einer arglistigen Medienkampagne, in der Nachrichten und Meldungen buchstäblich ohne bezug auf die realen Ereignisse vor Ort fabriziert werden, ist ein Grossteil der internationalen «veröffentlichten Meinung» auf eine unbedingte Unterstützung einer militärischen Einmischung aus humanitären Erwägungen eingeschwenkt.
Diese Invasion wird in den Planungsstäben des Pentagon bereits ausgearbeitet. Sie soll ungeachtet der Forderungen der libyschen Bevölkerung durchgezogen werden, einschliesslich der Gegner des Regimes, die ihre Ablehnung einer militärischen Einmischung – als Verletzung der Souveränität ihrer Nation – deutlich gemacht haben.

Einsatz der Marine und der Luftwaffe

Sollte es zu dieser militärischen Intervention kommen, wäre die Folge ein offener Krieg, der als «Blitzkrieg» geführt werden soll, was Luftangriffe auf militärische und zivile Ziele einschliesst. In dieser Hinsicht drohte der Kommandeur des amerikanischen Zentralkommandos (Uscentcom), General James Mattis, unverhohlen, die Einrichtung einer «Flugverbotszone» schliesse praktisch umfassende Luftangriffe ein, die sich auch gegen die libysche Luftverteidigung richte:
«Es würde sich um eine Militäroperation handeln – es ginge nicht nur darum, den Menschen zu sagen, sie sollten keine Flugzeuge mehr benutzen. Man muss die Luftverteidigungskapazitäten zerschlagen, um eine Flugverbotszone einzurichten, da darf man sich keine Illusionen machen.»12

Massive Seestreitkräfte der USA und ihrer Verbündeten wurden vor der libyschen Küste eingesetzt. Das Pentagon verlegt weitere Kriegsschiffe ins Mittelmeer. Der Flugzeugträger «USS Enterprise» hatte bereits wenige Tage nach den ersten Unruhen den Suez-Kanal passiert. Auch die amphibischen Kriegsschiffe «USS Ponce» und  «USS Kearsarge» wurden in das Mittelmeer verlegt.
Ferner wurden 400 Marineinfanteristen «im Vorfeld ihres Einsatzes auf Kriegsschiffen vor der libyschen Küste» auf die griechische Insel Kreta verlegt.13

Mittlerweile haben auch Deutschland, Frankreich, England, Kanada und Italien damit begonnen, Kriegsschiffe vor der libyschen Küste einzusetzen. Deutschland hat den Einsatz dreier Kriegsschiffe unter dem Vorwand, bei der Evakuierung von Flüchtlingen an der libysch-tunesischen Grenze helfen zu wollen, angeordnet. «Frankreich schickt seinen Hubschrauberträger «Mistral», der nach Angaben des Verteidigungsministeriums die Evakuierung einiger tausend Ägypter unterstützen soll.»14

Kanada entsendet seine Fregatte «HMCS Charlotttown».
Auch die 17. Luftflotte der USA (mit Namen US Air Force Africa, die auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in Ramstein in Deutschland stationiert ist) soll bei der Evakuierung der Flüchtlinge helfen. Andere Luftwaffenstützpunkte der USA und der Nato in England, Italien, Frankreich und dem Nahen und Mittleren Osten sind ebenfalls einsatzbereit. •

1 siehe Manilio Dinucci, Libya – When historical memeory is erased, Global Research, 28. Februar 2011
2 «Clinton: US Ready to Aid to Libyan Opposition», Associated Press, 27. Februar 2011
3 Manlio Dinucci, «Preparing for ‹Operation Libya›: The Pentagon is ‹Repositioning› its Naval and Air Forces …», in: Global Research, 3. März 2011, Hervorhebungen durch den Verfasser
4 The Energy Intelligence ranks NOC 25 among the world’s Top 100 companies,  Libyaonline.com
5 «Clinton: US Ready to Aid to Libyan Opposition», Associated Press, 27. Februar 2011
6 DEBKAfile, «Amerikanische Militärberater in Kyrenaika eingetroffen», 25. Februar 2011
7 «Top UK commandos captured by rebel forces in Libya», in: Indian Express, 6. März 2011,
Hervorhebung durch den Verfasser
8 «UK diplomatic team leaves Libya», in: World – CBC News, 6. März 2011
9 Reuters, 6. März 2011
10 The Sun, 7. März 2011
11 «Qaddafi pushes rebels back. Obama names
Libya intel panel», in: DEBKAfile, 5. März 2011
12 «U.S. general warns no-fly zone could lead to all-out war in Libya», in: Mail Online, 5. März 2011, Hervorhebung durch den Verfasser
13 «‹Operation Libya›»: US Marines on Crete for Libyan deployment», in: Times of Malta, 3. März 2011
14 «Towards the Coasts of Libya: US, French and British Warships Enter the Mediterranean», in: Agenzia Giornalistica Italia, 3. März 2011.

Quelle: Michel Chossudovsky, Insurrection and Military Intervention: The US-Nato Attempted Coup d’Etat in Libya?, 7. März 2011, http://globalresearch.ca/PrintArticle.php?articleId=23548
(Übersetzung Zeit-Fragen)

Zeit-Fragen wird sich mit dem Wortlaut und der Bedeutung der UN-Sicherheitsratsresolution 1973 vom 18. März 2011, die die Errichtung einer Flugverbotszone über Libyen ermöglichen soll, in der nächsten Ausgabe eingehend befassen.

Nicolas Sarkozy – in Gloire und Grandeur verliebt oder Euro-Held in Nordafrika?

zf. Sarkozy wollte seine Mittelmeerunion mit einer grossartigen Rede in Afrika beginnen. Dazu begab er sich am 26. Juli 2007 nach Dakar (Senegal) und gab – an die Adresse der Jugend ganz Afrikas an der Université Cheikh Anta Diop sprechend – eine grandiose Rede zum besten: Grandios in kolonialen Denkmustern und in Überredungskünsten für die neoliberale Wirtschaftsweise, die inzwischen ganze Volkswirtschaften zerstört hat. 23 afrikanische Intellektuelle aus verschiedenen Fachgebieten haben diese Rede analysiert und eine aufrechte Position dazu entwickelt, die historische Bedeutung hat. Dieses Afrika ist bei uns Europäern noch nicht angekommen.
Auf der Wirkung dieser Rede wollte Sarkozy seine Mittelmeerunion aufbauen. Doch da der Schuss in Dakar nach hinten los ging, wurde daraus nichts. Versucht er es nun mit seiner «Force de Frappe», um als Feldherr zu reüssieren, was als Brandredner und als Diplomat misslang? Und zur Verstärkung gleich der ganz grosse Bruder USA dabei und einen Teil der Nato, die noch so gerne vom Desaster in Afghanistan ablenkt?
Aus einer dieser 23 afrikanischen Stellungnahmen ein Auszug:

«Wie es scheint, sind die Schachfiguren gut platziert: eine politische Elite, die sich an das Schneckenhaus der Formaldemokratie klammert, ohne Kontakt zu den eigentlichen Problemen; Bauern im Dienst einer exportorientierten Landwirtschaft, auf fortschrittliche Methoden verzichtend; gewerkschaftlich kaum organisierte, an Hungerlöhne gewöhnte Arbeiter; von den Illusionen der Globalisierung besessene Staatsbeamte; junge Menschen ohne Zahl, gelähmt von Verzweiflung und Arbeitslosigkeit …
Auf diese Weise ist alles geregelt, damit das Ausbluten Afrikas im Rahmen der Fiktionen weitergehen kann: «gemeinsame Entwicklung», «Nord-Süd-Dialog», «neue Partnerschaft», «Frankoafrika», «Entschuldung Afrikas» usw. Nicht einmal die Affen in unseren Wäldern glauben noch daran.

Allenfalls fehlt in dieser globalen Inszenierung noch ein Element, nämlich die studentische Jugend Afrikas, also die bald fällige Wachablöse. So konnten die Afrikanisten des Elyséepalastes den Präsidenten der Republik überzeugen: Da die traditionellen «Hinterhöfe» von Unfähigkeit, wenn nicht gar von Korruption heimgesucht werden, muss «Frankreich im Zeichen von Bruch und Aufbruch» vor die afrikanische Jugend hintreten, um das Spiel Europas in Afrika abzusichern. Als politischer Stratege, vom Erfolg beflügelt, hat der Präsident auf seine Ratgeber gehört und sich nach Dakar begeben, freilich ohne sich vorher von den alten Mythologien des eurozentrischen Afrikanismus gelöst zu haben.
Und das Vorhersehbare geschah. Doch intellektuelle Arroganz ist heutzutage keineswegs eine Tugend.»

Quelle: Théophile Obenga, Hauptgrund für die Leiden Afrikas: die eurozentrischen Afrikadeutungen, S. 234
in: Peter Cichon, Reinhart Hosch, Fritz Peter Kirsch (Hg.), Der undankbare Kontinent?

«Théophile Obenga ist Professor für Alt­ägyptisch, vergleichende Sprachwissenschaft und Alte Geschichte der Kulturen. Er hat an mehreren Universitäten Afrikas unterrichtet (in den Ländern Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Zentralafrikanische Republik, Gabun) sowie in den USA (Philadelphia, San Francisco). Er hat zahlreiche Bücher und Artikel verfasst und leitet die Zeitschrift für Ägyptologie und afrikanische Kultur ANKH. Seine wichtigsten Werke (Auswahl):
• 1985, Le Bantu. Langues – Peuples – Civilisations, Paris, Présence africaine.
• 1990, La philosophie africaine de la période pharaonique, Paris, L’Harmattan (2004, African Philosophy, Popenguine/Senegal, Per Ankh).
• 1993, Origine commune de l’égyptien ancien, du copte et des langues négro-africaines modernes, Introduction à la linguistique historique africaine, Paris, L’Harmattan.
• 1995, La géométrie égyptienne. Contribution de l’Afrique antique à la mathématique mondiale, Paris, L’Harmattan/Khepera.
• 1996, Cheikh Anta Diop, Volney et le Sphinx. Contribution de Cheikh Anta Diop à l’historiographie mondiale, Paris, Présence africaine/Khepera.
• 2005, L’Egypte, la Grèce et l’Ecole d’Alexandrie. Histoire interculturelle dans l’Antiquité. Aux sources égyptiennes de la philosophie grecque, Paris, L’Harmattan/Khepera.»

Quelle: Der undankbare Kontinent?, S. 233

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=56

Gruß

Der Honigmann

 

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Jüngling in den reifen Jahren, willst du nehmen eine Frau
denke stets an die Gefahren, überleg es dir genau.
Hüte dich vor Liebesgaben, hüt`dich vor der schwachen Stund,
willst du ein frohes Leben haben, kauf dir lieber einen Hund!

So ein Hund gehorcht dir immer, weil er dich als Herrn erkennt,
bei der Frau geschieht das nimmer, denn gehorchen ist ihr fremd.
Mitgift hat er freilich keine, aber eines merke dir genau,
so ein Hund wird immer treu sein! Weist du das von deiner Frau?

Vor dem Laden stehn die Frauen, neue Kleider sind ihr Ziel,
können dar nicht satt sich schauen, haben Hüte nie zu viel.
Deinen Hund den brauchst du nimmer, auszuschmücken wie ein Pfau,
denn er läuft ja nackend immer, versuch das mal mit deiner Frau!

So ein Hund weint keine Träne, niemals braucht er Aspirin,
Abends hat er nie Migräne und braucht nie was auszuziehn.
Willst du eine Reise machen, kannst du ruhig den Wau Wau,
einen Freund in Pflege geben, versuch das mal mit deiner Frau!

Und kommst du abends spät nach Hause, und willst zu ihr ins Bette gehn,
wird sie toben ohne Pause: “geh ich will dich nicht mehr sehn”!
Doch wie anders ist ein Hündchen, empfängt dich freudig mit wau wau,
wedelt kräftig mit dem Schwänzchen, verlang das mal von deiner Frau!

Gehst du auf der Strasse, bleibt sie plötzlich stille stehn,
“liebster Mann mich drückt die Blase, halt die Tasch ich muss mal gehn”.
Deinem Hund genügt ein Bäumchen, denn er nimmts nicht so genau,
er hebt einfach hoch das Beinchen, verlang das mal von deiner Frau!

Mit den Kinder hast du Plagen, jedes Jahr da kommt eins an,
trotzdem musst du ohne Fragen, jeden Tag von neuem ran.
Ohne das du brauchst zu lieben, bring dir Junge dein Wau Wau,
und dann gleiche sechse – sieben, verlang das mal von deiner Frau!

Drum ihr Männer lasst euch sagen, lasst die Hände von der Frau,
denn in spätren Jahren wird sie hässlich, alt und grau.
Wird dein Hund dir mal zuwider, verkaufst du einfach den Wau Wau,
kaufst dir einen neuen wieder, versuch das mal mit deiner Frau!

Cajus Pupus

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Gruß

Der Honigmann

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