Griechenland steht kurz vor der Pleite. Trotzdem gibt das Land Millionen für die Ausrichtung der Olympischen Spiele geistig Behinderter aus. Derweil werden die Ausgaben für die tägliche Krankenversorgung gekürzt.
Festlicher Moment: Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele für Behinderte am 25. Juni.
Bild: AFP
Cirka 7500 Sportler, 3000 Journalisten und 40’000 Angehörige sind für die 13. Special Olympics in Athen angereist. Die Kosten für die Veranstaltung belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro. 70 Millionen Euro, die das bankrotte Griechenland fast alleine tragen muss. Nun macht sich – wenige Tage nach dem Startpfiff der Veranstaltung – Unmut breit.
Wie der Nationalverband der Behinderten Griechenland gegenüber «Spiegel online» sagt, hat der Staat die Ausgaben für private Betreuungseinrichtungen in nur zwei Jahren auf aktuell 14,8 Millionen Euro gekürzt. Bislang seien davon aber erst 500’000 Euro ausbezahlt worden. Der Generalsekretär der Organisation, Aris Pananos, bezeichnet die Special Olympics als «eine völlig unangemessene und unzeitgemässe Fiesta.» Griechenland könne sich einen solchen Luxus nicht mehr leisten.
Politiker wollen sich schmücken
Auch der Panhellenische Verband der Eltern von Behinderten zeigt sich empört. Der Anlass sei bloss eine grosse Party, mit der sich mancher Politiker schmücken wolle. Derweil werde in der ohnehin schon desolaten Behindertenbetreuung im Land immer weiter gespart. Ferien seien gestrichen, Betreuer gefeuert und Sonderschulen im Stich gelassen worden. «Und genau jetzt leistet sich Griechenland ein solches Spektakel, bei dem Gäste aus aller Welt auf Kosten der Steuerzahler bewirtet werden», sagt eine Sprecherin des Verbands.
Tatsächlich wurden die Special Olympics im Panathinaikon-Stadion am Samstag mit einem riesigen Tamtam und dem Soul-Sänger Stevie Wonder eröffnet. Laut «Spiegel online» sind die Ausgaben für den Sportanlass im Vergleich mit jenen der vorangegangenen Feste in Dublin und Shanghai beinahe doppelt so hoch.
Eine Chance für Griechenland
Gianna Despotopoulou, Präsidentin der Special Olympics in Griechenland, weist die Kritik an den üppig ausfallenden Spielen zurück. Das internationale Sportfest sei für das Land sowohl eine einzigartige Chance der positiven Selbstdarstellung als auch eine Investition, bei der Geld in den heimischen Markt zurückfliesse, sagt sie zu «Spiegel online». Zudem würde die Veranstaltung Tausende Arbeitsplätze schaffen.
http://bazonline.ch/ausland/europa/Teures-Sportfest-mitten-im-SparFestival/story/19321371
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Gruß
Der Honigmann
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Spiegel tv hatte vor 5 Tagen einen Film gebracht, wo deutlich gezeigt wurde, wie die griechischen Behörden die Steuerhinterziehung geduldet haben. Jetzt wurden sie auf einmal rührig und machen bspw. den Yachtbesitzern Vorwürfe, keine Steuern zu zahlen. Jetzt, wo alle Welt schaut, wie sie den Hals aus der Schlinge bekommen wollen. Viele, viele, viel zu viele hatten in diesem Land keine Steuern gezahlt. Millonenschwere Luxusyachten liegen in den Häfen und dienen Londoner Firmen z.B. als Briefkastenfirma. Niemanden hat das interessiert.
Und da sollen nun die kleinen Leute für aufkommen?
Ein Artikel in der SZ trifft den Nagel auf den Kopf:
“Die Menschen werfen dem überdimensionalen Staatsapparat und den Politikern vor, unfähig zu sein, die Steuerhinterziehung der Reichen und die Schattenwirtschaft zu erfassen. Den Preis der Krise zahlten die ehrlichen kleinen Leute, die nicht dafür verantwortlich seien.”
Was ich jetzt allerdings beobachte ist, wenn dann mal eine Kommentarfunktion zu den Artikeln freigeschalten wurde, dann tummelten sich dort Trolle. Sie meinten, dass der Mop gefälligst arbeiten gehen und nicht mit Gewerkschaften gemeinsame Sache machen soll. So in der Art wird wiedermal Stimmung gegen die aufgebrachte Menge gemacht.
Woll´n wir doch mal sehen, wie schnell jetzt Yachten, Grundstücke, Inseln etc. unter den Hammer kommen. Es sei denn, das Sarkozy-Hilfspaket kommt dafür auf. Wie er aber das seinen Franzosen rüberbringen wird, ist ein nächstes tolles Thema.
Die Griechen sind der Sack, welcher kräftig geschlagen wird. Der Esel sind wir alle, welche im Hamsterrad permanent, Sklavendienste für den Moloch verrichten. Ich hasse Hitler! Wäre er doch bloss über diese gottlose Insel hergefallen und hätte die Inselaffen und ihre khasarischen Herrscher ins Meer getrieben und ersäuft. Es wäre der Menschheit viel erspart geblieben. Er wäre ein Heiliger. Hat er aber nicht, obwohl er sicher gekonnt hätte. Zu wenig Cutspe der Mann. Öffnet eure Augen und euren Geist. Schaut bitte zehn Jahre zurück. Die Epoche der Nationen geht zu Ende, weil “Sie” es so wollten. Bitte werfe einen Blick zurück, es reichen die letzten zehn Jahre. Wie kam es zur aktuellen Finanzkrise? Nach der Börsenblase hat der Alan Grünspann die Zinsen künstlich unten gehalten, es kam zu viel billiges Geld, auf die Märkte, vor allem in den Staaten. Die Immobilienpreise wurden künstlich in die Höhe getrieben, Kredite an eigentlich nicht kreditwürdige Buerger vergeben. Zeitgleich wurde die Deindustrialisierung, vor allem der Staaten forciert, Arbeitsplätze verlagert, die Wirtschaft auch in Europa und besonders in der BRD systematisch zerstört. Das man auf Dauer vom “McDonalds-Gehalt” seine Raten nicht zahlen wird können, leuchtet ein. Kurz um, es gibt starke Indizien, daß da pure Absicht dahinter steckt. Bitte den Schuldenstand der Industriestaaten gegen Ende der 90ziger Jahre mit dem heutigen Stand vergleichen. Wo ist das viele Geld geblieben, welches geliehen wurde? Wir leben in Europa nunmehr in einer französisch dominierten EUdSSR, aber unter der Knute der Angelsachsen. Wenn “das Geld” seine Schuldigkeit getan hat, wird es ersetzt. Des Volkes Willen wegen.
Brot und Spiele! Für die meisten Griechen leider in der Version ohne Brot.