Am 13. Februar 2012 hielt der deutsche Außenminister Guido Westewelle vor dem Verband der Brasilianischen Industrie in Brasilia eine höchst interessante Rede, die im Besonderen eine Frage aufwirft: „Ist der Mann noch zu retten?“
Unter dem Titel „Der Euro und die Zukunft Europas“ erzählte er der wegen der Euro-Krise äußerst beunruhigten brasilianischen Wirtschaftselite ernsthaft, dass der Euro großartig sei und wir damit keine Probleme hätten:
„Manche sprechen vereinfacht von einer ‚Euro-Krise’. Die Bezeichnung “Euro-Krise” ist aber irreführend. Der Euro selbst hat keine Krise. Ganz im Gegenteil: Unsere europäische Gemeinschaftswährung ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Sowohl Wechselkurs wie auch Inflationsrate sind beim Euro so stabil wie bei der D-Mark. Und mittlerweile ist der Euro die zweitwichtigste Reservewährung der Welt.“ (Auswärtiges Amt, 13.02.2012)
Hallo? Herr Westerwelle? Ist jemand zuhause? „Der Euro selbst hat keine Krise. Ganz im Gegenteil?“ Das klingt wie ein schlechter Scherz auf einer drittklassigen Karnevalssitzung. Der Fasching ist vorbei!
Also, zur Klarstellung: Weder der Wechselkurs noch die Inflationsrate sind auch nur annähernd so wie bei der DM – ganz im Gegenteil! Ich habe hier exemplarisch zwei stabile Währungen mit dem Euro und der DM verglichen, nämlich den Kanadischen Dollar und den Schweizer Franken.
1990 1 CAD = 0,72 DM
2010 1 CAD = 1,43 DM (0,74 €)
1990 1 SFR = 1,16 DM
2010 1 SFR = 2,67 DM (1,37 €)
Sie können als Vergleich auch andere stabile Währungen heranziehen, das Bild ist immer das Gleiche: Durch die Euro-Einführung hat sich der Wert unseres Geldes in etwa halbiert! Allein in 2010, also innerhalb eines Jahres, verlor der Euro zum südafrikanischen Rand genau 17 %. Zum australischen Dollar verlor der Euro in 2010 sogar 19 %. Im Vergleich mit Gold – der ältesten und stabilsten Währung der Welt – haben wir zwischen 1990 und 2010 sogar knapp 70% Wertverlust zu verzeichnen!
Die Inflation hat sich seit dem Euro dramatisch erhöht – das jedoch nur, wenn man die reale Inflation heran zieht, nicht die geschönten offiziellen Zahlen.
Auch der Satz des Außenministers „Und mittlerweile ist der Euro die zweitwichtigste Reservewährung der Welt“ ist lustig, weil er das bereits seit seiner Einführung, also seit 10 Jahren, ist. Seit einem Jahr aber ist eine massive Flucht aus dem Euro zu verzeichnen. Unter anderem deshalb musste die Schweiz ihren Franken im September 2011 auch an den Euro koppeln. Es war zu viel Geld aus Mittel- und Südeuropa in die Schweiz geflossen, was den Wert des Schweizer Frankens in die Höhe trieb und den Euro noch schlechter aussehen ließ, als er ohnehin schon war. Anders ausgedrückt: Viele wohlhabende Österreicher und Deutsche brachten ihr Geld in die Schweiz, weil sie wussten, dass es in Euro bald nichts mehr wert sein würde, und weil sie ihren heimischen Banken misstrauten.
Am 26. Januar 2012 behauptete die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Peking bei einer Rede vor der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften (CASS) zum wiederholten Male, dass Europa „keine Währungs- sondern eine Schuldenkrise“ hätte. Das ist natürlich kompletter Unsinn, denn unsere heutigen Währungen sind alle auf Schulden aufgebaut. Unser monetäres System wird daher auch „Schuldgeld-System“ genannt. Folglich ist jede Schuldenkrise auch automatisch eine Währungskrise und umgekehrt!
Was können wir daraus schließen? Halten unsere Spitzenpolitiker uns alle für blöd? Wollen sie uns beruhigen? Oder wollen sie nur Zeit gewinnen, um ihre Schäfchen ins Trockene zu retten? Vielleicht fürchten sie um ihr (politisches) Überleben, um ihre Sicherheit, ihre Vergünstigungen? Oder sie leiden unter komplettem Realitätsverlust? Wer weiß das schon genau. Am 14. Februar 2012 berichtet Welt-online:
„’Weil die Menschen so wütend sind, werden sich die Proteste sehr wahrscheinlich wiederholen’, sagt der Chef der griechischen Handelskammer, Vassilis Korkidis. Die Unruhen in der Nacht zum Montag waren die schwersten seit dem Jahr 2008. Damals kam es zu wochenlangen Ausschreitungen, nachdem die Polizei einen 15-jährigen Jugendlichen erschossen hatte. Bei den jetzigen Zusammenstößen wurden allein in Athen 93 Gebäude zerstört oder schwer beschädigt… Die Sicherheitsexpertin Mary Bossis von der Universität von Piräus sagte, die Unruhen seien noch nicht vorbei. ‚Im Gegenteil: Das war nur der Anfang. Es wird noch mehr passieren…’“
Der Euro und die Euro-Zone sind in dieser Form nicht zu retten, aber unsere Politiker spielen auf Zeit. Je länger der schleichende Tod unserer Wirtschaft dauert, desto mehr Geld kann von unten nach oben umverteilt werden, desto mehr wird die breite Masse der Bevölkerung ausgesaugt. Unsere Politiker dienen der Bankenelite und diese wird sich bei ihnen für die Durchhalteparolen auch bestimmt erkenntlich zeigen. Deshalb stoßen sie alle immer wieder ins gleiche Horn. So auch Wolfgang Schäuble in einem Interview mit der Bild-Zeitung am 30. Januar 2012:
„Der Euro, den es jetzt seit zehn Jahren auch als Bargeld gibt, ist stabil und nach dem Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt. Es ist ganz klar eine Erfolgsgeschichte… Der Euro ist und bleibt stabil.“
„Ganz klar eine Erfolgsgeschichte!“ Ja, ist denn in Deutschland das ganze Jahr über Fasching oder Karneval? Der Euro und die Eurozone sind nicht mehr zu retten, und jeder, der etwas von der Sache versteht, weiß das. Ein Spitzenbanker nach dem anderen wirft in den letzten Monaten das Handtuch, weil keiner mehr mit ansehen (und mit verantworten) will, was da gerade passiert. Warum wohl legte Axel Weber seinen Job als Bundesbankpräsident frühzeitig nieder und schlug den Posten des EZB-Präsidenten aus? Weil der Euro eine Erfolgsgeschichte ist und er meinte, dem Erfolgsdruck nicht gewachsen zu sein? Helau!
Seit Oktober 2011 legten mehr als vierzig weitere führende Banker ihre leitenden Positionen nieder. Darunter die Zentralbankchefs aus Kuwait, Neuseeland, Kenia und Nicaragua, die Investmentbanking-Chefs von Morgan Stanley und der Societe Generale, sowie der Amerika-Chef der spanischen Bank Santander, Francisco Luzon. Im September 2011 trat Oswald Grübel als CEO der größten Schweizer Bank UBS zurück. Prominentester Name dürfte der Chef der Weltbank, Robert Zoellick, sein, der nun seinen Rücktritt für Juni 2012 ankündigte.
Warum wohl treten all diese Männer freiwillig von ihren hoch dotierten Posten zurück?
Vermutlich weil sie wissen, dass unser gesamtes monetäres System zusammenbricht, und weil sie im Moment des totalen Crashs nicht mehr in diesen Positionen sein wollen − zum einen, weil es ihrem Image und ihrem Ego nicht zuträglich wäre, zum anderen, weil sie nicht als die Verantwortlichen für das Desaster in die Geschichte eingehen wollen. Vielleicht auch, weil sie Angst vor den Prügeln haben, die den Verantwortlichen für all das bald drohen könnten und sie am Tage X in ihren Häusern in Kanada, weit ab vom Geschehen, sitzen wollen? Der Euro eine Erfolgsgeschichte? Das ist nicht zu fassen!
Der Armutsbericht 2011 des Paritätischen Gesamtverbandes teilte in seiner Anfang 2012 vorgestellten Studie mit, dass zwölf Millionen Menschen in Deutschland und damit 14,5 Prozent der Bevölkerung direkt von Armut bedroht sind:
Vor allem im Ruhrgebiet, dem größten Ballungsgebiet in Deutschland, steigt die Armutsquote rasant an: Nur im Zeitraum zwischen 2005 und 2011 stieg diese zum Beispiel in Dortmund von 18,6 auf 23 Prozent.
Österreich gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Dieser Reichtum nimmt ständig zu. Genauso wie die Armut. Über 12% der Bevölkerung (rund eine Million Menschen) sind (laut der Wiener Tafel) arm oder armutsgefährdet. Es findet in ganz Europa eine gigantische Umverteilung des Gesamtvermögens von unten nach oben statt. Langsam erreicht dieser Umverteilungs-Virus nach den südlichen Ländern auch das Zentrum der Euro-Zone.
Selbst die Massenpresse die sich bislang strikt an Merkels Anweisung „Keine Panik zu schüren“ gehalten hatte, erkennt langsam das mögliche Ausmaß des „Erfolgsmodells Euro.“ So berichtet etwa der Stern am 8. Februar 2012 über die Lage in Griechenland:
„Nach den Vorgaben der Troika müssen noch mehr Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen, der Mindestlohn weiter gesenkt und die Gehälter im Privatsektor weiter gedrückt werden. Doch die Forderungen laufen ins Leere. Nicht, weil die Griechen nicht sparen würden, denn das tun sie seit Jahren. Aber es kommt einfach nichts dabei heraus. Wie sollte es auch, bei Renten, die im Durchschnitt knapp 500 Euro betragen und durchschnittlichen Monatseinkommen, die 1000 Euro nicht überschreiten − wobei die allgemeinen Lebenshaltungskosten ähnlich hoch sind, wie in Deutschland.
Die Griechen sind am Ende ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit angelangt, und das betrifft längst auch den so genannten Mittelstand. Wie sollen sie Staatsschulden begleichen, wenn schon jetzt rund 400.000 Haushalte nicht einmal in der Lage sind, ihren Strom zu bezahlen und deshalb im Dunkeln sitzen?“ http://www.stern.de/politik/ausland/proteste-in-griechenland-sparen-bis-in-den-untergang-1783749.html
Es kann keine wirtschaftliche Erholung durch massives Sparen geben! Sparen würgt die Wirtschaft ab – die EU-Bürger werden also von den Verantwortlichen absichtlich in den Untergang geführt. Wenn nicht bald etwas Überraschendes passiert, dann bleibt bald nur noch die Devise: „Rette sich wer kann!“ Genau das ist es, was alle Spitzenbanker gerade tun.
Die EU und der Euro sind nur dann eine Erfolgsgeschichte, wenn es das Ziel des Ganzen war, die Mehrheit der Menschen in Armut, Elend und in den frühen Tod zu treiben! Gering verdienende Deutsche sterben nämlich mittlerweile immer früher, weil das Leben in der EU für einen großen Teil der Bevölkerung zum nackten Überlebenskampf wurde. Angst und Stress führen zu früherem Tod!
2001 wurden Deutsche mit geringerem Einkommen (weniger als 75 Prozent des Durchschnitts) im Mittel noch 77,5 Jahre alt. Zehn Jahre später (2011) liegt ihre Lebenserwartung fast zwei Jahre darunter, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die deutsche Rentenversicherung und nennt diese Entwicklung „dramatisch“.
Kürzere Lebenserwartung, mehr Armut, mehr Obdachlosigkeit, keine Zukunft. So in etwa könnte man die „Erfolgsgeschichte Euro“ gut zusammenfassen. Die Folgen sind Unmut, Verunsicherung und Wut in der Bevölkerung. Wut kann schnell zu Hass werden. Wenn erst der Hass regiert, dann braucht es Schuldige. Diese Schuldigen werden von der EU-Politik geschaffen, wie uns etwa das ständige Eindreschen auf die Griechen, oder auch der Umgang zahlreicher EU-Staaten mit den Sinti und Roma belegt.
Die Griechen haben mit der Eurokrise − die eine Schulden- und eine Währungskrise ist − nichts, aber auch gar nichts zu tun. Es sind Banken, die unser Schuldgeldsystem geschaffen haben, und es sind Politiker, die ihre schützende Hand darüberhalten. Das führt dazu, dass sie Staatsschulden ALLER Länder unaufhaltsam steigen. Das bedeutet, dass Politiker, in unser aller Namen auf Kosten eines jeden Einzelnen von uns Schulden bei Privatbanken machen und uns damit ins Elend stürzen. Die einzigen, die von der gegenwärtigen Krise massiv profitieren, sind die Banken und deren Besitzer. Wer das ist steht ausführlich in meinem Buch “Was Sie nicht wissen sollen!“
„Griechenland muss sparen – und das macht sich mittlerweile in der Bevölkerung deutlich bemerkbar. Immer mehr Menschen verlieren Job und Wohnung und landen auf der Straße… ‚Das Profil der Armut ändert sich’, so Sozialarbeiterin Athensia Tourkou. ‚Früher hatten wir es mit Süchtigen oder psychisch Kranken zu tun. Jetzt sind es sehr gut ausgebildete Leute, die bis vor ein paar Monaten ein Haus und einen Job hatten, die mit ihren Familien zusammenlebten und die nun auf der Straße landen.’“ (euronews, 29/11/11)
Helau, Westerwelle! Helau Merkel! Helau Schäuble! Helau, Erfolgsgeschichte Euro! Helau! Der Fasching ist vorbei, Freunde, habt ihr das noch nicht bemerkt? Nein, sie tragen weiter ihre Narrenkappen und lallen stumpfe Durchhalte-Parolen!
Das Problem in Deutschland und Österreich ist, dass wir in der Nahrungskette ganz oben stehen. Wenn hier erst einmal alle gemerkt haben, was der Euro wirklich aus Europa gemacht hat, dann ist es längst zu spät! Deshalb kann ich jedem Deutschen oder Österreicher nur wärmstens empfehlen, in diesen Tagen nach Griechenland oder etwa nach Ungarn zu reisen, um eine Vorstellung zu bekommen, was auf uns alle zukommt! Denn dort ist der Karneval schon lange vorbei, dort haben die Menschen nichts mehr zu lachen. Die größte Leistung des Euro ist es, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Eine solche Entwicklung endet meist in Chaos oder in einem totalitären Regime!
Europa ist bereits so am Sand, dass derzeit ein europäischer Spitzenpolitiker nach dem anderen winselnd nach China reist und dort um Hilfe fleht. Das bedeutet, dass den europäischen Polit-Jecken klar ist, dass es von allein nicht mehr geht. Sie lügen also! Sie lügen und werden dafür (bislang) noch nicht zur Rechenschaft gezogen! „Unsere europäische Gemeinschaftswährung ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte!“ Die ach so starke und souveräne Kanzlerin rutscht vor den Chinesen auf Knien, fleht um Hilfe!:
„Es würde der Kanzlerin politisch enorm helfen, wenn Peking als Vertrauensbeweis einen stärkeren Ankauf europäischer Staats- und Eurohilfsanleihen ankündigen würde. Merkels Besuch steht daher unter den Vorzeichen der Eurokrise: Chinesische Investitionen in Anleihen des Euro-Rettungsfonds wären derzeit hoch willkommen, um den Mitteln einen Hebel zu verleihen. Gerade Deutschland als wichtigstes Geberland würde durch ein Engagement der fernöstlichen Wirtschaftsmacht entlastet.“ (Handelsblatt, 2.2.2012)
Merkel will wie alle anderen in Europa und den USA Zeit gewinnen: Zeit bedeutet für die Bankenelite noch mehr Profit – und die Möglichkeit, in Ruhe die nächsten Schritte vorzubereiten. Natürlich weiß Merkel, dass unser geliebter Euro eine Totgeburt war, sie kennt die Zahlen, sie weiß, dass wir am Rande des monetären Abgrundes stehen. Bestimmt hätte sie nichts dagegen, wenn der Zusammenbruch der Euro-Zone (der auch die Weltwirtschaft mit in den Abgrund reißen dürfte) erst in der nächsten Legislaturperiode stattfindet, denn dann wären die Nachfolger daran schuld! Hinter mir die Sintflut! Helau!
Was wirklich hinter dieser Strategie des Zeitgewinnens steckt, wie unser Geldsystem funktioniert, warum es alle drei bis vier Generationen zum Kollaps der Wirtschaft kommt beschreibe ich in meinem Buch. “Was Sie nicht wissen sollen!“, sehr ausführlich. Darin beschäftige ich mich auch mit der Frage, wer genau unsere Polit-Marionetten steuert.
Es sollte in Schulen ein Fach „Geldwesen“ geben. Jeder Jeck kann ein Handy bedienen, aber keiner weiß, was Geld ist, oder wie es entsteht! Denn es gibt ein massives Interesse bestimmter Gruppen, weiterhin dafür zu sorgen, dass wir auf dem Gebiet ungebildet bleiben. Also müssen wir diese Bildungslücken selbst schließen, uns selbst und unser Umfeld informieren – und das passiert tatsächlich. Es ist faszinierend, wie viele Menschen plötzlich aktiv werden, wie viele positive Initiativen entstehen.
Ein Grundverständnis einer möglichst breiten Masse über die Zusammenhänge von Geld und Gold (http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/michael-morris/ist-gold-teuer-.html) wäre wichtig, denn Gold wird in den kommenden Jahren eine sehr große Rolle spielen.
Wer sich bislang nicht ernsthaft damit befasst und für die kommenden Jahre vorgesorgt hat, wird das vermutlich bald bitter bereuen. Wir bewegen uns mit großen Schritten auf eine Hyperinflation zu, auf die eine Währungsreform folgen wird. Egal, was unsere Politik-Jecken auch behaupten, die Tage des Euro sind gezählt. Ob wir danach wieder zu einer vernünftigen Währung zurückfinden, ob das ganze Euro-Experiment in einem totalitären Superstaat enden wird, oder ob wir einen Quantensprung schaffen und uns aus den Klauen des Schuldgeldsystems für immer befreien, hängt nicht zuletzt auch von uns allen ab.
Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen endlich verstehen, wie es zu dem ganzen Schlamassel kam, und wie wir auch wieder rauskommen können. Denn das, was die Politik offenbar vorhat, klingt bedrohlich. In einem Papier der Bundesregierung („Der Euro kann noch mehr“) zum zehnjährigen Geburtstag des Euro heißt es:
„…Noch haben sich nicht alle Erwartungen an den Euro erfüllt. EU-Währungskommissar Almunia ist davon überzeugt, dass die Europäer noch mehr aus ihrer gemeinsamen Währung machen könnten. Dazu müssten die Vorteile des Euro gegenüber der Bevölkerung noch stärker herausgestellt werden.“
„Noch mehr?“ Gott bewahre! Der Plan ist also, die Umverteilung von unten nach oben noch weiter voranzutreiben und den Menschen weiter einzureden, dass das toll für sie wäre! Die Politik ist offenbar gewillt, das bis zum bitteren Ende durchzuziehen. Ich bin mir nicht sicher, ob die wirklich begreifen, was das bedeutet?
Das Gemeine an Hyperinflationen ist, dass es das betreffende Land oder der betreffende Wirtschaftsraum – in unserem Fall die Euro-Zone – als Letzter merkt, also erst, wenn es zu spät ist. Von außen betrachtet weiß man schon etwa ein halbes Jahr vorher, dass es soweit ist, weil niemand mehr in die jeweilige Währung investiert, oder diese in andere Währungen konvertiert wird. Das ist bereits der Fall! Die Flucht aus dem Euro hat längst begonnen! Für den US-Dollar gilt dasselbe. Wobei die Amerikaner alles tun, um den Euro zu schädigen, weil ein Bankrott des Euro dem US-Dollar vielleicht kurzfristig wieder Aufwind geben könnte. Letztlich hängt aber all das im Moment von den Chinesen ab. Sie haben beide Währungen in der Hand und entscheiden weitestgehend über unser Schicksal.
Ob der Zusammenbruch des Euro nun in 5, 10 oder 15 Monaten kommt, kann niemand genau sagen. Aber dass er kommt, ist klar, weil die Vorwehen bereits eingesetzt haben. Um beim Bild der Wehen zu bleiben: Jedes Ende ist auch ein Neubeginn, und auf den sollten wir uns vorbereiten. Aus dem Schmerz wird neues Leben entstehen. Nach der Fastenzeit kommt der Frühling!
2012 wird ein Schicksalsjahr, aber bestimmt nicht der Untergang der Menschheit. Es könnte aber der Untergang für eine ganz bestimmte Art von Menschen werden – nämlich für die, die sich der Veränderung entgegenstellen.
Diese Veränderung ist in vollem Gange und kann nicht mehr aufgehalten werden. Der Übergang zu einem neuen, besseren, gerechteren System könnte aber holprig werden und dauern. Wer sein Geld jetzt noch nicht in echte Sachwerte (Gold, Silber, Immobilien) oder in stabile Währungen (SFR, CAD, AUD) investiert hat, läuft Gefahr, ALLES zu verlieren! Ich gebe keine Anlagetipps – das sollen andere tun –, aber ich mahne zur Vorsicht und Absicherung! Denn viele brave Feuilleton-Leser werden dann unter der Brücke schlafen und sich wundern, dass ihre Lieblingszeitung (die doch sonst alles weiß und in so schöne Worte fassen kann) sie nicht eindringlich vor dem Crash gewarnt hatte. Zum Interview mit Stefan Erdmann.
Bitte glauben Sie nicht, dass ich Angst verbreiten will, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ich möchte nur auf den Ernst der Lage hinweisen, der von Politik und Massenmedien extrem heruntergespielt wird. Es geht nicht um Negativität, sondern um eine sachliche Beurteilung der Lage. Nur wer die Fakten kennt, und verschiedene Meinungen einholt, kann auf eine bestimmte Situation angemessen reagieren. Wer immer noch glaubt, dass ich übertreibe, dem möchte ich hier einen kurzen Streifzug durch die Wirtschaftsschlagzeilen der letzten Wochen geben:
„Die italienische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2011 in eine Rezession abgerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Quartalsvergleich um 0,7 Prozent, wie die italienische Statistikbehörde Istat am Mittwoch mitteilte…“ (Deutsche Mittelstandsnachrichten, 10.02.12)
„In den Niederlanden ist die Wirtschaft im Schlussquartal 2011 stärker als befürchtet geschrumpft und in die Rezession abgerutscht….“ (Cash.ch, 15.02.2012)
„Es sieht aus als hätte Griechenland seine Schulden umgeschichtet, was den Kollaps um einige Monate hinauszögert. Das lenkt das Scheinwerferlicht auf die anderen praktisch bankrotten Länder der Eurozone, die keine andere Wahl haben als dieselben Abkommen zu akzeptieren. Portugal, ist man sich allgemein einig, wird der nächste sein…“ (Safehaven, 14.02.2012)
Mit diesen drei Internetseiten etwa haben Sie als Leser bereits einige interessante Alternativen zur heimischen Schönfärber-Presse. Auch die Internetseite von Russia Today wird mittlerweile von wachen Personen rund um den Globus genutzt, um eine Gegenmeinung zum Jecken-TV einzuholen. Es hilft oft, ein und dieselbe Sache aus unterschiedlichen Richtungen zu betrachten.
Je mehr Menschen aufwachen, sich informieren, Verantwortung übernehmen, desto größer ist die Chance, dass aus dem Chaos dieser Tage etwas Neues, Besseres, Gerechteres erwächst. Der Euro ist keine Erfolgsgeschichte, liebe Närrinnen und Narren, unsere Politiker sind es auch nicht! Wegducken klappt nicht länger, den Kopf in den Sand zu stecken auch nicht! Feigheit wird bestraft! Wenn Banker ihren eigenen Banken nicht mehr trauen und sich vom Acker machen, dann sollte das jedem von uns zu denken geben.
Wer sein Geld noch auf der Bank hat, wer glaubt, dass der Euro sicher sei, dem ist nicht mehr zu helfen. Wenn es erst zu einem Bankrun kommt, also alle gleichzeitig ihr Geld abheben wollen, dann werden es bestenfalls die ersten 5% noch bekommen. Mehr Geld ist nämlich physisch gar nicht vorhanden. Die anderen 95% werden durch die Finger schauen!
„In Griechenland sind bei mehreren Banken in dieser Woche auffällig viele Kontobewegungen ins Ausland beobachtet worden. Eine Bankmitarbeiterin sagte, als sie auf einen ungewöhnlich langen Arbeitstag angesprochen wurde: ‚Wir haben den ganzen Tag nichts anderes gemacht, als Geld ins Ausland transferiert, so schlimm wie im Moment war es noch nie.’” (Deutsche Mittelstands Nachrichten, 23.02.12)
Es ist Zeit für große Veränderungen. Entweder wir werden sie mitgestalten, oder sie werden uns überrollen! Der Fasching ist zu Ende! Schluss mit Narrenkappen und Tröten! Jetzt heißt es, den Gürtel enger zu schnallen und die Ärmel hochzukrempeln. Jetzt ist Zeit für einige ernsthafte und tiefgreifende Veränderungen. Aus der Nummer kommen wir nur gemeinsam raus. Wir müssen wachsam sein, und dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Denn genau das wird man versuchen!
Wenn von ganz oben Schuldige präsentiert werden, dann werden es garantiert die Falschen sein. Unsere europäische Gemeinschaftswährung ist laut unseren Politikern angeblich eine „bemerkenswerte Erfolgsgeschichte!“ So eine Geschichte hat immer einen Aufbau, eine Dramaturgie. Das dicke Ei kommt immer im letzten Akt – und der hat bereits begonnen. Seien Sie gewappnet. Wenn die dicke Frau aufhört zu singen, die Lichter angehen und die Türen aufspringen, dann rennen alle gleichzeitig los (und wollen noch mal schnell zum Geldautomaten). Und den letzten beißen die Hunde!
Michael Morris
http://www.aldebaranski.de/mailing.html
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….danke an gts.
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Gruß
Der Honigmann
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