So sollte am 16. Juni 1937 Außenminister Joachim von Ribbentrop über freundlichen Leistungen des NKWD in Sachen der Beseitigung von Max Levien, einen des blutrünstigen Funktionärs der Komintern, der „Bayerische Sowjetische Republik“ 1919 schaffen wollte, berichteten. „Es ist ja gut gelaufen ohne Auslieferung!” freute sich auch der Gauleiter und Bayerische Ministerpräsident Karl Giesler.
“MEIN FÜHRER, DAS PROBLEM IST VOM TISCH”
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Heutige Hoffistoriker gern plaudern über Greueltaten der NS-Administration, aber wohl totschweigen über das Verbrechen des jüdischen Bolschewismus. Bei dieser Geschichte ist die Frage über Opfer und Täter, die dem Martin Hohmann zum Verhängnis wurde – ist ja beste Beweis, dafür: die Frage ist gerecht.
Das Schicksal der Linken, die nach 1933 nach Rußland kamen und dort den Aufbau des Sozialismus zu helfen wurden mehr als 400 Personen 1937-1942 „liquidiert“ worden waren. Wenn jemanden verletzt den Begriff „liquidiert“, soll sich beim Maxim Gorki beschwerden. Weil die Bolschewiki kannten nicht ein Unterschied zwischen Linken und Rechten. Es war ein Kampf um einen Platz an der Sonne, ein Kampf um der Herrschaft auf jeden Preis.
WIE DIE TÄTER ZU DEN OPFER WURDEN
Maxim Gorki, eigtl. Alexei Peschkow 1868-1936 wurde als „Prophet der Revolution“ genannt. 1917 nach der Machteroberung durch die Bolschewiki begann der Bolschewismus zu kritisieren und 1923 ging ins Exil. 1932 aus seinem Exil auf Kapri in die UdSSR zurück kehrte. Er hat den Stalins Wunsch erfüllt mit der Gründung des „Union der sowjetischen Schriftsteller“, er Lobte r Sklavenarbeit der Gulag KZ-Häftlingen am Bau der „Belomorkanal“, er donnerte: „Wenn Feind sich nicht aufgibt, muß er vernichtet werden.“ Und vor allem: der sog. Sozialistischer Realismus“ mit dem Zensur als höchste Gut erklärt. 1936 als Gorki den Auftrag erfüllt, Stalin ließ den Autor des Buches „Nicht zeitgenössischen Gedanken“, das er in Italien geschrieben – mit der Blättercrocant Pralinen vergiften und inszenierte ein grandioser Trauer.
Viele können sagen: na ja es war ein interne Sache, weil Gorki war und bleibt auf allen roten Fahnen stets als Symbol der Befreiung der Arbeiterklasse vom bösen Kapitalismus groß geschrieben. Aber diese Sache mit den Bürgern des deutschen Reiches ist keine „interne Sache“ der Bolschewiki.
Max Brym in seinem Buch „Deutsche Kommunisten“, 2004 im Kapitel „Besondere Tragödie“ gilt als Kritiker der NS-Administration und auch „stalinistischer Diktatur“ – er macht folgendes Vergleich: „222 Funktionäre fielen dem Hitlerterror zum Opfer…Dass aber 178 KPD Kader Opfer des Stalin Terrors wurden, erscheint unglaublich…“
Ganz anderes hört man von dem Mannheimer Prof. Hermann Weber, der im seinem Buch „Geschichte des deutschen Kommunismus” insgesamt 466 KPD Opfer des Stalinismus namentlich erfaßt: 315 Kurzbiographien von deutschen Kommunisten, die in der Sowjetunion ermordet oder zur Zeit des Hitler Stalin Paktes an die Gestapo ausgeliefert wurden bzw. verschollen sind. Dazu zählen auch weitere ca. 200 jüdischen Personen über welche nach der Teilwiedervereinigung, damals noch „Historiker der DDR“ 1990 gefragt haben: „Was denn mit den nach Rußland geflohenen 200 KPD Anhängern jüdischer Herkunft geschehen ist?
Prof. Hermann Weber 84 trat 1945 der KPD bei und studierte danach 1947-1949 an der Parteihochschule Karl Marx der SED. 1950 war er Chefredakteur der FDJ-Zeitung in der BRD. 1951 wurde er von Erich Honecker wegen mangelnder Würdigung eines Stalin-Telegramms abgesetzt. 1954 schloss ihn die KPD aus der Partei aus. Seit 1955 wechselte sich zur SPD. Er studierte 1964-1968 in Marburg und Mannheim. Seine Habilitation erfolgte 1970. Von 1975 bis zur Emeritierung 1993 hatte er Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Uni. Mannheim. Seit 1981 ist Weber Leiter des Forschungsschwerpunktes DDR-Geschichte an der Uni. Mannheim. Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutsch-Russischen Historikerkommission.
GENICKSCHÜSSE DER NKWD IN DER UdSSR
Hier sind nur 10 Schicksale aus 352, die von Akademie der Wissenschaften in Moskau in Russisch bereits seit 30 veröffentlicht. In diese Zeit BRD-Historikern wagen nicht die Wahrheit über offensichtlich antifaschistischen Landsleute zu berichten. Denn von ihnen gepflegter Mythos soll nicht Holocaustmanager ärgern: Deutsche sei immer anti-semitisch sein sollten mit Ausnahme von solchen, die nicht durch NS-Administration verfolgt wurden. Das sind sie die Geschichten, die bei allen naiven Kommunisten ganz schockierend wirkt. Die Helden der bolschewistischer Weltrevolution nicht von NS-Administration liquidiert wurde, sondern durch den „Führer und Lehrer“ Вождь и учитель „aller progressiver Menschheit“ прогрессивного человечества. Die Schicksale sind nicht nach Bedeutung oder Bekanntschaft sortiert, sondern nach ihren letzten Lebenstag.
26.11.1937
HEINZ NEUMANN geb. 1902 in Berlin – 1937 in der Sowjetunion hingerichtet Neumann stammt aus einer jüdisch-deutsche Familie. Während seines Philologiestudiums wurde er von marxistischen Ideen fasziniert und 1920 vom damaligen Generalsekretär Ernst Reuter in die KPD aufgenommen. 1921 schrieb Neumann Leitartikel für verschiedene KPD-Zeitungen und wurde nach der Aufgabe seines Studiums 1922 Redakteur der „Roten Fahne“. Während eines sechsmonatigen Gefängnisaufenthaltes lernte er Russisch, so dass er Ende 1922 während einer Reise in die UdSSR mit sowjetischen Parteifunktionären, darunter Stalin, ohne Dolmetscher sprechen konnte.
In der KPD zunächst zum linken Flügel verbündete er sich 1923 mit Arthur Ewert und Gerhart Eisler und wurde politischer Leiter im Parteibezirk Mecklenburg. Nach dem Hamburger Aufstand zeitweise illegal lebend, floh Neumann 1924 nach Wien und wurde von dort 1925 in die UdSSR ausgewiesen, wo er im gleichen Jahr Iwan Katz als KPD-Vertreter bei der Komintern ablöste. Von Moskau aus spielte Neumann bis 1927 eine wichtige Rolle in Sachen der „Bolschewisierung“. 1927 vertrat er die Komintern in China. Mit dem georgischen Kommunisten Bessarion Lominadse organisierte er den Aufstand in Guangzhou am 11. Dezember 1927, bei dem rund 25.000 Kommunisten umkamen.
1928 ging Neumann nach Deutschland zurück und war seit der Ausschaltung der „Versöhnler“ im Rahmen der Wittorf-Affäre neben Ernst Thälmann und Hermann Remmele der wichtigste Politiker der KPD. Er galt in dieser Phase als wichtigster Theoretiker der Partei und wurde Chefredakteur der „Roten Fahne“. Als „Chefideologe“ war Neumann federführend für die ultralinke Linie der Partei verantwortlich, trat aber auch gleichzeitig für einen Kampf gegen die Nationalsozialisten ein und prägte die in der KPD bis 1932 gültige Formel „Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!“
1930 in den Reichstag gewählt, entwickelte Neumann ab 1931 Differenzen zu Stalin und Thälmann, da diese aus seiner Sicht die Gefahr einer Machtübernahme der NSDAP unterschätzten. In den darauffolgenden fraktionellen Auseinandersetzungen unterlag er im April 1932 und wurde im Oktober 1932 von seinen Funktionen entbunden und verlor im November 1932 auch sein Reichstagsmandat. Er wurde als Kominternemissär nach Spanien versetzt. 1933 wurde er durch Berlin ausbürgert. Er lebte illegal in der Schweiz.
Ende 1934 in Zürich von der Schweizer Fremdenpolizei verhaftet, war er dort ein halbes Jahr inhaftiert und wurde dann 1935 in die UdSSR ausgewiesen. Aber dort wurde Neumann als „Feind der KPD“ vorbemerkt und auch als angeblicher „Spion der Zionisten“. Er durfte zwar in der „UdSSR“ leben, aber trotz guten Kenntnisse der russische Sprache „besser als sowjetischen Politbüro-Juden“ wie Stalins Ex-Sekretär Boris Baschanow in Paris ausgesagt, keine Stelle bekam. Er sollte nur Privat-Unterricht in Fragen des Marxismus für werdenden NKWD Funktionäre, die gerade drei Viertel Kollegen während der Säuberung der WKP / B/ verloren haben geben.
Überraschen wurde Neumann am 27. April 1937 vom NKWD verhaftet, am 26. November 1937 vom Militärkollegium des Obersten Gerichtes der Sowjetunion zum Tode verurteilt und noch am selben Tag erschossen.
Angeblich wegen seiner Ehefrau Margarete Buber-Neumann, die nach Scheudung der Ehe mit Rafael Buber, den Sohn von Prof. Martin Buber 1929 der Neumann heiratete – wurde die Dame verdächtigt eine Zionistin zu sein. Frau Buber-Neumann wurde zu 5 Jahren Gulag verurteilt sie wurde in einem KZ in Kasachstan 3 Jahre inhaftiert und 1940 nach Deutschland ausgeliefert, dort wurde sie noch weiteren 5 Jahre in KL Ravensbrück verbringen. Frau Buber-Neumann, die bis ihrem Tod 1989 in Frankfurt lebte, schockierte Leser der Welt mit ihrer autobiographischen Bücher wie: „Von Potsdam nach Moskau“, „Geheimnisse von Zentralnaja“ und insbesondere mit „Als Gefangene bei Stalin und Hitler: eine Welt im Dunkel“. Ullstein, München 2002. Dennoch die Frau Buber-Neumann blieb eine Kommunistin und glaubte an einen „Kommunismus mit menschlichen Antlitz“.
16.06.1937
MAX LEVIEN geb. 1885 in Moskau – 1937 in der Sowjetunion Der Protagonist der Münchner Räterepublik Max Levien wurde 1885 in Moskau als Sohn des deutschen Großkaufmanns jüdischer Herkunft Ludwig Levien geboren. 1893 besuchte er deutsches Gymnasium in Moskau und setzte seine Ausbildung 1897 in Meißen fort, wo er 1902 sein Abitur machte.
1905 studierte er Naturwissenschaft an der Universität Halle, mußte das Studium abbrechen, da er ging 1905 nach St. Petersburg um dort gehofft dort nach geplante Absetzung der Monarchie an der Revolutionsregierung teilzunehmen. Nach Scheitern der „Revolution“ 1906 wurde er Mitglied der sog. SR-Partei Sozialrevolutionäre. 1907-08 anstatt Ministerpräsident Rußland zu werden mußte er 2 Jahre in Moskauer Gefängnis Lefortowo absitzen „wegen der Verschwörung der Juden die Macht in Rußland zu übernehmen“.
1909 ging Levien nach Zürich, wo er seine Studien fortsetzte und im Sommer 1913 mit einer Promotion abschloss. In der Schweiz nahm er Kontakt mit Lenin auf und schloss sich Bolschewiki an. Ende 1913 ging er nach Berlin und nahm die deutsche Reichsbürgerschaft an. Danach meldete er sich freiwillig zum bayerischen Leibinfanterieregiment und diente von 1914-1918 als Soldat um begann die Deutschen Soldaten mit leninscher Propaganda zu versorgen. Nach Novemberrevolution war Levien in den Soldatenräten aktiv. So wurde er Vorsitzender des Münchner Soldatenrates und der Münchner Spartakusgruppe. Danach wurde er Mitgründer der KPD.
Zusammen mit Eugen Leviné war Levien Führer der Münchner KPD während der II Räterepublik, wobei er sich um Zusammenarbeit mit den Anarchisten um Erich Mühsam bemühte und dafür Kritik aus den eigenen Reihen erntete. Nach Ende der Räterepublik wurde Levien verhaftet, konnte jedoch im Mai 1919 nach Wien fliehen. Dort wurde er jedoch festgenommen. Trotz des Gesuchs der bayerischen Justiz lieferte Ostmark ihn nicht an Deutschland aus, sondern ließ ihn Ende 1920 frei.
Max Levien übersiedelte im Juni 1921 nach Moskau als deutscher Reichsbürger und suchte eine Beschäftigung als Berufsrevoluzzer. 1922 wurde Levien ins EK der Komintern kooptiert, arbeitete er in dessen Apparat und nahm 1924 am 5. Kominternkongress teil.
Levien übernahm die Redaktion der Komintern-Zeitschrift „Unter dem Banner des Marxismus“ und unterrichtete an der „Kommunistischen Universität der Nationalen Minderheiten“. 1925 wurde er Mitglied der WKP / b/. Inzwischen Kreml suchte Kontakte zur NS-Administration und dauerhaft belästigt mit dem Auslieferungsantrag des deutschen Innenministeriums „für zehnfacher Mörder Max Levien“, der auf jüdischen Auftrag die Soldaten und Zivilisten in München 1919 umgebracht habe. In dieser Zeit war Levien eng mit dem in Ungnade gefallenen KPD-Führer Arkadi Maslow verbunden. In den 1930er Jahren hatte er zuletzt einen Lehrstuhl für Geschichte und Philosophie der Naturwissenschaften an der Moskauer Universität.
1935 Stalin ließ den Molotow den Deutschen zum ersten Mal beantworten und eine baldige Lösung versprechen. Ebenfalls auch Regierung Ungarn forderte von Moskau die Auslieferung von Béla Kun, dem wurde 119-facher Mord vorgeworfen. Die Sonderkommission in Moskau Ende 1935 hat entschieden den beiden Verbrecher Max Levien und Béla Kun nicht nach Deutschland und Ungarn ausliefern, sondern vor Gericht zu stellen.
Am 10. Dezember 1936 wurde Levien vom NKWD verhaftet und zunächst im März 1937 zu fünf Jahren Lagerhaft verurteilt. Das Urteil wurde jedoch am 16. Juni 1937 in ein Todesurteil umgewandelt, welches unmittelbar vollstreckt wurde. Max Levien mußte das Lefortowo Gefängnis noch mal erleben, aber diesmal nicht zwei Jahre dort bleiben, wie 1907, sondern nur 6 Monaten. Das Urteil wurde erst 1992 in Rußland veröffentlicht.
Komischerweise 1937 Moskau hat wortwörtlich die bayerische Anklage vor 30 Jahre übernommen: „…wegen der Verschwörung der Juden die Macht in Rußland zu übernehmen“. Russischer Historiker Prof. Dmitrij Kurganow kommentierte die Anklage etwas ironisch: „Die NKWD war doch patriotisch, im gewissen Sinne, nicht weniger als Bayerische Justiz.“
Joachim von Ribbentrop unterrichtete Adolf Hitler über das Geschehen in Moskau mit den Worten: „Mein Führer, das Problem ist vom Tisch“ und der Führer sollte dabei entsprechend reagiert: „Sehen Sie, die Bolschewisten sind die letzten Gauner, die selbst ihrer eigenen Helden nicht schonen. Alles ist nur ein Geschäft.“ Und fügte dazu: „Warum soll ich mit Stalin reden? Er ist auch ein Gauner ohne Ehre und Verstand.“ Zwei Jahre später mußte Ribbentrop mit Stalin reden und zunächst bedankte sich bei ihn für einen „guten Beweis des Friedens zwischen Rußland und Deutschland“.
25.08.1937
WILLY HANS BECK geb. 1894 in Erfurt – 1937 Hingerichtet in Moskau. Kommunistischer Gewerkschafter, MdR. 1919 war er Mitbegründer der KPD in Thüringen, wurde Betriebsrat im Werk. Dann ging er zu den Zeiss-Werken in Jena, wo er 1923 Vorsitzender des Arbeiterrats wurde. 1924-1927 wurde Beck auf der KPD-Liste in den Thüringer Landtag gewählt. Seine Fraktion bestand aus 13 Abgeordneten. 1925 Beck in einer besonderen Gewerkschaftszentrale der KPD in Berlin koordinieren sollte. In Berlin wurde Beck Herausgeber der „Einheit“ Zeitschrift für Fragen des Sozialismus…“. Zusammen mit Robert Siewert organisierte Hans Beck die Reise der „ersten Arbeiterdelegation“ in die UdSSR, an der 58 Personen teilnahmen. 1928 wurde Beck wurde aus der Partei ausgeschlossen Beck wurde Mitglied der KP-Opposition und Redakteur der „Arbeiterpolitik“ der Tageszeitung der KPD-O.
1932 wanderte Hans Beck mit Familie in die UdSSR aus. Dort wurde er Leiter eines Metallurgischen Kombinats, dann in einer neuen Thermometerfabrik. Diese wurden von Thüringer Arbeitern aus Elgersburg aufgebaut. Bald nahm er Kontakt zu diesen Arbeitern auf; er kannte sie gut aus seiner politischen Arbeit in Thüringen. Nach dem VII. Komintern-Kongress beantragte Beck die Aufnahme in die KPdSU und nahm die sowjetische Staatsbürgerschaft an. GPU verdächtigte Beck als weil seine Genossen in Berlin zeigte ihn als Renegat. 1936 begannen in Moskau Prozesse gegen den „Kettenhunden der Zionistischen Imperialisten“.
Am 9. August wurde Beck verhaftet und am 25. August 1937 vom Obersten Gerichts der Sowjetunion zur Höchststrafe durch Erschießen und Beschlagnahme des Eigentums verurteilt. Den „Schuldspruch“ erkannte Beck nicht an. Noch am Tage des Urteilsspruchs wurde er im Keller von Obersten Gericht erschoßen. Die Familie von Hans Beck – Frau und zwei Töchter wurde nach Sibirien verbannt und erst 1958 durften in die… „DDR“ zurück.
Stalin, der später informiert wurde über den Urteil ließ sofort die Richter und ganze NKWD Abteilung, die den Beck Folter ausgesetzt, als Volksfeinde erschießen. Selbst Volkskommissar deutsche Juden Genrisch Jagoda wurde erschoßen. Das war einen Wendepunkt für Stalin: er hat Todesstrafe für alle angeklagten verboten, wenn diese ihr „Schuld“ nicht erkannt. Es war eine der größte Pogrome Stalins gegen seiner Juden – wegen des Machtmißbrauchs wurde im Lande im September 1937 über 600.000 jüdischen NKWD Mitarbeiter erschoßen.
11.12.1937
FELIX HALLE geb. 1884 in Berlin – 1937 in Butowo / Moskau erschoßen war einer der bekanntesten linken Juristen während der Zeit der Weimarer Republik. Der Sohn eines jüdischen Kaufmanns 1902-1905 studierte er Staats- und Rechtswissenschaften in Berlin und gründete danach den „Neuen Deutschen Verlag“. 1912 wurde er Mitglied der SPD, 1917 der USPD und war für Pressedienst der Linken tätig. 1919 wurde er Professor an der Berliner Universität und reiste 1920 auf Empfehlung von Ernst Däumig und Clara Zetkin in die UdSSR.
Dort war er bei dem Volkskommissariats für Justiz und tätig und 1921 kehrte mit einem Forschungsauftrag nach Deutschland zurück. Ende 1921 wurde er Mitglied der KPD und bald wurde zum Leiter der juristischen Zentralstelle der KPD. 1927 der juristischen Zentralstelle der „Roten Hilfe“. 1928 und 1930 Mitglied des Staatsgerichtshofes der Weimarer Republik.
Er lieferte Gutachten zu politischen Prozessen, wie zum Fall des verurteilten Diplomaten Towia Axelrod Münchner Räterepublik, dem Wiederaufnahmeverfahren von Max Hoelz und der Bülowplatz-Affäre, in die auch Erich Mielke involviert war. Daneben arbeitete Halle beim Institut für Sexualwissenschaft um Magnus Hirschfeld und der Weltliga für Sexualreform zusammen und engagierte sich für die Entkriminalisierung von Homosexualität und Abtreibung und die Reform des Ehe- und Familienrechts. In Halle lehrte er Strafrecht an der Marxistischen Arbeiterschule MASCH und war 1929 Mitbegründer der Internationalen Juristischen Vereinigung.
1933 wurde er verhaftet und einen Monat später wieder freigelassen. Über Prag und Paris emigrierte er in die UdSSR, wo er seit 1934 am Moskauer Institut für Kriminalistik arbeitete. 1936 erarbeitete er im Auftrag des EK der Komintern EKKI in der Pariser Kun-Kommission aus der Anklageschrift Ernst Thälmanns eine Verteidigungsstrategie.
Am 5. August 1937 verhaftet und „konterrevolutionärer, trotzkistischer Tätigkeit“ angeklagt. Erst wurde Halle aus der KPD und dann auch aus WKB / b/ ausgeschlossen. Am 1. November 1937 zum Tode verurteilt und zwei Tage später im Keller von Lubjanka erschossen. Er sollte nur für 25 Jahre Gulag verurteilt werden aber Stalin durch seinen Vertreter am Gericht Wulf Abramowitsch zum ersten Mal erwähnt Stalins Definition: „Kettenhund der zionistischen Weltimperialismus“. Dafür gab es damals nur eine Strafe – Erschießung.
22.03.1938
KURT SAUERLAND geb. 1905 in Köln – 1938 in Moskau erschoßen Der Sohn eines Oberpostbeamten studierte nach dem Realgymnasium Ökonomie, Geschichte und Philosophie. 1923 trat er in die KPD ein, wo er 1923-1927 im Nachrichtendienst tätig war. 1927-1928 arbeitete Sauerland im Landesvorstand der Internationalen Arbeiterhilfe IAH in Köln und im Ortsvorstand der Liga gegen Imperialismus und für die nationale Unabhängigkeit.
1928 heiratete er die jüdische Kommunistin Friedel Lange. In gleichem Jahr wurde er zum Leiter des Internationalen Sozialpolitischen Archivs beim ZK der IAH berufen. 1929-1931 gehörte er dem Sekretariat des ZK der IAH an. Im Mai 1929 wurde er Chefredakteur der Zeitschrift „Der rote Aufbau“. 1930 Während eines Aufenthaltes in London wurde er verhaftet und ausgewiesen. 1931 war er offiziell Mitglied des Reichsvorstandes der IAH. Sauerland galt als einer der stalinistischen Chefideologen der KPD.
1933 emigrierte Sauerland mit seiner Frau Ende März nach Paris. Dort arbeitete er als Redakteur der Zeitschrift „Unsere Zeit“ und bezeichnete sich als freier Schriftsteller. August 1934 ging er mit seiner Frau in die UdSSR, wo das Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR als Emigrant anerkannt wurde. Unter dem Parteipseudonym „Karl Stockinger“ war er Mitarbeiter des Verlags der Komintern in der Abteilung des ungarischen Kommunisten Béla Kun. Mit seiner Frau und seinem 1936 geborenen Sohn wohnte er wie viele Emigranten im Moskauer Hotel Lux.
Kurt Sauerland wurde am 15. Mai 1937 verhaftet. Am 22. März 1938 vom Militärtribunal des Obersten Gerichts der UdSSR wegen „Teilnahme an konterrevolutionärer terroristischer Tätigkeit“ zum Tode verurteilt und am gleichen Tag erschossen.
27.12.1939
WILLY HARZHEIM geb. 1904 in Horst, heute Gelsenkirchen-Horst 1937 in Westsibirien erschossen. Der deutscher Arbeiterschriftsteller und Kommunist war zunächst Bergmann auf Zechen in Gelsenkirchen und Essen. 1920 trat er in den KJVD, 1923 in die KPD ein. 1929 erschienen die ersten literarische Veröffentlichungen von ihm. Ende 1929 tippelte Harzheim vom Ruhrgebiet aus nach Berlin. Er wurde dort Mitarbeiter des „Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller“, dann Sekretär die vom Bund herausgegebene Zeitschrift „Linkskurve“.
1930 nahm er als Mitglied der deutschen Delegation an der II. Konferenz proletarischer und revolutionärer Schriftsteller in Charkow in der Ukraine teil. 1932 heiratete Harzheim in Berlin die Stenotypistin Nora Schapiro aus Dwinsk, in Weißrußland. Anscheinend verschaffte Ehepaar durch die Ehe die Staatsbürgerschaft der UdSSR. Nora Harzheim wurde 1933 zu einer Haftstrafe verurteilt, konnte aber nach deren Verbüßung nach England emigrieren und lebte nach dem Krieg wieder bis zu ihrem Tode unter Sarah in Berlin-Köpenick. 1934 half Harzheim bei der Emigration von Johannes R. Becher und emigrierte dann selbst in die UdSSR. Er wurde als Kulturarbeiter nach Prokopjewsk in Westsibirien geschickt; dort redigierte er die Zeitung „Der Rote Bergmann“. Er lebte einige Zeit mit der sowjetischen Schriftstellerin Emma Tromm zusammen, die in Moskau aus ihrer Stelle als Sekretärin. Beide organisierten gemeinsam u. a. eine Agitprop-Theatergruppe.
Am 20. November 1937 wurde Willy Harzheim verhaftet, am 27. Dezember 1937 wegen „konterrevolutionärer Betätigung“ in Omsk ohne Prozeß durch NKWD erschossen.
29.07.1938
ARTUR GOLKE geb. 1886 in Danzig – 1938 in Moskau hingerichtet Gründungsmitglied der KPD und Landtagsabgeordneter im Freistaat Preußen. 1908 wurde er Mitglied der SPD. Während der Novemberrevolution 1918 engagierte er sich in der Spartakusgruppe. Von 1922-1925 Kassenwart des KPD-Bezirks Berlin-Brandenburg. 1924 für die KPD in das Abgeordnetenhaus Preußens gewählt. 1925 wurde er Mitglied des ZK der KPD und war dann bis zu seiner Amtsenthebung im April 1933 der Hauptkassierer seiner Partei. Golke emigrierte 1933 in die Sowjetunion. Dort wurde er Wirtschaftsleiter des Erholungsheims der Komintern in Kunzewo.
Am 13. März 1938 wurde er vom NKWD verhaftet, der „Spionage“ und „Diversionstätigkeit“ beschuldigt und am 29. Juli 1938 zum Tode verurteilt und wie damals „gute sozialistische Brauch“ war: in 1. Stunde nach Urteilverkündigung im Keller des Gerichtes erschoßen.
14.03.1939
LEOPOLD FLIEG geb. 1893 in Berlin – 1939 in Moskau hingerichtet Ein Kaufmann und Politiker. 1911 wurde er Mitglied des Zentralverbands der Handlungsgehilfen und der SPD, er gehörte zum politischen Freundeskreis von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Im Krieg war er nach einer Verwundung als Schreiber in Berlin eingesetzt. 1918 war er einer der Gründer der Freien Sozialistischen Jugend Deutschlands FSJ. Er schloss sich der Spartakusgruppe an und wurde zu Mitgründer der KPD. 1919-1922 er leitete EK der Jugend-Komintern KJI. 1922 wurde er zum Sekretär des Orgbüros der Zentrale der KPD. 1924 vertrat die KPD in den Preußischen Landtag. 1927 war er Mitglied des ZK der KPD. 1929 Mitglied des Politbüros des ZK der KPD. Nach der Streit um Neumann-Gruppe innerhalb der KPD Kandidaten blieb er bis 1933 er Mitglied der Internationalen Kontrollkommission der Komintern.
„Der Spiegel“ schrieb 1993 über Fliegs Aktivitäten Anfang der 30er Jahre: „Flieg war bis 1932 Sekretär der KPD und Beauftragter der geheimen Komintern-Abteilung für internationale Verbindungen OMS, die der KPD Subventionen von jährlich 1,8 Millionen Mark, falsche Pässe, Funker und Kuriere zuführte. Er selbst leitete einen Fälschungsapparat mit 170 Angestellten. Das ging in enger Zusammenarbeit mit der sowjetischen Geheimpolizei vor sich.“ 1933- 1934 war Flieg als Mitarbeiter des Exekutivkomitees der KI EKKI in Moskau tätig. Dort wurde er zum Agent des NKWD. 1934 leitete er Politbüros des ZK der KPD in Saarbrücken, Prag und Paris. Im Juni 1937 kehrte er nach Moskau zurück, wo er im Hotel Lux wohnte. Das mysteriöse Hotel Lux war zugleich Ausbildungsstelle für ausländischen NKWD-Agenten und Endstation für die Abweichler von sowjetischer Art der „Volksdemokratie“.
Man wußte nicht genau ob manche westliche Kommunisten dort als Verdächtigen oder bereits Gefangenen dort Ihre letzten Dienste geleistet haben. Herbert Wehner hat auch den Flieg denunziert.
Am 20. März 1938 wurde Flieg vom NKWD verhaftet, der „Spionage“ und „Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären terroristischen Organisation“ beschuldigt und vom Obersten Gericht der UdSSR am 14. März 1939 zum Tode verurteilt und gleich erschoßen.
16.10.1941
HUGO EBERLEIN geb. 1887 in Saalfeld / Saale – 1941 in Moskau hingerichtet Der gelernte technische Zeichner Eberlein schloss sich 1906 der SPD an, wo er zum linken Flügel gehörte die USPD und den Spartakusbund mit gründete. 1918 Gründungsmitglied der KPD. 1920-1929 wurde er in deren Zentrale gewählt und vertrat diese an der Stelle der Rosa Luxemburg auf dem Gründungskongress der Komintern. 1921-1933 Eberlein dem Preußischen Landtag angehörte. 1929 nach der Wittorf-Affäre und der endgültigen Durchsetzung der Richtung um Ernst Thälmann nicht wieder in die Parteileitung gewählt und war fortan unter der Leitung von Béla Kun im Apparat der Komintern beschäftigt.
1933 Eberlein kurz inhaftiert, aber durfte er nach Frankreich ins Exil gehen, wo er sich für das Zustandekommen einer Volksfront zwischen Kommunisten, Sozialdemokraten und bürgerlichen Kräften einsetzte. 1935 wurde er in Straßburg verhaftet und zeitweise inhaftiert, reiste er 1936 in die UdSSR aus. Eberlein geriet hier trotz Fürsprache seines Freundes Wilhelm Pieck in den Großen Terror:
Er wurde im Juli 1937 inhaftiert. Am 5. Mai 1939 wurde er durch Obersten Gerichts der UdSSR zu 15 Jahren KZ verurteilt und Juni 1939 nach Workuta transportiert. 1941 wurde er in ein KZ in der Komi-ASSR verlegt. Von Syktywkar wurde er zurück nach Moskau gebracht und erneut angeklagt. Am 30. Juli 1941 wurde er zum Tode durch Erschießen verurteilt und erst am16. Oktober 1941 hingerichtet. Belastungsmaterial gegen Eberlein hatte u. a. Herbert Wehner geliefert.
11.09.1941
AUGUST CREUTZBURG geb. 1892 in Fischbach, Thüringen – ermordet in der UdSSR. Der Kommunistischer Politiker. 1920 spielte er in Gotha als Oberbefehlshaber der 1. Gothaer Volkswehrarmee bei der Niederschlagung des Kapp-Putsches eine wichtige Rolle. 1920 KPD-Sekretär in Jena. 1923-1924 Orgleiter des Bezirks Magdeburg. 1924-1928 und 1930-1933 MdR. 1927 Kommissar des ZK DKP in Pfalz. 1928 Politischer Sekretär der Bezirksleitung Pfalz. Ende 1928 Org-Leiter des Bezirks Ruhr in Essen. 1929 wurde er nach Berlin berufen, wo er als Organisationsleiter des ZK der KPD bis März 1933. Dann als Emigrant in Amsterdam war er seit Februar 1934 Leiter des KPD-Grenzstützpunktes. Februar 1935 wurde er durch niederländische Polizei verhaftet und abgeschoben. Über Frankreich reiste er in die UdSSR, wo er dennoch keinen Posten beim ZK der WKP / b/ bekommen, sondern in die Deutsche Wolgarepublik abgeschoben.
Am 8. Februar 1938 von der NKWD als „Verräter der Arbeiterklasse“ verhaftet und am 28. Oktober 1938durch NKWD zu Tode verurteilt. Die Strafe wurde jedoch in 25 Jahre Lagerhaft umgewandelt. Er kam in ein KZ im Saratower Gebiet. Nachdem er an Stalin persönlich, einen Brief geschickt, in dem er die Ausreise nach Deutschland beantragte wurde er nach Orjol ins KZ für deutsche Spione überwiesen. Am 11. September 1941 wurde er mit hunderten Kommunisten vor dem deutschen Einmarsch vom NKWD im Wald von Orjol erschossen.
RANDVERMERK:
Es kann schon aus heutigem Tag die o.g. Geschichten etwas lustig aussehen. Die Freunden werden zu den Feinden bzw. die Opfer werden zu den Täter und umgekehrt. Diese Epoche der jüdischen Herrschaft in Rußland wird einfach von vielen Historikern entweder aus dem Grund der “Holocaustverharmlosung” ignoriert oder als „Stalinismus“ bezeichnet.
Nur – der Stalin zwar selbst keinen einzigen Juden umgebracht, aber in der Geschichte der Menschheit, war keinen Tyrann, der in 29 Jahren seiner Herrschaft drei Viertel aller lebenden in eigenem Land Juden durch Politbüro-Juden umbringen ließ, aber danach der Mörder ermorden ließ. Er dachte nur: er mache die WKP / b/ sauber. Es stellt doch Fest: in keinem Land der Welt – die jüdische Richtern über 3 Mio. ihrer eigenen Landsleute umgebracht.
Ob die deutschen Kommunisten alle Juden waren ist fraglich, aber ihrer Richter in dem Land, wo sie Zuflucht gefunden haben waren 100 Prozent Juden. Und sollten wir nach solchen Fakten den Juden nicht kritisieren? Das finde ich auch fraglich…
http://www.kas.de/wf/doc/kas_9163-544-1-30.pdf
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1654094/
http://www.wsws.org/de/2002/mar2002/stal-m01.shtml
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13487464.html
Jurij Below
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Gruß
Der Honigmann
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