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Archiv für die Kategorie ‘SHAEF-Gesetze’


schrangMöllemann- das Mysterium um seinen Tod

von Heiko Schrang

„Ich weiß, daß manche bei meinen Sprüngen nur so lange geklatscht haben, wie der Fallschirm noch zu war.“

Jürgen Möllemann (1945-2003)

Genau 10 Jahre nach Möllemanns Tod sorgt ein rätselhafter Brief des FDP-Politikers und Möllemann-Freundes, Wolfgang Kubicki, für Aufsehen. Für den Unbedarften mögen diese Informationen, dass sich Möllemann damals verfolgt und beobachtet fühlte, neu sein, denn laut Medienangaben gibt es an der Suizidthese nichts zu rütteln. Wirklich interessant ist die Aussage von Kubicki gegenüber der Bildzeitung: „Er dachte, man wollte ihm ans Leder“.

Um festzustellen, was die Mainstream-Medien wieder einmal verschweigen, muss man sich die Ereignisse von damals ins Gedächtnis rufen. Man hätte damals den Eindruck gewinnen können, Jürgen Möllemann sei zum Staatsfeind Nr. 1 avanciert. Tatsächlich wurden ihm Steuerhinterziehung und Verstoß gegen das Parteienfinanzierungsgesetz vorgeworfen, also Dinge, die in Politikerkreisen nicht unüblich sind und schon zur Genüge vorkamen. Also stellt sich die Frage, was hat Jürgen Möllemann tatsächlich getan, um die deutsche Politlandschaft und die Medien gegen sich aufzubringen.

Tatsache ist, dass Möllemann zum damaligen Zeitpunkt Vorsitzender der Deutsch-Arabischen Gesellschaft war und durch ein Israel kritisches Merkblatt für großes Aufsehen sorgte. Darin bezeichnete er Israel als Terrorstaat und brachte gleichzeitig Verständnis für die Palästinenser auf.

Möllemann wusste ganz genau um seine Situation. In seinem Buch „Klartext“, was damals der Stern auszugsweise veröffentlichte, (Auszug aus dem Buch: „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ zum Shop) bezieht sich Möllemann unter anderem auf den Israelbesuch Westerwelles im Mai 2002.

„Beim Warten auf eine Audienz bei Ministerpräsident Ariel Scharon habe ein “Mann ohne Namen” dem Parteivorsitzenden in unmissverständlichen Worten knallhart gesagt, dass die israelische Regierung meinen politischen Kopf verlange’“ Ferner sprach er in diesem Zusammenhang davon, dass Westerwelle durch den israelischen Geheimdienst Mossad erpresst wurde.

Möllemann wirft die Frage auf, was der Geheimdienst gegen Westerwelle in der Hand habe, “das ihn mit Entsetzen, Furcht und Schrecken erfüllt”, und antwortet darauf: “Man muss nicht selbst Chef eines Geheimdienstes gewesen sein, um zu wissen, wie gnadenlos diese Dienste auch das Wissen um die privatesten Dinge einsetzen, wenn es geboten erscheint.”

Der Stern zitierte weiter: „Am Abend des 23. November klingelte dann Jörgens´ (Stern-Redakteur) Handy. Möllemann ist dran. Man solle die Bemerkung im Auto in Münster sehr ernst nehmen.“ Damals hatte er gesagt, dass Geheimdienste unberechenbar seien.

Möllemann sagte mit schleppender Stimme „Es ist eine abstrakte Ahnung.“ Es stehe etwas Gefährliches bevor. „Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, sollte der Stern sich dieses Gesprächs erinnern. (Mehr im neuen Videotrailer zum Buch) Und in der Tat, das Unvorhersehbare ereignete sich am 05.06.2003, indem nicht nur Möllemanns politischer Stern erlosch, sondern auch sein Leben, da sich sein Fallschirm nach dem Absprung aus großer Höhe nicht öffnete.

Wie so häufig in diesen Fällen stand mit Suizid die Todesursache fest. Und dem Fernsehkonsumenten wurde der Eindruck vermittelt, dass nach allem, was Möllemann verbrochen hat, nur ein Selbstmord in Frage kommen konnte.

Am Sonntagabend vor seinem Tod erklärte Möllemann live bei Sabine Christiansen, dass er über die Gründung einer neuen Partei nachdenke. Dies hat Möllemann auch in seinem Buch in Aussicht gestellt. “Deutschland braucht eine neue Politik. Und wenn es erforderlich ist, auch eine neue Partei”, schrieb er. „Aber eine, die nicht wieder so wird wie die anderen. Eine Partei, die weder rechts noch links ist.” Es sei „höchste Zeit, den Bürgern zu sagen: Ihr seid das Volk! Steht auf! Schließt euch zusammen und zeigt den Politikern die rote Karte! Wenn es die Parteien nicht tun, weil sie mit den Interessengruppen unter einer Decke stecken und immer nur reden statt zu handeln, müsst ihr euch etwas ganz Neues einfallen lassen. Und dann will ich einer von euch sein.”

Möllemann plante, seine neue Bürgerbewegung im Mai 2004 zu gründen. Gegenüber seinen engsten Weggefährten habe er damals betont, nicht noch länger warten zu können, da sonst der Protestschwung weg sei. Die Bewährungsprobe für die neue Partei würden die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg 2004 sein. Experten gingen unter vorgehaltener Hand davon aus, dass die Partei die Parteienlandschaft in Deutschland durcheinandergebracht hätte.

Demnach ging nach dem plötzlichen Tod Möllemanns nicht nur durch die FDP-Führungsetage, sondern auch durch die der anderen Parteien eine Welle der Erleichterung.

Der unbequeme Jürgen Möllemann agierte wie ein Hecht im Karpfenteich. Sollte sein Tod kein Freitod gewesen sein, so könnte es den Anschein machen, dass hier ein Zeichen für die gesetzt worden wäre, die ebenfalls über Tabubrüche in der Politik nachdenken.

Beste Grüße

Heiko Schrang

Lesen Sie mehr in dem Buch, an das sich kein Verlag traute „ Die Jahrhundertlüge, die nur
Insider kennen“: Zum Shop

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P.S.: Ich erhebe keinen Anspruch auf Absolutheit für den Inhalt, da er lediglich meine
subjektive Betrachtungsweise wiedergibt und jeder sich seinen Teil daraus herausziehen
kann, um dies mit seinem Weltbild abzugleichen. Weitere Anregungen auch in unserem
Newsletterarchiv unter www.macht-steuert-wissen.de

Quellennachweise:

„Möllemann: Israelischer Geheimdienst erpresst FDP-Chef Westerwelle, Stern, 11.03.2003, Link zum Artikel

Gefunden bei: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/163/www.macht-steuert-wissen.de

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Gruß an die Mitstreiter

Der Honigmann

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Bundestag stimmt in heiterer Sitzung für Abgabe der Souveränität

Der Bundestag hat die komplette Bankenaufsicht über die großen europäischen Banken an die EZB übertragen. Anstatt sich jedoch ernsthaft mit der historischen Weichenstellung zu befassen, funktionierten die Abgeordneten das Plenum zu einer locker-entspannten Abschieds-Veranstaltung für einen beliebten Kollegen um. Auf dem geselligen Club-Abend wurde dem deutschen Steuerzahler die Verfügungsgewalt über 135 Milliarden Euro entzogen.

Heitere Gelassenheit im Deutschen Bundestag: Die Abgeordnete bei der Abgabe der Stimmen zur europäischen Bankenaufsicht.

Am Donnerstag spätabends hat der Bundestag das Ermächtigungsgesetz beschlossen, mit dem die Bundesregierung die Erlaubnis erhält, auf Euro-Ebene der Übertragung der vollständigen Kontrolle der europäischen Banken auf die Europäische Zentralbank zuzustimmen (warum das so gefährlich ist – hier).

Damit wird den deutschen Steuerzahlern die Verfügungsgewalt über 135 Milliarden entzogen.

Denn die Euro-Bankenaufsicht war die Bedingung Deutschlands, dass ab nun Banken direkt aus den 500 Milliarden Euro des ESM gerettet werden können.

Ohne weitere Mitwirkung des Bundestags.

Ohne Kontrolle durch die Parlamente.

Ohne Rechtsmittel für den deutschen Steuerzahler.

So etwas nennen Juristen im Fach-Jargon: Enteignung.

Vom Ernst der Angelegenheit dieser weitreichenden Entscheidung war bei der Debatte im Bundestag nichts zu bemerken.

Die Stimmung im Saal atmet die Bonner Behaglichkeit der alten Bundesrepublik. Denn emotional steht nicht die historische Abgabe von Souveränität an eine undemokratische und niemandem verantwortliche Europäische Zentralbank im Mittelpunkt des Abends.

Im Mittelpunkt steht der sympathische CSU-Abgeordnete Eduard Oswald. Er scheidet nach vielen Jahren aus dem Bundestag aus.

Man spürt bei der Debatte sofort: Das hier ist eine besondere Sitzung. Hier zeigt der Bundestag sein menschlichstes Angesicht.

Hier geht es nicht um abstrakte, komplizierte Gesetze. Hier geht es nicht um eine weltfremde SSM-Verordnung.

Hier geht es um Eduard Oswald, CSU.

Abschied von Eduard Oswald: „Ich möchte vor allem meiner Fraktion danken: Ihr habe ich alles auf meinem Weg zu verdanken.“

Abschied von Eduard Oswald: „Ich möchte vor allem meiner Fraktion danken: Ihr habe ich alles auf meinem Weg zu verdanken.“

Eduard Oswald ist sichtlich gerührt. Er ist der erste Redner zur Thema der Übertragung der nationalen Bankenaufsicht an die EZB. Sein Einleitungs-Statement wird mehrfach von unmotiviertem Applaus der CSU-Fraktion unterbrochen, worüber der gute Mann sich zugleich wundert und freut.

Nach wenigen Minuten ist klar: Für die Abgeordneten ist diese Abstimmung ein gemütliches Beisammensein, um noch einmal dem lieben Kollegen Oswald bei seinen mäßig inspirierten Ausführungen zuzuhören.

Es ist ein Abschieds-Treffen.

Verabschiedet wird Eduard Oswald.

Und mit ihm die deutsche Souveränität.

Doch darüber will bei dieser Debatte keiner sprechen.

Der Bundestag wirkt launig an diesem Abend, entspannt und etwas wehmütig. Das ist verständlich. Abschiede sind immer eine traurige Sache. Ob von der Demokratie oder von Eduard Oswald.

Oswald war offenbar ein wirklich bei allen Kollegen hochgeschätzter Kollege.

Daher widmen die Abgeordneten sich in dieser Debatte auch ihm.

Da sind „die Menschen da draußen“, die sich die Debatte im Internet ansehen können, nicht so wichtig. Sie müssen an diesem Abend zurücktreten. Hier geht es um die Menschen „da drinnen“. Ein langjähriges Club-Mitglied scheidet aus. Das will gewürdigt sein.

Der Bundestag präsentiert sich bei der Debatte zur SSM-Verordnung Verabschiedung von Eduard Oswald von seiner menschlichen Seite.

Die Stimmung an diesem denkwürdigen Abend ist heiter, abgeklärt. Man spürt, dass „die Menschen da drinnen“ denken: Wir sind ein Club, und einer der unseren verlässt den Club. Wir wollen ihn und die Souveränität gebührend verabschieden.

Das Ermächtigungsgesetz, durch das der Bundestag die vollständige Kontrolle der Bankenaufsicht an die europäische Zentralbank abgibt, ist ein würdiger Rahmen für die Verabschiedung des langjährigen Club-Mitglied Oswald.

Die Redebeiträge der Abgeordneten liefern für den scheidenden CSU-Mann noch einmal ein Panorama der geballten Fachkompetenz, die im Bundestag versammelt ist.

Hören wir im Folgenden, was die Redner im Deutschen Bundestag zur Freigabe der 500 Milliarden Euro im ESM für die Rettung der spanischen, französischen, italienischen, slowenischen und aller anderen Banken zu sagen haben (Videos hier).

Eduard Oswald (CSU): „Wir haben alles erreicht, was auf Basis der Verträge möglich ist. Wir dürfen uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen. Ich möchte allen Kolleginnen und Kollegen für das Miteinander danken. Ich möchte vor allem meiner Fraktion danken: Ihr habe ich alles auf meinem Weg zu verdanken.

Manfred Zöllmer (SPD): „Die EZB ist das einzige funktionierende Organ in der Euro-Zone. Wir sollten die Bankenaufsicht nur vorübergehend an die EZB übertragen. Wir fordern eine Bankenabgabe, die sich an den systemischen Risiken der Banken orientiert.“

Volker Wissing (FDP): „Wir haben keine Zeit, um zuzuwarten. Wir können dem Steuerzahler sagen: Wir haben die Lücke erkannt. Wir haben die Risiken erkannt, die sich für die Steuerzahler realisieren. Wir werden einen Schutzwall für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bauen.“

Barbara Höll (Linke): „Die Bundesregierung ist schuld, dass eine radikal eurokritische Partei wie die Alternative für Deutschland solchen Zulauf erhält. Die Umsetzung der Bankenaufsicht ist halbherzig. Der Finanzplatz London wird nicht beaufsichtigt. Die Bankenaufsicht hat keine Macht. Wir brauchen eine Allfinanz-Aufsicht. Herr Oswald hat immer dafür gesorgt, dass gute Stimmung hier im Haus geherrscht hat.

Gunther Krichbaum (CDU): „Wir brauchen mehr Stabilitäts-Kultur. Wir holen im Zeitraffer nach, was wir bei den Verträgen von Maastricht versäumt haben. Die Welt braucht den Euro. Wir müssen die Regeln, die wir heute auch aufstellen, respektieren. Die Schuldenbremse hat Einzug in die Verfassungen der Länder gehalten. Banken müssen sich am Kapitalmarkt retten. Zuerst müssen die Gläubiger von Banken und die Inhaber von Anleihen bei der Rettung herangezogen werden. Danach die Bankkunden, wenn sie Guthaben über 100.000 Euro haben. Erst danach der Steuerzahler. Und ganz am Ende dann der ESM.“

Gerhard Drexler (FDP), hält seine erste Rede im Bundestag: „Als Kinder ham ma am Buernhof Fuassboll gonz ohne Schiedsrichter gespüit. In der Bundesliga hams heute vier Schiedsrichter und Video-Beweis und i woas nit wos noch!“ Lachen in Saal, viele Abgeordnete unterhalten sich angeregt. Drexler ruft ins Plenum: „Ich bin noch da, ich würde mich freuen, wenn Sie mir noch etwas zuhören könnten! Wir brauchen a gscheide Bonkenaufsicht.“ Dann zur Linken: „Wer immer im Abseits steht, darf das nächst Moi nit mitspüin.“ Starker Applaus, Lob vom Präsidenten Hermann Otto Solms.

Schließlich kommen auch einige Abweichler zu Wort.

Sie werden vom Plenum sehr unterschiedlich behandelt.

Bei Gerhard Schick von den Grünen weiß man nicht ganz genau, ob er nun ein Abweichler ist oder nicht. Immerhin findet er deutliche Worte gegen das Procedere: „Das ganze Gesetz passt auf einen Zettel! Das Wesentliche steht in einem einzigen Satz. Wir müssten nach dem Artikel 23 im Grundgesetz vorgehen und eine Stellungnahme beschließen, die regelt, wie die Regierung in Brüssel verfahren soll. Es gibt bereits eine europäische Bankenaufsicht. Die hat am 1.1.2011 in London ihre Arbeit aufgenommen. Unser Problem ist: Wir haben eine Aufsicht, die ist europäisch, und die Abwicklung bleibt national. Der Steuerzahler zahlt, und das hat die Bundesregierung möglich gemacht mit dem ESM.“ Er erwähnt nicht, dass die Grünen dem ESM zugestimmt haben.

Dann tritt Peter Danckert von der SPD an das Rednerpult. Er spricht bedächtig, ausgewogen und sagt, warum er gegen die Übertragung der Bankenaufsicht an die EZB ist: „Die EZB hat keine demokratische Legitimation, weil sie unabhängig ist. Das ist für alle Beteiligten gut – aber nicht für die Steuerzahler: Denn die Steuerzahler müssen hinterher die Zeche bezahlen. Ich sagen Ihnen voraus, dass die heutige Entscheidung wieder vor dem Bundesverfassungsgericht landen wird. Wir haben hier ein Gesetz vorliegen, dass aus einer einzigen Zeile besteht. Die Probleme sind jedoch komplexer, als es die meisten in diesem Raum wahrhaben wollen.

Als Danckert erläutern will, wo die Probleme liegen, greift Solms ein – das einzige Mal während der ganzen Debatte. Solms: „Ich muss Sie bitten, zum Schluss zu kommen!“ Danckert, verdutzt: „Ist da mein Lob für den Kollegen Oswald auch schon eingerechnet?“ Er resigniert, sagt noch, dass der ganze Vorgang nicht in Ordnung sei und: „Insider wissen, worauf ich abhebe.“ Und verabschiedet sich ebenfalls in den Ruhestand. Seine letzten Worte: „Vielen Dank, auch für Ihre Nachsicht, Herr Präsident.“ Starker Applaus.

Nach Danckert kommt der Abweichler Manfred Kolbe von der CDU. Er macht nicht den Fehler wie Danckert und verschenkt seine Redezeit nicht an den lieben Kollegen Oswald. Kolbe fasst in zehn Punkten die Kardinalfehler zusammen: „Der ESM darf Banken rekapitalisieren. Die Bankenaufsicht spaltet Europa. Die EZB erhält weitreichende Kompetenzen aufgrund einer einfachen Verordnung. Es gibt einen Interessenkonflikt bei der EZB. Der Vorgang ist nicht demokratisch, das ist Ludwig XIV. Welchen Rechtsschutz gibt es gegen EZB-Entscheidungen? Die Bankenaufsicht benachteiligt große Länder. Es gibt keine Lösung für die Restrukturierung. Es gibt keine Lösung für die Altlasten. Es wird eine europäische Einlagensicherung kommen, und das wird die deutschen Sparer betreffen.“

Auch Kolbe beschließt sein Statement mit einem Abschied, den auch er wird dem neuen Bundestag nicht mehr angehören. Starker Applaus.

Der Geächtete: Frank Schäffler allein unter Fraktionskollegen.

Der Geächtete: Frank Schäffler allein unter Fraktionskollegen.

Wie ein Aussätziger wird dagegen der FDP-Abweichler Frank Schäffler behandelt. Er ist der einzige bei dem kein Abgeordneter applaudiert. Vor seiner Rede nicht, und nach der Rede erst recht nicht. Schäffler sagt: „Wir diskutieren um 22 Uhr über ein solch wichtiges Thema. Damit zeigen wir, wie ernst es uns ist. Der wahre Grund der Eile: Die spanischen Banken sollen mit Eigenkapital von den europäischen Steuerzahlern ausgestattet werden. Wir übertragen die komplette Bankenaufsicht an die EZB. Das ist ein Rechtsbruch. Es muss eine Änderung der europäischen Verträge geben. Dazu muss ein Konvent einberufen werden. Und danach muss es eine Volksabstimmung in Deutschland geben. Wir befinden uns auf dem Weg zum europäischen Superstaat. Wir machen das durch die Hintertür. Damit zerstören wir das Haus Europa.“ Eisiges Schweigen im Saal.

Hier hat einer den Nerv getroffen. Schäffler hat die Dinge so klar beim Namen genannt, dass er von den Abgeordneten zum Deutschen Bundestag nicht verstanden wurde.

Schäffler hat dem Bundestag Rechtsbruch vorgeworfen, Ignoranz gegenüber den Bürgern und die Zerstörung Europas.

Das ist zu viel.

Ralph Brinkhaus: „Vier Jahre Finanzpolitik für diese Koalition heißt: Liefern!“

Ralph Brinkhaus: „Vier Jahre Finanzpolitik für diese Koalition heißt: Liefern!“

Unmittelbar nach Schäffler kommt Ralph Brinkhaus von der CDU. Er diffamiert Schäffler und wirft ihm vor, in der Facharbeit in den Ausschüssen gefehlt zu haben und nun im Plenum große Töne zu spucken.

Danach attackiert Binkhaus die Opposition und schließt mit den Worten: „Vier Jahre Finanzmarktpolitik in diesem Haus heißt für die Opposition: Papiere schreiben, diskutieren, lamentieren und kritisieren. Vier Jahre Finanzpolitik für diese Koalition heißt: Liefern!“

Großes, befreites Lachen im Saal, tosender Applaus von den Koalitions-Fraktionen.

Die Welt ist wieder in Ordnung für die Abgeordneten.

Der Aussätzige Schäffler spielt verlegen an seinem iPhone.

Er interessiert jedoch schon niemanden mehr.

Ralph Brinkhaus hat mit einer mitreißenden Rede die Dinge wieder zurechtgerückt. Selbst der Kollege Oswald ist vergessen.

„Liefern!“

Die Mission der Bundesregierung ist erfüllt. Sie hat geliefert. 135 Milliarden Euro an die EZB, zur freien Verfügung an die europäischen Banken. Zu verteilen von Mario Draghi, der bei der Investment-Bank Goldman Sachs gelernt hat, wie man Geld verteilt.

„Liefern!“

Auf der offiziellen Website des Deutschen Bundestages liest sich das nüchtern, und so wird es auch in die Geschichtsbücher eingehen:

„Die bisher national wahrgenommenen Aufgaben der Bankenaufsicht können bald von der Europäischen Zentralbank (EZB) übernommen werden. Der Deutschen Bundestag stimmte am Donnerstag, den 13. Juni 2013, mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen sowie mit den Stimmen von SPD-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen dem von den Koalitionsfraktionen und der Bundesregierung gleichlautend eingebrachten Entwurf für ein Gesetz zum Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank (17/13470, 17/13829, 17/13901, 17/13961) zu.“

Von den Abweichlern steht kein Wort beim Deutschen Bundestag.

Aber von Eduard Oswald lesen wir, präsentiert als Spitzenmeldung an diesem denkwürdigen Abend:

Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald reist vom 15. bis zum 21. Juni 2013 nach Chile. Er wird dabei von dem Abgeordneten Thomas Silberhorn (CDU/CSU) begleitet…Die Delegation wird … im Rahmen einer Abendveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema ,Politische, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen der Europäischen Union‘ vortragen.“

Die Erde dreht sich weiter. Die deutschen Steuerzahler sind um 135 Milliarden Euro erleichtert. Eduard Oswald begibt sich auf Abschiedstournee nach Chile. Gemäß 17/13470, 17/13829, 17/13901, 17/13961 übernimmt die EZB die treuhänderische Verwaltung der deutschen Souveränität.

Die Erde dreht sich weiter.
Immer schneller.

gefunden bei: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/14/bundestag-stimmt-in-heiterer-sitzung-fuer-abgabe-der-souveraenitaet/

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Gruß an die “Träumer”

Der Honigmann

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Urheberrecht in der Schweiz: CCC Zürich veröffentlicht Liste zu sperrender Internetseiten

Der Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) hat Liste von Webseiten veröffentlicht, welche nach Vorstellungen der schweizerischen Unterhaltungsindustrie gesperrt werden sollten. Die Liste wurde auf dem Provider Day 2013 den Teilnehmer ausgehändigt, darunter auch Vertreter des CCCZH. Zusammengestellt wurde die Liste von der “Schweizerischen Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie” (SAFE), einem Zusammenschluss verschiedener Unternehmen aus der Unterhaltungsindustrie, darunter Disney, Warner Bros. und eine Reihe Schweizer Unternehmen.

Bereits im Mai berichtete der Rechtsanwalt Martin Steiger in einem Gastbeitrag bei uns über Verhandlungen zu verschärften Rechtsmaßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet. Konkret diskutiert wurden dabei mehrere Ansätze: Die Zustellung von Warnhinweisen an Nutzer, welche “in schwerwiegender Weise Urheberrechte verletzten”, sowie eine damit einhergehende Überwachung des Datenverkehrs im Internet war ebenso geplant wie die Umsetzung des Notice and Take Down-Verfahren, bei dem Internetprovider auf Anzeigen hin Inhalte aus dem Internet entfernen müssen. Doch auch das Sperren von Inhalten im Internet wurde diskutiert und anscheinend schon konkret bearbeitet wie einer Liste von “zu sperrenden Webseiten” zeigt, die der CCCZH auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Der CCCZH zu der Liste:

Ohne im Einzelnen auf die Liste eingehen zu müssen, wird sehr rasch klar: Es sollen Seiten gesperrt werden, welche die blosse Konvertierung in MP3s von (Video-)Inhalten aus YouTube oder anderen Seiten erlauben. Sehr gut vertreten sind auch BitTorrent-Webseiten, als würden da nur “illegale” Inhalte kursieren. Manche der zu sperrenden Seite führen auch nur das Merkmal “Webseite”.

Der CCCZH merkt an, dass die veröffentlichte Liste nicht abschließend ist und sie mit der Zeit sicherlich noch erweitert werden könnte. Der CCCZH fordert “Aufklärung und Bildung statt Angst und Repression”, eine Forderung der wir uns nur zu gerne anschließen. Netzsperren sind und bleiben Zensur und haben in einer Demokratie und dem freien Internet nicht zu suchen.

Wir wollen netzpolitik.org weiter ausbauen. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Investiere in digitale Bürgerrechte.

gefunden bei :http://netzpolitik.org/2013/urheberrecht-in-der-schweiz-ccc-zurich-veroffentlicht-liste-zu-sperrender-internetseiten/

Gruß an diefreie Meinungsäußerung

Der Honigmann

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USA liefert Waffen an syrische Rebellen

Obama zögerte lange - viel zu lange, wie Kritiker meinen. Jetzt sieht er Beweise für den Einsatz von Giftgas durch das Regime in Syrien. Foto: dpa

Washington/Berlin – Die US-Regierung gibt mehr als zwei Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien ihre Zurückhaltung auf und unterstützt künftig die Aufständischen mit Waffen. Zuvor zeigte sich US-Präsident Barack Obama davon überzeugt, dass das syrische Regime mit dem Einsatz von tödlichen Giftgasen eine von ihm gezogene „Rote Linie“ überschritten hat. Die USA werden deshalb nach US-Medienberichten vom Freitag erstmals Kleinwaffen und Munition an die Rebellen liefern.

Beim G8-Gipfel in Nordirland in der kommenden Woche wollen die USA mit ihren Verbündeten über weitere Schritte beraten. Die G8-Mitgliedsstaaten sind in der Frage von Waffenlieferungen an die Rebellen gespalten.

Damaskus und Moskau sind empört

Die syrische Opposition begrüßte die Pläne. Dagegen warfen die Regierung in Damaskus und ihr Verbündeter Russland den USA vor, die angeblichen Beweise für einen Chemiewaffeneinsatz seien eine Lüge.

Deutschland will der syrischen Opposition ungeachtet eines möglichen Giftgaseinsatzes keine Waffen liefern. Es sei schon aus rechtlichen Gründen nicht möglich, Waffen in ein Bürgerkriegsgebiet auszuführen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verlangte eine baldige Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Westerwelle sprach sich erneut für eine neue internationale Syrien-Konferenz in Genf aus, „auch wenn die Chancen einer solchen Konferenz derzeit nicht überragend groß sind“. Die EU sieht nach der US-Einschätzung verstärkten Grund, „die Arbeit an einer politischen Lösung in Syrien“ voranzutreiben.

Obama: Die “Rote Linie” ist überschritten

Obama hatte im August 2012 erklärt, sollte das Regime von Präsident Baschar al-Assad Chemiewaffen in größerem Umfang bewegen oder gar einsetzen, wäre damit für die USA die „Rote Linie“ überschritten. „Das würde meine Kalkulationen ändern.“

Dieser Punkt sei nun erreicht, sagte der stellvertretende nationale Sicherheitsberater, Ben Rhodes, am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Demnach sind die USA zur Überzeugung gelangt, dass das Assad-Regime Chemiewaffen „mehrere Male im vergangenen Jahr in kleinem Umfang“ gegen die Opposition eingesetzt habe. Die Erkenntnis beruht demnach unter anderem auf der Analyse von Plänen der syrischen Regierung für derartige Attacke, auf Berichten über einzelne Giftgaseinsätze, Beschreibungen der Symptome bei Opfern und andere geheimdienstliche Informationen.

„Der Geheimdienst schätzt, dass bislang 100 bis 150 Menschen in Syrien durch die nachgewiesenen Attacken mit chemischen Waffen ums Leben gekommen sind“, sagte Rhodes. Auch das Nervengas Sarin sei in geringen Mengen angewendet worden.

Mit der Ankündigung der USA rückt der Syrienkonflikt beim G8-Gipfel in der kommenden Woche in den Vordergrund. Großbritannien und Frankreich hatten sich immer wieder für eine massivere Unterstützung der syrischen Rebellen ausgesprochen. Beide Staaten beschuldigen Damaskus, Giftgas einzusetzen. Allerdings stehen auch Rebellen im Verdacht, Giftgas verwendet zu haben.

Rhodes teilte lediglich mit, dass Obama jetzt eine militärische Unterstützung der Rebellen plane. Einzelheiten nannte er nicht. „Die geplante Unterstützung sieht aber anders aus als die bisherige“, sagte Rhodes. Sie solle die Effizienz der Rebellen stärken und richte sich nach deren Bedürfnissen.

Unterstützung mit Kleinwaffen und Munition

Die „Washington Post“ und die „New York Times“ schrieben unter Berufung auf Regierungsbeamte, bei der militärischen Unterstützung gehe es zunächst um Kleinwaffen und Munition. Es sei auch die Möglichkeit der Lieferung von Panzerabwehrwaffen im Gespräch erwähnt worden. Flugabwehrwaffen, die die Opposition wünsche, kämen dagegen derzeit nicht in Betracht. Für die Lieferungen, die in einigen Wochen beginnen sollten, sei der Geheimdienst CIA zuständig.

Russland beliefert die Regierung in Damaskus mit Waffen. Die Rebellen bekommen Nachschub vor allem aus den arabischen Golf-Monarchien.

Der Generalstabschef der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee (FSA), General Salim Idriss, äußerte im Nachrichtensender Al-Arabija die Hoffnung, dass die USA ihre Pläne zur Militärhilfe rasch umsetzten. Ähnlich äußerte sich der Interimsvorsitzende der Oppositionsplattform Nationale Koalition, George Sabra.

Protest kam aus Russland: Die Berichte über den Giftgaseinsatz seien „an derselben Stelle fabriziert“ worden wie die „Lüge“ über Massenvernichtungswaffen des irakischen Diktators Saddam Hussein, schrieb Alexej Puschkow, Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma in Moskau, bei Twitter. „Obama schlägt denselben Weg ein wie (sein Vorgänger) George Bush.“

Ein führender Beamter des syrischen Außenministeriums sprach von einer US-„Erklärung voller Lügen“. Syriens Botschafter in Moskau, Riad Chadad, warf den USA laut der Agentur Interfax vor, insgeheim den Rebellen schon lange Waffen geliefert zu haben.

gefunden bei: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.obama-verliert-die-geduld-usa-liefert-waffen-an-syrische-rebellen.f74fe2a0-7dcc-4c40-b749-1a4abe87d4f8.html

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Gruss an die Wahrheit

Der Honigmann

 

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Die naive Ahnungslosigkeit der deutschen Politik

Die Entrüstung über die US-Abhöraffäre ist verlogen. Alle wissen längst, was in den Netzen los ist. Die Big-Data-Industrie sichert ihre entgrenzte Gewerbefreiheit mit Lieferungen an die Dienste ab.

Von

UEberwachungskamerasDas war schon starker Tobak. Da erklären der Chef des deutschen Verfassungsschutzes und der Bundesinnenminister Seit’ an Seit’ diese Woche bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2012, von Art und Umfang der amerikanischen Datensammelei “aus den Medien” erfahren zu haben. Ja, doch, man habe schon profitiert von amerikanischen Geheimdienstinformationen, auch bei der Verhinderung von Anschlägen. Aber, nein, woher diese Informationen stammen und wie sie gewonnen wurden, das wisse man überhaupt nicht.

Eine feine Arbeitsteilung ist das. Während hierzulande sicherheitspolitisch auf das deutsche Reinheitsgebot gepocht wird, auf die strikte Trennung von geheimdienstlicher und polizeilicher Informationsbeschaffung, importieren deutsche Sicherheitsbehörden unbesehen der Quellen alle Erkenntnisse, die ihnen nützlich scheinen. Und von denen man nie und nimmer gewusst haben will, wie sie gewonnen wurden.

Die Ahnungslosigkeit ist scheinheilig

Tage zuvor schon boten Innen- und Netzpolitiker von Regierungs- und Oppositionsparteien im Bundestag einmütig ein ähnliches Schauspiel demonstrativer Ahnungslosigkeit. Ein vielstimmiger Chor von äußerst spontan entrüsteten deutschen Parlamentsvertretern erhob sich nach Bekanntwerden der amerikanischen Abhöraktivitäten.

Dabei müssten sie es alles zusammen längst schon besser wissen. Denn dergleichen Aktivitäten sind seit Langem bekannt, entsprechen im Übrigen auch deutschen und europäischen Praktiken und werden derzeit sogar maßgeblich von deutschen Kriminologen im Rahmen der europaweit koordinierten Forschung zur vorsorgenden Verbrechensbekämpfung weiterentwickelt. Das EU-Projekt heißt “Indect” und erprobt Methoden, aus großen Datenmengen jedweder Herkunft Muster krimineller oder terroristischer Aktivitäten zu erkennen – bevor es zur Tat kommt.

Darüber hinaus ist es bekannterweise seit Jahrzehnten Praxis westlicher Geheimdienste, unter der Führung der Vereinigten Staaten mit weltweiten Abhörstationen sämtliche Telefonate und Telefaxe sowie den Datenverkehr im Internet zu scannen und in großen Teilen zu speichern. Und das schon lange, bevor es im Zuge des “War on Terror” nach dem 11. September 2001 zu einer Intensivierung dieser Abhörpraktiken kam.

Alle Arten der Kommunikation betroffen

Diese internationale Kooperation geht auf die Allianz der Westalliierten im Zweiten Weltkrieg zurück und hat seitdem alle heißen und kalten Kriege überdauert bis auf den heutigen Tag. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil der westlichen Sicherheitspolitik, von der auch Deutschland reichlich profitiert. Das ist Aktenlage, und seit Langem schon hat auch die deutsche Öffentlichkeit das schriftlich.

Im Jahr 2001 hatte eine Untersuchungskommission des EU-Parlaments zur “Echelon”-Affäre abschließend festgestellt: “Dieses System, üblicherweise Echelon genannt, greift nicht gezielt bestimmte Kommunikation ab. Vielmehr wird jede Kommunikation aufgegriffen und sodann mit System auf bestimmte Suchbegriffe hin gefiltert.”

Berichterstatter dieser Kommission war übrigens der deutsche Europaabgeordnete Gerhard Schmid, damals auch bayerischer SPD-Landesvize aus Regensburg. Wenn jetzt zum Beispiel ein führender Netzpolitiker der SPD “geschockt” ist, von weltweiten Abhörpraktiken “das erste Mal schwarz auf weiß” zu lesen, dann kann man ihn nur zum Data-Mining im eigenen Parteiarchiv ermuntern.

Der Datenmissbrauch gehört zum Geschäftsmodell

Auf der anderen Seite, dort, wo die netzpolitische Korrektheit ihre Heimstatt hat, wo man “sowieso immer schon alles gewusst hat”, wenn staatliches Handeln in der Kritik steht, ist die Empörung nicht weniger unglaubwürdig. Schließlich müsste doch jedem, der einen Computer anschalten kann, klar sein: Die viel gepriesene neue digitale Öffentlichkeit, die sozialen Netzwerke basieren samt und sonders auf einem Geschäftsmodell mit eingebauter Automatik zum Datenmissbrauch.

Die Googles, Facebooks und wie die von den Geheimdiensten angezapften Datenstaubsauger der digitalen Wirtschaft sonst noch heißen, basieren alle auf dem gleichen Geschäftsmodell: Monetarisierung von privaten Daten. Ob Dissident, Netzparty-Freak oder Amazon-Kunde – jeder, der sich in den Netzforen tummelt, fungiert als Lieferant seines persönlichen Datenschatzes. There is no free lunch, wie es so schön heißt. Umsonst ist nichts.

Und damit die Digitalwirtschaft ihre Datenberge, die eigentlich unsere sind, möglichst ungestört verschieben kann, residieren die Datenstaubsaugerzentralen mit Vorliebe in möglichst rechtsfreien Räumen. Das Europageschäft von Facebook zum Beispiel wird von Irland aus gesteuert. Dort hatte das Steuer-Dumping zum Staatsbankrott geführt. Jetzt wirbt die grüne Insel mit Datenschutz-Dumping als neuem Standortvorteil. Das Land hat europaweit den geringsten Datenschutz und kommt selbst seinen stark reduzierten Schutzpflichten gegenüber dem Verbraucher nicht nach, wie deutsche Datenschutzbeauftragte nicht müde werden zu kritisieren.

Warum hat die Demokratie das Nachsehen?

Sich jetzt darüber zu wundern, dass diese Digitalwirtschaft ihre entfesselte Gewerbefreiheit auch noch durch Lieferverträge mit US-Geheimdiensten absichert, erscheint naiv. Das ist ohnehin nur noch Zweitverwertung. Die persönlichen Daten sind längst verflüssigt in der Liquid Economy, werden ohnehin schon kommerziell beliebig ausgewertet und die Ergebnisse verkauft an jeden, der bezahlen kann.

Dabei kann man von staatlichen Abnehmern wenigstens noch einfordern, dass Richter sie ermächtigen und Parlamente sie kontrollieren. Die Staubsaugerkonzerne selbst haben solche bürgerrechtlichen Umsatzbremsen kaum zu fürchten. Warum eigentlich nicht? Verdienen die wie aus dem Nichts aufgeschossenen Big-Data-Barone etwa mehr Vertrauen als die Institutionen einer über 200 Jahre gewachsenen Demokratie?

Aus der selektiven Empörung über das Beschaffungsgebaren der US-Geheimdienste spricht ein verbohrt wirkendes Staatsmisstrauen. Dieses steht in grellem Kontrast zu der tiefen Ergebenheit großer Teile der angeblich so aufgeklärten Netzgemeinde gegenüber den Enteignungsraubzügen der Datenindustrie. Über das eine wie auch das andere lohnt es sich, noch einmal ganz neu nachzudenken. Dabei würde es sehr helfen, wenn auch der deutsche Bundesinnenminister sich nicht dümmer stellen würde, als er ist.

gefunden bei: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article117068280/Die-naive-Ahnungslosigkeit-der-deutschen-Politik.html

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Gruss an die Ahnungslosen und Vergesslichen auch in Gablingen und Bad AiblingenAbhöranlage_GablingenBad_aibling_station_1

Der Honigmann

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Drohnenkrieg: Die Hälfte aller Toten sind Zivilisten!

Barack Obama wird als Drohnen-General in die Geschichte eingehen, dessen Schrecken erst allmählich öffentlich werden. Nicht erst seit die Massenmedien über traumatisierte US-Drohnenkrieger schreiben, die Tausende von Toten auf dem Gewissen haben. Die Hälfte davon sind Zivilisten.

Kein Land der Welt könnte sich das Töten von Zivilisten in einem anderen, souveränen Staat erlauben. Mal abgesehen, dass es gemäss Genfer Konvention verboten ist, gibt es nur ein einziges Land der Welt, das bewaffnete Drohnen gegen ihre Feinde einsetzt: Die Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 9/11 ist alles erlaubt, auch wenn es verboten ist – solange der Richter und Henker einen Friedensnobelpreis hat. Ob Irak, Afghanistan, Pakistan oder in Afrika: Die USA führen einen unfairen Krieg mit einer unverantwortlichen Anzahl von zivilen Todesopfer. In Pakistan – so schätzen Menschenrechtsorganisationen – sind rund die Hälfte der Drohnentoten Zivilisten – oft Frauen und Kinder.

In vielen Ländern dieser Welt ist das leise Summen der Drohnen das letzte, was einige Menschen zu hören bekommen. Ob Terrorverdächtiger, Schulkind oder Schafhirte: sie werden wahllos von Robotern getötet, die aus den USA ferngesteuert sind. Berichten zufolge hat jeder einzelne Drogenpiloten in seiner „Karriere“ bis zu 2000 Todesopfer zu verantworten, wie ja in den letzten Tagen auch in den Massenmedien zu lesen war. Geheime Dokumente zeigen auf, dass 265 von 482 durch Drohnen Getötete keine Al-Kaida Mitglieder waren, sondern als “Unbekannte” bewertet wurden.

gefunden bei: http://www.seite3.ch/Drohnenkrieg+Die+Haelfte+aller+Toten+sind+Zivilisten+/589412/detail.html

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Gruß an die Knopfdrückerknopfdrücker

Der Honigmann

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Wie Bürger Horst G. im Alleingang Gesetze ändert

Ein schwer kranker Ex-Polizist erzwingt als Privatperson Gesetzesänderungen im Bundestag. Nahezu täglich bombardiert er Abgeordnete, Justiziare und Journalisten mit Anrufen. Was treibt ihn an?

Von Alexandra Grauvogl

hut“Herr G. hat schon wieder angerufen!” Dieser Satz schwirrt täglich durch so manches Büro von Abgeordneten, Justiziaren oder Journalisten und sorgt nicht selten für ein Aufstöhnen. Denn Horst G. telefoniert gern und oft. Wer mit ihm spricht, kann sich schon nach wenigen Minuten des Eindrucks nicht erwehren, einen Getriebenen zu erleben.Einen, der aus seinem Leiden Energie schöpft und es mit einem scheinbar übermächtigen Gegner aufnimmt: der Versicherungswirtschaft. Mit Erfolg muss man sagen. Und das wiederum zeigt, wie ein Einzelner mit Hartnäckigkeit auch in unserer Demokratie etwas für viele Menschen zum Positiven verändern kann.

Dass Horst G. heute unentdeckt bleiben will, weil er sich verfolgt fühlt, macht es nicht einfach, alles nachzuvollziehen. Er braucht das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Immer und überall. Aber beginnen wir die Geschichte dort, wo sie spannend wird. Man könnte sagen, dort, wo die Leidensgeschichte des Protagonisten beginnt.

“Ich bin körperlich am Ende”

Es ist der September des Jahres 2003. Der Polizist aus Bayern erkrankt an einer schweren Nasennebenhöhlen- und Kieferentzündung, die dringend operiert werden muss. Drastisch beschreibt Horst G. im Gespräch seinen Zustand damals, wie überhaupt Schonungslosigkeit seine Erzählungen durchzieht: “In meiner linken Kieferhöhle war ein Eiterklumpen in der Größe eines Tennisballs.” Der behandelnde Arzt vom Klinikum Vilshofen ordnet eine stationäre Behandlung an, zumal der Allergiker als Risikopatient gelten muss.

Als Privatpatient ersucht Horst G. seine Krankenversicherungen um die notwendige Deckungszusage. Erst nach gut zweimonatigem Hin und Her, in dem die Assekuranzen immer neue Nachweise für die Notwendigkeit einer stationären Behandlung anstelle einer ambulanten forderten, erhält er die Kostenübernahme. Doch inzwischen ist die Entzündung derart fortgeschritten, dass sich das Leben des Patienten für immer verändert.

“Mein Oberkieferknochen ist zerfressen. Ich bin körperlich am Ende, habe Schmerzen, die nicht behandelt werden können. Meine Sehkraft auf dem linken Auge ist geschwächt”, berichtet er über die Folgen. Für den Polizeidienst ist er seither untauglich. Der Beamte klagt zunächst auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Doch er scheitert in zwei Instanzen. Dass er sich nicht durchsetzen kann, führt G. darauf zurück, nicht vor Gericht gehört worden zu sein. Tatsächlich ließ ein Paragraf in der Zivilprozessordnung solche Urteile damals zu. Für den Polizisten eine große Ungerechtigkeit, die den Versicherungen in die Hände spielt. Horst G. spricht von einem “menschenfeindlichen Akt der Willkür”.

“Darauf bin ich stolz”

Doch statt sich verzweifelt seinem Schicksal zu ergeben, entwirft er eine Gesetzänderung und bringt sie als Petition in den Bundestag ein – und betreibt, vorwiegend per Telefon, eine jahrelange Lobbyarbeit bei Abgeordneten, die sich mit Justiz beschäftigen. Tatsächlich wird Ende 2011 das Gesetz geändert.

Fortan ist es für Versicherte leichter, ihre eigene Sache vor Gericht zu vertreten, zum Beispiel mit eigenen Gutachten. Richter können eine Berufung nicht mehr schriftlich ablehnen, nur weil sie nach ihrer Ansicht keine Aussicht auf Erfolg hat. Versicherten steht der Weg bis zum Bundesgerichtshof frei.

“Darauf bin ich stolz. Betroffene können nun in einer öffentlichen Verhandlung ihrer Versicherung die Stirn bieten und ihren Fall vertreten. Diese Chance wurde mir damals genommen”, sagt Horst G., der diesen Erfolg auch der Justizministerin persönlich zuschreibt: “Frau Leutheusser-Schnarrenberger ist die beste Politikerin, die ich kenne.” Und er macht weiter. Damit künftig Patienten sein Schicksal nicht teilen müssen, setzt er sich per Petition dafür ein, dass Versicherungen Zu- oder Absagen der Kostendeckung nicht mehr willkürlich hinauszögern können.

Neue Petition zum Sachverständigenrecht

Im Februar 2013 kommt der Bundestag auch diesem Anliegen nach. Das Parlament beschließt, dass Versicherungen bei Behandlungskosten ab 2000 Euro in dringenden Fällen sofort, spätestens aber innerhalb von zwei Wochen eine Entscheidung über die Kostendeckung zu fällen und diese mitzuteilen haben.

Vor Kurzem nun hat der Bundestag eine weitere Petition von Horst G., die aus Angst über einen Freund eingereicht wurde, an das Justizministerium (BMJ) überwiesen. Diesmal geht es um das Sachverständigenrecht. Viele medizinische Gutachter stünden in einem engen Netz aus Abhängigkeiten und Beziehungen, die Einfluss auf deren Neutralität vor Gericht haben können, erklärt G. dazu.

Der ehemalige Linke und jetzt parteilose Abgeordnete Wolfgang Neskovic, einst Richter am Bundesgerichtshof, teilt diese Einschätzung: “In zahlreichen Briefen beschweren sich Bürger darüber, dass sie Prozesse aufgrund von sogenannten Gefälligkeitsgutachten verloren haben.” Neskovic will, dass jeder vom Gericht bestellte Gutachter an Eides statt versichern soll, dass er bislang für keine der Prozessparteien tätig geworden ist.

Richterbund unterstützt Horst G.s Anliegen

Durch eine solche Regelung würde Klarheit geschaffen und die Möglichkeit eröffnet werden, entsprechende Befangenheitsanträge zu stellen. “Vorstellbar ist auch, eine gesetzliche Regelung zu schaffen, nach der ein Sachverständiger, der schon vorher für eine Prozesspartei tätig geworden ist, kraft Gesetzes von der Gutachtertätigkeit ausgeschlossen ist. Eine solche Regelung würde ich bevorzugen.”

Selbst der Deutsche Richterbund (DRB) unterstützt Horst G.s Anliegen. Lothar Jünemann, bis vor Kurzem Vizepräsident des DRB, sagt: “Bisher läuft die Auswahl des Gutachters vor Gericht sehr informell ab. Der Richter sucht sich einen Sachverständigen mit entsprechendem Fachgebiet aus dem Verzeichnis aus und befragt diesen, ob etwas gegen seine Tätigkeit im zu entscheidenden Fall spricht.” Weitere Prüfungsmöglichkeiten gebe es nicht.

Ob und wann es zu einer entsprechenden Änderung des Sachverständigenrechts kommt, obliegt nun dem BMJ. Für Horst G. ist eines jetzt schon sicher: Er hat es wieder einmal geschafft. “Millionen Krankenversicherte in Deutschland können dank mir wieder auf ein bisschen mehr Gerechtigkeit hoffen”, sagt er stolz.

Wolfgang Neskovic hält G. für einen außergewöhnlichen Menschen. Auch wenn seine Hartnäckigkeit, seine permanenten Anrufe durchaus die Nerven strapazieren, so Neskovic: “Als ich bei einer Rede im Bundestag einmal seinen Namen als Dank für sein Engagement erwähnte, stöhnten die Kollegen vor mir auf. Offensichtlich hatten auch sie schon die anstrengende Telefonbekanntschaft mit Horst G. gemacht.”

Schlag gegen Versicherungslobby geplant

Und Horst G. wird auch in Zukunft nicht ruhen. In aller Stille bereitet er schon seinen nächsten Schlag gegen die Versicherungslobby vor. “Sie haben mir mein ganzes Leben kaputt gemacht. Ich will diese Leute hinter Gittern sehen”, sagt Horst G. Außerdem hilft der Nimmermüde anderen Patienten, die Opfer ihrer Versicherung geworden sind.

Selbst hat er die Hoffnung auf eine Schadenersatzzahlung aufgegeben. Deshalb ist sein Einsatz umso ehrenwerter, wie Wolfgang Neskovic betont: “Für sein erfolgreiches Engagement hat Herr G. das Bundesverdienstkreuz verdient.”

Doch dieser Kampf hat Spuren hinterlassen. Horst G. ist nicht nur gesundheitlich – seit einem halben Jahr muss er sich flüssig ernähren, das Kauen ist ihm mit dem geschädigten Kiefer nicht möglich –, sondern auch finanziell am Ende. Die Prozesskosten haben laut eigenen Angaben einen Schuldenberg von 300.000 Euro wachsen lassen. Er braucht dringend Geld.

Hinzu kommt die ständige psychische Belastung, auf der Hut sein zu müssen. Denn der Versicherungslobby ist G. ein Dorn im Auge. Mehrfach sei er bedroht, seine Wohnung auf den Kopf gestellt worden, behauptet er. Deshalb ist er abgetaucht, selbst seine Mutter weiß nicht, wo er wohnt. Er telefoniert nur mit einem abhörsicheren Mobiltelefon und geht nicht ins Internet. Dieses Leben in der Anonymität sei dringend nötig: “Es gibt Leute, die wollen, dass ich gehe.” Doch diesen Gefallen will Horst G. ihnen nicht tun.

gefunden bei: http://www.welt.de/politik/deutschland/article117004011/Wie-Buerger-Horst-G-im-Alleingang-Gesetze-aendert.html

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Gruß an die, die täglich für das Recht kämpfen

Der Honigmann

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Mollath hält an Schwarzgeld-Vorwürfen fest

Gustl Mollath hat die Schwarzgeld-Vorwürfe gegen seine Ex-Frau bekräftigt. “Ich habe gewusst, das muss aufhören”, sagte er vor dem Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags. Dort steht er den Abgeordneten Rede und Antwort.

Stand: 11.06.2013

Seine Ex-Frau habe illegal Schwarzgeld von Kunden der Hypo-Vereinsbank in die Schweiz geschafft, berichtete Mollath vor dem Untersuchungsausschuss. Später habe sie die Geschäfte sogar hinter dem Rücken der HVB betrieben.

Seine Ex-Frau habe illegal Schwarzgeld von Kunden der Hypo-Vereinsbank in die Schweiz geschafft, berichtete Mollath vor dem Untersuchungsausschuss. Später habe sie die Geschäfte sogar hinter dem Rücken der HVB betrieben.

“Ich habe gewusst, das muss aufhören – zum Schutz meiner damaligen Frau und zu meinem Schutz.”

Gustl Mollath vor dem Untersuchungsausschuss

Mollath: Gefängnis ist besser als Psychiatrie

Mollath im Landtag | Bild: picture-alliance/dpa Untersuchungsausschuss Mollath als Zeuge

Mollath bat die Abgeordneten darum, in einem normalen Gefängnis untergebracht zu werden. “Sollte ich lebenslang in Sicherungsverwahrung bleiben müssen, wünsche ich mir eine Unterbringung in einem normalen Gefängnis”, sagte Mollath vor dem Untersuchungsausschuss. Dort seien die Bedingungen deutlich besser als in der geschlossenen Psychiatrie, zeigte sich Mollath überzeugt. Zudem sei die Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt deutlich billiger als in einer psychiatrischen Klinik. Der Ausschuss will noch Mollaths Freund, den Zahnarzt Edward Braun, befragen. Am Freitag (14.06.13) soll dann Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) aussagen.

Generalstaatsanwalt vor Ausschuss

Am Donnerstag (06.06.13) sagte Nürnbergs Generalstaatsanwalt Hasso Nerlich im Untersuchungsausschuss aus. Dabei ging es auch um eine eidesstattliche Erklärung eines Zeugen aus dem November 2011. Darin schildert Edward Braun, ein langjähriger Freund Mollaths, einen Anruf von dessen damaliger Ehefrau im Jahre 2002. Sie soll davon gesprochen haben, ihrem Mann etwas anhängen zu wollen und ihn auf seinen Geisteszustand überprüfen zu lassen. Generalstaatsanwalt Nerlich sagte, er habe die eidesstattliche Erklärung erst gelesen, als der Fall Mollath im Herbst 2012 durch die Medienberichterstattung große Aufmerksamkeit bekommen hatte. Zuvor war sie von seinem Stellvertreter an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth weitergeleitet worden.

Behördenchef musste erneut aussagen

Zuvor musste der Präsident des Landesamtes für Steuern, Roland Jüptner, den Abgeordneten zum wiederholten Mal Rede und Antwort stehen. In der Vergangenheit hatte Jüptner in Bezug auf Fragen nach einer Notiz eines Steuerfahnders zunächst ausweichend und schließlich missverständlich geantwortet. Ein Sachbearbeiter der Nürnberger Steuerfahndung hatte mit einem im Fall Mollath befassten Richter telefoniert und auf der Akte “M. = Spinner” vermerkt. Anschließend verwarf der Ermittler Mollaths Anzeige. Die Opposition im Landtag vermutet, dass Jüptner im Rechtsausschuss des Landtags die Unwahrheit gesagt hat, als er die Existenz eines Aktenvermerks leugnete.

Überlastung und Unterlagenfehler führten zur Panne

Wie aus den Vernehmungen der ersten Zeugen im Ausschuss hervorging, litt die Nürnberger Steuerfahndung 2003 (ebenso wie heute) unter dünner Personaldecke bei zugleich hohem Arbeitsanfall und starkem Zeitdruck. Der Steuerfahnder Klaus Schreiber, der 2003 die Anzeige Mollaths zu den Akten gelegt hatte, sprach von 500 Fällen im Jahr. “Juristische Feinarbeit” sei daher nicht möglich gewesen, so Schreiber. Des weiteren seien 95 Prozent der Anzeigen ohnehin unbegründet. Außerdem sei Mollaths Strafanzeige gegen seine Ex-Frau wegen vermuteter Schwarzgeldgeschäfte der Hypovereinsbank “wirr” gewesen und habe keine konkreten Vorwürfe enthalten.

Fehlende Papiere, keine Nachfragen

Einen ähnlichen Eindruck von Mollath hatte auch der damalige Dienstellenleiter Wolfgang Kummer. Er erklärte, nach seinem Eindruck habe Mollath damals “Gott und die Welt” anzeigen wollen. Den Nürnberger Steuerfahndern fehlten damals die 106 Seiten, die Mollath selbst verfasst hatte. Die Beamten wussten allerdings, dass das Dokument existierte – und forderten es dennoch nicht an.

Richter: Verteidigungsschrift nicht gelesen

Mitte Mai sagte der inzwischen pensionierte Richter Otto Brixner vor dem Mollath-Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag aus. Dabei gab er zu, Mollaths Verteidigungsschrift nicht gelesen zu haben, ehe er dessen Unterbringung in der Psychiatrie anordnete. Wenn es darum gehe, einen Menschen jahrelang wegzusperren, müsse man von einem Richter erwarten können, dass er die Akten lese, empörte sich der Grünen-Abgeordnete Martin Runge. Florian Streibl von den Freien Wählern warf Brixner Selbstherrlichkeit vor.

Der Fall Mollath

Der Untersuchungsausschuss war Ende April auf Drängen der Grünen und der Freien Wähler eingerichtet worden. Er soll klären, ob Behörden im Fall Mollath Fehler begangen haben. Im Raum steht auch der Vorwurf, dass der Landtag von hohen Finanz- und Justizbeamten sowie der Justizministerin belogen wurde. Merk hat diese Vorwürfe scharf zurückgewiesen.

Fakten zum Untersuchungsausschuss

Gegenstand

Der Ausschuss soll klären, warum der Nürnberger Mollath 2006 in der Psychiatrie untergebracht wurde und ob es dabei Fehler von Behörden oder Justiz gab. Drei Fragenkomplexe sollen laut der Grünen im Landtag geklärt werden: Haben die Justizministerin und leitende Justiz- und Finanzbeamte gelogen? Warum wurde der Fall Mollath nicht bereits vor eineinhalb Jahren wieder aufgerollt? Und wurden den Anzeigen und Hinweisen Mollaths zu dubiosen Kapitalgeschäften ausreichend nachgegangen?

Zeugen

Erste Sitzung

Köpfe

Der Nürnberger Gustl Mollath ist seit 2006 in der Psychiatrie untergebracht, weil er laut Urteil seine Frau misshandelt hat. Brisant ist der Fall, weil der heute 56-Jährige 2003 seine Frau, weitere Mitarbeiter der HypoVereinsbank und 24 Kunden beschuldigt hatte, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft hatte damals keine Ermittlungen eingeleitet. Im Jahr 2011 kam eine Untersuchung der Bank an die Öffentlichkeit, in der die Vorwürfe Mollaths bestätigt wurden.

Der Fall Gustl Mollath

Gustl Mollath | Bild: SWR/Report Mainz

gefunden bei:http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/mollath-landtag-untersuchungsausschuss-100.html

Gruß an die

Der Honigmann

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Von Peter Haisenko

Haisenko-Peter-neuWer es wissen wollte, konnte es schon seit Jahrzehnten wissen: Die ultra-geheime US-Spionage-Agentur NSA (National Security Agency) greift weltweit alle Daten, Funkverkehr und Telefone ab, die sie irgendwie anzapfen kann. Darüber gibt es dicke Bücher, die detailliert beschreiben, was und wie es die NSA so treibt. Bislang wurden alle diese Berichte in den Sumpf der „Verschwörungstheorien“ verbannt. Jetzt endlich greifen amerikanische Medien das Thema auf und beweisen, dass mindestens diese „Verschwörungstheorie“ bittere Realität ist. Wie viele andere „Verschwörungstheorien“ werden sich noch als brutal wahr erweisen?

Die NSA ist direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als eine Unterabteilung des US-Geheimdiensts OSS gegründet worden. Immer nach dem neuesten Stand der Technik und mit unbegrenzten Finanzmitteln ausgestattet, hat die NSA von Anfang an alle Telefone von Botschaften abgehört und den Funkverkehr auf der ganzen Welt. Als die Technik der Satelliten noch jung und extrem teuer war, kreuzten ihre Spionageschiffe auf allen Meeren der Welt.

1967, zu Beginn des „Sechs-Tage-Kriegs“ zwischen Israel und Ägypten, hätte ihr vor Israel stationiertes Spionageschiff „USS-Liberty“ beinahe einen Atomkrieg ausgelöst. Vorsätzlich. Mehr darüber in dem Buch: „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“. Der Vorgang um die „USS-Liberty“ ist nach wie vor so geheim, dass in Israel die Festplatten von Computern online zerstört werden, wenn darauf Daten über diese Operation gefunden werden – auch online, versteht sich.

Fortschritte in der IT-Entwicklung erleichtern den Datenklau

Im Lauf der Jahre hat sich die NSA zu einer riesigen Behörde entwickelt, die in einer eigenen kleinen Stadt im Mittleren Westen der USA extrem abgeschirmt agiert. Mittlerweile geschätzte 100.000 Mitarbeiter arbeiten im größten Rechenzentrum der Welt daran, mit immer ausgefeilteren Algorithmen die gesammelten Daten zu sortieren. Ende der 1990er Jahre als Rechenleistung und Speicherkapazität noch rar und teuer waren, sind die Rechner der NSA für einige Tage abgestürzt, weil sie sich an den enormen Datenmengen verschluckt hatten.

Heute, wo zig-Gigabyte auf der Größe eines Fingernagels gespeichert werden können, gibt es dieses Problem für die NSA nicht mehr. Mit der fortschreitenden Entwicklung des Internets haben sich auch die Zugriffsmöglichkeiten der NSA auf Daten nahezu unbegrenzt ausgeweitet. Die gesamten Datenströme im Internet, die amerikanische, englische oder australische Knoten durchlaufen, landen in den Rechnern der NSA zur Auswertung. Firmen, die „sichere“ Internetverbindungen anbieten, müssen sicherstellen, dass keine dieser Verbindungen einen Knotenpunkt in jenen Ländern auch nur berührt.

Die NSA kennt Ihre E-Mails, Ihre SMS’, Ihren Kontostand und selbstverständlich alles, was Sie freiwillig dem Internet anvertrauen. Die „Enthüllung“, dass Internet-Riesen wie Google, Facebook, Microsoft und Konsorten einen direkten Zugang zu ihren Zentralrechnern für die NSA geöffnet haben, ist eher nebensächlich. Es bedeutet nicht mehr als eine technische Erleichterung für den Zugriff der NSA auf Daten, die sie sowieso abgegriffen hätte.

US-Medien wachen endlich auf

Den in der Regel gut auf Systemtreue eingeschworenen Journalisten der US-Mainstream-Medien ist jetzt wohl ein Licht aufgegangen. Zu spät zwar, aber dennoch haben sie bemerkt, dass ihre freiheitlichen Rechte und ihre Privatsphäre nicht mehr existieren, sobald sie sich in den Dschungel der elektronischen Welt begeben. Welche Auswirkungen das haben kann, hat der Fall des gefeuerten US-Generals Petraeus gezeigt. Seine abgegriffenen Mails mit der heimlichen Geliebten haben seine Karriere schroff beendet.

Wer nichts zu verbergen hat, dem kann das egal sein? Sicher nicht. Gesetze ändern sich. Was im Dritten Reich legal, gut und richtig war, wird heute zu Recht verurteilt. In den USA ist erst letzten Monat ein dummer Junge wochenlang im Gefängnis gesessen, weil er seiner Wut über Präsident Obama mit drastischen Worten in der elektronischen Welt Ausdruck verliehen hatte. Oder was passiert mit Ihnen, wenn sich ein von den USA als „Terrorist“ Klassifizierter verwählt und Ihren Telefonanschluss erreicht? Ihre nächste Einreise in die USA wird sicher nicht unproblematisch verlaufen, wenn Sie dann überhaupt noch einen Flugschein kaufen können.

Ein falscher Anruf – und Sie werden als Terrorist klassifiziert

Ach ja, und dann gibt es noch den „Patriot Act“. Nach diesem Gesetz werden Sie weggesperrt auf unbestimmte Zeit, ohne das Recht auf nur einen einzigen Anruf. Es reicht der Verdacht aus für eine „Begründung“, dass Sie terroristische Ideen haben. Oder eben einen Anruf von einem Verdächtigen unvorsichtiger Weise angenommen haben.

Guantanamo. Mittlerweile werden 40 Prozent der Insassen zwangsernährt. Man lässt ihnen nicht einmal mehr die letzte Freiheit, die Freiheit aus dem Leben zu scheiden, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Das ist die Hölle.

Warum also haben sich amerikanische Journalisten gerade jetzt entschieden, eigentlich altbekannte Verfahrensweisen der NSA anzuprangern? Wo es bislang noch immer gelungen ist, alle amerikanischen Angriffe auf Menschenrechte und weltweite Morde als gut und richtig darzustellen, kommen langsam beim Letzten Zweifel auf. Bislang lebte der gemeine Amerikaner in dem Bewusstsein, auf der Seite der Guten und Gerechten das Böse in dieser Welt zu bekämpfen. Angesichts Guantanamo und der Tatsache, dass auch amerikanische Bürger den weltweiten Drohnen-Morden zum Opfer fallen, hat der Amerikaner mit ein wenig Grips unter der Hirnschale zunehmend große Probleme mit diesem Standpunkt.

Menschenrechtsverletzungen werden schweigend hingenommen

Wie reagiert der amerikanische Präsident? Obama, auf den auch ich Hoffnungen gesetzt hatte, stellt nicht etwa die Praxis der NSA in Frage. Wie im Fall Bradley Manning bekundet er sein Ziel, das Leck zu finden und zu stopfen, das die Diskussion um die Praktiken der NSA eröffnet hat. Man muss also feststellen, dass die systematische Missachtung von Menschenrechten und Privatsphäre von den obersten Chargen der amerikanischen Politik nicht nur geduldet, sondern gewollt und geschützt wird. Angesichts dessen muss man sich nicht wundern, dass sich selbst in den USA mittlerweile erhebliche Zweifel an dem Dogma breitmachen, dass die USA der Hort von Freiheit und Menschenrechten sind.

Was mich seit geraumer Zeit irritiert, ist die Tatsache, dass es nicht die betroffenen Staaten sind, jene Staaten also, deren Rechte von der NSA seit Jahrzehnten massiv verletzt werden, sondern die amerikanischen Bürger selbst, die die Übergriffe der USA jetzt als das anprangern, was sie sind: Menschenrechtsverletzungen, Missachtung der UN, weltweiter Terror. Mit welchen Druckmitteln haben die USA die westlichen Staaten derart im Griff, dass jede Eskalation auf Seiten der USA klaglos hingenommen wird?

Man darf gespannt sein, wie unsere Regierung auf die offizielle Bestätigung reagieren wird, dass Behörden der USA im Auftrag der Regierung deutsche Bürger systematisch ausspähen. Ich vermute: Wieder einmal gar nicht! Was sollten sie auch tun, selbst wenn sie wollten? Das sollte der Aufreger sein. Die Tatsache als solche, dass die NSA die Daten abgreift, ist ein alter Hut. Angesichts der „Enthüllungen“ über die NSA drängt sich allerdings die Frage auf, welche weiteren „Verschwörungstheorien“ vielleicht doch ernst genommen werden müssen.

http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2013/us-geheimdienst-nsa-greift-auf-die-zentralrechner-von-google-co-zu-na-und/

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Gruß an die Verschwörungstheoretiker

Der Honigmann

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Obama spricht am Brandenburger Tor

OBAMABerlin: US-Präsident Barack Obama wird bei seinem Besuch in Berlin am 19. Juni am Brandenburger Tor eine Rede halten. Vor ausgewähltem Publikum – nur rund 1000 Zuhörer werden seinen Auftritt wohl direkt miterleben können.

Diesmal darf US-Präsident Barack Obama direkt ans Tor. Der US-Präsident wird bei seinem Berlin-Besuch am 19. Juni eine öffentliche Rede am Brandenburger Tor halten, teilte am Dienstag ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington offiziell mit.
Zum letzten Mal war Obama vor fünf Jahren, im Juli 2008, als Präsidentschaftskandidat in Berlin. Damals hatte er sich vergeblich darum bemüht, am Brandenburger Tor aufzutreten.

Er hielt an der Siegessäule eine Rede – vor 200.000 Menschen. Diesmal werden es erheblich weniger sein, die seinen Auftritt direkt miterleben dürfen. Aufgrund der Gegebenheiten am Pariser Platz werde nur „eine begrenzte Zuhörerzahl“ möglich sein, heißt es aus Regierungskreisen. “Wir rechnen mit maximal eintausend Plätzen.” Wie die Zuhörer ausgewählt werden, ist noch unklar.

Obama kommt am 18. Juni auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel für zwei Tage zu einem Arbeitsbesuch in die deutsche Hauptstadt. Präsident Joachim Gauck wird ihn mit militärischen Ehren empfangen.

Bei seiner Rede vorm Tor werde Obama über die „tiefen und dauerhaften“ Beziehungen zwischen den USA und Deutschland sprechen, über die grundlegende Bedeutung der transatlantischen Verbindungen und über die gemeinsamen Werte, die die USA mit der Bundesrepublik verbinden, teilte das Weiße Haus am Mittwoch mit. „Der Präsident freut sich darauf, Kanzlerin Merkel zu treffen und direkt zur deutsche Bevölkerung zu sprechen“, heißt es in der Erklärung.

Das genaue Programm für den Besuch wird seit Wochen von amerikanischer und deutscher Seite ausgearbeitet, viele Details sind noch offen. Erwartet wird, dass Michelle Obama ihren Mann nach Berlin begleitet. Die Gäste werden mit Angela Merkel wohl im Schloss Charlottenburg zu Abend essen.

Enormer Sicherheitsaufwand

Übernachten werden die Obamas im Hotel Ritz-Carlton am Potsdamer Platz. Wie bei früheren Präsidenten-Besuchern wird der Sicherheitsaufwand enorm sein.

Seit seinem ersten Amtsantritt im Januar 2009 ist es der erste Besuch des US-Präsidenten in Berlin. Er schließt seine Reise in die Bundeshauptstadt an die Teilnahme am G 8-Gipfel in Nordirland Mitte Juni an. Senatssprecher Richard Meng sagte am Mittwoch: „Wir freuen uns auf den Besuch. Dass eine Rede des amerikanischen Präsidenten geplant ist, wertet den Besuch weiter auf und ist auch ein schönes Signal an Berlin, wo vor fast exakt 50 Jahren John F. Kennedy eine so wichtige Rede gehalten hat.“ Kennedy hatte am 26. Juni 1963 seine „Ich bin ein Berliner“-Rede gehalten. Er war der erste US-Präsident, der nach dem Mauerbau in die geteilte Stadt kam. Vor dem Schöneberger Rathaus betonte er den Wert der Freiheit und sicherte Berlin und der Bundesrepublik Deutschland seine Solidarität zu.

Vor dem Brandenburger Tor hat auch Ronald Reagan geredet. Am 12. Juni 1987 forderte er dort: „Mister Gorbatschow – reißen Sie diese Mauer nieder!“ Auch andere US-Präsidenten kamen nach Berlin, Bill Clinton sogar zweimal: 1994 und 1998, und Georg W. Bush war 2002 in der Stadt. (mit fra.)

gefunden bei: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berlin-besuch-obama-spricht-am-brandenburger-tor,10809148,23131416.html

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Gruß an die Heuchler

Der Honigmann

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