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Archiv für die Kategorie ‘Frankreich’


Begriff „Rasse“ soll verschwinden

Strafgesetzbuch, Arbeitsrecht, Verfassung: Der Begriff „Rasse“ soll aus allen französischen Gesetzen getilgt werden. Der Entwurf geht nun in den Senat.

Rueckblick 2008 April

verschwinden. In einem ersten Schritt nahm die Nationalversammlung am Donnerstagabend einen von Linkspolitikern eingebrachten Vorschlag zum Thema an. Er sieht vor, den Begriff unter anderem aus dem Strafgesetzbuch und dem Arbeitsrecht zu streichen.

Das Rassenkonzept sei irrsinnig und Grundlage schlimmer Ideologien gewesen, kommentierte der zuständige Berichterstatter Alfred Marie-Jeanne. Um die strafrechtliche Verfolgung von Diskriminierung weiter uneingeschränkt zu ermöglichen, soll ausdrücklich festgeschrieben werden, dass der Staat Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit bekämpft. Der Gesetzentwurf geht nun in die zweite Parlamentskammer, den Senat.

Frankreichs Präsident François Hollande hatte im Wahlkampf versprochen, dass Wort „Rasse“ auch aus der Verfassung entfernen zu lassen. Dieses Vorhaben ist nach Angaben des Élyséepalastes allerdings zeitaufwendiger als zunächst gedacht. In Artikel 1 der Verfassung heißt es bislang: „Frankreich (…) gewährleistet die Gleichheit aller vor dem Gesetz, ohne Unterscheidung von Herkunft, Rasse oder Religion.“

gefunden bei : http://www.taz.de/Gesetzentwurf-in-Frankreich/!116433/

Siehe auch hier : http://www.nordsee-zeitung.de/nachrichten/politik_artikel,-Frankreich-will-Begriff-Rasse-aus-Gesetzen-streichen-_arid,915861.html

und hier: http://www.suedost-news.de/politik_artikel,-Frankreich-will-Begriff-Rasse-aus-Gesetzen-streichen-_arid,65459.html

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Aus Negerlein werden in der “Kleinen Hexe” Messerwerfer

Darüber stritt das Land: Darf man das Wort “Neger” aus Otfried Preußlers “Kleiner Hexe” streichen? Der “Welt” liegt die Neufassung des Klassikers vor: Aus dem N- ist ein gefährliches M-Wort geworden.

Von

hexe

Schlimmstenfalls geht die Sache als “Negerdebatte” in die Annalen ein, womit wieder in der Welt wäre, was sie besser los wäre: das dumme Wort mit N. Klaus Willberg, Chef des Thienemann-Verlags, löste den befremdlichen Streit ganz unfreiwillig aus: Eigentlich wollte er im Januar bloß eine Neuausgabe der “Kleinen Hexe” ankündigen – Anlass sollte der neunzigste Geburtstag ihres Autors Otfried Preußler sein, der nun leider ohne ihn begangen wird: Preußler starb nur Wochen später im Alter von 89 Jahren. Die dumme Debatte über das dumme Wort mit N hat er aber noch erlebt.

Willberg, wie gesagt, war es im Januar um eine schmucke Jubiläumsausgabe zu tun: Erstmals sollte die “Hexe” farbige Illustrationen enthalten. Und weil das Buch dazu ohnehin neu gesetzt werden musste, war die Gelegenheit günstig, endlich auch das Wort “Neger” aus dem Text zu entfernen. 1957, als “Die Kleine Hexe” zum ersten Mal erschien, war es noch gebräuchlich, 2013 ist es diskriminierend: Vor besagter Ankündigung hatten sich in Sachen N-Wort ausschließlich empörte Eltern an Autor und Verlag gewandt.

“Sehr geehrter Herr Preußler”, hieß es da zum Beispiel, “mit Entsetzen habe ich in Ihren Kinderbüchern … nach wie vor den rassistischen Begriff ‘Neger’ gefunden. … Gerade Sie als Kinderbuchautor möchte ich besonders darum bitten, derartige Begriffe nicht zu verwenden.” Öffentlich bekannt wurde im Zuge der Debatte ein anderer Brief, den der Vater einer schwarzen Tochter geschrieben hatte. Die Zweitklässlerin hatte das Buch alleine gelesen und fühlte sich durch das N-Wort verständlicherweise ausgeschlossen und beleidigt. Nie wieder, wünschte sich der Vater, solle seine Tochter “in eine solche entwürdigende Situation geraten”.

Zensur? Ach, was!

Nach der Ankündigung, dass das N-Wort nun endlich ersetzt werde, bekam Willberg ganz andere Briefe: Die Verantwortlichen wurden als “verblödete, politikkorrekte Dummschwätzer”, “Bücherschänder” und “Kulturverbrecher” beschimpft, man warf ihnen “bolschewistische Indoktrination”, “politisch korrekte Desinfizierung” und “eine neumodische Bücherverbrennung!!!” vor oder riet ihnen, sich besser “nicht an ihrer politisch korrekten Scheiße zu verschlucken”. “Ich bete, dass irgendwann die politisch unkorrektesten (sic!) wieder an die Macht kommen und dann mit all dem Gutmenschentum abrechnen!” – das schrieb auch jemand.

Solche Verbündeten wollten die Kritiker, die eine angeblich originale, jedenfalls das originale N-Wort enthaltende “Kleine Hexe” verteidigten, natürlich nicht; die schweren Geschütze haben sie dennoch aufgefahren. “Die kleine Hexenjagd” überschrieb die “Zeit” einen Artikel, den Autor Ulrich Greiner mit reichlich rhetorischem Bombast begann: “Artikel 5 des Grundgesetzes behauptet: ‘Eine Zensur findet nicht statt’”, schrieb Greiner. “Was aber, wenn sie doch stattfindet?” Zensur, das zur Klärung, bezeichnet eine staatliche Prüfung oder ein staatliches Verbot. Nicht nur zielte Greiner auf einen Spatzen, er nahm auch noch die falsche Kanone.

Ihren irrwitzigen Höhepunkt erreichte die Debatte schließlich, als “Druckfrisch”-Moderator Denis Scheck mit schwarz geschminktem Gesicht auf dem Fernsehschirm erschien, um für das Recht auf das N-Wort zu streiten – mit Minstrel-Musik im Hintergrund und einigem Stolz auf seine profunde Kenntnis der hässlichen Tradition des “Blackfacing”. Die Formulierung, dass sich Scheck für die Shitstormer im Internet und die N-Sager am Stammtisch zum Affen machte, verbot sich in diesem Kontext.

Die Muhme Rumpumpel ist flexibel

Aber es gab auch eine andere Partei, meist waren ihre Mitglieder jünger, gewissermaßen im Vorlesealter. Der Kritiker Ijoma Mangold etwa erklärte, dass eben auch “das Haus des Seins” – aus dem Heideggerischen übersetzt: die Sprache – “immer wieder einmal neu tapeziert” würde. Georg Diez meinte bei “Spiegel online”, dass dieses Land “freier, schöner, liberaler, aufgeklärter” würde, “wenn man den ‘Neger’ sein lässt.”

Und Matthias Heine vertraute in der “Welt” auf die Normativität des Faktischen: “Die Aus-Prinzip-Neger-Sager lesen ihren Kindern nichts vor”, schrieb er, “und die Negerkuss-Nostalgiker sind längst aus dem Fortpflanzungsalter raus.” Kurz zuvor hatte Familienministerin Kristina Schröder erklärt, beim “Pippi Langstrumpf”-Vorlesen aus dem “Negerkönig” einen “Südseekönig” zu machen – eine Mühe, die ihr eine neuere Auflage der “Pippi”, bei deren Erscheinen keine Alarmistenglocke schrillte, schon erspart: Die allermeisten Modernisierungen in Kinderbüchern werden ja stillschweigend vorgenommen, ohne dass jene, die in der N-Debatte plötzlich flammende Plädoyers für die Unantastbarkeit von Kinderbüchern hielten, es jemals auch nur bemerkt hätten.

So hat Otfried Preußler mit den Jahren selbst zahllose Male in seine Texte eingegriffen, Kapitelüberschriften für den “Kleinen Wassermann” nachgereicht oder nicht länger verständliche Begriffe ersetzt oder erläutert: In der “Kleinen Hexe” gesellte sich der Muhme Rumpumpel ein erklärendes “Tante” hinzu, ein ganzes Kapitel des “Hörbe” wurde nach einer Leserreaktion kurzerhand umgeschrieben.

Otfried Preußlers Maxime

Über 70 Änderungen nahm der Thienemann-Verlag mit Preußlers Zustimmung allein für die 66. Auflage der “Kleinen Hexe” vor: Fugen-s, Dativ-e und Imperativ-e wurden gestrichen, das Wort “Weib” wurde durch den Begriff “Frau” ersetzt, aus “Kaffee” wurde an einer Stelle “Tee”, und aus dem altertümlichen “wichsen” “verhauen”. Preußler änderte dabei nach seiner 1998 formulierten Maxime: “Der Autor muss sich darüber im Klaren sein, welche sprachlichen Formen er beispielsweise einem Sechs- oder Siebenjährigen zumuten kann.” Die sechs- oder siebenjährigen Leser der allerersten “Kleinen Hexe” aber sind mittlerweile im Renteneintrittsalter. Die Kinder, die heute die “Hexe” lesen, sprechen ein anderes Deutsch und haben viel öfter als früher auch einen anderen ethnischen Hintergrund.

Und eben das – und nur das – war ausschlaggebend für die Streichung des N-Worts: Kein kleiner Leser der “Kleinen Hexe” sollte von der “Kleinen Hexe” beleidigt werden – das war das Motiv, das offenbar keinem der Änderungsgegner einleuchtete. “Was du für Kinder schreibst”, so lautet eine der beiden “elementaren Regeln”, die Preußler für das Kinderbuchschreiben formuliert hat, “musst du vor deinem Gewissen für Menschenkinder verantworten können.”

Und als Preußler – Großvater von acht ziemlich globalisierten Enkeln – das N-Wort nicht mehr verantworten konnte, hat er, so berichtet seine Tochter Susanne Preußler-Bitsch, Ende 2012 selbst einen Änderungsvorschlag gemacht: Aus den “beiden Negerlein”, die in der “Kleinen Hexe” ja keine Schwarzen, sondern für den Fasching verkleidete Dorfjungen sind, sollten kleine “Messerwerfer” werden. Diese Variante zu eruieren oder gar zu diskutieren, hatten die Streiter für das N-Wort aber keine Zeit. Lieber als die Würde einiger Kinder retteten sie wahlweise die Kunst, die Freiheit, das Geschichtsbewusstsein oder doch wenigstens die deutsche Sprache.

Der alte Igel Rassismus

Nicht mal die Antwort, die Susanne Preußler-Bitsch im Februar den seriösen Diskutanten gab, fand angemessene Beachtung: “Wenn ein Autor … nach über 50 Jahren feststellt, dass einige Worte in seinen Büchern, die im Erscheinungsjahr noch keine negative Konnotationen kannten, heute negativ besetzt sind und womöglich als Beleidigung empfunden werden”, schrieb sie, “so ist es im Interesse der Kinder, die selbstständig lesen, dass man diese ‘unfreundlichen’ Wörter streicht und da, wo das nicht geht, durch geeignete ersetzt.”

So einfach, so kompliziert – wie es ja überhaupt ganz einfach ist, das Bemühen um politische Korrektheit lächerlich zu machen, und ziemlich kompliziert, sich politisch korrekt zu verhalten. Es ist der Hase aus dem Märchen, der sich vom Begriff “Farbiger” zum Begriff “Schwarzer” oder “Afroamerikaner” flüchtet, um doch jedes Mal festzustellen, dass der alte Igel Rassismus auch dort schon auf ihn wartet.

Es ist letzten Endes auch gar nicht damit getan, den “Negerkönig” durch einen “Südseekönig” zu ersetzen; der koloniale Beigeschmack der “Pippi Langstrumpf”-Passage bleibt: Der weiße Mann, so vermittelt es die Geschichte noch immer, wird im schwarzen Land wie selbstverständlich König. Ähnlich kompliziert verhält es sich mit dem umstrittenen Kapitel “Wollen wir wetten?” der “Kleinen Hexe”, von dessen Inhalt in der N-Debatte seltsamerweise kaum die Rede war.

Der Menschenfresser hat noch Hunger

Erzählt wird dort vom “Fasching im Wald” zu einer Zeit, als es noch Klaubholzweiber gab (aus denen schon vor drei Jahren Holz-, nicht aber Pfandflaschensammlerinnen geworden sind). Die kleine Hexe aber ist mit dem Karneval nicht vertraut: “Wie kamen die beiden Negerlein auf die verschneite Dorfstraße?”, begann bisher die Passage, die sich zusehends wie ein Ringelreihen durchs Fettnäpfchen las. Denn die kleine Hexe trifft im Wald nicht nur auf “die beiden Negerlein”, sondern ebenso auf “Türken”, einen “Indianer”, einen “Hottentottenhäuptling”, auf “kleine Chinesenmädchen” und “Eskimofrauen”.

Der eigentliche Witz des Kapitels ist, dass die echte kleine Hexe auf eine verkleidete kleine Hexe trifft. Preußler aber hat zudem fein beobachtet, dass die Jungen im Dorf sich am liebsten als furchterregende Gestalten verkleiden. Der Indianer nennt sich “Häuptling Blutige Wolke”, und ein “Menschenfresser” ist auch mit von der Partie: “Hungärrr!”, schreit er, mit gefährlich knurrendem “r”.

Was natürlich so problematisch ist wie der kolonialistisch eingefärbte Exotismus der “Pippi”: Für die Jungen im Wald ist das andere, das Fremde automatisch bedrohlich: Im ihrem Weltbild sind “Negerlein”, “Blutige Wolke” und “Menschenfresser” logisch miteinander verknüpft; eben das macht Preußlers Vorschlag, die “Negerlein” in Messerwerfer zu verwandeln, psychologisch erst plausibel.

Alles ist im Fluss

Die Neufassung des Kapitels, die der “Literarischen Welt” exklusiv vorliegt (siehe Kasten), ist diesem Vorschlag Preußlers nun gefolgt; die eigentliche Textarbeit aber hat er nicht mehr selbst besorgt, sondern nur noch autorisiert. Sie stammt von seinen Töchtern Regine Stigloher und Susanne Preußler-Bitsch und gehorcht – das zur Beruhigung der Empörten – weniger den Maßgaben der politischen Korrektheit als der Einsicht in den Sprachstand der Sechsjährigen von heute.

Die “Negerlein” und “Eskimofrauen” sind zwar verschwunden, der gräulich angemalte “Häuptling Blutige Wolke” und der “Menschenfresser” aber sind noch da, und aus den “Türken”, erklärt Susanne Preußler-Bitsch, seien einzig deshalb “Cowboys” geworden, weil die Kinder von heute sich unter Türken vielleicht Erkan & Stefan vorstellten, nicht aber Morgenländer mit Fes. Durchaus möglich also, dass irgendwann auch noch die “Indianer” den Hexenwald verlassen: panta rhei, alles ist im Fluss.

Und? Ist das schlimm? Hat die kleine Hexe einen Schritt auf den Abgrund zugemacht, in den das Abendland unweigerlich stürzen wird? Ach, das Hexenhaus hat bloß ein paar neue Tapeten und ist sonst das gleiche wie zuvor. Nur tragen die Messerwerfer, die mal “Negerlein” waren, jetzt den Fes verschwundener Osmanen. Der Fasching im Walde hat sich 2013 einfach ein bisschen globalisiert.

Die kolorierte Neuausgabe der “Kleinen Hexe” erscheint am 15. Juli im Thienemann-Verlag.

gefunden bei: http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article116303210/Aus-Negerlein-werden-in-der-Kleinen-Hexe-Messerwerfer.html

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Quelle: https://www.youtube.com/user/Protoplanet101?feature=watch

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….und wohin sie führen können

Die Weltgeschichte ist wie ein Reisebüro:
Es gibt Auskunft über Züge und Anschlüsse;
die Fahrkarte mit dem Ziel lösen die Reisenden.

[Transandenbahn] [Delagoabaaibahn] [Transsib] [Bagdadbahn][Djiboutibahn]
von Antofagasta nach Oruro – - – - von Pretoria zur Delagoabaai – - – - von Moskau nach Port Arthur – - – - von Istanbul nach Bagdad

von Djibouti nach Addis Abeba – - von Murmansk nach Leningrad – - – - – - von Lobito nach Kolwezi

EIN KAPITEL AUS DIKIGOROS’ WEBSEITE
REISEN DURCH DIE VERGANGENHEIT

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GESCHICHTEN AUS DER GESCHICHTE

Teil I

Als Dikigoros klein war, las er… nein, natürlich noch nicht “Caesar läßt grüßen” von Joachim Fernau (aus dem das Zitat in den Zeilen 4-6 der Überschrift stammt) – das war noch nicht geschrieben -, sondern eines der vielen damals so beliebten Comic-Strip-Hefte aus Belgien. Einen Dialog daraus hat er nie vergessen. Fragt ein Amateur-Detektiv den anderen, als er das etwas rätselhafte Telegramm eines gesuchten Ganoven an den anderen abgefangen hat: “Treffen 11.59. Warum nicht 12.00 Uhr?” Und er schließt messerscharf: “Dann kommt als Treffpunkt nur der Bahnhof in Frage.” – “Ja, aber welcher?” Ein Blick auf den Fahrplan: “Am Ostbahnhof kommt um 11.59 Uhr kein Zug an, wohl aber am Westbahnhof, also muß es dort sein.” Und er liegt richtig, wiewohl Dikigoros bezweifelt, daß die Züge in Belgien – oder sonst irgendwo auf der Welt – immer auf die Minute pünktlich ankommen.

Aber keine Angst, liebe Leser; Dikigoros wird Euch hier nicht mit seinen gesammelten Erlebnissen verspäteter Bahnfahrten langweilen (das würde den Rahmen des ihm zur Verfügung stehenden Webspaces glatt sprengen :-) . Er wird Euch auch nicht mit aufgewärmten Reiseprospekten kommen über die vermeintlich schönsten Bahnstrecken der Welt, obwohl er an anderer Stelle über eine derselben – die Fahrt durch den Kupfer-Kanyon in Mexiko – schreibt und obwohl er da durchaus seine persönlichen Favoriten hat, nämlich die Strecken durch die Halbinsel Malakka, durch La Mancha und durch Goa. (Bezeichnender Weise fehlen sie allesamt in dieser hübschen Aufstellung eines typischen Fernseh-Bahnreise-Freaks.) Aber Dikigoros findet, daß das wichtigste an einer Bahnfahrt nicht die Landschaften sind, die man passiert (und seien sie auch noch so schön anzusehen), als vielmehr die Menschen, mit denen man auf solchen Bahnfahrten zusammen trifft (und das geht halt nicht vom Fernseh-Sessel aus :-) ; weiter findet er, daß es eine Art bahnspezifischer Reisekultur gibt, die von Land zu Land und von Volk zu Volk unterschiedlich ist – aber über all das hat er in anderen Kapiteln seiner “Reisen durch die Vergangenheit” ausführlich geschrieben.

Nur über das Bahnfahren in Deutschland nicht, dem er deshalb hier einen etwas längeren Exkurs widmen will. (Wer sich dafür nicht interessiert mag die nächsten vier Absätze überspringen; sie tragen nichts zum Fortgang dieser Reise bei, und einige Leser könnten sie womöglich für “Nestbeschmutzung” halten.) Es gibt wahrscheinlich kein Land der Welt, in dem Bahnreisen so unerquicklich sind. Woran mag das liegen? Nirgendwo sonst sind die Bahnhöfe so luxuriös, nirgendwo die Waggons so modern, und zumindest für Vielfahrer mit Bahncard oder Netzkarte ist Reisen mit der Bahn nicht einmal teurer als in anderen Industrie-Ländern, geschweige denn als Reisen mit dem Auto oder mit dem Flugzeug. (Nebenbei ist es noch weniger anstrengend als ersteres und weniger gefährlich als letzteres.) Dennoch beginnt eine Bahnreise in Deutschland meist schon auf dem Bahnsteig mit griesgrämigen, mißmutigen Leuten, die finsteren Blickes vor sich hin starren – nein, nicht mal in Richtung Zug, wo er denn bleibt; diese schlechte Laune hat nichts zu tun mit verspätet oder nicht. Habt Ihr dagegen mal das Volksfest erlebt, daß z.B. an indischen Bahnhöfen herrscht, wenn ein Zug abfährt oder ankommt? Nur böse Zungen würden behaupten, das läge allein daran, daß Bahn fahren dort so gefährlich sei, daß man vor und nach jeder längeren Fahrt Massengebete zu den Göttern veranstalten müsse, damit sie nicht verunfallen.

Nein, alle freuen sich, daß die Abfahrenden etwas von der Welt zu sehen bekommen [das Wort "Darshan" - das Dikigoros an indischen Hotel-Rezeptionen stets als "Zweck der Reise" anzugeben pflegt - hat im Hindī geradezu religiöse Bedeutung, es beinhaltet so ziemlich alles vom persönlichen Anschauen eines Gottes bis zum Anschauen eines bis dato unbekannten Landstrichs; vielleicht war es ursprünglich auf Pilgerfahrten zu weit entfernten Heiligtümern gemünzt], und sei es nur von der etwas weiter entfernten indischen Welt, außerhalb ihres Heimatortes; und ebenso freuen sich alle, wenn die Reisenden zurück kommen und ihnen etwas über ihre neuen Anschauungen berichten können, denn nur, wer die Welt angeschaut hat, kann sich eine richtige Weltanschauung bilden – oder wer von Reisenden, die die Welt angeschaut haben, zuverlässige Berichte erhält. [Auch das indische Wort für Bericht, Bhārata, hat etwas Heiliges an sich - Ihr habt sicher alle schon mal vom "Mahābhārata", dem "großen Bericht" gehört, dem National-Epos der Inder, das zugleich ihre heilige Schrift enthält, die Bhagwadgītā. Wenn nicht - darüber schreibt Dikigoros an anderer Stelle mehr.] Wann hat Euch zuletzt jemand etwas über seine Bahnfahrten in Deutschland berichtet – womöglich noch etwas Positives?

Beim Einsteigen – neben dem Aussteigen der einzigen Gelegenheit, bei der sich die Fahrgäste näher kommen – kommt es dann oft zu einem [un]ziemlichen Gewühle und Gedrängele, Ellbogen vorweg, denn man könnte ja die besten Plätze verpassen. Die besten Plätze, das sind nicht etwa die, auf denen man sich mit den interessantesten Mitreisenden unterhalten könnte (das sind, liebe rechte Leser, meist Ausländer, auch wenn Euch das nicht paßt), sondern die am Fenster, damit man hinaus blicken kann, ohne zwischen sich und der vorbei huschenden Landschaft die störenden Visagen anderer Menschen zu sehen.

Am besten ist es natürlich, ein eigenes, sonst leeres Abteil für sich zu ergattern. Ein ursprünglich leerer Waggon am Ausgangsort füllt sich immer nach dem gleichen Muster: Der erste geht ins erste Abteil, der zweite ins zweite, der dritte ins dritte, usw., bis alle jeweils einen Passagier “Besatzung” haben. Dann kommt der zweite Platz im ersten Abteil dran, der zweite im zweiten, der zweite im dritten, usw. Wenn sich die Abteils einmal bis zur Hälfte gefüllt haben – bis zu diesem Zeitpunkt hat jeder noch einen leeren Sitz als “Schutzzone” zwischen sich und seinen Abteil-Nachbarn -, wird es für die Nachzügler schon unangenehm: Selbst wenn man höflich fragt, bekommt man entweder zu hören: “besetzt”, oder aber man wird mit feindseligem Gesicht gemustert und keiner Antwort gewürdigt. Dikigoros hat es in Deutschland aufgegeben, in solchen Fällen zu fragen; er erwidert dann die feindseligen Blicke mit ebensolchen, setzt sich einfach hin, und wenn jemand was sagt, von wegen “besetzt” oder so, fragt er ihn nach seiner Platzkarte für den Nachbarsitz, und wenn er keine hat, fährt er ihm übers Maul – manchmal haben sich daraus schon interessante juristische Diskussionen entwickelt.

Aber selbst wenn nur ein oder zwei Personen im Abteil sitzen, ist es schwierig, zu ihnen Kontakt zu finden – jedenfalls wenn es Deutsche sind (die meisten Ausländer freuen sich, wenn sie jemand anspricht, womöglich noch in ihrer Sprache). Ein typischer Dialog hört sich dann etwa so an: “Guten Morgen!” – “Hmmm…” (Was wagt der Kerl, einen wildfremden Menschen einfach so anzusprechen, und sei es nur mit einem Gruß?

Haus- und Straßennachbarn grüßen sich doch in Deutschland für gewöhnlich auch nicht mehr, jedenfalls nicht in der Großstadt. Das fällt einem freilich erst auf, wenn man längere Zeit im Ausland gelebt hat.) “Der Zug war ja heute ausnahmsweise mal pünktlich.” Keine Antwort. “Ich fahre nach … Kennen Sie sich da zufällig ein wenig aus?” Unwirsches Kopfschütteln. Gleiche Frage an den Schaffner, der herein kommt, um die Fahrkarten abzustempeln. “Nee, ich bin nicht von da.” Stumm wie die Fische verbringen die meisten Deutschen ihre Bahnfahrten, und dann ist es wirklich verlorene Zeit. Nein, Dikigoros meint durchaus nicht Leute, die unterwegs ein Buch lesen und nicht gestört werden wollen – im Gegenteil, mit denen kommt man noch am ehesten ins Gespräch, jedenfalls wenn man das Buch auch selber gelesen hat, denn dann hat man schon einen Aufhänger. Meist packt Dikigoros selber ein Buch aus, auch wenn er es gar nicht lesen will, in der Hoffnung, daß ihn vielleicht ein Mitreisender darauf anspricht – aber die meisten Leuten trauen sich einfach nicht. Manchmal, in der Nähe von Flughäfen, hat sich bei einigen Bahnfahrern noch ein kleiner Rest von Aufgeschlossenheit und Gesprächigkeit nicht ganz verflüchtigt. Dann kann man sie wenigstens fragen, wo sie her kommen und wie es denn gewesen ist, seit man selber zuletzt dort war.

Aber auch das wird immer schwieriger, denn je mehr die Leute in Herden, pardon Horden in rein deutschsprachigen Gebieten und Hotelanlagen urlauben, bleiben sie von möglichen Verhaltensänderungen unberührt. Dikigoros erinnert sich an eine Reise in die Türkei. Seine Frau und er saßen im Flughafenbus (ja ja, seine erste Reise in die Türkei hatte er noch alleine über Land mit der Bahn gemacht – aber Frauen stellen halt andere Ansprüche :-) neben einem Millionär, der gerade aus einem abgelegenen, exklusiven (auf Deutsch: ausgeschlossenen, abgeschottenen) Fünfsterne-Hotel zugestiegen war, zu dem der Bus extra einen Abstecher machte. (Offenbar gab es da keine Exclusiv-Taxis, und wer will schon im Sammel-Dolmuş fahren?) “Wo waren Sie denn überall?” fragten sie den Herrn. “Keine Ahnung,” sagte der, “ich bin nur zwei Wochen zum Ausspannen her gekommen. Aber wenn ich das nächste Mal in die Türkei reise, dann will ich mir die Ruinen von Side, Perge und Aspendos ansehen, die sollen ja so interessant sein.” Frau Dikigoros wies stumm auf das Ortsschild, an dem sie gerade vorbei fuhren: “Selimiye”. Und kurz darauf passierten sie auch Belkis und Aksu. (Für Nicht-Türkei-Kenner… ach was, schaut gefälligst selber in den Atlas!) Aber dem Herrn sagte das nichts, und warum sollte man ihn mit der Nase darauf stoßen, daß er zwei Wochen lang nur drei Kilometer von Side entfernt im Hotel gehockt hatte, ohne je dort gewesen zu sein? In seinem Hotel hatte er offenbar mit niemandem gesprochen, jedenfalls mit niemandem, der es ihm hätte sagen können…

Aber in deutschen Zügen spricht man nicht nur nicht miteinander (schon gar nicht mit Fremden, aber auch nicht mit Bekannten, denn dadurch könnten sich die fremden Mitreisenden ja gestört fühlen), man ißt und trinkt auch nichts, geschweige denn miteinander – außer natürlich in den Speisewagen, jenen Kabuffs, die sich in Mitteleuropa durch enge Tische und Stühle, verqualmte oder zugige Luft, langsamen Service, schlechtes Essen und horrende Preise auszeichnen.

Nicht auszudenken, wenn man wie in Indien seinen Proviant auspacken und munter drauf los futtern (wie es bis vor einer Generation noch die Gastarbeiter in den Zügen gen Süden taten) und gar den lieben Mitreisenden etwas anbieten würde. Auch das ist z.B. in Asien und Lateinamerika völlig anders – an jedem Bahnhof werden einem lokale Spezialitäten zum Fenster herein angeboten, man lernt ein Land ganz anders kennen, als wenn es auf der ganzen Fahrt nur den Einheitsfraß von “Mitropa” gibt. Aber im “zivilisierten” Westen wollen wir halt nicht, daß es nach einer Reise auf dem Fußboden des Abteils vor lauter weggeworfenen Abfällen, Resten und Verpackungen aussieht wie auf einem Schlachtfeld; denn Schlachtfelder glauben wir anderswo suchen zu müssen – und damit kommen wir endlich zum Thema. Es handelt nicht von der Geschichte der Eisenbahnen (darüber sind schon genug kluge Bücher geschrieben worden von Leuten, die das viel besser können als Dikigoros) sondern von Eisenbahnen, genauer gesagt von Eisenbahnlinien, die Geschichte gemacht haben, genauer gesagt Kriegsgeschichte, denn die Geschichte des Krieges ist die Geschichte des Reisens schlechthin. Wahrscheinlich habt Ihr als Kinder des 20. Jahrhunderts ganz bestimmte Vorstellungen von den Zielen, derentwegen Kriege geführt wurden und werden, von allerlei Bodenschätzen wie Gold und Silber, Diamanten und Erdöl, bis zu irgendwelchen nebulösen Ideen, Idealen und politischen Ismen wie Freiheit, Gleichheit und Demokratismus. Vergeßt es.

Seit Menschengedenken sind Kriege nicht um Geld, Gut und Gedanken, sondern um die Wege geführt worden, auf denen man diese transportieren konnte. Der nächste Weltkrieg wird ein “Cyberkrieg” sein, wie das so [un]schön auf Germenglish genannt wird, d.h. einer im und um das Internet, wo heuer weltweit die meisten Gedanken transportiert werden; aber es ist noch nicht ganz so weit, weshalb wir uns einstweilen mit den Kriegen der Vergangenheit beschäftigen müssen: In der Steinzeit brauchte man Steine, und in der Eisenzeit Eisenerz; aber beides war wertlos, wenn man es nicht dorthin bringen konnte, wo es gebraucht wurde, denn die Menschen lebten nun mal nicht in den Steinbrüchen bzw. in den Fördergruben. Ja, am liebsten hätte man mit letzteren gar nichts zu tun gehabt, die Drecksarbeit sollten gerne andere machen – wenn man nur den Rahm abschöpfen konnte; und das wiederum konnte man nur, wenn man die “idealen” Reisewege beherrschte – das waren die einzigen Ideale, für die es sich zu kämpfen (und notfalls zu sterben) lohnte.

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Im Laufe seiner Geschichte hat der Mensch einiges unternommen, um solche Wege zu gehen und zu umgehen, z.B. indem er Paß-Straßen über Gebirge legte oder gar Landengen durchstach, um Meere durch Kanäle zu verbinden. Aber irgendwann genügte ihm das alles nicht mehr, und er begann, Schienen auf die Erde zu legen, um darauf schneller vorwärts zu kommen. Die Eisenbahnlinien, die Dikigoros Euch hier vorstellen will, haben zu einigen der wichtigsten “Kriegsreisen” der letzten beiden Jahrhunderte geführt, und sie tun es, wie wir am Ende sehen werden, noch immer. Diese Kapitel der Reisegeschichte sind freilich weitgehend unbekannt geblieben, obwohl die Fakten an sich eigentlich immer bekannt waren. Aber unsere Schreibtisch-Historiker (von denen viele noch nie mit der Bahn gereist sind) waren – bisher jedenfalls – zu blind, um die Zusammenhänge zu sehen. Sie sind ja keine Hellseher, obwohl die meisten von ihnen an eine Art “Vorsehung” zu glauben scheinen – jedenfalls gewinnt man diesen Eindruck, wenn man liest, was sie sich insbesondere über die beiden großen Reisen des 20. Jahrhunderts und ihren Ausgang zusammen geschmiert haben. ['Adler' - der erste Locomotif in Deutschland - verkehrte zwischen Nürnberg und Fürth] Ob manche Völker zum Bahnfahren prädestiniert sind oder eher für die Schlachtfelder, darüber kann man trefflich streiten. Den Deutschen z.B. sagt man letzteres nach – ob zu Recht oder zu Unrecht, sei dahin gestellt. (Obwohl ihre Liebe zu den Walküren natürlich schon dafür spricht :-)

Das Bahnfahren haben sie jedenfalls nicht erfunden. Als Ende 1835 zum ersten Mal in Deutschland, pardon in Bayern, pardon in Franken, eine Locomotive (oder, wie man damals noch sagte, ein Locomotif – “Adler” hieß er und war ebenso aus England importiert wie der Locomotif-Führer, der ein um 25% höheres Gehalt bezog als der nicht-importierte Direktor der Eisenbahn-Gesellschaft :-) von Nürnberg nach Fürth schnaufte, da entlockte das den Zuschauern – die weitaus zahlreicher waren als die Mitfahrwilligen – nur ein müdes Lächeln; denn erstens konnte man die gerade mal 20.730 Fuß [ca. 6 km] der “Ludwigsbahn” (benannt nach König Ludwig I von Bayern) auch per pedes zurück legen, und zweitens fuhr jede Pferdekutsche schneller (theoretisch wäre eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h möglich gewesen; aber die Obrigkeit hatte sie auf 20 km/h festgesetzt, aus Gründen der Sicherheit :-) und billiger (9 Kreuzer kostete die 2. Klasse – 10 Kreuzer entsprachen etwa 3 preußischen Silbergroschen, ca. 3 Teuro nach heutiger Kaufschwäche, pardon Kaufkraft) als der flügellahme “Adler”. [Ja, da waren die Bayern - wie beim Sport - Pioniere in Deutschland; die Sachsen sollten erst zwei und die Preußen sogar erst drei Jahre später nach-ziehen. (Dafür sollten die Sachsen vier Jahre später die erste kontinantal-europäische Locomotive bauen, sie "Saxonia" nennen und damit die Geschlechtsumwandlung der Züge voll-ziehen :-) .]

Damals gab es in England schon seit 22 Jahren Eisenbahnen und ein Schienennetz von 450 Meilen (ca. 720 km); seit fünf Jahren verkehrten regelmäßig Züge zwischen den beiden nach London wichtigsten Städten Groß-Britanniens: [Puffing Billy, 1813] Liverpool, dem Hafen an der Mersey, wo die Baumwolle aus Ägypten und Carolina spottbillig importiert wurde, und Manchester, der Hauptstadt Lancashires, wo sie für einen Hungerlohn zu Kleidungsstücken verarbeitet wurde, die, wieder von Liverpool aus, für teures Geld in alle Welt exportiert wurde – so kam man zu “Mehrwert” und Wohlstand. Und bald konnten die Untertanen ihrer Majestät der Königin Victoria – die zwei Jahre später für 64 Jahre den Thron besteigen, aber persönlich zeitlebens die Pferdekutsche vorziehen sollte – fast die ganzen britischen Inseln mit der Bahn bereisen, und morgen die ganze Welt, pardon das ganze Empire (aber das war ja fast das gleiche :-) , oder jedenfalls große Teile davon. Aber was hat nun das eine mit dem anderen zu tun?

Gewiß, die Urform des Reisens ist der Krieg (oder umgekehrt – darüber schreibt Dikigoros an anderer Stelle mehr), und Eisenbahnen als Transportmittel für Mensch und Material können auch Soldaten, Waffen und Munition befördern; und wenn Ihr in Eure Geschichts- und Märchenbücher schaut, liebe Leser, werdet Ihr dort sicher irgendwelche klugen Ausführungen finden darüber, daß die Eisenbahnen z.B. im amerikanischen Sezessionskrieg 1861-65 eine wichtige Rolle spielten, oder auch im preußisch-, pardon deutsch-französischen Krieg 1870-71. Mag ja sein; aber die Nordstaaten hätten den ersteren und die Preußen den letzteren auch ohne Eisenbahnen gewonnen, und Kriegsursache waren die Eisenbahnen auch nicht. [Man könnte allenfalls fragen, ob der Eisenbahnbau in Nordamerika nicht der eigentliche Grund für die "Indianerkriege" war, und ob da nicht die Herren Dodge und Train - von dessen Name übrigens das englische (und französische :-) Wort für Zug kommt - viel wichtiger waren als etwa die Herren Custer und Cody. Aber darüber schreibt Dikigoros an anderer Stelle etwas mehr - wirklich nur etwas. Wenn Ihr mehr wissen wollt, schaut ins Lexikon - wenn Ihr denn eines findet, in dem Dodge und Train noch verzeichnet stehen. Wie dem auch sei, heute verkehren die Eisenbahnen in den USA nur noch als nostalgische Touristen-Attraktionen zu Mondpreisen - als Personen-Transportmittel hätten sie keine Chance gegen die Autobahnen und die Luftverkehrswege, nicht einmal nach dem 11. September 2001.] Aber damit genug der Vorrede.

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Als Dikigoros, noch ein junger Student, durch Südamerika reiste, machte er sich keine großen Gedanken, welche Bedeutung die Eisenbahn für dessen Geschichte hatte. Woher auch? In den Geschichtsbüchern stand (und steht) davon praktisch nichts, und erzählen tat es einem auch niemand – auch nicht die Chilenen oder die Bolivianer. Antofagasta hat er als ein ziemlich trauriges Wüstenkaff in Erinnerung, und Arica als einen Grenzort, an dem der Schmuggel blühte – der Peruaner, denn deren linke Militär-Regierung hatte trotz Unsummen ausländischer “Entwicklungshilfe” dermaßen abgewirtschaftet, daß die Bevölkerung praktisch alles aus dem Nachbarland Chile importieren mußte, wo es damals, unter General Pinochet, noch bergauf ging. Bahnlinien? Er hatte noch die Nase voll von den Bahnfahrten von Lima nach Huancayo und von Cuzco nach Machu Picchu, und von den weg gespülten Gleisen zwischen Oruro und Santa Cruz de la Sierra und von dort nach Mato Grosso… Seitdem bevorzugte er in Lateinamerika als Transportmittel den Bus, der ihn auch nach La Paz brachte, der Hauptstadt Boliviens, deren offizieller Name vollständig “La Paz de Ayacucho [Der Friede von A.]” lautet, nach jenem Dreckskaff, pardon nach jenem idyllischen Universitäts-Städtchen in den Anden, wo anno 1824 die Unabhängigkeit Perús vom spanischen Mutterland erkämpft wurde (Bolivien spaltete sich ein Jahr später von Perú ab – warum, hat Dikigoros bis heute nicht begriffen), und wo die Terror-Organisation “Sendero luminoso [Leuchtender Pfad]” – die gerade im Entstehen begriffen war – ihre Hochburg hatte.

Was ihm in La Paz allerdings auffiel, war der unglaubliche Haß der Paceños (und der Bolivianer allgemein) auf den Nachbarn Chile. Warum? Da war vor knapp 100 Jahren mal ein Krieg gewesen, und überall hingen Plakate, daß man die damals verlorenen Gebiete unbedingt zurück holen müsse, mit all den schönen Bodenschätzen, Städten und Häfen… Darüber konnte Dikigoros nur schmunzeln: Die Chilenen waren die stärkste Militärmacht auf dem Kontinent, mit einem deutschen Offizierskorps und amerikanischen Waffen (bis auf die Stahlhelme – die waren auch noch deutsch :-) ; sie hätten die zerlumpten, undisziplinierten Bolivianer (in beiden Ländern war das Militär auf den Straßen stark präsent, man konnte sich also durchaus einen persönlichen Eindruck verschaffen) in null komma nichts platt gemacht. Kein Grund, sich einen Kopf zu machen (zumal es diese Redewendung in Deutschland damals noch gar nicht gab – die sollten erst die Ossis anno 1990 einführen :-) .

Wahrscheinlich habt Ihr, liebe Leser, in Euren Geschichts- und Märchenbüchern über Ursachen, Verlauf und Folgen des “Salpeter-Krieges” zwischen Chile, Bolivien und Peru nichts gelesen, und wenn doch, dann nur blühenden Unsinn. Schon der deutsche Name ist falsch (die Lateinamerikaner – die es doch eigentlich wissen müssen – nennen ihn “Pazifik-Krieg”); und wie sagten die alten Römer: “Nomen atque omen” [nicht: "nomen et omen", und schon gar nicht "nomen est omen", wie es ständig falsch zitiert wird]. Die Deutschen – und andere Ausländer – scheinen tatsächlich zu glauben, daß jener Krieg um Vogelscheiße (von den peruanischen Indios “Guano” genannt) und Salpeter geführt wurde. Gewiß, von beidem gab es in der Atacama-Wüste jede Menge, und in Europa hatte man gerade entdeckt, daß man mit dem darin enthaltenen Stickstoff prima die Felder düngen (und so ganz nebenbei auch noch prima Munition herstellen) [Landkarte der Atacama-Wüste in den Grenzen von 1866] konnte – aber in Südamerika war lange Zeit niemand besonders scharf darauf, staatliche Hoheitsrechte über die Atacama auszuüben. Wozu auch? Erst anno 1866, als Spanien ein paar Inselchen vor der Küste besetzt hatte, die besonders reich an Vogelscheiße waren, und Peru, Bolivien und Chile sich gegen das einstige Mutterland verbündeten, einigten sie sich bei der Gelegenheit auch gleich über die Aufteilung der Atacama, wobei Bolivien den Löwenanteil – und vor allem einen breiten Zugang zum Meer – bekam, und Chiles Privatwirtschaft die Ausbeutungsrechte an Guano und Salpeter.

Auf letztere war Bolivien gar nicht angewiesen, denn es war reich an ungleich wertvolleren Bodenschätzen, vor allem Zinn, ja es war das an Bodenschätzen reichste Land Südamerikas (und eines der reichsten der Welt). Allerdings war die Bevölkerung zu dumm oder zu faul (oder beides :-) , um etwas daraus zu machen. Also überließ man es chilenischen Gesellschaften (an denen auch ein paar Peruaner finanziell beteiligt waren), die Vogelscheiße zusammen zu kratzen, den Salpeter aus den Felsen zu sprengen, das ganze zum Meer zu karren und über den Hafen von Antofagasta nach Europa zu verkloppen. Das war nun freilich ein mühseliges Geschäft, und die geschäftstüchtigen Chilenen kamen bald auf die Idee, eine gerade im fernen Groß-Britannien (zu dem Chile seit seiner “Befreiung” durch den britischen Abenteurer Bernard O’Higgins beste Beziehungen hatte) gemachte Erfindung auszunutzen.

Darf Dikigoros etwas weiter ausholen und noch einmal ein paar Jahrzehnte zurück gehen, gewissermaßen Anlauf nehmen zum ersten großen Sprung vorwärts? Was er Euch oben berichtet hat von den ersten Eisenbahnen in England und Deutschland hatte aus gutem Grund keine größeren Auswirkungen auf den Gang der Geschichte: Was da über das Moorland zwischen Liverpool und Manchester verlief, war eine echte Eisen-Bahnlinie, auf der die Züge mit nur 4 (vier!) km/h Durchschnitts-Geschwindigkeit verkehrten; und was die Deutschen sich da zusammen bauten würde man heute bestenfalls als “Straßenbahnen” bezeichnen. Die geringe Geschwindigkeit hatte einen guten Grund, der nicht nur in den Dampfkesseln begründet lag (die wie gesagt fast das Doppelte hätten leisten können), sondern auch und vor allem – in den Schienen. Aus herkömmlichem Eisen gefertigt, waren sie klimaanfällig, rosteten bald und wurden brüchig; da konnte man nicht mit Volldampf drüber weg brettern. Gewiß, es gab schon eine Art Stahl – er wurde seit Alters her mühsam in Indien gefertigt -; aber der war viel zu kostbar, um ihn einfach durch die Wüste zu legen (er wäre wohl auch bald gestohlen worden), denn die Tonne kostete damals umgerechnet 1,5 Mio Teuro! Auch das “Puddeln”, das die Engländer Ende des 18. Jahrhunderts eingeführt hatten, war noch eine ziemlich mühsame und kostspielige Angelegenheit. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte ein gewisser Bessemer ein besseres Verfahren zur Stahlerzeugung – anno 1860 begann die Massen-Produktion mit seiner “Bessemer-Birne”. Na ja, “Massen-Produktion” ist vielleicht etwas übertrieben, denn mit seiner Methode konnte man nur besonders hochwertige, fosfat-arme Eisenerze zu Stahl veredeln, und die gab es außer in England praktisch nirgends in größeren Mengen. (Ein wenig in Spanien, ein wenig in der West-Ukraine – doch das waren nun nicht gerade Industrie-Standorte.)

Aber 1878 kamen ein junger Engländer namens Sydney Gilchrist-Thomas (er sollte nur 35 Jahre alt werden) und ein nicht mehr ganz so junger Franzose namens Émile Martin (er sollte über 100 Jahre alt werden), unabhängig voneinander auf die Idee einer verbesserten “Birne”. Der letztere baute sie um zu dem, was wir heute “Hochofen” nennen; und mit beiden Methoden (die erstere kennt Ihr, liebe deutsche Leser, vielleicht unter dem Namen “Siemens-Martin”) konnte man aus praktisch jedem Eisenerz etwas machen. Die Preise für Stahl purzelten in den Keller, und die Eisenbahnbauer erkannten ihre Chance, auch in Südamerika: Endlich konnte man preiswert Schienen von hoher Lebensdauer herstellen, die auch etwas aushielten! Eine der chilenischen Gesellschaften in der Atacama-Wüste begann – selbstverständlich erst, nachdem sie sich eine ordnungsgemäße Lizenz der bolivianischen Regierung besorgt hatte, damit hier keine Mißverständnisse aufkommen -, eine Bahnlinie zu bauen von Antofagasta ins Landesinnere, die über Oruro bis nach La Paz führen sollte. Damit wäre eine grandiose Transportmöglichkeit auch für all die Bodenschätze im Landesinneren Boliviens geschaffen worden – da würde nicht nur eine Geldquelle zu sprudeln beginnen, sondern gleich mehrere!

Die Bolivianer sahen es mit scheelem Blick: Ähnlich wie heute die arabischen Öl-Scheichs hatten sie zwar überhaupt keine Verwendung für “ihre” Bodenschätze – und erst recht weder die Lust noch die Fähigkeit, sie selber zu fördern -, aber am Gewinn wären sie schon gerne beteiligt worden. Also verfügten sie eine 10%ige “Sonderabgabe” auf alle Güter, die mit dieser Eisenbahn befördert wurden. Das verstieß eindeutig gegen die Abmachungen von 1866 (die erst 1874 erneuert worden waren, mit der ausdrücklichen Verpflichtung, die nächsten 25 Jahre auf die Einführung neuer Steuern zu verzichten), und die chilenischen Gesellschaften – allen voran die “Salitres y Ferrocarril de Antofagasta S.A. [Salpeter und Eisenbahn von Antofagasta A.G.]” – weigerten sich zu zahlen. Daraufhin wurden sie 1879 von bolivianischen Strolchen in Uniform, pardon Soldaten, besetzt und enteignet. Die Chilenen riefen um Hilfe. Wo? In Chile? Das hatte damals ein Heer von 3.000 (dreitausend!) Mann, von denen die meisten im Süden standen, als Besatzungstruppe bei den “Araucanes” (aber das ist eine andere Geschichte).

Nun gut, 700 Mann konnte man entbehren. Sie landeten in Antofagasta, warfen die Bolivianer aus der Atacama-Wüste hinaus und… handelten sich prompt eine Kriegserklärung von Perú ein, das auch noch seine Schäfchen ins Trockene bringen wollte. Viereinhalb Jahre später saßen freilich die peruanischen Schäfchen (die man dort Llamas, Alpacas oder Vicuñas nennt, und die eigentlich nicht mit den europäischen Schafen, sondern mit den afrikanischen Kamelen verwandt sind – aber Woll- und Fleisch-Liferanten sind sie auch) nicht nur auf dem Trockenen, sondern die Chilenen hatten ihnen auch noch kräftig das Fell über die Ohren gezogen, waren in Callao gelandet, hatten Lima eingenommen und einen Frieden erzwungen, der ihnen die ganze Atacama einbrachte. (Gekostet hatte er sie 3.000 Tote – das Heer war im Laufe der Jahre mit 22.000 Mann Ersatz aufgefüllt worden – und ein Kriegsschiff, das von den Peruanern in der Seeschlacht von Iquique versenkt worden war, die diesen bisher letzten militärischen Erfolg ihrer Geschichte bis heute jedes Jahr groß feiern.)

Dieser Krieg ist – jedenfalls aus chilenischer Sicht – eine der wenigen echten Heldentaten in der lateinamerikanischen Geschichte, was sich freilich nie bis nach Europa herum gesprochen hat, vor allem nicht die Art und Weise, wie die Chilenen – die auf der ganzen Linie gesiegt hatten und in Ancón und Valparaíso Friedensverträge hätten diktieren können, wie sie die Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg in Versailles und anderen Pariser Vororten diktieren sollten – ihn beendeten: Weit davon entfernt, ihren Gegnern eine “Kriegsschuld” anzuhängen (es war ohnehin jedem – außer den Peruanern und den Bolivianern – klar, wer den Krieg verschuldet hatte) oder Milliarden schwere Reparations-Zahlungen aufzubrummen, verpflichteten sich die Chilenen vielmehr, in der Atacama nach zehn Jahren eigener Verwaltung eine Volksabstimmung durchzuführen über den weiteren Verbleib, und falls diese zu ihren Gunsten ausginge, den Bolivianern zum Ausgleich eine weitere Eisenbahn zu bauen – nämlich von La Paz nach Arica -, auf der sie ihre Waren auf dem kürzesten Weg über den (jetzt zu Chile gehörenden) Pazifik-Hafen ausführen konnten. (Könnt Ihr Euch vorstellen, liebe ältere Leser, daß die Polen den Deutschen 1919 oder 1939 etwas ähnliches in Westpreußen angeboten hätten? Dikigoros auch nicht.) Wie die Volksabstimmung ausging, kann sich jeder, der mal auf einer chilenischen und einer peruanischen Verwaltungsbehörde war, leicht ausrechnen. Dennoch erkannten die wenig vertragstreuen Peruaner den Ausgang erst elf Jahre später an.

Die Chilenen dagegen hielten ihr Wort und bauten die Bahnlinie von Arica nach La Paz – aber die Bolivianer sind trotzdem nie auf einen grünen Zweig gekommen, was folglich nicht an den Chilenen im allgemeinen und nicht am Pazifik-Krieg im besonderen gelegen haben kann. Chile aber wurde in den nächsten Jahrzehnten mit der “Trans-Anden-Bahn” nach Antofagasta und dem Export von Guano und Salpeter reich. (Erst 1914 sollten die Deutschen das Haber-Bosch-Verfahren zur Stickstoff-Gewinnung aus Luft entwickeln und Guano und Salpeter damit allmählich vom Weltmarkt verdrängen. Chile kompensierte das durch den Abbau seiner Kupferminen und bewahrte sich einen bescheidenen Wohlstand – Bolivien dagegen verharrte trotz seiner wertvollen Zinnminen in Armut, aber das ist eine andere Geschichte.)

[Trans-Anden-Bahn]

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Als Dikigoros, noch ein junger Student, durch Südafrika reiste, machte er sich keine großen Gedanken, welche Bedeutung die Eisenbahn für dessen Geschichte hatte. Woher auch? In den Geschichtsbüchern stand (und steht) davon praktisch nichts, und erzählen tat es einem auch niemand – weder die Briten noch die “Afrikaaners”. (Bitte nennt sie nicht “Boeren” oder “Buren”, liebe Leser; das betrachteten nämlich schon die Nicht-Bauern im 19. Jahrhundert als Schimpfwort – sie wollten “Burgers” [Bürger] genannt werden :-) Die schwelgten vielmehr in Erinnerungen an ihren “großen Treck”, mit dem die “Voortrekker” während der 30er Jahre des 19. Jahrhunderts aus ihrer angestammten Heimat, der Kap-Kolonie (die sich die Engländer während der napoleonischen Kriege unter den Nagel gerissen hatten), nach Norden zogen – auf staubigen Pisten, mit Ochsenkarren.

Jenseits des Flusses Oranje gründeten sie den Oranje-Freistaat, und noch etwas weiter nördlich, jenseits des Vaal (eines Nebenflusses des Oranje) ein paar Kleckerstaaten, die sich später zur Republik Transvaal zusammen schlossen. Irgendwann wurden bei Kimberly im Oranje-Freistaat Diamanten gefunden, weshalb die Briten es überfielen und ihrer Kolonie Betschuanaland (dem heutigen Botswana) zuschlugen; und irgendwann wurde bei Witwatersrand (zwischen Johannesburg und Pretoria – danach heißen die südafrikanischen Goldmünzen bis heute “Rand”, so wie die alten europäischen Silbermünzen nach Joachimsthal, dem Fundort des Metalls, “Thaler” hießen – aber das ist eine andere Geschichte) Gold gefunden, weshalb die Briten auch Transvaal überfielen, erst zurück geschlagen wurden, aber dann den Burenkrieg anfingen, nach dessen Ende anno 1901 sie ganz Südafrika zu ihrer Kolonie machten (für nur 60 Jahre – aber das wußten sie damals natürlich noch nicht). So ungefähr steht es auch in den Geschichtsbüchern, in denen Ihr vielleicht noch den Namen Cecil Rhodes finden werdet, der das auf britischer Seite gedeichselt hatte (nach ihm war übrigens Rhodesien benannt, das heute nach den Ruinen von Zimbabwe heißt); und wenn Ihr gar in einen historischen Atlas schaut, dann findet Ihr dort zwar all die Gebiete und Gebietchen mitsamt ihren Bodenschätzen eingezeichnet – vielleicht sogar die, welche die Afrikaner und Briten irgendwelchen Negerstämmen abgenommen hatten, die vor oder nach ihnen ins Land gekommen waren. Aber das, worum in damals wirklich ging, werdet Ihr nicht finden – außer Ihr sucht bei Dikigoros:

Wahrscheinlich habt Ihr, lieber Leser, auch falls Ihr Norddeutsche sein solltet, die es eigentlich anginge, in Euren Geschichts- und Märchenbüchern über Ursachen, Inhalt und Folgen des deutsch-englischen Vertrages vom 1. Juli 1890 nichts gelesen, und wenn doch, dann nur blühenden Unsinn. Zum Beispiel, daß es da nur um den Tausch des früher von Dänemark, inzwischen aber von England besetzten Inselchens Helgoland vor der Küste Frieslands gegen die früher von einem muslimischen Sultan besetzte, aber inzwischen vom Deutschen Reich “geschützte” Insel Sansibar vor der Ostküste Tanganjikas gegangen sei. Vielleicht auch noch, daß dieser angeblich so genannte “Helgoland-Sansibar-Vertrag” (wie er wirklich hieß und was drin stand könnt Ihr hier nachlesen) damals nicht besonders populär war; denn Helgoland war nur ein wertloser Felsen, während es auf Sansibar leckere Gewürze gab und Negersklaven zuhauf – nein, pardon, die Sklaverei hatten die Briten ja offiziell abgeschafft. (Dennoch blieb Sansibar der Hauptumschlagplatz der muslimischen Sklavenhändler an der Ostküste Afrikas – und Leute, die mit der Lage dort besser vertraut sind als Dikigoros, behaupten, daß er das heute noch sei.)

Aber das glaubt Ihr doch selber nicht, liebe Leser, daß die Briten das strategisch wichtige Helgoland vor der Elbmündung aufgegeben hätten nur für das blöde Sansibar? Nein, heute längst vergessene Afrikareisende wie Carl Peters, Brenner und die Gebrüder Denhardt hatten nicht nur die Gebiete um den Victoria-See, die Bismarck 1884 zum “Schutzgebiet Deutsch-Ostafrika” erklärte, nämlich das heutige Tanzania, das heutige Ruanda und das heutige Burundi (das ist dort, wo sich seit der glorreichen “Befreiung vom Kolonialjoch”, die Hutsi und die Tutsi die Freiheit nehmen, einander kräftig auf die Mutzi zu hauen :-) für das Reich in Beschlag nehmen wollen, sondern auch die Gebiete um den Rudolf-See, d.h. Uganda, außerdem Kawurondo, Ukamba und Wituland (also den Süden des heutigen Kenya); und auf die letzteren verzichtete das Reich nun für das Linsengericht Helgoland. Na und? War das schlimm?

Immerhin behielten die Deutschen doch die Serengeti-Steppe mit ihren Löwen, die Wembere-Steppe und last not least die Massai-Steppe am Fuße des Kilimandjaro, wo man Usambara-Veilchen pflücken konnte! Was hatten die Engländer mehr? Nun, sie hatten die Trasse für eine Eisenbahn vom Victoria-See über Nairobi nach Mombasa bekommen – mit deren Bau sie noch im selben Jahr begannen, wie auch mit dem der Bahnlinie von Salisbury, der Hauptstadt Rhodesiens, nach Beira. (“Beira” bedeutet schlicht Rand, Ufer, Küste – die Portugiesen waren bei der Benennung des zweitwichtigsten Hafens ihrer Kolonie Mosambique ebenso einfallslos wie die Franzosen bei der Benennung des wichtigsten Hafens ihrer baskischen Kolonie, den sie “Bordeaux [Wasserrand]” nannten :-) Die erstere verband das Mittelmeer über den Nil (unabhängig vom Suez-Kanal!) mit dem Indischen Ozean; die letztere verband – ja, was verband die eigentlich? Gute Frage, liebe Leser, und die Antwort lautet: noch gar nichts!

Damit das nicht so blieb, bauten die Briten eine Eisenbahnlinie von Kimberley nach Bulawajo, das wiederum mit Salisbury verbunden wurde – und jetzt wißt Ihr auch, daß bei der Annexion des ersteren die Diamanten nur zweitrangig waren. Die reichsten Diamantenminen dort gehörten ohnehin Cecil Rhodes als Privatmann – und dem war es völlig schnuppe, auf wessen Staatsgebiet die lagen, solange er damit zu einem der reichsten Männer der Welt wurde. Nein, es ging darum, die aufmüpfigen Burenstaaten einzukesseln, sie vom Meer abzuschneiden und ihnen die Transportwege zu nehmen. Dies geschah im Westen durch die Annexion Betschuanalandes und den Bau der Kimberley-Bahn, im Osten durch die Annexion aller Negergebiete an der Küste des indischen Ozeans bis zur Grenze der portugiesischen Kolonie Mosambique. Um den Verlauf jener Grenze hatte es Jahrzehnte lang Streit gegeben zwischen Großbritannien und Portugal. Schließlich setzten sich die Portugiesen durch (mit Hilfe des französischen Präsidenten, der einen Schiedsspruch zu ihren Gunsten fällte), und sie bekamen die so genannte Delagoa-Bucht (die im 18. Jahrhundert einmal niederländisch gewesen war) mit Lourenço Marques, dem wichtigsten Hafen zwischen Daressalam und Kapstadt. [Die Torf-, pardon Mohrenköpfe, die das Land heute "regieren", nennen die Stadt "Maputo", wohl in Unkenntnis der Tatsache, daß die Iberer den schräg gegenüber in die Delagoa-Bucht mündenden Fluß nicht einfach so "Ma puta" genannt hatten, sondern daß das auch eine - wenig schmeichelhafte - Bedeutung hatte. (Dieser wird die Stadt allerdings bis heute gerecht, da im prüden Südafrika Hurenhäuser noch immer verboten sind, und die Wochenendausflügler gerne mal über die Grenze fahren :-) ]

Damit waren der Oranje-Freistaat und Transvaal völlig von den Briten abhängig, die sie deshalb getrost anerkennen konnten. Ja, aber die Goldfunde, der Jameson-Raid und… Halt, liebe Leser, schaut Euch doch einmal die Geschichtszahlen an! (Man hört heutzutage zwar oft, daß die unwichtig seien, aber manchmal hilft ein Blick auf sie doch, Zusammenhänge zu erkennen :-) Anfang 1886 wurde in Witwatersrand Gold gefunden; und “daraufhin” beschlossen die Briten (oder Rhodes, der inzwischen Premierminister der Kapkolonie war, oder wer auch immer – die Theorien reichen vom Kolonialminister Chamberlain über den Unterhaus-Führer Balfour bis zum Regierungschef Salisbury), Transvaal zu annektieren und schickten Mr., pardon Dr. Jameson los (der Colonel in der britischen Armee war – formell beurlaubt, aber nur so, wie etwa die Angehörigen der Legion Condor 40 Jahre später von der Reichswehr). “Daraufhin”? Pardon, liebe Leser, das war im Dezember 1895, fast zehn Jahre nach den sagenhaften Goldfunden! Selbst wenn man in Betracht zieht, daß Jameson bereits im August 1895 beurlaubt wurde, im September 1895 in Südafrika eintraf und im Oktober 1895 mit der Zusammenstellung einer Miliz begann, ist das wohl etwas zu lang, um einen direkten Kausalzusammenhang herzustellen, oder? Also mußte es wohl einen anderen Grund geben – aber welchen?

Oranje-Karte-Bahn

Nun, liebe Leser, das war so: Die Engländer hatten wie gesagt alles daran gesetzt, die Buren-Republiken vom Meer abzuschneiden, und das war ihnen weitestgehend gelungen. Sie hatten auch schon mit den Portugiesen einen Vertrag, daß sie die Eisenbahn von Lourenço Marques an der Delagoa-Bucht bis nach Betschuanaland bauen durften. Aber dann wollten diese dickschädeligen Buren nicht mit machen und vergaben den Auftrag für die Bahnlinie bis zur Grenze von Mosambique an die deutsche Konkurrenz! Das war nun wirklich ein Staatsverbrechen aller ersten Ranges! Die Engländer taten, was sie konnten, um den Bau der Linie zu sabotieren; aber es half alles nichts: Im Juli 1895 nahm die “Delagoabaaibahn”, wie die Afrikaaner sie nannten, den Verkehr auf. Half da wirklich nichts? Man konnte es ja wenigstens mal versuchen: Die englische Regierung schickte also Colonel Jameson ans Kap; aber dessen Handstreich mißlang.

Das war ärgerlich; und zu allem Überfluß schickte der böse Kaiser Wilhelm auch noch ein Glückwunsch-Telegramm an den Präsidenten von Transvaal, Paulus Krüger (den die Afrikaaner nur “Oom” – Opa) nannten, über das sich die Engländer furchtbar aufregten. (Es ist als “Krüger-Depesche” in Eure Geschichts- und Märchenbücher eingegangen.) Dabei wurden die darin mit keinem Wort erwähnt, sondern nur irgendwelche obskure “bewaffnete Scharen von außen”, und der Glückwunsch richtete sich auch nicht etwa auf den militärischen Sieg, sondern auf die Wiederherstellung des Friedens - pfui!

Tatsächlich waren die Engländer noch über ein ganz anderes Telegramm aus dem selben Jahr sauer. In einem modernen englischen Geschichtsbuch von 1991 steht es kurz und bündig: “Im Juli 1895 wurde die Eisenbahnverbindung zwischen Pretoria und dem Indischen Ozean eröffnet. Wilhelm II telegrafierte seine Glückwünsche, und drei deutsche Kreuzer ankerten in der Delagoa-Bucht. [Pfui!] Sir Edward Malet, der britische Botschafter in Berlin, im Begriff, in den Ruhestand zu treten, nutzte die Gelegenheit seines Abschiedsbesuchs bei Marschall von Bieberstein [dem damaligen Außenminister, Anm. Dikigoros], um vor der Gefahr weiterer Ermutigung burischer Bestrebungen zu warnen.” Das ist etwas schwammig formuliert; tatsächlich warnte Malet, daß eine weitere Unterstützung der Buren durch das Reich für Großbritannien ein casus belli sei. Kaiser Wilhelm soll äußerst befremdet gewesen sein, daß die Limeys ausgerechnet ihm, dem Enkel ihrer Königin und ihrem einzigen echten Freund, “wegen ein paar Negern und Palmbäumen” den Krieg erklären wollten.

Wie dem auch sei, die Engländer dementierten offiziell, irgend etwas mit diesem komischen Dr. Jameson zu tun zu haben. Pro forma stellten sie ihn sogar vor Gericht und verurteilten ihn zu einer langjährigen Gefängnisstrafe. (Er wurde freilich noch im selben Jahr von Queen Victoria begnadigt und sollte später Präsident der Kap-Provinz werden.) Sein Gegenspieler, der Burenpräsident Paulus Krüger, war ein alter, dummer Mann von altmodischen Grundsätzen. Er glaubte allen Ernstes, sein kleines Volk, das gerade mal 200.000 Köpfe zählte, könnte sich dauerhaft seine Unabhängigkeit von den mächtigen Briten bewahren. Deshalb setzte er sich zur Wehr, als die Briten 1899 unter Bruch der alten Verträge erneut versuchten, auch Transvaal zu annektieren – diesmal ganz offiziell, ohne Dementi wie noch beim Jameson-Raid. Und Krüger glaubte, daß ihm ausgerechnet die Deutschen zu Hilfe kommen würden.

Da kannte er die aber schlecht: Die Deutschen haben immer wieder ein besonderes Geschick an den Tag gelegt, sich die falschen Verbündeten auszusuchen, diejenigen die ihre Hilfe wert gewesen wären, im Stich zu lassen, und sich dann zu wundern, wenn sie ihrerseits von ihren falschen Verbündeten im Stich gelassen wurden. Ein paar Deutsche in den Straßen demonstrierten für die Burenrepublik; ein paar Politiker hielten schöne Reden zum Fenster hinaus; aber die Reichsleitung (so hieß die Regierung damals) rührte keinen Finger. Schließlich hatte man erst im Vorjahr ein Abkommen mit den Engländern über die Aufteilung der portugiesischen Kolonien geschlossen; und dabei war Lourenço Marques mitsamt der Delagoabaaibahn in die britische Interessensfäre gefallen. (Was die doofen deutschen Politiker nicht ahnten war, daß die Engländer fast unmittelbar darauf hinter ihrem Rücken den Portugiesen im Vertrag von Windsor den Bestand ihres Kolonialreichs garantiert hatten; das ganze diente ihnen also nur dazu, die Deutschen und Portugiesen gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen.)

Über den Verlauf des Krieges braucht Dikigoros nicht viel zu schreiben, das könnt Ihr anderswo nachlesen, z.B. hier. Aber natürlich erwarten nun vor allem seine Stammleser, daß er wenigstens ein paar Worte über die britischen Konzentrationslager verliert und womöglich die Frage aufwirft, ob es die ersten waren, ob sie vergleichbar waren, ob… Na, sei’s denn – aber Ihr werdet wahrscheinlich enttäuscht sein. Gewisse Deutsche glauben, die Konzentrationslager des Dritten Reiches durch den Hinweis relativieren zu können, daß es so etwas bei anderen Völkern ja auch – und schon viel früher – gegeben habe. (Eine Logik, die Dikigoros nicht so recht nachzuvollziehen vermag – Relativieren ist kein Entschuldigen und kein Rechtfertigen.) Gemeinhin verweisen sie auf die britischen Konzentrationslager im Burenkrieg.

Die Briten wiederum verweisen auf die Konzentrationslager, welche die Amerikaner ein Jahr zuvor auf den Filipinen eingerichtet hatten; die Amerikaner wiederum verweisen auf die Konzentrationslager, welche die Spanier kurz davor auf Kuba eingerichtet hatten. Da wird so mancherlei in einen Topf geworfen, was nicht zusammen gehört: Die Lager in Kuba waren Strafanstalten, in denen die Spanier Terroristen einsperrten – so wie die USA es noch ein gutes Jahrhundert später tun sollten (in die selben Lager, in Guantánamo). Die Lager auf den Filipinen waren Kriegsgefangenenlager, in denen die Amerikaner filipinische Widerstandskämpfer einsperrten, die sich gegen die Eroberung zur Wehr setzten – aber das waren immerhin Kombattanten. Die Lager in Südafrika waren Pferche, in denen die Engländer insgesamt 161.000 Nicht-Kombattanten (also praktisch alle burischen Frauen und Kinder und einige “Bastarde”) einsperrten. Ihr Tod durch Hunger und Seuchen wurde nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern er war, wie wir aus der Korrespondenz der Verantwortlichen auf britischer Seite wissen, ausdrücklich erwünscht. Dennoch überlebten rund 70% der Insassen (das ist, zumal für die damalige Zeit, eine relativ hohe Quote; die Buren waren zäh).

Die Lager im Dritten Reich waren unterschiedlicher Natur: Die echten, ursprünglichen Konzentrationslager auf deutschem Boden waren Schutzhaftanstalten (wobei man “Schutzhaft” ebenso wenig mit “Schutz” assoziieren darf wie heute – “Schutzhaft” bedeutete und bedeutet Einsperren von jemandem, dem [noch] kein Prozeß gemacht worden ist); die Überlebensrate lag dort bei fast 100%. Die Lager im General-Gouvernement Polen waren Vernichtungslager; und Dikigoros will hier keine Diskussion entfachen, wie diese Vernichtung vor sich ging, ob durch Überarbeitung, Krankheit, Vergasen oder sonstwas. Er sieht auch – im Gegensatz zu der jungen Jüdin, die er auf einer seiner Reisen in Südafrika getroffen hat – keine Parallele zum Burenkrieg; denn wenngleich ein paar größenwahnsinnige jüdische Funktionäre dem Reich 1939 demonstrativ den Krieg erklärten (was sie völkerrechtlich gar nicht konnten), herrschte eben kein Kriegszustand zwischen Deutschen und Juden. Nein, das sind zwei Paar Schuh’.

Aber Dikigoros will auf etwas anderes hinaus: Das Einsperren der burischen Frauen und Kinder in Konzentrationslager war Teil der “Verbrannte-Erde“-Politik der Engländer, die den Oranje-Freistaat und Transvaal systematisch zerstörten, um das Burenvolk seiner Existenzgrundlage zu berauben: Alle Farmen und Felder wurden verbrannt, das Vieh erschlagen; sie wüteten wie die Türken im 16. Jahrhundert in Ungarn, wie die Schweden und Franzosen im 17. Jahrhundert in Deutschland, wie die Engländer im 17. und 18. Jahrhundert in Irland und Schottland und… wie die Nordamerikaner im 19. Jahrhundert in den “rebellischen” Südstaaten. Der Unterschied war nur, daß sich die Yankees (ebenso wenig wie die zuvor genannten) nicht auch noch die Mühe machten, Frauen und Kinder ihrer Feinde in Konzentrationslager zu sperren: Sie vernichteten einfach deren Lebensgrundlagen und ließen sie dann verhungern – so lauteten auch die offiziellen Anweisungen der Regierung in Washington an ihre Generäle.

Meint Ihr wirklich, daß es da noch darauf ankommt, wer nun die “Konzentrationslager” erfunden hat? Aber wenn es Euch denn gar keine Ruhe läßt: Über die Lager im amerikanischen Sezessionskrieg schreibt Dikigoros hier, über die Lager auf Kuba hier, über die Lager des Dritten Reiches hier, und über die amerikanischen Kriegsgefangenenlager in Deutschland nach 1945 – in denen mehr Insassen umkamen als in allen zuvor genannten zusammen – hier. (Und wenn er irgendwann mal dazu kommt, seine Aufsätze über Solzhenitsyn und Bao Ruo Wang fertig zu schreiben, werdet Ihr dort auch etwas über die russischen und chinesischen Lager lesen können.)

Wahrscheinlich habt Ihr, liebe Leser aller Altersklassen, in Euren Geschichts- und Märchenbüchern noch nie etwas von Klein-Wolfsburg gelesen, schon gar nicht in seiner portugiesischen Original-Bezeichnung “Lobito”. Aber die Geografen und Metereologen unter Euch werden vielleicht schon mal vom Benguela-Strom gehört haben; der verläuft an der Südwestküste Afrikas, und nach ihm ist auch eine alte Hafenstadt benannt, nämlich Benguela. Und Lobito ist, nachdem dieser Hafen mehr oder weniger versandet ist, dessen neue Hafenstadt. Wozu aber hat man dort einen neuen Hafen erbaut, da doch schon der alte Hafen seit dem Ende des Sklavenhandels nicht mehr richtig ausgelastet war (sonst hätte man ihn ja nicht versanden lassen)? Nun, andere Nationen sahen ja auch, wie es einem ergehen konnte, wenn man sich auf englische Häfen und Eisenbahnlinien verließ – und wer wollte schon gerne seine Frauen und Kinder im Konzentrationslager verrecken sehen?

Also kamen die bösen, undankbaren Belgier und Portugiesen auf die Idee, die Bodenschätze des Kongo (die hauptsächlich in dessen Süd-Provinz Katanga lagen) statt über British-Rhodesien an die Ostküste über eine eigene, neu zu bauende Eisenbahn an die Westküste Afrikas zu transportieren, von der Minenstadt Kolwezi (deren Namen die meisten von Euch noch nie gehört haben werden; aber jedem französischen und/oder belgischen Fallschirmjäger und/oder Fremdenlegionär, der die Kämpfe in den 60er Jahren überlebt hat, ist er noch heute in guter – oder vielmehr schlechter – Erinnerung) bis nach Benguela – von dort gab es schon eine Verbindung zum Hafen von Lobito. 1903 war die “Benguelabahn” fertig und nahm ihren Betrieb auf, d.h. die wertvollen Rohstoffe rollten an den Engländern vorbei; und selbst der Personenverkehr aus der damals noch “Elizabethville” genannten Provinz-Hauptstadt (bis zu der man die Bahngleise verlängerte) nahm bald diesen Weg. Die Briten sahen es mit scheelem Blick: Wofür hatten sie die Bahnlinie über Salisbury nach Beira gebaut? Etwa, damit die Belgier ihr Zeug jetzt an die Westküste karrten und von dort nach Europa verschifften (was nur halb so weit war wie von Beira aus)? Höchstvorsorglich hatten sich die Engländer ausweislich ihres Teilungsvertrags mit den Deutschen auch Benguela und Lobito vorbehalten – aber natürlich damit sie selber dort eine Bahnlinie bauten, nicht die anderen… Im Sommer 1914 war es fast so weit, daß England den Teilungsplan aus der Tasche gezogen hätte… Aber halt, wir wollen nicht vorgreifen; denn inzwischen waren auch noch andere Eisenbahnlinien gebaut worden, von denen Euch Dikigoros zuerst berichten muß.

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Wahrscheinlich habt Ihr, liebe Leser aller Altersklassen, in Euren Geschichts- und Märchenbüchern über Ursachen, Verlauf und Folgen des russisch-japanischen Krieges von 1904-1905 wenig oder gar nichts gelesen, und wenn doch, dann nur blühenden Unsinn. Um was ging es da doch gleich? Ach so, ja, um ein Holzbergwerk, das die Russen widerrechtlich südlich des Jalu – also innerhalb der japanischen “Einflußsphäre” in Korea – errichtet hatten. Oder vielleicht auch um ganz Korea oder um die Mandschurei, welche die bösen Japaner den armen Chinesen entreißen wollten, was die edlen Russen zu verhindern suchten? Nein, liebe Leser, es ging um viel mehr, nämlich um ganz Sibirien, das zwar formell schon zu Rußland gehörte, aber… Sicher habt Ihr mal irgendwo gelesen, daß Sibirien im 16. und 17. Jahrhundert von der Familie Stroganow (nach deren damaligen Angehörigen das gleichnamige Rinder-Geschnetzelte übrigens nicht benannt ist, ebenso wenig der gleichnamige Salat, den Dikigoros als kaltes Leipziger Allerlei mit Majonnaise bezeichnen würde; das erfand vielmehr erst einer ihrer Nachfahren im 19. Jahrhundert :-) und ihren Kosaken für den Zaren von Rußland “erobert” wurde. Aber das stimmt nicht: Stroganows Kosaken hatten Sibirien eigentlich eher bereist als erobert.

Gewiß, sie hatten ein paar hölzerne Palisadenforts als bewaffnete Handelsposten und Verwaltungssitze angelegt (und seitdem erhoben die Russen Anspruch auf seinen Besitz; Papier – auch das von Landkarten – ist geduldig), aber von einer vernünftigen Nutzung seiner ungeheuren Ressourcen konnte – von der Pelztierjagd mal abgesehen – noch lange nicht die Rede sein, dafür fehlte es einfach an Menschen. Wer ging schon freiwillig ins eisige Sibirien, um sich dort den Arsch abzufrieren? Eben, niemand, also deportierte man im Laufe der Jahrhunderte rund 4 Millionen Sträflinge dorthin. Die meisten von ihnen kehrten nie zurück (und das lag nicht etwa daran, daß es ihnen dort so gut gefallen hätte :-) – wie auch? Es gab ja, außer sibirjakischen Wolfshundschlitten und Schusters Rappen, kein Transportmittel!


Erläuterung: “Dalian” ist die Halbinsel, an deren Südspitze einst die russische Festung “Port Arthur” lag. Die Chinesen
(die kein “r” aussprechen können) nennen sie “Ta Li-en”, die Japaner (die kein “l” aussprechen können) “Dariën”.

Das sollte sich ändern, als der Zar beschloß, eine Eisenbahnlinie von Moskau quer durch Sibirien bis an den Pazifik bauen zu lassen. 1891 begannen die Arbeiten an der “Transsibirischen Eisenbahn” auf der heute so genannten “alten Trasse”, d.h. über Tscheljabinsk, Omsk, Nowosibirsk, Irkutsk und Tschita bis nach… ja wohin sollte es von dort denn eigentlich weiter gehen? Jedenfalls zu einem großen Hafen. Doppelt genäht hält besser, dachten die Russen, also beschlossen sie, gleich zwei Trassen zu bauen: Die erste (auf der Karte oben in rot eingezeichnet) führte nordöstlich nach Chabarowsk und von dort scharf südlich nach Wladiwostok – das allerdings am Japanischen Meer lag und deshalb eine Mausefalle war, die die Japaner leicht zuschnappen lassen konnten. (Außerdem war es im Winter nicht eisfrei; in kalten Jahren war der Hafen 3-4 Monate zugefroren!) Die zweite (auf der Karte oben in pink eingezeichnet) führte südöstlich quer durch die Mandschurei (die freilich auch noch keinen großen Wert hatte, bevor die Japaner in den 1930er und 1940er Jahren jede Menge Industrie hinein pumpten) bis nach Charbin, bog dann ebenfalls scharf nach Süden ab und endete in Port Arthur. Das lag zwar fast doppelt so weit weg von Charbin wie Wladiwostok, nämlich an der Südspitze der Halbinsel Dalian alias Dariën, war aber eisfrei und auch sonst prächtig gelegen, zwischen dem Golf von Tschili (heute nach der wichtigsten seiner Buchten ungenau “Bohai-See” genannt) und der Korea-Bai, beherrschte also die Zufahrt nach Tientsin (heute “Tianjin” geschrieben) und folglich den Zugang zu Peking (heute “Beijing” geschrieben – nur zur Orientierung auf der Karte unten).

Das wußten freilich auch die Japaner. Die führten 1895 Krieg gegen die Chinesen und nahmen ihnen Port Arthur weg. Aber die Russen zwangen sie (im Bündnis mit den Franzosen, den Amerikanern und den Deutschen, die sich dabei äußerst schäbig verhielten) es den Chinesen zurück zu geben; anschließend sicherten sie sich selber das Besatzungsrecht. Die Japaner waren (und sind) praktisch veranlagte Menschen: Sie warteten, bis die Russen anno 1904 die südliche Eisenbahntrasse durch die Mandschurei fertig gebaut hatten (dies, und nichts anderes, war der wahre Kriegsgrund!), dann schlugen sie zu. Über den Verlauf und die Folgen jenes Krieges schreibt Dikigoros an anderer Stelle. Halten wir hier nur fest, daß die Russen die nördliche Trasse nach Wladiwostok zuende bauten; sie besteht bis heute, und mutige Reisende können sie – deren Ende lange Zeit militärisches Sperrgebiet war – inzwischen in ganzer Länge befahren.

[Transsibirische Eisenbahn]

Nachtrag. Eigentlich hätte Dikigoros eben statt “nördliche” Trasse “mittlere” Trasse schreiben müssen, denn er meinte ja die, die auf der Karte oben rot eingezeichnet ist; und die nördliche Trasse ist die grüne, die mit dem Schlagwort “BAM” (für “Baikal-Amur-Magistrale”) bezeichnet wird. Als Dikigoros diese Seite anno 2000 ins Web setzte, hätte er nicht gedacht, daß die jemals fertig würde; aber inzwischen ist es so weit, also muß er auch darüber kurz ein paar Worte verlieren – leider keine besonders erfreulichen. Im Tsarenreich nie über das Planungs-Stadium hinaus gelangt, wurde 1937 unter Stalin mit großem Brimborium der erste Spatenstich getan; aber als der Zweite Weltkrieg ausbrach, brauchte man sowohl die Insassen der sibirischen Gefangenenlager – die man als Arbeitsklavenkräfte vorgesehen hatte – als auch die Schienen zu anderen Zwecken, und das Projekt wurde wieder eingemottet. 1974 wurde es unter Brezhnjew erneut in Angriff genommen, aus Gründen, die damals vielen einleuchtend schienen: Erstens lag die rote Linie zu nah an der Grenze zu Rotchina, mit dem man sich dauerhaft verkracht hatte, und man fürchtete, daß diese Route im Kriegsfall sehr schnell vom Feind zerstört, erobert oder jedenfalls unterbrochen werden könnte.

Und zweitens gab es weiter nördlich ungeheure Mengen an Bodenschätzen (Kohle, Eisen, Kupfer, Gold usw.), die erschlossen – und vor allem abtransportiert – werden sollten. Nach dem Auseinanderbrechen der Sowjet-Union kam das Projekt ins Stocken, erstens aus Geldknappheit (die Kosten waren auf 5 Mio US-$/km gestiegen, und es ging hier um über 4.000 km!) und zweitens, weil einige am militärisch-strategischen Sinn des Ganzen zu zweifeln begannen in einer Zeit, da Truppen schneller und sicherer auf dem Luftweg transportiert werden können als mit der Eisenbahn. Dennoch, eines Tages wurde sie fertig, und die Russen waren stolz auf diese “technische Meisterleistung” – immerhin hatten sie (genauer gesagt ‘zigtausende nordkoreanischer Kulis, denn kein Russe wäre bereit gewesen, unter den mörderischen Bedingungen dort freiwillig zu arbeiten, und es gab nicht mehr genug Arbeitssklaven – selbst die Vorarbeiter und Ingenieure mußte man aus der Ukraïne holen :-) die Strecke durch Eis und Schnee, über Berg und Tal (die Tunnel waren ein besonderes Problem) gelegt, und am Rande der Geleise auch ein paar Städte angelegt, in die anfangs wegen der Spitzenlöhne sogar einige Leute freiwillig zogen.

Aber schon nach wenigen Jahren stellte sich heraus, daß das ganze eine Investitionsruine war: Kaum ein Passagier wollte ins Niemandsland fahren, wo bislang bloß ein paar Sibirjaken ihre Rentiere geweidet hatten (die sich nun empfindlich gestört fühlten); die Bodenschätze waren aus dem tief gefrorenen Boden nicht zu wirtschaftlich rentablen Bedingungen heraus zu holen (bis auf etwas Kohle, die nach Japan verschachert wurde); allmählich leerten sich die künstlich angelegten Städte, die Menschen wollten lieber heim nach Rußland. Und was die Nähe zu Rotchina anbelangt: die wäre jetzt ein Segen gewesen, denn in Rußland werden ja kaum noch Verbrauchsgüter zu erschwinglichen Preisen hergestellt (die Luxusgüter für die kleine Oberschicht – für die Geld keine Rolle spielt – werden aus dem Westen importiert); dagegen sind die chinesischen Billigprodukte, die wir im Westen als “Schrott” betrachten (aber dennoch ab und zu kaufen, sei es weil wir es nicht merken, sei es aus Geiz :-) für die Russen so begehrenswert, daß manche von ihnen regelmäßig von Moskau (und erst recht aus der noch schlechter versorgten Provinz) die weite Reise mit der “Transsib” auf sich nehmen – und zwar auf der alten, südlichen Trasse, die an der chinesischen Grenze entlang führt! -, um dort billig einzukaufen; und die Reisekosten finanzieren sie durch den Verkauf von überschüssiger Ware auf dem Schwarzmarkt.

Volkswirtschaftlich ein Irrsinn; aber immer noch weniger irrsinnig als die Nordtrasse: Um deren Betrieb entgegen jeder Vernunft aufrecht zu erhalben, nimmt man jährlich einen 8-stelligen Verlustbetrag (wohlgemerkt in US-$, nicht in Rubl :-) in Kauf – und es gibt Gerüchte, wonach man die Bahngeleise (die bisher nur einspurig verlaufen) sogar noch erweitern will. Na ja, vielleicht ist das immer noch besser als mehr und mehr Geleise still zu legen, wie das in gewissen Gegenden Mitteleuropas zunehmend geschieht. Nachtrag Ende.

http://www.geocities.ws/dikigoros2/bahn.htm

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Gruß an die Reichs-Bahn

Der Honigmann

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Neben der CIA und dem KGB gibt es auch einen eigenen Geheimdienst. Die EU Intelligence Community beschäftigt 1.300 Mitarbeiter und kostet den Steuerzahler 230 Millionen Euro jährlich. Nun regt sich im Europäischen Parlament Widerstand gegen die Truppe. Denn niemand kontrolliert die Spione Brüssels effektiv.

007-Logo

Während der MI6 auf einen Top-Agenten wie James Bond setzte, leistet sich Brüssel 1.300 Mitarbeiter.

Parallel zu den nationalen Geheimdiensten in Europa leistet sich auch die EU einen eigenen Geheimdienst.

Millionen Euro werden dafür jedes Jahr ausgegeben. 1.300 Mitarbeiter versorgen die EU dafür mit wichtigen Informationen. Eine wirklich effektive Kontrolle gibt es nicht. Transparenz gilt unter Geheimdiensten als Todsünde.

Insoweit passt diese Einrichtung gut ins das bürokratische Schema in Brüssel.

Brüssel, die Stadt der Lobbyisten, Parlamentarier und – Spione. „Ich denke man kann mit Sicherheit sagen, dass Brüssel eine der größten Spionagehauptstädte der Welt ist“, zitiert der österreichische EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser  den Leiter des belgischen Sicherheitsdienstes VSSE in seinem blog. Alain Winants geht davon aus, dass mehrere hundert Spione sich in der EU-Hauptstadt tummeln. Diesem munteren Treiben wollte die EU nicht tatenlos zusehen – und hat mit dem Aufbau eines eigenen Geheimdiensts begonnen.

Insgesamt sechs Einheiten gibt es in Brüssel, die als EU-Geheimdienst zusammengefasst werden können, die EU-Intelligence Community. Neben Europol und Frontex gehören dazu auch vier nachrichtendienstliche Einheiten, sagte Martin Ehrenhauser den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Diese sind das Intelligence Analysis Center, das Satellite Center, das Intelligence Directorate und der Situation Room. Diese gehören dem Auswärtigen Dienst (EAD) an.  230 Millionen Euro jährlich erhalten die sechs Einheiten des EU-Geheimdienstes aus dem EU-Budget. Dieser Etat „ist über die letzten Jahre kontinuierlich gestiegen, selbstverständlich“, so Ehrenhauser. 1.300 Mitarbeiter arbeiten dort. So hat der EU-Geheimdienst in etwa die Größe „eines Geheimdienstes eines kleinen, mittelgroßen Staates wie Österreich“.

Jedoch gibt es eigentlich nur für Europol eine rechtliche Grundlage. Das Problem sei vor allem, so Ehrenauser, dass das EU-Parlament kein wirkliches Mitspracherecht bei den Einheiten des Geheimdienstes habe. Jedoch sei eine „parlamentarische, demokratische Kontrolle durch das Parlament dringend notwendig“. Bei Europol und Frontex sei die parlamentarische Kontrolle „relativ stabil“. Bei den vier nachrichtendienstlichen Einheiten sei dies aber so gut wie gar nicht gegeben. Es gebe eine Art budgetrechtliche Kontrolle, aber beim Personal oder dem genauen Einsatz der EU-Mittel könne das Parlament nicht mitreden, sagte Ehrenhauser. Eine entsprechende Initiative des Parlaments für eine bessere parlamentarische Kontrolle sei jedoch kürzlich abgelehnt worden.

Zwar gibt es Ehrenhauser zufolge keine verdeckten Aktionen, „aber es werden aus unterschiedlichen Quellen Informationen gesammelt, analysiert und an die entsprechenden EU-Stellen weitergeleitet“. Dies seien klassische Aufgaben eines Geheimdienstes. So übermitteln beispielsweise auch die nationalen EU-Geheimdienste Informationen an die geheimdienstlichen Einheiten Brüssels. Aber auch Delegierte und andere Quellen nutzt der Geheimdienst. Dennoch ist noch „in hohem Maße von den Erkenntnissen der nationalen Geheimdienste abhängig“. Zur Herausgabe von Daten und Informationen können die nationalen Geheimdienste allerdings nicht verpflichtet werden. Etwaige Gedankenspiele in diese Richtung habe es aber gegeben. Nur bisher konnte dafür noch keine Mehrheit gefunden werden. So schlug etwa der österreichische EU-Abgeordnete Strasser eine CIA auf EU-Ebene vor, sagte Ehrenhauser. Strasser selbst wird die CIA nicht mehr aufbauen können: Er wurde wegen Korruption zu einer Haftstrafe verurteilt (hier).

Über die Effektivität des EU-Geheimdienstes herrschen Ehrenhauser zufolge jedoch große Meinungsverschiedenheiten. So sehen einige darin nur einen weiteren Beamtenapparat, der nur Geld verschlinge und nicht professionell arbeite. Andere hingegen lobten die Professionalität der sechs Einheiten.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/08/die-spione-bruessels-eu-baut-eigenen-geheimdienst-auf/

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….danke an Günter K.

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Gruß an die “007-s”

Der Honigmann

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Nach einer kurzen Einleitung, wegen des brisanten Themas, lesen Sie einen Zeitzeugen Bericht über Verbrechen und Leiden, die Deutsche während des Zweiten Weltkrieges erfahren haben. Wir haben uns entschlossen den Bericht von Werner Weinlein † hier zu veröffentlich, da es immer weniger Menschen gibt, die von den Erlebnissen damals berichten können. Der Bericht soll auch nicht dazu dienen, Schuldige zu suchen und irgendwelche Gruppen zu verurteilen, sondern ein neutrales Zeitdokument sein.

Gerade weil man heutzutage gerne solche Berichte falsch versteht, möchten wir außerdem nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, das wir keiner Partei und/oder politischen Gruppierung angehören.

In diesen Jahr am 08. Mai jährte sich die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht zum achtundsechzigsten Mal. Es wurde vielerorts, nicht nur in Deutschland, dem offiziellem Ende des Zweiten Weltkrieges gedacht.

In der Tat wurde am 08. Mai 1945 Deutschland vom NS-Regime befreit. Aber weder Elend, Not, noch Tod endeten an diesem Tage. Nein im Gegenteil. Der 08. Mai war der Anfang von unglaublicher Siegerwillkür und Brutalität gegenüber den Unterlegenen. Es geschahen so bis heute ungesühnte Verbrechen, die in direkten Konflikt mit Menschen- und Völkerrecht stehen. Wie es von den Siegern eines Krieges üblich ist, egal welcher Seite sie auch angehören, werden solch belastende Ereignisse meist totgeschwiegen. Es folgt aus diesem Grund fast immer eine einseitige Geschichtsbetrachtung, wohin man schaut. Kein Schulbuch, das sich diesem Thema annimmt, geschweige es offen anspricht. Wer sich unvoreingenommen und kritisch mit diesem Abschnitt der Geschichte beschäftigt, kommt  schnell in den Verdacht ein “Nazi” zu sein.

An dieser Stelle sei erwähnt, das wir nicht die Opfer aufrechnen wollen. Der Bericht dient ausschließlich der Wahrheitsfindung und zur Aufklärung aller Menschen, damit sich dieser Wahnsinn, gleich in welchem Land, nicht wiederholt

“Immer doch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge”.  Bertolt Brecht

Vor einigen Jahren wurde dem Autor des Artikels von Frau S. via E-Mail eine unglaubliche Geschichte zugetragen, von deren Sachverhalt er buchstäblich eine Gänsehaut bekam. Es handelt sich um ein Referat von Werner Weinlein, das er vor seinem Tod im Jahre 2004 im Rahmen eines Vortrages bei der CDU in Nürnberg hielt.

Die darin geschilderten Erlebnisse waren so ungeheuerlich, daß sich der Autor des Artikels mit Frau S. in Verbindung setzte, um dessen Wahrheitsgehalt zu prüfen und mehr zu erfahren. Er sollte in diesem Zusammenhang nicht enttäuscht werden! Frau S. bestätigte ihm den Wahrheitgehalt und hatte sogar noch weitaus erschütterndere Informationen für ihn parat. Wie z.B. den persönlichen Erlebnisbericht von Werner Weinlein, sowie weitere Dokumente, die die menschenverachtenden Verbrechen gegenüber den deutschen Bürgern erahnen lassen.

Achtung!!!

Personen mit schwachen Nerven sollten hier nicht weiter lesen. Die Texte enthält zuweilen äußerst brutale und grausame Einzelheiten. Psychische und emotionale Reaktionen sind garantiert!

Nachfolgend nun der von uns im Original und ungekürzt veröffentlichte Referattext.  Wir, die Redaktionsleitung, sehen diesen als eine geschichtliche Dokumentation und übernehmen deshalb auch für irgendwelche gesetzesverletzende Inhalte keinerlei  Verantwortung.

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Der 08. Mai 1945Befreiung oder Katastrophe?

Verbrechen und Leiden am deutschen Volk!

Wenn wir an das Jahr 1945 zurückdenken, so verbindet sich die Erinnerung an dieses Datum mit großer Trauer. Wir erinnern uns an das große Leid, das über uns Deutsche hereingebrochen war. Ein Leid mit all seinen Schrecken, gepaart mit einer unendlichen Hoffnungslosigkeit jener Tage. Mit Schmerz erinnern wir uns an die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte und die Zerstörung des Reiches, welches über 1000 Jahre Schild und Schutz aller Deutschen war. Denn, was dann kam, war für den überwiegenden Teil der Deutschen, insbesondere für die im Osten unseres Vaterlandes lebenden, die Hölle auf Erden! Wie 1919 wurde geltendes Völkerrecht und Selbstbestimmungsrecht gegenüber uns Deutschen mit Füßen getreten, nur mit dem Unterschied, daß man diesmal die Zerstörung Deutschlands und die Vertreibung ins Unermeßliche, Menschenverachtende, Verbrecherische steigerte. Wir Deutsche waren dem Haß und der Rachsucht auf Gnade und Ungnade preisgegeben. Rechtlos, zu Freiwild abgestempelt, begann das große Spießrutenlaufen der Deutschen. Demütigungen, Erniedrigungen, Diffamierungen, Mißhandlungen aller Art, Folter und Totschlag, massenhafte Ermordung gefangener Soldaten und Zivilpersonen waren viele Monate lang an der Tagesordnung. Die Sieger warfen das ganze deutsche Volk in den Zustand absoluter Sklaverei. “Arbeit, Leben und Eigentum aller Deutschen stehen in der vollen Verfügungsgewalt der Sieger”, erklärte Churchill.

Über 20 Millionen Deutsche wurden in Europa und aller Welt aus ihren angestammten Heimatorten verjagt, davon über eine Million in Arbeitslager verschleppt, Hunderttausende in der ganzen Welt interniert oder in KZ`s eingesperrt, und das nur weil sie Deutsche waren. Unzählige starben bereits auf den Transporten, wenige kehrten nach Jahren unermeßlicher Leiden zurück. Die unendlichen Stationen des Leidens der Deutschen aufzuzählen, ist unmöglich, Stunden- und tagelang könnte man die Beschreibung der Greuel, die ja auch im Bundesarchiv zu einem Teil aufgezeichnet sind, fortsetzen. Vieles ist auch unbekannt geblieben, da keine Zeugen mehr vorhanden sind. Auch, wenn man das Buch von Jürgen Thorwald lesen kann, “Die große Flucht” und davon nur die 45 Seiten des Kapitel, “Die Insel der Unseligen” oder “Der Sturm über Prag”, würden die Menschen erschauern vor soviel Unmenschlichkeit, das sich ein normaler Mensch nicht vorzustellen wagt, denn es gab dort keine Todesart, die deutsche Menschen nicht erleben mußten.
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Mit dem 08. Mai1945 begann die größte Menschenjagd, die es jemals auf der Welt mit einem großen Volk gegeben hat. Es geht um das Gleichheitsprinzip und um die Wahrheit, es geht darum, daß diese Verbrechen bekannt gemacht werden und an die Weltöffentlichkeit kommen die nur “Auschwitz, Maidaneck und Dachau” hört, doch endlich auch von den Leiden der Deutschen etwas erfährt. Nach “Lidice” pilgern viele Leute und besonders in Deutschland erinnern hunderte von Mahnmalen an die Judenopfer. Für mehr als 5 Millionen Vertreibungsopfer und die vielen Bombenopfer finden wir hier in Deutschland selbst kaum eine Gedenkstätte, auch nicht für die aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern, Westpreußen, dem Sudetenland und den deutschen Siedlungsgebieten im Osten und Südosten, wo 20 Millionen Deutsche Heimatrecht hatten, hat die Welt noch kaum etwas erfahren, weil deutsche Politiker, unter Bruch ihres Amtseides die Interessen ihres Volkes schmählich mißachten. Durch andauernde Diskriminierung, Verdrehung der Tatsachen und Totschweigen der Wahrheit wurde ein Zustand erreicht die jede nationale Regung, ja unsere Identität, erstickt.
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- Je länger die NS-Zeit zurückliegt, um so schamloser werden die Anklagen und die Schuldzuweisungen gegen unser Volk und immer dichter das Netz der KZ.-Gedenkstätten Wo bleiben die Gedenkstätten deutschen Elends? Für uns gibt es auch keine Wiedergutmachung, kein Denkmal für die tapferen Frauen und Mütter, die mit ihren Kindern und Familien in den Infernos der Bomben-Nächten der Zerstörung ausharren, für die Vergewaltigten und die irgendwo Verscharrten?

Wer denkt an die, in den alliierten Gefängnissen gefolterten und hingerichteten Deutschen. Die meist sogar unschuldig gewesen waren? Der Holocaust hingegen wurde immer wieder herausgestellt, aber die riesigen Verbrechen der Sieger, die sie an dem deutschen Volk begingen, werden verschwiegen um sie vergessen zu machen.
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Noch heute, nach mehr als 56 Jahren, sehen wir täglich die Filme aus aller Welt, die auch bei uns, über die vorgebliche Schlechtigkeit des deutschen Volkes berichten. Unsere Regierung schämt sich dabei nicht, sich nicht von den Lügen und Verleumdungen zu distanzieren, besonders unser früherer Bundespräsident, Herr von Weizsäcker, doch auch die nachfolgenden Präsidenten nicht, wo man doch heute weiß, daß da vieles nicht stimmt. – Wo sind die Parteien, wo sind ie Abgeordneten der Landtage und des Bundestags, wo ist die Regierung, die sich gegen die Flut der Verleumdungen unseres Volkes wehrt, wo die Menschen, die dagegen protestieren und die Mutigen die sich öffentlich gegen diese Verleumdungen und Beleidigungen wehren und unsere Ehre verteidigen??????

Durch jahrzehntelange Einschüchterungen, wirtschaftliche Entmachtung und gesellschaftliche Abwertung soll verhindert werden, daß die Wahrheit ans Licht kommt. Dies alles hat Spuren hinterlassen, daß selbst die noch lebenden, um die wahren Ursachen wissenden und forschenden Deutschen, in der in Regel nicht wagen ihre Stimme zu erheben. Wir Zeitzeugen, die noch leben, haben daher die Pflicht der heranwachsenden Jugend und der nachwachsenden Generation, das Wissen darüber zu vermitteln, wie die Wahrheit der deutschen Geschichte wirklich war, und weshalb in diesem Jahrhundert zwei Weltkriege, Orkanen gleich, über Europa und die Welt hinweggebraust sind und Deutschland zweimal gegen eine Welt von zusammengerotteter Feinde um sein Leben kämpfen mußte.

So überkommt uns Trauer über die mehr als 4 Millionen Vertreibungstote, Trauer über die, in der Heimat ums Leben gekommenen, Trauer um das riesige Ausmaß der Zerstörungen, und Trauer über den Verlust riesiger blühender Provinzen. Es ist eine Beleidigung der Deutschen und eine Schamlosigkeit sondergleichen, wenn ein deutscher Bundespräsident den “Zusammenbruch des Deutschen Reiches” mit all den folgenden Schrecken, als “Befreiung” bezeichnet und die blutige “Vertreibung” der Deutschen, Millionen über Millionen Tote an den Wegen des Elends zurücklassen mußten, nicht als das bezeichnete, was es war: “Als das größte Verbrechen, das je am deutschen Volke verübt wurde und einer der größten Verbrechen der Menschheit.!!”
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Diese blutige Austreibung gar als “erzwungene Wanderung von Ost nach West” zu erklären, ist makaber ! Haben die, vom deutschen Bundestag gewählten deutschen Bundespräsidenten von dem Schreien geschändeter Frauen, Mädchen und Kindern, von dem Schreien Gequälter, von dem Stöhnen Brennender und dem Todesröcheln gemordeter deutscher Brüder und Schwestern nichts gehört? Wie verträgt sich eine solche Haltung von Weizsäckers mit seinem christlichen Gewissen, das er zur Schau trägt? Unsere Pflicht ist es nun, an diesen Tag zu denken und zu unserem Volk zu stehen um der Wahrheit willen und für die Zukunft unseres Volkes. Unsere Toten mahnen! Deutschland wird nicht zugrunde gehen, wenn es die Deutschen nicht selbst zugrunde richten.
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 ”Deutschland wird nicht zur Befreiung besetzt”, hieß es unmißverständlich in der Siegerdirektive der “Befreier”! An der Grenze: “Sie betreten jetzt Deutschland, hier endet die Zivilisation. Jede Verbrüderung mit den Deutschen ist verboten.“!
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Im Zuge des 08. Mai 1945 geschah Massenunrecht, das erst durch neudeutsche Extremumerzieher und Nestbeschmutzer zu “Befreiern” verklärt wurden. Die Westmächte hinterließen ihre Visitenkarte in Form von gewaltigen Leichenbergen nach völkerrechtswidrigen Luftangriffen auf die deutsche Zivilbevölkerung.
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Die Sowjetarmee, die z.T. Schon von Anbeginn d.h. Im Juni 1941, deutsche Kriegsgefangene durch bestialische Weise massakrierte , hatte kaum ihren Fuß auf deutschen Boden gesetzt, da richteten die von Stalins Chefpropagandisten, dem Juden Ilya Ehrenburg, aufgehetzte Rotarmisten ab Oktober 1944 im ostpreußischen Nemmersdorf ein Blutbad besonders an Frauen und Kindern an. Allein der furchtbare sexuelle Holocaust, der von Siegersoldaten an deutschen Frauen und Mädchen verübt wurde, sollte es verbieten, die Geschehnisse von 1945 als “Befreiung” zu verklären. Auch die GIs waren nicht unschuldig und das Wort “befreien” wurde auch von diesen im Sinne von “Beute machen” verstanden. Ein Soldat, der eine Deutsche vergewaltigte, hat sie “befreit”!
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Die vielleicht schlimmsten Massenvergewaltigungen, die jemals von der weiblichen Bevölkerung eines besiegten Landes erduldet werden mußte, waren diejenigen, die am Ende des 2. Weltkrieges von den Angehörigen der Roten Armee an deutschen Frauen verübt wurden. Nach seriösen Schätzungen fielen zwischen Frühsommer und Herbst 1945, allein in Berlin mindestens 110 000 Mädchen und Frauen den sowjetischen Soldaten zum Opfer, wobei etwa 40 % mehrfach vergewaltigt wurden. Ungefähr 10 % der Fälle waren Vergewaltigungen mit Todesfolge, aber zahlreiche Frauen begingen bereits aus Angst vor der Tat Selbstmord. Nach vorsichtigen Schätzungen wurden in den östlichen Teilen Deutschlands mindestens zwei Millionen deutsche Frauen ein und mehrfach zur sexuellen Beute der Rotarmisten. Unter den Opfern seien zahllose Mädchen, viele davon kaum 13 Jahre alt, gewesen. Gerade diese blutjungen Mädchen seien häufig auf besonders brutale Weise vergewaltigt worden. Nicht selten standen Dutzende Schlange vor den Opfern. Prof. Hans D o e r r schreibt: “Nach meinen Berechnungen sind mindestens rund zwei Millionen Frauen vergewaltigt worden, wobei mindestens 200 000 umkamen.
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Die Zahl der 2 Millionen ergibt sich nach Dr. Reichling aus 110 000 Opfern in Berlin, 500 000 in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands, 1, 4 Millionen in den deutschen Vertreibungsgebieten. An dieser Stelle sei besonders der Massakrierung von rund 2000 deutschen Mädchen in einem RAD-Lager gedacht, die einer Haßorgie ohnegleichen zum Opfer fielen – keine Hölle kennt solche Qualen! Die Beschreibung der Verbrechen an den rund 2000 deutschen Mädchen in den RAD- und BDM – Lagern von Neustettin durch Rotarmisten und Polen sind so ungeheuerlich, daß es die Leser so beeindrucken könnte, daß sie einen psychischen Schaden davontragen könnten. Es ist einfach unbeschreiblich was sowohl die Art der körperlichen Qualen als auch die Zahl der massakrierten und getöteten Mädchen betrifft. Ich selbst hatte, nachdem ich die Berichte gelesen hatte, Schwierigkeiten dies zu verarbeiten. Allem Grauen zum Trotz sei dennoch um der Opfer willen hier der Bericht wiedergegeben.
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Die Berichte der deutsch-brasilianischen Staatsbürgerin Leonore Geier, geb. Cavoa, geb. am 22.10.1925, als Tatzeugin wurden auch von Bernhard Wassermann und Manfred Haer, Angehörigen der Inf.-Geschütz-und Ausbildungskomp I G 81 bestätigt, die nachträglich mit den Bergungsarbeiten in den Lagern betraut waren, als nach einem vorübergehenden Rückzug der 1. weißrussischen Armee die deutsche Wehrmacht nach einem Gegenstoß Neustettin wieder befreit hatte. Die Zeugin war zu dieser Zeit als Schreibhilfe im Lager “Vilmsee” des weiblichen Arbeitsdienstes tätig. Als Brasilianerin galt sie vor der russischen Armee als Verbündete im Zwangseinsatz des NS-Staates. Die Darlegung dieser Vorrechte weist ein Schriftstück aus, welches vorlag und den Stempel der weißrussischen Armee trägt. Der Bericht wurde am 06. Oktober 1956 verfaßt und gibt die Ereignisse vom 16., 17., und 18. Februar 1945 wieder.

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“Am Morgen des 16. Februar besetzte eine russische Abteilung das RAD-Lager Vilmsee bei Neustettin. Der Kommissar bedeute mir in gutem Deutsch, daß das Lager aufgelöst sei und daß wir als uniformierte Einheit sofort in ein Sammellager transportiert würden. Da ich als Brasilianierin Angehörige einer verbündeten Nation der Alliierten war, betreute er mich mit der Führung des Transportes, der nach Neustettin in den Hof einer ehemaligen Eisengießerei ging. Wir waren etwa 500 Maiden des weiblichen RAD. Der Kommissar behandelte uns sehr höflich und wies uns die Fremdarbeiter-Baracken des Werkes zu. Der angewiesene Platz war jedoch für alle zu eng, weshalb ich bei dem Kommissar vorstellig wurde. Er sagte, daß es ja nur vorübergehend sei, und daß ich in die Schreibstube kommen könnte, wenn es für mich zu eng wäre. Was ich gerne annahm. Sofort bedeutete er mir, keinen Kontakt mehr mit den anderen aufzunehmen, da diese Angehörige einer illegalen Armee wären. Meine Vorhaltung, daß dies nicht den Tatsachen entspräche schnitt er mit der Bemerkung ab, daß ich erschossen würde, wenn ich in irgend einer Form nochmals etwas ähnliches wiederhole.
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Ich hörte plötzlich lautes Geschrei und schon brachten zwei Rotarmisten fünf Mädchen herein. Der Kommissar befahl ihnen, die Kleider abzulegen. Als diese sich aus Scham widersetzten, hieß er mich, es ihnen zu tun, und mit ihnen ihm zu folgen. Wir schritten über den Hof zur ehemaligen Werksküche, die man völlig ausgeräumt hatte, bis auf ein paar Tische an der Fensterseite. Es war entsetzlich kalt und die Bedauernswerten zitterten. In dem großen, gekachelten Raume erwarteten uns einige Russen, die anscheinend sehr obszöne Bemerkungen machten; denn jedes Wort wurde mit lautem Lachen quittiert Der Kommissar bedeutete mir, hinzusehen, wie man aus Herrenmenschen Jammerlappen mache. Nun kamen zwei Polen, nur mit einer Hose bekleidet, herein bei deren Anblick die Mädchen aufschrieen. Rasch hatten sie die erste ergriffen und mit dem Rücken über die Tischkante gebogen, bis ihre Gelenke knackten. Ich war fast einer Ohnmacht nahe, als der eine das Messer zog und ihr die rechte Brust vor den Augen der anderen herunterschnitt. Dann hielt er einen Augenblick inne und schnitt die andere Seite ab. Ich habe noch nie einen Menschen so verzweifelt schreien hören wie dieses Mädchen.

Nach dieser Operation stach er mehrmals das Messer in den Unterleib, was wiederum vom Johlen der Russen begleitet war. Die Nächste schrie um Gnade, doch vergebens, da sie besonders hübsch war, hatte ich den Eindruck, man tat das schaurige Werk sehr langsam. Die anderen drei waren ganz zusammengebrochen, sie schreien nach ihrer Mutter und bettelten um einen raschen Tod, doch auch sie ereilte das Schicksal. Die Letzte war noch ein halbes Kind mit einer kaum entwickelten Brust, ihr riß man buchstäblich das Fleisch von den Rippen, bis der weiße Knochen zum Vorschein kam. Wieder brachte man fünf Mädchen herein, diesmal hatte man genaue Auslese getroffen, alle waren gut entwickelt und hübsch. Als sie die Leiber der Vorgängerinnen sahen, begannen sie zu weinen und zu schreien. Mit schwacher Kraft versuchten sie verzweifelt, sich zu wehren.

Doch es half ihnen nichts, die Polen wurden immer grausamer. Der einen schnitten sie den Leib der Länge nach auf und gossen eine Dose Maschinenöl hinein, das sie zu entzünden versuchten. Der anderen schob ein Russe in das Geschlechtsteil, bevor sie ihr die Brüste abschnitten. Ein großes Gejohle begann, als aus einer Werkzeugkiste eine Säge gebracht wurde. Jetzt zerriß man den übrigen Mädchen die Brüste damit, was in kurzem den Boden in Blut schwimmen ließ. Ein Blutrausch packte die Russen. Laufend brachte man Mädchen. Wie in einem roten Nebel sah ich das schreckliche Geschehen, immer wieder vernahm ich den unmenschlichen Aufschrei beim Martern der Brüste und das laute Aufstöhnen beim Verstümmeln der Schamteile.

Als mir die Knie versagten zwang man mich auf einen Stuhl, der Kommissar achtete stets darauf, daß ich hinblickte ja, als ich mich erbrechen mußte, hielten sie sogar inne bei der Marterung. Ein Mädchen hatte sich nicht ganz entkleidet, es mochte auch etwas älter als die übrigen sein, deren Alter um siebzehn Jahren lag. Man tränkte ihren Büstenhalter mit Öl und entzündete dies, was gelang, und während sie aufschrie, trieb man ihr einen dünnen Eisenstab in die Scheide, bis dieser am Nabel heraustrat. Auf dem Hofe liquidierte man mit Knüppeln ganze Gruppen von Mädchen, nachdem man die hübschesten für diesen Marterraum ausgesondert hatte.

Die Luft war erfüllt vom Todesgeschrei vieler hundert Mädchen. Doch angesichts dessen, was sich hier abspielte war der Totschlag draußen geradezu human. Es war eine furchtbare Tatsache, daß keines der hier verstümmelten Mädchen die Besinnung verlor. Jede erlitt die Verstümmelung bei vollem Bewußtsein. Im Entsetzen waren alle gleich in ihren Äußerungen; stets war es das Gleiche, das Betteln um Gnade, der hohe Schrei beim Schneiden der Brust und das Stöhnen beim Verletzen der Geschlechtsteile. Mehrmals unterbrach man das Morden, um das Blut herauszukehren und die Leichen wegzuschaffen. Am Abend fiel ich in ein starkes Nervenfieber. Von da an fehlt mir jede Erinnerung bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich in einem Lazarett erwachte.

Deutsche Truppen hatten vorübergehend Neustettin zurückerobert und somit befreit. Wie ich später erfuhr, wurden in den 3 Tagen der ersten russischen Besetzung etwa 2000 Mädchen ermordet, die sich in der Umgegend in RAD-, BDM- und sonstigen Lagern befanden. Der Chefeinpeitscher war Ilja Ehrenburg. Seinem 1943 in Moskau erschienen Werk “Woina” (Krieg) sind u.a. folgende Passagen zu entnehmen: “Die Deutschen sind keine Menschen. Wenn du nicht im Laufe eines Tages wenigstens einen Deutschen getötet hast, so ist es für dich ein verlorener Tag gewesen. Für uns gibt es nichts Lustigeres als deutsche Leichen… Wir setzen damit die Arbeit von Pasteuer fort, der das Serum gegen die Tollwut entdeckte. Wir setzen damit die Arbeit aller der Wissenschaftler fort, die die Mittel zur Vernichtung tödlicher Mikroben entdeckten….” (nach DJ 23.04.1965)

Mindestens 6 Millionen Deutsche fielen den Massenverbrechen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg in der “Nachkriegszeit” zum Opfer. Die deutschen Nachkriegs-Verluste liegen insgesamt bei mehr als 5 Millionen Menschen. Sie stellen aber nur einen Teil der europäischen Nachkriegsverluste dar. Sehr verlustreich verliefen die sogenannten “Säuberungen” 1944/45 in Frankreich, Italien, Jugoslawien und in der Sowjetunion. Bei vorsichtiger Schätzung wird man von einer Mindestzahl von 15 Millionen Nachkriegsopfern ausgehen müssen.

In den ersten Nachkriegsjahrzehnten kam es keinem maßgeblichen Bonner Politiker, auch kaum einem Presseorgan, in den Sinn, den 08. Mai 1945 als “Tag der Befreiung” zu bezeichnen. Das riß erst im Zeichen neudeutschen, meist hausgemachten, weltweit einzigartigen Nationalmasochismus ein. Einen ersten Höhepunkt brachte der 40. Jahrestag der Kapitulation 1985 mit sich, wo eine Zeitung Bucerius einen Jubelartikel auf die Alliierten, schrieb. “Die Sieger haben auch für unsere Freiheit ihr Blut vergossen”.!!!!!! Auch Bundespräsident Richard von Weizsäcker setzte ein solches Zeichen, als er in einer Rede im Deutschen Bundestag den 08. Mai 1945 zum “ Tag der Befreiung ” proklamierte Ich habe ihm damals sofort einen geharnischten Brief geschrieben und ihn beleidigt. Er hat ihn sogar beantwortet….

10 Jahre später steigerte sich die Kampagne von Meinungsmachern und vielen etablierten Politikern und es gab viele weitere “Befreiungsfeiern” in Deutschland. So etwas Widerliches gibt es in keinem anderen Land. Besonders jedoch die Westmächte legten überhaupt keinen Wert darauf, den Deutschen als “Befreier” zu erscheinen und dann gab es keine solche nationalmasochistische Kriecherei vor den Siegern, wie 50 Jahre später, nicht einmal, als die Alliierten im Totalbesitz der Macht waren.

Politiker tragen der Entrechtung des deutschen Volkes entgegen, ja selbst einige von den Alliierten lizenzierten Medien zeigten in der unmittelbaren Nachkriegszeit mehr Rückrat als ihre Erben ein halbes Jahrhundert später!! Dem deutschen Volk insgesamt jedoch zuzumuten, den 08. Mai 1945 als “Befreiungstag” zu feiern, hat alle Aussichten, des 20 Jahrhunderts größte Perversion in der Geschichte einzugehen.

K. Akinscha – ein Moskauer Korrespondent der USA schreibt: 1945 wurde von den “Befreiern” aus dem Osten, wie aus dem Westen, im besiegten Deutschland, der größte Kunstraub der Weltgeschichte verübt. Die “Legenden” von den kriegszerstörten deutschen Kunstschätzen wurden durch den Mitarbeiter des Moskauer Puschkin- Museums, Grigorij Koslow, zerstört und widerlegt und Auskunft gegeben über den Raubzug von 1945 sowie die geheime Lagerung der Kunstwerke in sowjetischen Depots. Die Rote Armee hat mehr als 2 Millionen Kunstwerke und Kulturgüter aus Deutschland in die Sowjetunion geschafft. Diese Zahl ergibt sich aus einer Bestandsaufnahme des Jahres 1957, die einen Überblick über jene Kunstgegenstände aus Deutschland, die von den sogenannten “Beutebrigaden der Roten Armee” beschlagnahmt – also geplündert und in die UdSSR überführt wurden. Über das Ausmaß der “privaten Beute” der Rotarmisten gibt es sowieso keine Angaben. Schon 1944 hatten die sowjetischen Streitkräfte die Erlaubnis erhalten, Pakete mit Beutegütern aus Deutschland in die Heimat zu schicken. Jean Beran – NC Sonderkorrespondent: Ein besonderer Gesichtspunkt der “Befreiung” Deutschlands von 1945 besteht darin, daß die Deutschen, den Alliierten in Forschung und Technik, je nach Gebieten, um zehn bis 30 Jahre voraus waren, aber um ihre gesamten wissenschaftlichen Schätze gebracht wurden. Der “News Chronicle” schrieb am 21. Februar 1946, was er als einen – sogar unvollständigen – Überblick erwähnte:

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Synthetischer Gummi: ein neuer Produktionsprozeß, bei dem nur noch ein Drittel der Grundstoffmenge benötigt wird wie im bisher üblichen Verfahren.

Raketen: lenkbare Geschosse, die den Atlantik in rascher Zeit überqueren können.

Blutplasma: künstlich hergestellt.

Brennstoffe: völlig neue Methoden für die künstliche Brennstoffherstellung die den Alliierten unbekannt waren.

Flugzeuge: wichtige Erfindungen in Richtung, mit denen die englischen und amerikanischen Fachleute noch gar nicht sich beschäftigt hatten.
Ionosphärenforschung: weit fortgeschritten, mit einer größeren Genauigkeit und Reichweite als jedes bisher den Alliierten bekanntes Gerät.

Infrarotstrahlen: Die deutschen Forschungsergebnisse ersparen den alliierten Wissenschaftlern 10 Jahre zeitraubende Arbeit.

Aerodynamik: Die deutsche Entwicklung besonders für Flugzeuge mit Überschallgeschwindigkeit ist sehr fortgeschritten, die Forschung der deutschen Experten übertreffen jegliche ähnlichen Entwicklungen in den USA bei weitem.

Turbinenantrieb: die Deutschen haben eine Neukonstruktion entwickelt und eine Montagefabrikation, die die ursprüngliche Arbeitszeit von 500 auf 10 Stunden herabsetzt.

Synthetische Stoffe: plastische Stoffe aus Kohle und Gummi, Textilien und

Nahrungsmittel: sehr große Zahl von polimeren Produkten, eine hervorragende Leistung.

Pharmazeutische Produkte: viele neue Erzeugnisse, wurden erbeutet, auch eine Methode, inaktives Insulin herzustellen, verbesserte Schmerzmittel, Betäubungs- und Schlafmittel, Insektenpulver, die weniger giftig sind als die englische DDT.

Beran, der sich in einer Mischung aus Begeisterung und fassungslosem Staunen, seitenlang über den wissenschaftlichen Vorsprung der Deutschen ausließ, stellte im “News Chronikle” anschließend fest: Das sind wenige von vielen tausend Entdeckungen, die erbeutet wurden und die sich vom größten Industriegeheimnis bis zu den kleinsten Einzelheiten der Produktionsweise erstrecken. Insgesamt gesehen ist es eine der gigantischsten Kriegsbeuten, die je ein Sieger erhoffen konnte.

C.Lester Walker, (Journalist USA) schreibt – “1945 spielte sich nicht nur der größte Kunstraub der Weltgeschichte ab, verübt in Deutschland von Siegern, sondern auch der gewaltigste Diebstahl von Know-How”, In welchem Ausmaß das den anderen Staaten in Wissenschaft und Forschung weit Vorausgeeilte Deutschland – das Deutsche Reich – 1945 von seinen Schätzen “befreit” wurde, läßt ein Artikel erahnen, den der US-amerikanische Walker im Oktober 1946 in “Harpers Magazine” unter der Schlagzeile, “Secrets by the Thousends” veröffentlichte. Die in Deutschland erbeuteten Aktenstücke mit wissenschaftlichen Geheimnissen seien auf eine Dreiviertelmillion angewachsen, begann Walker seine Darstellung. Eigens ein neues deutsch-englisches technisches Fachwörterbuch sei aufgesetzt worden mit etwa 40.000 neuen technischen und wissenschaftlichen Ausdrücken, um die sensationellen Fachausdrücke beim interessierten Publikum bekannt zu machen. Einzelbeispiele: “Wir erbeuteten unter diesen unschätzbaren Geheimnissen das Verfahren und die Apparaturen zur Herstellung des besten Kondensators der Welt.

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Millionenfach werden diese Kondensatoren in der Radion- und Hochfrequenz-Industrie gebraucht. Dieser – der deutsche – hält mehrfaches Durchschlagen aus und fast 50 % höhere Spannung als unsere amerikanischen Kondensatoren! Eine wahre Zauberei für unsere Radiofachleute.” Auch bei den synthetischen Textilien machten die amerikanischen Plünderer sensationelle Entdeckungen. Walker: “Die Sammlung von Kriegsgeheimnissen hat auf dem Gebiet der Textilien so viele Offenbarungen gebracht, daß den amerikanischen Fachleuten schwindlig geworden ist. Über die Ausbeute in den Laboratorien der I.G.Farbenwerke hieß es: ” Der größte Glücksfall von Fabrikationsgeheimnissen wurde uns in aus den Laboratorien und Werken des deutschen Chemiekonzerns der I.G. Farben-Industrie zuteil. Nie zuvor soll es ein solches Schatzhaus von Geheimverfahren gegeben haben.

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- Es umfaßt flüssige und feste Brennstoffe, Metallurgie, synthetischen Gummi, Textilien, Chemikalien, Kunststoffe, Heilmittel und Farben. “Die amerikanische Farbstoffindustrie wird mindestens um 10 Jahre vorwärtsgebracht”, zitierte Walker einen US-amerikanischen Chemie-Experten, der angesichts der Beute in Deutschland aus dem Staunen nicht herausgekommen war.” – Könnten wir selber nie herstellen.” Nicht weniger eindrucksvoll sei die “Ausbeute” der “Suchtruppen” auf dem Gebiet der Lebensmittel-Forschung, der Medizin und der Militärtechnik gewesen. Völlig umwerfend aber bei der Luftfahrt und den Raketen: “Die größte Bedeutung für die Zukunft besitzen die deutschen Geheimnisse auf dem Gebiet der Luftfahrt- und der Raketengeschosse. Wie wir jetzt wissen, hatten die Deutschen bei Kriegsende 138 Typen von lenkbaren Geschossen in verschiedenen Stufen der Fabrikation und Entwicklung unter Verwendung jeder bekannten Art des Fernlenkens und Fernzielens: Kurzwellen-Draht, Leitwellen, Schall, Infrarot Lichtbündel, Magnetismus, um nur einige zu nennen – und zum Antrieb benutzten sie alle Methoden von Düsenantrieb für Unter- und Überschallgeschwindigkeit.

Walker traf mit einem der US-amerikanischen Ausbeutungsoffiziere zusammen, der ihm aufgeregt eine winzige Röhre zeigte: “Es ist schweres Porzellan, nicht Glas, und deshalb wirklich unzerstörbar. Sie leistet 1000 Watt mit einem Zehntel der Größe einer gleichen amerikanischen Röhre.” (Heute kennen wir das Geheimnis ihrer Herstellung.) – Er zeigte mir noch die “Infraroteinrichtung”, welche die Deutschen erfunden haben, um nachts sehen zu können. Die Deutschen konnten mit jeder Schnelligkeit in der Finsternis fahren und dabei Gegenstände 200 voraus sehen. So ging es noch laufend weiter mit Polaroid, der Optik, Brot und Mehlgeheimnissen, Fotografie, und wir mußten 10.000 bis 20.000 deutsche Patente bearbeiten.”

Ein Hersteller von Textilien sagte noch: “Dieser Bericht würde meiner Gesellschaft 20 Millionen Dollar wert sein, wenn ich ihn allein haben könnte.!!! “

Sie sehen, man könnte allein auf diesem Gebiet einen ganzen Abend füllen. Doch auch die anderen “Sieger”, vor allem Franzosen und Russen, plünderten das deutsche Know-How. Doch am unverschämtesten “befreiten” die USA Deutschland vom wissenschaftlichen Schatz, auch von den deutschen Wissenschaftlern, die man ebenfalls “mitgehen” ließ.

Die Kriegsgefangenen:

Ein Prof. Brech, USA Wissenschaftler, erzählt, was er als junger US-Soldat und als Wachsoldat in einem amerikanischen Gefangenenlager in Deutschland erlebt: “Etwa 60.000 aller Altersklassen waren in Andernach auf einem (stacheldraht-umzäunten) offenen Feld eingesperrt. Weitere Frauen hielt man in einem separaten (stacheldrahtumzäunten) Großkäfig. Die Männer, die ich bewachte, hatten kein Dach über dem Kopf und verfügten über keinerlei Decken, viele hatten auch keine Mäntel. Sie mußten im kalten und nassen Schlamm schlafen.

Besonders schockiert war ich vom Anblick von Kriegsgefangenen, die Gras und Unkraut zu einer dünnen Suppe bereiteten, und sie sagten mir, damit wollen sie ihren Hungerschmerz stillen. Sie magerten zusehends ab. Die Ruhr breitete sich aus. Bald schliefen sie in ihren eigenen Exkrementen, weil sie zu schwach waren, die Latrinengräben zu erreichen. Viele von ihnen bettelten um Nahrungsmittel. Sie siechten und starben vor unseren Augen dahin. Wir hatten reichlich Nahrungsmittel und Vorräte, taten aber nichts, um den deutschen Gefangenen zu helfen, leisteten auch keine ärztliche Hilfe. Ich war empört über diese Zustände und protestierte bei den Offizieren. Doch die Reaktion waren Feindschaft und Gleichgültigkeit. Als ich hartnäckig blieb, erklärte man mir, es sei “höherer Befehl”. Als ich Lebensmittel über den Stacheldraht zu den Gefangenen warf, schnappte man mich und drohte mir mit Strafen, doch ich wiederholte mein “Vergehen”. Nun drohte ein Offizier mir die Erschießung an. Ich konnte es nicht glauben, bis ich auf einer Anhöhe über dem Rhein einen Captain traf, der mit einer Kaliber-Pistole hinunter in ein Gruppe deutscher Frauen und anderer Zivilpersonen schoß. Ich fragte ihn: “Warum”. Er sagte: “Zielübungen” und feuerte bis das Magazin leer war. Jetzt wurde mir klar, daß ich es mit einem kaltblütigen Killer voller Haß zu tun hatte. Sie betrachteten die Deutschen als Untermenschen, die vernichtet werden müssen”. “Vor Krankheit und Hunger schier wahnsinnig geworden hatten viele Deutsche versucht zu fliehen.

Über offene Felder seien sie in Richtung Rhein gelaufen um dort ihren Durst zu stillen. Doch, sie wurden niedergemetzelt.” Dieses Martyrium setzte sich unter der französischen Regie fort. Einige unserer schwachen und kranken Kriegsgefangenen wurden v. französischen Soldaten in deren Lager abgeführt. Wir fuhren in einem Lastkraftwagen hinter der Marschkolonne hinterher. Ab und zu trat der LKW-Fahrer auf die Bremse, damit sich der Abstand erweiterte, wohl auch, weil der Fahrer ebenso schockiert war wie ich: Sobald ein deutscher Gefangener hinfiel und zurückblieb, schlug man ihm mit Gewehrkolben den Schädel ein. Die Leichen wurden in den Straßengraben gerollt und von einem anderen LKW abgeholt. Für viele mag dieser schnelle Tod besser gewesen sein als das langsame Verhungern auf unseren Todesfeldern.
Auch unter der deutschen Bevölkerung hatte sich die Hungersnot ausgebreitet”, erinnert sich Brech. Oft sah er deutsche Frauen, die bis zu den Ellenbogen in Abfalltonnen der US-Army auf der Suche nach etwas Eßbarem wühlten, wenn sie nicht gleich von den amerikanischen Wachposten weggejagt wurden. Der Hunger habe deutsche Frauen “verfügbar” gemacht. Es überwogen nun auch die Fälle von Vergewaltigungen, die häufig von zusätzlichen Gewalttaten begleitet waren. Sogar die Franzosen beschwerten sich, daß die Vergewaltigungen, Plünderungen und Zerstörungswut unter Alkoholeinfluß bei unseren Soldaten überhand nehmen würde.  “Die US-Army tötete in ihren Kriegsgefangenenlagern zehnmal mehr Deutsche als auf den Schlachtfeldern – von der Normandie bis zum Sieg. Der amerikanische Kriegsverbrecher Eisenhower hat absichtlich rund 1 Million deutsche Kriegsgefangene in den Rheinwiesen ohne Verpflegung, ohne Unterkunft, ohne ärztliche Betreuung mitten in Deutschland umbringen lassen! Wer erinnert sich heute noch in Deutschland an diesen Massenmord? (Siehe auch J. Bacque”Der geplante Tod”).

Zum Massenmord an Ostdeutschen:
(nach dem Amerikaner Buchanan)

Die Geschichte beginnt im Herbst 1944, in einem ostpreußischen Dorf namens Nemmersdorf (von mir eingangs bereits erwähnt), das von der Roten Armee bei ihrem ersten Vorstoß auf deutschen Boden überrannt wurde. Als ein Gegenstoß der Wehrmacht die Roten 48 Stunden später zurückwarf, war klar, was auf Deutschland zukommt. Russen waren zu Bestien geworden. Deutsche Frauen waren an Scheunentore festgenagelt und gekreuzigt worden, auch alle französischen Kriegsgefangenen ermordet, Flüchtlinge von Panzern überfahren worden. Keine Zivilperson wurde lebendig aufgefunden. Jedes Mädchen über 8 Jahre und jede Frau waren vergewaltigt worden. Der Blutrausch des jüdischen Deutschenhassers Ilja Ehrenburg dröhnte in den Ohren der roten Truppen, als sich der Schrecken von Nemmersdorf in einem Ort nach dem anderen wiederholte. Als sich die Nachricht über diese Schrecken verbreitete, flohen Millionen Zivilisten. 20.000 bis 25.000 Flüchtlinge ertranken in der Ostsee, als die sowjetischen Flugzeuge und U-Boote die Flüchtlingsschiffe angriffen. Am 14. April 1945 sank die ” Wilhelm Gustloff” mit 7000 Menschen an Bord.

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Es war die größte Seekatastrophe in der Geschichte. Viehlaster und Züge, die in Berlin eintrafen, entluden tote Kinder, Mädchen und Frauen, die beraubt, geschlagen und vergewaltigt waren. Aus dem Sudetenland vertrieben die tschechischen Behörden 3,5 Millionen Menschen in die russische und amerikanische Zone. Im Lager Lamsdorf in Oberschlesien starben von 8.064 deutschen Gefangenen 6.488, darunter 628 Kinder. Als die Verbrechen endeten, waren 2 Millionen deutsche Menschen tot. In der größten Vertreibung der Geschichte verloren 14 Millionen Deutsche ihre Heimat, die ihre Ahnen seit Jahrhunderten bewohnten. “Die Welt weiß alles, was die Deutschen begangen haben sollten: sie weiß aber nichts darüber, was man den Deutschen angetan hat.” Selbst Henry Chamberlain nannte die von den Westmächten sanktionierte Vertreibung der Ost- und Sudetendeutschen “eines der barbarischsten Ereignisse der europäischen Geschichte.” (!)

Zu dieser “rücksichtslosen Massenaustreibung” habe es in den Friedensschlüssen nach den großen Europäischen Kriegen keine Paralelle gegeben!! In Potsdam war verkündet worden, es sei “nicht die Absicht der Alliierten, das deutsche Volk vernichten oder zu versklaven”. Wenn diese Absicht nicht bestand, so merkte man in den ersten Jahren der Besatzung nicht viel davon. In der Vergangenheit hatten Kulturstaaten, so schnell es die Umstände erlaubter, ihre Kriegsgefangenen entlassen. Die Gerechtigkeits-Kreuzzügler des 2. Weltkrieges handelten anders. Mehrere Jahre nach der Kapitulation wurden 600.000 bis 700 000 deutsche Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter in Frankreich, etwa 400 000 in England und viel, viel mehr, vielleicht 2 – 3 Millionen, in Rußland zurückge-halten. Wer zahlt diesen armen Menschen etwas?

Jean Pirre Pradervand, französischer Humanist, kämpfte, für die deutschen Kriegsgefangenen, Soldaten in Frankreich und verfaßte Beschwerden, Eingaben und Proteste wie folgt: An General de Gaulle: “Mein General, am 03. September (1945) habe ich Sie um die Ehre gebeten, mich zu empfangen, damit ich Ihnen über die Situation der deutschen Kriegsgefangenen in französischer Hand berichten könne. Die Zahl der Gefangenen beläuft sich jetzt auf 600.000. Nur 200.000 sind jetzt arbeitsfähig, wie folgt: a) 50 000, weil sie nach den Bestimmungen der Genfer Konvention repatriiert werden sollten – amputiert, blind, geisteskrank, tuberkulös usw. und b) weil sie an schwerer Unterernährung leiden. Die Situation dieser 200 000 Männer ist in Bezug auf Lebensmittel, Kleidung unhygienische Bedingungen so bedenklich, daß man ohne Furcht und Pessimismus sagen kann, daß sie den Winter nicht überleben werden. Um die allgemeine Situation zu zeigen, erlaube ich mir, Ihnen über das Lager in Thorèe-les-Pins bei La Flèche zu berichten, in dem die beiliegenden Fotografien aufgenommen wurden.

Dieses Lager in Thorèe enthält ungefähr 20 000 Gefangene, von denen 13 000, obgleich unterernährt, arbeitsfähig sind. 7000 sind krank von denen:
a.) 2000 in so schlechter Verfassung sind, daß sie, ganz gleich, welche Hilfe ihnen zuteil wird, wahrscheinlich innerhalb der nächsten Monate sterben werden – selbst die  deutschen Ärzte haben es aufgegeben, sie zu behandeln
b.) 2000 Fällen von Unterernährung, die durch richtige Ernährung wieder hergestellt werden könnten, insbesondere durch Injektionen von Blutplasma
c) 3000 sind stark unterernährt, könnten aber durch zusätzliche Ernährung gerettet werden. Am Tage des Besuches durch einen meiner Delegierten gab es 20 Sterbefälle in Thorèe; Särge für die gab es nicht mehr!”

Als Roosevelt, Churchill und Stalin im Februar 1945 an der russischen Schwarzmeerküste zusammenkamen, faßten sie in der Schlußrunde so unmoralische Entschlüsse, wie die Einführung der Zwangsarbeit, die gewaltsame Zurückführung von Flüchtlingen (in Stalins Reich), die Vertreibung von Millionen von Menschen von Haus und Hof, den Bruch des Versprechens des Rechtes auf Selbstbestimmung und ähnliche Unmenschlichkeiten, so daß Jalta in jenem Jahr mehr zu einem Symbol internationaler Unanständigkeit geworden ist, so daß später “Churchill selbst es als “Tragödie von ungeheurem Ausmaß” bezeichnet hat. Vom übrigen Deutschland, hieß es in dem Kommunique von Jalta, sollte man Reparationen “in Natura” fordern, womit Fabriken, Lokomotiven, Waren aller Art usw gemeint waren. Das geheime Protokoll ergänzte diese Bestimmung noch darin, daß zu den Reparationen auch menschliche Arbeitsleistung gehörten. Das war die Ermächtigung zu Zwangs- oder Sklavenarbeit!!

Der Luftkrieg:

Britische Wissenschaftler haben nachgewiesen, daß es England und nicht Deutschland war, das nach dem Mai 1940 unter seinem Ministerpräsidenten W. Churchill und dessen Berater Dr. Lindemann, die offizielle Politik der unbegrenzten Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung einleitete. Sie berechneten nüchtern, daß unter dem Einsatz von 10 000 schweren Bombern zur Zerstörung der 58 größten Städte Deutschlands, ein Drittel der deutschen Bevölkerung ihrer Behausung beraubt würde.

Dabei wurde natürlich vorausgesetzt, daß von diesen 25 – 27 Millionen obdachlosen Menschen wenigstens 10 % 3 Millionen getötet würden. Allein in dieser Beziehung verdienen Churchill und seine Berater zu den wüstesten Massenmörder der Geschichte gezählt zu werden. Tatsächlich wurden 131 deutsche Städte von schweren strategischen Luftangriffen betroffen. Allein die angloamerikanischen Angriffe auf Hamburg, die sich über mehrere Tage hinzog, wurden mindestens 40 000 bis 50 000 Zivilisten bei lebendigem Leibe verbrannt.

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Viele der schönsten Städte der Welt und Europa wurden systematisch in Trümmer gelegt, sogar oft noch während der letzten Wochen des Krieges. Europa zitterte von Monte Cassino bis Lübeck und Rostock. In den letzten Wochen waren es bei uns noch die Städte Würzburg, Hildesheim, Darmstadt,Kassel und unser Nürnberg, welche unter den barbarischen Schlägen der Alliierten untergingen.
Zwischen 800 000 und 2 Millionen schwanken die Schätzungen zu der Opferzahl der angloamerikanischen Bombenangriffe auf Festland-Europa, insbesondere auf Deutschland, im 2. Weltkrieg. Ab 1943 steigerte die britische Royal Air Force das völkerrechtswidrige Flächen Bombardement auf Wohngebiete, zur absoluten Perversion, zum Thermo-Holocaust des Feuersturms.

Die “Basler Nachrichten” schrieb:

“Bei dem Luftbombardement Hamburgs hat sich in einem dicht besiedelten, mehrere Quadratkilometer großen Stadtteil als Folge des Teppichabwurfs von Minen-, Spreng-, Phosphor- und Hunderttausenden von Stabbrandbomben eine Katastrophe ereignet, die allen bisherigen Erscheinungen des Bomben-Krieges in den Schatten stellte. Es ist hervorzuheben, daß es sich hier um eine Wirkung handelt, die nur bei der Bombardierung von dicht besiedelten Wohnbezirken, aber nicht von Industriegelände hervorgebracht werden kann. Es handelt sich um die wohlbekannte Tatsache, daß jeder offene Brand sich den notwendigen Sauerstoff aus der umgebenden Luft ansaugt. Entsteht nun ein Brand von mehreren Quadratkilometern Ausdehnung, dann verbinden sich die aus den einzelnen Häuserzeilen und Häuserblöcken emporzüngelnden Flammen zu einer geschlossenen, und nach immer größeren Höhen empor flackernden Flammendecke. Nach englischen Angaben reichte der Hamburger Brand auf 6 km Höhe, d.h., so hoch stieg die unten entwickelte Glut nach oben. Im Gebiet des Flächenbrandes selbst entsteht eine Taifunstärke erreichende orkanartige Luftbewegung. Dabei dienen die Straßen als Luftzufuhrkanäle und gleichzeitig saugt der durch sie fegende Sturmwind den Brand aus allen Häusern waagrecht oder gar nach unten in den Straßenraum hinein. Der Brand reißt die letzten Sauerstoffreste aus allen Räumen, Unterständen und Kellern, ebenso verzehrt er den Sauerstoff in der Straßenluft. Zunächst entsteht in den Kellern Sauerstoffmangel und Atemnot. Gleichzeitig steigt die Temperatur in den Schutzräumen auf unerträglicheHöhe…..

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Insbesondere waren Frauen und Kinder, die ersten Opfer, auch die verkohlten Frauen und Kinderleichen an den Häuserwänden an den Straßen, die sich aus den Kellern und Bunkern ins Freie retten wollten. Sehr freundlich von den christlichen Siegern!!!!

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Und hier denken wir auch noch an Dresden! Ganz besonders müssen wir an diese Stadt denken, die Vernichtung von Dresden, wo Hunderttausende von Zivilisten – meist Frauen und Kinder – umkamen. Die offizielle Zahl beträgt nach Oberstleutnant Mathes über 273 000 ermittelte Opfer. (35.000 voll identifizierte Opfer mit Namensangabe, 50 000 teilidentifizierte (Eheringe mit eingravierten Initialen und anderen Erkennungszeichen, 168 000, an denen es nichts mehr zu identifizieren gab.)

Inoffiziell wird von mehr als 350 000 innerhalb von zwei Tagen ausgegangen, da nicht nur Verwundete, sondern auch Flüchtlinge Dresden überfluteten; keine Statistik hat diese Opfer je erfaßt. Der englische Forscher Harold Nicolsen (London 1963) bezeichnete die Zerstörung Dresden als schlimmsten einzelnen, durch eine Kriegshandlung bedingen “Holocaust”. Ein Italienischer Konsul berichtete über die “Operation Gomorrha”, dem Holocaust in Hamburg, bei der ca 50 000 Hamburger, meist Frauen und Kinder, bei diesem kaltblütigen völkerrechtswidrigen Massenmord an der Zivilbevölkerung umkamen, folgendes: “Die Phosphorbomben hatten ganze Viertel der Stadt in Brand gesteckt und eine große Zahl von Todesopfer gefordert. Tausende und Abertausende von Unglücklichen, mit brennendem Phosphor übergossen, hatten sich in der Hoffnung, auf diese Weise, daß sie verzehrende Feuer löschen zu können, in die Kanäle gestürzt, in den Fluß, in den Hafen, in die Teiche und selbst in die Brunnen der öffentlichen Anlagen… Dort krallten sie sich an die Uferböschung oder an Boote und Kähnen fest. Sie hielten sich bis zum Munde unter Wasser getaucht, oder sie hatten sich in den Splittergräben bis zum Hals mit Erde zuschütten lassen. So warteten die Unglücklichen auf Hilfe, auf irgend ein Mittel gegen dieses heimtückische Feuer.

Denn Phosphor wirkt in der Art, daß es sich wie ein klebriger Aussatz in die Haut einfrißt und nur bei Berührung mit der Luft sofort zu brennen anfängt. Sobald diese Unglücklichen einen Arm aus der Erde oder aus dem Wasser herausstreckten, loderte dieser Arm wie eine Fackel auf. Um sich gegen diese Marter zu schützen, waren die Unglücklichen gezwungen, unter Wasser getaucht oder in der Erde eingegraben zu bleiben. Rettungskommandos zogen von einem zum anderen und gaben ihnen zu trinken und zu essen. Sie banden sie mit Tauen am Ufer fest, damit sie nicht, von Müdigkeit überwältigt, umsänken und ertranken. Man versuchte es mit Salben, doch alles vergeblich. Sobald ein Arm oder Bein oder Schulter aus dem Wasser oder der Erde herausgestreckt wurde, leckten die Flammen schon wieder empor, es gab kein Mittel, um das Weiterfressen dieses brennenden Aussatzes einzudämmen. In der Verzweiflung versuchten einige der Verdammten aus dem Wasser oder Erdloch herauszukommen, um der Qual dieses entsetzlichen Wartens ein Ende zu machen, doch sogleich, bei der geringsten Luftzufuhr, loderten die Flammen wieder auf und niemand konnte sie retten.

Das war der Holocaust am deutschen Volk!

“Kriegsende”

Nach dem Einmarsch der Russen war der Leidensweg der Deutschen nach der Besetzung von Ost- und Mitteldeutschland noch lange nicht beendet, sondern der Terror hatte sich über Jahre weiter fortgesetzt. Polen, Tschechoslowakei und Jugoslawien waren nach den Russen die schlimmsten Länder die nach dem 08. Mai 1945 sich besonders durch außergewöhnliche Brutalität und schwerste Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen auszeichneten. Ich selbst habe in der Tschechei schwere Gewalttaten an mir und an vielen meiner Kameraden meiner letzten Einheit, erleben müssen. Ich habe, wenn auch schwer verletzt, überlebt, viele andere nicht! Ich habe darüber, als Zeitzeuge, einen Kurzbericht geschrieben den viele unserer Mitglieder auch bekommen oder gelesen haben. Wir, die wir im Osten gegen die Rote Armee gekämpft haben, waren schon viel Leid gewohnt, doch was sich in der Tschechoslowakei an Unmenschlichkeit und Grausamkeit, auch bei der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Sudetendeutschen abspielte, hatte die Welt noch nicht gesehen.
Es war die Hölle auf Erden!!

Vieles habe ich schon angesprochen doch will ich mich nur an Hand dreier Beispiele auf die Darstellung der Bestialität der Tschechen beschränken, obwohl es auch bei den anderen Feindstaaten nicht viel besser war. Ich zitiere nun nur noch den tschechischen Publizisten und Schachgroßmeister Ludek Pachmann, was in der”Hör-Zu ” stand: “Wenn es die Hölle auf Erden gibt, dann gab es sie nach dem 05. Mai 1945 in Prag. An den Straßenkandelabern meiner geliebten Stadt hingen, an den Füßen aufgeknüpfte SS-Männer als lebende Fackeln. Von Kopf hinauf brennend. Umgeben von lachenden, sich daran ergötzendem Pöbel, der sich jetzt für die begangenen Untaten (welche?) der Deutschen rächen wollte. Bewaffnete Banditen, die sich “Partisanen” nannten, holten willkürlich deutsche Mitbürger aus ihren Häusern, erschlugen und verstümmelten sie und machten mit ihnen grausame und barbarische Grausamkeiten. -Schreckensfurien der Hölle - hier waren sie losgelassen! Ich berichte über diese schrecklichen Geschehen nicht um die Menschen meiner Heimat anzuschwärzen, weil ich überzeugt bin, daß es zu einer wahren Völkerverständigung nur dann kommen kann, wenn sich beide Seiten vorbehaltlos zu dem bekennen, was war. Es gibt kein Land in der nur Teufel oder Engel leben.”

Und das schrieb ein Tscheche. Jürgen Thorwald, der große Zeitbiograph, berichtet in seinem Buch- “Das Ende an der Elbe”, zeitgenau und mit vielen Einzelheiten von dem fürchterlichen Geschehen in der Tschechoslowakei, besonders in Prag. Am 05. Mai 1945 tat sich in Prag die Hölle auf. Ein Meer von Unmenschlichkeit erfaßte die Deutschen jeden Alters, ob Zivilist oder Soldat, ob Mann, Frau oder Kind. Sie übertraf alles bisher Dagewesene an Bestialität. Die Tschechen befreiten die Deutschen, derer sie habhaft werden konnten, auf ihre Weise. Jürgen Thorwald berichtet über die grauenhaften Vorgänge wie folgt. “Die Hölle tat sich auf, als die Deutschen am 06. und 07. Mai in das Zuchthaus Ruzyn getrieben wurden. Als man sie wieder aus den überfüllten Gefängnissen herausholte, warteten unübersehbare Menschenmengen auf sie. Auf dem Wenzelsplatz, auf dem Karlsplatz und in der Rittergasse wurden nicht nur SS-Leute mit Benzin übergossen, und mit den Füßen nach oben an Masten und Laternen hochgezogen und angezündet.
Waren es noch Menschen, die deutsche Kinder in den Löschwasserbehältern ertränkten und ihre Mütter durch die Fenster auf die Straßen stürzten?

Wahllos prügelten die Tschechen auf jeden greifbaren Deutschen ein, bis er zusammenbrach. Sie zwangen nackte Frauen, schwere Steine wegzuräumen,schnitten ihnen die Achillessehnen durch und weideten sich an ihrer Qual. Unzählige wurden aus den Kanalisationen des Wenzelsplatz herausgeholt, mit Knüppeln niedergeschlagen und buchstäblich zu Tode getrampelt. Was waren das für Menschen, die deutsche Mädchen nackt durch die Fochobastraße nachdem Wolschaner Friedhof trieben und sie dort mit Maschinengewehren zusammenschossen? Wer beschreibt die Qualen der Verwundeten! Sie wußten nicht, daß Tschechen und Tschechinnen, und zwar nicht nur nationalistische und kommunistische Aufständische, Verwundete aus ihren Betten warfen. Hilflose erschlugen und erdrosselten, entmannten oder in Waschkübeln ertränkten. Oder sie in Schuppen oder Garagen warfen oder auf Lastwagen luden und sie auf die Straße legten, damit Soldaten zu Pferde auf ihnen herumreiten konnten. Die Verwundeten, die nach Ruzyn kamen, schienen den schlimmsten Qualen einer völlig entmenschten Welt noch entronnen zu sein. Doch sie entrannen ihrem Schicksal nicht. Denn als sie noch schreckensbleich auf ihren Wagen standen, stürzten sich Aufständische auf sie, rissen ihnen Krücken, Stöcke und Verbände weg, schlugen sie zu Boden und hieben so lange mit Knüppeln und Hämmern auf sie ein, bis sie in ihrem Blute lagen und sich nicht mehr rührten. Das alles war nur der Anfang zu einer Sturmflut der Mißhandlung, Schändung, Enteignung Ermordung und Vertreibung, die sich über Monate ausdehnte, bis die letzten Deutschen das Land verlassen hatten.”

Die Phantasie der Tschechen im Ausdenken immer neuer Bestialitäten kannte keine Grenzen. Säuglinge wurden an den Füßen gepackt und mit den Köpfen an die Wand geschlagen. Kot und Erbrochenes mußten die Gequälten essen, Gemordete küssen. Eine Mutter mit Säugling wurde in eine Abortgrube geworfen und andere gezwungen, ihre Notdurft auf die Unglücklichen zu verrichten. Schwangere wurden so geprügelt bis die Bäuche platzten. Dr. Hans Wagner berichtet: “Vor dem Haupteingang des Wilson-Bahnhofs erscholl Geschrei. Ich bemerkte, daß eine blonde Frau von der Menge attackiert wurde, obwohl sie sich in akzentfreiem Tschechisch verteidigte. Im Nu war sie umringt, es wurden ihr die Kleider vom Leib gerissen, und schon lag sie nackt und blutüberströmt am Boden, wo sie weiter bearbeitet wurde. Da passierte ein schwerer Bierwagen die Stelle. Unter Tumult wurden die Rosse ausgespannt, an jedes Bein der niedergeschlagenen Frau eines angebunden und in die entgegengesetzte Richtung Richtung angetrieben.”….. Bestialitäten ohne Ende. Es geht oft über das menschliche Fassungsvermögen hinaus, was Menschen an Menschen verbrechen können. Die Geschichte kann und darf nicht die Tschechen übersehen, die bewußt dabei und abseits standen und nicht taten um dies zu verhindern und ohne ein Wort der Menschlichkeit sagten, natürlich auch in der Angst, nicht selbst von den entfesselten Massen zum Opfer zu fallen.

Trotzdem, war es doch so, daß das entsetzliche Wüten vom Mai bis zum Herbst des Jahres 1945 eine öffentliche Sache, die keinem der Tschechen verborgen blieb, an der Millionen als Täter oder als aufpeitschende und mithelfende Zuschauer ihren Anteil hatten.- Und die Welt sah zu!! Aber es betraf ja nur die Deutschen! Die Haager Konvention galt für Deutsche nicht! Wie können die Peiniger ihre Maßlosigkeit dieses Schicksals vor einem höheren Richter verantworten? Wozu die Tschechen fähig waren, mögen zwei Beispiele belegen.

Dr. Maria Barsch berichtet über die Vorgänge in Böhmisch Leipa am 08.Mai 1945 wie folgt: Am Tag vor dem Waffenstillstand kam ein endloser Rote-Kreuz-Zug nach Böhmisch Leipa und wurde da von den Tschechen festgehalten. Darüber erzählte mir mein Vater, Josef Richter, der unter dem Landrat Thume der juristische Leiter des Amtes war, folgendes: Er mußte drei Monate lang dem neuen tschechisch jüdischen Landrat (Bezirkshauptmann) das Amt übergeben. Kurz nach Kriegsende fuhr dieser Amt-Chef mit meinem Vater zum Leipaer Bahnhof, der etwas außerhalb der Stadt gelegen war. Dort stiegen sie aus. Es stank bestialisch, wie mein Vater versicherte. Er sah einen endlosen Zug, gezogen von mindestens 5 Lokomitiven, jeder Wagen mit einem Roten Kreuz gekennzeichnet. Der neue Landrat sagte ziemlich begeistert: Dieser Zug kam zu Kriegsende hier an. Wir haben ihn mit Beschlag belegt, versiegelt. Keine Maus konnte raus. Darin verrecken also die Verwundeten, die Ärzte, die Krankenschwestern und das Zugpersonal….” Mein Vater sagte: ” Unter dem Zug war ein Rinnsal von Blut und Eiter“.”

Ein letzter Bericht soll diesem Teil der “Befreiung” durch die Tschechen abschließen: Der deutsche Pfarrer Karl Seifert, der am Abend des 20. Mai 1945 in der Gegend von Pirna mit einigen alten Männern seiner Gemeinde am Ufer der Elbe stand. Er hatte beim sowjetischen Kommandanten die Erlaubnis abgerungen, die Deutschen zu bestatten, die Tag für Tag an dieses Ufer angetrieben wurden. Sie kamen elbabwärts aus der Tschechoslowakei. Es waren Frauen und Kinder und Säuglinge. Greise und Greisinnen und viele viele deutsche Soldaten.

Und es waren Tausende und Abertausende, von denen der Strom nur wenige an jenen Teil des Ufers schwemmte, an welchem der Pfarrer und seine Männer die Toten in die Erde senkten und ein Gebet über ihren Gräbern sprachen. An diesem Abend des 20. Mai geschah es, daß der Strom nicht nur solche Deutsche von sich gab, die zusammengebunden ins Wasser gestürzt und ertränkt worden waren, und nicht nur die Erdrosselten und Erstochenen und Erschlagenen und Verstümmelten, sondern auf ihm trieb ein Schiff, eine hölzerne Bettstelle, auf der eine ganze deutsche Familie mit ihren Kindern mit Hilfe langer Nägel angenagelt waren.

Und als die Männer die Nägel aus den Händen der Kinder zogen, da konnte der Pfarrer nicht mehr an die Worte denken, die er in den letzten Tagen oft gedacht hatte, wenn er sich mit den Tschechen beschäftigte, und, wenn Schmerz und Zorn und Empörung ihn übermannen wollten: “Herr, was haben wir getan, daß sie so sündigen müssen.” Dies konnte er nicht mehr.

Aber er sagte leise: “Herr, sei ihrer armen Seele gnädig!” Bis heute wurde meines Wissens das nachfolgende Dekret von Benesch von der vorläufigen Nationalversammlung der Tschechischen Republik nicht aufgehoben.

§ 1 Eine Handlung die in der Zeit vom 30. September 1938 bis zum 28. Oktober 1945 vorgenommen wurde und deren Zweck es war, einen Beitrag zur Wiedergewinnung der Freiheit der Tschechen und Slowaken zu leisten, oder die eine Gerechte Vergeltung für Taten der Okkupanten oder ihrer Helfershelfer zum Ziele hatte, ist auch dann nicht widerrechtlich, wenn sie sonst, nach den geltenden Vorschriften strafbar gewesen wäre.”

Nicht vergessen sei auch der Völkermord durch Tito – Partisanen, wo unschuldiges Blut in Strömen floß. Ausführlich wurde über den “Völkermord durch Tito – Partisanen” im gleichnamigen Buch der österreichischen Historiker Arbeitsgemeinschaft für Kärnten und Steiermark, Graz 1990, berichtet. Unter Titos Führung wurden von Staats wegen Verfolgungs- und Vernichtungsmaßnahmen gegen die deutsche Bevölkerung angeordnet. Jedes Verbrechen war erlaubt Persönlichen oder rechtlichen Schutz gab es nicht. “Wie kaum von einem anderen Gebiet des deutschen Siedlungsraumes wird man von dem Banate sagen können, daß hier wirklich Blut in Strömen floß. Wiederholt erschien an einem einzigen Tage in fast allen Orten Liquidierungskommandos, die von örtlichen Organen die Namhaftmachung deutscher Männer, und Frauen für Massenliquidierungen verlangten. So häufig sich die örtlichen, meist einheimischen serbischen Organe auch dagegen gewehrt und mancherorts doch das Leben vieler abtrotzen konnten, so häufig haben sich diese Mordtrupps aber auch über Einsprüche und Interventionen einheimischer Serben hinweggesetzt und oft auch alle deutschen Bewohner eines Ortes bis auf das letzte Kind liquidiert.”

Über eine besondere Methode der Massenliquidierung berichtet Dr. N. von Preradovich … Die Tito-Partisanen hatten sich mancherlei Möglichkeiten zurechtgelegt, wie man – in ihren Augen – unliebsame Mitmenschen vom Leben zum Tode befördert. Eine beliebte Vernichtungsart war jene mit dem “Schichttorten-Effekt.” Diese Methode der Liquidierung hat zweierlei Vorteile: 1. ist sie für die Betroffenen besonders unangenehme und 2. kann man größere Mengen von Gegnern unter einem Aufwaschen beseitigen.

Die Technik ist folgende: Es muß ein tiefer und breiter Brunnen- oder Bergwerk-Schacht gefunden werden. Sodann nehme man die erste Partie Deutscher, es können auch Kroaten oder Slowenen sein, und werfe sie in den Schacht. Sodann kommt eine Lage abgezogener Handgranaten, dann wieder eine Schicht Menschen und dann von neuem eine Schicht Handgranaten – daher der Name “Schichttorteneffekt”. Und so wirkt man weiter, bis etwa zwei Meter unter dem Brunnen- oder Schachtrand. Damit die obersten Leute, die vielleicht nur verletzt sind, nicht herauskrabbeln können.” Zehntausende deutscher Soldaten gingen diesen Weg, nachdem die Briten die Übernahme der in Jugoslawien stehenden 150.000 entwaffneten Soldaten abgelehnt hatten. Molovan Djilas hierzu 1984 auf Befragen durch den Engländer G. Urban: “Oh, ich habe absolut keine Schuldgefühle deswegen. Wir waren im Krieg….” Ein in Kanada lebender Partisan berichtet über das Schicksal von schätzungsweise 3.500 (nach jüngsten Aussagen des VDK sollen die Angaben in dieser Größenordnung nicht zutreffen. Doch eine Öffnung der Grabkammern zur Ermittlung der Opferzahl und Umbettung der sterblichen Überreste erfolgte bis heute nicht.) deutschen Soldaten, die auf der Insel Rab in Gefangenschaft gerieten: “Diese Kriegsgefangenen wurden von den Partisanen auf alle mögliche Art gefoltert und gequält. Danach wurden sie in einen Bunker geführt, der noch aus der Zeit des Königreichs Jugoslawien stammte. Man band ihnen die Hände mit Draht auf den Rücken und mauerte den Eingang zu. Die Türen wurden zubetoniert. So starben alle diese Deutschen in dieser gewaltigen Grabkammer. Das Grab befindet sich in einem mit Fichten bewachsenen Hügel unweit des Hotels Imperial.” Bis heute hat noch keine deutsche Dienststelle sich zuständig gefühlt dem nachzugehen.

Mehr über die Scheußlichkeiten der Sieger an uns Deutschen brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Es übersteigt unsere psychische Kraft. Doch, unsere lieben westlichen “Freunde” waren leider manchmal auch nicht besser als die furchtbaren östlichen, doch die Verbrechen wurden nur besser kaschiert und verschwiegen und die Wahrheit unter Strafe gestellt und unterdrückt.

Die Engländer errichteten für den Luftmarschall Arthur Harris, den Hauptverant-wortlichen des Bombenholocausts sogar noch ein Denkmal, obwohl er versucht hatte, soviel er nur konnte Deutsche Zivilisten, Frauen und Kinder, umzubringen.

Die siegreichen Armeen, einschließlich der US-amerikanischen Truppen, verheerten das “bedingungslos” unterworfene “Deutsche Reich”, wie berichtet wurde, und führten sich auf wie wahre Gangster und Räuber. Vom gemeinen Mann bis hinauf zum hohen Offizier plünderte jeder, was er nur in die Finger bekam. Und all’ das geschah unter Mißachtung des Völkerrechts– Millionen Tonnen an gestohlenen Gütern wurden als “Souvenirs” mit den eigenen Transportmitteln durch die Post- und Zollämter der Sieger nach Amerika und auch nach England gebracht. Das silberne Tafelgeschirr des letzten Kaisers, ein Geschenk der deutschen Städte des Reiches, zu seinem 25 jährigen Regierungs-Jubiläum, es wiegt allein sieben Tonnen – wurde von einem Oberst, im Privatleben “Rechtsanwalt”(!) gestohlen, der dieses herrliche Kunstwerk als Kriegstrophäe betrachtete.

Was die Russen an Schätzen und Güter aller Art stahlen und in Tausenden von Eisenbahnzügen nach Osten sandten, ist ein Kapitel für sich. Aber sie waren aufrichtiger als die im Westen, denn die nahmen weder heuchlerisch in Anspruch, die “höchst zivilisierte Nation der Erde” zu sein und auch noch eine christliche Nation.” Da gab es was zu stehlen und zu plündern!

Jede größere Stadt in Deutschland besaß doch so viele Kunstgegenstände,wie sonst kaum ein ganzes Land. “Wir, die Amerikaner, sind vor Gott und der Geschichte schuldig, unersetzliche Kulturgüter der Menschheit geplündert und zerstört zu haben” -schrieb Dr. Ludwig A. Fritsch USA. ” Wir verwandelten die herrlichen Städte Deutschlands in einen Trümmerhaufen. Wir demütigten, töteten, beraubten in der unbarmherzigsten Weise, geben die Deutschen dem Elend, dem Hunger und der Gewalt preis.” De Zayas, US-Völkerrechtler, befaßte sich mit der Aushungerung des besiegten Deutschlands nach Kriegsende. “Die Besatzungsbehörden in allen vier Zonen schlugen mehrmals die dringenden Bitten des Roten Kreuzes zugunsten der hungernden deutschen Bevölkerung ab und verzögerten die Lieferung von Nahrungsmitteln viele Monate…..

“Die amerikanischen und sowjetischen Zonen wiesen im strengen Winter 1945/46 alle Spenden zurück. In dieser Zeit verhungerten in Deutschland,besonders im Osten, 5 Millionen deutsche Menschen. Besser kann man die damalige Situation unseres Volkes nicht beschreiben – und das von einem jüdischen Engländer. War das die “Wanderung von Ost nach West” nach Dr. v. Weizsäcker”?

Interessant ist besonders, was die “Israel Nachrichten”, die einzige deutschsprachige jüdische Zeitung, die zionistisch eingestellt ist, am 27. Mai 1954 in großer Aufmachung schrieben: “Als die Rote Armee deutschen Boden überrollte, verwandelten sich die respektablen Soldaten. Da wurden sie urplötzlich zu einer gemeinen, geilen, gierigen Horde. Sie fielen über deutsche Frauen und Mädchen her, wie… ja wie? Wilde Tiere? Nein, die sind nicht so gemein! Sie wurden zu diesen Schandtaten amtlich aufgefordert. Von ihrer Führung!” Sie sollten sich rächen Ilja Ehrenburg, ein jüdischer Dichter und Schriftsteller, ließ Flugblätter drucken: “Soldaten, brecht den Hochmut der deutschen Frauen, nehmt Euch, was ihr wollt! Ihr seid die Sieger.” Pfui Teufel! Millionen von deutschen Mädchen und Frauen sind von den “Befreiern” vergewaltigt worden. Tausende von Opfern sind bei diesen Gewalttaten gestorben. Qualvoll Zigtausende haben sich vor Scham das Leben genommen. Warum soll das verschwiegen werden? “Frau komm!” hieß der herrische Ruf. Das Klagen und Schreien der gequälten Frauen scholl durch die nächtlichen Strassen. “Hilfe! Hilfe! Hilfe! Kommandant!”

Uri! Uri! Die Russen nahmen sich alles, was sie wollten. Uhren, Fahrräder, Möbel. Sie zerstörten. auch sinnlos, wenn sie betrunken waren – und sie waren oft betrunken. Zur gleichen Zeit, als der Nürnberger Prozeß stattfand, wurden Millionen von Deutsche aus ihrer Heimat vertrieben, auf Beschluß oder zumindest, mit Billigung derselben Mächte deren Ankläger und Richter über nationalsozialistische Kriegsverbrechen urteilten. Die Siegernationen ließen die gesamte, 60 Millionen-Bevölkerung Deutschlands bei täglich 600 bis 800 Kalorien hungern und frieren, obgleich sie über einen Überfluß an Nahrungsmitteln und Kleidung verfügten. Die Siegernationen machten aus ganz Mitteleuropa ein einziges, riesiges Konzentrationslager und ließen willkürlich Schuldige und Unschuldige ohne Unterschied sterben. — Allein im Osten unseres Reiches, auch im Norden, mußten über 5 Millionen Menschen grauenvoll verhungern. Victor Gollancz, jüdischer Verleger schrieb, als er die Not der Menschen in Deutschland erkannt hatte: “Sofern das Gewissen der Menschheit jemals wieder empfindlich werden sollte, werden diese Verbrechen als die unsterbliche Schande aller derer im Gedächtnis bleiben, die sie veranlaßt oder sich damit abgefunden haben. Die Deutschen wurden vertrieben, aber nicht einfach mit einem Mangel an übertriebener Rücksichtnahme, sondern mit dem denkbar höchsten Maß an Brutalität. Die Menschen, die ich in Deutschland sah, glichen lebenden Skeletten, richtiger, sie sahen wie sterbende Skelette aus.” Sie schonten nichts, weder Privateigentum, noch Natur, noch Kinder. Die Armee, die sich im Verteidigungskrieg für ihre Heimat so achtenswert geschlagen hatte, wurde zum Alpdruck. Als sie die Grenzen von Ostpreußen erreichten, zündeten sie die Dörfer an, machten Menschenjagd auf deutsche Mädchen und Frauen, plünderten, raubten, mordeten, quälten.

Eine Kulturschande! Die russischen soldaten wurden aufgeputscht. Aus Moskau kamen die Parolen. Die Deutschen waren wehrlos – vogelfrei! Die russischen Soldaten haben nicht nur die deutschen Mädchen gequält und geschändet, sie haben auch sinnlos geraubt und geplündert. Sie legten Feuer ohne zwingenden Grund. Sie plünderten die Museen und Kunsthallen.

Noch heute sind unersetzliche Kunstschätze, die aus Deutschland geraubt wurden, in russischen Kellern und Gewölben und Museen versteckt.

Mit meinem heutigen Bericht habe ich versucht einen Beitrag, zu leisten zur Aufklärung und Wahrheitsfindung über unsere Geschichte, besonders die um den 08.Mai 1945. Bisher haben wir doch offiziell nur erfahren, was wir, die “bösen Deutschen” und “die Nazis”, angeblich für Verbrechen verübt hätten, und dies in tausendfacher Überhöhung und Übertreibung. Die Wahrheit wurde sogar unter Strafe gestellt. Ich habe viele Quellen untersucht und wollte Ihnen viel Neues und Interessantes bieten, was sich um den 08.Mai 1945 ereignet hat. Ich selbst war erschüttert über das Ausmaß der Ungeheuerlichkeiten, die unserem Volk angetan wurden. Ich hoffe, daß ich Sie nicht zu sehr belastet habe, doch es war die Wahrheit und Realität. Mein Gott, ich wundere mich noch immer was unser tapferes und großartiges Volk ertragen und geleistet hat. Leider ist es nicht mehr das gleiche Volk, was es einmal war, denn es hat einen hohen Blutzoll entrichten müssen. Aber selbst nach diesem furchtbaren Krieg und der noch schlimmeren Nachkriegszeit hat es noch Wunder vollbracht, die für unsere Gegner unfaßbar waren. Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!

Werner Weinlein

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Erlebnisbericht von Werner Weinlein, Nürnberg

“Ich bin nun 81 Jahr alt (2005), war im Beruf Justizamtsrat und fast 8 Jahre bei der Wehrmacht und Arbeitsdienst. Nach dem Arbeitsdienst ¾ Jahr 1937/38, bin ich zum Wehrdienst zur Luftwaffe gekommen und zwar zum 1. Flak-Regiment 1/9 in Fürth, der “Ehrenlegion Legion Kondor”, eingerückt. Die 2 Jahre waren noch nicht herum, brach der 2. Weltkrieg aus und ich war vom 1. Tag bis zum buchstäblich letzten Tag es Krieges, am 08.Mai 1945, Soldat.
Meine erste Einheit, die “Legion Kondor”, ging in Stalingrad total unter. Ich war durch meine vorherige Verwundung nicht mehr dabei. Meine zweite Einheit, auch ein Flak-Sturm-Regiment, ging in der Normandie, vor der “Omaha-Bucht” vor Bayeux, der Hauptlandestelle der Invasionsarmee der Alliierten, besonders der Amerikaner, total unter. Ich entkam nur deshalb, weil ich am 5. Tag der Schlacht, es soll die größte Schlacht der Weltgeschichte gewesen sein, da ich schwer verwundet war und der Kommandeur mich mit seinem Wagen ins Lazarett fahren ließ; doch von den Kameraden hatte ich nie wieder etwas gesehen. Ich hatte einen Pistolenschuß im Arm, einen Streifschuß am Bein und einen schweren Lungenriß.
Ich überlebte. Dies der 10.Juni 1944 Meine dritte Einheit, auch ein Flak-Sturm-Rgt. ging am 08. Mai 1945 bei der Kapitulation und Gefangenschaft unter und kaum jemand meiner Kameraden kehrte zurück.

Für dieses Ereignis lege ich Ihnen nun einen Kurzbericht bei den ich, bei einem Vortrag zum 8.Mai 1984 geschrieben und öffentlich gebracht habe.

“Deutschland und der 8. Mai 1945

Wenn wir an das Jahr 1945 zurückdenken, so verbindet sich die Erinnerung an dieses Datum mit großer Trauer. Wir erinnern uns an das große Leid, das über uns Deutsche hereingebrochen war. Ein Leid mit all seinen Schrecken, gepaart mit einer unendlichen Hoffnungslosigkeit jener Tage. Mit Schmerz erinnern wir uns an die Bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte und die Zerstörung des Reiches, welches über 1000 Jahre Schuld und Schutz aller Deutschen war. Denn, was dann kam, war für den überwiegenden Teil der Deutschen, insbesondere für die im Osten unseres Vaterlandes lebenden, die Hölle auf Erden.! Wie 1919 wurden geltendes Völkerrecht und Selbstbestimmungsrecht gegenüber uns Deutschen mit Füßen getreten, nur mit dem Unterschied, daß man diesmal die Zerstörung Deutschlands und die Vertreibung ins Unermäßliche, Menschenverachtende, Verbrecherische steigerte.

Wir Deutsche waren dem Haß und der Rachsucht auf Gnade und Ungnade preisgegeben. Rechtlos, zu Freiwild abgestempelt, begann das große Spießrutenlaufen der Deutschen. Demütigungen, Erniedrigungen, Diffamierungen, Mißhandlungen aller Art, Folter und Totschlag, massenhafte Ermordung gefangener deutscher Soldaten und Zivilpersonen waren viele Monate lang an der Tagesordnung. Die Sieger warfen das ganze deutsche Volk in den Zustand absoluter Sklaverei.

“Arbeit, Leben und Eigentum aller Deutschen stehen in der vollen Verfügungsgewalt der Sieger”, erklärte Churchill. Über 20 Millionen Deutsche wurden in Europa und aller Welt aus ihren angestammten Heimatorten verjagt, davon über eine Million in Arbeitslager verschleppt, Hunderttausende in der ganzen Welt interniert oder in KZs eingesperrt. Und das nur weil sie Deutsche waren. Unzählige starben bereits auf den Transporten, wenige kehrten nach Jahren unermeßlicher Leiden zurück.

Vielleicht darf ich über das Schicksal eines der Millionen deutscher Soldaten berichten, nämlich meines.

Meine Einheit, das Flak-Sturm-Regiment 701, unter dem Befehl von Major “von Naso” war in den letzten Wochen im Mittelabschnitt mit der 17. Armee und der 1. Panzerarmee unter Generalfeldmarschall Schörner als Nachhut eingesetzt. Seit Tagen ging schon das Gerücht um, daß das Ende des Krieges bevorstünde. Es war daher eine bittere Aufgabe sich immer wieder dem grausamen Feind stellen zu müssen, und es beschlich uns die Angst, noch in den letzten Tagen des Krieges “verheizt” zu werden und umzukommen. Wir glaubten doch nicht, daß es menschenmöglich sei, daß der Frieden noch schlimmer werden könne als der Krieg war. So opferte sich meine Einheit immer wieder, die Massen der Roten Armee möglichst lange aufzuhalten, um der einen Million deutscher Soldaten, den Flüchtlingen, Vertriebenen, den vielen Frauen und Kindern, die Erreichung der amerikanischen Linien, die nicht mehr weit entfernt sein sollten, zu ermöglichen. Wir wußten nur noch nicht, daß die “christlichen” Soldaten Amerikas alles absperrten, keinen Menschen durchließen, sondern alle auf Wiesen zusammentrieben und dann an die nachrückende Sowjetarmee und an die umherlauernden Tschechen auslieferten, obwohl sie doch sahen, was sich hier an brutalen Verbrechen tat.

Auch wir Soldaten wurden, entgegen dem Kriegsrecht, nicht angenommen, sondern Russen ausgeliefert. Alle jagten sie einfach zurück, oft mit Gewalt.

Das war ein Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung und alle Menschlichkeit. Wir, vor dem Feind, hatten dies noch alles nicht gewußt. Da kam am 08. Mai die Nachricht, daß die deutsche Wehrmacht kapituliert habe und der Krieg zu Ende sei. Hoffnung kam auf! Wir vorne beendeten den Widerstand, drehten unsere unsere Geschütze und unsere Halbkettenfahrzeuge um und versuchten nun unsererseits die Amerikanischen Linien zu erreichen. Rette sich wer kann! Die militärische Ordnung löste sich sich auf und jede Batterie suchte ihr Heil in der Flucht vor den wilden Horden der grausamen Roten Armee, die wir ja hundertfach erlebt hatten.

Noch immer jedoch blieb unsere Batterie zusammen, wie wir dies immer kameradschaftlich taten, doch bald löste sich auch unser Verband auf und wir fuhren bis zum letzten Tropfen Benzin nach Westen, nahmen sogar einige Flüchtlingsfrauen mit Kindern auf unseren Fahrzeugen mit. Wir waren nun im Gebiet zwischen Moldau und Elbe, nördlich von Prag, in der Nähe von Melnik. Wir sprengten noch unsere Kanonen und Fahrzeuge, wie es Vorschrift war und dann löste sich alles auf. Rette sich wer kann!

Alle waren wir von den langen Abwehrkämpfen erschöpft und ausgemergelt, hatten aber noch Verpflegung in den Rucksäcken und versuchten nun zusammen oder einzeln eine der Brücken zu erreichen die uns nach dem Westen bringen könnten. Im Morgengrauen wurden dann, ich mit einigen meiner Kameraden, von einem tschechischen Major angehalten und in die Gefangenschaft abgeführt. Da wir noch Handfeuerwaffen hatten, wurden wir aufgefordert diese abzugeben und wurden entwaffnet. Ich hatte mir jedoch vorsichtshalber eine Pistole eingesteckt und an mein Bein gebunden, um mich wenn notwendig und kein anderer Ausweg mehr wäre, zu erschießen. Der bis dahin korrekte Offizier, wurde nun, da wir waffenlos waren, brutal und sagte: “Bei wem noch eine Waffe gefunden würde, der würde sofort erschossen.” Ich wurde nun auch von meinen Kameraden aufgefordert, meine Waffe verschwinden zu lassen, da dies für uns alle gefährlich werden könnte. In einem unbewachten Augenblick warf ich dann meine Waffe in den Wald. Man führte uns nun auf eine größere Waldlichtung und mussten uns dort aufstellen. Mit Schrecken sahen wir, wie nun von überall her wüste Tschechen auf uns zukamen und weitere um uns herum lauerten.

Noch wussten wir nicht, was sich überall ein der Tschechei für Tragödien abspielten. Laufend kamen viele deutsche gefangene Soldaten, die von wüst aussehenden Männern angeschleppt wurden. Alle Rangabzeichen, Orden und Ehrenzeichen sollten nun abgetrennt werden, doch dazu kam es nicht mehr, denn da kamen auch viele Tschechen auf uns zu und rissen uns alles von den Uniformen. Eine Gegenwehr war aussichtslos, doch noch ahnten wir nicht, was uns bevorstand.

Als ich zufällig eine Abwehrbewegung gegen den Schlag eines der Kerle machte, um mein Gesicht zu schützen als sie mir die Uhr und meine Wertsachen entrissen und mir auch noch die Schaftstiefel auszogen, da wurde ich mit Prügeln geschlagen, dass mein Rücken blutig wurde. Die Schlägerei weitete sich aus; man schlug wahllos in unsere Reihen und der Tumult wurde immer größer. Wir, d.h. ein Teil von uns, wurde noch primitiv vernommen und gefragt, wie viele Menschen wir gemordet hätten und nach jeder Antwort wieder geschlagen. Etliche wurden gefragt ob sie bei der Hitlerjugend gewesen wären. Wenn einer ja sagte, wurde er abgeführt und wir hörten nur noch Schreie und oft auch Schüsse.

Wir wurden nun auf einer Straße nach Melnik getrieben. Dort machte man die Straße immer enger und da wartete auch schon eine Horde von Menschen auf uns und wir mussten Spießruten laufen. Man hieb nun mit Stöcken, Stangen und Eisenteilen auf uns ein, warf mit Steinen auf uns. Plötzlich traf mich ein fürchterlicher Schlag auf den Kopf und kurz darauf einer mitten ins Gesicht, wobei ich einige Zähne verlor und nichts mehr sehen konnte. Ich wankte, doch konnte ich mich noch auf den Beinen halten. Wer fiel wurde zusammengeschlagen, zertreten und keiner konnte helfen. Es war die Hölle! Ich fühlte nur noch, wie mich ein Kamerad an der Hand nahm und mich fortzog. Noch heute weiß ich nicht, wer dieser Kamerad war, der mir das Leben rettete, denn bald wurde auch er von meiner Seite gerissen. Ich hatte, wie ich erst später wusste und feststellte, einen Schädelbruch, schwere Gehirnerschütterung, den Bruch des Augenknochens erlitten, war praktisch fast blind geschlagen und, wie ich erst später merkte, einen totalen Gedächtnisausfall. Aus meinem Mund kam blutiger Schaum.

Nun kamen schon auch russische Soldaten, als wir außerhalb von dem Ort waren, auf uns zu. Der Elendszug, in dem sich nun auch Zivilisten, Frauen und Kinder waren, wurde nach Nordosten getrieben. Der Zug wurde noch immer von Tschechen mit Schreien und Schüssen begleitet, doch die Russen brachten etwas Ordnung in diesem Tumult und jagten auch manche Tschechen, die sich zu grausam benahmen, weg. So ging es immer weiter, doch immer wieder hörten wir Schüsse und Schreie, oft von Frauen, die brutal aus dem Zug gerissen und vergewaltigt wurden, dies besonders in den Nächten, wo wir am Straßenrand oder auf irgendeiner Wiese rasten mussten. Noch heute höre ich nachts die Schreie der Frauen und Mädchen bei der unmenschlichen Behandlung durch die Russen, oft aber auch von den immer lauernden Tschechen.

In den ersten Tagen nahm ich dies alles wie im Trance wahr und auch die Lebensangst verspürte ich anfangs kaum Schmerzen und sehen konnte ich auch kaum noch etwas. Das Blut war mir über mein Gesicht, die Uniform und über meinen Rucksack gelaufen. Auch hatte ich immer wieder Blutschaum vor dem Munde, da ich von einer früheren Verwundung einen Lungenriss hatte . der sich anscheinend wieder bemerkbar machte. Erst viel später gewahrte ich, wie schwer ich verwundet war. Erst viele Jahre danach erfuhr ich, dass die Tschechen eine ganze Einheit deutscher Soldaten, de in Melnik und Umgebung gefangengenommen wurde, dort mit Maschinengewehren brutal zusammengeschossen haben. Erst als die Russen dort die Macht übernommen hatten, diese wahnsinnigen Morde und Folterungen nachließen und es besser wurde..

Noch immer ging ich wie ein Traumwandler weiter. Obwohl ich kaum etwas im Magen hatte, musste ich immer wieder mich erbrechen. Meine anderen Kameraden, die bisher noch im Zuge mitmarschierten, hatte ich bald verloren: niemand konnte sich an seinen Kameraden halten. In jeder Ortschaft, durch die wir passieren mussten, wurden wir erneut “gefilzt” und uns die letzte Habe weggenommen. Auch wurden immer wieder Menschen meist Soldaten, die groß und blond waren, oder noch als Offizier zu erkennen waren, herausgezogen, verprügelt und man hörte immer wieder Schreie und Schüsse.

Noch wussten wir nicht, dass es nicht nur hier, sondern an vielen Orten der Tschechoslowakei ebenso, wenn nicht noch schlimmer, zuging. Unser Elendszug bewegte sich noch immer weiter nach Osten. An einem Tag gingen wir durch eine Ortschaft, in der uns die Menschen besonders Hasserfüllt ansahen und behandelten. Da sagen wir, wie aus einem Schulhaus, das als Reservelazarett diente, deutsche Verwundete aus den oberen Stockwerken auf die Straße geworfen wurden. Einige lebten noch und einer davon flehte uns markerschütternd an, wir sollten ihm doch helfen.

Bei den immer wiederkehrenden Durchsuchungen nach Brauchbarem, kam ich immer etwas besser weg, da meine Uniform, mein Mantel und der Rucksack so blutverschmiert waren, dass keiner etwas haben wollte. So konnte ich mein Brot, das Fett und einige Kleinigkeiten retten.

An diesen Maitagen dieses Jahres war es sehr schön, doch heiß und wir alle litten unter Durst. Austreten oder an einem Brunnen Wasser holen, wurde meistens verweigert und wer trotzdem dies tat, wurde durch die Bewacher oft geschlagen. Wer auf dem Marsch, der nun schon Tage dauerte, vor Erschöpfung niederfiel, wurde liegengelassen, manche auch erschossen. überall an den Wegeränden lagen sowieso Leichen unbeerdigt herum.

An einem Tag kamen Einheiten einer russischen Panzertruppe, welche von Berlin herunterkam, bei uns vorbei. Die Kampfkommandanten auf den Panzern waren teilweise offensichtlich betrunken, sie schrieen und grölten als sie bei uns vorbeifuhren und einige zogen ihre Pistole und schossen in unsere Reihen. Sie freuten sich riesig, wenn wieder ein Soldat getroffen wurde und umfiel.

Immer mehr Menschen fielen um oder starben an Erschöpfung, oder konnten, nach einer Rast, nicht mehr weiter. Wir waren alle so apathisch, dass wir uns gar nicht mehr umsahen. Bei mir regten sich wieder meine Lebensgeister. Ich sah immer wieder mehr, was um mich vorging. Um Sterbende und Tote kümmerte sich niemand und keiner sprach den Sterbenden Trost zu. Zu elend waren alle geworden. Ich war in den langen Jahren des Krieges sehr zäh und hart geworden und so sah ich mich nun langsam um, ob es wohl irgendwann doch mal eine Gelegenheit zu einer Flucht gäbe. Keiner wollte jedoch mit mir dies versuchen, da sie nicht glaubten, dass ich dies in meinem Zustand aushalten könne. Wir wurden nun in ein provisorisches Lager getrieben, das an einem kleinen Flüsschen lag, auf der anderen Seite war Wald und das Lager war nur mit einem losen Stacheldrahtzaun umgeben, wo russische Soldaten entlang wachten. Hier sollten wir registriert werden. Einige Kameraden und ich aßen noch etwas Fleisch von einem verendeten Pferd und ich hatte noch einen Brocken Brot. Da fing ich nochmals an einige Soldaten anzusprechen, ob wir nicht versuchen sollten einen Fluchtversuch zu unternehmen. Fast alle winkten ab, denn wir hatten ja gesehen, was mit denen geschah, die dies schon versucht hatten. Trotzdem fand ich 2 Kameraden mit denen ich einen Fluchplan besprach, denn nun war große Gefahr gegeben, denn der Abtransport sollte ja nun bald stattfinden. In der Nacht flohen wir 3 Männer über den kleinen Fluss der bewacht war. Wir versteckten uns nach einigen Kilometern in einem dichten Wald. Die Flucht aus dem Lager war gelungen. Wir wussten aus Erfahrung genau, dass, wenn die Flucht gescheitert wäre, wir erschossen oder zu Tode geprügelt worden wären. Die Angst saß uns im Nacken. Alle drei waren wir bis auf die Haut abgemagert, doch noch steckte ein Wille in uns.

4 Tage gingen wir zusammen, immer nach Westen und bald erreichten wir wieder deutsches Gebiet. Es war Schlesien. Überall jedoch war der Russe. Als wir einer russischen Patrouille ausweichen mussten und flüchteten, verloren wir einen Kameraden. Er war in wilder Flucht nicht mehr zu uns zurückgekehrt. Später verließ mich auch der andere Kamerad, da er ein anderes Ziel hatte. Vorher, als wir noch zusammen waren bekamen wir von einer barmherzigen Bäuerin erstmals wieder ein reichliches Essen und durften in der Scheune schlafen, obwohl sie wusste, dass dies für sie gefährlich war. Wir waren gerade mit dem Essen fertig, als plötzlich eine russische Streife angefahren kam, welche nach deutschen Soldaten suchte. Als sie keine fanden, vergewaltigten sie die gute Frau und fuhren wieder weg.

Unter großen Schmerzen ging ich nun alleine weiter, fand wieder einen anderen flüchtigen Soldaten und ging mit diesem weiter. Wir schliefen am Tag in den Wäldern, stahlen hie und da uns etwas zu essen, wenn es nicht anders ging, und erreichten nach einiger Zeit die angeblichen amerikanischen Linien. Als wir uns eines nachts dieser Grenze näherten, die zwischen den westlichen Streitkräften und den Russen lag, wurden wir wie wild beschossen. Wir wussten aber noch nicht ob dies die Russen oder die Amerikaner sind und verkrochen uns in einem kleinen Bach. Als wir hörten, dass es die Amerikaner waren, gaben wir uns zu erkennen und der Trupp nahm uns gefangen.

Wir waren, ohne es recht zu wissen, in der Nähe von Hof in Bayern, gekommen.

Wir wurden ins Lager gebracht und dort vernommen. Wir wurden anständig, wenn auch streng behandelt und dort auch vernommen. Der Vernehmungsoffizier glaubte zuerst nicht, dass ich nichts mehr wüsste und kein Erinnerungsvermögen hätte, da ich sogar versuchte etwas in englisch zu sprechen. Doch die Verwundung überzeugte ich doch. Er war ein anständiger Mann. Endlich bekamen wir wieder etwas zu essen und zu trinken und konnten ohne viel Angst schlafen. Ich hatte einen guten Vernehmer und nach einigen Wochen wurde ich entlassen und kam mit einem Lastwagentransport, der von Schwarzen gefahren wurde, in meine Heimatstadt Nürnberg, wo ich am Reichsparteitagsgelände ausgeladen wurde. Als ich die Trümmer von Nürnberg und die riesigen Zerstörungen sah, habe ich das erste Mal nach Jahren wieder geweint.
Mein Vaterhaus war gänzlich zerstört, doch meine Frau und meine beiden kleinen Kinder lebten.

Weitere Berichte

Heute erhielt ich vom Herrn Ernst Malcher aus Prag eine schriftliche Zeugenaussage der Frau Bozena Pesicka aus Kladno bei Prag, über die Misshandlungen und danach auch Erschießung von 3 Angehörigen der Waffen SS, mehreren Angehörigen der deutschen Wehrmacht und etliche deutschen Zivilpersonen vor den Kasernen und an der Friedhofsmauer von Kladno.

Herr Ernst Malcher selbst stammt aus einer Mischehe. Seine Mutter eine Tschechin, sein Vater Anton Malcher war ein Oberschlesier aus Hirschberg. Sein Vater als Deutscher musste während des Krieges zu der Wehrmacht einrücken und wurde dann stationiert zuerst in Prag, dann absolvierte er den Feldzug mit General Rommel nach Nordafrika und erst kurz vor Kriegsende wurde er mit seiner Einheit nach Prag abkommandiert. Als der sog. “Prager Aufstand” am 05. Mai 1945 ausbrach, schloss sich seine Einheit der Heeresgruppe Mitte, unter dem General Schörnberg an und versuchte gemeinsam mit der SS Panzerdivision Wiking der anrückenden Sowjetarmee und den tschechischen Aufständischen Widerstand zu leisten. Bei den Straßenkämpfen in Prag ist der Obergefreite Anton Malcher gefallen. Sein Verscharrungsort ist dem Sohn Ernst Malcher bisher unbekannt.

Nun zum Zeugnis der Frau Bozena Pesicka aus Kladno:

“Am 10. Mai 1945 wurden zu den Kasernen in Kladno durch die RG 3 Angehörigen der Waffen SS hingebracht. Sie wurden dann halbnackt ausgezogen und mit Peitsche und Schlagstöcken so geschlagen, dass aus ihren halbnackten Körpern nur Fetzen von Haut und blutigem Fleisch hingen. Sie mussten erneut aufstehen und wurden weiter geschlagen. Bei erneuter Bewusstlosigkeit, wurden die Männer erschossen. Einer von ihnen zog nach den ersten Schlägen aus seinem Stiefel ein Dolch und stürzte mit dem Dolch gegen seine Peiniger. Er wurde auf der Stelle totgeschlagen.”

Nach Aussage von Frau Bozena Pesicka, waren die Angehörige der Waffen SS sehr tapfer. Sie absolvierten die Misshandlungen ohne ein Ton von sich zu geben. Nach der Erschießung, wurden sie gegenüber den Kasernen von Kladno beerdigt An der Friedhofsmauer des Zentralfriedhofes von Kladno wurden ebenfalls am 10.Mai durch die RG einige Angehörigen der deutschen Wehrmacht erschossen (129 Soldaten und Unteroffiziere). Sie wurden auch an der Stelle nach ein paar Stunden verscharrt.*

Die deutschen Zivilpersonen von Kladno mussten an den Hauptstraßen sog. “Schubkarren” machen, was bedeutete, dass einer musste den nächsten an beiden Füßen packen und hinterher ziehen. Der gezogene zerschlug sich dadurch an Pflastersteinen den Kopf. Sie mussten auch sog. “Karussell” machen und den Partner dann mit voller Wucht wegwerfen. Dazwischen wurden sie ununterbrochen von den RG fürchterlich geschlagen und mit scharfen Gegenständen am Körper verletzt.

Frau Bozena Pesicka hat alles selbst gesehen und miterlebt. Sie könnte auch weitere Augenzeugen nennen. Sie ist auch bereit Verscharrungsorte der Deutschen der Presse oder den Behörden zu zeigen.

*Diese Aussage kann auf einem Originaldokument eingesehen werden.

Adresse von Frau Bozena Pesicka lautet:

Bozena Pesicka

Moskevska 2997

25004 Kladno 4 – Rozdelov

(Tschechische Republik)

Die Angehörigen der Waffen SS waren sehr wahrscheinlich von der Panzerdivision Wiking. Sie trugen laut Frau Pesicka ursprünglich eine schwarze Uniform und ein schwarzes Barett. Nach der Erschießung wurden die zurückgebliebenen Uniformen durch die RG durchsucht und über die Leichen geworfen. Der Inhalt der Taschen rissen die RG an sich, incl. Uhren, Ringen, u.ä. Auszug aus einem Serienbericht der Volkszeitung, Tageszeitung für Kärnten und Osttirol, und der Salzburger Volkszeitung, Tageszeitung für Salzburg von Ingomar Pust (Fortsetzung III, Sieg Nr. 3, März 1987)

“Mit erhobenen Händen mussten die deutschen Männer von Landskron am 17.Mai 1945 vor einem Revolutionstribunal erscheinen,” berichtet Julius Friedel. “Der jeweils erste einer Reihe musste ein mit Auswurf bedecktes Hitlerbild tragen, das der Nebenmann auf Kommando abzulecken hatte.

Die letzten 20 bis 30 Schritt zum Richtertisch mussten auf den Knien zurückgelegt werden. Hier wurde jedem sein Urteil verkündet. Dann begann ein fürchterliches Spießrutenlaufen; viele wurden im Löschteich ertränkt. Karl Piffl, Tischlermeister, wurde halbtot aus dem Teich herausgezogen, buchstäblich zu Tode geprügelt und zu Brei zertreten.

Werkmeister Reichstädter wurde bis zur Unkenntlichkeit zerschlagen, an die Mauer des Rathauses gestellt und erschossen. Im Laufschritt kam aus der Gasse, die zum Gefängnis führte, von johlenden Tschechen getrieben, blutüberströmt Ing. Josef Neugebauer, der ebenfalls am Rathaus mit erhobenen Händen und zur Mauer gewandtem Gesicht lautlos durch die Kugeln der Maschinenpistolen fiel. Auf ähnliche Weise beendete auch Ing. Otto Dietrich sein Leben. Der Bauer Viktor Benesj endete an derselben Stelle mit abgeschossener Schädeldecke. Das waren nur die Leute, die ich kannte.

Die Schmerzenschreie der blutenden Menschen übertönten bald alles Geschehen. Die Toten lagen in Haufen herum.

Am 18. Mai wurden die Überlebenden wieder auf dem Stadtplatz zusammengetrieben. Die entsetzlichsten Folterungen wurden fortgesetzt. Der Installateurmeister Josef Jurenka musste sich nach der Folterung an einer Gaslaterne selbst die Schlinge um den Hals legen.

Auf ähnliche Weise endete der Beamte Robert Schwab aus Oberjohnsdorf. Diese beiden Erhängten mussten von den Deutschen ständig in schwingender Bewegung gehalten werden. Ing. Köhler der aus Deutschland stammte, wurde unter größtem Gejohle mit Spazierstöcken aufgespießt. Grauenhafte Schreie gellten den ganzen Tag über den sonst ruhigen Stadtplatz. Nach diesem Tag setzten im ganzen Bezirk Massenselbstmorde von Deutschen ein.”

Von Komotav berichtet Ottokar Kremer u.a.:

“Furchtbar gefoltert wurden die Soldaten der SS. Diejenigen, welche zwei- oder gar schon dreimal geschlagen worden waren, hatten eiternde Wunden. Der Eiter lief durch Hemd und Jacke. Der Rücken der armen Menschen war mit Fliegen übersät und stank fürchterlich. Man gab sie separat in einen kleinen Raum, die sogenannte “Marodka”. Waren es etwa acht oder zehn Personen, die auf dieser “Marodka lagen, dann mussten sich die Geschlagenen, die sich kaum bewegen konnten, ein zwei Meter tiefes Loch von 60 cm Breite graben. Abends, als das Loch fertig war, wurden sie hingestellt, und der erste musst sich in das ausgehobene Loch (Grab) legen. Erst wenn er darin lag wurde auf ihn von oben geschossen. Auf diesen Toten legte sich der zweite, der ebenfalls von oben erschossen wurde, und so ging es fort, bis das Grab voll war. Einmal war noch für einen Platz, da holte man eben eine Frau von 67 Jahren, welcher die Haare abgeschnitten wurden. Sie war gefoltert worden, sagte aber dennoch nicht wo sich ihr Sohn aufhielt. Sie musste sich jetzt auf die bereits Erschossenen legen. Dann erhielt auch sie den tödlichen Schuss.

Ich finde keine Worte, um zu schildern, wie Leute aussagen, die zweimal geschlagen wurden. Ich sah einen Angehörigen der Waffen-SS, welcher bereits zweimal geschlagen worden war. Abgesehen vom Körper, der ganz zerschlagen war, war sein Geschlechtsteil im Durchmesser etwa acht bis neun Zentimeter dick angeschwollen, vollständig mit Blut unterlaufen, und die Hoden begannen zu eitern; bis zum After war alles voll mit Eiter; er stank fürchterlich. Tagtäglich kamen mehr und mehr dazu. Die “Stràzbezpecnosti” brachte die Leute von draußen schon halbtot ins Lager.

Und dann kam der Tag der Massenmorde in Postelberg. Starke Trupps, bis zu 80 Mann, wurden zusammengestellt und hinausgeführt. Die Männer wussten, was ihnen bevorsteht. Sie schritten aufrecht mit steinernen Mienen an den Zurückgebliebenen vorbei. Nicht einer bat um sein Leben.”

Ein Zeuge berichtet über Postelberg:

“Niemand kann sich vorstellen, was sich auf dem weiten Hofe abspielt. Hier wird einer geohrfeigt, dort einer mit den Füßen getreten, hier hetzt man einen Hund auf Gefangene, da werden einigen mit Gummiknüppeln auf das nackte Gesäß geschlagen und daneben müssen sich Gefangene gegenseitig mit Stöcken schlagen, und Posten geben acht, dass die Schlage nicht zu mild ausfallen”.

Oberamtsrichter Dr. Franz Freyer schildert einen Vorfall

“Einmal hatten fünf deutsche Knaben versucht zu entkommen. Aber schon nach wenigen Stunden wurden sie aufgegriffen und dann dem Kapitän Marek vorgeführt wurde.

“Eine Äußerung des Missfallens, und es wird geschossen!” rief Marek uns warnend zu. Die fünf Knaben wurden zur Reitschule geführt, der Hosen entkleidet, und die Züchtigung begann. Ein widerlicher Anblick, wie sich die Tschechen hindrängten, um nur einige Schläge anbringen zu können. Die erbarmungslosen Schläge mit Stöcken und Peitschen entrissen den Knabenein herzzerreißende Wimmern. Blut rann an ihren Schenkeln herunter, dann verliefen sich die tschechischen “Soldaten”. Die Knaben blieben mit dem Gesicht zur Wand stehen, neben ihnen nahm ein Posten Platz.

Allmählich beruhigten sich die Nerven der aufgeregten Zuschauer. Jeder glaubte, dass mit dieser Züchtigung die Bestrafung der Knaben zu Ende sei. Aber das war ein schrecklicher Irrtum.

Nach einer halben Stunde nahmen einige Tschechen, die Gewehre im Arm, bei den Knaben Aufstellung. Ein Posten rief: “Wer einen Fluchtversuch unternimmt, wird erschossen, so wie jetzt diese Knaben erschossen werden.”

Die Knaben wandten zuerst ängstlich die Köpfe, dann drehten sie sich um. Zwei der Tschechen legten auf kurze Distanz auf den ersten Knaben in der Reihe an, schon krachten ihre Schüsse, und der Knabe sinkt zu Boden. Sein Blut rötet die Wand. Da rufen die anderen Knaben fliehend; ” Herr Kapitän, wir werden es nicht mehr tun”. Der zweite Knabe in der Reihe läuft den Henkern entgegen, will ihnen die Gewehrläufe in die Höhe schlagen. Die Mörder hatten schon repetiert, und der zweite Knabe stürzt im Feuer zu Boden. Mörtel stäubt auf, wieder rötet Blut die Wand. Die anderen Knaben fügen sich jetzt heldenhaft ihrem Schicksal. Der dritte ruft nach seiner Mutter, ehe er zusammenbricht. Der vierte bleibt nach der Salve stehen, schaut stumm in die neuerlich erhobenen Läufe und sinkt erst nach den zweiten Schüssen zu Boden. Auch der fünfte wird niedergeschossen. Die Knaben waren vielleicht 15 Jahre alt.

Die Erwachsenen mussten dem Morden wehrlos zuschauen.”

Wohl der einzige Tscheche, der wegen seiner Verbrechen zur Verantwortung gezogen wurde, war Jan Kouril. Er war 1951 in Karlsruhe erkannt, verhaftet und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden.

In der Anklage hieß es: “Kouril war der Schrecken des Lagers Kaunitz. Auf seinem Befehl wurde geschlagen und gefoltert. Gefangene wurden gezwungen, aus Eimern Eiter und Urin zu trinken.”

Gefangene wurden zur allgemeinen Belustigung an einem Galgen auf- und niedergezogen. Andere wurden mit einem glühenden Eisen gebrandmarkt. Ein Zeuge wurde im Vernehmungslokal mit dem Gesicht in eine gefüllte Abortschüssel gedrückt wobei er das Deutschland-Lied singen musste. Der einstige Totengräber des Lagers gab später an, während seiner Tätigkeit die Leichen von etwa 1800 aufgehängten erschlagenen Deutschen abtransportiert zu haben.

Konrad Herbertstein sah die Geschehnisse an der Elbebrücke:

“Ich sah, wie Hunderte deutsche Arbeiter, die aus den Schichtwerken kamen, in die Elbe geworfen wurden. Auch Frauen und Kinder sowie Kinderwagen stießen die Tschechen in den Strom.”

Frau Johanna Huber, Klagenfurt, erinnert sich nur mit Schaudern an diese Zeit:

“Mit den Russen kamen tschechische Partisanen in unser fast reindeutsches Wellemin bei Leitmeritz. Wir blieben auf unserem 50 Hektar großem Gut, obwohl uns Jim, unser britischer Kriegsgefangener, beschwor, mit ihnen zu fahren. Er wollte uns in Sicherheit bringen, aber wir hatten ein gutes Gewissen, und auch mit der Partei hatten wir nichts zu tun. Wir ahnten nicht, was uns bevorstand. Zuerst übten die Tschechen Lynchjustiz an den Parteifunktionären. Einer, ein Tischlermeister, dessen Name mir entfallen ist, wurde halb erschlagen und in den elf Meter tiefen Brunnen geworfen. Der Ortsgruppenleiter, der Oberlehrer Kurzweil, wurde mit einigen seiner Freunde in einem Keller zu Tode geschlagen.

Aber die Hassorgie richtete sich nicht nur gegen Parteifunktionäre, sehr schnell erlebten wir mit Entsetzen, dass wir Deutschen alle, ausnahmslos, ohne Rücksicht auf die Einstellung zur Partei, über Nacht zum Freiwild geworden waren. Wir mussten weiße Armbinden tragen, durften die Gehwege nicht benützen und wurden mit Knüppelhieben und Kolbenschlägen zum Latrinenreinigen in die Öffentlichen Ämter getrieben. Meine 58jährige Mutter erlitt dabei einen Leistenbruch. Mit verzweifelten Bitten konnte ich von den Russen in Milleschau die Erlaubnis erbitten, sie mit einem Leiterwagen ins 27 km entfernte Spital nach Leitmeritz bringen zu dürfen. Aber dort wollte man sie als Deutsche nicht aufnehmen. Ein deutscher Chefarzt hatte den selbstmörderischen Mut, ihre Aufnahme durchzusetzen und sie zu operieren. Sie war auch schon fast genesen, als alle deutschen Patienten und der Chefarzt selbst von Tschechen erschlagen wurden. Ich habe meine liebe Mutter nicht wiedergesehen.

Auf meinem Weg zum russischen Kommando in Milleschau hatte ich mit Grauen erlebt, wie Tschechen verwundete deutsche Landser und Blitzmädchen in das Schloss des Grafen Milleschau schleiften, dessen Keller tagaus, tagein zu Folterkammern geworden waren. Ich habe noch die grauenhafte Schreien in mir, die ich aus diesem Gebäude hörte, das einst ein bauliches Schmuckstück der Gegend war. Wie ich später erfuhr, hatte man dort die Menschen zuerst halb totgeschlagen und dann Schläuche in den After gesteckt und mit Druck Wasser in die Därme gepresst. Natürlich war der Graf der erste, der umgebracht worden war.

Der Weg von Milleschau nach Wellemin war eine Stätte des Grauens. Da lagen rechts und links die grässlich zugerichteten Leichen erschlagener deutscher Soldaten. Viele trugen noch blutige, schmutzige Verbände. Es müssen Verwundete gewesen sein, die vergebens um ihr Leben gekrochen sind. Unsägliche Angst litt ich um meine 14jährige Tochter Marlene, die sich mit ihrer Freundin im Wirtschaftsgebäude des Nachbarhauses versteckt hatte, wo ein russischer Offizier einquartiert war. Das Haus war auf diese Weise vor Tschechen sicher.

Aber Marlene hat im Versteck Wochen zerrüttender seelischer Angst ausgestanden.

Drei Tage nach der Einlieferung meiner Mutter in das Spital waren alle jungen Frauen in Wellemin zusammengetrieben worden. Gruppenweise wurden wir im Bürgermeisteramt in den Keller geführt. Dort waren Holzblöcke aufgestellt worden. Wir mussten uns unter den gierigen Augen der “Revolutionsgardisten” entkleiden und auf die Blöcke legen. Nacheinander traten nun die jungen Tschechen heran und schlugen mit Holzknüppeln auf Rücken, Gesäß und Schenkel, vor allem aber auf die Nierengegend. Die Schwächsten von uns überlebten diese Tortur nicht, jene, die sich am wiederstandfähigsten gezeigt hatten, wurden dann halb ohnmächtig und vor Schmerzen wimmernd, auch noch vergewaltigt. Ich wurde dann allein in die dunkle Toilette des Bürgermeisteramtes gesperrt und hörte stundenlang aus dem Keller die grässlichen Schreie der gefolterten Frauen. In meiner Verzweiflung wünschte ich mir nichts sonst als einen schnellen Tod.”

Werner Weinlein, Justizamtsrat hat diesen Erlebnisbericht aufgeschrieben, mit eigenen Erlebnissen und Erlebnisse seiner Bekannten und Freunde. Herr Weinlein ist im Jahre 2004 an einer Herzoperation gestorben. Kurz davor hielt er noch einen Vortrag am 08. Mai 2004 “Gegen das Vergessen!”.

http://www.extremnews.com/premium/zeitgeschichte/berichte/europa/6dd0109fe0774f8

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Anmerkung:

Die Fa. Gerd Bucerius, Verlag, Hamburg, erließ wegen eines Artikel in 2012 eine einstweilige Verfügung gegen den Honigmann, wegen Unterlassung solcher Artikel –

Der Verlag hatte die langjährige leitende Chefredakteurin Marion Gräfin Dönhoff  und 2001 wurde das Bucerius Institute for Research of Contemporary German History and Society an der Universität Haifa durch die Zeit-Stiftung eröffnet – alles klar?

- der Dreck greift auch heute noch um sich….

Sie alle sollten uns glauben, daß sich das in den nächsten Jahren ändern wird – in Gänze – und die ges. Wahrheit ans Licht geführt wird – garantiert!

Die Justiz, von Zionisten befehligt, sollte sich genau überlegen, was sie noch “richten” werden – es wird letztendlich sie selbst einholen und treffen !!!

Es wird NICHTS vergessen werden….

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Gruß an die, die NICHTS vergessen

Der Honigmann

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Gruß

Der Honigmann

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Quelle:  http://www.youtube.com/user/BongoGhana?feature=watch

Besuche auch: http://www.algaddafi.org/ or http://www.algaddafispeaks.org/ -Die offiziellen Webseiten von Muammar Al Gaddafi – Le drapeau de l’entité …
Video Tip: Wikileaks: “9/11 war ein Inside Job” (Enthüllungen vom 25.12.2010) http://youtu.be/Jrmg9SjE-T0
Continue reading →: :::::: Rede von Muammar Al Gaddafi bei der Generalversammlung der UNO – Oktober 2009
El Gathafi Parle – Discours du Frère Guide aupres l’Assemblée générale des Nations Unies – VIDEO: El Gathafi Parle Nations Unies
Im Namen der Afrikanischen Union möchte ich die Mittglieder der Generalversammlung der UNO grüssen und ich hoffe, dass dieses Treffen als das bemerkenswerteste in die Geschichte der Menschheit eingehen wird.

Alle Reden und Vorsclaege von Muammar Al Gaddafi auf seiner offiziellen, persoenlichen Webseite, in allen Hauptsprachen;
http://www.AlGaddafi.org/

Oder hier der direkte Link zum vodlen Text;
http://www.AlGaddafi.org/

Im Namen der Generalversammlung in seiner 64 Sitzung, die unter Libyschen Vorsitz, ein Staat der Afrikanischen Union die aus tausend traditionellen, afrikanischen Königtümern besteht, statt findet, möchte ich als deren Präsident die Gelegenheit nutzen und unseren Sohn Obama begrüssen, da sein Land der Gastgeber dieses Treffen ist.
Diese Sitzung findet in einem Moment grosser Herausforderungen statt und die Welt sollte sich verbünden um zusammen diese Herausforderungen, die unseren grössten, gemeinsamen Feind darstellen, wie Klimawandel, die internationale Krisen des Zerfalls des kapitalistischen Wirtschaftssystems, oder die Wasser und Lebensmittel Versorgung, die Verwüstung, Terrorismus, Einwanderung, Piraterie, künstliche und natürliche Epidemien und Atomproliferation, zu überwinden. Vielleicht ist die H1N1 Grippe ein ausser Kontrolle geratener Virus der in Militärlabors ursprünglich für Kriegszwecke entwickelt wurde.
Link: Neuer Vogelgrippe – LABOR Virus kann halbe Menschheit auslöschen = http://www.schweizmagazin.ch/gesundhe…

Diese Herausforderungen sind von Heuchelei, Armut, Angst, Materialismus und Ruchlosigkeit umgeben.

Die UNO wurde von drei bis vier Ländern zur Bekämpfung des deutsche Reichs gegründet. Es waren die Länder die sich im zweiten Weltkrieg gegen das Dritte Reich verbündeten. Diese Länder formten den Sicherheitsrat und wurden permanente Mitglieder mit Vetorecht. Keiner von uns war damals dabei. Die UNO wurde im Sinn dieser drei Länder gegründet und gegen Deutschland anzugehen. Aus diesem Grund wurde vor 60 Jahren die UNO gegründet.

Dies geschah in der Abwesenheit von 165 Ländern, ein Verhältnis von eins zu acht, beziehungsweise, einer war anwesend, acht waren abwesend. Hier ist eine Kopie dieser Gründungsurkunde. Wenn man diese Urkunde liest, stellt man fest, dass die Einführung sehr unterschiedlich zu den Artikeln ist. Wie kamen sie zustande? Alle Anwesenden der San Francisco Konferenz in 1945 schrieben die Einführung. Die Verfassung der Artikel und internen Regeln wurden an Experten, Spezialisten von Ländern des Sicherheitsrates überlassen. Dies waren dieselben Länder, die sich gegen Deutschland verbündet hatten.

Die Einführung ist attraktiv und niemand hat Einwände dagegen. Die darauf folgenden Artikel jedoch, widersprechen der Einführung grundsätzlich. Wir weisen diese Artikel zurück und werden sie nie befürworten; sie endeten mit dem zweiten Weltkrieg. Die Einführung sagt, dass alle Länder, gross oder klein, gleichberechtigt sind. Besteht diese Gleichberechtigung wenn es um die permanenten Sitze im Sicherheitsrat geht? Nein, wir sind nicht gleichberechtigt. Die Einführung sagt wörtlich, dass alle Länder, gross oder klein, gleichberechtigt sind. Haben wir das Vetorecht? Sind wir gleichberechtigt? Die Einführung sagt, dass wir die gleichen Rechte haben, egal ob gross oder klein. Das ist was die Einführung sagt und was vereinbart wurde. Somit widerspricht das Vetorecht und die permanenten Sitze dem Sinn der Gründungsurkunde. Wir akzeptieren und anerkennen das Vetorecht nicht.

Die Einleitung der Urkunde sagt, dass keine Streitkräfte eingesetzt werden dürfen, mit der Ausnahme für das gemeinsame Wohl. So steht es in der Einleitung, die wir unterschrieben haben und wir sind der UNO beigetreten, um das zu unterstützen. Es sagt, dass Streitkräfte nur im Sinne des gemeinsamen Wohles aller Länder eingesetzt werden dürfen. Aber was ist seither geschehen? 65 Kriege sind seit der Gründung der UNO und des Sicherheitsrates, ausgebrochen — 65 Kriege mit Millionen mehr Opfer als im Zeiten Weltkrieg. Sind diese Kriege im Sinne des gemeinsamen Wohles? Nein, sie waren im Interesse von ein paar Ländern und nicht im Interesse des gemeinsamen Wohles…. See also: http://www.algaddafi.org/ or http://www.algaddafispeaks.org/ -official websites of Muammar Al Gaddafi – Le drapeau de l’entité … Continue reading →: ::::::

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…danke an TA KI

Gruß an die Aufrechten

Der Honigmann

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Die Grünen - die Pädophilenpartei

Die graue Eminenz der Grünen Cohn-Bendit mußte sich in seinem polnischen Hotel Ende April vor einem gewaltbereiten Mob verstecken. In der Öffentlichkeit wird Daniel Cohn-Bendit jedes Mal wegen seiner Äußerungen zu seinen pädophilen Neigungen gejagt. Dies ist neu.

Cohn-Bendit, der einst als Chef der Rebellion galt, ruft bei den Menschen und besonders bei den jüngeren Generationen, Ekel und Empörung hervor. Cohn-Bendits Rebellion war einfach der Traum aller Spießbürger, die er einst kritisiert hat und zu denen er heute selbst gehört. Anstatt von Sex mit Kindern zu träumen, hätte er lieber an eine bessere Welt für Kinder denken sollen. Diese hätte Deutschland gerade gut gebraucht.

Mit seinem Buch “Der Große Basar” hat Daniel Cohn Bendit strategisch nicht gut gehandelt. In Polen ist er Ende April von dem polnischen Regisseur Grzegors Braun wegen Pädophilie angezeigt worden. Die rote Karte hat ihn erwischt. Manche Beobachter sind der Meinung, dass es ihm gefällt, wieder in allen Medien zu stehen: «Er ist narzistisch und genießt es, wieder der Mittelpunkt zu sein.» Mit ihm droht der Partei der Grünen und einer breiten Palette von Politikern die Diskreditierung.

Theodor-Heuss-Preis. Alles begann mit der Vergabe des Theodor-Heuss-Preises an Daniel Cohn-Bendit am 20. April. Diese Auszeichnung ist für Personen gedacht, die für Gesellschaft und Politik besondere Arbeit geleistet haben. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, lehnte es ab, an der Zeremonie teilzunehmen. Aus seiner Pressestelle verlautete: “Der Präsident kann schriftliche Reden über Sex zwischen Erwachsenen und Kindern nicht mit dem Gerichtshof verknüpfen.” Viele Politiker aus den Reihen der SPD und der Grünen finden Ausreden für diese Politiker aus der Generation der 68er : “Wir verstehen, dass diese Generation eine besondere Vergangenheit hat.”

Aber am Tag der Preisverleihung an Daniel Cohn-Bendit standen wütende Demonstranten vor der Theodor-Heuss-Stiftung. Dass Daniel Cohn-Bendit nun doch Theodor-Heuss-Preisträger 2013 geworden ist, gefällt vielen nicht. Es irritiert ein Volk extrem, das seit Ende des Krieges endlich seine Identität wiederhaben möchte. Der CDU-Fraktionschef Peter Hauk erzählte, dass Cohn-Bendit in einem Video aus dem Jahr 1982 über ein “wahnsinnig erotisches Spiel” mit einem fünfjährigen Mädchen schwärmt. Peter Hauk folgerte: “Man muss davon ausgehen, dass er auch Täter war.” Der Christdemokrat, der seine Einladung zur Preisverleihung nicht wahrgenommen hat, fügte hinzu: “Ein Pädophiler ist nicht preiswürdig.”

Angriff aus der Öffentlichkeit.Kurz vor seiner Reise nach Polen war Daniel Cohn-Bendit am 25. April Gast von Ärzte ohne Grenzen in Berlin. Der Termin fand im Roten Rathaus statt. Dort stellte ein Mann offen die Frage: “Wie ist es möglich, dass Ärzte ohne Grenzen einen Mann einlädt, der sich selbst als Kinderschänder darstellt, und wie können wir uns vorstellen, dass Ärzte ohne Grenzen humanitäre Verbrechen gegen Kinder unterstützt?” Der sichtlich verärgerte Veranstalter reagierte mit den Worten, dass er die Passage aus dem Buch perfekt kenne und dass Cohn-Bendit hier sei, weil er eine Position der Grünen verteidige, die von Interesse sei. Am 28. April war Daniel Cohn-Bendit Gast beim Berliner Ensemble. Er saß mit Vertretern des Cicero Magazin auf einer Bühne. Ein Mann erklomm die Bühne und begann Passagen aus dem “Großen Basar” vorzulesen, wobei er mit dem Finger Richtung Cohn-Bendit zeigte. Der Druck ist zu groß geworden. Der Grünen-Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit hat angekündigt, auf den Deutsch-Französischen Medienpreis zu verzichten.

Polen.Am 26. April hat Daniel Cohn-Bendit an einem Symposium an der Universität Breslau teilgenommen. Dieses Mal zeigte sich der deutsch-französische Europaabgeordnete lieber nicht bei der Konferenz und ließ sich wegen Krankheit abmelden. Laut polnischen Demonstranten blieb er lieber im Hotel. In Polen sind die Familien-Ideen der Europäischen Union nicht erwünscht. Die Welt der Kinder ist dort heilig. Die polnischen Demonstranten waren gekommen, um mehr als zu reden. Der polnische Regisseur Grzegors Braun, der durch einen Film über Lech Walesa bekannt geworden ist, hatte gerade erst von Cohn-Bendits erotischen und sexuellen Geschichten mit Kindern erfahren. Infolgedessen zeigte der Regisseur Daniel Cohn-Bendit wegen Pädophilie an.

Partei der Geilen. Die Heinrich-Böll-Stiftung, die als Herz der Geschichte der grünen Bewegung gilt, besitzt Archivmaterialien über Daniel Cohn-Bendit. Auch andere Archive mit Informationen über Stellungnahmen von anderen Grünen-Politikern zur Pädophilie sollten dort lagern. Gerade Volker Beck, der 1998 bis 2002 im Fraktionsvorstand Koordinator für den Arbeitskreis Innen, Recht, Frauen, Jugend und Petitionen war und seit 2005 menschenrechtspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ist, hat vor seiner großen politischen Karriere an dem Buch Der pädosexuelle Komplex, hgg. von Angelo Leopardi. Mit Beiträgen von Volker Beck u.a. Berlin, Frankfurt 1988 mitgeschrieben. Dort soll er geschrieben haben: „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich… Vorgeschlagen wird hier als langfristiges Ziel…, die ‚Schutz’-Altersgrenze zu überdenken und eine Strafabsehensklausel einzuführen.“ (S.266)

Obwohl Daniel Cohn-Bendit sagt, dass er Forschern und Journalisten keine Recherchen zu seinem Buch verbietet, hat die Heinrich-Böll-Stiftung eine ausdrückliche Aufforderung aus dem EU-Büro von Cohn-Bendit erhalten, den Inhalt seiner Archive nicht zur Verfügung zu stellen. Diese Archive sind für die Öffentlichkeit, Wissenschaftler und Journalisten über insgesamt 60 Jahre bis 2031 geschlossen. Das passt nicht zu jemandem, der scharf Meinungsfreiheit fordert. Mehrere Inhalte, die mit Pädophilie verlinkt sind, sollen auch Cohn-Bendits Unterschrift tragen. Das Buch “Der Große Basar” ist nicht das einzige explosive Element. In der Frankfurter Linken-Zeitschrift “Pflasterstrand”, wo Daniel Cohn-Bendit den Inhalt kontrolliert, sind explizite Texte zu finden. Das Erbe von Cohn-Bendit scheint gut inspiriert zu sein. Schon im Sommer 2012 wollte die Grüne Jugend von Augsburg Sex unter Geschwistern erlauben. Die Partei der Grünen riskiert dabei, die Partei der grauen Geilen und Geier zu werden und das Ende der Piratenpartei erleben

Quelle: http://german.ruvr.ru/2013_05_03/Die-Grunen-die-Padophilenpartei/

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…danke an TA KI

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Gruß an das Ende der Lügen

Der Honigmann

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