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Gastbeitrag:

„Politische Dummheit kann man lernen, man braucht nur deutsche Schulen zu besuchen. Die Zukunft Deutschlands wird wahrscheinlich für den Rest des Jahrhunderts von Außenstehenden entschieden werden. Das einzige Volk, das dies nicht weiß, sind die Deutschen.“
(Londoner Spectator, 16.11.1959)

Die ehemalige Sekretärin für Agitation und Propaganda kann dank ihres gestrigen Sieges, ihre Politik, die sie die letzten Jahre betrieben hat, ungehindert weiter fortführen.

Angela Merkel zeichnete sich von Anfang an schon dadurch aus, dass sie nach dem Motto lebte, nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht. Sie wusste sehr genau, dass der Beruf des Politikers zu denen gehört, bei dem man nicht, wie bei anderen Berufen eine Qualifikation nachweisen muss, sondern dass man in absoluter Ahnungslosigkeit rhetorisch gut geschult agieren kann. (Mehr Hintergrundinformationen in dem Bestseller: „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“. Zum Shop)

Sie selbst sagte beim Festakt zur Deutschen Einheit 2006: „Herbst 1989. Die Mauer ist gefallen, ich habe Lust bekommen, Politik zu machen. – Raus aus dem alten Beruf an der Akademie der Wissenschaften, rein ins Ungewisse, ins völlig Neue.“

Man könnte annehmen, dass besonders die Wähler in Ostdeutschland sich durch Angela Merkel vertreten fühlen. In der Regierungszeit Merkel, wie der Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn feststellte, hat sich der Osten Deutschlands zur Armuts- und Problemzone entwickelt und unterliegt hohen und höchsten Zukunftsrisiken. Unter der Politik leiden besonders die Rentner Ostdeutschlands. Obwohl die Ostrenten um ein Vielfaches geringer sind als vergleichbare West-Renten, erklärt Merkel in der Leipziger Volkszeitung vom 10.10.2008: „Klar ist, es muss zu einer Ost-West-Systemangleichung bei der Rente kommen und in Fragen des Rentenrechts hat sich bis jetzt gezeigt, dass eine große Koalition sie wirksam lösen kann. Ein Jahr später sagte sie: „In dieser Legislaturperiode ist nicht mehr damit zu rechnen. Alle Parteien sehen das aber als eine Dringlichkeitsaufgabe für die nächste Wahlperiode an.“ Die Dringlichkeitsaufgabe ist bis heute nicht erledigt. Offensichtlich ziehen die Kanzlerin und ihre Getreuen den Weg der „biologischen Lösung“ für die meisten Ostrentner vor.

Aber die Kanzlerin kann sich auch kämpferisch zeigen und für Dinge einsetzen, wenn es darum geht, mit der NATO und den USA die westliche Freiheit am Hindukusch zu verteidigen. So kann sie Seite an Seite mit den Verbündeten immer neue Energie- und Rohstoffquellen erschließen. Das wusste auch der ehemalige Bundespräsident Köhler – und musste gehen. Nebenbei wurde Deutschland in ihrer Amtszeit zum „drittbesten“ Waffenexporteur.

Schnelle Entscheidungskraft zeigt sie auch bei der Rettung der Banken, die mit immer höheren Summen aufgefangen werden müssen. Dazu meint der Hendryk M. Broder, dem Schuldencrash auszuweichen und unsere Schulden wieder loszuwerden, sei so real, wie die Chance, dass Deutschland den Ersten Weltkrieg noch nachträglich gewinnt. Ferner schreibt er in seinem Buch über die gigantischen Schulden, für die deutsche Steuerzahler in der EU bürgen: „ Falls nur ein Teil davon fällig wird, gehen an der Alster und in der Maximilianstraße die Lichter aus.“

Außerdem scheint Merkel auch an massiven Realitätsverlust zu leiden. 2007 sprach sie davon, dass der Aufschwung eine großartige Erfolgsgeschichte sei und endlich auch bei den kleinen Leuten angekommen ist. Fakt ist, dass in der Zeit des Aufschwungs (2003 – 2008) die Vermögenseinkommen um 40 %, die Nettoprofite der DAX-Konzerne um 75 %, die Jahresbezüge der DAX-Vorstände um 170 % gestiegen sind. Bei den kleinen Leuten, von denen Merkel sprach, sanken im gleichen Zeitraum die Reallöhne um 4,5 % und die reale Rente um 11,1 %.

Die Wahlschäfchen haben sich dieses Jahr wieder für dieselbe Farbe ihres Zaunes, der sie umgibt, entschieden. Alle vier Jahre dürfen sie die Farbe des Zauns eigentlich austauschen, sie dürfen wählen, damit den Schafen das Gefühl gegeben wird, sie hätten ja selbst entschieden. Der Zaun, der sie umgibt, bleibt immer derselbe. Gebaut wurde er von den Strippenziehern, die seit vielen Jahren bereits im Hintergrund die Fäden der Politpuppen ziehen.

Zusammenfassend ist festzustellen, gestern wurde der radikale Sozialabbau sowie weitere Steuerverschwendung zugunsten diverser Länder und Banken gewählt.

Beste Grüße

Heiko Schrang

Gastbeitrag Ende.

*

Nachtrag:

Ich habe eine hochbetagte weise Frau aus Deutschland gefragt:

„Was macht man mit einem Menschen der einen anderen betrügt?“

„Tja zurechtweisen!“

„Was macht man mit 1 Menschen der 10 andere betrügt?“

„Tja, auch hier zurechtweisen, das sein Handeln nicht rechtens ist!“

„Was macht man mit 1 Menschen der 1.000 andere betrügt?“

„Tja, davonjagen. Der darf einen solchen Posten nicht mehr bekleiden!“

„Was macht man mit 1 Menschen der 30.000.000 andere betrügt?“

„Tja, ebenfalls davonjagen. Der darf einen solchen Posten niemals mehr bekleiden!“

….danke an Dr. Bernward Thebrath

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Gruß  u.A. an die Rentner

Der Honigmann

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Die deutsche Ursache der weltweiten Finanzkrise (update – Video) nochmals zum Überdenken !


….der Beitrag wurde schon im Juni 2010, sowie am 20. Febr. 2011 gebracht!

„von Karlheinz Krass (Sklaven ohne Ketten) mit Hervorhebungen und Bildern von Honigmann“

http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2009/03/die-deutsche-ursache-der-weltweiten.html

Um die wirtschaftliche und finanzielle Situation Deutschlands heute zu verstehen, muss man zur Situation Deutschlands am Ende des Zweiten Weltkrieges zurückkehren. Die USA sahen Deutschland damals als einen Konkurrenten auf dem Weltmarkt, auf den man aufpassen muss, damit er nicht technologisch überholt oder zu viele Ressourcen verbraucht. Deutschland interessierte die USA in erster Linie als Militärstützpunkt, als Geldlieferant, als Risikoversicherer und als Workshop für bestimmte Produkte.

Abb. 33: Das Segelschulschiff „Eagle“, ein Schwesterschiff der Gorch Fock, 1936 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut, wurde 1946 von den Amerikanern als Reparation konfisziert dient es auch heute noch der amerikanischen Coast Guard. Das Herumsegeln mit konfisziertem Eigentum ist typisch für die USA.

Der zweite Weltkrieg kostete Deutschland etwa 5 Millionen Todesopfer, 90 Mio Deutsche hatten aber überlebt. Viele Gebäude waren ruiniert, aber tausende von Firmen waren doch noch vorhanden, und viele Firmen hatten rechtzeitig wichtige Produktionsgüter für den Wiederaufbau nach dem Krieg in Sicherheit gebracht.

Mit dem Ende der Kriegshandlungen war das Leid für die deutsche Bevölkerung nun aber keineswegs zu Ende. Deutschland war soweit nur als Beute erlegt, das eigentliche Ausbluten und Schlachten begann zu diesem Zeitpunkt aber erst – und hält bis auf den heutigen Tag an. Es begann mit einfachen Plünderungen, und hat mit den feindlichen Firmenübernahmen durch Heuschrecken-Fonds und den US-Schrott-Immobilien für deutsche Sparer bis heute noch nicht geendet.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs verbrachten die Alliierten alles was Wert hatte aus Deutschland, alle Schiffe, Flugzeuge und ganze Fabriken. Unter dem Militärgesetz Nr. 52 der alliierten Militärregierung war die Konzernzerschlagung und die direkte Demontage vorgesehen.[1] Aus dem Deutschen Patentamt in Berlin wurden 347.000 Patentschriften erbeutet, und die New York Times berichtete 1947 stolz, diese seien Billionen Dollar wert.[2]

Die Amerikaner nutzten und lizenzierten diese Patente fortan selbst. Als die Amerikaner Deutschland 1952 mit dem Marshallplan und 1,4 Mrd $ „förderten“, erwarben sie mit dem Geld deutsche Betriebe und kauften Aktienmajoritäten. Auch in den noch an den Kriegsfolgen leidenden umliegenden europäischen Ländern erwarben sich die Amerikaner mit den ca. 13 Mrd $ Fördergeldern des Marshallplans (3,1 Mrd $ für England, 2,6 Mrd $ für Frankreich, usw.) viele Anteile. Der russische Außenminister Molotow nannte den Marshallplan deswegen ein Instrument zur Versklavung Europas. Man überzog Europa mit einem Netzwerk wirtschaftlicher Einflussnahme.[3]

Auch 1959 noch hielt in Deutschland die Konzernzerschlagung und direkte Demontage an. Die wichtigsten deutschen Industrien werden seitdem von den Amerikanern praktisch beherrscht. Größere Firmen durften nach dem Krieg nur mit maßgeblicher alliierter Beteiligung den Betrieb wieder aufnehmen. Zum Vergleich ist es in Russland ausländischen Investoren weitgehend untersagt, mehr als 50 Prozent an einer Firma zu besitzen.[4]

Bis 1963 gehörten den Amerikanern 700 deutsche Firmen, 2004 waren es schon 2.600,[5] und 2007 waren über die Hälfte der DAX-Konzerne und 20% aller deutschen Aktien in ausländischem Besitz.[6] Und die Übernahme geht immer noch weiter: Gerade hat die amerikanische KKR die deutsche Demag, den Triebwerkhersteller MTU und das Duale System gekauft, Flowers und Texas Pacific wollen die Berliner Bank kaufen, Nomura will kommunale Wohnungsunternehmen, Blackstone sucht in der Abfallbranche. Internationale Verträge sorgen dafür, dass Amerikaner deutsche Firmen erwerben und die Gewinne in die USA verbringen dürfen.

Opel hat so nie einen Pfennig oder Cent Steuern in Deutschland gezahlt, da die Gewinne stets an GM in den USA abgeführt wurden. Die GM-Verluste wurden aber nach Deutschland ausgelagert und hier von der Steuer abgesetzt, so daß die deutsche Steuerzahler bereits Milliarden an GM gezahlt haben.[7] 2003 kamen dann die US-Hedgefonds, um die Firmenübernahme weiter zu beschleunigen. Eine Juristin der Investmentbranche formulierte 2003 mit einem eigenen Schreibtisch im Finanzministerium das Gesetz mit, welches den US-Hedgefonds den Weg auf den deutschen Markt ebnete.[8] Und es ist für die USA nicht schwer, Firmen in Deutschland und das ganze Land zu kaufen, weil ihre Federal Reserve Bank einfach soviel Geld druckt, wie dafür gebraucht wird, während Deutschland seine Gelddruck-Hoheit an die Europäische Zentralbank abgegeben hat und sich deswegen nicht finanziell gegen den Aufkauf wehren kann.

Die vollständige Plünderung des Landes reichte den Alliierten nach dem Krieg nicht aus. Alle Deutschen sollten zusätzlich und auf Dauer soviel wie möglich Steuern zahlen, und diese sollten als Reparationszahlungen abgeführt werden. Für die Festsetzung der Steuerquote war nach dem Krieg der alliierte Kontrollrat in der Elßholzstraße in Berlin zuständig, der für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr, Recht, Kultur, Volksbildung usw. 12 Fachbereiche unterhielt. Als die Alliierten die Deutschen „befreit“ hatten, legten sie im Kontrollratsgesetz vom 11.2.1946 fest, daß der Steuersatz für Einkommen über 100.000 Reichsmark bei 95% liegen sollte, und bereits ab einem Einkommen von 7.200 RM sollten 48% Steuern gezahlt werden, ab 60.000 RM schon 90%. Nach der Einführung der DM waren es bis 1951 dann 95% für Einkommen über 250.000 DM im Jahr. Erst 1955, also 10 Jahre nach Kriegsende und schon nach Gründung der BRD hatte man den offiziellen Satz schrittweise auf 63,45% gesenkt, weil so letztlich mehr aus den Menschen herauszuholen war.[9]

1949 verlangten die Siegermächte von Deutschland Reparationsleistungen in Höhe von 50 Mrd $ zuzüglich Zinsen.[10] Dabei muss man bedenken, dass der ganze Haushalt der Bundesrepublik im Jahre 1953 nur 15 Mrd DM betrug. Ein Abkommen wurde mit Israel unterzeichnet, eines mit England und den USA. Zudem verleibten sich die USA die meisten Reparationswerte ein, gleichwohl ihr Festland praktisch keinen Schaden genommen hatte, sie ließen sich also die Befreiung Deutschland von den Nazis bezahlen.

Am 27.2.1953 vereinbarte Konrad Adenauer zusammen mit seinem Banker Hermann J. Abs(Jude) in London mit den Siegermächten USA und England ein Reparationsabkommen, das sog. Londoner Schuldenabkommen. 65 Gläubigerstaaten nahmen an den Verhandlungen teil, 40 davon mit einer eigenen Delegation. Das Volumen betrug 13,5 Mrd DM. Zurückgezahlt werden sollten zunächst 300 Mio DM pro Jahr, später 500 Mio DM pro Jahr. Dieser Betrag sollte durch Devisenerlöse im Export zustande kommen. Dazu kamen Zinsen auf die Ursprünglichen Forderungen von 3%. Die Länder erhielten Schuldscheine in US-Dollars, die sogenannten Young-Anleihen (Bonds, Bundesschuldverschreibungen). 5 Jahre danach (1958) zahlte Deutschland jährlich 765 Mio DM.[11] Nach einer Wiedervereinigung sollten die Zinsen erhöht und auch Young-Anleihen aus dem ersten Weltkrieg sollten dann bezahlt werden. Nach der Wiedervereinigung zahlte die BRD dafür 193 Mio € pro Jahr.[12]

In Luxemburg wurde schon ein Jahr zuvor, 1952, das „Wiedergutmachungsabkommen“ mit Israel unterzeichnet, worin sich die Bundesrepublik zur Lieferung von Waren und Dienstleistungen im Wert von 3 Mrd DM verpflichtete.[13]

An den Staat Israel sind dann bis 2005 allerdings etwas mehr, nämlich etwa 276,5 Mrd € gezahlt worden (oder 500,7 Mrd DM [14]).

Alle Schiffe und Trockendocks Israels, alle Züge, alle Kraft- und Elektrizitätswerke, das Telefonnetz und anderes mehr wurden von Deutschland finanziert.[15]

Dazu kommen militärische Patrouillen­boote, U-Boote und Seezieltorpedos zu 20% der Herstellungskosten, Noratlas-Transportflugzeuge, Panzermotoren und –bauteile, Infrarotgeräte zur Zielerfassung und –bekämpfung, elektronische Störsysteme und Scharfschützengewehre.[16]

An die Jewish Claims Commission in den USA wurden zudem 61,8 Mrd $ an Wiedergutmachung gezahlt, und es sollen noch weitere 14 Mrd $ folgen.[17] 320 Mio $ will die Bundesregierung auch noch bis 2018 der Claims Conference als „Hilfe“ für deren Arbeit zahlen, nachdem sie schon zwischen 2002 und 2008 einen Betrag von 100 Mio € an spezifischen Entschädigungsforderungen gezahlt hat, so für die während des Krieges zerstörten Synagogen.

Zudem beschloss das Kabinett im November 1978, Israelis „zu einmaligen Bedingungen“ und rückwirkend bis 1956 den Eintritt in die deutschen Rentenkassen zu ermöglichen.[18]

Die Israelis, die zu Kriegszeiten vom Naziregime verfolgt wurden oder deren Nachkommen erhalten seitdem von Deutschland Rentenzahlungen, sog. „Lebensschadensrenten“ von durchschnittlich ca. 800 € pro Monat, in Höhe von insgesamt bisher 82-88 Mrd DM.[19] Der Fond „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ zahlte kurzfristig 10 Mrd DM an ehemalige Zwangsarbeiter und stellte 2004 noch einmal 25,5 Mio € zur Verfügung, diesmal für Opfer von Medizinversuchen.

Foto: WIKIPEDIA

Für die Wanderausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ stellte Wolfgang Thierse kurzfristig 400.000 € bereit.[20] Das Berliner Holocaust-Riesenmahnmal kostet ihn jährlich 2 Mio € an Unterhalt, und 2006 erhöhte er den Betrag nochmal um 355.000 €.[21]

2007 gab es den Spatenstich zum Nazi-Museum „Topographie des Terrors“ für 60 Mio €, und 60 Mio € spendierte er 2009 auch dem polnischen Au­schwitz-Museum zur Sanierung.[22] Und nach seinem Erfolg mit dem Geld für Zwangsarbeiter und den verlorenen Versicherungspolicen legte der New Yorker Anwalt Ed Fagan 2004 bereits eine Forderungen zu geraubter Nazi-Kunst in Höhe von 1,25 Mrd US $ vor und plante 2005 eine Forderung an die Bundesregierung zu unbezahlten Goldfonds aus dem Jahre 1920 in Höhe von 57 Mrd $.[23] [24]

Was da noch auf Deutschland zukommen soll, lässt sich auch daran erkennen, dass die israelische Regierung 2005 eine Studie beauftragt hat, mit der herausgefunden wurde, welcher finanzielle Verlust der Holocaust für die Juden bedeutet habe.

Dabei wurde davon ausgegangen, dass 9 Mio Juden enteignet wurden und ihr „Verdienstausfall“ wurde berechnet. Der Regierungsbericht kommt zu dem Ergebnis, dass der Verlust zwischen 240 Mrd und 330 Mrd US $ betragen würde, und es heißt, Deutschland sei soweit zu billig davon gekommen.[25]

Gnädigerweise hätte man Gesundheitsschäden noch nicht mitgerechnet. Am höheren Wert orientiert wird damit jedem der neun Millionen Juden ein Vermögen von 39.000 $ zugerechnet. Umgelegt auf 80 Mio Deutsche, die das ersetzen sollen, bedeutete das 3.000 $ pro Person, womit solch eine Reparationsleistung allerdings bei den heute unter Deutschen bestehenden Vermögensverhältnissen etwa die ärmeren 30 Mio Deutsche ihre gesamten Ersparnisse kosten würde. Noch nicht berücksichtigt ist bei dieser Aufstellung auch, dass die Jüdischen Gemeinden in Deutschland aus deutschen Steuergeldern finanziert werden. So zahlt beispielsweise Hamburg jährlich 850.000 € an die örtliche Jüdische Gemeinde mit ihren 3.100 Mitgliedern.[26]

Hochgerechnet auf die 86.000 in Deutschland in solchen Gemeinden organisierten Juden kann man wohl davon ausgehen, dass für diese jährlich 25 Mio € an Steuergeldern aufgewendet werden.[27] Und die Verluste durch die weiter laufenden Enteignungen deutscher Hauseigentümer sind soweit ebenfalls noch nicht berücksichtigt.

Da man heute davon ausgeht, dass alle Verkäufe jüdischen Eigentums zur Nazizeit widerrechtlich waren, erhalten Juden heute alles, was sie damals verkauft haben, gratis wieder zurück.

Diejenigen aus der deutschen Nachkriegsgeneration, die ein Haus geerbt haben, das einmal in jüdischem Besitz war, müssen es ersatzlos an die Jewish Claims Commission abgeben, auch noch nach 2005. Nicht genug damit, für vier Jahre beispielsweise, die ein Haus so als Erbe der Eltern im Besitz eines Deutschen war, möchte die Jewish Claims Commission zusätzlich 100.000 € Nutzungsausfall gezahlt bekommen.
Kein Wunder also, dass die Anzahl der Millionäre in Israel bereits deutlich über dem Weltdurchschnitt liegt. Allein 2005 hat die Anzahl der israelischen Millionäre um 20% auf 7.400 Personen zugenommen.[28] Nachdem die Nazi-Führungsriege gehenkt, die Menschen befreit und das Land geplündert wurde bleibt festzustellen, daß heute in Deutschland eine unschuldige neue Generation mit gewaltigen Strafzahlungen belegt ist.

Auch andere Länder erhalten Zahlungen. Abgesehen davon, daß Polen nach dem Krieg die Gebiete Schlesien und alles Land jenseits der Oder erhielt, bekam der Staat in neuerer Zeit auch 2 Mrd € und ihm wurden 3,3 Mrd € an Schulden erlassen. Zwischen 2007 und 2010 erhielt Polen von Deutschland 16,6 Mrd € an EU-Geldern.[29]

So wie es aussieht, hat nie in der Geschichte der Menschheit ein Volk an andere Völker soviel gezahlt wie die Deutschen.

Die Rücklagen für die Altersvorsorge der Deutschen sind dagegen verschwunden. Das vor über 100 Jahren von Bismarck begründete Rentensystem war ursprünglich kapitalfinanziert, d.h. die eingezahlten Gelder wurden für die Einzahler verwahrt und gewinnbringend investiert, vornehmlich in der deutsche Industrie. 1957 stellte Bundeskanzler Adenauer das System aber in einer „Rentenreform“ auf ein Umlagesystem um, in dem die jeweils jüngere Generation direkt für die Renten der älteren Generation aufkommt.[30] Dadurch wurden 40 Mrd DM Kapitalrücklagen frei.[31]

Aus den frei gewordenen Mitteln konnte damals die Wiederbewaffnung der Bundeswehr finanziert werden. Welche enormen Verluste diese Umstellung aber für die heutige Generation bedeutet, kann man sich durch einen Vergleich der für eine Rente von 800 € nötigen Einzahlungen unter den verschiedenen Systemen klar machen: Für eine kapitalfinanzierte Rente von 800 € mit 65 Jahren bei einem privaten Kapitalversicherer braucht ein 20-jähriger lediglich 100 € im Monat als betriebliche Altersversorgung aufzuwenden, während unter dem heutigen Umlagesystem bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt dafür fast 400 € pro Monat Sozialabgaben von Arbeitgeber und Arbeitnehmer notwendig sind. Und durch das ungünstiger werdende Verhältnis von Einzahlern zu Rentnern verschärft sich die Situation weiter. 2005 kamen auf einen Rentner 3,2 Beitragszahler. 2050 kommen auf einen Rentner nur noch 1,7 Beitragszahler.

1995 betrugen die Rentenausgaben aller gesetzlichen Rentenversicherungen für die etwa 16 Mio deutschen Rentner zusammen 297 Mrd €. 2002 gab allein die BfA für die Rente für 9,1 Mio Menschen 115 Mrd € aus, inklusive Verwaltungskosten. 45% der Altersrenten der BfA lagen 2002 bei einem Betrag von unter 1.000 €. Die Zahlungen der BfA können heute nicht mehr durch die Einzahlungen allein aufgebracht werden, und es ist ein Zuschuss aus dem Bundeshaushalt nötig. Der Bundeszuschuss 2004 für die Rentenversicherer lag bei 59 Mrd €. Der Verband der deutschen Rentenversicherungsträger VDR führt allerdings an, von den 297 Mrd € seien 102 Mrd € versicherungsfremde Leistungen, so z.B. 23,5  (!) Mrd € für Kriegsfolgelasten. Aber auch für Familienlastenausgleich und Transferleistungen West-Ost wird die Rentenkasse genutzt. Der bayerische Landesvorsitzende der Allianz der Mitte (ADM-Partei) meint sogar, im Jahre 2002 wären nach [seinen] vorläufigen Berechnungen den Renten 393 Mrd € versicherungsfremde Leistungen entnommen worden.[32]

Aus dem Rentensystem werden auch sämtliche Versorgungsleistungen für Umsiedler, Ostflüchtlinge und Aussiedler geleistet, die niemals etwas in das System eingezahlt haben. Etwa 5 Mrd € werden jährlich an die etwa 500.000 Asylanten im Lande gezahlt.[33] Besser gestellt sind die etwa 100.000 jährlich neu einwandernden Spätumsiedler, die sofort die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, auch wenn sie kein Deutsch sprechen. So werden jedes Jahr etwa 20.000 Einwanderer aus Russland willkommen geheißen (18.700 waren es im Jahr 2000).

Jedem spendiert der deutsche Staat großzügig ein Startgeld von 25.000 € [34], und es gibt zudem zinslose Kredite. Es gibt 6-köpfige Familien aus Spätumsiedlern aus Russland und ihren Angeheirateten, die so auf einen Schlag ein Startgeld von 150.000 € kassierten, mit dem sie sich sofort ein Haus kaufen konnten, wobei sie zusätzlich noch die normale Eigenheimzulage als Förderung kassierten.[35] Einige Orte haben auf diesem Wege ganze Straßenzüge mit schmucken neuen Häusern erhalten. Und wenn dann auch gleich noch die Sozialhilfe greift, ist eigentlich schon mal eine ganz ordentliche Existenz gesichert, aber die Kosten für den deutschen Steuerzahler sind immens.

Großzügig ist der deutsche Staat nur gegenüber Nichtdeutschen, was einmal mehr die Frage aufwirft, wessen Interessen denn die Bundesregierung eigentlich vertritt. Das bereits vor 1963 in Kraft gesetzte deutsche Fremdrentengesetz FRG wird jedenfalls vom Gedanken der Eingliederung von Fremden geprägt, d.h. die Berechtigten sollen Zahlungen erhalten, als hätten sie ihr Versicherungsleben nicht im Herkunftsland, sondern in Deutschland verbracht.[36]

Die eigenen Vertriebenen gehören nicht zu den Berechtigten. Eine Deutsche, die als 17-jähriges Mädchen im Sudetenland den II. Weltkrieg überlebte und dann anschließend über 7 Jahre als Zwangsarbeitin im Osten versklavt und gefangen gehalten wurde, erhält heute als Rentnerin vom deutschen Staat gerade einmal 50 Cent Rente pro Jahr der Zwangsarbeit, also 3,50 € pro Monat. Hätte sie einen israelischen Pass, so würde sie 600 $ bis 1.000 $ im Monat überwiesen bekommen, wo auch immer in der Welt sie lebt. Wenn das Geld so an die Nachkommen der Naziopfer in alle Welt verteilt wird, erfolgt kein Aufsehen, nur wenn Geld in dieser Höhe mal als Rentenzahlung an einen normalen Deutschen nach Florida oder Mexiko geht, regen sich die Medien auf.[37]

Perfide ist, daß die Vertriebenen- und Flüchtlingsämter in erster Linie die Angelegenheit von Ausländern oder in der Fremde Lebenden behandeln und weniger die der deutschen Flüchtlinge.

 

Abb. 35: Der Bundeshaushalt 2004. Das Parlament verfügt mit dem Bundeshaushalt nur über einen Teil der Einnahmen, die dem Bürger abgenommen werden. Manche Steuern (z.B. die Gewerbesteuer) sind den Gemeinden oder dem Land vorbehalten, andere wie die Sozialabgaben für Rente und Krankenversicherung (ca. 55 Mrd €) gehen direkt an die entsprechenden Träger.

Vor 40 Jahren hat der Bund nur 23% für Sozialausgaben und Zinsen benötigt, 2003 waren es bereits 28% des Haushalts für die Zinsen allein.[38] Ende 2004 hatte der deutsche Staat 1.400 Milliarden Euro Schulden und musste dafür jährlich 80 Milliarden Euro an Zinsen aufbringen.[39] [40]

Allein 40 Mrd € hatte nur der Bund 2004 jährlich zur Tilgung der Schulden zu bezahlen (siehe Abb. 37). Die Neuverschuldung 2002 betrug 78 Mrd €, d.h. praktisch, dass um die Schuldzinsen zahlen zu können, der Staat neue Schulden gemacht hat. Die Neuverschuldung wäre eigentlich für jeden Unternehmer ein Indikator, dass da etwas gefährlich falsch läuft und dass hier ein Kollaps droht. Für 2010 beträgt die Neuverschuldung 82 Mrd. €.

Die Wiedervereinigung wirft bis heute Fragen auf, die den Bürgern gegenüber nicht aufrichtig beantwortet wurden, die Geschichte muss wohl anders erzählt werden. Es ist weniger die Geschichte des Wiederaufbaus maroder Ostfirmen sondern eher die Geschichte einer beispiellosen Plünderung: [41]

Die Teilung Deutschlands durch die Alliierten nach dem letzten Weltkrieg diente einerseits der Abgrenzung von Einflusssphären zwischen der Sowjetunion und den USA und andererseits der Verhinderung eines Wiederaufstiegs Deutschlands.

Deutschland wurde als Risiko betrachtet, wie ja auch der ehemalige Außenminister Joschka Fischer in einem Buch eilfertig schrieb (mehr dazu in Kapitel 2-5). Die Einflusszone Ostdeutschland wurde dann in der Nachkriegszeit von der Sowjetunion ausgenommen, Westdeutschland von den West­alliierten, und der Osten litt dabei mehr als der Westen.

Bis 1948 musste die sogenannte sowjetische Besatzungszone 58% der gesamten Industrieproduktion als Reparationszahlung leisten, und während 1953 die Pro-Kopf-Belastung im Westen bei 305 $ lag, war sie im Osten mit 890 $ etwa dreimal so hoch.[42] Dann kam die Wiedervereinigung. Zwar hatten die Politiker den deutschen Bürgern bereits bei der Gründung der BRD versichert, dass das Land nun wieder souverän sei, aber als die Wiedervereinigung kam, machten das die beiden so souveränen Länder Ost- und Westdeutschland nicht direkt miteinander aus, nein, da traten vor allem die alten Besatzungsmächte noch einmal zusammen und überlegten, ob man das denn zulassen könne. (Anm.: Ostdeutschland liegt jenseits der Oder-Neiße-Grenze)

Zulassen wollte man das nur, wenn Westdeutschland sich zu allerlei Zahlungen verpflichtete und versprach, die Firmen im Osten vor allem den Firmen im westlichen Ausland zukommen zu lassen, die DM zugunsten des Euro abzuschaffen, auch in Zukunft nichts gegen die Konfiszierungen von Besitz einzuwenden und eine dauerhafte Stationierung der alliierten Truppen im Lande zu erlauben. Um die Herren Rohwedder und Herrhausen, die für einen Erhalt der Ost-Betriebe und eine intensivere Zusammenarbeit mit den Ländern im Osten plädierten, würde man sich kümmern (vgl. Kapital 1-3), und nachdem das mit Herrhausen schnell geklärt war, hatten die tapferen deutschen Politiker bei den 2+4-Verhandlungen einmal mehr die Hosen gestrichen voll und akzeptierten alles bedingungslos.

Im Rahmen der Wiedervereinigung verkaufte also die deutsche Rentenversicherung BfA den Großteil ihres Anlagevermögens, um mit dem Erlös Wohnungen für die abziehenden Sowjet-Soldaten zu finanzieren, und es gab Zahlungen an Russland (61,65 Mrd DM[43]) und an Polen (10 Mrd DM).[44]

Mit den Firmen der DDR, der seinerzeit zehntstärkste Industrienation der Welt mit einer Produktionsfläche von über 1,6 Mio Quadratmetern, innovativen Firmen, die Computer und Düsenflugzeuge bauten, weltberühmte Firmen für optische Geräte, 38.000 Firmen, die den Osten mit Traktoren und den Westen mit Möbeln, Radios, Fernsehern, Kühlschränken und Bekleidung versorgten, die das einst riesige Versandhaus Quelle, das etwa 60% der Produkte aus seinem über tausend Seiten starken Katalog aus Ostdeutschland bezog, dann im Westen vertrieb, mit all diesen Firmen wurde auf Wunsch der Alliierten vereinbarungsgemäß in einer besonderen Weise verfahren.

Die Firmen der DDR wurden großen Westfirmen weit unter Wert überlassen, die sich die Filetstücke nehmen und den Rest liquidierten durften, und die dafür obendrein noch Staatssubventionen erhielten. Die Werke der Deutschen Waggonbau in Dessau, Leipzig, Halle, Görlitz und Berlin ließ man beispielsweise über die US-Investmentfirma Advent der kanadischen Konkurrenzfirma Bombardier zukommen, die das heutige Berlin mit S-Bahnen mit gefährlich unzureichenden Bremssystemen ausgestattet hat.

Dem französischen Ölkonzern Elf Aquitaine überließ die Treuhand die Leuna-Chemiewerke, das Minol-Tank­stellen­netz und obendrein noch 256 Francs (40 Mio €) an Subventionen ( dank Helmut Kohl ) , die letztlich auf einem Liechtensteiner Konto landeten und als Vermittlungsprovision beim französischen Geheimdienstler Piere Léthier.[45]

Nach vielen Geschäften dieser Art resultierte so schließlich ein Verlust der Treuhand von 270 Mrd DM, zu dessen Ausgleich die Bürger mit einer Steuererhöhung in Form des Solidarbeitrags zur Kasse gebeten wurden. Am Ende war auch das Versandhaus Quelle nicht mehr systemrelevant, und man ließ 2009 die Konkurrenz das Geschäft übernehmen, indem man Quelle die Kredite kündigte.

Das ging ganz einfach, weil ein Freund des Konkurrenz-Chefs Middelhoff von Arcandor die für Quelle zuständige Bank leitete.[46]

Mit den DDR-Banken verfuhr man im Rahmen der Wiedervereinigung ebenfalls in besonderer Weise. Die standen eigentlich gar nicht so schlecht da, denn in ihrem Abschlussbericht zur Situation der DDR wies die Deutsche Bundesbank für die DDR nur Auslandsschulden von rund 12 Mrd $ aus. Die 550 DDR-Banken mit ihrem Gold-, Kassen- und Immobilienbesitz überließ man westliche Banken zu einem Zehntel des Wertes und weniger.

Der Journalist Karl Weiss schätzt, dass die westlichen Privatbanken, die Deutsche Bank, die Dresdner Bank u.a.m. so einen Profit von 200 Mrd € machten.[47] Man machte die Westbanken dabei auch zu rechtmäßigen Gläubigern der ganz anders funktionierenden Kredite der DDR, und erlaubte ihnen dann noch, den vereinbarten DDR-Zins von 0,5% auf westliche 10% anzuheben, und für die unter dieser plötzlichen Last zusammenbrechenden Firmen und Kommunen, man ahnt es schon, durfte wieder der deutsche Steuerzahler aufkommen.[48]

Damit das Vermögen Ostdeutschlands problemlos aus Deutschland abfließen konnte, ohne auf größere Barrieren zu stoßen, hat man den weltweiten Kapitalverkehr neu geordnet und für einen freien Kapitalverkehr über die Grenzen hinweg gesorgt. Auf deutscher Seite hat sich dabei der damalige Staatssekretär im Finanzministerium besonders um einen reibungslosen Transfer der Werte ins Ausland gekümmert. Horst Köhler erwies sich dabei als einer der besten Finanz-Staatssekretäre, den die Alliierten je hatten, und so beförderte man ihn nach dieser glanzvollen Ausplünderung des deutschen Steuerzahlers erst zum Chef des IWF und dann zum deutschen Bundespräsidenten. Den deutschen Bürgern erzählte man derweilen, dass mit dem 2+4-Vertrag Deutschland nun aber wirklich souverän geworden sei.

Der Umgang der Regierung Kohl mit dem Eigentum anderer im Zuge der Wiedervereinigung lässt auch in anderer Hinsicht auf einen völligen Rückgratverlust der deutschen Politiker schließen. Wie der Deutsch-Russisch-Dolmetscher der Verhandlungen in seinen Memoiren berichtet, sollen von russischer Seite im Vorfeld der Verhandlungen auch Pläne der Universität Moskau für eine Wiederangliederung von Ostpreußen, Pommern und Schlesien angesprochen worden sein, doch Genscher soll Polen bekniet haben, an der Oder-Neiße-Linie festzuhalten, mehr Wiedervereinigung wollte er gar nicht.[49] Zum anderen hätte die Kohl-Regierung dann eigentlich die von der DDR zwischen 1945 und 1949 verstaatlichten Betriebe den Eigentümern zurückgeben müssen, behielt sie aber unter dem Vorwand, dies sei sowjetische Vorbedingung für die Wiedervereinigung gewesen. Das wies Gorbatschow aber später zurück, das hätte er nie gefordert. Mit dieser „Wiedervereinigungslüge“ ergaunerte sich die BRD-Regierung damals aber Firmen im Wert von 600 Mrd DM, wie Constanza Paffrath in ihrer Doktorarbeit recherchierte.[50]

Heute fließen jedes Jahr 90 Mrd € an Unterstützung und 28 Mrd € an Krediten von West- nach Ostdeutschland.[51] Etwa 40 Mrd € davon gehen an die 4 Mio Rentner im Osten, für die 3 Mio Arbeitslosen werden ebenfalls etwa 40 Mio € gezahlt, 10 Mrd € werden für Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld aufgebracht.

Die Zahlungen für die Beamten und Verwaltungsdienste sind im Bundeshaushalt integriert und dürften nochmals 40 Mrd € ausmachen. Nicht aber der Geldfluss im Rahmen des Sozialsystems von West- nach Ostdeutschland ist „unerträglich“ oder „unleistbar“, denn dieses Geld wird in Deutschland ausgegeben und kehrt in den hiesigen Kreislauf zurück. Nachteilig ist dagegen der Abfluss von Geldern ins Ausland und an die EU, da diese Gelder nicht unbedingt in den deutschen Geldkreislauf zurückkehren.

Im Rahmen der Wiedervereinigung hatte Bundeskanzler Helmut Kohl für Deutschland zugestimmt, die DM zugunsten des Euro abzuschaffen, obwohl sich die DM gegenüber anderen Währungen eine internationale Stellung als Reservewährung erarbeitet hatte. Dafür hatte die damalige Bundesbank als unabhängige nationale Bank gesorgt, während in anderen Ländern die Banken eher den Weisungen der Politik folgten oder sogar denen eines privaten Kartells, wie in den USA. Man sorgte also dafür, dass die unabhängige Bundesbank ihre Funktion an eine politisch weisungsgebundene Europäische Zentralbank abgab.

Auf eine Deckung des Euro in Gold verzichtete man zudem, stattdessen wurden Dollars als Devisenreserven eingelagert, die jedoch inzwischen keine bestimmte Goldmenge mehr garantieren. Durch die Abgabe der Macht über die Zinserhöhung, die Wechselkurse und das Gelddrucken hat Deutschland damals auf seine wichtigsten Instrumente zur Wirtschaftssteuerung verzichtet.[52]

Neben dem Verlust der Währungshoheit hat das für Deutschland den Nachteil, daß seitdem die gesamten deutschen Exportüberschüsse von jährlich etwa 200 Mrd € nicht mehr Deutschland allein zugute kommen sondern allen Ländern der Euro-Zone, die zusammen nur 10 Mrd € Exportüberschüsse erwirtschaften.

Für Deutschland bedeutet das ein jährliches Defizit von 190 Mrd € gegenüber der Zeit mit der DM! Die mit dem Euro bezahlenden Länder können mit dem Euro nun in ganz Europa einkaufen, während die DM in Deutschland eingelöst werden musste.

Update: 7.7.10

Der Finanzminister und sein Wirtschaftsexperte von damals, Prof. Dr. Schiller und sein Bankenexperte Prof. Dr. Hankel, haben die heute bestehenden Finanzprobleme vorausgesagt und sich seinerzeit mit aller Kraft gegen die Abgabe dieser hoheitlichen Funktionen ausgesprochen, konnten sich aber nicht gegen den damaligen Bundeskanzler Kohl durchsetzen.[53]

Abb. 36: Aus Preußische Allgemeine Zeitung, Folge 17, 26.4.03, S. 3.
An die EU wird Deutschland so 2010 die Rekordsumme von 26 Mrd € überweisen, 13,3 Mrd € mehr als zurück kommen.[54]

Schon von Anfang an war Deutschland Spitzen-Nettoeinzahler (vgl. Abb. 38).[55] Laut einer Untersuchung von Prof. Willekes von der Universität Heidelberg hat Deutschland zwischen 1990 und 2002 netto 278,9 Mrd € mehr an die EU gezahlt als erhalten.

Bundeskanzler Kohl hatte Deutschland im Abkommen von Edingburgh dazu verpflichtet, auf immer mindestens 40% aller EU-Kosten und Subventionen zu übernehmen, und Kanzlerin Merkel hat 2005 unter dem Jubel der Presse 2 Mrd € mehr zugesagt.[56]

Es wird somit langsam klar, dass der Hauptzweck der CDU weniger „christlich-demokratisch“ ist, sondern mehr darin besteht, Deutschland uneingeschränkt zum Zahlmeister für die EU, die NATO, die UN und zahlreiche andere Organisationen zu machen. Es ist eigentlich die Czahlmeister Deutschland Union.

Dabei stehen die Alliierten des zweiten Weltkrieges in der ersten Reihe. Bis 1983 hatte die Bundesrepublik alle Forderungen aus dem Londoner Schuldenabkommen von 1953 bezahlt, doch durch die Wiedervereinigung lebte die Schuld erneut auf, und am 3.10.1990 versprach die Bundesrepublik, die Verpflichtungen aus dem Londoner Schuldenabkommen erneut zu bedienen. Bis zum 3.10.2010 sollte diese Schuld nun getilgt sein, wenn nicht eine Goldklausel zu weiteren An­sprüchen führt. Nach dieser Goldklausel dürfen die Gläubiger sich ihre Forderung auch wahlweise in Gold auszahlen lassen, womit sie sich die Schuld dann um etwa den Faktor 1000 vergrößern würde.

Besonders weit vorn stehen die USA. Zusammen mit den 50 Mrd € im jährlichen US-Außenhandelsdefizit (bzw. dem deutschen Exportüberschuss gegenüber den USA), den 80 Mrd € für die Schuldentilgung, den 6 Mrd € für das in Deutschland stationierte US Militär (s.u.) und den 31,5 Mrd € für die Bundeswehr bzw. NATO, sind es heute etwa 167,5 Mrd €, die Deutschland jährlich an die USA zahlt. Man mache sich klar, dass mit diesem Geld 10 Mio Deutsche, also beispielsweise alle Arbeitslosen und Studenten, eine zusätzliche Apanage von 16.585 € jährlich oder von 1.382 € monatlich erhalten könnten.

Rund 25.000 britische und 68.000 amerikanische Soldaten sind noch auf deutschem Boden stationiert, an 72 Orten, mit 159 Abrams Panzern, 173 Panzern M2, 18 Raketenwerfern und über 100 Atombomben.[57] Das sind mehr als einem freundlichen Austausch im Rahmen einer Zusammenarbeit entspricht, dieser Umfang entspricht einer vollen Besatzungsstärke wie im Irak, zumal deutsche Politiker diese Einrichtungen nicht einmal inspizieren dürfen. Das Recht zur Stationierung und ihre absolute Bewegungsfreiheit haben sich die alliierten Streitkräfte im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung heimlich verlängert. Und nach § 120 der Verfassung (Deutschland hat nur ein GG und keine Verfassung, nur Verträge mit einer GmbH.)  übernimmt Deutschland die Besatzungskosten. Die alliierten Soldaten kosten Deutschland etwa 6,9 Mrd $ jährlich, von denen 1,2 Mrd $ durch die Übernahme von Stationierungskosten getragen werden, und 5,7 Mrd $ wurden 2000 als „foreign development assistance“ gezahlt.[58]
Während Japan nur 78% der Kosten der der dort stationierten amerikanischen Soldaten übernehmen muss,[59] ist für Deutschland im Artikel 120 des Grundgesetzes festgelegt, dass Deutschland die Aufwendungen für die Besatzungskosten voll trägt.[60] Dem kommt Deutschland auch voll nach.

In Grafenwöhr wurde 2005 der Neubau eines Truppenübungsplatz für 3.400 amerikanische Soldaten begonnen, wobei allein die militärische Infrastruktur 650 Mio € kostete.[61]

Die Militärflughäfen Spangdahlem (Eifel) und Ramstein (Pfalz) wurde 2005 für die Nutzung durch die US Air Force für 400 Mio € ausgebaut, [62] weil die Basis am Flughafen Frankfurt Main nicht mehr als Haupt-Tor für den Einsatz in Europa ausreichte.[63]

Und nach Aussagen des sächsischen Innenministeriums dient der für 350 Mio € ausgebaute Großflughafen Leipzig nicht nur der DHL der deutschen Post, sondern vor allem der NATO als internationales Drehkreuz.[64] Die DHL hat in diesem Rahmen Versorgungsflüge in den Irak und nach Afghanistan übernommen, und seit 2008 fliegen täglich durchschnittlich 1.500 US-Soldaten von Leipzig zu ihren Einsätzen ab. Zudem will Deutschland in Leipzig für die NATO-Response Force bis zum Jahr 2012 sechs Antonow-Transportflugzeuge anschaffen und stationieren, von denen jedes 120 Tonnen Kriegsgerät weltweit zu einem beliebigen Einsatzort bringen kann. Die Kosten dafür wurden mit 7,2 Mrd € beziffert. Die eigenen Streitkräfte kosten Deutschland dabei „nur“ 31,5 Mrd € jährlich. [65]

Zusammen mit den Kosten für die in Deutschland stationierten US-Soldaten hat Deutschland damit fast ebenso hohe Militärausgaben wie Russland mit 35,4 Mrd €. Mit Blick auf die angrenzenden Länder ist heute eigentlich jede Sorge unberechtigt, Deutschland könnte von einem Nachbarn angegriffen werden, und auch das Feindbild Terrorismus und die Verfolgung von Taliban in den Wüsten Afghanistan taugen kaum dazu, die ausgegebenen Milliarden für Kriegsschiffe, U-Boote und hunderte von Panzern zu rechtfertigen.

Für die von den USA geführten Kriege ist zudem auch immer wieder eine Beteiligung fällig; 6 Mrd $ zahlte Deutschland für den 1. Golf-Krieg 1991, [66] und für den letzten Überfall auf den Irak ist schon mal die Schuldzuweisung der Amerikaner da: ein deutscher BND-Mann hätte falsch über die Massenvernichtungswaffen informiert. Dieser Mann war der ehemalige  Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der damals Regierungsbeauftragter für die Nachrichtendienste der Bundesregierung war. Damit ist klar, warum Steinmeier Nachfolger von Joschka Fischer wurde. Anfang 2004 hatte Bundeskanzler Schröder bei seinem Besuch in Washington Unterstützungszahlung für den Irakkrieg in Milliardenhöhe zugesagt. Deutschland bildet seitdem irakische Offiziere und Polizisten aus, hat hunderte LKW an die neue irakische Armee geliefert, dient für die Amerikaner als Nachschubdrehscheibe und versorgt die verletzten GIs. Weitere deutsche Milliarden wurden für die Osterweiterung der NATO zugesagt.[67] 250 Mio € werden jährlich an die Terror-Spezial­einheit KSK ausgegeben. Die zwei U-Boote zum halben Preis und den Satz Patriot-Raketen, sowie 3 Fregatten im Febr. 2008  im Wert von 1,5  Mrd € als Geschenke,  an Israel noch gar nicht mitgerechnet.

Neben diesen Rüstungsmilliarden fallen die Zahlungen für Entwicklungshilfe fast gering aus. Für die Zeit zwischen 2005 und 2008 sind 320 Mio € Aufbauhilfe für Afghanistan geplant,[68] zusätzlich zu den 821.000 € für Liberia, den 683.000 € für Norduganda und den 500.000 € für Somalia usw. Die restlichen bedürftigen Länder der Welt erhielten gegenüber Afghanistan zusammengenommen im Jahr 2003 nur 71,5 Mio €.[69]

An die verschiedenen Organisationen der Vereinten Nationen (UN) gehen dann noch mal 0,9 Mrd $ jährlich.[70] Kleinigkeiten wie 4,7 Mio € an die Türkei für die Behandlung der dort lebenden Angehörigen der in Deutschland arbeitenden und versicherten Türken gar nicht zu erwähnen.[71] Doch Geld wird auch noch ganz anders verschoben, als Kredit, als Zinszahlung, als Bezahlung und als Gewinnabführung. Irgendwie funktioniert der ganze freie Markt und Welthandel gegen Deutschland.

Deutschland hat die letzten sechzig Jahre in zunehmendem Maße wirtschaftliche und finanzielle Unterstützungsleistungen an die USA, an Israel, an die EG, die NATO und die UN geleistet. 2008 erreichten die Zahlungen ein Ausmaß, dass der deutsche Steuerzahler nicht mehr zu stemmen vermochte. Die faulen Kredite der amerikanischen Lehman-Bank brachten das Fass zum Überlaufen, sie machten den deutschen Landesbanken zu schaffen und waren vom deutschen Steuerzahler schließlich nicht mehr aufzubringen – beziehungsweise ihm nicht genügend schnell anzudrehen. Bankstrategen schätzten nämlich die Ersparnisse der Deutschen auf 3,4 Billionen €, und an die wollte man eigentlich ran, doch den deutschen Sparern und Anlegern konnten die US-Anlagen einfach nicht schnell genug als Fonds und Dachfonds, als Zertifikate, Turbos, Minis, Calls und Puts, Calls for Difference und TFDs verkauft werden, der Bedarf an Käufern überstieg die Nachfrage bei weitem, so dass letztlich die Banken selbst auf ihren minderwertigen Papieren sitzen blieben und noch drauf saßen, als diese sich als wertlos erwiesen.

Die Banken spielen beim Verschieben deutschen Geldes ins Ausland auch deswegen eine besondere Rolle, weil viele der rund 30.000 Pleiten deutscher Firmen pro Jahr vermeidbar wären, wenn die Banken den deutschen Unternehmen mit Krediten weiterhelfen würden, anstatt das Geld ins Ausland zu verschieben. Oft ist bei den insolventen deutschen Firmen sogar die Auftragslage gut und es fehlte den Unternehmen nur das nötige Geld, um das Material für Aufträge vorzufinanzieren. Doch nach einer Umfrage der Handwerkskammer Münster 2004 werden 27% der Kreditanträge der Handwerksbetriebe von ihren Hausbanken abgelehnt. Eine Umfrage des Münchener ifo-Instituts bei 1000 Firmen Anfang 2004 hatte zum Ergebnis, dass 79% der Befragten angaben, nicht zu hohe Löhne, sondern Kapitalmangel und die Kreditvergabepraxis der Banken seien Schuld am deutschen Innovationsmangel.[72] So sahen nach einer GEM-Umfrage 2003 in Deutschland auch nur 13% gute Chancen für Unternehmensgründungen, während es in Finnland z.B. 48% waren.[73]

Die Deutsche Bank (Rothschild) spielt dabei ganz vorne mit. Die Deutsche Bank ist eine Art deutsche Zentralbank, auch wenn sie nicht selbst Euros drucken darf. Sie dient den meisten deutschen Banken als Zwischenstation für die Abwicklung von Geldgeschäften mit dem Ausland, sie berät die Bundesregierung und andere Banken, und sie gewährt anderen deutschen Banken Kredite, wenn diese solche brauchen.

Letztlich erweist sie sich aber weniger als Bank der Deutschen sondern mehr als Interessenvertretung von englischen und amerikanischen Banken in Deutschland (Rothschild) mit dem Ziel, deutsches Geld und deutschen Besitz umzuwidmen. Ihr Machtzentrum hat die Deutsche Bank denn auch in London mit dem Group Executive Committee, und dort spricht man explizit von einer „De-Germanization“ der Deutschen Bank. So war die Deutsche Bank schon maßgeblich am Verkauf von Mannesmann an Vodafone beteiligt, aber erst 2003 ging man die Eroberung des deutschen Marktes richtig an. Dazu gründete man die „Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD)“, deren Sprecher Josef Ackermann wurde. Mitglieder der Initiative waren ausschließlich amerikanische Investmentbanken, nämlich die deutschen Vertreter von Lehman Brothers, Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan, Citibank und Merrill Lynch.[74]

2003 beriet die Deutsche Bank, angeführt von Josef Ackermann, die Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinen Finanzminister Hans Eichel dahingehend, Zweckgesellschaften wie die IKB für den Handel mit Risikopapieren einzurichten (Bad Banks).[75] Der deutsche Staat folgte dieser Weisung praktisch sofort und förderte diese Spezialbanken noch mit dem Erlass der Gewerbesteuer. Der „verstärkte Einsatz neuer Finanzierungsinstrumente“ wurde im Koalitionsvertrag von SPD und CDU beschlossen. In der Zwischzeit gibt es die “BAD BANKS”!

Das Bundesministerium der Finanzen ließ sich 2003 dann ein Gutachten dazu erstellen, wie es denn den Kreditbedarf des Mittelstandes besonders fördern könnte. Das Gutachten wurde an die Boston Consulting Group vergeben. Man hatte der Boston Consulting Group aber womöglich nicht gesagt, daß es bei der Fragestellung darum ging, den deutschen Mittelstand zu fördern, nicht den amerikanischen. Heraus kam dann nämlich die Empfehlung, doch in amerikanischen Asset Backet Securities (ABS) zu investieren, die man heute als Schrottimmobilien bezeichnen würde.

Alsdann warf sich das Bundesfinanzministerium mächtig ins Zeug, deutsche Banken in ABS investieren zu lassen.[76] Der ministerielle Aufseher der Bankenkontrolleure der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz der BaFin, SPD-Mitglied Dr. Jörg Asmussen, war praktischerweise gleichzeitig Beiratsmitglied der IKB-Bank und Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation für den Verkauf von ABS in Deutschland, der True Sale International GmbH, und erleichterte im Jahr 2006 den Kauf der ABS, indem er sein Ministerium anwies, dabei keine unnötigen Prüf-und Dokumentationspflichten entstehen zu lassen. Nach dieser Glanzleistung wurde er zum Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen befördert.[77]

Die IKB kaufte in der Folge massenweise Asset Backed Securities, man schob das wohl größte Verbriefungsprogramm Europas an, womit Deutschland den Großteil der US-Schrottimmobilien von rund 2 Billionen Euro übernahm.[78] Die BaFin prüfte die IKB 2005 und fand alles großartig, und auch die Ratingagenturen gaben weiterhin grünes Licht, der Aufsichtsrat sah kein Risiko.[79] Der amerikanische Investmentguru Jim Cramer meinte derweilen bei einem Fernsehauftritt in den USA, die deutschen Bankiers seien echte Deppen, denen könne man alles verkaufen.[80] Als die Immobilienfonds 2007 einbrachen, sperrte die Deutsche Bank der IKB die Kredite,[81] und in der Konsequenz brach die IKB zusammen. Der deutsche Staat rettete die IKB darauf mit 10 Mrd € und verkaufte sie dann für 150 Mio € an den amerikanischen Private Equity Fond Lonestar.

Auch bei der Einrichtung der DEPFA als Zweckgesellschaft für die Hypo Real Estate(HRE) half die Deutsche Bank mit. Die DEPFA, 1922 für den deutschen Kleinwohnungsbau gegründet, hat heute ihren Hauptsitz in Irland und weitere Büros in den USA und in Israel. Eins ihrer Aufsichtsratsmitglieder ist der Rechtsanwalt Bern Knobloch, Sohn der Präsidentin vom ZdJ. Die Bank übernahm mit ihrem US-Ableger First Albany Securities in New York, Chicago und an anderen Orten gewaltige Mengen wertloser ABS in Höhe von rund 400 Mrd €. 2008 hatte die DEPFA plötzlich über ein Finanzloch in der Größe von 50 Mrd € zu klagen und wollte mit einer deutschen Staatsbürgschaft gerettet werden.[82]

Der Staat unterstützte die Deutsche Bank auch in anderer Weise mit seiner Steuergesetzgebung. Die Deutsche Bank hat neben Niederlassungen in Deutschland und den USA auch welche in den Steuerparadiesen Luxemburg, Jersey, der Schweiz, in Dubai, und in Irland. In Deutschland zahlt die Deutsche Bank keine Steuern mehr. Im Jahr 2000 erhielt sie umgekehrt vom deutschen Finanzamt ca. 8 Mrd €.[83] Aber natürlich erhalten die Shareholder stets ihre Dividenden und die Topmanager ihre fürstlichen Gehälter. Während die Firmen und Konzerne 1967 noch 42% zum Steueraufkommen beitrugen waren es 2003 nur noch 8%. Und mit der Kapitalsteuer-„Reform“ 2007 wurden die Unternehmen noch einmal weiter entlastet, um den Standort Deutschland für Firmen attraktiver zu machen.

Auf Weisung des Staates haben die deutschen Banken mit den sogenannten Basel II-Vorschriften die Kreditvergabe an deutsche Unternehmen deutlich erschwert. Die Banken verweigern den deutschen Unternehmern seitdem oft auch kleinste Kredite, während sie das Geld großzügig und vorzugsweise an amerikanische und englische Firmen weiterreichen. Während die Kreditbedingungen für deutsche Unternehmen verschärft wurden, gab die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 2002 der amerikanischen Fluglinie UAL 500 Mio $ Kredit aus Geldern, die eigentlich für deutsche Mittelstandsfirmen gedacht waren.

Da nach dem erklärten Krieg gegen den Terrorismus die Passagiere internationale Flüge mit amerikanischen Fluggesellschaften meiden, sind die amerikanischen internationalen Fluglinien deswegen in eine schlimme Krise geraten. Da ist deswegen derzeit kein Geschäft zu machen. Die Hessische Landesbank gab der amerikanischen Fluglinie UAL 216 Mio $, die Norddeutsche Landesbank 131 Mio $, die HypoVereinsbank 97 Mio $, die Bayerische Landesbank 75 Mio $ und die Deutsche Bank 47 Mio $. Auch die HSH Nordbank und die Dresdner Bank gaben über 30 Mio $ Kredit.[84]

Nachdem UAL Insolvenz anmeldete und alle deutschen Gelder verloren waren, fanden die Entlassungen vor allem bei den deutschen Banken statt.

Auch die deutsche WestLB, deren Eigentümer zu 43% das Land Nordrhein-Westfalen ist und die eine Dachorganisation von vielen hundert Sparkassen deutscher Sparer und kleiner Unternehmen ist, arbeitet offensichtlich in erster Linie zum Wohl des Auslands: Anstatt deutsche Firmen vor der Insolvenz zu bewahren, investierte und verlor sie lieber einige 100 Mio $ mit der amerikanischen Flugzeugleasingfirma Boullion Aviation. Dem britischen TV-Geräteverleiher Boxclever, der schon praktisch pleite war, gab die WestLB noch einen Kredit von 1,3 Mrd Pfund (etwa 2 Mrd €) und musste dann 2002 mit einem Jahresverlust von 1,7 Mrd €, dem größten in der Geschichte der Bank, fast selbst Insolvenz anmelden.[85] Das Geschäft mit Boxclever war von der amerikanischen Finanzmanagerin Saunders für die WestLB eingefädelt worden. Nachdem die WestLB 2003 nochmal 860 Mio € in Boxclever investiert hatte, gab sie den Verlustbringer Anfang 2004 wieder für 518 Mio € zurück.[86] Trotz dieser Pleite erhielt der Chef der WestLB, Jürgen Sengera, später eine Abfindung von ca. 3,5 Mio €.[87]

Zu dieser Zeit war Peer Steinbrück (SPD) Finanzminister in Nordrhein-Westfalen und kassierte für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat bei der WestLB pro Jahr 25.000 € zusätzlich. Er fühlte sich offensichtlich den Firmen und Arbeitern bei der britischen Boxclever mehr verpflichtet als den Firmen und Arbeitern, die ihn gewählt hatten. Kein Wunder also, daß Peer Steinbrück (Urgroßneffe des Bankgründers DEUTSCHE BANK Adelbert Delbrück) erst Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und dann Finanzminister für Deutschland wurde. So jemanden wünscht man sich natürlich in England als Finanzminister von Deutschland.

Die verlorenen Gelder stammen großenteils aus dem Bundesvermögen der Salzgitter AG, der Preussag AG, aus Zonenrandförderungsgeldern und aus dem Verkauf von 7.500 bundeseigenen Wohnungen. Der damalige Chef des Aufsichtsrates der Preussag AG und spätere Chef der WestLB, Friedel Neuber, verwandelte in kürzester Zeit ein Bundesvermögen von 12 Mrd € in 5,4 Mrd € Schulden.[88]

Als Prof. Dr. Selenz 1998 als Vorstand der Preussag AG eine um 2,5 Mrd DM fehlerhafte Bilanz unter solchen Umständen nicht unterschreiben wollte, warf Neuber Selenz einfach hinaus.[89] Die landeseigene Wohnungsgesellschaft LEG verkaufte Nordrhein-Westfalen 2008 zum Spottpreis der US-Investmentbank Goldman-Sachs. Die erhöhten sofort die Mieten der 92.000 Wohnungen. Investiert wird da aber nichts, eher ist damit zu rechnen, dass Nordrhein-Westfalen einst völlig heruntergekommene Wohnungen wird zurückkaufen oder abreißen lassen müssen.[90]

Das Stahlunternehmen Preussag kaufte dann den Reiseanbieter TUI und damit das marode englische Reiseunternehmen Thomas Cook, als die Schulden dieses Unternehmens bei der WestLB erdrückend waren. So half man der WestLB und Thomas Cook, aber zu Lasten des Bundesvermögens und damit des Steuerzahlers. Das alles geschah im Einvernehmen mit der Politik. Der Ex-MdB Wolf-Dieter Zumpfort berichtete im ARD-Bericht aus Berlin am 19.9.2003 freimütig, dass hierfür über eine Clearingstelle in der Schweiz „Geld in Umschlägen unter dem Tisch an Politiker und Beamte“ verteilt wurde. Doch obwohl die WestLB 2008 krisengeschüttelt war, schien sie noch genügend Geld übrig zu haben, denn Ende 2008 mietete sie noch die oberen drei Etagen im neuen New Yorker World Trade Center für die nächsten 15 Jahre an, für 800.000 € pro Monat.[91] Die Finanzierung des neuen World Trade Centers muss wohl sichergestellt werden.

Als es Ende 2003 in der Presse breit hieß, dass der amerikanische Chiphersteller AMD 2,4 Mrd € in Dresden investieren wollte, wurde das als Indikator dafür hingestellt, was für ein investitionswürdiger Standort Deutschland doch sei. Näher hingeschaut bedeutete das aber, dass AMD von den 2,4 Mrd € nur 900 Mio selbst investierte, und 1,5 Mrd € als Landes- und Bundesbürgschaften in Form von deutschen Fördergeldern an AMD gegeben wurden. Bei dieser asymmetrischen Investition würde man eigentlich die Aktienmehrheit in deutscher Hand sehen wollen. Oder man hätte für ein paar Euro weniger eine eigene Fabrik bauen können.[92] [93]

Auch bei anderen großen Firmen gibt es durch die Freundschaft und die Konsenshaltung mit der amerikanischen und englischen Politik ganz neue, kreative Wege, die von deutschen Arbeitern erzeugten Vermögen ins Ausland zu verschaffen.

So kaufte die Telekom im Sommer 2000 die marode amerikanische Firma Voice­stream, die eigentlich höchsten 10 Mrd € wert war, für völlig überteuerte 40 Mrd €. Interessant ist dabei, daß durch dieses Vergrößern des Besitzes der Telekom andere Aktionäre mit ins Boot kamen, wie die US Investmentbank Goldman Sachs, so daß die Telekom, die zuvor zu 58% der Bundesrepublik Deutschland gehörte, seitdem nur noch zu 44% in deren Besitz ist.[94] Die BRD hat durch diesen Kauf die Mehrheit an der Telekom abgegeben. 4,5% an der Telekom hat dann Mitte 2006 noch mal der amerikanische Equity Fond Blackstone bekommen, herein gebeten vom deutschen Finanzminister Peer Steinbrück. Durch den Geldtransfer von 40 Mrd € von der deutschen Telekom konnten in den USA dann allerlei strukturelle Verbesserungen bei VoiceStream durchgeführt werden, während es in Deutschland bei der Telekom Entlassungen gab. So weit zur Einkaufsstrategie der Telekom.

Man muss sich einmal vorstellen, was für ein Riesenbetrag diese 40 Mrd € sind. Ein Vergleich mit den Werten des Bundeshaushaltes 2004 zeigt die Größenordnung: ohne solche Verluste wären für viele Vorhaben ausreichend Geld vorhanden. Warum hat die staatseigene Telekom dem Bund nicht einen Kredit in einer Höhe eingeräumt, der die Zinszahlungen ins Ausland wesentlich erniedrigt hätte?

Nicht nur beim Einkaufen, auch beim Verkaufen macht die Telekom nicht unbedingt Gewinn. Im Oktober 2005 trennte sich die Telekom von ihrem 49% Anteil an dem Servicenummernanbieter Digame, der Telefonabstimmungen durchführt. Bei einem Umsatz von rd. 60 Mio € erzielte Digame in 2004 einen Gewinn von rund 4 Mio € und der Wert der Firma wurde auf mind. 50 Mio € taxiert. Doch die Telekom erhielt beim Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Spütz nicht nur nichts, sie legte beim Verkauf noch 39 Mio € drauf und trat auch ihre 10%-Beteiligung an der holländischen Holding Twister mit an die Spütz AG ab. Kontrolliert wird die Spütz AG von dem israelischen Geschäftsmann Jacob Agam. Die Zeitung „Die Welt“ schrieb, Jakob Agam hätte der Telekom Antisemitismus vorgeworfen und mit einer Klage vor US-Gerichten gedroht. Nach einem verlustreichen Kauf durch Ron Sommer(richtiger Name: Aaron Lebowitsch) nun ein verlustreicher Verkauf an Jakob Agam.[95]

Der Verkauf von Mannesmann an Vodafone, von Digame an Spütz und vom Dualen System an KKR zeigt, wie deutsche Riesen von ausländischen Zwergen übernommen werden können. Die Übernahme des Dualen Systems ist dabei beachtenswert, weil es sich hier auch wieder um reines Staatseigentum handelt. Die Firma „Das Duale System Deutschland“, der Grüne Punkt, wurde als Monopol in Deutschland angelegt und die deutschen Einzelhändler wurden staatlich verpflichtet, Verpackungen mit dem grünen Punkt zurückzunehmen. Gleichwohl Fachleute den Wert der Firma auf 1,6 Mrd € schätzten und die Firma allein auf ihrem Bankkonto 836 Mio € auswies, verkaufte der Staat 2004 das Duale System Deutschland für lediglich 260 Mio € an den amerikanischen Hedgefond KKR. Der Hedgefond KKR nahm zum Erwerb einen Kredit auf, den er dann aus der erworbenen Firmenkasse des Dualen Systems Deutschland zurückzahlte.[96] Nach diesem Prinzip plant der Staat inzwischen auch den Verkauf deutscher Wälder an ausländische Firmen und Fonds.

Es gibt Hinweise darauf, dass es auf der Basis bester Kenntnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse von Berufsgruppen und Einzelpersonen gezielte finanzielle Abschöpfungsprogramme gibt. In Zahnarztkreisen wurden beispielsweise 1987 von Finanzberatern geschlossene Immobilienfonds mit Abschreibungsmodellen als Alterssicherung vertrieben, bei denen zunächst eine 30-jährige Garantie der Stadt Berlin für die Förderung der Sozialwohnungen im Fond bestand. Rund 4 Mrd DM wurden so zusammengetragen. Nach 15 Jahren zog der Berliner Finanzsenat die Garantie jedoch zurück, die Einlagen in typischer Höhe von jeweils 50.000 DM gingen verloren, und heute sollen die Betroffenen sogar Beträge von 25.000 € als Nachschuss aufbringen und einzahlen. Mancher Zahnarzt verliert dadurch seine gesamte private Altersvorsorge. Pikanterweise war dem Berliner Finanzsenat aber schon 1984 klar, also vor dem Start des Fonds, daß die Förderungen nur 15 Jahre lang laufen sollten.[97]

Die US-Bank Lehman Brothers ist/war schon etwas besonderes, was sich allein daran zeigt, dass sie in den USA zwischen 2000 und 2008 die Anzahl von 360 Strafgerichtsverfahren durchzustehen hatte. Einige Prozesse wegen Bilanzbetruges richten sich dabei direkt gegen den Firmenchef Richard Severin Fuld.[98] Als die US-Bank Lehman Brothers 2008 Pleite ging, verloren etwa 50.000 deutsche Rentner und Sparer bei der Citibank, der Dresdner Bank und den Sparkassen ihre kleinen Ersparnisse eines ganzen Arbeitslebens. Der durch die Pleite von Lehman verursachte Schaden in Höhe von rund 300 Mrd $ entstand allerdings schwerpunktmäßig außerhalb der USA, und da die USA sich ausländischen Kunden nicht verpflichtet fühlen, bestand für die USA bei der Pleite auch kein Anlass, die Bank zu retten. Bei Lehman Brothers waren die Zertifikate zudem von vornherein nie für eine Rückzahlung vorgesehen, sondern die Einnahmen wanderten direkt in einen Bilanzausgleich.[99] Verwundert beginnen die Sparer deswegen heute langsam zu verstehen, dass gegenüber früher die Räuber bei einem Bankraub nunmehr auf der anderen Seite des Tresens stehen. Und während die Bankräuber früher gefasst und ins Gefängnis
geworfen wurden, erhalten Sie heute als Vorstände und Aufsichtsräte prächtige Boni für ihre Verbrechen.

Zertifikate wurden in den neunziger Jahren von US-Banken wie Lehman Brothers, Goldman Sachs oder Meryll Lynch als Finanzprodukte entwickelt, etwa zur selben Zeit, als Penny Pritzker, die amerikanische Hotelerbin der Hyatt-Kette und Finanzchefin der Obama-Wahlkampagne, die Verbriefung von hochriskanten Hypothekenbriefen erfand, deren Umsatz man auf 600.000 Mrd Dollar schätzte.[100] Zertifikate ermöglichten ein besonders einträgliches Geschäft mit Anlegern außerhalb der USA, Amerikanern war und ist der Handel mit den Zertifikaten untersagt.

Zielgebiet war ins­besondere Deutschland, denn es war bekannt, dass die die Deutschen weltweit die größte Menge an Ersparnissen auf einfachen Sparkonten hatten, über 3,4 Billionen Euro. Zertifikate zeigen Kursbewegungen, die zwar einen Bezug zu einer Aktie, einem Index oder einem Rohstoff haben, die ansonsten aber finanzmathematisch relativ frei definiert werden können. Damit sind der Kreativität der Derivate-Entwickler keine Grenzen gesetzt. Es können Schwellen und Hebel eingebaut sein, die das Geld ruck-zuck vom Anleger zur Bank befördern. Die Investmentlegende Warren Buffett nannte die Derivate „finanzielle Massenvernichtungswaffen.“[101]

Sollte eine Kursbewegung doch einmal ungünstig für eine Bank sein, so darf dieser den Kurs einfach aussetzen. Am besten für die Banken ist aber, daß Zertifikate den Sparern im Falle einer Pleite nicht ersetzt zu werden brauchen, sie gehören nicht zu den abgesicherten, geschützten Vermögensanlagen. Die Lehmann-Zertifikate wurden in Deutschland insbesondere von der Deutschen Bank an ihre Anleger und Sparer vermittelt.

Eine Devisenhändlerin gesteht 2009 in einem Buch „Der deutsche Zertifikatemarkt war über Jahre die Kuh gewesen, die wir gemolken hatten.“[102] Schließlich waren allein bei der Deutschen Bank rund 30.000 Rentner geschädigt und rund 125 Mrd € hatten den Besitzer gewechselt. Die einen verloren zwar, andere gewannen dadurch aber, und im November 2007 erhielt der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, in New York den großen Orden der Lehmann-Bank verliehen, den Herbert H. Lehman Human Relations Award, und im Juni 2009 erhielt die bundesdeutschen Kanzlerin Angela Merkel für ihre Zuarbeit in Washington einen Preis, den man nach dem Bankier Eric M Warburg benannt hat.

Als Schutzinstitution für die die Investoren sollte eigentlich die deutsche Bankenaufsicht wirken, die BaFin, das Bundesministerium der Finanzen. Die BaFin hatte aber nie etwas gegen den Verkauf von Zertifikaten in Deutschland, woran erkennbar ist, daß die BaFin eher als Schutzeinrichtung für die US-Banken arbeitet denn als Schutzeinrichtung für die deutschen Sparer, was wenig verwundert, wird die BaFin doch nicht durch Steuergelder sondern durch Umlagen der von ihr beaufsichtigten Banken finanziert.

Auch die Landesbehörden der BaFin, die Ordnungsämter der Landräte, prüfen praktisch nie die lokalen Finanzvertriebe wie AWD, MAGUS, PHOENIX usw. auf den Strukturvertrieb wertloser Wertpapiere ab, sondern prüfen allenfalls die Bücher der angeschlossenen provisionierten Handelsvertreter daraufhin, ob die denn auch brav alles nach oben abgeliefert haben. Und nachdem der Finanzanleger PHOENIX die 100.000 € Ersparnisse des Rentners Paul Lange verzockt hatte, erhielt sein Rechtsanwalt nicht einmal Einsicht in die Prüfungsunterlagen der Ämter, trotz Informationsfreiheitsgesetz.[103]

Die Vernachlässigung der Interessen der deutschen Anleger ist bei der BaFin praktisch Routine. Als die isländische Kaupthing-Bank Ende 2008 Pleite ging, sahen sich 30.000 deutsche Kunden als Geschädigte. Aber völlig unnötig, denn in Österreich, Norwegen, Finnland und Schweden erhielt jeder Kaupthing-Kunde sein Geld zurück, wenn er es wollte. In Deutschland aber sperrte die BaFin die Konten der Kaupthing-Bank, und so konnten die deutschen Anleger ihr Geld nicht zurückerhalten.[104]

Auch anderes spricht dafür, daß die deutschen Behörden keineswegs die Interessen der deutschen Sparer schützen sondern eher den US-Banken und amerikanischen Organisationen helfen, die Deutschen kräftig auszuplündern. Beispielsweise verdienen US-Banken heute auch daran, wenn deutsche Hauseigentümer ihre Kredite und Hypotheken nicht mehr bedienen können, und sie haben so manches Haus in Deutschland für 30% des Wertes bekommen. Die Hypo Bank ließ den US-Investor Lone Star verdienen und verkaufte ihm 1350 Kreditportefolios,[105] weitere bekam Goldmann Sachs.[106] Für 30% des Preises hätte vielleicht auch mancher in Schwierigkeiten geratene Erbauer eines Eigenheimes weitermachen können, aber Geld und Besitz sollten wohl umgewidmet werden.

Eine verschärfte Form dieses Geschäfts ist bei der Hypo Real Estate Bank der Verkauf von gut bedienten Hypotheken an US-Inkassounternehmen wie die Hudson Advisors GmbH, eine Firma, die gar kein Interesse an Rückzahlungen hat, sondern die die Kredite umgehend kündigt. Obwohl beispielsweise Sybille R. aus Wahlitz bei Magdeburg den Kredit für die Renovierung ihres Hauses planmäßig zurückzahlt hatte, leitete das US-Inkasso­unternehmen die Zwangsversteigerung ihres Hauses ein.

Und die deutsche Justiz spielte auf der Seite der US-Unternehmen mit und billigte diesen Vorgang.[107] Auch Sparkassen in Schleswig-Holstein verkauften gut bediente Kredite an den US-Fond LoneStar weiter, der diese sofort vollstreckte, wie Christian Jentzsch in einer ARD-Dokumentation berichtete.[129] Einige Sparer verloren so unverschuldet ihre Lebensleistung und einige brachten dich darauf um, andererseits konnten ein paar Sparkassendirektoren sich dafür selbst fürstliche Kredite genehmigen.

Rechtsanwälte und Justiz helfen auch noch auf anderen Wegen bei einer Neuverteilung deutschen Immobilienbesitzes mit. New Yorker Anwälte führen in Deutsch­­­land unter den Besitzern älterer Häuser und Grundstücke aus der Zeit vor 1945 systematisch Analysen der Grundbücher über die Besitzverhältnisse dahingehend durch, ob man diese Häuser und Grundstücke nicht zugunsten jüdischer Vorbesitzer beanspruchen könnte. Den New Yorker Anwälten gelingt es dabei auch in Erfahrung zu bringen, wie es um die betreffenden Privatvermögen der Hausbesitzer steht, und neben der Enteignung stellen sie dann Forderungen für Nutzungsausfall, mit denen sie das Privatvermögen zielgenau abschöpfen. Es erfolgt dann über deutsche Gerichte eine ersatzlose Enteignung.

Als Dieter S. im Jahre 2001 ein Haus in Görlitz mit acht Wohnungen von seinem Vater erbte, war das Haus völlig heruntergekommen und praktisch unbewohnbar. Doch er renovierte er es in vier Jahren aufwändig, um dann die Wohnungen vermieten zu können. Als er gerade mit dem Renovieren fertig war, meldeten sich die Gerichte und verlangten die Hergabe des Hauses, weil es zur Nazizeit in jüdischem Besitz gewesen sei. Sein Vater hatte das Haus zwar von einer Bank erworben, doch das zählte nicht, denn eine frühere Vorbesitzerin war Jüdin. Das geerbte Haus wurde Dieter S. per Gerichtsbeschluss ohne irgendeine Entschädigung abgenommen. Nicht einmal die Renovierungskosten erhielt er erstattet. Damit aber nicht genug, die Jewish Claims Commission verlangte nun für die vier Jahre, die das Haus im Besitz von Dieter S. war, eine Nutzungsausfallentschädigung von 100.000 € und beanspruchte damit quasi die gesamten Lebensersparnisse und Altersrücklagen des Rentners. Und die Gerichte gaben der Jewish Claims Commission Recht, Dieter S. verlor sein Erbe und mußte zusätzliche 50.000 € zahlen.

Diese gezielten Abschöpfungen machen klar wie gefährlich es ist, seine finanziellen Verhältnisse Banken und anderen Organisationen wie der Schufa oder der Creditreform gegenüber genau anzugeben. Zu tausenden werden ahnungslose Bürger Opfer von deutschen Gesetzen und Verordnungen, die man nur als kriminell bezeichnen kann.

Laut Beschluss des Bundesgerichtshofes soll z.B. Karl-Heinz Fröhlich den Rest eines Kredites zurückzahlen, den sein Großvater zur Kaiserzeit 1920 aufgenommen hatte. Sein Großvater hatte den Kredit für einen Gutshof aufgenommen, den er damals betrieb. Als ihm jedoch 1950 von der DDR das Gut ohne Entschädigung enteignet wurde, konnte der Großvater den Kredit nicht mehr vollständig zurückzahlen. Karl-Heinz Fröhlich soll nun, laut Gerichtsbeschluss, für seinen Großvater aufkommen.[108]

Rund 700 deutsche Familien waren 2008 mit solchen Forderungen konfrontiert und teils mit gerichtlicher Zwangsvollstreckungen bedroht. Und der Bundestag der Deutschen hat diesen Forderungen 2001 per Gesetz Legitimität gegeben. Kriminell ist dieses Gesetz auch insofern zu nennen, als dass wahrscheinlich kein Abgeordneter selbst betroffen ist, etliche Abgeordnete aber durch Aufsichtsrats­tantiemen der Banken davon profitierten.

Fonds und Versicherungen helfen ebenfalls mit, daß Geld der deutschen Anleger ins Ausland zu transferieren. Viele Institutionen preisen die amerikanischen Geldanlagen als besonders lukrativ an. Was Schiffsbeteiligungen anbelangt, so werden zwar kaum mehr Schiffe in Deutschland produziert, doch 60% der heute schwimmenden Öltanker sind mit dem Geld deutscher Anleger finanziert. Als Währung gilt dabei der US-Dollar, d.h. sämtliche Darlehen, Einkäufe und Verkäufe werden in US-Dollar getätigt.

Vor einigen Jahren versuchte die US-Filmindustrie noch daraufhin zu wirken, daß in Europa sämtliche Filmsubventionen verboten werden,[109] doch dann fand man eine bessere Lösung. Die Filme aus den Hollywoodstudios werden heute teils aus deutschem Anlegerkapital finanziert und die Studios erhalten oben­drein noch deutsche Staatssubventionen. Etwa 9 Mrd $ sind so seit 1999 aus Deutschland nach Hollywood geflossen,[110] wobei etwa die Hälfte aus Inhaber-Schuldverschrei­bungen für Filmfonds stammt, die letztlich über steuerliche Abschreibungen in Deutschland finanziert sind. „Stupid German Money“ nennt man das in den USA. Der von Kulturstaatsminister Bernd Neumann(CDU, früher Bremen) ins Leben gerufene Deutsche Filmförderfonds DFFF unterstützte beispielsweise 2007 Tom Cruise bei seinem Anti-Hitler-Film mit 5 Mio €. Diese Fördersumme übersteigt die Produktionskosten der meisten deutschen Filme bei weitem.[111]

Oft resultierten Filme zur Holocaust-Thematik wie „Schindlers Liste“ oder „Der Pianist“. Zwischen 1989 und 2003 allein wurden mehr als 170 Filme mit Holocaust-Themen gedreht,[112] manche Quellen verzeichnen sogar 429 Titel.[113] Manchmal fallen Filme zu diesem Thema aber auch so grottenschlecht und unglaubwürdig aus, daß sie die Kinos gar nicht erst erreichen, so wie ein Film von Jerry Lewis, in dem er einen Clown spielt, der Kinder in KZ-Gaskammern führt.[114]

Auch die gepriesene Exportweltmeisterschaft der deutschen Wirtschaft, ein Ausfuhrüberschuss von 195 Mrd € 2007, verdient genauere Betrachtung. Verschiedenes spricht dafür, dass es sich hier eigentlich um verdeckte Reparationszahlung, Subventionen, Schutzgeldzahlung oder um eine Weltmeisterschaft im Spendieren handelt.

Die Besteuerung spricht dafür, weil es auf Exporte keine Steuern gibt. Während die Deutschen im Inland auf alles 19% Umsatzsteuer zahlen müssen, erhalten Ausländer die deutschen Produkte ohne Aufpreis, und die Mehrwertsteuer wird ihnen sogar zurückerstattet, sollten sie diese versehentlich gezahlt haben. Regierungen im Ausland können ihre Verkaufssteuern aufschlagen und verdienen. Der Preis spricht des weiteren dafür, weil es sich bei vielen Exporten um ein Zuschußgeschäft handelt: Die Preise deutscher Fahrzeuge in den USA beispielsweise sind dort bis zu 50% niedriger als in Deutschland, trotz sehr viel besserer Ausstattung, trotz Spezialanpassung an die amerikanischen Sicherheitsvorschriften und trotz Verschiffung im Container. Ein Golf, der in Deutschland 20.000 € kostet, ist in den USA so für lediglich 10.000 € zu haben. 5,5 Mio Fahrzeuge werden jährlich in Deutschland produziert, ein Drittel der europäischen Gesamtproduktion, 20% der Weltproduktion.[115] Wenn 2008 Fahrzeuge im Wert von 73 Mrd € in die USA exportiert wurden, so wurden den USA bei einem gegebenen US-Rabatt von 50% also rund 73 Mrd € spendiert.[116] Und schließlich bleibt auch zu fragen, wer den letztlich von diesen Exportüberschüssen profitiert. Soweit diese nämlich von ausländischen Firmen in Deutschland erzielt werden, fließen sie als Gewinne ins Ausland ab und zurück für Deutschland bleiben nur die Späne der Arbeit, die Entlassenen, die Kranken, die Verunfallten und die Umweltverschmutzung.

Die Reformen der Bundesregierung dienen nicht dem Wohlergehen der einfachen Bürger, sondern dem der großen Firmen. Der Redakteur Karl Weiss von der Berliner Umschau schätzt, dass durch die „Reformen“ von den großen Firmen heute pro Jahr 100 bis 150 Mrd € weniger an Steuern erhoben werden als vor der Kanzlerschaft von Helmut Kohl.[117] Bei Angela Merkel hat sich dahingehend nichts geändert, im Gegenteil, es ist noch rapider schneller vorangetrieben worden.

Firmen können heute die Kosten für die Verlagerung von Firmenteilen ins Ausland in Deutschland geltend machen, während sie die im Ausland erzielten Gewinne nicht in Deutschland zu versteuern brauchen. Auch die Kosten für die Entlassung von Arbeitern und Kursverluste lassen sich in Deutschland von der Steuer absetzen. Viele der größten Firmen im Lande haben sich so regelrecht zu verdeckt antisozialen Organisationen entwickelt. Anders kann man es nicht nennen, wenn eine Firma wie Infineon erst 1 Mrd € an Subventionen für ihre Fabrik in Ostdeutschland bekommt, dann aber 2003 erklärt, sie wolle zum Teil ins Ausland umziehen. Die abwandernde Körber AG erhielt ebenfalls einige Millionen € an Subventionsgeldern. Eine Fachhochschule in Ost-Berlin entwickelte für sie eine Hochleistungsschleifmaschine, und die will die Körber AG aber jetzt von der Schweiz aus verkaufen und den Standort Berlin aufgeben.

Müller Milch erhielt 31 Mio € Subventionen für den Stellenaufbau in Ostdeutschland, schloss aber zwei Standorte in Westdeutschland und der Eigentümer verlegte seinen privaten Wohnsitz in die Schweiz, jetzt nach Österreich, der Erbschaftssteuer wegen.

Und so zahlt die Bundesrepublik jedes Jahr ca. 25 Mrd € an Subventionen auch an solche deutschlandfeindliche Firmen. Für Firmen gibt die BRD insgesamt mehr an Subventionen aus als für die ganze Sozialhilfe zusammen genommen. Ein Großteil von den 70 Mrd € jährliche Unternehmenssteuern fließt so an Unternehmen zurück, die nichts Besseres zu tun haben, als das Geld ins Ausland weiterzureichen. Es ist aber bei so einem Umzug nicht nur der Verlust an Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen zu sehen, man muss auch sehen, daß diese Firmen alle Patente und Rechte mit ins Ausland nehmen, die von deutschen Ingenieuren entwickelt wurden.

Damit da von den großen Firmen, den Kapitalgesellschaften, genügend viel abfließen kann, hat die Steuerreform von Finanzminister Hans Eichel anno 2000 dafür gesorgt, dass steuerlich versierte Kapitalgesellschaften praktisch keine Steuern mehr zu zahlen brauchen. Kapitalgesellschaften können ihre Buchgewinne an Beteiligungen (z.B. durch gestiegene Aktienkurse) steuerfrei realisieren, Buchverluste (z.B. durch gefallene Aktienkurse) dagegen dürfen sie steuerlich abschreiben. Erst als Vodafone 2004 die unverschämte Summe von 52 Mrd € abschreiben wollte, fiel der Öffentlichkeit auf, was für eine Vorzugsbehandlung hier legitimiert wurde. Tatsächlich erlaubte der Staat 2009 der Firma Vodafone eine Abschreibung von 15 Mrd €.[118]

Allein bei den DAX30-Firmen schätzt man steuerlich legitimierte Buchwertverluste von 100 Mrd € pro Jahr. Siemens z.B. zahlte 2002 in Deutschland keine Steuern, ließ sich vielmehr 349 Mio € vom Finanzamt ausbezahlen, zahlte aber im Ausland Steuern.[119] Auch so kann man das Geld vom deutschen Steuerzahler ins Ausland pumpen. Seit der Steuerreform 2000 dürfen deutsche Konzerne ihre ausländischen Verluste mit den inländischen Gewinnen verrechnen, was den Steuerzahler viele Milliarden kostet. Und wenn ein großer Konzern Firmenanteile verkauft, so kann er die Gewinne steuerfrei kassieren, macht das ein kleiner Handwerker mit seinem Betrieb am Ende seines Erwerbslebens, so ist er voll steuerpflichtig. Die großen Firmen werden die nächsten Jahre keine Steuern zahlen, die Steuerlast wird zu den kleineren Firmen, zur Einkommenssteuer und Lohnsteuer der einfachen Arbeitnehmer verschoben. Kein Wunder, wenn es dem in Deutschland immer schlechter geht.[120]

Während im Fernsehen Bilder von kriminellen Bürgern gezeigt werden, die an der Grenze zur Schweiz von der Polizei geschnappt wurden, wie sie 10.000 € ins Ausland schmuggeln wollen, entgeht der Aufmerksamkeit völlig, wie die großen Firmen und Banken mit der Unterstützung und dem Wohlwollen des Staates Milliardenbeträge ins Ausland abfließen lassen. Während der Staat für die Öffentlichkeit mit der Lupe nach den kleinen deutschen Termiten am Bau sucht, übersieht er dabei aber geflissentlich, wie global agierende Elefanten das ganze Haus nieder­trampeln.

Die 70 Steuerfahnder der Abteilung V des Finanzamtes Hessen waren die vielleicht besten im ganzen Lande. Sie hatten 2001 dem Land 250 Mio € und dem Bund 1 Mrd € verdient.[121] Und 2008 schien es so, als sei ihnen wieder ein großer Wurf gelungen. In ihrem Bereich haben alle großen Banken ihre deutschen Zentralen, und die Steuerfahnder kamen in den Besitz von 326 Akten und 357 Ordnern zu gewaltigen Geldtransaktionen nach Liechtenstein. Steuerliche Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe standen in Aussicht. Als bekanntester Vermögensverschieber geriet der ehemalige Postvorstand Klaus Zumwinkel ins Netz. Doch da fühlten sich einflussreiche Kreise bedroht, und das Imperium reagierte. Man erreichte, daß die komplette Steuerfahndungsabteilung des Finanzamtes Hessen aufgelöst wurde, die meisten Beamten wurden auf andere Posten versetzt, vier besonders erfolgreiche Fahnder wurden mit Mitte vierzig unfreiwillig in den vorzeitigen Ruhestand geschickt, der erfolgreichste Fahnder wurde sogar im Auftrag der hessischen Landesregierung als Querulant in die Psychiatrie eingewiesen, und die Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen, die Zumwinkel den Prozess machen wollte, wurde von ihrer Justizministerin mit Zwangsversetzung bedroht und gab auf. Zumwinkel und alle anderen großen Geldverschieber kamen glimpflich davon.[122] [123]

Bezüglich der Mehrwertsteuer lässt der Staat an den Grenzen ein seltsames Geschehen zu, mit dem ihm jährlich geschätzte 20 Mrd € verloren gehen.[124] Die Mehrwertsteuer ist als Verbrauchssteuer von der Regierung nur für den deutschen Bürger gedacht, Unternehmer und die Besucher aus anderen Ländern brauchen sie nicht zu zahlen. So gibt es überall in den Grenzorten Geschäfte mit Hinweisschildern, daß den Kunden da die Mehrwertsteuer zurückerstattet wird (MOMS, VAT). Gegen Vorlage einer Rechnung erhält der Betreffende bei diesen Stellen die Mehrwertsteuer sofort in Bar zurückerstattet. Man mag es als Deutscher schade finden, dass es uns nirgendwo im Ausland auch so gut ergeht, doch der Clou sind die Schwindeleien im größten Umfang, gegen die der Staat nur wenig unternimmt. So werden beispielsweise in vollbeladenen LKWs dieselben Waren im Kreis immer wieder von Deutschland aus über die Grenze und zurück gefahren, und jedes Mal wird erneut die Mehrwertsteuerrückerstattung vom deutschen Finanzamt kassiert. Bei einer Ladung mit 500 Computern macht das bei jedem Grenzübertritt eine Einnahme von ca. 80.000 € aus.

Das Geld wandert überall hin, wenig bleibt im Lande. Die FraPort AG, also die Firma, die den Frankfurter Flughafen betreibt, hat 4 Mrd € ihrer Anleger in Manila in den Sand gesetzt, weil die Philippinen den dort von der FraPort gebauten Flughafen nicht bezahlen wollen. Schlecht für die Geldanleger. Nicht so schlecht für die Vorstandsmitglieder von FraPort, die sich 2003 trotzdem eine nette Aufstockung ihrer Gehälter von jährlich 500.000 € auf 750.000 € genehmigten. War ja auch längst überfällig. Wer kann schon mit nur 500.000 € pro Jahr auskommen? Und 2008 unterstützt die Bundesregierung die FraPort da gern mit 41,9 Mill €, als Bundesgarantie zum Schutz vor Risiken im Ausland.[125]

Bei den geschäftlichen Verlusten der Wirtschaft bei Auslandsgeschäften scheint die Ursache aber weniger im Peter-Prinzip zu bestehen oder darin, dass es inkompetente Nieten in Nadelstreifen an die Spitze von Großkonzernen geschafft haben,[126] es scheint eher so zu sein, dass bewusst korrupte Manager und Endscheider an Schlüsselstellen installiert werden, damit man mit ihrer Hilfe gezielt Geld abfließen lassen kann. Wie sonst wären nach den ja für die Firmen gigantischen Pleiten die hohen Abfindungen für diese Manager zu erklären und wie sonst, daß diese danach regelmäßig schnell die nächste Chance erhalten, ihr unheilvolles Management in einer anderen Firma fortzusetzen. Angesichts dieser gigantischen Fehlleistungen ist es schierer Hohn, wenn da einige äußern, die hohen Managergehälter seien wegen der gewaltigen Personalverantwortung der Manager durchaus gerechtfertigt. So wie es angesichts der heutigen Massenentlassungen aussieht, beziehen die Topmanager ihre Topgehälter eher proportional zu ihrer Skrupellosigkeit.

Der französische Historiker Emmanuel Todd erinnert sich an den Skandal der Credit Lyonnais und meint, daß ein massives finanzielles Engagement in den Vereinigten Staaten immer der Ankündigung einer Katastrophe gleichkommt.[127] Wie wird sich also z.B. Siemens entwickeln, wenn im Aufsichtsrat inzwischen schon drei der Herren nicht mehr aus Deutschland sind? Zuletzt trat im August 2003 der in New York lebende Jerry I. Speyer in den Siemens-Aufsichtsrat ein, um hier seine Kollegen John D. Coombe und Sir Ian Vallance zu unterstützen. Wie viele Deutsche sitzen eigentlich im Aufsichtsrat von General Electric?
Die Abschöpfung der Deutschen zugunsten insb. des US-Auslands wird sich jedenfalls so schnell nicht ändern. Das machte eine Anfrage des CDU-Parlamen­tariers Martin Hohmann klar. Der fragte 2003: [128]

1. Ist die Bundesregierung angesichts der Wirtschaftsentwicklung und des Rückgangs der Staatseinnahmen bereit, ihre Zahlungen an die Europäische Union zu verringern? – Die Antwort war: Die deutsche Verpflichtung gegenüber der Europäischen Union wird ohne Abstriche eingehalten.


2. Ist die Bundesregierung bereit, sich auch für deutsche Zwangsarbeiter einzusetzen, nachdem für ausländische und jüdische Zwangsarbeiter 10 Milliarden DM zur Verfügung gestellt worden sind? – Die Antwort war: Man könne die beiden Fälle nicht vergleichen. Die Bundesregierung wird sich gegenüber Rußland, Polen und der Tschechischen Republik auch nicht für eine symbolische Entschädigung und ein Zeichen der Genugtuung für die deutschen Zwangsarbeiter einsetzen.


3. Ist die Bundesregierung angesichts der Wirtschaftsentwicklung und des Rückgangs der Steuereinnahmen bereit, ihre Entschädigungszahlungen nach dem Bundesentschädigungsgesetz (also an – vor allem jüdische – Opfer des Nationalsozialismus) der gesunkenen Leistungsfähigkeit des deutschen Staates anzupassen? – Die Antwort war: Nein, der Respekt vor dem damaligen Leiden dieser Menschen gebiete, das Entschädigungsniveau uneingeschränkt aufrechtzuerhalten.“

Und sein Fazit fasste Hohmann anschließend so zusammen:

„Mich haben diese Antworten nachdenklich gemacht und sie bestätigen die in unserem Land weit verbreitete Anschauung: Erst kommen die anderen, dann wir. Überspitzt gesagt: Hauptsache, die deutschen Zahlungen gehen auf Auslandskonten pünktlich und ungeschmälert ein. Dafür müssen die Deutschen den Gürtel halt noch ein wenig enger schnallen.
Offen gestanden, ich würde mir einen Konsens wünschen, wie er in vielen anderen Ländern der Welt besteht. Dort lautet dieser Konsens: Der eigene Staat muss in erster Linie für die eigenen Staatsbürger da sein. Wenn schon eine Bevorzugung der Deutschen als nicht möglich oder nicht opportun erscheint, dann erbitte ich wenigstens Gleichbehandlung von Ausländern und Deutschen.“

Was ist die Konsequenz aus der Finanzkrise und was müsste geschehen? Zumindest zwei Konsequenzen sind zu ziehen. Der erste Punkt betrifft die Übernahme von Pleitefirmen: Banken, Versicherungen und große Firmen ab vielleicht 10.000 Mitarbeitern, 1 Mrd Umsatz und/oder Gewinn, das bleibt zu erkunden und festzulegen, gehören nicht in Privathand sondern müssen dem Gemeinwohl dienen. Das Eigentum kann dabei durchaus auf Aktionäre verteilt bleiben und die können ihre jährliche Dividende erhalten, aber die Entscheidungsbefugnis gehört abgelöst vom Besitz, die oberste Finanzkontrolle gehört verstaatlicht, die Aufsichtsräte aufgelöst und durch einen staatlichen Finanzkontrolleur für diese Firma ersetzt, der auch alle Lobbyisten ersetzt und einziger Mittler zur Politik ist. Der Staat sollte sich dabei nicht unbedingt in Entwicklungsabteilungen einer Firma einmischen, aber die Belegschaft sollte ab der Übernahme durch den Staat von ganz oben runter nach dem Bundesangestelltentarif BAT bezahlt werden, während der staatliche Finanzkontrolleur dafür sorgt, daß die Gewinne der Firma dem Staat zufließen und nicht sonst irgendwo im Ausland oder als private Boni verschwinden.

Kleinere Firmen bis zur Limitgröße sollten dagegen freier als jetzt „kapitalistisch“ agieren dürfen, und der Start sollte neuer Firmen und damit neuer Produkte und Dienstleistungen mehr fördern als bisher. Angehende Unternehmer sollten nach positiver Prüfung ihres Businessplans durch ein regionales Wirtschaftsgremium ein Startgeld und eine Erstfinanzierung erhalten.
Der zweite Punkt betrifft die Auflösung der Staatsverschuldung und die Kreditvergabe. Die Entstehung von Geld und Kredit muss zurück in Staatshand, die Verschuldung des Staates bei Privatbanken beendet werden. Der Staat muss selbst das Geld erschaffen dürfen, das benötigt wird, um einen ungestörten Warenaustauch zu ermöglichen. Geldmenge, Zinsen und Wechselkurse müssen durch ihn oder eine unabhängige, nationale Institution, so wie einst die Bundesbank, so kontrolliert werden, dass weder Inflation noch Deflation entsteht. Vor allem aber dürfen die Entscheidungen darüber, welche Firmen und Projekte Kredite erhalten, nicht mehr von ausschließlich am Profit orientierten Personen und Prinzipien (Basel II) vorgenommen werden, sondern regionale und überregionale Wirtschaftsgremien müssten darüber entscheiden dürfen, wo es weiter geht und wo nicht.

Die Kontrolle und der Gewinnzufluss aus den großen Firmen sollte es ermöglichen, die Mehrwertsteuer europaweit auf einen einheitlichen Wert zu reduzieren oder sie sogar abzuschaffen und lediglich noch regionale Steuern zur Regelung des Konsums (Alkohol, Tabak, Mineralöl, Schadstoffe) zu erheben. Durch die voranschreitenden Rationalisierungseffekte sollte sogar eine fortschreitende Reduktion der Arbeitsstunden pro Woche und die Zahlung eines Bürgergeldes in Aussicht stehen.

[1] http://www.arge-deutsche-geschichte.de/zeitgeschichte/bizone.htm
[2] New York Times Ausgabe vom 30.11.1947.
[3] Karlheinz Deschner: Der Moloch, eine kritische Geschichte der USA, Heyne, München, 6. Aufl. 1999, S. 273.
[4] Irina Wolkowa: 42 strategische Sektoren. Neues Deutschland, 5.4.2008.
[5] Werner Rügerner: Vernichtungsinvestitionen. Junge Welt, 17.4.2004
[6] Ausland hält erstmals Mehrheit an DAX-Firmen, http://www.welt.de, 17.12.2007.
[7] Affäre Opel. http://www.mmnews.de/, 7.3.2009.
[8] Sascha Adamek und Kim Otto: Der gekaufte Staat. Kiepenheuer & Witsch, 2008.
[9] Ralf Küttelwesch: Morgenthaus Schatten, Preußische Allgemeine Zeitung, 51/52, 2003.
[10] BWL-Bote, 29.01.2002, http://www.bwl-bote.de
[11] Prof. Dr. Eckhardt Wanner: 55 Jahre Londoner Schuldenabkommen – das Ende einer historischen Finanzmisere. http://www.die-bank.de, 03/März 2008.
[12] Stephan Dörner: Der lange Schatten von Versailles. http://www.rp-online.de/, 3.12.2009.
[13] Ulrich W. Sahm: Geraubtes jüdisches Eigentum, http://www.hagalil.com, 04/2005.
[14] http://www.pol-ag.de/html/wiedergutmachung.html
[15] Nana Sagi: Wiedergutmachung für Israel. Die deutschen Zahlungen und Leistungen. Stuttgart, 1981, S. 208.
[16] Siehe Artikel von Orfried Nassauer vom 11.10.2006.
[17] Ofer Aderet: Deutschland zieht Ermittlungen gegen die Claims Conference in Erwägung. http://www.hagalil.com,16.06.2008.
[18] Ronald Schröder: Steht unser System vor dem Kollaps? Preußische Allgemeine Zeitung, 29.11.2003.
[19] Nach einer Aussage von Charles Biedermann, Chef des Archivs vom Suchdienst des Roten Kreuzes in Arolsen
[20] Wehrmachts-Schau mit Steuergeldern, Preußische Allgemeine Zeitung, 21.2.2004.
[21] Mehr Geld vom Bund für Holocaust-Mahnmal. Märkische Oderzeitung, 10.11.2006.
[22] Auschwitz-Diebstahl nur PR-Kampagne? http://polskaweb.eu/, 6.1.2010.
[23] Some German Bond Owners Want Money. Associated Press, 19.4.2005.
[24] Benedikt Fehr: Streit um deutsche Goldanleihen geht weiter. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2006.
[25] Israel sets Holocaust Damage at $240 Billion. Associated Press, 21.4.2005.
[26] Stadt schließt Staatsvertrag mit Jüdischer Gemeinde. http://www.abendblatt.de, 21.06.2007.
[27] http://www.hagalil.com
[28] Überdurchschnittlich viele israelische Millionäre. http://www.israelnetz.de, 22.06.2006.
[29] Kalter Krieg zwischen Deutschland und Polen. http://www.merkur-online.de, 8.9.2006.
[30] Dorothea Siems: Der deutsche Sozialstaat – Zahlen und Fakten. Die Welt Online, 27.6.2004.
[31] Claude Michael Jung: „Alte wollt ihr ewig leben“? Berliner Umschau, 24.01.2007.
[32] Senioren-Zeitschrift Kanapee, Augsburg im Oktober 2007. Doch wie kann der Entnahmebetrag höher sein als das Jahres-Gesamtbudget?
[33] 438.873 Asylbewerber in 1998. Vgl. Statistisches Bundesamt, Asylbewerberleistungsstatistik.
[34] Laut der israelische Zeitung NAI sollte es sogar 140.000 € betragen. Auf Nachfrage bei der Zeitung, auf welche Quelle sie sich da beziehe, antwortet die Redaktion allerdings nicht. Siehe: nai Nachrichten aus Israel, Jerusalem, Israel, nai online am 23.06.03, http://www.nai-israel.com/aktuelles/headlines.asp?CatID=14&ArticleID=1617
[35] So z.B. in Freilheim in Bayern.
[36] Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Band 8a: Leistungen nach dem Fremdrentengesetz.
[37] Wohnen in Florida, ntv-online, 15.08.2003
[38] Reinhard Dörfler: Deutsche Gründlichkeit, Wirtschaft, 11/2003, S.3.
[39] tagesschau.de: 1,3 Billionen Schulden – Tendenz steigend. 26.2.2004
[40] Das entspricht einem Zinssatz von 5,7% und ist damit recht hoch angesetzt. Über die von der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH gehandelten Bundesobligationen erzielt der Staat auch günstigere Konditionen von nur ca. 3,5%.
[41] Andreas Clauss: Vortrag Crashkurs Geld und Recht. 3. Anti-Zensur-Konferenz, Chur, Februar 2009.
[42] http://www.ddr-wissen.de/ und Jörg Meidenbauer: Lexikon der Geschichtsirrtümer. Piper, 2008.
[43] Das ehemalige Mitglied des DDR-Volkkammer Holger Fröhner, der auf DDR-Seite mit über die Wiedervereinigung abgestimmt hat, meint, dass Russland 123 Mrd DM erhalten hat. Die „Altschulden“ als Verlust würden sich auf rd. 400 Mrd DM belaufen, die dem Bund von verschiedenen Banken, der Deutschen Kreditbank/Deutsche Bank/Dresdner Bank (124,5 Mrd €), der Genossenschaftsbank Berlin (17,5 Mrd DM), der Berliner Stadtbank/Berliner Bank (11,5 Mrd DM), der Deutschen Handelsbank/BfG (6,5 Mrd DM), den Sparkassen der Volksbanken (10,5 Mrd DM) der Deutschen Außenhandelsbank/WestLB (7 Mrd DM) geliehen worden seien.
[44] Paul C. Martin: Zahlmeister Deutschland. Langen-Müller/Herbig, München, 1991.
[45] Michael Jürgs: Die Treuhändler –wie Helden und Halunken die DDR verkauften, Droemer-Knaur, 1998, und Unklare Verhältnisse im Fall Leuna. Financial Times Deutschland, 09.11.2009.
[46] Jürgen Elsässer: Kennen Sie Ulrich Mix, den Würger von Quelle? info.kopp-verlag.de, 26.11.2009.
[47] Karl Weiss: Wohin die Gelder ‚Aufbau Ost‘ flossen. karlweiss.twoday.net, 14.11.2009.
[48] Ralf Prengel: Plünderlandverschwörung. PDF, http://www.s-vd.de/, 18.06.2009.
[49] Gorbatschow antwortete1990 in Dresden, er sei darüber sehr erstaunt gewesen. Aus dem Nachlass des Russischdolmetschers Albrecht Nagorny.
[50] Report-ARD über die Wiedervereinigungslüge, ARD, 30.8.2008, sowie Constanza Paffrath: Macht und Eigentum, Dissertation, Uni Duisburg, 2008.
[51] Tabuzone Ost, Der Spiegel, 15/2004, S. 24 ff.
[52] Herbert Enkel: Der Weltgeldbetrug. 2007.
[53] Wilhelm Hankel: Die Euro-Lüge. 2008.
[54] Deutschland – EU-Rekord-Einzahlmeister. http://www.mmnews.de/, 8.9.2009.
[55] Anders als die PAZ 2003 schreibt die BZ nur von 10,4 Mrd € netto.
[56] Gerold Büchner und Bettina Vestring: Merkel erkauft Gipfel-Erfolg. Berlin Online, 23.12.2005.
[57] Hans-Peter Richter: Fremde Militärstützpunkte in Deutschland. Deutscher Friedensrat, April 2006, http://www.nema-online.de/FremdeBaseniD.pdf
[58] http://www.defenselink.mil, 2008.
[59] Zum Vergleich: In einem Pentagon-Papier werden die Stationierungskosten für 67.000 Soldaten im Irak auf 14 Mrd $ geschätzt. Jochen Bittner: Widerstand aus tausend Zellen. 12.08.2004.
[60] So bei Wikipedia zum Thema „Besatzungskosten“ im Mai 2008. Nach einer amerikanischen Quelle werden von Deutschland mit 0,922 Mrd € aber nur 21% übernommen. http://www.defenselink.mil
[61] http://www.regierung.oberpfalz.bayern.de
[62] Mainzer Allgemeine Zeitung, 8.7.2004.
[63] US-Streitkräfte geben Rhein-Main-Airbase endgültig auf. Financial Times Deutschland, 30.12.2005.
[64] Elmar Getto: Leipziger Flughafen wird Drehkreuz für Großwaffen- und Lufttransporte. Berliner Umschau, 6.12.2005.
[65] In ähnlicher Weise ist Italien betroffen. In Vincenca, 80 km westlich von Venedig, soll 2008 ein großer amerikanischer Militärstutzpunkt für 4.000 Soldaten ausgebaut werden, und Italien will das mit einigen 100 Mio € finanzieren. Die Proteste der Bevölkerung vor Ort werden ignoriert. Kordula Doerfler: Vincenza kämpft gegen Ausbau der US-Militärbasis. http://www.bazonline.ch/, 05.10.2008.
[66] Dago Langhans, Washington, http://www.friedensbewegung.info.
[67] http://www.german-foreign-policy.com/de/news/article/1077924106.php, 28.2.2004
[68] http://www.welt.de/: Milliarden-Unterstützung für Afghanistan, 30.4.2004.
[69] Auswärtiges Amt: Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts, Bilanz 2003, http://www.auswaertiges-amt.de
[70] http://www.bundesfinanzministerium.de, 07.07.2006.
[71] Deutscher Bundestag, Drucksache 15/337.
[72] Lausitzer Rundschau, http://www.lr-online.de/, 24.03.2004.
[73] Markus Hinterberger: Ich-AGs polieren Gründerstatistik auf. Financial Times Deutschland, 1.4.2004.
[74] Alexander Dill: Lehman-Crash – Wie deutsche Banken das Desaster befördert haben. http://www.spiegel.de/, 15.9.2009.
[75] H.-J. Knipper, R. Langraf, M. Maisch: Indeskretion nach Spitzentreffen. Handelsblatt, 24.2.2003.
[76] Jörg Asmussen: Verbriefung aus Sicht des Bundesfinanzministeriums. Kreditwesen, 19/2006.
[77] Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz: Brandstifter Asmussen? http://www.mmnews.de/, 07.01.2009.
[78] Rechtsanwalt Dr. Volker Gallandi, Gorxheimertal: Strafrechtliche Aspekte der Asset Backet Securities. Zeitschrift für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 2, 13.2.2009, S. 41 ff.
[79] Utz Claassen: Wir Geisterfahrer. Murmann, Hamburg, 2009.
[80] Ellen Hodgson Brown: Der Dollar Crash. Kopp, 2008, S. 567.
[81] Jürgen Elsässer: Die gefährlichste Bank Deutschlands. Neues Deutschland, 08.10.2008.
[82] Hans-Jürgen Maurus: Depfa – das schwarze Loch der Hypo Real Estate. http://www.tagesschau.de/, 31.10.2008.
[83] Hans Weiss & Ernst Schmiederer: Asoziale Marktwirtschaft, Kiepenheuer&Witsch, Köln, 2004.
[84] Beat Balzli: Teure Turbulenzen, Der Spiegel, 44/2003, S.100 f. Interessant, dass der Spiegel „KfW=Kreditanstalt für Wiederaufbau“ nicht ausschreibt. Die richtigen Assoziationen sollen wohl nicht geweckt werden.
[85] Neues Deutschland online: Ein Ketchua gegen die WestLB, 8.7.03.
[86] FTD: WestLB hat Boxclever verkauft, Die Welt online, 16.4.2004.
[87] Die Welt, 24.6.2003, S. 9
[88] Preußische Allgemeine Zeitung, Folge 28, 12.07.2003.
[89] H.J. Selenz: Wildwest auf der Chefetage. Noch unveröffentlichtes Buch.
[90] Die Welt, 25.8.2009, S.18.
[91] Annika Joeres: Auf der Kippe. FR-Online, 03.01.2009.
[92] Die Welt online, 16.11.2003.
[93] Werner Rügerner: Vernichtungsinvestitionen. Junge Welt, 17.4.2004
[94] Telekom/VoiceStream: US-Sicherheitsbehörden einverstanden. Heise online, 18.01.2001.
[95] Lutz Frühbrodt: Teure Nummer. Ein zweifelhaftes Geschäft bei der Telekom. http://www.welt.de, 11.10.2006.
[96] Albrecht Müller: Wie kommt man schnell zu Geld. http://www.nachdenkseiten.de, 1.12.2006.
[97] Jarka Kubsova: Investoren klagen gegen das Land Berlin. Financial Times Deutschland, 4.6.2007.
[98] Michael Grandt: Der ‚Finanzmassenmörder‘. info.kopp-verlag.de, bzw. : Der große Crash, ZDF, 10.9.2009.
[99] Rolf-Herbert Peters: Kurz vor Schluss abkassiert. http://www.stern.de/, 11.12.2008.
[100] Hinrichs Otto-Werner: Money makes the world go round -03, http://www.readers-edition.de/, 19.11.2009.
[101] Derivatives take a Buffetting. http://www.telegraph.co.uk/, 8.3.2003.
[102] Anne T.: Die Gier war grenzenlos. Econ, 2009, 2. Auflage, S.11.
[103] Kontraste Magazin: Regierung will Ursachen der Finanzkrise verheimlichen. 13.2.2009. http://www.youtube.com/watch?v=s5ulRFqZEsE&feature=related
[104] Streit um Kaupthin-Geld. http://www.telebörse.de/, 27.2.2009.
[105] Anette Sydow: Die Schuldensammler. Die Welt online, 29.04.2005.
[106] Die Welt, 7.5.2004, S. 23.
[107] Christiane Cichy: Finanzkrise – Wie deutsche Banken Kreditnehmer in Bedrängnis bringen. MDR TV, 21.10.2008.
[108] TV-Sendung „FAKT“ im Ersten Deutschen Fernsehen am 24.11.2008, http://www.mdr.de.
[109] Regisseur Wim Wenders in einem Interview bei Phönix TV am 12.12.2003.
[110] Matthias Kurp: Medienfonds als “Stupid German Money”, http://www.medienmaerkte.de, 5.2.2004.
[111] Bund fördert Cruise-Film. http://www.n-tv.de, 5.7.2007.
[112] D. Sterritt: The one serious subject Hollywood doesn’t avoid. The Christian Science Monitor, 22.11.2002.
[113] Richard Corliss: Beyond Holo-Kitsch. http://www.time.com/, 04.01.2009.
[114] Thom Bennett: Jerry Lewis’ “The day the clown cried revealed”, 14.3.2001.
[115] Christoph Stein: Satt und depressiv. Telepolis, 30.5.2006.
[116] Nach einer Nachricht von AP vom 23.9.2009 ist der deutsche Fahrzeugexport in die USA vom 1. Hj 2008 zum 1. Hj 2009 um 26,5% auf 27 Mrd € eingebrochen: 100×27/(100-26,6) x 2 Hj = 73,47 Mrd €.
[117] Karl Weiss: Die Legende vom Sparen, Berliner Umschau, 01.03.2006, http://www.rbi-aktuell.de
[118] Frank Seidlitz: Vodafone bittet den Steuerzahler zur Kasse. http://www.welt.de/, 3.12.2009.
[119] Hans Weiss und Ernst Schmiederer: Asoziale Marktwirtschaft, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2004.
[120] Ulrich Berger und Christoph Stein: Zwischen Baum und Borke. Telepolis, 05.07.2004.
[121] Matthias Thieme: Mobbing nach System – Steuerfahnder in Hessen kaltgestellt. http://www.fr-online.de/, 17.7.2009.
[122] politik-global.net, 05.01.2009.
[123] Steuerfahnder angeblich vom Psychiater kaltgestellt. AP, 11.7.2009.
[124] Frank Thewes: Fette Beute beim Fiskus. FOCUS Magazin 36/2004, S. 27.
[125] Fraport erhält 41,9 Millionen vom Bund, AP, 16.4.2008.
[126] Günther Ogger: Nieten in Nadelstreifen.
[127] Emmanuel Todd: Weltmacht USA. Ein Nachruf. Piper, München, 2004.
[128] Aus dem Wortlaut der Rede von Martin Hohmann zum Nationalfeiertag 2003, Website der Neuhofer CDU, 31.10.2003.
[129] Christian Jentzsch: Und plötzlich ist das Haus weg – Wie Sparkassen die Kredite kleiner Leute verscherbeln. Dokumentation, ARD, 16.1.2008.

http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2009/03/die-deutsche-ursache-der-weltweiten.html

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Muß schon sagen, man hat sich richtig Mühe gemacht, diese ges. Daten und Fakten zusammen zu stellen, dafür Danke.

Ich hoffe doch, daß sich das viele Menschen durchlesen, zu Herzen nehmen, drüber nachdenken und das Wissen weitergeben, vor allen Dingen der nachrückenden Generationen, die das letztendlich bezahlen müssen oder sollen.

Na ja, oder auch nicht, falls vorher der Crash kommt – und derzeit sieht es ganz danach aus – dann beginnen wir evtl. wieder von vorne, mit der Gewissheit, daß wir seit mindestens 65 Jahren, von unserem sog. Befreier und seinen Schergen, besch…en worden sind….

Gruß

Der Honigmann

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…dieser Beitrag erschien schon einmal am 2.11.2010

Peter Haisenko

Finanzkrise oder Systemkrise? Die Welt wird eine andere sein“

http://www.gt-worldwide.com/usa_finanzkrise_england.html

Erst hieß sie Hypothekenkrise, dann Immobilienkrise und jetzt Finanzkrise. Es ist an der Zeit, dass diese Krise ihren richtigen Namen bekommt: Sie ist eine Systemkrise – die sich sehr wohl analysieren und für jeden verständlich machen lässt. Um zu verstehen, was die tieferen Ursachen dieser Krise sind und warum sie unvermeidlich war, muss man allerdings die Geschichte des Geldwesens im letzten Jahrhundert unvoreingenommen betrachten. Dann wird auch deutlich, dass diese Krise nicht zu Ende sein kann, solange nicht grundlegende Änderungen im Weltfinanzsystem erfolgen. Die Welt muss in Bezug auf das Geldwesen eine andere werden – und davor muss man sich keineswegs fürchten. Im Gegenteil: Wir dürfen uns auf eine gerechtere Weltordnung freuen.

Ein wesentlicher Grundsatz der Finanztheorie besagt, dass Geld ein legalisiertes Tauschmittel ist, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts blieb dieses Prinzip unangetastet. Die Geldwirtschaft war einfach und überschaubar: Der Wert des Geldes bezog sich auf den Wert des Goldes, und damit war die Geldmenge nicht beliebig vermehrbar. Die Goldmark, der US-Dollar und das britische Pfund kannten keine Inflation. Das britische Pfund hatte seinen Wert über vierhundert Jahre nicht nur gehalten, sondern sogar um zehn Prozent gesteigert. Die Menschen konnten ihre Altersversorgung durch erspartes Geld zuverlässig sichern.

Großbritannien startet mit dem Verfall des Pfunds ein Jahrhundert der Inflationen

Um 1900 erlebte die Wirtschaft Großbritanniens einen Niedergang, der dazu führte, dass Großbritannien ein wachsendes Außenhandelsdefizit aufbaute, das 50 Prozent seines Außenhandelsvolumens überstieg. Somit hatte Großbritannien ein ernsthaftes Problem. Diesem begegnete die Bank of England, indem sie einfach Geld druckte, damit die Importe bezahlt werden konnten. Dies war reine Geldschöpfung ohne Wertschöpfung und musste dazu führen, dass das britische Pfund erstmals eine Inflation erlebte. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts musste die Bank of England den Goldbezug des Pfundes aufgeben, weil zu viele Geldscheine ausgegeben worden waren. Der Bestand des British Empire war in akuter Gefahr.

Durch geschickte Diplomatie, die zum ersten Weltkrieg führte und infolgedessen zu einer politischen Neuordnung Europas, konnte Großbritannien sein Empire und das Pfund vorübergehend retten. 1923 fand in Genua eine internationale Konferenz statt, auf der über die Neuordnung des Weltfinanzsystems entschieden werden sollte. Bereits damals versuchte Großbritannien einen Gold-Devisenstandard durchzusetzen, mit dem britischen Pfund als Leitwährung. Allerdings waren die damals teilnehmenden Nationen unabhängig und souverän – sie erkannten schnell, was das von Großbritannien gewünschte System bewirken würde und verweigerten ihre Zustimmung. Zwanzig Jahre später war das anders: Das Jahr 1944 stand unter dem Eindruck des zweiten Weltkriegs, und die USA und Großbritannien dominierten die freie Welt. Somit war es diesmal einfach, die bis heute gültige Weltordnung für das Finanzsystem gemäß den Forderungen der USA und Großbritanniens durchzusetzen.

An der Konferenz, die in Bretton Woods in New Hampshire/USA stattfand, nahmen 44 Länder teil, die allesamt mehr oder weniger abhängig von den USA oder Großbritannien waren. Zudem waren Länder beteiligt und stimmberechtigt, die zu dieser Zeit gar nicht als souveräne Staaten existierten: zum Beispiel die polnische Exilregierung, die in London Asyl gefunden hatte. 1944 wurde in Bretton Woods ein Gold-Devisenstandard beschlossen, mit dem US-Dollar und dem britischen Pfund als Leitwährung. Damit war der Grundstein gelegt für die jetzige Finanzkrise.

Der Gold-Devisenstandard verführt zu betrügerischem Handeln

Der fatale Unterschied zwischen einem reinen Goldstandard und einem Gold-Devisenstandard erschließt sich erst bei genauerer Betrachtung: Bei einem Goldstandard muss jeder ausgegebene Geldschein durch eine entsprechende Menge an Gold gedeckt sein. Dies bedeutet, dass man mit dem Besitz eines Geldscheins ein Anrecht auf eine bestimmte Menge Gold in physischer Form hat. Der Preis von Gold ist in Bezug auf eine Währung fixiert und unveränderlich. Das Geld hat einen realen Bezug, für den jedes Land verantwortlich zeichnet, das Geldscheine in Umlauf bringt. Es gibt keine Inflation.

Anders beim Gold-Devisenstandard: Hier muss nur die Leitwährung durch Gold gedeckt sein. Alle anderen Währungen haben einen festen Wechselkurs gegenüber der Leitwährung und erhalten so ihren Bezug zum Gold. Solange man davon ausgehen kann, dass es auf dieser Welt nur anständige Menschen gibt, die moralisch integer handeln, könnte dieses System funktionieren. Grundvoraussetzung zur Funktionsfähigkeit dieses Systems ist eine auf lange Sicht ausgeglichene Handelsbilanz aller teilnehmenden Nationen. Und falls ein Land mehr importiert als es exportiert, also ein Außenhandelsdefizit erleidet, dann muss es von seinem Geld einen entsprechenden Anteil an andere Länder geben. Weil die Geldmenge nicht beliebig vermehrbar ist, wird dieses Geld im internen Umlauf fehlen, und so die Funktionsfähigkeit der nationalen Wirtschaft in Frage stellen. Also müssen die Länder darauf achten, dass sie eine ausgeglichene bis positive Handelsbilanz erwirtschaften, damit ihr interner Geldumlauf nicht gestört wird.

Weil klar ist, dass es nicht immer möglich sein kann, eine ausgeglichene Handelsbilanz herzustellen, sieht das System von Bretton Woods die Möglichkeit vor, Reserven für schlechte Zeiten anzulegen. Diese Reserven werden in US-Dollar – der Leitwährung – angelegt. Und hier wird sofort der Pferdefuß des Gold-Devisenstandards ersichtlich: Die US-Dollars, die als Reserve bei den Zentralbanken landen, stammen aus der Geldmenge der USA und müssten dort fehlen. Damit wäre der interne Geldumlauf der USA gefährdet. Um jedoch genau dies zu verhindern, wurde in Bretton Woods bestimmt, dass Dollarreserven außerhalb der USA sofort in die USA retransferiert werden, damit diese auf dem Geldmarkt in New York wieder ausgeliehen werden können – wiederum ein durchaus funktionsfähiges System. Allerdings nur, solange es nicht missbraucht wird.

Für Staaten mit Außenhandelsdefizit enthält dieses System auch die Möglichkeit, sich Geld gegen Zinsen zu leihen, um ihren internen Geldumlauf zu sichern. Solange also alle beteiligten Staaten darauf achten, eine ausgeglichene Handelsbilanz zu erwirtschaften, bleibt dieses System funktionsfähig, ohne dass eine Erhöhung der im Gesamtumlauf befindlichen Geldmenge nötig wäre.

Leider gibt es eine Ausnahme: nämlich ausgerechnet jenes Land, das die Leitwährung besitzt – die USA. Wenn nämlich die USA ein Außenhandelsdefizit erleiden, bekommen sie ihr Geld sofort zurück. Nach den Verträgen von Bretton Woods werden die Dollarreserven der Zentralbanken sofort in die USA retransferiert. 1944 waren die USA zweifelsfrei das Land mit der stärksten Wirtschaftskraft, und sie waren ein klassisches Exportland. Und es war noch nicht abzusehen, dass sich das ändern sollte. Andererseits war den Schöpfern des Systems von Bretton Woods sehr wohl bewusst, welche Privilegien und Möglichkeiten ihr System für die Länder mit Leitwährungsstatus bieten wird. Und somit war auch von Anfang an klar, dass die USA ab 1944 keinerlei Veranlassung haben würden, eine positive Handelsbilanz herzustellen, wie schon 1959 Jacques Rueff, der Finanzberater von Charles de Gaulle, mahnend festgestellt hatte.

Darf ein Land mit Leitwährungs-Status ein Außenhandelsdefizit haben?

Wenn ausgerechnet die USA – das Land mit der Leitwährung – ein stetig anwachsendes Außenhandelsdefizit aufbauen, wird dies für das gesamte System äußerst gefährlich. Denn dieser Zustand schafft zwei grundsätzliche Probleme: Zum einen tauchen jene US-Dollar, die von den Zentralbanken in die USA retransferiert werden, zweimal in den Bilanzen auf – einmal als Reserve im Exportland und noch einmal in der internen Umlaufbilanz der USA. Das bedeutet: Die gesamte Geldmenge im weltweiten Umlauf wächst in Höhe des US-Außenhandelsdefizits an, ohne dass dem eine Wertschöpfung gegenübersteht. Dies wiederum muss nach den klassischen Regeln der Ökonomie eine Inflation, also eine Entwertung des US-Dollars, nach sich ziehen. Im System der festen Wechselkurse konnte das aber nicht sein – und somit sieht man schon, dass dieses System von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein musste.

Das eigentliche Problem entsteht aber USA-intern: Die retransferierten US-Dollar müssen in den USA wieder in den internen Umlauf gebracht werden. Doch das ist nicht so einfach, weil es sich um Geldmengen handelt, denen in den USA keine Wertschöpfung gegenübersteht. Solange das Außenhandelsdefizit der USA überschaubar war, ließ sich dieses Problem dadurch lösen, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer in den USA einen höheren Lohn erhielt, als seiner eigentlichen wertschöpfenden Arbeitsleistung entsprochen hätte. Das bewegte sich bis in die sechziger Jahre im einstelligen Prozentbereich und war deshalb möglich, weil die Wirtschaft der USA zu dieser Zeit ein nahezu geschlossenes, sich selbst genügendes System war. Jedoch wuchsen die Mengen an US-Dollar, die außerhalb der USA als Guthaben verbucht waren – also die Auslandsverbindlichkeiten der USA – bis 1970 derart an, dass sich Präsident Nixon 1971 gezwungen sah, die Goldbindung des US-Dollars aufzuheben, weil die Goldreserven der USA einfach nicht mehr ausreichten.

Das Währungssystem verliert seine Grundlage

Damit war dem System von Bretton Woods die Grundlage entzogen, und das gesamte System hätte zu diesem Zeitpunkt neu definiert werden müssen. Es war ja ein Gold-Devisenstandard gewesen. Aber von da an war es nur noch ein Devisenstandard. Das bedeutet, dass der US-Dollar seit 1971 keinen Bezug mehr auf irgendeinen realen Wert hat, sondern nur noch einen ideellen. Die erste Folge: das System der festen Wechselkurse ließ sich nicht mehr beibehalten. Seit dieser Zeit wird mit Devisen gehandelt, und es entstehen enorme Gewinne für die Banken, denen keinerlei Wertschöpfung gegenübersteht. Auch der Preis für Gold ist seit dieser Zeit variabel. Er wird täglich neu in London bestimmt.

Ansonsten nahm die Finanzwelt erstaunlicherweise keine Notiz von diesem eigentlich weltbewegenden Vorgang. Der US-Dollar verlor zwar an Wert, aber einerseits viel zu wenig, und andererseits wurde der Bestand des Systems nicht einmal ansatzweise in Frage gestellt. Was unter anderem daran liegen dürfte, dass bereits zu dieser Zeit in der ganzen Welt große Vermögen existierten, die in US-Dollar notiert waren. Deren Besitzer hatten die Macht, den Wert des US-Dollars zu erhalten und keinerlei Interesse, ihren Besitzstand in Frage zu stellen. Dieser Zustand hat sich bis heute nicht geändert – und so wird mit allen Mitteln versucht, dieses untaugliche System zu erhalten.

Seit 1971 kann das FED, die Zentralbank der USA, US-Dollar in jeder beliebigen Menge emittieren. Diese Möglichkeit nutzt es reichlich aus. Das führte zu einem exponentiell anwachsenden Außenhandelsdefizit der USA. Das System der überhöhten Löhne innerhalb der USA veranlasste Geschäftsleute, ihre Produktion vermehrt ins lohngünstigere Ausland zu verlagern, was die Außenhandelsbilanz der USA zusätzlich zu immer neuen Negativrekorden trieb. Trotzdem hielt sich dies alles bis 1990 in einigermaßen überschaubaren, vielleicht sogar beherrschbaren Grenzen. Mit dem Fall der Sowjetunion entfiel jedoch zugleich jegliche moralische Hemmschwelle für die profitorientierten Lenker der westlichen Wirtschaft. Der Nachweis für die Überlegenheit des westlichen Systems, und dass es das bessere für die Welt sei, musste nicht mehr erbracht werden. Ab da konnte man gänzlich skrupellos nach maximalem Gewinn streben – die Globalisierung wurde erfunden und zugleich der Turbokapitalismus.

Die Globalisierung frisst ihre Erfinder

Für die USA erwies sich die Globalisierung letztlich fatal, obwohl sie anfänglich den größten Nutzen aus ihr gezogen haben. Denn die offenen, globalisierten Märkte überschwemmten die USA mit preiswerten Produkten aus Billiglohnländern. Die amerikanischen Produzenten konnten in vielen Bereichen nur noch überleben, wenn sie ihre eigene Produktion ins Ausland verlegten. Dies wiederum ließ das Außenhandelsdefizit der USA derart ansteigen, dass die internen Folgen für die USA nicht mehr mit den bisherigen Mitteln zu bewältigen waren. In den letzten Jahren betrug es mehr als 750 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die gesamten Auslandsverbindlichkeiten der USA übersteigen mittlerweile 4.000 Milliarden US-Dollar. Bei einer dermaßen gewaltigen Summe muss man davon ausgehen, dass diese Schulden niemals zurückgezahlt werden können. Und wir können auch getrost davon ausgehen, dass letztlich niemand daran glaubt, dass sie jemals zurückgezahlt werden.

Konsum ohne Arbeit

Außenhandelsdefizit ist ein abstrakter Begriff. Für den einzelnen Bürger bedeutet er folgendes: In einem Land mit einem Außenhandelsdefizit konsumieren die Bürger dieses Landes Waren, für die sie keine Arbeit geleistet haben. Am Beispiel USA ergeben sich erschreckende Zahlen. Die USA haben im Jahr 2007 Waren für 750 Milliarden US-Dollar importiert, für die sie ausschließlich US-Dollar gegeben haben. Außer diesem Geld haben sie also keine echte Gegenleistung erbracht, nämlich eine, die durch die Arbeit ihrer Bürger entstanden wäre. Dies bedeutet, dass durchschnittlich jeder Arbeitnehmer in den USA im letzten Jahr Waren im Gesamtwert von 5.000 US-Dollar konsumiert hat, ohne dafür einen einzigen Strich Arbeit zu erbringen.

Auf der anderen Seite des Ozeans haben wir Deutschland mit seinem Außenhandelsüberschuss von 120 Milliarden Euro. Außenhandelsüberschuss bedeutet, dass in einem Land Waren hergestellt worden sind, die nicht im Inland verbraucht worden sind. Der Arbeitnehmer hat also letztlich nichts von dieser Arbeit gehabt. Im einzelnen heißt das: Jeder deutsche Arbeitnehmer hat im Jahr 2007 durchschnittlich für 3.000 Euro Arbeit geleistet, die er nicht verbraucht hat. Diese Arbeit könnte eingestellt werden, ohne dass deswegen im Inland ein Mangel entstehen müsste.

Grundsätzlich haben die USA wegen ihres Außenhandelsdefizits kein Problem mit der Geldmenge in ihrem Land. Die Verträge von Bretton Woods sichern das ab. Das Problem liegt in der internen Verteilung. Sie muss so gestaltet sein, dass sie für den Rest der Welt nicht zu offensichtlich wird. Das retransferierte Geld muss von den New Yorker Banken an die Bürger gebracht werden, damit es dem Umlauf tatsächlich zur Verfügung steht. In den neunziger Jahren genügte es, die Einkommen der Oberschicht drastisch zu erhöhen. Damit wurde der Dienstleistungssektor und der Luxuskonsum angeregt, und es kam Geld unter das Volk. Jedoch zeigte sich sehr bald, dass dies nicht lange ausreichen konnte. Zumal Dienstleistung keine echte Wertschöpfung bedeutet und auch kein taugliches Mittel ist, die Außenhandelsbilanz zu verbessern. Zum anderen benutzte die amerikanische Oberschicht ihren neuen Reichtum, sich mit importierten Luxusgütern zu schmücken, was die Außenhandelsbilanz zusätzlich belastete.

Denn sie wussten, was sie taten

Also verfiel man auf den Trick mit den Immobilien: Die Mehrzahl der Amerikaner leben im Wohneigentum, das aber in der Regel hoch belastet ist mit Hypotheken. Der nominale Wert dieser Immobilien wurde hochgefahren, und die Banken boten den Besitzern an, ihren Hypothekenrahmen bis an die neue – höhere – Grenze und sogar darüber auszuschöpfen und das Geld für ihren Konsum zu verwenden. Ein Verfahren, das nach deutschem Recht nahezu unmöglich ist. Die Amerikaner jedoch waren nur zu willig, den Vorschlägen ihrer Banken zu folgen. So kamen die retransferierten US-Dollar zurück zum amerikanischen Verbraucher und damit in den Umlauf, ohne dass dafür irgendeine Arbeit geleistet worden wäre. Das war der Sinn der Sache und hat den USA tatsächlich für einige Jahre erstaunlich gute Wirtschaftszahlen beschert. Allerdings war abzusehen, dass sich auch dieses Verfahren nicht beliebig lange fortsetzen ließ – die Blase musste platzen. Das geschah 2007 und hieß dann „Hypothekenkrise“.

Selbstverständlich war den Initiatoren und den Bankiers klar, was sie da taten. Deshalb haben sie, als das Ende nahte, ihre faulen Kredite und damit ihr Risiko weitergegeben. Sie kreierten Pakete, so genannte Derivate, in denen sie ihre faulen Kredite versteckten. Diese Pakete wurden von den Ratingagenturen vorsätzlich falsch, also gut, bewertet, und an ausländische Banken verkauft. Doch auch die Volkswirte der kaufenden Banken wussten sehr wohl, dass sie mit diesen Paketen Zeitbomben kauften. Und sie wussten, dass es keine Frage sein würde, ob sie explodieren würden, sondern nur wann. Andererseits wussten sie aber auch, dass das Weltfinanzsystem zusammenbrechen würde, und zwar schon im Herbst 2007, sofern sie die Banken der USA nicht mit ihrer Aktion unterstützten.

Hier wird nun der vorsätzliche Betrug am Bürger fortgesetzt: Scheibchenweise wurde den Bürgern eröffnet, welche Lasten sie zum Erhalt des betrügerischen Weltfinanzsystems tragen müssten. Bis heute hat niemand öffentlich zugegeben, wo die tatsächlichen Ursachen dieser großen Krise liegen, obwohl es jeder wissen kann, der sich mit dem Thema genauer befasst. Die Zahlen sind so offensichtlich: Das Außenhandelsdefizit der USA beträgt etwa 750 Milliarden US-Dollar. Nach allgemeinen Schätzungen kostet die Krise des Jahres 2007 die Bürger der Welt etwa 750 Milliarden US-Dollar. 2008 greifen die USA mit einem Hilfspaket von 700 Milliarden US-Dollar ihren Banken unter die Arme. Diese leiht sie sich aus dem Topf der retransferierten US-Dollars, und gibt sie wieder direkt an die Bürger weiter, damit der interne Geldumlauf in den USA nicht zum Erliegen kommt. Es ist jetzt schon klar, dass dieser Betrag auch nur ein weiteres Jahr überbrücken kann. Dann wird es noch schwieriger, wenn nicht unmöglich sein, sich ein weiteres Jahr Schonfrist zu erkaufen. Die „Eingeweihten“ wissen das. Minister Steinbrück: „Die Welt wird eine andere sein!“ Einzig die Franzosen, hier insbesondere Präsident Sarkosy, haben zumindest das Wort „Bretton Woods“ schon mal in den Mund genommen.

Das Kreditkarten(un)wesen – weitere 900 Milliarden lauern schon

Der Umgang der Amerikaner mit Kreditkarten unterscheidet sich wesentlich von dem der Europäer. In Europa ist es üblich, jeden Monat seine Verbindlichkeiten gegenüber der Kreditkartengesellschaft vollständig zu begleichen. Anders in den USA: Der durchschnittliche Amerikaner begleicht nur das minimal Nötige. Das bedeuted, er zahlt etwa zehn Prozent seiner Schuld und lässt den Rest als zinspflichtigen Kredit stehen. Durchschnittlich besitzt jeder Amerikaner mehr als zehn Kreditkarten unterschiedlicher Firmen. Jede dieser Kreditkarten garantiert ihm einen Kreditrahmen von 1000,- US-Dollar oder mehr. In den USA ist es üblich, diesen Kreditrahmen auszuschöpfen. So ist es möglich, dass mit Hilfe der Kreditkarten der durchschnittliche Amerikaner einen Kredit von 10.000.- US-Dollar oder mehr genießt, ohne dafür irgendeine Bonitätsprüfung bestehen zu müssen. Und genau das ist wiederum der Sinn der Sache. Auf diese Weise kommt wieder Geld in den USA-internen Umlauf, für das keine Arbeit geleistet wurde. Nach allgemein anerkannten Schätzungen betragen die Kreditkartenschulden der Amerikaner in Summe 900 Milliarden US-Dollar. Das ergibt 6.000 US-Dollar pro Arbeitnehmer, und es besteht kaum eine Aussicht, dass diese Schulden in absehbarer Zeit beglichen werden können. Zudem ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Zinsen auf diese Schulden die Bürger überfordern und auch diese Kredite platzen werden. In Finanzkreisen werden bereits Möglichkeiten diskutiert, wie man dieses Problem abfedern könnte. Angesichts der überaus gewaltigen Summe von 900 Milliarden US-Dollar zeichnet sich aber ab, dass es keine Lösung geben kann. So haben wir zusätzlich zu der Immobilienkrise noch ein Damoklesschwert über dem Weltfinanzsystem, das alleine schon ausreichen würde, das gesamte System zu zerstören.

Weitere Kredite belasten die Zukunft nicht

Der zukünftige Präsident der USA, Barack Obama, weiß um dieses Problem. Er hat bereits im November 2008 angekündigt, für seine Banken ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 900 Milliarden US-Dollar bereitzustellen. Er kann das ohne Weiteres tun, denn alle „Eingeweihten“ handeln in dem Bewusstsein, dass für diese Schulden niemand mehr aufkommen wird, denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das bestehende System zusammen brechen muss. Dann werden alle Schulden und Guthaben vollkommen neu bewertet werden müssen. Das klingt auf den ersten Blick beängstigend, aber man muss nur in die jüngere Geschichte blicken, um festzustellen, dass davon die Welt nicht untergehen wird. 1929, zur damaligen Weltwirtschaftskrise, ist zum Beispiel in Deutschland genau das passiert: Die Hyperinflation hat alle Guthaben und Schulden, die in Reichsmark notiert waren, annulliert.

In diesem Sinne muss man erkennen, dass es auch für Deutschland und den Rest der Welt nur sinnvoll sein kann, wenn jeder Versuch unternommen wird, die Wirtschaft mit Krediten der öffentlichen Hand am Laufen zu erhalten. Das Ziel der Zeit muss heißen, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Die Menge an Arbeit, die momentan geleistet wird, wird auch in Zukunft geleistet werden müssen, wenn wir den momentanen Wohlstand erhalten wollen. Es geht in der jetzigen Lage vor allem darum, funktionsfähige Strukturen vor einer Zerstörung durch ein zusammenbrechendes Finanzsystem zu bewahren. Die normalen Regeln der Ökonomie sind ohnehin bereits außer Kraft gesetzt. Also darf man auf der Suche nach neuen Wegen nicht krampfhaft an alten Dogmen festhalten. Vielmehr muss man alles daran setzen, einen möglichst sanften Übergang in ein neues System zu erreichen. Dazu dürfen durchaus Maßnahmen ergriffen werden, die nach den herkömmlichen Regeln untauglich erscheinen mögen: Schulden, die jetzt zusätzlich aufgebaut werden, werden uns in Zukunft nicht zusätzlich belasten. Sie sind im Vergleich zu den bereits bestehenden sowieso eher unwesentlich, können aber verhindern, dass eine Rezession tatsächlich die Wirtschaft zerstört. Weil es im Fall der USA deutlich erkennbar ist, dass es sich bei den jetzigen Maßnahmen nur noch um Notprogramme handelt, dürfen die Europäer nicht nachstehen, ihre Wirtschaft ebenfalls mit Notprogrammen zu retten, um für die Zukunft bestehen zu können.

Die USA – Gigant auf tönernen Füßen

Wenn das System Bretton Woods zusammenbricht, haben vor allem die USA ein ernsthaftes Problem. Der Rest der Welt eigentlich nicht. Die USA können ihre Importe dann nicht mehr mit „Mickymaus-Geld“, also faktisch wertlosen US-Dollar bezahlen. Denn die Welt wird das nicht mehr akzeptieren. Sondern für ihre Exporte in die USA handfeste Gegenleistungen fordern. Die haben die USA nicht zu bieten. Die USA werden auf die großzügige Gnade der Welt angewiesen sein, wenn sie Öl oder Bekleidung für ihre Bürger kaufen wollen. In den USA werden fast keine Kleidungsstücke inklusive Schuhe produziert. Seit gut dreißig Jahren wird in den USA keine einzige Uhr produziert. Ein Computer „made in USA“ wird zusammengesetzt aus Teilen, die nicht aus den USA stammen. Der Markt für Öl in den USA besteht zum größten Teil aus Importen. Autos aus amerikanischer Produktion sind auf den Weltmärkten nicht konkurrenzfähig. Kurz: wenn der US-Dollar seinen Status als Leitwährung verliert und damit die zugehörigen Privilegien für die USA entfallen, sieht die Zukunft für „the worlds leading Nation“ rabenschwarz aus. Es ist nicht auszuschließen, dass die dann unterversorgten und frierenden Bürger der USA bürgerkriegsähnliche Zustände erleben müssen.

Die Geldelite sorgt vor

Jene, welche die Geschicke der Welt wirklich lenken, also die Herren des Geldes, wissen seit geraumer Zeit, dass der Zusammenbruch ihres Systems unausweichlich ist. Deswegen verfolgen sie vorrangig zwei Ziele: Erstens versuchen sie den Status quo so lange wie möglich zu erhalten. Zweitens suchen sie verzweifelt nach einer Möglichkeit, ihren Besitzstand, also ihr extremes Wohlleben auf Kosten anderer, in eine Zeit nach dem großen Crash zu retten. Dazu erfinden sie immer neue Finanzinstrumente, mit deren Hilfe sie groß angelegte Eigentumsumschichtungen zu ihren Gunsten vornehmen. Ziel ist es, außerhalb der USA Eigentum zu besitzen, das sichere Rendite abwirft, egal, wie das Weltwirtschaftssystem aussehen wird. Deswegen kaufen seit etlichen Jahren nordamerikanische Investoren in großem Stil in Europa, und hier besonders in Deutschland, Immobilien, Aktien und Versorgungsunternehmen auf. Die Käufer dieser Güter werden nach einem Zusammenbruch des US-Dollars aus diesem Besitz komfortable Einkommen beziehen können. Wiederum ist es einzig Frankreich, das hier versucht, gegenzusteuern. Im Oktober 2008 hat Präsident Sarkosy erklärt, mit Hilfe eines Staatsfonds den Ausverkauf französischer Unternehmen an ausländische Investoren verhindern zu wollen.

Mickymaus-Geld und reale Güter

Es ist sowieso ein zweifelhafter Vorgang, wenn es möglich ist, dass Investoren eines Staates, der ein Außenhandelsdefizit hat, im Ausland auf Einkaufstour gehen. Nach den klassischen Regeln der Volkswirtschaft, dürfte das nicht, oder bestenfalls nur in sehr begrenztem Maße, möglich sein. Aber mit den siebziger Jahren beginnend, wurde die Menge an virtuellem Geld im Internationalen Umlauf exponentiell ansteigend vergrößert. Dazu wurden immer neue und undurchschaubarere Instrumente ins Leben gerufen, mit deren Hilfe sich verschleiern ließ, dass das mittlerweile auf der Welt kursierende Geld den Wert aller verfügbaren Güter um das dreißigfache übersteigt. Dieses Geld ist aus reiner Geldschöpfung entstanden – es ist also faktisch rein virtuell. Und dennoch kann man mit diesem Geld reale Gegenstände kaufen. Und ebenso ist möglich, den Zustand von Volkswirtschaften zu manipulieren oder zu verschleiern. Genau das findet seit Anfang der neunziger Jahre in wachsendem Umfang statt. Allerdings ist auch dieses ausgeklügelte Betrugssystem jetzt an seine Grenzen gestoßen. Aber noch funktioniert es und wird nach wie vor benutzt, um mit virtuellem Geld Eigentum zu erwerben – für schlechte Zeiten. Deswegen wird auch mit aller Macht versucht, dieses System so lange wie irgend möglich am Leben zu erhalten.

Nicht nur in den USA haben eine Menge Leute viel zu verlieren. Auch im Rest der Welt genießen Bankmanager und Devisenhändler Einkommen und Privilegien in unerhörter Höhe. Auch sie würden bei einem Zusammenbruch des Systems mit untergehen und müssten dann vielleicht ihr Brot mit einer produktiven Tätigkeit verdienen. Deshalb müssen wir erleben, wie eine internationale Bankmafia gemeinsam das System zu stützen sucht, das ausschließlich zu ihrem persönlichen Vorteil und dem der USA geschaffen wurde. Daraus erklärt sich auch, warum Leute, die es eigentlich wissen müssten, nicht laut gegen dieses verbrecherische System protestieren. Sie erleiden auch keinen persönlichen Verlust, wenn sie Milliarden ihrer Institute und die Milliarden der Steuerzahler verschleudern. Es ist ja nicht ihr Geld.

Geld und Geldeswert

Fest steht jedenfalls: Die Welt der Finanzen muss und wird eine andere werden! Sollen wir uns deswegen fürchten? Definitiv nicht! Die Welt kann nur besser und gerechter werden – und es wird allen besser gehen, wenn das ausbeuterische US-gesteuerte Finanzsystem endlich zusammenbricht. Je eher, desto besser! Um das zu verstehen, muss man allerdings einige grundlegende Paradigmen über Bord werfen: Seit gut fünf Jahrzehnten ist das Verständnis und das Verhältnis der Menschen zum Geld verbildet worden. Man muss zurückfinden zu der einfachen Erkenntnis, dass Geld nur dann etwas Wert sein kann, wenn es jemand annimmt und zugleich bereit ist, dafür eine Arbeit zu leisten – also, sobald es einen realen Gegenwert hat. Essen kann man es nicht. Und es nützt einem auch überhaupt nichts, wenn man allein in der Wildnis überleben will. Auch wenn alles Geld dieser Welt auf einen Schlag verschwände, würde nichts anderes als eben dieses Geld verschwinden. Dasselbe gilt für Aktienkurse: Selbst wenn eine Aktie die Hälfte ihres Werts verliert, verschwinden damit keineswegs Fabrikhallen oder Maschinen. An der realen Welt ändert sich nichts! Dessen sollte man sich bewusst sein – dann brauchen wir auch keine Angst vor einer Finanzkrise zu haben. Aber wir müssen uns unbedingt wieder auf die alten guten Werte zurückbesinnen, nämlich Gemeinsinn und Solidarität .

Es gibt keinen Mangel

Um aber überhaupt verstehen zu können, wie sehr unser Verhältnis zum Geld verbildet ist, muss man sehen, dass es in den westlichen Industrienationen tatsächlich an nichts mangelt. Alles, was man überhaupt brauchen könnte, ist im Überfluss vorhanden. Wenn der Eindruck entsteht, dass einige Bevölkerungsschichten Mangel leiden, so kann es sich nur um einen künstlich erzeugten Mangel handeln. Dieser wird hergestellt, indem die Finanzwirtschaft breiten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu ausreichenden Geldmengen verwehrt, oder aber zum Beispiel mit Hilfe eines künstlich in die Höhe getriebenen Ölpreises ihr hart erarbeitetes Geld wieder abnimmt. Mit diesem Mittel lässt sich sehr fein abgestimmt steuern, wie viel Geld den einfachen Bürgern für den Konsum von nicht lebenswichtigen Gütern zur Verfügung stehen darf. Denn es ist klar: Die Freiheit, kein Öl zu kaufen, gibt es nicht. Es ist kein Zufall, dass der Ölpreis im Herbst 2008 drastisch gefallen ist: die Bürger sollen entlastet werden, damit sie Geld für Konsum zur Verfügung haben, der die Wirtschaft am laufen halten kann.

So muss man erkennen, dass die Situation des Jahres 2008 nicht vergleichbar ist mit der des Jahres 1929, des Jahres der Weltwirtschaftskrise. Die Zeit um 1929 war geprägt von einer grundlegenden Mangelversorgung für breite Bevölkerungsschichten. Das Jahr 2008 hat eher damit zu kämpfen, allgemeinen Überfluss zu verwalten. Dieses Wissen hilft erkennen, dass niemand Angst vor einer Krise haben muss. Denn eines ist klar: Die Produktion verderblicher Güter wie Nahrungsmittel kann nicht einfach eingestellt werden, nur weil die Geldwirtschaft ins Stolpern geraten ist. Sie müssen auch irgendwie verteilt und verbraucht werden, egal, was mit dem Geld passiert.

Hier sind wir an einer Stelle angelangt, welche deutlich die Notwendigkeit zeigt, das allgemeine Bewusstsein der Menschen bezüglich des Geldes und seiner Funktion zurückzuführen zu ihren einfachen und natürlichen Grundlagen. Geld ist ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Geld darf nicht ein Mittel zur Ausübung von Macht sein, für die es seit geraumer Zeit missbraucht wird. Geld als solches kann keine Arbeit leisten. Man muss den unsinnigen Gedanken ablegen, dass Investitionen abhängig von Geld wären. Damit Investitionen getätigt werden können, muss Arbeit geleistet werden. Diese muss zur Verfügung stehen. Es bedarf eines gewaltigen Prozesses des Um- und Neudenkens. Der Rahmen dieser Ausführungen lässt es nicht zu, diesen komplexen Vorgang in seiner grundlegenden Breite zu behandeln, ebenso wie die Ausführungen im nächsten Absatz. Ich verweise deswegen auf mein Buch „Bankraub globalisiert“, für alle, die verstehen wollen, was an allgemein üblichen Denkprozessen bezüglich des Geldes und seiner Verwendung falsch läuft.

Arbeit als Selbstzweck

Die Menge an Arbeit, die in Deutschland geleistet wird, ist mehr als ausreichend, die Versorgung der Bürger mit allem, was man brauchen könnte, sicherzustellen. Dementsprechend erarbeitet Deutschland einen Außenhandelsüberschuss von 120 Milliarden Euro pro Jahr. Das entspricht etwa 5 Prozent des Bruttosozialprodukts. Diese Arbeitsleistung wird in Deutschland nicht verbraucht. Ebenso, wie ein andauerndes Außenhandelsdefizit nicht gesund sein kann, ist auch ein andauernder Außenhandelsüberschuss auf längere Sicht schädlich. Den Bürgern, die diese überschüssige Arbeit leisten, wird letztlich der gerechte Lohn für ihre Arbeit vorenthalten. Sie arbeiten, ohne die Früchte ihrer gesamten Leistung genießen zu dürfen.

Dennoch werden den Arbeitern seit Jahren immer größere Leistungen abverlangt. Die Arbeitszeiten werden verlängert und die Sozialleistungen gekürzt. Deutschland muss konkurrenzfähig bleiben, ist das stetig wiederholte Argument. Die Arbeitsplätze sind in Gefahr, wenn nicht noch kostengünstiger produziert werden kann – heißt es. Das ist nicht schlüssig. Solange ein Land eine positive Außenhandelsbilanz erwirtschaften kann, kann die Produktion nicht zu teuer sein. Und was den Verlust von Arbeitsplätzen anbelangt, ist ein radikales Umdenken angesagt. Wenn jemand Arbeit leistet, deren Früchte er nicht genießen darf, dann handelt es sich bei dieser Arbeit um Arbeit als Selbstzweck. Diese Arbeit kann eingestellt werden, ohne dass ein echter Verlust entsteht – volkswirtschaftlich gesehen.

Selbst wenn also der Export in die USA auf Grund der aktuellen Krise weitgehend einbrechen sollte, wird das weniger als 5 Prozent des Außenhandelsvolumens betragen. Dies kann eine Volkswirtschaft nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Es würde vollkommen ausreichen, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit um etwa eine Stunde zu kürzen, um den Minderabsatz auszugleichen. Diese Kürzung muss bei vollem Lohnausgleich stattfinden, denn auf der einen Seite muss die Kaufkraft im Inland erhalten bleiben, und auf der anderen Seite wird das die Kosten für die einzelnen Produkte um weniger als 3 Prozent erhöhen. Niemand darf behaupten, dass die hervorragenden Produkte aus Europäischen Ländern weniger konkurrenzfähig werden, wenn sie um gerade mal 3 Prozent teurer werden.

Zwar ist diese Rechnung zwangsläufig unvollständig. Denn die Zusammenhänge und Auswirkungen sind sehr komplex und können in dieser Kürze nicht umfassend dargestellt werden. Doch soll hier zumindest die Idee vermittelt werden, dass ein Rückgang des Exports um einige Prozent in einem Land mit großem Außenhandelsüberschuss nicht den Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten muss. Allerdings gilt es, sich von den Doktrinen einer durch die Turbokapitalisten propagierten, absoluten Gewinnmaximierung radikal zu verabschieden. Diese sind sowieso unmenschlich – und untauglich für den Aufbau einer sozialen und lebenswerten Gesellschaft. Grundsätzlich kommt es darauf an, zu erkennen, dass ein Rückgang des Bruttosozialprodukts um einige Prozent für ein Land mit Außenhandelsüberschuss keinen Einfluss auf seinen Wohlstand haben darf – solange alles mit Rechten Dingen zugeht.

Die USA werden am meisten verlieren – und bekommen Geschenke

Selbstverständlich wird es zu heftigen Turbulenzen kommen, bis eine Neuordnung des Weltfinanzsystems wirksam werden kann, aber zumindest wird es für eine gewisse Zeit gerechter zugehen in dieser Welt. Bricht der US-Dollar zusammen, haben nur die USA ein wirklich ernsthaftes Problem. Zwar wird bei uns die Arbeitslosigkeit zunehmen, weil sich die USA keine Importe mehr leisten können. Aber tatsächlich ist das letztlich kein wirkliches Problem, weil wir sowieso für die Exporte in die USA nur wertlose US-Dollars bekommen haben und keinen echten Gegenwert. Diese Arbeit können wir einstellen, ohne einen Verlust zu erleiden.

Sobald der US-Dollar zusammenbricht, geschieht noch etwas anderes: Die Schulden der USA werden mit dem US-Dollar annulliert. Sie sind ja in US-Dollar notiert. Das bedeutet, dass der Rest der Welt alles, was sie den USA gegen US-Dollar geliefert haben, faktisch den USA zum Geschenk gemacht haben. Es wäre ohnehin naiv, anzunehmen, dass die USA, egal was passieren wird, jemals in der Lage sein werden, ihre Auslandsverbindlichkeiten mit realen Gütern zu begleichen. Diese Schulden wurden in dem Bewusstsein gemacht, dass sie niemals beglichen werden. Der Status quo ist also: Solange das aktuelle System Bestand hat, schenkt der Rest der Welt auch im Jahr 2008 den USA Güter im Wert von 750 Milliarden US-Dollar – eben in Höhe des amerikanischen Außenhandelsdefizits.

Die Welt zahlt für das Militär der USA

Die USA unterhalten die größte Militärmaschine der Welt. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 750 Milliarden US-Dollar pro Jahr, wenn man alle versteckten Nebenkosten mit einrechnet. Realistisch betrachtet, gibt es kein Land auf dieser Erde, das die USA mit militärischen Mitteln bedrohen könnte oder wollte. Wenn man das bedenkt, wird sofort klar, dass es vollkommen ausreichen sollte, wenn die USA ihr Militär auf die atomare Abschreckung und einen minimalen Heimatschutz reduzierten. Jedem ist die Absurdität des Gedankens ersichtlich, dass die USA von einer Invasionsarmee angegriffen werden könnten. Das amerikanische Militär dient also in erster Linie der aggressiven Durchsetzung amerikanischer Interessen rund um die Welt. Das kostet die Amerikaner, wie gesagt, 750 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Hätten die Amerikaner diese Kosten nicht, und würden sie die Arbeitskraft, die diese Kosten repräsentieren, für die zivile Produktion verwenden, so wäre es ein Leichtes für die USA, eine ausgeglichene Handelsbilanz herzustellen.

Damit wird ersichtlich, dass tatsächlich die ganze Welt dafür bezahlt, vom amerikanischen Militär dominiert und bedroht zu werden. Dabei sind die volkswirtschaftlichen Schäden, welche durch das amerikanische Militär weltweit verursacht werden, hier noch gar nicht eingerechnet. All das wird sich ändern, wenn die USA ihre Privilegien aus dem System von Bretton Woods verlieren. Sie werden sich ihre weltweiten Militäroperationen einfach nicht mehr leisten können. Sie müssen dann das Naturgesetz anerkennen, dass der Unterhalt einer übergroßen Armee niemals zum allgemeinen Vorteil für die Bürger eines Landes sein kann. Die Welt wird friedlicher werden, wenn sie den USA nicht mehr ihre Arbeitsleistung für ihr Militär schenkt.

Was tun?

Im Jahr 2008 ist für viele Bürger die Frage immer wichtiger geworden, wie sie ihr Erspartes vor einem Totalverlust retten können. Die Antwort ist grundsätzlich ziemlich einfach: Man muss nur dem Beispiel der großen Investoren folgen. Diese kaufen Immobilien und Aktien von Firmen, die eine nachhaltige Substanz haben. Nachhaltige Substanz heißt, dass diese Aktiengesellschaften über solide Produktionsmittel und Grundbesitz verfügen. Beides sind Dinge, die nicht einfach von der Welt verschwinden können, egal was mit dem Geld passiert. Sie werden ihrem Besitzer immer ein Einkommen garantieren.

Der Betrug mit dem Goldpreis

Wer nicht über so viel Geld verfügt, dass er sich eine Immobilie einfach so kaufen kann, flüchtet ins Gold. Auch das ist physisch real und sein Vorhandensein nicht abhängig von irgendwelchen zweifelhaften Geldmengen. Dementsprechend ist die Nachfrage nach Gold im Jahr 2008 enorm angestiegen und hat mit schockierender Offensichtlichkeit gezeigt, wie frech die Finanzwirtschaft manipuliert und die Bürger betrügt: Anfang Oktober 2008 war es nicht mehr möglich, Gold in physischer Form zu kaufen. Die Banken haben einfach kein Gold mehr an Privatpersonen verkauft. Nach den klassischen Regeln der Marktwirtschaft hätte das einen außerordentlichen Anstieg des Goldpreises zur Folge haben müssen. Ein begehrtes, knappes Gut steigt im Preis. Normalerweise. Nicht so das Gold! Im Oktober 2008 fiel der Goldpreis um über zehn Prozent. Das ist offensichtliche Manipulation.

Der Goldpreis wird täglich in London festgelegt. Hier wird normalerweise beurteilt, wie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bezüglich des Goldes liegt und dann dementsprechend ein Preis fixiert. Die momentane Fixierung lässt aber die Nachfrage vollkommen außer Acht. Die aktuelle Preisgestaltung beim Gold folgt politischen Motiven. Die Bürger sollen davon abgehalten werden, Gold als begehrenswerte, sichere Anlage zu empfinden. Sie sollen ihr Geld bei den Banken belassen. Man zeigt ihnen: seht her, Gold ist keine sichere Anlage! Allein die Vorgänge um den aktuellen Goldpreis sollten auch den letzten Skeptiker überzeugen können, dass jene, die über die Geldwirtschaft bestimmen, tatsächlich in größtem Stil manipulieren, um ihre Ziele zu erreichen und die Bürger zu betrügen. Man muss also wirklich keine Angst davor haben, dass dieses Weltfinanzsystem zusammenbricht und durch eine neue Ordnung ersetzt wird.

Dann wird es auch nicht mehr möglich sein, Währungswechselkurse im großen Stil zu manipulieren, so, wie es momentan stattfindet. Jedem ist klar, dass in der jetzigen Weltfinanzlage die größten Probleme am US-Dollar hängen. Dennoch hat der US-Dollar im Jahr 2008 zwanzig Prozent an Wert gewonnen. Das ist unlogisch und dient nur einem Zweck: Der überbewertete US-Dollar erleichtert es amerikanischen Investoren, im Ausland werthaltige Güter zu erwerben. Dazu kommt, dass Europäische Aktien tatsächlich bei einem Stand des DAX von unter 6000 deutlich unterbewertet sind. Die Rentabilität liegt real höher, als die Aktienkurse vermuten lassen. Die Aufkäufer aus den USA genießen also einen doppelten Vorteil: niedrige Aktienkurse und einen überbewerteten US-Dollar. Damit wird ein betrügerischer Ausverkauf Europas an amerikanische Investoren zusätzlich gefördert. Das muss so schnell wie möglich ein Ende haben und wir müssen uns nur davor fürchten, dass dieses Ende noch weiter verzögert wird.

Krieg darf keine Option sein

Allerdings gibt es noch etwas, wovor man sich wirklich fürchten darf: Die USA haben die mächtigste Militärmaschine der Welt, und diese ist ausschließlich aggressiv ausgerichtet für Einsätze rund um die Welt. Die Geschichte hat gezeigt, dass die USA jederzeit bereit sind, ihr Militär zur Wahrung ihrer Interessen einzusetzen – und leider ist zu befürchten, dass sie das auch tun könnten, um ihren Status zu retten. Wie das aussehen könnte, wage ich mir kaum vorzustellen. Das einzige Land, das dem etwas einigermaßen Wirksames entgegensetzen könnte, ist nach wie vor Russland. Überdies liefert Russland reales Öl und Erdgas zu realistischen Preisen. Die USA hingegen liefern faule Kredite und Ausbeutung. So sollte man sich schon baldigst überlegen, wer in naher Zukunft der vorteilhaftere Partner für Europa sein könnte.

Europa betreibt mit dem Rest der Welt – ausgenommen die USA – einen einigermaßen fairen und ausgeglichenen Handel. Hier sind keine größeren Probleme zu erwarten. Und der Handel mit den USA beträgt keine zehn Prozent vom Gesamtvolumen. Daher wird Europa kein ernsthaftes Problem haben, falls dieser Anteil deutlich sinkt. Denn genau genommen bezieht Europa nichts aus den USA, das wir wirklich bräuchten. Anders die USA: Sie sind angewiesen auf Importe von absolut lebensnotwendigen Gütern aus der ganzen Welt. Obendrein sind die USA immer noch Weltmeister im verschwenderischen Umgang mit Energie. Sobald das Weltfinanzsystem zusammenbricht und der US-Dollar wertlos wird, können die USA nicht mehr ungezügelt Öl kaufen und verbrennen. So gesehen, ist es das Beste, was der Umwelt – und nicht nur der Umwelt – passieren kann. Und für den persönlichen Umgang mit der aktuellen Krise habe ich einen einfachen Rat: Gebt euer Geld aus, so lange es noch etwas Wert ist! Das schafft Lustgewinn, ist die beste Hilfe für die Wirtschaft und erhält unsere Arbeitsplätze. Freuen wir uns auf eine neue Weltfinanzordnung!

Peter Haisenko, Autor des Buchs „Bankraub globalisiert“,

http://www.gt-worldwide.com/usa_finanzkrise_england.html

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Der Honigmann

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u.a.: Polen: Kaczyński wirft Merkel großdeutsche Ambitionen vor, Streikwelle in Griechenland: Fluglotsen legen Luftraum lahm, Athen: Kein indisches Lohnniveau, Rom: Geheimer Drohbrief veröffentlicht, Angst vor neuer Finanz-Krise: DAX schmiert ab, Verkehrsminister Ramsauer: »PKW-Maut ist unvermeidlich«, Verbalattacken: Pofalla immer mehr unter Druck, Bosbach: »Meinung ist nicht exotisch, sondern volksnah«, Euro-Rebell: Schäffler erzwingt Euro-Entscheid, Metall-Rohstoffe: Osteuropäische Banden plündern Firmen, Studie: Benehmen der Migrantenkinder »irritierend«, DAK-Studie: Kaum noch Lehrer wollen bis zur Pension arbeiten….

http://info.kopp-verlag.de/video.html

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Der Honigmann

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Auf der politischen Bühne hat sich Angela M zum Euro-Retter hochstilisieren lassen. Allerdings hat sie auf der internationalen Bühne, sowohl im Verhältnis zu den anderen europäischen Nationen wie auch zu den Vereinigten Staaten, dieselbe Klasse C – Politikerin gemimt wie ihr Hofstaat innerhalb der CDU.

Die Ausplünderung des deutschen Volkes wurde von ihr maßgeblich unter dem Vorwand der Alternativlosigkeit vorangetrieben. Wichtige Spitzen-Positionen nahmen immer die Anderen in Anspruch – Deutschland musste immer mehr Positionen im internationalen und vor allen Dingen im europäischen Umfeld räumen.

Die Bundesbank, einst Garant einer stabilen Währung ist nicht nur seit dem Weggang von Axel Weber nur noch ein Schatten ihrer selbst. Innerhalb der EZB bestimmen nicht mehr die Vertreter der Bundesbank die Regeln, sondern sie werden konsequent durch die rechnerische Mehrheit der PIIGS-Staaten nebst Frankreich überstimmt. Jürgen Stark, der deutsche Vertreter in EZB-Führungsgremium hat heute seinen Job an den Nagel gehängt.

Ein Goldman Sachs Mann, der Griechenland bei dem Euro-Betrug aktiv beraten hat, wird neuer EZB-Präsident. Die US-Allmacht der JP Morgan und Goldman Sachs Oligopole schwappt immer mehr nach Europa über. Mit Jörg Asmussen dürfen auch die B-Klasse Schauspieler wie die Deutsche Bank ihre Vertreter innerhalb der EZB platzieren. Dieses SPD-Mitglied ist sowieso als trojanisches Pferd der internationalen Banken-Oligarchie in der Politik schon längst enttarnt – Zeit dafür, ihn seinem Goldman Sachs – Vertreter als deutsches Alibi zur Seite zu stellen.

„Ick kann jar nich so ville fressen, wie ick kotzen möchte.“, sagte der gebürtige Berliner Max Liebermann. Dem kann der gebürtige Berliner Peter Ziemann bei den Vorkommnissen innerhalb der EZB nur voll uns ganz zustimmen.

Das HANDELSBLATT versucht sich in folgender Erklärung: Die Deutsche Bundesbank ist nach Einschätzung des ifo Instituts im europäischen Zentralbankrat isoliert. “Der Rücktritt von Jürgen Stark hat die gleiche Erklärung wie der Rücktritt von Axel Weber”, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Jürgen Stark habe sich um die Stabilität des Euroraums verdient gemacht. Der Zentralbankrat habe in der Krise die ehernen Regeln gebrochen, die die Bundesrepublik seinerzeit beim Maastrichter Vertrag zur Bedingung für die Aufgabe der D-Mark gemacht habe.

Diese Entwicklung hat Helmut Kohl bereits eingeleitet. Mit der Machtergreifung von Gerhard Schröder und Joschka Fischer wurde die Deutschland AG geknackt und die DAX-Konzerne zu willfährigen Gesellen des internationalen Dollar-Imperiums gemacht. Wir sehen es täglich – gerade die Chefs dieser Unternehmen und ihrer Lobby-Verbände gehören zu den größten Schreiern nach Staatshilfe für Euro-Länder, Euro-Bonds und allen anderen Instrumenten der Unterwerfung der deutschen Nation unter das Diktat Brüssels. Auf der anderen Seite wollen sie aber den gut ausgebildeten deutschen Ingenieuren kein angemessenes Gehalt zahlen – stattdessen machen sie Propaganda für ungehemmte Zuwanderung aus Billiglohn-Ländern.

Wenn wir noch deutsche Gewerkschaften hätten, dann gäbe es so etwas innerhalb unserer Grenzen sicherlich nicht.

Wie konnte ein taxifahrender Steinewerfer und Polizistenverprügeler mit Hauptschulabschluss nur deutscher Außenminister werden. Einfach, indem ihn US-Eliten als Kandidat mit hohem Zerstörungs-Potential ausgesucht und zielgerichtet aufgebaut haben. Und nachdem er seine Schuldigkeit in der Regierung getan hat, bekam er eine hochdotierte Anstellung an der Princetown University.

Die Grünen sind die größten Umweltgifte, die Deutschland in seiner Geschichte je gesehen hat.

Kommen wir zurück zu Angela M. Was sind ihre Ziele? Welche US-finanzierten Mäzaen steuern ihr politisches Handeln? Welche US-Professur wartet auf sie, wenn sie ihr Werk der verbrannten Nation vollendet hat?

Wir wissen es (noch) nicht. Aber wir wissen, dass sie nicht aus eigenem Antrieb handelt, sondern fremdgesteuert agiert. Vielleicht hat man ihr im Gehirn den Begriff Sowjetunion ausgebrannt und durch Europa und die unantastbare Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten ersetzt.

Denk ich an Merkel in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.

….danke an Stoffteddy.

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Gruß

Der Honigmann

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u.a.:  Für westliche Markenware: Welle von Selbstmorden in Indien, Riesiger Waffendeal zwischen Irak und USA, China: Geldmenge wächst rasant, DAX-Konzerne: 26 Milliarden Dividenden, EU-Außenministerin selten in Brüssel anwesend, EU-Wahnsinn: Kalender ohne christliche Feiertage, Verstimmung Russlands wegen estnischem Euro, Schweiz in UN-Sicherheitsrat?, Künftig Apps statt Arztbesuch?…

http://www.youtube.com/user/Jasinna#p/a/u/0/hzQerXmq3FU

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Der Honigmann

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Von Peter Haisenko

http://www.gt-worldwide.com/euro_zinsen_kredit_dollar.html

In den USA druckt das FED einfach viele hundert Milliarden Dollar und pumpt sie in die Wirtschaft. Europa steht nur wenig nach und verspricht hunderte Milliarden Euro für Rettungsschirme, die es eigentlich gar nicht gibt. Die Geldmaschine läuft. Nur leider noch nicht richtig.

Nachdem es heutzutage offensichtlich problemlos ist, Geld in irrsinnigen Summen einfach aus dem Hut zu zaubern und in obskure bodenlose Löcher zu füllen, ist es eigentlich unverständlich, dass die BRD dieses Verfahren nicht auch einmal zu ihrem und damit unserem Vorteil nutzt. Mit einem einfachen Verfahren könnte der Bundeshaushalt um etwa 55 Milliarden Euro aufgestockt werden, ohne dass es uns Bürgern Arbeit macht. Unmöglich? Utopie? Entscheiden Sie selbst.

Der nominale Wert aller DAX-Unternehmen beträgt etwa 900 Milliarden Euro, um nur diese beispielhaft zu nennen. Sie sind zu mehr als 80 Prozent in ausländischem Besitz. Die Rendite, Dividende oder auch der Shareholder Value dieser Unternehmen beläuft sich auf etwa 9 Prozent. Das heißt, die Einnahmen aus dem Besitz dieser Aktien belaufen sich insgesamt auf etwa 81 Milliarden Euro. Pro Jahr! Wenn die Bundesregierung Anleihen ausgibt, dann muss sie für diese etwa 3 Prozent Zinsen bezahlen. Pro Jahr. Die EZB verleiht Geld an Banken für 1 Prozent. Warum macht unser Staat nicht dasselbe wie die Banken und Hedgefonds? Nur diesmal zu unserem Vorteil.

Das Modell ist einfach. Unser Staat nimmt weitere Schulden auf. Und zwar etwa 900 Milliarden Euro. Mit diesem Geld kauft der deutsche Staat dann alle DAX-Unternehmen. Danach ergibt sich folgende einfache Rechnung: Ausgaben für Kreditzinsen etwa 27 Milliarden Euro und das sollte noch günstiger möglich sein. Einnahmen aus Aktienbesitz etwa 81 Milliarden Euro. Verbleibt ein jährlicher Überschuss zu unseren Gunsten, zu Gunsten unseres Staats von 54 Milliarden Euro. Geht nicht? Warum eigentlich nicht?

Nach den klassischen Regeln der Ökonomie geht das tatsächlich nicht. Aber, wie EZB-Präsident Trichet schon so richtig festgestellt hat und die Praxis der letzten Jahre bewiesen hat, die Märkte funktionieren nicht mehr. Die Zuführung irrealer Geldmengen in den (irrealen) Umlauf haben keinerlei Auswirkungen auf die Inflationsrate. Es gibt neue Regeln, die allerdings noch nirgendwo definiert sind. Vielleicht gibt es auch gar keine Regeln mehr und die Weltwirtschaft befindet sich in einem endzeitlichen Chaos, wo nur noch der Gerissenste und der Skrupelloseste seinen Vorteil sucht und findet.

Seit geraumer Zeit findet dieser Vorgang zu unserem Nachteil statt, den ich jetzt unserem Staat empfehle. Ausländische „Investoren“ kaufen deutsche Unternehmen mit irrealem Geld auf und kassieren anschließend reale Renditen aus realer (deutscher) Arbeit. Die Banken bestimmen, wer an dieser Geldmaschine teilhaben darf. Sie entscheiden, wen sie kreditwürdig genug erachten, mit geliehenem Geld das große Rad zu drehen. Keine Firmen- oder Konzernübernahme wird aus Rücklagen finanziert.

Im Prinzip könnte jeder einsteigen und die Spanne zwischen Kreditzinsen und Rendite für ein luxuriöses Leben ohne (produktive) Arbeit nutzen. Nur, Sie kriegen diesen Kredit nicht. Aber der deutsche Staat würde ihn bekommen. Auf dem internationalen Parkett des großen Geldes findet ein Krieg statt. Länder wie Deutschland werden nicht mehr mit Waffengewalt erobert und anschließend ausgebeutet. Sie werden einfach mit Geld aus dem Nichts aufgekauft. Es ist an der Zeit, dass sich Deutschland dagegen wehrt und mit gleichen Waffen zurückschlägt.

Auf der anderen Seite wird mit dieser Betrachtung der ganze Wahnsinn deutlich, der unserem Land durch die ach so vorteilhaften Privatisierungen aufgezwungen wird. Die Früchte deutscher Arbeit werden von privaten (ausländischen) Investoren geerntet. Das Ganze wird möglich, weil die (Finanz-)Welt in die Irrealität ohne nachvollziehbare Regeln abgetaucht ist. Aus diesem Grund kann man heute keine finanztechnische Idee als unrealistisch abtun.

Ein Staat von der Größe und weltwirtschaftlichen Bedeutung Deutschlands kann die Regeln weitgehend selbst bestimmen, nach denen er sich ausbeuten lässt – oder eben nicht mehr. Die Gefahr, dass dadurch der reale Waffenstillstand seitens der Alliierten aufgehoben werden könnte, betrachte ich in der realen Welt als irreal. Deutschland kann und sollte zu den Finanzwaffen greifen, zum Vorteil seiner Bürger, wie es Russland vor zehn Jahren bereits mir großem Erfolg vorgemacht hat.

Am 6. Dezember hat eine Meldung bewiesen, wie realistisch ein solches Programm sein könnte: Das Land Baden-Württemberg gibt eine milliardenschwere Anleihe aus und kauft Anteile an EnBW zurück. Berlin ist dabei, seine Wasserwerke und verschleuderte Immobilien zurückzukaufen.

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Weiterführend zu diesem Thema: Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeltwirtschaft, Serie – Teil 2: Wie viel Schulden kann ein Staat haben?

http://www.gt-worldwide.com/euro_zinsen_kredit_dollar.html

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Gruß

Der Honigmann

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von Peter Haisenko

http://www.gt-worldwide.com/reparationen_aufschwung_euro_usa.html

Wie sich die USA und England in einer – geheimen! – Verschwörung von den führenden Exportnationen auch nach dem offiziellen Abschluss der Kriegsreparations-Zahlungen weiterhin den Lebensstandard bezahlen lassen.

„Aufschwung? Wo?“ Diese Frage hört man zwischen Elbe und Oder an vielen Orten und von vielen Menschen. Ja, manche Dinge werden in den neuen Bundesländern klarer erkannt und ausgedrückt. Dort habe ich immer wieder gehört: „Früher waren wir eine Kolonie der Russen, jetzt sind wir eine Kolonie der USA.“ Doch diese Erkenntnis erschließt sich für Menschen in den alten Bundesländern nicht. Vielleicht, weil sie keine Unterbrechung der amerikanischen Indoktrination erfahren haben? Ob der Aufschwung unter dieser Knute drei Prozent oder weniger oder mehr beträgt, ist für die Mehrheit derjenigen, die daran keinen Anteil haben, völlig unwichtig! Für den „kleinen Mann“ gibt es – gefühlt – keinerlei Aufschwung. Statistisch belegt gibt es einen. Nur wäre zu fragen: zu wessen Nutzen? Dazu werfen wir einmal einen Blick auf die Börse.

In den letzten zehn Jahren ist der ausländische Besitzanteil an DAX-Unternehmen von 20 Prozent auf über 80 Prozent angestiegen. Es wäre unlogisch, anzunehmen, dass die ausländischen Anteilseigner, die stillen Heuschrecken, die sich am Profit des deutschen Export-Erfolgs laben weniger auf ihren Profit bedacht und stattdessen mehr am sozialen Wohlergehen der deutschen Arbeitnehmer interessiert sein könnten. Folge sind unter anderem Mindestlöhne, die eigentlich als letzte Notmaßnahme eines gnadenlos ausgebeuteten Kolonialstaats gelten müssten. Auch so gesehen ist das Gefühl vieler Menschen, dass Deutschland von seinen Ausbeutern regelrecht kolonisiert worden ist, sehr real.

Deutschland war jahrelang Exportweltmeister. Es muss also eine riesige Menge Kapital geben, das dem deutschen Staat, also uns, gehören müsste. Wie kommt es nun, dass der deutsche Bürger darauf nicht zugreifen kann? Nun, zunächst die Feststellung: Auch der Staat oder deutsche Banken können das nicht. Es ist, als ob die deutschen Außenhandelsüberschüsse nicht existierten. Welchen Sinn könnte man dann aber darin sehen, weiterhin die gesamte deutsche Wirtschaft auf maximale Wettbewerbsfähigkeit im Außenhandel zu trimmen – und das sowohl auf Kosten der deutschen Sozialstruktur als auch der Entwicklung im Inneren unseres Landes?

Um diese Frage zu beantworten, ist die Betrachtung der Guthaben/Schuldenstände aller Länder dieser Welt hilfreich.

In absoluten Zahlen betrachtet, drängt die Aufstellung der Auslandsverschuldung (!) der Länder der Welt einen bösen Verdacht auf: Die Verlierer des Zweiten Weltkriegs werden – seit Jahrzehnten – mit versteckten Reparationszahlungen bestraft, zu Gunsten der USA, Englands und ihrer Helfer?

Zu den Zahlen: Zwei Länder stehen mit Abstand ganz oben, was den akkumulierten Außenhandelsüberschuss CCAB betrifft (Cumulative Current Account Balance = die langjährig akkumulierte Summe der Außenhandelsüberschüsse/Defizite).

Japan (fast 3.000 Mrd. $) und Deutschland (mehr als 1.300 Mrd. $) stehen auf dieser Liste ganz oben. Dazwischen hat sich mittlerweile China eingereiht ( 1.800 Mrd. $), das Land gehört aber in diese Betrachtung nicht hinein, weil dessen Außenhandelsüberschuss der schieren Größe des Landes zuzuordnen ist und auf der aggressiven Entwicklungspolitik Chinas beruht. Dann folgt Russland (650 Mrd. $), die Schweiz (600 Mrd. $) und die Niederlande (550 Mrd. $). Einige Ölförderländer können 500 Mrd. $ nicht erreichen und der Rest ist im zweistelligen Bereich.

Am unteren Ende stehen die Schuldnernationen. Dort finden sich als größte die USA (mehr als -8.000 Mrd. $), dann mit weitem Abstand Spanien ( -800 Mrd. $), England ( -800 Mrd. $), und Australien ( -600 Mrd. $, was eigentlich noch zu England gezählt werden müsste). Weitere sieben Länder stehen unter -300 Mrd. $ und der Rest ist im zweistelligen Bereich.

Mit weitem Abstand haben also Deutschland und Japan, die im Zweiten Weltkrieg besiegten Nationen, die Lasten zu tragen, die durch das Außenhandelsdefizit des angloamerikanischen Machtblocks entstehen. Durch die Arbeitsleistung dieser beiden Länder wird der Lebensstandard der USA und Englands getragen. Das Ausmaß ist so groß, dass man von „kolonialer Ausbeutung“ sprechen muss.

Also stellen sich die Fragen: Ist es nicht erstaunlich, dass ausgerechnet die Länder mit ihrer Leistung brillieren, die maximal vom Krieg zerstört worden sind? Jene, denen nach dem Krieg lange Jahre die Entwicklung von Hochtechnologie verboten war? Ist es nicht erstaunlich, dass die Sieger sogar mit den von diesen Ländern geraubten Patenten nicht in der Lage sind, wirtschaftlich Schritt zu halten? Obwohl sie eine Unzahl der besten Wissenschaftler – auch Nazis – in ihre Dienste geholt haben? (An einer solchen Betrachtung zeigen sich übrigens auch einige der wahren Gründe für die Kriege des 20. Jahrhunderts.)

Um 1900 war das British Empire einfach nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber dem Deutschen Reich. Das Ziel des Ersten Weltkriegs war die Ausschaltung dieses Konkurrenten, wie die Feststellung der London TIMES 1919 belegt, als sie schrieb: „Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden“.

Ja, in diesem Sinn ist dieser Krieg tatsächlich umsonst geführt worden, weil Deutschland trotz der einschneidenden Auflagen der Versailler Verträge binnen kurzer Zeit schon wieder an der Weltspitze stand, was technologische Entwicklungen und damit Wettbewerbsfähigkeit betraf und den Zweiten Weltkrieg aus der (wirtschaftlichen) Sicht Englands unumgänglich machte.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg musste also mit anderen Mitteln gestaltet werden. Deutschland und das mittlerweile auch in der Hochtechnologie führende Japan wurden in ein System gezwungen, das zwar den Wiederaufstieg zu führenden Industrienationen nicht verhindern konnte, aber jetzt ermöglichte, die überragenden Leistungen dieser Länder zu Gunsten der Bevölkerung der Sieger umzulenken.

Eine Verschwörung? Wiederum ein klares Ja!

Und diese Verschwörung hat sogar einen Namen: Bretton Woods. Das 1944 in den USA festgelegte Weltfinanzsystem ermöglicht genau das und mehr.

Wie das? Nun, Handel ist die Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln, ist ein Leitsatz der angelsächsischen Welt. Konventioneller Krieg gegen Deutschland ist heute nicht mehr möglich. Deutschland ist „umerzogen“ und einfach zu brav. Ein solcher konventioneller Krieg wäre auch nicht notwendig, denn was könnte man mit einem (gewonnenen) Krieg mehr erreichen, als dass ein Land über Jahrzehnte Waren liefert, ohne einen realen Gegenwert zu erhalten? Das aber, ja, genau das! ist die reale Beschreibung eines anhaltenden Außenhandelsüberschusses wie des aktuellen. Deutschland liefert Waren, ohne dafür den realen Gegenwert zu erhalten – denn würde es diesen Gegenwert erhalten, dann würden die Menschen in Deutschland vom Aufschwung auch etwas spüren.

Die Politiker und die Medien in Deutschland hämmern den Deutschen immer wieder ein, dass sie über ihre Verhältnisse gelebt hätten und sich einschränken müssten. Das Gegenteil ist die Wahrheit, wie die französische Finanzministerin Lagarde trefflich festgestellt hat. Könnte es sein, dass unsere Regierung unbedingt vermeiden will, dass den Deutschen und der Welt vor Augen geführt wird, dass der Kriegsverlierer, Deutschland mit seiner verbrecherischen Vergangenheit, schon wieder den Siegern gnadenlos überlegen ist, was Leistung und Wirtschaft anbelangt? Könnte es sein, dass unausgesprochene Drohungen die deutsche Regierung zu Wohlverhalten veranlassen? So etwas ist durchaus üblich, wenn Länder andere kolonisieren.

Deutschland hat noch immer keinen Friedensvertrag mit England oder den USA. Völkerrechtlich gesehen heißt der Zustand Waffenstillstand. Wirtschaftlich gesehen befindet sich Deutschland mitten im Krieg mit dem angloamerikanischen Kapital, weigert sich aber, selbst zu den (wirtschaftlichen) Waffen zu greifen.

Noch ein Wort zu Israel: Jedem, der immer noch an eine jüdische Weltverschwörung glauben will, sei gesagt, dass Israel bezüglich seines CCAB sehr gesund dasteht. Israel nimmt an der Ausbeutung Deutschlands durch asymmetrische Handelsbilanzen nicht Teil. Die jüdische Weltverschwörung wird von ganz anderen Interessen und Machthabern bemüht, damit diese von den eigenen Verbrechen ablenken können.

In meinem Buch Öffnet externen Link in neuem Fenster„England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ beschreibe ich, dass die Welt um 1900 an einer sehr ähnlichen Stelle stand, wie heute. Nur war es damals allein England, das British Empire, das mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatte und ohne den Ersten und den Zweiten Weltkrieg in der Bedeutungslosigkeit versunken wäre. Heute haben sich die USA dazugesellt.

Lesen Sie dazu auch: Öffnet internen Link im aktuellen FensterKoloniale Ausbeutung – globalisiert

http://www.gt-worldwide.com/reparationen_aufschwung_euro_usa.html

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Der Honigmann

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u.a.: Amterhebung Obamas möglich?, Wikileaks: IRAK-Krieg war reines Massaker, kath. Bischöfe forderten Freigabe der palästinensichen Gebiete, Palästinenser brauchen Trinkwasser, England befürchtet hunterttausende Obdachlose, FPO von Österreich will in Deutschland Fuß fassen, IWH-Präsident: 45-Std. Woche wird zur Normalität, Deutschland: Bevölkerung hat Vertrauen zu Massenmedien verloren, Ärztze-Alarm: 30 % leiden unter Psychostörungen, DAX-Konzerne den Zugang zu Facebook für Mitarbeiter gesperrt, Umfrage: 78 % wollen deutsche Firmennamen…..

http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=195

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Der Honigmann

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Der DAX steigt und steigt und steigt, die Wirtschaft kündigt für nächstes Jahr 300.000 neue Arbeitsplätze an (davon 50.000 als Zeitarbeit) und die Exporte sollen nächstes Jahr das erste Mal die Marke von einer Billion Euro übersteigen.

Hey, alles läuft doch prima, der Untergang ist abgewendet, die Deutschlandic fährt volle Fahrt voraus, nicht auf einen Eisberg, sondern zu den Paradiesinseln. Auf derart gute Nachrichten haben wir lange warten müssen, jetzt genießen wir sie. Und Sie sind jetzt gefälligst Optimisten, Sie schauen nicht auf Ihre Gehaltsabrechnung, auf Ihr Konto oder in Ihren Geldbeutel, sondern jubeln auf, weil gerade Jubel befohlen ist. Außerdem Finger weg von Gold und Silber, das ist nur etwas für die Leute, die an den Börsen Dümmere gefunden haben, die ihnen die Aktien abkaufen.

Unsere amerikanischen Freunde verkaufen unseren saudi-arabischen Freunden gerade Waffen für 60 Milliarden Dollar, 85 neue F-15 Jäger, 70 alte F-15 sollen aufgerüstet werden, außerdem gibt es 70 Apache-Kampfhubschrauber, 108 Black Hawk und Little Bird, sowie Raketen, Bomben, Radarsysteme – also alles, was man so braucht, wenn man den Iran überfallen möchte.

Nun ja, das Geschäft soll über 15 bis 20 Jahre abgewickelt werden, also bricht das auf vier bzw. drei Milliarden Dollar pro Jahr herunter. Der Erstflug der F-15 war 1972, das Nachfolgemodell heißt F-22. Apache-Kampfhubschrauber sind tatsächlich hochmodern, Black Hawks sind Transporthubschrauber und sie existieren seit 1974, Little Bird sind Mehrzweckhubschrauber aus dem Jahr 1963, die schon in Vietnam mitgespielt haben. Ja, das ist alles schönes Schießzeugs, das da im “größten Waffendeal der US-Geschichte” an den Golf geht.

Zum Vergleich: die offizielle Waffenhilfe der USA an Israel beträgt drei Milliarden Dollar – die der Judenstaat geschenkt erhält, während die Saudis da richtig Geld hinblättern müssen. Ja, das ist wahre Freundschaft!

Eigentlich ist es ganz einfach, so eine Meldung zu analysieren. Eine kleine Berechnung (60 Mrd. / 15 bzw. 20 Jahre), ein paar Eingaben in Google, und schon wird aus einem gigantischen Waffengeschäft eine mittelprächtige Kleinkrämerei. Eines läßt sich jedoch trotz aller Analyse nicht wegreden: Hier werden Geschäfte mit dem Tod gemacht, diese Waffen sind nicht für Paraden gedacht, sondern für den Krieg.

Und ja, zwei Dinge sollten noch erwähnt werden: Was Saudi-Arabien hat, entspricht der Kampfkraft einer einzigen -Kampfgruppe, was es bekommt, entspricht einer zweiten. Verglichen mit der Aufrüstung des Atomwaffen-Staates Israels durch die Amerikaner und Merkel-Deutschland zur viertgrößten Militärmacht der Welt sind und bleiben die Saudis bestenfalls eine Mittelmacht.

http://michaelwinkler.de/Kommentar.html

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Der Honigmann

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Negative Vorgaben dürften den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belasten. Finspreads taxierte den DAX am Morgen 0,2 Prozent tiefer bei 6236 Punkten, nachdem er tags zuvor bereits 0,5 Prozent eingebüßt hatte. Der Euro (siehe Euro-Dollar-Kurs) notierte zuletzt bei 1,3578 Dollar. Die Feinunze Gold wurde für 1307,40 Dollar gehandelt. Ein Fass WTI-Öl kostete 77,66 Dollar. Der Bund-Future notierte mit 0,1 Prozent im Minus bei 131,76 Euro.

Bulle und Bär (Foto: Archiv)

USA dämpft Erwartungen Börsianer begründeten die negativen Vorgaben vor allem mit den Verlusten an den US-Börsen. Nach dem starken Kursplus seit Anfang September hatte es dem dortigen Markt vor dem nahenden Monatsausklang an Schwung gefehlt. Der Future auf den US-Leitindex verlor 0,4 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Die Verluste an der Wall Street setzten auch die Tokioter Börse unter Druck. Am Nachmittag dürften US-Konjunkturdaten wie die wöchentlichen Erstanträge oder der Chicago Einkaufsmanagerindex neue Impulse geben. Einige Einzelwerte stehen laut Händlern mit Presseberichten und Unternehmensnachrichten im Blick.

US-Börsen schließen leichter Die wichtigsten US-Indizes haben am Mittwoch leicht nachgegeben. Nach dem starken Kursplus seit Monatsanfang fehlt es dem Markt vor dem nahenden Monatsausklang an Schwung. Portfolioanpassungen zum gleichzeitigen Quartalsende sowie positiv aufgenommene Übernahmemeldungen verhindern allerdings bislang eine stärkere Korrektur. Der seit Anfang September um mehr als acht Prozent gestiegene Dow Jones gab um 0,2 Prozent auf 10.835 Punkte nach. Von seinem Tagestief bei 10.798 Punkten setzte sich der Leitindex jedoch wieder ab und bleibt damit in Sichtweite seines am Vortag markierten Viermonatshochs. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,26 Prozent ein auf 1145 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite Index um 0,1 Prozent auf 2377 Punkte und der Nasdaq 100 schloss um 0,2 Prozent tiefer bei 2009 Punkten.

Boeing springt an Spitze Schwächster Dow-Wert waren Dupont mit minus 2,5 Prozent auf 44,53 US-Dollar. Neben den Papieren des Chemiekonzerns standen vor allem Finanzwerte unter Verkaufsdruck. So sanken American Express um 1,6 Prozent auf 43,01 Dollar, gefolgt von JPMorgan mit einem Abschlag von 1,4 Prozent auf 38,41 Dollar. Dagegen sprangen Boeing nach Bekanntgabe eines Großauftrags um 2,3 Prozent auf 65,97 Dollar an die Indexspitze. Die US-Marine hat für ihre Flugzeugträger insgesamt 124 neue Kampfjets bei dem Flugzeughersteller geordert. Der Wert des Auftrags liegt nach Unternehmensangaben bei 5,3 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro).

Tokio im Minus Die Börse in Tokio hat am Donnerstagvormittag in Folge negativer Vorgaben der Wall Street leichter tendiert. Der Nikkei-Index notierte zur Handelsmitte ein Minus von 0,7 Prozent beim Zwischenstand von 9495 Punkten. Der breit gefasste Topix verlor bis dahin 0,9 Prozent auf 839 Zähler.

ThyssenKrupp im Fokus Am deutschen Aktienmarkt sollten Marktteilnehmer die Papiere von ThyssenKrupp nach einem Interview mit Konzernchef Ekkehard Schulz im Blick behalten. Im Gespräch mit der “Financial Times” zeigte sich der Chef des größten deutschen Stahlkonzerns zuversichtlich für die weltweite Stahlnachfrage. Er gehe davon aus, dass sein Unternehmen 2009/10 das obere Ende der angestrebten Gewinnspanne erreichen werde. Die Nachfrage etwa aus dem Auto- und Elektrosektor sei sehr stark. Insgesamt dürften die Aussagen laut Händler das Marktsentiment dem Stahlsektor gegenüber stützen. Allerdings, schränkte er ein, gingen die meisten Analysten bereits davon aus, dass der Gewinn am oberen Ende der Spanne liegen wird.

Fraport im Blick behalten Im Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” stellte Fraport-Konzernchef Stefan Schulte ein deutliches Wachstum in Aussicht. Der Flughafenbetreiber werde in den kommenden Jahren deutlich schneller als der Markt wachsen. Das Ergebnis vor Steuern werde bis 2015 im Schnitt um rund zehn Prozent steigen, kündigte der Konzernchef an. Außerdem habe Fraport eine Absichtserklärung zum Kauf eines Anteils von 25 Prozent am chinesischen Flughafen Changsha unterzeichnet. In Puerto Rico und Brasilien hofft Schulte auf Chancen. Ein Händler rechnete nach den sehr zuversichtlichen Kommentaren mit einer positiven Kursreaktion. Gleichzeitig betonte er aber, dass die Wachstumsziele sich mit den Erwartungen der Analysten in etwa deckten.
VW mit neuem Absatzrekord Die Aktien von Volkswagen (VW) dürften auf Interesse stoßen. Europas größter Autobauer hat einen neuen Absatzrekord erzielt. Der Volkswagen-Konzern wird von Januar bis September 2010 erstmals deutlich über fünf Millionen Fahrzeuge weltweit ausliefern”, sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Mittwochabend zum Auftakt des Autosalons in Paris. Die Meldung sei ähnlich positiv zu werten wie die Nachricht, dass der Wettbewerber Daimler offenbar auch im September mehr Autos verkauft hat, meinte ein Händler.

http://boersenradar.t-online.de/Aktuell/Aktien/Aktueller-Marktbericht-18909946.html

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Der Honigmann

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Von Peter Haisenko

Der demokratische Staat gehört seinen Bürgern

Ein Staat ist eine territorial definierte Einheit. Die Summe all dessen, was sich innerhalb seiner Grenzen befindet, ist sein Reichtum oder besser, der seiner Bürger. Ein Staat ohne Bürger ist nicht denkbar. Alle Bodenschätze, Aufbauten und seine Bürger bestimmen den Wert eines Staates und damit den möglichen Lebensstandard seiner Bürger. In einer demokratischen Welt ist der Staat das Eigentum seiner Bürger. Der Staat hat die Aufgabe, mit seinen Bediensteten – Regierung, Beamte und Angestellte – dafür zu sorgen, dass alles nach bestem Wissen und Gewissen so optimal wie möglich im Sinn seiner Bürger abläuft. Er ist verpflichtet, mit allen seinen Kräften für den Schutz seiner Bürger in jeder Hinsicht Sorge zu tragen.

Grundsätzlich gilt: Alles, was als Eigentum des Staats gilt – außer Grund und Boden – ist durch die Arbeitsleistung seiner Bürger entstanden. Dass ein Staat eine gute Infrastruktur hat, schöne Städte, Industrie und eine Sozialstruktur, hat primär nichts mit Geld zu tun. All das ist ausschließlich durch die Arbeit und den Erfindungsreichtum seiner Bürger entstanden. Der Zustand eines Staats ist also die Summe der Leistungen seiner Bürger. Nicht nur deswegen muss ein Staat seinen Bürgern gehören. Eine Einschränkung muss hier gemacht werden: Nur solange ein Staat eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz hat, gilt diese Aussage uneingeschränkt.

Wirtschaftliche Zusammenhänge müssen immer gesamtheitlich gesehen werden. Das Eine ist ohne das Andere nicht möglich. Alles greift ineinander und erst die harmonische Summe bestimmt den Lebensstandard eines Staats. Dennoch ist es sinnvoll, für volkswirtschaftliche Betrachtungen die globale Gesamtheit im Sinn von Profitcentern etwas aufzuteilen: In einzelne Staaten.

Wo die Natur Vorbilder bietet – und wo nicht

Wettbewerb, und damit Marktwirtschaft, ist unabdingbar. Die Natur selbst liefert den Beweis, dass nur durch diese Mechanismen positive Evolution möglich ist. Aber die Natur lehrt auch, dass Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen Vorteile bringt und oftmals die einzige Möglichkeit ist, in einer ansonsten feindlichen Umgebung zu überleben. Im weiteren Sinn fällt somit auch eine soziale Struktur in eine Kategorie, die in der Natur ihre Vorbilder findet.

Geld fällt in eine andere Kategorie. Nirgendwo in der Natur ist etwas zu finden, das als Vorbild für Geld und den Umgang damit tauglich wäre. Beim Erstellen von Regeln für dieses abstrakte Tauschmittel ist der Mensch ganz allein auf seinen Erfindungsreichtum angewiesen. Dementsprechend ist im Lauf der Geschichte des Gelds mehr danebengegangen, als dass sich ein wirklich auf Dauer taugliches System etabliert hätte. Vor allem dann waren die Folgen fatal, wenn sich für gierige Individuen die Möglichkeit geboten hat, die Regeln für ein Geldsystem zu ihren Gunsten zu gestalten. Das gilt besonders heute.

Eine moderne komplexe Gesellschaft ist auf ein System angewiesen, das einen reibungslosen Austausch von Waren und Dienstleistungen garantieren kann. Geld hat sich hier als tauglich erwiesen, muss aber nicht zwangsläufig das alleinige Mittel sein. Als Beispiel sei hier das Deutsche Rentensystem genannt, das ergänzend zur Wertaufbewahrung mit Hilfe von Geld Zertifikate für den Leistungsaustausch verwendet. Geld als solches ist als Mittel zur Wertaufbewahrung nur solange tauglich, wie ein stabiles System und seine Regeln von allen Beteiligten anerkannt und nicht in betrügerischer Absicht missbraucht werden. Ein solches System müsste frei von Inflation sein. Das hat es seit 100 Jahren nicht mehr gegeben.

Bei wem haben wir Schulden?

Wie gesagt: Der moderne, demokratische Staat ist das Eigentum seiner Bürger. Alles, was in diesem Staat existiert, ist durch die Arbeit der Bürger entstanden. Der Staat ist in diesem Sinn ein geschlossenes System, innerhalb dessen alles intern ausgeglichen sein müsste. Wie und bei wem kann ein Staat also überhaupt Schulden haben? In einem Fall ist die Antwort einfach und logisch: Ein Staat mit Außenhandelsdefizit hat Schulden gegenüber den Staaten, aus denen die Waren bezogen wurden, die nicht im Ausgleich mit eigener Produktion beglichen werden konnten. Aber ein Staat mit ausgeglichener oder positiver Handelsbilanz kann netto keine Schulden gegenüber anderen Staaten haben. Es kann sich also nur um interne Schulden handeln. Dieser Staat kann nur Schulden bei seinen eigenen Bürgern haben. Hier wird es paradox.

Der Staat gehört seinen Bürgern und hat Schulden bei seinen Bürgern. Das heißt: Ich schulde mir selbst etwas!? An dieser Stelle wird sichtbar, dass es unbedingt nötig ist, den Begriff Schulden vom Geld weg zu bringen und zurück zur Realität zu führen.

Alles greift ineinander

In jedem Land gibt es Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und dementsprechend unterschiedlichem Einkommen. Das ist natürlich, gut und richtig. Dennoch darf niemals in Vergessenheit geraten, dass auch der Professor nur dann seinen Forschungen nachgehen kann, wenn es einen Bauern gibt, der mit seiner Arbeit für die Ernährung des Professors sorgt. Dieser erleichtert wiederum dem Bauern seine Aufgabe, indem er mit seinen Ideen auch die Erträge des Bauern verbessern hilft. Alles greift ineinander und keiner kann ohne den anderen den Luxus und Komfort genießen, der die Spitze einer Entwicklung von Jahrtausenden darstellt. Das bedeutet, dass auch die Menschen mit herausragenden Fähigkeiten ihr Potential nur dann entfalten können, wenn ihnen einfachere Arbeiten von Menschen mit geringeren Fähigkeiten abgenommen werden. Nur durch diesen Umstand können sie ein Einkommen realisieren, das ihren herausragenden Fähigkeiten entspricht.

Mit dieser Betrachtung wird deutlich, dass die Einkommensunterschiede innerhalb einer Gesellschaft nicht zu groß sein dürfen. Und zwar sowohl in moralischer als auch in praktischer Hinsicht. Wenn eine demokratische Gesellschaft in Frieden und Harmonie zusammenleben will, kann es nicht wünschenswert sein, dass zu große soziale Unterschiede die Menschen auseinander dividieren. Ghettobildung ist die Folge, und zwar in zweierlei Hinsicht. Einmal wird es die Reviere der ganz Armen geben, und auf der anderen Seite werden sich die Reichen in besonders geschützte Bereiche zurückziehen müssen. Das sind auch Ghettos, nur mit Swimmingpool.

Beim Aufbau einer Gesellschaftsstruktur haben alle mitgewirkt und genauso genießen alle die Früchte der gemeinsamen Arbeitsleistung. Wer schuldet also wem was?

Ich habe bereits oben klargestellt, dass die Schulden eines Staats normalerweise nur intern sein dürften. Hier sollte die Betrachtung über das Jetzt wieder zu Rate gezogen werden. Bis jetzt hat alles funktioniert. Das heißt, alle Arbeiten, die zum momentanen Zustand geführt haben, sind erledigt und liegen in der Vergangenheit. Das Einzige, das offen ist, sind Schulden und Guthaben. Diese sind in ihrer heute unbeherrschbaren Höhe durch Regeln entstanden, die sich die Menschen einer Gesellschaft selbst auferlegt haben. Wenn also eine Gesellschaft an einen Punkt gekommen ist, wo die Schuldenwirtschaft ihre Funktionsfähigkeit bedroht, muss erkannt werden, dass diese Regeln offensichtlich fehlerhaft sind.

Der Fehler liegt im System

Gerade in Deutschland wird das deutlich. Der Zustand Jetzt ist, dass Einrichtungen zum Gemeinwohl zwar existieren und durch Arbeit am Laufen gehalten werden, aber sie sollen geschlossen werden, weil die Arbeit nicht mehr bezahlt werden kann. Dieser Vorgang ist unsinnig. Es geht nicht darum, dass die Arbeitskraft nicht mehr zur Verfügung stünde, weil die Arbeitskräfte an wichtigerer Stelle benötigt würden. Vielmehr werden diese Arbeitskräfte in die Arbeitslosigkeit entlassen, weil das Geld für ihre Bezahlung fehlt – weil der Staat zu viele Schulden hat. Der Zustand ist paradox: Die Arbeit, die den Wert eines Staats steigert und damit den allgemeinen Wohlstand, darf nicht mehr verrichtet werden, weil dem Staat Geld fehlt. Das ist ein Teufelskreis, der früher oder später ins Chaos führen muss.

Staatsanleihen sind versteckte Steuererhöhungen

Wie konnte es dazu kommen? Es ist die gebräuchlichste Methode für einen Staat, Schulden zu machen, indem er Staatsanleihen verkauft. Dieser Vorgang, der seit Jahrhunderten praktiziert wird, ist der größte Betrug am Volk, der denkbar sein könnte. Er verschleiert eine Steuererhöhung und öffnet mit dem Moment der Ausgabe der Staatsanleihen die soziale Schere ein Stück weiter. Ein Staat gibt dann Anleihen aus, wenn er zu wenig Geld hat. Ehrlicher weise müsste er mehr Steuern eintreiben, damit der Haushalt stimmt. Das könnte er auch ohne weiteres tun, denn das Geld ist vorhanden. Wenn dem nicht so wäre, könnte er auch keine Anleihen verkaufen. Aber die Politiker wollen ihre Karten nicht offen legen. Sie verschleiern, dass offensichtlich ein Fehler im System zum Tragen kommt, der einer Elite unbillige Vorteile bringt. Staatsanleihen sind Steuern mit Rabatt für eine Elite. Steuern sind sie in jedem Fall, denn irgendwann müssen sie bezahlt werden – und das kann nur mit Steuergeldern geschehen. Der Unterschied zu ehrlichen direkten Steuern liegt darin, dass für diese Form der Steuern nur die Zustimmung der Geldelite benötigt wird. Diese gibt ihre Zustimmung, indem sie die Staatsanleihen zeichnet. Das tut sie gern, denn sie wird mit dem Versprechen einer Rendite bestochen. Damit passiert noch etwas anderes. Die kleine Minderheit, die Staatsanleihen zeichnet, wird in Höhe der Rendite an zukünftigen Steuereinnahmen beteiligt. Der Vorgang ist ungeheuerlich. Der Staat gibt mit Anleihen einen Teil seiner Steuereinnahmen an diejenigen weiter, die zum Zeitpunkt der Ausgabe in der Lage gewesen wären, den Staatshaushalt mit Steuern direkt zu finanzieren. Eine äußerst unsoziale Vorgehensweise, denn je mehr Anleihen ausgegeben werden, desto höher wird der Anteil der aktuellen Steuereinnahmen sein, der an den begüterten Teil der Bevölkerung weiter gegeben wird. Es ist ein Teufelskreis, der mit der ersten Ausgabe von Staatsanleihen beginnt und – mathematisch betrachtet – irgendwann dazu führen muss, dass alle Steuereinnahmen direkt an die Inhaber der Anleihen weiter gegeben werden müssten.

Geld in falschen Händen stört das Gleichgewicht

Zwei Betrachtungen können das Verständnis verbessern. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Staatsanleihen nur eine versteckte Sondersteuer sind. In der Sowjetunion wurden die Bürger immer wieder gezwungen, Staatsanleihen zu zeichnen. Aber dort wusste jeder, dass er sein Geld niemals wieder zurück bekommen würde. Nicht eine einzige der zwangsweise eingetriebenen „Staatsanleihen“ wurde an die Bürger der Sowjetunion zurückerstattet. Nachdem das den Bürgern bewusst geworden war, waren diese Staatsanleihen in gewisser Weise sogar ehrlich. Zumindest haben sie nicht den Besitzstand der Zeichner unterstützt, mit den oben beschriebenen Folgen. Zum anderen wieder der Zustand des Jetzt. Bis zu dem Moment, in dem Staatsanleihen ausgegeben werden, war alles in gewisser Weise in Ordnung. In dem Sinn, dass alles, was an Arbeit für den aktuellen Zustand nötig war, geleistet und beendet worden ist. Gesamtheitlich gesehen. Das einzige Problem, das in diesem Moment gelöst werden muss, ist ein Ungleichgewicht im Geldumlauf. Aus irgendeinem Grund befindet sich das Geld nicht in den Händen, die es für einen ungestörten Umlauf an die richtigen Stellen weitergeben könnten. Die Ursache liegt eindeutig in einem Systemfehler. Doch anstatt alle Anstrengungen darauf zu konzentrieren, diesen Fehler zu beheben, wird immer trickreicher versucht, den Fehler zu verschleiern. Dadurch konnten sich die Zustände so weit entwickeln, wie wir sie heute erleben müssen. Das System ist am Ende. Zins und Zinseszins haben zu einer allgemeinen und Staatsverschuldung geführt, die ohne radikale Eingriffe nicht mehr beherrschbar ist.

Ich leih mir was – von mir selbst

Damit bin ich wieder bei der Eingangsfrage: wie viel Schulden kann ein Staat haben? Meine Antwort ist einfach. Ein Staat ohne Auslandsschulden dürfte überhaupt keine Schulden haben. Dieser Staat könnte sich nur bei seinen eigenen Bürgern etwas leihen. Aber wir sind der Staat! Wir alle haben mit unserer Arbeit alles geschaffen, was unseren Staat ausmacht. Wie und warum könnten wir uns von uns selbst etwas leihen, das wir ausschließlich selbst gemacht haben? Ich wiederhole mich gern: Der Fehler kann nur im Finanzsystem liegen! Einem System, das vorsätzlich so gestaltet und entwickelt worden ist, dass eine kleine Minderheit unanständige Vorteile daraus beziehen kann.

Selbstbedienungsladen

Die Einkommensstruktur hat sich nicht nur in Deutschland in den letzten 20 Jahren irrational entwickelt. Während die Bezahlung für produktive Tätigkeiten eher zurückgegangen ist, ist sie für die Jongleure der Finanzindustrie geradezu explodiert. Junge Leute, die sich durch besonders skrupellosen Umgang mit Finanzmitteln auszeichnen – die Händler der Investmentbanken – können sich über Gehälter und Boni freuen, die ihr Einkommen weit verbreitet eine Million Euro pro Jahr erreichen lässt. Dieses Einkommen können sie einstreichen, obwohl sie kaum eigenes Risiko tragen und definitiv nichts Produktives leisten, was den Wert einer Gesellschaft steigern könnte. Vergleicht man die Leistung eines Arztes oder Flugkapitäns mit der der Finanzleute, ist nicht mehr verständlich, warum ein Devisenhändler ein Mehrfaches an Entlohnung erhält.

Ein Arzt oder Flugkapitän muss täglich Entscheidungen treffen, oftmals im Bruchteil einer Sekunde, die über Leben und Tod bestimmen. Damit er das kann, hat er jahrelang gelernt und Erfahrung gesammelt. Eine Fehlentscheidung kann tödlich sein und das Ende seiner beruflichen Laufbahn oder sogar seinen eigenen Tod zur Folge haben. Wenn im Gegensatz dazu ein Devisenhändler oder jeder einfache Banker einen Fehler macht, passiert überhaupt nichts, außer dass sein Arbeitgeber etwas Geld eingebüßt hat. Die Spitze kollektiven Versagens der Finanzleute ist dann erreicht, wenn mit Steuergeldern Finanzinstitute gerettet werden müssen. Dass die Angestellten dieser Institute (immer noch) die höchsten Gehälter einstreichen dürfen, kann ich nur damit erklären, dass Geld in unserer Gesellschaft zu einem Gott erhoben worden ist.

Wie die Priester einer autoritären Religion gestalten die Diener der Finanzindustrie die Regeln immer komplizierter und undurchschaubarer und sorgen dafür, dass diese Regeln als ihr Herrschaftswissen der Allgemeinheit unverständlich bleiben. Sie behaupten frech, dass nur durch ihre heldenhaften Aktionen der Wohlstand des Volks existieren kann. Und weil sie Priester des Gottes Geld sind, wird ihnen auch noch weit verbreitet Glauben geschenkt. Wer würde es wagen, den Herrschern über das Geld zu verwehren, sich in ihrem eigenen Laden schamlos zu bedienen? Der Fehler liegt im System, das das Denken der Menschen korrumpiert hat. Es wird nicht mehr die Leistung eines Handwerkers oder Wissenschaftlers bewundert, sondern nur noch derjenige, der, wie auch immer, in den Besitz von viel Geld gekommen ist. Dieser darf dann auch noch öffentlich erklären, was in der Welt der Wirtschaft wie läuft und laufen muss, damit sein Besitzstand unantastbar bleibt. Dabei bedient er sich kryptischer Formulierungen, die der Allgemeinheit wie die Dogmen einer Religion nur die Wahl lassen, es zu glauben oder nicht. Ein auf Verständnis basierendes Urteil wird im Allgemeinen nicht zu erwarten sein.

Deutschland wird verkauft

Dieses System hat unseren Staat dazu veranlasst, große Teile des Staatsvermögens – unseres Eigentums – an private Investoren zu veräußern, um Schulden nicht noch höher anwachsen zu lassen. Wiederum derselbe Vorgang: Anstatt den Fehler im System zu beseitigen, wird das System gestützt, indem der Umverteilungsprozess zu Ungunsten der Durchschnittsbürger gefördert wird. Schlimmer noch, bietet dieses System Staaten mit Auslandsschulden die Möglichkeit, in Deutschland profitables Staatseigentum zu erwerben. Die Folgen sind immer die gleichen. Ab dem Moment der (geplanten) privaten Eignerschaft werden Mitarbeiter entlassen, Tarifverträge mit allen Tricks umgangen und funktionsfähige Strukturen zerschlagen. Es wird alles getan, um aus der Neuerwerbung maximalen Profit zu ziehen, der dann ins Ausland transferiert wird. Die Regierung Schröder hat sogar die Möglichkeit geschaffen, Verluste im Ausland mit Gewinnen im Inland zu verrechnen und somit müssen ausländische Unternehmen die Gewinne ihrer deutschen Töchter oftmals nicht in Deutschland versteuern. Das System führt zu einem Ausverkauf Deutschlands. Wie der „Focus“ berichtete, ist der Anteil ausländischer Eignerschaft an deutschen DAX-Unternehmen in den letzten acht Jahren von 20 Prozent auf 80 Prozent angestiegen. Mit jeder Privatisierung von Unternehmen im Staatseigentum besteht die reale Gefahr, dass diese in ausländischen Besitz geraten und von da an nicht mehr ihrem ursprünglich sozialen Auftrag gerecht werden. Sie dienen jetzt nur noch dazu, ihrem neuen Eigner maximalen Profit in die Taschen zu leiten. Mehr zu diesem Thema in einer der nächsten Folgen.

All das ist die Folge des Finanzsystems, das dazu geführt hat, dass der deutsche Staat eine Unsumme von Schulden aufbauen musste, die es eigentlich nicht geben dürfte. Es ist die Folge dessen, dass das weltweit geltende angelsächsische Finanzsystem mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft nicht vereinbar ist. Solange sich Deutschland diesem Diktat weiterhin unterwirft, wird die soziale Marktwirtschaft Stück für Stück demontiert werden, bis auch in Deutschland amerikanische Verhältnisse Einzug gehalten haben. Diesen sind wir in den letzten 20 Jahren schon sehr viel näher gekommen und wenn weiterhin in Deutschland ein hoher Exportüberschuss als oberstes Ziel propagiert wird, wird die Staatsverschuldung noch rasanter zunehmen. Dieser Zusammenhang ist auf den ersten Blick nicht so leicht zu erkennen, aber ich werde ihn in der nächsten Folge erläutern. Das ist wichtig, denn die Medien tun dies in aller Regel nicht.

Und warum nicht? Nun, lesen Sie bitte zuguterletzt noch das folgende Zitat des New York Times-Herausgebers John Swinton aus dem Jahr 1880:

Eine freie Presse gibt es nicht. Sie, liebe Freunde wissen das, und ich weiß es gleichfalls. Nicht ein einziger unter Ihnen würde es wagen, seine Meinung ehrlich und offen zu sagen. Das Gewerbe eines Publizisten ist es vielmehr, die Wahrheit zu zerstören, geradezu zu lügen, zu verdrehen, zu verleumden, zu Füssen des Mammons zu kuschen und sich selbst und seine Rasse um des täglichen Brotes willen wieder und wieder zu verkaufen. Wir sind Werkzeuge und Hörige der Finanzgewalten hinter den Kulissen. Wir sind die Marionetten, die hüpfen und tanzen, wenn sie am Draht ziehen. Unser Können, unsere Fähigkeiten und selbst unser Leben gehören diesen Männern. Wir sind nichts als intellektuelle Prostituierte.”

John Swinton, Herausgeber der New York Times

weiter zum:  Teil: 1Teil: 3 - Teil: 4Teil: 5Teil: 6Teil: 7Teil: 8Teil: 9Teil: 10.

…die jeweiligen Teile folgen in unregelmäßigen Abständen.

http://www.gt-worldwide.com/staatsschulden.html

Hier noch eine nette Zahlenuhr für weltweite Schulden:

http://www.usdebtclock.org/

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Der Honigmann

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INTERVIEW MIT HARTGELD-INVESTOR WALTER K. EICHELBURG

Von Politikern und Bankern ins Reich der Verschwörungstheorie verwiesen, ist in einschlägigen Internetforen doch immer öfter von einer möglichen Währungsreform die Rede. Einer der Vertreter eines solchen Zukunftsszenarios ist der Hartgeldinvestor Walter K. Eichelburg. Er ist von einem Staatsbankrott Deutschlands und einem Zusammenbruch der Währungsunion überzeugt. Die Leidtragenden eines Schuldenerlasses, eines sogenannten „Haircuts”, dürften die höheren sozialen Schichten sein. Lesen Sie das Interview im Wortlaut:

Epoch Times: Herr Eichelburg, als wir zuletzt Ende 2008 gesprochen haben, da haben Sie vorausgesagt, dass Österreich und Deutschland im Jahr 2009 bankrott sein werden. 2009 ist vorbei. Wie beurteilen Sie jetzt die aktuelle Lage?

Walter K. Eichelburg: Ganz einfach: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Man hat damals alles gemacht, um die Banken zu retten, auf Kosten der Staaten. Griechenland, Portugal, jetzt ist Spanien dran, irgendwann wird Österreich dran sein. Bei Österreich muss ich dazu sagen, es wäre vor einem Jahr fast dran gewesen wegen der Ostkrise, das hat man mit dem Internationalen Währungsfonds und Euro-Milliarden abgewendet. Wieder einmal. Wie gesagt, auch die Ostkrise ist nicht beseitigt.

Epoch Times: Und wie denken Sie – jetzt haben wir Ende Mai 2010 – wie es in diesem Jahr noch weiter gehen wird, wo werden wir Ende 2010 stehen?

Eichelburg: Der Euro hat im Mai 2010 zwei fast tödliche Attacken erlebt. Die erste fand am 7. Mai statt, als praktisch alle Staatsanleihen außer den deutschen illiquid waren. Das heißt, diese Staaten waren technisch gesehen bankrott. Da hat es dann diesen großen EU-Rettungsgipfel gegeben, wo man das 750 Milliarden Euro-Rettungspaket gemacht hat. Der einzige Sinn des Pakets war, den Finanzmärkten zu zeigen: „Wir halten alle zusammen. Einer, besser gesagt Deutschland, haftet für alle”. Das hat die Wölfe von den Märkten eine Woche lang abgehalten. Eine Woche später war es wieder so weit. Am 13. und 14. Mai gab es erneut fast einen Zusammenbruch. Und durch gegenseitige Stützung der Zentralbanken durch Goldpreisdrückung hat man das sozusagen behoben. Für den Moment. Dann war eine Woche Ruhe, und jetzt geht es diese Woche wieder los, der Goldpreis steigt schon wieder an, der Euro sinkt. Wie lange man das halten kann, kann auch ich Ihnen nicht sagen, wahrscheinlich nicht mehr allzu lange.

Epoch Times: Also es steht sozusagen nach wie vor Ihre Einschätzung, dass auch Länder wie Österreich, Deutschland in einen Staatsbankrott geraten werden, es ist aber noch nicht so richtig abzusehen, wann?

Sieht hart(geldig)e Zeiten voraus: Walter Eichelburg. Foto: Florian Godovits/The Epoch Times

Eichelburg: Eigentlich waren am 7. Mai alle außer Deutschland technisch gesehen bankrott, weil ihre Staatsanleihen nicht mehr genommen wurden. Man hat dann auch die Europäische Zentralbank (EZB) geöffnet, jetzt kauft also die EZB einfach Staatsanleihen auf. Das erzeugt Inflation und geht irgendwann auf die Währung. Das heißt, wenn man das macht, crasht auch die Währung.

Epoch Times: Wie funktioniert das genau?

Eichelburg: Das „Monetisieren“ ist im Wesentlichen das Erzeugen von neuem Geld durch den Aufkauf von Wertpapieren. Meist sind es Anleihen. Man hat früher schon Bankanleihen monetisiert. Wie gesagt, wenn das die starke Macht wird, dann crasht irgendwann die Währung.

Epoch Times: Wie wird es dann weiter gehen? Dirk Müller, auch als „Mr. DAX“ bekannt, sagt, wir werden uns in drei-vier Jahren um die Schulden nicht mehr so viel Sorgen machen, weil bis dahin wird es einen sogenannten „Haircut“, einem Schuldenerlass, geben. Ist das auch Ihre Meinung?

Eichelburg: Das ist auch meine Meinung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Schulden zu beseitigen. Eine wäre, sie weg zu inflationieren. Das geht aber nur bei geringeren Schuldenständen und geringen Einkommen, die massiv steigen können. In unserem Fall in Europa ist das nicht so. Es bleibt eigentlich nur mehr die Währungsreform übrig mit einem sogenannten Haircut, in dem quasi die Schulden gestrichen werden.

Epoch Times: Würde der Euro so eine Währungsreform überleben? Oder glauben Sie, dass man in Europa wieder zu den alten Währungen zurückkehrt?

Eichelburg: Auf meiner Webseite Gold- und Krisenwebseite hartgeld.com laufen Informationen darüber ein. Alles sieht danach aus, dass nationale Währungen wieder kommen. Mit jeweils einer Währungsreform. Am weitesten ist dabei Deutschland, aber auch Frankreich und Niederlande arbeiten daran, Griechenland offenbar auch, und wahrscheinlich auch Österreich – aber da gibt es weniger Informationen.

Epoch Times: Was würde das für den Einzelnen bedeuten, wenn so eine Währungsreform kommt? Es klingt ja eigentlich ganz gut, wenn man sagt: meine Güte, gibt’s halt so was wie einen Haircut, dann werden unser aller Schulden weniger und dann starten wir wieder ordentlich neu durch. Was bedeutet so eine Währungsreform, so ein Haircut für den Einzelnen?

Eichelburg: Ich bin Wirtschaftshistoriker, wenn man so sagen möchte. Bei früheren Währungsreformen war es immer so, dass eine Art Haircut gemacht wurde, das ist ein Finanzausdruck. Dabei wird auf eine neue Währung umgestellt, relativ schnell, damit kann man praktisch nicht flüchten. Und dann ist ein Großteil der Ersparnisse gestrichen. Wie das genau geschieht, ist noch nicht ganz klar. Für Deutschland sieht das so aus, da gibt es Informationen, dass Konten mit Einlagen bis etwa 5.000 Euro Bargeld im Verhältnis 1:1 auf neue D-Mark umgestellt werden.

Alles, was darüber liegt, kommt auf ein Sperrkonto, sodass die Sparer glauben, ich bekomme noch etwas, wenn etwas reinkommt. Das ist ähnlich wie in Österreich 1945/47, da hat man es auch so gemacht. Das Geld wurde umgetauscht von Reichsmark auf Schilling, und der Rest ging auf ein Sperrkonto. Das Geld dort hat man dann 1947, zwei Jahre später, verfallen lassen. Dann war der Aufstand da. Und irgendwie muss man den Sparern sagen, ihr Erspartes ist weg. Bisher hat man das den Sparern noch nicht gesagt. Mit der Währungsreform sagt man das den Sparern quasi offiziell, schlagartig, damit sie nicht flüchten können. Der Großteil der Spareinlagen geht verloren, allerdings muss man dazu sagen, dass es einen Großteil der Bevölkerung überhaupt nicht trifft. Es trifft eigentlich nur die oberen 20 Prozent der Bevölkerung, die unteren haben gar nichts oder nur Schulden, die betrifft es einfach nicht. Die oberen 20 Prozent, die wirklich gespart haben, die verlieren wieder mal, wie bei jeder Währungsreform. Das ist nichts Neues.

Epoch Times: Also die Verlierer wären eigentlich die Menschen in den oberen Schichten.

Eichelburg: Ja. Es ist sicherlich nicht die Wählermehrheit, die Wählermehrheit betrifft es gar nicht. Das macht man immer so.

Epoch Times: Sie sind ein großer Verfechter von Anlagen in physischem Gold, ist das sozusagen die Lösung auch für Kleinanleger bis hin zu Leuten die viel Geld haben, um es anzulegen, oder was raten Sie den Leuten?

Eichelburg: Gold und Silber sind die beste Lösung, weil sie 3.000 Jahre lang Geld waren und noch als Geld bekannt sind. Man kann aber andere Dinge auch kaufen, da gibt es solche Geschichten: In Deutschland sind die Preise für Agrarstücke und Wald um 50 Prozent gestiegen. Reiche Leute beispielsweise klappern die Bauern ab und fragen, ob sie verkaufen möchten.

Epoch Times: Wie sehen Sie die Lage am Immobilienmarkt, macht es auch Sinn, sich eine Immobilie zu kaufen?

Eichelburg: Es gibt eigentlich nur zwei Anlageformen bei Immobilien, die vernünftig sind. Das eine sind Wald und Agrargrundstücke – die waren bisher sehr billig, sind inzwischen gestiegen im Preis – vor allem wenn man selbst produzieren kann, Lebensmittel wieder selbst produzieren muss, werden sie wertvoll werden. Normale Wohn- und Büroimmobilien sind schlecht, einfach deswegen, weil sie durch den Kredit total überteuert sind, wenn man sie vergleicht mit den 1950er/60er Jahren. Damals haben sie fast nichts gekostet, ganz einfach, weil es damals kaum Kredit gegeben hat, nur mit dem Kredit hat man die Preise hochgetrieben, speziell in den 1980er/90er Jahren.

Epoch Times: Und wie ist das dann, wenn so ein Haircut kommt und ich hab eine Wohnung auf Kredit finanziert, war das dann nicht eigentlich klug?

Eichelburg: Wenn Sie auf Kredit finanziert haben, wird das ein massives Problem sein, es wird nämlich lange Zeit, vermutlich Jahrzehnte kaum mehr Hypotheken geben, dadurch krachen alle Preise zusammen, daher sind Wohnimmobilien eine schlechte Anlage, schlechte Fluchtmöglichkeit, einfach weil die Preise total überteuert sind. D.h. Agrargrundstück oder Wald ist besser meiner Meinung nach, noch viel besser ist echtes (Gelb-)Gold und Silber – wenn mans noch bekommt.

Epoch Times: Über Ihre hartgeld.com-Webseite verkaufen Sie ja selbst kein Gold.

Eichelburg: Nein.

Epoch Times: Das machen Sie nicht. Aber wozu würden Sie einem Kleinanleger raten, wie soll der vorgehen, wenn der 5.000 oder 10.000 Euro hat, die er anlegen möchte, in Gold, zu wem soll der gehen?

Eichelburg: Sinnvoll ist hier Gold und Silber, vor allem Silber, das wird mehr steigen im Wert als Gold. Das heißt, ich kann versuchen, die ganzen Inserate auf meiner Webseite durchzuklicken und sehen, wer noch etwas hat. Man kann es auch bei Banken versuchen, auf gut Glück einfach. Wie gesagt, die Versorgungssituation ist wesentlich schlechter als noch im April.

Epoch Times:Warum hat Silber derzeit die Nase vorn vor Gold, vom Chart her gesehen oder wie begründen Sie das?

Eichelburg: Gold und Silber waren beide Geld in früheren Zeiten und das historische Preisverhältnis war zirka 15:1, Gold war etwa 15 mal teurer als Silber. Heute haben wir ein Verhältnis von ungefähr 60:1, das heißt, Silber ist im Vergleich zu Gold extrem billig, wobei Gold gegenüber Finanzwerten jeglicher Art wie Immobilienaktien auch extrem billig ist. D.h. das wird sich normalisieren, wie immer. Das Gold wird massiv ansteigen gegenüber Finanzwerten, Aktien, Immobilien, Anleihen, was es so alles gibt. Früher war es so: Gold ist das Geld des reichen Mannes und Silber ist das Geld des armen Mannes. Aber durch die Währungsreform können sie sich nicht einmal Silber leisten. Aus diesem Grunde gesagt, für kleinere Vermögen ist Silber interessanter. Es ist übrigens auch leichter zu bekommen als Gold. Deswegen, weil die Reichen praktisch nur die Möglichkeit haben, in Gold zu gehen, wegen der viel höheren Wertdichte.

Epoch Times: Es gibt mittlerweile auch Strukturvertriebssysteme, über die Gold verkauft wird. Was halten Sie davon?

Eichelburg: Diese Strukturvertriebe sind in der Finanzbranche ganz üblich. Ist keine besonders seriöse Vertriebsform, aber es hat sich offenbar in dieser Branche bewährt. Wie gesagt, ich kann sie nicht empfehlen.

Epoch Times: Es scheint so, als würden sich Ihre Prognosen immer stärker bewahrheiten. Wie sieht es mit den Zugriffen auf die Hartgeld-Webseite aus, die müssten ja gestiegen sein?

Eichelburg: Ich habe eine Million Zugriffe in vier bis sechs Tagen derzeit.

Epoch Times: Von Politikseite her, was sollte aus Ihrer Sicht unternommen werden?

Eichelburg: Reinen Wein einschenken und sagen, wie man sich noch retten kann. Anstatt weiter zu lügen bis es dann aus ist. Das gilt für die Politiker und für die Banken. Aber das werden sie nicht tun.

Epoch Times: Was würde passieren, wenn sie das machen?

Eichelburg: Dann würde der so genannte Crack-up-Boom voll losgehen, der heute unterschwellig läuft, es würden die Leute alles Geld von der Bank abheben und ausgeben. Dann wäre das ganze Land ausverkauft. Aber wie gesagt, dann hätten die Leute noch was davon. Derzeit haben das nur die Insider. Ich weiß, dass deutsche Privatbanken um Milliardenbeträge Gold kaufen für ihre Kunden. Ich weiß, dass hier in Wien für eine Privatbank zig-tonnenweise das Gold gelagert wird, für in- und ausländische Privatkunden. Das teilweise schon seit einem Jahr.

Epoch Times: Wie wird die Situation von heute weg in einem Jahr sein? Wo wird der Goldpreis Ihrer Meinung nach liegen?

Eichelburg: Die Situation in einem Jahr: Alle werden bankrott sein. Jedenfalls werden Deutschland und die USA bankrott sein; es werden die Schulden abgeschrieben sein und es wird überall neue Währungen geben, und der Goldpreis wird wahrscheinlich jenseits von 10.000 Dollar liegen. Euro wird es keinen mehr geben, es werden alle ausgestiegen sein. Die Leute werden verarmt sein. Sobald der Euro-Crash richtig losgeht, wenn die Zentralbanken ihn nicht mehr halten können, dann sind gleich die Banken zu. Man kann nichts mehr abheben, es ist vorbei. All diese Sachen muss man antizipieren und sich vorbereiten – vorher. Das ist bei jeder Krise so. Das war in Argentinien 2001 ganz genau so. Wer vorher sein Geld, Dollars, abgehoben hat oder ins Ausland verschickt hat, der hat nichts verloren. Wer drinnen geblieben ist im System hat plötzlich geschlossene Banken vorgefunden. Wo man noch kleine Reste abheben konnte und das auch nur in auf ein Drittel abgewerteten Pesos, und genau das Gleiche kommt auch zu uns.

Epoch Times: Gibt es in Europa irgendwelche Inseln der Seligen, oder wird es auch Länder wie die Schweiz erwischen?

Eichelburg: Es wird auch die Schweiz erwischen. Die haben diese 100 Milliarden Euro aufgekauft mit frisch gedruckten Franken. Damit machen sie auch ihren Franken zum Toilettenpapier. In Europa: möglicherweise noch die norwegische Krone und die tschechische Krone, für die Franken ist es zu spät – und sonst ist alles Euroland. Ein Wort zum Schluss. Das ist eine Systemumbruchsituation, und wer hier in das System vertraut, wird massiv verlieren.

Epoch Times: Herzlichen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte
Florian Godovits.

weiter: http://www.epochtimes.de/articles/2010/06/01/583665.html

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Gruß

Der Honigmann

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Manchmal muß ich zur Tankstelle. Dort gibt es ein Nachrichtenblatt, das man nie kaufen braucht, weil es immer mit ganz dicken Buchstaben darauf hinweist, das eigentlich sonst nichts drinsteht.

Diesmal stand was über deutsche Deppen drin. Zahlen für alles mögliche und kriegen dafür als Dank die Steuerentlastung gestrichen.

Nun, über den Intelligenzquotienten des deutschen Nutzviehs habe ich ja schon geschrieben … er ist mit verantwortlich für die Tyrannei der Lumpenelite. Manche verbringen ihr Leben halt gerne zwischen DSDS, Rasenmähen und der Sportschau und für dieses Vergnügen sind sie bereit, kritiklos alle Rechnungen zu bezahlen die von irgendwoher ins Haus flattern. Bürger dieser Art sind Wirtschaft und Politik die liebsten, andere, die lieber Rilke zitierend im Park flanieren mag man nicht so gern, weil die so wenig Geld ausgeben.

Voller Vertrauen auf den Nutzviecharakter der Mehrheit der Bevölkerung hat man nun erstmal wieder ein paar hundert Milliarden auf den Tisch gelegt … um den Euro vor Spekulanten zu retten.

Gereicht hat die Kohle genau … bis heute. Also einen Tag Euro vor Spekulanten retten kostet über 700 Milliarden Euro.

Heute hat der Euro gegenüber dem Dollar gleich wieder drei Cent verloren, ein Devisenhändler erklärte mir, das sei ein “Riesenverlust”.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694143,00.html

Das Multi-Milliarden-Auffangpaket der Euroländer hat seine Wirkung nach nur einem Tag verloren. Der deutsche Aktienmarkt startete am Dienstag mit Verlusten – nachdem er tags zuvor noch euphorisch auf den EU-Beschluss vom Wochenende reagiert hatte. Der Leitindex Dax verlor in der ersten Handelsstunde knapp ein Prozent. Auch die Nebenindizes starteten im Minus. Zuvor hatte bereits die Tokioter Börse mit einem Verlust des Leitindex Nikkei von 1,1 Prozent geschlossen.

Jetzt heißt es natürlich sparen. Der Koch will bei der Bildung sparen … und weiß genau warum. Weniger Bildung heißt: mehr Nutzvieh. Das hat schon was für sich.

Andere sind der Meinung, das man vielleicht ein wenig auch bei Europa sparen könnte:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,693672,00.html

Das ist etwa die Geschichte des 30-jährigen “Bananenkriegs”, in dem sich die EU gegen Importe aus Südamerika sperrte und Tropenfrüchte aus französischen und britischen Kolonien begünstigte. Nun sollen zwar die letzten Importbarrieren fallen. Aber, quasi zum Trost, bekommen Kamerun, die Elfenbeinküste, Ghana und etliche Karibikinseln in den nächsten vier Jahren dafür 190 Millionen Euro.

Damit subventioniert Europa jetzt mit Hunderten von Millionen Euro jährlich Bananen, die – etwa auf Guadeloupe oder den Kanaren – gepflanzt, geerntet und von Europäern gegessen werden, und mit einem weiteren Euro-Haufen fiktive Bananen, die nun nicht mehr von Europäern gegessen werden. “Ganz Europa” sei “eine Bananenrepublik”, empört sich die grüne Euro-Parlamentarierin, Franziska Brantner, über den “Unsinn”: Überall fehle das Geld und hier würde es “verpulvert”.

Damit Brüssel weiter so freigiebig und global Geld verteilen kann, fordert die EU-Kommission fürs nächste Jahr auf ihren 130-Milliarden-Ausgaben-Etat noch einmal 5,9 Prozent mehr.

Also irgendwie erinnert mich das an die ARGE und ihre “sinnvollen” Beschäftigungstherapien. Behörden jeder Art scheinen immer einen gewissen Hang zu haben, auf phantasievolle Art und Weise Geld unter sich aufzuteilen.

Größter Einzelempfänger von Mitteln aus den Landwirtschaftstöpfen in Bulgarien etwa war vergangenes Jahr Galina Dimitrova Peicheva-Miteva, die 27-jährige Tochter des bis Juli 2009 amtierenden Vize-Landwirtschaftsministers. Die junge Geschäftsfrau, Inhaberin von etlichen Handelsfirmen, bekam – nach Recherchen der Organisation ” Farmsubsidy.org” – 700.000 Euro just aus den Kassen, für die Papa zuständig war. Anhaltspunkte für unrechtes Handeln gibt es nicht, in Brüssel sowieso nicht. Denn dergleichen zu überprüfen, so ein EU-Beamter auf “Farmsubsidy”-Fragen, sei “Sache der bulgarischen Behörden”.

So was nennt man dann zurecht Lumpenelite, andere nennen das dann Leistungsträger und verweisen voller Stolz auf die Tochter, die schon mit 27 so viele Unternehmen aufgebaut hat.

Irgendwie … muß ich mal der BILD recht geben: die Deutschen sind schon irgendwo ziemliche Deppen.
Dabei kommen noch ganz dicke Rechnungen auf uns zu … wenn wir erstmal die USA retten müssen. Und das müssen wir, um den Weltuntergang zu verhindern. Unser gesamte kapitalistisches System würde den Crash der USA nicht überleben … aber er steht bevor:

http://wirtschaft.t-online.de/haushaltsmisere-im-vergleich-amerika-schlittert-in-die-schulden-katastrophe/id_41615508/index

Europa kämpft mit Milliarden gegen die Schuldenkrise – dabei sind die Finanzprobleme der Euro-Länder geradezu harmlos im Vergleich zur Lage in den USA. Auf fast 13 Billionen Dollar summiert sich Amerikas Staatsverschuldung. Wenn sie nicht bald reduziert wird, droht der Kollaps.

13 000 Milliarden Dollar Schulden. Und wir machen einen Fond mit 750 Milliarden. Damit könnten wir gerade mal die Zinsen bezahlen.

Die US-Zahlen sind in der Tat atemberaubend. Das gilt sowohl für die gesamte Staatsverschuldung als auch für das aktuelle Defizit, das im Haushaltsjahr 2009 noch hinzukommt: mehr als 1,4 Billionen Dollar – ebenfalls ein historischer Höchstwert. Die Summe entspricht dem Dreifachen des Vorjahresrekords, als die Finanzkrise so richtig begann, ist die höchste seit dem Zweiten Weltkrieg. Auch in Zukunft dürfte die US-Staatsverschuldung jährlich um eine weitere Billion Dollar wachsen. Die Prognose für 2019: 18,4 Billionen Dollar. Für diesen gigantischen Schuldenberg werden dann allein 700 Milliarden Dollar Zinsen und Gebühren fällig.

Die meisten Auslandsschulden haben die USA bei den Chinesen, womit bewiesen wäre, das der Kommunismus dem Kapitalismus eindeutig überlegen ist. Hoffentlich merkt das keiner.

Mehr als die Hälfte der US-Regierungsschulden liegen über Staatsanleihen in öffentlicher Hand. Die Gläubiger sind Privatinvestoren, Industriekonzerne, Wall-Street-Banken, ausländische Regierungen. China ist der größte US-Auslandsgläubiger mit 877,5 Milliarden Dollar, gefolgt von Japan (768,5 Milliarden Dollar), Großbritannien (231,7 Milliarden Dollar) und Brasilien (170,8 Milliarden Dollar).

Wenn die Ratingagenturen die USA herabstufen … ist die Welt bankrott. Soviel Macht in den Händen so weniger Menschen … davon konnte Hitler nur träumen. Eine Handvoll Lumpen hat es heutzutage – ganz ohne Atombomben – in der Hand, ganz Kontinente zu vernichten. Ohne eine einzigen Schuß … aber mit vielen Toten. Endlos vielen Toten.

Und die USA … würde doch wahrscheinlich sehr davon profitieren, wenn der Euro … einfach mal von der Bildfläche verschwinden würde, oder? Aber die werden niemals was gegen uns unternehmen, denn wir sind ja ihre Freunde.

Allerdings hört bei denen bei Geld die Freundschaft auf, die sind da ganz anders als wir.

Wie wird die BILD erstmal schimpfen, wenn die die ganze Wahrheit verstehen.

Gut, das das niemals eintreffen wird.

http://eifelphilosoph.blog.de/2010/05/11/deutsche-deppen-bild-schimpft-heftig-8564635/

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Gruß

Der Honigmann

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Die offiziellen Medien in Europa schreiben meterlange Artikel für und wider die Bürgschaften für Griechenland und welche Banken in welcher Höhe wo beteiligt sind, wer welche Verluste bei einem Zahlungsausfall Griechenlands hätte – aber die direkte, reale Gefahr, das Allereinfachste, wird nirgendwo berichtet: die Reaktion der Bürger. – Die Griechen wissen sehr wohl, was die Uhr geschlagen hat: in Griechenland findet ein Bank-Run statt. Die Deutschen wissen es auch: Die Edelmetallhändler kommen nicht mehr nach, die Deutschen fangen an, ihre Vermögen in Gold und Silber umzuschichten.

Das Geld fliegt aus den Banken Griechenlands, wie das Popcorn aus der Pfanne. Vom »kleinen Mann auf der Straße« bis zu den Wohlhabenden holt jeder seine Ersparnisse ab, seit klar ist, dass Griechenland ohne riesige Hilfskredite nicht mehr zu halten ist. Und dass es sich auch dann nur um einen Aufschub handeln wird. Wie kann ein bankrottes Griechenland denn die Spareinlagen seiner Bürger garantieren? Es kann es eben nicht.

Und weil das Volk der ganzen Chose nicht traut und die Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist, holt man sein Geld ab, solange man es noch kann. Nach Berichten aus dem Land stehen vor fast allen Bankfilialen einige Polizisten, um für Ordnung vor der Bank zu sorgen. Schlangen sollen noch eher selten sein, aber die Bankangestellten sind teilweise völlig überfordert. Die größeren Vermögen werden ins Ausland transferiert. Auch ausländische Firmen, die dort Konten unterhalten, ziehen ihre Geldbestände ab.

Selbst das moderate Handelsblatt schreibt, sehr zurückhaltend zwar, dass die »Vertrauenskrise« zwischen dem griechischen Volk und dem Staat mittlerweile voll auf die Banken durchschlage, und dass die Spareinlagen der Bürger, über die sich die griechischen Banken bislang finanzierten, zunehmend »abfließen«. Die europäischen Banken leihen den griechischen Banken aber kein Geld mehr. Daher ist abzusehen, dass die einheimischen Banken sehr bald nach Rettung durch den Staat rufen werden, wenn sie nicht Bankrott gehen wollen. Der hat aber kein Geld, und das weiß auch Zorbas Papanwasweißichos.

Sollten erste Berichte auftauchen, dass in Griechenland Banken schließen, dauert es nur Stunden, und in Portugal und Spanien rennen die Leute los und holen ihr Geld von den Konten. Angefangen hat es schon, wie Dirk Müller (Mr. Dax) am Wochenende auf dem Kongress der unabhängigen Medien berichtete.

Portugal und Spanien sind die nächsten auf der Liste. Und das wiederum weiß Otto Normalverbraucher.

Jetzt, da die feierlichen Klauseln der Maastrichter Verträge Schall und Rauch geworden sind und die Griechenland-Rettung gegen alles Recht durchgepeitscht wurde, weiß der deutsche Bürger, dass es nur eine Frage weniger Monate sein wird, und er darf auch noch die Rettung aller anderen Bankrotteure bezahlen. Jeder begreift, dass das nicht funktionieren kann und wird, da kann in der Mainstream-Presse noch soviel Zweckoptimismus verbreitet werden: Deutschland werde sogar noch an den Krediten für Griechenland bombig verdienen!

Schon klar.

Und Hühner sterben an Parodontose.

Das Gefühl des »Das-wird-nicht-gut-enden« greift um sich. Die Menschen suchen einen sicheren Hafen für ihre gesparten Vermögen. Die Nachfrage nach Edelmetallen zieht seitdem deutlich an. Die Preise dadurch auch. Noch ist es keine Panik, sagen die Edelmetallhändler, aber die großen Häuser sind ausverkauft. In den Banken und Sparkassen sind meistens keine Unzen mehr zu bekommen, viele Bankhäuser sind daher aufgrund des Kundendrucks dahin ausgewichen, statt Unzen Edelmetallbarren zu liefern.

Chefhändler Wolfgang Wrzesniok-Rossbach vom Barrenhersteller Heräus sprach noch am vergangenen Freitag freundlich von einer unzweifelhaft massiven Nachfragebelebung, streitet aber eine Knappheit an Gold und Silber ab.

Aus den oberen Etagen der Edelmetallhandelshäuser hört sich das aber anders an: Heräus nimmt keine Aufträge mehr an. Aus einer gut informierten Quelle ist zu hören, dass das Logistiksystem bei Heräus komplett überfordert ist.

Man kann zuerst einmal nicht schnell genug Nachschub bekommen, insbesondere bei Silber, und auch die Auslieferung hält nicht mehr Schritt. Darüber hinaus können auch die Preise nicht mehr fixiert werden. Die Silber- und Goldpreise ziehen so schnell an, dass es unmöglich ist, Bestellungen zu einem bestimmten Preis festzuschreiben, denn bis man das erforderliche Metall auch tatsächlich herbeischaffen kann, sind die Beschaffungskosten wahrscheinlich schon deutlich höher als der fixierte Preis, und Lagerbestände gibt es nicht mehr.

Im Unterschied zu den spontanen Panikkäufen im Spätherbst 2008 handeln die Gold- und Silberkäufer heute sehr überlegt. Es sind nach Berichten der Edelmetallhändler diesmal auf breiter Basis Mittelständler, leitende Angestellte und Unternehmer. Sie lösen nicht nur kleine Sparguthaben auf. Sie kommen nicht, wie 2008 mit 2.000 oder 5.000 Euro angerannt, die man mal schnell irgendwo hergenommen hat. Heute lösen die Leute ganz überlegt große Geldanlagen auf, kündigen Lebensversicherungen, Altersrückstellungen und Anlageverträge bei/mit ihren Banken. Sie kommen mit 50.000 und 100.000 Euro, um Edelmetalle zu kaufen.

Und fragen auch nicht mehr nach ein paar Euro Unterschied im Preis. Man ist entschlossen, jetzt noch umzuschichten, bevor der Zug abgefahren ist, wissend, dass die Preise höchstwahrscheinlich nur noch steigen werden.

Die Edelmetallhäuser versuchen zu ergattern, was noch zu bekommen ist. Pro Aurum geht an die Lagerbestände. In wenigen Tagen könnte der Markt leergekauft sein, heißt es. Die Hädnler beklagen, dass die Münzprägeanstalten seit vier Wochen ihre Lieferungen nach dem Zufallsprinzip zu verteilen scheinen. Die begehrten Münzbarren von Cook Island sind so gut wie gar nicht mehr zu bekommen, und niemand weiß, wann sie wieder geliefert werden.

Seit zwei Wochen ist auch in den USA die Nachfrage höher als die Verfügbarkeit, was aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass zuerst die Militärindustrie mit dem wichtigen Rohstoff Silber beliefert wird. Silber ist für die Hightechprodukte des militärisch-industriellen Komplexes unverzichtbar. Erst, wenn hier der Bedarf gedeckt ist, wird die Münzanstalt beliefert, um Silver Eagles zu prägen.

Ein weiterer Grund, warum das Silber immer knapper wird, ist, dass Eigentümer zertifizierter Silberfonds, also »Papiersilber«, seit Neuestem immer häufiger verlangen, die physische Ware ausgeliefert zu bekommen. Das Misstrauen, man könnte sonst zu spät kommen und nur noch wertlose Papierzettel in der Hand halten, ist geradezu explodiert. Warum?

Durch die unermüdlichen Nachforschungen der unabhängigen Internetmedien zeichnete sich seit den letzten Jahren ein immer deutlicheres Bild, dass weit mehr Silber verkauft wurde, als überhaupt vorhanden ist. Selbst als absolut sicher angesehene und zertifizierte Silberfonds erwiesen sich als gar nicht sicher. Auch da, wo Eigentümer von eingelagertem Silber Zertifikate mit den Seriennummern ihrer eigenen Barren besaßen, stellte sich bei Vergleichen von Barrenlisten heraus, dass die Nummern teilweise mehrfach vergeben wurden. Dann wurde bekannt, dass die Menge an Barren, die nach den Zertifikaten in den Tresoren liegen müssten, nur zum kleinen Teil dort tatsächlich liegt. Lenny Organ, ein bekannter Silberinvestor, konnte durchsetzen, den Tresorraum der als absolut seriös geltenden kanadischen Nova Scotia Bank zu besichtigen. Er war schockiert. Außer ein paar jämmerlichen Häufchen Barren und Unzen war der berühmte, riesige Tresorraum leer. Niemals war die vorgefundene Menge in Einklang zu bringen mit den Volumina der Käufe, Verkäufe und Verleihungen und dem aktuellen Bestand an Edelmetall, die die Bank nach ihren eigenen Unterlagen im Tresorraum halten müsste.

Das ist kein Einzelfall. Die Banken verleihen und verkaufen sogenanntes »Non-allocated«-Edelmetall, das ihnen gar nicht gehört, sondern ihren Kunden. Besteht der Kunde auf Auslieferung, muss es eben schleunigst auf dem Markt beschafft werden. Diese Nachrichten verbreiteten sich über die Insider-Internetseiten wie Lauffeuer und sehr schnell auch in Investorenkreisen. Seitdem fordern Silberinvestoren zunehmend Auslieferung ihre physische Ware und misstrauen den Papierzertifikaten. Alle haben Angst, bei dem Spiel »Die Reise nach Jerusalem« ohne Stuhl stehen zu bleiben, wenn sie zu langsam sind.

Nach den sensationellen Enthüllungen des »Whistleblowers« Andrew Maguire, eines Insiders, der in einem Hearing über die kriminellen Methoden der Silberpreismanipulation berichtete und Beweise vorgelegte (und einen Tag später um ein Haar von einem rasenden Autofahrer getötet worden wäre) sowie den akribisch zusammengetragenen Dossiers des Marktanalysten Ted Butler, hat sich das Justizministerium der USA auf dem Silbermarkt eingeschaltet, und schickt sich an, Ermittlungen gegen JP Morgan und andere aufzunehmen. Der gut informierten amerikanischen Website King World News liegt eine entsprechende Nachricht des US-Justizministeriums vor, in der die erforderlichen rechtlichen Schritte angekündigt werden.

Fachleute schätzen, dass etwa 70 bis 80 Mal soviel Silber auf dem Papier existiert, wie an physischem Metall. Durch das Jonglieren mit diesen Unmengen an virtuellem Silber und abgesprochenen Verkäufen konnte der Preis seit Jahren hervorragend manipuliert werden. Das geht, solange alle daran glauben, mitspielen und massenhaft virtuelles Silber gekauft und verkauft werden kann.

Ähnlich läuft es beim Gold ab. Die tatsächliche Menge an vorhandenem Gold ist nur ein Bruchteil dessen, was an den Weltbörsen gehandelt wird. Die Schätzungen laufen weit auseinander.

Wenn die einfachen Bürger nun damit beginnen, ihre Vermögen in Gold umzuschichten, könnte es nicht nur einfach wegen der steigenden Nachfrage eng werden. Jede Unze Gold und Silber, die dem Markt tatsächlich entzogen wird und in den Häusern der Bürger verschwindet, treibt den virtuellen Edelmetallmarkt weiter in die Enge. Sobald ruchbar wird, dass Lieferausfälle vorkommen, werden die Edelmetallpreise nicht mehr zu halten sein.

Falls Sie Gold oder Silber kaufen: Holen Sie sich die physische Ware zum anfassen und behalten.

http://info.kopp-verlag.de/news/eine-minute-vor-zwoelf-bank-run-in-griechenland-run-auf-edelmetall-in-deutschland.html

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Gruß

Der Honigmann

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