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Mit ‘Edelmetall’ getaggte Beiträge


Gold-Experte warnt vor ESM und fordert, die Bundesbank solle endlich ihr Gold aus dem Ausland holen

„Angstmetall“ Gold: Nachfrage steigt

Nach Ansicht des ehemaligen Chef-Volkwirtes von Barclays Capital Thorsten Polleit „büßt Papiergeld seine Funktion als Mittel zur Wertaufbewahrung mehr und mehr ein“. Der renommierte Ökonom sieht sogar das Ende des Papiergeldes kommen. In existenziellen Krisenzeiten wächst das Interesse an Gold. Die PAZ hat sich mit dem Fachbuchautor und Vorstand der Deutschen Edelmetallgesellschaft e.V., Peter Boehringer, über aktuelle Entwicklungen unterhalten.

PAZ: Sie haben vor kurzem die Initiative „Holt unser Gold heim!“ angeschoben. Welche Gefahren sehen Sie bei der Lagerung der deutschen Goldreserven im Ausland?
Peter Boehringer: Ganz generell ist es sowohl unter Aspekten der Souveränität einer Nation wie auch unter durchaus denkbaren Szenarien einer künftig erforderlichen (Teil-)Deckung einer nationalen Währung post Euro seit 50 Jahren ein unmöglicher Zustand, dass das deutsche Staatsgold weitgehend im Ausland verwahrt wird. Unsere Initiative www.gold-action.de wurde aber maßgeblich dadurch veranlasst, dass die Deutsche Bundesbank mittlerweile mehr als 615 Milliarden Euro an unseres Erachtens nach uneinbringlichem Target-2-Bilanzmüll angesammelt hat. Dies bei einer inzwischen auf eine Billion Euro angestiegenen Bilanzsumme. Somit stehen mindestens 61 Prozent Bilanzschrott nur noch etwa 15 Prozent Anteil der deutschen Goldreserven gegenüber. Wir befürchten schon bei geringfügigen – und überfälligen – Abschreibungen auf die 615 Milliarden Euro eine „Verrechnung“ dieser Verluste mit den aktuell etwa 135 Milliarden Euro Goldreserven – und damit eine buchhalterische, endgültige Ausbuchung dieser 3400 Tonnen. Ziel unserer Aktion ist somit sowohl die Heimholung des Goldes als auch der öffentliche Hinweis auf diese Missstände als Voraussetzung zur Verhinderung der sonst absehbaren Ausbuchung! Schon seit der Einführung des Euros weist die Bundesbank ihre Goldbestände nur noch als „Gold und Goldforderungen“ in einer Bilanzposition aus, was für jedes Unternehmen bilanztechnisch schlicht verboten wäre, denn wie jeder Wirtschaftsprüfer weiß, sind eine Wertsache beziehungsweise eine Forderung darauf zwei völlig unterschiedliche Dinge!

PAZ: Wie ernst muss man regelmäßig wiederkehrende Gerüchte nehmen, dass in den Tresoren von „Fort Knox“ und der US-Notenbank nicht die Goldmengen lagern, die offiziell ausgewiesen werden?
Boehringer: Wir haben unter Bezug sowohl auf offizielle Bundesbank-Aussagen als auch auf Quellen des wohl besten Experten zum Thema, des Wirtschaftshistorikers und Mathematikers Dimitri Speck, auf unserer Internetseite ausgewiesen, dass über 95 Prozent der deutschen 3400 Tonnen Gold im Ausland lagern. Diesen Angaben wird Bundesbank-seitig auch nicht widersprochen. Im berühmten „Fort Knox“ lagert unseres Wissens kein Gold. Dafür aber in New York sowie ein wenig auch in London und Paris. Und eben fünf Prozent in Hessen. Dieser physische Bestand ist notwendig (und sinkt stetig), weil die Bundesbank daraus ab und zu offizielle Gold-Gedenkmünzen schlagen lässt. Das ist mit einem „Ausgangsmaterial Goldforderungen“ schlecht möglich …

PAZ: Angesichts gestiegener Goldpreise gibt es wieder öfter Meldungen über vergoldete Wolfram-Barren, die auf den Märkten auftauchen. Gibt es Hinweise über die Herkunft solcher Fälschungen?
Boehringer: Keine einzige dieser Meldungen war für uns verifizierbar. Persönlich glauben wir aufgrund unserer engen Kontakte mit Händlern und auch aus meiner eigenen Erfahrung mit Schmelzen, dass derzeit keine gefälschten Goldbarren (und schon gar keine Münzen) in großem, professionellem Stil an den Markt kommen. Ließe sich eine solche Meldung nur einmal erhärten, wären betroffene Schmelzen, Verkäufer und Händler sofort insolvent wegen Reputationsverlust. Vorstellbar wäre zwar, dass die Zentralbanken in ihren seit den 1950er Jahren niemals unabhängig auditierten Tresoren „Wolframware“ horten (welche nie zur Auslieferung kommt). Aber selbst dies halte ich für unwahrscheinlich: Die bekannten Mittel der Entleihungen, Leerverkäufe, buchhalterischen Mehrfachverleihungen oder schlichtweg des Minderbestands beziehungsweise des Forderungs- statt Materialbestands sind aus Sicht der Zentralbanken viel wirkungsvoller als Wolframbetrügereien.

PAZ: Sie unterstützen die Aktion „Stop ESM!“. Im Aufruf der Initiative wird davor gewarnt, dass der Haftungsfall beim Rettungsfonds ESM Deutschland und seine Bürger finanziell in die Steinzeit zurückwerfen würde. Wo liegt die Gefahr konkret?
Boehringer: Der Text der Initiative www.stop-esm.org übertreibt nicht. Der ESM-Bankvertrag kann und muss als finanzielles Ermächtigungsgesetz zu Lasten der deutschen Bürger bezeichnet werden. Wir werden nach der Ratifikation in den kommenden Wochen dann ab dem 1. Juli in einer anderen Republik leben. Die Summen, über die der ESM-Gouverneursrat ohne Kontrolle oder Möglichkeit der Einrede verfügen wird, werden die vom Bundestag formal weiterhin verwalteten deutschen Steuergelder in den Schatten stellen. Der Bundestag könnte sich ab Juli faktisch abschaffen – seine finanzielle Verfügungsmasse wird – außer per Schuldenaufnahme – auf Null oder tiefer sinken, denn die kompletten Steuereinnahmen stehen rein rechnerisch dem ESM zur Verteilung zu. Der Bundestag wird am 25. Mai einem faktischen Putschgesetz zustimmen, das unwiderruflich die finanzielle Hoheit Deutschlands an eine sich selbst verwaltende, supranationale, ohne Widerspruchsmöglichkeit fast grenzenlos durch die Nationalstaaten budgetierte, nicht kontrollierbare Bank mit immunisiertem Personal (!) abgeben. Wir reden von nichts Geringerem als der Herrschaft einer künftig autark von Kontrollen und geradezu souverän handlungsfähigen, hoheitlich befugten ESM-Banker-Clique, gar noch finanziert auf Kosten derSteuerzahler vor allem in Deutschland.

PAZ: Wie hoch sehen Sie die Inflationsgefahr durch die EZB-Geldpolitik unter Mario Draghi?
Boehringer: Die Notenbanken sind seit 1913 planwirtschaftliche Fremdkörper in unserem angeblich „kapitalistischen“ System. Als Herren über Geldmengen, Kreditmengen und Zinssätze haben sie es in der Hand, das Systemende sowohl deflationär als auch inflationär herbeizuführen. Da sie diesen Punkt aber im ureigenen Interesse möglichst lange hinauszögern wollen, werden sie weiterhin Zinssätze nach Bedarf manipulieren. Mittelfristig wird die Tendenz inflationär sein. Aber die deflationären Schocks dazwischen können leider heftig ausfallen. Dies über fast alle Anlageklassen – außer lebensnotwendigen Gütern, deren Preise latent inflationär bleiben werden. Das eigentliche Systemende in einigen Jahren wird wie jede Währungsreform aber deflationär ablaufen, denn dann wird der schon heute gigantische Kreditgeldmengen-Überhang unvermeidlicherweise ausgebucht.

PAZ: Kann Gold bei derartigen Finanzkrisen Schutz vor Vermögensverlust bieten?
Boehringer: Gold hat den großen Vorteil, dass es sich langfristig analog zu den inflationären Geldmengenentwicklungen verhält. Aber dass es eben auch ein „Angstmetall“ ist, das sogar in existenziellen Krisenzeiten nachgefragt wird. Nominal kann der Preis in deflationären Phasen zwar einmal sinken. Aber langfristig kaum real. Gegenüber Aktien und Anleihen steigt der Preis seit 2000 ständig an. Dieser relative Wertgewinn wird in jedem Fall weiter anhalten. Und wenn erst das Vertrauen in Euro-„Rettungen“, in den Dollar und in Papiergeld generell verloren gehen sollte, sind sogar nominal keine Preisziele für Gold mehr angebbar. Gold wird dann nicht mehr in Euro, sondern nur noch in Kaufkraft gegenüber anderen Sachwerten gemessen.

PAZ: Falls sich Anleger für Gold als Absicherung interessieren, in welcher Form? Barren, Münzen, Schmuck – oder doch lieber Goldzertifikate vom „Bankberater des Vertrauens“?
Boehringer: Wir empfehlen seit Jahren die klassischen Anlagemünzen und auch Barren. Goldzertifikate sind leider fast ausnahmslos entweder gar nicht hinterlegt oder nur zu einem kleinen Prozentsatz (auch bei den sogenannten „Goldkonten“ ist dies so). Oder nicht glaubhaft oder zumindest nicht transparent. Auch auf die Möglichkeit der Auslieferung sollte man gegebenfalls unbedingt achten. Einige ETF-Emittenten erschweren diese prozessual oder über hohe Gebühren oder über enorm hohe Mindeststückelungen. Es gibt seriöse bankenunabhängige Einkaufsgemeinschaften. Wer aber auf Anonymität Wert legt, muss die Ware selbst einlagern. Schmuck ist schön zum Anschauen und hat seine Vorteile. Als Kapitalanlage wird mit Schmuck aber in aller Regel Wert vernichtet. Man muss sich entscheiden, ob man eine Handwerksleistung des Goldschmieds kaufen oder eine Kapitalanlage tätigen will.

PAZ: Staaten haben immer wieder zum Mittel des Verbotes von Gold im Privatbesitz gegriffen. Besteht diese Gefahr auch heute noch? Welche Goldformen wurden in der Vergangenheit – etwa unter Roosevelt – nicht konfisziert?
Boehringer: Man kann ein Goldbesitzverbot leider auch bei uns nicht ausschließen. Wir vermuten allerdings, dass vorher noch einige andere Mittel der finanziellen Repression zur Anwendung kommen: Preismanipulation und mediales Goldbashing finden schon seit Jahren statt – das wird weitergehen. Die Mehrwertsteuer auf Gold wäre wieder denkbar, ebenso ein Handelsverbot für privat, ebenso die Einführung der Vermögenssteuer. Und vielleicht ganz am Ende tatsächlich die Konfiskation – aber das wäre die ultima ratio eines Staates im totalitären Endstadium. Roosevelt hat 1933 das private Gold abliefern lassen. Trotz hoher Strafandrohungen wird geschätzt, dass nur 30 Prozent der Amerikaner dem nachgekommen sind. Immerhin aber war der Besitz 40 Jahre lang verboten. Antike Münzen waren weitgehend ausgenommen – aber das ist ein enger und schwieriger Markt.

PAZ: Gibt es eine reelle Chance für die Rückkehr des Goldstandards?
Boehringer: Der faktische Goldstandard existiert bereits seit Jahren wieder: Der Goldpreis verhält sich langfristig in etwa wie die Geldmengen – je nach verwendetem Maßstab. Die derzeit superschnell kreierten Kreditmengen bildet er allerdings noch lange nicht ab – hier ist also noch viel Potenzial, sobald dieses Geld in die Vermögensmärkte oder in die Realwirtschaft schwappt. In einem Szenario des weltweiten Verlustes des Vertrauens in jedwedes Papiergeld könnte es zu mit Gold (teil-)gedeckten Währungen kommen. Das werden die Eliten aber nur zulassen, wenn es nicht mehr anders geht, denn seit spätestens 1971 basieren 90 Prozent ihrer Macht nicht mehr auf Steuereinnahmen, sondern auf dem unglaublichen Privileg, Kreditgeld aus dem Nichts kreieren zu können.

Die Fragen stellte Norman Hanert.

http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/ab-1-juli-leben-wir-in-anderer-republik.html

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Gruß

Der Honigmann

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u.a.: Besucherzahlen der Loveparade aus Imagegründen gefälscht?, Türkei beteiligt sich nicht an Sanktionen gegen den IRAN,  USA – wo sind 8,7 Mrd. $?, ISAF verurteilt WikiLeaks, USA – verschärfte Kontrolle für Gold- und Silberkauf, Einsturz von Frachtraten,  Geburteneinbruch: schwerwiegende Folgen der Wirtschaft, Zahl der Alleinerziehenden gestiegen, ….

weiter: http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=118

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Gruß

Der Honigmann

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Im steirischen Ennstal, am Reisslerhof, veranstalten wir wieder die bisher erfolgreichen Krisencamps. Im September 2010 sind folgende Termine bereits jetzt buchbar:

Schnittpunkt2012-Krisencamp am Reisslerhof

Freitag 10. 09. bis Sonntag,12.09. 2010
Freitag 24. 09. bis Sonntag 26. 09.2010

jeweils von Freitag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr!

Schwerpunkte sind folgende Themenbereiche:

* Krisenlager anlegen – Wie und warum?
* Edelmetalle – Gold und Silber als Vermögenssicherung
* Legale, freie Waffen ohne Waffenschein für den Ernstfall
* Was kommt danach?
* Informiert sein ist wichtig! Besprechung der aktuellen Situation
* Balkon-Bauernhof – Zucht von Kaninchen, Grillen oder Heuschrecken als Eiweisslieferant, Hühner und Eier, Kartoffel am Balkon pflanzen, Sauerkraut als wichtiger Vitamin C-Lieferant, Kräutergarten am Balkon

* Wie erkärt die Naturwissenschaft 2012 und was wird passieren?
* Kommunale Vernetzung – gemeinsam stärker als alleine!
* Kommende Währungsreform bzw. Währungszusammenbruch
* Stehen wir kurz vor einem Bürgerkrieg?

Die Situation wird immer explosiver! Und doch werden die Regierungen versuchen, das System weiter am Leben zu erhalten, quasi als Koma-Patient. Den Schaden trägt der Bürger! Deshalb ist es enorm wichtig, sich entsprechend vorzubereiten. Und genau das zeige ich Dir auf den Krisencamps am Reisslerhof!

Das Ziel ist, Dich so vorzubereiten, dass im Falle des Systemzusammenbruchs Du und Deine Familie möglichst autark, gut versorgt, unabhängig und vor allem informiert bist! Mit Vorträgen, Anschauungsunterricht und Exkursionen.

Preis: 449,- €uro
(pro Person, inkl. 2 Übernachtungen, Halbpension, Benützung des
Wellness-bereiches und Exkursionen)

Krisencamp buchen (reisslerhof.at)

http://schnittpunkt2012.blogspot.com/2010/07/schnittpunkt2012-krisencamps-am.html

Das kann ich doch gerne unterstützen…..

Gruß

Der Honigmann

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Früher war es einfach: Der Dollar war die Leitwährung, der Franken stark und die europäische Wirtschaft gab dem Euro Stabilität. Das ist vorbei. Künftig wird es eine neue Leitwährung geben.

Der Yuan läuft dem Dollar den Rang ab – früher oder später (Bild: Keystone)

Die Turbulenzen an den Devisenmärkten haben mehrere Ursachen: Einerseits ist es die Geldpolitik der Notenbanken. Die Industriestaaten – insbesondere die USA – verfolgen die Politik des «leichten» Geldes. Um Unternehmen, Branchen oder ganze Staaten zu retten, wurden die Zinsen über Jahre viel zu niedrig gehalten und liquide Mittel in nie gesehenem Umfang in die Märkte gepumpt. Die Geldmenge expandierte über viele Jahre rund doppelt so schnell wie die Wirtschaft. Das ist Gift für die entsprechende Währung. Denn: Gibt es von einem Produkt zu viel, sinkt der Preis.

Die globalen Ungleichgewichte im Handel ohne entsprechende Währungsanpassungen sind ein weiterer Grund. So werden seit Jahren die riesigen Leistungsbilanzdefizite der USA durch China und arabische Länder gedeckt. Und das geht so: Die USA kaufen riesige Mengen an chinesischen Waren. Mit den Verkaufserlösen erwirbt das Reich der Mitte vor allem US-Staatsanleihen. Eigentlich müsste sich dadurch die chinesische Währung aufwerten, da China wirtschaftlich stark ist und seine Währung gesucht. Tut sie aber bisher nicht, da der Yuan-Wechselkurs bis vor wenigen Tagen fix an den Dollar gekoppelt wurde. Und auch jetzt besteht nur wenig Raum für einen Kursanstieg.

Ungleichgewichte rufen nach flexiblen Kursen

Zu den Ländern, die Leistungsbilanzüberschüsse erzielen, gehören auch Deutschland, Japan und die ölexportierenden Staaten. Auf der Defizitseite finden sich neben den USA Grossbritannien, Spanien und Teile Osteuropas. Das Problem der Eurozone ist, dass Ungleichgewichte, beispielsweise zwischen Deutschland und Griechenland, nicht über den Wechselkurs ausgeglichen werden können – es verwenden ja beide den Euro. «In der Vergangenheit waren Festkurs-Systeme besonders anfällig auf jegliche Art von Schocks – das verdeutlichen die jüngsten Probleme des Euro», sagt Susanne Toren, Währungsspezialistin der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Denn der Wechselkurs als wichtiges wirtschaftspolitisches Instrument des Gegensteuerns entfalle weitgehend.

«Diese Art von Umwälzungen an den Devisenmärkten sind Gott sei Dank nicht an der Tagesordnung», sagt Susanne Toren. Sie seien nämlich mit beträchtlichen volkswirtschaftlichen Kosten wie etwa der Kursabsicherung im Aussenhandel verbunden. Grosse Währungskrisen habe es schon immer gegeben, etliche auch in den vergangenen 100 Jahren – sehr viele im Zusammenhang mit politischen Umwälzungen, aber auch solche mit festen Wechselkurssystemen wie der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Festkurssystems Anfang der Siebziger Jahre.

Ein Kunstgebilde als Reserve

Der US-Dollar wird laut Toren im Jahresverlauf wahrscheinlich noch einmal an Wert zulegen. Aber: «Auf lange Sicht wird der Dollar seine Leitwährungsrolle sukzessive einbüssen, wodurch der Dollarkurs weiter belastet wird». China hat schon mehrfach die Ablösung des US-Dollars als Leitwährung gefordert. So glaubt der chinesische Zentralbankchef, es sei zu gefährlich, sich auf die Währung eines einzigen Landes abzustützen. Das Verlustpotenzial für das Reich der Mitte ist im Fall einer weiteren Dollarabwertung riesig. Das Land sitzt auf Devisenreserven in Höhe von 2400 Milliarden US-Dollar.

Die Chinesen schlagen aber nicht die eigene Währung als globale Reservewährung vor, sondern Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF). Diese künstliche Zahlungseinheit umfasst ein Währungskorb mit allen wichtigen Weltwährungen. Das Instrument war bis zum Ende des Bretton-Woods-Systems mit festen Wechselkursen bereits einmal in Gebrauch. «Der Wunsch Chinas reflektiert den unangenehmen Umstand, dass es gute Gründe gibt, sowohl Dollar als auch Euro, Pfund und Yen zu meiden», erklärt Thomas Flury, Leiter Devisenresearch der UBS.

Franken wird Leitwährung

ZKB-Analystin Susanne Toren sieht langfristig den chinesischen Yuan als Leitwährung: «Der Yuan wird sich aber nicht rasch etablieren können. Dafür sind die chinesischen Finanzmärkte noch zu geschlossen und vergleichsweise unbedeutend». Im Übergangsvakuum während der Ablösung der alten zur Etablierung der neuen Leitwährung würden kleinere Währungen – insbesondere Rohstoffwährungen – an Bedeutung gewinnen, daneben aber auch Gold als klassische «Alternativwährung». Nicht von ungefähr stockten derzeit die devisenstarken Notenbanken aus den Schwellenländern ihre Reserven mit Gold und zunehmend auch mit Rohstoffwährungen wie dem Brasilianischen Real und dem Australischem Dollar auf. Aber auch die Währungen von Ländern mit soliden Staatsfinanzen werden verstärkt nachgefragt. Dazu gehört gemäss Toren neben der norwegischen und der schwedischen Krone auch der Schweizer Franken.

Nach Ansicht von Thomas Flury kann Gold jedoch nur als Wertaufbewahrungsmittel dienen. Würde das Edelmetall Transaktions- und Recheneinheit werden, «würde das unser effizientes Geldsystem um Jahrzehnte zurückwerfen».

«Man muss unterscheiden zwischen Transaktionswährung und Reservewährung», so Thomas Flury. Der Dollar bleibe die wichtigste Transaktionswährung, alles andere sei unpraktisch. Als Reservewährung habe der Dollar in den vergangenen Jahren gegenüber dem Euro an Gewicht eingebüsst und «jüngst gegenüber dem Yuan». Die grössten Chancen als zukünftiger «Devisen-Champion» habe indes der Yuan. Die chinesische Währung habe das beste Aufwertungspotenzial und sei den Turbulenzen anderer Länder am wenigsten ausgesetzt. Das Verhältnis zwischen Dollar und Euro bezeichnet der UBS-Stratege als «Gleichgewicht der Schwäche». weiter: http://www.20min.ch/finance/news/story/16524535

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Gruß

Der Honigmann

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Die offiziellen Medien in Europa schreiben meterlange Artikel für und wider die Bürgschaften für Griechenland und welche Banken in welcher Höhe wo beteiligt sind, wer welche Verluste bei einem Zahlungsausfall Griechenlands hätte – aber die direkte, reale Gefahr, das Allereinfachste, wird nirgendwo berichtet: die Reaktion der Bürger. – Die Griechen wissen sehr wohl, was die Uhr geschlagen hat: in Griechenland findet ein Bank-Run statt. Die Deutschen wissen es auch: Die Edelmetallhändler kommen nicht mehr nach, die Deutschen fangen an, ihre Vermögen in Gold und Silber umzuschichten.

Das Geld fliegt aus den Banken Griechenlands, wie das Popcorn aus der Pfanne. Vom »kleinen Mann auf der Straße« bis zu den Wohlhabenden holt jeder seine Ersparnisse ab, seit klar ist, dass Griechenland ohne riesige Hilfskredite nicht mehr zu halten ist. Und dass es sich auch dann nur um einen Aufschub handeln wird. Wie kann ein bankrottes Griechenland denn die Spareinlagen seiner Bürger garantieren? Es kann es eben nicht.

Und weil das Volk der ganzen Chose nicht traut und die Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist, holt man sein Geld ab, solange man es noch kann. Nach Berichten aus dem Land stehen vor fast allen Bankfilialen einige Polizisten, um für Ordnung vor der Bank zu sorgen. Schlangen sollen noch eher selten sein, aber die Bankangestellten sind teilweise völlig überfordert. Die größeren Vermögen werden ins Ausland transferiert. Auch ausländische Firmen, die dort Konten unterhalten, ziehen ihre Geldbestände ab.

Selbst das moderate Handelsblatt schreibt, sehr zurückhaltend zwar, dass die »Vertrauenskrise« zwischen dem griechischen Volk und dem Staat mittlerweile voll auf die Banken durchschlage, und dass die Spareinlagen der Bürger, über die sich die griechischen Banken bislang finanzierten, zunehmend »abfließen«. Die europäischen Banken leihen den griechischen Banken aber kein Geld mehr. Daher ist abzusehen, dass die einheimischen Banken sehr bald nach Rettung durch den Staat rufen werden, wenn sie nicht Bankrott gehen wollen. Der hat aber kein Geld, und das weiß auch Zorbas Papanwasweißichos.

Sollten erste Berichte auftauchen, dass in Griechenland Banken schließen, dauert es nur Stunden, und in Portugal und Spanien rennen die Leute los und holen ihr Geld von den Konten. Angefangen hat es schon, wie Dirk Müller (Mr. Dax) am Wochenende auf dem Kongress der unabhängigen Medien berichtete.

Portugal und Spanien sind die nächsten auf der Liste. Und das wiederum weiß Otto Normalverbraucher.

Jetzt, da die feierlichen Klauseln der Maastrichter Verträge Schall und Rauch geworden sind und die Griechenland-Rettung gegen alles Recht durchgepeitscht wurde, weiß der deutsche Bürger, dass es nur eine Frage weniger Monate sein wird, und er darf auch noch die Rettung aller anderen Bankrotteure bezahlen. Jeder begreift, dass das nicht funktionieren kann und wird, da kann in der Mainstream-Presse noch soviel Zweckoptimismus verbreitet werden: Deutschland werde sogar noch an den Krediten für Griechenland bombig verdienen!

Schon klar.

Und Hühner sterben an Parodontose.

Das Gefühl des »Das-wird-nicht-gut-enden« greift um sich. Die Menschen suchen einen sicheren Hafen für ihre gesparten Vermögen. Die Nachfrage nach Edelmetallen zieht seitdem deutlich an. Die Preise dadurch auch. Noch ist es keine Panik, sagen die Edelmetallhändler, aber die großen Häuser sind ausverkauft. In den Banken und Sparkassen sind meistens keine Unzen mehr zu bekommen, viele Bankhäuser sind daher aufgrund des Kundendrucks dahin ausgewichen, statt Unzen Edelmetallbarren zu liefern.

Chefhändler Wolfgang Wrzesniok-Rossbach vom Barrenhersteller Heräus sprach noch am vergangenen Freitag freundlich von einer unzweifelhaft massiven Nachfragebelebung, streitet aber eine Knappheit an Gold und Silber ab.

Aus den oberen Etagen der Edelmetallhandelshäuser hört sich das aber anders an: Heräus nimmt keine Aufträge mehr an. Aus einer gut informierten Quelle ist zu hören, dass das Logistiksystem bei Heräus komplett überfordert ist.

Man kann zuerst einmal nicht schnell genug Nachschub bekommen, insbesondere bei Silber, und auch die Auslieferung hält nicht mehr Schritt. Darüber hinaus können auch die Preise nicht mehr fixiert werden. Die Silber- und Goldpreise ziehen so schnell an, dass es unmöglich ist, Bestellungen zu einem bestimmten Preis festzuschreiben, denn bis man das erforderliche Metall auch tatsächlich herbeischaffen kann, sind die Beschaffungskosten wahrscheinlich schon deutlich höher als der fixierte Preis, und Lagerbestände gibt es nicht mehr.

Im Unterschied zu den spontanen Panikkäufen im Spätherbst 2008 handeln die Gold- und Silberkäufer heute sehr überlegt. Es sind nach Berichten der Edelmetallhändler diesmal auf breiter Basis Mittelständler, leitende Angestellte und Unternehmer. Sie lösen nicht nur kleine Sparguthaben auf. Sie kommen nicht, wie 2008 mit 2.000 oder 5.000 Euro angerannt, die man mal schnell irgendwo hergenommen hat. Heute lösen die Leute ganz überlegt große Geldanlagen auf, kündigen Lebensversicherungen, Altersrückstellungen und Anlageverträge bei/mit ihren Banken. Sie kommen mit 50.000 und 100.000 Euro, um Edelmetalle zu kaufen.

Und fragen auch nicht mehr nach ein paar Euro Unterschied im Preis. Man ist entschlossen, jetzt noch umzuschichten, bevor der Zug abgefahren ist, wissend, dass die Preise höchstwahrscheinlich nur noch steigen werden.

Die Edelmetallhäuser versuchen zu ergattern, was noch zu bekommen ist. Pro Aurum geht an die Lagerbestände. In wenigen Tagen könnte der Markt leergekauft sein, heißt es. Die Hädnler beklagen, dass die Münzprägeanstalten seit vier Wochen ihre Lieferungen nach dem Zufallsprinzip zu verteilen scheinen. Die begehrten Münzbarren von Cook Island sind so gut wie gar nicht mehr zu bekommen, und niemand weiß, wann sie wieder geliefert werden.

Seit zwei Wochen ist auch in den USA die Nachfrage höher als die Verfügbarkeit, was aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass zuerst die Militärindustrie mit dem wichtigen Rohstoff Silber beliefert wird. Silber ist für die Hightechprodukte des militärisch-industriellen Komplexes unverzichtbar. Erst, wenn hier der Bedarf gedeckt ist, wird die Münzanstalt beliefert, um Silver Eagles zu prägen.

Ein weiterer Grund, warum das Silber immer knapper wird, ist, dass Eigentümer zertifizierter Silberfonds, also »Papiersilber«, seit Neuestem immer häufiger verlangen, die physische Ware ausgeliefert zu bekommen. Das Misstrauen, man könnte sonst zu spät kommen und nur noch wertlose Papierzettel in der Hand halten, ist geradezu explodiert. Warum?

Durch die unermüdlichen Nachforschungen der unabhängigen Internetmedien zeichnete sich seit den letzten Jahren ein immer deutlicheres Bild, dass weit mehr Silber verkauft wurde, als überhaupt vorhanden ist. Selbst als absolut sicher angesehene und zertifizierte Silberfonds erwiesen sich als gar nicht sicher. Auch da, wo Eigentümer von eingelagertem Silber Zertifikate mit den Seriennummern ihrer eigenen Barren besaßen, stellte sich bei Vergleichen von Barrenlisten heraus, dass die Nummern teilweise mehrfach vergeben wurden. Dann wurde bekannt, dass die Menge an Barren, die nach den Zertifikaten in den Tresoren liegen müssten, nur zum kleinen Teil dort tatsächlich liegt. Lenny Organ, ein bekannter Silberinvestor, konnte durchsetzen, den Tresorraum der als absolut seriös geltenden kanadischen Nova Scotia Bank zu besichtigen. Er war schockiert. Außer ein paar jämmerlichen Häufchen Barren und Unzen war der berühmte, riesige Tresorraum leer. Niemals war die vorgefundene Menge in Einklang zu bringen mit den Volumina der Käufe, Verkäufe und Verleihungen und dem aktuellen Bestand an Edelmetall, die die Bank nach ihren eigenen Unterlagen im Tresorraum halten müsste.

Das ist kein Einzelfall. Die Banken verleihen und verkaufen sogenanntes »Non-allocated«-Edelmetall, das ihnen gar nicht gehört, sondern ihren Kunden. Besteht der Kunde auf Auslieferung, muss es eben schleunigst auf dem Markt beschafft werden. Diese Nachrichten verbreiteten sich über die Insider-Internetseiten wie Lauffeuer und sehr schnell auch in Investorenkreisen. Seitdem fordern Silberinvestoren zunehmend Auslieferung ihre physische Ware und misstrauen den Papierzertifikaten. Alle haben Angst, bei dem Spiel »Die Reise nach Jerusalem« ohne Stuhl stehen zu bleiben, wenn sie zu langsam sind.

Nach den sensationellen Enthüllungen des »Whistleblowers« Andrew Maguire, eines Insiders, der in einem Hearing über die kriminellen Methoden der Silberpreismanipulation berichtete und Beweise vorgelegte (und einen Tag später um ein Haar von einem rasenden Autofahrer getötet worden wäre) sowie den akribisch zusammengetragenen Dossiers des Marktanalysten Ted Butler, hat sich das Justizministerium der USA auf dem Silbermarkt eingeschaltet, und schickt sich an, Ermittlungen gegen JP Morgan und andere aufzunehmen. Der gut informierten amerikanischen Website King World News liegt eine entsprechende Nachricht des US-Justizministeriums vor, in der die erforderlichen rechtlichen Schritte angekündigt werden.

Fachleute schätzen, dass etwa 70 bis 80 Mal soviel Silber auf dem Papier existiert, wie an physischem Metall. Durch das Jonglieren mit diesen Unmengen an virtuellem Silber und abgesprochenen Verkäufen konnte der Preis seit Jahren hervorragend manipuliert werden. Das geht, solange alle daran glauben, mitspielen und massenhaft virtuelles Silber gekauft und verkauft werden kann.

Ähnlich läuft es beim Gold ab. Die tatsächliche Menge an vorhandenem Gold ist nur ein Bruchteil dessen, was an den Weltbörsen gehandelt wird. Die Schätzungen laufen weit auseinander.

Wenn die einfachen Bürger nun damit beginnen, ihre Vermögen in Gold umzuschichten, könnte es nicht nur einfach wegen der steigenden Nachfrage eng werden. Jede Unze Gold und Silber, die dem Markt tatsächlich entzogen wird und in den Häusern der Bürger verschwindet, treibt den virtuellen Edelmetallmarkt weiter in die Enge. Sobald ruchbar wird, dass Lieferausfälle vorkommen, werden die Edelmetallpreise nicht mehr zu halten sein.

Falls Sie Gold oder Silber kaufen: Holen Sie sich die physische Ware zum anfassen und behalten.

http://info.kopp-verlag.de/news/eine-minute-vor-zwoelf-bank-run-in-griechenland-run-auf-edelmetall-in-deutschland.html

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Gruß

Der Honigmann

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