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Soeben wird gemeldet, dass man auch in Australien riesige Schieferölvorkommen entdeckt hat. Sie erreichen das Volumen, das in Saudi-Arabien liegt. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Abbauwürdigkeit für das gesamt Ölfeld noch nicht hinreichend geprüft wurde. Deswegen wird in den Meldungen eine Spannweite von sofort abbauwürdigen 3,5 Mrd bis 233 Mrd Barrel genannt.

Ein alter Minenkipper markiert den Eingang von Coober Pedy. Bild REX FEATURES

Es handelt sich um die Region um die Minenstadt Coober Pedy . Wie der britische Telegraph meldet, wird der Wert des Fundes auf mehrere Billiarden US$ geschätzt. Damit hat Australien die Chance vom Ölimporteur zum Ölexporteur zu werden, sagt Peter Bond von der Linc Energy in Brisbane, die die Funde beobachtet und bewertet.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gebiet in dem die Fund gemacht wurde, nur sehr dünn besiedelt sind.

Dirk Maxeiner von ACHGUT beschreibt diesen Fund so:

Nach den USA wird wohl jetzt auch Australien zum Öl-Eldorado. Anstatt wie prophezeit zur Neige zu gehen explodieren die fossilen Energievorräte des Planeten geradezu. Die Energiewende kommt mächtig in Schwung – allerdings ganz anders als man sich das in Deutschland erträumt. Und hier der Song dazu.

Michael Limburg, EIKE

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/energiewende-auf-australisch-riesige-oelfunde-von-der-groesse-saudis-arabiens/

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Gruß an die Aborigines

Der Honigmann

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Von Antony Watts. Richard Parncutt, Professor für systematic Musicology an der Universität Graz zufolge sollten Menschen wie Watts, Tallbloke, Singer, Michaels, Monckton, McIntyre und ich selbst (es sind zu viele, um sie alle zu nennen) hingerichtet werden. Obwohl er sagt, dass dies seine „persönlichen Meinungen“ seien, sind sie auf der Website der Universität gelistet.

Bild rechts: Richard Parncutt

Für all das Geblöke jener, die sagen, dass sie echte „Todesdrohungen“ erhalten hätten, bekommen wir jetzt  Diskussionen von Professoren über die Hinrichtung von Skeptikern (die weichgespülte neue Version hier und die härtere Ursprungsversion hier; Anm. der Redaktion), die die tyrannische Macht des Staates ausüben. Wurde er vom Staat bezahlt, um diese simplizistischen, kindischen „Lösungen“ zu nennen? Zahlen die Steuerzahler die Ausgaben für die Website? (Und was zum Kuckuck ist Systematic Musicology?).

Prof. Richard Parncutt sagt:

„Ich war immer in jedem Fall gegen die Todesstrafe…”

Selbst Massenmörder (wie Breivik) sollten meiner Meinung nach nicht hingerichtet werden.

Leugner der globalen Erwärmung fallen in eine vollständig andere Kategorie als Behring Breivik. Sie verursachen schon jetzt den Tod von hunderten Millionen Menschen in der Zukunft. Wir können von Milliarden sprechen, aber ich mache eine vorsichtige Schätzung“.

Konsequenzen

Falls eine Jury von hinreichend qualifizierten Wissenschaftlern schätzt, dass ein existierender GW-Leugner schon jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit (sagen wir mal 95%) den Tod von über einer Million Menschen in der Zukunft verursacht hat, sollte er/sie zum Tode verurteilt werden. Das Urteil würde dann in lebenslänglich umgewandelt, wenn der Angeklagte seinen Fehler zugibt, echte Reue zeigt UND signifikant und konstruktiv an langzeitlichen Programmen mitarbeitet (aus dem Gefängnis heraus), um die Folgen von GW zu reduzieren – unter Verwendung von vielen der Methoden, mit denen zuvor die Leugnung verbreitet worden ist. Am Ende dieses Prozesses würden einige GW-Leugner ihren Fehler niemals zugeben und als Konsequenz hingerichtet werden. Vielleicht ist das der einzige Weg, die Übrigen von ihnen zu stoppen. Die Todesstrafe wäre hinsichtlich der enormen Zahl von geretteten Leben in der Zukunft gerechtfertigt.

Widerruft, ihr närrischen Leugner, oder wir werden euch töten! Jawoll! Willkommen in der aktuellen wissenschaftlichen Debatte!

Wer sollte sterben? Jeder bei Desmog Genannte:

Ohne die GW-Leugner wäre inzwischen schon viel mehr geschehen. Eine erstaunliche Anzahl von Menschen glaubt immer noch, dass GW eine Sache ist, die von Wissenschaftlern mit hintergründigen Motiven aufgebracht worden ist. Die lange Liste der Klimawandel-Leugner und ihre Geschichten steht bei desmogblog.

Also wird die Datenbasis der Leugner zur „Todesliste“. Zur von PR-Experten zusammengestellten Liste auf einer öffentlich geförderten Schmierenseite, die von grünen Körperschaften am Markt profitieren.

Aber das ist ok, er schließt einen Vorbehalt mit ein, wenn er sagt, dass er nicht das gesagt hat, was ich oben zitiert habe, so dass er später behaupten kann, dass er nicht den wirklichen Tod von wirklichen Menschen diskutiert hat:

Bitte beachten Sie, ich habe nicht gesagt, dass die Todesdrohung ausgeführt werden sollte. Ich präsentiere lediglich ein logisches Argument. Ich bin weder Politiker noch Rechtsanwalt. Ich denke lediglich laut über ein wichtiges Problem nach.

Und jetzt fühlen wir uns alle viel besser, oder?

Aber ernsthaft, Leugner der globalen Erwärmung sind das schlimmste Pack auf dem Antlitz der Erde, schlimmer als Holocaust- oder Tabak-Leugner, schlimmer als jemand, der Häuser in die Luft sprengt und massenhaft Kinder erschießt:

Ich glaube nicht, dass herkömmliche Massenmörder wie Breivik zum Tode verurteilt werden sollten. Das Gleiche gilt für Tabak-Leugner, die ich nicht für schuldig genug halte, die Todesstrafe zu verdienen, trotz der enormen Zahl von Todesfällen durch die mehr oder weniger direkte Leugnung der Schädlichkeit von Tabak. GW ist aber anders. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dies den Tod von hunderten Millionen verursachen. Aus diesem Grunde schlage ich vor, dass die Todesstrafe für einflussreiche GW-Leugner angemessen ist.

Die Todes-Argumentation geht folgendermaßen:

Woher weiß er, dass wir einer Katastrophe entgegen gehen?

Das weiß er, weil er einen Blog gelesen hat, der vorgibt, wissenschaftlich zu sein und das auch sagt. Die gleiche Site verbreitet persönliche Angriffe auf Menschen und benutzt Kindergarten-Ausdrücke (wie „Leugner“ und „Christie Crocks“) und wird im gesamten  Internet  verworfen. Aber der Prof. ist zu wenig im Argumentieren geübt, als dass er die billigen Tricks durchschaut, und er hat nicht daran gedacht, nach „SkepticalScience debunked“ zu suchen. Oops!

Seine Killer-„Mathematik“ (wenn man es so nennen kann)

…betrachtet man die inhärente Unsicherheit hinsichtlich von Klimaprognosen, müssen selbst übertriebene Aussagen als im Bereich des Möglichen angesiedelt betrachtet werden, wenn auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit. Man überlege: Falls 10 Millionen Menschen mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% sterben werden, ist das das Gleiche wie dass eine Million mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% sterben.

Er wiederholt das:

Um die Argumentation klar zu machen: geben wir den GW-Leugnern die Belohnung für den Zweifel, und stellen wir uns vor, die Wissenschaftler liegen mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch; sagen wir 90%. Wenn sie recht haben, werden einige 100 Millionen Menschen als direkte Folge von GW sterben. Vielleicht mehr als eine Milliarde Menschen, aber das ist eine vorsichtige Schätzung. Falls die Wahrscheinlichkeit, dass dies so kommt, nur 10% beträgt, werden im Endeffekt 10 Millionen Menschen sterben. Dies sind die Zahlen, mit denen die GW-Leugner spielen, was sie als „freie Meinungsäußerung“ darstellen.

Selbst wenn also die „Leugner” recht haben, sind sie immer noch mörderisch und sollten exekutiert werden. Ooo-K.

Offensichtlich kam ihm nicht in den Sinn, dass kaum jemand durch die globale Erwärmung sterben wird, wenn die Skeptiker recht haben und die Welt sich nicht erwärmt. Das ist „Null“, oder? (Ich kenne Kinder in Grundschulen, die das verstehen können).

Schlimmer noch, das Scheitern seiner Theorie könnte viel mehr Menschen töten als das Scheitern der Skeptiker: hunderttausende Menschen in der Dritten Welt verhungern, weil wir ihren Mais in unsere Autos gepumpt haben; Kinder leiden unter der grünen Verschmutzung in Brasilien, andere sterben, weil sie vergeblich auf Arzneien oder Moskito-Netze warten, während wir Deiche gegen Flutwellen errichten, die vielleicht niemals kommen. Andere leiden lebenslang unter Blindheit, Durchfall, Malaria oder Austrocknung. Sie könnten geheilt werden, wenn wir mehr Geld für Ärzte oder sauberes Wasser anstatt für Solarfarmen ausgeben würden. Falls sich die Welt abkühlt und wir nicht vorbereitet sind, werden Millionen durch Hunger sterben, weil die Weizenernte durch Frost vernichtet worden ist.

Wie bedeutungslos ist heutzutage eine Professur an einer Universität? Wo „höhere Bildung“ nicht dazu führt, Menschen beizubringen, wie man argumentiert, ihnen nicht den Wert der freien Rede nahe bringt und ihnen nicht die Bescheidenheit vermittelt, nichts zu sagen, wenn sie nichts wissen.

Ich glaube nicht, dass es wert ist, einem Mann zu schreiben der nicht argumentieren kann, aber es gibt Leute an seiner Universität, die wissen müssen, was Parncutt sagt. Ist die Universität Graz eine seriöse Universität?

Prof. Parncutt glaubt auch, dass wir globale Steuern auf Wohlstand brauchen (was eine globale Bürokratie bedeutet, die man braucht, um solche globale Förderung zu verwalten). Da er ein World Future Council fordert, ist das eine rote Flagge, und ich fordere, dass Skeptiker das sorgfältig lesen. Sie sagen, sie sind die Stimme zukünftiger Generationen. Aber sie sprechen nicht im Namen meiner Nachkommen.

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Dank an Andy Wilkins.

Aktualisierung: Die Seite ist verschwunden, aber wir haben eine Kopie.

Während sich dies in der Welt der Skeptiker ausbreitet, wurde die Website entfernt. Glücklicherweise (in einer seltsamen Bedeutung des Wortes) hat Tallbloke eine Kopie der gesamten Site, so wie sie erschienen war. Daher können Sie das immer noch lesen. Auch bei WUWT gibt es eine Diskussion, und Anthony [Watts] war geistesgegenwärtig genug, diese Seiten zu speichern, bevor die Universität sie kassiert hat. Danke für den website link.

Anthony Watts

Link: http://joannenova.com.au/2012/12/death-threats-anyone-austrian-prof-global-warming-deniers-should-be-sentenced-to-death/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/oesterreichischer-professor-leugner-der-globalen-erwaermung-sollten-hingerichtet-werden/

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Gruß an die Richter

Der Honigmann

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Analysten an der Bank of America Merrill Lynch zufolge könnten die Ölpreise in den USA irgendwann im Laufe der nächsten zwei Jahre an einen Punkt kommen, an dem sie unter 50 Dollar pro Barrel fallen. Aber erwarten Sie nicht einen korrespondierenden Rückgang der Gaspreise

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Die Analysten bei Merrill erwarten, dass die Ölpreise in den USA über diesen Zeitraum im Mittel immer noch bei 90 Dollar pro Barrel liegen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die globalen Ölpreise, die den Benzinpreis in den USA viel eher bestimmen, hoch bleiben, da das Wachstum der Ölvorräte dem Wachstum der Bevölkerung und dem ökonomischen Output hinterher läuft.

Der Rückgang der USA-Ölpreise würde wahrscheinlich nur vorübergehend sein wegen der sich ergebenden Schwierigkeiten, riesige Mengen neuen Öls von Orten wie dem Bakken-Feld in Nord-Dakota oder dem Eagle Ford-Feld in Texas auf den Markt zu werfen. Schon jetzt hat die ganze neue Erzeugung zu einer Ölschwemme in der Region geführt.

„Niemand hat erwartet, dass der Output im vorigen Jahr um eine Million Barrel pro Tag zunehmen werde”, sagte Francisco Blanche, der Leiter Verbrauchsforschung [commodity research] auf einer Pressekonferenz in New York. „Niemand!“

Als Folge hat sich das Öl in Cushing in Oklahoma angesammelt – der Heimat der des Zusammenflusses verschiedener Pipelines und Dutzender Ölspeicher bei West Texas Intermediate (WTI), die als Schlüsselpunkt für den am meisten genannten Ölpreis in den USA fungieren.

eike-LogoDas Problem für die Autofahrer in den USA besteht darin, dass das WTI-Rohöl nur einen kleinen Anteil des Öls ausmacht, das in den USA zu Benzin verarbeitet wird. Und die Preise für andere Arten von Öl – wie Louisiana Light Sweet, Alaskan North Slope oder Bonny Light aus Nigeria – bleiben hoch.

Tatsächlich sagte Blanche, die US-Regierung könnte Exporte von WTI genehmigen, wenn sie will, dass der Öl-Boom in diesem Land weitergeht, da 50 Dollar pro Barrel unter den Kosten der Erzeugung liegen.

Merrill sagte auch eine relative Delle  bzgl. des ökonomischen Wachstums sowohl in den USA als auch global während der kommenden Jahre vorher.

Den Vorhersagen der Bank zufolge wird die US-Wirtschaft 2013 um  1,5% und 2014 um 2,8% wachsen. Global sieht man dort 2013 ein Wachstum von 3,2%, bevor es sich wieder dem mittleren Niveau von 3,9% im folgenden Jahr nähert.

Aber es gibt einige gute Nachrichten für Investoren.

Fortgesetzte hohe Preise und niedrige Renditen auf Anleihen plus die erfolgreiche Umschiffung der sog. fiskalen Klippe [= Lösung der Haushaltskrise in den USA, A. d. Übers.] und sich verbessernde Aussichten in Europa bedeuten, das Geld in die Aktienbestände fließt. Renditen können sich 2013 zwischen 9% und 16% bewegen, während S&P 500 ein absolutes Maximum erreichen könnte, sagt die Firma.

„Wir sind uneingeschränkt optimistisch für 2013, wenn es um den Kapitalmarkt in den USA geht“, sagte Savita Subramanian,, Leiterin der US-Marktforschung.

Sektoren nach dem Geschmack der Banken: Technik, Energie und Industrien. Was man vermeiden sollte: Sprachdienste [telecoms] und Energieversorger [utilities].

Steve Hargreaves

Link: http://money.cnn.com/2012/12/11/news/economy/oil-prices/index.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/oelpreise-in-den-usa-koennten-auf-50-dollar-sinken/

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Gruß an die Ölmultis

Der Honigmann

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Die Confederation of Paper Industries (CPI) hat ihrer ‚Besorgnis’ Ausdruck verliehen, dass die kommenden politischen Maßnahmen hinsichtlich Energie, Kohlenstoff und Umwelt manche Energien in UK so teuer machen, dass es die energieintensiven Industrien (EEIs) wie die Papierindustrie außer Landes treiben würde.

David Workman, Generaldirektor der CPI, hat jetzt an Schatzkanzler George Osborne geschrieben und gewarnt, dass die ‚kumulativen Auswirkungen’ der Politik, die die Reduktion von Kohlenstoffemissionen zum Ziel haben, die Kosten der Papierindustrie bis zum Jahr 2020 um viele hundert Millionen Pfund steigen lassen werden. Workman zufolge macht die Industrie jährlich 5 Milliarden Pfund Umsatz und beschäftigt direkt und indirekt etwa 100 000 Menschen.

Im ‚Namen der auf die Papierherstellung basierenden Industrien in UK’ sagte Workman, dass das bevor stehende Herbst-Statement des Kanzlers (geplant für den 5. Dezember) ein wichtiges Forum sein wird, einige dieser Sorgen anzusprechen. Dies deswegen, weil das Jahr 2013 die Einführung zahlreicher Kohlenstoff reduzierender Maßnahmen markiert einschließlich des EU Emissions Trading Systems, des Carbon Price Floor [?] sowie der ‚neuen und herausfordernden’ Ziele zum Climate Change Agreement.

Bild: David Workman

‚Die CPI erkennt an, dass die Koalitionsregierung während der vergangenen zweieinhalb Jahre  eine Anzahl von Maßnahmen in Kraft gesetzt hat, um die Auswirkungen der Aktivitäten für die hoch ambitionierten Ziele in UK zur Kohlenstoffreduktion und den Erneuerbaren abzufedern. Das Paket mit den 250 Millionen Pfund für die EEIs aus dem Herbst 2011 waren eine willkommene Maßnahme, aber nur ein Tropfen im Ozean dessen, was erforderlich ist, um die kumulativen Auswirkungen der Kosten der Regierungspolitik zu minimieren’, schrieb Workman.

Unter Hinweis auf die Tatsache, dass die UK-Papierfabriken jetzt 42 Prozent (1,6 Millionen Tonnen) weniger fossile Treibstoffe für jede hergestellte Tonne Papier verbrauchen als im Jahr 1990 (nachzulesen im DECC-Bericht zu Klimaänderungs-Abkommen 2011), sagte Workman, dass die Industrie ‚ihren Beitrag geleistet’ hätte und es jetzt Sache der Regierung ist, die ‚Auswirkungen abzuschwächen’, die das Erreichen der UK-Ziele bzgl. Kohlenstoffreduktion und Erneuerbare mit sich brächten.

Er räumte ein, dass die Papierherstellung ‚an sich ein energieintensiver Prozess’ ist und dass daher die Hersteller in UK international angemessene Energiepreise brauchen, um wettbewerbsfähig und weiterhin attraktiv für Investitionen im Inland zu bleiben.

‚Ein Beispiel einer verfehlten Politik ist der bevor stehende Carbon Price Floor (CPF), durch den die Stromkosten in UK als zusätzliche Steuer auf fossile Treibstoffe zur Stromerzeugung aufgebläht werden. Dies wird als grüne Maßnahme präsentiert, scheitert aber an zwei wesentlichen Schlüsselstellen.eike-Logo

Technisch wird das Bestreben nach einer Reduktion der Kohlenstoffemissionen nicht erfolgreich sein, weil die generellen EU-Emissionen nicht reduziert werden, was bedeutet, dass die Industrien anderswo in der EU von niedrigeren Kosten profitieren werden. Praktisch wird die Industrie in UK in garantiert höheren Energiepreisen gefangen sein als anderswo. Während schon das Ausgangsniveau der Besteuerung besorglich ist, bedeuten die damit einher gehende Zunahme der jährlichen Kosten dieser politischen Maßnahmen eine Eskalation. Die steigenden Stromkosten in ganz UK – Zahlen vom DECC zeigen substantiell höhere Strompreise bis zum Jahr 2020, wonach sie wieder sinken könnten – garantieren jetzt Schmerzen, die vielleicht später etwas abnehmen’.

Workman schloss, indem er einige Maßnahmen umriss, die ‚die Industrie im nächsten Herbstbericht gerne sehen würde’:

● ‚Unterstützung für ein grundlegendes Programm zur Energieeffizienz für die Industrie’ durch Bereitstellen einer ‚substantiellen’ Menge des Geldes, das von der Industrie durch den Zertifikatehandel (ETS) und der CPF-Besteuerung zu diesem Zweck erhoben wird.

● Ein ‚Überdenken’ der explodierenden CPF-Kosten, weil eine Zunahme der mit Strom zusammen hängenden Kohlenstoffkosten von effektiv Null im Jahr 2012 auf 33 Pfund pro Tonne Kohlendioxid ‚schlicht nicht nachhaltig wettbewerbsfähig’ ist. Die CPI sagt, dass sie am liebsten sehen würde, wenn man die CPF komplett streichen würde.

● ‚Belohnung und Unterstützung’ mittels Investitionen in die Stromerzeugung vor Ort zum Selbstverbrauch durch Befreiung von Steuern, da die gegenwärtige Politik ‚die wirtschaftliche Motivation von Investitionen’ zerstört.

● Man unterstütze die weitere Entwicklung von ‚effizienteren’ Wärme- und Stromerzeugung (CHP) durch Einspeisetarife oder ‚andere unterstützende Mechanismen’.

● Man ‚akzeptiere’, dass zur Energiesicherheit eine Mischung aus vielen Technologien zur Energiegewinnung erforderlich ist, und das Gas eine Hauptrolle spielen wird bis mindestens in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts.

Umweltbedenken

Der Brief markiert eine tiefer werdende Trennlinie zwischen der EEI-Industrien und der low-carbon industry und Umweltaktivisten, mit zunehmender Besorgnis über Osbornes und Energieminister Edward Daveys erkennbarer Bevorzugung, Gas als wesentlichen Bestandteil der Energiezukunft in UK zu erhalten.

Im September schrieb das unabhängige Committee on Climate Change (CCC) einen offenen Brief an Energie- und Klimaänderungsminister Ed Davey des Inhalts, dass die Regierung das rechtlich bindende Ziel einer 80-prozentigen Reduktion von Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 (verglichen mit dem Niveau von 1990) brechen könnte, wenn die Pläne neuer Investitionen in Gas weiter verfolgt werden.

‚Der extensive Gebrauch unverminderter gasbefeuerter Kapazitäten (d. h. ohne die CCS-Technologie) im Jahr 2030 und darüber hinaus wäre unvereinbar mit dem Erreichen der gesetzlichen Kohlenstoffziele’, schrieb die Gruppe und kritisierte weiter die ‚offensichtlich ambivalente Position der Regierung hinsichtlich der Frage, ob man versuchen sollte, ein System mit niedrigem Kohlenstoff oder eines auf Gas basierenden erschaffen sollte’.

Am 15. November haben Friends of the Earth ein Statement bekannt gemacht, in dem sie den Kanzler davor warnen, in dem demnächst veröffentlichten Energiegesetz ‚die Nation am Gashaken hängen zu lassen’.

„Bis das Energiegesetz veröffentlicht wird, kennen wir die Energiepolitik der Regierung nicht. Aber wir wissen sehr wohl, dass sich der Kanzler für ein Gesetz stark macht, dass die Nation für Jahrzehnte weiter von schmutzigem und zunehmend teurem Gas abhängig halten will“, sagte die Leiterin der Kampagnen von Friends of the Earth.

„Der Premierminister muss handeln, um führende Konservative wie George Osborne davon abzuhalten, eine anti-grüne Agenda zu verfolgen und das Vertrauen von Investoren in grüne Energie zu untergraben.

Dem Klimawandel zu begegnen war ein Schlüsselpart von David Camerons Plänen, die Conservative Party zu modernisieren – aber bevor er nicht die Dinosaurier in seiner eigenen Partei unter Kontrolle hat, wird er kaum Erfolg damit haben”.

Annie Reece

Read the full CPI letter to the chancellor.

http://www.resource.uk.com/article/UK/Government_policies_bad_news_UK_paper_industry-2433

Link: http://www.resource.uk.com/article/UK/Government_policies_bad_news_UK_paper_industry-2433#.UKdWSmdXeNB

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Wie in früheren Artikeln: die hier beschriebenen Vorgänge in UK sind in D ja wohl noch viel stärker ausgeprägt!

C. F.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/grossbritannien-politik-der-regierung-schlechte-nachricht-fuer-papierindustrie/

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Gruß an EIKE

Der Honigmann

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Apocalypse soon: Demnächst startet in Doha, Katar, die UN Klimagipfelkonferenz. Da müssen wir wieder ganz stark sein.

Die nächste IPCC Quasselrunde steigt in DOHA

In zwei Wochen ist es wieder so weit: Die alljährliche Klimagipfelkonferenz tagt. Man darf gespannt sein, welche Schreckensbilder das Treffen 2012 in Doha, der Hauptstadt des Wüstenstaates Katar, mit sich bringen wird. Werden unsere Medien wieder 14 Tage lang den Alarmzustand ausrufen, wie es in früheren Jahren der Fall war, in Bali, Bangkok und vor allem in Kopenhagen? Natürlich: Das ZDF und sein notorischer Moderator des Weltuntergangs, Claus Kleber, gewiss. Aber die anderen?

Eines ist heute schon klar, und offenbar will es auch niemand bezweifeln: Formell herauskommen wird nichts außer viel heißer Luft, die sich ja immer dort bildet, wo sich 20.000 bis 25.000 Experten, Regierungsvertreter, Journalisten und andere Beobachter treffen, zwangsläufig. Es ist schon eine ziemliche Unverfrorenheit und zeigt einmal mehr die Unbeweglichkeit der internationalen Klimamaschinerie und vor allem derer, die daran verdienen, dass solche Treffen mit Kosten in Höhe von bald einer halben Milliarde Dollar auch nach jahrzehntelanger nackter Erfolglosigkeit nie ernsthaft in Frage gestellt werden.

Die Frage ist, wie dramatisch das allfällige Rahmenprogramm ablaufen wird: Szenarien, Simulationen, Projektionen darüber, dass alles noch viel schlimmer werden wird als bisher schon angenommen. Die Strategen dieses Pfades werden uns mithilfe „neuer Studien“ wieder glanzvoll ihre bekannte Gratwanderung vorführen: Wachrütteln mit dem Ruf, es sei eigentlich alles bereits zu spät, aber bei Laune halten mit dem

Hinweis, ein Zeitfenster zum Handeln im Sinne des Klimaschutzes bliebe eine kurze Zeit noch offen – jenes Zeitfenster, das ja inzwischen seit Jahrzehnten von Konferenz zu Konferenz mitwandert, aber wundersamerweise nicht kleiner und nicht größer wird, rechnergestützt, versteht sich (kein Wunder, an der globalen Temperatur ändert sich seither ja auch nichts wirkliches, könnte man boshaft hinzufügen).

Klar ist: Das Kyoto-Protokoll läuft Ende des Jahres aus und es wird ganz sicher kein Folgeabkommen beschlossen werden, in Doha nicht, und nächstes Jahr auch nicht. Außer der EU will das auch niemand, und selbst innerhalb der Gemeinschaft gäbe es genügend Länder – vor allem in Osteuropa – die sich nicht als Vorkämpfer einer noch schärfer bindenden internationalen Vereinbarung beweisen wollten. Klar ist aber auch, dass die EU hier ihre internationalen Verpflichtungen einlösen wird, 20 Prozent Minderung des CO2-Ausstoßes bis 2020 gegenüber 1990 sind so gut wie geschafft.

Statt dies zu loben und – ihrer Logik folgend – das Hinterherhinken der anderen Länder zu brandmarken, werden die Agitatoren der Nichtregierungsorganisationen nach Kräften draufsatteln und von der EU die Erhöhung der eigenen freiwilligen Ziele einklagen. Würde die EU 25 Prozent zusagen, käme die Forderung nach 30 Prozent, und so weiter, zur Not auch hier ein deutscher Alleingang mit viel mehr Prozent, wohl wissend, dass dies am CO2-Aufkommen in der globalen Luft vielleicht ab der achten oder neunten Stelle hinterm Komma bei den Prozentangaben wirksam würde. Aber darauf kommt es nicht an. Politisch nicht, stofflich schon gar nicht.

Natürlich ist es für die Propheten des Weltuntergangs frustrierend, dass außerhalb Europas niemand so recht mitziehen will – das diesjährige Gastgeberland sicher auch nicht, es ist das Land mit dem höchsten Prokopf-Ausstoß von Kohlendioxid, das obendrein an diesem Stoff auch noch glänzend verdient. Indes wäre es wohl nicht falsch, bei den Verweigerern internationaler Verpflichtungen nicht nur ökonomische Zwänge zu vermuten, sondern auch wachsenden Zweifel daran, dass die Erde auf absehbare Zeit verglühen könnte, in Russland, Kanada, China – und sogar auch in Großbritannien und vielen anderen Ländern. In den USA hat bis kurz vor Schluss das Thema Klimaschutz im Präsidentschaftswahlkampf zum ersten Mal gar keine Rolle mehr gespielt. Die Entwicklung der globalen Temperatur über die letzten eineinhalb Jahrzehnte geht mit dieser Entwicklung einher.

Greenpeace und seine Freunde könnten, ja müssten deshalb auf alle diese Staaten als Frevler, als „unheilbare Skeptiker“ eindreschen. Doch um nicht den brisanten Eindruck aufkommen zu lassen, die Zweifel an den  deutschen Weltuntergangsszenarien würden international wachsen, werden alle zarten Knospen von Bekenntnissen aus diesen Ländern gepäppelt. Wenn etwa China – ein Land, in dem jeden Tag ein Kohlekraftwerk in Dienst gestellt wird – laut darüber nachdenkt, die Solarindustrie und die Windkraft zu fördern, um die Volkswirtschaft zu modernisieren, reihen die Regenbogenkrieger das Land schon fast rührend in die großen internationalen Vorbilder ein. Sogar China habe es jetzt eingesehen, heißt es. Propaganda ist eben alles.

Und dann ist da immer noch eine ganze Staatengruppe, die sich noch besser einsetzen lässt, gewiss auch in Doha: Die kleinen Inselstaaten und anderen Länder, die sich als Lobbygruppe der Klimaopferstaaten zusammenfanden. Sie schlagen schon lange Alarm, und sie müssten es ja am besten wissen, heißt es da, was in ihren Ländern vor sich geht. Der klare Beweis also, dass der Klimawandel längst dabei sei, den Weltuntergang herbeizuführen, im Wortsinne; natürlich, der Meeresspiegel. Also wird die Gruppe dieser Länder wieder eine herausragende Position einnehmen in der öffentlichen Darstellung. Ein Schelm, der hier vermuten würde, die Vertreter der kleinen Inselstaaten sprechen deshalb im selben Wortlaut wie Greenpeace und Gleichgesinnte, weil es ihnen um Transferleistungen der Industriestaaten geht, um Klimaausgleichsgelder. Eine win-win-Situation: Greenpeace kassiert durch ihre Solidarität mit Vanuatu Spendengelder, Vanuatu dafür Klimaausgleichsgelder.

Natürlich werden in diesem Zusammenhang auch wieder die angeblichen Auswanderungsverträge zwischen den kleinen, angeblich absaufenden Atollen und Australien oder Neuseeland hervorgezaubert werden, die schon heute den großen Strom von Klimaflüchtlingen lenken würden. Dass diese Verträge seit vielen Jahrzehnten bestehen, weil die äußerst kargen, unfruchtbaren Koralleninseln einfach lange Zeit unter einem untragbaren Bevölkerungswachstum litten, und dass sie mit dem Meeresspiegelanstieg nichts zu tun haben, hat dieser Lesart noch nie einen Abbruch getan. Wie auch die nicht ganz unbedeutende Erkenntnis aus Luftaufnahmen, die Wissenschaftler vor vier Jahren veröffentlichten und rund um die Welt unwidersprochen verbreiteten, dass nämlich die meisten jener Südseeinseln, um die es in dieser Diskussion geht, in ihrer Ausdehnung in den letzten 50 Jahren gewachsen sind statt geschrumpft – ähnlich übrigens wie das vielzitierte Bangladesch.

Die Argumentationslinien sind inzwischen zu einem Ritual geworden. Alles ist absehbar. Auch dass man als Ersatz für ein aussichtsloses Klimarahmenabkommen wieder über Emissionszertifikate sprechen wird und daraus womöglich einen Erfolg strickt, wäre nichts wirklich Neues. Irgendwie muss die halbe Milliarde an Kongresskosten ja gerechtfertigt werden.

Der Rahmen ist also abgesteckt. Das heißt nicht, dass es langweilig wird. Eine Konferenz mit einem derartig hohen Anspruch und gleichzeitig derart absehbarer Erfolglosigkeit wird zwangsläufig wilde Blüten treiben. Im Vorfeld der Konferenz und während der Tagung. Wir werden also genügend zu diskutieren haben, auch hier im Blog „Donner und Doria“ in den nächsten Tagen und Wochen. Ich freue mich darauf.

Ulli Kulke, Die WElt; zuerst erschienen auf seinem Blog “Donner und Doria”

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/endlich-wieder-welt-klimagipfel-das-alljaehrliche-klimaritual/

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Gruß an den Klimagipfel

Der Honigmann

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Am 20.9.12 brachte das ZDF im “heute journal” einen Katastrophenbericht zur diesjährigen Rekord-Schmelze des arktischen Meereises. (s.u.) Die gleichzeitige Rekord-Ausdehnung des antarktischen Meereises wurde hingegen mit Stillschweigen übergangen. Darauf von EIKE und anderen angesprochen, brachte Claus Kleber im ZDF “heute journal” am 8.10.12 einen Beitrag zu beiden Phänomenen. Und der hatte es in sich. ….

ZDF Anchorman Dr. Claus Kleber

….Die Rekord-Ausdehnung des antarktischen Meereises wurde als kurzfristiges Wetterphänomen hingestellt, während der Eisrückgang in der Arktis  als Folge des anthropogen induzierten Klimawandels erklärt wurde. Als Kronzeuge wirkte ein Prof. Peter Lemke vom AWI; einschlägig bekannter IPCC Follower und Leitautor der Berichte AR4 und des kommenden AR5. Der packte die günstige Gelegenheit beim Schopf. Er ließ es sich nicht nehmen, sogar von einem drohenden Abschmelzen beider Pole zu reden.
Der Beitrag schloss mit der düsteren Behauptung, dass die anthropogene Klimaerwärmung die ganze menschliche Zivilisation bedrohe. Insgesamt war der Beitrag Meinungsmache vom Schlimmsten, aber in seiner Übertreibung schon wieder unfreiwillig komisch. Man merkte sofort die bemühte Absicht Gegensätzliches um jeden Preis passend zu machen. Wir setzen ihm in einem gemeinsamen Beitrag von “Die kalte Sonne” und EIKE die Fakten entgegen,. Lesen Sie selbst:

Das “ZDF-heute-journal” biegt sich das antarktische Meereis zurecht: 30 Jahre Eiszuwachs werden als „aktuelles Wetter“ verkauft

Wenn sich die Menschen auf der Nordhalbkugel über den Sommer freuen, blasen die Bewohner der Südhalbkugel Trübsal und müssen sich durch den Winter kämpfen. Das weiß jedes Kind. Grund hierfür ist die Neigung der Erdachse. Der Nordpol liegt dann monatelang im gleißenden Sonnenlicht, während in der Antarktis nicht enden wollende Dunkelheit herrscht.

So war es auch in diesem Jahr. Das Eis des Nordpolarmeeres schmolz dabei bis zum  September auf ein neues Minimum seit Beginn der Satellitenmessungen vor gut 30 Jahren, was in den Medien lang und breit als “nie-da-gewesene” wissenschaftliche Sensation und Bedrohung für die Menschheit thematisiert wurde. Im Alarmisten-Jubel über den neuen Schmelzrekord in der Arktis ging jedoch weitgehend unter, dass es auch in der winterlichen Kälte der Antarktis einen neuen “Rekord” gab – “unangenehmerweise”, jedoch mit umgekehrten Vorzeichen: Das antarktische Meereis bedeckte plötzlich eine so große Fläche wie „noch nie“ zuvor während der gesamten Satelliten-Ära. Aber aus irgendeinem Grund interessierten sich die Medien kaum dafür. Nur einige wenige Journalisten wie z.B. bei SPON (hier) berichteten kurz darüber, sonst meist nur kurz in der bunten Rubrik „Vermischtes“.

Darauf von uns angesprochen, ließ sich der heute journal-Moderator Claus Kleber nicht zweimal bitten und nahm das Thema großzügig in seine Nachrichtensendung auf. Dafür sollte man ihm danken. Denn Claus Kleber ist nicht gerade dafür bekannt, eine neutrale Position in der Klimadiskussion zu besitzen. In einer Klimasendung aus dem Februar 2012 hatte Kleber einseitig Partei für die Weltklimaratsseite ergriffen (siehe Rainer Hoffmanns Analyse bzw. Beitrag im kalte-Sonne-Blog). Die wissenschaftlichen Belege und Argumente einer stärkeren Berücksichtigung von natürlichen Klima-Faktoren am Klimageschehen stuft er darin abwertend als „Mindermeinung” ein. Klebers IPCC-unterstützende Redaktion wäre hingegen vollkommen unparteiisch: “Uns geht‘s wirklich um die Sache!” Fragt sich nur, welche Sache Kleber da eigentlich meinte.

Jetzt, ein mehr als ein halbes Jahr später, wollte Claus Kleber wohl endlich eine gewisse seine “Unparteilichkeit” beweisen, und untersuchte hierzu im heute-journal also die beiden Eisrekorde. In der ZDF-Mediathek können Sie den Beitrag ab Minute 22:22 anschauen. Oder auch hier:

 

ZDF Beitrag im ”heute journal” vom 8.10.12 zur Arktis & Antarktis ; Mit Dank an R. Hoffmann für die Erstellung dieses Video - Clips

Klebers Autorin des Beitrages, die studierte Soziologin und langjährige Wissenschaftsredakteurin im ZDF, Frau Hildegard Werth, strickte die Geschichte bezeichnenderweise um das Forschungsschiff Polarstern, das vom Bremerhavener Alfred Wegener Instituts (AWI) betrieben wird und gerade von einer Nordmeerfahrt heimkehrte. Zur Auswahl hätte sicher auch eine Schalte in die Neumayer-III-Antarktisstation gestanden, welche ebenfalls vom AWI betrieben wird. Dort hätten vor Kälte zitternde Forscher jedoch nichts über eine Klimaerwärmung berichten können. Vielleicht ist die Auswahl der Rahmenstory schon ein erster Hinweis darauf, welcher Pol der Autorin wohl eher am Herz liegt?

Dann folgte der Auftritt des Prof. Peter Lemke, Physiker und Meteorologe am AWI. Und der schafft erst einmal “Klarheit” und legt sich unnötigerweise sofort einseitig fest:

„Wir können die globale Erwärmung nicht anders erklären als durch die Zunahme an menschengemachtem CO2, in den letzten 50 Jahren.“

Wow!!!

Weder Ruß, noch die wärmende Phase von Ozeanzyklen, noch die enorm hohe Sonnenaktivität der letzten Jahrzehnte scheinen hier einer Erwähnung wert. Statt einer wissenschaftlichen, feinen Grauabstufung haut Lemke mit dem Schwarz-Weiß-Holzhammer einfach drauf. Dies kommt nicht ganz überraschend, denn Lemke hatte sich bereits in der Besprechung des Vahrenholt/Lüning-Buches „Die kalte Sonne“ als überaus einseitiger Kommentator hervorgetan (siehe Medienecho vom 21.2.2012 im kalte-Sonne-Blog).

Aber ist Lemke eigentlich wirklich der unabhängige Wissenschaftler, der in der Klimadiskussion und im heute journal-Beitrag sachlich vermitteln könnte? Leider nein. Denn die Kleber-Mannschaft vergisst dem Zuschauer eine Winzigkeit mitzuteilen: Peter Lemke ist altgedienter Autor des Weltklimarats. Er hat bereits am letzten IPCC-Bericht von 2007 mitgewirkt und ist auch beim 5. Klimazustandsbericht des IPCC erneut maßgeblich beteiligt (siehe Pressemitteilung des AWI vom 23.6.2010). Lemke ist daher fest auf der alarmistischen Seite der Klimadiskussion verankert, und zugleich auch an den Geld-Töpfen der endlos sprudelnden Forschungs-Mittel für die Propheten des klimatischen Weltunterganges. Im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung hätte nun ein argumentativer Gegenpol zu Wort kommen müssen, oder zumindest einen neutraler Wissenschaftler. Warum fragte das ZDF eigentlich nicht z.B. Heinrich Miller, einen der renommiertesten Antarktiskenner und wirklichen AWI-Eisfachmann? Millers Sicht der Dinge sieht nämlich so aus:

Prof. Dr. Miller, daß “…Grönland zwar sehr wahrscheinlich an Masse verlieren wird, aber dieser Massenverlust durch verstärktes Abschmelzen in Grönland wird kompensiert durch eine Eiszunahme in der Antarktis”, und weiter “… nach den von uns berechneten Szenarien kommen wir zu dem Schluß, daß Veränderungen der großen Eismassen keinen Beitrag zu einem Meeresspiegelanstieg leisten werden”,

(Quelle: Prof. Dr. Heinrich Miller, Interview mit Professor Dr. Heinz Miller, Stellvertretender Direktor des Alfred-Wegener-Instituts. Er beschäftigt sich als Geophysiker mit Klimarekonstruktion und Eisdynamik, 03.11.2007 ; www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/bild_film_ton/tonbeitraege/miller_3112007_klimawandel/)

Prof. Dr. Miller : Die Daten von Nord- und Südpol widerlegen düstere Prophezeiungen, der Meeresspiegel könne in kurzer Zeit um mehrere Meter ansteigen. „Bis das Grönlandeis schmilzt, vergehen mehr als tausend Jahre“, versichert Miller, “denn es war in der Vergangenheit auch deutlich wärmer als heute, ohne dass die riesigen Gletscher verschwanden.“

Quelle: Bohrer im Eis, DIE ZEIT, 06.06.2007 , S.40

Nach diesem gründlich misslungenen Einstieg des ZDF entwickelt sich der Beitrag im Folgenden in eine geradezu komödiantische Richtung. Mit Wissenschaft hat dies jedenfalls nichts mehr zu tun. Die Ausgangsfrage war ja, inwieweit sich die Meereisbedeckungen an Nord- und Südpol miteinander vereinbaren lassen und was dies eigentlich über den Klimawandel aussagt. Der Rekordschmelze in der Arktis steht eine Rekord-Eisausdehnung in der Antarktis gegenüber. Gestützt auf Lemke behauptet nun das heute-journal kess, dass das arktische Schmelzen Folge des Klimawandels wäre, während der antarktische Eiszuwachs lediglich auf „Wind und Wetter“ zurück zu führen wären. Lemke erläuterte hierzu, dass der böse Wind das antarktische Eis raus aufs weite Meer gepustet hätte, und sich die offenen Bruchstellen dann hinterlistiger Weise einfach mit neuem Eis gefüllt hätten.

Zeit für einen wissenschaftlichen Faktencheck:

1) In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen ist ein wenigstens 50-jähriger Kälte-Trend in der Antarktis gesichert: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/klima-kaelte-trend-in-der-antarktis/

2) Betrachtet man die Ausdehnung des antarktischen Eises über den gesamten Satellitenzeitraum seit 1979, so ist eine langfristige Zunahme der Eisbedeckung über Jahrzehnte klar zu erkennen (siehe http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/klima-panik-orchester-spielt-in-der-antarktis/  sowie Abbildung auf Seite 190 in „Die kalte Sonne“). Dies umfasst also eine Zeit von mehr als 30 Jahren, was im Sinne der WMO-Definition ein Klimatrend ist ! Die Entwicklung als „aktuelles Wetter“ abzutun ist wissenschaftlich nicht haltbar.

3) Dazu wird der Wind als Verursacher bemüht. Ein netter Ablenkungsversuch, und ein Konstrukt zugleich. Richtig ist vielmehr, dass der Wind nicht in der Antarktis, sondern in der Arktis insbesondere an den beiden letzten arktischen Meereis-Minima 2007 und 2012 maßgeblich beteiligt war (siehe Zhang et al. 2008 und den kalte-Sonne-Blogbeitrag „Zu viel Rückenwind? Arktischer Meereisrekord auf dem Prüfstand“).

4) Zudem ist gesichert, dass die Arktis offensichtlich seit langem extremen undefinedTemperaturschwankungen ausgesetzt ist. Denn genau im Januar 1919 explodierten im hohen Norden die Temperaturen. So einen gewaltigen Temperaturanstieg wurde von der Meteorologie bisher nur dieses eine Mal gemessen und zwar auf Spitzbergen. Man kann es als Klimaknall bezeichnen. Zwischen den Wintermonaten (Jan/Feb) 1917 & 1918 einerseits und der Jahre 1919 & 1920 andererseits liegt eine Differenz von 16°C. Das gilt selbst dann noch, wenn man sich die Winter (D/J/F) der sieben Jahre 1912-1918 und 1919-1925 gegenüberstellt, die einen Sprung noch oben von 10° ergeben.  http://www.ozeanklima.de/Archiv/images/jan3b_09.jpgDoch nicht nur die Höhe des Anstiegs war verblüffend. Nicht weniger war die Tatsache, dass der Anstieg über zwei Jahrzehnte Bestand hatte und sich noch verstärkte, bis 1939, als der Zweite Weltkrieg seinen Lauf nahm. Die damalige Klima-Wissenschaft wunderte sich und zögerte nicht, das Ereignis und seine Fortdauer als „Klimarevolution“ zu bezeichnen[1].

Bild: Dokumentierte Temperaturschwankungen in der Arktis. Erwärmung seit 90 Jahren

Die Zuschauer haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es passieren konnte, dass das “ZDF-heute-journal” diese Forschungsergebnisse einfach ignoriert? Dürfen solche Zusammenhänge in einer neutralen Nachrichtensendung einfach ausgelassen werden, wenn sie nicht zur eigenen Sichtweise der Autorin bzw. Redaktion passen? Ein klarer Fall von einseitiger, selektiver Berichterstattung. Warum berichtet das “heute-journal” nicht über neue Studienergebnisse von der antarktischen Halbinsel, wo 7000 Jahre lang während der vergangenen zehn Jahrtausende Temperaturen herrschten, die auf dem heutigen Niveau lagen? (siehe kalte-Sonne-Blogbeitrag „Nacheiszeitliche Temperaturen der antarktischen Halbinsel lagen 7000 Jahre lang auf dem heutigen Niveau“).

Stattdessen setzt TV-Autorin Werth im Beitrag lieber noch ein Stoßgebet ab:

„Aber auch am Südpol wird sich die globale Erwärmung bald bemerkbar machen, da sind sich die Forscher einig“

Vermutlich meint die Autorin die zwei IPCC-Forscher, mit denen sie regelmäßig korrespondiert. Denn ansonsten hätte sie bereits bemerkt, dass es in der Wissenschaft keineswegs Einigkeit darüber gibt. Da hätte zum Beispiel ein kurzer Anruf nach Norwegen gereicht (siehe Blogbeitrag „Neue norwegische Studien: Ein erheblicher Teil der Klimaerwärmung der letzten 150 Jahre ist durch die Sonne verursacht“).

Der Schluss der aktuellen Kleber-Klimashow unterscheidet sich in keinster Weise vom Kleber-Film aus dem Februar 2012. Als Betthupferl wird den Leuten noch schnell mit der selbstverschuldeten Sintflut gedroht, ausgelöst durch schmelzendes Antarktiseis. Dies wäre dann das Ende der heutigen Zivilisation, heißt es. Wie wir bereits erwähnt hatten, schmilzt das antarktische Eis jedoch momentan gar nicht, sondern ist vielmehr auf dem Vormarsch. Dies gilt sowohl für das antarktische Meereis als auch das antarktische Inlandeis (siehe Blogbeitrag „Klimakatastrophe macht wohl einen Bogen um die Antarktis“ ).

Unklar ist zudem, wie eine im Film gezeigte Äußerung die heute-journal-Cutter-Schere überleben konnte. Ein Teilnehmer der Polarstern-Fahrt wurde nämlich gefragt, warum das Schiff denn nicht bis zum Nordpol weiterfahren konnte. Der Wissenschaftler antwortete wahrheitsgemäß, dass sie es wegen dem dicken Eis nicht bis dahin schaffen konnten. Diese Stelle muss bei der Endredaktion einer ansonsten selektiven Katastrophen-Hysterie wohl vom ZDF übersehen worden sein. Wie auch Kleber, Werth, als auch Lemke übersehen hatten, dass es z.B. div. U-Boote, Ende der 50er und Anfang der 60 Jahre des vorigen Jhh. gelungen war, ganz ohne Eisbrecher auch am Nordpol und in verschiedenen Gegenden der Arktis aufzutauchen und dabei locker die damals sehr dünne Eisschicht  durchbrachen. Wie es auch noch früher und immer wieder geschah, wie div. Berichte (s.o) zeigen.

Kontaktadresse heute & heute Journal ”Zuschauerredaktion@zdf.de Klaus” <zuschauerredaktion@zdf.de>

Autoren S. Lüning, K-E. Puls, M. Limburg,

[1] Ahlmann, H.W. (1946); “Research on Snow and Ice, 1918-1940”, The Geographical Journal, 1946, p.11-25.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/zdf-heute-journal-was-nicht-passt-wird-passend-gemacht-antarktische-rekordvereisung-ist-wetter-arktische-rekordschmelze-ist-klima/

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Gruß an die Pinguine

Der Honigmann

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Während die Medien – allen voran das ZDF- erneut über ein neues Rekord- Eisminimum der Arktis jubeln, sieht die Situation, klimatologisch seriös betrachtet, wesentlich entspannter aus. Denn der geschichtliche Kontext der Eisbedeckung wird von den Alarmisten und ihren Sprachrohren nur dann hergestellt, solange er in den Kram passt. Da es sich aber bei all diesen Phänomenen nicht um Folgen von Wetter oder Witterung, sondern um Klima handelt, ist für seriöse Vergleiche ein längerfristiger Zeitraum unabdingbar. Da dies in den Medien und ihren Zulieferern unterbleibt, holen wird dies hier mit einem Beitrag von Joe Bastardi nach.

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass die Eisbedeckung in der Arktis derzeit deutlich unternormal ist. Die AGW-Gemeinde bejubelt diesen Umstand als Beweis, dass die katastrophale globale Erwärmung über uns gekommen ist. Schließlich sind die aktuellen Werte von Luft- und Wassertemperatur als Beweis dafür ungeeignet, zeigen sie doch seit einigen Jahren eine Abkühlung. Da der CO2-Gehalt gleichzeitig immer weiter zunimmt, kann nicht mehr geleugnet werden, dass es hier keinen Zusammenhang gibt.

Wie man sieht, räume ich den Rückzug des arktischen Meereises ein, aber die Frage lautet: Warum ist das so?

Die Antwort findet sich in natürlichen Vorgängen. Ein Blick auf die globale Wassertemperatur der Ozeane während der vergangenen 15 Jahre, oder seit der maximalen El-Niño-Spitze in den Jahren 1997 und 1998, zeigt die Antwort. Am 1. September 1997 waren die Ozeane der Nordhemisphäre überwiegend zu warm, die der Südhemisphäre kühler, wie die folgende Abbildung zeigt:

(link)

Dies ist ein Beispiel für die zusammen fallenden Warmphasen der pazifischen dekadischen Oszillation und der atlantischen multidekadischen Oszillation. Ein ungeheurer Wärmeeintrag (Ozeane haben eine 1000 mal höhere Wärmekapazität als Luft) in die Atmosphäre muss zu einem Anstieg der globalen Temperatur führen, die in den neunziger Jahren auch gut belegt ist.

Aber man erkennt auch eine kompensierende Abkühlung in großen Teilen der Ozeane auf der Südhemisphäre.

Da sich trockene Luft über Land starker erwärmt als über den Ozeanen, überkompensierte die Erwärmung an Land, wenn die erwärmte Luft von den Ozeanen dorthin strömt, die Abkühlung über den südlichen Ozeanen. Daher scheint es so, als erwärme sich die Erde. Hat man aber viel mehr Fälle von Erwärmung als Abkühlung, muss die Schlussfolgerung natürlich Erwärmung lauten, oder? Gibt es jedoch eine Änderung der Gesamtwärmebilanz der Erde? Falls nein, muss eine Erwärmung durch eine Abkühlung kompensiert werden. Die Temperatur der Erde stieg im Zuge des sich erwärmenden Pazifik, was zum Beginn des Abschmelzens der nordpolaren Eiskappe führte. Da derzeit sich auch der Atlantik in seiner Warmphase befindet, wird die Eiskappe also auch aus dieser Richtung angegriffen. Kommt der Atlantik erst einmal in 10 bis 15 Jahren aus dieser Warmphase heraus, wird sich die Eiskappe wieder ausdehnen.

Hier folgen Darstellungen, die belegen, dass es im Pazifik zu einer Umkehrung gekommen ist:

Im Jahr 2002

Im Jahr 2007 und

Im Jahr 2012 zum Höhepunkt von La Niña

Die gegenwärtige Anomalie der Wassertemperatur zeigt sehr warmes Wasser im [westlichen] Nordatlantik, eine Folge der Warmphase des atlantischen Zyklus’ ähnlich dem in den fünfziger Jahren, in dem wir uns befinden, und dies setzt der Eiskappe weiter zu.

Aber ist dieses zeitweilige Fehlen von Eis ungewöhnlich? Offensichtlich nicht, wie das folgende Bild eines Unterseebootes zeigt:

Es tauchte u.a. am 17.3.1959 am Nordpol auf – ein Zeitpunkt in einer weiteren Warmphase ähnlich der, in der wir uns derzeit befinden. (Das Foto zeigt die USS Skate während einer Fahrt durch die Arktis). Zitat: “the Skate found open water both in the summer and following winter. We surfaced near the North Pole in the winter through thin ice less than 2 feet thick. …On both trips we were able to find open water. We were not able to surface through ice thicker than 3 feet.”

Noch beeindruckender fand ich jedoch das Bild oben rechts, dass große Flächen offenen Wassers am Nordpol im Mai 1987 zeigt, wo gleich drei U-Boote aufgetaucht waren.

Wind und Sturm können ebenfalls Auswirkungen auf das arktische Eis haben, was jüngst der Fall war. Ein heftiger Sturm brach eine Menge Eis und trieb viel davon nach Südosten in das Zentrum der Eiskappe. Aber wenn man sich diesen 30-Tage-Loop der Arktis anschaut, kann man erkennen, wie schnell die Erholung jeweils nach dem Minimum während der letzten 30 Jahre erfolgt ist, mit einem Schrumpfen wegen des Sturms und einer raschen Erholung des Eises.

Die jüngste Verkündung der schnellsten jemals registrierten Schmelzperiode des Grönlandeises ist ein weiteres Beispiel der Leugnung tatsächlicher Fakten und mit objektiven Gedanken zu kommen. Mehr dazu gibt es hier einen schönen Link [auch wiederholt auf Deutsch bei EIKE, zuletzt hier].

Der Grund für all dies liegt in einer Verzerrung der globalen Temperaturverteilung während der letzten 30 Jahre infolge der Warmphase im Pazifik, welche zu einer ersten Erwärmung der Nordhemisphäre führte, die dann durch die Warmphase im Atlantik noch verstärkt wurde. Das Ergebnis war über dem Festland ausgeprägter, weil trockene Luft dort einfacher erwärmt werden kann. Wie können wir diese Theorie testen, außer das wir auf die Folgen warten, wenn sich der Atlantik wieder abkühlt? Nun, es gibt einen Hinweis, und der liegt in der Südhemisphäre. Schließlich müssen wir global denken, oder? Denn das ist es, was wir ständig hören: GLOBALE Erwärmung. Also sollte auch [das Eis um den Südpol] schrumpfen, wenn das stimmt und meine Hypothese falsch ist.

Das wollen wir einmal evaluieren. Während der letzten 30 Jahre gab es bei der südlichen Eiskappe eine Zunahme! Das würde man bei der ganzen Hysterie über die Eiskappe am Nordpol oder einige wenige Stellen in der Antarktis, an denen es ebenfalls wärmer als normal war, nie erfahren (es kann nicht überall gleichzeitig kalt sein).

Zu diesem Thema habe ich auf der Heartland-Konferenz ICCC7 einen Vortrag gehalten. Weil die antarktische Eiskappe von einem Ozean umgeben ist, besteht die Implikation einer sich ausdehnenden antarktischen Eiskappe, obwohl sie kleiner zu sein scheint als das Schrumpfen am Nordpol, darin, dass es keine Änderung der Gesamtwärmekapazität des ganzen Systems Ozean/Atmosphäre gibt. Tatsächlich ist die Eiszunahme im Süden ziemlich bemerkenswert, weil es eines größeren Energieverlustes bedarf, das Wasser um die Eiskappe im Süden abzukühlen, als der Energiegewinn ist, um die warme kältere Luft über dem Festland rings um die Eiskappe der Arktis zu erwärmen. Die Erwärmung dieser Luft in Kombination mit der immer noch bestehenden Warmphase im Atlantik bedeutet, dass die arktische Eiskappe schrumpfen müsste. Damit habe ich ein weiteres Mal die AGW-Gemeinschaft herausgefordert: Der Gedanke ist, dass die globale Temperatur, objektiv gemessen durch Satelliten, bis zum Jahr 2030 auf das Niveau Ende der siebziger Jahre zurückkehren wird. Dann wird die arktische Eiskappe das auch tun. Um die Wahrheit zu sagen, wir würden in ernste Schwierigkeiten geraten, wenn es bis dahin keine kompensierende Erwärmung in der Südhemisphäre und ein Schrumpfen der antarktischen Eiskappe geben würde. Dieser Gedanke ist viel besorglicher als der, dass die Erde verbrennt. Eis, nicht Feuer, sollte unsere Sorge sein, besonders wenn man die solaren Zyklen und die Temperatur betrachtet, ebenso wie die ökonomischen und sozialen Auswirkungen eines kälteren Planeten. Hier gibt es eine aktuelle Studie hinsichtlich Sonnenflecken und globaler Temperatur.

Als Nation müssen wir gebrauchen, was uns so erfolgreich den Fortschritt gebracht hat. Die Begrenzung von Energievorräten aufgrund falscher Gedanken und Halbwahrheiten hat inzwischen zu einer Schwächung unseres Landes und zunehmender Armut unserer Bevölkerung geführt. Beispiel: Benzin kostet derzeit 4 Dollar pro Gallone (ca. 4 Liter), und es ist eine Schande, dass es keinen Grund gibt, nichts dagegen zu tun. Dies eliminiert hunderte Milliarden Dollar aus unserer Wirtschaft und verteilt sie anderswo. Regulationen, die auf Sorgen vor Dingen beruhen, die von Natur aus zyklisch und basierend auf dem Gesamtbild und den Beweisen sind, entfernt weitere hunderte Milliarden Dollar aus unserer Wirtschaft.

Die traurige Wahrheit ist: Eine Nation, die auf dem Fundament von Freiheiten ruht, mit der Realität umzugehen, wird nicht überleben, wenn sie durch eine Politik erschüttert wird, die utopische Geister jagt.

Die Geschichte von der Eiskappe ist ein hervorstechendes Beispiel dafür.

Joe Bastardi

ist in dritter Generation Meteorologe und Mitinhaber der Fa. Weatherbell. Zuvor war er 32 Jahre für die Firma Accuweather.com als Meteorologe tätig.

© Copyright 2012 The Patriot Post

Link: http://patriotpost.us/opinion/14736

Lesen Sie auch hier einen interessanten Beitrag auf die Kalte Sonne zum Thema arktische Eisschmelze:

NABU: „Bis zu 50 Prozent der Erwärmung in der Arktis sind auf den Einfluss von Rußpartikeln zurückzuführen“

Übersetzt von Chris Frey EIKE

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-wahrheit-hinter-der-schrumpfenden-eiskappe-in-der-arktis-die-fakten-zeichnen-ein-anderes-bild/

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Gruß

Der Honigmann

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dpa meldet: Umweltminister Peter Altmaier (CDU) sieht wegen des Widerstandes in der Bevölkerung in Deutschland keine Chancen für die unterirdische Speicherung des Klimakillers CO2 und ..Die Kieler Landesregierung fordert ein bundesweites Verbot von CCS-Lagern. “Wir müssen realistisch sein: gegen den Willen der Bevölkerung ist eine Einlagerung von CO2 im Boden nicht durchzusetzen”, sagte Altmaier in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung. Für die CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage), bei der das Klimagas CO2 aus Kohlekraftwerken unterirdisch gespeichert wird, sieht Altmaier zurzeit in keinem Bundesland eine Chance. “Für Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke mit CCS-Technologie sehe ich derzeit in keinem einzigen Bundesland eine politische Akzeptanz.”

Unsere Einschätzung dazu:

Das politische Aus für CCS ist voll zu begrüßen!

Endlich hat sich die Politik der Meinung der Bürger gebeugt, die wegen der damit verbundenen Risiken das CCS ablehnen! Es ist zu hoffen, dass sich die Politik auch bei weiteren Vorhaben dem Willen des Volkes unterwirft – Beispiele: „Stromautobahnen“, Landschafts-„Verspargelung“ und -„Verspiegelung“, Strompreiserhöhungen durch das EEG und die gesamte „Energiewende“!

Es ist bedauerlich, dass unsere Politiker ihre CCS-Aus-Entscheidung nur von einem einzigem Kriterium abhängig gemacht haben, dem Gesundheits-Risiko. Weitere Gründe wurden von Herrn Altmaier u. a.  – bewusst! – unterschlagen!

Tatsächlich sprechen insgesamt vier Gründe für die Ablehnung dieser Technologie:

1.   Es besteht grundsätzlich keine Notwendigkeit, CO2 von der Atmosphäre zu trennen und unterirdisch einzulagern, weil CO2 kein „Klimakiller“, sondern ein für das Leben nützliches Gas ist. Ein Zusammenhang zwischen CO2-Emissionen und Klimaentwicklung ist nicht nachweisbar!

2.   Die CCS-Technik erhöht die Kosten der Elektroenergieerzeugung in Braunkohlekraftwerken: Verdopplung der spezifischen Investitionskosten, Verdopplung der spezifischen Stromerzeugungskosten. Kohlekraftwerke verlieren dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit (was von der Politik wohl auch gewünscht wird …)

3.   Energieverschwendung durch Kohlemehrverbrauch pro kWh um 25 bis 50 % infolge Wirkungsgradverminderung.

4.   Keine gesicherten Kenntnisse darüber, ob CO2 über lange Zeiträume ohne Leckagen eingeschlossen werden kann (im Gegensatz zu radioaktiven Spaltprodukten ist die „Halbwertszeit“ des CO2 u. U. unendlich groß!). Risiko für Mensch und Tiere bei CO2-Konzentrationen über 10 % in der Atmosphäre.

Von EIKE wurde darauf im „Grundsatzpapier Energie“ seit Jahren hingewiesen und gefordert:

„Beendigung der Versuche, Kohlendioxid mit dem kostspieligen und für die Bevölkerung riskanten CCS-Verfahren in den Erdboden zu pressen.“   http://www.eike-klima-energie.eu/die-mission/grundsatzpapier-energie/

Weiteres dazu siehe:

Studie der Deutsche Physikalische Gesellschaft „Elektrizität: Schlüssel zu einem nachhaltigen und klimaverträglichen Energiesystem“, Juni 2010, Seiten 50-55

   http://www.eike-klima-energie.eu/die-mission/grundsatzpapier-energie/

Weiteres dazu siehe:

http://www.eike-klima-energie.eu/fileadmin/user_upload/Bilder_Dateien/EIKE_Grundsaetze_Energie_II/EIKE_Energie_Grundsa__tze.pdf

und:

Studie der Deutsche Physikalische Gesellschaft „Elektrizität: Schlüssel zu einem nachhaltigen und klimaverträglichen Energiesystem“, Juni 2010, Seiten 50-55

Dr. Dietmar Ufer EIKE

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/ccs-co2-speicherung-vor-dem-aus/

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Gruß

Der Honigmann

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Die Green-River-Formation – eine Ansammlung einer über 1000 Fuß [ca. 300 m] dicken Schicht aus Sedimentgestein, die unter Teilen von Colorado, Utah und Wyoming liegt – enthält die größten Vorräte an Schieferöl weltweit. Es wird geschätzt, dass die Green River Formation etwa 3 Billionen Barrel Öl enthält. Im Mittelpunkt dieser Schätzung steht, dass etwa die Hälfte davon förderbar ist. Diese Menge ist in etwa genauso groß wie die gesamten nachgewiesenen Ölvorräte der Erde.

Die Green River Formation, das größte Schieferölreservoir der Welt, befindet sich in einer weitgehend freien Landschaft am Westrand der Rocky Mountains in Teilen der US-Bundesstaaten Wyoming, Utah und Colorado (siehe die Karte rechts).

Hier folgt ein Auszug aus der Bewertung der Green River Formation von Anu K. Mittal, dem Direktor des General Accountability Office (GAO), Natural Resources and Environment vor dem Ausschuß für Wissenschaft, Weltraum und Technologie mit dem Titel „Unconventional Oil and Gas Production: Opportunities and Challenges of Oil Shale Development“:

„Die Green-River-Formation – eine Ansammlung einer über 1000 Fuß [ca. 300 m] dicken Schicht aus Sedimentgestein, die unter Teilen von Colorado, Utah und Wyoming liegt – enthält die größten Vorräte an Schieferöl weltweit. Es wird geschätzt, dass die Green River Formation etwa 3 Billionen Barrel Öl enthält, und dass etwa die Hälfte davon förderbar ist, abhängig von der verfügbaren Technologie und wirtschaftlichen Bedingungen. Die Rand Corporation, eine gemeinnützige Forschungsorganisation, schätzt, dass 30 bis 60 Prozent des Schieferöls in dieser Formation förderbar ist. Im Mittelpunkt dieser Schätzung steht, dass etwa die Hälfte dieser 3 Bilionen Barrel gefördert werden kann. Diese Menge entspricht etwa der Menge der gesamten nachgewiesenen Ölvorkommen in der Welt“.

MP: Überraschenderweise fand sich von dieser Bewertung fast nichts in der Presse, mit einer Ausnahme hier bei CNS News. Ist es nicht erwähnenswert, dass es in den USA 1,5 Billionen förderbares Öl in der Green River Formation gibt, eine Menge, die sogar größer ist als diese Schätzung von 1.392 Billion Barrel nachgewiesener Ölreserven in der ganzen Welt? Das GAO [General Accounting Office?] hat im Oktober 2010 eine Studie ausgegeben, in der die riesigen Vorräte im Green River-Gebiet bereits erwähnt worden waren, also handelt es sich vielleicht um alte Nachrichten, die des Berichtens nicht wert sind.

Aber mit dem gegenwärtigen täglichen Ölverbrauch in den USA von etwa 19,5 Millionen Barrel würden die Vorräte von Green River allein ausreichen, um den heimischen Ölverbrauch 200 Jahre lang decken zu können! Die Bewertung erwähnte auch, dass die Entwicklung des Green River-Gebietes noch 15 bis 20 Jahre dauern könnte, aber es ist unklar, ob dies an der Reglementierung der Regierung oder an Grenzen der heutigen Bohrtechnologie liegt.

Selbst wenn die Entwicklung noch 15 bis 20 Jahre dauern würde, stützen die riesigen, unberührten Energiereserven des Green River-Gebietes, des größten Schieferöl-Reservoirs der Welt zusätzlich den Gedanken, dass „Peak Oil“ in Wirklichkeit „Peak Idiocy“ ist (wie Mike Munger erklärt).

Mark J. Perry [MP], Carpe Diem

Link: http://thegwpf.org/energy-news/5706-200-year-supply-of-oil-in-one-single-shale-formation.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/oelvorraete-fuer-200-jahre-in-einer-einzigen-schieferformation/

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Gruß

Der Honigmann

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Sobald führende deutsche Publikumszeitschriften bei politisch umstrittenen Themen Zahlenwerte bemühen, ist Vorsicht geboten. Hier werden gerne aus für sich gesehen korrekten Einzelfakten Botschaften generiert, die so falsch sind, dass noch nicht einmal das Gegenteil stimmt. Zu handwerklicher Meisterschaft hat diese Vorgehensweise die SPIEGEL-Wirtschaftsredaktion auf Seite 63 der Print-Ausgabe dieser Woche geführt. Auf 24 Quadratzentimetern und mit knapp 20 Worten sicher rekordverdächtig komprimiert liest man hier bei der “Zahl der Woche”:

Spiegel Zeitungsente; quelle berwis / pixelio.de

“8 Mrd. Kilowattstunden Strom haben deutsche Windräder im Dezember (2011; Anm. des Autors) erzeugt. Der Rekord entspricht fast der monatlichen Leistung aller deutschen Atomkraftwerke.”

Wer es noch nicht gemerkt hat – die Botschaft lautet: dank der deutschen Windkraftwerke können wir den Verzicht auf Kernkraft locker wegstecken.

Faktencheck:

- im Dezember 2011 lag die Windstromerzeugung in der Tat bei knapp 8 Mrd. kWh - damit war dieser Monat auch wirklich der mit Abstand ertragreichste des Jahres 2011 (insges. wurden etwa 44,3 Mrd. kWh erzeugt – eine Auslastung von satten 18% der installierten Leistung) - laut Wikipedia waren in Deutschland acht Kernkraftwerke mit neun Reaktorblöcken und einer installierten Bruttogesamtleistung von 12.676 MW am Netz (bzw. hätten am Netz sein können). Mulipliziert man dies mit den 744 Stunden des Monats Dezember, landet man etwas oberhalb von 8 Mrd. kWh. Das lassen wir mal durchgehen.

Warum die SPIEGEL-Meldung trotzdem unsinnig ist, erläutert Wilfried Heck http://wilfriedheck.de/ im Blog-Beitrag vom 10. Januar im Detail

Maßeinheiten: Reihe 2 = Strommengen in MWh;

Reihe 3 = höchster und Reihe 4 = niedrigster Leistungswert in MW

Nicht nur war der “Rekord”-Dezember 2011 der einzige Monat mit einer vergleichsweise “steitigen” Windstromerzeugung – in zehn von zwölf Monaten des vergangenen Jahres lag die minimale Tages-Erzeugung bei zum Teil deutlich weniger als 250 Mio. kWh.
Da für eine einigermaßen sichere Energieversorgung immer eine sofortige Deckung des aktuellen Bedarf nötig ist, können wir also gar nichts abschalten. Außer ein paar Klein(st)kraftwerken.

Auf derselben Webseite stellt Herr Heck in einem Beitrag vom 3. Januar die Windstromerzeugung der aus konventionellen Quellen gegenüber.

Wie leicht ersichtlich ist, erzwingt jede Leistungsspitze bei der Windkrafterezeugung einen entsprechenden Einbruch bei der konventionellen Stromproduktion. Dies bedeutet nicht etwa, dass konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden können, wenn der Wind nur ausreichend weht. Sie müssen als Backup natürlich weiterhin mitlaufen, allerdings mit gedrosseltem Output – und damit einem oft drastisch reduziertem Nutzungsgrad des eingesetzten Brennstoffs.

Warum dies in Summe sogar dazu führen kann, dass CO2-Emissionen gerade wegen der Einspeisung von Windenergie höher ausfallen, als ohne diese, erklärt Klaus-Dieter Humpich hier. Ein konkretes Beispiel aus den Niederlanden wird hier beschrieben.

Für solche Feinheiten bieten 24 Quadratzentimeter im Print-SPIEGEL natürlich nicht ausreichend Raum.

Fazit: die “Zahl der Woche” im SPIEGEL grenzt an Desinformation. Von welcher Seite, mag der Leser selbst entscheiden.

Rainer Schulze

Der Beitrag erschien zuerst auf ACHGUT hier

Hier der Beitrag von Wilfried Heck vom 3.1.12

Ein zahlen- und faktenmäßiger Rückblick auf das Jahr 2011 hält immer noch die seit 20 Jahren bestehende Frage offen, was denn die vielen Wind- und Solarstromanlagen für eine verlässliche Stromversorgung taugen. Aus technischer Sicht ließ sich zu Beginn der vorrangigen Stromeinspeisung durchaus noch darüber lächeln. Ihre Wirkung ging schlicht im Netzrauschen unter. Natur- und Landschaftsschützer, welche in den 90er Jahren gegen die im Vergleich zu heute zwergenhaften Riesenpropeller antraten wurden veräppelt, geschmäht und diskreditiert und viele ländliche Dorfgemeinschaften sind deswegen zerbrochen. Städtische Populationen, welche wohl in Umfragen auch immer nach dem ‘Ökstrom’ aus Sonne und Wind rufen, muss das ja nicht betreffen.
Mit der Gier nach einer schnellen und sicheren Rendite ließen sich per Erneuerbare-Energien-Gesetz Milliarden an Investitionen aus dem Volk pressen und der technische Klimaschutz bekam seinen unangreifbaren Glorienschein. Nun haben viel Geld, eine teure und weltenrettende Propaganda das Netzrauschen deutlich spürbar überstiegen. Spürbar im Sinne steigender Belastungen für Menschen, Tiere und Umwelt samt den zunehmenden Netzproblemen aus den vielen, volatil und entgegen jeglichem Bedarf einspeisenden EE-Anlagen. Aus der einstigen Bedeutungslosigkeit im allgemeinen Netzrauschen hat sich ein wirtschaftlich hochgerüsteter Störfaktor für die Stromversorgung entwickelt – weil Wind- und Sonne nur unregelmäßig und schwer planbar ihre Energien zur Verfügung stellen. Das Problem war von Anfang an bekannt, wurde aber geflissentlich unter der Decke gehalten. Nun soll es jedoch nicht an seiner Ursache, sondern durch weitere Geschäftsmodelle wie den Netzausbau und Speicherausbauten bis nach Norwegen kompensiert werden. Das skandinavische Land wurde bereits in der Vergangenheit mit kriegerischen Handlungen von der Deutschen Wehrmacht besetzt. Das muss sich mit der Landnahme einer deutschen Ökomacht für den Aus- und Umbau der Speicherseen zu Pumpspeicherkraftwerken und der Errichtung von Höchstspannungstrassen zwecks Sicherstellung unserer Stromversorgung (Energiewende) nicht wiederholen. In der Diskussion um das neue Pumpspeicherkraftwerk Atorf im Schwarzwald rudert der Energieexperte des Sachverständigenrates für Umweltfragen, Prof. Olav Hohmeyer, nun zurück. Aha, zu Hause die ökoheile Heimat – bei anderen ist das ja weniger schlimm, oder?
Einspeisung der Wind- und Solarstromanlagen im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken ab 100 MW LeistungZahlen und Fakten für 2011: Höchstlast der konventionellen Einspeisung über die Strombörse: 62.736,60 MW, Mittelwert: 41.677,54 MW, kleinster Wert: 21.453,40 MW, Strommenge: 365.095.214,30 MWh.Höchstleistung der von der EEX aufgezeichneten Windkrafteinspeisung: 22.869,90 MW, Mittelwert: 5.063,85 MW, kleinster Wert: 88,10 MW; Strommenge: 44.359.340,87 MWh.Höchstleistung der von der EEX aufgezeichneten Solarstromeinspeisung:13.190,90 MW, Mittelwert: 2.118,55 MW, geringster Wert: NULL – jede Nacht. Strommenge: 18.558.528,97 MWh. Die zeitgleiche Addition der Wind- und Solarstromeinspeisung liefert folgende EE-Ergebnisse: Höchster Wert: 27.862,20 MW, Mittelwert: 7.182,41 MW, Minimalwert: 204,30 MW, Strommengen aus Wind- plus Solar: 62.917.869,85 MWh – ergibt 17,23 % Anteil im Vergleich zu der konventionellen Einspeisung aus Kraftwerken ab 100 MW Leistung. Die Höhe der Grundlast ist nicht spezifisch definiert. Beispielhaft läßt sich in der obigen Grafik ein Wert von 25.000 MW ansetzen. Diesen Wert hat die Summe aus Wind- und Solareinspeisung im gesamten Jahr nur 55 mal für jeweils ein Viertelstunde überschritten. Und schon wieder stellt sich die Frage nach einer jederzeit sicheren und bedarfsgerechten Stromerzeugung. Nun bräuchte man das obige 17,23 %-Ergebnis nur mit sechs multiplizieren, und schon hätten wir 100 % der Stromversorgung nur aus Wind- und Sonnenenergie erreicht. Biomassekraftwerke und Speicherseen könnten zusätzlich die Grund- und Regelleistung liefern und das Potential der aktuell einspeisenden, herkömmlichen Kraftwerke mit derzeit 99.451 MW wäre samt Strombörse EEX obsolet. Deutschland könnte sich als autarke Insel aus dem europäischen Netzverbund ausgliedern und seinen eigenen Weg beschreiten. Also packen wir’s an und lasst uns die Anstrengungen und Windräder deutlich erhöhen und die Solarplattenfelder weitest gehend ausdehnen! Die Zeit bis 2050 ist kürzer als man denkt und es gibt noch viel zu tun – für die dafür notwendige Geldbeschaffung und die damit einhergehenden Landschafts- und Natureingriffe (Flora und Fauna) größten Ausmaßes. Die Energiewende kann schließlich nicht kostenlos sein. Damit die erneuerbaren Energien aus der Nord- und Ostsee auch in Süddeutschland ankommen, müssen bis 2030 35.000 km Stromtrassen für die Hoch- und Höchstspannungsebene (110/220/380 kV) gebaut werden – so der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in seiner Präsentation “Energiewende 2011 – Herausforderung für die Stadtwerke und Verteilnetze”. Denn in den binnenländischen Zielregionen der Stromautobahnen warten bereits 1,7 Mill. km Mittel- und Niederspannungsleitungen (Verteilnetzebene 20/0,4 kV) auf den notwendigen Infrastrukturumbau zwecks Integration der bereits hier aus EE produzierten Strommengen. Die Höhe des Investitionsbedarfes für die Verteilnetzebene hat der VKU schon mal mit 25 Milliarden Euro angemeldet – jedoch noch ohne die Kosten für die Weiterentwicklung zu den sogenannten intelligenten Netzen.  Es ist schon erstaunlich, wieviel Geld einerseits für die regenerative und für Endverbraucher zunehmend teurer werdende Stromerzeugung und Verteilung eingesetzt werden soll und andererseits das Volk zu immer mehr Stromsparen aufgefordert wird. Wo bleibt dafür der volkswirtschaftliche Nutzen? Auf diesem Weg zur ‘Energiewende’ bleibt kein Kapital mehr für produktive und nützliche Stromanwendungen übrig und weitere Unternehmen und Industriebetriebe werden sich Standorte in Nachbarländern suchen müssen.

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Gruß
Der Honigmann
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