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.Map-of-FEMA-CampsEin verurteilter Mörder ist im US-Bundesstaat Ohio mit einer neuartigen Giftkombination hingerichtet worden. Dem 53-jährigen Dennis McGuire sei am Donnerstag eine Mischung aus einem Beruhigungs- und Schmerzmittel gespritzt worden, berichtete die Zeitung „The Columbus Dispatch“. Dieser Mix sei in den USA zuvor noch nie einem Menschen verabreicht worden.

Die Verteidigung des Mannes habe vergeblich Einspruch gegen die Verwendung eingelegt, weil sie ihrer Ansicht nach einen panischen Todeskampf auslöse und damit wegen der Grausamkeit gegen die Verfassung verstoße.
Hintergrund des Entscheidung des Staates für die neue Methode sei ein Mangel des bisher meist verwendeten Giftes für die tödlichen Injektionen.

Früher sei das Mittel zumeist aus Europa gekommen, der Export sei dort aber wegen des Widerstandes gegen die Todesstrafe verboten worden.

Der Hingerichtete war schuldig gesprochen worden, eine 22 Jahre alte schwangere Frau vergewaltigt und ermordet zu haben. Sein Tod sei am Donnerstag festgestellt worden, nachdem er mehr als zehn Minuten lang nach Luft geschnappt und Würgegeräusche gemacht habe.

gefunden bei: http://www.express.de/panorama/neue-giftmischung-todeskandidat-rang-minutenlang-nach-luft,2192,25910946.html

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…danke an TA KI

Gruß an die wahren Mörder

Der Honigmann

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Dr. Mauch’ s Universal Kosmetik-Öl

Dr. med. Walter Mauch geht in der Kosmetik neue Wege. Kräftigen und heilen, Spannung und Spannkraft der Gewebe erzeugen, ist sein Prinzip.

 Die Sensation ist perfekt.!

Es ist mir tatsächlich gelungen, das Universal-Kosmetik-Öl für alle Gewebe herzustellen“:

Ÿ  Für die Schönheit

Ÿ  Für die Spannung und Spannkraft der Gewebe

Ÿ  Für die Bänder und Gelenke

Ÿ  Als Sonnen-Öl hervorragend

Ÿ  Als Pflegemittel bei allen Hautkrankheiten

Ÿ  Als Lymph-Deodorant hervorragendÖltropfen

Die Inhaltsstoffe von Una Perla sind reine Naturstoffe, Rezeptur streng nach Dr. Mauch: Pflanzenöle, Blütenextrakte, Mineralien, Ginsengwurzel, Lawendelblüten, Stevia.

 Einige wichtig Vorbemerkungen:

Ich habe mit meiner Frau Lieselotte, die Heilpraktikerin ist, fünf Jahre von 1996 bis 2000 das Instituto de Medicina Naturista in Calpe/Javea an der Costa Blanca geleitet. Dort haben wir die Sonnenkraft der spanischen Öle, vor allem des Olivenöls, kennengelernt. Hier sind meine verschiedenen Ölkombinationen entstanden, mit denen man die Zellen zu neuem Leben erwecken kann.

Alles für die Schönheit, wurde unser Slogan, denn gesundes Gewebe ist schön. Es hat Spannung und Spannkraft!

 So entstand

Una Perla, das Universal-Kosmetik-Öl, das Ihnen Spannung und Spannkraft vermittelt.

 Una Perla nannte ich es.

 Sie geben nur einen Tropfen=Una Perla ( das genügt !)  in die Handflächen und reiben diese einige Male im Uhrzeigersinn. Dadurch energetisieren Sie es zusätzlich. Dann massieren Sie sanft das Gesicht. Die Haut bekommt Spannung. Und gehen Sie mit beiden Händen anschließend durch die Haare. Diese bekommen Glanz und werden ebenfalls gekräftigt.

 Bedenken Sie: Das Gesicht ist die wichtigste Informationszentrale des Körpers, die Sie mit Una Perla kräftigen, und die Gesichtshaut bekommt Spannung.

Aber Sie können mit Una Perla auch die Wirbelsäule durchmassieren. Dann bekommen die Bänder wieder Spannung. Die Wirbelsäule richtet sich auf. Gerade für Menschen, die den ganzen Tag sitzen müssen, sehr wertvoll.

Una Perla, das Lymph-Deodorant. Aber kein chemisches Parfüm-Deodorant, das Schäden setzt. Una Perla reinigt und kräftigt die Lymphzentren unter den Achselhöhlen und in den Leisten. Nur ein Tropfe = una Perla reicht!

Beachten Sie: Wenn die Achselhöhle stinkt, liegt eine Nierenfunktionsstörung vor. Hier können meine Tees und die Heiße Kompresse  zu Una Perla eine wichtige Unterstützung sein, um die Schlacken über die Nieren auszuleiten!

Una Perla, das Sonnen-Öl aus der Natur. Eine sanfte Bräune stellt sich ein.

Teekanne-hellBei allen Hauterkrankungen kann es eine wertvolle Unterstützung in der Pflege der Haut sein. Besonders hier sind meine Produkte sehr wertvoll:

Lymph-Tee + Grüner Haferstroh-Tee + Heiße Kompresse  + Una Perla

Kosten:

100 ml Una Perla, Dr. Mauch’s Universal-Kosmetik-Öl  :  32,20 € zzgl. 7% MWST + Versand.

Lymph-Tee 150 g + Grüner Haferstroh-Tee 150 g =  20 € + MWST 7% + Versand

Diese Produkte bekommen Sie nur über meine neue Tee-E-Mail-Linie:

 natur-aktiv-rügen@web.de

Forts. Nr.4 Schlämmkreide und Alternativen

Dr. med. Walter Mauch               20. Januar 2014

 Cpoyright 2014 by Dr. med. Walter Mauch

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Gruß an die Wunder der Natur

Der Honigmann

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Das Osmanische Reich als Wirtschaftsraum für Deutschland

Deutschland tritt auch im Nahen Osten als neuer Konkurrent für England auf; zunächst im Handel und ein paar Jahre vor Beginn des Ersten Weltkriegs auch bei dem Versuch, die frisch entdeckten Erdölquellen des damals noch osmanischen Irak zu nutzen. Ab 1888 , schon zehn Jahre bevor das englische Interesse für die Golf-Region erwacht, bemühen sich deutsche Industrielle und Bankiers, das Osmanische Reich als Wirtschaftsraum für Deutschland zu erschließen. Die deutschen Aktivitäten in dieser Richtung – zunächst ohne weitere außenpolitische Bedeutung – werden zu einem Tanz auf dem Vulkan, sobald man zwischen Mossul und Kuwait Erdöl entdeckt.Bagdadbahn

Bis zur Jahrhundertwende um 1900 fördern nur die USA, Mexiko und Rußland Erdöl innennenswerten Mengen. Die neue Energie verändert schnell die Technik. Ab 1870 schon gibt es Schiffe, die mit Erdölfeuerung statt mit Kohle fahren, wodurch sich der Aktionsradius solcher Schiffe vervierfacht, was für die Handelsflotten und die Kriegsmarinen ein epochaler Fortschritt ist. Als 1883 der Benzinmotor und 1893 der Dieselantrieb erfunden werden, bekommt der Besitz von Erdölquellen endgültig wirtschafts- und gegebenenfalls auch kriegsentscheidende Bedeutung.

Das britische Protektorat Kuwait

Die Seemacht England – um das Jahr 1900 noch ohne eigene Erdölquellen – bemüht sich zu der Zeit, im damals osmanischen Irak und in Persien Fuß zu fassen und sich die dort gerade erst entdeckten Erdölvorkommen zu sichern. 1899 schließen die Briten mit dem Scheich von Kuwait einen Vertrag, in dem der verspricht, daß weder er noch seine Erben jemals Verträge über die Niederlassung dritter Mächte in Kuwait unterzeichnen werden. 1901 entsendet London Kriegsschiffe nach Kuwait und zwingt die osmanische Regierung, zu deren Reich Kuwait gehört, ein britisches „Protektorat“ über das Scheichtum Kuwait zu akzeptieren. 1913 läßt sich England außerdem die dortigen Erdölförderkonzessionen gegen Geldgeschenke vom Scheich von Kuwait übertragen. Im selben Jahr kauft die Londoner Regierung die Aktien-mehrheit an der persischen Erdölgesellschaft. Als Folge der Erwerbungen in Persien und des „Protektorats“ über das damals noch osmanische Kuwait betrachtet England die Golf-Region schon bald nach der Jahrhundertwende als seine wesentliche Einfluß- und Interessensphäre.

Die Anatolische Eisenbahn

Zehn Jahre bevor die Briten Kuwait für sich entdecken – nämlich 1889 – beginnen deutsche Unternehmer und Bankiers ein wirtschaftliches Großprojekt in gleicher Richtung, den Bau der Eisenbahn von Istanbul nach Ankara. Die deutsch-türkische Zusammenarbeit trägt Früchte, und 1890 schließen die deutsche und die osmanische Regierung einen Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag, der drei Jahre später dazu führt, daß der osmanische Sultan Abdul Hamid II. der Deutschen Bank anbietet, eine weitere Strecke von Eskischehir nach Konya zu bauen. 1896 ist die Bahn bis Konya fertig. Noch ahnt niemand, daß sie in eine Richtung läuft, in der in Kürze Öl gefunden wird. 1898 bietet Abdul Hamid II. Kaiser Wilhelm II. an, daß deutsche Firmen die Bahn von Konya über Bagdad bis Basra und an den Persischen Golf ausbauen. Als 1903 jedoch der Bau der Bagdadbahn beginnt, sitzen die Briten schon zwei Jahre mit Militär und Ölfachleuten in Kuwait, nur 100 Kilometer südlich von Basra, wohin die deutsche Bahn nach Fertigstellung führen soll.

Die Finanzierung der Bagdad-Bahn

Die deutsche Reichsregierung sieht bereits sehr früh, daß das Bagdadbahn-Projekt ohne die Billigung der Regierungen in London und Paris zu Schwierigkeiten führen wird. Die Deutsche Bank weiß außerdem, daß die Bahn ohne englische und französische Kapitalbeteiligung so gut wie nicht zu finanzieren ist. So reist Kaiser Wilhelm II. schon 1899 zu seiner Großmutter Queen Victoria nach London, um sie zu bitten, daß sich Londons Banken am Bau der Bahn beteiligen. Auch die Deutsche Bank versucht, Kapital in Paris und London aufzutreiben. Es gibt jedoch in Frankreich nur ein geringes und in England gar kein Echo. Der englische Premierminister Lord Balfour sagt zwar zunächst die britische Beteiligung zu, doch er muß sie später widerrufen, weil das Unterhaus und Englands Presse den Bau der Bahn aufs Schärfste kritisieren. So bleiben die Mitfinanzierungen aus London und Paris gering. Statt dessen gibt es 1903 in Englands Presse eine äußerst heftige Kampagne gegen das deutsch-osmanische Projekt, die Bahn nach Bagdad, die letztendlich bis zum Golf von Persien führen soll.

Erdölkonzessionen entlang der Bagdadbahn

Die Trasse der Bagdadbahn führt über die Stadt Mossul, um die herum man um die Jahrhundertwende reichlich Öl entdeckt. 1912 überschreibt die türkische Regierung der Deutschen Bank die Konzessionen für alle Erdöl- und Mineralvorkommen 20 Kilometer beiderseits der Bahn bis Mossul als Kompensation für ihre Kosten beim Bau der Eisenbahn. So eröffnet sich für Deutschland mit der Bagdadbahn nicht nur die Erschließung eines neuen Marktes, sondern auch die Aussicht auf ein reiches Erdölfeld zur eigenen Verfügung, was für seine industrielle und wirtschaftliche Entwicklung ausgesprochen wichtig ist.

bagdadbahnkarte1915Deutsch-englische Rivalität im Zweistromland

Deutschland ist im Begriff, sich mit der neuen Eisenbahn nach Bagdad und in die anatolische Türkei auch den Irak als Wirtschaftsraum zu öffnen. Das Mittel dazu, die alten Karawanen-routen zu modernen und leistungsfähigen Transportwegen auszubauen, bindet den Nahen Osten an Europa an. Was hier so positiv erscheint, hat jedoch zwei negative Seiten. Zum einen entwertet Deutschland damit Großbritanniens alten Seeweg in den Golf von Persien und das Transportmonopol, das England und die Niederlande bislang mit ihren Handelsflotten dorthin innehaben. Zum zweiten würde die Bahn, wenn sie bis Basra und an den Schat el Arab fertig würde, den Deutschen einen Festpunkt an Englands Seeweg vom Mutterland nach Indien bieten. Damit würde sich das Deutsche Reich dem Lebensnerv des kolonialen Weltreichs Großbritanniens nähern.

Daß dies in England Argwohn weckt, kann man in einer als Buch ( „The Serbs“ ) veröffentlichten Vortragsreihe des englischen Historikers Professor Laffan lesen, mit der dieser im Jahre 1917 die Offiziere des Britischen Beratercorps in Serbien über den strategischen Hintergrund ihrer Mission auf dem Balkan im Ersten Weltkrieg unterrichtet. Laffan sagt und schreibt:

„Deutschlands … Grundidee war, ein eine Kette von verbündeten Staaten unter deutscher Vorherrschaft zu errichten, die sich von der Nordsee bis zum Golf von Persien erstreckt… Würde die Bahn Berlin-Bagdad fertiggestellt, wäre eine riesige Landmasse unter deutscher Herrschaft vereinigt worden, in der jeder erdenkliche wirtschaftliche Reichtum hergestellt werden könnte, die aber für eine Seemacht unangreifbar wäre. … Die deutsche und die türkische Armee könnten leicht auf Schussweite an unsere Interessen in Ägypten herankommen und vom persischen Golf aus würde unser indisches Empire bedroht.“  …: „Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, aus welchen Gliedern sich die Kette der Staaten zusammensetzt, die zwischen Berlin und Bagdad liegen: das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei. Nur ein kleiner Gebietsstreifen verhindete, daß die beiden Enden der Kette miteinander verbunden werden konnten. Dieser kleine Streifen ist Serbien. Serbien war in der Tat die erste Verteidigungslinie für unsere Besitzungen im Osten. …“

So zieht sich ein roter Faden von der Bagdadbahn zum Ersten Weltkrieg.

http://www.vorkriegsgeschichte.de/content/view/15/31/

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Gruß an die Vertragspartner des Reiches

Der Honigmann

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Sex-Praktiken, Schwulsein, Schwangerschaftsabbruch: Gehört das in den Aufklärungsunterricht? Viele Eltern fürchten eine zu frühe Sexualisierung ihrer Kinder – doch die wollen natürlich alles wissen.

Von

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Nachdem der erste zusammengebrochen war, folgte schnell der zweite. Dann der dritte, der vierte und so fort: Acht Schüler fielen am Gymnasium Remigianum in Borken im Münsterland beim Ausmalen von Geschlechtsteilen in Ohnmacht. Sechs von ihnen kamen ins Krankenhaus. Einem der Elf- und Zwölfjährigen sei schlecht geworden, schildert die Lehrerin der Klasse die Episode. “Und dann gab es eine Kettenreaktion.”

Diese Geschichte wurde in den vergangenen Tagen in Kommentarspalten im Internet immer wieder nacherzählt und verlinkt. Ausrufezeichen wurden gesetzt. Das Ereignis vom Juni vergangenen Jahres musste als Beweis herhalten dafür, was die Sexualerziehung in Schulen den jungen Wesen antue.

Schuld an allem waren natürlich die Geschlechtsteile. Dass heranwachsende Jugendliche häufig scharenweise kollabieren, wenn vor ihren Augen ein einziger hyperventiliert – egal. Auch Jahrzehnte nach “Schulmädchenreport” und Oswalt Kolle gibt es noch genug Potenzial für gesellschaftliche Erregung über die Aufklärung im Klassenzimmer.

Anlass für die Internet-Kommentare ist ein Vorgang in Baden-Württemberg. Dort will das Kultusministerium das Thema sexuelle Vielfalt stärker im Unterricht verankern. Stellt sich die Frage: Wo stehen wir in Deutschland eigentlich in puncto sexueller Aufklärung in den Schulen? Noch nicht einmal 50 Jahre ist es her, dass die Kultusminister das Paradigma verabschiedeten, wonach den Eltern das alleinige Recht der sexuellen Aufklärung gebühre.

Kulturkampf im Südwesten

In Baden-Württemberg sollen nun Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität und Intersexualität den Schülern bewusst etwa in Textaufgaben mit entsprechendem Inhalt jenseits der Mann-Frau-Beziehung vermittelt werden. Das Dokument ist noch kein Bildungsplan. Er ist weder final noch in irgendeiner Form verbindlich.

Das Ministerium spricht von “Leitprinzipien”. Doch bereits das reichte aus, um Widerstand hervorzurufen. Ein Realschullehrer startete im Internet eine Petition. “Zukunft Verantwortung Lernen. Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens” lautet ihr Titel.

Bisher haben sich rund 150.000 Unterzeichner gefunden, davon knapp 67.000 aus Baden-Württemberg. Der Titel klingt eigentlich irgendwie sympathisch, doch die Assoziationen, die der Initiator mit dem Regenbogen hat, sind eher betrüblich. “Das vorliegende Papier … zielt für uns auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen”, heißt es in der Begründung. Da ist die Rede davon, dass homo- und bisexuelle Menschen angeblich eine geringere Lebenserwartung hätten und suizidgefährdet seien.

Vertreter der Kirchen und der CDU verteidigen den Text. Eine Gegenpetition hat inzwischen rund 76.000 Unterstützer vereint. Ein Ende der Diskussion ist nicht abzusehen. Das haben Kulturkämpfe so an sich.

Drei Motive befördern die Aufwallung

Längst geht es nicht mehr allein um die Angemessenheit der Vermittlung sexueller Vielfalt. Es geht um Sexualerziehung als solche. Mindestens drei Motive kommen hier zusammen, die die Aufwallung befördern.

Erstens: Der Grundkonflikt zwischen Elternhaus und Staat, der virulent ist, seit es Aufklärung in Schulen gibt. Im Kern geht es darum, was schwerer wiegt: das Recht von Vater und Mutter, die Aufklärung ihrer Kinder selbst zu übernehmen, oder der staatliche Auftrag, der sich in der Schulpflicht ausdrückt.

Zweitens: Eine neue Angst vor dem Sex, wie ihn Kinder und Jugendliche erleben könnten. Die Sorge vor einer “zu frühen Sexualisierung” ist tief im Bewusstsein von Eltern, aber auch Schulleitungen und Kultusbürokratien verankert. Schuld an allem Übel soll die Pornografie im Internet und in den Medien sein. Diesem zügellosen, teils virtuellen Raum soll die Schule als realer Schutzraum gegenübergestellt werden.

Drittens: In die Debatte spielt plötzlich das Thema “Gender” erschwerend hinein. “Gender” wird dabei als Angstbegriff missbraucht. Das verfängt, weil sich jeder etwas anderes darunter vorstellt. Die einen – etwa die Initiatoren der Petition – erkennen darin den Versuch, eindeutige Geschlechtszuordnungen aufzulösen. Wie sagte es die Feministin Simone de Beauvoir? “Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.”

AfD fühlt sich provoziert

Die andere Seite vertritt einen Gender-Begriff, der sich auf die Reflexion dessen bezieht, was Frauen und Männer sozial, juristisch, biologisch und kognitiv unterscheidet – oder eben verbindet. So ähnlich formuliert es der vermeintliche Bildungsplan. Klingt nicht so wild. Die andere Seite fühlt sich dennoch provoziert. So verkündet die AfD, die sich mit den Gegnern solidarisiert: “Die Alternative für Deutschland protestiert gegen die eklatante Missachtung der Elternrechte bei der Erziehung und die Relativierung und Diskreditierung traditioneller Geschlechterrollen unter der Flagge des Gender-Mainstreamings.”

Bis 1968 war der Leitgedanke, dass die Schulen nur dann tätig werden, wenn die Eltern bei der Aufklärung versagen. Doch wie sollte sich dieses Versagen bewerten lassen? Institutionelle Aufklärung – und das war schon progressiv – wurde damals als bloße Darstellung des Aktes der Reproduktion verstanden. Ein Buch-Hit der 60er-Jahre heißt: “Woher kommen die kleinen Buben und Mädchen?”

Es richtete sich an neun- bis 14-Jährige. Erst im letzten, dem 17. Kapitel des textlastigen Werks, das keine eindeutig sexuelle Darstellung enthält, kommt der Autor zum Thema Geschlechtsakt. Da heißt es: “Wenn Vater und Mutter ein Kind zeugen wollen, dann wird das Glied steif und dringt in die Scheide ein.”

Immerhin: Die Dinge werden beim Namen genannt. Das war ein Fortschritt, der auch heute immer wieder neu verhandelt werden muss. Doch dann resümiert der Autor nach seiner dürren Schilderung: “Vielleicht denkst Du, dass das Ganze doch etwas peinlich ist und Du meinst, der liebe Gott hätte sich für die Zeugung etwas anderes ausdenken sollen.”

Der Staat setzt sein Recht durch

In den folgenden Jahren gab es mehrere Urteile des Verfassungsgerichts, die Eltern mit dem Ansinnen zurückwiesen, dass Sexualaufklärung in den Schulen nichts zu suchen habe. Seit den 90ern gehört Deutschland zu den am besten aufgeklärten Ländern überhaupt. “Allenfalls Schweden und Finnland haben eine derart flächendeckende Versorgung mit Sexualkundeunterricht”, sagt Eckhard Schroll, Abteilungsleider Sexualaufklärung bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Der Staat setzt sein Recht auch durch. Im vergangenen September entschied das Verwaltungsgericht Minden gegen eine Baptisten-Familie, die ihre Tochter vom Sexualkundeunterricht befreit wissen wollten. Es seien dort “eklige Dinge” angesprochen worden. Die Eltern waren wegen ihrer älteren Kinder schon bis zum Europäischen Gerichtshof gezogen.

Der Vater hatte 40 Tage Erzwingungshaft in Kauf genommen. “Das ist ein Extrem. Aber viele Eltern sind in der Sexualität sehr weltanschaulich unterwegs”, sagt Schroll. Das kollidiere gerade mit dem weltanschaulich neutralen Erziehungsauftrag, hinter den der Staat nicht mehr zurück könne.

In allen Bundesländern sind ab der Grundschule regelmäßig Sexualkundestunden vorgesehen. Neun von zehn Kindern in der achten Klasse geben in einer Studie der Bundeszentrale von 2010 an, schulisch aufgeklärt worden zu sein. Dieser Wert ist seit den 80ern kontinuierlich gestiegen. Doch die Inhalte sind immer noch hauptsächlich jene, die im Biologie-Unterricht zur Sprache kommen. Laut Angaben der 14- bis 17-jährigen Schüler geht es um Geschlechtsorgane, die Regel, Geschlechtskrankheiten, Verhütung, Schwangerschaft, Geburt sowie Pubertät. Alles andere bleibt unterbeleuchtet.

“Viele Eltern weltanschaulich unterwegs”

Die Schüler haben aber sehr wohl Fragen zu Homosexualität, zu Schwangerschaftsabbruch – gerade sexuelle Praktiken interessieren stark. “Eltern klären Kinder heute selbstverständlich auf, mehr als früher. Aber die schwierigen Themen kommen nicht immer zur Sprache”, sagt Eva-Verena Wendt vom Deutschen Jugendinstitut in München. “Eltern haben die Motivation, die Kinder zu beschützen, und Schule soll sie dabei mehr denn je unterstützen.”

Josef Kraus, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, fällt auf, dass die Eltern immer mehr an die Schulen delegieren. “Auch die Sexualaufklärung wird häufig abgegeben. Das halte ich für eine schwierige Entwicklung.” Wenn beide Beobachtungen stimmen, delegieren Eltern also häufiger, was ihnen unangenehm ist; gleichzeitig aber wollen sie die Kontrolle behalten. Die Lehrpläne aller Bundesländer sehen zwar vor, dass sie vor dem Sexualkundeunterricht konsultiert werden. Konflikte vermeidet das aber nicht immer.

So gab es etwa im Frühjahr 2013 in Berlin eine heftige Diskussion über ein Aufklärungsbuch. Das Werk aus dem Loewe-Verlag mit dem Titel “Wo kommst du her?” zeigt erigierte Penisse und den Geschlechtsakt. Eltern einer Grundschule revoltierten. Dabei ist das Buch seit 1991 eines der am besten verkauften Schultitel des Verlags zum Thema Aufklärung.

Probleme gibt es erst in jüngerer Zeit. Inzwischen wird es nicht mehr aufgelegt. “Deutschland hat sich da stärker an amerikanische Verhältnisse angeglichen”, sagt eine Sprecherin des Verlages. “Das erinnert an die Diskussion der 60er- und 70er-Jahre”, sagt auch Eckhard Schroll. Offenbar fürchtete man eine Indoktrination.

Schon Achtjährige suchen sich Informationen

Wie heikel die Atmosphäre geworden ist, hat auch Janina Neutze erfahren. Die Psychologin von der Universität Regensburg wollte im vergangenen Jahr Schüler der 8. und 9. Klasse nach ihren sexuellen Erfahrungen befragen, um eine Missbrauchsstudie zu erstellen. Oft fordern entsprechende Untersuchungen die Kinder auf, selbst zu bewerten, ob sie missbraucht wurden.

Neutze wollte das im Sinne der Minderjährigen vermeiden und lediglich fragen, in welchem Alter die Kinder welche Erfahrungen gemacht haben. “Zu unserer Überraschung gab es gegen die Fragen große Vorbehalte. Die Entscheidungsträger in den Ministerien hatten Bedenken ob der expliziten Sprache”, sagt Neutze. Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen – nirgendwo gab es Zustimmung. Die “explizite Sprache” bestand aus Penis, Scheide, Brust und Po.

Alles Wörter, zu denen man sich in den 60er-Jahren schon durchringen konnte. Neutze ist ratlos: Wie solle man herausfinden, was Kinder und Jugendliche erlebten, wenn man die Dinge nicht beim Namen nennen dürfe? “Es hieß, man wolle diejenigen ohne Erfahrungen nicht sexualisieren.”

Die Behörden hatten argumentiert, Schule sei ein Schutzraum. Für Neutze ist das kurzsichtig: “Wir schaffen ein Wissensvakuum, und die Kinder füllen es dann selbst. Sie haben ja das Internet. Wir lassen sie allein. Dabei fangen schon Achtjährige an, sich Informationen zu suchen.” Studien entlarven die Angst vor der Sexualisierung als Schimäre – ein Begriff, der problematisch ist, weil er unterstellt, dass Sex gefährlich ist.

“Wir können ein Durchschnittsalter für den ersten Sex von mehr als 17 Jahren annehmen”, sagt Eva-Verena Wendt. Der Wert ginge eher nach oben. “Kinder sind sich gerade wegen der Sexualisierung in Internet und Medien bewusst, dass sie mit dem Thema Sex ernsthaft umgehen müssen.” Noch nie seien die Jungs und Mädchen so bewusst an ihr erstes Mal herangegangen wie heute, sagt Eckhard Schroll.

Eine hyperkomplexe Materie

Sexualität – und vielleicht ist das der Kern der Problems – ist eine hyperkomplexe, eine bunt schillernde Materie geworden. Reichte es früher, den Kindern zu erklären, wo die kleinen Buben und Mädchen herkommen, geht das Bedürfnis nach Wissen und Erkenntnis heute weit darüber hinaus. Und das nicht nur in der Welt der jungen Menschen. Bucherfolge wie “Feuchtgebiete” oder etwa die “Shades of Grey”-Trilogie, die sich dem Sadomasochismus widmet, beweisen das. “Es gibt einen Mangel an eigener Aufklärung bei den Eltern und ein Nicht-Wissen-Wollen dessen, was die eigenen Kinder wissen könnten”, sagt Psychologin Neutze. Und das hat Folgen.

Befragt, wem sie von ihrem ersten Mal erzählt haben, geben nur rund zehn Prozent der Jungen ihren Vater oder ihre Mutter an. Zwei Drittel gehen erst einmal zu Freunden. Fast ein Viertel spricht aber auch mit niemandem darüber. Wie unterschiedlich die Geschlechter sind, zeigt sich mit Blick auf die Mädchen. Rund 35 Prozent vertrauen sich der Mutter an. Fast kein Mädchen behält das Ereignis für sich.

Die Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gehen auf die Geschlechterunterschiede ein – und tragen damit dem von der EU-Kommission geforderten Gender Mainstreaming Rechnung. “Jungs möchten Dinge prägnant präsentiert haben, Mädchen wollen sensibel herangeführt werden, darauf nehmen wir Rücksicht. Das geht hinein bis in die Farbwahl. Das Gender Mainstreaming geht davon aus, dass jeder einen anderen Zugang hat”, sagt Schroll.

Die Gender-Theorie nivelliere eben nichts. Nicht die Geschlechter als sexuelle und körperliche Wesen lösten sich auf. “Die Benachteiligung des einen gegenüber dem anderen soll sich auflösen, das ist der Kern. Was ist daran falsch?” Die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann (Grüne), sagt es so: “Es geht darum, Schülerinnen und Schüler altersgemäß mit den biologischen, ethischen, sozialen und kulturellen Fragen von Sexualität vertraut zu machen.”

Nur wenige Schüler radikal homophob

Wenn in Baden-Württemberg nun befürchtet werde, dass wegen der Verarbeitung der Gender-Theorie Jungs und Mädchen zu Homo- oder Transsexuellen würden, sei das, so Schroll, “höherer Blödsinn”. “Homo- oder Transsexuelle suchen sich ihre Orientierung nicht aus. Das ist biologischer Quatsch.”

Ein spontanes Coming-out hat auch Peter Schwarzpaul vom lesbisch-schwulen Jugendnetzwerk Lambda Nord noch an keiner Schule erlebt. Seine Kollegen sind zwischen 14 und 27 Jahren alt und sprechen mit Schülern der sechsten und neunten Klassen über ihre Homosexualität oder Transsexualität. Sie werden von Schulen eingeladen.

Die Lehrer sind meist dankbar, weil sie sich selbst schwer tun mit diesen Themen. “Wir erleben es häufig, dass die Lehrer nach unserem Workshop keinen Bedarf mehr sehen, darüber zu reden. Das ist schade”, erzählt Schwarzpaul. Dass die Schüler nicht reif genug seien, zu empfindsam, was auch immer, diese Erfahrung mache er selten. Die meisten seien offen. “Am Anfang fragen wir sie, was sie über diese und jene Orientierung denken. In 40 Workshops haben wir vielleicht fünf radikale homophobe Meinungen gehört.”

Belehren wollten sie allerdings niemanden. “Wir lassen den Menschen ihre Meinung, ihren Glauben. Wir wollen einfach miteinander reden.” Ein guter Ansatz. Und so einfach.

gefunden bei: http://www.welt.de/politik/deutschland/article123981298/Sexualkunde-die-Grenzen-der-Aufklaerung.html

…danke an TA KI

Gruß an die Lehrer

Der Honigmann

 

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300 Tonnen Gold sollen aus dem Keller der Federal Reserve in New York nach Deutschland geholt werden. Jetzt erklärt die Bundesbank: Erst fünf Tonnen sind angekommen. Warum ist das alles so schwierig?

Von Sebastian Jost

Deutsche-Bundesbank-gold

Der Aufreger kam in 407 flachen Quadern daher, jeder davon so lang wie ein größeres Buch, hell glänzend und viel schwerer, als es ein Laie bei dieser überschaubaren Größe erwarten würde. So sieht er aus, der Schatz, der seit Jahren den Stoff für Mythen liefert – der kleine Teil der Goldreserven, den die Bundesbank 2013 aus Amerika in die Heimat geholt hat, im Rahmen eines Plans, der skeptische Bürger beruhigen sollte.

Doch seit der Transfer bekannt wurde, schießen die Spekulationen ins Kraut: Beweisen die Umstände der Goldtransporte nicht einen alten Verdacht von Verschwörungstheoretikern – dass der größte Teil des deutschen Goldes längst nicht mehr da ist?

Anlass für die Gerüchte lieferte ein Interview von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kurz vor Weihnachten. 37 Tonnen Gold seien nach Deutschland geholt worden, sagte er der “Bild”. Außerdem war die Rede davon, dass ein Teil des Goldes umgeschmolzen worden sei.

Die Transporte begannen erst im Herbst

Genug Anknüpfungspunkte für Skeptiker. Warum wurde nur so wenig transportiert, wo die Bundesbank doch innerhalb von acht Jahren 674 Tonnen zurückholen will, davon 300 Tonnen aus New York? Rechnerisch müssten das mehr als 80 Tonnen im Jahr sein, gut die Hälfte davon aus Paris, der Rest aus den USA.

Konnten die Amerikaner nicht mehr liefern, weil sie die bei der Federal Reserve of New York eingelagerten gut 1500 Tonnen längst verscherbelt haben? Und sollte die Umschmelzerei kaschieren, dass man die Originalbarren nicht mehr liefern konnte?

Die Bundesbank tritt diesen Spekulationen nun entgegen – und nennt der “Welt am Sonntag” erstmals die Details zu den Goldtransporten. Diese begannen erst im Herbst, weil zuvor Verträge mit Transport- und Schmelzfirmen abgeschlossen werden mussten.

Experten aus der Schweiz helfen

Dabei ließ sich die Bundesbank von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) unterstützen, der “Zentralbank der Zentralbanken” in Basel, die schon für andere Notenbanken größere Goldumschichtungen organisiert hat und über entsprechende Erfahrung verfügt. Erst nach monatelangen Vorbereitungen konnten die Sicherheitstransporte mit Lkw und Flugzeug beginnen.

Nur der kleinste Teil des 2013 transportiertes Goldes kommt aus Amerika – fünf Tonnen waren es. Die übrigen 32 Tonnen stammen aus Paris, wo das deutsche Goldlager bis 2020 komplett aufgelöst werden soll. Die Bundesbank erklärt dies damit, dass die Transporte aus Paris einfacher sind und deshalb zügiger beginnen konnten.

Denn die dort gelagerten Barren haben bereits die von der Notenbank gewünschte längliche Form mit abgeschrägten Kanten, “London-Good-Delivery”-Standard genannt. Die Barren im Keller der Fed haben dagegen eine früher gängige Form. Sie lässt die Bundesbank komplett umschmelzen. Und die Kapazitäten der Schmelzbetriebe seien eben begrenzt.

Bundesbanker überwachen die Schmelzen

Die Operation solle jedoch keine Mauschelei ermöglichen, im Gegenteil. Umgeschmolzen wird nicht – wie auf diversen einschlägigen Webseiten spekuliert – vor dem Transport, sondern erst danach. Und in den neuen Barren soll exakt dasselbe Gold stecken wie zuvor. Dazu überwachen Mitarbeiter der Bundesbank-Revision den Abtransport aus dem Fed-Tresor und streichen die Barrennummern auf ihren Bestandslisten ab.

Zurück in Europa, kontrollieren sie, ob die richtigen Barren bei der Schmelze ankommen. Wo genau die beauftragten Betriebe liegen, will die Notenbank aus Sicherheitsgründen nicht bekannt geben.

Das Schmelzen der Barren wäre nicht zwingend nötig. Es habe aber nicht nur den Vorteil, dass die in Frankfurt gelagerten Barren künftig alle dieselbe Form haben, sondern ermögliche auch eine “ultimative Echtheitsprüfung” neben der üblichen Untersuchung mit Ultraschall und Röntgengerät.

In diesem Jahr sollen 30 bis 50 Tonnen kommen

Eine zusätzliche vertrauensbildende Maßnahme soll das sein, so heißt es. Was dieser Kampf gegen das Misstrauen die Bundesbank und damit den Steuerzahler kostet, verrät man nicht.

Bisher jedenfalls habe es keinerlei Grund für Beanstandungen gegeben, heißt es bei der Bundesbank – Gewicht und Reinheitsgrad der Goldbarren stimmten mit den Büchern überein. Nun sieht man sich für größere Transportmengen gerüstet: 2014 sollen 30 bis 50 Tonnen aus New York kommen.

Die Bank gibt sich auch weiter zuversichtlich, den Zeitplan bis 2020 einzuhalten. Die Mythen über das Gold in New York dürften freilich damit wohl nicht enden – schließlich will die Bundesbank gut 1200 Tonnen bei der Fed belassen.

Goldgefunden bei: http://www.welt.de/wirtschaft/article123988843/Die-ganze-Wahrheit-ueber-das-Gold-der-Bundesbank.html

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…danke an TA KI

Gruß an das Gold

Der Honigmann

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Am Vormittag kam es in Berlin zu Verkehrsbehinderung aufgrund einer Demonstration von Umweltschützern. Zum Start der „Grünen Woche“ protestieren derzeit Tausende für mehr Tier- und Umweltschutz und besseres Essen. Der Slogan „Wir haben Agrarindustrie satt“ richtet sich auch an Regierungsvertreter aus mehr als 70 Staaten, die später zu einer Konferenz in Berlin zusammenkommen.

berliner demo

n Berlin sind am Vormittag tausende Demonstranten auf dem Potzdamer Platz zu einer Demonstration für mehr Tier- und Umweltschutz zusammengekommen. Am Vormittag kam es zu Verkehrsbehinderungen aufgrund des Demonstrationszuges.

Zum Start der Grünen Woche richten sich die Proteste auch gegen die Agrar-Industrie. Regierungsvertreter aus über 70 Ländern wollen auf einer Konferenz in Berlin am Samstag über die Sicherung der Welternährung beraten.

Die Demo findet statt unter dem Titel „Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!” Die Spekulationen mit Grundnahrungsmittel treiben weltweit die Preise in die Höhe. Die EU ist bemüht, dem einen Riegel vorzuschieben (mehr hier).

Der weltweite Kampf um die Lebensmittel ist jedoch nicht mehr aufzuholen. Investoren streiten sich weltweit um die wertvollsten Ackerflächen (hier). Konzerne wie Monsanto wollen ihre genmanipulierten Lebensmittel weltweit – auch in der EU – auf den Markt bringen. (hier).

Auf der Demonstration sind auch Banner gegen das Freihandels-Abkommen TTIP zu sehen. Durch das Abkommen zwischen den EU und der USA könnte Fleisch mit Chlor- und Hormonzusätzen auf den europäischen Markt gelangen (mehr zum Anflug der Chlor-Hühnchenhier).

Weitere Themen:
Hamburger Senat knickt ein: Rote Flora bleibt rot
Intel muss weltweit 5.000 Stellen streichen
Kein Märtyrer: EU geht auf Distanz zu Chodorkowski

gefunden bei: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/18/gruene-woche-tausende-protestieren-gegen-agrar-industrie-in-berlin/

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…danke an TA KI

Gruß nach Berlin

Der Honigmann

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SKALARE & ZELLINFORMATION
GEWOLLTE & UNGEWOLLTE ZELLINFORMATION

FREUNDE,

hört dem Prof. Meyl  einmal sehr genau zu und versteht, welch ANTISTRATEGIEN ich gegen die Manipulation des menschlichen SEINS, des GEISTES, des LEBENS durch die Unterbindung der Besendung durch das

BABS-I  Komplexsystem

biete !  http://techseite.wordpress.com/

Warum versucht man mich mundtot zu machen ?gelee_royale
Weil sowohl GREBENNIKOW, als auch ich, “ET” Recht haben und dies der GRUNDSATZ des SCHUTZES des LEBENS bedeuten, nicht nur des Menschen, sondern ALLEN LEBENS  !!

STIRBT DIE BIENE, STIRBT DER MENSCH, ob Einstein dies sagte oder nicht, ist egal:

ES STIMMT  !!

Ich habe die Lösung für die BIENE gefunden und die BIENE revanchiert sich mit einem ungeheuren IMMUNPRODUKT dafür, das GELEE ROYAL ist ein sehr, sehr  guter  VITALKOMPLEX, die BIENE liefert uns als DANK dafür, dass sie vital überleben kann, einen KOMPLEX, der 1000% immunmodulatorischer ist, als das GELEE ROYAL  !!

Meyl ist Physiker aber er nennt die Dinge meim Namen und die Lösungen biete ich, das kann in Kürze jeder hier nachlesen !!

SCHÜTZT EUCH und EUER KINDER HIRN/GEIST/LEBEN   = BABS-I  Komplexsystem

LG, der Schöpfung verpflichtet, “ET”  etech-48@gmx.de  egon tech

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Ende des Gastbeitrags

…danke an “ET” Egon Tech

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Gruß an die Bienen

Der Honigmann

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SF, USA, (1954)

Nostalgikus

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Gruß an die Tiefsee

Der Honigmann

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Im Januar

Im JanuarWinter
Da stehn die Bäume kahl und starr.
Äste einsam wie noch nie
Nichts buntet sie.

Nicht einmal ein Flockenweiss
Und auch kein Tropfen Eis.
Vielleicht fällt aber bald
Noch etwas Winter auf den Wald.

Wir tragen Hoffnung heut im Herzen
Leise brennt noch eine Kerze.
Die Ruhe lehrt uns in Geduld
Es weht der Wind sich unsre Seelen wund.

(© Monika Minder)

http://www.gedichte-zitate.com/weihnachtsgedichte/winter/januar.html

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Gruß an die Wettermacher

Der Honigmann

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Plumper Versuch der Einflussnahme

Manche Mobilfunkantennen werden versteckt angebracht, so auch die Antenne im Bereich der Aussegnungshalle eines

Oft sind Antennen versteckt angebracht wie hier im Kreuz bei einem Friedhof

Friedhofs, die durch ein Kreuz verkleidet wurde. Auf Seite 11 unserer Broschüre „Mobilfunk-Strahlung – Wie schädlich ist Elektrosmog?“ haben wir dieses Kreuz (siehe Abbildung rechts) abgedruckt.

Anfang des Jahres 2004 erhielten wir ein Schreiben von T-Mobile. In diesem äußert der Mobilfunkbetreiber die Meinung, dass dieses Foto im Kontext so verstanden werden könne, dass ein Zusammenhang zwischen der Bauweise der gezeigten Antenne und der Debatte um die Höhe der Emissionen dieser Antenne bestehe. Und deswegen die Netzbetreiber ihre Anlagen aufgrund deren hoher Emissionen verstecken müssten. Dem sei aber nicht so, schreibt T-Mobile: „Eine Verkleidung erfolgt vielmehr i.d.R. aus architektonischen oder städtebaulichen, vor allem aber auch aus Gründen des Denkmalschutzes, so dass hier die Initiative nicht von den Netzbetreibern, sondern häufig von der Kommune ausgeht, in der die Anlage errichtet wird.“

Mobilfunkantennen als runde Kamine auf einem Handy-Shop in der Amalienburgstraße in München

T-Mobile forderte uns daher auf „bei Ihren künftigen Veröffentlichungen darauf hin zu wirken, dass weder Leser noch Zuhörer zu den beschriebenen falschen Assoziierungen verleitet“ werden. Außerdem wiesen uns die Unterzeichner „darauf hin, dass eine Kopie dieses Schreibens dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München als Finanzier Ihrer Broschüre übermittelt wird.“

Unser Anwalt, Dr. Michael Bihler antwortete: „Sie werden sicher mit uns dahingehend übereinstimmen, dass die Kreuzform für die dort angebrachte Antenne nicht bauartbedingt vorgegeben ist, dass vielmehr der Querbalken lediglich Tarnung und Mimikry darstellt. Nachdem die Antenne als an diesem Gebäude angebrachtes technisches Bauteil nicht erkennbar ist, sondern durch die Kreuzform die sakrale Funktion des Gebäudes aufgenommen wird, ist die Aussage, die Antenne sei „versteckt angebracht“ nicht etwa irreführend, sondern zutreffend. Über die Gründe, weshalb die Antenne in Schwabhausen in der abgebildeten Art und Weise versteckt worden ist, zu spekulieren, ist müßig. Tatsache ist allerdings, dass nach einer mittlerweile von unserer Mandantin eingeholten Auskunft beim zuständigen Denkmalschutzamt der ehemalige Wasserturm kein Denkmal darstellt und dass denkmalschutzrechtliche Auflagen nicht gemacht wurden. Unsere Mandantin ist deshalb gerne bereit, mit Ihnen anhand ausgewählter Beispiele der Gestaltung von Mobilfunkantennen im näheren und ferneren Umkreis darüber zu diskutieren, ob diese Antennen versteckt worden sind oder nicht.“

Als Kamin verkleidete Mobilfunkantenne in der Königseestraße in München-Trudering

Bis Redaktionsschluss für die Online-Ausgabe, Ende April 2004, haben wir keine Antwort von T-Mobile erhalten.
Am 29. Januar 2004 äußerte sich Rudolf Stürzer, Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins München im Beitrag „Täuschung: Getarnte Mobilfunkmasten“ im Bayerischen Fernsehen zur Problematik versteckt angebrachter Mobilfunkantennen: „Nachdem die Bereitschaft der Hauseigentümer in der letzten Zeit gesunken ist, eine Mobilfunkantenne auf dem Dach ihres Anwesens montieren zu lassen, gehen die Mobilfunk-Anbieter verstärkt dazu über, solche versteckten Modelle anzubieten, weil damit der Hauseigentümer möglicherweise diesen Problemen aus dem Weg gehen kann“. Den Fernsehbeitrag der Sendung „Quer“ können Sie als Video-Mitschnitt von unserer Website herunterladen.

Als Kamin verkleidete Mobilfunkantenne in der Münchner Theatinerstraße

Die Landeshauptstadt München als Unterstützer einer Teilauflage ließ sich nicht beeindrucken.
Unabhängige Arbeit findet nicht immer die Zustimmung aller – eine solide finanzielle Basis ist dafür aber unabdingbar. Zentraler Bestandteil sind Sie als unser Fördermitglied oder Spender. Sie ermöglichen es uns, Verschlechterungen abzubremsen und für die Reduzierung der Umweltbelastung und damit unser aller Gesundheit einzutreten.

Weitere Infos:
Video-Mitschnitt des Beitrags „Täuschung: Getarnte Mobilfunkmasten“
PDF-Fassung der Broschüre „Mobilfunk-Strahlung“
Links zu den öffentlichen Standort-Datenbanken
Überblick “Mobilfunk-Informationen” auf dieser Webseite

Kennen Sie auch versteckte Antennen? Wir freuen uns über Ihre Mail (am besten mit Foto) an elektrosmog@umweltinstitut.org

 

Andrea Reiche
aus unserer Mitgliederzeitschrift Umweltnachrichten, Ausgabe 99 / April 2004.

Weitere Fotos:

In diesem Kaminaufsatz im (Rudolf-Diesel-Str. in Dachau) verstecken sich seit Sommer 2004 gleich mehrere Mobilfunk-Antennen.
Besonders pikant, weil sie “auf Augenhöhe” direkt in die benachbarte Schule strahlen.
Die Mobilfunk-Netzbetreiber erklärten gegenüber dem Bundesumweltminister im Jahre 2001 in einer Selbstverpflichtung feierlich, im Nahbereich von Schulen vorrangig andere Standorte zu prüfen.
In Gewerbegebieten sind erfahrungsgemäß unkritischere Standorte verfügbar.
Zwei als Bäume verkleidete Mobilfunk-
masten in Portugal.
Im rechten Bild sieht man die Plattform und einen Tritt.
Auch in nördlicheren Gefilden soll es solche “Nadel-
bäume” geben…
Unauffällig gestaltete Station in München, Aribonenstr 6.
UMTS-Station als Kamin verkleidet auf dem Dach eines Geschäftshauses in Wasserburg/Inn, Münchner Str.
Scheune in Samerberg, Oberbayern. Rechts die zuerst montierte Antenne, die zu Protesten in der Nachbarschaft führte. Die zweite Antenne wurde später hinter die frisch gestrichenen Holzbretter montiert …
Nürnberg, Prinzregentenufer. Die Kamine ohne “Durchblick” enthalten Mobilfunkantennen.
Quelle: www.helga-krause.de
Wohnhaus in der Dachstr. 29, München-Pasing. Die Antennen am Kamin sind in der Backsteinfarbe des Kamins lackiert.
Weiß-Blau und doch nicht in Bayern: Runder Kamin als Verkleidung eines Mobilfunkmastens in der Hauptstr. 98, 63110 Rodgau-Weiskirchen
Wer erwartet einen Mobilfunk-Standort hier unten?
Grau lackierte Installation an einer Leuchte am Fuße des Münchner Olympiaturms.
Herzogstr. 1 in München-Schwabing. Entsprechend den web-basierten Standortdatenbanken der Stadt München und der Regulierungsbehörde RegTP vom 5.5.04 befindet sich hier ein Mobilfunk-Standort in 11,80 und 12,30 m Höhe mit Hauptstrahlrichtung 100 Grad, also Feilitzschstr.
Auf Litfassäulen im Münchner Stadtzentrum häufig anzutreffen: Kleine Antenne zur Versorgung des Nahbereichs, hier in der Silberhornstraße
“Große Kamine” mit strahlendem Inhalt auf dem Wohnhaus in Fürth, Erlanger Str. 69.
Quelle: www.helga-krause.de
Mobilfunk-Antenne im Kreuz der evangelischen Kirche (Apostelkirche) in Neuburg/Donau
Montage einer Kaminatrappe Montage einer Kaminatrappe an eine Mobilfunkantenne

http://umweltinstitut.org/elektrosmog/mobilfunk-info/versteckte-mobilfunkantennen-411.html

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Gruß an

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Der “Quantensprung” in die Miniaturwelt der Nanotechnologie

There’s plenty of room at the bottom
(Richard P. Feynman, 1959)

Was der als Vater der Nanotechnologie geltende Physiker Richard P. Feynman vor 46 Jahren andeutete, wird heute als „Zukunftstechnologie schlechthin“ gehandelt: Im Reich des Allerkleinsten, für das menschliche Auge nicht Sichtbaren, ist viel Platz. Denn Nanotechnologie (von griech. nannos ‚Zwerg’) spielt sich auf der Molekülebene ab, gemessen wird in Nanometer (nm), das ist ein Milliardstel Meter oder ein Millionstel Millimeter, in Zahlen: 10-9. Atome sind etwa zehnmal kleiner – so hat ein Wasserstoffatom einen Durchmesser von 0,1 nm, ein DNA-Molekül um die 2,5 nm, ein rotes Blutkörperchen ca. 5000 nm und ein menschliches Haar etwa 80.000 nm. Seit der Erfindung des Rastertunnelmikroskops in den 1980er Jahren ist es Menschen möglich, einzelne Atome aus ihren Zusammenhängen zu reißen und sie neu zusammenzubauen – in Strukturen wie sie natürlicherweise nicht vorkommen. Nanotechnologie operiert also auf der Elementenebene mit den winzigsten Bausteinen unserer Erde – die völlig andere Eigenschaften aufweisen als in größeren Strukturen. Bis heute ist nicht klar, wie genau und warum sich diese so verhalten. Und genau so wenig wissen wir darüber, welche ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen künstlich zusammengesetzte Strukturen von Nanopartikeln haben. Absehbar sind dagegen die sozioökonomischen Einflüsse dieser neuen Technologie, die das Potenzial hat, unser Leben auf der Erde entscheidend zu ändern. Eine breit angelegte öffentliche Diskussion über die neue Technologie und ihre Risiken ist daher dringend notwendig – bevor deren Produkte, insbesondere im Nahrungsmittelbereich, weiter auf den Markt gebracht werden.

1989 gelingt es Don Eigler von IBM, mit dem Rastertunnelmikroskop Atome zu bewegen; er baut aus 35 Xenon-Atomen den Schriftzug “IBM”. Foto: IBM

Sie wissen nicht, wo Ihre Tochter steckt? Kein Problem, ihre Lieblingsjeans verrät es Ihnen. Die enthält nämlich winzige Nanosensoren, die Sie mit Hilfe Ihres satellitengesteuerten Navigationssystems aufspüren können. Doch solche unauffälligen Überwachungssysteme sind nur eine der besonderen Möglichkeiten, die die Nanotechnologie für Sie bereithält – George Orwell lässt grüßen. Daneben gibt es unzählige Anwendungen, die unser Leben in der Zukunft grundlegend verändern können: Der Nanokosmos ist eröffnet.

Quantenphysiker entdecken die Welt der Elementarteilchen
Angefangen hat alles in den 1920er und -30er Jahren, als Physiker immer weiter in die Welt der kleinsten Bausteine des Lebens eindrangen. Sie erforschten Atome und Moleküle, deren Zusammensetzung und Eigenschaften. Und fanden Erstaunliches heraus: In dieser Welt des Allerkleinsten gelten völlig andere als die bisher bekannten physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Bis heute ist nicht bekannt, wie genau und warum sich die Elemente auf der kleinsten Skala so anders verhalten.
In der Nanowelt treffen Physik, Biologie, und Chemie aufeinander – denn im Prinzip setzt sich die tote (anorganische) Materie aus den gleichen Bausteinen wie die lebende (organische) zusammen. Biologische Vorgänge, chemische Synthesen und physikalische Werkzeuge ergänzen sich gegenseitig – und werden in der Nanotechnologie erweitert um die Anwendungen und Erkenntnisse aus der Informatik. Der gemeinsame Nenner ist dabei die Größe der Materie. So definiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung Nanotechnologie als die „Herstellung, Untersuchung und Anwendung von funktionalen Strukturen, deren Abmessungen im Bereich unter einhundert Nanometer liegen“.

Nanoteilchen: Konstruieren im Miniformat
Mit Hilfe der Technik kann der Mensch im Nanokosmos operieren: Spezielle Instrumente – Rastersonden- und Elektronenmikroskope in Verbindung mit Laser-Pinzetten – bewegen Atome und schaffen molekulare Konstrukte. Diese sollen bestimmte Funktionen haben, die die beobachteten Eigenschaften der Moleküle ausnutzt. Um in die Welt des Allerkleinsten vorzudringen, gibt es zwei Möglichkeiten:

 

Nanotechnologie nutzt das Wissen aus Naturwissenschaften und Informatik zur Manipulation der kleinsten Bausteine unserer Erde und baut damit neue Stoffe und Geräte. Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Der ‚Top-Down‘ oder technische Ansatz
Die heute noch hauptsächlich praktizierte Methode kommt aus der Computertechnik, die immer kleinere Funktionselemente in integrierten Schaltkreisen baut (Mikrotechnologie). Alle 18 Monate, so besagt es das „Moore’sche Gesetz“ (nach dem Mitbegründer des Chip-Herstellers Intel, Gordon Moore), verdoppelt sich die Leistung eines Standard-Computerchips. Heute arbeiten die Chiphersteller bereits mit UV-Strahlung und demnächst eventuell mit Röntgenstrahlung, um mit immer kleineren Strukturen größere Rechenleistung erzeugen zu können. Für die Nanotechnologie sind nach den Methoden der Chip-Fabrikation hergestellte mechanisch bewegliche Elemente (MEMS) Vorbild – wie der winzige Airbag-Sensor im Auto oder der Medikamenten-Chip, der in den Körper eingesetzt wird und hier kontinuierlich seinen medizinischen Wirkstoff abgibt. Noch kleinere Strukturen sollen demnächst aus Molekülen hergestellt werden.

 

In einem Kohlenstoffnanoröhrchen sind die Moleküle in einem Sechseckgitter angeordnet, sie widerstehen mechanischen Spannungen 60mal besser als Stahl und leiten Elektrizität viermal besser als Kupfer. Foto: Nasa

Der ‚Bottom-Up‘ oder molekulare Ansatz
Er orientiert sich an der Natur, deshalb wird diese Technik auch „Molekulare Nanotechnologie“ genannt. Organische und nichtorganische Strukturen werden hier – von der Chemie und Biochemie her kommend – Atom für Atom und Molekül für Molekül aufgebaut. Dabei können die Eigenschaften von Molekülen, sich selbstständig unter bestimmten Voraussetzungen in einer Struktur anzuordnen oder aufzubauen (self assembling), ausgenutzt werden.
Schon vor rund 2000 Jahren haben Menschen Nanopartikel hergestellt – ohne es zu wissen allerdings: In chinesischen Keramiken fanden Wissenschaftler winzige Teilchen. Japanische Samuraischwerter verdanken ihre Härte zertrümmerten Kohlenstoffmolekülen, die beim Schmieden entstanden. Heute weiß man auch, wie Nanopartikel aussehen: Sie können einige bis mehrere hundert Atome oder Moleküle enthalten: eindimensional (in Schichten), zweidimensional (Nanoleitungen, Quantendrähte) oder dreidimensional (Quantenpunkte, Nanopulver, funktionale supramolekulare Systeme). Sie können fest, flüssig oder gasförmig sein. Herstellen lassen sie sich auf verschiedene Arten. Entweder werden sie zu winzigen Körnchen des entsprechenden Materials fein gemahlen, oder dieses wird mit Gas-Ionen beschossen, damit kleinste Teilchen z.B. von einem Metall freigesetzt werden (Sputter-Technik). Daneben gibt es noch den Sol-Gel-Prozess: Alkoxide von Metallen wie Silizium, Zirkon oder Titan (Alkoholmoleküle, die über ein Sauerstoffatom mit dem Metall verbunden sind) werden mit Wasser zusammengebracht. Dabei trennen sich die Alkohole z.T. ab und werden durch ein Wassermolekül ersetzt, dem ein Wasserstoffatom fehlt. Die so entstandenen Kolloide in der wässrigen Lösung, die als Sol bezeichnet wird, sind nur wenige Nanometer groß. Trocknet man das Sol, verketten sich die kleinen Metallpartikel und werden zu zähflüssigem, transparentem Gel. Dieses Verfahren kennt man schon seit 1939 – der Glashersteller Schott hat es damals in Jena entdeckt und zum Patent angemeldet. Helmut Schmidt vom Institut für Neue Materialien in Saarbrücken knüpfte die Kolloide an organische Moleküle und entwickelte das Konzept der organisch modifizierten Kunststoffverbindungen. Dies nennt er ‚chemische Nanotechnologie‘. Die damit hergestellten Materialien sind wasser- und schmutzabweisend oder fungieren als Katalysatoren, die z.B. unangenehme Gerüche zerlegen.
Nanopartikel, die bereits verwendet werden, sind u.a. Carbon Black (Industrieruß) als verstärkender Füllstoff bei Autoreifen, Metalloxide wie Siliziumdioxid, Titiandioxid (als UV-Filter), Aluminiumdioxid, Zinkoxid und Eisenoxid, Halbleiter wie Cadmium-Tellurit und Gallium-Arsenid und Metalle wie Gold und Silber.

Kohlenstoff-Nanoröhrchen: Molekulares Asbest?

Bei dem Versuch, Kohlenstoffatome aus einer Graphitscheibe zu schlagen, entdeckten im September 1985 Harold Kroto, Richard Smalley und Robert Curl, dass sich diese zu einer sechseckigen Gitterstruktur zusammenschließen (Chemie-Nobelpreis 1986). Aus diesen, auch Buckyballs genannten Strukturen (wissenschaftlicher Name ‚Buckminsterfulleren’ nach dem Architekten Buckminster Fulleren, der Stahlkuppeln aus Fünf- und Sechsecken baute), konstruierte 1991 der beim japanischen Elektronikkonzern NEC angestellte Wissenschaftler Sumio Iijima Nanoröhren aus Kohlenstoff, so genannte Carbon Nanotubes (CNT) und entdeckte ihre vielseitigen mechanischen Fähigkeiten, derentwegen sie als Werkstoff der Zukunft gelten: Die Kohlenstoffröhrchen können sich metallisch oder wie Halbleiter verhalten, einwandig sind sie 50- bis 100mal härter als Stahl aber bedeutend leichter und haben eine hohe Zugfestigkeit. Metallisch leiten sie Strom besser als Kupfer und Wärme schneller als Diamant. Seit Anfang 2004 werden CNT in großer Zahl produziert, ihre Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig – z. B. halten sie elektrische Kriechströme von Auto-Benzinleitungen ab oder lassen Plastik gleichmäßiger lackieren. Ihre Halbleiter-Eigenschaft wird bei der Transistorherstellung in Computerchips genutzt. Hergestellt werden CNT aus Petroleum oder Graphit, Versuche gibt es auch mit Pflanzenzellulose und Ethanol aus Maispflanzen.
In Studien mit Mäusen und Ratten fanden Wissenschaftler heraus, dass sich in den Lungen der Tiere nach Einführung von CNT knötchenartige Veränderungen und Entzündungen bildeten. Aufgrund ihrer ähnlichen Struktur sind die Nanofasern mit Asbestfasern verglichen worden. Dr. Eva Oberdörster publizierte im Juli 2004 eine Studie, die zeigte, wie nach einer geringen Zugabe von CNT ins Wasser Forellenbarsche tödliche Gehirnschädigungen bekamen; auch Wasserflöhe, Nahrung für viele Lebewesen, starben.

Je kleiner, desto anders
Der ganz entscheidende Unterschied der Nanopartikel zu größeren Teilchen ist, dass sich die bisher bekannten Eigenschaften der Materialien wie z.B. Metalle außerordentlich verändern, je kleiner die Strukturen werden. Unter 20 Nanogramm benehmen sie sich nicht mehr wie Festkörper oder Kristalle – sie werden zu einer neuen Klasse von Stoffen. Grund dafür ist vermutlich, dass sich nun mehr Atome an der Oberfläche befinden, als im Inneren der Teilchen. Bei einem Durchmesser von drei Nanometern sind z.B. von 800 Atomen ein Drittel an der Oberfläche. Hier aber steckt die Energie. Elektrische Leitfähigkeit, Magnetismus, Farbe, Härte, Schmelzpunkt und Reaktionsfähigkeit variieren im Nanobereich: Verschieden große Cadmium-Tellurid-Partikel fluoreszieren in unterschiedlichen Farben, Aluminium wird hochexplosiv, Kohlenstoff härter als Stahl und ist dabei sehr leicht.
Unter bestimmten Voraussetzungen, abhängig von Energiezufuhr und Symmetriebrechung, ordnen sich Moleküle selbst in einer bestimmten Struktur an. Längliche Kettenmoleküle, z.B. siliziumhaltige Silane, bauen sich auf Metall zu Molekülschichten zusammen (Self Assembling Monolayer). Diese Molekülschichten haben auch bestimmte Eigenschaften: Sie können Proteine anziehen, Wasser abstoßen oder die elektronische Struktur eines darunter liegenden metallischen Materials verändern. Wegen ihrer relativ großen Oberfläche eignen sich Nanopartikel zur Absorption, als Sensoren oder Katalysatoren.
Nanopartikel wirken giftiger als in Makro-Strukturen, sie sind mobiler und können deswegen das Immunsystem und andere Körperbarrieren wie Magenwände, die Blut-Hirn-Schranke und möglicher-weise die Plazenta, durchdringen. Noch ist sehr wenig erforscht, wie sich Nanopartikel in der Umwelt – in Luft, Wasser, Boden – oder im menschlichen Körper verhalten.

Gefährliches Spiel: Die DNA als
Baumaschine

Im Juni 2000 entschlüsselte das Human Genom Project das menschliche Genom. Damit wurde die Reihenfolge der über drei Milliarden Basenpaaren (aus den vier Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin), die die „Sprossen“ der DNA-Leiter bilden, bekannt. Diese Sprossen kann man wie einen Reißverschluss mittels Enzymen trennen und mit anderen wieder verbinden. Mit der Stückelung und Trennung der DNA können deren Teile als Bauteile für Nanomaschinen verwendet werden. Denn die DNA hat die Fähigkeit, sich selbst zu reproduzieren. In der Nanotechnologie soll sie dazu genutzt werden, Moleküle in großen Stückzahlen zu „fertigen“ – denn der einzelne Aufbau von Nanostrukturen wäre viel zu mühsam, um die gewünschte Menge an Material zu bekommen. Hier steckt auch die größte Gefahr der neuen Technologie: Die DNA kann nämlich sowohl lebendes als auch nicht-lebendes Material aufbauen. Im DNA-Computing z.B. will man die Ähnlichkeiten, die mathematische Operationen und biologische Reaktionen haben, für die Rechenprozesse auf Nanoebene ausnutzen. Schauerliche Science-Fiction-Szenarien um künstliche Intelligenz kursieren, die einen angst und bange werden lassen. Eine davon ist die des „grauen“ oder „grünen Schleims“ (Grey Goo): Aus dem Labor entkommene und sich selbst reproduzierende Nanomaschinen „fressen“ ihre Umwelt und verwandeln sie in grünen Schleim.

Die meisten Nanotechnologie-Patente sind in den USA registriert.
Quelle: ivcon.net

Geldmaschine Nanotechnik – ein Patent für viele Wirtschaftszweige
Die besonderen Eigenschaften von Nanopartikeln wecken die Begehrlichkeiten der unterschiedlichsten Industrien: In Analytik, Elektronik, Optoelektronik und Optik, Biotechnologie und Medizin und vor allem in den Materialwissenschaften wird fieberhaft an neuartigen Stoffen geforscht, in der Sensorik will man die Eigenschaften von Molekülen, sich mit bestimmten Materialien zu verbinden, zum Aufspüren von Geruchs- und anderen Inhaltsstoffen nutzen. Mit einem Patent auf eine bestimmte künstliche Molekülstruktur ist es dabei möglich, Anwendungen, die die Eigenschaften dieser Struktur nutzen wollen – z.B. extreme Härte, Kratz- oder Reißfestigkeit – in den unterschiedlichsten Industrien zu kontrollieren. Wenn Konzerne Eigentumsrechte über Atome der Elemente des Periodensystems bekämen, wäre ihre Macht schier unbegrenzt.
In rund 475 Produkten sind bereits heute Nanopartikel enthalten, schätzt die kanadische Nichtregierungsorganisation ETC-Group, darunter sind Lebensmittel, Pestizide und Kosmetik. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor z.B. enthält Titiandioxid: Der normalerweise weiße Stoff ist in Nanogröße transparent und hat eine größere Oberfläche. Auch mittels Nanotechnologie hergestellte kratzfeste Autolacke, schmutz- und wasserabweisende Oberflächenbeschichtungen, stoßfeste Tennisschläger und Herzklappen gibt es bereits.
Da die Mikroelektronik die treibende Kraft in der Nanoforschung ist, liegen hier auch die größten Erwartungen: Vor allem in den USA und Japan forscht man an Speichermedien und Halbleiterprodukten, Flachbildschirmen und Telekommunikationssystemen. Im Jahr 2012, so prognostiziert die ETC Group, werden Nanotechprodukte den Computer-Markt dominieren.
In der Medizin- und Pharmaindustrie ist der vielversprechendste Markt die verfeinerte Medikation und die Diagnosetechnik. Kontrolliert und gezielt sollen präparierte Nanoteilchen Medikamente in bestimmte Zellen transportieren. Nanogoldhülsen, in der Tumorzelle mit Lasertechnik erhitzt, könnten Krebsgewebe zerstören ohne das gesunde zu gefährden. Für die Diagnose will man mit Hilfe fluoreszierender Cadmium-Selenid-Nanokristalle (Quantum Dots) Proteine, die bestimmte Krankheiten anzeigen, im Körper finden.
Titandioxid-Nanopartikel werden in der Solarzellenindustrie und bei der Reinigung von Abwässern eingesetzt. Hier erzielte der japanische Chemiker Kazuhito Hashimoto mittels der Photokatalyse gute Erfolge. „Wenn UV-Photonen im Sonnenlicht das Titandioxid anregen, entstehen bewegliche Elektronen, die chemische Reaktionen befördern können. Titandioxid ist dadurch in der Lage, verschiedenste anorganische und organische Moleküle zu zerlegen. Es funktioniert also wie ein kleines Klärwerk“, beschreibt Niels Boing in seinem Buch Nano?! den Vorgang.

Nanotechnologie bei Lebensmitteln
Auch in der Lebensmittelindustrie werden bereits Nanopartikel eingesetzt. In der Verpackung dienen sie hauptsächlich dem Frischhalten der Ware: Barrieren aus chemisch veränderten Nano-Schichtsilikaten in Folien verhindern u.a., dass Gase wie Sauerstoff eindringen oder Feuchtigkeit aus der Ware entweicht (Durethan von Bayer); transparente Nano-Titandioxidpartikel absorbieren UV-Licht in Frischhaltefolien. Entwickelt werden derzeit auch Verpackungen, die z.B. die Farbe wechseln, wenn der Inhalt verdirbt oder dann entsprechend ein Konservierungsmittel abgeben. Auch an Barcodes, die bereits im Lebensmittel enthalten sind, arbeitet man.
Als Lebensmittelzusätze gibt es bereits synthetisch hergestellte Carotinoide auf Nanobasis – wie Lycopene von BASF – die Limonaden, Fruchtsäften und Margarine zugesetzt werden, um sie länger frisch zu halten. Im Ketchup regulieren winzige Quarzsandkörnchen die Fließgeschwindigkeit.
Die für die Zulassung zuständigen Behörden berücksichtigen dabei bei einmal zugelassenen Stoffen nicht deren Größe, bzw. die dadurch veränderten Eigenschaften. Im Bereich des „Functional Food“ werden in den USA bereits heute einige hundert verschiedene Arten von Mikrokapseln eingesetzt, die Vitamine, Omega-3-Fettsäuren oder andere zugesetzte Inhaltsstoffe in den Körper bringen. In Zukunft sollen ‚Nanovehikel‘ die Wirkstoffe direkt in die Zellen transportieren. Dies ist auch für die Kosmetikindustrie interessant, die das bei Hautcreme nutzen will. Die Firma Nestlé arbeitet dabei eng mit L’Oreal zusammen, an der sie 49 Prozent Anteile hält. Auch in der Kosmetik gibt es bei den Inhaltsstoffen keine klare Deklarierung.

Atomar manipulierte Organismen
Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Gentechnik, nur wird hier auf der atomaren Ebene operiert. Über Kohlenstoff-Nanoröhrchen werden z.B. Stränge synthetischer DNA in Pflanzenzellen implantiert. Diese entwickeln dann neue Proteine mit neuen Eigenschaften. Da die DNA an der Nano-Kohlenstofffaser hängt, kann sie sich theoretisch nicht ins Pflanzengenom integrieren, die neue Eigenschaft wird deshalb nicht weitervererbt. Zellen kann so einmalig eine neue Eigenschaft einprogrammiert werden; dies erprobt man in den USA zurzeit an Loblolly-Pflanzen zur Zellstofferzeugung. Dieselbe Methode könnte dazu genutzt werden, dem Saatgut ein so genanntes Unfruchtbarkeitsgen einzupflanzen, so dass die Bauern das daraus gewonnene Saatgut nicht weiter verwenden können. Was aber passiert anschließend mit den Nanofasern – wie reagieren andere Organismen, wenn sie diese mit der Nahrung aufnehmen, wie verhalten sie sich im Boden, im Wasser? All dies ist noch nicht geklärt. Um eine Reissorte zu kreieren, die das ganze Jahr über gepflanzt werden kann, mit kürzerem Stängel und „verbesserter“ Farbe schleusten thailändische Forscher durch ein Loch in der Zellwand ein Nitrogen-Atom, das die DNA umstrukturieren sollte. Bislang hat man allein die Farbe ändern können, von lila zu grün.

Nanopartikel
in der Landwirtschaft

Bereits auf dem Markt sind Pestizide, bzw. Pestizidemulsionen (z.B. von Bayer Crop Sience und Syngenta), die Wirkstoffe im Nanoformat enthalten. Sie lösen sich in Wasser besser auf, ihre giftige Wirkung ist größer und hält länger an. Außerdem können sie nicht von der Pflanze abgewaschen werden, da sie in die Zellen eindringen. Die Wirkstoffe sind z.T. in winzigen Kapseln enthalten, die ihren Inhalt sehr schnell, verlangsamt oder nur unter bestimmten Voraussetzungen freisetzen, abhängig z.B. von Feuchtigkeit, ph-Wert, Wärme, oder bestimmten Chemikalien. Kapseln, die magnetisch oder über Ultraschall gesteuert werden, sind aus der Ferne kontrollierbar.
Ohne ihre besonderen Eigenschaften zu berücksichtigen, gelten für Nanopartikel in Pestiziden dieselben Vorschriften wie für den chemischen Stoff in größerem Maßstab. Von der amerikanischen Umweltschutzbehörde werden diese Pestizide nicht einmal als Nanotechnologie-Produkte angesehen. Dabei bergen sie besondere Gefahren:
• sie sind giftiger als „normale“ Pestizide,
• sie können inhaliert oder über die Haut aufgenommen werden,
• sie könnten auch in die Nahrungskette kommen, da sie in die Zellen der Pflanzen eindringen,
• weil sie eine ähnliche Größe wie Pollen haben, könnten sie Bienen und andere Fauna gefährden und
• sie können als Biowaffen benutzt werden.

‚Smart Dust’ für die Überwachung
auf dem Acker

Auf dem Bauernhof der Zukunft messen Nanopartikelchen Mikroklima und Vibrationen um Vieh und Pflanze und schicken die Ergebnisse an den Computer. Der bestimmt dann, was getan werden muss – die Erfahrung des Bauers wird überflüssig gemacht. Was dieser tut, wird auch überwacht: Durch Spyware im Saatgut, das der Firma meldet, ob der Bauer sich an die Lizenzvorschriften hält.
Auch in der Tierhaltung können solche Sensoren Auskunft über den Standort und den Gesundheitszustand der Tiere melden. Neuartige Medikamente und Diagnoseverfahren werden in der Tiermedizin erforscht.

Allianzen für die weltweite Vermarktung
Zur weltweiten Vermarktung der Nanotechnologie haben sich bereits drei Allianzen gebildet: Die US NanoBusiness Allianz, die Europäische Nanowirtschaftsgesellschaft und das Asia-Pazifik Nanotechnologie Forum.
Weltweit führend in den Nanowissenschaften sind die USA, die im Jahr 2000 die Nationale Nanotechnologie Initiative (NNI) mit zehn Regierungspartnern gründeten. Dabei erhalten die National Sience Foundation und das Verteidigungsministerium den Löwenanteil an Forschungsgeldern. Denn die neuartigen Eigenschaften der Nanomaterialien sollen Kampfanzüge und Ausrüstung amerikanischer Soldaten verbessern: Unzerstörbare Textilien oder solche, die Muskeln unterstützen, würden gemeinsam mit vielen anderen denkbaren Materialien der US-Armee einen immensen Vorteil verschaffen und die Vormachtstellung der USA in der Welt sichern.
In Asien gibt Japan weitaus am meisten Geld für die Nanoforschung aus. Die Regierung setzt große wirtschaftliche Hoffnungen in die neue Technologie und steuert die Entwicklungen. Hier entstand 2003 auch die erste Fabrik zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanoröhrchen (CNT).
Europäische Universitäten haben seit mehreren Jahren Nanotechnologie-Forschungsprogramme. Im „Framework Programme“ für die Jahre 2007 bis 2013 hat die Europäische Kommission für die Nanotechnologie-Förderung 4,8 Milliarden Euro, fast sieben Prozent des Haushalts, eingeplant. EU-Forschungskommissar Phillipe Busquin erläutert in der Kommissions-Mitteilung 2004 die Strategie: „Um das Ziel zu verwirklichen, dass Europa die führende, auf Wissen basierte Wirtschaft innerhalb dieses Jahrzehnts wird, ist es sehr wichtig, dass unsere Industrie Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringt, die auf Nanotechnologie basieren. Somit können Wohlstand, Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum gewährleistet werden. Nanotechnologie bietet die „goldene“ Gelegenheit, neue, auf Wissen basierende Unternehmen zu gründen und hat ein „revolutionäres“ Potenzial, neue Produktionsverfahren zu erschließen. Es ist äußerst wichtig, dass ein günstiges Umfeld für nanotechnische Innovationen geschaffen wird.“
Die ‚Zukünftige Technologien Consulting‘ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI-TZ ZTC) schätzt das Weltmarktvolumen nanotechnologischer Produkte (bei einem Weltmarktanteil von 0,1 Prozent) auf 900 Millionen US-Dollar im Jahr 2005. Für die Jahre 2011 bis 2014 rechnet die amerikanische Lux Research mit einem Weltmarktvolumen von 1 bis zu 2,6 Billionen US-Dollar bei einem Marktanteil von rund 15 Prozent für nanotechnisch beeinflusste Produkte.

Risiken von Nanopartikeln
Weil sie mit dem Risiko Geschäfte machen, ist das Verhalten von Versicherungen ein guter Indikator für deren Einschätzung: Swiss Re, der weltweit zweitgrößte Rückversicherer, forderte 2004 strikte Regelungen für Nanopartikel nach dem Vorsorgeprinzip – wegen der Giftrisiken. Denn noch gibt es sehr wenige Erkenntnisse darüber, welche Auswirkungen synthetische Nanopartikel auf Gesundheit und Umwelt haben und wie sich wirtschaftliche und soziale Strukturen – z.B. durch Patente auf Nanoteilchen – mit der neuen Technologie verändern. Eine Risikoabschätzung der Nanotechnologie für Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt sei noch nicht möglich, behaupten Fachleute. Deswegen hat sich die ETC Group für ein Moratorium bei der Anwendung der neuen Technologie ausgesprochen – solange bis deren Risiken hinreichend geklärt sind. Bestehende Bedenken sind:
• Nanopartikel haben die Fähigkeit, in Zellen einzudringen, ohne vom Immunsystem gehindert zu werden. Für die Verteilung von Medikamenten im Körper kann dies als Vorteil erscheinen – es kann aber genauso ein großer Nachteil sein, wenn schädliche Substanzen sich an die Nanomaterialien heften. „Ohne harte Fakten über das Verhalten von synthetischen Nanopartikeln können wir unmöglich wissen, welche physiologischen Effekte auftreten werden und welche Expositionslevel empfehlenswert sind“, gibt die Chemikerin und Direktorin des Zentrums für biologische und Umwelt-Nanotechnologie der texanischen Rice University, Vicki Colvin, zu. Untersuchungen an Nagetieren zeigen, dass bei gleicher Masse kleinere Teilchen stärkere Entzündungswirkungen haben – wahrscheinlich hängt auch das mit ihrer größeren Oberfläche zusammen.
• In der Umwelt könnten Nanopartikel eine neue Klasse nicht abbaubarer Verschmutzungen bilden – viele sind Mini-Versionen bereits bekannter Stoffe. Während diese getestet werden, weiß man aber nichts über das Verhalten ihrer Nanoversionen in Luft, Wasser und Boden.
• Mit den neuen Materialien tut sich ein riesiger Markt für die Wirtschaft auf – und Patente werden den Industrien Gewinne sichern. Die dem Kapitalmarkt inhärente Konzentration wird zur Monopolisierung führen, so dass auch hier einige Großkonzerne den Markt kontrollieren. Weil sie unmittelbar unsere Nahrungsmittel und ihre Grundlage, die Bodenfruchtbarkeit betrifft, ist der Einsatz von Nanotechnologie in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie mit erheblichen Risiken – auch im sozioökonomischen Bereich – verbunden. Synthetische Nano-Produkte wie schmutz- und wasserabweisende Fasern in der Textilindustrie können natürliche Rohstoffe immer mehr ersetzen. Eine große Gefahr für die Entwicklungsländer sieht hier Pat Mooney von der ETC Group: „Nanotechnologie bedeutet, dass die heute als essenziell angesehenen Rohstoffe sich verändern werden; dies wird dramatische Auswirkung auf Entwicklungsländer haben, von denen viele vom Export dieser Rohstoffe abhängen.” Baumwolle produzierende Länder – vor allem Afrika – wird dies hart treffen, aber auch die Nachfrage nach natürlichem Gummi, z.B. für Autoreifen, wird mit den neuen Produkten aus Nanomaterialien stark nachlassen.

An Nanotechnologie-Produkten wird in sehr vielen Bereichen geforscht. Grafik: Fraunhofer-Institut

PR-Strategen steuern die Meinungsbildung
Bisher findet die Diskussion um die Nanotechnologie weitgehend in Industriekreisen statt. In der letzten Zeit formieren sich deren Befürworter in Gruppen, die eine vermeintlich neutrale Position einnehmen, aber von der Industrie gesponsert sind. Hauptargument ist hier die Schaffung von Arbeitsplätzen – aber gerade bei der Nanotechnologie werden diese nicht entstehen, denn den Großteil der Produktion werden Maschinen übernehmen.
Da Deutschland – nach den USA und Japan – eines der führenden Länder in der Entwicklung nanotechnologischer Produkte ist, ist man hier ängstlich bemüht, eine öffentliche Ablehnung der neuen Technologie – wie bei der Gentechnik geschehen – zu verhindern: Laut einer vom Umweltbundesamt beauftragten Stakeholder-Befragung will man „Probleme vermeiden, die in der Vergangenheit bei anderen Schlüsseltechnologien entstanden sind“. In der Anmerkung heißt es dazu: „Hiermit ist insbesondere das frühzeitige Festlegen auf Positionen gemeint, das eine Diskussion über Interessen verhindert, wie z.B. bei der Kernenergie, Gentechnik etc.“ Zumindest sind sich die Akteure darüber einig, „dass die Datenlage über Nanopartikel – vor allem ihr Vorkommen am Arbeitsplatz und in der Umwelt, ebenso wie die über ihre Wirkungen auf Mensch und Umwelt – zurzeit unzureichend ist.“ Der Öffentlichkeit soll auf jeden Fall signalisiert werden, dass die Bedenken ernst genommen werden – eine neue Strategie, die man von Amerika übernommen hat. Dabei geht es darum, die Medienöffentlichkeit zu steuern. „Die Medien sind die Crux. Sie schaffen öffentliche Meinungen“, sagt Vicki Colvin und rät dazu, keinen öffentlichen Kampf zu veranstalten: „Wenn du eine Geschichte mit opponierenden Gruppen aufbaust, schaffst du etwas, worüber geschrieben wird. Wenn du zustimmst und Aufsehen vermeidest, nimmst du den Wind aus den Segeln.“

Was für eine Nanotechnologie wollen wir?
Während auch in Deutschland noch daran gearbeitet wird, wie man der Öffentlichkeit die neue Technologie „verkauft“, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits neun so genannte Kompetenzzentren in ganz Deutschland geschaffen, die die Szene vernetzen sollen. In den vier Jahren 2002 bis 2005 hat die Regierung über verschiedene Institutionen die Nanotechnologie mit über einer Milliarde Euro (genauer 1086,4 Millionen Euro) gefördert, weitaus mehr als andere europäische Staaten. Vergessen wir nicht: Diese Gelder sind Steuergelder und die Öffentlichkeit sollte ein gehöriges Maß an Mitspracherecht bei der Verwendung dieser Mittel haben. Welche gesundheitlichen, ökologischen und sozioökonomischen Folgen Nanopartikel haben, muss auch unter ethischen Aspekten dringend betrachtet werden, bevor die Forschung die Gesellschaft vor vollendete Tatsachen stellt. Es ist längst an der Zeit, die Nanotechnologie, die die Zukunft entscheidend verändern kann, öffentlich auf einer breiten Basis zu diskutieren. Nach dem Vorsorgeprinzip sollten alle Lebensmittel, die bereits Nanopartikel enthalten, aus dem Verkehr gezogen werden, bevor sie nicht hinreichend auf eventuelle gesundheitliche Gefahren getestet sind. Dementsprechend müssen auch die in der Landwirtschaft eingesetzten Nanopartikel auf ihre Unschädlichkeit für Boden und Umwelt geprüft werden. Unreglementierte Nanotechnologie-Forschung darf die Zivilgesellschaft nicht mit Produkten konfrontieren, deren Inhaltsstoffe zwar in Bezug auf ihre Verwendbarkeit, aber nicht auf ihre Risiken hin bekannt sind.

Literatur
ETC Group: Down on the Farm. The Impact of Nano-Scale Technologies on Food and Agriculture, Ottawa, November 2004
Greenpeace Environmental Trust: Future Technologies, Today’s Choices, London, Juli 2003
Niels Boing: Nano?! Die Technik des 21. Jahrhunderts, Rowohlt Berlin, März 2004
Iku GmbH im Auftrag des Umweltbundesamtes:
• Synthetische Nanopartikel. Blick auf Umwelt- und Gesundheitsaspekte, August 2005
• Synthetische Nanopartikel. Ergebnisse der Stakeholderbefragung, September 2005
Lux Research, 25.10.2004, im Internet unter: http://www.luxresearchinc.com/press/ RELEASE_SizingReport.pdf

Andrea Reiche

http://umweltinstitut.org/schadstoffbelastung/nanotechnologie/nanotechnologie-152.html

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Gruß an die “Kleinsten”

Der Honigmann

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Ähnlich wie das Buch setzt sich der Film kenntnisreich mit den zahlreichen Folgen der Atomspaltung auseinander. Thematisiert werden Umwelt- und Gesundheitsschäden, Atommüll, Alternative Energien, Atompolitik, Reaktorsicherheit, die Folgen eines Unfalls und der Widerstand der Bevölkerung. Führende Experten der Politik, der Wissenschaft und der Bürgerinitiativen gewähren dabei Einblicke in Bereiche, die all zu gerne übersehen werden.
Wer diesen Film gesehen hat, kann unmöglich noch für Atomkraft sein.
Holger Strohm (*1942) studierte Fertigungstechnik in Berlin, Business Administration in Göteborg, an der Universität Toronto Betriebs-Kommunikation, an der Universität Berkeley Betriebspsychologie und an der Universität Hamburg Erziehungswissenschaften. Er war in der Industrie als leitender Angestellter und als Organisations- und Industrieberater tätig. Strohm ist Autor von rund 80 Büchern. Als Sachverständiger war er für die US-ERDA in Fragen der Reaktorsicherheit und den Vorsitzenden des US-Senate Committee on Government Operations für Atombombenexport und nuklearen Terrorismus, UNO-Gremien für Klimaschutz und den Innenausschuss des Deutschen Bundestages für Reaktorökonomie und organisatorische Sicherheit tätig. Er beriet Staatsminister Olof Palme in Energie- und Schulfragen. Schon vor über dreißig Jahren entwickelte er für ihn ein neues Schulsystem, dass als das menschlichste und effektivste der Welt gilt und dass sogar von der Volksrepublik China übernommen wurde.

Der Stern nannte es »die Bibel der Anti-Atomkraft-Bewegung«, und bis heute gibt es kein vergleichbares Buch auf der Welt, das sich derart umfassend mit allen Aspekten der ›friedlichen Nutzung‹ der Atomkraft auseinandersetzt — den physikalischen, ökonomischen, ökologischen, politischen und sozialen. Für die Anti-AKW-Bewegung war das Werk unerlässliches Handwerkszeug für die Argumentation.
Mit beeindruckender Detailkenntnis analysiert Holger Strohm politische und wirtschaftliche Zusammenhänge, beschreibt minuziös die Technik und Funktionsweise der verschiedenen Typen von Atomkraftwerken, erklärt die Folgen radioaktiver Strahlung für Mensch und Natur und weist auf Unfallrisiken hin. Ausführlich geht er auf Sicherheitsmaßnahmen, Strahlenschutz und die Endlager-Problematik ein und zeigt mögliche Alternativen zur Atomkraft auf. Wer dieses Buch gelesen hat, kann unmöglich noch für Atomkraft sein.

KerstinMonika2

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Grß an die “Bombenleger”

Der Honigmann

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Zentrum der Gesundheit – Die Lust auf Sex – die Libido – macht sich oft ganz unauffällig aus dem Staub. Übrigens nicht nur bei älteren Menschen. Immer häufiger wundern sich auch jüngere Leute über den Verbleib ihrer Libido. Bevor Sie jedoch zu nebenwirkungsreichen Pillen greifen, könnten Sie Ihrer Libido mit naturheilkundlichen Massnahmen auf die Sprünge helfen. Wir stellen Ihnen 9 Libido-Feinde vor, die für eine schwindende Libido verantwortlich sein können. Gleichzeitig erfahren Sie, wie Sie Ihre Libido auf natürliche Weise wieder steigern können.

 Libido steigern © vgstudio – Fotolia.com

Libidoverlust – Schon bei Männern Ende Zwanzig

Seit der Jahrtausendwende beobachten Ärzte und Therapeuten, dass die Liebeslust – die Libido – häufiger denn je abzunehmen scheint.

„Immer öfter klagen Männer Ende 20, dass sie an ihrer Sexualität völlig das Interesse verloren hätten“, schrieb einst eine Ärztin. Der Paartherapeut Volker van den Boom bestätigt ihre Beobachtung: „War es bis vor fünf Jahren noch eine Seltenheit, wenn ein Mann keine Lust auf Sex mehr hatte, so kann ich seitdem eine deutliche Trendänderung feststellen.“

Im Lager der Frauen sieht es ähnlich aus und eine Korrektur ist nicht in Sicht. Die Experten sind sich uneins über die Ursachen. Meist werden psychosoziale Faktoren als Erklärung benannt. Ganz oben steht der für jedes Problem gern herangezogene Stress. Aber reicht das als Erklärung wirklich aus?

Die Libido birgt viele Geheimnisse

Der Libidoverlust, das Nachlassen des sexuellen Verlangens, gehört zu jenen sexuellen Dysfunktionen (Störungen), die bisher eher am Rande erforscht wurden. Im Fokus der Wissenschaft stehen gewöhnlich die Potenzstörungen des Mannes und die eingeschränkte Orgasmusfähigkeit der Frau. Diese beiden Probleme können – müssen aber nicht – mit einem Rückgang der Libido verbunden sein.

Wie die Lust genau entsteht und funktioniert, weiss eigentlich niemand so richtig, denn das Zusammenspiel aus Psyche, Hormonen und anderen Stoffwechselfaktoren ist ausserordentlich kompliziert. Sicher ist nur, dass es die Hormone sind, die dabei den Ton angeben. Wie stark, zeigt ein Experiment der Universität in Uppsala, das seitdem als Meilenstein in der Erforschung der Sexualität gilt.

Libido: Nur ein Tanz der Hormone?

Der schwedische Biochemiker B. J. Meyerson verabreichte einem kastrierten Rattenmännchen Östrogen, während ein Rattenweibchen mit Testosteron behandelt wurde.

Als man die Tiere anschliessend zusammenbrachte geschah Spektakuläres: Die beiden zeigten sich nicht nur extrem paarungsbereit. Ihr Sexualverhalten war – den Hormongaben entsprechend – sozusagen invers:

Das Männchen machte einen hohlen Rücken, während das Weibchen in männlicher Manier daranging, seinen Partner zu besteigen. Anschliessend versuchte es, sich den nicht vorhandenen Penis abzulecken, so wie es Rattenmännchen nach einer Kopulation gewöhnlich tun.

Das Experiment zeigte unter anderem, dass das Sexualverhalten sehr viel weniger bewusst steuerbar zu sein scheint und stattdessen sehr viel leichter biochemisch beeinflusst werden kann, als man bis dahin glaubte – zumindest bei Ratten. Wie aber sieht es bei Menschen aus?

Das LSD-Syndrom – Wenn die Libido geht

Im Alter lässt die Libido bekanntlich häufig nach. Auch hier sind es hormonelle Veränderungen, die zu einer reduzierten Lust auf Sex führen. Aber auch Medikamente und deren Nebenwirkungen wirken sich oft schmälernd auf die Libido aus.

Schwindet die Libido jedoch bereits in jungen oder mittleren Jahren und ist die Ursache unklar – zumindest aus schulmedizinischer Sicht – wird das Phänomen kurzerhand zum “Syndrom” erklärt. In diesem Fall zum “LSD-Syndrom”, wobei die Grossbuchstaben nicht für die berühmt-berüchtigte Droge stehen, sondern für “low sexual desire” – wenig Liebeslust.

In Wirklichkeit sind die meisten ursächlichen Faktoren aber seit mindestens 20 Jahren bekannt. Da sie jedoch massiv mit wirtschaftlichen und damit auch politischen Interessen kollidieren, wird viel getan, sie nicht allzu sehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangen zu lassen.

Hat sich auch Ihre Lust verabschiedet, dann sollten Sie zunächst damit beginnen, die in Frage kommenden Ursachen zu ergründen.

Umweltgifte vertreiben die Libido

Die Zahl der heutigen Umweltgifte ist buchstäblich unüberschaubar. So sind allein auf der deutschen Liste der erlaubten Chemikalien bereits 6.000 verschiedene Stoffe aufgeführt.

Fatal dabei: Nur für einen Teil von ihnen gibt es eine halbwegs fundierte Risikoabschätzung. Eine solche ist auch fast nicht möglich, da sie korrekterweise nicht nur die Risiken der einzelnen Stoffe berücksichtigen müsste, sondern genauso die möglichen Synergieffekte (verstärkenden Wirkungen) der Chemikalien untereinander sowie deren Wechselwirkungen.

In Hinblick auf das Thema Libido besonders relevant und gefährlich sind chemische bzw. unnatürliche Stoffe, die wie Hormone wirken, weshalb sie in der Umweltmedizin als endokrine Disruptoren oder auch Umwelthormone bezeichnet werden.

Umwelthormone irritieren das Hormonsystem und führen auf diese Weise zu beträchtlichen Schäden und Störungen im menschlichen Organismus.

Der bisherige Glaube, das Hormonsystem arbeite nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip, ist also falsch – zumindest dann, wenn man von nur einem Schlüssel pro Schloss ausgeht.

Richtig ist leider, dass hunderte verschiedene Schlüssel ins gleiche Schloss passen – was Prof. Tyron B. Hayes, der das Phänomen an der Berkeley University erforscht, “sehr beunruhigend” findet, wie er sich in einem entsprechenden Dokumentarfilm ausdrückte.

Das bedeutet, nicht nur tatsächliche Hormone können im Körper hormonelle Wirkungen entfalten, sondern genauso andere Stoffe, nämlich die genannten Umwelthormone.

Feind Nr. 1 Ihrer Libido: Pestizide und Weichmacher

Zu den endokrinen Disruptoren gehören zum Beispiel die in Kühl- und Isoliermitteln enthaltenen Polychlorierten Biphenyle, kurz PCBs genannt. Auch viele Insektizide und Herbizide wirken ähnlich wie Hormone, ebenso die mittlerweile schon ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geratenen Plastik-Weichmacher, die Phthalate.

Sie alle beeinflussen in allerkleinsten Dosen nicht nur das Sexualverhalten, sondern können auch dazu führen, dass männliche Tiere verweiblichen und weibliche vermännlichen – wie einige Beobachtungen zum Beispiel an Amphibien und Nagetieren zeigen.

Auch beim Menschen können sich Phthalate hormonell bemerkbar machen, nämlich beispielsweise in einer Unfruchtbarkeit des Mannes. Genauso stehen Hoden-, Prostata- und Brustkrebs im Verdacht, von endokrinen Disruptoren mit verursacht werden zu können.

Massnahmen gegen Umwelthormone

Es lohnen sich daher drei Massnahmen ganz ausserordentlich, um die Auswirkungen der endokrinen Disruptoren minimal zu halten:

  1. Bevorzugen Sie Lebensmittel aus biologischer Erzeugung.
  2. Trinken Sie ausschliesslich gefiltertes Wasser (z. B. aus dem EVA-Filter). Derart gereinigtes Wasser ist frei von Pestiziden und Umweltgiften.
  3. Da endokrine Disruptoren aufgrund ihrer Vielzahl und Allgegenwärtigkeit leider nicht vollständig vermieden werden können, sollten regelmässig Massnahmen zur Ausleitung und Entgiftung angewendet werden, um somit die Regulationsfähigkeiten des Organismus zu stärken und den Umwelthormonen langfristig die Macht zu nehmen.

Ein weiterer Schadfaktor für die Libido ist ähnlich schwer einschätzbar: Der Elektrosmog.

Feind Nr. 2 Ihrer Libido: Elektrosmog

Wir sind täglich von zahlreichen Strahlungsquellen und –feldern umgeben. Besonders wirkungsvoll im negativen Sinn ist dabei die seit etwa 20 Jahren eingesetzte Mobilfunktechnologie. Hier werden höhere und damit biologisch relevante Frequenzen verwendet sowie Extrapulse, die wie kleine Schläge auf die Zellen wirken.

Beides führt u. a. dazu, dass sich die elektromagnetische Spannung im Körper über das gesunde Mass hinaus erhöht. So wurde bei Menschen, die sich längere Zeit in grossstädtischen Büroräumen aufhalten, eine bis zu 40fach höhere Spannung als normal gemessen.

Besonders empfindlich für Elektrosmog sind einmal mehr die Hormondrüsen. So zeigte eine Studie der Colorado State University im Jahr 2002, dass sich nach 13 Tagen mit täglichen Handytelefonaten von mehr als 25 Minuten Dauer die Melatonin-Ausschüttung der Zirbeldrüse verringerte.

Melatonin jedoch ist ein Schlüsselhormon, das auch in der Sexualität eine bedeutsame Rolle spielt. Zumindest bei Ratten hat sich Melatonin in einer Studie als libido- und potenzsteigernd erwiesen. Fehlt Melatonin dagegen, dann lässt natürlich auch die Libido zu wünschen übrig.

Wie stark elektromagnetische Strahlung die Reproduktionsfähigkeit biologischer Systeme einschränkt, zeigten bereits die Experimente des Heidelberger Forschers Prof. Dr. András Varga von 1991:

Bei einer Dauerbestrahlung von 180 befruchteten Hühnereiern schlüpfte ab einer Energieflussdichte von 2 mW/cm2 anschliessend kein einziges Küken mehr. Dieser Wert aber liegt immer noch unter dem deutschen Grenzwert!

Gleichzeitig wird durch elektromagnetische Felder die Östrogen-Synthese angeregt, mit dem Ergebnis, dass die übermässige elektromagnetische Strahlung bei einigen Experten mittlerweile als Hauptfaktor für Brustkrebs bei jungen Frauen gilt.

Östrogene werden bei Frauen oft mit Lebenskraft und einer gesunden Sexualität in Verbindung gebracht. Doch fördert eine Östrogeneinnahme nur dann die Libido, wenn ein Östrogenmangel herrscht, während die übrigen Hormonwerte in Ordnung sind. Eine Östrogendominanz jedoch – also ein Östrogenüberschuss, womöglich noch in Kombination mit einem Progesteron- und/oder Testosteronmangel – bremst die Liebeslust massiv.

Massnahmen gegen Elektrosmog

Wie es schon bei den Umweltgiften der Fall war, kann man auch dem Elektrosmog in unserer modernen Welt nicht mehr hundertprozentig aus dem Wege gehen. Dennoch gibt es Gegenmassnahmen:

Schalten Sie wenigstens nachts WLAN und DECT-Telefon aus und telefonieren Sie mobil nur mit externem Mikrofon und Kopfhörer. Als weiteren Schutz kann man des Nachts die Sicherungen für den Schlafbereich abschalten.

In Grossstädten, wo die Funkantennen mittlerweile für ein dichtes elektromagnetisches Feld sorgen, kann der Schlafplatz zusätzlich durch einen Faraday`schen Käfig in Form eines Netzes aus Silberfäden abgeschirmt werden. Das Netz wird wie ein Moskitonetz angebracht und schirmt dann natürlich nicht nur den Elektrosmog, sondern im Sommer auch praktischerweise die Mücken ab.

Dr. Klinghardt, in den USA in Sachen Umweltmedizin eine Autorität, beobachtete, dass viele Heilprozesse erst wirklich voranschreiten, wenn die Elektrosmog-Belastung deutlich reduziert wird. Zitat: “Unglaublich, was dann passiert!”

Feind Nr. 3 Ihrer Libido: Schilddrüsenstörungen

Von Elektrosmog ist auch immer ganz besonders die Schilddrüse mitbetroffen. Vielleicht ist das ein Grund für die deutliche Zunahme der heute weit verbreiteten Schilddrüsenstörungen wie Über- und Unterfunktionen, Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow.

Ein anderer Schadfaktor für die Schildrüse scheinen die überall vorhandenen Fluoride zu sein, denn diese binden sich bevorzugt an das Schilddrüsenhormon T4 (Thyroxin) und machen es somit funktionsunfähig. Die Folge sind Schilddrüsenunterfunktionssymptome, obwohl die Schilddrüse eigentlich noch ausreichend Hormone bildet.

Der aggressivste Hormonkiller ist jedoch das Quecksilber, das aus den Amalgamzahnfüllungen und über Impfstoffe in den Körper gelangt. Es lagert sich nicht nur in der Schilddrüse ein, sondern wandert auch ins Gehirn. Dort beeinflusst es die Melatonin- und Somatropin-Ausschüttung und über die Hemmung eines Enzyms (GTP) auch den Aufbau der sog. Tubulin-Hülle der Nervenzellen. Schreitet dieser Prozess weiter fort, ist ein Libido-Verlust freilich das kleinste Problem, das man hat.

Sobald die Schilddrüse in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist und in die Unterfunktion rutscht, führt dies dazu, dass der Stoffwechsel zurückgefahren wird. Die dem Körper zur Verfügung stehende Energie sinkt. Folglich lernt der Organismus, mit der wenigen Energie sparsamer zu haushalten.

Zunächst schaltet er daher jene Funktionen ab, die zu seinem direkten Überleben nicht zwingend notwendig sind, wozu in erster Linie natürlich auch die Libido gehört. Bei einem Libidoverlust ist daher immer auch an die Schilddrüse zu denken.

Massnahmen zum Schutz der Schilddrüse

Um die Schilddrüse vor äusseren Einflüssen zu schützen, muss die Jodversorgung im Auge behalten werden.

Aufgrund der heute üblichen flächendeckenden Zwangsjodierung über Jodsalz in sämtlichen Fertigprodukten sowie über jodhaltiges Viehfutter, das zu jodreichen Milchprodukten führt, droht kaum noch Jodmangel, eher ein Jodüberschuss, der nicht selten zu chronischen Schilddrüsenproblemen führen kann.

Achten Sie also beim Einkauf von Fertigprodukten darauf, dass kein Jodsalz verwendet wurde und benutzen Sie in der eigenen Küche besser ein natürliches Salz ohne künstliche Jodzusätze.

Auch an der weiträumigen Fluoridierung der Bevölkerung über fluoridhaltige Zahncremes, Mundwässer und Speisesalze muss niemand teilnehmen. Wählen Sie fluoridfreie Zahnpflegeprodukte und unfluoridiertes Salz. Tipps zur Fluoridausleitung finden Sie ebenfalls bei uns.

Die Quecksilberausleitung sollte mit Bedacht durchgeführt werden und bei einer stärkeren Belastung am besten in therapeutischer Begleitung.

Darüber hinaus freut sich die Schilddrüse ganz besonders über eine Nahrungsergänzung mit dem Vitamin-B-Komplex sowie mit Selen, das in Europa ein echtes Mangelmineral darstellt.

Ausserordentlich selenreich sind Paranüsse. Sollten Sie sich für ein Selenpräparat entscheiden, dann ist besonders das chelatierte Selen zu empfehlen. Gebunden an Aminosäuren ist seine Bioverfügbarkeit sehr viel besser, als dies bei herkömmlichen Selenpräparaten der Fall ist.

Auch Magnesium und Zink sollten für die Schilddrüse in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen. Genau wie das Selen sind auch Magnesium und Zink in chelatierter Form zu bevorzugen. Sie sind nicht nur leichter vom Organismus resorbier- und verwertbar, sondern auch viel besser verträglich.

Feind Nr. 4 Ihrer Libido: Serotonin

Viele Endokrinologen sind nun der Meinung, dass das neuronale Belohnungssystem mit Serotonin, Dopamin und Noradrenalin einen deutlich grösseren Einfluss auf die Libido hat als die Geschlechtshormone.

Tatsächlich zeigen Beobachtungen, dass auch die Hemmung des Neurotransmitters Serotonin unmittelbar und stark die Libido erhöhen kann. Dies steht mehr oder weniger im Gegensatz zur gängigen Lehrmeinung über Serotonin, denn ein Mangel soll unter anderem depressiv machen, und Depressionen und Libido passen nun einmal schlecht zusammen.

Deshalb werden in der Behandlung von Depressionen häufig so genannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verordnet – oft mit unbefriedigender Wirkung. Statt der Depressionen verschwindet durch die SSRI nämlich nicht selten eher die Lust auf Sex.

Das verwundert nicht, denn Serotonin ist ein Antagonist von Progesteron, das als ein Schlüsselhormon für das sexuelle Verlangen angesehen werden kann. Viele Frauen mit Libidostörungen weisen daher die oben genannte Östrogendominanz auf, also einen im Verhältnis zum Östrogenspiegel viel zu niedrigen Progesteronlevel.

Zu den Symptomen einer Östrogendominanz gehören beispielsweise das prämenstruelle Syndrom, Zyklusstörungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme und vieles mehr.

Massnahmen gegen Serotoninüberschuss

Für alle, die ihre Libido steigern möchten, gilt daher: Zurückhaltung bei sämtlichen Medikamenten und Massnahmen, die den Serotoninspiegel massiv erhöhen können.

Es sollten also auch keine tryptophanhaltigen Präparate eingenommen werden, da die Aminosäure Tryptophan ein Baustein für das Serotonin ist.

Gleichzeitig sollten Frauen mit deutlichen Symptomen einer Östrogendominanz versuchen, ihren Hormonhaushalt auf natürliche Weise zu regulieren. Dies gelingt häufig sehr gut mit natürlichen Progesteronpräparaten oder auch mit der Wild-Yam-Wurzel, die eine Vorstufe des Progesterons enthält.

Feind Nr. 5 Ihrer Libido: Hormonelle Verhütungsmittel

Auch die Pille führt zu einem Durcheinander im Hormonhaushalt und gehört zu einem der häufigsten Libidokiller unserer Zeit.

Sie stört nicht nur das Gleichgewicht der Geschlechtshormone, sondern auch gleich den Schilddrüsenhormonhaushalt. Daher zeigt sich nach langjähriger Pilleneinnahme nicht selten eine Schilddrüsenunterfunktion. Wie und warum die Schilddrüse jedoch zu einer Beeinträchtigung der Libido führen kann, wissen Sie bereits.

Ein weiter wichtiger “Libido-Wert” ist der des SHGB – ein Eiweiss, das Testosteron bindet und dessen libidosteigernde Wirkung daher zunichte macht.

Wie eine Studie der Boston University an 102 aktuellen und früheren Pillen-Nutzerinnen ergab, war der SHGB-Wert bei allen deutlich erhöht und auch nach Absetzen der Pille nicht wie erwartet gesunken.

Bereits in früheren Untersuchungen hatte der Leiter der Studie, Irwin Goldstein, nachgewiesen, dass die Pille den Testosteronspiegel – und damit auch die Libido – im Durchschnitt auf ein Drittel senkt.

Massnahmen zur natürlichen Regulierung des Hormonsystems

Ehemalige Pille-Nutzerinnen, bei denen das Verhütungsmittel das hormonelle Gleichgewicht und damit die Libido torpediert hat, benötigen zunächst einmal Geduld. Es kann etliche Monate lang dauern, bis der Hormonhaushalt wieder in sein Gleichgewicht gelangt.

Wie schon im vorigen Punkt erklärt, können natürliche Hormonpräparate (z. B. Mexican Wild Yam oder natürliches Progesteron als Creme) dabei sehr gut helfen.

Feind Nr. 6 Ihrer Libido: Übergewicht senkt Testosteron

Ganz eng mit dem Hormonsystem verbunden ist auch das eigene Körpergewicht. Verschiedene Studien zeigten, dass insbesondere Männer mit viel Bauchfett um bis zu 40 Prozent niedrigere Testosteronwerte hatten als normalgewichtige Männer.

Die gute Nachricht für Übergewichtige, die ihrer verlorengegangenen Libido wieder auf die Sprünge verhelfen wollen: Testosteron ist zwar wesentlich am Sexualtrieb beteiligt, doch nur indirekt. Direkt hilft es nur, wenn es vorher fehlte. Das Killing-Field beginnt unterhalb von etwa 15 nmol/l im Blut. Also zunächst testen lassen!

Anders bei Frauen, bei denen die Libido oft schon durch geringe Testosterongaben wieder gesteigert werden kann.

Massnahmen für mehr Testosteron

Sollte ein Übergewicht der Grund für einen niedrigen Testosteronspiegel sein, dann steht natürlich zunächst die Regulierung des Körpergewichts auf dem Programm.

Gleichzeitig bietet sich bekanntlich körperliche Ertüchtigung an. Diese hilft jedoch nicht nur über den Umweg des Abnehmens zu einem höheren Testosteronspiegel, sondern steigert diesen auch direkt nach dem Training. Muskeltraining soll sich in diesem Zusammenhang vorteilhafter auswirken als Ausdauertraining.

Luststeigernde Effekte setzen schon nach etwa 90 Minuten Sport pro Woche ein. Dreimal eine halbe Stunde soll dabei besser sein als eine einmalige Tortur.

Wer neben seiner Libido als Mann auch noch mit Impotenz zu kämpfen hat, muss mehr schwitzen: Etwa fünf Stunden pro Woche oder 3.000 verbrannte Kilokalorien senken das Impotenzrisiko um satte 83 Prozent – so das Ergebnis einer grossen Studie unter Federführung der Universitätsklinik Wien.

Auch hier sollte man die Angelegenheit auf mehrere Einheiten verteilen: Fünfmal Sport die Woche à 600 Kilokalorien wäre ideal. Übertreiben Sie es jedoch auch nicht, denn zuviel bewirkt – wie fast immer – das Gegenteil.

Feind Nr. 7 Ihrer Libido: Zucker

Der Testosteronspiegel wird übrigens nicht nur durch Bequemlichkeit und Übergewicht gedrosselt, sondern auch durch Zucker – zumindest bei Männern.

Eine jüngere Studie des Massachusetts General Hospital in Boston ergab bei Männern, die eine Glucoselösung tranken, zwei Stunden danach ein klares Testosteron-Minus von 25 Prozent.

Wer also seiner Libido Gutes tun will, sollte seinen Zuckerkonsum deutlich einschränken. Sie vermuten eine Zuckersucht bei sich? Dann helfen Ihnen sicher diese Tipps weiter: Ausstieg aus der Zuckersucht

Feind Nr. 8 Ihrer Libido: Lichtmangel

Den Zusammenhang von Licht und Libido illustriert der Begriff „Frühlingsgefühle“. Hauptursache für die gesteigerte Lust im Frühjahr ist höchstwahrscheinlich das Vitamin D3 (Calcitriol), das mit zunehmender Sonnenscheindauer wieder vermehrt in unserer Haut gebildet wird.

Vitamin D3 ist in mitteleuropäischen Gefilden ein typisches Mangelvitamin, da zu seiner Synthetisierung im Körper täglich mindestens eine Viertelstunde Sonne auf der nackten Haut nötig wäre.

Die Wintersonne eignet sich dazu aber aufgrund des zu tiefen Sonnenstandes nicht, weshalb fast alle Menschen in nördlichen Regionen spätestens im Januar ein Vitamin-D-Defizit aufweisen.

Für nicht wenige Menschen gilt dies sogar das ganze Jahr, weil sie auch im Sommer nicht in die Sonne gehen oder Sonnenschutzmittel verwenden, die eine Vitamin-D-Bildung verhindern.

Eine Supplementierung mit Vitamin D ist also wenigstens in den Wintermonaten eine hervorragende Massnahme, um – nicht nur im Bett – bei Laune zu bleiben.

Feind Nr. 9 Ihrer Libido: Psychische Konflikte

Natürlich spielt im Hinblick auf die Libido auch die Psyche eine gewichtige Rolle. Psychotipps gehören daher gewöhnlich zu jedem Massnahmenkatalog, der zu einer Libidosteigerung führen soll.

Zwar können psychische Traumata und ungelöste seelische Konflikte zweifelsohne die Libido blockieren, weshalb eine Auflösung derselben in jedem Fall angestrebt werden sollte (natürlich nicht nur, um die Libido zu steigern). Doch vergessen Sie nicht, dass die Psyche wiederum ganz wesentlich von den Hormonen beeinflusst wird.

Wenn das hormonelle Gleichgewicht und der Stoffwechsel gestört sind – und das ist wahrscheinlich bei den allermeisten Libidostörungen der Fall – kann man noch so viele Sitzungen beim Psychologen absolvieren, viel bringen wird es nicht.

Der Griff in die Psychokiste kann deshalb immer nur ein kleiner Beitrag zum Potpourri aller erforderlichen Libido steigernden Massnahmen sein; und wenn die oben aufgeführten “biochemischen Hausaufgaben” gemacht wurden, ist er oft gar nicht mehr notwendig.

Die Libido steigern: Ich will es schnell und einfach

Sie kennen nun bereits sehr viele Möglichkeiten, wie Sie Ihre Libido auf natürlichem Wege steigern können bzw. wie Sie einen Absturz Ihrer Libido verhindern können.

Die genannten Massnahmen sind jedoch häufig mit nicht wenig Anstrengung verbunden, so dass der eine oder andere vielleicht doch wieder auf die Idee kommen könnte, lieber so manch zweifelhaftes, sprich nebenwirkungsreiches Medikament einzunehmen, um der Libido rasch und unkompliziert auf die Sprünge zu helfen.

Wenn Sie zur Kategorie “Ich will es schnell und einfach” gehören sollten, interessiert Sie sicher unsere folgende Zusammenfassung mit Pflanzen und Nahrungsergänzungsmitteln, denen eine Libido steigernde Wirkung nachgesagt wird.

Diese natürlichen Libido steigernden Präparate können natürlich auch begleitend zu den obigen Massnahmen eingenommen werden und den erwünschten Effekt noch zusätzlich verstärken:

Pflanzen, die Ihre Libido steigern

Manche Pflanzen enthalten so genannte Phytohormone, also pflanzliche Stoffe mit hormonähnlicher Wirkung. Sie können daher im komplizierten endokrinen System oft ausgleichend, korrigierend und regulierend wirken und bringen auf diese Weise die gesunde Libido wieder zum Vorschein.

Mexican Wild Yam kann Ihre Libido steigern

Mexican Wild Yam – die wilde Yamswurzel aus Südamerika – enthält einen sog. Progesteron-Vorläufer, das Diosgenin. Aus Diosgenin kann im Labor natürliches, also körperidentisches Progesteron hergestellt werden. Doch auch Wild Yam selbst wirkt sanft progesteronähnlich. Es ist traditionell DAS Hilfsmittel für Frauen, die an einer Östrogendominanz und deren Folgen leiden.

Mexican Wild Yam soll jedoch auch Männern auf natürliche Weise eine Portion Vitalität zurückgeben – und zwar ohne jegliche feminisierende Effekte.

Mönchspfeffer zur Steigerung der Libido

Mönchspfeffer (Agnus Castus) ist ein bis zu vier Meter hoher Strauch, der im Volksmund auch Keuschlamm genannt wird. Mönchspfeffer ist ein natürlicher Prolaktinhemmer.

Prolaktin ist ein Hormon, das u. a. nach dem Orgasmus zu Entspannung und befriedigten Gefühlen führt und dafür sorgt, dass man nicht sofort wieder startklar ist. Nur Menschen mit extremem Prolaktinmangel nach dem Orgasmus können ohne Unterbrechung zur nächsten Runde übergehen.

Ein chronischer Überschuss an Prolaktin – also nicht nur nach dem Orgasmus – kann nun sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Libido senken. Wird Prolaktin gehemmt, dann hebt dies die Libido – und genau das ist der Wirkmechanismus des Mönchspfeffers.

Allerdings kommt es hier offenbar auf die richtige Dosis des Mönchspfeffers an. Nimmt man nämlich zu wenig, dann soll dies die Libido dämpfen (da der Prolaktinspiegel dann steigt). Eine Libido steigernde Wirkung ist also eher bei Dosen über 480 mg und mehr pro Tag zu erwarten.

Dong Quai steigert die Libido der Frau

Das aus China stammende Kraut Dong Quai, in Europa seit Jahrhunderten als “Engelwurz” bekannt, wird auch als “weiblicher Ginseng” bezeichnet. Es handelt sich um ein Frauen-Heilkraut mit östrogenausgleichender Wirkung.

Im Vergleich zu synthetischen Östrogenen, die oft zu Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen und anderen unerwünschten Nebenwirkungen führen, ist dies bei Dong Quai nicht der Fall.

Dong Quai wird häufig gegen Wechseljahresbeschwerden empfohlen, einer Zeit, in der die Hormonspiegel fallen und damit oft auch die Libido schwindet.

Der Frauenginseng lindert sanft die Probleme der Menopause wie z. B. eine trockene Vaginalschleimhaut, die natürlich ebenfalls zu einer verminderten Libido beiträgt. Dong Quai hilft daher besonders Frauen zwischen 45 und 60, ihre Libido wieder zum Leben zu erwecken.

Capsaicin steigert Ihre Libido

Capsaicin ist der scharfe Stoff der Chilischote. Capsaicin lässt im wahrsten Sinne des Wortes heisse Gefühle aufsteigen und fördert die Durchblutung – natürlich auch in den Geschlechtsorganen.

Wie Capsaicin in einer Studie sogar der Impotenz ein Schnippchen schlug, lesen Sie hier: Mit Capsaicin gesund und schlank

Yohimbe steigert die Libido bei Mann und Frau

In der Rinde des afrikanischen Yohimbe-Baumes befindet sich der aphrodisierende Wirkstoff Yohimbin. Besonders für die männlichen Geschlechtsorgane soll Yohimbin einschlägige, nämlich durchblutungsfördernde Folgen haben. Gleichzeitig soll das Yohimbin die Venen im Penis verengen, so dass die Erektion länger anhält.

Auch das Gehirn wird beeinflusst, nämlich insofern, als dass die sexuelle Bereitschaft deutlich zunimmt.

Um in den Genuss dieser Wirkungen zu gelangen, wäre die Einnahme von reinem Yohimbin empfehlenswert. Yohimbinhaltige Arzneimittel sind aber verschreibungspflichtig, und Yohimbe-Extrakte gibt es seit einigen Jahren nicht mehr auf dem europäischen Markt. In den USA jedoch sind diese nach wie vor frei verkäuflich.

Yohimbe-Rinde, die als Tee zubereitet werden kann, ist hingegen auch in unseren Breiten noch problemlos erhältlich. Allerdings lässt deren Wirkung ein wenig zu wünschen übrig…

Wilder Hafer steigert die Libido

Wilder Hafer soll den Testosteronspiegel erhöhen, die Lust bei Mann und Frau steigern und auch die sexuelle Leistungsfähigkeit verbessern. Allerdings erzielt man die Wirkung nicht etwa mit Müsli essen. Vom wilden Hafer wird nämlich das Gras verwendet und nicht das Korn.

Ähnlich wie bei der Yohimbe wirkt jedoch auch vom wilden Hafer eher ein Extrakt als beispielsweise ein Tee, wobei Frauen sogar eine noch höhere Dosis zur Libidosteigerung benötigen sollen als Männer.

Granatapfel für Ihre Libido

Die Kerne des Granatapfels gelten nicht nur als extrem gesundes, da antioxidantienreiches Lebensmittel, sondern auch traditionell als Testosteron-Booster. Doch auch der Granatapfelsaft soll sich äusserst positiv auf die Libido auswirken können.

In einer Studie zeigte sich jedenfalls, dass nach dem zweiwöchigen Genuss von Granatapfelsaft der Testosteronspiegel im Speichel sowohl bei Frau als auch beim Mann um 24 Prozent gestiegen war.

Es lohnt sich also allemal, in der Granatapfelsaison täglich von der Paradiesfrucht zu naschen – am besten gemeinsam mit dem Partner.

Maca steigert die Libido

Maca ist eine kartoffelähnliche Knolle aus Südamerika, deren libidofördernde und aphrodisierende Wirkung längst weithin bekannt und auch wissenschaftlich gesichert ist. Details zu Maca inkl. der entsprechenden Studien finden Sie hier: Maca – Superfood der Anden

DIM zur Steigerung der Libido

DIM ist ein Stoff im Brokkoli oder in Brokkolisprossen oder auch in anderen Gemüsesorten der Kreuzblütlerfamilie. DIM gibt es aber auch als Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Die Substanz bindet sich an das weiter oben genannte SHBG. SHBG ist jetzt bereits mit DIM besetzt und kann nicht mehr so viel Testosteron binden. Folglich zirkuliert mehr aktives und Libido steigerndes Testosteron im Körper.

Ja, der Pegel des freien Testosterons soll gar proportional mit der Einnahme von DIM steigen.

Arginin steigert Ihre Libido

Arginin ist eine Aminosäure. Sie gilt als direkter Lust- und Potenzförderer – zumindest beim Mann. Aus Arginin können die Körperzellen Stickstoffmonoxid herstellen. Stickstoffmonoxid entspannt die Muskulatur der Blutgefässwände. Die Durchblutung wird gefördert und so natürlich auch jene im Penis.

Um lust- und potenzsteigernd zu wirken, sind jedoch bei einer Einnahme über mehrere Wochen hinweg mindestens 3, besser 5 Gramm Arginin pro Tag notwendig.

Fazit

Die Libido ist also ein ausserordentlich komplexes Phänomen. Manchmal genügt es, an einem Zipfel des Netzes zu zupfen, oft hingegen muss man an mehreren Stellen intervenieren. Da die Liebe auch in ihrem körperlichen Ausdruck ein wesentlicher Aspekt des Menschseins ist, ist sie den möglicherweise notwendigen Aufwand aber in jedem Falle mehr als wert.

Quellen:

Kratzik CW et al., „How much physical activity is needed to maintain erectile function? Results of the Androx Vienna Municipality Study“, European Urology, Februar 2009, (Wie viel körperliche Aktivität ist nötig, um die Erektionsfähigkeit zu erhalten)

Caronia LM, Dwyer AA et al., “Abrupt decrease in serum testosterone levels after an oral glucose load in men: implications for screening for hypogonadism”, Februar 2013, Clinical Endocrinology, (Abrupte Abnahme des Serumtestosteronspiegels nach oraler Glucoseaufnahme bei Männern: Bedeutung für das Hypogonadismus-Screening)

Emad Al-Dujaili, Nacer Smail, “Pomegranate juice intake enhances salivary testosterone levels and improves mood and well being in healthy men and women”, Endocrine Abstracts, 2012, (Granatapfelsaft erhöht Testosteronspiegel im Speichel und verbessert Stimmung und Wohlbefinden von gesunden Männern und Frauen)

Meyerson B, „Latency between intravenous injection of progestins and the appearance of estrous behavior in estrogen-treated ovariectomized rats”, Hormones and Behavior, März 1972, (Latenzphase zwischen intravenöser Injektion von Progestinen und der Erscheinung von Brunstverhalten in östrogenbehandelten ovarektomierten Ratten)

Burch JB, Reif JS, Noonan CW et al., „Melatonin metabolite excretion among cellular Telefone users“, International Journal of Radiation Biology, November 2002, (Exkretion von Melatoninmetaboliten bei Handynutzern)

Brotto LA, Gorzalka BB, „Melatonin enhances sexual behavior in the male rat“, Physiology & Behavior, Februar 2000, (Melatonin steigert Sexualverhalten der männlichen Ratte)

http://www.volker-vandenboom.de/Libidoverlust_und_Orgasmusstoerung.pdf

http://www.arte.tv/de/ist-die-maennliche-fortplanzungsfaehigkeit-bedroht/2281146,CmC=2283996.html

https://www.youtube.com/watch?v=4JLDesjQsIE (nicht mehr verfügbar)

http://www.aafp.org/afp/2005/0901/p821.html

Chen, Wollman et al., „Effect of oral administration of high-dose nitric oxide donor l-arginine in men with organic erectile dysfunction: results of a double-blind, randomized, placebo-controlled study”, Dezember 2001, British Journal of Urology, (Auswirkung der oralen Einnahme von hochdosiertem L-Arginin als Stickstoffoxiddonor bei Männern mit organischer Impotenz: Ergebnisse einer doppelblinden randomisierten und placebokontrollierten Studie)

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Gruß an die Liebe
Der Honigmann
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Erster Landkreis unter Zwangsverwaltung

Die Thüringer Landesverwaltung entmachtet den Landrat von Unstrut-Hainich-Kreis. Ab Februar übernimmt ein Landes-Beamter alle finanziellen Aufgaben. Grund dafür ist eine jahrelange „prekäre Haushaltslage“.

Der Landkreis Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen wird ab Februar zwangsverwaltet. Der Landrat wird entmachtet. (Foto: dpa)

Der Landkreis Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen wird ab Februar zwangsverwaltet. Der Landrat wird entmachtet. (Foto: dpa)

Ab 3. Februar übernimmt das Thüringer Landesverwaltungsamt die Geschäfte im Unstrut-Hainich-Kreis. Der Landkreis befinde sich seit Jahren in einer prekären Haushaltslage.

„Die Zahlungsunfähigkeit konnte nur noch mit Überbrückungshilfen des Landes abgewendet werden. Wesentliche Ursache dieser Situation ist neben der übermäßigen Verschuldung eine fehlerhafte Haushaltsplanung mit gravierenden haushaltswirtschaftlichen Auswirkungen”, so ein Sprecher des Amtes zur Ostthüringer Zeitung.

Landrat Harald Zanker (SPD) will alle rechtlichen Schritte unternehmen, um diese „Farce zu unterbinden“. Ein Verwalter bringe nichts, schließlich bräuchte der viel Zeit zum Einlesen, so Zanker.

Die Bürgermeister des Landkreises hatten zuvor einstimmig dafür plädiert, einen außenstehenden Experten einzusetzen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/17/erster-landkreis-unter-zwangsverwaltung/

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Gruß an die Insolvenzverwalter Smily-TopSecret

Der Honigmann

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Der Weg der Reichskrone, Staatsbriefe, 8,1996, S. 18-30

 

D I E  N O T

 

Die heutigen Deutschen, nach der Krone ihres alten Reiches befragt, reagieren meist verwirrt:

 

“Reichskrone? Hatten wir etwa mal ein Königreich? Ich weiß da nicht so recht Bescheid.”

 

Oder sie vermuten Anstößiges:

 

“Krone des Reiches? Das hat doch wohl nicht etwa mit Adolf Hitler zu tun oder mit den Nürnberger Reichsparteitagen?”

 

Wenige nur erweisen sich als Kenner und antworten etwa so:

 

“Da denke ich an Karl den Großen, an die Habsburger, an Wien….”

 

Wie es scheint, hat das Reich mit seiner Krone derzeit keinen Platz im Denken und Trachten des ehemaligen Reichsvolkes, der Deutschen.

 

Die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation befindet sich zur Zeit in der  Schatzkammer der Wiener Hofburg. In einem  abgedunkelten Raum, zusammen mit den übrigen Reichskleinodien  sowie mit den Hoheitszeichen des kaiserlichen Österreich liegt unsere 1000- jährige  Krone unter Panzerglas, sichtbar gemacht von einer  dem Betrachter unzugänglichen Lichtquelle. Wer sich die Zeit nimmt, die Krone  genauer anzusehen, mag  seltsam bewegt werden von der altertümlichen Verarbeitung ihres Goldes, ihrer Perlen, ihrer ungeschliffenen Steine. Er mag ergriffen werden von ihrer einzigartigen Gestalt, welche aus dunklen  Fernen herzustammen scheint und gleichermaßen Vertrautes berührt.

 

Der dichte Besucherstrom aber drängt sich ohne merkliche Unterbrechung an der Reichskrone vorbei. Nur Wenige lesen das  kleine beigegebene Schildchen, auf welchem vermerkt ist: “10. Jahrhundert. Westdeutschland” und schauen für eine kleine Weile mit leeren Blicken.

 

Gelegentlich treten historisch vorgebildete  Museumspädagogen auf, gefolgt von den Schwärmen der ihnen Anvertrauten.  Detaillierte  Kenntnisse werden vorgetragen über die viel jüngere österreichische Kaiserkrone, welche sich der letzte Kaiser des Reiches im Jahre 1804 noch zusätzlich aufs Haupt setzte. Der an die Türkensiege erinnernde krönende grüne Stein wird eingehend beschrieben, ebenso die Wappen der Erblande. Sogar des Habsburgers  wird gedacht, welcher sich diese Krone einst als österreichische Hauskrone anfertigen ließ. Anschließend werden dann  die  bereits schläfrig gewordenen Zuhörer in Richtung Reichskrone weitergeschoben. Hier sei noch eine Krone, heißt es. Sie sei nach dem II. Weltkriege aus Nürnberg wieder heimgekehrt. Es sei  eine abendländische, eine christliche Krone, ein hohes Symbol unserer “westlichen Werte”. Man könne diese Krone auch eine durch und durch   europäische, eigentlich eine zeichenhaft moderne Krone nennen.

 

Keiner  fragt, ob denn Europa  einmal ein Kaiserreich gewesen sei und ob  die europäische und die österreichische Kaiserkrone etwas miteinander zu tun hätten.  Widerstandslos lassen sich die also Belehrten weiter durch die  Dämmerung der Wiener Schatzkammer treiben.

 

Die aus dem Dunkel schimmernde Krone des Deutschen Reiches aber erscheint unberührt von allem, was sie umgibt.

 

D E R  G L A N Z

 

Reichskrone

 

Die Reichskrone hat eine  von allen anderen Kronen der Welt verschiedene Gestalt.

 

Zunächst: Die Krone  ist nicht rund, sondern sie ist achteckig. Statt eines Reifes sind acht oben abgerundete Platten durch Scharniere miteinander verbunden. Warum? Es gibt kaum erläuternde Quellen. Notgedrungen sind die Nachfahren  auf eigenes Nachdenken angewiesen.

 

Das Leben in früheren Zeiten, auch das Leben im Mittelalter, war ein nie endender Kampf gegen Gefahr und Not. Die Menschen suchten daher im Unveränderlichen, im Unzerstörbaren  Sicherheit, z. B. in der Zahl.

 

In der Vier und in ihrer Zweiheit, der Acht, spürten sie Schutz: Man fühlte sich geborgen in den vier Himmelsrichtungen, in der Wiederkehr der vier Jahreszeiten,  im Zusammenspiel  der vier Elemente.

 

Da der Herrscher als der Garant irdischer Sicherheit angesehen wurde, erscheint in der  Umgebung der mittelalterlichen Könige und Kaiser immer wieder die  Acht: Die Aachener Pfalzkapelle Karls des Großen  z. B. bildet ein Achteck, ebenso deren schmiedeeiserne  Leuchterkrone.  Achteckig ist der Grundriß der Stauferburg Castel del Monte in Unteritalien, welche der letzte Staufer Friedrich II. dort errichten ließ.

 

Die einzelnen Platten der Krone sind, wie man einst so klangvoll sagte, aus gediegenem Golde, von Perlen und Edelsteinen durchsetzt. Durchsetzt ist wörtlich zu nehmen: Die Perlen und die Steine sind in ausgesägte Öffnungen eingeschoben und mit Filigran befestigt,  so daß sie im durchscheinenden Lichte wie von innen leuchten.

 

Auf vier der acht Platten  sind zusätzlich Emailbilder angebracht.  Zwei der Bilder zeigen alttestamentliche Könige mit lateinischen Spruchbändern   in ihren Händen. Bei König David heißt es: “Der ehrenhafte König liebt den Rechtsspruch”,

 

bei Salomon: “Fürchte Gott und meide Unrecht.”

 

Auf dem dritten Bild wird König Hiskia das vom Propheten Jesaja übermittelte Versprechen des Höchsten zuteil: “Wohlan, ich will deinen Lebensjahren noch 15  hinzufügen.”

 

Auf dem vierten Bilde ist der auferstandene und über dem Weltkreis thronende Christus   von zwei Erzengeln gerahmt. Dazu heißt es in roten Buchstaben auf goldenem Grund:  “Per me reges regnant”, ‚Durch mich regieren die Könige.’

 

Letzte Sicherheit nämlich erwarteten die Menschen einstiger Epochen  aus dem Bereich des Unsichtbaren, von ihren Göttern, von ihrem Gott.  Nur derjenige konnte wirklich Herrscher  sein, der von einem Gott dazu ermächtigt war. Im mittelalterlichen Abendland war es der menschgewordene Gott Jesus Christus.

 

Verschiedene Forscher sehen im Perlen – und Edelsteinschmuck der Krone noch weitere Hinweise auf das Unsichtbare und auf die ordnende Zahl: In der Stirn – und Nackenplatte der Krone stehen jeweils zwölf Steine. Quer durch die Kulturen der Menschheit steht auch die Zwölf für Vollkommenheit in dieser und in jener Welt. Die  zweimal zwölf Steine  könnten beispielsweise für die zwölf Stämme des alten Israel stehen, welches durch das von den zwölf Aposteln gegründete neue Israel abgelöst wurde.  Die Zahl aller Perlen zusammengenommen beträgt 144. 144, 12 mal die 12, ist die Zahl der Auserwählten im himmlischen Jerusalem, dem Vorbild und  Endziel aller Christenheit auf Erden.(1)

 

In den wenigen Quellen über die Reichskrone wird  von einem verloren gegangenen, weiß – rötlichen Stein berichtet, welcher alle anderen Steine an Glanz übertroffen habe. Man nannte den Stein “orphanus”, den Waisen. (2)  “Waise” wurde hier nicht im Sinne von “verlassen” gebraucht, sondern in der Bedeutung  von “alleinstehend”, d.h.,  “einzigartig in der Welt”. In  dem Waisen, so meinte man, sei des Reiches Einmaligkeit und Kraft verborgen.

 

Über die Herkunft des Waisen berichtet die Legende Folgendes:

 

Der Stiefsohn Kaiser Ottos des Großen, Herzog Ernst, hatte sich durch Aufruhr den Zorn seines Stiefvaters zugezogen. Der Aufrührer flüchtete in den Orient, wo er im Dunkel einer abgründigen Höhle einen leuchtenden Edelstein brach. Er kehrte zurück, um den Kaiser mit dem Geschenk dieses Steines zu versöhnen. Otto verzieh dem Rebellen und setzte den Stein in seine Krone.

 

In einer der Quellen heißt es:

 

“Ernst der edele wigant

 

einen stein dar under sach,

 

den er uz dem felse brach.

 

der stein gap vil liehten glast.” (3)

 

“Ernst dem riche gab den stein,

 

Der da lichter farbe schein,

 

Und in des riches crone

 

Noch hute erluchtet schone.” (4)

 

Warum die Legende vom Waisen? Wieder sind wir  auf Vermutungen angewiesen,  etwa auf diese:

 

Für Menschen des Mittelalters sollte der Herrscher nicht nur mit den Sehnsuchtsbildern des Himmels, sondern auch mit den gefürchteten Tiefen der Erde eine Verbindung haben, um deren bedrohliche Mächte in ihre Schranken zu weisen. Der Stein,   “aller fürsten leitesterne” (5), wie  ihn Walther von der Vogelweide auch nennt, stammt aus den Abgründen der Erde. Wer ihn in seiner Krone trägt, ist dieser Abgründe Herr,  und er weiß somit auch die Abgründe der menschlichen Seele, Hader, Rachsucht und Angst, zu bezähmen.

 

reichskreuz

 

Von christlich ausgerichteten Forschern wird der Waise  auch  mit Christus als dem biblischen “Eckstein”  in Beziehung gebracht oder mit dem edelsteinklaren Leuchten des himmlischen Jerusalem.

 

Seit Ende des Mittelalters wird von dem Waisen nicht mehr gesprochen. Wurde er aus der Krone entfernt? Für den obersten Stein der Stirnplatte ist die Fassung zu groß. Hier könnte der Waise gestanden haben.

 

Über der Stirnplatte steht ein goldenes, mit Perlen und Edelsteinen durchsetztes Kreuz, auf dessen Rückseite  der Gekreuzigte abgebildet ist.

 

Von der Stirnplatte zieht sich zur Nackenplatte  ein goldener Bügel, welcher acht oben gerundete Platten trägt. Diese Platten sind beidseitig mit Perlen eingefaßt und ebenso mit Perlen beschrieben:

 

CHVONRADVS DEI GRATIA heißt es auf der linken, ROMANORU IMPERATOR AUG auf der rechten Seite. Zu deutsch: Konrad von Gottes Gnaden Kaiser der Römer (und) Augustus.

 

reichsapfel

 

D E R   W E G   V O N   1 0 0 0   J A H R E N

 

H e r k u n f t :

 

Wann und wo wurde die Krone geschaffen? Wer hat sie als erster getragen?

 

Auch die Herkunft der Krone liegt im Dunkeln. Wir haben auch darüber keine Quellen.

 

Stammt die Krone, wie es der Bügel nahelegt, von Konrad II. ? Kommt sie ursprünglich aus Burgund oder gar aus Sizilien? Ist sie etwa das Geschenk eines Papstes an einen deutschen Kaiser? Für all diese Annahmen gibt es Belege.

 

Sehr vieles aber spricht auch für die Vermutung, daß die Krone von Otto I., dem ersten Kaiser der Deutschen,  in Auftrag gegeben wurde. (6)

 

Zu einen: Während die Krone, mit welcher Karl der Große in Rom zum Kaiser gekrönt wurde, anschließend im Besitze des Vatikans verblieb, wird von Otto berichtet, daß er sich zu seiner Kaiserkrönung einen neuen Ornat und neue Insignien (miro ornatu novoque apparatu) anfertigen ließ, welche er nach der Krönung mit über die Alpen nahm. Außerdem: Es gibt eine an die Krone erinnernde Goldschmiedearbeit, das sogenannte Mathildenkreuz, dessen Entstehungszeit man auf die Mitte des 10. Jahrhunderts datieren kann. Und: Auf einem  um 970 hergestellten Elfenbeintäfelchen – heute im Metropolitan Museum, New York! – ist Otto mit einer der Reichskrone ähnelnden Bügelkrone abgebildet.

 

Zum anderen weisen  die beschriebenen Abbildungen auf den ersten Kaiser der Deutschen hin, welcher  weltliche und geistliche Herrschaft noch gleichermaßen ausübte und diese Herrschaften auch für die zukünftigen Herrscher des Deutschen Reiches beanspruchte. (7) Die Mitregentschaftsbestrebungen des Papstes  lagen noch in der Ferne. Der Schöpfer  der Krone nämlich stellte sich einerseits den alttestamentlichen Königen an die Seite, welche man als Priesterkönige verstand;  unter der Krone wurde meist noch eine Mitra, eine Bischofsmütze, getragen. Andererseits sieht sich der Träger der Krone dem oströmischen Kaiser ebenbürtig: Wie dieser allein durch Christus in der Gestalt  des byzantinischen Pantokrators zum Herrschen ermächtigt war, so verleiht Christus auch dem Kaiser der Deutschen seine Macht: ‚Durch mich regieren die Könige’. Von einem Stellvertreter Christi in Rom ist nicht die Rede.

 

Folgt man dieser Auffassung über die Herkunft der Reichskrone, dann hat Konrad  II.  den Bügel   später hinzufügen lassen.

 

Trotz aller Hinweise aber, die für Otto I. als Schöpfer der Reichskrone sprechen, das Geheimnis, welches über ihrer Entstehung liegt, wird wohl niemals ganz aufgehellt werden können. Nur am byzantinischen Vorbild unserer Krone  können kaum Zweifel bestehen. Dazu noch folgende Hinweise:

 

Die Technik der Emailmalerei stammt aus dem damals kulturell  weit überlegenen Byzanz. Die biblischen Könige sind wie byzantinische Würdenträger gekleidet. Auch der byzantinische Kaiser trug in seiner Krone einen “Waisen”, einen “orphanos”, der die Reichsmacht symbolisierte. In der Sage von Herzog Ernst heißt es, daß der Waise, die Kraft des deutschen Reiches, aus dem Orient gekommen sei. Schließlich erinnert auch der Bügel an die byzantinische Helmkrone.

 

W a n d e r u n g :

 

Das mittelalterliche Reich der Deutschen hatte keinen Ort, an dem es sichtbar werden konnte, keine Hauptstadt, keine Reichsburg. Da es ein Wahlkönigtum war, gab es auch kein durchgehendes Herrschergeschlecht, welches das Reich repräsentierte. Zentrum des Reiches, der Gegenstand, in dem es Sichtbarkeit erlangte, war die Reichskrone. So nannte man die Krone auch “daz riche” und verehrte sie wie eine Reliquie, wie ein heilbringendes, wie ein heiliges Ding.

 

In Aachen und vielfach auch in Rom wurden die deutschen Könige und Kaiser mit der Krone in ihr Amt erhoben. Anschließend mußten sie sich  durch den Besitz der Krone und der dazu gehörenden Reichskleinodien ausweisen können.

 

Die Reichskleinodien, der im Laufe der Zeit anwachsende Reichsschatz oder Reichshort, bestanden aus den Reichsinsignien,  Krone, Zepter, Reichsapfel und Reichsschwert, dem später aus Sizilien hinzugekommenen kaiserlichen Ornat und aus den Reichsreliquien wie z.B.  die heilige Lanze und  das Reichskreuz.

 

Zunächst führten die mittelalterlichen Könige und Kaiser die Reichskleinodien mit sich bei ihren Wanderungen  durch das Reich, und wenn die Zeit gekommen war, mußten jene dann an den jeweiligen Nachfolger weitergegeben werden.

 

Durch das Wahlkönigtum bedingt, war diese Übergabe  oft mit Umwegen verbunden. Zweimal erfolgte sie mit Gewalt. Einmal wurden die Kleinodien einem Toten entwendet: Um sich mit dem Reichsschatz das Königsamt zu sichern, überfiel der spätere Heinrich II. den aus Rom heimkehrenden Leichenzug Ottos III.. Ein zweites Mal war der Beraubte ein alter, wehrloser  Mann: Mit List wurden dem vielgeprüften Heinrich IV. die Zeichen königlicher Würde von seinem eigenen Sohn, dem späteren Heinrich V., entrissen.  Nie aber geschah es, daß die Krone und der Schatz allein aus niedriger Beutegier geraubt oder gar aus purer Zerstörungslust beschädigt wurde.

 

Bald gingen die wandernden Könige dazu über, die Kleinodien in Königsburgen oder  in Burgen ihres Stammlandes zu verwahren. So können Burgen in den  unterschiedlichsten Gegenden des Reiches sich rühmen, die Reichskleinodien beherbergt zu haben: Die Harzburg bei Goslar z. B., Burg Hammerstein bei Andernach, Burg Hagenau im Elsaß, die Waldburg in Schwaben am Bodensee, die Kyburg bei Winterthur. Die längste Zeit befanden sich die Reichsschätze  auf der zu diesem Zweck neu ausgebauten Burg Trifels in der Pfalz, wo heute schön nachgearbeitete Kopien von Krone, Reichskreuz, Zepter und Reichsapfel an diese Zeit erinnern.

 

Karl IV. ließ  zur Aufbewahrung der Reichskleinodien sogar eine eigene Burg bauen, die Burg Karlstein bei Prag. Außerdem brachte er die Reichsschätze mit dem von ihm verehrten Frankenkaiser Karl  in Verbindung, weswegen die Reichskrone seither, historisch unrichtig, auch Karlskrone genannt wird.

 

Seit dieser Zeit wurden einmal im Jahr, an jedem zweiten Freitag nach Ostern, die Reichskleinodien öffentlich ausgestellt. Auf dem Karlsplatz in Prag wurden sie, wie man damals sagte, dem Volke als “Heiltümer” “gewiesen.” Dieses “Fest der heiligen Lanze”  war vom Papst, der sich im Gegensatz zum Anspruch der Reichskrone inzwischen längst als geistliches Oberhaupt des Reiches installiert hatte, eingesetzt worden.

 

Die Heiligkeit des päpstlichen Stuhles  wurde durch das Auftreten des böhmischen Magisters Johannes Hus  erstmalig in Frage gestellt. Die Grenzen aber zwischen Reich und Rom  waren seit langem verwischt worden. König Sigismund stand fest zur römischen Kirche und Hus wurde im Jahre 1415 während des Konzils in Konstanz verbrannt. Sein Feuertod   löste die  Hussitenstürme aus. Die Hussiten, welche das Heil des Reiches ohne päpstliche Einmischung anstrebten, versuchten folgerichtig, sich der Reichskleinodien in der Burg Karlstein zu bemächtigen.  Sigismund jedoch gelang es, den Schatz nach Ungarn zu retten. Ungarn aber war fremdes Land. Es war auf die Dauer kein Ort für “daz riche”. Abhilfe tat not.

 

N ü r n b e r g:

 

Stützen des Reiches waren im Spätmittelalter die zu Wohlstand gekommenen Reichsstädte.  Die größte und mächtigste dieser Städte mit den “des Reichsoberhauptes getreuesten Bürgern” war Nürnberg, “des Reiches Mitte”, des Reiches Schatzkästlein. (8)

 

Am 29. September 1423 wurde zwischen Sigismund und den Nürnberger Stadtvätern beschlossen, “unser und des heiligen reichs heiligtum” auf ewige Zeiten, unwiderruflich und unanfechtbar der Stadt Nürnberg anzuvertrauen. (9)

 

So hatte das wandernde Reich in des Reiches Mitte für ewiglich einen Ort gefunden.

 

Von zwei Nürnberger Abgesandten begleitet, zum Schluß als ein Fischtransport getarnt, trafen am 22. März 1424 die Reichskleinodien mit der Reichskrone in  Nürnberg ein. Über dieses Ereignis schreibt Wilhelm Raabe in seiner Novelle “Des Reiches Krone”:

 

“Erst eine Meile vor Nürnberg haben diese Fuhrleute erfahren, welche Ehr und Herrlichkeit sie gewürdigt gewesen seien, und haben sich in freudigem Schrecken von den Rossen in den Staub des Weges niedergestürzt und haben auf den Knien das Heiligtum verehrt. Glocken und Gesang des Volkes! Zinken und Trompeten! Wir sind alle hinausgezogen auf das Gerücht von dem Nahen der Abgesandten und des Schatzes, den sie mit sich brachten. Zu Tausenden und Zehntausenden – Männer und Frauen, Greise und Kinder, sind wir der Krone entgegengegangen: ein größerer Tag ist seit Menschengedenken nicht in  den Chroniken der Stadt verzeichnet worden.” (10)

 

In einer zeitgenössischen Darstellung heißt es:

 

“In einem glänzenden Zug werden die Reichskleinodien nach Nürnberg eingebracht. Die Stadt feiert den ganzen Tag. Die Bürger haben sich festlich gekleidet, die Gefangenen, selbst schwere Verbrecher, entläßt man aus dem Gefängnis, und die Leichname der Gehenkten, die sonst lange am Galgen hängen müssen, werden abgenommen, denn die heiligen Reliquien kommen nahe am Hochgericht vorüber, und alle – auch die Hingerichteten – sollen ihrer Gnade teilhaftig werden. Die gesamte Geistlichkeit, der Nürnberger Rat, die ganze Bürgerschaft ziehen in feierlicher Prozession dem Kronschatz durch das Frauentor weit vor die Stadt hinaus entgegen.” (11)

 

Noch im gleichen Jahre wurde das Verwahrungsprivileg Nürnbergs durch den Papst bestätigt, welcher sein Mitspracherecht in allen Reichsangelegenheiten hierdurch folgende Einschränkungen zur Kenntnis brachte: Die Kleinodien sollten  in der Kirche des Heilig Geist Spitals verwahrt werden. Die “ewige Zeit” der Verwahrung  solle  enden, wenn die Stadt  vom rechten Glauben abfalle.

 

Die Heiltümer, wie die Reichskleinodien auch in Nürnberg genannt wurden, verwahrte man in einem “Versperr” über der Sakristei der Heilig Geist Kirche, die Krone gesondert in einer schwarzen Truhe. Die Schlüssel zum Versperr hüteten die drei Losunger. Das waren die höchsten Beamten der Stadt. Um eventuellen Gästen die Heiltümer in einem würdigen Rahmen weisen zu können, wurde der Innenraum der Kirche neu ausgemalt. Für zwei der Reichsreliquien, für die heilige Lanze und das Reichskreuz, wurde ein gold – silberner, mit Nürnberger Wappen geschmückter Behälter angefertigt, der sogenannte “Heiltumsschrein”. Dieser hing vor dem Altar der Kirche an Ketten, damit man die auf seinem Boden abgebildeten, von zwei Engeln gehaltenen Heiltümer betrachten konnte.

 

Als Höhepunkt im Nürnberer Jahresablauf wurden die öffentlichen “Weisungen” der Reichsheiltümer fortgesetzt, gefolgt von einer 14tägigen für das Wohl der Nürnberger Kaufherren  veranstalteten  Handelsmesse.

 

Die Weisungen verliefen so:

 

“Absperrungen verhinderten ein wahlloses Ausschwärmen der Menschenmenge über den Platz, regelten den Ablauf. Alle Türme waren besetzt, um Unruhen innerhalb der Stadt und Gefahren von außen beobachten und unter Kontrolle bringen zu können. Vor dem Schopperschen Haus, in das am Tage zuvor die Reichskleinodien gebracht worden waren, stand ein prachtvoll verkleidetes hölzernes Gerüst, das zu diesem Zweck errichtete tabernaculum oder der Heiltumsstuhl. Auf der Empore, die mit einem Fenster des Schopperschen Hauses, das als Durchreiche benutzt wurde, in Verbindung stand, versammelte sich eine Reihe ausgewählter Personen, darunter die Herren Älteren des Rates, die Pfarrer der Nürnberger Hauptkirchen St. Sebald und St. Lorenz und selbstverständlich, wenn er der Weisung beiwohnte, der Kaiser. Gewöhnlich zelebrierte der Abt von St. Ägidien die Messe. Dann erfolgte die Weisung in drei Umgängen. Zunächst wurden in einer bestimmten Reihenfolge die Reliquien vorgeführt, die an die Kindheit des Herren erinnerten, darunter der Span der Krippe, das Armbein der hl. Anna und der Zahn Johannes’ des Täufers, dann die Reliquien Karls des Großen, zuletzt die Reliquien, die vom Leiden Christi zeugten, darunter die Heilige Lanze und das Reichskreuz, dazu die päpstlichen Ablaßbriefe. Der Heiltumsschreier, ein durch Kraft und Schönheit der Stimme ausgezeichneter Geistlicher, begleitete die Weisungen mit Erklärungen, die er von dem sogenannten Schreizettel ablas…..Den Abschluß der Weisung bildeten jeweils die Fürbitten für die ganze Christenheit, für die  Einheit der Kirche und des Reiches, für den verstorbenen Kaiser Sigismund und schließlich für alle Fürsten, Herren, Städte, für das ganze Volk und für den Rat der Stadt Nürnberg. Nun empfingen alle Gläubigen mit dem Heiligen Kreuz den Segen.” (12)

 

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gaben die Nürnberger Stadtväter für den Raum im Schopperschen Hause, in welchem die Heiltümer zur Zeit der Weisungen aufbewahrt wurden, für die  sogenannte “Heiltumskammer”, zwei Bilder in Auftrag. Die Darstellungen Kaiser Sigismunds und Karls des Großen sollten den  Rang der Reichsstadt Nürnberg für jedermann anschaubar machen.

 

Der beauftragte Maler Albrecht Dürer versah den damals als Reichsgründer verehrten Kaiser Karl mit Reichsapfel, Reichsschwert und mit der achtplattigen perlen-, bild- und edelsteingeschmückten Krone.

 

Auf dem Rahmen des Bildes steht geschrieben:

 

“Dis ist der gestalt und biltnus gleich

 

Kaiser Karlus, der das Remisch reich

 

Den Teitschen under tenig macht

 

Sein kron und klaidung hoch geacht

 

Zaigt man zu Nurenberg alle jar

 

Mit andern haltum offenbar.” (13)

 

Versuche, den Nürnbergern das Hüterecht des “Reiches” streitig zu machen, vor allem, Bemühungen der  Habsburger,  sich der Krone und der Reichskleinodien zu bemächtigen, wurden sämtlich vom Ort der “ewigen Verwahrung” erfolgreich abgewehrt. Nur zu den Krönungen der deutschen Könige und Kaiser,  von Nürnberger Gesandten begleitet und geschützt, verließen die Reichsheiltümer die Mauern der Stadt. Die Nürnberger Gesandten hatten sogar das Recht,  während der Krönungen die Insignien darzureichen. Den Habsburgern blieb lediglich, ihre Kaisersarkophage in der Wiener Kapuzinergruft mit Abbildern der Reichskrone zu versehen.

 

Im Jahre 1523 geschah dann das, wofür der Papst schon ein Jahrhundert früher  Vorkehrungen hatte treffen wollen: Die Stadt Nürnberg fiel von dem einen Glauben ab. In das Heilig Geist Spital zog der Protestantismus ein. Das Verwahrungsrecht der Reichskleinodien hätte sich nach päpstlicher Vorstellung damit erledigen sollen. Es zeigte sich aber, daß trotz aller  Bemühungen das Reich sich nicht vollständig mit den Herrschaftsvorstellungen der römischen Kirche deckte. In Nürnberg verwies man darauf, daß das Heilig Geist Spital eine städtische Gründung sei, über welche der Papst nicht zu verfügen habe. Diesen Umstand  nämlich hatte der Papst vor 100 Jahren übersehen.  Unter Beibehaltung der Handelsmesse  wurden lediglich  die   Weisungen der Reichsheiltümer  eingestellt. Der Reichsschatz behielt seine Ruhe, und die Krone des Reiches blieb für die Deutschen das, was sie immer gewesen war: das heilbringende Zentrum des Reiches.

 

372 Jahre lang hatte die Reichskrone in Nürnberg, in des Reiches Mitte, ihren  Ort.

 

W i e n :

 

” Hochsommer 1796. Die Tage sind drückend schwül und voller Unruhe und die Nächte voller Gefahren. Die Kriegsfurie rast über das Land. Zügellose Horden der französischen Revolution ziehen sengend und plündernd durch Franken. Nürnbergs Rat und Bürgerschaft erwartet stündlich den Einzug der Soldateska in die Stadt. Die wilden Gesellen kommen schneller als erwartet…

 

In der Nacht zum 9. August geschieht in Nürnberg etwas Merkwürdiges: In der Nähe der Heiliggeistkirche hält ein mit Mist beladener Bretterwagen. Bevor noch der Fuhrmann sich anschickt, sein Gefährt zu entladen, treten aus der Kirchenpforte Männer, die sorglich umhüllte Kisten und Kasten tragen. Der Fuhrmann nimmt eine Truhe nach der anderen schweigend in Empfang und vergräbt sie in seiner Ladung. Niemand in der Nachbarschaft hat von diesem seltsamen Treiben etwas bemerkt. Beim Morgengrauen fährt der Wagen dann polternd zum Hallertor hinaus. Die Torwächter lassen Fuhrmann und Fuhre unbeanstandet passieren. Wer wird sich auch bei einer Ladung Mist aufhalten.

 

Für die Eingeweihten aber – es war nur ein kleiner Kreis von mutigen und deutsch gesinnten Männern – treten damit die Reichskleinodien, die in Nürnberg vier Jahrhunderte lang eine Heimstatt hatten, ihre Reise ins Ungewisse an.

 

Noch am Mittag des gleichen Tages, am 9. August, reitet der Franzosen General

 

J o u r d a n  mit seinem Gefolge in die alte Reichsstadt ein. Er begibt sich, kaum angekommen, sofort zur Heiliggeistkirche, denn hier werden, so weiß er, die “K l e i n o d i e n  d e s  H e i l i g e n   R ö m i s c h e n        R e i c h e s      d e u t s c h e r   N a t i o n” aufbewahrt sein. Alles Dinge von unschätzbarem materiellen und seelischen Wert; seltene Reliquien, die aus der Zeit der Anfänge des Christentums in Deutschland stammen sollen, uralte Waffen und Schmuckgeräte aus Silber und Gold und mit kostbaren Edelsteinen besetzt. Wirklich, da hängt auch der Heiltumsschrein an einer Kette vom Chorgewölbe herab und schwebt über dem Hochaltar. Aber die Truhe ist leer, alle Kostbarkeiten sind verschwunden.

Und kein Fluchen und kein Drohen können sie wieder herbeischaffen. Die Fuhre aber rollt inzwischen auf sicheren Pfaden ein gutes Stück gegen Böhmen zu nach Prag.” Von Prag führte “Ein Abgesandter vom Regensburger Reichstag….den Schatz dann nach Regensburg.” (14)

 

So wird nach fast anderthalb Jahrhunderten, am Tage, da die Reichskleinodien wieder nach Nürnberg heimkehrten, in der “Nürnberger Zeitung” berichtet. War es so? Oder handelt es sich um eine der vielen, den Weg der Reichskleinodien begleitenden  Legenden? Ist es vielleicht eine Erzählung, die dem Fischtransport von 1424 nachgestaltet wurde? Das ist wieder eines der nicht lösbaren Rätsel um die Reichskleinodien. Tatsache jedenfalls ist, daß die Nürnberger Stadtväter beim Herannahen der französischen Revolutionstruppen ihrem Verwahrungsauftrag gemäß verfuhren: Der Nürnberger Oberst Johann Georg Haller wurde mit der Flüchtung der Reichskleinodien betraut, welche schließlich dem kaiserlichen Kommissarius am immerwährenden Reichstag in Regensburg, dem Freiherr Johann Aloys Josef von Hügel, übergeben wurden. Der Aufenthalt der Reichskleinodien außerhalb der Mauern Nürnbergs sollte jedoch nur vorübergehend sein.  Sowohl Hügel als auch der derzeitige Kaiser Franz II.  garantierten den Nürnbergern die sofortige Rückaushändigung der Reichskleinodien nach Beendigung der Gefahr.

 

Wenig später war der Reichsschatz auch in Regensburg nicht mehr vor Napoleons Truppen sicher. Ohne Wissen und Zustimmung der Nürnberger transportierte der kaiserliche Konkommissarius die Schätze über Passau nach Wien, wo sie am 9. Oktober 1800 der kaiserlichen Schatzkammer übergeben wurden.

 

Damit war die Krone nun wieder wie einst im Mittelalter in den Händen des Kaisers.

 

Der Druck des Feindes auf das Reich aber wuchs, der Druck auf den Kaiser und auf diejenigen, welche Kaiser und Reich noch immer die Treue hielten.

 

Im Jahre 1803 wurden auf Betreiben Napoleons und im Widerspruch zur Reichsverfassung (15)  die meisten der reichstreuen Territorien wie Bistümer und Reichsstädte den Landesfürsten zugeschlagen,  denjenigen, denen die eigene Machtentfaltung schon immer mehr als die Einheit des Reiches bedeutet hatte.  An Nürnberg war der Kelch der Reichsmittelbarkeit noch einmal vorübergegangen. Noch.

 

Im Mai des folgenden Jahres teilte der kaiserliche Konkommissarius Hügel den Nürnbergern  den derzeitigen Aufenthalt des Reichshortes mit, unter nochmaliger Zusicherung der baldmöglichsten Rückführung.

 

War das ernst gemeint? Unter dem Druck der Verhältnisse hatte man in Wien das Reich schon lange aufgegeben und trachtete nur noch danach, wenigstens die eigene Hausmacht zu retten. Franz II., welcher schon vor acht Jahren versichert hatte, er werde, falls es ihm Vorteile bringe, auf die Reichskrone verzichten (16), setzte sich am 11. August des Jahres vorsorglich die Krone eines erblichen österreichischen Kaisers  aufs Haupt. Es war diejenige Krone, welche sich derzeit in der Wiener Schatzkammer all der beschriebenen Huldigungen erfreut. Die Reichsverfassung war damit nun endgültig und für alle Welt sichtbar außer Kraft gesetzt, denn in  e i n e m  Reich kann es nur e i n e n  Kaiser geben und nicht zwei, auch nicht, wenn beide Kaisertitel auf einer Person vereinigt sind.

 

Wenige Monate später hatte sich  die Zahl der abendländischen Kaiser   noch um einen weiteren erhöht: Am 2. Dezember versah sich auch Napoleon mit kaiserlicher Würde. Da er  wegen der Umsicht der Nürnberger nicht in den Besitz der Reichskrone gekommen war und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ja der Form nach noch bestand, blieb dessen weiteres Schicksal zunächst noch offen. Der Sieg über Österreich vom 2. Dezember 1805 brachte dann Klarheit: Im darauf folgenden Frieden  zu Preßburg sprach Napoleon nicht mehr vom Deutschen Reich, sondern  vom “Deutschen Bund”. Im Juli des kommenden Jahres wurden 16 deutsche Staaten per Ultimatum gezwungen, aus dem Reich auszutreten und sich dem französischen Kaiser zu unterstellen. Einigen dieser sogenannten Rheinbundstaaten wurden zur Besänftigung des Gewissens noch kleine Aufmerksamkeiten zuteil. Im Artikel 17 der Rheinbundakte bekam eine in Preßburg frisch erschaffene Majestät, der König von Bayern,  die Stadt Nürnberg und deren Gebiete mit allen Eigentums- und Souveränitätsrechten zugesprochen.  Das war das Ende der viele hundert Jahre währenden Nürnberger Reichsfreiheit. Noch bevor die Rheinbundakte vom Restreichstag in Regensburg sanktioniert worden war, stellte Napoleon  Franz II. unter Androhung der Wiederaufnahme militärischer Handlungen das Ultimatum, bis spätestens zum 10. August des Jahres die Reichskrone niederzulegen.

 

Selbst, wenn Franz II. es gewollt hätte, es wäre ihm nicht möglich gewesen, gegen Napoleons Willen auf der Krone des sich bereits in Auflösung befindenden Reiches zu bestehen. Die bloße Niederlegung der wieder einmal nach Ungarn ausgelagerten Reichskrone aber  hätte Napoleon die Möglichkeit gelassen, Wege zu ihr zu finden, um damit seinem selbsterschaffenen Kaisertum ein Fundament zu verleihen, um sie sich als eine West- und Ostfranken vereinende Karlskrone schließlich doch noch selbst auf sein schon vorgekröntes Haupt zu setzen. Das wenigstens sollte verhindert werden. So legte Franz II. am 6. August 1806  nicht nur für seine Person die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder. Auf den Rat seines Außenministers Graf von Stadion erklärte er, ohne jedoch durch die verbliebenen Reichsgremien dazu befugt zu sein, gleichzeitig dieses Reich für aufgelöst:

 

“Wir entbinden zugleich Churfürsten, Fürsten und Stände und alle Reichangehörigen, insonderheit auch die Mitglieder der höchsten Reichsgerichte und die übrige Reichsdienerschaft, von ihren Pflichten, womit sie an uns als das gesetzliche Oberhaupt des Reiches, durch die Constitution gebunden waren. Unsere sämtlichen deutschen Provinzen und Reichsländer zählen wir dagegen wechselseitig von allen Verpflichtungen, die sie bis jetzt, unter was immer für einem Titel, gegen das deutsche Reich getragen haben, los…” (17)

 

Die  herrenlos gewordene Reichskrone mit den erledigten Reichskleinodien sollte nach Meinung Stadions  “als Antiquitäten” in Wien (18) verbleiben, und der nunmehr seines Amtes entkleidete kaiserliche Konkommissarius Hügel wendete es im Gegensatz zu seinen früheren Versprechungen  so:

 

“Von der Kayser Krone und den Reichs Insignien … wird entgegen gehend nicht zu erwehnen, sondern auf Beybehaltung dieser wichtigen und kostbaren Althertümer zum ewigen Andenken die Absicht zu richten, und abzuwarten seyn, ob eine Anforderung von irgendeiner Seite eintreffen werde”. (19) Abwarten also und schweigen.

 

1814 war die Gefahr gebannt, der Druck, unter dem  die Reichsverfassung  untergraben, das Reich  schließlich vom Kaiser als aufgelöst erklärt worden war, dieser Druck einer feindlichen Übermacht war beseitigt. Die Reichsvertreter, welche in Wien zusammengekommen waren, hätten das suspendierte aber nicht wirklich aufgelöste Reich in seiner alten Form wieder aufrichten können. Obwohl Pläne in diesem Sinne vorgelegt wurden, haben die Reichsvertreter das Reich  nicht wieder hergestellt. Sie haben damit das von Napoleon erzwungene Unrecht zu Recht erklärt und so die eigentliche und endgültige Auflösung des ersten Deutschen Reiches vollzogen. Das Kaiserreich Österreich, das Königreich Bayern zusammen mit all den  durch Napoleon gestärkten Territorien waren an einer erneuerten Unterordnung unter die Reichskrone nicht mehr interessiert. Das Gift, welches der Feind ausgestreut hatte, das Reich auseinander zu treiben, war   zu süß, als daß man seiner ohne Not wieder hätte entbehren wollen. Es blieb dabei, was Napoleon auf dem Höhepunkt seiner Erfolge schon festgelegt hatte: Das Deutsche Reich war zum Deutschen Bund herabgekommen.

 

Was sollte nun mit den in Wien bis auf Weiteres als Altertümer einbehaltenen Reichskleinodien geschehen? Darüber war während des Wiener Kongresses nichts gesagt worden. So bestand das Recht Nürnbergs auf die Verwahrung des Reichshortes  fort und konnte seither auch nie juristisch fundiert bestritten werden.  Mit Auflösung des Reiches  nämlich erhielt die Urkunde Kaiser Sigismunds, “welche von der Verwahrung der Reichsinsignien ‘auf ewige Zeiten’ (in Nürnberg) spricht, einen realen Aussagewert: wenn auch das Reich untergeht, so soll doch die Aufbewahrung des Reichshortes in Nürnberg Bestand haben. Allein damit konnte einer Auflösung bzw. Verschleuderung des Kronschatzes vorgebeugt werden.” (20)

 

Daran konnte auch die Mediatisierung Nürnbergs, die Einbeziehung in das bayerische Königreich, nichts ändern:

 

“Die tradierten Privilegien und Gerechtsamen der ehemaligen Reichsstädte konnten …. (auch nach der Mediatisierung) insoweit Bestand haben, als sie der Souveränität des Staates, auf den sie übergegangen waren, nicht widersprachen.” So überlebten  “jene Gerechtsame, welche dem landesherrlichen Souveränitätsanspruch nicht entgegenstanden, … das Ende der auf den reichsunmittelbaren Status gegründeten städtischen Eigenstaatlichkeit. Zu diesem ‘dauerhaften’ Privilegienstand zählte aber auch das Verwahrungsrecht der Stadt Nürnberg hinsichtlich der Reichsinsignien,..” (21)

 

So dauerte es nicht lange, bis sich Nürnberg seiner Rechte und Pflichten bezüglich der Reichkrone und der Reichskleinodien wieder entsann. In  regelmäßigen Abständen sprachen nun die Nürnberger Stadtväter in Wien vor, um ihre Ansprüche anzumelden. Es sprengte den Rahmen dieser Darstellung, all die Ausreden und Absagen aufzuzählen, mit denen die Nürnberger belehrt wurden, daß mit einem Recht ohne Macht, es durchzusetzen, nicht viel anzufangen ist in dieser Welt. Weder der Kaiser von Österreich noch der König in Bayern hatten ein Interesse daran, sich der Reichskrone zu erinnern und die Kleinodien des alten Reiches wieder in des “Reiches Mitte” zu wissen.

 

Der Kaiser von Österreich und der König in Bayern wurden hingegen nach einer Zeit ebenfalls  belehrt, nämlich, daß  Macht ohne Recht kein dauerhaftes Ding ist auf Erden. Im Revolutionsjahre 1848 verlangte die Wiener Delegation für das Frankfurter Vorparlament, die Reichsinsignien mitzunehmen, um einen neuen deutschen Kaiser damit zu krönen. Da bedurfte es in der Hofburg schon sehr schwieriger Winkelzüge, um den Revolutionären eine Absage zu verdeutlichen.

 

Ab 1866 war das Kaiserreich Österreich dann allein.

 

Wenige Jahre später gab es auf deutschem Reichsboden  einen zweiten Kaiser, mit dem sich sowohl die Österreicher als auch  die Bayern arrangieren mußten.

 

Das preußische Kaiserreich  verstand sich jedoch nicht als Fortsetzung des alten, übernational bestimmten Reiches.

 

In einem 1872 erschienenen Büchlein, “Die Atribute des neuen dt. Reiches” heißt es:

 

“Im staatsrechtlichen Sinne ist das Reich, die Kaiserwürde von 1871, eine völlige Neuschöpfung. Es wäre eine bedenkliche Verirrung, wenn man unser nationales Kaiserthum vom 18. Januar 1871 als eine staatsrechtliche Fortsetzung des am 6. August 1806 zu Grabe getragenen Römischen Kaiserthums ansehen wollte.” (22)

 

So trug  Kaiser Wilhelm I.  seine eigene Krone. Die Preußen sahen keinen Anlaß, die Nürnberger Forderungen nach Rückkehr der Reichskleinodien zu unterstützen. Zur Erleichterung der  abgedrängten Österreicher blieb die Reichskrone samt Schatz weiterhin in Wien, wo man sich nun der Vorstellung hingeben konnte, im Grunde doch der wahre Erbe des alten, zu Grabe getragenen Reiches zu sein.

 

Im preußischen Kaiserreich erinnerte man sich nur ganz nebenbei daran, daß es schon einmal ein Reich mit einer fast 1000-jährigen Krone gegeben habe. Dazu drei Beispiele: Der steinerne, berittene Kaiser zu Koblenz wird von einem kleinen Genius begleitet, welcher die Reichskrone mit sich trägt. Im Gitter einer Berliner Brücke wird man von  der schmiedeeisernen Form der Reichskrone überrascht. Im Niederwald bei Bingen hält die  Germania die Reichskrone in der erhobenen Hand.

 

Auch  das preußisch – österreichische Doppelreich fiel seinen Feinden zum Opfer. Am Ende des I. Weltkrieges wurden beide Kaiser von den Siegern zur Abdankung gezwungen. Die verbliebenen Reichsteile Deutschland und Deutsch – Österreich wurden gewaltsam voneinander getrennt und zur Gründung von zwei verschiedenen Republiken veranlaßt. Das alte Reich, die Reichskrone, das Recht der Nürnberger, alles schien so gut wie vergessen.

 

Das Reich aber ist mehr als seine jeweilige Form. Es hat eine Komponente, die durch Feindesgewalt nicht zerstört werden kann.

 

Im Jahre 1930 sagte der Hüter des Reichsschatzes in Wien, der Schatzmeister der Wiener Hofburg, Dr. Arpad Weixlgärtner:

 

“Wir ‘Kronenwächer’, die wir die deutschen Reichskleinodien bewachen und dies weder für einen Habsburger noch für einen Hohenzollern, sondern für das gesamte deutsche Volk tun, würden sie mit Jubel ans Deutsche Reich zurückstellen – aber nur zusammen mit unserer alten deutschen Kaiserstadt Wien und unserer noch älteren deutschen Ostmark”. (23)

 

Im Jahre 1933 erhielt das Reich wieder eine neue Gestalt. Am 13. März 1938 wurde Deutsch-Österreich   unter dem Jubel der Österreicher mit dieser neuen Form des Reiches vereint.

 

N ü r n b e r g :

 

Es war für den damaligen Nürnberger Oberbürgermeister Willy Liebel nun nicht schwer, den Führer zur Rückführung der seit 142 Jahren widerrechtlich in Wien einbehaltenen Reichskleinodien zu veranlassen. Um den Jubel der Wiener über den Reichsanschluß aber nicht unnötig zu unterbrechen, wurden die Reichskleinodien wieder einmal unter Ausschluß der Öffentlichkeit transportiert. Zwar mußten sie nicht mehr mit Fischen oder mit Mist getarnt werden.  In der Nacht vom 29. zum 30. August des Jahres 1938 reisten sie in einem geheimgehaltenen Sonderzug zurück zum Ort ihrer ewigen Verwahrung.

 

Am 5. September wurden dann zum Empfang des Führers die wichtigsten Reichsinsignien  erstmals im Nürnberger Rathaussaal ausgestellt. Der Fränkische Kurier schreibt:

 

“Der 600 – jährige große Rathaussaal mit den herrlichen Fresken nach Entwürfen Albrecht Dürers ist ohne Schmuck geblieben, und nur ein schmaler Saum roter Nelken auf der Holzvertäfelung und große Kübel leuchtender Gladiolen in den Fensternischen sind mit den schimmernden Kerzen auf den Kandelabern der schlichte Zierat.

 

Blickpunkt des Saales ist ein hoher Glasschrein an der Stirnseite. Er birgt die äußeren Zeichen deutscher Macht und Herrlichkeit, die Reichssymbole, Krone, Zepter, Reichsapfel und Schwert, die nun, nach der Schöpfung Großdeutschlands, in des Reiches Mitte zurückgekehrt sind.” (24)

 

Am folgenden Tage wurden die Reichskleinodien in der Katharinenkirche, dem ehemaligen Versammlungsort der Meistersinger, der Öffentlichkeit übergeben. In der Frankfurter Zeitung, Vorläuferin unserer Frankfurter Allgemeinen, heißt es:

 

“Versteckt in den Gassen der alten Stadt, von Bäumen umschattet, steht nicht sehr weit von St. Lorenz der Katharinenbau. Hier war es, wo sich in der Katharinenkirche die Meistersinger zu versammeln pflegten. Vom heutigen Tage an wird die ehrwürdige Meistersingerkirche ein politischer Wallfahrtort aller Deutschen sein, denn seit heute stehen in ihr zur Schau aus die Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Nicht, daß sie hier gesehen werden können, ist das Ereignis, sondern daß sich mit dieser Überführung an den Ort, der sie jahrhundertelang gehütet hat, ein Ring der Geschichte schließt.

 

Eine kleine dreischiffige, gotische Kirche mit flachen Holzdecken, die schon seit langem nicht mehr zum Gottesdienst benutzt wird. Altäre und Fenster fehlen, die Fenster im Chor sind vermauert….Auf zehn Vitrinen sind die Stücke der Insignien und Kleinodien verteilt….  Zauber und Glanz gehen von ihnen aus….Magisch zieht im mittleren Schrein unter dem Chorbogen die K r o n e  den Besucher auf sich. Ihr Reif ist aus acht Platten, über die sich nach hinten ein Bügel legt.

 

Vorn krönt sie ein Kreuz…” (25)

 

Liebel sagte in seiner Ansprache:

 

“Aufs tiefste bewegt von der wahrhaft historischen Größe dieses geschichtlichen Augenblicks, dessen schicksalhafte Bedeutung für die alte Reichsstadt Nürnberg noch kaum absehbar erscheint, nehme ich als Oberbürgermeister dieser Stadt…die Reichsinsignien und Reichskleinodien des alten Deutschen Reiches ehrfurchtsvoll entgegen…Nach dem Willen des Führers wurden sie nun zurückgebracht an ihren einstigen geschichtlichen Verwahrungsort, in die alte Reichsstadt Nürnberg,…die im großdeutschen Reich nun wiederum zur “Stadt in des Reiches Mitte” geworden war.” (26)

 

Ein Jahr lang verbreiteten die Reichskleinodien in der Nürnberger Katharinenkirche  Freude und Stolz:

 

“In der Herkunft und Bedeutung der Insignien spiegelt sich ein bester Teil unserer Geschichte, reich an Stolz und reich an Bitterkeit. Daß diese Erinnerungen sich jetzt wieder an würdiger Stelle dem deutschen Volk darbieten, mag für unser Bewußtsein von dauernder Bedeutung sein.” (27)

 

Dann formierte sich die Front der Reichsfeinde aufs Neue. Ihres Verwahrungsauftrages eingedenk, brachten die Nürnberger  die Reichsheiltümer mit Kriegsbeginn in den Tresor eines Bankhauses. (28) Am 23. Februar 1940 lagerte man die Reichsschätze in einen speziell für Kunstwerke eingerichteten Luftschutzbunker unter der Nürnberger Kaiserburg ein. Der Direktor der städtischen Kunstsammlungen sorgte für Schutz vor Motten und Rost. Im Oktober 1944 wurde Nürnberg von alliierten Bombern schwer angegriffen. Am 2. Januar des folgenden Jahres wurde die Nürnberger Altstadt, des Reiches Schatzkästlein, in ein Ruinenfeld verwandelt.  Man mußte mit der Besetzung der Stadt rechnen. Da das Reich diesmal rings von Feinden umgeben war, blieb eine Flüchtung der Reichskleinodien wie in den Tagen Napoleons ausgeschlossen. Das “Reich” mußte in Nürnberg selbst verborgen werden. Ein Nürnberger Stadtrat schreibt:

 

“Auf Weisung des Oberbürgermeisters Liebel wurden damals Kupferbehälter für Krone, Reichsapfel, Zepter und die zwei Schwerter durch einen Nürnberger Kupferschmied angefertigt.

 

Als der Wehrmachtbericht vom 29. März 1945 meldete, dass amerikanische Panzerspitzen bis in den Raum Gmünden/Hammelburg vorgeprellt waren, konnte es für den Einsichtigen nur eine Frage der Zeit sein, wann Nürnberg Kampfgebiet werden würde. Der Oberbürgermeister liess die 5 erwähnten Stücke der Kleinodien sorgfältig in Glaswolle verpacken, in die Kupferbehälter einlegen und diese verlöten. Am 31. März wurden diese Behälter mit ihrem Inhalt aus dem Burgbergbunker geholt und in das Felsenlabyrinth unter dem Paniersplatz gebracht. Sie wurden in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Liebel, des städtischen Luftschutzdezernenten Dr. Konrad Fries, des Hochbaudezernenten Heinz Schmeissner und des Denkmalspflegers der Stadt, Oberbaurat Julius Lincke in einer Nische dieses Kellers eingemauert. Fremde Hiflfskräfte waren dabei nicht tätig.” (29)

 

Wie zur Zeit der Verwahrung allein  drei Losunger der Stadt Zugang zum “Versperr” der Reichskleinodien hatten, wie einst nur wenige um die Flüchtung des Reichshortes vor Napoleon wußten, so waren es jetzt nur vier Nürnberger Stadträte, die von dem Bergungsort der fünf wichtigsten Reichsinsignien Kenntnis hatten.

 

Um die Geheimhaltung sicherzustellen, wurde noch zusätzlich ein Täuschungsmanöver veranstaltet.

 

“Anstelle der eigentlich erwarteten Abholung (der Reichskleinodien aus dem Kunstbunker) durch Beauftragte einer Reichsstelle wurden etwa am 5. April als Scheinmanöver 2 leere Kisten aus dem Verwahrungsraum obere Schmiedegasse (das war der Kunstbunker)  ausgebracht und durch ein SS-Auto abgefahren. …

 

Die Träger des Geheimnisses  verpflichteten sich, bei Anfragen nach dem Verbleib der Reichskleinodien die Aussage zu machen, daß sie zu einem uns unbekannten Ort abgefahren wurden.” (30)

 

Nach heftigem Widerstand der Nürnberger rückten die Amerikaner am 20. April 1945  in die Ruinen der Stadt ein und feierten hier ihre Siegerparade. Oberbürgermeister Liebel war bei den Kämpfen gefallen. Wie einst der General  Napoleons hatten auch die derzeitigen Eroberer den Auftrag, sich als Krönung ihres Sieges der Reichskrone und der Reichsheiltümer zu bemächtigen. So wurde bei der Inspektion des Kunstbunkers  das Fehlen der Reichskrone und der anderen vier  Insignien sofort bemerkt.  Ein durch das Täuschungsmanöver bedingtes  Gerücht, diese seien  im Zeller See versenkt worden, erschien unglaubhaft. Die Suche nach der Reichskrone begann. Ein Spezialbeauftragter wurde eingesetzt. Es war der deutsche, in die USA emigrierte Kunsthistoriker Walter Horn, welcher als neu ernannter “Art – Intelligence – Officer” für diesen Auftrag  die besten Voraussetzungen mitbrachte.  In Gefangenenlagern verhörte er sich an die  “Losunger” Nürnbergs heran. Oberbürgermeister Liebel aber war tot. Julius Lincke war nicht auffindbar. Es blieben Heinz Schmeißner und Dr. Konrad Fries. Beide berichteten verabredungsgemäß  von der Verbringung der fehlenden Insignien an einen ihnen unbekannten Ort.

 

Dr. Fries wurde darauf verhaftet und in den Frankfurter Raum gebracht. Wie er berichtet, wurde ihm nach einer Nacht Einzelhaft vom Kunstoffizier Horn eröffnet, “daß die amerikanische Besatzungsmacht berechtigte Gründe für die Annahme zu haben glaubte, daß die versteckten Hauptstücke der Reichskleinodien die Symbole einer künftigen nationalsozialistischen Widerstandsbewegung werden sollten.”

 

Es wurde ihm aber  “zugesichert, daß die amerikanische Besatzungsmacht nicht die Absicht habe, die Reichskleinodien einschließlich der fehlenden Stücke als Beutegut wegzuführen, daß vielmehr beabsichtigt sei, die Reichskleinodien wieder in den Besitz der österreichischen Regierung zu überführen. Dagegen konnte ich nichts einwenden, und damit war für mich der letzte Grund weggefallen, die genaue Lage des Verstecks länger zu verheimlichen.” (31)

 

In einem  Bericht von 1972 ergänzt Fries:

 

“Art der Verhandlung hart wie eben zwischen Siegern und Besiegten. Physische Belästigungen sind nicht vorgekommen.” (32)

 

Am 6. August, dem 139. Jahrestag der Niederlegung der Reichskrone in Wien, wurde Dr. Fries nach Nürnberg zurückgebracht, Stadtrat Schmeißner, über dem ebenfalls der Verdacht lag, die Reichskleinodien für eine nationalsozialistische Widerstandbewegung bereitgehalten zu haben, wurde unter Hausarrest gestellt und die Einholung der verborgenen Reichsinsignien  vorbereitet.

 

Am Morgen des nächsten Tages wurden dann im Beisein  der beiden Stadträte sowie des Kunst – Beauftragten Horn die fünf vermißten Reichsinsignien mit Maurergerät aus ihrem Versteck geholt und in den Kunstbunker zurückgebracht.

 

Schmeißner und Fries wurden wegen falscher Auskünfte an die Beauftragten der US – Armee und wegen Unterstützung einer nationalsozialistischen Widerstandsbewegung  zu je fünf Jahren Gefängnis und 25 000,- Reichsmark Geldstrafe verurteilt.

 

Schmeißner berichtet:

 

“Dr. Fries und ich wurden nach der Urteilsverkündung sofort verhaftet, zunächst für eine Nacht in das Polizeigefängnis in Fürth und am nächsten Morgen, mit Handfesseln versehen, zu Fuß durch die Stadt Fürth in das dortige Gerichtsgefängnis gebracht.

 

Aus dem dortigen überfüllten Gefängnis wurden wir nach ca. 10 Tagen in das Zellengefängnis Nürnberg überführt, von dort aus nach ca. 5 Wochen in das Zuchthaus Straubing.” (33)

 

Von den fünf Jahren haben beide Stadträte 20 Monate abgebüßt. Die Geldstrafen wurden später niedergeschlagen. Dr. Fries ergänzt:

 

“Während meiner Haftzeit hat meine Frau sich und meine drei Kinder von damals 2, 4 und 8 Jahren unter großen Opfern und Entbehrungen erhalten.” (34)

 

Hätte der Nürnberger Stadtrat Dr, Fries im Gefängnis standhaft bleiben sollen? Hätte er trotz Drohungen und Lockungen des Kunstbeauftragten schweigen sollen?

 

Was aber wäre dann mit der Reichskrone geschehen?

 

Entweder wäre die Reichskrone schließlich doch noch von den Besatzern aufgefunden worden, oder sie hätte bei einer Besatzungsdauer – welche, wie wir nun wissen, gerade dabei ist, ein dreiviertel Jahrhundert zu erreichen –   irreparable Schäden erlitten.

 

W i e n :

 

Die Amerikaner hatten Dr. Fries zugesagt, die Reichskrone an den Ort, wo sie einst niedergelegt worden war, zurückzubringen. Sie hätten sich nicht an ihre Zusage halten müssen. Niemand hätte sie hindern können,  die Reichskrone entweder zu vernichten oder sie wie das mittelalterliche Elfenbeintäfelchen über den Atlantik zu verschiffen.

 

Die Amerikaner haben sich an ihre Zusage gehalten.

 

Warum?

 

Glaubten die Sieger, daß  die Reichskrone dort, wo sie  schon einmal 142 Jahre lang dem Reich vorenthalten worden war, besser von dem Reichsvolk abgeschnitten sei, als wenn sie wie einst der Waise den Blicken der Deutschen für immer entzogen wurde? Trauten die Eroberer einer unsichtbaren Krone mehr Kraft zu als einer sichtbaren?  Oder war es etwa die Kraft der Reichskrone selbst, welche die allenthalben zur Schau getragene Roheit dieser transatlantischen Abenteurer bezwang?

 

Versuche der Nürnberger, die Besatzer vom Verwahrungsrecht ihrer Stadt zu überzeugen, blieben erwartungsgemäß ohne Folge. Am 15.Dezember 1945 bekam das Hauptquartier der US – Streitkräfte in Europa  die endgültige Anweisung aus Washington, die “Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reiches von der US – Zone Deutschlands in die Gewahrsame des Hauptquartiers der US – Streitkräfte in Österreich zwecks Übergabe an die österreichische Regierung zu transferieren.” Österreich war inzwischen zum dritten Male gewaltsam vom Reich abgetrennt worden.

 

Am 3.Januar 1946, nachdem noch zusätzlich ein entsprechender Antrag der frisch installierten österreichischen Regierung in Nürnberg eingegangen war, wurde der gesamte Reichsschatz den Besatzern übergeben, um am folgenden Tage, wiederum ohne Beisein des Reichsvolkes, per Flugzeug  zurück in die alte Kaiserstadt befördert zu werden. Der General der US – Streitkräfte in Österreich übergab ihn dann, wie verabredet,  der neuen österreichischen Regierung. Ab 1. Januar 1954  werden in der wiedereröffneten Schatzkammer der Wiener Hofburg  die Reichskrone mit den Reichskleinodien wie einst vor 1938 dem Publikum vorgestellt.

 

D I E  E W I G K E I T

 

Die Deutschen im besiegten, zerstückelten, besetzten Reich behaupten, nichts mehr vom Reich und von des Reiches Krone  zu wissen.

 

Ist das wirklich so?

 

Die Reichsstadt Nürnberg, deren Ruinen die Sieger einst als Anschauungsobjekte vollzogener Gerechtigkeit   der Weltöffentlichkeit vorzustellen gedachten, Nürnberg ist wieder zum Schatzkästlein der Deutschen geworden.

 

Trotz  der Verlegenheiten, welche die Reichskrone  der wieder neu installierten Republik Österreich bereitet, trotz der  Verlautbarungen zahlloser Historiker, mit dem Sieg der  westlich demokratischen Werteordnung seien die Reichskleinodien nun endgültig zu Museumsstücken, zu “Antiquitäten” entheiligt und lägen in der Wiener Schatzkammer gerade am rechten Ort, – was ab 1815 galt, gilt noch immer:

 

“Die Republik Österreich verwahrt ebensowenig wie früher die Habsburger Monarchie die Reichskleinodien für das gesamte deutsche Volk. Vielmehr werden die in der Wiener Hofschatzkammer lagernden Reichskleinodien für Nürnberg verwahrt, wohin sie spätestens seit der Etablierung des deutschen Bundes hätten zurückgebracht werden müssen. Unabhängig von der Wiedervereinigung Deutschlands und der Diskussion um eine österreichische Nationalität ist die Stadt Albrecht Dürers und des Meistersingers Hans Sachs somit der einzige rechtmäßige Verwahrungsort für die Reichsinsignien Nürnberger Provenienz.” (35)

 

Wenn auch Nürnberger Pressesprecher  “für die Wiederkehr der 1938 aus Wien gestohlenen Reichskleinodien keinerlei Notwendigkeit sehen”, im Germanischen Museum ist ein ganzer Raum des ehemaligen Kartäuserklosters der Erinnerung an die Reichsheiltümer gewidmet. Wie einst vor dem Altar der Heilig Geist Kirche hängt in der Dämmerung zwischen den altersgrauen Mauern  der in Nürnberg zurückgebliebene gold – silberne Heiltumsschrein an langen Ketten von der Decke herab. In einem unter dem Schrein angebrachten Spiegel kann man das Bild der beiden Heiltümer betrachten, welche einst in dem Schrein geborgen waren. Ringsum, vom Dunkel der Wände bedeckt, sind weitere Erinnerungen an die Reichskleinodien ausgestellt: Zeichnungen aus der Zeit der Weisungen, Münzen mit Abbildungen der Reichskrone, das leere Futteral für einen Reichsapfel. Auf einer Tafel ist vermerkt, daß die Reichskleinodien im Jahre 1424 auf ewige Zeiten, unwiderruflich und unanfechtbar nach Nürnberg gekommen seien, um im Jahre 1796 auf Befehl Kaiser Franz II. nach Wien verbracht zu werden. Die Tafel schließt:

 

“In Nürnberg blieben nur der leere, silberne Heiltumsschrein und ein Lederfutteral für einen damals bereits verloren gegangenen Reichsapfel zurück.”

 

Kein Vorwurf, keine Klage. Wer aber empfänglich für ist Ungesagtes, spürt  hinter dem Stolz die Trauer.

 

In der graudunklen Ehrenhalle des wiederaufgebauten Nürnberger Alten Rathauses steht gleich am Eingang ein Hinweisschild: “REICHSKLEINODIEN”. In einer von unsichtbarer Lichtquelle erleuchteten Nische  sind die Kopien der Reichsinsignien ausgestellt: Reichskrone, Zepter und Reichapfel.

 

Eine Tafel neben der Nische erklärt:

 

“1424 wurden die Reichskleinodien von Kaiser Sigismund auf ewige Zeiten nach Nürnberg gebracht. In Heiltumsweisungen wurden sie dem Volke gezeigt. 1796 kamen sie nach Wien.”

 

Ein anwesender Nürnberger, nach dem rechtmäßigen Ort der Reichskleinodien befragt, sagte: ” Die Reichskleinodien gehören  nach Nürnberg. Wohin denn sonst!”

 

Das Reich der Deutschen, dessen irdische Formen immer unvollkommen, angreifbar und so leicht zerstörbar sind, diesem Reich haftet die Unzerstörbarkeit von Träumen an, die Zähigkeit der Sehnsucht, die Widerstandskraft von Samenkörnern, welche unbegrenzte Zeit lang zu ruhen fähig sind, bei der Berührung mit fruchtbarem Boden aber sogleich wieder in der Gestalt emporwachsen, welche in ihnen verborgen liegt.

 

In der Not des Reiches ist das Ende der Not immer schon  enthalten, auch, wenn denen, welche die Not leiden, weder die Tiefe der Not noch das heimliche Warten auf deren Ende bewußt ist. Ende der Reichsnot aber heißt auch:  Heimkehr der Reichskleinodien, Heimkehr unserer  achtplattigen, perlen – , bild – , und edelsteingeschmückten Krone nach Nürnberg in des Reiches Mitte.

 

Es ist alles bereit, denn  “wir Irdischen (leben) nicht aus dem Gestrigen …, sondern aus dem ewig Bleibenden.” (36)

1. s. Hannsmartin Decker-Hauff, Die Reichskrone, angefertigt für Kaiser Otto I., in: P. E. Schramm, Herrschaftszeichen und Staatssymbolik, Bd. II, Stuttgart 1955, S. 560 – 637

2. s. P. E. Schramm, Herrschaftszeichen und Staatssymbilk, Bd. III, Stuttgart 1956, S. 801 – 816

Hubert Herkomer, Der Waise, aller Fürsten Leitesterne, in : Die Reichsidee in der deutschen Dichtung des Mittelalters, hrg. von Rüdiger Schnell, Wege der Forschung, Bd. 589, Darmstadt 1983

3. zit. nach Schramm S. 805

4. zit. nach Schramm S. 809

5. zit. nach Schramm S. 814

6. s. Decker-Hauff, Georg Kugler, Die Reichskrone, Wien 1968

7. s.  Kugler S. 36

8. s. Klaus – Peter Schröder, Die Nürnberger Reichskleinodien in Wien, Zeitschrift der Savignystiftung für Rechtsgeschichte, Bd. 108, Wien 1991, S. 323 – 346

9.  zit. nach Schröder S. 330

10. Wilhelm Raabe, Des Reiches Krone, Reclam, 1963, S. 48

11. Ernst Kubin, Die Reichskleinodien, Wien 1991, S. 77

12.  Kurt Löcher, Dürers Kaiserbilder, in: Das Schatzhaus der deutschen Geschichte, hrg. von Rudolf Pörtner, Düsseldorf 1982, S. 315 f.

13.Löcher, S. 307

14. Nürnberger Zeitung, 7.9.38, in : Die Reichsinsignien wieder in Nürnberg

15. s. Ernst Rudolf Huber, Deutsche Verfassungsgeschichte, Stuttgart 19752

16. Hellmut Diwald, Geschichte der Deutschen, Frankfurt 1978, S. 410

17. Ernst Rudolf Huber, Dokumente zur deutschen Verfassungsgeschichte, Bd. I, Stuttgart 19783, S. 37

18. zit. nach Schröder S. 333

19. zit. nach Schröder S. 333

20. Schröder S. 338

21. Schröder S. 338

22. Schröder S. 342, Anm. 89

23. zit. nach Schröder S. 342 f.

24. Fränkischer Kurier, 6.9.1938, in: Der Empfang des Führers im großen Rathaussaal

25. Frankfurter Zeitung, 7.9.1938, in: Die Übergabe der alten Reichssymbole

26. Fränkischer Kurier, 7.9.1938, in : Die feierliche Übergabe der  Reichskleinodien

27. Georg Haupt, Die Reichsinsignien, ihre Geschichte und  Bedeutung, Leipzig 1939, S. 34

28. s.  Kubin, dazu: Berichte aus dem Nürnberger Stadtarchiv: 2 Berichte von Heinz Schmeißner, I: 11.8.1945  II. 2.6.1954

2 Berichte von Dr. Konrad Fries, I: 29.5.1954  II. März 1972

Bericht von Gerhard Pfeiffer, Juli 1954

29. Pfeiffer S. 2f.

30. Schmeißner I, S. 2

31. Fries I, S. 6f.

32. Fries II, S. 11

33. Schmeißner II, S. 2

34. Fries II, S. 14

35. Schröder S. 346

36. Hellmut Diwald, Ein Querkopf braucht kein Alibi, Frankfurt/M. 1991, S. 319

gefunden bei: http://morbusignorantia.wordpress.com/2013/05/06/d-i-e-k-r-o-n-e-d-e-s-r-e-i-c-h-e-s/

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…danke an TA KI

Gruß an wirkliche Wahrheit hinter dem Schleier der Lügen

Der Honigmann

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Vor dem Einstieg erfolg der scharfe Blick der US-Beamten / Foto: Yvonne Szag

 

Von Martin Müller-MertensUS-Beamte in Deutschland. Längst streifen sie über deutsche Flughäfen und Häfen. Bei Flügen über den Atlantik stehen Heimatschutzbehörde & Co vielleicht hinter verspiegelten Scheiben an der Grenzkontrolle. Beim Warentransport entscheiden Amerikaner, wann wo und was genau durchleuchtet wird. Deutsche sind auf dem eigenen Hoheitsgebiet offenbar längst zu Statisten degradiert. Jetzt lieferte die Bundesregierung nach einer schriftlichen Anfrage der Linksfraktion erstmals konkrete Antworten – und offenbart, wie wenig sie über die Aktivitäten des Großen Bruders weiß, oder zugeben will.

So sind inzwischen mehr als ein Dutzend US-Behörden an deutschen Häfen und Flughäfen ganz offiziell mit eigenem Personal aktiv. Wo genau, geruht Washington anscheinend nicht mitzuteilen. Bekannt sei lediglich, daß der US-Grenzschutz mit “mehreren” Mitarbeitern auf dem Flughafen Frankfurt am Main tätig ist. Washingtons Scheriffs in Übersee “beraten” demnach am größten deutschen Luftverkehrskreuz “die in die USA verkehrenden Luftfahrtunternehmen”, heißt es ohne weitere Details über die Art derartiger Dienstleistungen.

Immerhin wird Berlin zumindest darüber in Kenntnis gesetzt, welche Behörden über den großen Teich geschickt werden. So enthält die Antwort der Bundesregierung eine Liste amerikanischer Einrichtungen, die sich wie das Who is Who der US-Sicherheitsbehörden auf Bundesebene lesen. Demnach sind beim Auswärtigen Amt angemeldet:

- das berüchtigte Ministerium für Heimatschatschutz mit gleich 17 Mitarbeitern, darunter ein Diplomat.
– die Customs and Border Protection, eine Grenzschutzbehörde innerhalb des Heimatschutzministeriums, mit sechs Beamten.
– die Präsidentengarde Secret Service mit drei Personen.
– die Zollbehörde Immigration and Customs Enforcement mit sieben Mitarbeitern.
– die Küstenwache
– die Transport Security Administration mit 23 Mitarbeitern, davon ein Diplomat.
– die Citizenship and Immigration Service (USCIS) mit drei Mitarbeitern.
– das Office of Policy
– die Katastrophenschutzbehörde Federal Emergency Management Agency (FEMA)
– das Federal Law Enforcement Training Center (FLETC), eine Ausbildungsstätte für Bundespolizisten.
– das National Protection and Programs Directorate (NPPD).
– die Drogenbehörde Drug Enforcement Agency (DEA) mit vier Mitarbeitern.
– die Flugaufsichtsbehörde Federal Aviation Agency (FAA) mit 15 Beschäftigten
– die National Geospatial Agency (GSA) mit einem Vertreter.

Daß Washington zumindest die Namen der eingesetzten Behörden meldet, ist jedoch offenbar kein Zugeständnis an die Bundesrepublik. Im Gegenteil: der Einfluß deutscher Stellen auf die Aktivitäten der Amerikaner wird vermutlich dadurch sogar noch geringer. Die USA nutzen auf diese Weise diplomatische Einrichtungen ganz offiziell als geschützte Residenturen. So sind die Agenten gegenüber dem Berliner Außenministerium ungeniert als Botschaftsangehörige, beziehungsweise Mitarbeiter der Generalkonsulate in Frankfurt am Main und Hamburg ausgewiesen. Damit mißbraucht Washington ein Schlupfloch der Wiener Übereinkunft, in der die Rechte diplomatischer Missionen geregelt sind. So können Staaten ihr Botschaftspersonal nach freiem Ermessen auswählen, ohne das Gastland auch nur zu informieren. Lediglich bei den Militär-, Marine- und Luftattachés ist eine Zustimmung vorgesehen. Ein Recht, welches allerdings auch für deutsche Missionen in anderen Staaten gilt.

Klare Regelungen, mit denen die US-Scheriffs zumindest eingehegt werden können, existieren anscheinend lediglich im Ansatz. So liegt nicht einmal ein völkerrechtliches Abkommen vor, das die Zusammenarbeit auf Häfen und Flughäfen speziell regelt. Stattdessen dient etwa eine 41 Jahre alte Übereinkunft zur Kooperation der Zollverwaltungen als formale Handhabe. Teilweise beruft sich Washington sogar auf Vereinbarungen, die Berlin gar nicht verhandelt hat. So sind US-Behörden auf Basis eines Vertrages “über Grundstoffe und chemische Stoffe, die häufig für die unerlaubte Herstellung von Suchtstoffen oder psychotropen Substanzen verwenden werden” aktiv. Doch dieses Abkommen wurde nicht von der Bundesrepublik, sondern von der Europäischen Union abgeschlossen – hier kuscht Berlin ein weiteres Mal vor Brüssel.

Sofern deutsche Beamte überhaupt einbezogen werden, dienen sie wohl weitgehend als Hilfstruppen der Amerikaner. Darauf deutet zumindest die Beschreibung der Zustände in den Häfen Bremerhaven und Hamburg im Rahmen der “Container Security Initiative” hin. Demnach erarbeiten die Amerikaner an beiden Umschlagplätzen Risikoanalysen für den Warenverkehr mit den USA. Einzelheiten werden den deutschen Dienststellen vor Ort offenbar nicht mitgeteilt. Erst, wenn “aus US-Sicht eine weitergehende Kontrolle der Warensendung” ansteht, erfährt der deutschen Zoll näheres. Dann dürfen Deutsche die Container filzen.

http://www.berliner-umschau.de/news.php?id=25806&title=15+US-Sicherheitsbeh%F6rden+offiziell+in+Deutschland+aktiv&storyid=1001389694778

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Gruß an die abhörenden “Filzläuse”

Der Honigmann

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Themen:

  1. Warum Dunkelhäutige seltener von Altersblindheit betroffen sind
  2. Mutti Is Watching You
  3. GEFÄHRLICHE WUCHTGESCHOSSE: URANMUNITION WIRD BIS HEUTE KONSEQUENT VERHARMLOST
  4. Japans Handelsbilanz wird immer schlechter, neuer Negativ-Rekord
  5. US-Ökonom warnt vor Crash
  6. Goldman Sachs warnt vor Crash – Aktienmärkte brechen ein
  7. Finanzkrise 2.0: Die neue Gefahr durch Schattenbanken
  8. Israelischer Regierungsvorsitzender: Palästinensische Christen sind nicht wirklich Araber
  9. Verbalattacke gegen Kerry löst schwere Verstimmung aus
  10. Russisches Militär setzt Prioritäten: Arktis und Zentrum für Landesverteidigung
  11. Stichwort Homosexualität: Moskau wirft EU aggressives Aufdrängen “fremder Lebensnormen” vor”
  12. Gas aus Rußland wird für Europa billiger
  13. Neues Dokument zum Massaker von Katyn belastet Alliierte
  14. Niederländische Renten-Gruppe trennt sich wegen Siedlungen von israelischen Banken
  15. “Mein Kampf” bei Amazon auf Bestsellerliste
  16. BBC gesteht: Hat zu positiv über Einwanderung berichtet, BBC hat Zensur ausgeübt, sobald Migration betroffen war
  17. Frankreich räumt so viele Roma-Lager wie nie
  18. In Frankreich ist Meinungsfreiheit verboten
  19. Polizistin beklagt Respektlosigkeit einiger Migranten
  20. Bremens Politik verschwieg Anschlag Linksextremer
  21. Zahl der Einwanderer klettert auf höchsten Stand seit 1995
  22. Migranten kritisieren die CSU
  23. Roma aus Serbien stellen massenhaft Asylanträge in Deutschland
  24. Der deutsche Migrations-Skandal
  25. Hartz-IV-Empfänger sind Parasiten
  26. Kommunen wollen kostenlose Trinkwasserbrunnen aufstellen

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Gruß

Der Honigmann

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82. Brief Im Hartung 2014

Liebe Freunde und Gefährten!
Wir leben in einer Gesellschaft, die mit Lüge, Täuschung und Heuchelei durchseucht ist. Es scheint so, als sei kein Lebensbereich davon verschont geblieben – von der Reklame bis zur hohen Politik, vom Sport bis zum kirchlichen Leben, von der Schule bis zur Justiz.
Finden sich dafür Erklärungen? Ein Deutungsversuch!

Unsere westliche Gesellschaft ist ein Produkt der Moderne, die als ihren Gründungsmythos die Französische Revolution von 1789 feiert. Die Ursprünge der Moderne aber sind älter und gründen auf drei Ur-Lügen:

- Gleichheit aller Menschen und ihrer Rechte. – Die Verschiedenartigkeit des Blutes und des Seelenerbes der Völker und Rassen, die sich in der Vielzahl der Menschheitskulturen und in deren unterschiedlichen Menschenrechten widerspiegelt, wird geleugnet. Es wird geleugnet, daß der Mensch unlösbar in seine Herkunft eingebunden ist.
– Geld wird von den Banken gemacht. – Die Tatsache, daß nur Arbeit geldgleiche Werte hervorbringt, wird geleugnet.
– Auserwähltheit bestimmter Menschengruppen, wie Christen (siehe z.B. die USA als „Neues Zion“ und „God´s own Country“) oder Juden, gegenüber der restlichen Menschheit. – Daß diese Lüge der erstgenannten widerspricht, paßt zum Wesen des Lügens.

Diese drei Ur-Lügen bestimmen das Denken und Handeln der westlichen Gesellschaft. Zwei-felsohne sind sie ursprünglich als bewußte Lügen in die Welt gesetzt worden zum Zweck der Machtgewinnung. Die Geschichte zeigt, daß sie das unbefangene Beobachten und Denken überwältigen konnten, sodaß über die Jahrhunderte hin gar nicht mehr gelogen, also wissentlich das Falsche gepredigt werden mußte, weil das allgemeine Bewußtsein von den Ur-Lügen gefesselt und blind gemacht war für die Wirklichkeiten. Mit allen möglichen Abwandlungen gilt das bis heute und prägt somit zwangsläufig und gemischt mit sich fortzeugenden Lügen unser Gesellschaftssystem. Folgerichtig lassen sich fast alle Mißstände, Fehlentwicklungen und Kriege auf wenigstens eine der drei Ur-Lügen als ihre Ursache zurückführen. Doch wer verweist darauf? Wer zieht endlich Folgerungen? Nehmen wir zum Beispiel unsere Akademikerschicht her mit ihrer versammelten, geballten Intelligenz! Sie ist nicht fähig, die Lebens-wirklichkeit, also die Todeskrankheiten der heutigen Gesellschaft zu erfassen, die uns die drei Ur-Lügen heranreifen ließen: Nachwuchsmangel, Ende der Kultur durch „Multikultur“, Dul-dung der Landnahme durch Fremdvölkische, ein Finanzchaos, wie man es bisher nicht ge-kannt hat – also die Reife zum Untergang Europas. Unsere sogenannte Bildungsschicht verharrt tatenlos in der Sackgasse unserer Lügenwelt, meist ohne selbst zu lügen; sie weiß es halt nicht anders.

Diese Anklage gegen die herrschende Intelligenz gewinnt ihre volle Wucht durch die Feststellung, daß die durchgängige Mißachtung der Lebensgesetze ausgerechnet im Zeitalter der Naturwissenschaft und Technik ihre Spitze erreichen konnte. Die Alten meinten, daß die Götter den mit Blindheit schlagen, den sie vernichten wollen. Überspitzt! Die Götter wollen uns nicht vernichten; sie haben uns nur verlassen, die Götter die in uns leben wollen. Auf sie müssen wir wieder hören, nicht auf die alten Lügen! Dann kann auch die Vernunft wieder wirken, die den klügelnden Verstand bzw. die Intelligenz im Zaume hält und uns damit vor der Charakterlosigkeit der ständigen Vorteilsabwägung bewahrt.
Die Menetekel eines nahenden Todes mehren sich. Trotzdem werden die Warner verfolgt oder verlacht als Populisten, Rassisten, Nationalisten, Nazis, Revisionisten usw. – alles in bewußter Täuschung oder unbewußter Selbsttäuschung, die sich aus den drei Ur-Lügen im Hintergrund speisen!

Die Stimmung kippt!
Der geschilderte Sachverhalt zeigt das Vorhandensein und die verblüffende Wirksamkeit einer unsichtbaren Macht auf, die wir arglos bissig seit langem „Zeitgeist“ nennen. Sie ist – harmlos ausgedrückt – etwas, das „in der Luft liegt“. Schärfer nachfassend, verstehen wir sie als ein „Giftgas“, das durch alle Poren in die Seelen und Gehirne der Zeitgenossen eindringt und das selbständige Denken lähmt. Wir erinnern uns wieder an die Thesen des englischen Biologen Rupert Sheldrake, der aus der Naturbeobachtung unsichtbare Führungskräfte ableitet, die in abgewandelter Weise auch im Leben der Völker wirken. Er nennt sie morphogene-tische Felder. Wir sind ihnen nur scheinbar machtlos ausgeliefert.
Denn nun, liebe Freunde, könnte es sein, daß die Stimmung kippt. Das scheint im Ausland zu beginnen, zwar noch auf einem bescheidenen Niveau; aber es geht bezeichnenderweise vom Volk aus. Haben Sie beobachtet, was sich in Italien und Frankreich entwickelt? Dort bricht ein grundstürzendes Mißtrauen gegen den Staat auf, etwa beim Bauernaufstand der Roten Mützen in der Bretagne. In Wahrheit ist es eine Auflehnung gegen jene Mächte und ihre poli-tischen Figuren, die den Staat mit Hilfe des Parteiensystems und der Presse an sich gerissen haben und für ihre Zwecke mißbrauchen. Bei den letzten Wahlen in Italien war es der Komiker Beppe Grillo, der die Massen mit erstaunlichem Erfolg aufforderte, das pseudodemokratische Spiel nicht mehr mitzumachen. Nach einer kleinen Ruhepause machten die Italiener kürzlich mit dem „Marsch der Mistgabeln“ nach Rom erneut von sich reden.

In Frankreich heißt der Unruhestifter Dieudonné, ebenfalls ein Komiker. Dieudonné („der Gottgegebene“!) ist der Vorname und zugleich Künstlername des Herrn M´Bla M´Bla (47), Sohn einer französischen Journalistin und eines Einwanderers aus Kamerun. Mit seinem unbefangenen Selbstbewußtsein, das ihm der Zeitgeist eingeflößt hat, läßt der Mann eben diesen Zeitgeist seine Ohnmacht und Lächerlichkeit erleben. Der französische Staatspräsident sieht sich genötigt, persönlich einzugreifen. Hollande und sein Innenminister Valls weisen ihre Präfekten im Lande an, dem Künstler Auftrittsverbote zu erteilen. Trotzdem wirken sie hilflos. Ein Verbot des Präfekten von Nantes wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ wurde auf Einspruch Dieudonnés zunächst aufgehoben, aber auf Weisung des Innenministers vom höchsten Verwaltungsgericht wieder in Kraft gesetzt. Das treibt das Volk auf die Seite des „Ruhestörers“. Das Programm Dieudonnés besteht aus systematischen Tabubrüchen gesellschaftlicher, politischer, moralischer Art. Er verhöhnt die „kleinen Weißen“, die in den Vorstädten von den Einwanderern majorisiert werden. Mit „sexistischen“ Parolen greift er das verordnete Hätscheln der Homosexuellen an. Wie der Österr. Rundfunk berichtet, provoziert Dieudonné gern mit der Äußerung, sooft er prominente Juden sehe, bedaure er, daß es keine Xxxkammern gegeben habe. In unseren Augen bietet Dieudonné eine abstoßende Mischung aus fremdartiger Primitivität und Anmaßung, aber offenbar auch berechtigte Kritik, denn er scheint dem Volk auch aus dem Herzen zu sprechen. Und unser Feindblatt FAZ erblaßt darob vor Ingrimm und moralischer Betroffenheit. So mußte es kommen. Die Moderne erlebt, wie ihre Lügenbasis an der rauhen Luft der Wirklichkeit zerfällt, wie ihre naturfremde Ideologie sich gegen sie selbst richtet. Dieudonné trifft die Lüge unserer Gesellschaft in ihrem Kern. Er führt ihr vor, daß die Einwanderung keine Bereicherung ist, sondern Sprengstoff. Ihn hört man! Wer schon erfährt demgegenüber, daß an Ingolstädter Grundschulen in den Pausenhöfen regelmäßig Polizei zum Schutz der deutschen Schüler aufziehen muß, eine Begleiterscheinung der starken Ausländerbeschäftigung bei AUDI?

Es geht weiter
Die Entwicklung in Rußland läßt aufhorchen; es zeigen sich Vorboten eines geistigen Aufbruchs. Nachdem Rußland die öffentliche Homosexualität verboten hat, wird sich das westliche Hetzkonzert gegen den russischen Staatspräsidenten in der Folge noch steigern. Er baute nämlich in mehreren Ansprachen gezielt einen kulturellen Gegenpol zum dekadenten Westen auf.

In seiner Rede vor dem Valdai-Forum erklärte Putin am 19. September 2013: “Wir müssen die Rolle der großen russischen Kultur und seiner Literatur wieder herstellen. Das muß die Grundlage der persönlichen Identität unserer Menschen sein. Dies ist die Grundlage für unsere Einmaligkeit und für das Verständnis der nationalen Idee.”

Ende Dezember 2013: “Der Kommunistenkodex war eine primitive Kopie der Bibel. Jetzt ist der Kodex gestorben und muß durch traditionelle Werte ersetzt werden.“ (Die Welt, 20.12.2013, S. 8).

Putin an anderer Stelle: “Heute verlassen viele Nationen ihre moralischen Werte und ethischen Normen. Ethnische Traditionen und Unterschiede zwischen Völkern und Kulturen werden ausgehöhlt. …Die Vernichtung der traditionellen Werte führt nicht nur zu negativen Kon-sequenzen für die Gesellschaft, sondern ist auch vollkommen antidemokratisch, da es abstrakte, spekulative Ideen sind, die gegen den Willen der Mehrheit durchgesetzt werden. Die Mehrheit will die Veränderung der traditionellen Werte nämlich nicht. Wir wissen, daß es immer mehr Menschen auf der Welt gibt, die unsere Politik zum Schutz der traditionellen Werte gutheißen. Denn die traditionellen Werte bilden das geistige und moralische Funda-ment der Zivilisation innerhalb eines jeden Volkes seit Tausenden von Jahren. Es geht um die Werte der traditionellen Familie, das wirkliche menschliche Leben, das religiöse Leben eingeschlossen. Deshalb geht es nicht nur um die materielle Existenz, sondern um unser Geistesleben. Es geht um die Werte des Humanismus und der globalen Vielfalt. Selbstverständlich ist diese Sicht eine konservative. In den letzten Jahren erlebten wir die Versuche, wie angebliche progressive Entwicklungs-Modelle anderen Nationen aufgezwungen werden sollten, was den Rückfall in Barbarei mit unglaublichem Blutvergießen zur Folge hatte. Dies geschah in vielen Ländern des Mittleren Ostens und in Nordafrika. Diese dramatische Entwicklung begann auch in Syrien. Doch was Syrien angeht … so haben wir eine militärische Intervention in die inne-ren Angelegenheiten des Landes verhindern können. Vor allem wurde damit auch verhindert, daß sich der Konflikt weit über die Region hinaus ausgeweitet hat. Rußland hat dazu maß-geblich beigetragen.” (Aus der offiziellen englischen Kreml-Veröffentlichung eng.news.kremlin.ru/)

Revisionismus kommt aus dem Ausland
Ein anderes Zitat von Putin leitet über zu einer weiteren Auffälligkeit in jüngster Zeit. Es ist dies das Erscheinen mehrerer revisionistischer Bücher ausländischer Historiker.
Putin wörtlich (Kreml-Veröffentlichung): “Erinnern wir uns bitte an den Vertrag von Versailles, der ohne Rußlands Beteiligung zustande kam. Viele Experten folgerten, daß Versailles die Geburtsstätte des 2. Weltkriegs war. Und ich stimme dieser Sicht absolut zu; denn der Versailler Vertrag war gegenüber dem deutschen Volk unfair. Er lud den Deutschen Einschränkungen und Lasten auf, unter denen sie zusammenbrachen. Der Kurs für das kommende Jahrhundert war damit festgelegt worden.”

Die hundertjährige Wiederkehr des Kriegsausbruches von 1914 ist verständlicherweise der Anlaß für historische Würdigungen dieser Katastrophe. Aber statt der zu erwartenden ein-helligen Schuldzementierung zu Lasten Deutschlands erschienen in den letzten Monaten in Australien und USA historische Studien, die das bislang vorgestellte Bild der deutschen Kriegsschuld übermalen.

General a.D. Schultze-Rhonhof hat ein Buch des Amerikaners John Denson, „A Century of War: Lincoln, Wilson & Roosevelt“, übersetzt, in welchem der Historiker der Frage nachgeht, warum und wie die US-Präsidenten Lincoln, Wilson und Roosevelt „ihre“ Kriege inszeniert und das amerikanische Volk in den Sezessionskrieg, den 1. und 2. Weltkrieg gelotst haben. -
Der Australier Christopher Clark, Professor für Neuere Europäische Geschichte, kommt mit seinem – gleichfalls neuen – Buch „Die Schlafwandler, wie Europa in den ersten Weltkrieg zog“ der von unserer Historikerzunft weitgehend übernommenen These von Fritz Fischer in die Quere, der 1961 in seinem Aufsehen erregenden Buch „Der Griff nach der Weltmacht“ dem Reich die Schuld am Ausbruch des 1. Weltkrieges zugewiesen hatte. – An einem historischen Schlafwandel der Briten, Franzosen und Russen darf man gewiß zweifeln; erfreulich und beruhigend ist jedenfalls, daß ein ausländischer Wissenschaftler eine neue Gesprächsba-sis geschaffen hat.

Neue Richtigstellungen aus dem Ausland beziehen sich auch auf den 2. Weltkrieg. In England erschien jetzt das Buch „Hess, Hitler und Churchill“ des angesehenen englischen Marine-Historikers Peter Padfield, der darin belegt, daß Adolf Hitler alles unternahm, 1941 mit Groß-britannien Frieden zu schließen. Padfield stellt fest, daß Hitlers Friedensangebot von Premierminister Winston Churchill hintertrieben wurde. Das bedeutet an sich keine große Neuigkeit, zumal sich der englische Historiker Martin Allen schon vor einigen Jahren offen zu dem Fall geäußert hat. Daß jetzt nochmal nachgelegt wird, ist es, was uns bewegen muß. Dies umso mehr, als die namhafte englische Tageszeitung THE IMDEPENDENT am 6.9.2013 den Tod von Rudolf Heß als Auftragsmord der britischen Regierung offenbart hat. Durch den Mord im August 1987 sollte verhindert werden, daß Rudolf Heß die Hintergründe und den Zweck seines Englandfluges im Mai 1941 kundtun würde, nachdem der damalige sowjetische Regierungschef Gorbatschow im April 1987 die Freilassung von Rudolf Heß angekündigt hatte. – Wie erklärt sich dieser Bruch in der britischen Geheimhaltungspolitik, wenn die Heß-Akten doch bis zum Jahr 2017 verschlossen bleiben?

Zeitenwende
Liebe Freunde, wenn die genannten Ereignisse und Vorgänge Anzeichen der sich wandelnden Geistesströme sind, dann dürfen wir hoffen. Dann gerät das Diktat des herrschenden Zeit-geists ins Wanken. Dann könnten sich auf den Wirkungsfeldern einer neuen Geistigkeit die moralischen Verdrahtungen und gesetzlichen Verschraubungen in unserer Gesellschaft auflö-sen, und unser Volk könnte wieder frei atmen und handeln.
Wie viele der alten, geschmähten Getreuen, die ihre Jugendjahre im Krieg im besten Glauben und in ehrenhafter Verpflichtung ihrem Volk und Land geopfert haben, warten mit schmerzli-cher Sehnsucht immer noch auf das Eingreifen einer „Dritten Macht“, die der Lüge und dem Unrecht ein Ende setzen würde! Sie mögen auf die Zeichen eines geistigen Umbruchs achten, der wirksamer werden und sie auch würdiger rechtfertigen kann als ein kriegerischer Eingriff.

Diese Darlegung soll das Gespür für die Mächtigkeit des Geistes anregen. Das geistige We-ben in der Geschichte läßt sich nicht erfassen; es ist ja für den Menschen schon schwierig und stets fragwürdig, die physischen Gesetze der Natur zu enträtseln. Trotz der grundsätzlich ver-schlossenen Sicht auf die Antriebe des geistigen Geschehens erkennen wir – wie oben gezeigt – dessen Aus- und Einwirkungen auf unser tägliches Leben. Wenn also die Lüge und Geld-gier zu physisch wirksamer Macht werden können, dann muß das auch für andere menschliche Regungen, wie den Opfersinn, gelten. Lenken wir deshalb unser Denken und Fühlen für unser Volk und Land bewußt in einen Geistesstrom, von dem wir uns vorstellen, daß er die Ketten zerreißt und die Lügen platzen läßt! Wir dürfen uns sogar vorstellen, daß aller guter Wille, aller Opfermut und alles Leiden unserer Toten des Krieges und der Nachkriegszeit mit ihrem Untergang nicht einfach vergangen sind. Wollen wir daran glauben, daß ihre geist-seelischen Kräfte gleichfalls in den Zeitenwandel eingreifen!

Noch sind nur wir Wenigen der lebende Herzschlag Deutschlands
Privater kostenloser Rundbrief Alois Mitterer, xxxxxxxxx, D-82407 Wielenbach

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Gruß an die Historiker

Der Honigmann

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Für jedermann, der gesund werden und seine Gesundheit erhalten möchte!

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Stoffwechsel- und Nieren-Tee  I und II

Zu I:

Grüner Haferstroh Tee : Ist eine Mischung aus

Haferkraut und Kamillenblüten

 Zu II:

Lymph – Tee ist eine Mischung aus Haferkraut, Lavendelblüten, Hibiskusblüten, Malvenblüten

 Trinken Sie Tee I und II in täglichem Wechsel, um den Stoffwechsel der Zellen zu trainieren und insbesondere die Filtersysteme der Nieren zu reinigen.

 Ideal sind 1 bis 2 Liter Tee pro Tag. Damit füllen Sie auch den Kreislauf auf, besonders bei Menschen, die viel sitzen müssen und in geschlossenen Räumen arbeiten.

Wenn Sie es schaffen, sollten Sie dazu wenigstens vier Wochen konsequent   Dr. Mauch’ s Tierfasten   machen, wie in Band I  meines Buches: Nehmen Sie ab sofort Ihre Gesundheit und Ihr Schicksal selbst in die Hand! beschrieben. Dadurch entlasten Sie die Nieren.

 Aber diese Tee’ s sind auch wunderbare Familien -Tee’ s !Band II

 Dosierung:

Nehmen Sie einen Kaffeelöffel (einen Kaffeelöffel auf einen Liter Wasser, nicht mehr!) Tee I oder II in eine Kanne ( kein Kunststoff, kein Metall). Übergießen diesen mit einem Liter abgekochtem, noch heißem Wasser ( ca 80 Grad ), lassen 5 Minuten ziehen, dann absieben. Machen Sie den Tee nicht konzentriert, sondern  d ü n n.   Der Tee hat dann eine leicht grünlich-gelbe Farbe und die beste Wirkung. Sie können mit etwas Honig süßen. Wenn sie den Tee zu konzentriert machen, werden Schlacken zu schnell gelöst, und es kann zur Blasenreizung kommen. Sie werden sehen, dass der dünne Tee sehr aromatisch schmeckt. Sie können den Tee warm oder kalt trinken.

Wichtig:

Reinigung der Teekannen und Tassen nur mit heißem Wasser, in das Sie eine Spur Natron geben können. Mit heißem Wasser nachspülen. Auf keinen Fall in die Spülmaschine geben, da die Spülmittel teilweise ca 30% Phosphate und andere chemische Reinigungsstoffe enthalten, die am Geschirr haften. Der Tee hat dann keine Wirkung mehr, auch wenn es sich nur um Spuren dieser chemischen Substanzen handelt!

 Wichtig:

Keinen Zucker, keinen Sirup, keine Kunstprodukte wie Saccharin und weitere Süßstoffe wie z.B. Aspartam verwenden!

Bei allen Stoffwechselstörungen und Nierenerkrankungen ist die „ Heiße Kompresse“ zum Tee eine wertvolle Ergänzung, um die Filtersysteme der Nieren zu öffnen, damit die Schlacken abfließen können. Besprechung der  Heißen Kompresse“ im nächsten Artikel Nr.2

 Kosten:  werden am Schluß dieser Serie bekannt gegeben.

Dr. med. Walter Mauch                                            16.Januar 2014

Bestellung der Original Dr. Mauch-Produkte nur über die Dr. Mauch -Tee -E-Mail-Linie:

  natur-aktiv-ruegen@web.de

Copyright 2014 by Dr. med. Walter Mauch

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Gruß an die Familien

Der Honigmann

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Ludendorf, Erich

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder 1932

General, *1865 im 1. Weltkrieg Chef des Generalstabs im Osten, seit 1916 Erster Generalquartiermeister, nach dem Umsturz in Schweden, zurückgekehrt, führend an völkischen Umsturzbewegungen beteilig (Kapp- und Hitlerputsch), nationalsozialistischer Reichstagsabgeordneter, 1925 Kandidat für die Reichspräsidentschaft (erhielt wenig mehr als ein Prozent der abgegebenen Stimmen), trat dann von der Reichsführerschaft der Hitlerleute zurück, steht seither mit der nationalsozialistischen Partei auf Kriegsfuß, hat seine Gefolgschaft im “Tannenbergbund” und sein Sprachrohr (seit dem Bruch mit seinen früheren engsten Mitarbeitern von der “Deutschen Wochenschau”) in “Ludendorffs Volkswarte”, München. In zahlreichen Artikeln und mehreren Schriften führt er heftigsten Kampf gegen Freimaurer, Juden und Jesuiten, neuerdings auch gegen seine früheren Bundesgenossen.

FreeMind753

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Gruß an die Freiheitlichen

Der Honigmann

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