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Mit ‘Geld’ getaggte Artikel


schrangMöllemann- das Mysterium um seinen Tod

von Heiko Schrang

„Ich weiß, daß manche bei meinen Sprüngen nur so lange geklatscht haben, wie der Fallschirm noch zu war.“

Jürgen Möllemann (1945-2003)

Genau 10 Jahre nach Möllemanns Tod sorgt ein rätselhafter Brief des FDP-Politikers und Möllemann-Freundes, Wolfgang Kubicki, für Aufsehen. Für den Unbedarften mögen diese Informationen, dass sich Möllemann damals verfolgt und beobachtet fühlte, neu sein, denn laut Medienangaben gibt es an der Suizidthese nichts zu rütteln. Wirklich interessant ist die Aussage von Kubicki gegenüber der Bildzeitung: „Er dachte, man wollte ihm ans Leder“.

Um festzustellen, was die Mainstream-Medien wieder einmal verschweigen, muss man sich die Ereignisse von damals ins Gedächtnis rufen. Man hätte damals den Eindruck gewinnen können, Jürgen Möllemann sei zum Staatsfeind Nr. 1 avanciert. Tatsächlich wurden ihm Steuerhinterziehung und Verstoß gegen das Parteienfinanzierungsgesetz vorgeworfen, also Dinge, die in Politikerkreisen nicht unüblich sind und schon zur Genüge vorkamen. Also stellt sich die Frage, was hat Jürgen Möllemann tatsächlich getan, um die deutsche Politlandschaft und die Medien gegen sich aufzubringen.

Tatsache ist, dass Möllemann zum damaligen Zeitpunkt Vorsitzender der Deutsch-Arabischen Gesellschaft war und durch ein Israel kritisches Merkblatt für großes Aufsehen sorgte. Darin bezeichnete er Israel als Terrorstaat und brachte gleichzeitig Verständnis für die Palästinenser auf.

Möllemann wusste ganz genau um seine Situation. In seinem Buch „Klartext“, was damals der Stern auszugsweise veröffentlichte, (Auszug aus dem Buch: „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ zum Shop) bezieht sich Möllemann unter anderem auf den Israelbesuch Westerwelles im Mai 2002.

„Beim Warten auf eine Audienz bei Ministerpräsident Ariel Scharon habe ein “Mann ohne Namen” dem Parteivorsitzenden in unmissverständlichen Worten knallhart gesagt, dass die israelische Regierung meinen politischen Kopf verlange’“ Ferner sprach er in diesem Zusammenhang davon, dass Westerwelle durch den israelischen Geheimdienst Mossad erpresst wurde.

Möllemann wirft die Frage auf, was der Geheimdienst gegen Westerwelle in der Hand habe, “das ihn mit Entsetzen, Furcht und Schrecken erfüllt”, und antwortet darauf: “Man muss nicht selbst Chef eines Geheimdienstes gewesen sein, um zu wissen, wie gnadenlos diese Dienste auch das Wissen um die privatesten Dinge einsetzen, wenn es geboten erscheint.”

Der Stern zitierte weiter: „Am Abend des 23. November klingelte dann Jörgens´ (Stern-Redakteur) Handy. Möllemann ist dran. Man solle die Bemerkung im Auto in Münster sehr ernst nehmen.“ Damals hatte er gesagt, dass Geheimdienste unberechenbar seien.

Möllemann sagte mit schleppender Stimme „Es ist eine abstrakte Ahnung.“ Es stehe etwas Gefährliches bevor. „Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, sollte der Stern sich dieses Gesprächs erinnern. (Mehr im neuen Videotrailer zum Buch) Und in der Tat, das Unvorhersehbare ereignete sich am 05.06.2003, indem nicht nur Möllemanns politischer Stern erlosch, sondern auch sein Leben, da sich sein Fallschirm nach dem Absprung aus großer Höhe nicht öffnete.

Wie so häufig in diesen Fällen stand mit Suizid die Todesursache fest. Und dem Fernsehkonsumenten wurde der Eindruck vermittelt, dass nach allem, was Möllemann verbrochen hat, nur ein Selbstmord in Frage kommen konnte.

Am Sonntagabend vor seinem Tod erklärte Möllemann live bei Sabine Christiansen, dass er über die Gründung einer neuen Partei nachdenke. Dies hat Möllemann auch in seinem Buch in Aussicht gestellt. “Deutschland braucht eine neue Politik. Und wenn es erforderlich ist, auch eine neue Partei”, schrieb er. „Aber eine, die nicht wieder so wird wie die anderen. Eine Partei, die weder rechts noch links ist.” Es sei „höchste Zeit, den Bürgern zu sagen: Ihr seid das Volk! Steht auf! Schließt euch zusammen und zeigt den Politikern die rote Karte! Wenn es die Parteien nicht tun, weil sie mit den Interessengruppen unter einer Decke stecken und immer nur reden statt zu handeln, müsst ihr euch etwas ganz Neues einfallen lassen. Und dann will ich einer von euch sein.”

Möllemann plante, seine neue Bürgerbewegung im Mai 2004 zu gründen. Gegenüber seinen engsten Weggefährten habe er damals betont, nicht noch länger warten zu können, da sonst der Protestschwung weg sei. Die Bewährungsprobe für die neue Partei würden die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg 2004 sein. Experten gingen unter vorgehaltener Hand davon aus, dass die Partei die Parteienlandschaft in Deutschland durcheinandergebracht hätte.

Demnach ging nach dem plötzlichen Tod Möllemanns nicht nur durch die FDP-Führungsetage, sondern auch durch die der anderen Parteien eine Welle der Erleichterung.

Der unbequeme Jürgen Möllemann agierte wie ein Hecht im Karpfenteich. Sollte sein Tod kein Freitod gewesen sein, so könnte es den Anschein machen, dass hier ein Zeichen für die gesetzt worden wäre, die ebenfalls über Tabubrüche in der Politik nachdenken.

Beste Grüße

Heiko Schrang

Lesen Sie mehr in dem Buch, an das sich kein Verlag traute „ Die Jahrhundertlüge, die nur
Insider kennen“: Zum Shop

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P.S.: Ich erhebe keinen Anspruch auf Absolutheit für den Inhalt, da er lediglich meine
subjektive Betrachtungsweise wiedergibt und jeder sich seinen Teil daraus herausziehen
kann, um dies mit seinem Weltbild abzugleichen. Weitere Anregungen auch in unserem
Newsletterarchiv unter www.macht-steuert-wissen.de

Quellennachweise:

„Möllemann: Israelischer Geheimdienst erpresst FDP-Chef Westerwelle, Stern, 11.03.2003, Link zum Artikel

Gefunden bei: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/163/www.macht-steuert-wissen.de

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Gruß an die Mitstreiter

Der Honigmann

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Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Background to the Magna Carta erschien am 19. Mai 2013 im Occidental Observer.

Das erste, das man bedenken muß, ist, daß die Magna Carta ein Dokument war, das von den Adeligen erstellt und dem Monarchen vorgelegt wurde – in diesem Fall König Johann. In diesem Sinne sollten wir die Spannungen zwischen den Adeligen und dem König wegen einer hauptsächlichen Angelegenheit berücksichtigen – der Rolle des jüdischen Zinswuchers bei der Ermöglichung von Landübertragung vom Adel an den Monarchen. Die relevanten Klauseln sind wie folgt:

 * (10) Falls irgend jemand, der sich eine Summe Geldes von Juden geliehen hat, stirbt, bevor die Schuld zurückgezahlt worden ist, soll sein Erbe keine Zinsen auf die Schuld zahlen, solange er noch minderjährig ist, ungeachtet dessen, von wem er sein Land hat. Falls solch eine Schuld in die Hände der Krone fällt, wird diese nichts nehmen außer der in der Schuldverschreibung genannten Kapitalsumme. (If anyone who has borrowed a sum of money from Jews dies before the debt has been repaid, his heir shall pay no interest on the debt for so long as he remains under age, irrespective of whom he holds his lands. If such a debt falls into the hands of the Crown, it will take nothing except the principal sum specified in the bond.)

* (11) Falls ein Mann stirbt, der Juden Geld schuldet, darf seine Witwe ihr Witwengedinge haben und braucht nichts davon für die Schuld zu zahlen. Falls er minderjährige Kinder hinterläßt, darf ebenfalls für ihre Bedürfnisse gesorgt werden, in einem Umfang, welcher der Größe seines Landbesitzes angemessen ist. Die Schuld soll vom Rest ausbezahlt werden, vorbehaltlich des seinen Feudalherren gebührenden Dienstes. Kredite, die anderen Personen als Juden geschuldet werden, sollen ähnlich behandelt werden. (If a man dies owing money to Jews, his wife may have her dower and pay nothing towards the debt from it. If he leaves children that are under age, their needs may also be provided for on a scale appropriate to the size of his holding of lands. The debt is to be paid out of the residue, reserving the service due to his feudal lords. Debts owed to persons other than Jews are to be dealt with similarly.)

Diese Klauseln schwächen also offensichtlich die Fähigkeit von Jude und Krone, sich für Schulden oder Zinsen für magna CartaDarlehen schadlos zu halten. Sie verhindern nicht den Geldverleih etc., aber wir können uns sicherlich darauf einigen, daß die Position von Jude und Krone geschwächt würde. Wir müssen also als erstes fragen: warum war dies notwendig? Und zweitens, warum verschwand es plötzlich ein Jahr später in der Charta von 1216? Zum ersten Punkt: wie ich in meinem Artikel über das mittelalterliche Judentum ausführe, war zu dieser Zeit das Verhältnis zwischen der Krone und den Adeligen in der Tat angespannt, und die Juden waren bei dieser Spannung ein sehr bedeutender Faktor. König Johann, dessen Handlungen das Bedürfnis nach der Magna Carta erzeugt hatten, war verschwenderisch, unfähig und völlig seinen Juden und deren Fähigkeit verbunden, ihn mit anscheinend unbegrenzten Geldmitteln für seine unglücklichen Abenteuer auf dem Kontinent zu versorgen.

Er war auch gnadenlos bei der Besteuerung. Im Jahr 1207 hob er über £ 60.000 von der christlichen Bevölkerung ein – eine für diese Zeit riesige Summe. Er erhob auch eine viel mildere Steuer von den Juden. (Patricia Skinner [Jews in Medieval England, S. 42] schreibt, daß ihre Steuer „drückend, aber nicht verheerend“ war.) Aber da er argwöhnte, daß die Juden ihr Einkommen und ihren Reichtum zu niedrig angaben, führte Johann eine Neuerung ein, indem er verlangte, daß Listen all ihrer Verbindlichkeiten geführt und im königlichen Schatzamt verwahrt würden – er behielt sich dann das Recht vor, jede dieser Verbindlichkeiten aufzukaufen, die ihm gefiel.

Dies war der ernsthafte Beginn des Prozesses der Landübertragung von den Adeligen an den König (ermöglicht vom jüdischen Zinswucher), den ich in meinem Artikel erwähnte. Adelige liehen sich Geld von Juden, Johann (oder seine Agenten) überwachten die Rückzahlungen auf den Listen im Schatzamt – und wenn irgend jemand danach aussah, als würde er mit den Rückzahlungen in Schwierigkeiten geraten und gepfändet werden, kaufte Johann die Schuld von dem Juden und raffte das Land an sich.

 

Offensichtlicherweise erzeugte dies mit der Zeit eine große Feindseligkeit gegen Krone und Jude. Monarchen hatten dies in kleinerem Maßstab schon früher getan, aber Johann war völlig rücksichtslos. Skinner schreibt, daß Johann bis 1207 „den größten einzelnen Hort jüdischer Kredite seit 1186 in seine Hände brachte, er befahl auch dem Schatzamt, mit der Beschlagnahme des Landes von Schuldnern zu beginnen.“ Den verbleibenden Schuldnern war klar, daß sie ihr Land und ihren Besitz entweder an König oder Jude verlieren würden. Beide wurden von den Adeligen als untrennbar betrachtet, und daher gehörten, als die Magna-Carta-Rebellion ausbrach, „Juden und jüdisches Eigentum zu den Hauptzielen“ (Skinner, S. 44).

König-Heinrich_III.Dies ist der Hauptgrund dafür, daß die Klauseln bezüglich der Juden 1215 überhaupt eingeführt wurden. Zur Frage, warum sie nur ein Jahr später geändert wurde: erstens starb Johann, und ihm folgte der Knabenkönig Heinrich III vor der Erstellung der zweiten Charta. Insgesamt wurden neunzehn Klauseln aus der ersten (Runnymeade-) Magna Carta eliminiert, und die beiden, die Juden und Zinswucher betrafen, befanden sich darunter. Der Knabenkönig selbst hatte nichts damit zu tun; es war der Elitenkreis um ihn. Sie wünschten die Ordnung im Land wiederherzustellen, und traditionellerweise war die Behandlung der Juden ein verläßliches Barometer für die Autorität der Krone – wenn die Juden in Ruhe gelassen wurden, dann war die Krone in einer soliden Position, weil es allein an der Autorität der Krone lag, daß sie sicher blieben. In Zeiten des Übergangs und schwacher königlicher Autorität gehörten die Juden zu den ersten, die angegriffen wurden, denn man konnte sozusagen ruhig die Samthandschuhe ausziehen.

Für den kleinen Elitekreis um den Knabenkönig hatte es daher Priorität, die Juden sicher (und reich) zu machen. Als Teil ihrer Verhandlungen mit den Baronen forderten und erreichten sie:

  • 1) die Eliminierung der beiden Klauseln über die Juden;
  • 2) die Freilassung aller von den Baronen gefangengenommenen Juden;
  • 3) die Erneuerung und Stärkung der königlichen Sicherheitsgarantien für alle Juden;
  • 4) die Rückgabe von Schuldverschreibungen an Juden, damit sie eingetrieben werden konnten;
  • 5) ein Befehl an Hafenbeamte, allen ausländischen Juden die Einreise nach England zu gestatten;
  • 6) die Etablierung eines separaten jüdischen Schatzamtes;
  • 7) besondere Überwachungseinheiten, die spezifisch zum Zweck des Schutzes der Juden von Lincoln, Oxford, Gloucester und Bristol gegründet wurden;
  • 8) die  Befreiung der Juden vom Erlaß des Vierten Laterankonzils, daß alle Juden ein Identifikationsabzeichen tragen sollten;
  • 9) die Freistellung der Juden von allen bischöflichen Gerichten;
  • 10) die aktive Vollstreckung aller von Christen den Juden geschuldeten Verbindlichkeiten durch königliche Sheriffs (Skinner, S. 44).

Dies war eine enorme Menge an Freiheit und Schutz. Es ist schade, daß nicht mehr über den Hintergrund und die Motivationen des Beraterkreises um den Knabenkönig bekannt ist. Ich habe den starken Verdacht, daß darunter Leute mit direktem finanziellem Interesse an jüdischen Wirtschaftsaktivitäten waren, oder vielleicht sogar ein paar Krypto-Juden.

Die ganze Episode ist extrem suspekt. Sie verschaffte den Juden etwas Zeit, und sie verstärkte eine Zeitlang den Eindruck königlicher Stärke. Heinrich wurde jedoch genauso habgierig und über-ehrgeizig wie sein Vorgänger. Seine Partnerschaft mit den Juden verschärfte die Spannungen nur auf ein höheres Maß als je zuvor. Juden fühlten bestimmt, wie der Druck stieg, und manche gingen in die Krypsis, um dem Konflikt zu entgehen (Skinner beschreibt auf S. 51 eine „Flut jüdischer Konversionen“ im Zeitraum der 1230er bis 1250er, aber viele Christen argwöhnten Unaufrichtigkeit).

Heinrichs Regierung brach 1258 zusammen, und sein Sohn Edward gelangte auf den Thron. Edward sah die Schrift an der Wand und verbot im Jahr 1275 den jüdischen Geldverleih gänzlich. Auf der Suche nach einem Weg, um seine zunehmend verärgerten Barone zu besänftigen und eine nun ziemlich nutzlose Population loszuwerden, schickte er die Juden im Jahr 1290 weg.

Die Herausnahme der Klauseln war somit ein Versuch, ein Schiff zu flicken, das schon seit einiger Zeit aus den Fugen ging – die Allianz zwischen Krone und Jude. Das Aufbrechen dieser Allianz durch die Barone ist etwas, wofür England für immer dankbar sein sollte, angesichts des Schicksals anderer Nationen, wo die Allianz von Krone und Jude viele weitere Jahrhunderte lang fortbestand – wofür Polen ein Musterbeispiel ist.

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http://schwertasblog.wordpress.com/2013/05/28/hintergrund-zur-magna-carta/

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Gruß an die Standhaften

Der Honigmann

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Sechs Genome, ein Körper

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US-Forscher haben bis zu sechs verschiedene Embryonen im Reagenzglas zusammengesetzt und in die Gebärmutter weiblicher Rhesusaffen implantiert. Diese brachten laut Aussage der Forscher gesunde Affenbabys zur Welt. Die bizarre Methode könnte die Grundlagenforschung revolutionieren.

Kategorie: Affen-Chimäre Erstellt am 05.01.2012.

Es mutet ein wenig frankensteinesk an, was Forscher um Shoukhrat Mitalipov im Fachblatt “Cell” berichten. Der Stammzellenforscher von der Oregon Health & Science University hat mit seinen Mitarbeitern erstmals Primaten-Chimären hergestellt. Chimären sind Tiere oder Pflanzen, die aus Zellen unterschiedlicher Organismen bestehen, und daher auch unterschiedliche DNA-Stränge in ihren Zellkernen tragen. Bei Mäusen sind solche Mischwesen längst Bestandteil der Forschung.

Bei Mäusen längst üblich

Wenn Forscher etwa die allerorten verwendeten Knockout-Mäuse herstellen (denen zu Studienzwecken bestimmte Gene aus dem Erbgut entfernt wurden), dann tun sie das über den Umweg einer Chimären-Generation. Primaten-Embryonen sind allerdings im Vergleich zu Maus-Embryonen ungleich sensibler.

Letztere entwickeln sich zu lebensfähigen Mischwesen, sofern man embryonale Stammzellen eines Tieres im Reagenzglas züchtet – und sie dann in die Blastocyste (ein frühes Entwicklungsstadium der befruchteten Eizelle) eines anderen Tieres implantiert.

chimäre_bo_nRheussaffen-Chimären namens Roku und Hex

Mosaik aus Embryonen

Bei Primaten funktioniert diese Methode nicht. Deshalb haben Mitalipov und Co. nun einen andere Ansatz gewählt: Sie verbanden bis zu sechs Embryonen im Vier-Zell-Stadium und setzten diese Aggregate in die Gebärmutter von Rhesusaffen ein. Offenbar erfolgreich: Die Leihmütter brachten gesunde Junge zur Welt, das Zellmosaik ihrer Körper scheint – bislang – klaglos zu funktionieren. “Die Zellen der verschiedenen Embryonen verschmelzen niemals”, erklärt Mitalipov. “Aber sie bleiben zusammen und bilden Gewebe und Organe.”

Hintergrund der Studie ist die Erkenntnis, dass zwischen embryonalen Stammzellen aus dem Reagenzglas und solchen aus einem lebendigen Embryo ein Unterschied besteht. Letztere dürften ein noch größeres Entwicklungspotenzial besitzen – vermutlich der Grund, warum die Mäusemethode bei Primaten nicht funktioniert.

Mitalipov will nun diese Unterschiede genauer erforschen, um Grundlagen für zukünftige Stammzelltherapien zu schaffen. Chimären aus menschlichen Embryonen müssten auf diesem Weg nicht hergestellt werden, betont er. Ethische Debatten wird das Experiment wohl dennoch auslösen.

Robert Czepel, science.ORF.at

Mehr zu diesem Thema:

gefunden bei: http://science.orf.at/stories/1692784/

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…danke an TA KI

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Gruß an die Forschereier-legende-wollmilchsw9v

Der Honigmann

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Klonen

Stammzellen

Embryonenforschung

(Joachim Krause)

© Joachim Krause 2005

1.1. Ein notwendiger Vorspruch: „Klone(n)“ gab es schon vor Dolly

Den Begriff des „Klons“ kannten schon die alten Griechen.

Klon (griechisch): Schössling, Zweig
Definition: Ein Klon ist eine Kolonie genetisch einheitlicher Zellen oder Organismen, die sich von einer einzigen Zelle herleiten (Fortpflanzung ohne Befruchtung).
Unter dem Vorgang des Klonens versteht man im wissenschaftlichen Sprachgebrauch die ungeschlechtliche Vermehrung von Zellen oder Organismen, wobei genetisch identische In­dividuen (also mehrere Zellen bzw. Lebewesen mit der gleichen Ausstattung an Erbgut) ent­stehen.

Das, was die Biologen „Klone“ nennen, gibt es an vielen Stellen in der Natur:

  • Bakterien pflanzen sich normalerweise so fort, dass ein Bakterium sich teilt und zwei  „Töchter“ mit identi­schem Erbgut entstehen. Durch weitere Teilungen entsteht eine Bakterien-Kolonie, die dann (als Gesamtheit) ein Bakte­rien-Klon genannt wird.
  • Viele Pflanzen bilden Ausläufer (Erdbeere: Senker) oder Wurzelknollen (Kartoffel), die sich auch von der Mutter­pflanze getrennt zu kompletten Organismen entwickeln. Bei dieser Art der ungeschlechtlichen Fort­pflanzung wird das Erbgut als Kopie der Originalpflanze weitergegeben. Auch wenn neue Weinstöcke oder Weiden gepflanzt werden, verwendet der Gärtner nicht Samen, sondern klont mit Stecklingen.
  • Auch niedere Tiere wie Hohltiere und Schwämme pflanzen sich durch Knospung fort (einzelne Zellen lösen sich vom Muttertier und wachsen eigenständig weiter).
  • Bei höheren Tieren ist die so genannte „Jungfernzeugung“ die Ausnahme, aber Wasserflöhe und manche Wür­mer sind dazu in der Lage, sich selbst zu klonen.
  • Selbst bei Säugetieren oder beim Menschen gibt es bei biologischer Klassifizierung Anlass, in seltenen Fällen von Klonen zu sprechen, dann nämlich, wenn sich ein durch geschlechtliche Vermehrung entstandener Emb­ryo spontan noch einmal teilt und dann zwei getrennte Lebewesen weiterwachsen, die das gleiche Erbgut tra­gen, weil sie von der gleichen befruchteten Eizelle abstammen (eineiige Zwillinge).

Jeder, der einen eigenen Garten hat, hat demnach – ohne es zu ahnen – schon Lebewesen geklont!

Wenn Klonen aber ein Vorgang ist, den es auch in der Natur gibt, dann gilt das nur mit der Einschränkung, dass das Klonen in der Natur nur auftritt bei einfachen Lebensformen, in frü­hen Entwicklungsstufen oder dass es sich um sel­tene, zufällig auf­tretende Ausnahmen handelt. Keinesfalls ist der Bezug auf das „natürliche“ Vorkommen von Klonen eine Rechtfertigung dafür, den Vorgang einer ungeschlechtlichen Vermehrung gezielt auch dort zu verwirklichen, wo er in der Natur nicht bisher nicht vorkommt.
Die Vision, auch von hochentwickelten Lebewesen, letztlich auch vom Menschen, Klone herzustellen, „Kopien“ vom Fließband mit programmierten Eigenschaften, geistert schon lange durch die Science-Fiction-Literatur, begegnete aber auch in wissenschaft­li­chen Fachbüchern. So beschäftigte den Schriftsteller Aldous Hux­ley schon im Jahr 1932 („Schöne neue Welt“) der Albtraum, dass eines Tages Menschen als ALPHAs (Herrenrasse) oder als GAM­MAs (ge­nügsame Arbeiter) geklont werden könnten – jeweils 96 identi­sche Exemplare aus einer Eizelle.

In der DDR erschien 1983 ein lesenswertes Buch von Piechocki mit dem Titel „Genmanipulation“ (das war damals noch ein wertfreier Begriff für das, was heute Gentechnik genannt wird). Und in diesem Buch wird eine Idee vorge­stellt, wie eines Tages Hochleistungsrin­der „vervielfältigt“ werden könnten. 13 Jahre später war aus der Vision Wirk­lichkeit geworden – das Schema hatte ex­akt gestimmt, nur war das erste geklonte Säugetier kein Rind, sondern ein Schaf, Dolly.

Schon seit einigen Jahrzehnten werden Säugetiere (Rinder) geklont, allerdings nach einem recht einfachen Verfahren, das die natürliche Zwillingsbildung nachahmt: beim so genannten „Embryo-Splitting“ gelingt es, einen durch natürliche Zeugung entstandenen Embryo unter dem Mikroskop in einzelne Zellen zu zerlegen, die sich anschließend jede selbstständig zu einem neuen Embryo entwickeln, in die Gebärmutter von „Leihmüttern“ eingepflanzt werden und sich dort zu einem Kalb entwickeln – und weil sie alle von der gleichen Eizelle abstammen, handelt es sich dabei um ge­klonte Tiere. 1993 war in den USA erstmals im Labor gezeigt worden, dass diese Technik grundsätzlich geeignet war, auch menschliche Embryonen zu zerschneiden und damit zu vervielfältigen.

Aber Tierzüchter und Fachbiologen waren sich weiter einig: es würde nicht möglich sein, Kopien von erwachsenen Säugetieren herzustellen, indem man ausgereifte Körperzellen verwendet und sie zum Stadium von befruchteten Ei­zellen „zurückprogrammiert“.

1.2. DOLLY – und die Folgen

Anfang des Jahres 1997 geriet das Porträt eines Schafes auf die Titelseiten vieler Zeitungen. „Dolly“ – mit diesem Namen war eine wissenschaftliche Sensation verbunden. Was für die meisten Biologen bis dahin unvorstellbar schien, war gelungen. Körperzellen eines erwach­senen Säugetieres waren so ver­jüngt, „rückprogrammiert“ worden, dass sie sich zu neuem Leben entwickeln konnten. „Dolly“ war ein um sechs Jahre „verspäteter Zwilling“ seines Spendertieres, ein Duplikat, eine Kopie mit den gleichen Erb­eigen­schaften.

Seit der Geburt von Dolly sind (so der Stand Mitte des Jahres 2004) etwa 10 Säugetierarten erfolgreich geklont wor­den (Hunde und Affen konnten bislang durch Übertragung von Körperzellkernen nicht geklont werden).

Daten aus dem Leben des Klonschafs DOLLY
+ konkreter Anlass für die Klonversuche: es war Anfang der 1990er Jahre gelungen, Schafembryonen gentechnisch so zu verändern, dass die sich daraus entwickelnden Schafe in den Zellen ihrer Milchdrü­sen menschliche Eiweiße produzierten; diese konnten mit der Milch gewonnen werden und sollten als Medikamente bei bestimmten Lungen­erkrankungen genutzt werden; da diese Manipulation nur sehr sel­ten erfolgreich war, wurde ein Verfahren gesucht, um die wenigen „Glücksfälle“ zu „kopieren“
+ Dolly wurde am 5.7.96 geboren
+ Dolly wurde aus den Körperzellen eines 6 Jahre alten Spendertieres geklont
+ Dolly brachte sechs gesunde Lämmer zur Welt (auf „normalem“ Wege gezeugt)

+ Im Mai 1999 wurde festgestellt, dass Dollys Zellen verkürzte Telomere aufwiesen (Telomere sind die Endstücke der Chromosomen. Sie halten wie Schutzkappen die Enden der Chromosomen zusammen. Telomere ver­kürzen sich bei jeder Zellteilung im Laufe des Lebens – Gab es bei Dolly hiermit einen Hin­weis auf „vererbtes“ Alter durch den Klonvor­gang? Nach vergleichenden Untersuchungen mit anderen geklonten Tieren hat sich diese Vermutung nicht bestätigt.)
+ Anfang des Jahres 2002 bekam Dolly Arthritis (diese Gelenkentzündung tritt normalerweise bei Scha­fen – wie bei Menschen – erst im fortgeschrittenen Alter auf; vielleicht war das ein Hinweis auf „vererbte“ Alte­rungsschäden, viel­leicht handelte es sich aber bei Dolly auch um einen der seltenen Fälle des Auf­tretens der Krankheit im jugendli­chen Alter)
+ 2003 entwickelte sich bei Dolly eine fortschreitende Lungenerkrankung (durch einen Virus ausgelöst!)
Dolly wurde eingeschläfert und steht jetzt ausgestopft in einem Museum in Schottland

Angesichts der erfolgreichen Geburt des Klonschafes „Dolly“ wurde sehr schnell über die mögliche An­wendung dieser neuen Technik auch beim Menschen spekuliert. Was könnten einleuchtende und ver­ant­wortbare Gründe dafür sein, auch menschliches Leben zu vervielfälti­gen?

Nach erregten Debatten war man sich in der Politik, in der Wissenschaft und Me­dizin rund um den Erd­ball bald einig in der Bewertung: Klonen von Menschen darf es nicht geben, weil ein Mensch nie benutzt werden, nie nur Mittel zum Er­rei­chen von Zielen anderer sein darf (weitere Argumente gegen das reproduktive Klonen von Menschen siehe in der Stellungnahme des Nationalen Ethikrates im Anhang). Stan­desrichtlinien der Wis­senschaft­ler und politische Verbote untermauerten das Klon-Verbot. In Deutschland war das Klonen be­reits seit 1991 nach dem Em­bryonenschutzgesetz verboten. Auch das erste Zusatzprotokoll zur „Bioethik-Kon­ven­tion“ des Europa­rates (4.4.1997) enthält ein Klon-Ver­bot. Die „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ vom Dezember 2000 enthält ebenfalls ein Verbot des re­produktiven Klonens. Weiterhin ist nach der „Universal Declaration on the Human Genome and Human Rights“ der UNESCO (11.11.1997) das reproduktive Klonen von Menschen nicht erlaubt. Auf der Ebene der UNO wurde über Klonverbote diskutiert, aber bisher (Stand Herbst 2004) keine Resolution verabschiedet.

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“Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person als auch in der Person ei­nes anderen niemals bloß als Mittel brau­chest.“ 
(Immanuel Kant)

Die Entwicklung in den Labors ist dennoch weiterge­gangen. Bereits im Jahre 1998 erschie­nen Presse­berichte über das erfolgreiche Klonen auch mit Material aus menschli­chen Zellen. Die Versuche waren erfolg­reich bis zur Ent­wick­lung von Emb­ryonen vorge­führt wor­den und wurden dann ab­gebrochen. Auf einem Kongress in den USA im Jahre 2001 kündigten drei (be­sonders neugierige, ehrgeizige, verrückte?) Forscher an, Men­schen klonen zu wollen: die Französin Bois­selier, der Italiener Antinori und der US-Amerikaner Zavos. Es gibt bisher (wahr­schein­lich?) noch kei­nen ge­klonten Men­schen, der geboren wurde. Trotz der oben er­wähnten Ableh­nungs-Front sollte man aber damit rechnen, dass in absehbarer Zeit ein ehrgeiziger Forscher das Tabu bricht und der Welt stolz das erste Klon-Kind prä­sentiert.

1.3. Reproduktives Klonen

(Definition: Als Klonen zu Fortpflanzungszwecken – auch „re­produktives“ Klonen genannt – bezeichnet man ein Verfahren, das letztlich auf die Herbeiführung einer Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes gerichtet ist, dessen Erbgut mit dem eines Spenders identisch ist.)

Das Klonen eines Men­schen würde (nach dem „Modell Dolly“) etwa wie folgt ablaufen (siehe das nebenstehende Bild).
Für das Verfahren der Zellkernübertragung benötigt man den Zellkern einer Spender-Zelle und eine Empfänger-Eizelle. Letztere bildet das für die Entwicklung notwendige Milieu, denn zur Entwicklung eines Embryos kann es nur kommen, wenn in der Zellflüssigkeit der Eizelle Substanzen vorhanden sind, welche die ersten Entwicklungsphasen unterstützen und kontrollieren. Einem Spender wird also eine Körper­zelle ent­nommen (siehe 1). Diese trägt in ihrem Zellkern – dicht zusammen­gepackt – das ge­wünschte Erbgut, das vervielfältigt werden soll.

Bei einer Frau (Eizellspenderin) wird eine Hor­mon­behand­lung durchgeführt mit dem Ziel, Eizellen reifen zu las­sen. Der Frau wird durch einen operativen Ein­griff eine be­fruchtungsfä­hige Ei­zelle entnommen. Aus dieser Zelle wird das eigene Erbgut ab­gesaugt (siehe 2).
In die entkernte Eizelle wird nun der Zellkern der Körper­zelle des Spenders einge­bracht. Wenn die Be­standteile der beiden Zellen erfolgreich mitein­ander ver­schmolzen sind, würde die Zelle sich zu teilen be­ginnen: aus einer wür­den zwei, dann vier, später acht Zellen usw. (siehe 3). Der sich entwickelnde menschliche Embryo würde dann in den Leib einer Frau einge­pflanzt werden, die sich als Leihmutter zur Verfügung stellt. Ihre Gebärmutter würde nach hormoneller Vorbereitung den Emb­ryo aufnehmen, und sie könnte nach neun Monaten das ge­klonte Kind zu Welt bringen (siehe 4).

Das Kind wäre in seiner biologischen Ausstattung eine Ko­pie des Spen­ders der Körperzelle und nur mit ihm genetisch verwandt.

Klonen liefert keine perfekten Kopien

Klone sind keine perfekten Kopien, die in all ihren Eigenschaften 1 zu 1 mit dem Spender übereinstimmen. Zwar sind alle Gene in den Zellkernen gleich, aber aus seinen Genen macht offenbar jedes Individuum etwas anderes. So zei­gen gen-identische Tiere verschiedene Fellfarben und Fellzeichnung wie auch unterschiedliches Verhalten. Viele Ei­genschaften werden erst während der Entwicklung im Mutterleib festgelegt oder durch die Wirkung der natürlichen und sozialen Umwelt nach der Geburt geprägt. Wenn also z.B. jemand den Ehrgeiz hätte, Boris Becker zu klonen, würde bei einem erfolgreichen Ausgang ein Baby in der Wiege liegen, das von seiner Erbgutausstattung her ein um 35 Jahre „verspäteter“ eineiiger Zwilling von Boris Becker I wäre. Das geklonte Kind hätte sicher eine Vielzahl vor al­lem körperlicher Eigenschaften vom Spender geerbt: vielleicht rötliche Haare und Sommersprossen, einen gedrun­ge­nen Körperbau, eine bestimmte Art, sich zu bewegen und zu sprechen. Aber wenn man ihm die freie Wahl ließe, käme Boris II vielleicht nie auf die Idee, einen Tennisschläger in die Hand zu nehmen. Der Klon hätte seine Entwick­lung bis zur Geburt im Leib einer anderen Mutter verbracht (mit vielfältigen biologischen und psychischen Wechselwir­kungen), würde in einer anderen Familie und in einer anderen gesellschaftlichen Umgebung aufwachsen. Und so würde er vielleicht – ganz anders als seine „Designer“ sich gedacht hatten – seine ganz eigene Individualität entwi­ckeln (auch geklonte Menschen wären keine Monster, sondern „richtige“ Menschen mit Anspruch auf Menschen­würde!) und sich vielleicht im stillen Kämmerlein zu einem Geigenvirtuosen entwickeln.

Ein Klonforscher wird gefragt: Wie weit prägen Gene ein Wesen? „Darüber haben wir ziemlich genaue Vorstellungen. Zu 30 bis 35 % sind die Gene verantwortlich, was wir sind und was wir tun. Der Rest ist die Umwelt.“ (Die Zeit 15.2.07 S.56)

 

1.4. Therapeutisches Klonen (Forschungsklonen)

(Definition: Als Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken – auch „therapeutisches“ oder „experimentelles“ Klonen genannt – wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem nicht die Herbeiführung einer Schwangerschaft angestrebt wird, sondern die Herstellung einer Blastozyste (ein Stadium in der Entwicklung eines Embryos), aus der etwa am vierten Tag „embryonale Stammzellen“ für Forschungszwecke oder für Therapieversuche entnommen werden.)

Im Sommer 2000 gab es neue irritierende Schlagzeilen: „Nach Dolly nun auch Menschen?“ oder „Briten wollen Klonen erlauben“.

Nur in manchen Zeitungen erfuhr der aufmerksame Leser, dass neue wissen­schaftliche Einsichten es nötig machten, über das Klonen neu nachzudenken.

Die „Dolly-Methode“ war zunächst ein­mal nur ein neues Verfahren gewesen, um Säugetiere unge­schlechtlich zu ver­mehren und erbgleiche Kopien zu er­zeugen. Klonen mit einer solchen Ziel­stellung hieß nun genauer „reprodukti­ves Klonen“. Und das sollte auch in Groß­britannien weiter tabu bleiben.

fraueizelle2Die „Dolly-Technik“ ließe sich – so erfuhr man – auch für eine andere Zielstellung nutzen, für das so ge­nannte „thera­peu­tische Klonen“, das wäre eine An­wendung mit dem Ziel, Krankheiten oder Organausfälle zu be­handeln.

Die Modellvorstellungen der Anwendung des thera­peutischen Klonens beim Menschen sollen anhand des nebenste­henden Bildes erläutert werden.

Man stellt sich einen Patienten vor, bei dem ein le­benswichtiges Organ nicht (mehr) ordnungsgemäß funktio­niert, weil seine Zellen defekte Erb­anlagen ent­halten und / oder der Er­satz von gealterten Zellen ge­stört ist. Diesem Patienten wird eine Körper­zelle ent­nommen, die im Zellkern sein komplettes Erb­gut ent­hält (siehe 1).

Aus dieser Zelle soll nun körper­eigenes Zellmaterial nachgezüchtet werden, wodurch bei der späteren Ein­pflanzung das Risiko von Absto­ßungsreaktionen (etwa im Vergleich zu her­kömmlichen Organver­pflan­zungen) sehr gering gehalten werden könnte.
Zunächst läuft die Klonierung wieder genau so ab, wie das bereits oben be­schrieben wurde (siehe 1 bis 3).

Der entstandene Embryo ist eine biologi­sche Kopie, ausgestattet mit dem Erbgut des Patien­ten. Er könnte in den ersten Stadien der Zellteilung (z.B. als Acht-Zell-Häuf­chen) in die Ge­bärmutter einer Frau ein­ge­pflanzt werden, sich dort zu einem Kind weiter­ent­wickeln und neun Monate spä­ter zur Welt ge­bracht werden (siehe 4). Dieser Weg ist grund­sätz­lich mög­lich, das wäre aber „repro­duktives Klonen“, und das ist hier nicht be­ab­sich­tigt.

Beim „therapeutischen Klonen“ ließe man den Embryo sich weiter entwickeln, bis er zwi­schen dem vierten und sechsten Tag den Zustand der so genannten Blastozyste erreicht hat (siehe 5). Im Inneren dieses „Blasen­keims“ be­findet sich ein Häufchen von 100 bis 200 gleichartigen Zellen, auf die sich das Interesse richtet. Es handelt sich näm­lich um so ge­nannte „embryonale Stammzellen“ – „embryonal“ wegen ihres Ursprungs und „Stammzel­len“, weil von diesen Zellen alle später sich entwickelnden spezialisierten Zel­len des menschlichen Körpers abstammen. Im vorlie­genden Entwicklungsstadium haben sich diese Zellen noch nicht ent­schieden, zu welcher Zellart sie sich einmal weiter entwickeln werden, sie tragen in sich noch die Fä­higkeit, „vieles“ werden zu können, sie sind „pluripotent“. Diese „Viel-Könner“ gelten als Wunder­elixier für die Medizin der Zukunft. Man will die Stammzellen aus dem Embryo entnehmen (dieser ist danach nicht mehr lebensfähig) und sie zunächst im Labor in Zellkulturen weiterwach­sen lassen (siehe 6). Dabei lassen sich die (embryonalen) Stamm­zellen beliebig vermehren und verbleiben in ihrem nicht-spezialisierten (pluri­potenten) „Schwebe­zustand“. Durch gezieltes „Füttern“ der Zellkultur (Vorenthalten oder Zu­gabe be­stimmter Nähr­substanzen oder Hormone) lässt sich dann ziel­genau die wei­tere Entwicklung der Zellen steuern: sie könn­ten bei­spielsweise zu Blut­zellen, Ner­venzellen oder Muskelzellen ausreifen (siehe 7). Die so gewonnene Gewebekultur des ge­wünschten Zelltyps soll dann in das kranke Organ des Patienten ein­gebracht werden, von dem die ur­sprüngliche Körper­zelle stammt, sich dort weiter vermehren und die ge­wünschte Funktion (wie­der) aufnehmen oder sta­bilisie­ren (siehe 8).

Die in manchen Medien beschworene Möglichkeit zur Erzeugung kompletter Organe auf die­sem Wege ist noch eine sehr kühne und weit in die Zukunft verlängerte Vision. Viele Schritte auf dem aufge­zeigten Weg sind aller­dings im Tierversuch schon erfolgreich absolviert wor­den. Und seit 1998 gibt es auch stabil gezüchtete menschliche Stamm­zell-Kulturen, die kommerziell angeboten werden und beispiels­weise in Deutschland (wo ihre Her­stellung ver­boten ist) für Forschungszwecke eingesetzt werden könnten.

Ob der Weg über embryonale Stammzellen eines Tages zur erfolgreichen Züchtung von Ersatzgewebe für Men­schen mit Organversagen führen wird, ist völlig ungewiss: Sind die Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen über­tragbar? Lässt sich die Abstoßung des übertragenen Gewebes verhindern? Kann es zu einem unkontrollierten Wachstum von übertragenen Zellen im Körper des Empfängers kommen?
Deshalb sprechen manche Beobachter statt von „therapeutischem“ Klonen derzeit lieber vom „Forschungsklonen“, um den Status der Grundlagenforschung zu betonen. Selbst Optimisten rechnen damit, dass frühestens in fünf Jahren erste klinische Tests erfolgen könnten, und dass erst in 20 bis 30 Jahren eine breite Anwendung in der „Ersatzteilme­dizin“ erfolgen könnte.

1.5. Entwicklung nach DOLLY

Das „Dolly-Verfahren“ ist noch längst nicht ausgereift. In Experimenten mit Tieren sind bisher immer wieder schwere Entwicklungsstörungen beobachtet worden, die in den meisten Fällen zu frühen Fehl­geburten oder zu Missbildungen bei erfolgreich geborenen Tieren geführt ha­ben. 95 Prozent aller geklonten Tiere sind abnorm. Sie zeigen durchweg Übergewicht, leiden an Problemen der Atemwege, des Herzens oder des Kreislaufs, sie haben Organ-Missbildungen, erkranken an Arthritis und sterben noch im Mutterleib oder kurz nach der Geburt. Nur 1 bis 2 Prozent der geklonten Tierembryos schaffen es, das Licht der Welt zu erblicken (bei Rindern sind es 10 bis 25 Prozent). Die Ursachen für die geringe Erfolgsrate sieht man vor allem darin, dass in den geklonten Zellen nicht alle Gene korrekt arbeiten, und dass die verwendeten Körperzellen schon Alterungsschäden aufweisen (z.B. Mutationen, verkürzte Telomere).

Wegen dieser Erfahrungen mit Tieren rechnete der Spiegel (Heft 10/2001) damit, dass es zur erfolgreichen Geburt ei­nes geklonten Menschen nötig wäre, dass sich zunächst etwa 40 Frauen als Ei­zellspenderinnen zur Verfügung stellen müssten (jede zur Entnahme von zehn Eizellen). Aus den 400 zur Verfügung stehenden Eizellen würden sich 50 Emb­ryonen entwickeln, die in den Leib von 50 „Leihmüttern“ eingepflanzt werden würden. Etwa zehn Schwangerschaften wür­den über längere Zeit bestehen, wo­von am Ende nur eine mit der erfolg­reichen Geburt eines geklonten Menschen zu Ende geht. Ob dieser gesund wäre, bliebe fraglich.

Im Mai 2005 wurde aus England gemeldet, dass erstmals in Europa menschliche Embryonen erfolgreich geklont wor­den seien. Ebenfalls 2005 wurde aus Südkorea von sensationellen Erfolgen bei der Herstellung von menschlichen embryonalen Stammzellen berichtet. Wenig später jedoch wurde bekannt, dass der gefeierte Klon-Pionier Hwang Woo-Suk seine „Forschungs“-Ergebnisse gefälscht hatte.

Für das Problem der Beschaffung einer großen Zahl von Eizellen gibt es inzwischen Vorschläge und Versuchergeb­nisse, die die Eizell-Spende durch Frauen längerfristig überflüssig machen sollen: Zum einen wird damit experimen­tiert, menschliche Körperzellkerne in tierischen Eizellen zu kultivieren, zum anderen lassen sich Eizellen möglicher­weise auch direkt aus embryonalen Stammzellen züchten.

Aus dem Jahr 2007 stammen folgende Meldungen über durchgeführte Experimente und dabei erreichte Fortschritte und Misserfolge:

Embryonale Stammzellen durch Klonen von Affenzellen gewonnen
+ Verwendung von Körperzellen eines Rhesus-Affen, 10 Jahre alt
+ Übertragung der Zellkerne in entkernte Eizellen („Dolly-Methode“; SCNT = somatischer Zellkerntransfer)
+ in 10 Jahren Forschung 15.000 Eizellen verbraucht;
jetzt 304 Eizellen für 2 erfolgreich geklonte Stammzell-Linien;
+ parallel auch reproduktives Klonen versucht: 77 geklonte Embryonen auf Muttertiere übertragen,
alle starben nach wenigen Tagen
(taz 16.11.07; Freie Presse Chemnitz 15.11.07)

Klonversuche mit menschlichen Zellen
Für Diskussionen hat ein Artikel gesorgt, der von dem deutschen, in den USA tätigen Biologen Karl Immensee in der Schweizerischen Fachzeitschrift „Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie“ veröffentlicht worden ist. Darin beschreibt der langjährige Mitarbeiter des umstrittenen Klonforschers Zavos ein an menschlichen Embryonen durchgeführtes Klonexperiment, eine Technik des Embryosplittings, also der frühen (künstlichen JK) Teilung eines Embryos, sowie eine Methode zur Herstellung von Embryonen mit Rindereizellen und menschlichen Zellkernen.
In einem populärwissenschaftlichen Magazins schildert Immensee außerdem ausführlich, wie er Menschenklone zu Fortpflanzungszwecken hergestellt haben will; neun sollen es gewesen sein; einer davon habe sich bis zum 12-Zellen-Stadium entwickelt; zu einer Schwangerschaft sei es nicht gekommen. Er habe diese Experimente vor vier Jahren durchgeführt. (Gen-ethischer Informationsdienst Heft 183/2007 S.35; taz 26.10.07)

Züchtung von menschlichen embryonalen Stammzellen in Kuh-Eizellen

Die britische Behörde Human Fertilisation an Embryology Authority (HFEA) hat am 5.9.07 die prinzipielle Genehmi­gung erteilt, für Klonexperimente tierische Eizellen mit den Kernen von menschlichen Zellen zu verschmelzen. Es geht um die Durchführung von zwei Forschungsprojekten (Erforschung neurogenerativer Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer), für die nicht genügend menschliche Eizellen vorhanden sind.
Es sollen ersatzweise Eizellen von Kühen verwendet werden (aus Schlachthöfen). Diese sollen entkernt und der Zell­kern menschlicher Zellen eingefügt werden. Die Gene der auf diese Weise geklonten Embryonen seien zu 99,9 % „menschlichen Ursprungs“. Die entstandenen “zytoplasmatischen Hybrid-Embryonen“ sollen nach wenigen Tagen zerstört werden. In Großbritannien gibt es Zustimmung in der Öffentlichkeit zu solchen Experimenten.
(GID 184/07 S.47)

Im Mai 2008 ließ das britische Parlament die Grundlagenforschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen zu, die aus solchen „Chimären“ gewonnen werden. Die Embryos dürfen nicht länger als 14 Tage kultiviert werden, und sie dürfen nicht zur Behandlung von Patienten eingesetzt werden.
(taz 21.5.08)

 

Zu ethischen Kriterien und rechtlichen Regelungen für das therapeutische Klonen siehe Kapitel 3.

 

2. Stammzell-Therapien und

Forschung an menschlichen Embryonen

Supermarktkasse. Jemand tippt mir von hinten auf die Schulter. Ich sehe in das lachende Gesicht von Michael P. Er sieht gut aus. Ich frage, wie es ihm geht. Er sagt: „Gut – na ja, heute nicht ganz so.“ Ich weiß, dass es ihm nicht gut geht. Mi­chael hat die Parkinsonsche Krankheit. Obwohl er erst 40 ist. Ich frage, wie seine Aussichten sind für die Zu­kunft. Da sagt er: „Das hängt ganz sehr davon ab, wie Ihr Euch als Kirche positioniert, ob in Deutschland Stammzell-Therapien entwi­ckelt werden können. Die sind meine große, aber auch meine letzte Hoffnung.“

Worauf gründet sich konkret die Hoffnung, dass eines Tages mit Hilfe von Stammzellen Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer oder Multiple Sklerose geheilt, durchtrenntes Rückenmark geflickt oder durch einen Infarkt zerstörte Herz­muskeln gekittet werden könnten?

fraueizelle31998 haben Mediziner im Labor Zellen züchten können, mit deren Hilfe Heilungsmöglichkeiten eröffnet werden sollen für Krankheiten und Organstörungen, die sich bisher nicht ursächlich heilen lassen. Bei diesem „Wunderelixier“ han­delt es sich um menschliche „embryonale Stammzellen“. Embryonale Stammzellen zeigen einige bestechende Eigen­schaften. Zum einen kann man sie im Labor offenbar über lange Zeiträume aufbewahren. Sie erweisen sich zu­dem als gut vermehrungsfähig. Und vor allem – deswegen sind sie so in­teressant – befinden sich diese Zellen noch in einem so frühen Entwick­lungsstadium, dass sie sich noch nicht entschieden haben, welchen „Beruf“ sie später im menschlichen Körper ausüben wollen – die Zellen sind noch „pluripotente“ „Alleskön­ner“, die sich noch zu jedem der 200 unterschiedlichen Zelltypen speziali­sieren können, die im menschlichen Körper vorkommen. Diese Eigen­schaft hofft man sich zunutze zu ma­chen, um mit Hilfe solcher Zellen passgenau Ersatzgewebe zu züchten als Hilfe für Menschen, bei denen le­benswichtige Organe zerstört sind oder versagt haben.

Auf dem nebenstehenden Bild (obere Hälfte) ist dieser Weg angedeutet. Embryonale Stammzellen werden in Laborgefäßen mit Nährstoffen ver­sorgt und vermehrt. Indem man be­stimmte Substanzen (z.B. Hormone) zugibt, wird bewirkt, dass sich alle Zellen der Zellkultur in eine be­stimmte Richtung entwickeln – sie spezialisieren sich zu Blutzellen, Herzzellen oder Nervenzellen. Im Falle eines Parkinsonkranken ist der Stoffwechsel der Zellen in bestimm­ten Gehirnbereichen gestört – sie stellen das notwendige Hormon Dopamin nicht mehr her. Aus Stammzellen gezüchtete, junge, funktionsfähige Nervenzellen würden durch einen ope­rativen Eingriff in die geschädigten Gehirnbereiche eingebracht in der Hoffnung, dass sie dort anwachsen, sich vor Ort weiter teilen und die verloren gegangene Funktion wieder aufnehmen.

Das alles ist bisher ein schöner Traum. Zwar gibt es erste hoffnungsvolle Ergebnisse im Tierversuch. Aber ob sich diese Ergebnisse auch auf menschliche Zellkulturen übertragen lassen, und ob im Ergebnis Zelltherapien entwickelt werden können, die Heilerfolge versprechen und die keine unerwünschten Neben- und Folgewirkungen mit sich brin­gen – darüber kann heute nur spekuliert werden.

2009 wurde berichtet, dass es gelungen sei, aus menschlichen embryonalen Stammzellen rote Blutkörperchen sowie funktionsfähige Gehirnstammzellen herzustellen.

2.1. Stammzellen aus menschlichen Embryonen ?

Eine kritische Frage erhitzt allerdings schon seit einigen Jahren heftig die Gemüter: Woher kommen die begehrten Stammzellen für die Forschung? In der ethischen Diskussion umstritten ist vor allem die Verwendung einer bestimm­ten Art von Stammzellen, der schon angesprochenen „embryonalen Stammzellen“ („embryonal“, weil sie sich in einem menschlichen Embryo gebildet haben, und Stammzellen, weil von ihnen alle späteren sehr unterschiedlichen Körper­zellen ab-„stammen“).

Embryonale Stammzellen entstehen, wenn eine befruchtete Eizelle sich zu teilen beginnt und zu einem Embryo entwi­ckelt. Etwa am fünften Tag besteht der Embryo aus einer äußeren schützenden Hülle, und in seinem Inneren befinden sich etwa einhundert dieser begehrten Zellen. Sie werden für Forschungszwecke (und vielleicht auch später zum Ein­leiten einer Zelltherapie) dem Embryo entnommen und im Laborgefäß weiter kultiviert. Der Embryo ist nach dem Ein­griff nicht mehr lebensfähig.

Im oben dargestellten Bild sind im unteren linken Teil verschiedene Möglichkeiten zur Herkunft embryonaler Stamm­zellen aufgezeigt.

Ein Weg ist die Nutzung von so genannten „überzähligen“ (auch „verwaisten“) Embryonen aus der künstlichen Be­fruchtung. Kinderlos gebliebene Paare nehmen immer häufiger die Angebote der modernen Medizin in Anspruch und versuchen, im Reagenzglas eine erfolgreiche Befruchtung zu erreichen. Es kommt aber in seltenen Fällen vor, dass zwar ein Embryo entstanden ist (der vielleicht tiefgefroren wurde), aber der notwendige zweite Schritt für seine Ent­wicklung zu einem Kind, nämlich die Einpflanzung in die Gebärmutter der Frau, nicht mehr möglich ist (z.B. wegen Krankheit oder Tod der Frau, Trennung des Paares). In der EU lagerten 2003 mehrere hunderttausend eingefrorene Embryonen; in Deutschland wurden 2001 214 Embryonen als Notfallmaßnahme eingefroren, zusätzlich 55463 be­fruchtete Eizellen im so genannten „Vorkernstadium“ (zum Zeitpunkt, bei dem die Samenzelle bereits in die Eizelle eingedrungen ist, die beiden Zellkerne aber noch nicht miteinander verschmolzen sind). In Fällen, wo das (nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz) einzig zulässige Ziel einer künstlichen Befruchtung nicht mehr verwirklicht wer­den kann, gibt es für solche „übriggebliebenen“ Embryonen nur noch eine Perspektive, nämlich sie aufzutauen und sterben zu lassen. Es ist rechtlich nicht zulässig, wird aber heiß diskutiert, ob man in einzelnen Ausnahmefällen dann nicht doch Forschung für medizinisch wichtige Zielstellungen zulassen sollte. In anderen Ländern darf unter strengen Auflagen auf solche Embryonen zugegriffen werden.

Eine zweite mögliche, in Deutschland zulässige, aber ethisch auch umstrittene Quelle für embryonale Stammzellen ist die Gewinnung aus dem Gewebe abgetriebener Feten.

Eine dritte Möglichkeit hat sich mit der Methode des so genannten „therapeutischen Klonens“ eröffnet (siehe Kap. 1.4.)

Die in manchen Medienberichten suggerierte Möglichkeit zur Züchtung kompletter Organe aus Stammzellen ist noch eine sehr kühne und weit in die Zukunft verlängerte Vision. Viele Teil-Schritte auf dem aufge­zeigten Weg sind aller­dings im Tierversuch schon erfolgreich absolviert wor­den. Und seit 1998 gibt es auch stabil gezüchtete menschliche Stamm­zell-Kulturen, die kommerziell angeboten werden und beispiels­weise in Deutschland (wo ihre Her­stellung ver­boten ist) für Forschungszwecke eingesetzt werden könnten.

Ob der Weg über embryonale Stammzellen eines Tages zur erfolgreichen Züchtung von Ersatzgewebe für Men­schen mit Organversagen führen wird, ist völlig ungewiss: Sind die Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen über­tragbar? Lässt sich die Abstoßung des übertragenen Gewebes verhindern? Kann es zu einem unkontrollierten Wachstum von übertragenen Zellen im Körper des Empfängers kommen?
Deshalb sprechen manche Beobachter statt von „therapeutischem“ Klonen derzeit lieber vom „Forschungsklonen“, um den Status der Grundlagenforschung zu betonen. Selbst Optimisten rechnen damit, dass frühestens in fünf Jahren erste klinische Tests erfolgen könnten, und dass erst in 20 bis 30 Jahren eine breite Anwendung in der „Ersatzteilme­dizin“ erfolgen könnte.

3. Absoluter Schutz für menschliche Embryonen? -

3.1. Auf der Suche nach ethischen Kriterien und rechtlichen Regelungen für therapeutisches Klonen und Stammzellforschung

Ganz klar ist: „Überzählige“ Embryonen aus der künstlichen Befruchtung tragen in sich das Potenzial, sich im Leib ei­ner Frau zu einem ganzen Menschen zu entwickeln, und sind nach dem Embryonenschutzgesetz absolut geschützt. Auch beim therapeutischen Klonen hat man es – in einem Zwischenstadium – mit einem mensch­lichen Embryo zu tun. Aus diesem Grunde ist nach dem Embryonenschutzgesetz in Deutschland auch diese neue Variante des Klonens nicht zulässig (Verbot der fremdnützi­gen Verwendung von Embryonen).
Der Deutsche Bundestag hat 2002 entschieden, dass die Gewinnung von Stamm­zellen aus Embryonen in Deutschland weiterhin verboten bleibt, aber gleichzeitig zugelassen, dass embryonale Stammzellen, die im Ausland vor dem 1.1.2002 gewonnen wurden, unter strengen Auflagen auch von deutschen Forschern genutzt werden dürfen.

Bereits heute stehen weltweit in verschiedenen Labors stabil gezüchtete Kulturen menschli­cher embryonaler Stamm­zellen zur Verfügung, die auch deutschen Forschern angeboten werden. Mit diesen bereits vorhandenen Zellen – die sich im Labor beliebig vermehren lassen – könnten wahrscheinlich wichtige Erkenntnisse für die Grundlagen­forschung (z.B. für die an­gestrebte „Rückprogrammierung“ adulter Stammzellen) gewonnen werden, und evtl. könnte aus ihnen später auch Ersatz-Gewebe für Organtherapien bereitgestellt werden. Problema­tisch bleibt der Weg, der zur Herstel­lung dieser Stammzellkulturen gewählt wurde: sie wur­den aus „überzähligen“ Embryonen gewonnen.
Der Deutsche Bundestag hat sich im Februar 2003 mit großer Mehrheit dafür ausgespro­chen, sowohl das reproduk­tive als auch das therapeutische Klonen zu verbieten; die Bundes­regierung sollte in diesem Sinne bei der UNO aktiv werden. Anfang 2005 ist in der UNO eine Empfehlung gegen das Klonen von Menschen angenommen worden. Die Regierungen werden darin weltweit aufgefordert, alle Formen des menschlichen Klonens zu untersagen; auch thera­peutisches Klonen soll verboten werden. Die Empfehlung ist allerdings unverbindlich.

In Großbritannien dagegen ist – übrigens auch mit Unterstützung der Staatskirchen von England und Schott­land – das „therapeutische Klonen“ im Jahre 2002 für Zwecke der Grundlagenforschung unter strengen Auflagen zu­gelassen worden. Auch in Belgien, Israel, Singapur und einigen Bundesstaaten der USA ist das Klonen für biomedizinische Forschung erlaubt, in Schweden und Japan befinden sich entsprechende Gesetzentwürfe in der parlamentarischen Beratung. Spanien und die Schweiz haben 2004 die Forschung an „überzähligen“ Embryonen aus der künstlichen Befruchtung zugelassen.

Die Frage nach der Zulässigkeit der Forschung an embryonalen Stammzellen und des therapeutischen Klonens wird überwiegend in Bezug auf den Status des Embryos diskutiert. Ist ein Embryo ein Mensch oder nicht? Wenn man tat­sächlich im frühen Embryo bereits einen Menschen sieht, verbietet sich jede Forschung.

In Deutschland regelt das Embryonenschutzgesetz, dass ein Embryo ab dem Zeitpunkt der erfolgreichen Befruchtung als Mensch gilt und damit der Menschenwürde teilhaftig ist. Diese Definition schließt sowohl die wissenschaftliche oder therapeutische Nutzung von „überzähligen“ Embryonen aus der künstlichen Befruchtung wie auch das thera­peu­tische Klonen aus.

Diskussionsbedarf – Wann beginnt menschliches Leben ?


1. Deutschland:
„Als Embryo … gilt bereits die befruchtete, entwicklungsfähige menschliche Eizelle vom Zeitpunkt der Kern­verschmelzung an, ferner jede einem Embryo entnommene totipotente Zelle, die sich bei Vorliegen der dafür erfor­derlichen weiteren Voraussetzungen zu teilen und zu einem Individuum zu entwickeln vermag.(Embryonenschutz­gesetz vom 13.12.1990)

2. Israel:
Es gibt eine Strömung in der jüdischen Philosophie, die sagt, dass dem Embryo erst nach 49 Tagen Leben einge­haucht wird; entscheidend aber ist die Festlegung, dass der Embryo außerhalb des Mutterleibs nach jüdischem Glauben prinzipiell nicht als eigenständige Seele gilt; bevor der Mutter die befruchtete Eizelle eingepflanzt wird, kommt ihr nach jüdischem Verständnis keine Menschenwürde zu
(Zeit-Dokument 1/2002: Stammzellen, S.25)

3. Großbritannien:
in der britischen Gesetzgebung maßgebende Ansicht: das Menschsein beginnt mit der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter 14 Tage nach der Befruchtung (Beginn der Schwangerschaft; ab jetzt wechselseitige Beziehung zwischen Mutter und Kind); Standpunkt auch der christlichen Staats­kirchen in England und Schottland
(Zeit-Dokument 1/2002: Stammzellen, S.72)

In Großbritannien und Israel z.B. wird dies anders gesehen. Embryonen dürfen hier bis zum 14. Tag nach der Befruch­tung zur For­schung verwendet werden. Das bedeutet, dass der Embryo hier noch nicht als Mensch im Voll­sinne betrachtet wird, und dass – in einer Güterabwägung – der er­hoffte Nutzen der Forschung über die mögli­chen Gefahren gestellt wird.

An dieser Stelle sei auch daran erinnert, dass die immer wieder erhobene Forderung nach einem absoluten Schutz menschlichen Lebens auch in seinen frü­hen Entwicklungsstadien in unserer Gesellschaft nicht immer konsequent durchgehalten wird.

Papst Benedikt XIV.:
Embryonen sind von Anfang an, also auch vor der Einnistung in die Gebärmutter, als unbedingt schützenswertes Leben zu betrachten; menschliches Leben beginnt im Moment der Empfängnis und muss von An­fang an respektiert und geschützt werden; die Befruchtung im Reagenzglas wird grundsätzlich abgelehnt, weil nicht alle dabei entstehenden Embryonen in die Gebärmutter eingepflanzt werden
(Gen-ethischer Informationsdienst, Heft 175 April/Mai 2006 S.55)

absoluter Lebensschutz?

„…Grundsatz, das Lebensrecht und den Lebensschutz menschlicher Embryonen von Anfang an zu gewährleisten…“
(Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland Erklärung 22.2.02)

ABER:
Wir akzeptieren Ausnahmen in Rechtssprechung und Lebenspraxis:

Beispiel 1: Schwangerschaftsverhütung
(Verwendung von Mitteln, die die Einnistung eines wenige Tage alten Embryos in der Ge­bärmutter ver­hindern; z.B. „Spirale“, „Pille danach“; keine Begründung und Güterabwägung erforderlich)
Beispiel 2: Schwangerschafts-Abbruch
(= Tötung des Embryos / Fetus in späteren Entwicklungsstadien; bleibt in Ausnahmefällen straffrei; exi­stenzieller Konflikt; Abwägung zwischen dem Lebens­recht des Embryos und den Lebensinteres­sen der Mutter)

Die christlichen Kirchen bestehen heute auf einem absoluten Lebensschutz für das ungebo­rene Leben vom Beginn an. Das war aber nicht immer so. In der Bibel (vgl. Ex 21, 22) und bis in die Neuzeit hin­ein galt der Embryo nicht als vollwertiger Mensch. Dennoch entspricht es der Logik einer zeitgemä­ßen Auslegung der Bibel, den Schutz und die Achtung vor dem menschlichen Leben so weit auszu­dehnen wie nur möglich.

Wir werden in Europa noch eine Weile mit solch unterschiedlichen ethischen Optionen leben müssen. Problematisch wäre allerdings eine Haltung, die Forschung an Embryonen im eigenen Land strikt ablehnt, aber die Ergeb­nisse aus­ländischer Forschung nutzt, wie es bei der Entwicklung der Metho­den der künstlichen Be­fruchtung geschehen ist.

Ist der Schutz des Embryos – unabhängig von der konkreten Zielstellung – eine absolute Grenze, die unverrückbar bleiben sollte, oder darf – mit Blick auf konkrete Heilungschancen für Patienten (z.B. Querschnittsgelähmte, Leber­kranke, Diabetiker, Parkinson-Patienten) un­ter Verwendung körpereigener Zellen – beim „therapeutischen Klonen“ und der Gewinnung von embryonalen Stammzellen das notwendige „Durchgangsstadium Embryo“ in Kauf ge­nom­men werden?

Worauf stützen wir unsere Argumente? Auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse? Auf mora­lische Intuitionen? Auf mögliche Folgen? Auf welchen Glauben?

Wie ist das Argument des Dammbruches zu bewerten? Kann man z.B. zulassen, dass bis zum 14. Tag geforscht wer­den darf, oder führt das zwangsläufig dazu, dass man auch an allen ande­ren Menschen gegen deren Willen forscht?


3.1. Gibt es Alternativen zur Forschung an embryonalen Stammzellen?

 In verschiedenen Entwicklungsstadien im menschlichen Leben gibt es Stammzellen, die unterschiedliche Eigen­schaften haben. Sie werden als – ethisch weniger problematische – Alternative zum Einsatz von embryonalen Stamm­zellen ins Gespräch gebracht und in der Forschung auch intensiv untersucht.

Im Bild (Seite 16) sind auf der rechten Seite verschiedene Zugänge zu solchen „adulten“ Stammzellen auf­gezeigt; die folgende Übersicht soll wichtige Unterschiede verdeutlichen).

 

Stammzellen

Es gibt verschiedene „Stammzellen“. Mindestens drei Arten sind zu unter­scheiden:

1. „totipotente“ Stammzellen (dazu rechnen die befruchtete Eizelle und die sich aus ihr ent­wi­ckeln­den embryonalen Zellen bis etwa zum Stadium eines Acht-Zell-Häufchens; sie tragen in sich das Poten­zial zum He­ranwachsen eines ganzen Organismus, sind noch „allseitig entwick­lungs­fähig“; „totus“=ganz);

2. „pluri­potente“ Stammzellen (kommen in Embryonen am vierten bis sieb­ten Tag der Entwick­lung vor, daher auch „embryonale“ Stammzellen genannt; können sich noch zu „vie­len“ (allen) verschiedenen Or­ganzel­len spezialisieren, nicht aber allein zu einem kompletten Organismus entwickeln; lassen sich im Labor in Nährlösung gut aufbewahren und vermehren);

3. gewebespezifische, auch „adulte“ Stammzellen (sind auch im Körper „er­wachsener“ Men­schen vor­handen; bilden durch Teilung normaler­weise nur noch eine bestimmte Zellart in den Organen, können aber wahrscheinlich auch zu anderen Zelltypen ausreifen [= „multipo­tent“]; werden bereits seit 40 Jahren bei der Behandlung Leukämiekranker mit Blutstamm­zellen aus dem Knochenmark genutzt; bisher ge­stalten sich die Gewinnung der selten vor­kommenden adulten Stammzellen und ihre Vermehrung unter Laborbedingungen schwie­rig)

Stammzellen lassen sich auch ohne die Klonierungs-Technik gewinnen:

A) aus dem Gewebe von überzähligen“ Embryonen nach künstlicher Be­fruchtung (die sich zwar er­folgreich entwickelt haben, aber nicht mehr in den Körper der Frau eingesetzt werden können) oder aus ab­getrie­be­nen Föten,

B) aus Nabelschnurblut unmittelbar nach der Geburt,

C) aus Körperzellen Erwachsener („adulte“ Stammzellen.; z.B. aus Blut oder Nervengewebe)
Zumindest die Wege B) und C) wären ethisch weniger bedenkliche Quellen des Zugangs zu den be­gehrten Zellen.

Aus biologischer Sicht spricht für die Nutzung embryonaler Stammzellen, dass sie

  • im Labor gut kultiviert und relativ einfach vermehrt werden können
  • sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befinden, gewissermaßen noch „Alleskönner“ sind, die sich zu jeder gewünschten Zellart spezialisieren lassen.

„Adulte“ Stammzellen und andere Stammzellen aus späteren Entwicklungsstadien des Menschen haben derzeit (noch?) folgende Nachteile:

  • Sie lassen sich im Labor bisher praktisch nicht vermehren (mit blutbildenden Stammzellen aus dem Knochen­mark versucht man das schon seit Jahrzehnten – bisher ohne durchschlagende Erfolge).
  • Adulte Stammzellen erfüllen normalerweise im Körper nur noch eine Aufgabe, nämlich in dem Organ, in dem sie sich befinden, Ersatz für genau (und nur) die Zellen dieses Organs zu liefern. Man weiß zwar inzwischen, dass sie eine gewisse Flexibilität besitzen und sich in anderer Umgebung auch zu anderen Zelltypen entwi­ckeln zu können (aber begrenzt auf vielleicht 10 verschiedene Zelltypen).

Ob es gelingen kann, auch adulte Stammzellen durch einen „Jungbrunnen“ zu schicken, sie so weit „rückzuprogram­mieren“, dass sie die Fähigkeiten embryonaler Stammzellen erlangen können, ist nach neuesten Meldungen zwar möglich, konnte aber wohl nur gelingen, weil parallel Grundlagenforschung an embryonalen Stammzellen durchge­führt wurde, um die dort wirksamen biologischen Vorgänge zu verstehen und die Erkenntnisse dann an adulten Stammzellen anzuwenden.

Adulte menschliche Stammzellen fit gemacht, Zell-Uhr zurückgedreht

+ menschliche Stammzellen gewonnen durch Rückprogrammierung – ohne Nutzung von Embryonen
(iPS = induzierte pluripotente Stammzellen)
+ japanische und US-Forscher parallel gleiche Entdeckung gemacht
+ Umwandlung schon zuvor mit Mäusezellen gelungen
+ Hautzellen mit Retro-Viren geimpft, 4 Gene werden zusätzlich in den Zellkern eingeschleust;
die 4 neuen Gene sind aktiv, produzieren 4 Proteine, die den Zellstoffwechsel verändern;
das führt zu einer „Verjüngung“ der Zellen; sie zeigen nach 25 Tagen Verhalten wie embryonale Stammzellen
+ in Gehirn-, Muskel-, Knorpel- und Herzzellen umgezüchtet
+ noch unklar:
Haben diese Zellen wirklich das gleiche Potenzial wie embryonale Stammzellen?
Sie sind Viren-verseucht, sind sie evtl. auch krebsauslösend?
+ ist die Forschung mit embryonalen Stammzellen nun überflüssig?
solche Forschung war hier und ist wohl auch weiter zusätzlich wichtig für Verständnis und Vergleich der Abläufe in
Zellen
(Spiegel 48/07 S. 158ff; taz 22.11.07)

+ US-Forscher haben Hautzellen von Mäusen zu Stammzellen zurückprogrammiert und damit erfolgreich
eine Blutkrankheit behandelt; angeborene Sichelzellenanämie;
durch diese experimentelle Therapie deutliche Verbesserung erreicht
(taz 7.12.07)

+ seit 2009 genügt ein kurzes Bad in einem „Eiweißcocktail“, der aus den vier wesentlichen Proteinen besteht; Technik: protein induced pluripotent stem cells = piPS;
Wie eines Tages der Weg in die Kliniken aussehen könnte, demonstrierten kalifornische Forscher am vergangenen Sonntag: Sie verwandelten Zellen von Patienten mit einer erblichen Knochenmarkserkrankung in iPS-Kulturen (allerdings noch nicht per Proteincocktail). In diesen wurde der krankmachende Gendefekt behoben, und aus ihnen wurden Vorläuferzellen gezüchtet, wie sie im Knochenmark für die Neubildung von Blut- und Immunzellen zuständig sind. Heilung aus dem körpereigenen Jungbrunnen.
Erlangte dieses Verfahren Anwendungsreife, böte es Therapien für erbliche Leiden und könnte auch den chronischen Mangel bei Knochenmarkspenden beenden. Natürlich betonen Grundlagenforscher, dass bis zur Therapie noch viele Detailfragen zu klären seien.
Aber schon heute zeichnet sich ab, dass es eben nicht aus Embryonen gewonnene Zellen, sondern durch Rückverwandlung gewonnene Stammzellen sein werden, die bald als neuartige Behandlungen in die Kliniken Einzug halten werden.
Auch vor zehn Jahren befanden schon alle Fachleute, dass eine Technik zur Reprogrammierung von Körperzellen die beste Lösung darstellen würde. Nur erschien das utopisch. …
Waren die ES-Experimente vergeblich oder gar unnötig? Nein. Der Durchbruch zur iPS- und piPS-Technik wurde durch die Erkenntnisse aus der ES-Zellforschung erst ermöglicht. Und paradoxerweise machen sie diese dadurch nun überflüssig.
(Die Zeit 4.6.09 Nr. 24-2009 S.33;
gesamter Text unter: http://www.zeit.de/2009/24/M-Stammzellentherapie?page=all)

Konsequent-inkosequent ist daher auch der aktuelle Beschluss der Synode der EKD zur Stammzellforschung:

Beschluss der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland am 7.11.07
zur Stammzellforschung

„Die Synode der EKD bekräftigt, dass die EKD die Zerstörung von Embryonen zur Gewinnung von Stammzelllinien für die Forschung ablehnt.
Die gesetzliche Regelung in Deutschland verbindet das Bemühen, Anreize für diese Zerstörung auszuschließen, mit der Bereitschaft, Grundlagenforschung mit bereits existierenden Stammzelllinien zuzulassen, auch um die dabei ge­wonnenen Forschungsergebnisse für die ethisch unbedenkliche Forschung mit adulten Stammzellen zu nutzen.
Die Verunreinigung der vor dem gesetzlichen Stichtag (1. Januar 2002) gewonnenen Stammzelllinien hat zu Forde­rungen nach einer Aufhebung jeder Stichtagsregelung zugunsten einer Einzelfallprüfung bzw. nach einer Verschie­bung des Stichtages geführt.
Die EKD-Synode hält eine Verschiebung des Stichtages nur dann für zulässig,
+ wenn die derzeitige Grundlagenforschung aufgrund der Verunreinigung der Stammzelllinien nicht fortgesetzt werden
kann und
+ wenn es sich um eine einmalige Stichtagsverschiebung auf einen bereits zurückliegenden Stichtag handelt.
Zudem sollten die Mittel für die Forschung an adulten Stammzellen deutlich erhöht werden.“

Der deutsche3 Bundestag beschloss am 11.4.2007, den Stichtag im Stammzellgesetz von 2002 einmalig zu verschieben. Die neue Regelung ermöglicht deutschen Forschern der Zugang zu Zellkulturen, die vor dem 1.5.2007 entstanden sind. Ein vollständiges Verbot der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen lehnte der Bundestag erneut ab.

3.2. Fließende Grenzen?

Durch die vielfältigen Möglichkeiten einer Einflussnahme auf die Zellen unter den künstlichen Bedingungen im Labor lassen sich oft keine eindeutigen Grenzen mehr festlegen. Das Entwicklungsvermögen einer Zelle ist nicht mehr allein aus sich selbst heraus zu begreifen, sondern „kontextuell“ (durch die Umgebung beeinflusst) und „relational“ (nur in Beziehungen zu verstehen). Ohne die Umstände, unter denen eine Zelle gedeiht, ohne die „Zutaten“ und Eingriffs­möglichkeiten etwa des Biochemikers ist das wahre Potenzial einer Zelle nicht mehr zu verstehen. So gelang es, aus embryonalen Stammzellen (der Maus), die eigentlich nur „pluripotent“ sein sollten, sowohl Eizellen als auch Samen­zellen zu züchten, die sich auch als zeugungsfähig erwiesen – damit waren sie aber „totipotent“ ge-(macht)worden. Es erscheint durchaus möglich, dass bald auch „adulte“ Stammzellen oder gar  normale Körperzellen zum Stadium der Totipotenz „rückprogrammiert“ werden könnten.

Sind auch sie dann als „potenzielle Embryonen“ zu schützen?

Oder sollten künftig alle Produkte der Labor-Kunst grundsätzlich anders bewertet werden als natürlich entstandene menschliche Embryonen und ihre Zellen?
klonscherz

 

4. Anhang:

 

Faule Kompromisse, Doppel-Moral ?

a) Entscheidung des Deutschen Bundestages zum Import von Stammzellen (Januar 2002):
Gewinnung von embryonalen Stammzellen aus „überzäh­ligen“ Embryonen (nach Retorten-befruchtung) ist und bleibt in Deutschland verboten;
ABER:
der Import von Stammzellen, die im Ausland bereits zur Verfügung stehen und aus „überzähligen“ Embryonen ge­won­nen wurden, ist für begrenzte Forschungszwecke zu­gelassen

b) Forderung nach klarem Verbot der Forschung an Stammzellen, die in Deutschland oder im Ausland aus mensch­li­chen Embryonen gewonnen wurden
ABER:
Wenn mit Hilfe solcher Forschungen dann doch eines Ta­ges anwendungsreife Heilungsmöglichkeiten für schwere Er­krankungen zur Verfügung stehen – werden diese dann nicht selbstverständlich auch für Patienten in Deutschland genutzt werden?

Evangelische Kirche in Deutschland:
Kein einheitlicher Standpunkt über den Beginn menschlichen Lebens

Ein Teil der Kammer-Mitglieder sieht den Embryo bereits von der Befruch-tung der Eizelle an als einen sich entwi­ckelnden Menschen, der durch das Grundgesetz (Artikel 1 und 2) geschützt ist.

Andere sprechen vom vorgeburtlichen Menschsein nur dann, wenn die äußeren Umstände für eine Ent­wicklung gege­ben seien. Darunter sei insbesondere die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Ge­bärmutter zu verstehen.

(Studie der Kammer für öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland

„Im Geist der Liebe mit dem Leben umgehen“ 13.8.2002)

 

Der Mensch – sein eigener Schöpfer?

Argumente und Denk-Anstöße aus der biblisch-christlichen Tradition

1. der Mensch in der Schöpfung
a) Staunen und Danken
“Herr, wie sind deine Werke so groß und viel. Du hast sie weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“ (Psalm 104,24); „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ (Psalm 8,5);
der Mensch als Geschöpf unter anderen Geschöpfen; Staunen über die Fülle und Vielfalt der Werke Gottes; Dankbar­keit für das Geschenk des Daseins; Annäherung an die Schöpfung in Demut und Zurückhaltung: „die Welt Gut-sein-lassen“
b) Entdecken und Gestalten
„Macht euch die Erde untertan“ (1.Mose 1,28); „bebaut und bewahrt sie“ (1.Mose2,15);
der Mensch darf die Natur erkennen, er darf sie umgestalten und nutzen, aber diese Welt soll ein Garten bleiben und nicht zur Wüste verkommen; die Herrschaft über andere Menschen ist ihm nicht aufgetragen
c) halb Engel und halb wildes Tier
“Gott der Herr gebot dem Menschen: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkennt­nis des Guten und Bösen sollst du nicht essen“ (1.Mose2,16f); „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten“ (1.Kor.6,12); die Bibel hat ein realistisches Menschenbild: Menschen sind fehlbar, halten gesetzte Grenzen nicht ein

2. Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen
„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde“ (1.Mose1,27; siehe auch 1.Mose9,6 und Psalm 8,5ff)
das biblische Menschenbild; der Mensch als Geschöpf mit besonderer Stellung und Verantwortung; Leben und Dasein als Geschenk; der Mensch als endliches Wesen; mit Grenzen und Beschränkungen leben; Leid, Krankheit, Behinde­rungen gehören zu unserem Leben; in der Gottebenbildlichkeit gründet auch die Menschen-Würde;
Mensch von Anfang an: „Du hast mich gebildet im Mutterleibe, deine Augen sahen, wie ich entstand“ (Psalm 139,13+16; auch Hiob10,10f)
3. Rechtfertigung
Gottes vorbehaltlose und bedingungslose Zuwendung zu jedem Menschen; Anerkennung als Mensch ist von keinen Eigenschaften abhängig, gilt auch für Kranke und Behinderte, Sterbende und Ungeborene

4. Tötungsverbot
“Du sollst nicht töten“ (2.Mose20,13; 1.Mose 9,6); schützt den Menschen als Person

5. Auferstehungshoffnung
Hoffnung, die über Leid, Krankheit und Tod hinaus tragen kann; gegen Heils-Versprechen und Heils-Erwartungen an­gesichts des medizinischen Fortschritts;

Wann beginnt menschliches Leben?

diskutierte Einschnitte in der Menschwerdung:

 

  • Entschluss von Eltern, ein Kind haben zu wollen
  • Eindringen der Samenzelle in die Eizelle
  • Verschmelzung von Ei- und Samenzelle
  • Ausschluss natürlicher Mehrlingsbildung und die damit verbundene endgültige Individuation (10.-14.Tag)
  • Einnistung des Embryos in die Gebärmutter (10.Tag)
  • Ausbildung des Primitiv-Streifens (14.Tag)
  • Organ- und Gestaltbildung abgeschlossen (Ende des dritten Schwangerschaftsmonats)
  • Ausbildung von Hirnstrukturen
    („Hirnleben-Kriterium“ in Anlehnung an das Hirntod-Kriterium bei der Organtransplantation; Synapsen als Ver­bin­dungen zwischen Nervenzellen; frühestens ab 70. Tag nach der Befruchtung; dieser Zeitpunkt kann mit Ultraschall hinreichend genau festge­stellt werden)
  • Auftreten von (Schmerz-)Empfindungsfähigkeit (etwa vierter Lebensmonat)
  • erste von der Schwangeren wahrgenommene kindliche Bewegungen
  • Überlebensfähigkeit außerhalb der Gebärmutter
  • Geburt
  • erster Atemzug (jüdischer Kulturkreis)
  • Zustimmung des Vaters
  • Ausbildung der Fähigkeit zur Zeiterfahrung
  • Ausbildung eines Selbstbewusstseins
    (Ethik in der Medizin, Reclam 2000, S. 135, 138, 150, 165)

 

Meinungsbildung im Nationalen Ethikrat in Deutschland:
Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken

(Stellungnahme 13.9.2004)

1) Klonen zu Fortpflanzungszwecken:

Votum: „Der NER spricht sich einstimmig für ein weltweites Verbot des Klonens von Menschen zu Fortpflanzungszwe­cken … aus. Ebenso einmütig ist der NER der Auffassung, dass das Klonen von Menschen zu Fortpflanzungszwecken nicht nur mit Rücksicht auf den gegenwärtigen Stand von Wissenschaft und Forschung, sondern unbedingt abgelehnt werden muss.“

Argumente (Auswahl):

  • Beim Klonen zu Fortpflanzungszwecken wird die genetische Ausstattung absichtlich von Dritten so festgelegt, dass sie mit derjenigen eines bereits lebenden oder verstorbenen Menschen identisch ist. Damit verstößt das Fortpflanzungsklonen gegen das Selbstverständnis und die grundlegenden Werte einer Gesellschaft, die sich auf die Achtung der Unverfügbarkeit jedes Menschen gründet.
  • Wenn Fortpflanzungsklonen von dem Ziel bestimmt wird, Menschen herzustellen, die den Vorstellungen und Er­wartungen ihrer „Produzenten“ entsprechen … kommt es zu einer mit dem Respekt vor der Menschenwürde un­vereinbaren Instrumentalisierung.
  • Klonen zu Fortpflanzungszwecken ist mit dem Bestreben verbunden, das Kopieren vorhandener Genome zu nut­zen, um Menschen mit bestimmten gewünschten genetischen Eigenschaften auszustatten. Gefördert und verwirk­licht wird damit der Versuch einer positiven Eugenik.
  • Klonen zu Fortpflanzungszwecken verletzt mit der absichtlichen Festlegung der genetischen Ausstattung den Re­spekt vor der freien Entfaltung der Persönlichkeit und der Selbstbestimmung des Einzelnen. Diese müssen schon zu einem Zeitpunkt gesichert sein, zu dem die Ausübung der Selbstbestimmung noch nicht möglich ist.
  • Fortpflanzungsklonen verletzt die im menschlichen Selbstverständnis verankerte Vorstellung davon, wie Men­schen entstehen sollen.
  • Fortpflanzungsklonen führt zur Auflösung bislang selbstverständlicher Verwandtschafts- und Generationenver­hält­nisse. Beziehungen mit zentraler Bedeutung für die soziale Identifikation werden so unklar.
  • Klonexperimente … unter den gegenwärtigen Bedingungen … hoher Verbrauch an Eizellen; gesundheitliches Ri­siko für Frauen, Gefahr von Instrumentalisierung und Kommerzialisierung
  • Fortpflanzungsklonen im Tierversuch bisher mit hohem Risiko schwerster Gesundheitsschäden und Fehlbildun­gen verbunden; hohe Rate an Fehlgeburten
  • zumindest in der Forschungsphase wären Menschenversuch unumgänglich

2) Klonen zu Zwecken der biomedizinischen Forschung:

Votum A): Beibehaltung des Verbots des Forschungsklonens (5 Unterzeichner)

Votum B): Begrenzte Zulassung des Forschungsklonens (12 Unterzeichner)

Votum C): Verbot des Forschungsklonens zum gegenwärtigen Zeitpunkt (5 Unterzeichner)

 

Literaturangaben und Quellen:

gefunden bei: http://www.krause-schoenberg.de/SB15_klonen_stammzellen.htm

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…danke an TA KI

Gruß an die “Artenvielfalt”qual-der-wahl

Der Honigmann

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HAARP_site.jpg.1000x297x1HAARP auf Alaska

Klima- und Gen-Waffen, Laser im All und Nanoroboter – was sich wie Science Fiction anhört, ist manchmal schon Gegenstand militärischer Forschung. Ein russischer Militärexperte klärt auf.

Klima-Waffen

In einem Beitrag für die neue Ausgabe der Wochenzeitung „WPK“ schreibt der russische Militärexperte Konstantin Siwkow, der interessanteste angewandte Bereich für die Entwicklung grundsätzlich neuer Waffensysteme beinhalte Methoden, um geophysische und Klima-Vorgänge zu beeinflussen. Derzeit werde in diesem Bereich intensiv geforscht, insbesondere in den USA.

Das bekannteste Beispiel sei das Projekt HAARP. Die auf Alaska stationierten Ultrahochfrequenz-Anlagen seien in der Lage, „Ionenwolken“ zu bilden, in denen dann Plasma entstehe. Ein Gefechtskopf oder ein Kampfjet, der in dieses Gebiet gerate, werde außer Stand gesetzt. Das Projekt sei ursprünglich als Raketenabwehrsystem konzipiert worden. In der Testphase habe es sich aber herausgestellt, dass auch das Wetter dadurch beeinflusst werden könne.

Vorerst lasse sich dieser Einfluss kaum prognostizieren. Bei gewissen Umständen könne daraus eine Katastrophe resultieren. Falls es doch gelinge, relativ präzise Prognosen zu liefern, werde das HAARP-Projekt zu einer effizienten Klima-Waffe. Für diese Zwecke bastle man an neuen Supercomputern, um wahrheitsgetreue Modelle zu erstellen, und sammle statistische Daten.

Tödliche Gentechnik

Von militärischer Bedeutung seien auch einige Gentechnik-Projekte, so Siwkow weiter. Es gehe darum, Lebewesen mit vorgegebenen Eigenschaften zu schaffen: „Militärisch relevante Entwicklungen auf diesem Gebiet zielen darauf ab, krankheitserregende Bakterien und Viren zu bekommen, und zwar mit hoch differenzierten Fähigkeiten in Bezug auf menschliche Rassen. Das heißt, krankheitserregende Mikroorganismen sollen nur für eine konkrete Menschengruppe je nach Rasse gefährlich sein. Solche Forschungen laufen derzeit in den USA“.

Es sei allerdings vorerst noch nicht gelungen, die angestrebte Rassen-Selektivität“ zu erzielen. Es gebe jedoch gewisse Fortschritte. Das seien bisher unbekannte Erreger, die für einige Rassen gefährlicher seien als für die anderen, schreibt Siwkow. Als Beispiele dafür betrachtet er die Erkrankungen wie SARS und die Vorgelgrippe.

Strahlung und Nanoroboter

Eine weitere Voraussetzung für die Entstehung einer neuen Waffen-Klasse sei die Entwicklung relativ kleiner Strahlungs-Generatoren. Im Rahmen der US-Raketenabwehr seien die Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet vorrangig.

 Als Ziele für die Ultrahochfrequenz-Strahlung betrachte man elektronische Systeme von Kampfjets und Marschflugkörpern. Effiziente Generatoren optischer und Röntgenstrahlung hätten den Weg zur Entwicklung von Laser-Waffen geebnet. Deren erste Exemplare stünden der US-Navy mittlerweile zur Verfügung. Künftig könne dies auch als Grundlage für neuartige Waffensysteme im All dienen. Es sei dafür allerdings nötig, die Atmosphäre ohne Energie-Verluste zu überwinden – diese Aufgabe sei noch nicht gelöst worden.

teufelEine wichtige wissenschaftliche Aufgabe sei auch, Anlagen von Nano-Ausmaßen zu entwickeln, die zur Selbstreproduktion fähig wären. Als Grundlage für grundsätzlich neue Waffensysteme sollen dabei laut Siwkow „Nanoroboter-Suspensionen“ dienen, die Militäranlagen des Gegners schnell zerstören und seine Soldaten töten könnten.

gefunden bei http://german.ruvr.ru/2013_05_21/Waffen-der-Zukunft-Ionenwolken-und-Nano-Killer/

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Gastbeitrag:

FREUNDE,

bedenkt meine stetigen Warnungen und Bedenken, die Realität sieht extrem grausamer aus, als sie hier aufgezeigt wird aber immerhin schon einmal angesprochen…!!

SCHÜTZT EUCH und EUER KINDER HIRN, wir alle haben nur das eine und es ist im Blickfeld der Begierde der PERVERSIONISTEN des Planeten, der GEORGIA GUIDESTONE CHARTA, NWO/SATANISTEN/ZIONISTEN  !!

BABS-I    KOMPLEXSYSTEM

Biophysical Anti Brainmanipulation System – Integration

http://german.ruvr.ru/2013_05_21/Waffen-der-Zukunft-Ionenwolken-und-Nano-Killer/

Über Wohl und Wehe der Wissenschaft haben wir gesprochen/gelesen,

WISSEN  ist ein NEUTRUM,  die GESELLSCHAFT ERST MACHT ES ZU “GUT”   oder “BÖSE “..

in der TAT aber haben wir eine der menschenverachtendsten, materiell geprägten, absolut ungleiche GESELLSCHAFT, in der sich in LOGEN und GEHEIMBÜNDEN pervertierte SEKTEN und EINZELPERSONEN, INSTITUTIONEN gegen das SEIN missbrauchen lassen, das ist eine Schande für das Leben auf diesem so wunderbaren/blauen Planeten…!!

Wir, die Eigentümer dieses BLAUEN PLANETEN, die der durch Mutter ERDE geschaffenen, basierenden DNA, die auf 7,83 Hz beruht, fordern von der extremen Minderheit der anderen DNA, nicht von diesem PLANETEN, nicht auf Mutter ERDE geprägten DNA:

Geht dorthin, woher ihr gekommen seid, zur HÖLLE und nehmt die sich schuldig gemachten gleich mit, wir wollen:

FRIEDEN für ALLE
FREIHEIT für ALLE
LUFT zum ATMEN für ALLE
WASSER als unabdingbares MENSCHENRECHT für ALLE
ESSEN für ALLE in ausreichender Form und Qualität

Gesundheit und Reproduktion des Menschen stehen an allererster Stelle, wer sich gegen die SCHÖPFUNG vergreift, wird genauso sterben, wie der, der das SCHWERT ergreift….!!

SCHÜTZT EUCH und EUER KINDER HIRN und LEBEN, wir wollen dieses Pack nicht aber noch müssen wir ES ertragen, weil wir alle uns eingelullt haben lassen,

MIND CONTROL ist keine Zukunftsmusik der boshaften ART, ist bitterste REALITÄT und sie begegnet uns täglich in ungeahnter LETHARGIE auf den STRASSEN, Massen voller Antriebslosigkeit, Gleichgültigkeit, verantwortungslos vor der ZUKUNFT unserer KINDER…!!

WACHET AUF oder STERBT als ZOMBIE   !!

LG aus der Ferne , der SCHÖPFUNG verpflichtet, “ET”   etech-48@web.de   egon tech

Gastbeitrag Ende.

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...danke an TA KI

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Gruß an die Rassen

Der Honigmann

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venter_mForscher um den Gen-Pionier Craig Venter haben in der Rekordzeit von 14 Tagen ein Virus aus der Retorte geschaffen.

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Fülle von Möglichkeiten? Künstliches Virus in Rekordzeit erzeugt

Forscher um den Gen-Pionier Craig Venter haben in nur 14 Tagen ein künstliches Virus geschaffen.

Von Gisela Ostwald, dpa

Rockville (dpa) – US-Forscher um den Gen-Pionier Craig Venter haben in der Rekordzeit von 14 Tagen ein Virus aus der Retorte geschaffen. Bei dem künstlichen Organismus handelt es sich um einen für Menschen und Tiere unschädlichen Erreger. Phi-X174, wie das seit Jahren bekannte Virus heißt, kann nur Bakterien infizieren. Im vergangenen Jahr hatte bereits ein anderes US-Team ein künstliches Virus präsentiert, dafür aber jahrelang experimentiert.

Wichtiger als Phi-X174 selbst ist das Verfahren, welches das Virus aus winzigen DNA-Schnipseln erzeugen half. Es verspricht nach Erwartung von Experten, einmal Mikroorganismen mit den unterschiedlichsten Aufgaben in Medizin, Umweltschutz und Energiegewinnung maßschneidern zu können.

«Venter ist schnell. Er hat sich wieder einmal als der Michael Schumacher der Genforschung erwiesen», sagte der Leiter des Instituts für Bioethik an der Universität von Pennsylvania, Arthur Kaplan, der dpa.

Um die Bedeutung von Venters jüngster Arbeit deutlich zu machen, griff Kaplan zu einem weiteren Vergleich: Jene Forscher in Stony Brook (US-Staat New York), die 2002 nach dreijährigem Experimentieren das erste Virus künstlich geschaffen hatten, seien sozusagen die Gebrüder Wright – die Pioniere der Luftfahrt. «Venter aber ist der, der uns jetzt das erste Flugzeug geschenkt hat», erläuterte Kaplan.

Venter hatte vor einigen Jahren weltweit Aufsehen erregt, als er das internationale staatsfinanzierte Humangenom-Projekt mit seiner Firma überrundete und als erster eine grobe Blaupause vom Erbgut des Menschen vorlegte.

Nach dem Phi-X174-Muster dürften in einigen Jahren Mikroorganismen vom Fließband kommen, die die Giftstoffe im Atommüll abbauen, sagte Venter bei einer Pressekonferenz mit US-Energieminister Spencer Abraham am Donnerstagabend (Ortszeit). Das Ministerium hatte die Forschung mit finanziert. Denkbar sind dem Genforscher zufolge auch eigens entwickelte Bakterien, die Abwässer reinigen. Und Kohlekraftwerke könnten Mikroben in der Emissionskontrolle verwenden, um klimaschädliches Kohlendioxid zu zerstören, bevor es in die Atmosphäre gelangt, zählte Venter vor Journalisten auf.

In der Medizin könnten künstliche Viren Krankheitserreger bekämpfen, die gegen Antibiotika resistent sind. Andere Organismen aus dem Labor dürften helfen, biologische Kampfstoffe zu entdecken oder vor ihnen zu schützen, meint Venter. Impfstoffe auf DNA-Basis ließen sich verbessern und ihre Produktion beschleunigen. Nicht zuletzt könnten existierende Mirkoorganismen mit bestimmten Genen gespickt werden, die sie für die Pharmakologie, Plastikherstellung, Textilindustrie oder Petrochemie nützlich machten.

Das in Venters Labor in Rockville (US-Staat Maryland) entwickelte Verfahren, das so genannte Polymerase Cycle Assembly (PCA), stellt das Team in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften vor. Die Technik ist eine erweiterte Version der Polymerase Kettenreaktion (PCR), mit der Genforscher seit Jahren DNA-Schnipsel kopieren. Wie die PCR liefert Venters neue Methode Zweifachkopien von Einfach- Vorlagen bestimmter Gensequenzen. Diese werden überlappend zu Abschnitten des Erbguts zusammengefügt. Aus ihnen konstruiert das PCA-Gerät schließlich ein Viren-Genom. Der synthetisch hergestellte Partikel war in der Lage, Bakterien zu infizieren und zu töten – genau wie ein natürliches Phi-X174.

Der Genforscher und Philosophieprofessor Kaplan in Philadelphia befürwortet das neue Verfahren zwar im Prinzip, äußerte aber auch Bedenken. Um Venters Technik sinnvoll und gefahrlos anwenden zu können, müssten das Besitzrecht (Patent) und der Zugang geklärt werden, die Risiken ihrer Veröffentlichung eingeschlossen. Sodann sei sicherzustellen, dass die neuen Organismen nicht in falsche Hände geraten und der Menschheit schaden können.

Auch die Erzeugung des künstlichen Kinderlähmungsvirus in New York war im vergangenen Jahr auf Kritik gestoßen. «Es ist schon ernüchternd zu sehen, dass Laboranten ein Virus aus dem Nichts schaffen können», kommentiert damals der Direktor für virale Krankheiten bei den Gesundheitsforschungsinstituten (CDC) in Atlanta, James LeDuc im Fachjournal «Science».

Kaplan rechnet nun auch mit dem Protest einiger Kirchen gegen die künstliche Produktion lebender Organismen. Noch mehr aber fürchtet er die ernüchterte Einsicht der Menschheit sein, dass «Leben kein Zauber ist», sondern sich mit ausgefeilten Methoden mechanisch erzeugen lässt, sagt der Bioethiker.

gefunden bei: http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0311/17_virus.htm

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klonenartikel

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WIR SIND GOTT!

Es ist eine Jahrtausendsensation.

Von Alan Posener

venter-DW-Wissenschaft-Muenchen

Foto: dpa

Craig Venter ist es gelungen, die Biologie auszutricksen: Er erschuf künstliches Leben.

Am Anfang war die Information. Und die Information war bei Craig Venter. Und die Information wurde Fleisch und hieß DNA. Und Venter nahm eine tote Zelle und blies DNA in die Zelle, und siehe da, die Zelle lebte und ward fruchtbar und mehrte sich. Denn Venter hatte gesagt: “Es werde Leben!” Und es ward Leben. Künstliches Leben: JCVI-syn1.0.

Am 20. Mai gab der Entzifferer des menschlichen Genoms, Craig Venter, bekannt, dass es seinem Team gelungen war, ein künstliches Genom im Labor zu bauen und in eine bakterielle Zelle zu implantieren, aus der man zuvor die eigene DNA – die Erbinformation – entnommen hatte. Daraufhin begann die Zelle, Kopien nach den Anweisungen der implantierten Fremd-DNA herzustellen: künstliche Wesen, scherzhaft “Mycoplasma laboratorium” genannt. Was bisher Gott oder den Göttern vorbehalten war, das machen nun Menschen.

“Die Fähigkeit, neue Lebensformen zu entwerfen und herzustellen, markiert einen Wendepunkt in der Geschichte unserer Spezies und unseres Planeten”, meint der englisch-amerikanische Physiker und Mathematiker Freeman Dyson. Er übertreibt nicht. Denn wie sein Sohn, der Wissenschaftshistoriker George Dyson, erklärt: “Ein Code, der in einem digitalen Computer generiert wurde, repliziert sich nun selbst als Genom einer Linie lebendiger Zellen.” Sprich: Am Anfang war die Information. Und die Information wurde Fleisch und lebt. In der Petrischale. Noch. Bald auch in einem Mikroorganismus in Ihrer Nachbarschaft.

1976 veröffentlichte Richard Dawkins seine radikale Neuinterpretation des Darwinismus: “Das egoistische Gen” sah alle Lebewesen, den Menschen eingeschlossen, als bloße Hüllen für die Replikatoren, die sich selbst replizierenden Gene, die uns nur als Brücken in die nächste Generation benutzen. Indem Craig Venter einen Replikator – einen DNA-Strang – geschaffen hat, der eine tote Hülle wieder zum Leben erweckt und zur Fortpflanzung zwingt, hat er Dawkins’ Theorie praktisch bestätigt. Das Merkwürdige ist, dass aus diesem blinden Treiben der egoistischen Replikatoren ein Wesen entstand, das diesen Mechanismus nun für seine eigenen Zwecke in Bewegung setzt.

Die Implikationen sind gewaltig. Sie reichen vom Spielerischen bis zum Schrecklichen. Zum Spielerischen gehört das “Jurassic-Park”-Szenario. Mithilfe der Informationen über die DNA ausgestorbener Arten wie Dinosaurier oder Neandertaler könnte man deren Erbmaterial künstlich nachbauen und diese Wesen neu erschaffen. Zwar dürfte es ein Problem geben, ein heutiges Tier zu finden, in dessen Eier man ein Dinausaurier-Genom einfügen könnte. Sehr viel leichter dürfte es sein, etwa ein Mammut-Genom in ein entkerntes Elefanten-Ei einzufügen, das so entstandene Mammut-Ei zur Zellteilung zu animieren und es zum Austragen – so Venter – “in eine Elefantenkuh zu importieren”. Noch leichter wäre es, einen Neandertaler zu züchten. Doch spätestens bei dieser Frankenstein-Fantasie berührt sich das Spielerische mit dem Schrecklichen.

Zum Schrecklichen gehört jene Vision, die der Computeringenieur Bill Joy im April 2000 in seinem Essay “Warum uns die Zukunft nicht braucht” skizzierte: Terroristen oder unvorsichtige Wissenschaftler könnten einen Mikroorganismus in die Welt setzen, der als “Weiße Pest” alle Abwehrmechanismen unterwandert, die der Mensch in Jahrmillionen entwickelt hat und die Menschheit so sicher auslöscht wie die von Europäern nach Südamerika eingeführte Pest die wehrlosen Ureinwohner.

Zwischen dem Spielerischen und dem Schrecklichen liegt das Reich der Wunder, und auch die hat Bill Joy geschildert: die Schaffung Zehntausender neuer Spezies – Bakterien, Pflanzen, Tiere. Die Revolutionierung der Landwirtschaft durch neue Pflanzen, die gegen Krankheiten immun sind und unter Wüstenbedingungen reiche Ernte tragen; die Revolutionierung der Medizin durch neu erschaffene Bakterien, die Arteriosklerose beseitigen oder Krebszellen angreifen; die Revolutionierung des Klimaschutzes durch Algen, die überschüssiges C02 durch Fotosynthese in Öl verwandeln, und des Umweltschutzes durch Wesen, die etwa ausgetretenes Öl fressen und in Biomasse konvertieren. Alles ist möglich.

Alles. Auch die Vision Eric Drexlers, der 1986 in seinem Buch “Engines of Creation” warnte: “Künstliche Pflanzen mit ‘Blättern’, die nicht effizienter sein müssten als unsere heutigen Solarzellen, könnten echte Pflanzen verdrängen und die Biosphäre mit ungenießbarer Biomasse vollstopfen. Kräftige Allesfresser-Bakterien könnten echte Bakterien verdrängen, sich wie Flugpollen verbreiten, sich rasch vermehren und in wenigen Tagen die Biosphäre in Staub verwandeln. Gefährliche Replikatoren könnten so kräftig, so klein und so vermehrungsfreudig sein, dass sie nicht aufzuhalten wären – jedenfalls wenn wir keine Vorkehrungen treffen. Es fällt uns ja schwer genug, Fruchtfliegen und Viren unter Kontrolle zu halten.”

Das war 1986 Science-Fiction, wie “Jurassic Park” 1993 und noch “I Am Legend” 2007: In dem Film mutiert ein genetisch modifiziertes Anti-Krebs-Virus und tötet in kürzester Zeit fast die gesamte Menschheit. Jetzt wird aus Science-Fiction Technikfolgenabschätzung.

Im Garten Eden gab es nur eine Schlange, die zum Naschen von der verbotenen Frucht verführte. Im neuen Paradies hängt an jedem Baum eine verbotene Frucht, zischelt es überall: “Nein, ihr werdet nicht sterben. Ihr werdet sein wie Gott.” Und das werden wir wohl auch, ob es uns passt oder nicht.

Die alte jüdische Legende hält hier eine Lehre bereit, wenn auch eine andere als jene, die meistens daraus gezogen wird: Mit Verboten und Kontrolle war schon damals der Neugier und der Verlockung nicht beizukommen.

Eher sollte man auf die Offenheit setzen – darauf, dass der menschliche Erfindungsgeist noch für jedes Gift ein Gegengift, auf jedes Computervirus einen Virusschutz gefunden hat. Bald wird jeder Biologiestudent seine eigene Bakterie entwerfen und mit DNA vom Online-Shop bauen können. Kontrolle ist unmöglich, Vertrauen ist besser. Gegen die Bosheit und Dummheit der wenigen hilft wohl nur die Weisheit der vielen.

Im Garten Eden gab es zwei Bäume mit verbotenen Früchten. Nachdem sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hatten, wurden Adam und Eva aus dem Paradies gejagt, bevor sie vom Baum des ewigen Lebens essen und vollends wie Gott werden konnten. Es sieht fast so aus, als hätten die beiden gerade den Weg dorthin zurückgefunden.

gefunden bei: http://www.welt.de/welt_print/kultur/literatur/article7750885/WIR-SIND-GOTT.html

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Splice – Das Genexperiment – Deutscher Trailer

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“Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Publikationen dankbar, deren Direktoren seit fast 40 Jahren an unseren Treffen teilnehmen und ihre Versprechen der Diskretion respektieren. Es wäre uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir dem hellen Licht der Öffentlichkeit in jenen Jahren ausgesetzt gewesen wären. Aber die Welt ist heute viel raffinierter und bereit, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und internationaler Bankiers ist sicherlich der nationalen Selbst-Bestimmung, die in den vergangenen Jahrhunderten praktiziert wurde, vorzuziehen.” (David Rockefeller  at the Bilderberg Meeting, Essen 1991).

*

Grove,watford Die Bilderberg Website: Bilderberg 2013 tagt am 6.-9. Juni 2013 im Hotel Grove, Watford, Hertfordshire. Auf der eigenen Website der Bilderberger ist die Teilnehmerliste 2013 angegeben – und eine nützliche Liste der Bilderberg-Teilnehmer seit 1991 wird auch von der Bilderberg Webseite selbst verlinkt.

Der Bilderberger Club wurde 1954 gestiftet – und zwar von den gleichen Kräften, die hinter der Haag Conferenz 1948 standen,  die die politische Einigung Europas und den Euro gründete: dem US-Council on Foreign Relations, David Rockefeller, Rothschilds Chatham House, Winston Churchill und Josef Retinger ( Andreas von Rétyi: Bilderberger, Kopp, 2006)

Dass die Bilderberger Königsmacher sind, war lange bekannt. Tony Blair, Bill Clinton, Barack Obama und die meisten anderen US-und EU-Führer hatten, sich  den Bilderbergern vorzustellen, um akzeptiert zu werden. Aber es wurde ganz offensichtlich, als Herman van Rompuy eilends zu einem Mittagessen mit dem Bilderberg-Vorstand geholt wurde – um  dann sofort zum EU-Ratspräsidenten befördert zu werden (Video). Das zeigt, wer die EU wirklich regiert.

*

*

Die Öffnung zur Öffentlichkeit begann im Jahr 2011 damit, dass der Bilderberger-Vorsitzende, Étienne Davignon,  der “Economist” ein Interview gab. Diese Zeitung  brachte auch Artikel über die Bilderberger und hier.  In The Economist 20. Jan 2011 wird die Bilderbergerin Jessica Mathews, die Carnegie-Präsidentin, mit den Worten zitiert: “Der Schlüssel zum Ausüben von Einfluss ist ganz einfach: Sie mieten die besten Leute.” In der Tat, Geld regiert die Welt.

Viele denken, diese geheimnisvollen Diskussionen prägen die Geschicke der Welt. Ich denke, diese Treffen werden zur Schulung von Politikern und Medien  in die NWO Ideologie und Pläne der Elite, die  vor langer Zeit geschmiedet sind, benutzt.
Die Bilderberger sind allgemein verhasst und verachtet außerhalb ihrer eigenen Kreise – und waren bisher nicht bereit, der Öffentlichkeit ihre  Teilnahme wissen zu lassen.

Dass dies sich plötzlich radikal verändert hat, könnte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass Jim Tucker (inzwischen verstorben), Daniel Estulin und Alex Jones sie immer wieder enthüllten – sogar ihre Gespräche durch Insider erfuhren. Allerdings kann es auch darauf zurückzuführen sein,  dass sie ihres Eine-Welt-Staates und ihrer NWO so sicher sind, dass es ihnen egal ist, was wir inaktiven  Schlafschafe denken. So erklärte van Rompuy 2009 für das erste Jahr der Eine-Welt-Regierung (nach dem G20-Gipfel in London).

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The Telegraph 6 June 2013:  Der Haupt-Verschwörungs-Theoretiker ist Daniel Estulin, Autor des meistverkauften “Die wahre Geschichte der Bilderberg-Gruppe”: “Bilderberg ist keine Verschwörungstheorie. Er ist eine Verschwörung der Realität. “Er war ein Vehikel, mit dem  oligarchische Interessen privater Finanziers nominell souveränen Regierungen ihre Politik auferlegen konnten. Die Idee ist die Schaffung eines globalen Netzwerks von Kartellen, stärker als jede Nation auf der Erde, und dazu bestimmt, die Notwendigkeiten des Lebens der übrigen Menschheit zu kontrollieren.”
Ein wichtiger Sieg sei im Jahr 1973 die Schaffung des Ölpreisschocks zur Stützung des Dollars, und um Wall Street reich zu machen.
Aber oben auf der Tagesordnung in Watford werden Eric Schmidt und Google sein, sagen seine Quellen. “(Google) ist ein integraler Bestandteil des Sicherheitsapparats der Vereinigten Staaten. Ihre Daten werden verarbeitet, analysiert und für spätere Verwendung gespeichert”, fügt er hinzu. Er fügt noch hinzu: “Es bedeutet alles grenzenlose Kontrolle.”

Für einen Großteil der Nachkriegszeit half (Dennis) Healey, ehemaliger Finanzminister der UK, die Tagesordnung zu setzen und wählte die Delegierten. Er ist stolz auf ihre Bilanz beim Auswählen zukünftiger Führungskräfte. Bill Clinton und Tony Blair wurden schon früh in ihrer Karriere eingeladen. Lord Carrington war Margaret Thatchers Außenminister und Vorsitzender der Bilderberger in den 1990er Jahren. Er ist auch wegen der Theorien frustriert. “Ich erinnere mich, da war dieser Amerikaner, “Es ist eine große Verschwörung und die Königin (Beatrix der Niederlande ist Dauerbergerin) ist beteiligt und wahrscheinlich Satan auch“, sagte er.

Am lebhaftesten  erinnert sich Healey seiner Rolle beim Zusammenbringen der Architekten der europäischen Integration – Schmidt, Pompidou, Giscard d’Estaing, Leone – für offene Gespräche mit Bankern und Ökonomen darüber, wie das Europäische Währungssystem funktionieren könnte.
Hätten die Europäische Union und einheitliche Währung die Form bekommen, die sie nun haben, ohne dieses frühe Bilderberg-Treffen, fragte ich ihn. “Ich glaube, es war ein sehr wichtiges Element darin”, sagt er.

Während des Falkland-Krieges schaffte es David Owen, das Gewicht der Weltöffentlichkeit mit einer einzigen Rede, die Sanktionen gegen Argentinien forderte, vor einem Publikum von Außenministern beim Bilderberg zu wenden. Die Sanktionen wurden später eingeführt. Solche Gemütlichkeit,  sagen Kritiker, ist eine Bedrohung gegen die Demokratie.

“Unsere Politiker wollen 3 tagelang Speis und Trank in Luxus mit Goldman Sachs (Schöpfer des Welt- Hungers), das scheint mir ein bisschen wie Lobbying”, sagt Hannah Borno, eine Journalistin und Transparenz-Aktivistin. Sie ist erstaunt, wie der Bilderberg-Verein als milder Spender Steuerbefreiung bekommen hat, wenn Gruppen wie private Schulen in der Regel einen öffentlichen Test auf öffentliche Hilfe bestehen müssen.

Sie fügt hinzu: “Verschwörungstheorien haben der Gruppe ganz gut gedient, weil eine ernsthafte Kontrolle als hysterisch und schrill entlassen werden konnte.

Rothschild ist durch Franco Bernabe, den stellvertretenden Vorsitzenden des Rothschilds Europa vertreten. (David Rockefeller und Kissinger sind Dauerberger).

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The Express 2 june 2013: Alex Jones, die US-TV-Persönlichkeit und Bilderberg-Forscher zog riesige Menschenmengen an. Er sagte gegenüber der Presse: “Es ist sehr, sehr unheimlich. Es gibt definitiv Schurken, die da sind, um zu versuchen, Regierung und Unternehmen zu organisieren”.

Labour-Abgeordneter Michael Meacher stempelte die Delegierten als die “echte Spitzen-Führung des westlichen Finanzkapitalismus. Sie treffen sich, um ihre Pläne für die Zukunft des Kapitalismus in Einklang zu bringen”.

Ein Demonstrant rief: “Abschaum”, “zahlen Sie Ihre Steuern” und “Schande über dich”, wie Autos mit verdunkelten Fenstern in das Hotelgelände hinweg fegten.   http://euro-med.dk/?p=30195

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Gruß an die ehrlichen Politiker

Der Honigmann

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Bilderberg-Treffen: Die Elite der Welt diskutiert über den Crash

In London treffen sich an diesem Wochenende die Bilderberger. Die Gruppe von Wirtschafts-Leuten, Politikern, Bankern und Akademikern ist ein informelles Netzwerk des modernen Feudalismus. Die Themen der diesjährigen Tagung geben Aufschluss, was die Finanz-Elite bewegt. Es geht um die Schulden- und Euro-Krise, um die Bürgerrechte und die Nationalstaaten in Europa. Die Elite bereitet sich auf stürmische Zeiten vor.

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Das alljährliche Treffen der Bilderberger in London unterliegt bekanntermaßen strenger Geheimhaltung. Wer versucht, mit den Organisatoren in Kontakt zu kommen, wird enttäuscht: Emails werden nicht beantwortet, es gibt keine Telefon-Nummer, schon gar keine Pressekonferenz.

Die Teilnehmer-Liste gibt jedoch wertvolle erste Aufschlüsse. Die Teilnehmer sind intelligent ausgewählt. Nur wenige Leute aus der ersten Reihe der internationalen Politik sind diesmal dabei: Der britische Premier David Cameron, IWF-Chefin Christine Lagarde und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und seine Stellvertreterin Viviane Reding. Hinzu kommen einige nationale Größen wie die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen oder der niederländische Premier Rutte. Für die EZB ist Klas Knot dabei, der bekannt wurde, als er als einer der ersten verkündete, dass die Sparer künftig für Banken-Rettungen enteignet werden sollen (hier).

Eine Zierde des diesjährigen Treffens ist Mario Monti, der es geschafft hat, Politiker, Banker, Wirtschaftsmann und Medien-Star in einem zu werden. Er ist sozusagen die menschgewordene Vernetzung, das Idealbild eines jeden feudalistischen Systems.

Aus der Banken-Szene ist Peter D. Sutherland, Chairman von Goldman Sachs International dabei. Der Chef der Schweizerischen Nationalbank Peter Jordan nimmt teil, ebenso „Joe“ Josef Ackermann und Deutsche Bank-Aufsichtsrat Paul Achleitner sowie Henry Kravis von der Private Equity Firma KKR.

Aus deutschen Unternehmen sind Peter Löscher von Siemens und der brutalstmögliche Aufklärer der CDU und heutige Bilfinger-Chef Roland Koch an Bord.

Was diskutieren diese Leute – und warum haben sie sich in dieser Zusammensetzung zusammengefunden?

Die Teilnehmer berufen sich stets auf ihre Verschwiegenheit, wie etwa der CDU-Staatssekretär Ekhart von Klaeden, der sein Schweigen über die Themen der Konferenz im Jahr 2008 damit begründete, dass das Treffen vertraulich sei und er „die Vereinbarung unter allen Teilnehmern..nicht brechen werde“.

Jedenfalls sind die Teilnehmer nicht als Privatpersonen dort. Klaeden sagte auf Abgeordnetenwatch, dass der Deutsche Bundestag seine Teilnahme bezahle, denn: „Meine Teilnahme ist kein Privatvergnügen.“

Daher kann man davon ausgehen, dass für alle Politiker der Steuerzahler aufkommt. Denn auch Barroso oder der FDP-Hoffnungsträger Christian Lindner dürften ja nicht wegen des „Privatvergnügens“ nach London gereist sein.

Die Bilderberg-Konferenz ist keine Weltregierung und keine Weltverschwörung.

Sie ist mehr.

Auf der Bilderberg-Konferenz werden die wichtigsten Entwicklungen der Weltwirtschaft und ihre Folgen für die Gesellschaften diskutiert. Hier werden die Gehirne der politischen Verantwortlichen gewaschen, damit sie eine Politik machen, die die Interessen der zeitgenössischen Feudal-Klasse vertritt.

Dazu braucht man keine Befehle.

Dazu braucht man vor allem Wissen.

Daran mangelt es den Politikern, weil sie in der Regel keine Zeit haben, sich ernsthaft mit den Problemen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Daher sind die anwesenden Politiker dankbar, einmal im Jahr aus erster Hand zu erfahren, wohin der Hase läuft und wie man sich in einer komplexen Welt verhalten muss.

Die personelle Zusammensetzung erweckt den Anschein, in diesem Jahr vor allem als Weiterbildungs-Veranstaltung für die EU-Führer geplant zu sein. Die EU-Kommission kämpft gegen einen drohenden Bedeutungs-Verlust an. Die aktuelle Absage an einen weiteren Sparkurs in Europa führte etwa Barroso vor Augen, dass er im Grunde nichts zu sagen hat, wenn die National-Staaten es nicht wollen.

Da können neue Inspirationen helfen, damit die EU-Führer künftig sicherer werden in der Argumentation.

Es ist in der Politik wie bei der Börse: Insider-Wissen befördert den Handel und den Profit. Ein Informations-Vorsprung ist unbezahlbar.

Das Programm dieses Jahres zeigt, dass sich die Eliten aus Finanz und Wirtschaft offenbar ernste Sorgen um die EU machen. Die Themen, die auf der Website der Konferenz veröffentlicht werden, sind wie ein Panorama der Bedrohungen. Und die EU wird von den Eliten als Problem angesehen. Es ist Brüssel noch nicht gelungen, die politische Union so zum Leben zu erwecken, dass Europa mit einer Stimme spricht – im Gegenteil: Die zentrifugalen Kräfte gewinnen an Bedeutung, weil der Zahltag für die kollektive Schuldenmacherei näher rückt.

Da ist es für Barroso und seine Freunde höchst willkommen, wenn man ein paar „Mega-Trends“ erklärt bekommt.

An erster Stelle der Agenda steht die Frage: „Können die USA und Europa schneller wachsen und Arbeitsplätze schaffen?“

Man braucht kein Bilderberger zu sein, um sich die Antwort vorzustellen, die Ackermann, Löscher oder der eben mit einem Skandal wegen einer Millionen-Abfindung in die Schlagzeilen geratene Novartis-Chef Daniel Vasella der Politik geben werden: Mehr Arbeitsplätze können nur geschaffen werden, indem die Staaten mehr Arbeitsplätze schaffen. Dazu müssen die multinationalen Konzerne in Ruhe gelassen werden. Sie schaffen ja schon unendlich Arbeitsplätze – allerdings in Asien, weil es dort billiger ist. Das aber, so werden die Wirtschaftsführer dem Präsidenten Barroso erklären, ist auch gut für die EU. Denn dann gehen die Konzerne nicht pleite, und die Staaten müssen nicht für die Sozial-Kosten von Pleiten aufkommen.

Der zweite Punkt der Agenda soll das verdeutlichen: „Arbeitsplätze, Sozialleistungen und Schulden“ steht da. Hier werden die Manager und Banker den Politikern erklären: Die Staaten müssen sparen, damit sie ihre Schulden abtragen können. Das kann sehr hart werden für die Staaten, ist aber alternativlos. Denn wenn die Schulden weiter steigen, dann können die Sozialleistungen nicht finanziert werden. Dafür sind die Konzerne nicht verantwortlich, denn sie schaffen massenhaft Arbeitsplätze in den Billiglohn-Ländern. Das wiederum ist gut für Europa – siehe oben.

Wenn die Staaten wegen ihrer Sparprogramme jedoch Schwierigkeiten mit den Bürgern bekommen, sollten sie auf der Hut sein: Die Lage ist im Jahr 2013 gefährlicher als früher. Die Bürger begehren auf. Hier kann Barroso aus erster Hand von den anwesenden Journalisten informiert werden: Der Chefredakteur der griechischen Zeitung Kathimerini ist ebenso anwesend wie der Geschäftsführende Redakteur von Les Echos, die Star-Moderatorin Lilli Gruber aus Italien oder der Verleger des österreichischen Standard, Oscar Bronner. Die Journalisten können den Regierungschefs schildern, was diese nicht immer aus erster Hand erfahren: In einigen Ländern brodelt es. Das wissen die Top-Journalisten mittlerweile zumindest aus zweiter Hand – von ihren Reportern oder aus dem Internet. Sie gelten in der Welt der Bilderberger jedoch noch immer als Informanten mit echten Quellen.

Über die Bürger wissen die Top-Journalisten in der Regel nicht so gut Bescheid, weil die Zeitungen in den vergangenen Jahren meist das Gegenteil von dem geschrieben haben, was die Leute denken.

Daher gibt es ja neue Methoden, sich einen Überblick zu verschaffen über die Pläne der aufsässigen Bürger: „Wie die große Datenerfassung fast alles verändert“ heißt es daher folgerichtig als Punkt 3 der Tagesordnung: Google-Chef Eric Schmidt kann den EU-Führern erklären, dass sie Google nicht bekämpfen, sondern besser nutzen sollen: Street View, Google Maps und die vielen anderen frei zugänglichen Dienste erleichtern der Politik die Beobachtung der Bürger. Eine Revolution ist im Internet-Zeitalter nicht zwingend nötig. Die Politik muss „Big Data“, wie es im Original heißt, nur besser nutzen. Lawrence Lessig, der Vordenker des offenen Internets, wird den Politikern erklären können, dass das offene Internet eine der besten Erfindungen der jüngsten Geschichte ist: Die Bürger sind so dumm, dass sie sich auf den sozialen Netzwerken bis auf die Unterhose entkleiden – und der Staat kann alles live mitverfolgen!

Und hier wird es für EU-Präsident Barroso und alle besonders interessant: „Nationalismus und Populismus“ stehen als Punkt 4 auf dem Programm. Die Bilderberger haben traditionell der Idee der Vereinigten Staaten von Europa viel abgewinnen können. Nun aber ist die gut gemeinte Idee ins Stocken geraten. Die Bürger in Europa beginnen, sich wieder ihrer „nationalen“ Wurzeln zu besinnen und werden darin von „Populisten“ wie dem britischen UKIP-Chef Nigel Farage aufgestachelt.

Gut, dass die „US-Außenpolitik“ als nächstes behandelt wird. Die deutsche Außenpolitik hat keinen Platz auf der Tagesordnung, zu Recht. Denn nur die US-Boys wissen, was für die Welt gut ist. Um aber den nun vermutlich schon etwas müde gewordenen Besuchern eine kleine Verschnaufpause zu gönnen, werden die „Herausforderungen Afrikas“ behandelt. Rohstoffe sind in der Tat ein Problem, das alle angeht, wie zeitgerecht zum Beginn der Bilderberg-Konferenz der Club of Rome elaboriert hat (hier).

Rohstoffe und aufsässige Bürger sind tatsächlich die zentrale Herausforderung für die Feudal-Herren des 21. Jahrhunderts. Zum Glück haben die Amerikaner die Bedrohung rechtzeitig erkannt: „Der Cyber-Krieg und das Anwachsen von asymmetrischen Drohungen“ wird von Chef-Strategen des Sicherheits-Think-Tanks Stratfor, Robert D. Kaplan detailreich dargestellt. Wichtig ist, dass dieser Krieg stets als ein Verteidigungskrieg dargestellt wird. Dazu müssen die Bürger stets auf einen latenten Hang zum Terror hin abgeklopft werden. Die auffallend zahlreich anwesenden türkischen Teilnehmer werden Kaplan zustimmen und darauf verweisen, dass dies sogar der aus Anatolien stammende Premier Recep Erdogan bereits kapiert habe – er verglich den Massenaufstand in der Türkei mit dem Terrorismus.

Danach gibt es eine kurze Konferenz-Pause: „Größere Trends in der medizinischen Forschung“ werden erläutert – nicht zuletzt, um Barroso die Möglichkeit zu geben, eine Kopfschmerz-Tablette einzuwerfen.

Damit das Ganze nicht zu fatalistisch wird, sprechen die Teilnehmer danach über „Online-Erziehung: Versprechungen und Impulse“. Der Blick in die Zukunft soll den Teilnehmern Hoffnung geben, dass künftige Generationen leichter zu führen sein werden als die alten Unbelehrbaren, die immer noch von Werten schwärmen, die die neue Welt nicht braucht. Das dialektische Motto, dass der DDR-Bürgerrechtler Reiner Kunze in einem knappen Gedicht vorgebracht hat, gewinnt bei der Konferenz neue Bedeutung. Unter dem Titel „Dialektik“ heißt es da: „Unwissende, damit ihr unwissend bleibt, werden wir euch schulen!“

Für Barroso kommt dann jedoch die Stunde der Wahrheit. Zum Tagesordnungspunkt „Die Politik der Europäischen Union“ muss der arme Mann aus Portugal erklären, warum auf dem alten Kontinent alles so schief läuft. Allerdings wird durch die einfühlsame Tagesordnung Barroso die Möglichkeit gegeben, aus den Referaten vor dem seinen zu schöpfen.

Barroso kann, wenn er geschickt ist, weniger über die Vergangenheit, als vielmehr über die Zukunft sprechen. So kann der EU-Präsident selbst zum Trendsetter werden: Wenn er über die EU spricht, kann er vom bevorstehenden Kampf gegen Nationalismus und Populismus reden, er kann die Chancen von „Big Data“ für den asymmetrischen Kampf gegen die vom Terrorismus verführten Bürgerrechtler schwärmen. Er kann sagen, dass die EU das Arbeitsplatz-Thema mit vierjähriger Verspätung als wichtig erkannt hat und daher den mittelständischen Unternehmen vorschreiben wird, dass sie die Leute anstellen müssen. Außerdem kann er schon einen ersten Erfolg melden und dabei ein versöhnliches Signal in Richtung Angela Merkel aussenden: Ursula von der Leyen habe, so kann Barroso sagen, den Trend antizipiert und angeboten, 5.000 junge Spanier in Deutschland zu übernehmen.

Wenn Barroso bei der Konferenz eine brillante Rede gelingt, dann könnte auch der vorletzte Tagesordnungs-Punkt seine Brisanz verlieren: „Die Entwicklungen im Nahen Osten“ müssen dann nicht zwangsläufig zu einem Stellvertreter-Krieg größeren Ausmaßes führen. Israelis, Palästinenser, Ägypter oder Syrer sind bei der Konferenz ohnehin nicht vertreten – dadurch besteht keine Gefahr eines Einwands aus der Realität.

Mit dem Tagesordnungspunkt „Current Affairs“ wird die Tagung beschlossen. Man weiß eigentlich nicht genau, was das bedeuten soll und wer dazu spricht.

Möglicherweise ist dieser Punkt eher eine Art „Zusammenfassung und Ausblick“. Die beiden deutschen Politik-Vertreter Christian Lindner (FDP) und Kurt Lauk vom Wirtschaftsrat der CDU werden mit Erleichterung feststellen, dass der Crash vermutlich doch nicht vor der Bundestagswahl kommt.

Dass es eher früher als später aber in jedem Fall einen Crash geben wird, darüber dürfte bei den Teilnehmern kein Zweifel bestehen.

Mit dem Programm wird klar, dass die Wirtschafts- und Finanzelite den Crash in Europa erwartet. Kein Asiat, kein Südamerikaner, kein Afrikaner ist anwesend. Die US-Vertreter sind eher auf dem Level der gehobenen Bürokratie angesiedelt.

Die nächste Schlacht der Feudal-Herren wird in Europa geschlagen.

Die Bilderberger bereiten sich gewissenhaft darauf vor.

Sie sollten sich jedoch nicht zu sicher darüber sein, dass sie ihn unbeschadet überstehen. Denn die Bilderberg-Konferenz hat einen gravierenden Konstruktions-Fehler: Sie analysiert die Welt ausschließlich aus der Vogelperspektive der Mächtigen. Das ist in der Geschichte meist schiefgegangen, weil die Bürger am Ende immer draufgekommen sind, wenn sie hinters Licht geführt wurden.

Doch die Bilderberger sind auch auf den Ernstfall vorbereitet.

So gebührt das Schlusswort bei der diesjährigen Bilderberg-Konferenz einem Franzosen: Olivier de Bavinchove ist der Oberbefehlshaber des multinationalen Militär-Verbandes Eurokorps.

Er wird den Teilnehmern versichern, dass sie persönlich und ihre Vermögen so sicher sind wie die deutschen Spareinlagen.

Das Treffen endet am Sonntag mit einem geselligen Beisammensein.

gefunden bei: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/08/bilderberg-treffen-die-elite-der-welt-diskutiert-ueber-den-crash/

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Gruß an die Völker der Nationen

Der Honigmann

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Russland testet neuen „Raketenabwehr-Killer“

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Die US- Raketenabwehr ist gegen die neue russische ballistische Interkontinentalrakete, deren Teststart am Vortag erfolgreich vorgenommen wurde, laut Russlands Vizepremier Dmitri Rogosin machtlos.

„Weder die heutigen noch die künftigen US-Raketenabwehrmittel werden verhindern können, dass diese Rakete ins Schwarze trifft“, sagte der Vizepremier am Freitag.

Er hob hervor, dass Russland auch weiterhin seine Stärke steigern wird, um absolute Handlungsfreiheit zu sichern, sollte das Land einer Aggression ausgesetzt werden.

Russland werde bei der Ausarbeitung des staatlichen Rüstungsprogramms Parameter von Waffen und Militärtechnik zugrunde legen, die ausschließlich mit der Abwehr der Bedrohung einer sechsten Generation von Kriegen (unter Einsatz von Präzisionswaffen) zusammenhängen“, so Rogosin.

Seinen Worten nach wird Russland entsprechende Systeme und Methoden der Luft- und Weltraumverteidigung entwickeln, die jeder beliebigen Raketenabwehr standhalten, und helfen, das Kräftegleichgewicht in der Welt aufrecht zu erhalten.

gefunden bei: http://de.rian.ru/security_and_military/20130607/266263691.html

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Gruß an die Betroffenen

Der Honigmann

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