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Mit ‘Hilfe’ getaggte Artikel


Es ist soweit – es wird eine neues Video-Nachrichten-Portal geben.

Nachdem einige Portale rückläufig geworden, bzw. nicht mehr auf  Sendung sind, versuche iCH / wir, alleine geht das von der Zeit her schon gar nicht, eine Nachrichtensendung der anderen Art zu gestalten.

Bis tief in die Nacht hinein haben wir noch an diesem “Probelauf” gearbeitet und doch hinbekommen.

Perfektionismus kann es nicht sein, dafür bin iCH nicht lange genug im “Geschäft” und so habe iCH noch gestern meinen Freund Peter H. angerufen und um Hilfe gebeten – die er sofort zusagte.

Es wurde aus 3 Länder, über die Grenzen hinaus, daran gearbeitet und zwar  aus dem Ammerland, Emsland und Friesland. (Ja, ja, die Friesen !)

Was daraus geworden ist könnt ihr selbst beurteilen.

Schaut es euch einfach mal an:

Wie schon gesagt, wir benötigen natürlich Hilfe und Unterstützung “von allen Seiten”, soll das Projekt Bestand haben.

iCH persönlich bin davon überzeugt, daß das klappt und vielleicht sogar vom Erfolg gekrönt sein wird.

Mögen auch die Geiste der Altvorderen und Ahnen uns unterstützen und helfen um uns wieder auf “den rechten Weg” bringen.

BITTE, helft mit !

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Gruß

Der Honigmann

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u.a.:  Japan: Besuchen Sie unseren Live-Ticker, Japan bittet USA um dringende Hilfe,  Strahlenschutz-Experte: »letzte, verzweifelte Versuche Japans«, Greenpeace warnt vor Plutonium in Brennstäben,  Betreiber von Atomkraftwerk Fukushima verschwieg bereits Pannen, Forscher weisen Luftverschmutzung durch Ölkatastrophe nach,  US-Bundesstaat wollte Rechner mit sensiblen Daten verkaufen, US-Außenamtssprecher tritt nach Kritik an Haftbedingungen zurück,  Muslimbruderschaft will neues Ägypten ohne US-Hilfe, Militärpolizei durchsucht tschechisches Fernsehen,   Laute Musik schädigt Nervensystem, Libysche Ölproduktion massiv eingebrochen, Militärpolizei durchsucht tschechisches Fernsehen


http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=319

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Gruß

Der Honigmann

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Mehr als 200’000 Menschen haben auf Geheiss der japanischen Regierung ihre Häuser verlassen müssen. Elf von 50 japanischen Atomreaktoren sind abgeschaltet, drei davon haben ernsthafte Probleme mit dem Kühlsystem.

Kühlpumpe bei Reparaturarbeiten am AKW Tokai ausgefallen

In Japan ist in einem weiteren Atomkraftwerk das Kühlsystem ausgefallen. Betroffen ist die Atomanlage Tokai, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Feuerwehr. Es soll Wasser aus einem Becken für alte Brennstäbe ausgeflossen sein.

Im Atomkraftwerk von Tokai soll ebenfalls das Kühlsystem ausgefallen sein.

Notstand für zweites AKW in Japan ausgerufen

In Japan haben die Behörden den nuklearen Notstand in einem weiteren Atomkraftwerk ausgerufen. Für das Kraftwerk Onagawa ist wegen überhöhter Werte von Radioaktivität die niedrigste Notstandsstufe erklärt worden.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Das Kernkraftwerk von Onagawa im Nordosten von Japan.

AKW-Katastrophe: Der Druck in Reaktor 3 steigt

Rund um die beschädigten Atomkraftwerke in Japan sind hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. In einem der Reaktoren droht laut Medienberichten eine Explosion. Rund um Tokio wird die Stromversorgung zeitweise abgeschaltet – und Experten warnen vor weiteren Beben.

Der Gefahrenherd: Reactor Nr. 3 im Fukushima-Kraftwerk.
Bild: Reuters

AKW-Katastrophe: Russland liefert Gas

Die grossen Schäden an den japanischen Atomreaktoren verursachen eine Stromknappheit. Russland schickt Gastransporter los.

Stromknappheit: Die Tokyo Electric Power Co. kann die Bevölkerung nicht mit genügend Energie versorgen. Russland hat deshalb ein Gastransportschiff losgeschickt.
Bild: Reuters

400 Mal höhere Radioaktivität bei Kraftwerk in Miyagi gemessen

Im Nordosten ist massiv erhöhte Radioaktivität festgestellt worden.

Angst vor einer zweiten Explosion

In einem zweiten Atomreaktor des Kernkraftwerks Fukushima in Japan ist es offenbar zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen. Die Regierung warnt vor einer Detonation.

Stau auf der Flucht: Hunderte wollen den Evakuierungsradius um das Kraftwerk verlassen. (13. März)
Bild: Reuters

23:30 h

Offenbar Keine Radioaktivität ausgetreten

Die japanischen Behörden hätten die Internationale Atomenergiebehörde darüber informiert, dass in der Anlage wieder ein normales Level erreicht worden sei, erklärte die Behörde in Wien.

Zuvor war für das AKW im Nordosten des Landes, in dem es nach dem schweren Erdbeben vom Freitag gebrannt hatte, wegen überhöhter Radioaktivität der atomare Notstand ausgerufen worden. Untersuchungen an der Anlage hätten nun aber ergeben, dass aus keinem Reaktor Radioaktivität ausgetreten sei, hiess es in der IAEA-Erklärung weiter.

Die japanischen Behörden vermuteten vielmehr, dass die gemessene erhöhte Radioaktivität rund um den Komplex von der Anlage in Fukushima stamme. Die IAEA versicherte, weiterhin mit den japanischen Behörden in Kontakt zu stehen und die Lage zu beobachten. (AFP)

23:15 h

Offenbar Entwarnung beim Kraftwerk Onagawa

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA zitiert japanische Behörden mit der Aussage, die radioaktive Strahlung um das gefährdete Atomkraftwerk Onagawa sei wieder auf normalem Niveau, wie «Spiegel online» meldet. Zwischenzeitlich waren die Werte stark erhöht gewesen, die Behörden hatten dort deswegen den nuklearen Notfall der niedrigsten Stufe ausgerufen.

Die neuen Untersuchungen hätten ergeben, dass aus keinem der drei Reaktoren Strahlung ausgetreten sei. Die erhöhte Strahlung stamme wohl vom Kraftwerk Fukushima. (pbe)

22:10 h

Meerwasser und Borsäure sollen es richten

Meerwasser steht in dem Kraftwerk direkt am Meer reichlich zur Verfügung. Das Element Bor wird zugesetzt, weil es die bei einer Kettenreaktion entstehenden Neutronen «einfängt». Dadurch soll der sich im Innern des Unglücksreaktors eventuell weiterhin selbst erhaltende nukleare Brennvorgang gestoppt werden.

Nach Angaben der US-Wissenschaftlerorganisation Union of Concerned Scientists (UCS) besteht im Fall einer Kernschmelze unter anderem die Gefahr, dass sich die durch grosse Hitze verflüssigte Uran- und Plutoniummasse der Brennstäbe am Boden des Reaktors sammelt und dort eine sogenannte kritische Masse bildet, in der automatisch ein neuerlicher Kernspaltungprozess beginnt.

Da in einem beschädigten Reaktor mutmasslich keine andere funktionierende Eingriffsmöglichkeit in die nukleare Kettenreaktion mehr vorhanden ist, könnte nur das mit Bor versetzte Wasser eine solche Entwicklung verhindern.

Wasser allein hätte diesen Effekt nicht. Es sorgt aber parallel dafür, dass verdampfte Kühlflüssigkeit ersetzt wird und die bereits teilweise freiliegenden Reaktor-Brennstäbe wieder mit Wasser bedeckt werden. (dapd)

21:55 h

Sicherheit als oberstes Prinzip für deutsche AKW

Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die Sicherheit für die deutschen Atomkraftwerke unabhängig von deren Alter als oberstes Prinzip bekräftigt. Nach der Atomkatastrophe in Japan müsse man auch in Deutschland dieser Sicherheitsfrage neu nachgehen, sagte Röttgen am Abend in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin».

In Japan habe es Annahmen für den Bau von Kernkraftwerken gegeben, die jetzt durch die Natur übertroffen wurden. Deshalb stelle sich jetzt auch in Deutschland die Frage: «Stimmen jetzt unsere Sicherheitsannahmen oder müssen wir nicht noch schärfere Annahmen machen?»

In Japan habe sich jetzt «das berühmte Restrisiko» realisiert, sagte Röttgen. «Es ist kein neuer Gesichtspunkt, aber es ist eine neue Erfahrung, die die Welt, die die Menschheit jetzt macht, und die müssen wir aufnehmen.» (dapd)

Weitere Informationen im Ticker «Japan twittert»

20:55 h

Entwarnung für Hawaii und die US-Westküste

US-Atomaufsichtsbehörde geht nicht davon aus, dass auf Hawaii und die US-Westküste gesundheitsschädliche radioaktive Belastungen aus Japan zukommen. Dies schreibt die «Süddeutsche» auf ihrer Homepage.

20:05 h

Massenflucht wegen Atom-Katastrophe

Aus Angst vor einer Katastrophe haben auf Anweisung der japanischen Behörden mehr als 200’000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Die Regierung befürchtete, dass es im Atomkraftwerk Fukushima 1 in zwei Reaktoren zu einer hochgefährlichen Kernschmelze kam. «Die Lage mit dem Erdbeben, dem Tsunami und den Atomanlagen ist auf gewisse Weise die schwerste Krise seit 65 Jahren, seit dem Zweiten Weltkrieg», sagte Regierungschef Naoto Kan.

Die Lage im Atomkraftwerk Fukushima 1 rund 250 Kilometer nördlich von Tokio sei weiter ernst. Dort hatte am Samstag eine Explosion das Gebäude rund um den Block 1 zerstört. Nach Angaben der Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power (Tepco) wurde der Schutzmantel des Reaktors aber nicht beschädigt.

Auch für das Kraftwerk Onagawa im Nordosten des Landes, in dem es nach dem Beben gebrannt hatte, wurde wegen überhöhter Radioaktivität der Notstand ausgerufen. Nach Angaben der japanischen Behörden sei die Situation in den drei Reaktoren aber «unter Kontrolle», erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien.

Im Atomkraftwerk Tokai fiel teilweise das Kühlsystem aus, wie der Betreiber am Montag (Ortszeit) mitteilte. Eine Kühlpumpe sei ausgefallen, eine Zusatzpumpe arbeite jedoch und kühle den Reaktor. (AFP)

19:55 h

Kurssturz an der Börse prognostiziert

Experten rechnen nach dem Erdbeben, Tsunami und Reaktorunglück in Japan mit einem Kurssturz an der Börse in Tokio am Montag. Die japanische Zentralbank kündigte an, genug Geld in das Finanzsystem zu pumpen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Industrie im Norden des Landes, wo vor allem die Autobranche stark ist, steht bis auf Weiteres still. Das Strassennetz ist zerstört, die Stromversorgung teilweise zusammengebrochen. (dapd)

18:30 h

«Die anderen Kühlsysteme arbeiten gut»

In einem weiteren japanischen Atomkraftwerk ist heute das Kühlsystem zum Teil ausgefallen. Wie der Betreiber des Kernkraftwerks Tokai südlich des Akw Fukushima 1 am Montag (Ortszeit) mitteilte, war die Reparatur des Kühlsystems im Gange. Eine Kühlpumpe sei ausgefallen, eine Zusatzpumpe arbeite jedoch und kühle den Reaktor. Das Kraftwerk Tokai liegt rund 120 Kilometer nordöstlich der japanischen Hauptstadt Tokio.

«Unsere Meereswasserpumpe, die durch einen Dieselgenerator angetrieben wird, ist wegen des Tunamis ausgefallen, worauf wir eines unserer Kühlsysteme manuell ausgeschaltet haben», sagte Masao Nakano vom Betreiber Japan Atomic Power Company der Nachrichtenagentur AFP. «Aber die anderen Kühlsysteme und Pumpen arbeiten gut, und die Temperatur des Reaktors ist nach und nach immer weiter gesunken.» (AFP)

18:00 h

Leuthard sieht noch keinen Handlungsbedarf

Energieministerin Doris Leuthard will die Entwicklung in Japan abwarten, bevor sie allfällige Massnahmen für Schweizer Atomkraftwerke ins Auge fasst. Es lägen noch zu wenig gesicherte Erkenntnisse aus Japan vor, heisst es in einer Stellungnahme von heute Abend.

Bundesrätin Leuthard hat den Bundesrat über die Entwicklungen in den Kernanlagen von Fukushima und die Lagebeurteilung der Schweizer Sicherheitsbehörden informiert. Die Experten des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) stünden in Kontakt mit anderen nationalen Behörden sowie mit der Internationalen Atomenergieagentur IAEA und verfolgten die Entwicklung «sehr genau».

«Fakt ist, dass die Situation vor Ort nicht unter Kontrolle ist», heisst es in der Stellungnahme weiter. Aufgrund der jüngsten Lagebeurteilung des ENSI bestehe für die Schweizer Bevölkerung jedoch keine direkte Gefahr. Diese Beurteilung werde laufend mit den neusten Informationen aus Japan abgeglichen.

Die japanischen Behörden seien daran, die Ursachen des Unfalls zu eruieren. «Wir haben noch zu wenig gesicherte Ergebnisse, als dass sich daraus Massnahmen für andere Reaktoren – auch solche in der Schweiz – ableiten liessen.» (sda)

17:40 h

Kühlsystem in japanischem Atomkraftwerk Tokai ausgefallen

In Japan soll bei einem dritten Kernkraftwerk das Kühlsystem ausgefallen. Betroffen sei die Atomanlage Tokai, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Sie beruft sich auf die örtliche Feuerwehr.

Tokai ist das älteste Atomkraftwerk Japans. Es liegt rund 120 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokai. (dapd)

17:10 h

Block 2 des AKW Fukushima wird wieder normal gekühlt

Der Reaktor 2 des Fukushima Atomkraftwerks wird mit funktionierendem Notsystem gekühlt, während in die Reaktoren 1 und 3 Meerwasser eingeleitet wird. Das teilte die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA (Nuclear and Industrial Safety Agency) heute auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dapd mit. Derzeit werde Süsswasser über das normale Kernnotkühlsystem in den Reaktor 2 eingespeist. In dem Meiler war zuvor auch der Druck angestiegen.

Bei den gleichfalls von Ausfällen des Kühlsystems betroffenen Reaktoren 1, 2 und 4 des Kernkraftwerks Fukushima seien die Vorbereitungen zum Ablassen von Dampf abgeschlossen, sagte eine Mitarbeiterin der Behörde. In den Reaktoren war der Druck angestiegen, durch das Ablassen des radioaktiv verseuchten Wasserdampfes kann ein Schaden am Reaktordruckbehälter vermieden werden. Wann dieses «controlled venting» erfolgen soll, stand noch nicht fest. (dapd)

Weitere Informationen im Ticker «Japan twittert»

Zum Dossier: Die Tsunami-Katastrophe.

16:55 h

Der Strom wird rationiert

Nach dem schweren Erdbeben in Japan wird in der Hauptstadt Tokio sowie in mehreren anderen Städten des Landes die Elektrizität rationiert. Dabei werde es vorübergehend zu vollständigen Stromausfällen kommen, teilte das Versorgungsunternehmen Tokyo Electric Power am Sonntag mit.

Die geplanten Ausfälle sollen den Angaben zufolge jeweils drei Stunden dauern und am Montag beginnen. Hintergrund seien erwartete Engpässe in der Versorgung, nachdem mehrere wichtige Atomkraftwerke infolge des Erdbebens sowie des anschliessenden Tsunamis aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen werden mussten.

Die Behörden baten die Bürger des Landes um Verständnis. Die zur Verfügung stehende Leistung sei durch die Kraftwerksschliessungen um rund 25 Prozent geringer als gewöhnlich, sagte der japanische Handelsminister Banri Kaieda (siehe Bild). (sda)

16:35 h

Bis zu 25 Milliarden Euro Versicherungsschaden in Japan

Der Schaden durch das schwerste Erdbeben in der Geschichte Japans wird Versicherer nach Einschätzung von Experten bis zu 34,6 Milliarden Dollar (25,1 Milliarden Euro) kosten. Mindestens lägen die versicherten Schäden an Privatgebäuden bei 14,5 Milliarden Dollar, teilte die US-Risikoanalysegesellschaft AIR Worldwide mit.

Allerdings sei die Lage vor Ort noch schwer einzuschätzen, weil die Rettungs- und Bergungsaktionen im Erdbebengebiet im Nordosten Japans noch in vollem Gange seien, erklärte die Gesellschaft. Es gebe deshalb noch «eine grosse Unsicherheit» bezüglich der für die Schätzung herangezogenen Parameter. (AFP)

16:10 h

Atomkraftwerk in Onagawa in Gefahr

In Japan haben die Behörden den nuklearen Notstand in einem weiteren Atomkraftwerk ausgerufen. Für das Kraftwerk Onagawa sei wegen überhöhter Werte von Radioaktivität die niedrigste Notstandsstufe erklärt worden, teilte die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mit.

Japanische Medien berichten, dass die erhöhte Radioaktivität, die beim Kraftwerk Onagawa gemessen wurde, allenfalls auch eine Folge des Windes sein könnte. Er soll die entwichene Radioaktivität des rund 100 Kilometer entfernten Reaktors Fukushima 1 herantransportiert haben.

Japan hatte nach dem schweren Erdbeben vom Freitag zunächst einen Unfall im Kernkraftwerk Fukushima 1 gemeldet, wo die Regierung mittlerweile eine Kernschmelze in zwei Reaktoren befürchtet. (AFP)

Weitere Informationen im Ticker «Japan twittert»

Zum Dossier: Die Tsunami-Katastrophe.

13:46 h

Elektrizität in Tokio wird rationiert

Nach dem schweren Erdbeben in Japan wird in der Hauptstadt Tokio die Elektrizität rationiert. Dabei werde es vorübergehend zu vollständigen Stromausfällen kommen, wie das Versorgungsunternehmen der Stadt am Sonntag mitteilte. Ab Montag werde auch in anderen Städten des Landes der Strom zeitweise abgestellt.

Zum Dossier: Die Tsunami-Katastrophe.

13:40 h

Weiteres schweres Beben befürchtet

Nach dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami bereitet sich Japan auf ein weiteres schweres Beben vor. Es gebe eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent, dass das Land in den kommenden drei Tagen von einem Erdbeben der Stärke «sieben oder mehr» erschüttert werde, sagte Takashi Yokota von der Wetterbehörde am Sonntag. Ein solches Beben könnte erneut Gebäude zerstören und einen Tsunami auslösen.

Seit der Katastrophe vom Freitag waren bereits hunderte kleinere Beben nachgefolgt. Das Gebiet von Miyagi wurde am schwersten von dem Beben und dem Tsunami getroffen.

Nach offiziellen Angaben vom Sonntag wurden bislang 688 Tote registriert. 642 weitere Menschen werden laut Polizei vermisst, 1570 wurden verletzt. Hinzu kommen bis zu 500 Leichen, die in zwei Orten im Nordosten Japans gefunden wurden.

13:25 h

Kraftwerk 3 in Gefahr

Die Lage im Kraftwerk Fusushima spitzt sich laut einem Bericht von Spiegel Online und anderer Medien zu. Offenbar droht in einem Reaktor eine Explosion. Der Druck sei stark angestiegen und derzeit nicht mehr zu kontrollieren.

Zum Dossier: Die Tsunami-Katastrophe.

13:10 h

Massenevakuation um Fukushima

Aus der Zone rund um die beschädigten Kernkraftwerke sind mittlerweile über 200’000 Menschen evakuiert worden, wie CNN meldet. Die Angst vor einer Kernschmelze ist nach wie vor gross.

12:51 h

Energieengpass in Japan

Die Lage im durch das Beben beschädigten Atomkraftwerk Fukushima 1 sei weiter ernst, sagte Regierungschef Naoto Kan am Sonntag in Tokio. Kan forderte die Japaner zum Stromsparen auf: Nach der Abschaltung mehrerer Atomkraftwerke wegen des Bebens gebe es das Risiko von großflächigen Stromausfällen, sagte der Regierungschef.

12:32 h

«Schlimmste Krise nach Zweitem Weltkrieg»

Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat das verheerende Erdbeben vom Freitag als die schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. In einer Fernsehansprache am Sonntag rief Kan die Japaner angesichts der Katastrophe zur Einheit auf.

Die Zukunft des Landes hänge nun von den Entscheidungen jedes Einzelnen ab, sagte der Ministerpräsident. Er forderte alle Japaner auf, sich nach dem Erdbeben und dem Tsunami am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen.

Japan twittert

11:34 h

Russland liefert Flüssiggas

Angesichts der drohenden Stromknappheit bat Japan Russland um zusätzliche Lieferungen von Flüssigerdgas. Die Agentur Interfax meldete am Sonntag, ein Tankschiff mit 19’500 Kubikmetern Flüssiggas an Bord sei am Sonntag von der russischen Pazifik-Insel Sachalin aus in See gestochen. Am Montag solle eine weitere Ladung mit 100’000 Kubikmetern folgen.

Zudem schickte Russland etwa 200 Rettungskräfte, Ärzte und Psychologen nach Japan. Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte am Samstagabend versichert, Moskau werde alles tun, um dem Nachbarn zu helfen. Die politischen Beziehungen zwischen Moskau und Tokio sind wegen eines Streits um die Inselgruppe der Südkurilen äusserst belastet.

10:58 h

Japanische Regierung warnt vor Stromknappheit

Nach dem Atomunfall in Japan hat die Regierung in Tokio vor einer Stromknappheit gewarnt, die eine Rationierung des Stroms nötig machen werde. Angesichts der drohenden Stromknappheit bat Japan Russland um zusätzliche Lieferungen von Flüssigerdgas. Der russische Regierungschef Wladimir Putin versicherte am Samstagabend, Moskau werde alles tun, um dem Nachbarn zu helfen. Die Japaner stünden vor einer «riesigen Trauer und Tragödie», sagte Putin.

10:28 h

Fast zwei Dutzend Strahlenopfer

Japanische Medien berichten, dass mindestens 22 Personen Opfer der radioaktiven Strahlung geworden sind. Bei 160 Menschen besteht der Verdacht auf Verletzungen durch die Strahlung.

Japan twittert

10:09 h

Swiss annulliert Flug von Zürich nach Tokio

Die Fluggesellschaft Swiss hat ihren heutigen Flug Zürich – Tokio gestrichen. Die Maschine werde aufgrund der Unsicherheiten vor Ort nicht abheben, sagte Swiss- Sprecherin Sonja Ptassek auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Der Airbus A340 hätte um 13 Uhr Schweizer Zeit in Kloten ZH starten sollen. Heute Sonntagnachmittag wird jedoch eine Maschine aus Tokio in Kloten erwartet. Sie ist laut der Swiss-Sprecherin plangemäss in Japan abgehoben.

Ob die Swiss morgen Montag wieder nach Tokio fliegt, ist offen. Die Destinationen Zürich und Tokio werden von der Fluggesellschaft einmal täglich bedient.

9:51 h

400 Mal höhere Radioaktivität

Auch in der nordöstlichen japanischen Provinz Miyagi steht das AKW Onagawa. Dort haben Atomexperten laut verschiedenen Medienberichten eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen. Die Nachrichtenagentur Kyodo zitiert einen Sprecher der Betreibergesellschaft Tohoku der sagte, die Reaktoren in der Region seien stabil.

Man gehe davon aus, dass die erhöhte Radioaktivität nicht von dem Reaktor stamme. Es bestünden keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, hieß es w. Experten vermuten, dass der Wind Radioaktivität aus der Provinz Fukushima herübergeweht habe.

Zum Dossier: Die Tsunami-Katastrophe.

7:57 h

Angst vor einer erneuten Detonation

Die japanische Regierung hält eine weitere Explosion in der Atomanlage Fukushima 1 für möglich. «Wir können nicht ausschließen, dass sich im Bereich des Reaktors 3 wegen einer möglichen Ansammlung von Wasserstoff eine Explosion ereignen könnte», sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Sonntag. Sollte dies eintreten, werde dies aber «kein Problem» für den Reaktor bedeuten.

Zum Dossier: Die Tsunami-Katastrophe.

7:20 h

Polizei findet weitere 200 Tote in Erdbebengebiet

Die japanische Polizei hat nach eigenen Angaben in dem von dem Erdbeben und dem Tsunami betroffenen Küstenstreifen im Norden des Landes weitere 200 Tote gefunden. Die Leichen würden jetzt geborgen, sagte ein Polizeisprecher in der Stadt Miyagi am Sonntag. Nähere Einheiten nannte er zunächst nicht.

Die Behörden gehen offiziell von mehr als tausend Todesopfern aus. Fast 10’000 Menschen gelten noch als vermisst.

6:25 h

Radioaktiven Dampf aus Reaktor ablassen

Im japanischen Atomkomplex Fukushima 1 soll aus einem weiteren Reaktor radioaktiver Dampf abgelassen werden. Ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco sagte am Sonntag, die Menge der Strahlung sei klein und beeinträchtige die Gesundheit von Menschen nicht. Behörden hatten zuvor berichtet, dass nach Angaben des Betreibers die Notkühlfunktion in einem zweiten Reaktor der Anlage – dem Block 3 – ausgefallen sei.

Am Samstag war bereits aus Block 1 der Anlage Druck abgelassen worden, und auch dabei wurde Strahlung freigesetzt. Am Sonntag gelang es dann, diesen Reaktor mit Wasser zu bedecken, um ihn zu kühlen.

Nach Angaben der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) werden 170’000 Menschen aus der Umgebung des beschädigten Atommeilers Fukushima 1 evakuiert. Die Anwohner in 20 Kilometer Umkreis wurden angewiesen, die Gegend zu verlassen, berichtete die UNO-Behörde. Der Sperrkreis war von 10 auf 20 Kilometer erweitert worden.

6:06 h

Strahlung über dem Grenzwert

Die Radioaktivität im Atomkraftwerk sei kurzzeitig über das zulässige Niveau gestiegen, danach aber wieder deutlich zurückgegangen, erklärte Kabinettssekretär Yukio Edano am Sonntag. Bei drei Reaktoren des Kernkraftwerks ist nach dem verheerenden Erdbeben vom Freitag die Kühlung ausgefallen. Aus einem Gebiet von 20 Kilometern um das Kernkraftwerk, das etwa 270 Kilometer nördlich von Tokio liegt, wurden inzwischen 170.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Zuletzt war es im Block 3 des Kernkraftwerks Fukushima zum Ausfall des Kühlsystems gekommen. Um Druck von dem überhitzten Reaktor zu nehmen, sei Dampf abgelassen worden. Damit sei wohl auch eine geringe Menge Radioaktivität freigesetzt worden. Gleichzeitig sei Wasser in das Kernkraftwerk geleitet worden, um den Druck und die Temperatur in dem Reaktor zu senken, sagte Edano. Trotzdem sei es «höchstwahrscheinlich», dass es in der Anlage zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen sei.

Da sich das alles im Reaktor abspiele, könne es nicht direkt überprüft werden. Aber es würden Massnahmen im Hinblick auf eine mögliche teilweise Kernschmelze getroffen, erklärte Edano. Vermutlich hätten einige Brennstäbe kurzzeitig auch freigelegen. Damit waren sie vermutlich nicht mehr ganz mit Wasser bedeckt. Das würde zu einem Temperaturanstieg im Reaktor führen.

Lesen Sie hier, was am Samstag geschah.


http://bazonline.ch/ausland/die-tsunami-katastrophe/Angst-vor-einer-zweiten-Explosion/story/18342088?dossier_id=885

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Gruß

Der Honigmann

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Europa bereitet sich auf eine Hilfsaktion für Irland und sein marodes Bankensystem vor. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) werden eine Expertengruppe nach Dublin schicken, um ein Finanzpaket für Irland auszuarbeiten. Das kündigte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag nach einem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel an. ‘Sie werden die laufenden Vorbereitungen verstärken – für den Fall dass Irland um Hilfe bittet.’ Ob Irland als erstes Land Geld aus dem im Mai geschaffenen Euro-Rettungsschirm oder bilaterale Kredite erhalten wird, ließ Rehn offen. (oben – IWF-Gebäude)

Zwar hat Dublin bislang noch keine Hilfsanfrage nach Brüssel geschickt, doch wird diese bald erwartet. Am Dienstag fassten die Finanzminister noch keine Beschlüsse, sicherten Irland aber ihre Solidarität zu. ‘Wir werden entschieden und koordiniert handeln, um das Finanzsystem des Euro-Raums zu sichern, falls es notwendig werden sollte’, schrieben die Finanzminister in einer gemeinsamen Erklärung. ‘Wir bestätigen, dass wir dafür die notwendigen Finanzmittel haben.’

Konkrete Summen für das Hilfspaket nannte Rehn nicht, dafür sei es noch zu früh. Irland muss sein überdimensioniertes und kriselndes Bankensystem stützen und war deshalb in eine Schuldenspirale geraten. Investoren bezweifeln, dass Dublin seine Schulden zurückzahlen kann. Allein für die maroden Banken werden bis zu 50 Milliarden Euro benötigt.

Kredite für Irland könnten in kürzester Zeit fließen. ‘Wenn die Bitte um finanzielle Unterstützung kommt, wird es möglich sein, einen substanziellen Betrag in kurzer Zeit bereitzustellen’, betonte der Geschäftsführer des Luxemburger Krisenfonds EFSF, Klaus Regling. Das Geld könne in fünf bis acht Arbeitstagen bereitstehen.

Als weiterer potenzieller Kandidat gilt das hoch verschuldete Portugal. Allerdings hat auch Portugal noch kein Hilfsersuchen losgeschickt und wolle dies auch nicht tun, betonte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. ‘Die Lage ist sehr verschieden: In Irland geht es um Bankenprobleme, in Portugal um die Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen’, sagte Kommissar Rehn.

Im Frühjahr hatte die EU nach der milliardenschweren Hilfe für Griechenland einen Rettungsschirm für andere betroffene Länder geschnürt. Der Notfallfonds beläuft sich inklusive Gelder des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 750 Milliarden Euro. Er ermöglicht kriselnden Euro-
Staaten, Milliardenbeträge auszuleihen, um eine Staatspleite zu umschiffen. Bevor der Fonds einspringen kann, müssen alle Euro-Länder Ja sagen.

Seit Tagen war hinter den Kulissen der Druck anderer EU-Staaten auf Dublin gewachsen. Irland benötigt nach eigener Darstellung bis Mitte 2011 aber kein frisches Geld. Noch kurz vor dem Treffen der Euro-Finanzminister betonte Premier Brian Cowen in Dublin: ‘Irland hat keinen Antrag auf fremde Hilfe gestellt’. Die Euro-Länder fürchten aber, dass die Krise sich auf andere Wackelkandidaten wie Portugal oder Spanien ausweiten könnte und drängen Irland daher, Hilfe anzunehmen.

‘Wir sollten besser als im Fall Griechenland und vor allem schneller reagieren’, sagte der österreichische Finanzminister Josef Pröll zu Beginn des Treffens. ‘Zu lange zu warten, wird zu teuer.’ Nicht nur die Finanzmärkte sind nervös, auch viele Banken haben großes Interesse daran, dass Irland den Rettungsschirm in Anspruch nimmt – denn sie sind mit Milliardensummen in dem Land engagiert. 16.11.10 23:36, Quelle: dpa-AFX Compact – Quellen: Interactive Data Managed Solutions , dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH

….danke an Ben…

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Gruß

Der Honigmann

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Erneut ist ein Schiff unterwegs zum Gazastreifen. An Bord sind laut Medienberichten neun jüdische Aktivisten, die Israels Seeblockade durchbrechen wollen.

Hilfsgüter und eine polistische Botschaft: Das Schiff im Hafen Famagusta auf Zypern.
Bild: Keystone

Dies berichteten israelische Medien und Nachrichtenagenturen am Sonntag. Das Schiff Irene sei am Sonntagmittag von dem Hafen Famagusta auf Zypern aus in See gestochen und werde binnen zwei Tagen vor der Küste Gazas erwartet. An Bord der «Irene» transportierten die Aktivisten Schulsachen, Medikamente, Musikinstrumente und Netze für palästinensische Fischer.

Protest eines Holocaust-Überlebenden

An Bord des Botes seien Juden aus Israel, Deutschland, Grossbritannien und den USA, hiess es weiter. Unter ihnen befinde sich der 82-jährige Holocaust-Überlebende Reuven Moskovitz. Er erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es sei seine «heilige Pflicht, als Überlebender gegen die Verfolgung, Unterdrückung und gegen das Wegsperren so vieler Menschen zu protestieren».

Zwar sei er auch mit der im Gazastreifen regierenden radikal- islamischen Hamas nicht einverstanden, sagte Moskovitz: «Aber das gibt uns nicht das Recht, den Gazastreifen in ein riesiges Konzentrationslager zu verwandeln.» Er werde nicht zulassen, «dass wir ein anderes Volk so behandeln, wie wir behandelt worden sind. Die Lehre aus dem Nationalsozialismus kann doch nur sein, dass wir versuchen müssen, zwei verletzte Völker zueinander zu bringen.»

Ende der Gaza-Blockade als Ziel

Die Mission koordinieren vor allem die deutsche Organisation Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (JVJP) und die Gruppe «Jews for Justice for Palestinians» (JFJFP) ihres britischen Zweigs. «Mit diesem Schiff fordern wir Juden und Jüdinnen und jüdische Israeli die Beendigung der Blockade Gazas und der Okkupation der palästinensischen Gebiete durch Israel», schrieb am Sonntag die Schweizer JVFP in einer Mitteilung dazu.

Die Aktivisten sind nach eigenen Angaben unbewaffnet und wollen gewaltlos protestieren. «Unsere Aktivisten werden sich auf keine gewalttätige Konfrontation einlassen», sagte Richard Kuper von JFJFP in London AFP. «Sie werden den Israelis keinerlei Vorwand bieten, (…) sie zu überfallen oder Gewalt gegen sie anzuwenden.»

Erinnerung an die «Mavi Marmara»

Ende Mai waren neun türkische Aktivisten von der israelischen Armee getötet worden, als ihr Schiff «Mavi Marmara» als Teil einer internationalen Solidaritätsflotte die Seeblockade durchbrechen wollte. Nach Ansicht von vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzten Ermittlern hat der blutige Militäreinsatz auf hoher See klar gegen internationales Recht verstossen. Der am vergangenen Mittwoch veröffentlichte Bericht wurde von Israel als «parteiisch» zurückgewiesen.


http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Wieder-ein-Solidaritaetsschiff-nach-Gaza/story/31238328

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Von Peter Haisenko

Als die Banken und das Finanzsystem gerettet worden sind, hat man mal eben einige hundert Milliarden aus dem Hut gezaubert. Jetzt sind einige Millionen Menschen in Pakistan von Hunger, Elend und Tod bedroht und die Bürger werden zu Spenden aufgerufen. Die UNO fordert nicht mal eine Milliarde für die Hilfe. Irgendwie ist das beschämend – oder doch nicht, weil Pakistan der Welt etwas ganz anderes zeigt, die Menschen es nur noch nicht verstanden haben?

Im Fall der Banken wurde etwas Irreales – das Finanzsystem – mit ebenso irrealem Geld gerettet. Das geht in Pakistan nicht, weil es sich hier um reale Menschen in realer Not handelt. Denkpause! Wenn eine Bank gerettet werden soll, dann reicht es aus, dem maroden Institut ein paar Milliarden zu überweisen und alles ist wieder gut. Wenn aber jetzt einige Milliarden an Pakistan überwiesen würden, dann passierte gar nichts. Das Wasser wird nicht sinken und die zerstörten Häuser werden sich nicht wieder aufrichten. Ohne reale Hilfe in Form menschlicher Arbeitskraft kann Pakistan nicht geholfen werden.

Pakistan ist kein armes Land. Es ist kreditwürdig, hat Atombomben und Rohstoffe. An Geld mangelt es also nicht. Warum sollten wir also Geld für Pakistan geben?

Pakistan hat eine unterentwickelte Infrastruktur und das Wenige ist durch die Fluten noch weiter zerstört worden. Selbst wenn Pakistan Lebensmittelreserven hätte, oder sich schnell welche zukaufen könnte, bleibt das Problem der landesweiten Verteilung bestehen. Wenn die internationale Gemeinschaft Pakistan wirklich Hilfe bringen will, dann muss diese darin bestehen, dass Transportkapazitäten und Logistik zur Verfügung gestellt werden.

Es erscheint lächerlich, dass diese Aufgaben mehr oder weniger privaten Hilfsorganisationen überlassen bleiben sollen. Rund um und in Pakistan gibt es riesige Ansammlungen von militärischer Logistik. Indien, selbstverständlich die USA und ihre „Koalition der Willigen“ sind mit enormer Potenz präsent. Nicht zu vergessen der gar nicht weit entfernte Iran und Russland. Wenn es wirklich darum ginge, den Menschen in Pakistan Nothilfe zu leisten, dann müssten die Kriegshandlungen eingestellt werden und alle zusammen könnten in kürzester Zeit der Welt zeigen, wie man Menschen in Not effektive Hilfe leisten kann. Das! wäre der UNO würdig.

Die Not der Menschen in Pakistan hat vielleicht auch ihr Gutes. Die Menschen könnten erkennen, dass der allmächtige Gott des schnöden Mammons überhaupt keine reale Macht hat? Dass Geld als solches eben nur Geld ist, ein irreales Gut, das erst dann etwas wert wird, wenn irgendjemand bereit und fähig ist, für Geld Arbeit zu leisten? Pakistan und die Not der Flutopfer beweisen drastisch: Es hilft gar nichts, Geld in beliebiger Menge irgendwohin zu transferieren, wenn reale Probleme gemeistert werden müssen. Was hilft ein Sack voller Geld, wenn man in der Wüste verdurstet oder in Pakistan ertrinkt?!

An dieser Stelle drücke ich meine Hochachtung aus für die Männer und Frauen des THW und anderer Organisationen, die unter Einsatz ihres persönlichen Lebens praktische Hilfe leisten für die Menschen in Pakistan. Sie helfen wirklich.


http://www.gt-worldwide.com/pakistan_flut_hilfe.html

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Gruß

Der Honigmann

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Neue Flutwellen im Süden Pakistans haben mehr als 150.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Sie mussten aus ihren Städten und Dörfern in höher gelegene Regionen umziehen, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Grund war ein erneuter Anstieg des Indus in der Provinz Sindh.

Von der verheerenden Flut in Pakistan sind insgesamt 15 bis 20 Millionen Menschen bertoffen (Foto: Reuters)

Wenn Sie den Opfern der Flutkatastrophe helfen wollen, dann können Sie hier spenden.

Militär, Polizei und freiwillige Helfer versuchten, die Deiche des mächtigen Indus zu sichern, sagte ein Behördensprecher. Die Flutwelle nähere sich nun dem Arabischen Meer.

Alleine in der Provinz Sindh leben derzeit 600.000 Menschen in Hilfslagern. Laut UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sind von den Überschwemmungen insgesamt 15 bis 20 Millionen Menschen betroffen. Mindestens 160.000 Quadratkilometer seien überflutet.

Fast 500 Millionen Dollar Spenden reichen nicht

Die internationale Gemeinschaft hat bislang fast 500 Millionen Dollar für die Opfer der Katastrophe gespendet. Nach Angaben der UNO sind die größten Geberländer bislang die USA, Großbritannien und Saudi-Arabien. Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) in Islamabad warnte, dass der Bedarf an Spenden aber noch wesentlich größer sei.

Die erste Schätzung vom 11. August sei von sechs Millionen Menschen ausgegangen, die sofortige humanitäre Hilfe benötigten, sagte OCHA-Sprecher Maurizio Giuliano. Diese Zahl sei nun auf mindestens acht Millionen Menschen gestiegen. “Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Bedarf an Spenden stark ansteigen wird”, sagte Giuliano. “Wir sind in einem Rennen gegen die Zeit.”

Welche Ausmaße die Flut mittlerweile angenommen hat, belegen kürzlich veröffentlichte Satelliten-Aufnahmen der amerikanischen Weltraumbehörde NASA. Von dem Hochwasser ist ein Fünftel des Landes betroffen. Die Behörden gehen aber davon aus, dass die Pegel in den nächsten Tagen landesweit sinken werden.

Immer wieder Probleme beim Verteilen der Güter

Aus den Katastrophengebieten kommen derweil immer wieder Meldungen über Probleme beim Verteilen der Hilfsgüter. “Ich bin Witwe und meine Kinder sind zu klein, um bei dem Chaos und dem Ansturm Essen zu bekommen”, sagte eine Frau in einem Lager im Bezirk Sukkur. Für sie sei es ohnehin schwierig, sich körperlich gegen die Männer durchzusetzen. Ganz in der Nähe behandelte ein Arzt den Rücken eines Jungen, der beim Gedrängel um eine Hilfslieferung verletzt worden war.

Pakistan dankte der Weltgemeinschaft für deren Unterstützung. Der pakistanische UN-Botschafter Abdullah Haroon sagte zum Abschluss einer Sondersitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York, 20 Millionen Flutopfer wüssten nun, dass die Welt ihnen beistehe. Die Hilfszusagen von rund 70 Staaten seien ermutigend und “ein guter Anfang”, sagte Haroon. Er betonte zugleich, dass sein Land in den kommenden Monaten und Jahren noch bedeutend mehr Unterstützung benötige.


http://nachrichten.t-online.de/pakistan-neue-flutwelle-macht-150-000-menschen-obdachlos/id_42607104/index

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Gruß

Der Honigmann

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Nach neuen Schätzungen brauchen in Pakistan acht Millionen Menschen dringend Hilfe (Foto: Reuters)

Trotz der dramatischen Lage in Pakistan hält sich die Bereitschaft der Deutschen für die Opfer der Flutkatastrophe zu spenden offenbar noch in Grenzen. Laut Deutschland-Trend im ARD-Morgenmagazin haben erst zwölf Prozent Geld gegeben, 58 Prozent sind dazu nicht bereit, 24 Prozent der Befragten wollen noch helfen. Bundespräsident Christian Wulff hatte die Deutschen am Vortag eindringlich zu Hilfsleistungen aufgerufen.

“Es geht ums nackte Überleben”, sagte Wulff. Vor allem Kinder seien in allergrößter Not.

Wenn Sie den Opfern der Flutkatastrophe helfen wollen, dann können Sie hier spenden.

Im Deutschland-Trend, für den 1000 Bundesbürger befragt wurden, begründeten 40 Prozent ihre Zurückhaltung damit, dass ihnen schlicht das Geld fehle. 29 Prozent sagten, sie glaubten nicht, dass das Geld an der richtigen Stelle ankomme. Nach dem Tsunami Ende Dezember 2004 sah die Lage anders aus. Damals hatten zu einem ähnlichen Zeitpunkt bereits 62 Prozent der Deutschen Geld gespendet, 22 Prozent hatten noch vor zu helfen. 14 Prozent konnten oder wollten nicht spenden.

Fünf Millionen Kinder brauchen Hilfe

“Ich setze auf die Spendenbereitschaft, die in Deutschland immer eindrucksvoll hoch gewesen ist”, sagte der Bundespräsident weiter. Nach neuen Schätzungen brauchen acht Millionen Menschen in Pakistan dringend Hilfe – zwei Millionen mehr als bisher angenommen. Etwa fünf Millionen der Hilfsbedürftigen sind Kinder.

Dass Spenden auch tatsächlich bei den Hilfsbedürftigen ankommen, versicherten sowohl Wulff als auch die Regierung in Islamabad. Man überlege, ausländische Prüfer zur Überwachung der Verwendung von Spenden einzusetzen, sagte der pakistanische Innenminister Rehman Malik der britischen BBC. Keinesfalls würden Mittel in die Hände von Extremisten gelangen.

DRK: Genaue Kontrolle der Mittel

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mahnte eine genaue Kontrolle der Mittel an. “Wir begrüßen, wenn die Staaten der Welt sich zu mehr Hilfe für Pakistan entschließen”, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters dem “Tagesspiegel”. Die Bundesregierung müsse aber ebenso wie die humanitären Organisationen strikt darauf achten, dass die Gelder direkt bei den Bedürftigen ankämen.

Bei einer Sondersitzung der UN-Vollversammlung zu Pakistan haben derweil mehrere Staaten eine Aufstockung ihrer Hilfen für die Opfer der Flutkatastrophe angekündigt. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, Washington erhöhe seine Soforthilfen von 90 auf 150 Millionen Dollar. Auch die EU und Großbritannien stockten ihre Hilfen auf, Deutschland steigert die humanitäre Soforthilfe auf 25 Millionen Euro.

“Tsunami in Zeitlupe”

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte zu Beginn der Beratungen erneut zu schnellerer Hilfe für die Flutopfer in Pakistan aufgerufen. Die Katastrophe sei ein “wichtiger Prüfstein für die internationale Solidarität”, sagte er. Ban verglich die Überschwemmungen mit einem “Tsunami in Zeitlupe”, dessen “Kraft der Zerstörung sich mit der Zeit verstärkt”.

Außenamtsstaatsminister Werner Hoyer, der Deutschland bei der Sondersitzung vertrat, sicherte Pakistan eine langfristige Unterstützung zu. “Wir alle stimmen darin überein: Die internationale Gemeinschaft muss an der Seite von Pakistan stehen – auch wenn das Wasser zurückgegangen ist und sich die Fernsehkameras abgewendet haben”, sagte er laut vorab veröffentlichtem Redetext.

Angst vor Seuchen

Große Sorgen bereitet den Hilfsorganisationen inzwischen, dass durch den Mangel an sauberem Wasser Seuchen ausbrechen könnten. In einem Auffanglager der südpakistanischen Hafenstadt Karachi starben drei weitere Kinder. Es habe sich um zwei Jungen und ein Mädchen im Alter zwischen zweieinhalb und sechs Jahren gehandelt, sagte ein Sprecher der pakistanischen Hilfsorganisation Edhi. “Drei Kinder sind im Camp an Magen-Darm-Entzündungen gestorben, eine Krankheit, die durch schmutziges Wasser hervorgerufen wird”, so der Sprecher.

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http://nachrichten.t-online.de/pakistan-staaten-stocken-hilfszahlungen-auf/id_42593382/index

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Der Honigmann

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Bundespräsident Christian Wulff appelliert an die Deutschen, für die Flutopfer in Pakistan zu spenden. Im ARD-”Brennpunkt” am Mittwochabend rief er dazu auf, Hilfsorganisationen zu unterstützen. Wulff sagte zur anfangs zurückhaltenden Spendenbereitschaft: “Kritikwürdige Zustände dürfen nicht zulasten der dort betroffenen Menschen gehen. Es geht ums nackte Überleben.” Millionen Kinder seien jetzt in allergrößter Not. Die Regierung in Islamabad bekräftigte derweil, dass die Spenden auch wirklich bei den Opfern der Flutkatastrophe ankommen.

In Pakistan sind Millionen Kinder von der Flutkatastrophe betroffen (Foto: AP)

Von der Jahrhundertflut in Pakistan sind nach UN-Angaben mehr als 15 Millionen Menschen betroffen. Konkrete Hilfe würden sechs bis acht Millionen Menschen brauchen. Fünf Millionen von ihnen seien Kinder.

Wenn Sie den Opfern der Flutkatastrophe helfen wollen, dann können Sie hier spenden.

“Hilfswerke nachhaltig unterstützen”

“Jetzt brauchen wir dringend die Hilfe all derer, die helfen können”, sagte Wulff . Die großen Hilfsorganisationen wie die Welthungerhilfe, das Rote Kreuz oder die kirchlichen Hilfswerke müssten nun nachhaltig unterstützt werden. “Ich setze auf die Spendenbereitschaft, die in Deutschland immer eindrucksvoll hoch gewesen ist”, sagte der Präsident und erwähnte dabei die Hilfsbereitschaft nach dem Erdbeben in Haiti im Januar oder nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien Ende 2004.

Die anfangs schleppende Spendenbereitschaft begründete Wulff damit, dass das Ausmaß der Naturkatastrophe in Pakistan zunächst gar nicht erkannt worden sei. Er erinnerte daran, dass dort eine Fläche von der Größe Italiens überschwemmt sei. Inzwischen wüssten die Menschen auch, “dass das Geld auch tatsächlich bei den hilfsbedürftigen Menschen ankommt”, so Wulff. “Das ist sicherlich auch für viele ein wichtiges Kriterium gewesen.”

Ausländische Prüfer könnten Spenden überwachen

Die Regierung in Islamabad sicherte zu, gewissenhaft mit den Hilfen umzugehen. Man überlege, ausländische Prüfer zur Überwachung der Verwendung von Spenden einzusetzen, sagte Innenminister Rehman Malik der britischen BBC. Keinesfalls würden Mittel in die Hände von Extremisten gelangen. Die Hilfe gehöre “den Armen, den Flutopfern”, sagte Malik. “Ich verspreche, dass sie bei ihnen ankommt.” Die Zurückhaltung der Spender war unter anderem mit der Angst vor Korruption und dem Einfluss der Taliban in Pakistan begründet worden.

Nach dramatischen Appellen der Vereinten Nationen und von Hilfsorganisationen ist die Spendenbereitschaft zuletzt auch insgesamt gestiegen. Die Vereinten Nationen teilten am Mittwoch mit, sie hätten inzwischen mehr als 40 Prozent der erbetenen knapp 460 Millionen Dollar (rund 357 Millionen Euro) Soforthilfe bekommen.

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http://nachrichten.t-online.de/flutkatastrophe-in-pakistan-wulff-ruft-zu-spenden-auf/id_42576764/index

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Verzweifelt kämpfen die Russen gegen die zerstörerische Brandkatastrophe in ihrem riesigen Land. Zu spät erkennt die Regierung in Moskau, dass sie die Kontrolle verloren hat. Die Hilfe aus dem Ausland rollt unter teils chaotischen Umständen an.

Die Bilder erschüttern die Menschen in der ganzen Welt. Russland brennt, der Rauch Hunderter Feuer zieht durch Moskau. Doch während die Russen verzweifelt gegen die Flammen kämpfen, versucht die Regierung im Kreml tagelang, die Katastrophe ohne ausländische Hilfe in den Griff zu bekommen.

Die Hilfe bei den Bränden in Russland gestaltet sich schwierig. Quelle: dpa

Erst am Samstag erreicht der erste Hilferuf der Moskauer Botschaft das Bundesinnenministerium. Da lodern die Brände schon seit mehr als einer Woche, da hatte Berlin Moskau schon mehrfach Unterstützung angeboten. Nun läuft die Hilfe aus Deutschland an. Doch viel zu schleppend, die Zustände in Russland sind chaotisch. 119 000 Atemschutzmasken gelangen zwar problemlos nach Moskau. Doch dringend benötigte technische Geräte – die Russen hatten auf einer Liste etwa um Hubschrauber, Feuerwehrwagen und Pumpen gebeten – stecken fest. Unbürokratische, schnelle Hilfe ist kaum möglich.

Die Deutschen könnten viel mehr Material liefern, wenn Moskau gezielte Anfragen stellen würde. Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sagt dem Handelsblatt: “Wir warten darauf, dass das Angebot angenommen wird.” Unger und seine Behörde sind zuständig für die Koordinierung der Hilfe. Sie haben eine Angebotsliste ausgearbeitet, doch Moskau müsse sich bereiterklären, den Transport der Hilfsgüter auf eigene Kosten zu organisieren. Daran hakt es. Dabei ist das international üblich. Denn ein Flug mit der Transportmaschine Antonov, um schweres Gerät nach Russland zu schaffen, kostet nach Angaben der Behörde von Unger allein 250 000 Euro.

Die Hilfe ist dringend nötig. “Das große Russland hat ganze vier Löschflugzeuge, die USA 150″, sagt Robert Nigmatullin von der Akademie der Wissenschaften in Moskau. Feuerwehrleute klagen im Radio über “25 Jahre alte Löschfahrzeuge, die wir mehr reparieren als fahren”.

Nicht nur Geräte schaffen es nicht ins Krisengebiet. Es fehlen auch Visa für Brandexperten, die vor Ort helfen sollen. Die russische Botschaft in Berlin sei in den vergangenen Tagen in vielem “völlig überfordert”, klagen Angehörige von Hilfsorganisationen. Private Helfer wie etwa das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sind gar nicht erwünscht. “Es gibt kein offizielles Hilfeersuchen an uns, deshalb werden wir auch nicht aktiv”, teilte das DRK mit. Als Relikt früherer Diktaturzeiten hat sich in Russland der Widerstand gegen die Präsenz privater Hilfsdienste aus dem Westen gehalten, heißt es bei den Organisationen.

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http://www.handelsblatt.com/politik/international/naturkatastrophe-planungs-chaos-verhindert-deutsche-hilfe-fuer-russland;2634000

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