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Mit ‘Industrie’ getaggte Artikel


Die Confederation of Paper Industries (CPI) hat ihrer ‚Besorgnis’ Ausdruck verliehen, dass die kommenden politischen Maßnahmen hinsichtlich Energie, Kohlenstoff und Umwelt manche Energien in UK so teuer machen, dass es die energieintensiven Industrien (EEIs) wie die Papierindustrie außer Landes treiben würde.

David Workman, Generaldirektor der CPI, hat jetzt an Schatzkanzler George Osborne geschrieben und gewarnt, dass die ‚kumulativen Auswirkungen’ der Politik, die die Reduktion von Kohlenstoffemissionen zum Ziel haben, die Kosten der Papierindustrie bis zum Jahr 2020 um viele hundert Millionen Pfund steigen lassen werden. Workman zufolge macht die Industrie jährlich 5 Milliarden Pfund Umsatz und beschäftigt direkt und indirekt etwa 100 000 Menschen.

Im ‚Namen der auf die Papierherstellung basierenden Industrien in UK’ sagte Workman, dass das bevor stehende Herbst-Statement des Kanzlers (geplant für den 5. Dezember) ein wichtiges Forum sein wird, einige dieser Sorgen anzusprechen. Dies deswegen, weil das Jahr 2013 die Einführung zahlreicher Kohlenstoff reduzierender Maßnahmen markiert einschließlich des EU Emissions Trading Systems, des Carbon Price Floor [?] sowie der ‚neuen und herausfordernden’ Ziele zum Climate Change Agreement.

Bild: David Workman

‚Die CPI erkennt an, dass die Koalitionsregierung während der vergangenen zweieinhalb Jahre  eine Anzahl von Maßnahmen in Kraft gesetzt hat, um die Auswirkungen der Aktivitäten für die hoch ambitionierten Ziele in UK zur Kohlenstoffreduktion und den Erneuerbaren abzufedern. Das Paket mit den 250 Millionen Pfund für die EEIs aus dem Herbst 2011 waren eine willkommene Maßnahme, aber nur ein Tropfen im Ozean dessen, was erforderlich ist, um die kumulativen Auswirkungen der Kosten der Regierungspolitik zu minimieren’, schrieb Workman.

Unter Hinweis auf die Tatsache, dass die UK-Papierfabriken jetzt 42 Prozent (1,6 Millionen Tonnen) weniger fossile Treibstoffe für jede hergestellte Tonne Papier verbrauchen als im Jahr 1990 (nachzulesen im DECC-Bericht zu Klimaänderungs-Abkommen 2011), sagte Workman, dass die Industrie ‚ihren Beitrag geleistet’ hätte und es jetzt Sache der Regierung ist, die ‚Auswirkungen abzuschwächen’, die das Erreichen der UK-Ziele bzgl. Kohlenstoffreduktion und Erneuerbare mit sich brächten.

Er räumte ein, dass die Papierherstellung ‚an sich ein energieintensiver Prozess’ ist und dass daher die Hersteller in UK international angemessene Energiepreise brauchen, um wettbewerbsfähig und weiterhin attraktiv für Investitionen im Inland zu bleiben.

‚Ein Beispiel einer verfehlten Politik ist der bevor stehende Carbon Price Floor (CPF), durch den die Stromkosten in UK als zusätzliche Steuer auf fossile Treibstoffe zur Stromerzeugung aufgebläht werden. Dies wird als grüne Maßnahme präsentiert, scheitert aber an zwei wesentlichen Schlüsselstellen.eike-Logo

Technisch wird das Bestreben nach einer Reduktion der Kohlenstoffemissionen nicht erfolgreich sein, weil die generellen EU-Emissionen nicht reduziert werden, was bedeutet, dass die Industrien anderswo in der EU von niedrigeren Kosten profitieren werden. Praktisch wird die Industrie in UK in garantiert höheren Energiepreisen gefangen sein als anderswo. Während schon das Ausgangsniveau der Besteuerung besorglich ist, bedeuten die damit einher gehende Zunahme der jährlichen Kosten dieser politischen Maßnahmen eine Eskalation. Die steigenden Stromkosten in ganz UK – Zahlen vom DECC zeigen substantiell höhere Strompreise bis zum Jahr 2020, wonach sie wieder sinken könnten – garantieren jetzt Schmerzen, die vielleicht später etwas abnehmen’.

Workman schloss, indem er einige Maßnahmen umriss, die ‚die Industrie im nächsten Herbstbericht gerne sehen würde’:

● ‚Unterstützung für ein grundlegendes Programm zur Energieeffizienz für die Industrie’ durch Bereitstellen einer ‚substantiellen’ Menge des Geldes, das von der Industrie durch den Zertifikatehandel (ETS) und der CPF-Besteuerung zu diesem Zweck erhoben wird.

● Ein ‚Überdenken’ der explodierenden CPF-Kosten, weil eine Zunahme der mit Strom zusammen hängenden Kohlenstoffkosten von effektiv Null im Jahr 2012 auf 33 Pfund pro Tonne Kohlendioxid ‚schlicht nicht nachhaltig wettbewerbsfähig’ ist. Die CPI sagt, dass sie am liebsten sehen würde, wenn man die CPF komplett streichen würde.

● ‚Belohnung und Unterstützung’ mittels Investitionen in die Stromerzeugung vor Ort zum Selbstverbrauch durch Befreiung von Steuern, da die gegenwärtige Politik ‚die wirtschaftliche Motivation von Investitionen’ zerstört.

● Man unterstütze die weitere Entwicklung von ‚effizienteren’ Wärme- und Stromerzeugung (CHP) durch Einspeisetarife oder ‚andere unterstützende Mechanismen’.

● Man ‚akzeptiere’, dass zur Energiesicherheit eine Mischung aus vielen Technologien zur Energiegewinnung erforderlich ist, und das Gas eine Hauptrolle spielen wird bis mindestens in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts.

Umweltbedenken

Der Brief markiert eine tiefer werdende Trennlinie zwischen der EEI-Industrien und der low-carbon industry und Umweltaktivisten, mit zunehmender Besorgnis über Osbornes und Energieminister Edward Daveys erkennbarer Bevorzugung, Gas als wesentlichen Bestandteil der Energiezukunft in UK zu erhalten.

Im September schrieb das unabhängige Committee on Climate Change (CCC) einen offenen Brief an Energie- und Klimaänderungsminister Ed Davey des Inhalts, dass die Regierung das rechtlich bindende Ziel einer 80-prozentigen Reduktion von Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 (verglichen mit dem Niveau von 1990) brechen könnte, wenn die Pläne neuer Investitionen in Gas weiter verfolgt werden.

‚Der extensive Gebrauch unverminderter gasbefeuerter Kapazitäten (d. h. ohne die CCS-Technologie) im Jahr 2030 und darüber hinaus wäre unvereinbar mit dem Erreichen der gesetzlichen Kohlenstoffziele’, schrieb die Gruppe und kritisierte weiter die ‚offensichtlich ambivalente Position der Regierung hinsichtlich der Frage, ob man versuchen sollte, ein System mit niedrigem Kohlenstoff oder eines auf Gas basierenden erschaffen sollte’.

Am 15. November haben Friends of the Earth ein Statement bekannt gemacht, in dem sie den Kanzler davor warnen, in dem demnächst veröffentlichten Energiegesetz ‚die Nation am Gashaken hängen zu lassen’.

„Bis das Energiegesetz veröffentlicht wird, kennen wir die Energiepolitik der Regierung nicht. Aber wir wissen sehr wohl, dass sich der Kanzler für ein Gesetz stark macht, dass die Nation für Jahrzehnte weiter von schmutzigem und zunehmend teurem Gas abhängig halten will“, sagte die Leiterin der Kampagnen von Friends of the Earth.

„Der Premierminister muss handeln, um führende Konservative wie George Osborne davon abzuhalten, eine anti-grüne Agenda zu verfolgen und das Vertrauen von Investoren in grüne Energie zu untergraben.

Dem Klimawandel zu begegnen war ein Schlüsselpart von David Camerons Plänen, die Conservative Party zu modernisieren – aber bevor er nicht die Dinosaurier in seiner eigenen Partei unter Kontrolle hat, wird er kaum Erfolg damit haben”.

Annie Reece

Read the full CPI letter to the chancellor.

http://www.resource.uk.com/article/UK/Government_policies_bad_news_UK_paper_industry-2433

Link: http://www.resource.uk.com/article/UK/Government_policies_bad_news_UK_paper_industry-2433#.UKdWSmdXeNB

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Wie in früheren Artikeln: die hier beschriebenen Vorgänge in UK sind in D ja wohl noch viel stärker ausgeprägt!

C. F.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/grossbritannien-politik-der-regierung-schlechte-nachricht-fuer-papierindustrie/

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Gruß an EIKE

Der Honigmann

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Krieg üben ist ein Teil von Krieg führen.

Wusstest du, dass sich in Deutschland, genauer in der Altmark bei Magdeburg, das größte Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Europas befindet?

Mit nachgebauten Dorf- und Stadtkulissen, die afghanischen und kosovarischen Ortschaften nachempfunden sind?

Ja? Ok, nicht schlecht.

Aber wusstest du auch, dass dort ab dem kommendem Herbst eine moderne Großstadt zu Übungszwecken nachgebaut wird?

Eine Großstadt, mit einer U-Bahn, einem Flughafen, einer Innen- und Altstadt, Plattenbauten, Wohnhäusern, Industrie- und Elendsviertel, namens Schnöggersburg?

Nein? Dann geht es dir wie mir!

Es ist nichts Neues, Krieg wird geübt, doch bislang gab es in Europa keine urbanen Kriegsübungen dieser Größenordnung. Karten vom GÜZ findet ihr hier.

„Das Nato-Strategiepapier „Urban Operations in the Year 2020“ konstatiert, dass weltweit mehr und mehr Menschen in Städten leben und dort verarmen. Daher sei es nötig, Defizite der Einsatzfähigkeiten der Militärs im urbanen Raum zu beheben. Unruhen werden schlicht als erwartbare Herausforderungen kalkuliert, die bekämpft werden müssen. Neben baulichen Besonderheiten stellt vor allem das Operieren in bewohntem Gebieten die Armee vor Probleme. So sieht auch Oberst Michael Matz (Leiter des GÜZ) die Zukunft des Militärs und erklärt „Diese Stadt könnte überall auf der Welt stehen“.“ Aus dem Aufruf von War Starts Here

Da fragt man sich, warum kaum jemand darüber Bescheid weiß. Es gab zwar Berichterstattungen darüber, siehe die unteren drei Beispiele, doch weit verbreitet scheint dieses Projekt nicht zu sein (- dazu sei dieser Blogeintrag empfohlen).

Beispiel 1 – MDR Video

Beispiel 2 – Spiegel Online

Beispiel 3 – Welt Online

Dennoch, “Über das Projekt wurde die Öffentlichkeit bisher kaum informiert”, kritisierte bereits der Fraktionvorsitzende der Partei DIE LINKE Wulf Gallert. Seine Fraktion hat nun einen Katalog mit 27 Fragen an die Landesregierung zusammengestellt und fordert im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage Auskunft.“ Aus der Mitteldeutschen Zeitung

Abgesehen davon, dass brisante militärische Angelegenheiten grundsätzlich wenig mediale Aufmerksamkeit erfahren, man nehme als Beispiel den Einsatz von Uranmunition in Afghanistan, hat es in diesem Fall auch noch einen historischen Hintergrund. Das GÜZ Altmark wurde in seiner Historie für verschiedenste geheime Erprobungen von Kampfmitteln und – praktiken genutzt.
Die Filmemacher Peter und Stefan Simank begaben sich in Hillersleben auf Spurensuche und heraus kamen folgende drei Filme:

Teil 1: “Geheimprojekt Hillersleben – Die Versuchsstelle der Deutschen Wehrmacht” (2003)
Teil 2: “Geheimprojekt Hillersleben – Im Zeichen des Roten Sterns” (2004)
Teil 3: “Geheimprojekt Hillersleben – Das Gefechtsübungszentrum der Bundeswehr” (2005)

Hier kann nur auf Teil 3 verwiesen werden, da die vorigen Teile nicht auffindbar sind. Das ist sehr schade, weil gerade Teil 1 und Teil 2 die geschichtliche und verdeckte Entwicklung dieses Truppenübungsplatzes besonders behandeln.

Die Kommunikationsstrategie der Bundeswehr scheint mittlerweile jedoch eine andere zu sein, wie dem MDR Beitrag vom obigen Beispiel 1 zu entnehmen ist. Doch fehlt diesem Thema die gesellschaftliche Diskussion.

Müssen wir hinnehmen, dass immense Summen (etwa 100 Millionen €) vom Steuerzahler für die Errichtung dieser Übungsstadt herhalten werden?
Müssen wir mit ansehen, wie im großen Stil Krieg und das Zerschlagen von Aufständen geübt wird, wo dies doch am Ende sogar uns treffen kann?

Das Ziel sind die vermeintlichen ‘Terroristen’ und das ‘Zerschlagen gesellschaftlicher Unruhen’, davon wird die Rede sein, doch wer definiert ‘Terror’ und ‘gesellschaftliche Unruhe’?
Können darunter nicht auch die Menschen fallen, die aufbegehren und sich gegen soziale Ungerechtigkeiten wehren?
Wo liegen die Grenzen unserer Demokratie und damit unserer Rechte, wann, wo und von wem werden sie gezogen?

Fragen über Fragen, die wir uns spätestens dann stellen sollten, wenn von ‘Aufstandsbekämpfung’ die Rede ist und Kriegsführung ökonomischen und geostrategischen Interessen unterliegt.
Krieg üben ist ein Teil von Krieg führen und es ist unsere humanistische Pflicht, dieser Entwicklung mit Wissen und Aktion entgegenzutreten.

Deshalb nimm im September am Internationalen Diskussions- und Aktionscamp gegen das GÜZ teil. Es findet vom 12. – 17. September statt und uns erwarten Diskussionen und Aktionen rund um das Gefechtsübungszentrum von Bundeswehr und Nato.

Am 15. September ist Aktionstag des Camps, für all diejenigen, die nur einen Tag vor Ort sein wollen oder können – hier unsere Facebook-Veranstaltung dazu.

Dort wo Krieg beginnt, sollten wir gegen ihn vorgehen, also in den Köpfen und direkt vor Ort. Bitte teile diese Info und mobilisiere auch du für das Camp!

Weitere Informationen zum Camp findet ihr auf War Starts Here.

Update: Das passt ja grade wie die Faust auf’s Auge:

Soldaten fürs aufsässige Volk – Bundeswehreinsatz im Inneren

Quelle: Onlineaktivisten

http://fresh-seed.de/2012/ein-teil-vom-krieg-in-norddeutschland/

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Gruß

Der Honigmann

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u.a.:  ZDF: Alte Irakkrieg-Filme als aktuellen Syrienkonflikt gezeigt,  Syrien: Araber, Türken und Europäer beschließen Sanktionen,  Iran: EU beschließt massive Sanktionen,  Russland und China: Dringende Warnung vor SanktionenBRIC-Länder: Warnung vor Sanktionen,  Iran: Schließung iranischer Botschaft in London ist übereilt,  Österreich: »Wir ziehen Botschafter nicht aus Iran ab«,  General-Bundesanwalt: Doch keine iranischen Anschlagspläne?,  USA: Alleingang Israels gegen Iran befürchtet,  US-Präsidentschaftskandidat: Iran-Sanktionen führen zu Krieg,  Irakkrieg: Verheerende Bilanz mit 100.000 Toten,  Morgan Stanley: Massiver Bank Run ab 9. Dezember,  Frankreich: In dramatischer Schicksalsrede die »Wahrheit« gesagt?,  Deutsche Industrie: Aufträge brechen weg,  Deutschland: Düstere Aussichten für Rentner und Steuerzahler,  UFO-Forscher: Bundestag muss Einblick in Studien geben….

http://info.kopp-verlag.de/video.html

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Gruß

Der Honigmann

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Oliver Janich

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich stundenlang kringeln vor Lachen. Just an dem Tag, an dem das Glühbirnenverbot in Kraft tritt, erhöhen die Konzerne die Preise für »Energiesparlampen«. Die Bildzeitung jammert: »Seid ihr alle durchgeknallt?« Nein, liebe Bildzeitung, die Konzerne fahren nur die Ernte ihres Lobbyismus ein. Und Großverlage wie Springer sind schuld daran. Alle großen Verlage stützen das längst widerlegte Märchen von der menschengemachten Klimaerwärmung. Nur so können die Anzeigenkunden, sprich die Konzerne, mit solch absurden Gesetzesvorschlägen durchkommen.

Die EU plant – zunächst – 800 weitere Produkte zu regulieren. Vom Staubsauger über die Plastiktüte bis zur Kaffemaschine ist alles dabei. Ausgerechnet Günther Oettinger, einst Ministerpräsident der einst wirtschaftsnahen CDU, will die Planwirtschaft auf europäischer Ebene durchpauken. Der Energiespar-Zar droht den Bürgern, dass ihr ganzes Leben auf dem Prüfstand steht: »Es geht um den Haushalt insgesamt. Wir haben im Haushalt, vom Keller bis zum Dach, von der Waschmaschine bis zum Kühlschrank, vom Fernsehgerät bis hin zur Glühbirne und der Beleuchtungstechnik jede Menge Einsparmöglichkeiten, und die gehen wir an«.

[....]

An der »Energiesparlampe« ist das schön zu erklären. In einer Marktwirtschaft sind knappe Ressourcen teurer. Das bedingt das eherne, von keinem Bürokraten außer Kraft zu setzende Gesetz von Angebot und Nachfrage. Wenn ein Produkt also teurer ist, verschwendet es mehr knappe Ressourcen. Das heißt, die Natur wird unnötig »ausgebeutet«.

Letztendlich sind alle Kosten Energiekosten, sogar die Arbeitskraft. Menschen wandeln Nahrung in Energie um, verbrauchen Strom im Haushalt, auf dem Weg zum Arbeitsplatz und so weiter. Wenn also ein Produkt mehr kostet als ein anderes, wird im gesamten Produktionsprozess mehr Energie verbraucht. Exakt das trifft auch auf die »Energiesparlampe« zu. Sie ist teurer, weil bei ihrer Produktion mehr Energie verbraucht wird als bei der Glühbirne. Diesen Nachteil kann sie über den Lebenszyklus nicht mehr herausholen, sonst wäre die Gesamtkostenbilanz positiv. Unnötig zu erwähnen, dass die Beispielrechnungen der Industrie natürlich mit Vorsicht zu genießen sind, aber selbst in diesen ergibt sich keine positive Bilanz. Der Heizeffekt der Glühbirne, der ja dazu führt, dass weniger geheizt werden muss, wird auch nicht berücksichtigt. Eine korrekte Ökobilanz vorzulegen weigern sich die Hersteller, weil sie natürlich negativ sein muss. Nebenbei ist die »Energiesparlampe« extrem gesundheitsschädlich, nicht nur wegen des Quecksilbers, sondern auch wegen des eindimensionalen Lichts, das weniger Spektren aufweist als das natürliche Licht und das der Glühlampe.

Das sind aber nur Details. Wir erleben hier einfach das immer selbe Ergebnis von Planwirtschaft: Höhere Preise und schlechtere Versorgung, Mangelwirtschaft eben. Um das noch an ein paar weiteren Beispielen klar zu machen: Die EU will auch verschiedenste Produkte regulieren, die eine Stand-by-Funktion haben. Ein Gesetz aus dem Jahre 2008 legt bereits jetzt Obergrenzen für Geräte von Radios bis zur Fritteuse für den Verbrauch im Aus-Zustand und im Stand-by-Modus fest.

[....]

Willkommen in der schönen, neuen, grünen Weltordnung.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/oliver-janich/energiespar-zar-oettinger-setzt-die-oekodiktatur-der-wohlmeinenden-vollidioten-durch.html

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Gruß

Der Honigmann

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u.a.: Medienskandal: Journalistenverein lässt sich von Industrie bezahlen, Heute Bundesverfassungsgericht: Sind die Euro-Hilfen verfassungskonform?, Euro-Rettungsschirm: »Rentner gehören zu den ersten Opfern«, Gold: Erste Bank rechnet mit 2.300 Euro je Feinunze, Nukleargefahr: Wettrüsten zwischen Iran und Saudi-Arabien, Außenminister: Türkei soll so schnell wie möglich in EU, Umgeschwenkt: Türkei entzieht Gaddafi Unterstützung, Deutschfeindlicher Hintergrund: Muslimische Täter wegen Mordes angeklagt, Einbruchszahlen gestiegen: Briten dürfen sich mit Schürhaken wehren, Wissenschaftler: Mega-Erdbeben in Kalifornien steht unmittelbar bevor….

http://info.kopp-verlag.de/video.html

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Gruß

Der Honigmann

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Europa Parlamentarier bei der „Arbeit“ in Brüssel:

Ein SOS-Leser schreibt dazu:

ARBEITEN kann SOOO ermüdend sein!
Für zumindest € 12.000.- pro Monat  wär ich auch gern dabei!

Jetzt weiss  ich auch,  wo die vielen „guten“ Ideen herkommen und unser Geld  hinkommt!!!

Ergänzung:
Die Einzigen, die offensichtlich wirklich „ARBEITEN“ sind die korrupten Lobbyisten, die sich dafür noch zusätzlich kaiserlich entlohnen lassen!
(siehe Ernst Strasser und Co.!)
Mit Sicherheit wurden Lobbyisten auch von der Sparlampen-Industrie „finanziell erleuchtet“, um diesen giftmüllproduzierenden Schwachsinn durchzusetzen.
Ich habe noch KEINE EINZIGE Sparlampe bis zur angegebenen Leuchtstundendauer einsetzen können!

http://sosheimat.wordpress.com/2011/04/09/viva-europa/

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Gruß

Der Honigmann

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Erinnern wir uns: Noch vor wenigen Wochen wußte die Regierung ganz genau, in welche Richtung ihre Energiepolitik marschieren muß: Die erneuerbaren Energien als alle Probleme lösende Verheißung am Horizont mit der Kernenergie als “Brückentechnologie”. Um diese Brückentechnologie aus der rot-grünen Laufzeitbeschränkung zu befreien, gab es dann vor nicht langer Zeit das Gesetz zur Laufzeitverlängerung, das bereits Zeichen von innerer Zerrissenheit der Koalition aufwies. Das war dann auch schon alles. Von einer konsequenten, vorausschauenden, dem extrem Energie abhängigen Industriestandort Deutschland dienenden Politik war schon damals nichts zu sehen.

Merkel & Westerwelle; verantwortlich für die abstruse Energiepolitik

Die Widersprüche der bisherigen Energiepolitik

Bereits diese Politik war von Widersprüchen und von der Nichtbeachtung entscheidender Tatsachen gekennzeichnet:

Es ging immer nur um die Stromerzeugung, genau wie es die Grünen von Anfang an in ihrer ideologischen Verengung auf Kernenergie und Kohlekraftwerke postulierten und wie es die schwarz-gelbe Bundesregierung unbegreiflicherweise übernahm und fortsetzte.

Daß die weitaus größte Energiemenge in unserem Land der milden Sommer und kalten Winter in die Wärmeerzeugung fließt und die mit Absicht fernab der Ballungszentren errichteten Kern- und Kohlekraftwerke niemals mit ihrer großen  Abwärme (70 % bei Kernkraft, 60% bei Kohlestrom) über logischerweise auch fehlende Fernheiznetze zur Heizung von Wohn- und Gewerbegebäuden beitragen konnten und daß deshalb Erdgas und Heizöl in riesiger Menge importiert werden müssen: Das war nicht das Energie-Hauptthema dieser Regierung. Es gab dazu nur unattraktive Haussanierungs-Programme und Fördermittel für teure und wirtschaftlich  fragwürdige Techniken wie Wärmepumpen und Solarwärme.

Auch die größte deutsche Stromerzeugungs-Quelle Kohlekraft kommt in der Energiepolitik der Regierung nicht vor – außer in der auch in 15 Jahren nicht realisierbaren Forderung nach einer Abtrennung und unterirdischen Einlagerung von CO2. Von einem gezielten Ausbau der Kohlekraftwerke mit den neuesten Techniken, die ihren Wirkungsgrad auf über 45% steigern konnten – mit entsprechend weniger Abwärme und CO2 – und dem dann möglichen Abschalten alter, ineffizienter  Kohlekraftwerke ist keine Rede. Der Grund dafür ist wiederum Ideologie: Kohlekraftwerke hält man für “Klimakiller”.  Daß allein China alle 4 Tage ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen läßt und in den meisten Ländern ebenfalls massiv in neue Kohlekraftwerke investiert wird, stört die deutschen Gegner dieser neben Kernkraft einzig verbleibenden Möglichkeit der Grundlaststrom-Erzeugung keineswegs. Ohne Kernkraftstrom  wird Deutschland allerdings seine Klimaziele weit verfehlen und mit den nun notwendigen neuen Kohlekraftwerken wird sich  Frau Merkel endgültig von ihrer geliebten Rolle als Weltretterin verabschieden. Zeit also, weiteren Ballast bisheriger Überzeugungen über Bord zu werfen. Daß sie gleichzeitig  aber so dringende Warnungen wie die des führenden australischen Umweltforschers Barry Brook erhält, der soeben Deutschland dringend zum Bau neuer klimaschonender Kernkraftwerke aufforderte und statt dessen die Abschaltung aller “furchtbaren” Kohlekraftwerke verlangte,  wird sie nur weiter noch tiefer in das Gewirr unlösbarer Widersprüche ihrer Politik  stürzen.

Gestützt auf Haare sträubende Gefälligkeits-Gutachten mit wundersamen Zahlen verlegte sich die Regierung auf erneuerbare Energien, die allen Ernstes das Industrieland Deutschland künftig weit überwiegend und absolut zuverlässig, dazu noch wirtschaftlich mit Energie – natürlich wieder vor allem Strom – versorgen sollen.

Das Ignorieren aller dem entgegen stehenden Tatsachen, allem voran die extrem unzuverlässige Wetter- und Tageslicht-abhängige Stromerzeugung durch Windmühlen und Fotovoltaikanlagen bei gleichzeitiger Unmöglichkeit einer Speicherung von Überschuß-Strom und zusätzlicher Gefährdung der Netzstabilität durch zufällige Einbrüche oder Spitzenschübe des grünen Stroms zeigt überdeutlich, daß auch dieser Teil der Regierungspolitik abermals rein ideologiegesteuert ist.

Die Gefahr von Stromsperren ist keineswegs Panikmache: Der Geschäftsführer der Deutschen Energieagentur dena , Stephan Kohler, hat Mitte März in der Presse gewarnt, daß – sollten weitere fünf Reaktoren wegen interner Revisionen abgeschaltet werden – es in Teilen Deutschlands zu Blackouts kommen werde. “Da gibt es nichts zu beschönigen.” Ein früherer Kernkraftausstieg könne nicht nur die Netzkapazität überfordern, er würde auch zu deutlich höheren Strompreisen führen.

Es ist auch bezeichnend, daß die Regierung erst nach 10 Jahren der von Rot-Grün begonnenen massiven Subventionierung von Windkraft und Fotovoltaik – auf Kosten der kleinen Leute, die keine eigenen Häuser besitzen – überrascht feststellte, daß man für diese wild schwankende Stromerzeugung auch Stromspeicher braucht. Woraufhin sie dann weiterhin feststellte, daß diese Speicher weitestgehend fehlen und auch überhaupt keine Techniken zur Verfügung stehen, sie zu realisieren. Man verlegte sich dann auf das Prinzip Hoffnung und Vernebelung, indem man im Prototypstadium befindliche, mit über 50 Prozent Energieverlusten behaftete und zudem unbezahlbare Speichertechniken als irgendwann verfügbar anführte. Und auf das Hoffnungs-Seekabel von Norwegen verwies, dessen Leistung leider aber nur 4 Prozent der installierten Windstromkapazität ausgleichen kann.

Daß auch die schwarz-gelbe Koalition den Subventionsirrsinn des Gesetzes für erneuerbare Energien noch zu steigern vermag, bewies sie mit dem neuen  “Einspeisemanagement” für Windstrom, das seit  Januar 2011 gilt. Netzbetreiber können nun bei einer Netzüberlastung durch  Windstrom diese Anlagen – nach deren entsprechender Umrüstung – rasch herunterfahren.  Das Unglaubliche dabei: Die Windstromerzeuger, deren Strom dann niemand braucht, haben dann Anspruch auf Ersatz für die ausgefallene Einspeisevergütung. Geld für nicht benötigten und dann auch nicht erzeugten Strom – stets von den Verbrauchern zu bezahlen. Bisher kannte man die Bezahlung von nicht erzeugten Produkten nur bei der ebenso irrwitzigen Agrarsubventionierung. Deutschland führt das jetzt auch in seinem Energiemarkt ein.

Peinlicherweise stand in den Gutachten, die den Segen der Erneuerbaren betonten, das schlimme Wort Importstrom. Dieser sollte, wenn mal wieder zu wenig Wind weht, die Stromversorgung retten. Darauf freute sich auch schon Präsident Sarkozy, der auf der Baustelle des neuen Kernkraftwerks Flamanville erklärte, daß Frankreich noch mehr  Kernkraftwerke  braucht – er erwähnte speziell den geplanten KKW-Neubau Penly – weil es in großem Stil Strom exportieren soll. Damit solle Frankreich viel Geld verdienen. An welche Abnehmer er dabei dachte, kann man sich vorstellen.

Die Bundeskanzlerin beeilte sich, dazu zu erklären, daß Stromimporte selbstverständlich nicht in Frage kämen. Aber bereits im März 2011 kam es zu beträchtlichen Stromimporten aus Frankreich und Tschechien. Das wird vermutlich zum Dauerzustand, wenn die gerade abrupt veränderte Energiepolitik Bestand behält.

In dem viel Mineralöl verschlingenden Straßenverkehr haben bisher alle  Regierungen die Chance verschlafen, konsequent die Verwendung von Erdgas voran zu treiben, wie es uns unsere Nachbarn seit Jahren erfolgreich demonstrieren.

Statt dessen fabuliert man – wiederum ideologisch korrekt – von der Elektromobilität, ein schon von der Regierung Kohl mit tollen Prognosen geschmücktes Technikmärchen, das auch heute wegen weiterhin völlig unzureichender Batterien abermals   für  mindestens zwei Jahrzehnte auf Erfüllung wartet. Christoph Huß von der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik betonte, daß „wir nicht vergessen dürfen, daß die technisch-physikalischen Grenzen elektrochemischer Energiespeicher nicht durch politische Sonntagsreden außer Kraft gesetzt können.“

Ein Warnhinweis, den die Physikerin Merkel eigentlich verstehen sollte.

Dann kam Fukushima

Das katastrophale Erdbeben in Japan hat vermutlich 20.000 Tote gefordert. Die deutschen Medien aber berichten vor allem über die Beschädigung  der Atomreaktoren im Kraftwerk Fukushima – und die Regierung verfiel in hysterischen  und unglaubwürdigen Aktionismus. Hastig wurde ein Moratorium mit der vorläufigen Stillegung mehrerer Kernkraftwerke verkündet. Sachlich begründet wurde das natürlich nicht, denn niemand konnte erklären, inwiefern sich denn die bis dahin immer betonte hervorragende Sicherheitslage bei allen deutschen Kernkraftwerken durch ein Erdbeben-Tsunami-Ereignis in Japan verändert hätte.

Die Bundeskanzlerin verkündete gleich noch eine weitere Reaktion auf die Ereignisse in Japan: Man werde jetzt verstärkt die erneuerbaren Energien fördern. Da man sicher davon ausgehen kann, daß sie die Sinnlosigkeit und Gefährlichkeit des weiteren Ausbaus von Wind- und Solarstrom zusammen mit der Lebensmittel und Landschaften fressenden Biogas- und Biotreibstofferzeugung genau kennt, ist auch dieser Schwenk wiederum nichts anderes als eine panische Beschwichtigungsaktion für die Opposition und vor allem für die wutschäumenden Medien.

Dann wurde von der Kanzlerin am 22. März die Berufung eines Kernenergie-Ethik-Rats unter der Leitung von Prof. Töpfer angekündigt.  Dessen Besetzung durch allein drei Kirchenvertreter, einer Politologin, einem Philosophen, einem Soziologen, einer Wirtschaftswissenschaftlerin, zwei Politikern und keinem Energie- oder gar Kernkraftexperten – von insgesamt 13 Mitgliedern -  führt sicherlich zu fundierten Aussagen zu den von Frau Merkel dem Rat gestellten Fragen, wie die “gesellschaftliche Risikobewertung” aussieht und “wie sich ein Ausstieg aus der Atomenergie mit Augenmaß vollziehen lasse”. Woran man sogleich sehen kann, daß dieser Ausstieg von der Kanzlerin bereits vor dem Vorliegen der Erkenntnisse aus der erst noch erfolgenden Sicherheitsüberprüfung beschlossen ist.

Das gewünschte Ergebnis der Ethikrats-Beratungen steht natürlich auch schon fest, da es  durch dessen überwiegende Besetzung mit kritischen Wissenschaftlern und Philosophen neben den Kirchenleuten gesichert ist.

Die politische Führung kapituliert

Die Naturkatastrophe in Japan und ihre irrationalen Konsequenzen allein in Deutschland werfen ein grelles Licht auf den Verfall der Rationalität und die rein angstgesteuerte Verhaltensweise in der politischen Kaste. Man kann von einem großen Sieg des von den Grünen perfektionierten Prinzips der systematischen Angstverbreitung in der Bevölkerung sprechen. Das entscheidende Mittel für den Erfolg dieses Prinzips sind aber die Medien, die jetzt mit ihrer Berichterstattung drastisch allen vor Augen führten, daß ihre wichtigsten Schaltstellen von Grünen und Roten besetzt sind. Auf allen Fernsehkanälen, insbesondere bei ARD und ZDF, gab es in den ersten vier Tagen ausschließlich “Experten” von Greenpeace und den Ökoinstituten Wuppertal und Darmstadt zu sehen, die ihre Chance weidlich nutzten. Dazu kamen Mediziner, die über die Wirkung einer “Verstrahlung” berichteten.

Die Angstfabrik lieferte in kürzester Zeit das gewünschte Ergebnis: Eine hilflose Regierung, die plötzlich angeblich offene Sicherheitsfragen bei den bisher doch absolut sicheren Kernkraftwerken zu klären versprach, die ihre gerade erkämpfte Laufzeitverlängerung in Frage stellte,  die eine weitere, noch stärkere Förderung der Erneuerbaren zusagte, die unter Hohn und Spott alles auf den Opferstein zu legen bereit ist, was Grüne und SPD fordern.

Seit Ende März 2011 ist diese Einschätzung keine Ironie mehr, denn der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer lieferte soeben die offizielle Bestätigung. Er erklärte laut dapd/rtr/rb wörtlich: “Die Tat ist jetzt entscheidend, nicht die Analyse.”

Niemals zuvor hat ein führender Politiker eine derartige Bankrotterklärung abgegeben, die aber keineswegs nur für ihn gilt. Erst ohne Not und nur aus Medienangst hektisch-panisch handeln, und zwar entschlossen, und dann besser hinterher gar nicht mehr über Sinn und Nutzen der Tat nachdenken, weil das ja eigentlich wieder nur unangenehm sein würde.

Diese Worte des CSU-Vorsitzenden sollten die passende Überschrift für die neue “Energiewende” werden, die Frau Merkel ankündigt.

Dr. Ing. Günter Keil für EIKE St. Augustin,  2.4.2011

Update vom 4.4.11

Bild Deutschland holt Atomstrom aus Frankreich und Tschechien

Datenquelle: Wilfried Heck dort www.entsoe.net/data.aspx

Berlin – Deutschland muss wegen der Abschaltung von sieben Kernkraftwerken Strom aus dem Ausland einführen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Atomstrom!
Nach Angaben des europäischen Netzbetreiberverbands Entso-E importiert Deutschland seit Mitte März bis zu 6000 Megawatt* Strom, um den Bedarf zu decken. Das entspricht der Leistung von vier großen Atomkraftwerksblöcken oder rund acht Prozent des täglichen Strombedarfs Deutschlands (ca. 80.000 Megawatt).

Voller Artikel hier

* Der Bildzeitung unterläuft -wie so vielen im Mediengeschäft- der Fehler elektrische Leistung in z.B. Megawatt und elektrischer Arbeit in z.B. Megawattstunden nicht auseinanderhalten zu können. Es müsste also hier 6000 MWh b.z.w. 80.000 MWh heißen. An der Tatsache, dass wir elektrische Arbeit in großen Mengen importieren müssen ändert das aber nichts. Mit Dank an Leser Stirnberg für den Hinweis.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/deutsche-energiepolitik-endgueltig-in-der-sackgasse/

Gruß

Der Honigmann

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Sanierungsfall:

Wer macht Deutschlands Industrie kaputt?

Von Helga Zepp-LaRouche,
Bundesvorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität

Warum ist Deutschland ein “Sanierungsfall” mit real 9 Millionen Arbeitslosen? Warum hat Berlin nur noch 5% der Maschinenbaukapazitäten von 1989? Warum stürzen immer mehr Bundesbürger in die Armut ab? Davon handelt die neue Broschüre der Bürgerrechtsbewegung Solidarität.


Felix Rohatyn und die Bank Lazard
Lazard in Berlin

Die Treuhand


Auf das gigantische Ablenkungsmanöver “Fußballweltmeisterschaft” folgt nun der Katzenjammer. Denn während man sich von der Fußballmanie anstecken ließ und von Party zu Party rannte, fand in Deutschland der größte Angriff auf den Lebensstandard der Bevölkerung und Abbau der sozialen Errungenschaften seit den 30er Jahren statt. Bundeskanzlerin Merkel schockierte die Öffentlichkeit mit ihrer Formulierung, Deutschland sei ein “Sanierungsfall”, was ja wohl die Idee beinhaltet, daß der Staat bankrott ist.

Aber warum ist das so? Warum haben wir in Deutschland inzwischen rund neun Millionen Arbeitslose, warum haben wir in Berlin nur noch fünf (!) Prozent der Maschinenbaukapazitäten von 1989, warum verlieren wir seit Jahren jährlich rund 40 000 mittelständische Betriebe, warum droht ein Großteil der noch verbliebenen Industrie in den Osten verlagert zu werden? Warum stürzt ein immer größerer Teil der Bevölkerung in die Armut ab? Und warum tut die Regierung nichts, um diesem katastrophalen Kahlschlag Einhalt zu gebieten?

Die gegenwärtige Systemkrise ist einerseits das Resultat des Wertewandels, der seit nun beinahe 40 Jahren die G-7-Staaten von Gesellschaften von Produzenten in nachindustrielle Gesellschaften von Konsumenten und Spekulanten verwandelt hat. Dieser Prozeß ist seit fast vier Jahrzehnten im Gang. Aber was darüber hinaus in Berlin seit 1991 und vor allem in den letzten Jahren geschieht, ist bewußte Demontage, absichtliche Deindustrialisierung. Aber warum? Wer könnte ein Interesse daran haben, Berlin zu ruinieren, wer könnte absichtlich Deutschland als Industrienation kaputt machen wollen?

Um diese Frage richtig zu beantworten, muß man den größeren strategischen und historischen Kontext zu betrachten. Und auch wenn der gestreßte Zeitgenosse sich oftmals weigern will, die größeren Zusammenhänge zu betrachten, und insistiert: “Ich will aber wissen, wie ich mein persönliches Problem hier und jetzt lösen kann”, dann muß ganz klar gesagt werden, daß die Welt eben komplizierter ist, und daß man das persönliche konkrete Problem nur lösen kann, wenn man die größeren Zusammenhänge durchblickt.

Wir haben heute nicht nur mit Ausnahme einiger Wachstumsländer eine weltweite Depression, die in ihrem Ausmaß sogar über die der 30er Jahre hinausgeht, es gibt heute auch wieder internationale Finanzkräfte, die wie die Kartelle in den 20er und 30er Jahren um ihrer ungezügelten Profitgier willen versuchen, faschistische Wirtschaftspolitik durchzusetzen. Wenn sie dabei wertvolle industrielle Kapazitäten zerstören, wie es z.B. die Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften tun, ist ihnen das letztlich sogar recht, denn die Drahtzieher hinter diesen “Heuschrecken” streben aus ideologischen Gründen eine neofeudale Weltordnung an, in der sie die Macht besitzen, indem sie Rohstoffe, Energie und Sachwerte kontrollieren.

Irrtümlicherweise denken viele Leute, daß hinter diesen Heuschrecken irgendwie “die USA” stecken. Aber ein gigantischer Skandal, der in den USA im Falle des Bankrotts der Autoindustrie aufgedeckt worden ist, verdeutlicht, daß die Vereinigten Staaten von diesen Finanzinteressen genauso kaputtgemacht werden wie Europa und die Entwicklungsländer. Werfen wir einen kurzen Blick auf diesen Skandal, denn er hilft uns zu verstehen, was in Deutschland und in Berlin passiert.

Felix Rohatyn und die Bank Lazard

Seit etwa Februar vergangenen Jahres wurde deutlich, daß beinahe der gesamte amerikanische Autosektor, der immerhin ein Drittel der amerikanischen Maschinenbaukapazitäten ausmacht, wegen einer inkompetenten Politik der Manager vor dem Bankrott steht. Der amerikanische Oppositionspolitiker Lyndon LaRouche entwarf daraufhin einen Plan, wie man diese wertvollen Kapazitäten retten könnte, indem man sie umrüstet, um andere Güter für den Ausbau der im Argen liegenden amerikanischen Infrastruktur zu bauen – z.B. den Transrapid, Schleusen, Kraftwerke etc. LaRouche formulierte diesen Plan als Gesetzesvorlage für den Senat, der staatliche Notkredite für den Schutz und Umbau des Autosektors zur Verfügung stellen soll. Eine große Anzahl betroffener Betriebsräte und Vertreter der Autogewerkschaft UAW haben sich seitdem gemeinsam mit der LaRouche-Jugendbewegung im US-Senat für diese Initiative eingesetzt.

Als Hauptgegner LaRouches stellte sich der Banker Felix Rohatyn vom Bankhaus Lazard heraus, einer der Hauptgeldgeber vieler Senatoren, der diese ganz direkt mit dem Argument gegen LaRouche einzunehmen versuchte, dieser wolle die Autoindustrie nationalisieren. Aber es sollte noch dicker kommen: Die Gerichtsakten über das Konkursverfahren des größten US-Autozulieferers Delphi belegen, daß niemand anderer als dieser Felix Rohatyn bereits am 1. Mai persönlich den Plan zur vollständigen Auslagerung der Produktion des Delphi-Konzerns in Billigproduktionsländer, Vernichtung der Arbeitsplätze in den USA und Nichterfüllung der betrieblichen Rentenverpflichtungen mit seiner Unterschrift abzeichnete. Die Dokumente belegen, daß die Firmen Rohatyn Associates und Rothschild, Inc. Delphis totale “Globalisierung per Konkurs” planten, wie es Business Week in der Ausgabe vom 24. April nannte.

Als dieser Auslagerungs- und Bankrottierungsplan, der intern dem Kodenamen “Nordstern” trug, umgesetzt wurde, wurden zunächst die Gehälter der Autoarbeiter halbiert, während sich das Management in einem “Kompensationsplan” 400 Millionen Dollar zuschusterte; dann wurden innerhalb von 45 Tagen 30 000 Facharbeiter entlassen, denen man als Ersatz für ihre Rentenansprüche lächerlich geringe Abfindungen bot, und gleichzeitig eine ganze Reihe von Delphi-Werken über das Internet (!) versteigert. Und um das Maß voll zu machen, heuerte das Delphi-Management noch einen Rechtsbeistand für die UAW-Gewerkschaft für die Abwicklung der Arbeitsplätze an, den dieses Management großzügigerweise finanzierte – und wer war dieser “Rechtsbeistand”? Derselbe Felix Rohatyn, der den ganzen Plan eingefädelt hatte!

Die Dokumente belegen eindeutig, daß Rohatyn die treibende Kraft der Abwicklung des amerikanischen Autosektors ist, bei dem es direkt und indirekt um eine Million Arbeitsplätze geht! Dazu muß man wissen, daß die von ihm repräsentierte Bank Lazard (früher Lazard Frères) in Dokumenten der US-Regierung aus dem Zweiten Weltkrieg als die Bank identifiziert wurde, die zusammen mit der Banque-Worms-Gruppe zu den synarchistischen Finanzkreisen gehörte, die Mussolini und Franco unterstützt und Hitlers Machtergreifung finanziert hatten. Zu diesen Unterstützern Hitlers gehörten bekanntermaßen auch der Chef der Bank von England Montagu Norman und das Bankhaus Brown Brothers Harriman.

Lazard in Berlin

Was hat das alles mit Berlin zu tun? Eine ganze Menge. Denn während Felix Rohatyn Ende der 90er Jahre US-Botschafter in Paris war, war ein gewisser John Kornblum US-Botschafter in Berlin, und dieser Herr Kornblum ist heute der Deutschlandchef von Lazard in Berlin.

In einem Interview mit dem Internetnachrichtenbrief Berlinboxx gab Kornblum im letzten Jahr seine Vorstellungen für die Zukunft Berlins zum besten: “Berlin könnte seine Stärken in der Wissenschaftslandschaft bündeln und z.B. den Weg Bostons einschlagen. Vor 30 Jahren war Boston eine Stadt, die nach Wegen für die eigene Zukunft gesucht hat. Boston hat seine Universitäten genutzt, um Wissensstadt und -standort zu werden.” Kornblum betont, seine Hauptorientierung in Berlin sei nicht, Geschäfte zu machen, sondern die “Nähe zur Politik” zu suchen.

Nun muß man aber wissen, daß die Nutznießer des “Bostoner Modells”, bei dem in den 70er Jahren unter dem Stichwort “Stadterneuerung” ein massiver Industrieabbau und die Verwandlung ehemaliger Industriegebiete und Arbeitersiedlungen in riesige Spekulationsobjekte im Dienstleistungsbereich stattfand, eine Gruppe von Bostoner Banken und Versicherungen war, die unter der Bezeichnung The Vault, “der Tresor”, bekannt sind. Innerhalb weniger Jahre wurde damals die Infrastruktur der Stadt, einschließlich so lebenswichtiger Dienste wie Polizei, Feuerwehr, Kanalisation und Krankenhäuser so weit abgebaut, daß sie kurz vor dem Zusammenbruch stand.

Im Prinzip ist in Berlin das gleiche schon in den letzten 15 Jahren geschehen: Die massive Deindustrialisierung ging einher mit der Förderung von Banken, Versicherungen, Medien, Film und “Hightech”, mit der Folge, daß es in der Stadt rund 500 000 Arbeitslose und viele verarmte Menschen gibt. Aber für Leute wie John Kornblum sind das halt die “Losers”, die “Verlierer”, gegen die das “Global business” der Globalisierung “seine Methoden verteidigen” müsse, wie er kürzlich in einer Rede sagte.

Überhaupt halten Rohatyn und Kornblum nichts vom souveränen Nationalstaat, in dem die Politik den Bürgern Rechenschaft schuldig ist. Ihrer Meinung nach ist der Nationalstaat in der Welt der Globalisierung nicht mehr wichtig; vielmehr sollen die Städte eine größere Rolle spielen, und da vor allem das Zusammenspiel von smarten Bürgermeistern und “privaten Investoren”, die die früher vom Staat im Sinne des Gemeinwohls verwaltete Infrastruktur privatisieren. Zu diesem Zweck lancierten Rohatyn und Kornblum im Jahr 2000 eine internationale Bürgermeisterinitiative, die im wesentlichen den Zweck hat, weltweit Bürgermeister zu vernetzen, welche bereit sind, das städtische “Tafelsilber” an Spekulanten zu verhökern und alle Bereiche wie Verkehr, Strom- und Wasserversorgung, Kanalisation etc. an profitgierige Privatanleger zu verkaufen. Die gestiegene Rechnung kann dann die Bevölkerung bezahlen.

Diese Finanzgruppen, von denen Lazard nach Ansicht von Marktinsidern nur die aggressivste ist, haben auch keine Hemmungen, mit ihren Beratungen bei “Umstrukturierungen”, “Übernahmen” und “Fusionen” von Firmen sowie dem anschließenden Verkauf von “Filetstücken” und mit der Schließung von gesunden, schwarze Zahlen schreibenden Firmen riesige Industriekapazitäten zu vernichten. Dabei geht es zwar auch um Profit, aber mehr noch um Kontrolle.

Ein Beispiel für dieses Vorgehen ist die Rolle, die Lazard in Berlin bei der Schließung der Firma CNH (Case and New Holland) spielte. CNH übernahm die Berliner Traditionsfirma Orenstein und Koppel, die Baumaschinen, Traktoren und Straßenbaumaschinen auf höchstem technologischen Niveau gebaut hatte. Orenstein und Koppel hatten ihre Produktion in den 90er Jahren in Berlin ausgeweitet, bis sie von CNH, einem Zusammenschluß von Case und New Holland, übernommen wurden. Die Beraterfirmen für diese Fusion waren Goldman Sachs, Credit Suisse und Lazard Freres.

Die Übernahme von Orenstein und Koppel durch CNH wurde 2001 mit 70 Millionen Euro vom Berliner Senat unterstützt, mit dem “Versprechen”, daß die Produktion in Berlin verbliebe. Inzwischen hält der italienische FIAT-Konzern 71 Prozent Anteile an CNH, und bis 2001 saß Felix Rohatyn im Vorstand von FIAT. Ungeachtet aller “Versprechen” kündigte das Management von CNH 2005 an, man werde die Fabrik in Berlin schließen und die Produktion nach Italien verlagern. Die CNH-Arbeiter streikten mehrere Wochen lang, aber weil eine Arbeiterfamilie gewöhnlich finanziell keinen langen Atem hat, akzeptierten sie kürzlich Abfindungszahlungen, und die Fabrik wird im Dezember schließen. Bezahlt CNH jetzt die 70 Millionen an den Senat zurück?

Wie immer arbeitet das Lazard-Netzwerk dabei nicht nur von einer Seite. Eine interessante Figur ist in diesem Zusammenhang der internationale Vorsitzende von CNH bis 2004, Jean-Pierre Rosso, der französische und amerikanische Staatsangehörigkeit besitzt und ausführliche Erfahrungen im Afrikageschäft von Honeywell Frankreich hat. Rosso sitzt heute u.a. im Vorstand von EURAZEO, die als eine der aggressivsten privaten Beteiligungsgesellschaften gilt. Und wer ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats von EURAZEO? Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Lazard, Michel David- Weill!

Die Wirtschaftszeitung Business Week beschrieb die Operationen von EURAZEO als wichtigem Akteur für die drei vereinigten Bankhäuser von Lazard in Paris, London und New York: “Der Zeitplan hätte für EURAZEO, das von David-Weill kontrolliert wird, nicht günstiger sein können. Europa entwickelt sich schnell zum gelobten Land für Übernahmen durch Beteiligungsgesellschaften. Agenturen wie die französische oder deutsche Telekom stoßen Teile von sich ab, um ihre Schulden zu reduzieren, ebenso wie Konzerne, die in Schwierigkeiten sind, wie ABB und Alstom.”

Hier ist von der brutalen Übernahme durch die berüchtigten “Heuschrecken”, durch Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften die Rede, die seit einiger Zeit in Deutschland und anderen Ländern alles übernehmen, was nicht niet- und nagelfest ist: Großunternehmen wie ABB und Telekom, mittelständische Betriebe, Villen, Sozialbauten, Schlösser – eben Sachwerte für die Zeit nach dem Crash. Diese Übernahmen weiten sich derzeit mit einem fieberhaften Tempo aus. Was auf der Strecke bleibt, ist Deutschland als Industrienation, die sich ein soziales Netz leisten kann.

Die Treuhand

Aber die “Abwicklung” der industriellen Kapazitäten vor allem in den neuen Bundesländern und in Berlin hat natürlich viel früher angefangen. Der entscheidende Einschnitt war die Ermordung des Treuhand-Chefs Detlev Karsten Rohwedder. Man erinnere sich: Am 8. März 1990 beschloß die letzte Volkskammer der DDR die Gründung der Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums (Treuhandanstalt) mit dem Zweck der “Wahrung des Volkseigentums”. Aber schon bei der Regierung de Maizière war nicht mehr von “Volkseigentum” die Rede, im Gesetzesblatt vom 22.6.1990 hieß es schon “Privatisierung und Reorganisierung”.

Für die gewaltige Aufgabe der Reorganisation der staatseigenen Betriebe – die Treuhand wurde die weltgrößte Industrieholding – wurde im August 1990 Rohwedder berufen, der sich einen hervorragenden Ruf als Retter der Hoesch AG errungen hatte. Rohwedder verstand nicht nur etwas von Realwirtschaft, er hatte auch ein ausgeprägtes Gefühl für die sozialen Folgen der Reorganisation und sah die Notwendigkeit, die Interessen der Arbeitnehmer zu verteidigen.

Aber Rohwedder vertrat von Anfang an eine Minderheitsposition im Vorstand der Treuhand. Birgit Breuel, die sich als niedersächsische Wirtschaftsministerin mit einer spektakulären “Entstaatlichungs- und Entbürokratisierungskampagne” bereits einen Ruf als brutale Privatisiererin erworben hatte, vertrat im Treuhand-Vorstand die genau gegenteilige Position. Sie trat für eine sofortige Privatisierung ohne soziale Rücksichten an.

Aber Rohwedder kam nicht nur durch die Privatisierungsfraktion im Treuhand-Vorstand unter Druck; auch britische und amerikanische Consulting-Firmen und Investmentbanken warfen ihm vor, ausländische Investoren zu blockieren, und es wurde vorgeschlagen, “die ganze Privatisierung an private Investmentbanken abzugeben”, welche dann für ein Erfolgshonorar arbeiten sollten. (Handelsblatt 26.11.1990) Aber auch CDU-Politiker griffen Rohwedder scharf an, darunter Biedenkopf und Geißler, der ihm “Versagen” vorwarf. Seine Erfahrungen mit der explosiven sozialen Lage bestärkten Rohwedder hingegen nur, daß “Sanierung” der Betriebe “vor Privatisierung” gehen müsse, weil die Arbeitsplätze erhalten werden müßten.

Dann wurde Rohwedder am 1. April 1991 erschossen. Die Umstände blieben unaufgeklärt und merkwürdig. Seltsamerweise tauchte eine Woche vorher, “just in time”, eine Story über die RAF-Stasi-Verbindung auf, die sich alsbald als Medienente herausstellte, aber die Diskussion nach dem Mord erst einmal auf die so gelegte Fährte lenkte. Verschiedene Umstände, wie Lücken bei den Schutzmaßnahmen für Rohwedder und mangelnde Fahndungserfolge beim Versuch, das “Phantom RAF” dingfest zu machen, deuten eher auf “privatisierte Geheimdienstkreise” hin, wie sie John Perkins in seinem Buch The Economic Hitmen beschrieben hat. Seltsamerweise gingen die Ermittlungsbehörden nie der Frage nach, ob die Feinde Rohwedders vielleicht im Bereich der internationalen Finanzkreise zu suchen seien, die sehr wohl ein Motiv haben konnten, weil sie in ihm das Haupthindernis für ihre Profitgier sahen.

Das Blatt wendete sich für die Finanzkreise auf jeden Fall schlagartig, als Birgit Breuel die Nachfolgerin Rohwedders wurde. Der Kahlschlag, der mit der nun einsetzenden ungebremsten Privatisierung stattfand, vernichtete das, worin die Bürger der neuen Bundesländer mit Recht ihr Lebenswerk sahen, aber westliche und internationale Finanzhaie machten den großen Reibach.

Wenn man den Prozeß, der in den neuen Bundesländern und teilweise auch in Berlin nach 1991 stattgefunden hat, insgesamt betrachtet, dann muß man feststellen, daß es sich um eine gigantische Enteignung der Bevölkerung gehandelt hat. Das oft bemühte Argument, man habe keinen Präzedenzfall für die Transformation des kommunistischen Systems gehabt, ist purer Sophismus. Lyndon LaRouche hatte sehr wohl ein Konzept für den Aufbau des Ostens, nämlich das Programm des Produktiven Dreiecks Paris-Berlin-Wien. Es beinhaltete die Idee, die industriellen Kapazitäten der neuen Bundesländer und Osteuropas für den Aufbau moderner Infrastruktur zu nutzen und sie gewissermaßen “aufzubrauchen”, bis man sie durch moderne westliche Industriekapazitäten ersetzen konnte. Mit dem “LaRouche-Plan” hätte man im Osten genauso ein Wirtschaftswunder schaffen können, wie dies mit dem Marshallplan in der Bundesrepublik nach 1945 gelungen war.

Natürlich waren Margaret Thatcher und François Mitterrand absolut gegen die Wiedervereinigung und erpreßten Helmut Kohl, sie würden der deutschen Wiedervereinigung nur zustimmen, wenn Deutschland die D-Mark aufgibt und der vorgezogenen Europäischen Währungsunion zustimmt. Und damals sprach man in politischen Spitzenkreisen ganz offen davon, daß die Ermordung des Chefs der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, durch die gleiche angebliche “dritte Generation der RAF” eine klare Botschaft an Kanzler Kohl war, nur ja nicht auf die Idee zu kommen, daß Deutschland nun mit der Wiedervereinigung etwa die Souveränität erlangt hätte.

Diese internationalen Zwänge waren da, aber es ist einfach nicht wahr, daß es keine Alternative zu dem Kahlschlag gegeben hätte, denn auch Herrhausen hatte die Idee, den Osten mit den gleichen Methoden aufzubauen, wie dies mit Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau nach 1945 im Westen geschehen war. Eine diesbezügliche Rede wollte er Anfang Dezember 1989 in New York halten, wozu es durch seine Ermordung nicht mehr gekommen ist. Und als Rohwedder sich für die Sanierung und Schaffung neuer Arbeitsplätze einsetzte, wurde auch dieser getötet. Und Helmut Kohl konnte sich plötzlich nicht mehr an die “blühenden Landschaften” erinnern, die sehr wohl möglich gewesen wären. Stattdessen ließ man die Treuhand und die Finanzhaie gewähren.

Nun hat Birgit Breuel einen interessanten Hintergrund. Sie ist nämlich die Tochter des Hamburger Privatbankiers Alwin Münchmeyer. 1969 fusionierte die Münchmeyer-Bank mit zwei anderen “traditionsreichen” Banken, dem Hamburger Bankhaus Schröder und der Frankfurter Bank Hengst & Co., zur Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. Bank. Zumindest die Schröder-Bank hatte in der Vergangenheit langjährige Beziehungen zum amerikanischen Investmentbanking.

So war der frühere Chef der Schröder-Bank, Baron Rudolph von Schröder, vor dem Zweiten Weltkrieg Vizepräsident der Hamburg-Amerika-Linie (heute Hapag Lloyd), die damals eine Tochterfirma der US-Investmentbank Brown Brothers Harriman war. Brown Brothers Harriman war auch die Bank des Großvaters von George W. Bush, Prescott Bush, über die Gelder an die Nazis flossen. Rudolph von Schröder war ein enger Bekannter Averill Harrimans, eines Miteigentümers der Hamburg-Amerika-Linie, der eine federführende Rolle in der berüchtigten Eugenik-Gesellschaft in den USA spielte, die ihrerseits die größten Sympathien für die Rassentheorie der Nationalsozialisten hatte. Aus Dokumenten der US-Regierung geht hervor, daß man die vielfältige Unterstützung der Hamburg-Amerika-Linie für die Nationalsozialisten sehr wohl im Visier hatte. Ein anderes Familienmitglied war der bekanntere Kurt von Schröder, Mitdirektor der Thyssenhütte, der Hitler direkt finanziell unterstützte und gemeinsam mit Hjalmar Schacht dafür sorgte, daß Hitlers in Deutschland an die Macht kam.

Es ist interessant, daß die Bank Lazard, deren deutsche Filiale 1999 gegründet wurde, einen großen Teil des Kundenstamms der früheren Bank Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. übernommen hat, der übrige Teil ging an die Lloydsbank und dann an UBS. Lazard agiert jetzt als eine Art Schaltzentrale für Privatisierungen und Übernahmen, allerdings haben sie den Ruf besonderer Aggressivität in diesem Geschäft.

Nachdem Birgit Breuel die Treuhand im Interesse der internationalen Investmentbanken umgemodelt hatte, schalteten sich immer mehr Banken ein, die eine Art Maklerrolle bei Unternehmensverkäufen spielten. Die Treuhand arbeitete fortan eng mit Goldman Sachs, S.G. Warburg, CSFB Credit Suisse, First Boston, J.P. Morgan und Merryll Lynch zusammen. Äußerst zufrieden berichtete Goldman Sachs, man habe den Auftrag erhalten, für alle zehn Unternehmen der Petrochemie in den neuen Bundesländern internationale Käufer zu finden. Und wieviel ist von diesen Unternehmen übrig geblieben? Ähnlich zufrieden äußerten sich Goldman Sachs, S.C. Warburg und Merryll Lynch, erst durch die Treuhandprivatisierung habe sich das “M&A-Geschäft” in Deutschland aufgetan – M&A sind Mergers und Acquisitions, also Fusionen und Beteiligungen.

In der Tat hat mit der Treuhand-Übernahme durch Birgit Breuel ein gigantischer Umverteilungsprozeß stattgefunden; für die Banker und Profithaie fiel dabei “mehr als Butterbrot” (O-Ton Breuel) ab, die kleinen Leute wurden aber immer ärmer, ja sie durften noch zusätzlich über ihre Lohnsteuer die immer größeren Haushaltslöcher füllen, die durch die wachsende Arbeitslosigkeit gerissen wurden. Der Ausverkauf, der vor allem in den neuen Bundesländern und in Berlin stattgefunden hat und der gerade jetzt in diesen Monaten noch gesteigert wird, ist so enorm, daß man sich nur entsetzt fragen kann, wieso keine im Bundestag vertretene Partei etwas gegen die “Heuschrecken” und zur Verteidigung des Gemeinwohls tut. Parolen wie die von den Heuschrecken haben sich als Eintagsfliegen herausgestellt. Die Vermutung drängt sich auf, daß diese Parteien entweder korrupt oder völlig inkompetent sind. In beiden Fällen verdienen sie es nicht, wiedergewählt zu werden.

Auf jeden Fall müssen die Strukturen, mit deren Hilfe diese synarchistischen Finanzinteressen die Bevölkerung ausrauben, genauer unter die Lupe genommen werden. Dazu gehören die Bilderberger-Gruppe ebenso wie Consultingfirmen, die sich als wichtiger aufspielen als Regierungen, oder etwa die Atlantik-Brücke, um nur einige herauszugreifen. In letzterer sitzt übrigens neben Birgit Breuel auch Prof. Dieter Feddersen, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Bankgesellschaft, deren Geschichte ein Skandal der besonderen Art ist.

In den nächsten Wochen bis zum Wahltermin in Berlin wird immer deutlicher werden, daß das gegenwärtige System der Globalisierung, das mit IWF, Weltbank und Heuschrecken verbunden ist, hoffnungslos bankrott ist. Es wird auch immer deutlicher werden, daß der Euro nicht funktioniert, weil die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der Eurozone immer extremer werden.

Die Initiative für eine neue Finanzstruktur in der Tradition von Franklin Roosevelts New Deal muß von den USA ausgehen, weil Amerika im Unterschied zu den europäischen Nationen in seiner Verfassung die Voraussetzungen für ein am Gemeinwohl ausgerichtetes staatliches Kreditsystem festgeschrieben hat. Wenn aber von den USA eine solche Initiative ausgehen wird, dann muß es in Europa, in Deutschland und in Berlin verantwortliche Politiker geben, die wissen, wie ein wirtschaftlicher Wiederaufbau in Gang gesetzt werden kann.

Daniel Buchmann wird ein um Größenordnungen besserer Regierender Bürgermeister sein als Diepgen, Momper und Wowereit zusammengenommen.

http://www.solidaritaet.com/neuesol/2006/28/zepp-lar.htm#G1

Hervorhebungen und Bilder von mir…

….alles schon vergessen?

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Gruß

Der Honigmann

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In Deutschland ist es leider üblich geworden, wichtige Entscheidungen in Staat, Wirtschaft, Politik nicht mehr aufgrund realistischer Analysen zum Wohle des Volkes zu treffen.

Ideologische Vorgaben und privater Eigennutz mächtiger Gruppen sind heute maßgebend für die Entwicklung in unserem Land, das dadurch auf eine abschüssige Bahn geraten ist.

Beispiele für dieses Vorgehen sind die Energiepolitik, die Klimapolitik, die Ausbildung der jungen Generation. Es ist absehbar, dass Deutschland verarmt, auch wenn es uns jetzt noch gut geht.

Die deutsche Industrie wird aufgrund fataler Fehlentscheidungen (z.B. bei der Ingenieurausbildung) von der anderer aufstrebender Länder überholt, unser Sozialsystem ist dann nicht mehr bezahlbar.

Die “Arbeitsgemeinschaft Deutsche Energie- und Wirtschaftspolitik” hat sich zum Ziel gesetzt, auf diese Fehlentwicklungen hinzuweisen und Wege aus der Sackgasse, in der wir uns befinden, zu zeigen.

Energiepolitik als Überlebensstrategie der Nation
184 Seiten, viele Abbildungen

(Inhalt herunterladen durch klicken auf Titelbild)

Sie ist nur der Wahrheit verpflichtet zum Wohle Deutschlands, nicht der so genannten politischen Korrektheit. Die Arbeitsgemeinschaft trägt zur Verbreitung von Ideen und Anregungen bei, die dem Gemeinwohl dienen und scheut sich nicht, unbequeme oder unerwünschte Wahrheiten auszusprechen. Sie ist ein freies Diskussionsforum, das keiner politischen Richtung verpflichtet ist.

R. Melisch, H. Schröcke,
S. Schulien, W. Thüne

http://www.adew.eu/

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Gruß

Der Honigmann

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Wenn alles nach Plan läuft, wid das sich im Bau befindliche polnische Nationalstadion rechtzeitig zum Anpfiff der Fußball- Europameisterschaft “Euro 2012″ fertig werden. Nach dem Stand der Dinge könnte es allerdings zeitlich knapp werden, da bisher nur der Rohbau zu 90 Prozent fertig ist und für den Rest gerade einmal gut ein Jahr bleibt. Doch das ist für die Verantwortlichen zumindest zur Zeit nur sekundär, denn jetzt geht es erst einmal um die Vermarktung des Namens für das Stadion. Selbstverständlich wünscht man sich hier einen potenten Partner, wie eine Großbank oder gar der Deutschen Allianz Versicherung, die schon in der bayerischen Hauptstadt alljährlich richtig hinlegt. Aber alles ist noch offen, nur “Gasprom Stadion” darf der neue Stolz nicht heissen, darin sind sich die meisten Polen einig, weil dies an Verrat grenzen würde.

Die Rechte an dem Namen des polnischen Nationalstadiums sind selbstverständlich Elemente eines vorhandenen Business-Plans im Ministerium für Sport in Warschau. Andenken an polnische “Helden” wie Lech Kaczynski, Johannes Paul II oder Lech Walesa können im Geschäft nicht berücksichtigt werden. Sportminister Adam Giersz, auch zuständig für die Finanzen des Stadion- Projektes, wartet nun auf potentielle Sponsoren mit klingenden Namen, die bereit sind mindestens 10 Millionen Zloty (ca. 2,5 Millionen Euro) pro Jahr für diese Rechte hinzulegen. Das ist in der Tat nicht teuer und somit käme unter Umständen sogar ein deutscher Mittelständler zum Zuge. “Müller-Milch Arena”, “Aldi Station” oder “Warsteiner Nationalstadion” klingt doch nicht schlecht und die Aussicht nicht nur 2012 bei der Euro, sondern vielleicht sogar 2030 bei den möglichen Olympischen Spielen in Polen namentlich dabei zu sein, dürfte doch ganz besonders reizvoll sein.

“Polskaweb” wünscht sich natürlich für das polnische Nationalstadion einen Sponsor aus dem Westen, vorzüglich aus Deutschland, den USA, Frankreich oder Italien, der wesentlich mehr als nur jährlich 10 Millionen Zloty für die Namensrechte hinlegt. Man denkt natürlich hierbei in erster Linie an Autohersteller wie Volkswagen, Opel, Ford. MAN oder Fiat, die sich durch polnische Billigarbeiter eine goldene Nase im Verkauf ihrer überteuerten Autos verdienen. Natürlich kann das neuen Stadion auch Deutsche Bank, Telekom- oder Allianz- Arena heissen, alle sahnen ja schliesslich hier gut ab und Fußball ist bekanntlich ein sehr effektives Medium zur Beruhigung der Massen, was dann auch der Arbeitsmoral zugute kommt. Also liebe Vorstände, mal bitte den Herrn Giersz schnell anrufen.
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http://polskaweb.eu/polnisches-nationalstadion-vergibt-namensrechte-87633511.html

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Gruß

Der Honigmann

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