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Posts Tagged ‘Wetterkapriolen’


Drei Tote – Hunderttausende ohne Strom – Schnee in New York City und Washington

New York/Washington – An der Nordostküste der USA hat es einen frühzeitigen Wintereinbruch mit Eis und Schnee gegeben. In Abertausenden Haushalten fiel der Strom aus. Der für die Jahreszeit seltene Schneesturm führte zu Beeinträchtigungen im Flug- und Straßenverkehr.

Der Schneesturm hat mindestens drei Menschen das Leben gekostet. In Temple in Pennsylvania wurde ein 84-Jähriger in seinem Haus von einem Baum erschlagen, der die Schneelast nicht mehr tragen konnte und durch das Dach brach. In Hebron in Connecticut starb ein Mann in seinem Auto. Und in Springfield, Massachusetts, starb ein Mann an einem Stromschlag, als er eine Polizeiabsperrung ignorierte und an heruntergerissene Starkstromkabel geriet.

Halbe Million Haushalte ohne Strom

Nach Informationen des Fernsehsenders CBS waren mehr als eine halbe Million Haushalte von Stromausfällen betroffen, die meisten davon im Bundesstaat Pennsylvania. Allein in der Metropolregion Philadelphia hätten 160.000 Kunden ohne Elektrizität auskommen müssen. Auch in den Staaten Connecticut, New York und Maryland häuften sich die Meldungen über Stromausfälle. Für insgesamt 12 Staaten herrschten offizielle Wintersturmwarnungen.

Der Schneesturm hatte Bäume und Strommasten gefällt. In einigen Orten gab es 15 Zentimeter Schnee – sogar im Central Park in New York fielen drei Zentimeter. Am Flughafen Newark bei New York gab es Verspätungen von bis zu sechs Stunden, wie die US-Luftfahrtbehörde mitteilte. Ähnlich war die Situation am New Yorker Flughafen JFK.

Ergibigster Schneefall im Oktober

Der verfrühte Schneesturm sollte nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes bis Sonntag über weite Teile des Nordostens ziehen. Laut CBS war das der größte Schnellfall im Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1869. Städte wie Allentown in Pennsylvania oder Worcester in Massachusetts mussten nach Angaben des TV-Senders The Weather Channel sogar mit mehr als 30 Zentimetern Schnee rechnen.

“Das ist sehr, sehr ungewöhnlich”, sagte John LaCorte vom Nationalen Wetterdienst in State College, Pennsylvania. Zuletzt wurde in dem US-Staat 1972 ein größerer Schneesturm so früh im Herbst verzeichnet, wie LaCorte sagte. “Das wird sehr gefährlich.”

Es wurde erwartet, dass der Sturm noch schlimmer wird, wenn er weiter nach Norden zieht. Der stärkste Schneefall wurde für Sonntag vorhergesagt. An der Küste wurde mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer in der Stunde gerechnet. “Das ist eher wie im Februar”, sagte ein weiterer Sprecher des Wetterdienstes, Chris Vaccaro.

Die betroffene Region wird nur sehr selten schon im Oktober von Winterwetter mit Minusgraden heimgesucht – in der Regel schneit es dort erstmals im Dezember. Der Schnee wird aber laut der Wettervorhersage ganz schnell wieder verschwunden sein: Für die Wochenmitte werden wieder Temperaturen im zweistelligen Bereich erwartet. Bis Anfang November herrscht im Nordosten der USA häufig der berühmte “Indian Summer” mit sommerlichen Temperaturen und einer romantischen Laubfärbung. Touristen aus aller Welt machen deshalb zu dieser Zeit des Jahres dort Urlaub.

Trotz des frühzeitigen Wintereinbruchs demonstrierten am Samstag erneut zahlreiche Menschen gegen die Macht der Banken. In Washington zogen rund hundert Demonstranten im Eis- und Schneeregen vom Finanzministerium zum Weißen Haus und forderten die Einführung einer Bankensteuer. Der Schneefall konnte auch die Demonstranten im New Yorker Zuccotti Park nicht aus ihren Zelten vertreiben, die dort seit Mitte September im Rahmen der Anti-Wall-Street-Proteste ausharren. Die Demonstranten versorgten sich angesichts eisiger Temperaturen mit Suppe und heißen Getränken. (APA)

http://derstandard.at/1319181582879/Schneesturm-Fruehzeitiger-Wintereinbruch-im-Nordosten-der-USA

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Gruß
Der Honigmann
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Van der Meulen lebt! (langer Text, wichtig)

Hier der Text, den Horst von Hasselbach vor ca. 26 Jahren geschrieben hat, und der bisher nur als Samisdat von Hand zu Hand als Fotokopie im Umlauf war.

DER INTELLIGENTE KULTURDJUNGEL

Das Ende der Weltwaldvernichtung, der Welt Hunger-, Wasser- und Energiesorgen, der Sauerstoff- und Ozonvernichtung und des CO2 -Treibhauseffektes, sowie der Weltarbeitslosigkeit.

Horst v. Hasselbach

Wo heute 2 Milliarden ha Graswildnisse dabei sind, bis zum Ende des Jahrtausends das Doppelte an tropischer Trockenfläche auszumachen, dehnten sich früher tropische Regenurwälder und sorgten für ein lebendiges, dauergrünes Wetter- und Nahrungsgleichgewicht: Das war die bioökologische Intelligenz der Natur. – Dieses natürliche Lebensgleichgewicht auf der Erde durch einen intelligenten Kulturdjungel in den gesamten Tropen wiederherzustellen ist das Ziel der 45-jährigen Entwicklungsarbeit G. F. van der MEULENs, Direktor des Landwirtschaftlichen Beratungsinstituts für die Tropen in Den Haag, und der Stiftung Agriculture Man Ecology (AME) unter Leitung von Aldrik N. COPIJN.
Alle großartigen Lösungen sind einfach. Sie nutzen den natürlichen Lauf der Welt. Und doch ist es nie einfach gewesen, diesen zu erkennen. Ein langes, arbeits- und entbehrungsreiches, aber freudigen und aufrichtigen Herzens durchkämpftes und so erfülltes Leben steht gewöhnlich an der Schwelle zu einem wahrhaft großen Wurf.

G. F. van der MEULEN ist heute über 90 Jahre. 1922 entdeckte er erstmalig mitten in der Trockenzeit auf West Java in einer sonst ausgedörrten Gummiplantage saftig grüne Baumkronen. Ein ihm unbekannter, kriechender und kletternder Schmetterlingsblütler hielt, beim Näherkommen, den Boden bedeckt und hatte den allgemeinen Graswuchs verdrängt. Der sonst überall harte, rissige Boden war hier unter der 30 cm hohen Blatterdecke feucht und zeigte Regenwurmhäufchen. Auszählung eines Spatenstiches ließ auf eine Regenwurmdichte von 150.000 / ha schließen. Überall woanders dagegen war es selbst mit einem Pickel nicht möglich, in den Boden auch nur einzudringen. Was lag hier vor?

G. F. van der MEULEN hatte die erste Pflanze entdeckt, die nicht nur Stickstoff, sondern auch Wasser aus der Luft aufnahm, und durch die Wurzeln wieder in das Erdreich abschied.

Als .wissenschaftlicher Forschungsassistent erkannte er sofort die hierin liegenden praktischen Möglichkeiten. Bald waren Tausende von Hektar in Indonesien mit dem Dauergrüner Centrosema pubescens bedeckt, ergänzt durch die einjährige Pueraria javanica, die zu Beginn der Regenzeit so rasch Blätter bildete, daß der lästige Graswuchs nicht nur unterdrückt, sondern völlig ausgerottet wurde. In der Trockenzeit übernahm dann Centrosema pubescens die Bodenbedeckung und bildete eine unbrennbare Gründecke. – Für Jungpflanzungen entdeckte er später den so nützlichen nichtholzenden Grünbusch Eupatorium odoratum, der ebenfalls Wasser aus der Luft aufzunehmen und in den Boden hinein abzuscheiden in der Lage war. Er belästigte die jungen Baumstecklinge nicht und wich, sobald diese später ihre Kronen entfalteten, von selbst dem entstehenden Schatten und konnte dann durch die Kriech- und Klettergewächse Centrosema pubescens und Pueraria javanica ersetzt werden, die schattenverträglich sind. So gediehen seine Pflanzungen ohne Pflege, wurden ein Jahr früher ertragsreif (Gummibäume im 5. statt im 6. Jahr), wuchsen sattgrün auch in der 6-monatigen Trockenzeit und konnten den Ertrag bald kräftig erhöhen.

Auch der Brandrodung für neue Pflanzlandgewinnung machte er ein Ende, da er nicht einsehen konnte, wozu es gut war, riesige Mengen Biomasse einfach zu veraschen, und das nur, um die Nährsalze der Asche dann – da das Abbrennen gewöhnlich kurz vor Einsetzen der Regenzeit geschieht, um das gefällte Holz bis dahin gut austrocknen zu lassen – mit den ersten Sturzregen davonschwimmen zu sehen! Er ließ also die gefällten Bäume einfach liegen und sorgte für sofortige Oberwucherung durch Centrosema pubescens und Pueraria javanica. Am Ende der Regenzeit war dann das Weichholz von selbst verrottet und wurde durch die Regenwürmer dem Humus zugeführt, statt daß dieser in der Trockenzeit ausdörrt und fortgeweht wird. – Nur die wenigeren Hartholzstämme bleiben liegen, was aber eher nur ein Schönheitsfehler ist. Das für die Verrottung ‘verlorene’ eine Jahr wird durch das mit der früheren Ertragsreife gewonnene Jahr wieder wettgemacht. – Dieses Verfahren wurde jedoch von dem so unbiologischen Ordnungsgeist anderer Plantagenbesitzer nicht nachgeahmt. Für die Zukunft aber spielt es eine bedeutende Rolle.

Um zu verstehen, daß van der MEULEN über die begrenzte Anwendung seiner Entdeckungen hinausdachte und weiterforschte, muß man sich die Waldvernichtung in den Tropen veranschaulichen: die Brandrodung diente ja nicht der Gewinnung von Dauerkulturböden, sondern führte dazu, daß bald neuer Wald niedergebrannt werden mußte, weil die soeben gewonnenen Ackerflächen schon nach 2 bis 3 Jahren aufgegeben wurden: Schon im ersten Jahr wurden 20 cm Ackerkrume fortgespült und fortgeweht! Der Boden wurde trocken, sauer, ausgelaugt und unfruchtbar. Quäkenartiger Graswuchs machte sich breit und erstickte alles Wachstum mit seinem Wurzelfilz. – Der auf wieder aufgegebenem Land nachwachsende Wald war so kümmerlich, daß einer 2. Brandrodung nach 20 Jahren unweigerlich die Trockensteppe folgte, reine Graswildnis.

Die -Eingeborenen müssen heute schon, Kinder, Frauen, Greise, stunden- bis tagelang gehen, um etwas Trockenholz für ihre Feuerstelle zu sammeln. Und nicht nur Äcker, sondern auch Kaffee- und Kakaoplantagen mußten zu Hunderten von Millionen Hektar aufgegeben werden, weil der Graswuchs unter den Bäumen den Boden in der Trockenzeit nicht schützen konnte und ausdörren ließ! So verlor er rasch an Fruchtbarkeit, und die Plantagen rentierten sich nicht mehr.

So weicht immer mehr Wald der Steppe, und die Graswildnisse drohen zur Wüste zu werden!!!

Gleichzeitig fehlt es an Grünwuchs, um die zunehmenden CO, -Mengen der industriellen Öl-, Kohle- und Gasverbrennung wieder zu assimilieren und der Luft zu entziehen. Und die mit der Verschmutzung und Vergiftung der Weltmeere einhergehende Bedrohung des Planktons (grüne Einzelleralgen, die auch dem Fischbestand als Nahrung dienen) als Sauerstofferzeuger (frische Meeresluft!) kann durch die Vernichtung der tropischen Regenwälder nicht mehr ausgeglichen werden. Schließlich wird auch der vor schädlicher UV-Strahlung schützende Ozongürtel unserer Lufthülle weniger durch Spraydosen als durch Stickstoffkunstdünger zerstört (mindestens doppelte Faktorwirkung) Der Stickstoff von Ammonium Sulfat geht an der Luft in Stickoxyd über, das nicht nur Ozon zerstört, sondern dann selbst sauer abregnet und so heute auch unsere Wälder vernichtet! Die Chemische Industrie aber sieht in der immer unfruchtbarer werdenden Welt die Chance, den Verkauf von Kunstdünger in der 3. Welt zu verfünffachen! Die offiziellen Stellen der Regierungen und der UNO folgen diesem Trend und unterstützen nur technische Bewässerungsvorhaben, ohne biologische Absicherung, die daher vermehrte Kunstdüngergaben und Pestizidverseuchung im Gefolge haben. Aber die Brunnen versiegen, wenn die dauergrüne Bodendecke fehlt! Und so sind bislang alle Versuche, der wachsenden Wüste auf Dauer Einhalt zu gebieten fehlgeschlagen.

So bedeutet die Waldvernichtung zugleich Sauerstoff-, Ozon- und Wasservernichtung.

Sie kann auch den Treibhauseffekt des zunehmenden Kohlesäuregehalts der Luft nicht mehr ausgleichen und entblößt uns nach Auslaufen der Erdöl- (in 30 Jahren!) und Kohlevorräte (in etwa 100 Jahren) jeglicher Möglichkeit, Sonnenenergie wieder auf natürliche Weise in Brennstoff zu verwandeln. – Die mit vielen, auf die Dauer nicht beherrschbaren Gefahren verknüpfte Atomenergie – deren Uranvorräte zusammen mit dem Erdöl erschöpft sein werden – stellt auch keine Abhilfe in Aussicht.

So steht die Menschheit arbeitslos (!!!) Hunger und Untergang gegenüber, und 70 Millionen sterben heute schon jährlich Hungers in der 3. Welt.

Wenn nun die Waldvernichtung all dies im Gefolge hat, so mußte die Wiederherstellung eines dauergrünen Erdballs auch all diese Sorgen wieder überwinden können. Das konnte nun aber nicht ‘zurück in den Urwald’, sondern mußte vorwärts zu einer dauergrünen Kulturlandschaft heißen!

Es galt also vor allem, die Trockenbrache zu beenden: Läßt man nach der Ernte in den Tropen den Acker umgepflügt liegen, so verschwindet mit der Trockenheit auch die colloidale, durch das sichtbare und unsichtbare Bodenleben bedingte klebrige Bodenbindung: Und schon wird die Bodenkrume zu Staub, und der nächste Sturm weht sie fort. Kommt schließlich die Regenzeit, wird alles in Sturzbächen fortgespült. Hier setzte van der MEULEN den ‘Simultanfruchtwechsel’ zur Dauergrünvorsorge ein: Schon 2 bis 4 Monate vor der Ernte, je nach Kultur, wird in die stehende Nutzfrucht bereits eingesät und eingepflanzt, was nach der Ernte als unbrennbare Gründecke auch in lang anhaltender Trockenzeit den Boden schützen und mit Wasser aus der Luft zur Erhaltung des Bodenlebens versorgen soll. Hier konnte ein Bodenbewuchs erzielt werden, dessen Verdunstungsleistung 1000 bis 2000 mm Niederschlägen entsprach, obwohl nur 300 mm Regen fielen. Und je nach Bedarf konnte diese Bodendecke zwischen 40 cm und 3m hoch eingestellt werden. Ende des Jahres wurde sie, kurz nach Beginn der Regenzeit, – genutzt um eben noch einen kräftigen Schuß Biomasse hinzuzugewinnen, .abgeräumt und unter dem Wurzelhals abgeschnitten. Zwischen die hohen Mulchhaufen konnte dann die Nutzfrucht: Mais, Trockenreis, Kartoffeln, Hirse, Bohnen, Maniok u.a. ausgebracht werden.

Die Dauergrünvorsorge wurde durch bioökologisch gesicherten Wasserschutz ergänzt: Flache, mit geeigneten Pflanzen befestigte und nur sanft geneigte Wassereinzugsgräben sammelten das Wasser in selbstreinigenden Abzugsgräben und führten es dem natürlichen Bach- und Flußsystem zu. Dieser grünfeste Wasser- und Bodenschutz wurde zum Ausgangspunkt der 3. Verfahrenslinie: der Bodengesundung schon aufgegebener Böden.

Während noch bebaute Böden durch den grünfesten Wasser- und Bodenschutz und Simultanfruchtfolge zur Dauergrünvorsorge ausreichend wieder gesundeten, so daß sie nicht aufgegeben werden mußten, sondern erstmals als Dauerkulturen geführt werden konnten, mußten die längst aufgegebenen Graswildnisse erst einmal einer Bodengesundung zugeführt werden, die sich über zwei Jahre erstreckte, um dann mit Beginn der 3. Regenzeit erstmals bebaut werden zu können. Die ersten 2 Jahre dienten nur der Bodenbedeckung. War der Boden sehr stark verarmt, wurde zunächst Mimosa invisa mit der 1. Regenzeit eingebracht, die den Boden soweit verbesserte, die daß übrigen Bodengesundungs- und Bedeckungspflanzen folgen konnten. Da Mimosa invisa reichlichen, nach Jahren noch keimenden Samen bildet, muß die Blüte abgeschlagen werden, damit sie nicht unerwünscht wuchert.

Die Dauerfruchtbarkeit wurde so in den Tropen erstmals durch Dauerbegrünung erzielt. Und das war die entscheidende Voraussetzung für das Ende der Waldvernichtung! Denn nun mußten die Kulturböden nicht mehr nach kurzer Zeit aufgegeben werden!

Das zweite mußte die Rückgewinnung der schon vor langem aufgegebenen und zu – Savannen und Grassteppen gewordenen Flächen sein. Dafür war ein grüngesicherter und selbst reinigender Wasser- und Bodenschutz unentbehrlich, der nicht verschlammte und nicht gewartet zu werden brauchte: Umfassungsgräben der gewünschten Kulturflächen gegen nicht genutzte Hügelkuppen, um das von dorther zu erwartende Sturzwasser aufzufangen und umzuleiten, ergänzt durch sanftgeneigte Einzugsgräben innerhalb der Kulturfläche und Abzugsgräben. Wenn möglich waren die Hügelkuppen selber mit holzigem Dauerbuschwerk zu befestigen.

1964 konnte G. F. van der MEULEN dem brasilianischen Parlamentsausschuß für Landund Volkswirtschaft eine 300 ha große Versuchsfläche vorstellen, die auf dem Planalto, in der Nähe der mitten in die Graswildnis gebauten, neuen Hauptstadt Brasilia, eine in nur 3 Jahren herangezogene Insel 3 – 5 m hoch wogenden Blattgrüns geworden war. Der sehr beeindruckte Ausschußvorsitzende, Dr. Croazy de Oliveira, erstatte dem Parlament darüber Bericht: “Herr Präsident, ich bin sehr interessiert daran, hier heute zu berichten und aktenkundig zu machen, was wir alle als ein Glück betrachten dürfen: Den Besuch der wundervollen Leistung, die einbrasilianischer Fachmann unter Leitung eines holländischen Fachmanns, des Prof. van der MEULEN, hier bei Brasilia auf einem bloß noch Skelett von Boden, wie wir ihn alle kennen, vollbracht hat. Fast alle Ausschußmitglieder sind da gewesen. Die Bodenschutz- und Gesundungsarbeit, die sie geleistet haben, ist tatsächlich interessant und wird für unsere Wirtschaftsentwicklung recht nützlich sein. Es kann wohl gesagt werden, daß es sich hier um etwas völlig Neues in der Praxis der Bodensicherung handelt. Es ist nicht einfach Gründüngung, sondern eine durch und durch grüne Landwirtschaft auf der Grundlage von Vorgängen, die uns bislang unbekannt waren.”

Der brasilianische Fachmann war Prof. Magnanini. Man hatte im Übrigen einen sauren Boden (pH-Wert 4,3) ohne Kalkgaben, allein durch rottende Biomasse, wieder auf einen pH-Wert von 5,5 gebracht. (Nach van der MEULEN beeinträchtigen Kalkgaben die frei verfügbaren Alkali-Ionen und lassen den Boden verarmen).

Das Bioökologische Verfahrensbündel nach van der MEULEN umfaßt also 4 innig miteinander verwobene Maßnahmen:
1. Bodengesundung durch lebendige Bodenbedeckung
2. Grüngesicherter, selbstreinigender, wartungsfreier Wasser- u. Bodenschutz
3. Grünvorsorge durch Simultanfruchtfolge
4. Urbarmachung ohne Abbrand des Holzeinschlags

Bodengesundung
Aufgegebene, ausgewaschene, ausgelaugte, saure, trockene, harte und von ‘grassierendem’ Grasbefall im Wurzelbereich verfilzte Böden werden von kriechenden und kletternden Hülsenfrüchten oder nicht ho1zendem weichgrünem Buschwerk , die reichlich Grünmasse bilden und außer Stickstoff auch Wasser aus der Luft holen und im Bodenbinden können zu Beginn einer Regenzeit bedeckt. Dabei kann zu Anfang die Pionierpflanze Mimosa invisa für sehr arme Böden unentbehrlich sein. Centrosema pubescens (kletternd, 3 – 9 m tief wurzelnd, auch Kaolinschichten durchbohrend, Wasser sammelnd, ausdauernd) und Pueraria javanica (einjährig, kriechend, großblättrig, sofort wuchernd und Gras erstickend und ausrottend) können in “Impfkörben” vorgezogen werden, damit sie gleich beim ersten Regenguß weiterwachsen Die nach dem Schnitt unterm Wurzelhals zu Beginn der 3. Regenzeit verrottende Tiefenbewurzelung, erlaubt durch die zurückgelassenen, leeren Wurzelkanäle dem Boden, mehr Wasser aufzunehmen und zu halten. Außerdem wird den Wurzeln der Nutzpflanzen und den Regenwürmern die Arbeit erleichtert und die als Mulchschicht oder Mulchhaufen verrottende Biomasse hat in die Tiefen des Bodens ausgewaschene Nährsalze wieder nach oben geholt und wasserunlösliche Phosphate des durch Bodenerosion freigelegten Laterits pflanzenverfügbar gemacht. Die Dauerbegrünung erlaubt den Fortbestand des sichtbaren und unsichtbaren Bodenlebens, der Bakterien, Pilze und Regenwürmer, auch in der Trockenzeit, und damit die Umwandlung aller Grün- und Wurzelmasse in Rotte und Bodenhumus, der den Nutzpflanzen wohlaufbereitet alle jene Nährstoffe anbietet, die von den Pionierpflanzen aus der Luft und aus der Tiefe herangeschafft wurden. Die ‘aufschließende Kraft’ dieses Verfahrens entspricht je Jahr und Hektar 3 – 4 Tonnen Kunstdüngergaben. Nach der 1. u. 2. Regenzeit Mulchschnitt in etwa 30 cm Höhe.

Bodenschutz
Umfassungs-, Einzugs- und Abzugsgräben sind nur einen Spatenstich tief. Der Aushub kommt auf die Oberkante und bildet einen Miniaturdeich, der mit Eupatoriurn triplinerve (ausdauernd, schattenverträglich und mit seinen Verzweigungen immer wieder neu Wurzeln schlagend) bepflanzt wird, die bald eine kleine Hecke bildet und den Deich trittfest werden läßt. Wände und Boden der Gräben sollen sich mit Indigofera spicata (syn. Endecaphylla) und Stylosanthes guianensis als niedrig kriechende Bodenbedecker mit Wurzeln schlagenden Ranken bewachsen. Diese Pflanzen können auch zunächst mit Impfkörben vorgezogen werden. Sobald sie sich ausgebreitet haben, können Regenwürmer eingebracht werden. Die Streifen bleiben in der Trockenzeit grün. Spätestens in der 2. Regenzeit können nun die Zwischenflächen 25 bis 50 m Abstand) nach dieser Bodenbefestigung am Hang mit Bodengesundern begrünt werden. Neigung der Einzugsgräben 1-2 %, Abstand 25 – 50 m Zwischenraum, Höhenunterschied 1-2 m (1m bei 2%, 2m bei 8% Hangneigung). Über dem Miniaturdeich kann eine weitere Abzugsrinne geschaffen werden, die mit Schwemmgrund und organischem Material gefüllt wird, so daß Sturzwasser bei schwacher Hangneigung besser gebremst wird.

Der Hauptabzugsgraben sollte immer streckenweise sich etwas in die Erde bohren, also nach 1,5 bis 3 m, so daß dann eine Aufwärtsstufe kommt. Diese Strecken können mäandern, sich also hin- und herschlängeln. Gefälle etwa bei 6 %. – Dieser Bodenschutz gegen Sturzwasser muß auch die allererste Maßnahme bei Landnahme durch Baumfällung sein, wenn diese schon gar nicht zu umgehen ist, und zwar gleich nach Fällung der Bäume, falls nicht das Nutzholz vorher noch herausgeschleppt werden muß. Nur so können Auswaschungen vermieden werden. Grabenprofile 30×30 cm / 45° Wandneigung.

Grünvorsorge
Die Simultanfruchtfolge zur Grünvorsorge, 2-4 Monate vor der Ernte der Nutzfrucht, dient dem rechtzeitigen Einbringen der lebenden Bodenbedeckung für die nachfolgende Trockenzeit. Das wird je nach Nutzfrucht eine andere Nachfrucht sein können. Wichtig ist zu wissen, daß die so wichtige Pionierpflanze Mimosa invisa ebenso wie Pueraria javanica ihre Blätter in der Trockenzeit verliert, und daher nur dauergrüne Ergänzung durch Centrosema pubescens, Eupatorium odoratum oder auch Eupatorium maximiliana (buschig und wassersammelnd), Phaseolus candidus var. Mambranaceus (kletternd, wassersammelnd) oder Crotolaria paulina (sehr nützlich) und Boehmeria caudata (ein Busch, der selbst einem Waldbrand widersteht) in der Trockenzeit Brandschutz gewähren kann. Pueraria javanica als Schatten werfend und Gras unterdrückend kann auch durch Tephrosia candida unterstützt werden. Handelt es sich um ein Stück Land mit erstmaliger Bodengesundung, so dienen die ersten beiden Regenzeiten ausschließlich der Bodengesundung durch Lebendbedeckung, die auch in der Trockenzeit unbrennbar grün bleibt und das Bodenleben in Gang bringt und in Gang hält! Zu Beginn der Trockenzeit erfolgt jeweilig ein Mulchschnitt in 30 cm Höhe. Der 3. Mulchschnitt zu Beginn der 3. Regenzeit bzw. ein wenig danach, um noch mehr Biomasse zu bilden. Dann erst wird die erste Nutzfrucht zwischen die Mulchhaufen eingebracht. Bevor diese Ernte reift, wird die Grünvorsorge für die nächste-Trockenzeit erstmalig eingebracht. Sie muß jetzt eingebracht werden, weil der 3. Mulchschnitt die Lebendbedecker auch unter dem Wurzelhals mit einer Hacke abgelöst hat, so daß sie nicht vonselber ausreichend wiederkommen. Ihre frühzeitige Einbringung als Simultanfruchtfolge muß sicherstellen, daß es nirgends Austrocknung nach der Ernte gibt, sondern ein fließender Übergang ohne Unterbrechung statthat, weil sonst das Bodenleben abstirbt und Brandgefahr besteht!

Es gibt also verschiedene Aufgaben: Erhaltung jetziger Ackerflächen, Rückgewinnung verlorener Ackerflächen, Erhaltung bestehender Baumplantagen, Anlage neuer Baumplantagen und schonende Landgewinnung aus Urland: Alles in allem Dauerkultivierbarkeit, die bislang noch nirgends erzielt werden konnte.

In der Sahelzone wird man Elektrozäune spannen müssen, um Vieh und Ziegen unter allen Umständen abzuhalten!

Zu beachten ist grundsätzlich:
· Für die Bodengesundung sollte die lebende Gründecke 2 – 3 m Höhe erreichen.
· Sie wird aus nichtholzenden Büschen und kriechend/kletternden Hülsenfrüchten bestehen.
· Sie wird über 2 Trockenzeiten hinweg grün und unbrennbar bleiben müssen.
· Sie wird lästigen Graswuchs bis auf seinen Wurzelfilz austilgen und ersticken müssen.
· Sie wird das Humus bildende Bodenleben in der Trockenzeit ununterbrochen schützen.
· Sie wird durch Blattfall und Mulchschnitte ständig Gründüngung bereitstellen.
· Sie wird aber trotzdem stets frischgrün und unbrennbar bleiben.

Unerwünschte Versamung muß (Zeitblüher!) durch Rückschnitt verhindert werden. Prüfen, ob es trotz hoher Mulchdecke zu unerwünschter Versamung kommt! Bei sehr kargen Böden mit vorgezogenen Wuchskörben + Pfahl ‘Fruchtbarkeitsimpfung! Einjährige rasche Grünbildner zur Unterdrückung von Graswuchs nicht vergessen! Wasserein- und Abzugsgräben sind als Bodenschutz zur Bodengesundung nicht zu umgehen. Nicht kurzfristige Erfolge, sondern Dauerfruchtbarkeit erreichen! Daher: Simultanfruchtfolge zur Dauergrünvorsorge für die Trockenzeit nicht vergessen! Und: Nie und nichts verbrennen: Nutzen oder verrotten lassen!

Ergebnisse erfolgreicher Maßnahmen:
· Bestehende Äcker und Baumplantagen müssen nicht mehr aufgegeben werden.
· Auch schon aufgegebene Flächen werden wieder dauernd kultivierbar.
· Neuen Trockengraswildnissen wird vorgebeugt.
· Die Bodenerosion wird gestoppt – ebenso die Auslaugung der Böden.
· Kulturland wird nicht nur erhalten, sondern ständig verbessert.
· Dauerfruchtbarkeit und Klimaverbesserung führt zu sicheren Höchsternten.
· Die Landbevölkerung wird wieder Arbeit haben und wachsenden Wohlstand erleben.
· Die Elendsviertel der Städte werden sich durch Rücksiedlung rasch leeren.
· Sich wieder einstellendes Wettergleichgewicht wird Mißernten begrenzen.
· Die Wasser speichernde Kraft der Pflanzen wird 1000-2000 mm Niederschläge ersetzen.
· Ihre bodenaufschließende Kraft wird je Hektar 3-4 Tonnen Kunstdünger ersetzen.
· Die zunehmende Dauergründecke wird mehr verdunsten und mehr Regen bringen.
· Junge Kulturen sind früher zu nutzen, ältere werden mehr und länger Ertrag bringen.
· Wird alles Trockenland begrünt, kann selbst der Ausfall des Planktons ersetzt werden.
· Es wird nicht nur Sauerstoff erzeugt, sondern auch CO2 gebunden-
· So wird nicht nur Ersticken, sondern auch Treibhauseffekt und Polschmelzen verhindert.
· Kräftiger Rückgang der Kunstdüngerausbringung wird den Ozongürtel schonen.
· Vermehrte Regenfälle werden Quellen und Flüsse wieder fließen lassen.
· Die hohe Gründecke wird wie ein Urwald über 100 Tonnen Luftstaub je Hektar binden.
· Babassu Pflanzungen auf 20% der Savannen werden den Weltenergiebedarf decken!
· Der intelligente Kulturdjungel wird das Dasein des Menschen endlich rechtfertigen.
· Das ursprüngliche Fruchtbarkeitsklima ist wieder hergestellt.

http://www.peak-oil-forum.de/daten_altes_forum/peak_threadview.php?int_threadid=7322

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Gruß

Der Honigmann

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Seit letzten Sommer konnte man in diversen Gegenden der USA teilweise  “blaue Himnmelsabschnitte” beobachten. Normalerweise sieht man in den NATO-Staaten die übliche graue Suppe. Dies  ist die  Chemtrail-Decke, unter der wir seit etwa 15 Jahren zu leben haben und die mittlerweile zu unserem Alltag gehört. Viele Leute halten die Giftschwaden für normal und wissen gar nicht mehr, wie eine Himmel ohne Chemtrails aussieht. Tragischerweise gibt es die herrliche Kollektion von echten Wolken kaum noch: Sie wurde von den Militärs mit all ihren tödlichen und illegalen Wettermanipulationen zerstört.

Seit kurzem sieht man “Löcher” in dem graunen Schleier, der den Himmel überzieht. Diese azurblauen Bereiche sind aber künstlich hervorgerufen und zwar durch einen neuartigen Bestanteil des Cocktails, den die Wahnsinnigen über unsere Köpfe hinweg ausbringen.

Laut Dr. Castle, einem brillianten Polymer-Chemiker, der sich seit vielen Jahren mit Chemtrail-Patenten und unabhängigen Laboruntersuchungen bezüglich der Thematik beschäftigt, besteht die neue Komponente aus Mangansalzen von Dibrombenzidinen* und Difluorbenzidinen*, welche zu den anderen Chemikalien zugemischt wird, so dass Licht nicht reflektiert wird; vielmehr refraktieren diese Komponenten sowohl Licht als auch Dunkel. Der Himmel sieht dann blau aus; aber eigentlich hat er nur die Farbe dessen, was über der Chemiesuppe vorhanden ist.

(Wie die zugemischten Substanzen funktionieren, kann ich aus dem Quellartikel nicht nachvollziehen und ist widersprüchlich; ich habe daher den englichen Wortlaut am Ende des Artikels eingefügt. Anm. d. Verfassers)

*Wikipedia: Benzidin ist ein Derivat des Biphenyls. Es ist ein für den Menschen sicher krebserzeugender Stoff. Nach Kontakt mit diesem Stoff entwickeln sich nach einer oft mehrjährigen LatenzzeitBlasentumore. Benzidin kann leicht durch die Haut, aber auch durch Einatmen von Dampf oder Staub aufgenommen werden. Benzidin wirkt blutschädigend und schwächend auf das Knochenmark. Nach langjähriger Exposition kann es zu Methämoglobinbildung und Anämie kommen. Gehäuft treten Blasen- und Urothelkarzinome auf.

Benzidin ist weiterhin ein Grundbaustein einiger toxokologisch wichtigen Azo-Farbstoffe aus doppelt diazotiertem Benzidin und vom Benzidin abgeleiteten Verbindungen wie 3,3′-Dimethylbenzidin, 3,3′-Dimethoxybenzidin oder 3,3′-Dichlorbenzidin.

Der blaue Farbton ist ein perfektes Tarnschild für eine extrem toxische Gruppe von anorganischen und organischen  Chemikalien, welche im Gehirn Fluorosis und Ablagerungen erzeugen. Das heißt, dass unsere Gehirnfunktionen mit jedem Atemzug geschädigt werden. Dabei liegen keinerlei Untersuchungen vor, welche synergetischen Effekte im Körper zwischen all den verschiedenen Chemikalien auftreten. Der sprunghafte Anstieg von chemisch bedingten Gehirnschäden (fälschlich als “Alzheimer” eingeordnet, welches nur post mortem digostiziert werden kann) könnte tatsächlich auf diese Gifte zurückzuführen sein, die speziell unsere Gehirnfunktionen schädigen. So ist zum Beispiel Aluminium ein solcher toxischer Bestanteil in den Chemtrails.

Man muss bedenken: Diese Vergiftung findet Tag für Tag und Jahr für Jahr statt. Diese  hinterhältigen globalen militärischen Operationen vergiften uns. Wir müssen die Kriminellen vor Gericht bringen.

http://www.politaia.org/umwelt-und-gesundheit/chemtrails/neue-chemtrail-bestandteile-lassen-himmel-blau-erscheinen-politaia-org/

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Gruß

Der Honigmann

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Pünktlich zum Jahreswechsel betätigt sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung einmal mehr als Pflichtlektüre für alle Intellektuellen, Wissenden, Besorgten, Mahnenden und Umkehrrufern. Die Redaktion erlaubte nämlich dem jungen Professor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) Anders Levermann einmal mehr seine angstvollen Ahnungen über kommende Klimakatastrophen in starke Glaubensbekenntnisse zu packen, und daraus Menetekel zu erkennen. Passenderweise ins Feuilleton verschoben, durfte Levermann unter dem Titel “Die Erderwärmung um acht Grad wird es niemals geben” seinen Panikattacken folgen, in der nicht unbegründeten Hoffnung, diese an das geschätzte Publikum weiterzugeben. Der Artikel erschien am 30.12.10. Die EIKE Geologen J. Goldmann und K.F. Ewerte haben daraufhin in Leserbriefen versucht die Dinge wieder etwas zurecht zu rücken. Bitte lesen Sie was sie der Redaktion ins Stammbuch schrieben:

Das Menetekel!

Zitat FAZ -Autor Levermann:

Die derzeitige Winterkälte in Europa ist alles andere als ein Beweis gegen die Erderwärmung. Klimaforscher prognostizieren bis zum Jahr 2200 einen Temperaturanstieg um acht Grad. Doch die fossile Zivilisation hat sich möglicherweise schon früher zerstört.

Leserbrief Goldmann:

An die Redaktion der FAZ: Sehr geehrte Damen und  Herren,

in dem Beitrag von Herrn Anders Levermann –junger Professor am PIK; Physiker & Modellierer- werden wieder einmal schlimme, emotional gefärbte  Horrorszenarien als mögliche Konsequenz einer globalen Erderwärmung an die Wand gemalt, die von einem kühl recherchierenden  Wissenschaftler nicht, von  einem Politiker aber durchaus erwartet werden können. Seine  Projektionen und Wahrsagereien werden mit Sicherheit nicht eintreffen, weil die von ihm dafür vorausgesetzten Bedingungen einfach nicht gegeben sind.

So ist nach Spektralmessungen die Klimasensitivität des als Treibhausgas ausgemachten  C02 so gering, daß selbst bei der vollständigen Verbrennung sämtlicher verfügbarer Kohlenwasserstoffe der Erde es nur zu einem Temperaturanstieg von unter 1 Grad C kommen würde. Außerdem steht es zweifelsfrei fest, daß die gemessene C02-Erhöhung auf nunmehr 0.038% das Ergebnis einer Erwärmung , also Folge und nicht deren Ursache ist, also einfachen physikalischen Gesetzen  folgt. Die regelmäßig in der Erdgeschichte registrierten  Erwärmungs- und Abkühlungsphasen der Erde sind nach allen wissenschaftlichen Indizien natürlichen Urspungs und werden neben Exzentrizitäten der Erdbahnparameter auf den indirekten Einfluß des stark wechselnden Magnetfeldes der Sonne zugeschrieben, die in Zyklen von 11, 22 und 180 bis 208 Jahren gemessen werden können. Und die von dem Autor genannte globale Erwärmung und die Aussage, daß 2010 das wärmste Jahr seit Beginn der Meßreihen sei, ist ein ideologisch-religiöses Märchen, das nicht nachvollziehbar ist. Diese oft kolportierte „Erwärmung“ ist ein statistisch verursachter Mißgriff, verursacht dadurch, daß vor allem die ehemals 6000 Klimastationen von ländlichen Gebieten wie Sibirien und Kanada auf nunmehr 1100 reduziert und vornehmlich in Stadtbereiche oder Flughäfen gelegt worden sind (Wärmeinseleffekt) ferner wurden Quecksilberthemometer durch elektronische Meßverfahren ersetzt. Berücksichtigt man ferner dass ca. 3 % der Erdoberfläche urbanisiert sind, und 80 % der wenigen Meßstationen auf Flughäfen oder in Städten stehen, dann kann man leicht feststellen, dass diese die Zunahme des Weltflugverkehrs bzw. der zunehmenden Verstädterung anzeigen. Mit einem Treibhauseffekt hat das alles nichts zu tun.

Vorgenommene Korrekturen ergaben nun eine dadurch um ein knappes Grad C erhöht errechnete Temperatur. Und trotzdem stagniert die mittlere Global-Temperatur (was immer das ist), seit ca 10-12  Jahren und reduziert sich letzlich .

So dokumentieren drei von vier weltweit tätigen Instituten (UAH; RSS; CRU-Metoffice) bereits eine signifikante Abkühlung.

Für 2010 kommt als zusätzliches Element der alle paar Jahre wiederkehrende El-Nino-Effekt hinzu, der zu einer Aufwärmung der globalen Luft führt und damit immer einen entscheidenden Einfluß auf unser Klimageschehen mit stoßartigen Erwärmungen hat.  Aber letztendlich nur die Abkühlung des oberflächennahen Meerwassers verzögert.

Für Deutschland ist die mittlere Jahresdurchschnittstemperatur lt. DWD für dieses Jahr von 8.2 Grad auf nunmehr 7.9 Grad C abgesunken, wobei man noch den erwähnten Wärmeinseleffekt abziehen müßte, so daß die Temperaturen sich denen am Ende der spätmittelalterlichen Eiszeit um 1850 annähern.

Quelle: NASA, zeigt am Beispiel eines Kleinflugzeugs recht anschaulich, wie solche Wirbelschleppen die Luftschichten hinter sich regelrecht durchquirlen. Abbildung recht zeigt, die Luftverwirbelung und deren Ausbreitung bei einer anfliegenden Boeing 777.

Und die vermeintlich von Ihrem Autor seit Jahren verzeichneten klimatischen Jahrhundertrekorde und Katastrophen? Sie sind leicht erklärbar durch eine intensivere Berichterstattung seitens der Medien, darauf fußenden politisch gefärbten Kommentierungen und der dramatisch ansteigenden Bevölkerungsdichte –  von der aus real gesehen die größte Bedrohung für unser Klima ausgeht – sowie des allgemein Wohlstands. Dies führt zu größeren Schadenssummen bei Extremwetter.  Eine von ihm vorhergesagte starke Erwärmung aber wird es nach jetziger Beurteilung nicht geben.

Glückauf

Dr. Klaus-Jürgen Goldmann

Dipl.-Geologe

Leserbrief Ewert:

 

Wer Geologe werden will, hat die Grundlagen der Physik zu lernen, wer Theoretischer Physiker werden will, kann das ohne Grundkenntnisse der Geologie. Man kann nur staunen, wie mutig Theoretische Physiker sind: Obwohl sie wahrscheinlich wissen, dass die Erde etwa 4,5 Mrd Jahre alt ist und dementsprechend eine sehr lange und wechselvolle Klimageschichte hat, trauen sie sich zu, auf der Basis von 130 Jahren Temperaturaufzeichnungen die Temperaturentwicklung für die Zukunft vorherzusagen. Temperaturganglinien, die 1880 beginnen, zeigen tatsächlich Erwärmungsphasen an. Diese werden jedoch unerheblich, wenn man auch die älteren Daten mit einbezieht. Sie sind seit 1701 verfügbar und darauf beruhende Langzeit-Ganglinien zei­gen, dass es in den zwei Jahrhunderten wiederholt noch schnellere und stärkere Erwärmungen gegeben hat. Das industriell und vom Menschen erzeugte CO2 hat damals noch keine Rolle gespielt, woraus zwangsläufig folgt, dass es die Erwärmung nicht verursacht. Wenn sich Theoretische Physiker im Rahmen klimatologischer Fragen zu geologischen Sach­verhalten äußern, sind die resultierenden Folgerungen meistens falsch.

Mit seinem Beitrag in der FAZ vom 30.12.2010 „Die Erderwärmung um acht Grad wird es niemals geben“ hat Prof. Anders Levermann vom Potsdamer Institut für Klimafolgenfor­schung (PIK) einen neuen Rekord aufgestellt. Seine Fakten sagen ihm, dass sich bis 2200 „eine Erwärmung von mehr als acht Grad ergibt.“ Sie sind allerdings so durchsichtig, dass sie sich bei einem Vergleich mit wirklichen Fakten schnell als falsch entlarven:

 

  • „In Pakistan entstand im letzten Sommer der größte Süßwassersee der Erde – als Folge von Überschwemmungen, weil „das Klimasystem bebt“. Nach den Regeln der Hydrologie ist eine überflutete Niederterrasse kein Süßwassersee, selbst wenn das Wasser nur langsam abfließt.  An Flüssen gelegene Städte weisen üblicherweise Hochwassermarken aus. Am Zusammenfluss von Werra und Fulda sind 6 Hochwässer verzeichnet – der höchste Pegelstand erreichte am 24.7.1342 mindestens 10 m und der niedrigste am 17.5.1943  etwa 5 m über dem Mittelwasserstand, und dazwischen er­eigneten sich vier weitere in Zeitabständen zwischen 100 und 300 Jahren. Hochwas­serkatastrophen sind episodische Wetterkapriolen, die es unabhängig von Klimaände­rungen immer gegeben hat.
  • Der „größte Süßwassersee“ schrumpft durch den Vergleich mit wirklichen Seen zum Tümpel: er bedeckte zwar für kurze Zeit eine größere Fläche, enthielt aber als typisches Flachwasser nur ca. 300 km³ Wasser. Der bis zu 1642 m tiefe Baikalsee enthält als größtes Süßwasserreser­voir der Erde 23.000 km³ – die 78-fa­che Menge.  Der Vergleich kann durch die nordamerikanischen Großen Seen und viele andere beliebig und eindrucksvoll ergänzt werden.
  • Dass Bangladesh durch das „Eindringen von Meerwasser… unbewohnbar“ werden könnte, ist nicht zu befürchten. Das als Hafenstadt gegründete Ravenna liegt heute viele Kilometer landeinwärts. Aus dem gleichen Grund wächst Bangladesh: die aus dem Himalaya kommenden Sedimente vergrößern das Flussdelta.
  • Winterkälte in Europa infolge fortschreitender Erderwärmung: „Kollegen haben den ….Mechanismus entdeckt“, warum „…die derzeitige Winterkälte in Europa alles an­dere ist, als ein Gegenbeweis“, und  „…durch die globale Erwärmung noch verstärkt werden“ könnte. „Durch das Schmelzen des Eises in der russischen Karasee kann sich ein Hochdruckgebiet bilden, dass arktische Winde nach Eurasien umlenkt und damit zu extrem kalten Temperaturen in Europa führt.“ Die Kollegen haben neue Er­kenntnisse nicht berücksichtigt, denn K.E.Trenberth & J.T.Fasullo von der NASA stellen für das arktische Meer fest: „Seit 10 Jah­ren gibt es keinen Anstieg der Meeres-Temperatur“ (Science, Vol. 328, 16.4.2010, S.316-317). Tatsächlich wächst der arkti­sche Eisschild wieder; seit 2006 hat er sich um die doppelte Fläche Deutschlands ver­größert, und selbst im Sommer 2010 waren die NW- und NO-Passagen nicht vom Eise befreit – auch die Karasee nicht. Aus Platzgründen werden die weiteren Beweise nicht erläutert.

Angeblich verzeichnen wir „klimatische Jahrhundertrekorde“. Selbst der Weltklimarat (IPCC) sieht keine Anzeichen für eine Zunahme extremer Wetterlagen und führende Meteo­rologen stimmen damit überein. „Dass 2010 das wärmste Erdenjahr seit Beginn der Auf­zeichnungen vor über 130 Jahren war“,  ist in Anbetracht der Kälterekorde in der Antarktis, eines überdurchschnittlich kalten und schneereichen Winters in Südamerika, der seit ca. 2000 andauernden Abkühlung und der erneuten Ausdehnung des arktischen Eises, aber auch in Erinnerung an ClimateGate mit triftigen Gründen zu bezweifeln. Im Internetportal eike-klima-energie.eu hat Leistenschneider im Detail nachgewiesen, dass 2010 nicht das wärmste Jahr gewesen ist. Dies bestätigen auch NASA-Temperaturganglinien. Aber selbst wenn das so wäre, was sagt das schon?  Die Datenbasis des IPCC und des PIK ist für einen Vergleich mit früheren Jahrhunderten zu kurz; die älteren Daten weisen frühere Dekaden zweifelsfrei als wärmer aus.

Ein Bericht des Weltklimarates (IPCC) hat schon früh festgestellt, dass das Wetter ein nichtlinearer chaotischer Prozess ist, der keine Voraussagen erlaubt. Wenn man dem zu­stimmt, und das darf man umso mehr, als schon lange fest steht, dass sich die bisherigen Voraussagen nicht bestätigt haben. Dafür nur zwei Beispiele:

·      „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor 20 Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie im April 2000 dem SPIEGEL.

·      Eine be­sonders eklatante Fehlprognose wurde für das Kaspische Meer 1995 abgege­ben: sein Meeres­spiegel sollte bis 2005 um einen Meter steigen, tatsächlich begann er kurz darauf zu sinken – bis 1996 um 30 cm und bis 2005 um 40 cm.

Trotz dieser eindeutigen Erfahrungen werden weiter Szenarien erstellt. Ist das Autismus oder geht es in Wahrheit um den Erhalt gutdotierter Arbeitsplätze? Dass die Kapa­zität unseres Raumschiffes nicht unendlich ist,  weiß man schon seit Jahrhunderten, und dass es langsam eng wird, ist ebenfalls bekannt. Doch mit Panikmache lässt sich das Problem nicht lösen, sondern wie immer in der Menschheitsgeschichte mit Anpassung. Dafür eignen sich weder ein vermeintlicher Klimaschutz noch der ergebnislos bleibende Versuch, den CO2-Ge­halt par ordre de mufti zu regulieren. Sollte jedoch entgegen aller Erwartung das Lever­mann’sche Szenarium über uns kommen, hätte dies einen makabren Charme: die Erde wäre nicht nur die Panik-Propheten los, auch das Prinzip Narrenfreiheit bliebe der Wissenschaft erspart.

Prof. Dr. F.K. Ewert Dipl. Geologe

http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/weltuntergangsstimmung-bei-der-faz-pik-prof-betaetigt-sich-als-nostradamus/

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Gruß

Der Honigmann

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