ard_logoAm Dienstag verstarb der Journalist Klaus Bednarz. Einer, bei dem man nicht überlegen muss, ob die Berufsbezeichnung Journalist zutrifft und angemessen ist, sondern der als Inbegriff des integeren, unabhängigen, neugierigen und kritischen Journalisten in Erinnerung bleiben wird.

Klaus Bednarz

Für Bednarz ging es nie um Äußerlichkeiten. Er brauchte kein Millionenstudio, keinen Anzug und kein falsches Lächeln, um seriös zu wirken. Bednarz war seriös, weil er gute ehrliche Arbeit ablieferte. Der Kontrast zur teuer und aufwändig verpackten Propaganda, wie sie heute in ARD und ZDF alltäglich ist, könnte kaum größer sein.

Der Nachruf in tagesschau und tagesthemen am Mittwoch wirft ein Schlaglicht auf die heutigen Zustände, wodurch der Kontrast besonders deutlich wird:

Bednarz in einem älteren Interview: “Wir sind nun einmal keine Unterhaltungsshow, sondern wir machen politischen Journalismus und der muss einfach manchen Leuten unbequem sein.”

Wie wahr! Und wie offensichtlich, dass es diesen kritischen politischen Journalismus in ARD und ZDF schon lange nicht mehr gibt. Dass dem so ist, belegt die ARD-Sprecherin indirekt, indem sie Bednarz’ journalistischen Anspruch als ungewöhnlich herausstellt:

Sprecherin: “…Sein Motto als politischer Journalist, er wollte den Mächtigen unbequem sein. Denen, die keiner hört, eine Stimme geben und verärgerte damit vor allem in seiner Zeit als “Monitor”-Chef regelmäßig die Mächtigen….Journalismus mit Haltung – darum ging es ihm.”

Dass es anschließend ausgerechnet der Anti-Journalist Buhrow sein muss, der als WDR-Intendant ein paar Worte zu Bednarz sagen darf, ist geschmacklos. Er, der schmierige, verkappte Regierungssprecher, steht für das exakte Gegenteil dessen, was Bednarz verkörperte. Gleiches gilt für die in den tagesthemen kurz zuvor verkündete Verleihung des “Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises” (Maulhuren ehren Maulhuren) an ZDF-Staatssprecherin Marietta Slomka.

Besonders deutlich aber wird die ganze Verkommenheit der sogenannten Journalisten, wenn man sich den frohlockenden Kommentar Rainald Beckers zur geplanten Totalüberwachung anschaut. Auch dieser wurde am selben Abend in den tagesthemen gesendet. Der Unterschied zwischen kritischen Journalismus und reaktionärem Maulhurentum könnte kaum größer sein. Der Journalist Bednarz wurde von der Stasi überwacht. Die Maulhure Becker würde – genauso wie Buhrow, Slomka und der restliche Abschaum dieses vollkommen verkommenen Berufsstandes – selbst Stasi- und Gestapomethoden das Wort reden, wenn es den Mächtigen nützlich ist.

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/04/17/tod-von-klaus-bednarz-verdeutlicht-das-elend-des-offentlich-rechtlichen-staatsfunks/

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Gruß an die, die die Verkommenheit des Journalismus und deren Büttel erkannt haben

Der Honigmann

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