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Archive for 18. Juni 2017


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Systemkritiker

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Moderator Philipp Walulis wirft RT Deutsch Fake News vor - und blamiert sich

Philipp Walulis, Moderator der Youtube-Sendung „Walulis“ von ARD und ZDF, hat RT Deutsch vorgeworfen, Falschmeldungen zu verbreiten. Aber sein Kommentar hält einer genaueren Nachprüfung nicht stand. RT Deutsch-Chefredakteur Ivan Rodionov mit einem Kommentar.
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Helmut Kohl in seiner Glanzzeit (Foto: Wikipedia/ Von SSGT F. Lee Corkran - Defenseimagery.mil, VIRIN DF-ST-91-03542, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=993477
Helmut Kohl in seiner Glanzzeit (Foto: Wikipedia/ Von SSGT F. Lee Corkran – Defenseimagery.mil, VIRIN DF-ST-91-03542, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=993477
 NACHRUF VON EX-BILD-CHEF PETER BARTELS AUF HELMUT KOHL

De mortuis nil nisi bene, sagt der Lateiner: Über Tote soll man nur Gutes reden. Es fällt schwerer als man glaubt bei Helmut Kohl. Trotz allem.

 Es waren jene Wochen und Monate, die eine Nation vielleicht alle 100 Jahre mal hat. Vielleicht. Diesmal Deutschland. Irgendwann im Mai 1989 hatte irgendjemand irgendwo in Ungarn einen Zaun durchgeschnitten. Der Grenzzaun, der Europa eine gefühlte Ewigkeit in Ost und West geteilt hatte. Wie 40 Jahre lang die Mauer Berlin. Über 1000 Kilometer lang die Demarkations-Grenze zwischen DDR und BRD. Damals im Mai, in Ungarn, passierte, was 98 Prozent der West- und Ost-Medien längst zu den Akten der Geschichte gelegt hatten: „Deutschland“ rieb sich verschlafen die Augen. Dabei hatten doch selbst die Politiker von SPD bis CDU sich längst mit der „Realität“ zweier deutschen Staaten abgefunden. Und die Elite der Politologen und Philosophen belehrte die Massen, die damals noch nicht Pack hießen, rund um die Uhr: Das ist die normative Kraft des Faktischen. Honecker brachte es auf seinen sozialistischen Punkt: Vorwärts immer – rückwärts nimmer! Und am vorletzten Tag seiner Bauern- und Arbeiter-Diktatur: Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf…
Wer damals noch etwas lauter „Deutschland“ dachte, gar „Vaterland“ zu sagen wagte, war ein Vertriebener. Oder Nazi. Heute ist er auch noch Pack und wird vom Staatsschutz beobachtet. Oder von der Stasi West auf Facebook gesperrt…

Ausgerechnet ungarische Sozialisten schnitten ein Loch in Zaun

Damals, im Mai, schnitten ausgerechnet ungarische Sozialisten ein Loch in den Zaun, der längst Eisener Vorhang hieß. „Nur Gulasch-Kommunisten“, beruhigten sich die Betonköpfe in Ost und West noch selbstsicher. Dabei rannte die ersten paar Hundert DDR-Urlauber schon in die Freiheit. Schließlich ging ein erstes, leisen Raunen um die Welt. Die ersten kleinen Zeitungsmeldungen. Und RAMBO & DJANGO waren elektrisiert. Hans Hermann Tiedje und ich hatten gerade BILD übernommen. Wir sollten das Blatt „retten“. Die Auflage war vor uns auf 4,6 Millionen „abgesackt“. Katastrophe. Und weil damals Chefredakteure noch gefeuert wurden, wenn die Auflage sank, wie heute nur noch Fußballtrainer, wenn sie absteigen, mußte unser kluger Vorgänger, Claus Jacobi, gehen. Obwohl er mal zehn Jahre erfolgreich SPIEGEL-Chef gewesen war. Er war nicht nachtragend, war noch Jahre später nett zu mir…

Für „Rambo“ Tiedje und „Django“ Bartels war klar: Deutschland! Nicht mehr nur am 17. Juni, wenn alle „alle Jahre wieder“ mal wieder gequält Einheit und Deutschland heucheln. Jetzt. Richtig. In Frieden, aber sofort. Und dann die ersten Fotos aus Ungarn. Die ersten Menschenkolonnen in der Tagesschau. Deutsche auf dem Weg nach Deutschland. Den Trabi hatten sie verhökert oder einfach stehen gelassen. Und wir schickten den smarten Kay Sattelmair nach Ungarn. Mit 100.000 Mark. Für Zelte, Pampers, Würstchen, Erbsensuppe…

Fritzenkötter: „Kohl will mit Euch zu Abend essen!“

Und dann war Andreas Fritzenkötter am Telefon. „Fritzi“, der höfliche, junge Mann, eine Art Pressediplomat des Kanzlers, Kohls Strippenzieher; der Kanzler war nicht beliebt bei Journalisten. Aber „Fritzi“ schaffte es irgendwie über alle Fronten hinweg. Er hätte sicher auch den SPIEGEL geschafft, aber da blieb der Schwarze Riese stur: „Kohl will mit Euch zu Abend essen!“ Im Kanzler-Bungalow…

Bonn am Rhein. Ludwig Erhard hatte den bescheidenen Kasten gebaut. Ein alberner, kleiner Pool. Aber ein wunderschöner, riesiger Blick auf den Rhein. Seit der RAF nur durch eine meterhohe, meterbreite Panzerglasscheibe zu bestaunen. Kohl hatte extra den italienischen Koch auffahren lassen. Wir kamen zu Viert. Der CDU-Kanzler hatte sofort unsere attraktive, barocke Sozialdemokratin, Eva Kohlrusch, BILD -Stellvertreterin, im Visier. Sympathie auf den ersten Blick. Er gab ihr sogar seine Telefon-Nummer für das Nachttischchen, wie sie mir später gestand. Aber da hatte Tiedje mich längst weggebissen …

Wir alle hofften: „Endlich, jetzt kommt er zur Sache“

Nach dem Espresso am großen, runden Tisch im Bungalow, Rotwein draussen auf der Terrasse. Es wurde kühl. Eva, Hermann, ich, Redaktions-Direktor Hotte Fust – wir alle schlichen um Kohls gefürchtete Monologe rum, suchten nach einer Lücke, einer kurzen Pause. Endlich .. Eva: Herr Bundeskanzler, Sie haben schon soviel erreicht, die wunderbare Aussöhnung mit Mitterand auf den Schlachtfeldern von Verdun, US-Präsident Ronald Reagan in Berlin und seine wunderbare Mauer-Rede „Mister Gorbatschow, Tear down this wall“ … Wovon träumen Sie noch …?

Wetterleuchten in Europas Osten. Gorbatschow hatte Glasnost und Perestroika gesagt. Wir alle hofften: „Endlich, jetzt kommt er zur Sache … Jetzt sagt er den Satz, mit dem wir den Menschen in der DDR, die immer offener den SED-Betonköpfen widersprachen, per Schlagzeile rüber rufen konnten: Wir werden wieder Deutschland sein, wartet auf uns … Wir werden kommen…

Kohl lehnte sich behäbig zurück und begann eine neue Endlosschleife: „Ich war neulich in der UdSSR … Ich habe die vielen, verfallenen Gräber deutscher Wehrmachtssoldaten gesehen … Ich will diese Schande beenden … Ich will den gefallenen Deutschen Soldaten einen schönen Friedhof des Gedenkens schaffen … Das ist mein Traum, mein Lebenswerk …“

Kohl sprach bis Mitternacht – aber nicht über die Wiedervereinigung

Am Rhein waren die Lichter angegangen. Wir hatten auf ein Wort zu Ungarn gewartet, zu den Flüchtlingskolonnen, den überfüllten in Zügen in Wien, zu den Flüchtlingen in den West-Botschaften. Kohl sprach bis kurz vor Mitternacht. Wenn er sich überhaupt in die Nähe von Wiedervereinigung, in die Nähe von Deutschland drängeln ließ, sprach er wiederwillig von den „zwei deutschen Staaten, die gleichberechtigt in den Schoß der Nation aufgenommen worden waren“. Und von einem fernen Deutschland in Europa. Irgendwann. Und eben von den deutschen Kriegsgräbern in der „Soww-jett-un-jon“. Wir machten lange Gesichter. Und am nächsten Tag eine lange Geschichte auf der Seite 2 …

Wäre ich damals Hofschranze gewesen, würde ich heute sagen, er hat uns clever ins Leere laufen lassen. Aber wir waren nur Reporter. Und darum hörten Hans-Hermann Tiedje, Rudolf Augstein und ich das Gras wachsen. Weil wir es wachsen hören wollten. Und darum färbten wir es schließlich schwarz-rot-gold. Wofür wir im Westen ausgelacht und platt gemacht wurden. Und Augstein von seinem eigenen Chefredakteur angegriffen wurde, den er dann endlich feuerte. Und so war es für mich auch folgerichtig, dass wenige Wochen später, am Tag, als die Mauer wirklich fiel, Kohl in Warschau Krimsekt trank. Und der BILD-Reporter Peter Brinkmann bei der langweiligen Konferenz über neue Reiseerleichterungen in Ost-Berlin in Reihe 1 saß und wie elektrisiert rief: “Wann … wann?“ Und der troddelige DDR-Schabowski seinen Zettel falsch ablas: „Jetzt … meines Wissens sofort…“ Es war der Augenblick, als aus DDR und BRD wieder Deutschland geworden war. Aus Versehen, der Anfang der Wiedervereinigung wurde.

Grüßen Sie Gott und Franz Josef!

Kohl hatte längst nicht mehr daran geglaubt. Am nächsten Tag flog er Hals über Kopf via Schweden hinterher. Und wurde in Berlin vor dem Schöneberger Rathaus gnadenlos ausgepfiffen. Und Willy Brandt wurde frenetisch bejubelt. SPD-Brandt standen die Tränen der Rührung in den Augen, CDU-Kohl die Tränen der Wut.

Was er allerdings dann machte, wie er die Eiserne Lady Thatcher platt walzte, sich Francois Mitterrand in Freundschaft erdrückte, Präsident Bush ins Boot zerrte und mit Gorbatschow in der Sauna die Wiedervereinigung ausschwitzte, das war was für die Geschichtsbücher. Das war Bismarck. Das hätte den Friedensnobelpreis verdient. Nicht nur für Gorbatschow.

Darum von mir: Grüßen Sie Gott und Franz Josef. Und Willy. Und alle, die Deutschland lieben …

http://www.journalistenwatch.com/2017/06/17/der-schwarze-riese-hatte-einen-traum-nein-diesen-einen-nicht/

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Logo des BPE
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Bild: BPE

Berlin (kobinet) Eine unfreiwillige Behandlung soll nun aus den Mauern geschlossener Psychiatrien herausgelöst werden. Künftig soll auch bei jedem freiwilligen Krankenhausaufenthalt eine Zwangsbehandlung möglich sein. Das Bundesjustizministerium legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, der aktuell im Rechtsausschuss des Bundestages liegt. Das bisher nur in Psychiatrien praktizierte Vorgehen, gegen den erklärten Willen zu therapieren, wird in besonderem Maße auf körperliche Leiden ausgeweitet. Darauf weist Martin Lindheimer vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) hin.

Grundlage für die geplante und noch für diese Legislaturperiode beabsichtigte Gesetzesänderung durch den Deutschen Bundestag ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, bei dem einer Frau am Lebensende eine Chemotherapie zwangsweise verordnet werden sollte, die sie nicht wollte. Voraussetzung für zukünftige Zwangsbehandlungen soll dem Gesetzentwurf zufolge, der nicht durch den Bundesrat zustimmungspflichtig ist, zukünftig allein eine fehlende Einsichtsfähigkeit in ärztliche Maßnahmen sein. Kurz: Wenn der Patient nicht will. Bedingung dabei ist, dass der Patient unter gesetzlicher Betreuung steht, was derzeit auf 1,2 Millionen BundesbürgerInnen zutrifft.

Dass die BetreuerInnen und RichterInnen in der Regel den Einschätzungen der Ärzte weitgehend folgen, erklärte Dr. Martin Zinkler, Chefarzt der psychiatrischen Klinik Heidenheim bei der Anhörung im Rechtsausschuss am vergangenen Dienstag. Betroffenenverbände reagierten schockiert auf den Gesetzentwurf, der „Ärzten eine nie gekannte Machtfülle“ einräumen wird, so Martin Lindheimer vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE)

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/35883/Chemotherapie-Jetzt-mit-Zwang-geplant.htm

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Foto-Mitschnitt der Attacke: Umringt von seinen Kumpanen drischt der Migrant auf den Trafikanten ein, der schützend die Hände vorstreckt. Foto: z.V.g.

Foto-Mitschnitt der Attacke: Umringt von seinen Kumpanen drischt der Migrant auf den Trafikanten ein, der schützend die Hände vorstreckt.
Foto: z.V.g.

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Ein Wesen reist allein mit Geisteskraft durch den Weltraum, doch als er seiner Antriebsenergie verlustig geht, kommt es zu einer unvorhergesehen Landung auf der Erde. Die Menschen sehen in dem „Herrn vom anderen Stern“ eine unberechenbare Gefahr, da er sich von herausragender Intelligenz erweist, doch auch Gesetzesbrecher betrachten ihn als potentielles Mittel zum Zweck. Dabei will er lediglch zurueck ins All, um sich von all den irdischen Problemen, mit denen er nichts zu tun haben will, wieder loszuloesen…

ClaasStoertebeker

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Hoch steht er da der Riese, der Philister,
Und hinter dem Feldmarschäll’ und Minister

Und Bankherrn, und ein wohlarmierter Schweif
Von Gliedermännern, unbeweglich, steif,

Sie schauen unverrückt, vertrauend, stumm,
Ein millionenköpfiges Publikum,

Hinan zu dem Popanz, dem Völkerschrecken,
Dem hochgethürmten, ungeschlachten Recken —

Als wäre nicht ein Knab’, — ein Kieselstein,
Geschleudert nach des Schädels leerem Schrein,

Genug, ihn hinzustrecken auf den Rasen,
Und schnell sein bisschen Hirn ihm auszublasen.

Ludwig Seeger

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