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Archive for the ‘Lebensmittel’ Category


Ob am Herstellungsort, im Transporter, im Supermarkt oder zuhause im Kühlschrank – ein Frischsensor in der Verpackung soll Lebensmittel auf allen Stationen auf ihre Frische zu prüfen. Das versprechen Entwickler vom Forschungszentrum Jülich. Sie wollen mit dem kürzlich vorgestellten Sensor auch der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird wie ein heiliger Fakt behandelt. Doch es ist eigentlich nur ein relativ grob bestimmter Zeitpunkt, der weit vor dem tatsächlichen Ende der Haltbarkeit von Nahrungsmitteln festgelegt wird. Die Verbraucher sollen sich sicher fühlen. Schon allein deswegen werden sowohl in Supermärkten als auch in Privathaushalten jedes Jahr Unmengen an eigentlich guten Produkten weggeschmissen. Rund 30 bis 40 Prozent aller Lebensmittel weltweit werden so verschwendet. Das Mindesthaltbarkeitsdatum verhindert ebenso wenig, dass ein Produkt früher schlecht wird, wenn sich zum Beispiel Keime in das Innere eingeschlichen haben.

Bleibt die Frage nach besseren Möglichkeiten als das bisherige Verfahren, jedes Lebensmittel in einem Supermarkt täglich darauf zu testen, ob es noch gut ist.

Genau eine solche Möglichkeit hat ein Team vom Forschungszentrum Jülich um den Forscher Alexey Yakushenko gefunden: Es hat neuartige Verpackungen entwickelt, in die ein Sensor integriert ist. Dieser überprüft laufend, ob der Inhalt noch frisch und haltbar ist. Die Vision: Jede Verpackung soll in Zukunft einen solchen Frischesensor haben, der ausgelesen werden kann. Ein Lesegerät gibt dann Auskunft darüber, ob das Lebensmittel noch frisch und genießbar ist. Die Ergebnisse landen in größeren Supermärkten in einer Cloud und werden ausgewertet.

So könnten Lebensmittel auf ihrem gesamten Weg bis zum Supermarkt und zum Verbraucher auf ihren Frischegrad überprüft werden: Auf dem Laufband in der Fabrik, auf dem Transportweg im Flugzeug oder LKW, in den Kühlschränken der Supermarktregale und sogar im Kühlschrank zuhause. Dort könnte einfach das Smartphone mit einer entsprechenden App als Auslesegerät des Sensors dienen, stellen sich die Forscher vor.

„Die Sensoren selbst sind elektrochemische Sensoren, die aus verschiedenen Tinten aufgebaut sind, die wir mithilfe von Technologien der gedruckten Elektronik erstellen“, erklärte Yakushenko im Gespräch. „Sie können an allen Lebensmittelverpackungen zur Bestimmung der Frische angebracht werden. Allerdings kommen metallische Verpackungen nicht infrage, da hier das Funksignal durch das Verpackungsmaterial blockiert wird. Der Sensor selbst ist recycelbar, aber nicht wiederverwendbar. Er trägt zusätzlich ein bis drei Prozent zum Verpackungsabfallvolumen bei, kann aber dafür bis zu 50 Prozent der Lebensmittelverschwendung verhindern. Es gibt auf jeden Fall eine positive Bilanz für die Nachhaltigkeit.“

Dem Forscher zufolge soll der drahtlos auslesbare Sensor in der Massenproduktion nur einen Eurocent kosten. „Das ist die akzeptable Preisschwelle für die Lebensmittelverpackungshersteller“, erklärte Yakushenko. Er berichtete, dass sich für den Sensor bereits Logistik- und Großhandelsunternehmen, Lebensmittelverpackungshersteller und die Politik interessieren würden.

„Die Tests und die Zusammenarbeit mit diesen Interessenten laufen. Die Sensoren sind aber noch nicht fertig. Sie werden weiterentwickelt und getestet. Das Projekt wird gerade aus dem Forschungszentrum ausgegründet und ist auf der Suche nach Investoren.“

Das Forschungszentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen entwickelt nach eigener Auskunft Schlüsseltechnologien in den Bereichen Energie und Umwelt sowie Information und Hirnforschung. Mit rund 5.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den großen Forschungszentren Europas. Es wird unter anderem aus Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170319314944405-wirkung-sensor/

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Der Honigmann

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Endokrine Disruptoren

Endokrine Disruptoren sind hormonaktive Stoffe, d.h. Chemikalien, die der Körper, wenn sie über die Nahrung aufgenommen wurden, als Hormone, also Botenstoffe erkennt. Daher sind sie in der Lage in das empfindliche Gefüge der hormonellen Steuerung einzugreifen und unseren Hormonhaushalt durcheinander zu bringen, da sie falsche Botschaften aussenden. Vor allem die in Plastikflaschen verwendeten Chemikalien besitzen eine solche hormonelle Wirkung. Da diese Stoffe sich als natürliche Östrogene „ausgeben“, bringen sie entscheidend den Sexualstoffwechel ins Ungleichgewicht und können z.B. beim Mann zu einer Verweiblichung führen. Obwohl diese hormonelle Wirkung als bewiesen gilt, werden diese Chemikalien von der Industrie weiter verwendet, da ungefährlichere Alternativen teurer sind.

80.000 chemische Substanzen
Momentan befinden sich etwas 80.000 chemische Substanzen im Handel. Nicht alle von ihnen sind toxisch, aber nur wenige von ihnen wurden auf ihre Unschädlichkeit auf den menschlichen Organismus getestet. Die Industrie beruft sich bei der Verwendung von Chemikalien häufig auf ihr Industriegeheimnis. Daher ist nicht immer sicher zu sagen, mit welchen Stoffen man in seinem Lebensumfeld (gerade Verpackungen) zu tun hat. Dies gilt u.a. auch für Parfums, die meist einen ganzen Cocktail von Chemikalien aufweisen und direkt auf unsere Haut aufgetragen werden. Da sie urheberrechtlich geschützt sind, muss der Hersteller die komplette Liste der verwendeten Chemikalien nicht angeben.

Der Recyclingcode

Eine Orientierung bietet der Recyclingcode, der meist auf dem Flaschen- oder Verpackungsboden zu finden ist. Er bietet dem Verbraucher die Möglichkeit zu erkennen, welche Sorte Plastik bei dieser Verpackung verwendet wurde und welche Verpackungen die schädlichen Phtalate und Phenole (v.a. das Bisphenol A) enthalten. Die Regel lautet: „4,5,1 und 2 beim Rest ist Gift dabei!“ Mit anderen Worten sollten die Verpackungen mit den Recyclingcodes 3,6 und 7 unbedingt gemieden werden. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass bei der Herstellung einer Verpackung mit dem Recyclingcode 7 Bisphenol A verwendet wurde. Wenn der Gebrauch einer Verpackung unumgänglich ist, dann sollte man sich auf die Recyclingcodes 4,5,1 und 2 beschränken, obwohl ebenfalls für Mineralwasser, die in solchen Plastikflaschen abgefüllt wurden, nachgewiesen werden konnten, dass auch sie östrogenaktivität besitzen.

http://www.praxis-blumenthal.de/wissenswertes/verweiblichung-durch-wasserflaschen.html

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Der Honigmann

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Honigbienen sind unter anderem durch Milben und Pestizide gefährdet. In den USA macht ihnen zusätzlich die Antibiotika-Behandlung der Bienenstöcke zu schaffen – darauf zumindest weist eine Studie hin.

Ein Zuviel an bestimmten Antibiotika kann Bienen schaden. US-Forscher haben festgestellt, dass nach einer fünftägigen Behandlung mit dem gängigen Breitband-Antibiotikum Tetracyclin nur etwa halb so viele Bienen die Tage darauf überlebten wie bei unbehandelten Tieren.

Der Einsatz von Antibiotika in Bienenstöcken könnte ein Faktor beim Bienensterben der vergangenen Jahre sein, vermuten die Wissenschaftler. In Deutschland ist der Einsatz solcher Mittel verboten.

Die Forscher um Nancy Moran von der University of Austin schreiben in „PLOS Biology“, dass das Tetracyclin bei den Bienen vermutlich bestimmte Darmbakterien abtötet, die vor potenziell schädlichen Serratia-Darmbakterien schützen. Deren Zahl war bei den behandelten Bienen erhöht.

Die Wissenschaftler hatten mehrere Hundert Bienen aus den Bienenstöcken der Universität entweder mit antibiotikahaltigem Sirup oder einfachem Zuckersirup gefüttert. Nach fünf Tagen wurden die mit Farbpunkten markierten Tiere wieder in die Stöcke auf dem Dach eines Uni-Gebäudes zurückgebracht. Von den Zuckersirup-Bienen waren nach drei Tagen noch zwei Drittel am Leben, von den Antibiotika-Bienen nur ein Drittel. Der Darminhalt der gestorbenen Tiere wurde untersucht.

Störung der Darmflora durch Antibiotika bei Bienen

„Unsere Studie legt nahe, dass eine Störung des Mikrobioms im Darm von Bienen ein Faktor ist, möglicherweise einer von mehreren, um die Bienen anfälliger für ihren Niedergang und den Zusammenbruch ihrer Kolonie zu machen“, erklärt Moran.

Bei Bienen wie auch beim Menschen helfen in einer gesunden Darmflora schützende Bakterien nicht nur bei der Aufnahme von Nährstoffen, sondern auch dabei, Gifte oder Krankheitserreger unschädlich zu machen.

Serratia-Bakterien können – in seltenen Fällen – auch bei immunschwachen Menschen und Frühgeborenen Infektionen auslösen. Die Forscher vermuten darum, dass ein Zuviel an Antibiotika bei ihnen möglicherweise ebenfalls das Erkrankungsrisiko erhöhen könnte.

„Wir legen Leute nicht nahe, dass sie keine Antibiotika mehr nutzen sollen. Antibiotika retten Leben. Aber wir müssen vorsichtig sein, wie wir sie einsetzen“, betont Moran.

Deutschland hat Antibiotika-Einsatz für Bienenvölker verboten

In den USA präparieren viele professionelle Imker ihre Bienenstöcke mehrmals jährlich mit Tetracyclinen, um die Larven vor einer weit verbreiteten Infektionskrankheit, der Amerikanischen Faulbrut, zu schützen.

In Deutschland hingegen seien keine Antibiotika für die Anwendung in Bienenvölkern zugelassen, erklärt Werner von der Ohe vom Laves Institut für Bienenkunde in Celle. „Damit ist ihr Einsatz verboten in Deutschland wie auch in der gesamten EU.“

Rückstände im Honig denkbar

Ohnehin sei die Verwendung von Antibiotika in Bienenstöcken „absolut unsinnig“, sagt der Experte. Zum einen könne es Rückstände im Honig geben, zum anderen drohten Resistenzen – vor allem bei vorbeugender Behandlung wie in den USA üblich.

Gegen bakterielle Bienenkrankheiten wie die Faulbrut gebe es wirksame Methoden ohne Medikamenteneinsatz, mit denen sich eine Ausbreitung gut eindämmen lasse.

In vielen Ländern weltweit wurde im vergangenen Jahrzehnt ein mehr oder weniger starkes Bienensterben beobachtet. Die genauen Gründe sind noch unklar, vermutet wird ein Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden, Viruskrankheiten, der Ausbreitung der Varroa-Milbe und einem geringen Ernährungswert bestimmter Nutzpflanzen.

Die massive Verwendung von Antibiotika könnte ein weiterer Faktor sein, mutmaßen die Autoren der aktuellen Studie. (dpa)

http://www.epochtimes.de/wissen/forschung/antibiotika-einsatz-koennte-zum-bienensterben-beitragen-2-a2070974.html

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Der Honigmann

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 Im August 2016 hatte ein neues Zivilschutzkonzept des Bundesinnenministeriums für viel Wirbel gesorgt. Darin empfahl die Bundesregierung der Bevölkerung, für den Ernstfall Lebensmittelvorräte für zehn Tage zu horten.
So seien sie im Falle einer Naturkatastrophe, eines terroristischen oder kriegerischen Angriffs zum Selbstschutz fähig, bevor staatliche Maßnahmen anlaufen.

Doch nicht nur die einzelnen Bürger sollen vorsorgen – auch die Bundesrepublik tut das. Es gibt staatliche Notvorräte, die im Ernstfall zum Einsatz kommen können. Hier gibt es einen kleinen Überblick, wo und wie die Reserven an Nahrungsmitteln, Erdöl, Gold und Dokumenten gelagert werden.

Die staatlichen Notreserven an Lebensmitteln bestehen zum einen aus Weizen, Roggen und Hafer zur Brotherstellung. Zum anderen werden Reis, Erbsen, Linsen und Kondensmilch eingelagert. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitteilt, sind es insgesamt rund eine Million Tonnen Lebensmittel, die an über 150 geheimen Standorten überall in Deutschland verteilt gelagert werden. Die Geheimhaltung soll im Ernstfall Plünderungen vermeiden.

Bundesbank besitzt 3400 Tonnen Gold

Doch nicht nur Essen ist wichtig, sondern auch Energie. In Deutschland gibt es 51 Untergrundspeicher für Erdgas, Wasserstoff und Erdöl. Einer der größten Speicher Europas liegt im nordrhein-westfälischen Gronau. Hier lagern 1000 Meter unter der Erde – in Hohlräumen, sogenannten Kavernen – 1,4 Milliarden Liter Erdöl für den Notstandsfall, wie „Galileo“ berichtet.

Für den Notstand wird auch bares Gold gelagert. Die Bundesbank ist im Besitz von rund 3400 Tonnen Goldreserven. Derzeit 48 Prozent davon befinden sich derzeit in Tresorräumen unter der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. Der Rest liegt in London, Paris und New York.

Die meisten unserer Daten sind heutzutage digital gespeichert. Um geschichtsrelevante Unterlagen noch auf andere Weise zu sichern, nutzt das Bundesamt für Zivilschutz den Barbarastollen in Oberried im Breisgau. Er liegt in einer alten Silbermine und ist atombombensicher. In 1400 luftdicht versiegelten Stahlfässern lagern hier 600 Millionen Dokumente, alle fotografisch archiviert und auf Mikrofilm gespeichert.

Notfallplan der Regierung – Verschwiegen: Es ist nicht genug da!

Die Bundesregierung hat aus versorgungspolitischen Gründen staatliche Nahrungsreserven angelegt. Dies geschieht unabhängig von den durch die Europäische Union in Deutschland gelagerten landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Nur mit im Krisenfall jederzeit verfügbaren Vorräten ist es möglich, schnell auf Mängel in der Versorgung zu reagieren. Zum einen sind umfänglichere Vorräte in den ernährungswirtschaftlichen Betrieben oft nicht vorhanden. Zum anderen können bestimmte landwirtschaftliche Produkte, bedingt durch die natürlichen Produktionszyklen, nicht aus dem Stand heraus hergestellt werden.

Deshalb gilt in Deutschland die Sicherstellung der Ernährung in Not- und Krisenzeiten als hoheitliche Aufgabe des Staates und ist durch entsprechende Gesetze geregelt.

Für eine staatliche Lagerhaltung von Nahrungsmittelnotvorräten gibt es jedoch keine direkte rechtliche Verpflichtung!
Für den Fall von kriegerischen oder friedenszeitlichen Krisensituationen, die zu Versorgungsengpässen führen können, hält die Bundesrepublik jedoch Nahrungsvorräte für die Bevölkerung bereit. Damit will man Hamsterkäufe, also das Leerkaufen von Supermärkten, verhindern.

Der Staat zieht ebenso Umwelt- und Naturkatastrophen, Unfälle in großtechnischen Anlagen (z. B. AKWs Tschernobyl oder Fukushima) sowie politische und wirtschaftliche Konfliktsituationen in Betracht. Zudem Streiks, Tierseuchen größeren Ausmaßes und terroristische Anschläge.

In deren Folge können Handelswege unterbrochen werden und zu einer Verknappung von Nahrungsgütern sorgen.
Der Bund hat für diesen Zweck jederzeit verfügbare, staatliche Nahrungsreserven in großen Lagern angelegt, die keinen marktbedingten Schwankungen unterliegen. Dabei handelt es sich um Produkte der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft.

1. Die Zivile Notfallreserve:

Für die Versorgung der Bevölkerung in den Ballungsräumen (z. B. Berlin, Ruhrgebiet u.a.) existiert die Zivile Notfallreserve. Sie besteht aus Reis (Lang- und Rundkorn), Hülsenfrüchten (Erbsen und Linsen) sowie aus Kondensmilch und Vollmilchpulver.
Das heißt für Sie: Als „Landbewohner“ müssen Sie auf jeden Fall Vorräte aufbauen, denn der Staat kümmert sich im Notfall erst um „Städter“!

2. Bundesreserve Getreide:

Um die Mehl- und Brotversorgung im Krisenfall aufrecht zu erhalten, werden Getreidereserven an Weizen und Hafer (Brotgetreide) in der Nähe von Mühlen vorrätig gehalten.

Das bedeutet für Sie: An eine ausgewogene Ernährung ist im Notfall nicht zu denken. Auch Trinkwasser wird knapp sein. Sorgen Sie vor!

Bei der Auswahl der Produkte spielt neben ernährungsphysiologischen Aspekten vor allem die Lagerfähigkeit eine Rolle. Die Bestände werden nach ungefähr 10 Jahren Lagerdauer durch neue Ware ersetzt.

Bei den mehr als 100 Lagerstätten im gesamten Bundesgebiet handelt es sich um privatwirtschaftliche Unternehmen, die durch öffentliche Ausschreibungen ermittelt werden. Deren Standorte werden geheim gehalten. Dies dient der passiven Sicherheit dieser Lager.

Dazu das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: „Bei einer Veröffentlichung der Standorte der Lagerstätten würde die Wahrscheinlichkeit, dass in einer Versorgungskrise die Lager das Ziel von Plünderungen würden, deutlich zunehmen.“

„Stadtmenschen“ zuerst!

Diese gebrauchsfertigen Nahrungsmittel im Krisenfall über Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen vor allem an Verbraucher in den Ballungsregionen abgegeben werden, um die dortige Bevölkerung zumindest mit einer warmen Mahlzeit am Tag verpflegen zu können.

Das muss jeden „Landbewohner“ hellhörig machen! Die Lagervorräte des Staates sind also begrenzt und sollen vornehmlich an „Städter“ in „Ballungsgebieten“ ausgegeben werden.

Das heißt nichts anderes, als dass sich die politisch Verantwortlichen im Krisenfalle vor inneren Unruhen fürchten und deshalb bevorzugt die Stadtbevölkerung ernähren wollen.

Zudem: „Der Krisenbevorratung im Lebensmittelbereich liegt nicht der Ansatz zugrunde, eine Vollversorgung der mehr als 82 Millionen in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürger über einen längeren Zeitraum sicher zu stellen. Die staatlichen Notreserven im Lebensmittelbereich in Deutschland sollen dazu beitragen, kurzfristig Engpässe in der Versorgung der Bevölkerung zu überbrücken. Je nachdem, wie viele zu verpflegende Personen und welche Tagesration pro Person unterstellt werden, reichen die Vorräte, je nach eingelagertem Produkt, zwischen wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen.“

Die staatlichen Notfallreserven können Sie und Ihre Familie also höchstens ein paar Wochen ernähren.

So werden die Vorräte verteilt

Bei der Verteilung der Notvorräte kann bei einer zivilen Krisenlage auf entsprechende Transportverbände des THW oder anderer Hilfsorganisationen zurückgegriffen werden.

Im Zuge der Amtshilfe ist auch der Einsatz von Transportkapazitäten der Bundeswehr möglich. Da die meisten Lagerstätten nicht über einen Gleisanschluss verfügen, wird die Verteilung der Notvorräte zum größten Teil mittels Lastkraftwagen erfolgen.
Reichen die Transportkapazitäten nicht aus, können per Anordnung z. B. Speditionen verpflichtet werden, bestimmte Transportleistungen gegen Entschädigung durchzuführen.

All das sollte Sie dazu ermuntern, selbst vorzusorgen. Denn wie Sie gesehen haben, sind die Lagervorräte des Staates begrenzt, sollen vornehmlich an „Stadtmenschen“ in „Ballungsgebieten“ ausgegeben werden und die Gefahr, dass die privaten Lager geplündert werden, bevor es zu einer Verteilung kommt, ist groß .

Notvorrat für Krisenzeiten: Die Einkaufsliste für zwei Wochen

Das Agrarministerium rät, einen Notfallvorrat von 14 Tagen anzulegen. Aber was soll man sich zulegen? Hier die komplette Einkaufsliste.

Auf der Internetseite http://www.ernaehrungsvorsorge.de rät das Agrarministerium, für Fälle wie Krieg, Atomkatastrophen oder Seuchen einen Lebensmittelvorrat für 14 Tage anzulegen. Es gibt allerdings auch Kritik an den neuen Plänen (Krisenvorsorge: Ich habe mich von der Notvorratsliste des Bundes ernährt).

Die Tabelle zeigt den Grundvorrat für einen Zwei-Personenhaushalt, der einen Energiebedarf von ca. 2200 kcal pro Tag deckt. Zudem gibt es die Zivilie Notfallreserve: An 150 geheimen Standorten werden 440 000 Tonnen Weizen, 140 000 Tonnen Hafer und 50 000 Tonnen Roggen als „Bundesreserve Getreide“ gelagert, sowie Reis, Linsen, Kondensmilch und Milchpulver – insgesamt 800 000 Tonnen Lebensmittel. Kosten: 15,45 Millionen Euro jährlich.

Damit halten Sie 14 Tage durch

Grundnahrungsmittelvorrat für 2 Personen

Getreideprodukte – Brot und Kartoffeln 9,8 kg

Beispiele

Mengen

Vollkornbrot

2,0 kg

Zwieback

800 g

Knäckebrot

2,0 kg

Nudeln, roh

1,0 kg

Reis, roh

500g

Hafer-/Getreideflocken

1,5 kg

Kartoffeln, roh

2,0 kg

Gemüse/Hackfrüchte 11,2 kg

Beispiele

Mengen

Bohnen in Dosen

1,6 kg

Erbsen/Möhren in Dosen

1,8 kg

Rotkohl in Dosen/Gläsern

1,4 kg

Sauerkraut in Dosen

1,4 kg

Spargel in Gläsern

800 g

Mais in Dosen

800 g

Pilze in Dosen

800 g

Saure Gurken im Glas

800 g

Rote Bete

800 g

Zwiebeln, frisch

1,0 kg

Obst 7,2 kg

Beispiele

Mengen

Kirschen im Glas

1,4 kg

Birnen in Dosen

500 g

Aprikosen in Dosen

500 g

Mandarinen in Dosen

700 g

Ananas in Dosen

700 g

Rosinen

400 g

Haselnusskerne

400 g

Trockenpflaumen

500 g

Frischobst

2,0 kg

Apfel roh

Birne roh

Banane roh

Orange roh

Getränke 7,2 kg

Beispiele

Mengen

Mineralwasser*

56 l

Zitronensaft

0,4 l

Kaffee (Pulver)

500 g

Tee schwarz, trocken

250 g

Milch, Milchprodukte 7,4 kg

Beispiele

Mengen

H-Milch 3,5 % Fett

6 l

Hartkäse

1,4 kg

Fisch, Fleisch, Eier 4,2 kg

Beispiele

Mengen

Thunfisch in Dosen

300 g

Ölsardinen in Dosen

200 g

Heringsfilet in Soße (Konserve)

200 g

Corned Beef in Dosen

500 g

Bockwürstchen im Glas/Dosen

600 g

Kalbsleberwurst im Glas/Dosen

600 g

Dauerwurst (z.B. Salami)

720 g

20 Eier Gewichtsklasse M (à 60 g Einkaufsgewicht)

1,1 kg (ohne Schale)

Fette, Öle 1,0 kg

Beispiele

Mengen

Streichfett (Butter/Margarine)

500 g

Öl (z.B. Sonnenblumen)

0,6 l

Verweis: Bundesagrarministerium, www.ernaehrungsvorsorge.de *1,5 l pro Person und Tag plus 0,5 l pro Person und Tag fürs Kochen. Für ab 65-Jährige werden 2 Liter plus 0,5 l pro Person und Tag empfohlen

http://www.pravda-tv.com/2017/03/getreide-gold-erdoel-geheime-bunker-sollen-deutsche-bevoelkerung-retten-wenn-ein-krieg-ausbricht/

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Gruß an die Vorwarner

Der Honigmann

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Die Europäische Kommission hat Gesundheitsgefahren durch Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln offiziell anerkannt – will aber dennoch keine konkreten Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher ergreifen. Das geht aus einer Stellungnahme vom 16. Januar 2017 an die EU-Mitgliedsstaaten hervor. Darin bestätigt die Kommission zwar, dass sogenannte aromatische Mineralöle (MOAH) erbgutverändernd und krebserregend wirken können, empfiehlt aber trotzdem keine Schutzmaßnahmen.

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Die Europäische Kommission hat Gesundheitsgefahren durch Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln offiziell anerkannt – will aber dennoch keine konkreten Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher ergreifen. Das geht aus einer Stellungnahme vom 16. Januar 2017 an die EU-Mitgliedsstaaten hervor. Darin bestätigt die Kommission zwar, dass sogenannte aromatische Mineralöle (MOAH) erbgutverändernd und krebserregend wirken können, empfiehlt aber trotzdem keine Schutzmaßnahmen. Stattdessen solle das Problem in den nächsten Jahren weiter untersucht werden. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte, die Bürgerinnen und Bürger in Europa würden damit weiter erheblichen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt.

„Die Kommission erkennt hochoffiziell an, wie gefährlich Mineralöle in Lebensmitteln sind. Doch anstatt endlich für wirksamen Schutz zu sorgen, soll – gemeinsam mit der Industrie – noch jahrelang weiter beobachtet, untersucht, geprüft werden. Die Leidtragenden sind die Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagte Johannes Heeg von Foodwatch. „Mit keiner Silbe fordert die EU-Kommission konkrete Schutzmaßnahmen von der Lebensmittelwirtschaft ein. Dabei ist das Problem seit Jahren bekannt und Lösungen liegen längst auf dem Tisch.“

Foodwatch forderte die Europäische Kommission erneut auf, sogenannte „funktionelle Barrieren“ für alle Lebensmittelverpackungen aus Papier vorzuschreiben, sowie Grenzwerte für Mineralöle in Lebensmitteln zu erlassen. Über eine E-Mail-Protestaktion unter http://www.mineraloel-aktion.foodwatch.de unterstützen bereits mehr als 110.000 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden die Forderung an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis.

Aromatische Mineralöle (MOAH) stehen laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unter Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein; die sogenannten gesättigten Mineralöle (MOSH) reichern sich in den Körperorganen an und können diese schädigen. Beide gehören zu den Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW). Die Europäische Kommission hat jetzt in einer Empfehlung an die EU-Mitgliedsländer die Gesundheitsgefahren anerkannt – als Maßnahmen allerdings nur eine weitere „Beobachtung“ empfohlen: „Aromatische MKW können als genotoxische Karzinogene wirken, während einige gesättigte MKW sich im menschlichen Gewebe anreichern und zu Nebenwirkungen in der Leber führen können.“ Deshalb sei es wichtig, „für eine Überwachung von MKW zu sorgen, um die relative Belastung von Lebensmitteln […] besser zu verstehen.“ Die Empfehlung der Kommission: Jeder europäische Mitgliedstaat solle „unter aktiver Beteiligung von Lebensmittelunternehmern“ Tests durchführen und die Ergebnisse bis Februar 2019 an die EU weiterreichen.

Foodwatch kritisierte, es mangele nicht an Testergebnissen, sondern an wirksamen gesetzlichen Maßnahmen. Zahlreiche Laboranalysen – beauftragt von Foodwatch, aber auch etwa von Stiftung Warentest oder von Landesbehörden in Deutschland – hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln nachgewiesen. Zudem liegen unzählige im Auftrag der Lebensmittelindustrie durchgeführte Laboranalysen vor.

Mineralöle können auf verschiedenen Wegen in Lebensmittel gelangen – beispielsweise beim Anbau oder Transport. Eine wesentliche Quelle für Verunreinigungen sind Verpackungen aus Altpapier: Darin enthaltene Mineralöle aus Druckfarben sowie etliche andere gefährliche Substanzen wie Weichmacher und Lösungsmittel können auf Lebensmittel übergehen.

(…)

Quelle: http://www.epochtimes.de/gesundheit/eu-kommission-bestaetigt-mineraloele-in-lebensmitteln-koennen-krebs-ausloesen-und-erbgut-schaedigen-verbraucher-werden-trotzdem-nicht-geschuetzt-a2058541.html

Gruß an die Erwachten

TA KI

https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2017/02/27/eu-kommission-bestaetigt-mineraloele-in-lebensmitteln-koennen-krebs-ausloesen-und-erbgut-schaedigen-verbraucher-werden-trotzdem-nicht-geschuetzt/

 

Gruß an das Leben

Der Honigmann

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Direkte Fragestellungen zum BABS-I-Komplexsystem, persönliche Beratungen und Informationen „ET“

mailto:etech-48@gmx.de

Biene.info.2016@web.de

https://techseite.wordpress.com/

Egon

Lest bitte das STRESSPATENT  von mir und die Anwendungen in NANO-HYDRO-GELEN, die sind weltweit einzigartig und in der WIRKUNG gegen die “ SEUCHE  des 21. JAHRHUNDERTS; PSYCHO-EMOTIONALER STRESS  einmalig…

 

“ GRUNDSATZ “ :

1.ENTSTRESSEN

2. ENTGIFTEN

3.IMMUNSTIMULATION

4. BABS-I   als zentrales SCHUTZ-und STEUER-Instrument

STRESSPATENT egon tech  !!

https://www.google.de/search?q=Stresspatent+egon+tech&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=xkxcVZCjB8myUamWgcAK

https://techseite.wordpress.com/2017/02/12/ohne-entstressung-gibt-es-keinerlei-entgiftung-die-zellmembranen-oeffnen-sich-unter-dem-permanenten-emf-stress-nicht-niemand-der-sog-entgifter-paepste-traegt-dem-rechnung-dumm-sehr/

Und fallt nicht auf derartige SEKTENGURUS, KOPIERER und GEISTESRÄUBER herein, der rühmt sich auch noch mit seinen exzellenten Verbindungen zum CIA, SCIENTOLOGY ist vom CIA geführt, satanisches Machwerk und davon laufen noch mehr herum….viele und immer das gleiche PRINZIP…BAUERNFÄNGER, darum heissen SIE 666 minus ja auch PSYCHO-SEKTEN…alle nutzen das satanische PENTAGRAMM und nicht das göttliche HEXAGON…die wissen warum…!!

https://techseite.wordpress.com/2016/05/31/antistress-nano-hydro-gele-weltweit-einmaligexzellent-in-der-wirkung-ueber-haut-schleimhaut-babs-i-komplexsystem/

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Koronare Herzkrankheit

Von Dr. med. Fabian Sinowatz

© unlim3d/Fotolia

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern. Durch Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“) kommt es zu einer Einengung der Herzkranzgefäße (KoronarArterien). Die Koronare Herzerkrankung wird auch als ischämische Herzkrankheit bezeichnet, da eine Engstelle in einem Herzkranzgefäß zu Sauerstoffmangel (Ischämie) in Teilen des Herzens führen kann. Durch die Koronare Herzerkrankung kann ein Herzinfarkt entstehen. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Koronare Herzkrankheit.

Koronare Herzerkrankung (KHK): Beschreibung

Die Koronare Herzerkrankung (KHK) ist eine schwerwiegende Erkrankung des Herzens, bei der es zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels kommt. Grund dafür sind verengte Herzkranzgefäße. Diese Schlagadern nennt man auch „Koronararterien“ oder „Koronarien“. Sie umgeben den Herzmuskel kranzförmig und versorgen ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Die Ursache für eine Koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) der Herzkranzgefäße: Blutfette, Blutgerinnsel (Thromben) und Bindegewebe lagern sich in den Innenwänden der Gefäße ein. Dies verringert den inneren Gefäßdurchmesser, sodass der Blutfluss behindert wird.

Ein typisches Symptom für die Koronare Herzkrankheit(KHK) ist ein Engegefühl in der Brust (Angina pectoris), welches unter körperlicher Anstrengung zunimmt, da es zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und Sauerstoffverbrauch kommt (Koronarinsuffizienz). Ein Herzinfarkt oder der plötzliche Herztod können durch die Koronare Herzerkrankung ausgelöst werden. Die Koronare Herzerkrankung (KHK) gehört zu den wichtigsten Volkskrankheiten und führt seit Jahren auch in Deutschland die Todesursachenstatistik an. Die Koronare Herzkrankheit (KHK) betrifft eher Männer, die im Durchschnitt auch früher erkranken als Frauen.

Koronare Herzkrankheit: Definition

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist definiert als Zustand, bei dem es durch die Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“) zu einer Mangeldurchblutung und damit zu einem Missverhältnis von Sauerstoffangebot und Sauerstoffverbrauch (Koronarinsuffizienz) in Teilen des Herzmuskels kommt.

Koronare Herzkrankheit: Einteilung:

Je nach Ausmaß der arteriosklerotischen Veränderungen lässt sich die Koronare Herzkrankheit in folgende Schweregrade einteilen:

  • Koronare Herzkrankheit – Eingefäßerkrankung: Einer der drei Hauptäste der Herzkranzgefäße ist von einer oder mehreren Engstellen (Stenosen) betroffen.
  • Koronare Herzkrankheit – Zweigefäßerkrankung: Zwei der drei Hauptäste der Herzkranzgefäße sind von einer oder mehreren Engstellen (Stenosen) betroffen.
  • Koronare Herzkrankheit – Dreigefäßerkrankung: Alle drei Hauptäste der Herzkranzgefäße sind von einer oder mehreren Engstellen (Stenosen) betroffen.

Koronare Herzkrankheit: Symptome

Die Symptome hängen davon ab, wie stark die Herzkranzgefäße durch die Koronare Herzkrankheit verengt sind und an welcher Stelle sich der Engpass befindet. Leichte Verengungen verursachen häufig keine Symptome. Bei einer starken Verengung der Gefäße verursacht die Koronare Herzkrankheit jedoch typische Beschwerden:

Brustschmerzen

Eine Koronare Herzkrankheit macht sich typischerweise durch Brustschmerzen, ein Engegefühl in der Brust oder einen Brennen hinter dem Brustbein bemerkbar. Ärzte bezeichnen diesen Zustand als Angina pectoris. Die Koronare-Herzkrankheit-Symptome treten vor allem bei erhöhtem Sauerstoffbedarf des Herzens, also bei körperlicher oder seelischer Belastung auf. Die Schmerzen bei einer Angina pectoris strahlen häufig in den linken Arm, teilweise aber auch bis in Nacken, Hals, Rücken, Kiefer, Zähne oder in den Oberbauch aus. („Gefühl wie ein Ring um die Brust“). Verantwortlich für die Schmerzen ist ein Sauerstoffmangel in der Herzmuskulatur, wenn die Herzkranzgefäße im Rahmen einer KHK verengt sind. Wenn die Schmerzen durch die Gabe des gefäßweitenden Medikaments Nitroglycerin abnehmen, ist dies ein deutlicher Hinweis auf das Vorliegen einer Angina pectoris. Ist ein Herzkranzgefäß um 70 Prozent seiner normalen Weite verengt (Stenose), treten Angina-pectoris-Beschwerden meist auch in Ruhe auf. Sogenannte Herzstiche (kurze Stiche im Brustkorb) sind kein spezifischer Hinweis für eine Koronare Herzkrankheit.

Herzrhythmusstörungen

Die Koronare Herzerkrankung löst nicht selten auch Herzrhythmusstörungen aus. Durch den Sauerstoffmangel im Herzmuskel werden auch die elektrischen Impulse (Erregungsleitung) im Herzen beeinträchtigt. Herzrhythmusstörungen durch die Koronare Herzkrankheit können durch ein EKG (Elektrokardiogramm) bestätigt und auf ihr Gefahrenpotenzial hin beurteilt werden. Denn viele Menschen haben harmlose Herzrhythmusstörungen und leiden nicht an einer KHK.

Diabetiker und ältere Menschen nicht selten symptomlos

Einige Menschen mit einer KHK, vor allem Diabetiker, haben keinerlei Beschwerden. Man spricht in diesem Fall von einer stummen Ischämie (Mangeldurchblutung). Meist sind die Nerven am Herzen und im gesamten Körper durch die Zuckerkrankheit so geschädigt, dass sie die Schmerzsignale durch die Koronare Herzkrankheit nicht mehr weiterleiten können (Diabetische Neuropathie). Der Herzmuskel wird also geschädigt, ohne dass der Diabetiker dies bemerkt. Auch bei Menschen die älter als 75 Jahre alt sind, können die Koronare-Herzkrankheit-Symptome untypisch sein. Sie können sich etwa in Übelkeit und Schwindel äußern, ohne typische Schmerzen in der Brust oder im linken Arm.

Koronare Herzkrankheit: Ursachen und Risikofaktoren

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) entsteht im Laufe der Jahre durch das Zusammenspiel verschiedener Ursachen und Risikofaktoren. Zahlreiche wissenschaftliche Studien beweisen, dass die Koronare Herzkrankheit einen Zusammenhang mit den hier genannten Risikofaktoren hat. Viele davon lassen sich durch einen entsprechenden Lebensstil vermeiden und somit das Risiko für die Entstehung einer KHK drastisch senken.

Sauerstoffmangel im Herzen (Ischämische Herzkrankheit)

Bei Menschen mit einer Koronaren Herzerkrankung ist die Durchblutung des Herzmuskels gestört. Die Ursache dafür ist eine Verengung der Herzkranzgefäße durch Fett- oder Kalkablagerungen(Arteriosklerose beziehungsweise Koronarsklerose). Diese Ablagerungen befinden sich in der Gefäßwand der Herzkranzgefäße und bilden eine sogenannte Plaque, welche den Gefäßdurchmesser an einer oder mehreren Stellen einengt. Dadurch fließt zu wenig Blut durch die Herzkranzgefäße und es entsteht ein Sauerstoffmangel im Herzmuskel (ischämische Herzkrankheit). Es entsteht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot (Koronarinsuffizienz). Dies macht sich insbesondere bei Belastung bemerkbar. Ist der Durchmesser der Herzkranzgefäße um die Hälfte vermindert, treten in der Regel auch Durchblutungsstörungen auf.

Beeinflussbare Risikofaktoren für die Koronare Herzkrankheit:

Risikofaktor Erklärung
Ungesunde Ernährung
und Übergewicht
Übergewichtige Menschen weisen meistens erhöhte Blutfette auf: Zu viel Cholesterin und andere Blutfette sind schädlich, weil sich dadurch überschüssige Cholesterinpartikel in den Gefäßwänden der Schlagadern ablagern und dort zu Entzündungen und Verkalkungen führen. Die Gefäße werden dadurch starrer und enger.
Hinzu kommt, dass im Bauchfett Entzündungsbotenstoffe gebildet werden, die direkt schädigend an den Gefäßwänden wirken und eine Koronare Herzkrankheit mitverursachen
Bewegungsmangel Ausreichende Bewegung senkt den Blutdruck, verbessert die Cholesterinwerte und erhöht die Insulinempfindlichkeit der Muskelzellen. Bei Bewegungsmangel fehlen diese schützenden Effekte und eine Koronare Herzkrankheit kann nach Jahren die Folge sein.
Rauchen Stoffe aus dem Tabakrauch (Zigaretten, Zigarren, Pfeifen) fördern unter anderem die Bildung instabiler Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßen. Diese können sich lösen und ein Herzkranzgefäß verstopfen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) verkürzt jede Zigarette das Leben um etwa 30 Minuten.
Erhöhter Blutdruck Bluthochdruck (Hypertonie)schädigt direkt die Gefäßwände.
Erhöhter Cholesterinspiegel Hohe LDL-Cholesterin-Werte und niedrige HDL-Cholesterin-Werte fördern die Plaquebildung, welche für die Koronare Herzkrankheit von großer Bedeutung ist.
Diabetes mellitus Ein schlecht eingestellter Diabetes (Zuckerkrankheit) führt zu dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten, die wiederum die Gefäße schädigen und eine Koronare Herzkrankheit begünstigen.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren für die Koronare Herzkrankheit:

Risikofaktor Erklärung
Männliches Geschlecht Frauen haben vor der Menopause (Wechseljahre) ein niedrigeres Risiko für eine Koronare Herzkrankheit (KHK), da sie zunächst durch die weiblichen Geschlechtshormone (vor allem Östrogen) besser geschützt sind. Männer haben ein höheres Risiko für eine Koronare Herzkrankheit.
Genetische Veranlagung In einigen Familien kommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehäuft vor, die Gene scheinen auch für die Koronare Herzkrankheit eine Rolle zu spielen.
Alter Die Erkrankungshäufigkeit von Männern steigt ab dem 45., die von Frauen ab dem 50. Lebensjahr. Je älter ein Mensch ist, desto wahrscheinlicher liegt eine Koronare Herzkrankheit vor.

Video-Playlist: Koronare Herzkrankheit

Koronare Herzkrankheit – die Warnsignale

Fast 20 Prozent aller Todesfälle in Deutschland gehen auf die Koronare Herzkrankheit zurück. Woran erkennt man, dass man an einer KHK leidet?

Koronare Herzkrankheit: Untersuchungen und Diagnose

Eine Koronare Herzerkrankung (KHK) wird von einem Facharzt für Kardiologie diagnostiziert und behandelt. Auch der Hausarzt ist ein Ansprechpartner bei Anzeichen für eine ischämische Herzkrankheit. Das Anamnesegespräch (Krankengeschichte) ist von sehr großer Bedeutung für die Diagnosestellung und die Verlaufsbeobachtung. Die körperliche Untersuchung kann Risikofaktoren für eine Koronare Herzkrankheit (KHK) identifizieren und eine grobe Einschätzung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit geben. Die Koronare Herzkrankheit wird durch verschiedene apparative Untersuchungen erhärtet.

Krankengeschichte (Anamnese):

Vor der eigentlichen Untersuchung stellt der Arzt einige Fragen, um mehr über die Art und Dauer der aktuellen Beschwerden zu erfahren. Auch eventuelle Vorerkrankungen oder Begleitsymptome sind für den Arzt relevant. Beschreiben Sie die Art, Dauer und Stärke der Beschwerden und vor allem, in welchen Situationen sie auftreten. Der Arzt wird verschiedenen Fragen stellen, zum Beispiel:

  • Welche Beschwerden haben Sie?
  • Wann (in welcher Situation) treten die Beschwerden auf?
  • Werden die Schmerzen bei körperlicher Belastung stärker?
  • Welche Medikamente nehmen Sie ein?
  • Gibt es ähnliche Beschwerden oder eine bekannte Koronare Herzkrankheit in Ihrer Familie, zum Beispiel bei den Eltern oder Geschwistern?
  • Gab es in der Vergangenheit bereits Auffälligkeiten an Ihrem Herzen?
  • Rauchen Sie? Wenn ja, wie viel und wie lange schon?
  • Sind Sie sportlich aktiv?
  • Wie ernähren Sie sich? Sind bei Ihnen bereits erhöhte Cholesterin- oder Blutfettwerte bekannt?

Körperliche Untersuchung

Nach dem Anamnesegespräch wird der Arzt Sie untersuchen. Besonders wichtig ist das Abhören des Herzens und der Lunge mit dem Stethoskop (Auskultation). Durch die körperliche Untersuchung gewinnt der Arzt einen generellen Eindruck Ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Manche Ärzte werden auch vorsichtig auf ihren Brustkorb drücken um zu prüfen, ob nicht ein Problem des Bewegungsapparates (zum Beispiel eine Wirbelsäulenerkrankung oder muskuläre Verspannungen) die Ursache für Brustschmerzen bei Ihnen ist.

Weitere Untersuchungen:

Ob eine Koronare Herzerkrankung vorliegt, kann vor allem durch gezielte Messungen und eine bildliche Darstellung des Herzens eindeutig beantwortet werden. Dazu gehört:

Blutdruckmessung

Ein erhöhter Blutdruck (arterielle Hypertonie) ist ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung einer Koronaren Herzkrankheit. Der Blutdruck ist zu hoch, wenn er in Ruhe systolisch über 140 mmHg und diastolisch über 90 mmHg liegt (über: „140 zu 90“).

Blutuntersuchung:

Zum einen werden bei einer Blutuntersuchung die Cholesterin- und Blutfettwerte bestimmt. Zum anderen kann der Arzt bei akuten Brustschmerzen durch bestimmte Blutwerte (Marker: CK, CK-MB, Troponine) überprüfen, ob die Schmerzen tatsächlich vom Herzmuskel kommen.

Ruhe-Elektrokardiogramm (Ruhe-EKG)

Eine Basisuntersuchung ist das Ruhe-EKG. Dabei werden die elektrischen Potenziale des Herzens über Elektroden auf der Haut abgeleitet. Die Koronare Herzkrankheit (KHK) kann manchmal typische Veränderungen im EKG aufweisen.

Belastungs-Elektrokardiogramm (Belastungs-EKG)

Bei dieser Variante des EKGs werden die elektrischen Potenziale des Herzens nicht in Ruhe, sondern während körperlicher Anstrengung auf einem Fahrradergometer aufgezeichnet. Dies ist sinnvoll, da sich einige im EKG erkennbare krankhafte Veränderungen erst bei Anstrengung zeigen.

Herzultraschall (Echokardiographie)

Mit der Echokardiographie kann man die Herzgröße, die Bewegung des Herzmuskels und die Pumpfunktion sowie eventuelle Herzklappenprobleme darstellen. Dies kann sowohl bei körperlicher Ruhe (Ruhe-Echokardiographie), als auch bei körperlicher Anstrengung (Belastungs-Echokardiographie) erfolgen. Ist zum Beispiel aufgrund einer stark ausgeprägten Koronaren Herzerkrankung keine richtige Belastung des Patienten auf dem Fahrradergometer möglich, kann der Herzschlag auch durch die Gabe eines Medikaments beschleunigt werden (sogenannte Stress-Echokardiographie)

Myokard-Szintigraphie.

Bei der Myokard-Szintigraphie wird eine schwach radioaktive Markersubstanz in die Vene injiziert, die sich unter anderem in den Herzkranzgefäßen anreichert. Die radioaktive Strahlung kann wie bei einem Foto aufgenommen werden und gibt Auskunft über eventuelle Gefäßverengungen (Stenosen) in den Herzkranzgefäßen.

Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie)

Für die Koronare Herzkrankheit (KHK) stellt die Koronarangiographie („Herzkatheter“) eine der wichtigsten Untersuchungen für die Diagnose und Behandlung dar. Ein dünner Schlauch (Katheter) wird über einen Zugang in der Leiste oder dem Arm durch eine große Arterie bis zum Herzen vorgeschoben. Wenn die Katheterspitze an der richtigen Position liegt, wird daraus ein Röntgenkontrastmittel freigesetzt und im gleichen Moment ein Röntgenbild angefertigt. In dieser Untersuchung sieht man die einzelnen Herzkranzgefäße sehr genau und kann auch eventuelle Wandbewegungsstörungen der Herzwände erkennen. Therapeutisch kann bei einer Engstelle (Stenose) auch ein Stent (ein Röhrchen aus Metall) zum Offenhalten beziehungsweise Aufweiten der Engstelle eingesetzt werden.

Weitere bildgebende Verfahren

In manchen Fällen sind spezielle bildgebende Verfahren nötig, um die Ausprägung einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) festzustellen. Dazu zählen:

  • Positronen-Emissionstomographie (PET)
  • Kardiale Mehrschicht Computertomographie (CT)
  • Kardiale Magnetresonanztomographie (MRT)

Diagnostik bei Verdacht auf einen Herzinfarkt

Bei Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom, zum Beispiel einen Herzinfarkt, folgen sofort ein EKG und spezielle Blutuntersuchungen (kardiales Troponin). Ein akutes Koronarsyndrom ist ein Sammelbegriff für verschiedene Phasen von akuten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, die unmittelbar lebensbedrohlich sein können. Bestätigt sich eine der beiden Diagnosen, wird eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt.

Koronare Herzkrankheit: Behandlung

Bei einer Koronaren Herzerkrankung (KHK) ist das Hauptziel der Therapie, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und ein Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Außerdem sollen Komplikationen wie der Herzinfarkt verhindert werden. Eine Heilung der KHK ist nicht möglich. In der Regel lassen sich jedoch die Symptome, zum Beispiel die Angina pectoris, wirkungsvoll behandeln und Folgeerscheinungen wie der Herzinfarkt, erfolgreich vermeiden. Dadurch haben viele Patienten eine ähnliche Lebensqualität wie Gesunde.

Die Koronare Herzkrankheit  löst unter Umständen auch psychische Erkrankungen wie beispielsweise eine Depression aus. Psychische Erkrankungen können sich umgekehrt negativ auf die Koronare Herzkrankheit auswirken. Bei einer Koronaren Herzerkrankung sind sollten auch eventuelle psychische Probleme bei der Behandlung beachtet werden. Die Therapie der Koronaren Herzerkrankung umfasst neben der gezielten Beseitigung von Risikofaktoren vor allem auch eine medikamentöse und oftmals operative Vorgehensweise.

Reduktion von Risikofaktoren

Eine regelmäßige körperliche Aktivität von mindestens 30 Minuten täglich ist für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit sinnvoll, da dadurch unter anderem der Blutdruck gesenkt werden kann und der Blutzucker- und Blutfettstoffwechsel positiv beeinflusst wird. Das Rauchen ist ein bedeutender Risikofaktor für die Koronare Herzkrankheit und sollte dringend vollkommen beendet werden, um ein Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Medikamente

Die Koronare Herzkrankheit kann durch eine Reihe von Medikamenten behandelt werden, die nicht nur die Beschwerden (zum Beispiel Angina pectoris) lindern sondern auch Komplikationen vermeiden und die Lebenserwartung erhöhen.

Medikamente, durch welche die Prognose der Koronaren Herzerkrankung verbessert und Herzinfarkte vermieden werden sollen:

  • Blutgerinnungshemmer: Thrombozytenaggregationshemmer (Blutverdünner) verhindern das Ablagern von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugen Blutgerinnseln (Thrombosen) vor. Wirkstoff der ersten Wahl für die Koronare Herzkrankheit ist Acetylsalicylsäure (ASS).
  • Beta-Rezeptoren Blocker („Betablocker“): Sie senken den Blutdruck, verlangsamen den Herzschlag, mindern so den Sauerstoffbedarf des Herzens und das Herz wird entlastet. Nach einem Herzinfarkt oder bei einer KHK mit Herzinsuffizienz wird das Sterblichkeitsrisiko gesenkt. Bluthochdruckpatienten profitieren vermutlich ebenso.

Medikamente, welche die Symptome der Koronaren Herzerkrankung lindern:

  • Nitrate: Sie erweitern die Blutgefäße des Herzens und es wird besser mit Sauerstoff versorgt. Außerdem erweitern sie die Gefäße im gesamten Körper, weshalb das Blut langsamer zum Herzen zurückfließt. Das Herz muss weniger pumpen und verbraucht weniger Sauerstoff. Nitrate sind besonders schnell wirksam und eignen sich daher als Notfallmedikament bei einem akuten Angina pectoris-Anfall. Sie dürfen auf keinen Fall mit Mitteln gegen Impotenz (Phosphodiesterase-5-Hemmern) kombiniert werden, dies kann zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen.
  • Kalziumantagonisten: Auch diese Substanzgruppe weitet die Herzkranzgefäße, senkt den Blutdruck und entlastet das Herz.

Weitere Medikamente:

  • ACE-Hemmer: Sie erweitern die Blutgefäße, senken den Blutdruck und entlasten das Herz. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck verbessern sie die Prognose.
  • Angiotensin-I-Blocker: Sie kommen bei einer Unverträglichkeit von ACE-Hemmern zum Einsatz.

Herzkatheter und Bypass-Operation

Ist die Koronare Herzkrankheit durch Medikamente nicht ausreichend kontrollierbar, kommt zusätzlich eine Aufdehnung der Herzkranzgefäße (PTCA/PCI) oder eine Bypass-Operation infrage:

Bei der Bypass-Operation wird die Engstelle am Herzkranzgefäß überbrückt. Dazu entnimmt man zunächst ein gesundes Gefäß aus Brustkorb oder Unterschenkel, und näht dieses hinter der Engstelle (Stenose) auf das Herzkranzgefäß. Die Bypass-Operation kommt vor allem in Betracht, wenn die drei Hauptstämme der Herzkranzgefäße stark verengt sind (Dreigefäßerkrankung). Die Operation ist zwar aufwendig, verbessert die Lebensqualität und die Prognose der meisten Menschen aber erheblich.

Bei der PCI (Perkutane Coronar Intervention, auch als PTCA bezeichnet) dehnt man im Rahmen einer Herzkatheterbehandlung zunächst die Engstelle mit einem aufblasbaren Ballon etwas auf. Anschließend wird ein flexibler Metallzylinder (Stent) an die Engstelle im Herzkranzgefäß eingelegt um sie offen zu halten. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr medikamentenbeschichtete Stents (sogenannte Drug-eluting-Stents) eingesetzt. Diese speziellen Stents bleiben länger durchgängig als die üblichen, unbeschichteten Stents.

Die Koronare Herzkrankheit kann auch dann mit einer Bypass-Operation oder einer PCR behandelt werden, wenn mehrere Herzkranzgefäße betroffen sind oder sich die Verengung am Anfang eines großen Gefäßes befindet. Die Entscheidung für eine Bypass-Operation oder eine Aufdehnung wird immer individuell getroffen. Neben dem Befund hängt sie auch von Begleiterkrankungen und dem Lebensalter ab.

Koronare Herzkrankheit: Krankheitsverlauf und Prognose

Die Prognose der Koronaren Herzerkrankung (KHK) hängt unter anderem davon ab, wie viele Engstellen in den Herzkranzgefäßen bestehen, wo diese lokalisiert sind und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Wichtig für die Prognose ist außerdem, ob weitere Erkrankungen, zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes, chronische Lebererkrankungen, arterielle Durchblutungsstörungen in anderen Organen (Gehirn, Niere, Beine), chronisch obstruktive Lungenerkrankung, chronisch entzündliche Erkrankungen, Herzmuskelschwäche und bösartige Tumore vorliegen oder nicht. Prognostisch ungünstig ist, wenn in der Vergangenheit bereits ein Herzinfarkt überlebt wurde. Auch Vereinsamung,  Depression und ein Rückzug vom aktiven Sozialleben wirken sich negativ auf die Prognose der KHK aus.

In den meisten Fällen gelingt es, die Koronare Herzkrankheit mit Medikamenten und – wenn nötig – durch eine Beseitigung der Engstelle in den Griff zu bekommen. Bei einer gut behandelten Koronaren Herzerkrankung können viele Betroffene ein ähnlich beschwerdefreies Leben führen wie Gesunde. Die Langzeitprognose für die Koronare Herzkrankheit hängt auch entscheidend davon ab, ob es dem Betroffenen gelingt, seinen Lebensstil nachhaltig zu ändern. Das bedeutet: Nikotinverzicht, viel Bewegung, Vermeidung von starkem Übergewicht und eine gesunde Ernährung. Ebenfalls wichtig sind die kontinuierliche Einnahme der verschriebenen Medikamente sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt.

Wird die Koronare Herzkrankheit (KHK) erst spät entdeckt oder ungenügend behandelt, kann sich unter Umständen eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) als Folgeerkrankung entwickeln. In diesem Fall verschlechtert sich die Prognose. Bei einer unbehandelten KHK steigt zudem das Risiko eines Herzinfarkts.

Komplikation der Koronaren Herzkrankheit: der a kute Herzinfarkt

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist meist die Grundlage für die Entstehung eines akuten Herzinfarktes. Bei der KHK sind ein oder mehrere Herzkranzgefäße durch die sogenannte Plaquebildung in der Gefäßwand eingeengt. Reißt eine solche Plaque plötzlich auf (Plaqueruptur), wird die Blutgerinnung lokal in Gang gesetzt und Blutplättchen (Thrombozyten) lagern sich an die Plaque an. Es kommt dadurch in relativ kurzer Zeit zu einem Verschluss (Thrombosierung) des Herzkranzgefäßes. Jene Anteile, die vorher durch das nun verschlossene Herzkranzgefäß mit Blut versorgt wurden, erleiden einen Sauerstoffmangel (akute  Koronarinsuffizienz) und werden dadurch geschädigt.

Bei einem akuten Herzinfarkt kommen meist weitere Symptome wie Luftnot, Schweißausbruch, Übelkeit und Todesangst hinzu. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt ist die wichtigste Maßnahme, so schnell wie möglich ein Krankenhaus mit Herzkatheterlabor aufzusuchen. Durch einen Herzkatheter kann die Durchblutung  im verschlossenen Herzkranzgefäß oft rechtzeitig wiederhergestellt und damit größerer Schaden abgewendet werden. Eine bestehende Koronare Herzkrankheit ist der wichtigste Risikofaktor für das Entstehen eines Herzinfarkts und sollte daher immer behandelt werden.

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Gruß an die Forschungen

Der Honigmann

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 Sonnenmangel und seine schwerwiegenden Folgen: Sonnenlicht ist eines unserer wichtigsten Lebensbedürfnisse und durch nichts zu ersetzen.
Sonnenlicht verhilft zu Gesundheit und Wohlbefinden, zu Tatkraft, Lebensfreude und geistiger Frische. Es verbessert die körperliche Verfassung, vor allem Muskelkraft und Ausdauer. Sonnenlicht trägt maßgeblich zur Verhütung und Heilung zahlreicher Erkrankungen bei. So kann – wie neuere Forschungen zeigen – mit einem dauerhaft optimalen Vitamin-D-Status das allgemeine Krebsrisiko um 75 Prozent gesenkt werden.

Mit Hilfe der Sonne können viele vermeintlich unheilbar kranke Menschen wieder gesund werden. Hingegen erhöht sich durch Sonnenmangel die Krankheitsanfälligkeit und verringert sich die Lebensdauer. Auch falsche Beleuchtung kann auf längere Zeit zu schweren Erkrankungen führen.

Die Behauptung, Sonnenstrahlung verursache Hautkrebs, ist widerlegt – ein Mythos, von der Antisonnenlobby in die Welt gesetzt, um mit der Angst Geschäfte zu machen. Regelmäßiges und maßvolles Sonnenbaden kann bei richtiger Ernährung sogar das Risiko für Hautkrebs senken. Auch die UV-bedingte Hautalterung kann durch richtiges Sonnenbaden in Grenzen gehalten werden. Die Sonne kann so zu einem attraktiven Aussehen verhelfen.

Das nachfolgende Sachbuch gründet sich auf umfassende Recherchen der Fachliteratur und bietet dem Leser das beeindruckende, vielfach noch unbekannte Wissen über die gesundheitsfördernden Wirkungen des Sonnenlichtes.

Die Wirkung des Sonnenlichts auf die körperliche Fitness

Sie wirkt auf: Steigerung der Herzleistung, Senkung der Herz-, Atemfrequenz, bessere Sauerstoffversorgung, Senkung der Milchsäurekonzentration, Zunahme der Energie und Ausdauer, Stärkung der Muskeln, für das „geistige Licht“und gegen dessen Erkrankungen!

Die böse Sonne

Der Bösewicht der dauernd und ständig von unserer Propaganda vor der Nase rumgeschwenkt wird ist die Sonne. Natürlich ist zu viel braten in der Sonne nicht gesund, aber sie ist nicht der Hauptauslöser von Hautkrebs.

Folgendes spricht dagegen:

– Melanome treten an Brust und Rücken 4,5 mal häufiger auf als an den Armen und 10 mal häufiger als am Kopf. An Bauch und Gesäß 6 mal häufiger als am Kopf. Also die Stellen die der Sonne am häufigsten und intensivsten ausgesetzt sind haben mit Abstand die geringste Häufigkeit von Melanomen.

– eine Studie in den USA belegt, Büroangestellte haben ein 6 fach höheres Risiko an Hautkrebs zu erkranken als Menschen die im freien Arbeiten

– von 1980 – 2000 gab´s eine Verdoppelung von Hautkrebs in Deutschland obwohl die UV-Strahlung gleich blieb.

– Melanome kommen vor an Organen, Schleimhäuten oder gar der Hirnhaut wo gar keine Sonne hinkommt

– die Anzahl der Hautkrebsfälle ist in südlichen Ländern meist weitaus geringer als bei den Skandinaviern die eine wesentlich geringere Sonnenbestrahlung haben (Die Wirkkraft von ultraviolettem Licht und hochdosiertem Vitamin D3)

Also woran liegt´s?

Als Verursacher wurde die wachsende Nähe zu Radio- und Fernsehsendern identifiziert. Mit der elektromagnetischen Umweltverschmutzung erhöhten sich auch sehr stark die Hautkrebsfälle. In Ländern in denen Frequenzen 87 bis 108 MHZ für FM-UKW wie z.B. in Europa verwendet ist die Hautkrebsrate wesentlich höher als z.B. Japan wo man unter 70 MHZ sendet (Profit statt Gesundheit: Mobilfunk – wie WHO, die Regierung und Industrie uns betrügen!).

Als man ist Estland 1992 die Sendeleistung von 70 MHZ auf die üblichen 87 – 108 MHZ erhöhte erhöhten sich auch sehr schnell die Hautkrebsfälle. Die wichtigste Schutz gegen UV-Strahlen ist die Ernährung, daher die Aufnahme von genügend Antioxidantien die die freien Radikale die entstehen „einfangen“. Sonnencremes sind mit Vorsicht zu geniessen, sie können den natürlichen Schutz schwächen und enthalten möglicherweise selbst krebserregende Substanzen (Smartphone, WLAN & Co.: Das Strahlungskartell (Video)).

Hautkrebs durch Sonnenlicht – ein Mythos

Die Überschrift „Hautkrebs durch Sonnenlicht – ein Mythos“ erscheint kühn. Aber die wissenschaftliche Literatur spricht im Gegensatz zu pseudowissenschaftlichen Publikationen eine klare Sprache. Die Behauptung ist unhaltbar, UV-Strahlung verursache Hautkrebs und die Sonne sei zu meiden. An diesem Irrtum ändert sich auch nichts, wenn er beständig in Zeitungen und Büchern wiederholt wird, im Fernsehen und Radio, auf Schulen und Universitäten. Die Meinung der Masse ist noch lange kein Beleg für die Wahrheit.

„Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle unrecht haben,“ sagt Bertrand Russell. Es sei dieser Maxime gefolgt und an alle Journalisten und Ärzte, die Angst vor der Sonne schüren und der Sonne die Schuld am Hautkrebs geben, die Frage gerichtet, auf welche Forschungen sie ihre Meinung stützen. Hautkrebsgefahr muss relativiert werden Angenommen, die Sonne würde alle Hautkrebsfälle verursachen, so wäre es trotzdem nicht klug, der Sonne zu entfliehen.

Das Risiko an Hautkrebs zu sterben, ist nämlich weitaus geringer als die Gefahr, aufgrund von Sonnenmangel an einer anderen Krebserkrankung zu sterben oder sich brüchige Knochen einzuhandeln und dann an den Folgen eines komplizierten Oberschenkelhalsbruches vorzeitig zu sterben.

Nur sehr wenige Menschen sterben an einem Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom. Weniger als 0,5 Prozent der Patienten, denen solch ein Hautkrebs diagnostiziert wird, sterben daran. 1.200 Todesfälle sind jährlich in den USA zu verzeichnen. (1) Melanome sind seltener und stellen nur 10 Prozent aller Hautkrebsfälle dar, doch sind 85 Prozent aller tödlich endenden Hautkrebsfälle darauf zurückzuführen. Jährlich sterben 7.000 Menschen in den USA daran. (2)

Hunderttausende von Menschen, die vorzeitig aufgrund von Osteoporose sterben, könnten durch die Sonne gerettet werden. (3) Die Zahl der Hautkrebstoten ist unbedeutend gegenüber der Zahl jener, die aufgrund von Sonnenmangel an Krebs, Immunschwäche, Herz- und Kreislaufkrankheiten oder an den Folgen eines osteoporosebedingten Knochenbruches sterben.

Noch vor hundert Jahren hat ein großer Teil der Menschen in den heutigen Industrieländern im Freien gearbeitet. Heute arbeitet nur noch ein Zehntel der Erwerbstätigen im Freien. Damals, als ein großer Teil des Volkes sein Arbeitsleben im Freien verbrachte, gab es so gut wie keinen Hautkrebs, selbst wenn die Zahlen mit der niedrigeren Lebenserwartung bereinigt werden.

Seit 1955 dagegen, als eine ständig wachsende Zahl von Menschen in geschlossenen Räumen arbeitete, sind die Hautkrebszahlen angestiegen. Der weltweite Vergleich entkräftet ebenfalls die Theorie, Hautkrebs sei auf Sonnenlicht zurückzuführen. Man beachte die extrem niedrigen Hautkrebsraten in tropischen Ländern, in Wüstenländern wie Oman und Algerien, und besonders in tropischen Hochländern (Mexiko, Äthiopien, Kenia).

Die meisten Menschen in tropischen Ländern verbringen einen großen Teil ihres Lebens im Freien. Sonnenschutzmittel sind nicht üblich. In den Hochländern der Tropen ist die UVB-Intensität im Jahresdurchschnitt etwa zehnmal höher als in den Industrieländern. (13)

Nicht die geographische Breite steht im Verhältnis zur Zahl der Hautkrebsfälle, sondern eher die Ernährung (hierbei vor allem reichlicher Fettverzehr, Mangel an Frischkost) und reichlicher Gebrauch von Sonnenschutzmittel. Anmerkung: Wenn die Hautkrebs– bzw. Melanomraten bei den verschiedenen Übersichten geringfügig abweichen, so ist dies meist auf unterschiedliche Jahreszahlen zurückzuführen.

Die Behauptung, Hautkrebs werde durch Sonnenbaden verursacht, ist somit als widerlegt zu betrachten. Lediglich falsches und übermäßiges Sonnenbaden kann das Hautkrebsrisiko erhöhen, und auch der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln mit toxischen Inhaltsstoffen kann die Hautkrebsgefahr steigern. Es sollte auch nach der Verlässlichkeit von Hautkrebs-Diagnosen und Statistiken gefragt werden.

Eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis: Je häufiger eine Hautbiopsie in einem bestimmten Gebiet durchgeführt wird, desto häufiger ist auch die Zahl von Melanom-Diagnosen. Von 1986 bis 2001 nahm die Zahl der Hautbiopsien um Faktor 2,5 zu, ebenso die Zahl der Melanom-Erkrankungen im Frühstadium. Unverändert blieb jedoch die Zahl der Melanom-Erkrankungen im fortgeschrittenen Stadium sowie die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs. Gemäß der Studie handelt es sich nicht um eine echte Zunahme der Melanomfälle.

Heutzutage werden aufgrund besserer Diagnostik lediglich eine größere Zahl von Melanomfällen im Frühstadium entdeckt und mehr falschpositive Diagnosen gestellt. Viele Hautärzte diagnostizieren somit fälschlicherweise vermehrt Hautkrebs und erwecken so den Anschein einer Hautkrebsepidemie. (14)

Hautkrebs durch künstliche UV-Bestrahlung

Die Behauptung, Sonnenlicht verursache Hautkrebs, stützt sich auf Experimente mit Versuchstieren, die starken UV-Strahlern ausgesetzt wurden. Es ist jedoch ein Fehler, diese UV-Strahler mit dem Sonnenlicht gleichzusetzen und zwar aus folgenden Gründen:

1. Spektrum: UV-Strahler weichen in ihrer Spektralverteilung erheblich vom Sonnenspektrum ab. Es sei an die vielen Forschungsarbeiten von John Ott erinnert. Unter Sonnenlicht und hellem Tageslicht waren die Tiere gesund und munter. Täglich zwölf Stunden unter dem Licht von Leuchtstoffröhren ließ sie hingegen verkümmern und früh sterben. Je nach Spektralverteilung der Lampen verkürzte sich die Lebenserwartung und halbierte sich sogar unter rosafarbenen Leuchtstoffröhren. Krebs war die häufigste Todesursache bei solch naturwidrigem Licht.

2. Strahlungscharakteristik: Die Sonne sendet einen gleichmäßigen Lichtstrom aus, UV-Leuchtstoffröhren hingegen gehen 100mal in der Sekunde an und aus. 50 Hertz ergeben 50 Schwingungen in der Sekunde, damit 100 Halbwellen beziehungsweise 100 Lichtblitze.

3. Bestrahlungsdauer und -intensität: Wird die übliche Strahlungsdosis eines langen Zeitraums auf eine kurze Zeit konzentriert, muss die Dosisleistung in Größenordnungen gesteigert werden. Genau diesen Fehler machen ungeduldige Experimentatoren bei Tierversuchen in dem Bemühen, mittels extrem starker UV-Strahlung Hautkrebs auszulösen. Doch derartige tierquälerische Experimente lassen sich nicht auf die natürlichen Strahlungsverhältnisse übertragen.

4. Röntgenstrahlung: UV-Strahler und deren Vorschaltgeräte können schwache Röntgenstrahlung emittieren. (15) Der UV-Strahlung werden in diesen Fällen Effekte zugeschrieben, die in Wahrheit auf unbeachtete Röntgenstrahlung zurückzuführen sind.

5. Elektrische Wechselfelder gelten als Krebsursache und können die Gesundheit auf vielfältige Weise beeinträchtigen. Unter UV-Strahlern herrschen im Gegensatz zur Sonne elektrische Wechselfelder und zum Teil auch magnetische Wechselfelder.

6. Funkstrahlung: Wenn Versuchstiere zusätzlicher Funkstrahlung ausgesetzt sind, wie es im Labor nicht selten der Fall ist, kann Hautkrebs begünstigt werden – ein Effekt, der fälschlicherweise der UV-Strahlung zugeschrieben wird. Experimente mit UV-Strahlern zur Ermittlung des Hautkrebsrisikos haben weitere Schwächen. Nachtaktive Nagetiere sind sonnenempfindlich. Sie sonnen sich nur in Maßen.

Wird Mäusen und Ratten auch noch das Fell abrasiert, so werden sie ihres natürlichen Sonnenschutzes beraubt. Es ist kein Wunder, wenn extrem starke UV-Strahler die Haut der armen Tiere geradezu verbrennen und nach häufiger Wiederholung dieser Verbrennung Hautkrebs entstehen kann. Es ist absurd, aus solcherart Versuchen den Schluss zu ziehen, Sonnenlicht verursache bei Menschen Hautkrebs (Hochdosiertes Vitamin D3: Das große Geheimnis, das Ihnen die Pharmaindustrie vorenthalten will).

Hauptursache Fehlernährung

Durch UV-Strahlung entstehen in den Hautzellen freie und aggressive Radikale, die durch Radikalfänger sofort an Ort und Stelle unschädlich gemacht werden müssen. Ist die Haut gut mit Radikalfängern versorgt, hält sie einer stärkeren und längeren UV-Bestrahlung stand, ohne Schaden zu nehmen. Doch darüber entscheidet letztlich die Ernährung.

Früchte, Gemüse und Grünblattsalate enthalten genügend Vitamin C und E, genug Karotin, Karotinoide, Lycopin, Anthocyane und weitere Radikalfänger. In einem Versuch wurden Tiere starker künstlicher UV-Bestrahlung ausgesetzt. Aufgrund des vitaminarmen Futters erkrankten 24 Prozent der Tiere an Hautkrebs. Die Tiere der anderen Gruppe erhielten zusätzlich Vitamin C und E und kein einziger Fall von Hautkrebs wurde festgestellt. (16)

Demnach kann die reichliche Zufuhr von Radikalfängern Hautkrebs selbst bei intensiver künstlicher UV-Bestrahlung vollständig verhindern. Trans-Fettsäuren in gehärteten Fetten verschlechtern die Sauerstoffausnutzung der Mitochondrien und begünstigen dadurch Krebs. Das gilt auch für Hautkrebs. Tierversuche, die aufzeigen sollten, dass sich die Hautkrebsraten mit zunehmendem Fettanteil der Nahrung und gleichzeitiger UV-Bestrahlung erhöhen, wurden bezeichnenderweise mit gehärteten Fetten durchgeführt. (17)

Gehärtete Fette mit unnatürlichen Trans-Fettsäuren kommen vor allem in Margarine vor, die in vielen Backwaren, aber auch zum Braten verwendet wird.

Die Haut vergisst keinen Sonnenbrand

Die Haut darf beim Sonnenbaden nicht verbrennen. Sonnenbrand schädigt die Haut in starkem Maße. Häufiges Sonnenbaden bis unterhalb der Sonnenbrandschwelle lässt die Haut schneller altern. Mit jedem Sonnenbrand kann die Gefahr für Hautkrebs steigen, besonders bei falscher Ernährung und wenn die Haut durch regelmäßigen Gebrauch von Sonnenschutzmitteln und Kosmetika mit toxischen Inhaltsstoffen vorgeschädigt ist. (18)

Falsch ist die Behauptung, Hautbräunung sei gefährlich und ebenso schlimm für die Haut wie das Rauchen. Bräunen ist ein natürlicher Vorgang, eine Schutzmaßnahme des Körpers. Eine gebräunte Haut schützt gut vor Sonnenbrand und damit vor Hautschäden, die schließlich zu Hautkrebs führen können. Regelmäßiges und wohldosiertes Sonnenbaden, Aufenthalt und Arbeit im Freien erlauben es der Haut, den Selbstschutz aufzubauen.

Hautkrebs durch Sonnenschutzmittel

In der Sendung Report Mainz wurde festgestellt: „Gefährlicher Irrtum – Hautkrebs trotz Sonnencremes“. Es wurden Menschen vorgestellt, die sich seit Jahren vor dem Sonnenbad fleißig eingecremt hatten, aber trotzdem Hautkrebs bekamen (Biologin: Sonnencreme killt Korallen im Reagenzglas binnen 96 Stunden (Videos)). Zitiert wurde der Hautarzt Professor Claus Garbe, Universität Tübingen: „Für den gefährlichsten Hautkrebs, das Melanom, ist bisher gar kein sicherer Schutz nachgewiesen.“ (19)

An der Universität von Iowa wurden im Jahre 2003 alle 18 epidemiologischen Studien ausgewertet, die in den letzten 38 Jahren die Frage zu beantworten suchten, ob die Verwendung von Sonnenschutzmitteln das Risiko für Hautkrebs senken könne. Das eindeutige Ergebnis: Der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln vermag das Hautkrebsrisiko nicht zu reduzieren. (20)

Professor Michael Holick, einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Vitamin-D-Forschung, wirft den für die Gesundheitspolitik verantwortlichen Fachleuten vor, nicht auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein. In seinem Buch „The UV-Advantage“ macht Holick die Kosmetikindustrie verantwortlich, mit aggressiver und irreführender Werbung die Sonnenhysterie zu schüren, deren Folge ist, dass mittlerweile viele Menschen vom vermeintlich schädlichen Sonnenlicht überzeugt sind. Holick kritisiert auch die Hautärzte dafür, dass sie bei ihren Patienten Angst vor der Sonne schüren. (21)

Die beiden Ärzte Frank und Cedric Garland, von der amerikanischen Marine mit Untersuchungen zu den Ursachen von Hautkrebs beauftragt, schreiben: „Weltweit nahm in den Ländern, in denen chemische Sonnenschutzmittel empfohlen und benutzt wurden, die Zahl der malignen Melanome am stärksten zu, gleichzeitig stieg auch die Todesrate. In den USA, in Kanada und in den skandinavischen Ländern sind die Fälle von Melanomen in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen, am stärksten nach der Einführung von Sonnenschutzmitteln (Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer).

Zwischen 1950 und 1990 verdoppelte sich die Todesrate an Melanomen bei nordamerikanischen Frauen und sie verdreifachte sich bei Männern. Besonders in Queensland in Australien, wo Sonnenschutzmittel von den Ärzten am frühesten und stärksten propagiert wurden, stieg die Zahl ungewöhnlich stark an.

In Queensland sterben mittlerweile die meisten Menschen weltweit an dieser Form von Hautkrebs. Im Gegensatz dazu stieg die Häufigkeit von Melanomen überall sonst in Australien, wo Sonnenschutzmittel erst seit kurzem empfohlen werden, erst merklich später an.“ Die beiden Garlands argumentieren, dass Sonnenschutzmittel die Vitamin-D-Synthese unter der Haut verhindert, Vitamin D jedoch die Entstehung und Entwicklung von Hautkrebs erschwert. (22)

Das erhöhte Hautkrebsrisiko beim Gebrauch von Sonnenschutzmitteln lässt sich folgendermaßen erklären:

● Sonnenschutzmittel können Gifte und krebserregende Stoffe enthalten, die Hautkrebs begünstigen und verursachen. Viele chemische Filtersubstanzen haben sich als krebserregend erwiesen.

● Das Sonnenbaden wird unter der trügerischen Annahme, die Haut vor der Sonne geschützt zu haben, zu sehr ausgedehnt. Die UVB-Strahlung wird zwar recht gut abgeblockt und Sonnenbrand verhindert, aber Strahlenschäden der Haut können auch durch UVA-Strahlung, sichtbares Licht und Wärmestrahlung hervorgerufen werden, die durch das Sonnenschutzmittel kaum oder überhaupt nicht herausgefiltert werden.

● Sonnencreme bremst die Bräunung und Verdickung der Hornschicht. Der Aufbau des Selbstschutzes verzögert sich und die Haut ist weniger vor intensiver UV-Strahlung geschützt.

● Sonnencreme unterbindet die Bildung von Vitamin D, das als Radikalfänger bei Sonnenbestrahlung zur Verhütung von Strahlenschäden in den Hautzellen notwendig ist. Zu den giftigen Inhaltsstoffen in Sonnenschutzmitteln zählen UV-Filtersubstanzen wie pAminobenzoesäure, Methoxycinnamate, Benzoephenone. Methoxypsoralen musste vom Markt genommen werden, als sich herausstellte, daß sich bei Menschen und Mäusen bereits unter sichtbarem Licht vermehrt Hautkrebs bildete (Sonnencremes verursachen Vitamin-D-Mangel).

Auch wurden Veränderungen am Erbgut festgestellt. Ein Bericht der US-Food and Drug Administration zeigt, dass 14 von 17 Sonnenschutzlotionen bei Verwendung in der Sonne krebsverursachend wirken können, weil sie die Substanz PABA (Para-Amino-Benzoic-Acid, p-Aminobenzoesäure) enthalten. PABA wird in vielen Sonnenschutzmitteln als chemischer Lichtschutz verwendet. Andere Forschungen kommen zu dem Schluss, dass PABA genetische Schäden an der DNS der Hautzellen auslösen kann. (23)

Chemische Lichtschutzfilter zersetzen sich, wenn sie mit ultraviolettem Licht bestrahlt werden. Aber über die chemische Struktur der Zersetzungsprodukte ist kaum etwas bekannt. Deren Giftigkeit ist praktisch unerforscht. Schon einige Male mussten chemische Lichtschutzfilter vom Markt genommen werden, weil sie sich als krebserregend erwiesen hatten.

Niemand vermag zu sagen, welche Chemikalien demnächst als toxisch oder krebserregend eingestuft werden, die bedenkenlos in Sonnenschutzmitteln verwendet werden. Toxikologische Forschung ist teuer, weshalb sie oft unterbleibt. Kinder, mit Sonnenschutzmitteln eingecremt, entwickelten in einer Untersuchung vermehrt Leberflecke – ein Risikofaktor für spätere Melanome. Kinder ohne chemischen Sonnenschutz dagegen entwickelten keine zusätzlichen Leberflecken. (24)

Beschattung der Haut ist immer besser als „Sonnenschutzmittel“ mit chemischen UV-Filtern. Umweltgifte, Medikamente, Kosmetika.

Das Rauchen von Tabak- und Hanfblättern (Marihuana) erhöht die Empfindlichkeit der Haut gegenüber der UV-Strahlung. Offenbar sind die darin enthaltenen Alkaloide dafür verantwortlich. (25) Auch viele andere Giftstoffe mindern die Widerstandsfähigkeit der Haut gegen UV-Strahlung und beeinträchtigen deren Reparaturmechanismen. Dies betrifft vor allem Umweltgifte und Medikamente. Auch Kosmetika können toxische Stoffe enthalten. (26)

Bei Kosmetika ist auf Qualität zu achten. Hautpflegende Kosmetika dürfen nicht vor dem Sonnenbad, sondern müssen danach aufgetragen werden. Andernfalls entstehen beim Sonnenbad aus Fett und Pflanzenöl vermehrt freie Radikale.

Inhaltsverzeichnis zum Buch „Sonnenlicht: Das größte Gesundheitsgeheimnis – Sonnenmangel und seine schwerwiegenden Folgenals PDF.

„Sehnsucht zum Licht ist des Lebens Gebot.“ Henrik Ibsen

„Mit den Menschen ist es wie mit den Blumen: Sie brauchen nicht nur Wasser, sondern auch Sonne.“ Julius Langbehn

http://www.pravda-tv.com/2016/12/sonnenlicht-das-groesste-gesundheitsgeheimnis/

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Gruß an das Licht

Der Honigmann

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Viele ältere Menschen sind auch im hohen Alter geistig klar und können sich in der eigenen Wohnung noch gut selbst versorgen. Eines Tages kommt vielleicht ein Sturz mit einem Knochenbruch. Nichts Schlimmes, könnte man denken. Im Krankenhaus jedoch verändert sich der alte Mensch plötzlich. Er wirkt verwirrt.

 Und die Ärzte sagen: Ihre Mutter ist dement. Sie muss in ein Pflegeheim. Was ist passiert? Der alte Mensch mag zwar verwirrt wirken, ist aber keinesfalls dement. Es ist die sog. krankenhausbedingte Verwirrung – ein Zustand, der zu Hause wieder verschwinden kann.

Die krankenhausbedingte Verwirrung

 Manche ältere Menschen leben im Krankenhaus regelrecht auf. Endlich kümmern sich alle, endlich ist Leben in der Bude. Es gibt einen Speiseplan, aus dem man sich etwas aussuchen kann und mit den Zimmergenossen kann man nett plaudern.

Für andere Menschen hingegen ist ein Krankenhausaufenthalt traumatisch. Nicht nur für ältere, auch für jüngere. Während jüngere die Sache jedoch leichter wegstecken, können ältere mit einer Verwirrung reagieren, der sog. krankenhausbedingten Verwirrung, auch krankenhausbedingtes Delirium genannt.

So erging es Lara Marquardt (Name von der Redaktion geändert). Sie war gestürzt und hatte dabei einen schmerzhaften Rippenbruch erlitten. Die 84jährige lebte mit ihrem Mann in der eigenen Wohnung. Gemeinsam stemmten die beiden den Alltag, kochten noch selbst und gingen einkaufen. Lediglich beim Putzen halfen die Kinder und Enkel.

Wenige Tage im Krankenhaus genügen – und ältere Patienten wirken dement

Nach nur wenigen Tagen im Krankenhaus fing die Patientin an zu halluzinieren. Sie schlug um sich und versuchte, sich die Tropfnadel herauszureissen. Sie konnte plötzlich nicht mehr selbst zur Toilette gehen und musste eine Windel tragen.

Wenn Besuch kam, erkannte sie diesen oft nicht mehr und nickte immer wieder ein. Schliesslich bekam sie noch Fieber und rief nach ihrer Mutter. Die Angehörigen hatten grosse Angst und glaubten, in Kürze ihre Mutter, Grossmutter und Ehefrau zu verlieren.

Die Ärzte wunderten sich nicht. Die Patientin sei schliesslich hochbetagt und ganz offenbar dement, ein Pflegefall eben. Die Kinder beteuerten, die Mutter sei zu Hause noch völlig klar und normal gewesen, hätte sich selbst versorgt und sei einmal monatlich mit ihrem Mann zum Seniorentanz gegangen. Die Ärzte glaubten es nicht.

Kaum zu Hause erholen sich die Patienten

Als das Fieber abklang, durfte die Patientin nach Hause – mit dem Hinweis, dass sie rund um die Uhr betreut und versorgt werden müsse. Schon am zweiten Tag in ihren eigenen vier Wänden blühte sie auf. Von ihrer Verwirrung war nur noch zeitweise, nach zwei Wochen gar nichts mehr zu merken.

Sie genoss die Rundumversorgung und veranstaltete Pyjamaparties mit den Enkeln. Nach einigen Tagen konnte sie wieder selbst zur Toilette. Dennoch: Ganz so gut wie vor dem Klinikaufenthalt geht es ihr nicht mehr. Etwas ist zurückgeblieben. Kochen ist zu anstrengend geworden und auch der Seniorentanz geht nicht mehr.

Geschichten wie diese gibt es viele, in der Nachbarschaft, bei den Kollegen oder sogar in der eigenen Familie. Auch im Internet – im deutschen wie auch im englischsprachigen erzählen Angehörige von ähnlichen Erlebnissen. Es ist immer dasselbe:

Die alten Menschen sind geistig klar, wenn sie ins Krankenhaus gehen – und nach wenigen Tagen sind sie verwirrt und bauen immer mehr ab. Manche werden plötzlich aggressiv, andere werden panisch und ängstlich, wieder andere bekommen regelrechte Gewaltausbrüche.

Diese plötzliche Veränderung des geistigen Zustandes betrifft alljährlich viele Millionen ältere Menschen, die eigentlich nur wegen eines Knochenbruches oder vielleicht auch für eine Knie- oder Hüftgelenksoperation ins Krankenhaus mussten – allein in den USA sind es 7 Millionen pro Jahr!

Manchmal mag es vielleicht ein Segen sein, wenn man das Ende nicht bewusst erleben muss. In den meisten Fällen jedoch sind die Betroffenen noch lange nicht am Ende ihrer Tage angelangt. Sie leiden also NICHT an einer Verwirrung, die sich allein aufgrund ihres Alters entwickelt hat. Nein, die Verwirrung ist die Folge des Krankenhausaufenthalts. Denn kaum sind sie zu Hause, geht es wieder aufwärts und die Verwirrung verschwindet wieder.

Wird fälschlicherweise Demenz diagnostiziert, warten Pflegeheim und noch mehr Medikamente

Was aber, wenn diese Zusammenhänge nicht erkannt werden? Was, wenn die Ärzte das diagnostizieren, was sie eben sehen: altersbedingte Demenz und Verwirrung. Was, wenn der Patient daraufhin in ein Pflegeheim verlegt wird, wo er dieselben Medikamente erhält wie im Krankenhaus und viele weitere mehr – weil er ja jetzt dement ist? Niemand wird je erfahren, dass der Patient gesund geworden wäre, wenn man ihn einfach nach Hause gelassen hätte!

Wo liegt das Problem? Was ist die Ursache dieser krankenhausbedingten Verwirrung oder sogar Demenz? Es ist der Mix aus

1. Medikamenten,

2. den individuellen Beschwerden und Risikofaktoren sowie

3. dem für viele – besonders für ältere – Menschen stressigen Krankenhausalltag.

1. Medikamente, die eine Demenz imitieren

Wer im Krankenhaus liegt, hat meist ein Gesundheitsproblem. Bei einem Rippenbruch beispielsweise, der sehr schmerzhaft sein kann, gibt es starke Schmerzmittel. Damit die Patienten schlafen können, gibt es Schlaf– oder Beruhigungsmittel.

Sedativa (Beruhigungsmittel) verursachen Verwirrung

Schon allein die Kombination aus Schmerz- und Beruhigungsmitteln kann zu Verwirrtheitszuständen führen. Erhält der Patient jetzt noch mehr Sedativa (falls seine Verwirrtheit mit Unruhe oder Aggressionen einhergeht), z. B. Benzodiazepine, dann beheben diese selten die Verwirrung, sondern sorgen sogar dafür, dass diese noch länger anhält.

Benzodiazepine sind die bekannten Tranquilizer, die zur Beruhigung, zur Angstlösung und als Schlafmittel verordnet werden. Die Bezeichnungen ihrer Wirkstoffe enden auf -am oder -pam, z. B. Diazepam (Valium), Oxazepam oder Nitrazepam. Weiter Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine sowie die entsprechenden Handelsnamen der Medikamente finden Sie hier: Liste der Benzodiazepine

Dr. James Rudolph, Leiter der geriatrischen und palliativmedizinischen Abteilung am VA Boston Healthcare System (einer medizinischen Einrichtung des US-Ministeriums für Kriegsveteranen), warnt vor dem Einsatz von Sedativa bei älteren Menschen:

Es scheint, das diese Medikamente das Risiko erhöhen, ein Delirium zu entwickeln.“

Studien haben überdies festgestellt, dass Sedativa das Gegenteil vom erwünschten Effekt auslösen können. Statt zu beruhigen, können sie Unruhe, Enthemmung und Verwirrung bei älteren Patienten verursachen, so eine Studie aus 2011, die in Psychiatry Investigation veröffentlicht wurde.

Gemäss UpToDate (einer evidenzbasierten Infoplattform von Ärzten für Ärzte), können sich einige Arzneimitteltypen im Blut anreichern, was zu einer Verwirrung des Patienten führt. Auch hier wurden an erster Stelle die Sedativa genannt.

Diuretika verursachen Verwirrung

Diuretika sind eine weitere Arzneimittelgruppe, die zu Verwirrtheitszuständen, Demenzsymptomen und Delirium führen können. Diuretika haben die Aufgabe, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen, weshalb sie im Volksmund auch häufig als „Wassertabletten“ bezeichnet werden.

Zum Einsatz kommen diese Medikamente beispielsweise bei Bluthochdruck, Herzschwäche oder Niereninsuffizienz, also bei jenen Krankheiten, die insbesondere bei älteren Menschen weit verbreitet sind. Schon allein die genannten Krankheiten an sich können zu Verwirrtheit führen, jedoch seltener als die gegen die Krankheiten eingenommenen Diuretika.

Anticholinergika verursachen Verwirrung

Anticholinergika werden gerne bei Harninkontinenz gegeben, auch beim Morbus Parkinson und bei den chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. Ein Teil der Anticholinergika kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und in die Gehirnflüssigkeit übergehen. Daher sind Nebenwirkungen wie Verwirrtheitszustände, aber auch Schlafstörungen, Gedächtnisstörungen und Halluzinationen nicht gerade selten.

Weitere Medikamente mit anticholinerger Wirkung sind Antihistaminika, Antidepressiva (Trizyklika), Antipsychotika, Schmerzmittel (Tramadol, Morphin u. a.), Medikamente gegen Magengeschwüre (Cimetidin, Ranitidin) etc. Sie alle können Verwirrtheit auslösen oder eine solche verstärken, so Dr. Tamara Fong, Neurologin am Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston und Wissenschaftlerin am Aging Brain Center, Institute for Aging Research.

Eine Studie – veröffentlicht im Journal of the American Medical Association – gab ferner an, dass diese Medikamente, selbst wenn sie in der kleinstmöglichen Dosis genommen werden, langfristig Delirium und Verwirrung bei älteren Menschen auslösen können.

Medikamentenmix erhöht Risiko für Delirium und Verwirrung

Bei älteren Menschen ist es ausserdem üblich, viele Medikamente gleichzeitig zu nehmen. Häufig achten nicht einmal die verordnenden Ärzte auf mögliche Wechselwirkungen. Dr. Rudolph jedoch – der ausserdem Mitglied der American Delirium Society ist – erklärt, dass zu den häufigsten Wechselwirkungen Delirium und Verwirrung gehören, wenn man viele Medikamente auf einmal einnimmt.

Dann nämlich werden u. a. die entgiftenden Enzyme der Leber gehemmt, was die Wirkung der einzelnen Medikamente verstärkt. Jetzt treten natürlich auch die Nebenwirkungen stärker auf (Alzheimer und Demenz durch Aluminium).

Fertigen Sie eine Medikamentenliste an!

Achten Sie daher unbedingt darauf, welche Medikamente Ihre älteren Familienmitglieder einnehmen. Fertigen Sie eine Liste der Wirkstoffe an, der Dosis und der Einnahmezeitpunkte – und nehmen Sie diese Liste mit ins Krankenhaus, wenn die betreffende Person dorthin muss. Ideal wäre es, wenn Sie die Liste auch ohne erforderlichen Krankenhausaufenthalt erstellen, diese regelmässig aktualisieren und in regelmässigen Abständen mit dem Hausarzt auf mögliche Wechsel- oder Nebenwirkungen durchgehen würden.

Auf diese Weise werden Wechsel- und Nebenwirkungen schnell erkannt bzw. mit den Medikamenten in Verbindung gebracht, so dass besser verträgliche Alternativen gesucht und probiert werden können.

Decken Sie Einnahmefehler auf!

Vielleicht glauben Sie, dass das Krankenhaus ohnehin vom Hausarzt über die aktuellen Verordnungen informiert wird. Das trifft auch meist zu. Doch unterscheiden sich die Verordnungen nicht selten von jenen Medikamenten und Dosierungen, die auch tatsächlich eingenommen werden:

Manche Medikamente werden vergessen, andere verwechselt, von manchen wird die Dosis vergessen oder eigenmächtig (meist unwissentlich) erhöht oder reduziert. Häufig verlegen ältere Menschen die Umverpackung, erinnern sich schliesslich nicht mehr, welche Tabletten für oder gegen welche Beschwerden sind und nehmen irgendwann eine kunterbunte Mischung beliebiger Tabletten ein.

Bekam ein Patient beispielsweise ein Antidepressivum verordnet, nahm es aber nie und kommt nun in ein Krankenhaus, wo man glaubt, der Patient nehme es bereits seit vielen Wochen, dann kann es problematisch werden, wenn er diese Tabletten jetzt plötzlich erhält, sie aber gar nicht gewohnt ist oder nicht verträgt.

Umgekehrt kann auch der Entzug gewohnter Medikamente zu Problemen führen. Es kann z. B. sein, dass die Patienten zu Hause bestimmte Medikamente nahmen – und diese im Krankenhaus nun nicht mehr oder in anderer Form oder Dosis erhalten. Das Absetzen mancher Medikamente kann zusätzlich zu Verwirrtheitszuständen führen. Mit der obigen Liste können Einnahmefehler schnell aufgedeckt und deren schlimme Folgen vermieden werden (Kokosöl gegen Alzheimer und Demenz (Video)).

Zusammenfassung:

  • Schmerz- und Beruhigungsmittel, Diuretika und Anticholinergika gelten als Medikamente, die häufig zu Verwirrtheitszuständen führen können
  • Besonders in den Tagen direkt nach einer OP ist eine Verwirrung häufig. Die Medikamente werden in dieser Phase meist hoch dosiert.
  • Bedenklich sind insbesondere Gaben vieler verschiedener Medikamente gleichzeitig.
  • Werden neue und ungewohnte Medikamente gegeben, können auch neue Neben- und Wechselwirkungen auftreten. Gegenanzeigen werden im Krankenhaus nicht immer beachtet.
  • Auch ein Entzug bisher eingesetzter Medikamente kann zu Verwirrung führen, wenn es diese also im Krankenhaus nicht mehr gibt.

2. Individuelle Beschwerden und Risikofaktoren, die Delirium und Verwirrung auslösen können

Abgesehen von Medikamenten und Medikamentenwechselwirkungen kann sich ein Delirium auch infolge anderer Auslöser entwickeln. Auch diese Auslöser haben nur selten etwas mit einer tatsächlichen Störung im Gehirn zu tun. Hierzu gehören:

  • Infektionen, die man sich besonders gerne im Krankenhaus einfängt. Gerade ältere Menschen erhalten oft einen Harnkatheter gelegt, damit man sie nicht aufwändig aus dem Bett holen und zur Toilette bringen muss, aber natürlich auch, um ein Einnässen zu vermeiden. Schon allein ein solcher Katheter steht mit einem erhöhten Risiko für Verwirrung in Zusammenhang. Ein Harnkatheter jedoch führt zusätzlich auch noch häufig zu Harnwegsinfekten. Und genau diese gelten als mögliche Auslöser einer Verwirrung bei älteren Menschen.
  • Fortgeschrittenes Alter – oft in Kombination mit Gebrechlichkeit und Unterernährung
  • Eine OP
  • Einschlägige Vorerkrankungen: Wer natürlich bereits an Demenz litt, kann eine Verschlimmerung derselben erleiden. Auch Parkinson oder ein Schlaganfall können die Wahrscheinlichkeit einer Verwirrung im Krankenhaus erhöhen.
  • Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium
  • Starke Schmerzen, die nicht ausreichend oder zu stark behandelt werden
  • Knochenbrüche z. B. Oberschenkelfrakturen
  • Sehprobleme wie eingeschränkte Sehfähigkeit oder auch eingeschränkte Hörfähigkeit
  • Organversagen, z. B. bei chronischen Lungenkrankheiten, bei Herzinsuffizienz, Nierenversagen oder Leberversagen

3. Die Krankenhausroutine kann Verwirrung auslösen

Dr. James Jackson, Allergologe, Lungenfacharzt und Professor für Intensivmedizin an der Vanderbilt University School of Medicine, erklärt, dass für ältere Menschne schon der gravierend andere Alltag im Krankenhaus und damit der abrupte Bruch ihrer gewohnten Routine zu einem Delirium führen könne.

Schock und Scham durch Untersuchungen

Das Desaster beginnt mit den im Krankenhaus üblichen Untersuchungen und Anwendungen. Auf die natürliche Scham der Patienten wird keine Rücksicht genommen. Da wird man mal eben ausgezogen und muss – obwohl man das vielleicht seit Jahrzehnten nicht mehr getan hat – seinen gealterten Körper fremden Menschen zeigen, meist ja auch nicht nur dem Arzt, sondern auch Pflegern, Schwestern, Praktikanten etc.

Auch ist es nicht nur das nackte Bein oder der nackte Oberkörper, den man zeigen muss. Nicht selten stehen die Genitalien im Mittelpunkt des Geschehens. Da werden kurzerhand Harnkatheter gelegt und entfernt. Der Darmausgang wird begutachtet und gynäkologische Untersuchungen werden eingeleitet.

Für viele Menschen, besonders für hochsensible Menschen sind derartige Untersuchungen oder Eingriffe traumatische Erlebnisse, die zu Verwirrung und demenzähnlichen Zuständen führen können.

Schlafmangel wegen nächtlicher Krankenhausroutine

Weiter geht es mit der Krankenhausroutine während der Nacht. Wenn Sie schon einmal im Krankenhaus waren, wissen Sie, dass dort auch des Nachts immer was los ist. Nirgendwo schlafen Menschen schlechter als im Krankenhaus. Und zu keinem Zeitpunkt im Leben wäre Schlaf wichtiger… Denn nicht umsonst heisst es: Schlaf dich gesund! Genau das aber ist im Krankenhaus meist nicht möglich.

Kaum ist man eingeschlafen, wird man geweckt, weil die diensthabende Schwester wissen möchte, ob man ein Schlafmittel braucht. Noch vor dem ersten Hahnenschrei wird man erneut geweckt, weil die Anti-Thrombose-Spritze fällig ist oder der Blutdruck oder sonst etwas gemessen werden muss. Der Zimmerkollege schnarcht, fällt aus dem Bett, macht den Fernseher an oder ruft nach der Schwester. Licht fällt durch das Fenster oder durch den Türspalt. Strassenverkehrsgeräusche, die man vielleicht nicht gewöhnt ist, stören die Ruhe. Stimmen und Schritte auf dem Flur. Die Luft ist stickig und man darf nicht lüften. Medikamente wühlen auf oder sorgen für verstärkten Harndrang.

Schlafmangel ist im Krankenhaus also gang und gäbe – und Schlafmangel kann gerade bei älteren Menschen schnell zu Verwirrung und Delirium führen.

Viele verschiedene fremde Menschen

Ältere Menschen sind in ihrem eigenen Alltag oft nur von wenigen Menschen umgeben, ihrem Partner vielleicht. Ab und zu schauen die Kinder oder ein Nachbar herein. Regelmässig kommt der nette junge Mann von Essen auf Rädern.

Im Krankenhaus nun ist der alte Mensch permanent von fremden Menschen umgeben. Kaum hat er sich vielleicht an eine Schwester gewöhnt, kommt die nächste. Er weiss nie, wer wann Dienst hat, wer wann ins Zimmer stürmt. Immer wieder erscheinen neue fremde Gesichter – eine Situation, die Menschen verwirren kann.

Heimweh

Kinder leiden im Krankenhaus sehr stark unter Heimweh. Erwachsene jedoch oft genauso – und ältere Menschen, die seit vielen Jahrzehnten, oft ihr ganzes Leben lang, in ein und demselben Haus lebten, erst recht.

Sie vermissen den Blick in ihren Garten, die Katze, die sich mit ins Bett kuschelt, die sanfte Beleuchtung in ihrem Wohnzimmer, die Nachbarin, die die Zeitung bringt, das Klavierspiel vom Enkel, das durch die Zimmerdecke dringt, die Topfpfanzen, die jeden Tag gepflegt werden müssen, die gewohnten Lebensmittel und Getränke – ganz einfach die eigene Routine, die eigenen vier Wände, das für sich sein, das Daheim sein.

Während jüngere Menschen das alles viel besser verkraften, heisst es doch: Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Ältere Menschen halten es daher viel schwerer an einem anderen Ort aus – ganz besonders, wenn sie sehr sensibel oder gar hochsensibel sind. Jede Änderung ihrer Routine bringt sie aus dem Gleichgewicht. Verwirrung und demenzähnliche Smyptome können die Folgen sein.

Für manche ältere Menschen können all diese Erlebnisse im Krankenhaus langfristig gar zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen, einem Zustand, der besonders bei Soldaten, die im Krieg waren oder Opfern von Gewaltverbrechen weit verbreitet ist, was zeigt, als wie entsetzlich die Situation im Krankenhaus von Menschen wahrgenommen und erlebt werden kann (Sicherheitsrisiko Hi-Tech: Lebensgefahr durch Computerabstürze im Krankenhaus und Auto-Hacker im Straßenverkehr (Videos)).

Nach dem Krankenhaus: Wann legt sich die Verwirrung?

Die krankenhausbedingte Verwirrtheit kann Monate nach der Krankenhausentlassung anhalten. Das Problem ist, dass die krankenhausbedingte Demenz das Risiko für eine tatsächliche Demenz erhöhen oder eine schon begonnene Demenz dramatisch beschleunigen kann, sagt Dr. E. Wesley Ely, Gerontologe und Professor an der Vanderbilt University School of Medicine.

Wir sprechen vom demenzähnlichen Syndrom. Betroffene benötigen dringend Hilfe zur kognitiven Rehabilitation und bei der Anpassung der verordneten Medikamente.“

Er nennt die krankenhausbedingte Verwirrtheit „eines der grössten Gesundheitsprobleme, über das die Öffentlichkeit nichts weiss.“ Es kann sein, sagt er, dass Menschen nach einem Krankenhausaufenthalte eine Alzheimerdiagnose bekommen, obwohl sie nur am demenzähnlichen Syndrom leiden – und niemand, weder Ärzte noch Familienmitglieder – erkennen, wie es wirklich ist.

HELP-Programme in manchen Kliniken

Inzwischen gibt es in einigen wenigen Kliniken spezielle Programme, die es älteren Menschen leichter machen sollen, den Krankenhausaufenthalt gesund zu überstehen. Es handelt sich um das von Dr. Sharon Inouye, Leiterin des Aging Brain Center am Institute of Aging Research in Boston entwickelte Programm namens HELP (Hospitalized Elder Life Program).

Man kümmert sich im Rahmen dieses Programm auch darum, dass Risikogruppen für krankenhausbedingte Verwirrung nach dem Krankenhausaufenthalt wieder ihr gewohntes Leben zu Hause aufnehmen können. Inzwischen ist HELP in mehr als 200 Kliniken weltweit im Einsatz, auch in einigen deutschen Kliniken, z. B. im Evangelischen Krankenhaus in Bielefeld-Bethel.

Im Rahmen von HELP achtet man beispielsweise darauf, dass die Patienten zu einem erholsamen Schlaf kommen, es nachts in den Zimmern daher ruhig und dunkel ist (die Schwester also nicht ständig hereinstürmt und das ganze Zimmer einer Neonbeleuchtung aussetzt, als gelte es, unmittelbar eine OP am offenen Herzen auszuführen).

An den Betten befindet sich eine Uhr, damit der Patient immer weiss, wie viel Uhr es ist und welche Tageszeit herrscht. Auch eine Anzeige ist da, die den Namen der diensthabenden Schwester aufzeigt. Auf diese Weise ist der Patient immer informiert. Schon allein das kann helfen, einer Verwirrung vorzubeugen.

Natürlich werden auch Medikamente nur sehr sorgfältig eingesetzt – immer unter Berücksichtigung möglicher Wechselwirkungen.

Die Patienten werden ferner dazu ermuntert, möglichst bald wieder das Bett zu verlassen, sich zu bewegen oder an einer Physiotherapie teilzunehmen. Auch geistige Aktivitäten werden angeboten, um das Gehirn in Schwung zu halten.

Denn wenn darauf geachtet wird, dass der Patient sowohl körperlich (so gut es geht) als auch geistig aktiv bleibt, dann – so zeigen mehrere Studien, die u. a. regelmässig bei der Alzheimer’s Association Conference vorgestellt werden – kann nicht nur der Entwicklung von demenzähnlichen Symptomen vorgebeugt werden, auch eine bestehende Demenz kann damit verbessert werden (Big Pharma: Geschäfte mit dem Lebensende – Pflegedienste mißachten Patientenverfügungen).

Es ist in jedem Falle falsch, einen Patienten, der im Krankenhaus plötzlich verwirrt wurde, zu Hause schliesslich wie einen Dementen zu behandeln. Stattdessen heisst es, so viele Aktivitäten wie möglich zu unternehmen“, so Dr. Ely.

Andere Länder, andere Sitten

In manchen Ländern ist es gang und gäbe, dass jeder stationär aufgenommene Patient einen Familienangehörigen mitbringen muss, z. B. in Spanien. Dieser schläft im Zimmer des Patienten. Auf diese Weise wird nicht zuletzt Personal eingespart. Gleichzeitig aber ist sicher gestellt, dass der Patient eine pflegende Person ganz für sich allein hat und mit Liebe umsorgt wird.

Der Angehörige kümmert sich darum, dass der Patient isst oder er füttert ihn – in Ruhe und ohne Stress. Er kann ihn zur Toilette begleiten. Der Patient muss sich nicht von Fremden ausziehen lassen. Der Angehörige kümmert sich darum, dass sich der Patient bewegt, dass er regelmässig trinkt, er kann sogar Mahlzeiten von zu Hause mitbringen. Er macht Spiele mit dem Patienten, liest ihm vor, fährt ihn mit dem Rollstuhl in den Park etc. Auf diese Weise ist es fast unmöglich, dass der Patient aufgrund der Umstände mit einer Verwirrung reagiert. Medikamente können jedoch auch hier natürlich zu demenzähnlichen Symptomen führen (OP gelungen, Patient tot – Lebensgefahr durch neue Krankenhaus-Keime (Video)).

Lassen Sie nicht zu, dass Angehörige zu Dementen gemacht werden!

Dr. Ely sagt:

Niemand sollte sich einreden lassen, dass die Verwirrtheit in Kliniken unvermeidbar sei und man daher keinen Aufstand machen solle, wenn ältere Familienmitglieder im Krankenhaus plötzlich von heute auf morgen dement werden. Stimmt, Sie sollten keinen normalen Aufstand machen, Sie sollten stattdessen einen riesengrossen Aufstand machen.“

Was aber kann man nun als Angehöriger tun?

Wenn Sie ältere Familienmitglieder haben, kümmern Sie sich und lassen Sie nicht zu, dass Ihre Angehörigen Opfer von unbedachten Medikamentenverordnungen werden und dann als dement und senil abgestempelt werden, obwohl der Zustand nichts anderes ist als die Folge ärztlicher und pharmazeutischer Unzulänglichkeiten.

Besonders in den Tagen unmittelbar nach einer Operation sind ältere Menschen besonders empfänglich für Verwirrtheitszustände. Bleiben Sie in dieser Phase geduldig und glauben Sie auf keinen Fall, Ihre Mutter, Ihr Vater, Ihre Grossmutter oder Ihr Grossvater sei während der Operation dement geworden. Und auch ohne vorherige Operation: Wenn Ihr/e Angehörige/r im Krankenhaus verwirrt wird, glauben Sie nicht an eine plötzliche Demenz!

  • Bestehen Sie auf genaue Angabe der verabreichten Medikamente und erkundigen Sie sich, ob diese ein Grund für die Verwirrung sein könnten.
  • Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich, bei Ihrem kranken Angehörigen im Krankenhaus und sorgen Sie dort für viel Zuwendung und Abwechslung. Geben Sie Ihrem Angehörigen das Gefühl, dass jemand da ist, der aufpasst, der mit den Ärzten spricht, mit dem Pflegepersonal ein gutes Verhältnis aufbaut, der sich kümmert und das Familienmitglied nicht einfach den fremden Händen überlässt.
  • Lassen Sie sich auf keinen Fall einreden, Ihr Familienmitglied sei ab sofort dement und müsse in ein Pflegeheim. Für eine solche Entscheidung ist immer noch Zeit genug.
  • War das Familienmitglied vor dem Krankenhausaufenthalt geistig völlig klar, dann nehmen Sie es nach der Entlassung mit nach Hause (bringen Sie es also nicht in ein Heim), geben ihm dort nur die wirklich genau überprüften, notwendigen und verträglichen Medikamente, bestehen Sie auf Medikamente, die NICHT zu Verwirrtheitszuständen führen können und betreuen Sie Ihr Familienmitglied die ersten Tage, Wochen oder auch Monate in dessen eigenen vier Wänden, wo sich die Person zu Hause und geborgen fühlt.
  • Fertigen Sie vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt die weiter oben erwähnte Medikamentenliste für Ihren Angehörigen an.
  • Sie können auch dann vorbeugend aktiv werden, wenn kein Krankenhausaufenthalt geplant ist, Sie aber wissen, dass ein älteres Familienmitglied zahlreiche Medikamente nimmt. Denn auch zu Hause kann eine medikamentenbedingte Verwirrung entstehen. Siehe ebenfalls weiter oben unter „Fertigen Sie eine Medikamentenliste an!“ und  „Decken Sie Einnahmefehler auf!“

In den meisten Fällen wird sich Ihre Mutter, Ihr Vater, Ihre Grossmutter oder Ihr Grossvater spätestens nach einem halben Jahr oft schon nach wenigen Tagen wieder erholen. Geben Sie ihr/ihm die Chance!

http://www.pravda-tv.com/2017/02/demenz-zu-hause-gesund-im-krankenhaus-ploetzlich-dement/

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Gruß an die Genesenen

Der Honigmann

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Die Forscher sprechen von einem beispiellosen Niveau von Übergewicht bei Kindern. Nach der größten europäischen Studie zum Thema mahnen sie, die Politik zum Schutz der Kleinen in die Pflicht zu nehmen.

Speziell an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel sollte nach Ansicht von Wissenschaftlern stärker reguliert werden.

 Eine europäische Langzeitstudie an rund 10.000 Kindern aus acht Ländern, darunter auch Deutschland, belegt den Forschern zufolge, dass TV-Reklame bei Kindern den Konsum von zucker- und fettreichen Lebensmitteln erhöht.

„Vor allem kleine Kinder können Werbung nicht vom Rest unterscheiden und sind ihr deshalb völlig schutzlos ausgesetzt“, sagte Studienkoordinator Wolfgang Ahrens vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Hersteller für eine verantwortungsvolle Werbung für Kinder hätten nicht funktioniert, stellt der Bericht fest.

„Die Häufigkeiten von Fettleibigkeit und Übergewicht bei europäischen Kindern verharren auf einem beispiellosen Niveau“, heißt es in dem Bericht. Deutschland belegt beim Anteil übergewichtiger Kinder einen Platz im europäischen Mittelfeld. Demnach waren hierzulande 16,5 Prozent der untersuchten Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren übergewichtig. In Belgien lag der Anteil mit 9,5 Prozent am niedrigsten, in Italien mit 42 Prozent am höchsten. In allen Ländern waren Mädchen eher betroffen als Jungen. Die Ergebnisse seien zwar nicht repräsentativ, sagte Ahrens. Für die Studie seien aber jeweils ländertypische Regionen ausgesucht worden, für Deutschland war dies Bremen.

Nicht einmal ein Drittel der Kinder bewege sich mindestens eine Stunde täglich, konstatieren die Wissenschaftler. Der Anteil schwanke zwischen 2 Prozent der Jungen auf Zypern und 34 Prozent in Belgien. Die Autoren nehmen in ihrem Bericht die Politik in die Pflicht: Der Bewegungsmangel hänge eng mit der Bebauung zusammen, betonen sie: „Gut angelegte öffentliche Orte und sichere, gut angeschlossene Anlagen sind der Schlüssel dazu, die körperliche Bewegung zu steigern.“

 Zudem zeigten die Studienresultate eindeutig, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien besonders stark zu Übergewicht tendierten, betonte Ahrens. Diese Gruppen müssten von der Politik stärker unterstützt werden. Für benachteiligte Verbraucher müsse die Erschwinglichkeit von und der Zugang zu gesunden Lebensmitteln verbessert werden. Dies wirke sich nicht nur auf das Gewicht der Kinder aus, sondern auch auf ihre spätere Gesundheit, etwa die Anfälligkeit für Herz-Kreislauferkrankungen.

„Bundesernährungsminister Christian Schmidt setzt im Kampf gegen Fehlernährung bei Kindern seit Jahren auf freiwillige Vereinbarungen“, teilte die Organisation Foodwatch in einer Reaktion mit. „Dabei ist längst belegt, dass das nicht funktioniert. Die Hersteller machen die größten Profite mit Süßkram, Zuckergetränken und Knabberartikeln. Freiwillig werden sie nicht damit aufhören, genau diese Produkte an Kinder zu bewerben und deren Geschmack schon früh zu prägen.“ (dpa)

http://www.epochtimes.de/gesundheit/forscher-lebensmittelwerbung-muss-reguliert-werden-fettleibigkeit-bei-kindern-in-europa-auf-beispiellos-hohem-niveau-a2044514.html

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Gruß an die Wissenschaftler

Der Honigmann

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vorsicht-lebensmittelbetrug-teil-3-etikettenschwindel

Wenn nicht drin ist, was draufsteht, dann ist das nicht nur unhöflich, sondern auch Etikettenschwindel, in Tateinheit mit Täuschung und Betrug.

Etikettenschwindel, Täuschung und Betrug ist bei verpackten Lebensmitteln nicht die Ausnahme, sondern leider die Regel.

Hersteller tricksen, um ihr Produkt besser aussehen zu lassen – sie tricksen, weil es die Wettbewerber auch tun – sie tricksen, weil es häufig ganz „legal“ ist und niemand einschreiten kann.

2007 hat foodwatch erstmals von „legaler Täuschung“ gesprochen und seitdem immer wieder den alltäglichen Etikettenschwindel öffentlich kritisiert.

Inzwischen haben die Politkriminellen zumindest in Ansätzen reagiert. Im Jahr 2011 schaltete die sogenannte „Bundesregierung“ die Seite lebensmittelklarheit.de online, auf welcher die Menschen sich über irreführende Produkte beschweren können.

Das Problem ist also erkannt und anerkannt – aber mit einer Internetseite noch lange nicht gelöst.

Die organisierte Kriminalität oder skrupellose Unternehmer versuchen, immer mehr und noch mehr Profit zu machen. Deswegen bieten sie Produkte an, die nicht wirklich dem entsprechen, was auf dem Etikett steht.

Von wegen „beste Qualität“!

Olivenöl nativ extra – das soll für beste Qualität stehen, für „Premiumöle“ mit einwandfreiem Geschmack. Doch von Top-Qualität kann bei manchen Ölen aus dem Supermarkt keine Rede sein.

Mal wird >natives Olivenöl extra< mit anderen Pflanzenölen gemischt, mal mit minderwertigem Olivenöl, das vorher chemisch bearbeitet wurde.

Das heißt: wenn >nativ extra< draufsteht, muss nicht unbedingt Spitzenqualität drin sein.

20 Öle aus Supermärkten und Discountern, von 5 bis 26 Euro pro Liter wurden getestet. Alle sind laut Etikett >nativ extra<.

Lebensmittelchemiker Christian Gertz analysierte die Öle. Das Ergebnis bei gleich mehreren Ölen: Minderwertige Qualität.

Seines Wissens nach sind das keine Qualitätsprodukte. Der Experte findet sogar Öl, dass firnig und ranzig ist, sogenanntes Lampantöl.

Neun von 20 Ölen halten nicht, was sie auf dem Etikett versprechen.

Gepanschte Produkte

Wenn der Unternehmer den Profit steigern möchte, minimiert er als erstes die Kosten.

Im Fall der Lebensmittelindustrie bedeutet das: Kostspielige, wertgebende Zutaten werden weitest möglich eingespart und durch Wasser und/oder Zusatzstoffe ersetzt.

Das Gepansche wird uns dann oft als „Light“-Produkt“ aufgetischt. Die Folge: Wertigkeit, Geschmack und Konsistenz der Lebensmittel leiden.

Aromen, Geschmacksverstärker und vieles mehr kommt dann zum Einsatz. Es ist des Unternehmers Glück, dass diese Stoffe auch noch bedeutend günstiger sind, als die eingesparten Rohstoffe.

Der Haken für die Konsumentinnen und Konsumenten: Rohstoffeinsatz zu reduzieren, bedeutet das zu reduzieren, was man als Qualität bezeichnet.

Die angeblich „ganz legale“ Täuschung!

Hersteller täuschen mit Werbeaussagen, Bildern und irreführenden Kennzeichnungen Qualität vor, die gar nicht vorhanden ist.

Spreewaldgurken müssen nicht aus dem Spreewald kommen – Tütensuppen enthalten Glutamat, obwohl „ohne Geschmacksverstärker“ draufsteht – das „natürliche Aroma“ im Erdbeerjoghurt wird nicht aus den roten Beeren gewonnen, sondern aus Pilzkulturen usw. usw.

Auch gibt ´s vielfach Geflügelsalami, die Schweinespeck enthält:

Leider wurde im Video nicht erwähnt, dass Salami (so wie fast alle anderen Wurst- und Schinkenprodukte auch) unschöne, ja sogar gesundheitsschädigende Stoffe enthält.

Da wäre zunächst mal das Nitritpökelsalz. Nitrit ist hochgradig giftig – sollte in Lebensmitteln daher eigentlich nichts zu suchen haben. Leider ist dieses giftige Zeug in fast jedem Wurst- und Schinkenprodukt zu finden.

Außerdem wird jodiertes Speisesalz verwendet, welches leider nichts mit echtem Jod zu tun hat. Es handelt sich viel mehr um Jodid – ein Stoff, der zum Beispiel aus Krankenhausabwässern recycelt wird.

Dann lassen sich auch noch jede Menge andere Stoffe finden, die in Lebensmitteln nichts zu suchen haben: Aromen, Stabilisatoren, Antioxidationsmittel, Geschmacksverstärker usw. usw.

Mit Nahrung hat all das schon lange nichts mehr zu tun, sondern mit billigsten Füllstoffen aus dem Chemielabor.

All dies soll legal sein, was es natürlich keineswegs ist. Dass das sogenannte „Lebensmittelrecht“ ein Verbot der Täuschung vorschreibt, ist bestenfalls eine Lachnummer.

Seit dem 13. Dezember 2014 gelten mit der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) EU-weit einheitliche Vorgaben für die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Die alltägliche Irreführung im Supermarkt geht trotzdem weiter.

Lebensmittelhersteller werben auf Verpackungen gern mit Zahlen. Die wirken besonders seriös und deshalb verkaufsfördernd.

Zahlen auf der Verpackung suggerieren handfeste, unbestechliche Informationen, doch mit allerlei Rechentricks lassen Hersteller – wie durch Zauberei – den Anteil von Qualitätszutaten in ihren Produkten größer werden oder den Zuckergehalt kleiner.

Dazu hat die Lebensmittelindustrie unterschiedlichste Rechentricks entwickelt, um ihre Produkte in ein besseres Licht zu rücken.

Die Tricks lassen sich oft erst nach einem genauen Blick in die Zutatenliste und einigen Rechenschritten enträtseln. Das Entschlüsseln von Zutaten und Nährwerten kann dabei schon mal zum Mathematik-Test werden.

Aus 75 % werden 1,875 % – und 1+1=3?

Ein besonders beliebter Trick: Man pickt die eine hochwertige Zutat eines Produktes heraus und lasse es auf dem Etikett so aussehen, also ob diese Zutat in extra großen Mengen in dem Produkt enthalten sei. Beim genauen Nachrechnen entpuppen sich derartige versprechen leider viel zu oft als Mogelpackung.

Haribo-Fruchtgummi wirbt mit dem Versprechen: „35% Frucht in der Füllung“.

Die Füllung macht aber gerade einmal 12,3% des Fruchtgummis aus. Somit befindet sich also nur 4,3 % Fruchtanteil im Gesamtprodukt.

„Dr. Oetker“ hatte lange den Schokoladenpudding „Pur Crema Choc Tansania Edelbitter“ im Angebot.

Name und Aufmachung versprachen bereits eine besondere Qualität. doch damit nicht genug. Ein großer Hinweis auf 75 % Kakao lockte die Kunden.

Wer genau hin sah, las die Aussage: „enthält Schokolade mit 75 % Kakao“. Dumm nur, dass das Produkt gerade einmal 2,5 Prozent Schokolade enthielt.

Einen Dreisatz später ließ sich dann auch der Anteil an Kakao im gesamten Produkt ausrechnen: „üppige“ 1,875 Prozent. Klingt schon anders als „75%“. Das hatte sich wohl auch „Dr. Oetker“ gedacht.

Woher „Light“-Produkte ihre Leichtigkeit bekommen

Auch bei angeblichen „Light“-Lebensmitteln wird gern mit Zahlen jongliert. So liest man oft Versprechen wie: „30 % weniger Fett“. Das wirkt tatsächlich „ganz leicht“ im Vergleich zu herkömmlichen Produkten.

Kellogg’s Frosties werben beispielsweise mit „1/3 weniger Zucker als Frosties Original“ und suggerieren so, dass die Frühstücksflocken besonders kalorienarm wären.

In Wahrheit handelt es sich aber nach wie vor um eine Zuckerbombe. Die „leichte“ Version von Kellogg’s Frosties kommt nämlich immer noch auf 25 Gramm Zucker pro 100 Gramm Frosties und bleibt damit eine Süßigkeit.

Ein Drittel weniger Zucker bedeutet eben immer noch, dass das Produkt zu einem Viertel oder mehr aus Zucker bestehen kann.

Die Trickserei mit den Mini-Portiönchen

Ein anderer beliebter Weg, um Kalorien schönzurechnen: Nährwertangaben auf Mini-Portiönchen herunterrechnen.

Wie zum Beispiel Nestlé (ganz besonders niederträchtiges Unternehmen), die sich ihre „Fitness Fruits“ gehörig schöngerechnet haben: 14,1 Gramm Zucker. Das war der Wert, der auf der Vorderseite der Verpackung stand und der ließ die Flocken viel ausgewogener und fitter aussehen, als sie waren.

Die Angabe bezog sich nämlich lediglich auf ein Portiönchen von 40 Gramm – ohne Milch.

Auf 100 Gramm enthielt das Produkt 35,3 Gramm Zucker. Nährwertangaben von kleinen Portionsgrößen machen Lebensmittel schwer vergleichbar und sie erleichtern den Herstellern, vor allem den Zucker- und Fettgehalt zu maskieren.

Von 40 Gramm Frühstücksflocken werden wohl die Wenigsten satt, und wenn andere Hersteller den Fettgehalt nur für die halbe Pizza oder nur für eine handvoll Kartoffelchips angeben, so darf sich niemand wundern, wenn selbst die fettreichsten Produkte beinahe schlank daherkommen. Das ist dann angewandte Mathematik zur Irreführung der Bevölkerung.

Wege aus dem korrumpierten Markt

An der systematischen Täuschung wird sich nur etwas ändern, wenn die Konsumentinnen und Konsumenten die Unternehmen zum Handeln zwingen.

Dazu ist es wichtig, im Supermarkt, sowie auch anderen Händlern mitzuteilen, dass man diese Täuscherei und Etikettenschwindelei zum kotzen findet!

„Wenn ihr mich verarschen und betrügen wollt, dann kaufe ich hier nichts mehr.“ Das ist eine klare Ansage, welche man öfters mal machen sollte.

Abschließend empfehlen wir ein Mal mehr auf Selbstversorgung umzuschalten.

https://newstopaktuell.wordpress.com/2017/02/03/vorsicht-lebensmittelbetrug-teil-3-etikettenschwindel/

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…..danke an Conny.

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Gruß an die Wahrheiten

Der Honigmann

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