Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Ägypten’ Category


Reuters 14 March 2017:  Russland scheint in den vergangenen Tagen  Sonderkräfte in einer Flugzeugbasis  in der Nähe der Grenze mit Libyen gelandet zu haben, sagen ägyptische und diplomatische Quellen, ein Zug, der die Bedenken der US in Bezug auf die sich vertiefende Rolle   Moskaus in Libyen steigern würde.

DEBKAfile (Mossad) 14. März bestätigt – und The Guardian 14 März 2017 berichtet, dass die Russen mit Angriffsdrohnen ausgestattet seien. The Independent 14 March 2017 hat auch die Geschichte.

Die U.S.- und diplomatischen Beamten sagten, dass ein solcher russischer Einsatz Teil eines Angebots sein könnte, um den libyschen Militärkommandanten Khalifa Haftar zu unterstützen, der mit einem Angriff am 3. März durch die Benghazi-Verteidigungsbrigaden (BDB) auf Ölhäfen, die von seinen Streitkräften kontrolliert wurden, einen Rückschlag erlitten hat.
Die US-Beamten, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, sagten, die Vereinigten Staaten haben etwas beobachtet, was scheine, russische Spezialoperations-Kräfte und Drohnen bei Sidi Barrani zu sein, ungefähr 100 Kilometer von der Ägypten-Libyen-Grenze.

Ägyptische Sicherheitsquellen boten mehr Details an und beschreiben eine 22-köpfige russische Spezial-Einheit,  lehnten es aber ab, ihre Mission zu besprechen. Sie fügten hinzu, dass Russland auch eine weitere ägyptische Basis weiter Osten in Marsa Matrouh Anfang Februar benutzte.

Die offensichtlichen russischen Einsätze wurden bisher nicht gemeldet.

“Es gibt keinen fremden Soldaten aus irgendeinem fremden Land auf ägyptischem Boden, das ist eine Frage der Souveränität”, sagte der ägyptische Armeesprecher Tamer al-Rifai.
Das US-Militär lehnte den Kommentar ab. U.S.Nachrichtendienst auf russische militärische Aktivitäten sind oft kompliziert durch ihre  Verwendung von Vertragspartnern oder Kräften ohne Uniformen, sagen die Beamten.

Russische Militärflugzeuge flogen über sechs militärische Einheiten nach Marsa Matrouh, bevor das Flugzeug  etwa 10 Tage später nach Libyen flog, sagten die ägyptischen Quellen.

Reuters konnte nicht unabhängig die Anwesenheit von russischen Spezialeinheiten und Drohnen oder Militärflugzeugen in Ägypten überprüfen.

Fragen über die Rolle Russlands in Nordafrika stimmen mit wachsenden Bedenken in Washington über die Absicht von Moskau in der ölreichen Libyen überein

Die U.N.-unterstützte Regierung in Tripolis ist in einer Sackgasse mit Haftar, und russische Beamte haben sich mit beiden Seiten in den letzten Monaten getroffen. Moskau scheint bereit, seine öffentliche diplomatische Unterstützung für Haftar zu sichern.

General Khalifa Haftar

Der oberste Militärkommandeur, der die Truppen in Afrika beausichtigt, Marine General Thomas Waldhauser, sagte vor dem US-Senat letzte Woche, dass Russland versuche, in Libyen Einfluss zu nehmen, um seine Hebelwirkung darauf zu stärken, wer letztlich die Macht halte.

Gefragt, ob es im Interesse der U.S. sei, wenn das geschieht, sagte Waldhauser: “Das ist es  nicht.”

Das Bewerben der russischen Regierung an Haftar, der dazu neigt, seine bewaffneten Konkurrenten als islamistische Extremisten zu markieren, und den einige Libyer als den starken Mann  sehen, den ihr Land nach Jahren der Instabilität braucht, hat andere dazu veranlasst, Parallelen mit Syrien, einem weiteren langjährigen sowjetischen Klienten, zu ziehen.
Gefragt von U.S. Senator Lindsey Graham, ob Russland in Libyen versuchen wollte, was es in Syrien tat, sagte Waldhauser: “Ja, das ist eine gute Art, es zu charakterisieren.”

Es ist ziemlich klar, dass die Ägypter das russische Engagement in Libyen erleichtern, indem sie ihnen erlauben, diese Basen zu benutzen. Es gibt angeblich Trainingsübungen, die dort stattfinden”, sagte der Diplomat.
Russland vertieft mittlerweile auch seine Beziehungen zu Ägypten, das von 1956 bis 1972 an die Sowjetunion gebunden war.

Die beiden Länder hielten gemeinsame militärische Übungen – was die U.S. und Ägypten regelmäßig bis 2011 taten – zum ersten Mal im Oktober.

UND JETZT ZUM RUSSISCHEN REGIERUNGSORGAN,  SPUTNIK 14 MÄRZ 2017
“Es gibt keine russischen Spezialeinheiten in Ägypten im Gegensatz zu Medienberichten, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums am Dienstag”.

Kommentar
Der kriegstreiberische US-Militärkomplex sucht jede Ausrede für den Krieg mit Russland – vor allem von John McCain und Lindsey Graham befürwortet

http://new.euro-med.dk/20170317-us-kriegstreiber-fake-news-russische-spezial-truppen-in-agypten-an-libyscher-grenze-um-luft-basis-in-libyen-auf-einladung-von-general-haftar.php

.

Der Honigmann

.

Read Full Post »


Über 50 Jahre haben weltweit führende Archäologen und Historiker behauptet, dass es keine eindeutigen Belege für den Exodus gibt.
Doch die Archäologen haben Jahrzehnte lang ein erstaunliches schlüssiges Belegmuster übersehen, das genau mit dem Bericht der Bibel übereinstimmt.

Jo Nes

.

….danke an Achim Klein

.

Der Honigmann

.

Read Full Post »


Wann immer wir vom Exodus sprechen, denkt jeder unbewusst und unverzüglich an die Flucht der Israeliten aus Ägypten, durch die sie unter Moses Führung der Gewaltherrschaft des rücksichtslosen Pharaos entkamen. Dank einiger Hollywoodfilme hat sich die Geschichte des Exodus tief in das kollektive Gedächtnis der Massen eingeprägt – so tief, dass die Geschichte von Moses und dem Pharao zu einer nahezu unumstößlichen historischen Tatsache geworden ist, die sich einst im alten Ägypten zugetragen haben soll.

Doch eigentlich weist nichts im Umfeld dieser Geschichte darauf hin, dass sie tatsächlich dort passiert ist – abgesehen von der falschen Annahme, der Begriff Pharao würde den König von Ägypten bezeichnen.

Auch in den Hinterlassenschaften der altägyptischen Kultur findet sich kein Hinweis darauf, dass sich die Moseslegende tatsächlich in Ägypten abgespielt hätte. Noch erstaunlicher aber ist: In altägyptischen Überlieferungen werden die Könige Ägyptens gar nicht als Pharaonen bezeichnet. Das Wort fand nie Verwendung als Titel für altägyptische Könige.

Es gibt nur einen Grund, aus dem wir glauben, dass sich der Exodus in Ägypten zugetragen hat: Es steht so in der Bibel. Wir verharren in diesem Glauben, weil etablierte Ägyptologen sich die biblische Geschichte angesehen und dabei die ägyptischen Könige kurzerhand zu Pharaonen erklärt haben.

Wenn wir jedoch den hebräischen Text prüfen, auf dem der Exodus beruht, finden wir Ägypten seltsamerweise nicht als Schauplatz der Auszugsgeschichte erwähnt.

Die ganze Verwirrung / Täuschung geht zurück auf das dritte Jahrtausend vor Christus, als die hebräisch-aramäischen Geschichten ins Griechische übersetzt wurden. Dabei wurde Ägypten erstmals entführt und in die hebräische Bibel gezwungen, um als Bühne für die wichtigsten israelitischen Geschichten zu dienen. Ironischerweise ereignete sich die Geschichtsfälschung auf ägyptischem Boden unweit der legendären Bibliothek von Alexandria.

Haben Sie sich jemals gefragt, warum in der Bibel kein Wort über die ägyptischen Pyramiden und Tempel zu lesen ist, obwohl Ägypten bis zu 600 Mal Erwähnung findet?

Und wissen Sie außerdem, wie viele Male Israel bzw. Israeliten in den ägyptischen Aufzeichnungen genannt werden? Nur einmal.

Mit der Muttermilch haben wir das Narrativ aufgesogen, die Israeliten hätten für nahezu 400 Jahre (manche sagen 260 Jahre) in der Knechtschaft Ägyptens gelebt. Allerdings lässt ihre Kultur jegliche Spur eines ägyptischen Einflusses vermissen.

Überdies – und zu unserem Erstaunen – war Sklaverei im Alten Ägypten keine gewöhnliche Praxis. Anders als die weit verbreitete Sklavereikultur in den israelitischen Geschichten, gab es im Alten Ägypten zu keiner Zeit einen öffentlichen Markt für den Sklavenhandel.

Die Kultur Altägyptens – seine Kunst, Architektur, Monumente, Menschen, Theologie, Mythologie und seine Götter – ist noch heute präsent und einflussreich. Man würde erwarten, Spuren ägyptischer Kultureinflüsse auch in der israelitischen Geschichte und ihren Überlieferungen zu finden, nachdem das Volk so lange im ägyptischen Nildelta verweilt haben soll. Doch ist das kaum der Fall.

Obwohl die Israeliten nur etwa 70 Jahre in babylonischer Gefangenschaft verbracht haben, wurde diese kurze Episode sowohl von den Israeliten als auch von den Babyloniern dokumentiert. Referenzen findet man zudem in persischen Überlieferungen.

Laut der hebräischen Bibel dauerte der Aufenthalt der Israeliten in Ägypten mehrere hundert Jahre an. Und dennoch finden wir weder in ägyptischen noch in nicht-ägyptischen Überlieferungen eine außerbiblische Dokumentation oder Erwähnung der Dauer des israelitischen Aufenthalts oder des Exodus.

Es gibt in den israelitischen Geschichten unter allen Wundern der antiken Welt nicht eine Notiz über die Pyramiden. Die meisten ausländischen Historiker und Militärführer, die seit der frühen Antike nach Ägypten kamen – etwa Alexander der Große, Strabo, Diodorus Siculus und natürlich Herodot –, waren darauf erpicht, ihre Reise durch das berühmte Land in Erinnerungen und Kommentaren niederzuschreiben. Doch was die Israeliten betrifft, finden in deren hebräischer Bibel weder die Pyramiden noch irgendeine Besonderheiten der altägypischen Kultur oder Architektur Erwähnung.

Quelle: Dr. Ashraf Ezzat, 24.07.2016, http://tinyurl.com/j6h37k3

https://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/warum-gibt-es-in-der-bibel-keine-pyramiden?context=blog

.

Der Honigmann

.

Read Full Post »


merkel-nordafrikaDie Kanzlerin und die Flüchtlingskrise – beides gehört mittlerweile untrennbar zusammen. Nun war Angela Merkel in Ägypten und Tunesien. Im Gepäck: Wirtschaftsdeals und erhobener Zeigefinger beim Thema Menschenrechte als Zuckerbrot und Peitsche. „Doch diese Reise hilft niemandem“, sagt Cornelia Ernst, Abgeordnete für die Linke im Europaparlament.

Frau Ernst, erst Ägypten, nun Tunesien – die Kanzlerin will bei ihren aktuellen Besuchen einerseits Hilfe in der Flüchtlingskrise und sich andererseits aber auch für Demokratie und Menschenrechte in den Ländern einsetzen. Kann dieser Spagat gelingen?

Natürlich nicht, das ist ja ganz klar. Wenn ich irgendwohin komme und etwas will, was diese Länder gar nicht unbedingt wollen, dann versuche ich, ein Geschäft zu machen. Und dabei fallen die Menschenrechte selbstverständlich runter. Es weiß auch jeder, dass bei diesem Thema einfach gar nichts passiert. In Ägypten hat man es mit einer ausgewachsenen Diktatur zu tun. Und ich wüsste nicht, warum man mit solchen Diktaturen irgendwelche Deals ausmachen sollte.

Die Kanzlerin hatte eine große Wirtschaftsdelegation im Schlepptau. Mit Investitionen will sie die ägyptische Staatsführung zur Zusammenarbeit überreden. Wie ist Präsident al-Sisi einzuschätzen, welche Ziele verfolgt er?

Al-Sisi hat es hinbekommen, jede demokratische Alternative auszulöschen. Das ist sein „Verdienst“ der letzten Monate. Und er hat Ex-Präsident Mubarak in der Verletzung der Menschenrechte deutlich überragt. Da sollte man die Hände davon lassen. Gerade in Ägypten, wo systematisch Menschenrechte verletzt werden. Das ist kein Land, in das man jetzt einfach mal investiert.

Wie sehen denn die Investitionen aus? Da fahren ein paar deutsche Großunternehmer runter und die machen dann für sich ein paar Dinge klar. Das hat weder mit Infrastrukturaufbau, noch mit anderen für das Land hilfreichen Dingen zu tun. Und welche Geschäfte werden denn da genau gemacht und mit wem eigentlich? Das ist auch noch eine Frage: Was sind das für ägyptische Unternehmen? In welche Korruptionen sind die möglicherweise verwickelt? Mit welchen Terroristen arbeiten die zusammen? Also hier sind so viele Fragen offen, dass ich das alles wirklich für eine schwierige Angelegenheit halte.

Diese ganze Initiative Merkels ist ein Feigenblatt und das weiß die Kanzlerin auch. Ihr geht es nur darum, den Deal für die EU hinzubekommen und da sieht man mal, wie nationale Interessen missbraucht werden.

Nun ist Ägypten ein wichtiges Land in der Region, auch um auf den Nachbarn Libyen einzuwirken. Von dort starten die meisten Flüchtlingsboote Richtung Europa. Die von Deutschland angestrebte Zusammenarbeit hätte also durchaus Vorteile?

Die Frage ist, für wen sich daraus ein Vorteil ergibt. Aber wenn man Libyen und die Flüchtlingsroute durch das Land betrachtet, mit wem will man im dem Land denn eigentlich reden, mit welcher Regierung? Wer kann denn überhaupt sagen, wer wo welche Macht hätte? Das kommt ja noch hinzu. Wir haben da ein völlig instabiles Land, so dass ich mir nicht sicher bin, egal welchen Deal man ausmacht, ob das überhaupt wirksam sein kann. Das wage ich tief zu bezweifeln.

Man muss sich wirklich die Länder angucken, über die wir hier reden. Das ist ja nicht Europa. In Nordafrika gibt es viele instabile Länder, die überhaupt nicht beherrschbar sind. Man kann auch kein Konzept, das man sich in Europa ausdenkt, einfach dort überstülpen. Wir waren kürzlich im Sudan, dort hat man herzlich gelacht, als es um das Thema Grenzsicherheit ging. Da gibt es häufig überhaupt keine Grenzen zwischen den einzelnen Ländern. Kontrollen kann man da überhaupt nicht erfolgreich durchführen.

Nach Ägypten ist Frau Merkel nach Tunesien weitergereist. Hier dürfte es Frau Merkel mit weitaus weniger schwierigen Verhandlungspartnern zu tun haben, oder?

Tunesien hat zumindest eine vernünftige Verfassung. In Tunesien geht es meiner Meinung nach weniger darum, irgendwelche Flüchtlingsdeals abzuwickeln, sondern eine Wirtschafsentwicklung zu fördern. Tunesien ist eines der Länder, wo ich die Hoffnung habe, dass eine positive Entwicklung möglich ist. Und die könnte dann auch von Menschen in Afrika von Vorteil sein und von Vorteil bleiben. Deswegen wäre ein Besuch in Tunesien dann am wertvollsten, wenn man gemeinsam über eine Entwicklung der Infrastruktur nachdenkt, wie man eine Wirtschaftsentwicklung fördert, das wäre wichtig.

Seit dem Weihnachtsmarktattentat in Berlin 2016 hat das Verhältnis zwischen Deutschland und Tunesien etwas gelitten: Der Attentäter stammte aus Tunesien. Sein Heimatland hatte ihn als abgelehnten Asylbewerber zunächst nicht zurücknehmen wollen. Inwieweit spielt das aktuell noch eine Rolle?

Das sind Dinge, die ich auf beiden Seiten nachvollziehen kann. Ganz klar, das war ein grausames Attentat, das mit nichts zu rechtfertigen ist. Aber deshalb dürfen die anderen Menschen aus Tunesien nicht stigmatisiert werden. Das muss man verhindern.

Andererseits ist es aber auch so, dass Tunesien ein Problem mit Terrorismus hat. Und es gab noch vor wenigen Wochen große Demonstrationen in Tunesien. Dort wurde gesagt, dass man die abgeschobenen Terroristen nicht wieder zurück haben will. Denn die meisten Terroristen wurden in Europa radikalisiert, also bei uns. Und deshalb wurde von den Demonstranten gefordert: Lasst diese Leute bei euch, verurteilt die, wir wollen die nicht haben, wir haben Angst vor einer weiteren Destabilisierung unseres Landes. Diese Ängste sind nicht unbegründet, deswegen muss man damit sehr sensibel umgehen.

https://de.sputniknews.com/politik/20170303314770547-merkel-nordafrika-interview-linke/

.

Gruß an die Destabilisierer

Der Honigmann

.

Read Full Post »


KAIRO/BERLIN
(Eigener Bericht) – Mit einem Besuch in Kairo baut Bundeskanzlerin Angela Merkel am morgigen Donnerstag die Kooperation in der Flüchtlingsabwehr mit Ägypten aus. Das Land entwickelt sich zunehmend zum Transitland, von dessen Küsten immer mehr Flüchtlinge auf die Seereise über das Mittelmeer nach Europa starten. Um dem entgegenzutreten, plant die EU ein Abkommen zur Abschottung gegen unerwünschte Migration. Berlin hat die Zusammenarbeit mit den ägyptischen Repressionsbehörden bereits mit einem „Sicherheitsabkommen“ intensiviert; die Kooperation etwa mit der Ermittlungsabteilung in der Zentrale des Inlandsgeheimdienstes NSS sei „sehr gut und vertrauensvoll“ und habe „hohe strategische Bedeutung“, teilt die Bundesregierung mit. Berlin ergänzt die Verdichtung der Beziehungen im Bereich der Repression um eine Stärkung der deutschen Rüstungsexporte zwecks engerer militärischer Bindung Kairos an die EU. Den ägyptischen Repressionsbehörden werden schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen – unter anderem im Zusammenhang mit dem Mord an einem jungen Italiener in Kairo.
Transitland für Flüchtlinge
Ägypten ist in der jüngeren Vergangenheit immer stärker in den Fokus der deutsch-europäischen Flüchtlingsabwehr geraten. In dem Land hielten sich im Herbst laut Angaben des UNHCR mehr als 190.000 registrierte Flüchtlinge auf, darunter über 117.000 Syrer. Hinzu kommen allerdings viele nicht registrierte Flüchtlinge; Beobachter schätzen die Gesamtzahl auf deutlich mehr als 500.000, wahrscheinlich sogar mehr als eine Million. Die Zahl nimmt zu, weil die traditionelle Fluchtroute über Libyen wegen der dort herrschenden Milizen manchen mittlerweile als allzu gefährlich gilt. Zudem treibt der steigende Druck, dem zum Beispiel eritreische Flüchtlinge auf Betreiben Berlins und der EU im Sudan ausgesetzt sind (german-foreign-policy.com berichtete [1]), diese seit einiger Zeit von Süden her in noch höherer Zahl nach Norden.[2] Viele durchqueren Ägypten nach wie vor auf dem Weg an die libysche Küste; doch steigt inzwischen auch die Zahl der Flüchtlingsboote, die von der ägyptischen Küste direkt nach Europa ablegen. Bereits in den ersten dreieinhalb Monaten des Jahres 2016 zählte die International Organization of Migration (IOM) in Italien gut 1.900 aus Ägypten eingetroffene Flüchtlinge – fast dreimal so viel wie im selben Zeitraum 2015 (655). Laut Angaben des italienischen Innenministeriums waren rund neun Prozent der 149.000 Menschen, die zwischen dem 1. Januar und dem 23. Oktober 2016 mit Flüchtlingsbooten nach Italien reisten, in Ägypten in See gestochen – rund 13.500 Personen.
„Vertrauensvolle“ Geheimdienstkooperation
Entsprechend bemühen sich die Bundesregierung und die EU um Gegenmaßnahmen. Insbesondere seit dem Besuch des ägyptischen Staatspräsidenten Abd al Fattah al Sisi Anfang Juni 2015 in Berlin [3] sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ganz erheblich intensiviert worden. Das gilt nicht zuletzt auf dem Feld der Repression. „Mit Blick auf die aktuelle Migrationslage“ wolle man im Rahmen einer „Vorverlagerungsstrategie“ die „Zusammenarbeit mit ägyptischen (Grenz-)Polizeibehörden … im Bereich Grenzschutz … intensivieren“, teilte die Bundesregierung im Frühjahr 2016 mit.[4] Zu diesem Zweck hatte beispielsweise die Bundespolizei am 1. April 2016 einen Grenzpolizeilichen Verbindungsbeamten an der deutschen Botschaft in Kairo etabliert und im Frühjahr 2016 in Ägypten zwei Lehrgänge für jeweils 60 Grenzpolizisten durchgeführt. Darüber hinaus ist die Kooperation mit den ägyptischen Geheimdiensten verstärkt worden. Bereits im November 2015 hielt das Bundeskriminalamt (BKA) einen einwöchigen Lehrgang mit 25 Beamten des ägyptischen Inlandsgeheimdienstes NSS (National Security Service) ab; zudem hat der Dienst einen Beamten als Stipendiaten zur Ausbildung beim BKA nach Deutschland entsandt. Wie die Bundesregierung erklärt, sei „die Zusammenarbeit mit dem Ermittlungsbereich der NSS-Zentrale … insgesamt sehr gut und vertrauensvoll“ und habe „hohe strategische Bedeutung“. Auch mit Kairos Auslandsnachrichtendienst GIS (General Intelligence Directorate) kooperiere man eng und gut; der GIS habe „eine Verbindungsbeamtin nach Berlin entsandt, die an der ägyptischen Botschaft … sowohl Interessen des GIS als auch des NSS vertritt“.[5]
Schlüsselland der Migrationsbekämpfung
Zusätzlich zu einzelnen Kooperationsmaßnahmen hat die Bundesregierung, die Ägypten ausdrücklich als „Schlüsselland“ im „Kampf gegen irreguläre Migration“ einstuft [6], am 11. Juli 2016 ein umfassendes Sicherheitsabkommen mit Kairo geschlossen. Die Vereinbarung, die allerdings noch nicht in Kraft getreten ist, regelt die Zusammenarbeit der Repressionsbehörden beider Länder, unter anderem den Austausch von Informationen sowie die Fachkräfteentsendung. Die Entsendung von Lehrpersonal der Bundespolizeiakademie etwa ist im November 2016 beim Besuch einer deutschen Delegation in Kairo bereits näher besprochen worden.[7] Ergänzend will die Bundesregierung Ägypten als Abnehmer für deutsche Repressionstechnologie gewinnen. Man sei „bereit“, dem Land bei der Kontrolle seiner Grenze zu Libyen zu „helfen“, teilte der damalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel im April 2016 während einer Reise nach Kairo mit: Es sei durchaus möglich, das nötige Gerät zu liefern.[8] Wenige Wochen später bestätigte die Bundesregierung, der Lieferung von „Ausstattungshilfe“ an die ägyptischen Grenzbehörden stehe nichts im Wege.[9] Zu diesem Zeitpunkt hatte Kairo bereits einen Kommunikationssatelliten für sein Militär bei einem Konsortium aus der französischen Thales Alenia Space und Airbus Space bestellt. Airbus Space ist die Weltraumsparte der in Ottobrunn bei München ansässigen Airbus Defence and Space.
EU-Verbindungsoffizier
Die EU verstärkt die deutsche Unterstützung für die ägyptischen Repressionsbehörden. So ist ein Abkommen zur gemeinsamen Flüchtlingsabwehr in Planung; zu detaillierten Absprachen wird der ägyptische Außenminister Sameh Hassan Shoukry am nächsten Montag zu Gesprächen mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel erwartet. In Berlin ist zuletzt immer wieder die Absicht geäußert worden, die Vereinbarung mit Kairo dem EU-Flüchtlingsabwehrpakt mit der Türkei nachzubilden; das liefe auf die dauerhafte Festsetzung der Flüchtlinge in Ägypten hinaus. Die Lebenslage nicht erwünschter Migranten in dem Land ist desolat. Ein Recht auf Asyl gibt es dort nur in der Theorie; praktisch werden jedoch keine Asylanerkennungsverfahren durchgeführt. Immer wieder werden Flüchtlinge inhaftiert – allein von Januar bis August 2016 mehr als 4.100. Mehr als 2.350 wurden durchschnittlich 15 Tage festgehalten; rund 1.100 wurden in Nachbarländer abgeschoben, meist in den Sudan; 650 blieben für längere Zeit in Gewahrsam. Selbst die Bundesregierung räumt ein, die Bedingungen in ägyptischen Haftanstalten seien „insgesamt besorgniserregend“, was „inhaftierte Migrantinnen und Migranten in gleicher Weise wie andere Inhaftierte betreffen dürfte“.[10] Vom Ausbau der Zusammenarbeit hält das aber weder Berlin noch die EU ab: Derzeit wird – ergänzend zu einem neuen Flüchtlingsabwehrpakt – die Entsendung eines „European Migration Liaison Officer“ nach Kairo vorbereitet.
U-Boot-Geschäfte
Ähnlich wie im Falle der Kooperation mit Algerien (german-foreign-policy.com berichtete [11]) ergänzt Berlin auch im Fall Ägyptens die repressive Zusammenarbeit in der Grenzabschottung um Rüstungslieferungen an das Militär. Überschritten die deutschen Rüstungsexporte nach Ägypten in den vergangenen zwei Jahrzehnten nur dreimal den Wert von 25 Millionen Euro, so hat die Kieler ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) den milliardenschweren Auftrag zur Herstellung von vier U-Booten für die ägyptische Marine erhalten. Das erste ist im Dezember ausgeliefert worden. Mit dem Kauf vollzieht Kairo im militärischen Bereich einen Annäherungsschritt an die EU.
Mord an einem Kritiker
Die Bundesregierung baut die repressiv-militärische Kooperation mit dem Kairoer Regime aus, obwohl den ägyptischen Repressionsbehörden schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Zuletzt hat unter anderem der Mord an dem 28-jährigen italienischen Doktoranden Giulio Regeni zu breiten Protesten geführt, dessen Leiche am 3. Februar 2016 in Kairo mit Spuren brutaler Misshandlungen aufgefunden wurde. Regeni galt als Kritiker des Kairoer Regimes (german-foreign-policy.com berichtete [12]). Beobachter vermuten, dass der Mord auf das Konto von Polizei oder Geheimdiensten geht. Deutsche Behörden bauen ihre Zusammenarbeit mit beiden aus.

Read Full Post »


Mit einem unzensierten Bericht zur Kriminalität der Woche hat ein schwedischer Kommissar auf Facebook Furore gemacht: Mitbürger überschütteten ihn mit Blumen und Dankesbotschaften. Schwedens Premier fühlte sich zu einem Statement genötigt.

Kommissar Peter Springare aus Örebro hatte auf Facebook über seine Arbeit ausgepackt. Normalerweise führten solche Äußerungen zur Suspendierung, aber das sei ihm nun egal, so der Polizist, der mit 47 Dienstjahren kurz vor dem Ruhestand steht. Freitag Nacht schrieb er über die Fälle, die ihn im Lauf der Woche beim Dezernat für Schwerkriminalität beschäftigt hatten.

 „100 Prozent ausgelastet mit Migrantenkriminalität“

Springare nannte die Verbrechensbezeichnung und die Herkunftsländer der mutmaßlichen Täter. Alle hatten Migrationshintergrund und entstammten dem muslimischen Kulturkreis. Lediglich ein Schwede war „am Rande eines Drogendeliktes“ beteiligt. Fünf Fälle waren Vergewaltigungen, außerdem gab es Körperverletzung, Erpressungen, Drohungen und einen Mordversuch in der siebtgrößten Stadt Schwedens (140.000 Einwohner). Die Ermittlungskapazitäten seien damit hundertprozentig ausgelastet – und das gehe schon seit über zehn Jahren so, schrieb der Kommissar.

Er kündigte an, von nun an jeden Freitag über seine Arbeitswoche zu berichten.

Springares offene Worte fanden Applaus von Befürwortern. Auf seiner Polizeistation gingen allein am Montag 60 Blumensträuße als Dankeschön ein. Auch Zuwanderer lobten seinen Mut.

Kritiker nannten seinen Bericht „fremdenfeindlich“ und „rassistisch“. Auch wurde Springare angezeigt, wegen möglicher Regelverletzung, berichteten schwedische Medien laut „RT“

In einem weiteren Facebook-Post wies Springare die Anschuldigung, rechtsextrem zu sein, zurück:

„Wenn man das Problem der Einwandererkriminalität nicht mehr diskutieren kann, ohne dass jemand dies als rassistische Propaganda etikettiert, dann sind wir in tiefen Schwierigkeiten“, schrieb er. „Das Problem ist, dass niemand darüber reden will.“

Löfven: „Falsches Bild“

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven sagte am Dienstag gegenüber „Expressen“:

 „Ich weiß nicht, wie es in Örebro aussieht, aber in der breiteren Perspektive finde ich es schwer zu sehen, dass 100 Prozent der Ermittlungskapazitäten der Polizei von Verbrechen beansprucht werden, die von Einwanderern begangen wurden. Ich finde es schwer, dieses Bild zu akzeptieren und würde sagen, dass es ein falsches ist“, so Löfven. „Nyheter24“ berichtete.

Riesige Unterstützergruppe auf Facebook

Auf Facebook formierte sich eine Gruppe zur Unterstützung Springares, die in kürzester Zeit über 100.000 Mitglieder hatte. Auch viele seiner Kollegen schlossen sich ihr an.

Peter unternahm eine unglaubliche Anstrengung, als er die Karten auf den Tisch legte und seine Arbeitswoche beschrieb“, so eine Administratorin. „Viele von uns spürten eine unglaubliche Erleichterung, dass die Wahrheit – endlich – herauskam.“

Sein Facebook-Eintrag im Wortlaut:

„Ich bin so verdammt müde. Was ich jetzt hier schreiben werde, ist nicht politisch korrekt. Aber das interessiert mich nicht. Was ich jetzt Ihnen und allen Steuerzahlern sage, ist uns Staatsdienern verboten zu sagen. Es führt zum Verlust der Karriere und zum Verlust des individuellen Gehalts. Obwohl es die Wahrheit ist. Ich kümmere mich um das alles nicht, weil ich mich sowieso bald nach 47 Jahren aus diesem Geschäft zurückziehen werde. Ich werde jetzt von nun an jede Woche im Detail beschreiben, was mich als Ermittler des Dezernats für schwere Kriminalität bei der Polizei Örebro beschäftigt hat. Es wird nicht mit der BRA-Einschätzung oder der Wahrnehmung anderer linker Kriminologen aus der öffentlichen Diskussion übereinstimmen.
Unsere Rentner sind auf den Knien, die Schulen ein einziges Chaos, die Gesundheitsversorgung ist ein Inferno und die Polizei ist völlig zerstört worden, etc etc. Jeder weiß warum, aber niemand wagt es, oder will den Grund aussprechen, weil Schweden immer den Mythos von der herrlichen, ultimativen Gesellschaft gelebt hat, die über unzählige Ressourcen verfügt, um die Spitzenstellung zu verteidigen, wenn es darum geht, die einzige politisch korrekte Option zu sein in einer dysfunktionalen Welt, die sich bereits gebeugt hat vor dem destruktiven Verhalten, das im Namen verschiedenster Religionen verübt wird.

Los geht’s. Das habe ich diese Woche von Montag bis Freitag behandelt:

Vergewaltigung, Vergewaltigung, schwere Vergewaltigung, Körperverletzung, Vergewaltigung, Erpressung, Erpressung, Missbrauch der Justiz, rechtswidrige Drohungen, Gewalt gegen die Polizei, Bedrohung der Polizei, Drogenhandel, verschärfte Drogendelikte, versuchter Mord, nochmal Vergewaltigung, Erpressung und Schläge.

Mutmaßliche Täter: Ali Mohamad, Mahmod, Mohammed, Mohammed Ali, nochmal, nochmal, nochmal, Christopher … he? Stimmt. Ja, ein schwedischer Name hat sich da am Rande eines Drogendeliktes eingeschlichen, Mohammed Ali Mahmod, nochmal und nochmal.

Länder, die in den Verbrechen der Woche repräsentiert wurden: Irak, Irak, Türkei, Syrien, Afghanistan, Somalia, Somalia, nochmal Syrien, Somalia, unbekanntes Land, unbekanntes Land, Schweden. Bei der Hälfte der Verdächtigen wissen wir es nicht sicher, weil sie keine gültigen Papiere haben. Was an sich schon oft bedeutet, das sie bezüglich ihrer Nationalität und Identität lügen.

Wir reden hier jetzt nur von Örebro. Und diese Verbrechen beanspruchen unsere Ermittlungskapazität zu 100 Prozent.

So sieht es aus und so sah es die letzten 10 bis 15 Jahre aus.
Nächsten Freitag werde ich wieder eine Aufzählung der Woche bringen.“

Schweden und „Neuschweden“ überschütteten ihn mit Dank

Er habe Unmengen an Nachrichten, Dankesbotschaften, Blumen und Geschenken erhalten, schrieb Springare gestern auf Facebook – nicht nur den erwarteten politischen Gegenwind. Seine Mailbox explodiere. Menschen aus ganz Schweden – von Familien über Rentnern bis Alleinerziehenden hätten ihm Briefe geschrieben. Er sei überwältigt von Unterstützung und Sympathie. Besonders gerührt hätten ihn die vielen Einwanderer, die ihn gelobt und Sympathie bekundet hätten. Der Kampf um eine friedliche Gesellschaft ohne Bedrohungen und Belästigungen sei nicht aufgegeben.

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fpeter.springare%2Fposts%2F10208327487213335&width=500

http://www.epochtimes.de/politik/europa/schweden-polizist-packt-wahrheit-ueber-kriminelle-migranten-aus-bevoelkerung-ueberschuettet-ihn-mit-dank-a2044171.html

.

Gruß an die Mutigen

Der Honigmann

.

Read Full Post »