Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Asylsuchende’


Die Migrations-Debatte ist besonders seit der uns überrollt habenden Flüchtlings-Welle im Jahre 2015 voll entbrannt. Viele Monate vergingen, in denen sich die Presse in Lobhudeleien ergingen und die Botschaft der Kanzlerin weitergab: „Wir schaffen das“. Ständig wurden im Fernsehen und in Zeitschriften Bilder von friedlichen und gebildeten Familien aus Syrien und anderen Ländern gebracht. Durch die Aufnahme dieser Menschen sollte gleichermaßen der Überalterung und dem Fachkräftemangel begegnet werden. Waren die Medien so blauäugig, die parallel zur großen Hilfsbereitschaft immer offensichtlicher werdenden Probleme nicht sehen zu wollen oder wurde das Volk bewusst durch eine alternative politische Botschaft informiert? War das eine gezielte Manipulation oder ‚nur’ Ausdruck einer konzentrierten ‚Gutmensch-Naivität’? Dass viele Zuwanderer kaum gebildet waren und besonders allein reisende junge Männern zur Problemgruppe wurden, darüber wurde euphorisch hinweggesehen. Nach und nach – erstmals nach den Silvester-Krawallen 2015/2016 – wurden hier und da auch kritische Stimmen in den öffentlich-rechtlichen Medien und der Mainstream-Presse deutlich. Etliche weiter Straftaten zwischen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung, Angriffe auf Polizisten und Mord verstärken den Prozess des Umdenkens. Spät, aber immerhin.

Das folgende Interview mit dem Erziehungswissenschaftler und Psychologen Dr. Albert Wunsch aus Neuss versucht, zur Versachlichung des Themas beizutragen und greift die Frage auf: „Wie viel Migranten verträgt eine Gesellschaft?“

Herr Dr. Wunsch, ist sozialer Friede mit einer Flüchtlings-Einwanderung ohne Grenzen möglich? Oder: Wieviel soziale Veränderungen verträgt ein Land und deren Bevölkerung bei aufgezwungenen Migrationen und wie könnte dies friedlich möglich sein?

Der Frageansatz ist aus meiner Sicht zu kurz gegriffen und verwischt Einiges: Erstens wäre zwischen echten Flüchtlingen und ökonomisch motivierten Einwanderen unterschieden. Damit relativiert sich auch die Frage zu einer erzwungenen Migration. Echte Flüchtlinge können als humanitärer Akt als erstes nur mit einem Schutz gebenden Dach überm Kopf und Nahrung versorgt werden. Um bei dieser humanitären Handlung nicht gleichzeitig wichtige Selbstschutz-Regelungen zu verletzten, müssten diese Menschen als Konsequenz in abgegrenzten Territorium aufgenommen und von der übrigen Bevölkerung abgeschirmt werden. Neben der notwendigen Erstvorsorgung stünde dann an, diese Menschen auf – vielleicht auch ansteckende – Krankheiten zu untersuchen, die Personalien soweit wie möglich aufzunehmen, diese zur Vermeidung von Irrtümern durch einen biometrischen Code zu vervollständigen und dann vor weiteren Entscheidungen die ermittelten Daten mit internationalen Datenbanken auf der Suche nach Terroristen, Sozialbetrügern oder sonst wie Gesuchten abzugleichen. Erst dann würden weitergehende Entscheidungen getroffen. Bei positiv wirkenden Fakten würden dann in einem Erstgespräch die Fluchtgründe notiert. Vom Ausgang dieser Ersterfassung der Asylsuchenden wird dann die weitere Dauer für den Aufenthalt im Notaufnahmelager abhängen. Und erst dann, wenn klar ist, dass ein Asylgesucht große Chancen auf Erfolg hat, dürfte eine Zuweisung in verschiedene Landesteile erfolgen. Fällt der Asylsuchende durch aggressive Handlungen, asoziales Verhalten bzw. Straftaten auf oder nimmt er nicht aktiv an sprachlichen, kulturellen oder sozialen Integrationsmaßnahmen teil, wird damit gleichzeitig das Asylverfahren gestoppt bzw. eine befristete Aufenthaltsgenehmigung verwirkt. Dann ist eine zeitnahe Rückführung ins Herkunftsland einzuleiten.

Bei Einwanderern wäre ähnlich zu verfahren. Die Überprüfung der Asylgründe würde dann durch einen Tauglichkeitstest zu Fragen des Ausbildungs-Standes, Sprachvermögens bzw. der Integrationsbereitschaft ersetzt. Hier wäre, bei positivem Ausgang eine auf 6 Monate befriste Aufenthaltserlaubnis mit erneuter Überprüfung der Tauglichkeits-Fakten vorzunehmen. Hat der Einwanderer dann kein eigenes Auskommen, wird die befristete Aufenthaltsgenehmigung in der Regel auslaufen. Ist er/sie unter strafrechtlichen Gesichtpunkten aufgefallen, ist die befristete Aufenthaltgenehmigung zeitnah zu beenden und die Rückführung ins Herkunftsland einzuleiten. Werden diese Kriterien konsequent berücksichtigt, wird dies unser friedliches Zusammenleben positiv beeinflussen.

Herr Dr. Wunsch: Wieviel Fremdes verträgt eine Gesellschaft? Oder anders: Geht Integration bei gleichbleibend hohen Zuwandererzahlen?

Der Umfang des verträglichen oder noch verkraftbaren Fremden hängt von mehreren recht objektiven Faktoren ab:

  1. Je stabiler eine Gesellschaft ist und je selbstverständlicher sie ihre Kultur lebt, je geringer ist Gefahr, dass Migranten zur Instabilität beitragen.
  2. Je größer die Integrations-Bereitschaft und -Fähigkeit von Migranten ist, je erfolgreicher und schneller entwickeln sich die die Integration-Prozesse.
  3. Wird der zu integrierende Bevölkerungsanteil zu hoch, bzw. wirkt er zu geballt und fehlt zu umfänglich eine echte Integrationsbereitschaft, kommt auch eine starke Gesellschaft schnell an ihre Belastungs-Grenzen bzw. entwickeln die Migranten eine stark destruktive Kraft.

Ich breche diese Aussagen auf ein Dorf mit 1000 Einwohnern herunter: Lebt diese Dorfgemeinschaft innerhalb eines guten sozialen Miteinanders, wird es aufs Jahr verteilt sicher 4 – 5 Familien (also ca. 20 Personen) gut integrieren können, wenn diese nicht geballt in einem Teilbereich des Dorfes leben, weil sich sonst fast automatisch eine Subkultur bildet. Aber selbst diese kleine Zahl benötigt ein offenes aufeinander Zugehen von beiden Seiten.
Würden diesem Dorf ca. 10 – 12 Familien (mit ca. 50 Personen) in einem Jahr zugemutet werden, wird dies schnell zu Problem führen, umso mehr, wenn diese Migranten geballt untergebracht würden. Zeigen diese Menschen wiederum wenig oder gar keine Bereitschaft, sich integrieren zu wollen, sind handfeste Konflikte vorprogrammiert. Und je stärker das optische Erscheinungsbild der Migranten Fremdheit oder gar Angst auslöst bzw. Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede offensichtlich werden, je dramatischer werden die Probleme.

Im Grunde ist die Frage, „wie viel Fremdes verträgt eine Gesellschaft mit Fragen in der Chemie oder Bio-Chemie vergleichbar, denn auch dort gilt es zu beachten, wie viel Fremd-Substanz darf einer Basis-Substanz zugeführt werden, ohne das die Basis kippt bzw.  gefährliche Reaktionen einsetzen. Ob es um die Integration von Migranten oder um Reaktionsprozesse in Chemie-Labors geht, wer ein verträgliches Mischungsverhältnis bzw. die Eigenheiten von Zugaben in Relation zur Grundsubstanz nicht angemessen im Blick hält, wird – durch Nativität oder als politisches Kalkül begründet – mehr oder weniger große Probleme bis hin zu beträchtlichen Katastrophen produzieren.

Herr Dr. Wunsch: Sind soziale Komponenten, wie z.B. der sprachliche Umgang, die Integration von kulturfremden Werten und Religionen in die deutsche Gesellschaft möglich – wenn ja, wie?

Echte Integration setzt sich deutlich von ‚Multi-Kulti-Ideologien’ ab, denn sie erfordert die Infragestellung bzw. teilweise Aufgabe bisheriger kultureller Gepflogenheit und damit verbunden auch bisher tradierter Wertvorstellungen. Das fängt bei der Sprache an, setzt die  aktive Bejahung unserer Gesetze voraus, beinhaltet die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und erfordert eine substantielle Abwendung von religiös transportierten Gewalt- und Hass-Attacken gegenüber Andersdenkenden. Dies ist selbst dann schwer umzusetzen, wenn dies integrationsbereite Migranten vom Grundsatz her wollen. Somit  entscheidet in vielen Fällen die spezielle kulturell-religiöse Herkunft darüber, ab mit kleinen, großen oder unüberwindbaren  Problem zurechnen ist. Demnach ist es kein Zufall, dass die meisten Migranten aus Indien, Südost-Asien, China oder Korea – trotz ganz anderer Kultur und Religion – sich recht problemlos in europäische Lebensbedingungen hineinfinden. Letztlich sind Migrations-Prozesse auf Dauer nur dann erfolgreich, wenn die einwandernden Menschen eine große Integrationsbereitschaft mitbringen und die sie aufnehmende Gesellschaft in offener und respektvoller Weise mit den Einwanderern umgehen und beide Seiten in großer Wertschätzung die akzeptablen Eigenheiten des Gegenübers achten. Dann kann über unterschiedlichste Assimilierungs-Prozesse als Folge offener Begegnungen auf Dauer echte Inkulturation wachsen.

Herr Dr. Wunsch: In welchem Umfang geht in Deutschland die hohe Wertschätzung in der Flüchtlingshilfe zu Lasten von Obdachlosen, Kinderarmut und Rentnerarmut? Werden die dort existierenden sozialen Konflikte zur Zeit übersehen?

Aktuell scheint mir die Situation noch recht geregelt zu sein, das ja durch die Finanzhilfen für Flüchtlingen die bestehende Richtlinien und gesetzlichen Grundlagen im Umgang mit Armutsbetroffenen nicht verändert werden. Außerdem wird der notwendige Umgang mit Kinderarmut, Altersarmut bzw. mit Obdachlosigkeit nur z.T. mit zusätzlichen finanziellen Hilfen zu reduzieren sein, weil in allen Fällen nicht die Auswirkung, sondern die Ursachen zu bekämpfen wären. Andererseits kann ein Staat – wie auch seine Bürger – jeden vorhandenen Euro nur einmal ausgeben. So wird es ein großes Problem sein, wenn Flüchtlings-Migranten ohne Integrationsbereitschaft, Arbeitswillen und akzeptable Bildungsvorsetzungen zu uns kommen, um vom Sozialstaat – möglichst lebenslang – versorgt zu werden. In allen Fällen wird nur der Grundsatz: ‚Fördern und Fordern’ weiterhelfen. Und wenn sich Menschen – ob schon lange hier lebende Bürger oder Migranten – darauf eingerichtet haben, ihr Haupt-Engagement auf die Vereinnahmung staatlicher Unterstützungs-Gelder zu konzentrieren, dann müssen diese Menschen die Erfahrung machen, dass Sozialhilfe-Programme keine Geschenke des Himmels an Arme in Wohlstandgesellschaften sind, sondern sich durch eigene Arbeit auf dem offiziellen Arbeitsmarkt oder in staatlichen Beschäftigungs-Programmen – ob es dabei um die Säuberung von Parkanlagen, Flussufern, Wäldern, Spielplätzen oder Straßenrändern geht – zu erarbeiten ist. Auch hier kann ein kleines Dorf der Konkretisierung dienen. Wenn z.B. ein ‚aus der Bahn Geratener’ in diesem kleinen Ort leben würde, käme wohl kaum jemand auf die Idee, diesen Menschen für die nächsten Jahrzehnte in Haus oder Hof ‚einfach so’ durchzufüttern. Aber durch einfach leistbare Zuarbeiten würde er sich einen Schlafplatz und Nahrung verdienen und auf Dauer sogar einen anerkannten Platz in der Dorfgemeinschaft erlangen können. Und wenn dieser in Not Stehende meinen würde, er/sie hätte einen Anspruch darauf, ohne seine Mitwirkung unterstützt zu werden, die Türen im Dorf würden bald alle verschlossen sein. In der Regel führt dann der Selbsterhaltungswille dazu, sich doch durch das Einbringen einer Leistung die Voraussetzungen zum eigenen Lebensunterhalt zu verschaffen.

Herr Dr. Wunsch: Warum fällt eine sachliche Diskussion zum Themenfeld Flüchtlinge und Migration im Gespräch mit Freunden und Verwandten so schwer?

Einmal existiert – wie dargestellt – ein beträchtlicher Unterschied zwischen Menschen mit einer meist wirtschaftlich begründeten Einwanderungs-Absicht und den in großer Not zu uns kommenden Flüchtlingen. Das wird – ob am Stammtisch, aber auch in anderen Debatten – oft zu wenig beachtet. So ist, wenn jemand vor Krieg und Verfolgung flieht, helfen angesagt. Da bei Menschen mit Einwanderungsabsichten Nützlichkeitserwägungen anstehen, sind hier andere Aspekte zu berücksichtigen. In beiden Fällen sollte klar sein, dass die Chance hier bleiben zu können, durch Zuwiderhandlungen gegen unsere Kultur, den gesetzlichen Rahmen oder Attacken gegen Personen unmittelbar vereitelt wird. Auf der Basis solcher Eckpunkte bzw. Klarstellungen fällt auch ein versachlichter Gedankenaustausch mit Freunden, Kollegen oder innerhalb der Familie wieder leichter.

Copyright: Dr. Albert Wunsch, 41470 Neuss, Im Hawisch 17

.

Der Honigmann

.

Read Full Post »


von Guido Grandt

Das deutsch-türkische Verhältnis ist auf dem absoluten Tiefpunkt. Kein politisches oder mediales Schönreden hilft mehr. Öffentlich wurde Deutschland von türkischen Ministern beleidigt und gedemütigt. Und das ohne Konsequenzen. Ganz im Gegenteil: Merkel, Gabriel & Co. knicken ein. Und das vor allem aus zwei Gründen.

Aber der Reihe nach…

Das deutsch-türkische Verhältnis ist auf dem absoluten Tiefpunkt. Kein politisches oder mediales Schönreden hilft mehr. Öffentlich wurde Deutschland von türkischen Ministern beleidigt und gedemütigt. Und das ohne Konsequenzen. Ganz im Gegenteil: Merkel, Gabriel & Co. knicken ein. Und das vor allem aus zwei Gründen.

Aber der Reihe nach…

Staatsaffäre Yücel & was der Öffentlichkeit weitgehend verschwiegen wird

Im Februar 2017 wird der deutsch-türkische Welt-Reporter Deniz Yücel in der Türkei verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Diese kann bis zu 5 Jahre andauern. Der Vorwurf lautet Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung. Vor allem geht es um seine Recherchen in Kurdengebieten. Aber auch um geleakte Mails des türkischen Energieministers Berat Albayrak, die vom Hacker-Kollektiv RedHack veröffentlicht wurden. Mehrfach hatte Yücel darüber berichtet. Da er nicht nur die deutsche, sondern auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt, gestalten sich die diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung hinsichtlich seiner Freilassung als äußerst schwierig.

Was der hiesigen Öffentlichkeit über Deniz Yücel weitgehend verschwiegen wird ist, dass er wohl kein „Deutschlandfreund“ ist. In seiner damaligen Kolumne bei der Tageszeitung taz schrieb er 2011 z.B. solch krudes Zeug wie:

„Super, Deutschland schafft sich ab! In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird (…)Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben (…) Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite (…)Der Erhalt der deutschen Sprache übrigens ist kein Argument dafür, die deutsche Population am Leben zu erhalten (…) Im Interesse der deutschen Sprache können die Deutschen gar nicht schnell genug die Biege machen. Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln? Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.“(1)

Diese Deutschland-Hetze ist aber noch nicht alles, was sich Yücel erlaubte. So beleidigte er auch einen prominenten Behinderten. Während die Bilder von Donald Trump dahingehend um die Welt gehen, wird dieses dunkle Kapitel verschwiegen. Jedoch nicht bei WATERGATE.TV!

Konkret beschimpfte Deniz Yücel Thilo Sarrazin, Ex-SPD-Politiker (u.a. Finanzsenator in Berlin), Ex-Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank und Publizist. Dieser sorgte mit seinen Büchern für große Furore wie etwa: Deutschland schafft sich ab, Europa braucht den Euro nicht oder Der neue Tugendterror.

Im Dezember 2012 schrieb Yücel über Sarrazin:

„So etwa die oberkruden Ansichten des leider erfolgreichen Buchautors Thilo S., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten.“

Im August 2013 befand das Berliner Landgericht, dass dieser Text die Persönlichkeitsrechte Thilo Sarrazins verletzte. Die taz musste an ihn eine Entschädigung von 20.000 Euro zahlen. Und das natürlich völlig zu Recht!(3)

Das Internet-Portal mmnews schrieb zudem über den deutsch-türkischen Welt-Journalisten:

„Weiter ist bekannt, dass Yücel dafür warb, das Verbot der PKK aufzuheben, und sich offen zu der terroristischen Vereinigung bekennt. Yücel werden auch Verbindungen zur linksextremistischen türkischen Hackergruppe Redhack vorgeworfen.“(4)

Soweit also die andere Sicht auf Deniz Yücel, die Ihnen vorenthalten wird!

Nazi-Vergleiche, Auftrittsverbote & Hetzreden

Vielleicht also kam wegen der Inhaftierung von Deniz Yücel eine Retourkutsche aus der hiesigen Politik. So gab es in verschiedenen deutschen Städten Auftrittsverbote türkischer Politiker, die hierzulande um ein „Ja“ für das Verfassungsreferendum warben, bei dem Recep Tayyip Erdogan sozusagen als „Alleinherrscher“ bestätigt werden soll. Wie das von Justizminister Bekir Bozdag in Gaggenau.

Das wiederum empörte den türkischen Staatspräsidenten so sehr, dass er die Absagen der Veranstaltungen  als „Nazi-Methoden“ anprangerte. Und Deutschland vorwarf, „keine Demokratie“ zu sein.

Deutsche Politiker gaben sich zutiefst empört, warnten aber vor einer Eskalation. Noch immer weiß niemand so recht, wie man mit einem entfesselten Erdogan umgehen soll.

Dennoch knickte die Bundesregierung erneut ein, unternahm sie doch nichts gegen den Auftritt des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu vor wenigen Tagen in Hamburg. Der wiederum hielt geradezu eine Hetz-Rede vom Balkon des türkischen Generalkonsuls, die es in sich hatte. Zuvor liefen jedoch türkische Popsongs in denen Erdogan gepriesen und die Türkei gefeiert wurde: Türkei, wir würden für dich sterben!“

Ein anwesender Reporter der Zeit berichtet:

Die Leute rufen „Recep Tayyip Erdoğan“, manche recken ihre rechte Hand in die Höhe und machen den Wolfsgruß, das Zeichen türkischer Nationalisten. Einmal will der Minister wieder ansetzen, muss aber warten, weil die Leute weiter „Allahu Akbar“ schreien.(5)

Bei seiner Rede warf Mevlüt Cavusoglu Deutschland eine „systematische Gegnerschaft“ zur Türkei vor. Türkische Staatsbürger würden in Deutschland „systematisch unterdrückt“. Ein Zusammentreffen türkischer Politiker mit türkischstämmigen Bürgern in Deutschland werde gezielt verhindert. „Passt das zu den Menschenrechten, passt das zu den Versammlungsrechten?“, wiegelte er die Menge auf. Und weiter an die Adresse Deutschlands: „Bitte hört auf, uns Lektionen in Menschenrechten und Demokratie zu erteilen“. Die Türkei habe Deutschland immer als „befreundetes Land“ angesehen. „Wir beugen uns nur vor Gott, sonst vor niemanden“, fügte Cavusoglu hinzu und rief die Deutschen dazu auf, von diesen „falschen Verhaltensweisen“ abzukehren. Deutschland müsse sich zu „benehmen lernen“ und entscheiden, ob es die Türkei als „Freund oder Feind“ sehe. Ferner verglich er das Land sogar mit dem „total repressiven System“ der Nazi-Diktatur!

Mit dieser Brandrede sorgte der türkische Außenminister gewiss nicht für Entspannung zwischen beiden Ländern. Ganz im Gegenteil. Nur einen Tag später kritisierte er Deutschland bei einem Besuch auf der Reisemesse ITB erneut, unterstellte gar eine „Tendenz zur Islamfeindlichkeit“, die spürbar sei.(6)

Deutsche Regierung knickt vor den Türken ein

Und wie reagierte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel? Eine Unterredung mit dem Amtskollegen bezeichnete er als „hart, aber freundlich.“ Jedoch dürfe es weitere Nazi-Vergleiche seitens der türkischen Regierung nicht mehr geben. Es würde Grenzen geben, „die man nicht überschreiten“ dürfe.

Trotz dieser hehren Worte knickte Gabriel beim anschließenden Krisentreffen ein. Auch wenn Ihnen das anders verkauft wird. Denn trotz der unglaublichen Beleidigungen und Beschimpfungen setzte er auf Entspannung. Zu den Gesprächen mit der Türkei würde es „keine Alternative“ geben. Weiter sprach er von einem „guten Fundament“ im deutsch-türkischen Verhältnis, eine „faire, ehrliche und offene Partnerschaft sei möglich“. Selbst wenn Berlin und Ankara derzeit zu vielen Themen eine unterschiedliche Meinung hätten. Das Ganze gipfelte darin, dass sogar über einen möglichen Auftritt Erdogans in Deutschland gesprochen wurde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gab kürzlich bei ihrer Regierungserklärung bekannt, dass sie eine „Entfernung von der Türkei“ unbedingt vermeiden wolle. Konkret betonte sie das starke Interesse an engen deutsch-türkischen Beziehungen – trotz der zurzeit „tiefen und ernsthaften Meinungsverschiedenheiten“. Und weiter: „So unzumutbar manches ist – unser außen- und geopolitisches Interesse kann eine Entfernung der Türkei nicht sein. Es lohnt sich, nach Kräften für die deutsch-türkischen Beziehungen einzutreten – allerdings auf Basis unserer Werte.“

Ferner will sie sich weiter mit „aller Kraft“ für die Freilassung von Deniz Yücel einsetzen. Die unsäglichen Nazi-Vergleiche bezeichnete sie als „deplatziert“. Ein Zusammenhang mit den Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus sei „auf gar keinen Fall“ zulässig, betonte Merkel. Dennoch seien Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland möglich, sofern sie angekündigt seien und genehmigt werden könnten.(7)

Wenn das kein Kniefall vor dem Herrn ist, dann weiß ich auch nicht mehr! Berlin findet einfach keine richtige Antwort auf den Druck von Ankara. Mehr noch – sie lässt sich vom starken Mann vom Bosporus regelrecht am Nasenring vor sich hertreiben.

Vielleicht aber steckt ja etwas ganz anderes dahinter. Etwas, vor dem die Bundesregierung unendliche Angst hat!

Nachfolgend verrate ich Ihnen, was das ist.

Aufruhr der Deutsch-Türken?

Erdogan drohte jüngst: „Wenn ich will, komme ich nach Deutschland. Wenn ihr mich an der Tür stoppt und mich nicht sprechen lasst, werde ich die Welt aufmischen!“(8)

Drohte der Bosporus-Pascha damit gar mit einem Aufruhr der Deutsch-Türken hierzulande, wie mancher Beobachter spekulierte? Zumindest wenn es nach den Kurden geht, die hier leben, dann ja. So warnte der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde in Deutschland: „Erdogan versucht mit den Auslandstürken Politik zu machen. Er will sie anstacheln, weil er weiß, dass er damit die Bundesregierung unter Druck setzt.“ Das Ziel des Präsidenten sei es, „Türken gegen Deutschland aufzustacheln“. Und weiter: „Indem Erdogan die Türken in Deutschland gegen den Staat aufwiegelt, gefährdet Erdogan den sozialen Frieden.“(9)

Wie aufgeheizt die Stimmung zwischen Türken und Deutschen bereits ist, zeigt ein Vorfall in den der Zeit-Redakteur Sebastian Kempkes verwickelt war und über den er schrieb. Er war beim Auftritt des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu in Hamburg dabei und notierte – paradoxerweise als Journalist – auf die Rückseite eines Plakates „FREE DENIZ“. Damit ist natürlich der in der Türkei inhaftierte Deniz Yücel gemeint.

Kempkes:

Auch wenn es eine Aktion für eine meiner Meinung nach gute Sache war, war das ein Fehler. Falsche Zeit, falscher Ort. Es dauert ungefähr drei Sekunden, bis eine junge Frau neben mir gelesen hat, was ich geschrieben habe. Sofort schreit sie: „Ein Provokateur, ein Provokateur!“

Der Junge, der mir das Plakat gegeben hatte, reißt es mir aus der Hand. Von hinten hauen Männer mit ihren Türkei-Flaggen auf mich ein, dann kommt ein Mann, packt mich und schubst mich in die Menge. „Raus hier“, sagt er. Aber um mich herum ist es voll und jemand schubst mich zurück, ein anderer schlägt mir ins Gesicht, meine Brille fliegt runter.

Und weiter:

Sekunden später stehe ich am Ausgang. Ich habe sehr schlechte Augen, ohne Brille sehe ich die vier, fünf Männer um mich herum nur schemenhaft. Sie drängen mich an die Mauer des Konsulats. Ich sei als Journalist reingelassen worden und mache jetzt hier Propaganda, wirft mir ein Ordner in Lederjacke vor.

Verpiss dich von hier, oder dir passiert was“, zischt ein Mann neben ihm. „Du verdankst es Erdoğans Menschlichkeit, dass du noch lebst“, ein anderer. Je länger es dauert, desto aggressiver wird es, also durchbreche ich die Mauer und stolpere davon…(10)

Sie sehen also, was mitten in Deutschland los ist. Und wenn dann erst noch Erdogan die Deutsch-Türken auf die Straße hetzt, sollte ihm etwa die Einreise nach Deutschland zum Wahlkampf verwehrt werden, dann haben wir hier einen Bürgerkrieg.

Aber es gibt noch einen anderen Grund, weshalb die hiesige Regierung vor Erdogan schlottert.

Wenn der EU-Türkei-Flüchtlingsdeal platzt, verliert Merkel die Bundestagswahl!

Es war sicher nicht nur die Angst der Bundesregierung vor einem Aufruhr der Deutsch-Türken im eigenen Land. Sondern auch, dass der sogenannte „Flüchtlingsdeal“ platzt!

Dieses Abkommen wurde am 18. März 2016 geschlossen und sieht u.a. vor, dass die Türkei ihre Grenzen zu Griechenland und Bulgarien besser kontrolliert, damit weniger Flüchtlinge in die EU kommen. Seither überwachen die türkischen Behörden die Seegrenzen zu Griechenland deutlich effektiver als früher. Außerdem sollen Flüchtlinge, die keinen Anspruch auf Asyl haben, von den griechischen Inseln zurück in die Türkei gebracht werden. Im Gegenzug dazu verpflichteten sich die EU-Länder für jeden von ihnen einen syrischen Flüchtling aus den türkischen Lagern aufzunehmen. Für dieses Abkommen, das zudem den Visazwang für türkische Bürger sowie Verhandlungen über den EU-Beitritt beinhaltet, soll die EU bis 2018 sechs Milliarden Euro zahlen.

Wenn Erdogan also tatsächlich das Flüchtlingsabkommen mit der EU aufkündigt, wird Angela Merkel die Bundestagwahl im Herbst 2017 verlieren! Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

Warum? Ganz einfach: Weil sich dann die Zahl der Migranten, die sich nach Europa begeben, massiv erhöhen wird. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben in der Türkei rund drei Millionen Migranten. Schon in wenigen Wochen könnten sich Hunderttausende Asylsuchende und Wirtschaftsflüchtlinge auf den Weg nach Griechenland und dann weiter vor allem nach Deutschland machen. Das würde die Kanzlerin politisch nicht überleben!

Dass Erdogan so etwas in Betracht zieht, ist nicht aus den Fingern gesogen. Schon einmal teilte er in Richtung EU aus, als diese sich für ein Einfrieren der Beitrittsgespräche mit Ankara aussprach: „Wenn Sie noch weiter gehen, werden die Grenzen geöffnet, merken Sie sich das!“

Und der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim warnte: „Wir sind einer der Faktoren, die Europa beschützen. Wenn Flüchtlinge durchkommen, werden sie Europa überfluten und übernehmen.“(11)

Noch einmal: Merkel & Co. kriechen vor Erdogan regelrecht zu Kreuze – auch wenn dieser Vergleich an dieser Stelle deplatziert ist – weil sie eine Wahlniederlage im Herbst befürchten. Öffnet sich die Türkei oder schickt der türkische Despot seine Leute hierzulande auf die Straße, ist es aus mit „Mutti“ und ihren Gesellen.

So einfach ist das.

http://www.watergate.tv/2017/03/13/guido-grandt-tuerkei-eskalation-erdogan-krieg-terror/

.

Der Honigmann

.

Read Full Post »


Manipulative „Fake News“ werden nicht nur von Systemmedien, sondern auch von Lehrern im Unterricht verbreitet. Foto: © Drivepix / fotolia.de

Manipulative „Fake News“ werden nicht nur von Systemmedien, sondern auch von Lehrern im Unterricht verbreitet.
Foto: © Drivepix / fotolia.de

Ein Beispiel, wie Schüler von Lehrern manipuliert werden, deckt die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Carmen Schimanek auf. Ein Englischlehrer ließ am BRG Wörgl (Bezirk Kufstein, Tirol) seine Schüler eine die eigene Heimatstadt diskreditierende Falschaussage übersetzen.

Lehrer manipuliert bewusst Schüler

„Unter den Gemeinden ist Wörgl die, wo die meisten Asylsuchenden zusammengeschlagen werden“, lautete ein Satz eines Übersetzungstextes an einer vierten Klasse des BRG Wörgl. „Das schlägt dem Fass den Boden aus“, empört sich die Tiroler Nationalratsabgeordnete Carmen Schimanek, der dieser Text zur Kenntnis gebracht wurde und zeigt sich „über so viel politische (Un)bildung fassungslos.

In Wörgl kein einziger Asylant zusammengeschlagen

„In Wörgl hat es weder seitens der einheimischen Bevölkerung noch seitens der Asylwerber je eine handgreifliche Auseinandersetzung gegeben“, stellt die Abgeordnete die „Fake News“ des Pädagogen richtig. Was sich die Lehrperson geleistet habe, entpreche in keinster Weise dem Lehrauftrag und versuche, ideologisch manipulativ ein Bild zu erzeugen, das fern jeglicher Realität ein gedeihliches Miteinander verschiedener Meinungen verhindere, so Schimanek.

Abgeordnete verlangt Aufklärung

Die Mandatarin vermutet, dass dies nicht die erste linksideologische Entgleisung dieser Art gewesen sei, und will nun mittels parlamentarischer Anfrage die Bundesministerin für Bildung, Sonja Hammerschmid (SPÖ), zur Klärung auffordern, ob sich derartige Fragestellungen mit dem Grundsatzerlass zur politischen Bildung in Schulen vereinbaren lassen und wenn nicht, welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Zusätzlich wird sie den Fall beim Landesschulrat anzeigen.

Linke wollen öffentliche Meinung manipulieren

Es scheint so, als wäre mit dem Fall eine Methode aufgeflogen, wie Jugendliche schon in der Schule manipuliert werden. Mit einer bewussten Falschaussage hat der Lehrer versucht, den Schülern zu suggerieren, dass in der Stadt ein fremdenfeindliches Klima herrsche und man dagegen etwas unternehmen müsse.

Wahrscheinlich umso mehr, als in Wörgl die freiheitliche Wörgler Liste als zweitstärkste Kraft den ersten Vizebürgermeister stellt, während die (von Lehrern überdurchschnittlich häufig gewählten) Grünen bei der letzten Gemeinderatswahl nur auf magere 8,74 Prozent der Stimmen gekommen waren.

https://www.unzensuriert.at/content/0023135-Schueler-mussten-bei-Englischtest-Text-mit-frei-erfundener-Gewalt-gegen-Asylanten

.

Gruß an die politische (Un)bildung

Der Honigmann

.

Read Full Post »