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Homosexualität steht vor allem in islamisch dominierten Staaten unter Strafe. Foto: Silje / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Homosexualität steht vor allem in islamisch dominierten Staaten unter Strafe.
Foto: Silje / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Rund tausend Flüchtlinge sind es in Österreich, auf deren Papieren als Fluchtgrund die „sexuelle Orientierung“ steht. Wer also angibt, schwul, lesbisch, trans- oder intersexuell zu sein und in seinem Heimatland verfolgt und bedroht zu werden, hat beste Chancen auf Asyl. Da muss man sich nicht einmal bei einer der Massentaufen beteiligen und sich so vom Moslem zum Christen machen lassen.

In Heimatländern verfolgt, geschlagen und ausgegrenzt

Im ORF-ZIB-Magazin am Freitag wurde eine Reportage über die Hilfsorganisation „Queerbase“ gezeigt. Bei diesem Verein, der seinen Sitz in der „Rosa Lilla Villa“ im 6. Wiener Gemeindebezirk hat, würden sexuell anders orientierte Flüchtlinge Zuflucht finden. Da wurde berichtet, dass die Betroffenen in ihren Heimatländern verfolgt, geschlagen und ausgegrenzt worden wären. Bemerkenswert in diesem ORF-Beitrag: Die Flüchtlinge, die von Queerbase betreut werden, würden aus 26 Ländern stammen.

Homosexualität den Beamten beweisen

Das heißt: In Österreich bekommen nicht nur Schwule und Lesben, die etwa aus einem Kriegsgebiet stammen, Asyl, sondern jeder, der sich als Fluchtgrund eine sexuelle Orientierung aussucht. In 26 Ländern werden sie bedroht und verfolgt. Sie flüchten in der Hoffnung, in Österreich ein Leben in Freiheit verbringen zu können.

Doch so einfach, wie beschrieben, ist es dann doch nicht, wie im ZIB-Beitrag herauskam: Homosexuelle Flüchtlinge müssten den Asylbeamten ihre sexuelle Orientierung erst beweisen. Für viele sei das ein schmerzhafter Eingriff in die Intimsphäre.

Queerbase vermisst Sensibilität der Beamten

Wer nun glaubt, Männer müssten bei der Überprüfung ihrer Angaben mit Asylbeamten schmusen, liegt falsch. Sie werden vielmehr im Beisein eines Dolmetschers interviewt. Doch das passt den Flüchtlingen ganz und gar nicht, wie sie dem ORF darlegten: Die Behördenleute würden zwar sagen, dass sie tolerant seien, „doch sobald sie dir spezielle Fragen stellen und du ihnen antwortest, siehst du, wie sich ihr Ausdruck verändert. Du kannst in deren Gesichtern lesen, wie sie wirklich über dich denken“, so „Komil“ im ZIB-Magazin.

Philip Kopal von Queerbase Wien wünschte sich daher eine größere Sensibilität möglicherweise über Schulungen seitens der Dolmetscher und Sachbearbeiter.

Nicht nur das: Da es in Flüchtlingsheimen zu homophoben Übergriffen und Diskriminierung käme, sobald sie als Schwule und Lesben sichtbar werden, sollten – so die Forderung – für homosexuelle Flüchtlinge eigene Quartiere geschaffen werden.

Sexuelle Orientierung ist kein anerkannter Fluchtgrund

In der für das Asylwesen entscheidenden Genfer Flüchtlingskonvention ist die sexuelle Orientierung als Fluchtgrund nicht genannt. Zwa sprach sich 2013 der Europäische Gerichtshof dafür aus, auch Verfolgten aufgrund sexueller Orientierung Schutz zu gewähren, allerdings nur dann, wenn ihnen in ihrer Heimat deshalb Haftstrafen drohen.

https://www.unzensuriert.at/content/0023479-Sexuelle-Orientierung-als-Asylgrund-Tausend-Fluechtlinge-Oesterreich-sind-schwul

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Der Honigmann

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