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Michael Flynn im OKtober 2016 im Wahlkampfteam und als türkischer Agent. Bild: Gage Skidmore/CC BY-SA-2.0

Michael Flynn war verantwortlich, dass wegen der Beteiligung der kurdischen Verbände die geplante Raqqa-Offensive für Monate auf Eis lag

Gestern hat das US-Justizministerium den ehemaligen FBI-Direktor Mueller als Sonderermittler eingesetzt, um mögliche Verbindungen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland und russische Versuche, die Wahl zu beeinflussen, zu untersuchen. Einen Tag zuvor war bekannt geworden, dass Trump im Februar den gefeuerten FBI-Direktor Comey unter Druck gesetzt hatte, keine Ermittlungen gegen seinen Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn aufzunehmen. Den Ex-General hatte Trump kurz zuvor entlassen müssen, weil bekannt wurde, dass er US-Vizepräsident Pence gegenüber verschwiegen hatte, mit dem russischen Botschafter telefoniert und dabei über die Sanktionen gesprochen zu haben.

Mit Flynn hatte sich Donald Trump wissentlich oder unwissentlich tatsächlich einen intriganten Militär ins Nest geholt. Der betrieb und betreibt eine Firma namens Flynn Intel Group. Bekannt ist, dass Flynn für eine Rede auf einem Galadinner von RT 33.000 US-Dollar erhielt und hier neben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin saß. Als Ex-Offizier hätte er zuvor eine Genehmigung für die Reise und die Gelder von einem ausländischen Staat einholen müssen, was er nicht gemacht haben soll.

Das ist freilich eine Lappalie gegenüber seinen Diensten für die türkische Regierung, für die er von Anfang August bis November 2016, als er längst schon als künftiger Sicherheitsberater auftrat, immerhin 530.000 US-Dollar einstrich. Nach Unterlagen, die Flynn erst Anfang März nach seiner Entlassung bei der Foreign Agent Registration Unit einreichte – eigentlich hätte er dies schon kurz nach Beginn des Vertrages machen müssen – sollte er für eine Verbesserung der Beziehungen mit der Türkei sorgen.

Bezahlt wurde er von der holländischen Firma Inovo BV, die dem Geschäftsmann und Vorsitzenden des türkisch-amerikanischen Wirtschaftsrats Kamil Ekim Alptekin gehört, der Erdogan nahesteht. Bekannt war dies bereits seit November 2016, da Alptekin berichtete, er habe Flynn zehntausende Dollar bezahlt. Der Geschäftsführer der Flynn-Firma hatte im September gemeldet, Lobbyarbeit für die Fima zu machen. Angeblich, so hieß es damals, habe Inovo nichts mit der türkischen Regierung zu tun – und Flynns Gülen-Artikel nichts mit der Lobbyarbeit seiner Firma.

Ob Trump von Flynns Lobbyauftrag wusste, ist nicht klar. Übersehen konnte er es allerdings eigentlich schlecht. Am Wahltag hatte Flynn einen Beitrag in The Hill veröffentlicht, in dem er sich für eine enge Zusammenarbeit mit der Türkei stark machte, vor allem auch militärisch. Vor allem legte er nahe, Gülen, den er als radikalen Islamisten und als türkischen Osama bin Laden bezeichnete, endlich auszuliefern. Man müsse die unter Obama eingeschlagene Distanz zur Türkei korrigieren, den Alliierten als Priorität und die Welt aus der türkischen Perspektive betrachten.

Wie die New York Times am Mittwoch berichtete, soll er dem Übergangsteam mitgeteilt haben, dass seine Lobbyarbeit für die Türkei überprüft werde. Trotzdem wurde er erst einmal zum Sicherheitsberater ernannt, was wiederum auf Trump zurückfallen dürfte. Seit Sommer 2016 nahm Flynn an geheimen Sitzungen des Teams teil, die erste geheime Geheimdienstunterrichtung erhielt Trump bereits im August. Er war auch bei allen Telefongesprächen mit ausländischen Regierungsangehörigen im Raum.

Wie sich herausstellt, hat Flynn auch tatkräftig die türkische Regierungspolitik in Syrien verfochten, was allerdings nicht davon zeugt, dass seine Beziehungen zu Russland so stark gewesen sein können. Er hat sich dafür bezahlen lassen, gegen die Unterstützung der syrischen Kurden für die Offensive auf Raqqa zu intervenieren. US-Präsident Obama hatte beschlossen, auf die Kooperation trotz der Kritik seitens Ankaras zu setzen. Dort betrachtet man die YPG bzw. die SDF ebenso wie die PKK und den Islamischen Staat als Terrororganisationen, von anderen islamistischen Gruppen wie Ahrar al-Sham wird hingegen nicht gesprochen, weil diese von der Türkei unterstützt werden und für den Einmarsch nach Syrien gebraucht wurden.

10 Tage, bevor Trump sein Amt antrat, sprach Flynn mit Obamas Sicherheitsberaterin Susan Rice, wie McClatchydc.com berichtet. Sie erklärte ihm den Plan, die Offensive mit den kurdischen Verbänden zu führen. Man wollte aber das Okay des Trump-Teams einholen, da die Offensive erst unter seiner Präsidentschaft starten würde. Flynn sagte Rice, die Offensive nicht zu starten.

Das könnte mit der Grund sein, warum sie monatelang auf Eis lag, bis Trump längere Zeit nach dem Rücktritt von Flynn den Befahl gab, SDF-Verbände nach Tabqa zu bringen und die Offensive damit zu starten, wobei sich das US-Militär zunächst schützend vor die SDF-Verbände stellte und Trump schließlich ankündigte, diesen auch Waffen zu liefern. Es sei nicht bekannt, ob er eine Begründung gab oder ob er dies in Absprache mit anderen Mitgliedern des Übergangsteams besprach.

Die Intervention von Flynn ist, auch im Rückblick nach Trumps Entscheidungen, als Durchsetzung türkischer Interessen zu verstehen. Im Kongress wird nun diskutiert, ob Flynn einen Verrat begangen hat, wenn er nicht im Interesse der USA, sondern vorrangig im Interesse der türkischen Regierung gehandelt hat. Offen ist, was er noch als Mitglied des Wahlkampfteams und in den Wochen als Sicherheitsberater an politischen Entscheidungen beeinflusst haben könnte.

Gut möglich, dass noch mehr herauskommt. Möglicherweise wollte Trump deswegen verhindern, dass das FBI genauer nachsieht. Flynn selbst weigert sich, vor dem Geheimdienstausschuss des Senats zur Untersuchung der russischen Beeinflussung der Wahl auszusagen.

https://www.heise.de/tp/features/Ankara-statt-Moskau-Trumps-Ex-Sicherheitsberater-arbeitete-im-Dienste-der-tuerkischen-Regierung-3717878.html

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Der Honigmann

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Trump erfüllt seine Aufgabe: Der Abbruch des Systems hat begonnen

Viele hatten in Donald Trump eine Art “Heilsbringer“ gesehen und seine von den gesteuerten LeiDmedien unerwartete Wahl zum US-Präsidenten am 8. November 2016 barg für viele Menschen die Hoffnung, dass sich endlich einmal etwas zum Guten wenden würde. Schaut man sich das permanente Polittheater in den Vereinigten Staaten und das damit verbundene hektisch-surreale Verhalten der Noch-Systemverwalter an, darf man getrost davon ausgehen, dass hier für die Allgemeinheit nicht zu erkennende Kräfte am Werk sind, welche in der Tat eine große Veränderung herbeizuführen gedenken.

Das “System“ ist in Auflösung begriffen und seine Verfechter ziehen nicht nur vor herabfallenden Trümmern den Kopf ein, sie werfen die Steine sogar voller Verzweiflung in Richtung des über ihnen zusammenstürzenden Gebäudes zurück. Die sich derzeit abspielende innenpolitische Posse in den USA ist ein perfektes Beispiel für den systemischen Fehler der sogenannten “Demokratie“ und offenbart für jeden sichtbar, wie die “Herrschaft des Volkes“ in Wirklichkeit funktioniert.

Abrissbirne Donald Trump

Donald Trump hat mittels seines Immobilienimperiums ein für Normalsterbliche kaum vorstellbares Vermögen angehäuft. Hinter dieser Entwicklung steckt jedoch keinesfalls der “American Dream“, denn niemand ist in der Lage mit ehrlicher Arbeit derartige Summen an Fiatgeld aus dem System zu saugen und es letztlich sogar bis ins Weiße Haus zu schaffen. Trump wurde in New York City zum Immobilien-Tycoon und ohne das Wohlwollen der diese Stadt regierenden mafiösen Hintergrundstrukturen wäre dies unmöglich gewesen. Wer glaubt, dass “der Donald“ diese alten Verbindungen hinter sich gelassen hat, lebt fernab jeder Wahrnehmung des Kaninchenbaus.

Der heutige US-Präsident hat eine mehr als bewegte Vergangenheit und die Tatsache, dass niemand von Seiten der mächtigen Medienkonzerne darüber berichtet, ist ein unübersehbarer Beleg dafür, dass Trump seine scheinbaren Gegner weitestgehend in der Tasche hat. Die alten Verbindungen spielen dabei eine Hauptrolle und so offenbart sich das ganze Polittheater in den USA als scheinheiliges Schmierentheater. Der POTUS spielt seine Rolle und diese Rolle beinhaltet den Abriss des Systems.

Das letzte Aufgebot

Durch den Systemlakaien Rod Rosenstein wird also nun mit Robert Mueller ein Sonderermittler in die Schlacht geworfen. Dieser, so heißt es, habe die Vollmacht absolut alles an Informationen und Material einzusammeln, was sich über die angeblichen “Verbindungen zu den Russen“ finden lässt und entsprechend auszuwerten. Dass Trump jetzt sichtbar strampelt und sich über eine »Hexenjagd« beklagt, ist letztlich Teil des uns präsentierten Theaters, denn für Trump bedürfte es kaum mehr als eines Anrufs und Mueller würde sich genötigt sehen, das gewünschte Lied zu singen.

Was sich aktuell in den USA abspielt, von besorgten Trump-Anhängern (und auch einigen seiner Gegner) als Vorbereitung oder beginnende Umsetzung eines Staatsstreichs angesehen und kritisiert, wird von der Allgemeinheit vollkommen missgedeutet. Es handelt sich hierbei um den verzweifelten Kampf um die Aufrechterhaltung der Macht jener Interessengruppen, welche seit sehr langer Zeit die Fäden in der Hand halten und nun feststellen müssen, dass ihnen ein Faden nach dem anderen aus der Hand gleitet.

Dieser oberflächlich betrachtet rein politische Kampf läuft auf vielen verschiedenen Ebenen ab, unter anderem abhängig davon, wie tief die Betroffenen in die wirklichen Hintergrundstrukturen eingeweiht sind. Die Medien spielen dabei die ihnen angedachte Rolle und lenken das Volk weitestgehend erfolgreich ab. Und selbstverständlich denken nicht im Ansatz daran, die Regisseure der alten Strukturen beim Namen zu nennen, denn würden sie dies tun würden Köpfe rollen und das Kartenhaus in der Folge noch schneller in sich zusammenbrechen.

Die Schlacht hat begonnen

Insofern dürfte sich die durch die Wahl Trumps ausgedrückte Hoffnung des US-amerikanischen Volkes auf Veränderungen durchaus bestätigen. Ob sie jedoch auch die Vorstellungen und/oder Erwartungen erfüllt, wird sich noch zeigen müssen. Allerdings haben die Vorgänge auf der Theaterbühne in den jüngsten Tagen eine erhebliche Dynamik entwickelt und es ist durchaus damit zu rechnen, dass diese an bestimmten Stellen alsbald unkontrollierbar wird – falls sie überhaupt noch unter Kontrolle ist.

Eine Inszenierung dieser Größenordnung bringt für die Regie zwangsläufig jede Menge Fallstricke mit sich, denn die Fähigkeit jeden Akteur in seiner Rolle vollumfassend unter Kontrolle zu halten, ist nahezu unmöglich, weil einfach zu viele mitspielen – ein Teil davon bewusst und ein Teil vollkommen unbewusst. Was mittlerweile jedoch mehr als offensichtlich geworden ist:

Die bisherigen Kontrollstrukturen sind in Auflösung begriffen und vor unseren Augen findet die finale Schlacht an der Oberfläche des Illusionstheaters statt. Einer der Kriegsschauplätze ist die US-Innenpolitik und wie auch immer diese Schlacht ausgehen wird, die Folge wird ein beispielloses Chaos sein und aus diesem Chaos wird letztlich eine neue Ordnung hervorgehen.

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

http://n8waechter.info/2017/05/trump-erfuellt-seine-aufgabe-der-abbruch-des-systems-hat-begonnen/

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Der Honigmann

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