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Posts Tagged ‘Tiere’


Allgemein gilt: Es ist ganz normal, dass Wildtiere scheu sind. Wenn sie keine Angst vor dem Menschen haben, dann seien sie wahrscheinlich krank und sollten getötet werden. Doch in Gegenden, die noch nie ein Mensch betreten hat, haben Tiere meist keine Angst vor dem Menschen. Warum? In den ältesten Schriften findet man Hinweise, dass erst durch das bestialische Verhalten des Menschen die Tiere misstrauisch geworden und einige sogar zu Raubtieren oder Schädlingen mutiert sind. Wie kann das sein und wie kann man diese Entwicklung rückgängig machen? DVD über Brennglas.com

Edi Maurer

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…..danke an Johanna Sch.

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Der Honigmann

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Ein Allgäuer Bauer muss seine Bereitschaft, auf chemische Substanzen in der Landwirtschaft zu verzichten, mittlerweile teuer bezahlen. Seit Jahren wird er von den zuständigen Behörden des Landkreises Ravensburg schikaniert. Deshalb ging er nun an die Öffentlichkeit um seine Erkenntnis mitzuteilen, dass die Landwirte regelrecht dazu gezwungen werden, aus Lebensmitteln ‚Tötungsmittel‘ zu machen! Landwirt Alois Merk aus Oberschwarzach (Bad Wurzach), nähe Memmingen/Allgäu, spricht hier in diesem ausführlichen Interview über die Schikanen der Behörden, die er erdulden muss, seit er aufgehört hat seine Felder mit Chemie (zB Kunstdünger) um des Ertrages willen zu vergiften. Ihm wurden die Tiere genommen, die Maschinen zerstört, Strom und Wasser abgedreht, ein großes Stück Wald gestohlen!

Und das alles stets unter dem Vorwand „er würde die Tiere und den Hof verwahrlosen lassen“. Auch wurde er eingesperrt und von vier Justizbeamten der JVA Ravensburg (Hinzistobel) bewusstlos geschlagen, seine Zahnlücke verdankt er diesem Angriff. Bisher musste er 13 „Raubüberfälle“ erdulden – so nennt Alois Merk die Vorgehensweise der Veterinärabteilung des Landratsamtes Ravensburg und der Polizei.
Seiner Ansicht nach steckt hinter diesem rigorosen Vorgehen der Behörden um ihn zu vernichten, ein größerer Plan. Demnach wird aktiv daran gearbeitet, gesunde Lebensmittel immer mehr zu verdrängen, denn nach Hrn. Merks Wissen sind auch zahlreiche andere Landwirte betroffen.

Wir haben Herrn Merk mit diesem Video die Möglichkeit gegeben, seinen Fall an die Öffentlichkeit zu bringen. Er möchte auf diesem Wege auch naturinteressierte Menschen erreichen, die mit ihm auf dem Hof echte Lebensmittel (ohne Chemieeinfluss) erzeugen und den Hof zu einem „Anschauungs-Bauernhof“ ausbauen. (Ein Rundgang über den Hof ist am Schluß dieses Interviews zu sehen.)

WellTVInternational

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Der Honigmann

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Mann vergewaltigt Ente in einem türkischen Dorf

Posted by Gaby Kraal

Wie die türkische Daily Habertürk berichtet, wird ein Mann aus der Provinz Bursa festgehalten, weil er eine Ente vergewaltigt haben soll.

Polizisten sperren den Mann ein, nachdem sich seine Schwiegereltern über eine Vergewaltigung einer ihrer Enten beschwerten, als ihr Schwiegersohn bei ihnen im Haus übernachtete.

Der Schwiegervater des Mannes sagte, er habe „Federn und Blut“ in seinem Bett mit der Ente gefunden.

Die Ente war „nicht mehr in der Lage zu laufen“, so der entsetzte Hausherr. Die Schwiegermutter des Mannes berichtete Habertürk, dass sie tagsdarauf das blutige Hemd ihres Schwiegersohnes in einem Baum entdeckte.

Der 50-jährige Verdächtige selbst, bestritt alle Anschuldigungen und spricht von „Verleumdung“.

An der Ente allerdings, wurden schwere Verletzungen wie eine Verformung und Beschädigung ihrer Därme festgestellt und sie wurde anschließend mehreren Operationen unterzogen. Sie befindet sich jetzt angeblich wieder in einem gutem Zustand und bleibt in veterinärer Nachsorge.

„Ein Mann gilt immer noch als rein, wenn er seiner Lust mit einem Schaf oder einer Ziege nachgibt. So erklärt es der Islam -Gelehrte Dr. Zaki Nail. (Schäfer verkauft Tiere als Sexsklaven an ISIS)  Steht keine Frau zur Verfügung, dann kann es keine echte Lust oder eine sexuelle Sünde sein, denn, nur das Tier wird verdorben und daher muss es sterben, so sagt es der Prophet Mohammed.“ Ob das auch für Enten und anderen anatomisch nicht kompatiblen Tieren gilt, kann die Redaktion nicht beurteilen. Hinweise sind daher im Kommentarbereich erwünscht.

Quelle: Hurriyetdailynews.com

Foto: dha

https://schluesselkindblog.wordpress.com/2017/06/25/mann-vergewaltigt-ente-in-einem-tuerkischen-dorf/

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Der Honigmann

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Das neue Gesetz „Ehe für alle“ geht vielen Grünen nicht weit genug. Nun fordern die Partei-Fundis auch die Ehe mit Tieren. Grünen Fraktionssprecherin Katrin Göring-Eckardt spricht von einer „klaffenden Gerechtigkeitslücke.“

Ehe mit Tieren – bald erlaubt?

Ist demnächst auch die Ehe mit Tieren möglich? Wenn es nach dem Grünen geht, soll ein entsprechender Gesetzesentwurf in der nächsten Legislaturperiode auf den Tisch. Eine entsprechende Forderung soll auch noch ins Wahlprogramm aufgenommen werden, um bei den kommenden Wahlen zu punkten.

Die Grünen Fundis sprechen von einer Gerechtigkeitslücke im Zusammenleben zwischen Mensch und Tier. Besonders dann, wenn ein Tier den Menschen schon seit Jahren begleitet, soll auch hier eine Ehe möglich sein.

Fraktionssprecherin Katrin Göring-Eckardt spricht in diesem Zusammenhang von einer klaffenden Gerechtigkeitslücke. „Warum soll beispielsweise ein Tier, das einen Menschen schon seit Jahren begleitet, nicht auch einen gesetzlichen Anspruch auf Partnerschaft haben“, fragt  Göring-Eckardt.

Auch Grünen-Chef Anton Hofreiter ist offen für diesen neuen Vorstoß. Allerdings möchte er die Ehe mit Tieren nur auf Haustiere beschränkt wissen. Ob damit zum Beispiel auch Hamster gemeint sind oder andere Kleintiere, ließ der Grünen-Chef offen.

„Ich kämpfe auch in Zukunft für die grüne Ehe-Wende“, wird Hofreiter zitiert. „Was wir brauchen ist ein neuer Werte-Kompass im Zusammenleben zwischen mehr Mensch und Tier“, so Hofreiter weiter.

Bundesjustizminister Heiko Maas zeigt sich derweil offen für die Tier-Ehe. Die völlige Gleichstellung von Tieren in Deutschland sei nur noch eine Frage der Zeit. Die SPD will nach den Worten des Bundesjustizministers bei einem Wahlsieg ihre Gleichstellungspolitik für Tiere fortsetzen. „Die SPD wird keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem die Ehe für alles nicht verankert ist. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit“.

Tier-Ehe in der Praxis:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/118560-fordern-ehe-mit-tieren

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Der Honigmann

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Es könnte der Imkerhimmel sein

Doch es ziehen dunkle Wolken auf! Die Imkerei Erwin Golz in Monrepos bei Neuwied, steht vor dem aus und soll abgerissen werden. Nicht etwa wegen mangelndem Umsatz, sondern auf Drängen des Bauamtes Neuwied soll jetzt Schluss sein.
Einst als privilegierte Imkerei im Aussenbereich genehmigt, besteht die genehmigende Behörde nunmehr auf dem Abriss.
Einer der wichtigsten Entscheidungsgründe das Gebäude nicht zu legalisieren, wird im Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz mit dem Abstand zur benachbarten Wegparzelle aufgegriffen. Dieser soll laut Urteil nur 1,50m betragen – Tatsächlich beträgt der Abstand 2,00m und 2,07m (so der Vermessungsauszug – H. Klein v. 23.12.2012) Eine Farce!

Der SWR Beitrag zum Imkereidrama wurde bislang mehr als 60000 mal aufgerufen und 1587 mal geteilt. Weitere Fernsehsender haben um Beiträge angefragt. Nur noch 1300 Unterschriften und die Petition erreicht das Etappenziel von 5000 Unterschriften. Das nenne ich mal Aufmerksamkeit.

Vielen Dank für eure Mithilfe.

Die Biene kann heute nicht mehr ohne Hilfe des Menschen überleben! In seinem Bienenhaus schwärmt Erwin Golz nicht nur von seinen Bienen, sondern erzählt Schulklassen und Kindergärten vom Leben mit der Biene, der Varroabehandlung, vermittelt Bienenwissen und verrät Tipps & Tricks, die unser aller überleben sichern. Seine Devise lautet  – BEE Good.

Durch den Abriss würde nicht nur seine Existenz ruiniert werden, sondern vor allem die Natur in der Umgebung, einen lebenswichtigen Partner verlieren. Erwin Golz hat mit seinem Engagement in seiner Imkerei viele lebenswichtige Effekte für Segendorf, Rodenbach, Niederbieber und Neuwied geschaffen. Die Imkerei ist mehr als nur eine Existenz, Sie ist gelebte Lebenshilfe für die Region.

Das behördlich herbeigeführte Ende der Imkerei Erwin Golz ist ein Schlag in die Beziehung Biene – Mensch – Natur.


Rettet das Bienenhaus Monrepos

https://www.jungmichels.de/bee-good/bienen-sind-leben-und-die-imkerei-erwin-golz-muss-bleiben.html

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Der Honigmann

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Ermittlungen von Animals Asia haben aufgedeckt, dass Carrefour, der französische Supermarktgigant mit mehr als 10.000 Niederlassungen in Europa, in China Hundefleisch verkauft.

Es ist nicht das erste Mal, dass Animals Asia von Carrefour einen Verkaufsstopp für Hundefleisch fordert. Schon 2012 drängte Animals Asia die Supermarktkette, Hundefleisch aus ihren Regalen zu nehmen. Daraufhin versprach das Unternehmen, dieser Forderung zu folgen. In einer Folgeuntersuchung im Mai 2017 zeigte sich jedoch, dass zwei Niederlassungen in der Stadt Xuzhou weiterhin Hundefleisch-Produkte offen zum Verkauf anbieten, darunter „Hundefleisch in Schildkrötensaft“.

In China geraten Hunde und Katzen, darunter viele Haustiere, auf offener Straße in die Fänge der Fleischhändler. Sie werden in winzige Käfige gesperrt und über lange Distanzen, ohne Futter und Wasser, zu den berüchtigten Fleischmärkten Chinas transportiert, wo sie mit den schrecklichsten Methoden geschlachtet werden.

Dog Meat
 Carrefour hatte bereits jede Gelegenheit, sich von dem Hundefleischhandel zu distanzieren und den Verkauf von Hundefleisch zu stoppen, doch stattdessen ziehen sie aus der Grausamkeit Profit. Für Millionen ihrer Kunden in Europa und darüber hinaus wird diese Nachricht ein Schock sein. Sagen Sie Carrefour, was Sie von dem Hunde- und Katzenfleischhandel halten…

Unterzeichnen Sie die Petition, damit Carrefour den Verkauf von Hundefleisch stoppt.

https://www.animalsasia.org/de/carrefour.html

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von Archi W. Bechlenberg

Seit geraumer Zeit – inzwischen mehr als ein Vierteljahr – geht mir immer mal wieder ein Beitrag durch den Kopf, den eine Facebook-Freundin dortselbst veröffentlichte. Sie berichtet darin von einem Treffen in der Weihnachtszeit, bei dem einige alte Freunde zusammen kamen. Ich möchte den Anfang ihres Textes zitieren:

„Gestern habe ich im Kreise von einer Handvoll guten Freunden ins neue Jahr gefeiert. Freunde von früher. Ich sage das deshalb, weil es für mich ein Davor und ein Danach gibt. Wann genau dieses Davor und Danach zu verorten sind, ist schwer zu sagen, denn es hängt auch mit meiner ganz persönlichen Wahrnehmung zusammen. Und genau das ist auch das Thema: die ganz persönliche Wahrnehmung.

Gestern also lief unter anderem The Police. Und so redeten wir über Sting als Musiker und über unsere Erinnerungen von früher mit seiner Musik. Er wurde hochgelobt – und dann kam der Moment, in dem ich es mir nicht verkneifen konnte: Ich erwähnte, dass ich seine Aktion, im Bataclan das Gedenkkonzert mit dem Song „Inshallah“ zu eröffnen, ziemlich taktlos fand. Stille. Blicke. Erste Frage: „Wo?“ Ich: „Na, in Paris, im Bataclan.“ Verständnislose Mienen. Ich: „In Paris! Im Bataclan! Da, wo 130 Menschen den islamistischen Anschlägen letztes Jahr am 13. November zum Opfer fielen.“ Betroffene Blicke: „Achso.“ Schweigen. Ich: „Naja, und das Neueröffnungskonzert ein Jahr später, das auch gleichzeitig Gedenkkonzert für die Opfer des Anschlags sein sollte, eröffnete Sting. Mit einem Song namens „Inshallah“. Betroffene Blicke. Wegwischen imaginärer Krümel von der Tischkante. Schweigen. Ich (mittlerweile etwas verzweifelt): „Naja, wie kann man nach diesem blutigen Massaker, das von islamistischen Dschihadisten verübt wurde, auf die Idee kommen, das Gedenkkonzert mit so einem Song zu eröffnen?“ Vorsichtiges Nachfragen: „Wie heißt der Song?“ Ich (in die Nähe des Wahnsinns kommend): „INSHALLAH!“ … „Was heißt das?“ „Das ist arabisch und heißt: So Allah will.“ – ich, wilde Blicke in die Runde werfend. Betretenes Schweigen. Dann, zögerlich: „Aber Sting ist doch Buddhist!“

Der Text ist um einiges länger, ich würde ihn gerne ganz zitieren, belasse es aber beim persönlichen Fazit der Freundin: „Nie habe ich es so deutlich empfunden, dass das Universum, das uns doch alle halten sollte, auseinanderklafft, nicht mehr eins ist – sondern ein diffuses Etwas, das aus Millionen von Wahrnehmungen besteht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Meine Freunde wussten nicht, was das Bataclan ist. Sie wussten nicht, dass Sting dort die Konzerthalle ein Jahr nach den Anschlägen eröffnete, dass überhaupt ein Gedenkkonzert stattfand. Sie wussten nicht, was Inshallah heißt. Sie konnten nicht verstehen, was ich daran seltsam fand. Sie leben nicht mehr in meiner Welt, und ich nicht mehr in ihrer.“

Der Freundeskreis schrumpft plötzlich

Warum mich dieser Beitrag noch immer beschäftigt: ich kann alles das aus eigener Erfahrung, vor allem der letzten zwei Jahre, nur zu gut nachempfinden. So ging und  geht es auch vielen Anderen; leicht an den Kommentaren unter dem oben zitierten Text zu erkennen.

„Du ahnst gar nicht, wie Du mir damit aus der Seele gesprochen hast.“, „Danke. Manchmal ist es schon erleichternd zu wissen, dass man eben nicht alleine ist. Das soll nicht arrogant klingen, denn ich habe auch nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen, aber vielen unserer Mitmenschen fehlt das breite Wissen. Die Neugier auf die Wahrheit, das Interesse für Zusammenhänge, der Sinn für Logik.“ oder „Du sprichst mir aus der Seele. Ich kann Deine Gedanken und Gefühle so gut nachvollziehen, weil ich sie auch erlebe.“

Dabei scheint dieser Abend noch durchaus friedlich abgelaufen zu sein; in anderen Fällen führten (und führen) ähnliche Begegnungen mit Bekannten oder Freunden noch zu ganz anderen Ergebnissen, bis hin zu wahren Hass- und Wutausbrüchen derer, für die sofort jeder, der die so genannte Flüchtlingspolitik und die Verharmlosung des Islams in Frage stellt, Volkstümler, Rassist und Nazi ist. Was eine ungeheure Diffamierung darstellt. Die zitierte Schreiberin ist all das nicht, so wie auch ich es nicht bin; wäre sie es, wäre sie nicht unter meinen Kontakten. Und das gilt für alle meine Kontakte.

Ich habe in den letzten zwei Jahren nahezu alle früheren Freunde und Bekannte verloren. Manche waren plötzlich verschwunden, antworteten nicht mehr auf Nachrichten. Andere meldeten sich ab, mit hochtrabenden, manchmal bewusst verletzenden Bemerkungen. Wo der kleine Geist gar nichts eigenes hergab, wurden mir Zitate an den Kopf geworfen, von Kant bis Camus und sonst wem. Ich gebe zu, die ersten Nazikeulen taten noch weh, aber das legte sich schnell. Denn niemals, nicht einmal, gab es wirklich substantiell formulierte Gegenpositionen. Das bestätigt erfreulich die eigene Wahrnehmung der Welt ringsum; so lässt es sich ganz gut verarbeiten, dass teils Jahrzehnte währende, persönliche Beziehungen abgebrochen wurden. Nicht erstaunlich, dass die, die geblieben sind, auch wirklich die sind, an denen mir etwas liegt, bei durchaus kontroversen Positionen in manchen Fragen. Es geht mir bei Freundschaften ja nicht um Konformität, sondern um Integrität. Bildung, Neugier, Austausch und Respekt.

Die Fälle gehen weit über das Anekdotische hinaus

Andere hat es härter getroffen als mich. Da wurde einer Mutter, die bei Facebook davon berichtete, dass ihre junge Tochter auf der Straße angefasst wurde, offen und mehrfach mit beruflicher Vernichtung bedroht; sie hatte gewagt zu erwähnen, dass das Kind ihr von einem dunkelhäutigen Mann erzählte. Ein anderer meiner FB-Kontakte berichtete, eine Freundin seiner Frau habe dieser empfohlen, doch einmal dafür zu sorgen, dass ihr Mann nicht mit gewissen Äußerungen die Existenz der Familie aufs Spiel setzen solle. Fälle dieser Art habe ich ohne Ende vorliegen, man muss sie nicht alle schildern, sie gleichen sich stets im Kern und gehen weit über das Anekdotische hinaus.

Sie sind symptomatisch für eine Entwicklung in unserer Gesellschaft, die dazu angetan ist, darüber zu verzweifeln. Noch einmal die anfangs zitierte FB-Freundin: „Die Erkenntnis, diese Menschen nicht erreichen zu können, ganz egal, wie viele kritische Beiträge ich z.B. hier poste, ganz einfach, weil sie nicht erreicht werden wollen, weil sie selbst entscheiden – genau wie ich – wann sie welche Wahrheiten an sich heranlassen, diese Erkenntnis macht mich ohnmächtig und kraftlos. Weil ich weiß, dass wir uns nicht annähern werden, im Gegenteil: wir werden uns immer weiter voneinander entfernen.“

Ich betone es noch einmal: Niemals ist mir, seitdem ich zum Nazi gestempelt wurde, von anderer Seite substantielle Kritik begegnet. Niemand hat auch nur versucht, seine Position des „besseren Menschen“ argumentativ zu untermauern. Statt dessen wird man ohne Umweg weggehitlert, und damit die substanzlose Gegenposition nur ja nicht ins Schwanken gerät, heißt es dann „Mit Sachargumenten brauche ich Dir ja gar nicht erst zu kommen!“  Vielen – in diesem Moment, da ich diesen Text schreibe, lese ich weitere Beispiele dieser Art – tut das (noch) weh; mit Faschisten und Massenmördern gleich gesetzt zu werden, lässt ja wohl kaum jemanden kalt.

Dass es Gruppierungen in unserer Gesellschaft gibt, die von ganz alten Zeiten träumen und tatsächlich gegenüber Fremden generell feindlich bis hassend eingestellt sind, steht nicht in Frage; aber nichts von dem, was solche Leute vertreten, kann dafür herhalten, Kritik an der aus dem Ruder geratenen Migrationspolitik generell abzuschmettern. Kein Verweis auf Geschrei rechtsradikaler Nationalisten kann dazu dienen, Kritik am islamischen Gewaltpotenzial und am wachsenden Einfluss dieser religiös verbrämten, theokratischen und antidemokratischen Ideologie auf die westlichen Gesellschaften verstummen zu lassen. Und kein noch so ins pseudo-religiöse driftender Humanismus kann die Tatsache aus der Welt schaffen, dass es zum eigenen Untergang führt, wenn man ungehindert Millionen von Menschen mit vollkommen anderem kulturellen und sozialen Hintergrund ins Land holt. Was kann eigentlich, um es deutlich zu sagen, rassistischer sein als die Vorstellung, ja Erwartung, alle diese Menschen seien willens und in der Lage, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren?

Das Problem sind nicht die Flüchtlinge, sondern die Mitschwimmer im Kielwasser

Über die amorphen Motive der verschiedenen Befürworter, Unterstützer oder zumindest Dulder der hemmungslosen Fernstenliebe wurde und wird viel geforscht, geschrieben, spekuliert und analysiert. Da gibt es ebenso die Ignorierer („Wo ist das Problem?“) wie es die Deutschland-muss-weg-Radikalen gibt, denen offenbar jedes Mittel recht ist, die westliche Kultur untergehen zu sehen. Da gibt es die völlig Verwirrten, die frohlocken, dass Deutschland „bunt“ wird und die allen Ernstes bejubeln, dass Migranten „Vielfalt in unser Leben und unsere Städte“ bringen, dass sie „Lücken in Gesellschaft und Wirtschaft schließen“, „unsere Kultur als Menschen und Freunde bereichern“, weil sie „mutig sind“ und „weil wir durch euch Demut“ lernen. Genug davon.

Wer nicht einmal erkennen mag, dass es den tatsächlichen Flüchtlingen deshalb an gesellschaftlicher Akzeptanz wie an materieller Hilfe fehlt, weil so viele in ihren Kielwasser mitschwimmen, ja sogar hergeschifft werden, die unsere bisher stabile Demokratie und deren kulturellen wie sozialen Werte nicht nur in Frage stellen, sondern aktiv ablehnen und untergraben, der ist einem fatalen Irrtum erlegen, einem Irrtum, der immer absehbarere Folgen hat. So jemand regt sich über den Begriff Nafri mehr auf als über das, was diese Leute anrichten; nicht in Einzelfällen, sondern mit einem fest definierten Ziel.

Himmel und Erde sind nicht gütig. Ihnen sind die Menschen wie strohernde Hunde. (Laotse)

Wir sind schlecht, die anderen sind Opfer, und von je weiter weg diese Opfer kommen, um so mehr sind sie Opfer, und weil wir schlecht sind, müssen wir jetzt um den Preis des eigenen gesellschaftlichen Friedens dafür Buße tun. So das Credo derer, die kritisch denkende Mitbürger als Rassisten und Nazis diffamieren.

Wer in einer von hohen Mauern und Sicherheitskräften umgebenen Festung sitzt, kann wie der aktuelle Papst wohlfeil darüber lamentieren, dass es falsch sei, Mauern zu errichten. Wer ignoriert, dass seine eigenen Glaubensbrüder und -schwestern in ihren Heimatländern oder auf der Flucht massakriert werden, kann bräsig-empört vor dem Kölner Dom auf einem Kahn stehen und von diesem herab Fernstenliebe predigen. Wer sein ganzes Leben lang keinem handfesten Beruf nachgegangen ist, sondern sich von einem Kirchenposten zum nächsten gebetet hat, kann sich natürlich darüber freuen, dass Deutschland „bunter und religiöser“ wird.

Moralische Verdammung  geboren aus moralischer Verdummung

Wer als erwachsener Mensch noch immer die Frisur eines Kapauns trägt, kann sich, den Antisemiten Augstein und dessen Blatt hinter sich wissend, anmaßen, differenzierend denkende und argumentierende Kritiker als „Aber-Nazis“ zu beschimpfen, weil diese nicht bereit sind, alles abzunicken, was seit dem völligen Kontrollverlust der deutschen Bundesregierung in unserem Land passiert und noch passieren wird. Wer auf einer jenseits jeglichen Verstandes schwebenden, „einen Doppelzentner fleischgewordene Dummheit“ (Henryk M. Broder) tragenden  Wolke sitzt (wenn sie nicht gerade hinter dem Spruch „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ herläuft und mit dem iranischen Botschafter in Berlin, an dessen Händen viel Blut klebt, abklatscht), kann sich, stets nahe am Wasser gebaut, darüber auslassen, wie widerlich doch jeder sei, der nicht bereit ist, sein Land diesem Merkel’schen Kontrollverlust zu opfern.

Und wer sich als Bundesminister öffentlich bei Musikanten für ihren Einsatz im Dienst des Linksradikalismus bedankt und sich in Kumpanei mit alten Stasiseilschaften an einer der wesentlichsten Stützen unserer Demokratie, der Meinungsfreiheit, vergeht, kann dies heute, nahezu ungehindert, gegen nur schwache Proteste ohne mit der Krawatte zu zucken durchziehen. Warum? Weil so jemand sich immer noch auf den bedeutenden Teil der schweigenden Bevölkerung stützen kann, die, sei es aus Angst um ihre eigene private und berufliche Existenz oder sei es aus Ignoranz, den Dingen ihren Lauf lässt. Mit schlimmen Folgen, wie sich täglich mehr zeigt. Es ist doch noch immer gut gegangen? Das haben schon ganz andere Kulturen geglaubt, und die hatten eine weitaus längere Existenz in der Geschichte vorzuweisen als die Bundesrepublik Deutschland. Von manchen dieser Kulturen sind nicht mehr als Legenden übrig geblieben.

Ein Fernstenliebender kann vieles, aber eines kann er nicht: mir einreden, ich sei ein Rassist, ein Nationalist, ein Nazi, nur weil ich nicht bereit bin, dem Niedergang unserer westlichen Kultur kritiklos, womöglich sogar mitwirkend, zuzuarbeiten. Und das gilt für ungezählte Mitmenschen, denen all das ganz und gar fremd ist, was mit Tümelei und Fremdenfeindlichkeit zu tun hat, und die trotzdem erkannt haben, auf was unsere Gesellschaft zusteuert. Viele von ihnen sehen sich hilflos den Anschuldigungen ausgeliefert, und je mehr diese Anschuldigungen von Leuten kommen, mit denen sie – bisher – viele Gemeinsamkeiten hatten, viel mehr als mit reaktionären Positionen, um so fassungsloser sind sie, müssen sie doch auf einmal erkennen, welche autoritären, reflexionsunfähigen Charaktere in den früheren Freunden und Bekannten stecken, die sofort mit der ach so wohlfeilen Nazikeule um sich schlagen. Wohlfeil, weil man sich dann nicht inhaltlich mit kritischen Positionen auseinandersetzen muss. Und da es keine inhaltlich tragfähigen Gründe für das gibt, was in dieser Zeit nicht einfach nur über uns herein bricht, sondern sogar noch gefördert wird, bleibt nur eins übrig: moralische Verdammung. Geboren aus moralischer Verdummung.

https://brd-schwindel.org/sag-mir-wo-die-freunde-sind/

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Der Honigmann

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Handystrahlung – der moderne, schweigende Eindringling. Alles Leben basiert auf Elektromagnetismus. Die menschengemachten Mikrowellenstrahlung (verurscht durch die weltweit verbreiteten Mobiltelefone, oder Handys, welche buchstäblich unseren Kindern in die Wiege gelegt werden, WLAN, Schnurlostelefon, Mikrowellenofen etc.) bewegt sich in den selben Frequenzbereichen, in welchen die Natur kommuniziert – und sogar auch unsere Körperzellen! Die künstlich erzeugten Strahlungen zerstören alle lebensfördernde Prozesse und bedrohen ALLES natürliche Leben. Lösungen, wie Sie sich, Tiere und Natur schützen können, präsentiert:
Marcel Hofmann, MSEE
Vortrag gehalten am
20. Internationalenen „Neuer Wissenschaftlicher Ausblick“ Welt-Kongress, Ulm, Deutschland, 29.10. – 01.11.2015

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The World Foundation for Natural Science

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Dieser Wald ist nicht viel anders als andere. Oberflächlich betrachtet sieht er so aus: Es gibt Bäume – große, mittelgroße und kleine. Es gibt Wild. Viel Wild. Und Vögel. Eine Menge Vögel, man kann sie hören und sehen. Es gibt auch Milane, und die kreisen majestätisch oft genau über diesem Wald. Dass es so ist, darauf würden viele Menschen einen Eid schwören. Man hat sie aber nicht gefragt. Es gibt Wege. Und besondere Orte. Zum Beispiel einen wunderbaren Findling am Wegesrand. Moosüberzogenes Totholz. Stellen, an denen Wundersames passiert ist. Und bald gibt es dort Windräder. Eine kleine Geschichte über eine große Lüge.

Ja, es ist ein Wald wie fast alle anderen. Und doch ist er etwas Besonderes: Es ist unser Wald. Er gibt uns immer noch Holz für den Winter und Kühle im Sommer. Er zeigt uns, wie schön und wertvoll Natur ist. Nun wird aus unserem Wald ein Industriegebiet. Drei sogenannte Windenergieanlagen (WEA) werden gebaut. Mit der Rodung wurde bereits begonnen. Und das ist bitter: Für die Tiere, für den Wald, für uns Menschen. Widerstand war von Anfang an zwecklos.

Dienstag, 27. Dezember. Ich lese in »meiner« Zeitung, dass die drei Windenergieanlagen im Wald zwischen Grünberg, den Stadtteilen Weickartshain, Stockhausen und Lehnheim sowie dem Mücker Ortsteil Flensungen vom Regierungspräsidenten in Gießen genehmigt wurden. Wenige Tage vor Jahreswechsel also. Und das hat einen guten, nein keinen guten Grund. Betreiber von Windkraftanlagen erhalten garantierte Abnahmepreise. Schon für das laufende erste Quartal wurden die zugesagten Preise aber gesenkt. Was 2016 noch genehmigt wurde, wird noch nach der alten Regel gefördert. Es musste also schnell gehen … Viele Menschen im Seenbachtal hatten trotzdem bis zuletzt gehofft, dass noch ein Wunder geschieht. Es blieb aus. Nun also werden Tatsachen geschaffen. Oder doch nicht?

Januar 2017. Ich suche im Wald nach den genauen Standorten. Was kein großes Problem ist, den Wald kenne ich seit Kindertagen. Aber ein bisschen hin und her laufen muss ich schon, dabei auch die Wege verlassen, dann aber habe ich die drei Holzpflöcke gefunden, auf denen steht: WEA 1, WEA 2 und WEA 3. Jede Anlage wird 200 Meter hoch sein. Im Vogelsberg soll, so heißt es, bald ein Windrad mit rund 240 Meter Höhe gebaut werden. Ob’s stimmt? Keine Ahnung. Da man bislang aber auf dieses Mittelgebirge keinerlei Rücksicht genommen hat, kann ich mir vorstellen, dass die Betreiber das den Menschen und Tieren dort oben auch noch zumuten. Was nun überall gebaut wird, sind stählerne Riesen, aber keine Windräder mehr.

Viele Menschen finden Windräder toll. Aber viele eben auch nicht. Manche, die in der Nähe solcher WEA leben müssen, haben Angst um ihre Gesundheit, fürchten auch um den Wert ihrer Immobilien. Das Landschaftsbild ist ein Thema. Bei den Windrädern, die im Wald errichtet werden, kommt aber etwas Gravierendes hinzu: Natur wird zerstört, Tiere werden vertrieben oder getötet, Naherholungsgebiete werden in Industrieparks umgewandelt. Das geschieht nun auch in Grünberg – nur gut 1000 Meter entfernt von zwei Schulen, an denen insgesamt 1625 Schüler unterrichtet werden. Egal, der Magistrat wollte es so, das Parlament hat damals nach ein wenig Geplänkel zugestimmt – und jetzt hat eben auch das RP Gießen seinen Segen erteilt. Und das alles, obwohl 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland laut einer repräsentativen Umfrage Windräder in Wäldern ablehnen. Aus gutem Grund!

Mitten durch das betroffene Gebiet führt der alte Weg, früher war es nur ein Pfad, von Stockhausen nach Grünberg. Als Schüler bin ich ihn manchmal gegangen, wenn der Unterricht in der Theo-Koch-Schule spät endete und kein Bus mehr fuhr. Ich konnte dabei die Zeit vergessen, denn ich kam am alten »Saufang« vorbei – und an den Fischteichen. Da gab es allerlei zu bestaunen. Ich konnte Molche fangen, war auf der Suche nach Salamandern. Oft bekam ich dann zu Hause Ärger, weil meine Eltern sich Sorgen gemacht hatten. Aber ich lernte viel über die Natur, sammelte Bucheckern, kannte bald jeden Weg, bestaunte die höchsten Bäume und wusste auch, wo man Wild beobachten konnte. Viele Kinder und Jugendliche im Dorf hatten damals eine enge Beziehung zu diesem besonderen Teil der Gemarkung. Und manche haben sie auch heute noch.

Jede Familie in Stockhausen und Weickartshain hat seine eigene Geschichte mit diesem Wald. Meine auch. Kurz vor Weihnachten 1957 ist mein Vater in diesem Forst verunglückt. Beim Fällen eines Baumes traf ihn ein großer Ast an Kopf und Schulter. Er hatte schwere Schädelverletzungen. Dennoch lief er nach Hause. In der Küche ist er dann kollabiert, war dem Sterben nahe. Viele Jahre später hat er mir die Stelle gezeigt, an der es passiert ist. Seit Mitte Januar weiß ich, dass genau dort nun eine dieser Industrieanlagen gebaut wird. Kann niemand wissen, interessiert sicher auch nur wenige. Aber es gibt Dutzende solcher Geschichten. Es leben nicht mehr so viele der alten Waldarbeiter. Die noch da sind, könnten eine Menge erzählen. Auch sie wurden nicht gefragt, was sie vom Bau der WEA halten. In diesem Wald haben früher alle aus den Dörfern rundum Holz gemacht, haben Spalten ewig weit getragen, weil man mit dem Wagen nicht nahe herankam. Jeder, der älter als 50 ist, wird sich noch daran erinnern. Wir haben dort das Sommerholz gelesen und Reisig geholt – damit wurde das Backhaus angeheizt.

Eine Frau aus dem Vogelsberg schrieb mir vor einigen Monaten: »Oft frage ich mich, was mein Großvater zu diesem Irrsinn (Windräder im Wald) gesagt hätte. Ich kann mich noch gut erinnern, als vor dreißig Jahren der große Eisbruch in unseren Wäldern war. Mein Opa hat oft davon erzählt, wie er spät abends den Krach berstender Bäume im Dorf gehört hat, aber keine Vorstellung hatte, was da oben passiert. Als er am nächsten Tag in unseren Wald fuhr, waren alle Bäume wie Streichhölzer abgeknickt. Trotzdem hat er mit 67 Jahren alles noch mal aufgearbeitet und neu bepflanzt. Wenn ich daran denke, wie meine Vorfahren sich im Wald krumm und bucklig gearbeitet haben, werde ich wütend über diese Respektlosigkeit und diese Habgier, mit der nun unsere Natur ausgebeutet und zerstört wird. Wo bleibt die Demut vor der Schöpfung!?« Ich weiß es nicht.

Mein Vater war einige Jahre Waldarbeiter. Er hat uns viel über diese Zeit erzählt. Das Wort Demut kannte er auch. Würde er noch leben, wäre er Windkraftgegner. Ganz sicher. Er war immer voll des Lobes über die Förster, die damals noch genau das machten, was wir heute als nachhaltige Forstwirtschaft bezeichnen. Die Haltung mancher Forstleute hat sich geändert. Auf der Website von Hessen Forst kann man lesen: »Zum Schutz von Natur- und Landschaft stimmen wir die Maßnahmen zur Errichtung von Windenergieanlagen so ab, dass möglichst wenig Fläche beeinträchtigt wird. Sensible Wälder werden geschont und auch dort, wo besondere Arten wie zum Beispiel der Schwarzstorch, die Mopsfledermaus oder der Rotmilan ihr Zuhause im Wald gefunden haben, wird auf Windenergieanlagen verzichtet.« Gut, aber dann dürften in unserem Wald keine Windräder gebaut werden. Der Milan ist da. Andere besonders geschützte Tierarten wurden einfach vertrieben, in dem man ihnen die Lebensgrundlage entzogen hat.

Dort, wo nun bald das WEA 2 stehen wird, war ein Ort, an dem sich Fuchs und Hase eine gute Nacht gewünscht haben. Bis zum nächsten Tag, an dem wieder der Kampf ums Überleben begann. Die Stelle hatte bis vor einigen Tagen etwas Verwunschenes: Kleine Fichten standen da, es gab Mulden, die den Tieren im Winter Schutz boten gegen eisigen Wind. Bald wird sich da ein Koloss aus Stahl dem Himmel entgegenstrecken. Und für Tiere wird kein Platz mehr sein. WEA 1 wird wie ein Mahnmal jeden Autofahrer auf der B49 daran erinnern, dass hier ein Exempel statuiert wurde: Man hat der Bürgerinitiative gezeigt, wer die Macht hat. Und WEA 3 liegt ganz nah bei meinem Berg vor Weickartshain. Nur ein Steinwurf entfernt. Dieser Sehnsuchts- und Zufluchtsort wird also zerstört. Wie viele andere auch.

Ich könnte noch eine Menge schreiben. Aber ich brauche noch ein bisschen Platz, benötige noch ein paar Zeilen für das, was heute Abend bevorsteht. Auf Antrag der FDP-Fraktion wird im Stadtparlament noch einmal über einen Ausstieg diskutiert und abgestimmt. Vermutlich zu spät. Und die Mehrheiten sind gesichert. Aber man könnte heute Abend ein Signal aussenden: Ja, wir haben Zweifel! Aber man will vermutlich nicht. Man – das sind Magistrat und Stadtverordnete. Viele von ihnen sind in den letzten Wochen nachdenklich geworden. Menschen, die es wissen müssen, sagen, dass wohl Druck ausgeübt wurde auf die, die vielleicht die Hand gehoben hätten für den FDP-Antrag. Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß: Einige, insbesondere die Fraktionschefs, wollen das Thema vom Tisch haben. Nach dem Motto: »Es soll endlich gebaut werden, damit Ruhe ist. Es werden sich schon alle daran gewöhnen.« Nein, sie werden sich nicht daran gewöhnen. Ich werde mich auch nicht daran gewöhnen.

Vielleicht denken manche, es ist ja nur ein kleiner Zipfel eines wirklich großen Waldes, auf den es gar nicht ankommt. Doch, es kommt darauf an. Ein Wald, auch ein Zipfel, ist mehr als Holz, ein Wald ist Leben. Es ist anmaßend, was die Politiker, allen voran die Grünen, nun der Natur, vor allem den Tieren abfordern. Früher haben die Grünen jede Kröte, jeden Hamster über die Straße getragen. Und das war gut und richtig. Sie haben die Menschen in unserem Land für den Umweltschutz sensibilisiert. Heute setzen sie alles daran, die Energiewende zu einem Erfolg zu führen. So aber wird das nichts werden. Klimaschutz und Naturschutz vertragen sich nicht mehr. Es kracht und knirscht überall.

Es gibt Menschen, die sagen, dass Windkraftgegner sich nicht aus Idealismus engagieren. Sie würden doch alle bezahlt – von der Ölmafia, der Kohlemafia und der Atommafia. So viel Mafia – und so viel Unsinn. Es ist schon sehr dreist, es zeugt von Unwissenheit und es ist ein Schlag ins Gesicht von Menschen, die mehr als nur ihre Freizeit dafür geben, damit zum Beispiel der Wahnsinn im Vogelsberg endlich ein Ende hat.

Ich glaube: Kein Windkraftgegner wird sich gegen eine sinnvolle und vor allem zielführende Energiewende stellen. Alle wollen doch weg vom schmierigen Öl und der dreckigen Kohle. Die Atomkraft ist ohnehin so gut wie tot. Aber wir sehen auch: Der CO2-Ausstoß wird nicht weniger, er nimmt zu. Und es drohen Blackouts.

Heute sagt man in Grünberg zu denen, die über einen Ausstieg aus dem Vertrag nachdenken: »Damit schadest du der Stadt!« Ich sage: Wer damals Ja zum Vertrag gesagt hat, der hat der Stadt viel mehr geschadet. Weil man nicht bis zum Ende gedacht hat. Und weil man vielleicht noch nie mitten in diesem Wald gestanden, nie den Milan beobachtet hat. Weil man nie einen Salamander in der Hand gehalten hat und nicht weiß, wie betörend gut frisches Harz duftet. Weil man nie im Moos gelegen und auch nie auf einer Lichtung rote und grüne Ostereier gefunden hat.

Das ist unser Wald. Ja, es ist auch mein Wald. Wenn die Windräder stehen und die Rotoren sich drehen, werde ich ihn nie wieder betreten. Ich wünsche den Tieren, dass sie eine neue Heimat finden. Dort will man sie sowieso nicht mehr haben. Ich wünsche dem Milan und der Haselmaus, dem Schwarzstorch und den vielen Fledermäusen, dass sie künftig verschont bleiben von der großen Lüge, die man heute noch stolz die Energiewende nennt.

Man hat immer die Wahl im Leben: Man kann schweigen – oder sprechen. Man kann sitzenbleiben – oder aufstehen. Man kann auf einen Tisch steigen, um eine neue Perspektive einzunehmen. Oder man kann weiter auf seine Akten starren und so tun, als ginge einen das alles nichts an. Man wird sehen, für was sich unsere Abgeordneten entscheiden: Für oder gegen den Wald.

http://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/art457,211189

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Gruß an die

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