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Profil-Schreiberin Ingrid Brodnig gibt Tipps für den Umgang mit "unbekannten Webseiten". Wir haben mit www.profil.at die Probe aufs Exempel gemacht und Erstaunliches herausgefunden. Foto: Screenshots profil.at / Montage: unzensuriert

Profil-Schreiberin Ingrid Brodnig gibt Tipps für den Umgang mit „unbekannten Webseiten“. Wir haben mit http://www.profil.at die Probe aufs Exempel gemacht und Erstaunliches herausgefunden.
Foto: Screenshots profil.at / Montage: unzensuriert
18. Juni 2017 – 17:00

„Wie heutzutage mit Lügenpropaganda Politik gemacht wird und welche Gefahren daraus für die Demokratie erwachsen, ist Gegenstand des neuen Buches von Ingrid Brodnig, profil-Kolumnistin und digitale Botschafterin Österreichs in der EU.“ – Das schreibt die profil-Redaktion im Inhaltswegweiser auf Seite 5 des aktuellen Heftes mit dem Aufmachertitel „Netz der Lüge“. Wer weiter blättert, muss davon ausgehen, dass sich das neue Buch hauptsächlich mit dem profil beschäftigt.

Ehrlich gemeinter Alarmismus

Brodnig steht unter den systemfreundlichen Belehr-Journalisten für den Typus, dem man aufgrund des Habitus und der in der Stimme stets mitschwingenden Besorgtheit attestieren muss, es ehrlich zu meinen. Ob das für oder gegen sie spricht, möge jeder selbst entscheiden. Der zehnseitige „Vorabdruck“ im aktuellen profil beginnt schon alarmistisch genug:

Im Netz, wie wir es heute kennen, nähert sich der Mensch seinen schlimmeren Eigenschaften: Er lügt, hasst, droht und verroht.

Was ist wirklich wahr? Jedenfalls, dass Populisten schuld sind

Zwar wird attestiert, dass es „höchst umstritten“ sei, „wie die Gegenwart denn nun wirklich aussieht, was als Faktum gelten darf, was Wahrheit ist und was Fake“, doch schon in der ersten Zwischenüberschritt wird unmissverständlich klargemacht, wer dafür verantwortlich ist:

Populisten kreieren Parallelrealitäten

Es folgt ein langes Zitat von FPÖ-Obmann HC Strache, das inhaltswidrig am Ende so zusammengefasst wird:

Heinz-Christian Strache ist nicht der einzige Populist, der seinen Wählern eine Abschottungsstrategie gegenüber den etablierten Medien empfiehlt.

Tatsächlich hat er das gar nicht empfohlen, sondern darauf hingewiesen, dass „oftmals Journalisten gar nicht mehr frei und unabhängig berichten dürfen“ und immer mehr Menschen eine „Gleichschaltung der veröffentlichten Meinung“ bemerken und beklagen. Deshalb, so Straches Befund, würden sich immer mehr Menschen alternativen Medien zuwenden, „weil es die Möglichkeit gibt, auch andere Meinungen zu lesen“.

Neid auf die große Leserschaft der „Populisten“ klingt durch

Es folgt Wehklagen über die hohe Anhängerzahl der FPÖ in den sozialen Medien im Vergleich zu Mainstream-Medien, und schon springen wir mitten hinein in die beliebte Verschwörungstheorie, wonach wie von Geisterhand organisierte, amerikanische Rechtsextreme mit Fake-Profilen ohne Sprachkenntnisse die Wahlen in Frankreich manipuliert hätten.

Schlechte Webseiten erkennen für Dummies

Doch es gibt laut Brodnig Wege, diesen perfiden populistischen Manipulationsversuchen zu entkommen. Weil das nach sieben Seiten mit dem oben beschriebenen Inhalt selbst die hartgesottensten profil-Leser eher nicht mehr aufnehmen werden, hat die Autorin auch ein praktisches Video mit guten Tipps aufgenommen und auf die Webseite gestellt. 3:21 Minuten, so wohl die Hoffnung, schauen vielleicht auch diejenigen zu, die sonst „so krass erfundene“ Geschichten wie „Demenz-Gerüchte um Van der Bellen“ glauben und „so schockierend“ finden würden, dass sie das sofort mit ihren Freunden teilen wollen.

Frage für profil-Leser: Was lese ich da eigentlich?

Man sollte sich, so die Tipps zusammengefasst, viel öfter die Frage stellen: „Was lese ich da eigentlich?“ Zu diesem Zweck hat auch unzensuriert den unvermeidlichen Gastauftritt. Brodnig führt im Video vor, wie man – bei der Ansicht unseres Artikels, dass sich in Bozen eine Bürgerwehr gegen aggressive „Jugendliche“ gebildet hat – sofort die „unbekannte Webseite“ hinterfragen kann, ja fast muss. Hier die Anleitung aus Brodnigs Mund:

In diesem Fall empfiehlt es sich, einfach ein zweites Browserfenster aufzumachen und dort den Namen der jeweiligen Webseite auf Google zu suchen. Häufig sieht man dann sofort, dass die jeweilige Webseite schon mit Falschmeldungen aufgeflogen ist (Anmerkung: Der eingeblendete Bildschirmausschnitt im profil-Video zeigt dies bezogen auf unzensuriert nicht!) oder dass sie zum Beispiel in einem Naheverhältnis zu einer Partei steht (Anmerkung: Dazu sieht man die Schlagzeile ausgerechnet eines profil-Artikels). Beides sind recht interessante Informationen.

Dem können wir nur zustimmen und wir haben diese Methode gleich mit einer weitgehend unbekannten Webseite ausporbiert, nämlich jener namens www.profil.at. Gefunden haben wir doch „recht interessante Informationen“ wie zum Beispiel:

Wir werden daher jetzt immer gleich wegklicken, wenn wir – was zum Glück nicht oft vorkommt – über die sozialen Medien irrtümlich auf diese Seite geleitet werden. Doch für diesmal kam die Warnung für uns zu spät. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon einen anderen profil-Artikel online gelesen, der uns überhaupt erst auf diese besonders ergiebige Ausgabe gestoßen hat. Der Titel lautet:

Ukrainischer Außenminister Klimkin: „Ich rechne mit russischen Störmanövern“

Das alleine klingt jetzt angesichts des De-facto-Kriegszustandes, in dem sich die beiden Staaten befinden, nicht besonders spektakulär, aber Pavlo Klimkin denkt hier nicht an Kiew oder den Donbass, sondern an Österreich und die Wahlen am 15. Oktober. Interviewer Otmar Lahodynsky bettelt ihn auch regelrecht darum an. Die Frage, OB sich Russland einmischen könnte, stellt er erst gar nicht.

profil: Wie könnte sich Russland in die österreichische Innenpolitik einmischen? Durch Stärkung der FPÖ, die im Vorjahr mit Putins Partei „Einiges Russland“ einen Kooperationsvertrag geschlossen hat? 

Klimkins Antwort auf diese Frage fällt erwartbar aus, wenngleich er sich weigert, dem profil-Redakteur den Gefallen zu tun, die FPÖ hineinzuziehen. Auch Fragen wie „Tut die EU genug für die Ukraine?“oder „Erscheinen Ihnen die Russland-Sanktionen noch sinnvoll?“und „Was hat denn Russland zuletzt an Cyberkrieg-Methoden gegen die Ukraine erprobt?“ geben dem Ukrainer gute Gelegenheiten, anti-russische Kriegspropaganda abzuladen, wofür ihm das Magazin zwei volle Seiten zur Verfügung gestellt hat.

Erster Einmischungsversuch aus der Ukraine, vermittelt durch profil

Der erste Versuch, mit ausländischer Propaganda die österreichischen Wahlen zu beeinflussen, kommt also nicht aus Russland sondern aus der Ukraine – allerdings mit besonders unbeholfener Beihilfe durch profil.

Otmar Lahodynsky, so viel sei erklärend aus seiner Biographie zitiert, ist übrigens Obmann der „Vereinigung Europäischer Journalisten“ und schreibt wie seine Kollegin Brodnig Bücher, 2005 etwa: „EU for you! So funktioniert die Europäische Union“ (2005), erschienen auch auf slowenisch, kroatisch, türkisch und estnisch.

https://www.unzensuriert.de/fakenews?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

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Integration a la Rot-Grün: Arabisch, Persisch, Türkisch als Schulfächer – Abitur geplant – CDU befürchtet parallele Schulhofsprache

Die Rot-Grüne Regierungskoalition in Niedersachsen will künftig Arabisch, Türkisch, Farsi und Polnisch für Schüler mit Migrationshintergrund anbieten. Mit diesem Sprachenangebot sollen sie in Deutschland besser integriert werden. Ob die europäische Sprache Polnisch hier nur als Maskierung der Absichten dient oder ob es polnische Schüler besonders schwer mit dem Deutschen haben, bleibt dahingestellt.

Für eine bessere Integration in Deutschland soll in Schulen künftig Arabisch, Türkisch, Farsi und Polnisch für Schüler mit Migrationshintergrund angeboten werden. So will es Rot-Grün für Niedersachsen.

 Einem entsprechenden Antrag wurde von der SPD- und Grünen-Fraktion im Landtag bereits zugestimmt. Die Regierungskoalition verspricht sich davon eine bessere Förderung von Schülern mit nicht deutscher Herkunftssprache.

Die Herkunftssprache soll demnach in allen Schulformen auch in der Mittel- und Oberstufe als Fach Zeugnisrelevanz erhalten. Es sollen künftig sogar Abiturprüfungen in Fächern wie Arabisch oder Türkisch möglich sein.

„Die Förderung der Erstsprache eines Kindes ist enorm wichtig, dann fällt auch das Erlernen der deutschen Sprache leichter“, meint die SPD-Abgeordnete Karin Logemann, berichtet „Die Welt“.

Nach Ansicht der Grünen sei das richtige Erlernen der eigenen Herkunftssprache eine Bedingung für den weiteren schulischen Erfolg in Deutschland.

CDU gegen parallele Schulhofsprachen

In der CDU zeigt man sich hingegen skeptisch: „Mit Ihrem Antrag gehen Sie zu weit. Um in unserem Land anzukommen, müssen Kinder die deutsche Sprache können,“ sagt CDU-Politiker Clemens Lammerskitten.

Zudem wolle die CDU keine Schulen, wo es eine parallele Schulhofsprache gebe. Der Bildungsexperte Björn Försterling von der FDP meint auch, es sei zunächst wichtiger die Flüchtlingskinder in den Schulen zu integrieren. Das Lernen der Muttersprache habe dabei keine Priorität.

SPD-Kultusministerin Frauke Heiligenstadt verwies hingegen darauf, dass in Niedersachsen bereits an mehreren Grundschulen Türkisch unterrichtet werde.

 In anderen Bundesländern ist ein erweitertes Fremdsprachenangebot schon Alltag. In Hamburg etwa können Schüler je nach Schulform neben den üblichen Fremdsprachen auch Polnisch, Russisch, Türkisch oder Chinesisch lernen. Diese Sprachen können dort auch als schriftliches oder mündliches Abiturfach belegt werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es einen Kernlehrplan für Türkisch am Gymnasium.

AfD protestiert

„Für uns ist dieser Vorstoß ein Beleg dafür, dass die Integrationspolitik vollständig gescheitert ist. Wer in Deutschland einen Schulabschluss erreichen möchte, der muss Prüfungen zwingend in deutscher Sprache absolvieren. Eine Integration in den Arbeitsmarkt ist wohl kaum möglich, wenn die zukünftigen „Fachkräfte“ unsere Sprache nicht in Wort und Schrift beherrschen“, heißt es auf der Facebook-Seite der Partei.

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/arabisch-tuerkisch-farsi-und-polnisch-sollen-jetzt-schulfaecher-werden-afd-sieht-integrationspolitik-als-gescheitert-a2092538.html

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