Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘USA’


….dieser Beitrag erschien schon einmal am 14. März 2010

Dieser Teil der Chronik behandelt die Konfrontationspolitik der Kennedys, die Entstehung einer Gegenallianz und die Vorbereitungen zur Ermordung des Präsidenten.

Die zentralen Themen und Personen sind:
Allianz gegen Kennedy, Ölindustrie, Stahlkonzerne, I. Irving Davidson, Attentatsplan, Bahamas und Kuba, Meyer Lansky, Richard Nixon, Angriffe der Exilkubaner, Lee Harvey Oswald und Gerry Hemming und Guy Banister: Spurenfabrikaton, Vorbereitungen in Dallas, Plot gegen Duvalier in Haiti von George DeMohrenschildt und Clemard Joseph Charles, Die Mafia in Bedrängnis, Kennedys Konfrontationskurs: Finanzpolitik, Gleichstellung der Schwarzen, Martin Luther King, Kennedys Aussenpolitik, Atomtestverbot, Aufrüstung, Berlin, Profumo-Skandal, Lateinamerika, Putsch gegen Carlos Arosemena Monroy von Ecuador und weitere Anstrengungen gegen Kuba. ‘Trotskist’ Oswald, Ermordung von Estes Kefauver, Attentatsplanung in Dallas, Doppelgänger, Mafiaenthüllungen, Putschgeschichten: Juan Bosch in der Dominikanische Republik, Fidel Castro auf Kuba und Ramon Villeda Morales in Honduras, Ruby und Oswald, Jackie Kennedy und Aristoteles Onassis, Bobby-Baker-Skandal und Lyndon Johnson, Robert Kennedy und Ellen Rometsch, Sturz von Ngo Dinh Diem in Vietnam, Navy SEAL, Rückzugspläne.
Der Text umfasst ca. 30 Seiten.

Januar 1963 Allianz gegen Kennedy

John Kennedy schlägt zusammen mit seinem Budgetentwurf eine Steuerreform vor, die eine Steuererleichterung für die unteren Einkommensschichten, eine Revision der Kapitalsteuer und die Eliminierung von Steuerprivilegien der Ölindustrie und der Lücken im Steuergesetz vorsieht.

Nachdem der ‚Kennedy Act’ vom 16.10.62 die Unterscheidung zwischen importierten und im Ausland reinvestierten Gewinnen aufhob, fiel die Kapitalrendite der Auslandsinvestitionen der Ölkonzerne bereits von 30% auf 15%. Bisher konnten die amerikanischen Ölfirmen aufgrund der speziellen Ölförderrechte bis zu 27,5% ihrer Gewinne von den Steuern abziehen.
Der Vorschlag ist eine Konfrontation mit dem Big Business, allen voran den Ölbaronen, die geschätzte $300 Mio. mehr Steuern zahlen müssten. Bedford Wynne spendet der Demokratischen Partei im Januar 1963 $500′000, offenbar um den Skandal seines Freundes Bobby Baker zu unterdrücken, worauf Murchisons Sohn John in einem Gespräch mit JFK die Fortführung der privilegierten Ölförderrechte gewährt werden. Wynne investierte in Geschäfte mit Bobby Baker, I. Irving Davidson, Allen Dorfman und Thomas Webb und versucht zusammen mit Clint Murchison und Gordon McLendon zu verhindern, dass Jimmy Hoffa ins Gefängnis muss.

Die texanischen Ölmagnaten, deren Steuerprivilegien bedroht sind, unterstützen die Anti-Kennedy-Koalition aktiv.
Sie verfügen über die von ihnen kontrollierten Medien, ihre Lobbyisten und den Zahlungen enormen Einfluss auf Politik und Justiz. Nelson Bunker und H. Lamar Hunt beispielsweise unterstützen die John Birch Society und die Minutemen, finanzieren das Facts Forum (später Life Line), eine Radiosendung, die täglich über 409 Stationen gesendet wird, bezahlten Joseph McCarthy, Roy Cohn, den Sprecher des Repräsentantenhauses Sam Rayburn und Lyndon B. Johnson, haben enge Verbindungen zu Militärs (General George C. Kenney, General Albert Wedemeyer, Admiral James Van Fleet, General Edwin A. Walker) und zum FBI.
J. Edgar Hoover ist ein Pokerfreund von Hunt, der eine direkte Telefonleitung zu Hoover hat. 1955 orderte der FBI-Chef den Agenten Paul Rothermel zum Schutz Hunts ab. Der frühere FBI-Agent Booth Mooney ist Hunts Verbindungsmann zu Präsident Johnson und schreibt etwa die Hälfte von Hunts rechtsextremen Radiosendungen Lifeline. Hunt iniziierte und finanziert einen eigenen Geheimdienst, den Foreign Intelligence Digest. Beteiligt daran sind unter anderem General Willoughby, Frank Capell, Billy James Hargis, José Ignacio Rasco, Austin J. App, Raymond de Jaegher und Philip J. Corso. Der FID steht in Kontakt zur Gehlen-Organisation, die trotz ihrer technischen Nationalisierung als BND ein unabhängiges Netzwerk bleibt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewannen solche Netzwerke zunehmend an Bedeutung und waren in fast alle Skandale verwickelt. Die H.L.H. Productions Inc. diente zur Finanzierung verdeckter Operationen, auch zusammen mit der Mafia. Hunt steht in Verbindung mit Frank Erickson, Ray Ryan, Frank Costello, Carlos Marcello und Joe Civello.

Bereits im Mai 1962 benutzte Kennedy sein Amt, um die grossen Stahlkonzerne dazu zu bringen, ihre angekündeten Preissteigerungen rückgängig zu machen, indem das Verteidigungsministerium Stahl bei einer kleinen Firma bestellte, die die Preise nicht erhöht hatten.
In einem Interview bezichtigte JFK die Firmenleiter der unverantwortbaren Gewinnsucht, was in der Geschäftswelt heftige Reaktionen auslöste. Die hauptbetroffene United States Steel Corporation (Anm.: Teil des Rothschild/Rockefeller-Portfolios) produziert nicht nur 25% des Stahls der USA, sondern auch Zement, Fertighäuser, Waffen und (Atom-)Rüstungsanlagen und betreibt Minen, Eisenbahnen, Hafenanlagen und Handelschiffe.
Die 18 Direktoren sind mit Managements von 85 weiteren Gesellschaften (davon 20 Banken und Finanzinstitute, 10 Versicherungsgesellschaften und 54 Industrie- und Handelskonzerne) verbunden. Die Kennedys versuchen, die widerspenstigen Firmen mit Antitrustklagen einzuschüchtern. Das Justizministerium gewinnt 1963 45 von 46 Prozessen gegen grosse Konzerne, aber viele Manager und Firmeninhaber stellen sich nun gegen die Kennedys.

Kennedys Steuerreform bedroht auch den steuerfreien Status der Schifffahrt: Reeder unter ausländischer Flagge wie Aristoteles Onassis oder die Liberian Services müssten bei der auf den 25.11.63 geplanten Änderung des National Labor Relations Board-Status Millionen an bezahlen.
Die gesamte Schifffahrt von Liberia wird von der Liberian Services, Inc. (LSI) kontrolliert, einer CIA-Front
.
Die US-Kontrolle über das afrikanische Land sicherte Roosevelts und Trumans Aussenminister Edward R. Stetteninus. Vor dem II. Weltkrieg, als die USA in Liberia Stützpunkte für Wasserflugzeuge aufbauten, war Stetteninus Präsident der U.S.Steel. Sein Vater, der für J.P. Morgan arbeitete, war im 1. Weltkrieg der Chef des Federal Lend-Lease-Programms. Edward R. Stetteninus schuf die grösste Handelsbank der Welt, die International Bank of Washington. Nach dem Krieg setzte er sich für die Gründung der Vereinten Nationen ein und war der erste amerikanische UN-Botschafter. Er kaufte dem liberischen Diktator faktisch alle Rechte ab: die Rechte für die Kautschuk- und Minenindustrie, für die Schifffahrt und selbst für die Flagge.

I. Irving Davidson verkörpert mit seinen Beziehungen die Gegenallianz zu den Kennedys. Bis 1963 entwickelt sich diese Gegnerschaft zu einem Krieg zwischen der Kennedy- und der Johnson-Fraktion, der an verschiedenen Fronten geführt wird.
Wichtig ist zu verstehen, wie einzelne Exponenten der Ölmultis, der Waffenindustrie, der Hochfinanz, der Militärs, der Mafia, der Polizei, der Exilkubaner und der verschiedenen Geheimdienste zusammen funktionieren.
Unter der institutionellen und pseudodemokratischen Oberfläche liegen langbestehende Beziehungen und konvergierende Interessen der Beteiligten, deren Rekonstruktion zentral für das Verständnis der Ereignisse ist. Um Situationen und historische Prozesse nachvollziehen zu können, muss man den fiktiven Charakter von Institutionen, Organisationen und Staaten durchschauen und diese aus der handlungstheoretischen Perspektive der Akteure interpretieren. Die Ontologisierung sozialer Konstruktionen erlaubt zwar eine Vereinfachung der Komplexität historischer Ereignisse, führt aber zugleich zu einer Ideologisierung dieser kollektiven Orientierungsinhalte.

Quellen: Groden/Livingstone: 306ff,416, Hersh: 345-352, Engberg: 2, Hamilton-Paterson (2000): 44, Horowitz: 339-341, Marrs: 275f, Scott (1993): 226f,305, Tarpley/Chaitkin: 136,177ff, Pepper, Dankbaar.
Februar 1963 Attentatsplan

Chicago-Boss Sam Giancana gerät innerhalb der Mafia unter Druck, da er Kennedy an die Macht hievte.
Santos Trafficante und Jimmy Hoffa wollen den Justizminister Robert Kennedy umbringen lassen, aber Carlos Marcello besteht auf der Eliminierung des Präsidenten. Am 31.10.62 wurde der Deportationsbefehls gegen Marcello bestätigt und Marcello drängt auf Taten. Giancana muss eingestehen, dass er sich bei den Kennedys verschätzt hat, und Marcello setzt sich mit seiner Forderung durch. Frank Ragano, Anwalt von Trafficante und Hoffa und Freund Marcellos bestätigt später, dass die Attentatsplanung im Februar 1963 bereits am Laufen ist. Die Attentatsvorbereitungen dauern mehrere Monate, da zunächst einmal Pläne für Mordanschläge in Miami, Los Angeles, Chicago und Dallas ausgearbeitet werden.

FBI-Direktor Hoover verstärkt, nachdem RFK ihn wegen Untätigkeit gerügt hat, die Überwachung Marcellos. Zuständig dafür ist FBI-Agent Regis Kennedy, der während Jahren berichtete, Marcello sei ein einfacher Tomatenhändler, wofür er von Marcello bezahlt wird. Trotz der Anweisung zur erhöhten Anstrengung schafft es das lokale FBI nicht, in New Orleans und Dallas weiterzukommen. Dabei hat Marcellos Imperium einen geschätzten Wert von $1,6 Mia. Die New Orleans Crime Commission schätzt, dass 1963 Gewinne von $500 Mio. aus dem Spielgeschäft, $100 Mio. von Bars und Saloons, $8 Mio. durch Einbrüche und Hold-ups, $6 Mio. aus der Prostitution und $400 Mio. aus Geldwasch-Investitionen im Transportwesen, in Finanzgeschäften und Liegenschaften herausspringen.

Quellen: Callahan: 138-140, Davis (1988): 120-125.
April 1963 Von Kuba auf den Bahamas und zurück

Nach dem definitiven Ende der Casinos auf Kuba trommelte Meyer Lansky 1962 Charles Tourine, Michael Coppola, Dino Cellini, Max Courtney und Frank Ritter im Fontainebleau Hotel in Miami zusammen, um die Spielgeschäfte auf die Bahamas zu verlegen. Dazu schmierte Lansky den Chef des Entwicklungsbüros, Sir Stafford Sands, mit ungefähr $2 Mio.
Dan “Dusty” Peters fliegt zwei Mal wöchentlich von den Bahamas nach Miami und bringt je um die $300′000 der beiden Casinos auf das Festland. Lanskys Verbündete Wallace Groves und Lou Chesler sind mit der Resort International von James Crosby auf Paradise Island assoziiert, dessen Bruder Peter Crosby ein Betrüger mit Kontakten zu Mafia-Aktienschwindler Louis Mastriana und John Lombardozzi ist. Bebe Rebozo konsultiert beim Handel mit gestohlenenen Aktien Peter Crosby, Mastriana und Donald Nixon. Der erste Casinodirektor auf Paradise ist Eddie Cellini, der schon in Kuba in zwei Casinos für Lansky arbeitete.

Crosby arbeitete an Werbeaktionen für Richard Nixons Präsidentschaftskampagne 1960 mit, Chesler befand sich im Wahlkampftross. Crosby und der Cellini-Mann Sy Alter, der Politiker und Richter schmierte, um einer Verurteilung wegen Verletzung des Alkoholgesetzes zu entgehen, finanzieren Nixon 1968. Nixon und Rebozo waren an den Verhandlungen zur Erteilung der Casinolizenz auf Paradise Island beteiligt, über das Gelder für Nixons Kampagne und Tasche gewaschen werden. Den beiden gehört, zusammen mit George Smathers, die Brücke zur Insel, die nach dem heutigen Wert $5 Mio. abwirft, wobei die Gewinne bei der Zürcher Cosmos Bank, die Niederlassungen in New York und auf den Bahamas hat, deponiert werden. Auch die UBS-Tochter Cantrade führt ein Konto von Nixon, der öffentlich behauptet, nie mit ausländischen Banken zu tun gehabt zu haben, aber in den 80er Jahren jedes Jahr nach Zürich reist.
Auch andere Leute aus diesem Umfeld wie Richard Pistell, der den Kauf von Paradise Island durch Robert Vesco Anfang der 70er Jahre organisiert, tragen zur Wahl Nixons zum Präsidenten bei. Um sein Comeback vorzubereiten, wird Nixon ein Job bei einer Anwaltsfirma (Nixon, Mudge, Rose, Guthrie and Alexander) organisiert, die sich auf Steuerhinterziehung und Vermögensverwaltung spezialisierte. Zu den Kunden zählen Don Kendall, Bob Abplanalp, Stavros Niarchos, Arnholdt Smith und Ngo Dinh Diem. Für $135′000 kauft sich Nixon eine Wohnung in New York neben Nelson Rockefeller. 1972 entdeckt IRS-Informant Norman Caspar auf der Kundenliste der Castle Bank auf den Bahamas, dass Nixon seit den 50er Jahren ein Konto bei der CIA-/Mafia-Geldwaschanlage auf seinen eigenen Namen führt. Als IRS-Agent Richard Jaffe die Liste anfordert, fehlt der Name des Präsidenten, und da IRS-Kommissar Donald Alexander, dessen Name selbst auf einem Index der Castle erscheint, von Nixon ernannt wurde, stoppt die Untersuchung. Vor einem Ausschuss vermutet Caspar plötzlich, jemand, der zu viele Martinis getrunken habe, könnte Nixons Namen auf diese Liste gesetzt haben.

Jerry Buchanan schliesst sich der Aktion von Zacarias Acosta, dem Leiter der Exilkubanergruppe “Los Pinos Nuevos”, an, die mit dem Boot Violynn III einen sowjetischen Frachter angreifen wollen. Richard Lauchli lieferte der Gruppe Los Pinos Nuevos das nötige Dynamit dazu. Alex Rorke, William Johnson, George Smathers und Frank Sturgis waren an der Planung dieses Attentats, das parallel zu einem Bombenangriff mit einem Beechcraft-Flugzeug stattfinden soll, mitbeteiligt. In den Bahamas wird das mit Waffen vollbeladene Boot von den Briten gestoppt, die es mit den sechzehn Personen am 1.4. in Nassau der United States Coast Guard übergeben.

Am 26.4. erzählt Alexander Rorke dem Miami Harald, er sei tags zuvor nach Kuba geflogen, um die Nico Lopez Ölraffinerie, die vorher Shell und Esso gehörte, in Havanna zu bombardieren. Laureano Batista von der Christian Democratic Movement, Geoffrey Francis Sullivan und Steve Justin Wilson hätten die selbstgemachten Napalm- und Penilitebomben, nachdem sie sie mit ihren Zigarren angezündet hätten, aus dem Fenster der zweimotorigen Maschine geworfen. Havanna bestätigt den Angriff, der scheiterte, weil die Bomben nicht expodierten. Der Angriff zeigt jedoch, dass die US-Behörden die Exilkubaner nicht kontrollieren und wie leicht die kubanische Flugabwehr zu umgehen ist. Trotz dieser Provokation, die in der gesamten Presse verbreitet wird, und der Kritik Kubas unterbindet das Justizministerium eine Untersuchung des Angriffs.

Am 17.4. gibt Miro Cardona, der Chef des Cuban Revolutionary Council, eine Pressekonferenz, auf der seinen Rücktritt bekannt gibt. In einer Serie von Treffen mit dem Justizminister forderte er vergeblich $50 Millionen für eine erneute Invasion Kubas. Der Protest-Rücktritt Cardonas führt zu einer Spaltung der Exilkubaner und zu Flügelkämpfen. Weil dieser Schritt an die Öffentlichkeit eine Blamage für Kennedy, der immer jeglichen Zusammenhang seiner Regierung mit den Aktivitäten der Exilkubaner bestritt, und eine Form von Erpressung ist, streicht die Kennedy-Regierung die Unterstützung des CRC.

Paulino Sierra trifft sich am 15.5.63 in Miami mit Exilkubanerführer aller politischen Richtungen, um die Koordination der einzelnen Gruppen und eine gemeinsame militärische Invasion zu organisieren. Pedro Diaz Lanz, Carlos Rodriguez Quesada und Felipe Vidal Santiago sind an diesem Treffen eingeladen. Vidal kennt CIA-Offizier William Bishop, der Vorkenntnisse über das Kennedy-Attentat besitzt. Carlos Rodriguez Quesada ist der Leiter der “Bewegung 30.November”, von der sich im Mai 1962 die “Revolutionäre Bewegung 30.November” abspaltete. Quesadas Gruppe kooperiert 1963 mit der “Junta Del Gobierno de Cuba en Exilio” von Sierra, beispielsweise bei der Entführung von kubanischen Fischerbooten im Februar, an der Roy Hargraves beteiligt war.

Sierra behauptet, er vertrete ein Gruppe reicher Geschäftsleute von Chicago, zu denen William Trull gehöre, die zusammen mit der United Fruit und der Standard Oil $30 Mio. aufwerfen würden für die Beseitigung Castros, egal ob dies mit oder ohne Unterstützung der Regierung geschehe. Bis im Juli gelingt es ihm, eine mächtige Koalition auf die Beine zu stellen, die Carlos Prio Socarras als Präsidenten und Sierra selbst als Aussenminister einer neuen kubanischen Regierung vorsieht. Im August wendet sich Sierrra an Richard Lauchli und die Hemming-Mitarbeiter Steve Justin Wilson, Denis Linns Harber und Joe Garman, um Waffen zu beschaffen. Im Sepember verkündet Prio seine Kollaboration mit Sierras Allianz, womit der von den Kennedys favorisierte Manuel Artime isoliert wird. Bereits im Oktober beginnen Probleme bei Waffenkäufen, mit den Behörden und bei der Frage der Kooperation mit linken Exilkubanern das Funkionieren dieser Koalition zu bedrohen.

Loran Hall und Gerry Hemming sind im Mai in Dallas, um Geld für Waffen und Trainingscamps der Exilkubaner aufzutreiben. Hemming ist im Juni in einen Waffendiebstahl verwickelt, wobei der beraubte Waffenhändler Mike Marino die Waffen zurückerhält und dafür von der US-Zollbehörde verhaftet wird.

Quellen: Weberman (7): 22-25, (10):26-28,66-69, (11): 29, Best: 38, Collier/Horowitz: 379f, Russell: 5, Summers (2000): 240-245,252-259,510ff.
April 1963 Lee Harvey Oswald

An einer Party im Februar stellte George DeMohrenschildt seinen Freund Lee Harvey Oswald dem Faschisten Volkmar Schmidt vor, wonach dieser unbedingt wollte, dass Oswald auch Michael Paine kennenlernt.
Schmidt führte mit Wilhelm Kuetumeyer Versuche an Psychiatriepatienten durch, war am Plot “20. Juli” dabei und arbeitet nach seiner Flucht in die USA bei Ölfirma Magnolia. DeMohrenschildt schenkte Oswald Hitlers “Mein Kampf”, das dieser angeblich während seiner Marinezeit bereits gelesen hatte. An der Party waren noch andere Magnolia-Mitarbeiter mit Kontakten zur CIA anwesend. Oswald machte Bekanntschaft mit Everett Glover, dem Sohn des Direktors von Radio Free Europe, und mit dem Admiral der Naval Intelligence H. E. Bruton.

Am 12. März bestellte Oswald als A. J. Hidell bei Klein’s Sporting Goods Company in Chicago das Mannlicher-Carcano Gewehr und wurde daraufhin damit und dem 38-Smith & Wesson Revolver von George Rose and Company auf Schiessplätzen gesehen. Gerry Hemming besass ebenfalls zwei Mannlicher-Carcano Gewehre, die er 1962 einem Saul Sagué gab, von dem Hugh C. McDonald behauptet, er sei einer der Mörder Kennedys. Ein Mario Tauler Sague war im Sommer 1960 zusammen mit Armando Cubria Ramos an einem CIA-Attentatsversuch gegen Castro beteiligt. CIA-Agent Robert D. Morrow, der mit Gerry Hemming und Mario Kohly zusammenarbeitet, behauptet, er hätte David Ferrie vor dem Kennedy-Attentat zwei Mannlicher Gewehre verkauft.

Marina Oswald schrieb der russischen Botschaft am 27.2.63, dass sie in die Sowjetunion zurückkehren möchte, ohne ihren Mann. Oswald schlägt seine Frau, weil sie mit anderen Männern schläft. Sie zieht am 24.4.63 mit dem Kind zu Michaels Frau Ruth Paine, die eine aktive “Betreuungsaufgabe” übernimmt. Ruth Paines Vater, William Avery Hyde, ist ein Geschäftspartner von DeMohrenschildt und an Kommunisteninfiltrationen beteiligt. Er arbeitet hauptsächlich für eine Versicherungsgesellschaft und die CIA dominierte Agency for International Development. Ruth Paine ist eine Quäkerin und beim Friends World Committee beteiligt, das Austauschstudenten, von denen etwa 25% CIA-Agenten sind, in die UdSSR schickt. Ihre Schwester Sylvia Ludlow Hyde Hoke arbeitet seit 1954 für die CIA und später ebenfalls für die AID. Sie ist befreundet mit Talbot Bielefeldt, Chef der UdSSR-Dokumentationsabteilung der CIA. Ruths Schwager John Lindsey Hoke war in Zusammenhang mit der International Cooperation Administration, der Vorläuferorganisation der AID, bei der er später ebenfalls arbeitet, im Geheimdienstbereich für die US-Botschaft in Panama tätig.

Ruths Ehemann, Michael Ralph Paine, von dem sie getrennt lebt, aber in häufigem Kontakt steht, arbeitet in der Carswell Air Force Base in Fort Worth in der Bewaffnungs- und Elektronikabteilung, die Unterhaltsarbeiten für B-52-Atombomber ausführen.
Paines Militärgeheimdienstname lautet auf Charles Melvin Coffey. Seine Familie hat Beziehungen zur United Fruit, zu Rockefeller und zur Gibraltar Steamship, die der CIA Schiffe für die Schweinebuchtoperation offerierte.
Paine ist ein Cousin des United Fruit-Direktors Alexander Cochrane Forbes und des United Fruit-Präsidenten Thomas Dudley Cabot.

Vater George Lyman Paine heiratete nach seiner Scheidung die Trotzkistin Frances Drake, wodurch er enge Kontakte zu dieser Szene bekommt und vermutlich als CIA-Informant arbeitet. George Paine war mit der Liebhaberin von Allen Dulles, Mary Bancroft, befreundet. Ruth Forbes war zuvor mit Arthur Young, der mit Dulles in Korrespondenz steht, verheiratet. Young war einer der Mitbegründer der Bell Helicopter, wo der Nazi Walter R. Dornberger Vizepräsident ist. Dornberger war für die Einsätze der V2-Raketen auf London verantwortlich und hätte wegen Massenmord in Nürnberg hängen sollen. 1950 wurde er entgegen den Protesten und Warnungen der Engländer von der Joint Intelligence Objectives Agency in die USA gebracht. Michael Paine arbeitete ebenfalls sieben Jahre für Bell Aircraft.

George DeMohrenschildt zügelt nach einer Überprüfung der Domestic Operations Division der CIA im April und Mai nach Haiti. Die CIA schickt Oswald nach New Orleans, wo er Guy Banister unterstellt sein wird. Am 6.4.63 gibt Oswald seine Stelle in Dallas auf und zieht zu Lilian und Charles Murret. Offiziell verliert er seine Stelle bei Jaggars, Chiles & Stovall am 5.4.63, weil er russische Zeitungen las. Obwohl er laut Warren-Bericht erst Ende April nach New Orleans kommt, wurde er dort schon im März im Gefängnis von einem Beamten der Einwanderungsbehörde interviewt. Marina Oswald kommt mit dem Kind ebenfalls nach New Orleans, als er am 9.5. eine Wohung mietet.

Charles Murret arbeitet als Buchmacher im Glückspielgeschäft der Marcellos unter Sam Saia. Oswalds Mutter Marguerite war jahrelang mit Sam Termine, dem Chauffeur und Leibwächter Marcellos, mit Raoul Sere und mit Clem Sehrt, Anwalt und Geschäftsfreund von Marcello, befreundet. Oswald arbeitete auch als Laufbursche und Kassierer für seinen Onkel.

FBI-Informant Gene Sumner beobachtet während eines Essens im Town & Country-Restaurant, wie Marcello-Mitarbeiter und Restaurantmanager Joseph Poretto Oswald ein Bündel Geldscheine zusteckt. Eugene DeLaparra, Angehöriger des Marine Corps und ebenfalls FBI-Informant, der halbtags in der “Tregles Bar” vom Lounnor Restaurant arbeitet, hört eine Unterhaltung zwischen Marcellos Geschäftsfreund Bernard Tregle, Norman Le Blanc und David Ferrie, in der es um das Gewehr für die Ermordung Kennedys geht.

Um 21 Uhr des 10.4.63 schiesst Gerry Hemming mit “Oswalds” Mannlicher-Carcano auf General Edwin Walker, der an seinem Schreibtisch arbeitet. Hemming schiesst absichtlich daneben und Walker bleibt unverletzt. Zur Vorbereitung des vermeintlichen Attentats photographierte Lee Harvey Oswald Walkers Haus, und dessen Adresse und Telephonnummer stehen in Oswalds Adressbuch. Mit diesem vermeintlichen Mordversuch eines konservativen Exponenten wird die Legende von Oswalds Gewalttätigkeit aufgebaut.
Zudem macht Hemming, für dessen INTERPEN Walker Geld auftreibt, den rechtsextremen General zu einem Märtyrer. DeMohrenschildt ‚bestätigt’ nach dem Kennedymord, dass Oswald ihm das Gewehr gezeigt habe, mit dem er auf Walker geschossen habe, und auch Michel und Ruth Paine tragen mit ihren Zeugenaussagen, Oswald habe Walker mit Hitler verglichen und ihn deshalb beseitigen wollen, zur “Beweisführung” des kommunistischen Gewalttäters bei.

Walker befehligte in Deutschland die 24. Division der U.S.Army und benutzte seine Stellung, um seinen Soldaten faschistische Proagandaliteratur zu verteilen. Angewiesen, dies sofort zu stoppen, quittierte er seinen Dienst und kam 1961 in die USA zurück, um politisch tätig zu werden. Walker wurde einer der Sprecher der ultrarechten John-Birch Society, kandidierte 1962 für das Amt des Gouverneurs von Texas gegen John Connally und begab sich im Februar 1962 zusammen mit dem rechtsextremen Prediger Billy James Hargis auf eine nationale Propagandatournee. Nach der Schweinebuchtmisere stellte die CIA Walker ein, um die Exilkubaner wieder zu bewaffnen und zu trainieren. Walker wurde am 1.10.62 verhaftet, weil er einen Aufstand an der Mississippi-Universität angeführt hatte, um die Immatrikulation des Afroamerikaners James Meredith zu verhindern.
Kennedy schickte 3000 Soldaten zur Niederschlagung des Aufstandes, und Walker wurde auf Initiave von Robert Kennedy von Psychiatern untersucht, als paranoid dignostiziert und in eine geschlossene Abteilung verfrachtet. Robert Morris und Dr. Stubblefield vom Parkland Hospital gelang es schliesslich, Walker wieder frei zu bekommen.
Walkers rechte Hand Robert Allan Surrey ist befreundet mit FBI-Agent James P. Hosty, der Oswald im Herbst beschattet/betreut. Surrey liefert zusätzliche Informationen über das angebliche Attentat Oswalds aud den General und produziert die “Kennedy – Wanted for Treason”-Flugblätter, die entlang der Parade am 22.11.63 von Mitgliedern der JBS verteilt werden. Der Bruder von Walkers Fahrer, Larrie Schmidt, schreibt mit Bernard Weissman das schwarzumrandete “Todes”-Inserat, das am 22.11.63 in der Dallas Morning News erscheint.
Walker kennt Jack Ruby und ist mit Warren Reynolds befreundet, der den Mörder Tippits verfolgt. Augenzeuge Reynolds ist zuerst unfähig, Oswald als den Mörder zu identifizieren, kann es aber, nachdem ihm in den Kopf geschossen wird, was er überlebt, und nachdem er sich mit Walker getroffen hat.
Am 23.11.63 ruft Walker den Herausgeber Gerhard Frey der faschistischen Deutsche National Zeitung an und beschuldigt Oswald, er habe auf ihn geschossen
. Frey ist Mitglied der Neonazi-Organisationen Witiko Liga, deren Präsident Walter Becher 1950 in den USA ein Büro eröffnete, über das Kontakte zu Joe McCarthy, Charles Willoughby, Edwin Walker, Robert Morris, Douglas MacArthur und FBI-Agent Dan Smooth laufen. Marina Oswald bestätigt Walkers Geschichte und beschuldigt ihren Mann im Januar 1964 auch, dass er auch Richard Nixon habe umbringen wollen. Sie habe es verhindert, da sie die Badezimmertüre abgeschlossen und ihn drei Stunden eingesperrt habe. Weder die Warren-Kommission noch das FBI können mit dieser Geschichte etwas anfangen. Die Geschichte, die vermutlich von Isaac Don Levine kommt, zielt ebenfalls darauf ab, Oswald als Killer von Politikern des rechten Lagers zu profilieren. Nixon hätte laut Maurice Carlson, dem Präsidenten der Reliance Life and Accident Insurance Company, Ende April angeblich am Southeast Dallas Chamber of Commerce sein sollen. Don Levine ist an der CIA-Aktion zur Expatriierung der Töchter von Alexander Ziger, Oswalds Boss in der Radiofabrik in Minsk, nach Argentinien beteiligt.

Oswald arbeitet vom 9.5. bis 19.7.63 in der Nähe von Banisters Büro im Kaffee-en-gros-Geschäft William B. Reilly Company als Kellerwart. William Reilly finanziert das Crusade to Free Cuba Committee von Arcacha und das Information Council of the Americas von Alton Ochsner und Edward Scannel Butler. Gleichzeitig mit Oswald beginnt dort auch der ehemalige FBI-Agent William I. Monaghan, der vorher bei Standard Fruit gearbeitet hat und Mitglied des INCA ist. Das INCA spielt eine wichtige Rolle bei der Verleumdung Oswalds als “kommunistischem Propagandisten”. Carlos Bringuier, ebenfalls ein Mitglied der INCA, propagiert die “Kommunistenzugehörigkeit” Oswalds über das Directorio Revolucionario Estudiantil. Butler veröffentlicht zu Beginn der Garrison-Untersuchung die “kommunistischen” Vernetzungen Oswalds. Monaghan verlässt die Firma ebenfalls, als Oswald gefeuert wird

Daneben ist Oswald für William Guy Banister aktiv. Oswald ist laut Banisters Sekretärin und Liebhaberin Delphine Points Roberts ein Undercoveragent Banisters. Roberts ist wie ihre Ehemänner in rechtesextremen Kreisen aktiv. Oswald arbeitet einerseits als Kommunist getarnter Spitzel/Provokateur für die CIA unter Banister, wofür er $200 pro Monat erhält, und andererseits als FBI-Informant. Seine FBI-Informantennummer lautet S-172 oder S-179. FBI-Agent Warren DeBrueys, der Sergio Arcacha Smith kennt, geht davon aus, dass Oswald ein Undercoveragent für das Cuban Revolutionary Council ist. Im Juli 1963 versucht sich Oswald in ein Trainingslager der Exilkubaner in Lacombe nördlich von New Orleans einzuschmuggeln. Das Trainingslager befindet sich auf einem Grundstück von Mike McLaney, einem ehemaligen Casinobesitzer aus Havanna mit Verbindungen zu Santos Trafficante und Meyer Lansky.

Sieben FBI-Beamte sind in den eineinhalb Jahren bis zu seinem Tod in Kontakt mit Oswald. William Torbitt schliesst daraus, dass Hoover über die FBI-Division Five und die Defense Industrial Security Command hinter der Manipulation Oswalds stecke. Oswald erledigt aber nicht nur Aufträge des FBI, sondern auch der bundesstaatlichen Social Security, des Secret Service und der Alcohol, Tobacco, and Firearms-Einheit der U.S.Treasury, weshalb er bei einem Privatdetektivbüro angestellt ist und nicht beim FBI. Im Auftrag der AFT bestellte Oswald als “A. J. Hidell” am 27.1.63 den Smith & Wesson-Revolver bei George Rose and Company, mit der Hemming geschäftet. Bis heute haben sich die Behörden geweigert, Oswalds Steuerunterlagen zu veröffentlichen, die die genauen Auftragsverhältnisse klarstellen würden.

Banister war Polizist und arbeitete ab 1934 bei der Untersuchungsabteilung des Justizministeriums. Als SAC des FBI in Chicago war er an der legendären Schiesserei beteiligt, in der Amerikas Staatsfeind Nummer Eins, John Dillinger, getötet wurde. Einer seiner Mitarbeiter war Robert Maheu, der das FBI in den 50er Jahren verliess. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Banister auch für das ONI, zu dem er über Anwalt und ONI-Reserveoffizier Guy Johnson weiterhin Kontakt. Aufgrund des lausigen Handlings eines Mordfalles in Minnesota wurde Banister vom FBI gefeuert, worauf er nach Louisiana zurückkehrte, für Gatlin arbeitete und zu trinken begann.

Maurice Gatlin war Chefankläger beim Steueramt von Louisiana und arbeitete für Huey Long an Verleumdungskampagnen gegen Kritiker des Senators. Gatlin stand in Kontakt mit den Kommandanten der Militärakademie Guatemalas, Roberto Barrios Pena und Carlos Castillo Armas, und belieferte die CIA 1954 mit Informationen für den Putsch gegen Arbenz. Zudem war er ein Lobbyist des dominikanischen Diktators Trujillo. Gatlin stellte Spitzel ein, um Kommunistenorganisationen zu infiltrieren und gründete 1954 das Anti-Communist Committee of the Americas, Caribbean Division, das zur Inter-American Confederation for the Defense of the Continent gehört.

Vizepräsident dieser Organisation wird der ehemalige Polizei- und Militärgeheimdienstchef Batistas, Salvador Diaz Verson, der ebenfalls Präsident der Anti-Communist League of Cuba ist. Guy Banister, der das Naziblatt Thunderbolt abonniert und den Führer der Nazipartei George Lincoln Rockwell kennt, gehört ebenfalls dieser Organisation an. Rockwells Name steht auch in Oswalds Adressbuch. Ein anderer Verbündeter von Banister ist der korrupte Bürgermeister von New Orleans DeLesseps Story Morrison, der zusammen mit dem Warren-Kommissionsmitglied Hale Boggs eine Anwaltkanzlei führte. Nach vier Amtszeiten wurde er im Juli 1963 zum Botschafter der Organization of the American States ernannt. Er trat 1962 wegen Korruptionsvorwürfen zurück und wird Gouverneur von Louisiana.

Banister war Untersuchungsbeamter im Louisiana’s Committee on Un-American Activities und wurde stellvertretender Polizeichef, aber 1957 entlassen, weil er einen Kellner mit der Pistole schlug. Daraufhin gründete Banister sein eigenes Privatdetektivbüro, trat der John Birch Society und der ultrarechten, paramilitärischen Untergrundorganisation der Minutemen bei. Zudem gibt er den rassistischen Louisiana Intelligence Digest heraus. 1960 wollte ihn Bürgermeister Richard Daley als Polizeichef nach Chicago berufen, was verhindert wurde, weil die CIA im August begann, Banisters Detektivbüro als Cover für verdeckte Operationen zu benutzen. Für oder mit Banister arbeiten Joseph Oster, Grady Durham, John Sullivan, Edward Stuart Suggs (=Jack Martin), Major Stewart, David Ferrie, George Singleton, Alvin Cobb, Joseph Newbrough und Thomas Edward Beckham. Über FBI-Agent Regis Kennedy, der oft in Banisters Büro auftaucht, laufen Kontakte zu Marcello. Spätestens ab Ende 1962 steht Banister auf der Gehaltsliste von Carlos Marcello.

Am 6.1.61 gründete Banister die Friends of Democratic Cuba, die die Cuban Revolutionary Front von Sergio Arcacha Smith unterstützen soll. Dabei arbeitet Banister mit E. Howard Hunt und Frank Sturgis zusammen. Banisters Büro ist die Operationsbasis für die CIA-Operation MUNGO, bei der Exilkubaner in Trainingslagern für die Eroberung Kubas vorbereitet werden. Neben seinem Detektivbüro an der 531 Lafayette Street/544 Camp Street befand sich bis 1962 das CRC von Arcacha, wo oft Waffen und Sprengstoff für die Arcachas Kampftruppen gelagert wurden. Arcacha musste New Orleans 1962 wegen seine Betrügereien verlassen und ging nach Dallas. Diese Adresse ist die Drehscheibe der exilkubanischen Aktivitäten und befindet sich in unmittelbarer Nähe der lokalen FBI- und CIA-Büros. Auch für die Schweinebuchtinvasion lagerte Banister Waffen in seinem Büro.
Banisters Waffendepot in Houma, Louisiana gehört der Schlumberger Corporation, die auch rechtsextreme Terroristen in Algerien beliefert. Aus diesem Waffendepot organisieren Banister, Ferrie, Andrew Blackman, Sergio Arcacha Smith, Gordon Novel und Layton Martens einen Scheindiebstahl, wonach sie behaupten, das Justizministerium und damit Robert Kennedy stehe hinter dem Diebstahl. Laut Novels Frau ist Gordon einer der Doppelgänger Oswalds, der wie Seymour belastende Spuren legt.

Zusammen mit William Wayne Dalzell gründete Banister Ende 1961 das Radio Free Cuba. Banister wurde Ende der 50er Jahre der Kopf der Anti-Communism League of the Caribbean in New Orleans. Die ACLC wurde ursprünglich von der CIA aufgebaut mit dem Ziel, Arbenz in Guatemala zu stürzen und gehört zur World Anti-Communist League. Bei einer Reise nach Europa trifft sich Banister auch mit französischen Terroristen. Über die Permindex von Clay Shaw spendet die ACLC der Organisation de l’Armée Secrète $200′000 für die Ermordung Charles de Gaulles. Als Folge des missglückten Attentats wird die schweizerische Niederlassung der Permindex geschlossen und das mit der Permindex verhängte Centro Mondiale Comerciale muss seinen Sitz von Rom nach Johannesburg verlegen. De Gaulle ist überzeugt, dass auch NATO-Kreise hinter den Attentatsversuchen stecken, da General Maurice Challe Kontakte zum Pentagon und zur DIA hat.

An den angeblich kommunismusgefährdeten Tulane- und Louisiana State-Universtäten baute Banister ein Netz von Informanten auf, deren Berichte von Jerry Milton Brooks regelmässig ins FBI-Büro von New Orleans gebracht werden, wo man sie ins Archiv integriert. An der Tulane-Universität ist auch H. Warner Kloepfer, der mit seiner Frau Ruth in Oswalds Adressbuch steht. Oswald soll an einer Party an der Tulane-Universtät bei Robert Hoffman gewesen sein. Banister ist zusammen mit seinen Mitarbeitern auch an COINTELPRO-Aktionen des FBI beteiligt.

Guy Banister baut Oswald gezielt als Sündenbock auf und plant mit David Ferrie Oswalds Aktivitäten, die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregen sollen: Oswald gibt sich bei seinen Aufträgen als fanatischen Kommunisten, Waffennarr und Einzelgänger aus. Er bewirbt sich am 26.5.63 bei Direktor Ted Lee am Hauptsitz des Fair Play for Cuba Committee in New York, um eine Zweigstelle in New Orleans zu gründen, deren einziges Mitglied er selbst bleibt. Ab dem 28.5.63 führt Oswald eine intensive Korrespondenz mit Lee, der offenbar ebenfalls Mitglied der Progressive Labor Movement ist und von der CIA und dem FBI intensiv überwacht wird. Die CIA-Operation gegen das FPCC unterstehen James McCord und David Atlee Phillips, der eng mit E. Howard Hunt zusammenarbeitet und laut James Files Oswalds Kontrollagent ist. Auf Wunsch der CIA bricht das FBI unter Leitung von SAC John Malone im April und im Oktober 1963 im Hauptquartier des FPCC und im Mai ins Büro des PLM ein, wobei auch Oswalds Korrespondenz fotografiert wird.

Nachdem Hoover am 7.12.63 die Morduntersuchung bereits abschliessen will, veröffentlicht die Presse 6 Briefkopien Oswalds, die Ted Lee nach dem Attentat dem FBI übergab. In der New Yorker Ausgabe des Journal-American schreibt Guy Richards, ein Freund von John Malone, das Attentat könnte eine vom FPCC gesteuerte Verschwörung sein. Lee wird vom Senatsausschuss von Julien Sourwine, der von Trujillo, Somoza und Pawley unterstützt wird, und Senator James Eastland, der zusammen mit Pawley 1963 eine Kubainvasion plant, in Hearings in die Mangel genommen. Der CIA-Verbündete William Pawley ist der Botschafterin Claire Booth Luce befreundet, die seine Kubaaktionen unterstützt, an einer auch Oswald 1962 einmal mit Justin McCarthy beteiligt war.

Oswald druckt “Hands Off Cuba”-Pamphlete und Mitgliedskarten des “N.O.F.P.C.C.” Unter den Namen Osborne und Hidell verteilt Oswald Mitte Juni Flugblätter mit politischer Agitation für Castro. Banister bekommt einen Wutanfall, als er entdeckt, dass Oswald die Adresse 544 Camp Street als Sitz des FPCC auf die Flugblätter gedruckt hat. Einige der Zeugen, die Oswald in New Orleans beobachten, beschreiben ihn als sauber und geplegt, andere als fluchenden und dreckigen Säufer, was bedeutet, das ein Doppelgänger auftritt. Banister stellt andere junge Männer wie die beiden Ex-Marines Allen und Daniel Campbell ein, die Pro-Kuba-Studentengruppen infiltrieren.

Als Oswald bei Reilly gefeuert wird, freut er sich, weil er erwartet, bald bei der NASA im neu eröffneten Space Center in Michoud bei New Orleans zu arbeiten. Tatsächlich wechseln 5 seiner Arbeitskollegen der Kaffeefirma kurz danach zur NASA. Einer davon ist Dante Marachini, der am selben Tag wie Oswald dort zu arbeiten begann und ein Freund von Davis Ferrie ist. Zur selben Zeit beginnen 2 weitere Freunde Ferries bei der NASA zu arbeiten: James Lewallen und, unter seinem Militärpseudonym Charles Melvin Coffey, Michael Paine.

Quellen: Bartholomew: 54, 57f, Weberman (8): 44f,62, (9), (10): 2,18-20, (11):1-55, (12): 17ff, (14): 31, Groden/Livingstone: 299f,308f,437f, Tarpley/Chaitkin: 117-129, Brussell (1983): 16-22, Marrs: 225-230,260,342, Bartholomew: 55, Callahan: 36,66,89,108ff, Scott (1993): 95,261, (1994):2f, Rose:2f, Anson: 121-126,191-217,249ff, Davis (1988): 122-137,404,415, Sylwester: 17-19, Summers (1993): 322-325, (1989): 576, Torbitt: 15-17,23,29f, Dankbaar.
April 1963 Vorbereitungen in Dallas

Vizepräsident Lyndon B. Johnson trifft kurz vor Mittag des 23.4.63 in Dallas ein und hat 2 Arbeitsessen, 2 Privatkonferenzen in den beiden Zeitungsbüros und hält eine Rede an einem Wissenschaftsmeeting. Während der Konferenz bei der Dallas Times Herald kündigt er an, Kennedy könnte in der nächsten Zeit einen Tagesbesuch in Texas machen. Johnson vergleicht Kennedy mit einem Piloten und meint, man solle ihn nicht jetzt abschiessen, sondern auf seinen Besuch warten, was wie eine Botschaft tönt.

Offenbar steht die Einladung Kennedys zum Al Thomas Appreciation Dinner für den 21.11.63 von Jack Valenti in Houston bereits fest. An diesem Dinner wird Rubys Freund und Waffenhandelspartner Jack Halfen, der den Vizepräsidenten im Auftrag Marcellos schmiert, teilnehmen. Am 24.4. bestätigt das Weisse Haus die Reise des Präsidenten im November nach Texas. JFK will im Rahmen der Kampagne für die Wiederwahl San Antonio, Houston, Fort Worth, Dallas und Austin besuchen. Die Demokratische Partei in Texas zwischen dem konservativen Flügel um Lyndon Johnson und John Connally und den Liberalen um Ralph Yarborough zerstritten, seit die Partei Johnsons Sitz an den Republikaner John Tower verloren hat. JFK muss versuchen, die konservativen Texaner auf seine Seite zu bringen, da er Johnson durch George Smathers ersetzen will. Johnson muss darüber auf dem Laufenden sein, weil Bobby Bakers Sekretärin Carola Tyler mit Smathers Sekretärin Mary Jo Kopechne zusammenwohnt. Tyler kommt in einem ungeklärten Flugzeugunfall, Kopechne in einem inszenierten Autounfall mit Teddy Kennedy am 18.9.69 ums Leben.

Der Rechtsextreme Cecil Bernard Smith, der die Kampagnen von Johnson trotz seinen beschränkten finanziellen Mitteln unterstützt, verkauft George Gordon Wing den Rambler, der am 22.11.63 als Fluchtauto dient.
R. L. Lewis, der Händler von C. B. Smith Motors, der den Verkauf tätigt, stirbt am 11.1.64 an einer Herzattacke. Smith arbeitete zwei Jahre in Mexiko und fördert die Lateinamerika-Abteilung an der Universität Austin, Texas. Das Institute of Latin American Studies ist eine der Akademien, die von der CIA für verdeckte Operationen gebraucht werden. Smith hat vermutlich Spanischkurse besucht, die William F. Buckley Sr. dort erteilte. Rektor der Universität ist Johnsons Freund Harry Huntt Ransom, Offizier bei der Air Force Intelligence im 2.Weltkrieg und danach Berater der Air Force. Smith, Wing und David Harold Byrd, der Hausbesitzer des TSBD, von wo Oswald Kennedy erschossen haben soll, hatten im Militär mit Waffengeschäften zu tun. Auch George Wing arbeitete in Mexiko, am City College, und wurde danach vom CIA finanzierten Institute of International Education unterstützt. Während den 29 Jahren Unterrichtsstätigkeit an der UT fehlt Wing nur zweimal: wegen Krankheit 1991 kurz vor seinem Tod und im zweiten Jahr seiner Anstellung als Assistenzprofessor, im Herbstsemester 1963, ohne Erklärung.

Walt Withman Rostow, der mit Allen Dulles, McGeorge Bundy, Richard Bissell und Charles P. Cabell zusammenarbeitet, gründete das Institute of Latin American Studies auf Empfehlung von George DeMohrenschildt. Neben dem Kennedy-Berater ist auch John W. F. Dulles an dieser Uni tätig. Rostow, wie Edward G. Lansdale ein OSS-Veteran, mit dem er 1961 eng zusammenarbeitete, ist vermutlich die Schnittstelle, von der die CIA und die Exilkubaner von Kennedys Geheimplan, mit Kuba die Beziehungen zu normalisieren, erfahren.
Rostow gehört zum inneren Kreis der Kennedy-Administration und wird nach dem Attentat Johnsons Sicherheitsberater. Für Johnson ist Rostow der wichtigste Mann seines Kabinetts, und von Rostows Bruder kommt die Idee zur Bildung der Warren-Kommission, die den Kennedy-Mord ‚untersuchen’ soll.

Quellen: Bartholomew (1): 7ff, (4), Groden/Livingstone: 321.

Mai 1963 Plot gegen Duvalier

George DeMohrenschildt arbeitet an einem von der CIA gutgeheissenen Plot zum Sturz des haitianischen Diktators François Duvalier. Bereits ein Jahr nach seinem Amtsantritt 1957 setzte “Papa Doc” die Verfassung ausser Kraft, baute ein diktatorisches Regime auf, liess in Militär und Regierung Säuberungsaktionen durchführen und ordnete Massenhinrichtungen und Ausgangssperren an. Zur Seite stand Duvalier dabei seine Privatarmee, die gefürchtete Tonton Macoute, eine berüchtigte Polizei- und Spitzelorganisation, die gegen 60′000 Menschen ermorden wird. 1958 liess er ein Stadtviertel von Port-au-Prince in Brand stecken, um die Leute zur Gründung einer neuen Siedlung zu zwingen.

Die französische Kolonie Saint-Domingue wurde als erstes Drittweltland 1804 als Haiti unabhängig, nachdem die drangsalierten aufständischen Sklaven unter Toussaint Louverture und Jean-Jacques Dessalines die Spanier, Engländer und Franzosen besiegten, wobei letztere allein 50′000 Mann verloren. Die USA befürchteten, dass der Funke der Rebellion auf die eigenen Sklaven überspringen könnte und initiierten mit der Verhängung des Wirtschaftembargos 1806 die Isolierung und Sabotierung der ersten Schwarzen-Republik.
Nachdem die USA 1898 Kuba und Puerto Rico, 1903 Panama, 1905 die Dominikanische Republik und 1909 Nicaragua unter ihre Kontrolle gebracht hatten, okkupierten sie 1915 Haiti aus strategischen Gründen.
Die Nationalversammlung wurde aufgelöst, und der spätere Präsident Franklin D. Roosevelt brüstete sich: “Ich schrieb Haitis Verfassung selbst, und wenn ich das sage, meine ich, dass es eine ziemlich gute Verfassung ist.” Die Marine organisierte ein Plebiszit, an dem 5% der Bevölkerung teilnahmen, womit die Verfassung mit 99% Zustimmung angenommen wurde. Als die Marines 1934 abzogen, war die Dominanz der die Interessen der US-Konzerne sichernden Oberschicht garantiert.
Die “Perle der Antillen” verkam in der Folge zum Armenhaus der westlichen Hemispäre. Am 8.4.61 löste Duvalier das Parlament auf. Im April 1963 plante Clement Barbot, der kurz zuvor aus den Gefängnis entlassene politische Gegner von Duvalier, dessen Kinder zu entführen, um seinen Rücktritt zu erzwingen. Die Entführung schlug fehl, sechs Verdächtige der Verschwörung wurden sofort exekutiert und eine breit angelegte Suche nach Barbot begann. Die Amerikaner wollen Duvalier nun loswerden, aber ohne dass die Kommunisten die Macht übernehmen.

In Washington treffen sich DeMohrenschildt und sein Geschäftspartner Clemard Joseph Charles mit dem CIA-Beamten Joseph F. Dryer und einem Vizedirektor der Army Intelligence, um einen Waffenschmuggel nach Haiti zu organisieren. Charles, eigentlich ein Freund von Duvalier, gilt als möglicher politischer Führer eines demokratischen Haitis. Er soll für den Machtwechsel über die Agency for International Development $1 Mio. bekommen. DeMohrenschildt versucht, ein Treffen mit Charles und Vizepräsident Johnson zu organisieren. Über Dorothe Matlack vom Generalstab des militärischen Geheimdienstes laufen die Kontakte zur Navy. Matlack trifft sich am 7.5.63 mit DeMohrenschildt und Charles, der will, dass die U.S. Marines Haiti erobert und Duvalier stürzen.
8 US-Schiffe mit 2000 Marines befinden sich im Mai unmittelbar ausserhalb der haitianischen Gewässer. Über Jacqueline Lancelot laufen Kontakte zu Phillipe De Beaujolais, dem Chef des französischen Geheimdienstes der Botschaft in Washington. I. Irving Davidson, der Charles kennt und Lobbyist von Duvalier ist, befindet sich im Mai 1963 ebenfalls in Haiti. DeMohrenschildt zieht am 2.6. nach Haiti, wo der Machtwechsel jedoch fehlschlägt.

Kurz nach dem Kennedy-Attentat werden $200′000 oder $250′000 auf ein Konto von DeMohrenschildt in Port-au-Prince einbezahlt. Ende 1964 fliegt der ehemalige Testpilot von Lockeed, Donald Edward Browder, mit einem gecharteten B-25 Bomber nach Haiti, was von Charles bezahlt wird. Browder wird später wegen Sicherheitsverletzungen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Nachdem das FBI Duvalier informiert, dass DeMohrenschildt ein “polnischer Kommunist und Mitglied einer internationalen Bande” sei, bekommt dieser zunehmend Schwierigkeiten, muss im November 1966 die Insel verlassen und kommt mit seiner Frau nach Dallas zurück.

Charles wird kurz zuvor eine grosse Summe ausbezahlt. 1967 wird er verhaftet wegen seiner Rolle in dem Anti-Duvalier-Plot, kommt aber gegen ein Lösegeld von $250′000 wieder frei. 1970 landet er erneut im Gefängnis wegen der Finanzierung der fehlgeschlagenen Militärrevolte, wobei der wegen Drogenhandels später verurteilte französische Agent André Labay eine führende Rolle spielte. Charles hat auch Kontakt mit anderen Drogenhändlern mit Geheimdienstkontakten wie Mitchell WerBell III von der Nugan Hand Bank, Mario Renda und Herman K. Beebe. 1988 führt Charles ein Geschäft mit Frank Sturgis und bewirbt sich nach dem Sturz von Jean-Claude “Baby Doc” Duvalier 1986 als Kandidat an den Präsidentschaftswahlen in Haiti. Er wird aber drei Tage vor den Wahlen, die in einem Blutbad enden, vom obersten Gericht in Haiti disqualifiziert.

Quellen: Marrs: 79,284, Weberman (8): 45-56, (10): 71ff, Groden/Livingstone: 299-304, Schmid (2000a), Bertolami: 7ff.
Juni 1963 Die Mafia in Bedrängnis top

Teamster-Boss Jimmy Hoffa wird in Chicago wegen Betrugs mit Pensionskassenkrediten in der Höhe von $20 Mio. angeklagt
. Nur ein Monat zuvor erfolgte eine Anklage gegen ihn wegen Richter-Bestechung. Hoffa versucht daraufhin, Justizminister Robert Kennedy zu erpressen, indem er am Telephon von seinen Kenntnissen und Beweismitteln von dessen Beziehung mit Marilyn erzählt. Da er weiss, dass das Telephon abgehört wird, rechnet er mit Bobbys Angst vor der Publikation dieser Informationen. Hoffa wird am 20.1.64 zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, die er im März 1967 antritt.

Nachdem Genoveses Unterboss Tony Provenzano noch im Februar bei einem Local 560 Meeting eine Lohnerhöhung von $50′000 für seine Verdienste bei der Eliminierung von Gewerkschaftsreformern zugesprochen bekam, wird er wegen Firmenerpressung zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

Carlos Marcellos Antrag auf Revision des Deportationsfalles wurde am 27.5.63 vom Obersten Bundesgericht abgelehnt, was bedeutet, dass ihm keine Rechtsmittel mehr offenstehen. Es bleibt ihm nur noch die Möglichkeit, die Anklagen wegen Konspiration und Meineids aufgrund der Fälschung der guatemaltekischen Geburtsurkunde abzuwehren. Da der Prozess auf November anberaumt ist, hat er nur noch wenig Zeit, um sein $1,6 Mia.-Imperium, seine Stellung und seinen Ruf zu retten.

Nachdem Robert Kennedy von J. Edgar Hoover eine effektivere Überwachung von Sam Giancana verlangte, führte dieser die “Manndeckung” ein. FBI-Agenten folgen dem Mafiaboss offen und immer überall hin. Dies bringt natürlich keine neuen Erkenntnisse, sondern provoziert Giancana so weit, dass er zum Gegenangriff übergeht. Er klagt am 28.6. auf Rat des Advokaten Tony Tisci gegen das Justizministerium wegen fortwährender Belästigung und Einschränkung der Privatsphäre.
Eigentlich wäre dies die beste Gelegenheit, Giancana ins Kreuzverhör zu nehmen, da er im Zeugenstand unter Eid aussagen müsste, aber aus Angst vor Enthüllungen verhindert Bobby ein Kreuzverhör. Da der Justizminister das Gericht für nicht zuständig in FBI-Angelegenheiten erklärt, muss die Beschattung gelockert werden.
Frank Sinatra und Giancana verbrachten im Mai ihre Ferien zusammen auf Hawaii, und Giancana besucht im Juli das Cal-Neva, das Sinatra offiziell, aber Giancana wirklich besitzt. Im Oktober verliert Sinatra seine Casino-Lizenz, verkauft seine $380′000 Aktien am Sands und wird dafür Direktor des sich in Mafiabesitz befindlichen Berkshire Racetrack in Massachussetts.

Quellen: Davis (1988): 129, 330-338,408, (1994): 97,110f, Marrs: 171-173, Weberman (21): 37, (27): 43, Gregory/ Speriglio: 254, Best: 13f,22,41, Collier/Horowitz: 382-385, Giancana: 500-502.
Juni 1963 Kennedys Konfrontationskurs

John Kennedy begibt sich auf Konfrontationskurs mit dem Federal Reserve Board, indem er unter anderem die Ausgabe von fast $4,3 Mia. ‚United States Notes’ durch das Finanzamt anstatt durch die im FED zusammengeschlossenen Banken beschliesst.
Zusätzlich ersetzt er die Silber- durch die Golddeckung von Ein- und Zweidollarnoten, um die Währung zu stärken. Durch die Ausgabe des Konkurrenzgeldes verspricht sich JFK eine Reduktion der Staatsschulden und eine Schwächung des Finanzmonopols des FED. Der Präsident des Rechnungshofes James J. Saxon hat sich schon seit längerem für breitere Investitionen und die Stärkung der anderen Banken ausgesprochen. Da das FED das Geld selber druckt und der Regierung gegen Zinsen leiht, handelt es sich um eine weltweit einmalige Form von Korruption, wie Louis McFadden, Vorsitzender des House Committee on Banking and Currency, meinte:

“The Federal Reserve is one of the most corrupt institutions the world has ever seen. There is not a man within the sound of my voice who does not know that this nation is run by international bankers.”

Das Federal Reserve System wurde 1913 als privates Unternehmen, an dem der Staat keine Aktien halten darf, gegründet. Die ursprünglichen Aktienbesitzer der Federal Reserve Banken waren die Rockefellers und Rothschilds, JP Morgan, Lazard Freres, Schoellkopf, Kuhn-Loeb, die Warburgs, Lehman Brothers und Goldman Sachs. Kein Senator oder Abgeordneter im Abgeordnetenhaus darf Mitglied des Federal Reserve-Gremiums oder ein Offizier oder Direktor der Federal Reserve Bank sein.
Nach dem 1. Weltkrieg mussten die Europäer zur Begleichung der Kriegsschulden ihr Gold abliefern, das zur Deckung des Dollars verwendet wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Golddevisen-Standard eingerichtet, der es den anderen Zentralbanken erlaubt, Dollars gegen Gold zu einem festen Satz umzutauschen.
Deshalb sicherten sich die anderen Länder ihre Währung mit Dollars, die sie in den Kellern lagern. Die Amerikaner konnten sich daher in der eigenen Währung verschulden, ohne dass dies Folgen gehabt hätte. 1961 befinden sich mehr Dollar in Umlauf, als durch Gold gedeckt ist, und die Inflation stieg weltweit an.

Bereits in diesem Herbst bildeten die USA (Beteiligung: 50%) mit den Zentralbanken von Deutschland (11%), Grossbritannien, Frankreich, Italien (je 9,3%), Belgien, Holland und der Schweiz (je 3,7%) einen Goldpool, um den Verfall des Dollars mittels Goldpreismanipulationen zu retten. Als die Verluste des Pools bis 1968 $4 Mia. erreichen, wird seine Tätigkeit faktisch eingestellt. Drei Jahre später sind die Währungsgoldbestände der USA soweit abgewirtschaftet, dass der Bankrott droht.

Ein Mitglied der Wall Street-Gruppe um das FED, John “Jock” Whitney, gibt als erster die Coverstory von Oswald am 22.11.63 heraus. Der ehemalige Botschafter in England ist verwandt und befreundet mit den Familien Bush, Harriman, Vanderbilt und Payson, wobei letztere eng mit der Atom- und Rüstungsindustrie verknüpft sind.
Sofort nach dem Tod Kennedys werden diese neuen “United States Notes” zurückgezogen, und Johnson kehrt zur Tradition der Zinsenzahlung zurück, obwohl die Order formell in Kraft bleibt.

Am 19.6.63 präsentiert Kennedy den Bürgerrechtsentwurf: Jedem Bürger, unabhängig von seiner Hautfarbe, soll das Wahlrecht und der Zugriff auf alle öffentlichen Institutionen garantiert werden. Schon im Oktober 1962 verärgerte JFK den Süden, als er Bundestruppen an die Universität von Mississippi schickte, um die Immatrikulation von Schwarzen gegen den Willen des Gouverneurs George C. Wallace durchzusetzen. Im Januar 1963 gab James Meredith sein Studium an der Uni Oxford in Mississippi wegen ständiger Anfeindungen wieder auf. Trotzdem stellte sich Kennedy nie eindeutig hinter die Schwarzen.
Im April und Mai 1963 kam es zu erneuten blutigen Unruhen, vor allem in Alabama, wo die Farbigen mit Boykottmassnahmen für ihre Rechte demonstrierten. Am 13.5.63 schickte JFK Luftlandetruppen nach Birmingham, nachdem im Motel A. G. Gaston, wo sich die Schwarzenführer einquartiert hatten, eine Bombe explodierte. Bei den friedlichen Demonstrationen liess der Polizeikommissär Teophilis Eugene Connor 2500 Farbige inhaftieren und mit scharfen Hunden, Wasserwerfern, elektrischen Schlagstöcken und Gummiknüppeln gegen die Demonstranten vorgehen, obwohl der Bürgermeister Albert Boutwell mit der Bürgerrechtsbewegung eine Vereinbarung ausgearbeitet hatte.
Nachdem am 12.6.63 der Schwarzenführer Medgar Evers in Jackson, Mississippi, ermordet wurde, entschloss sich JFK, nun doch etwas zu tun. Eine Woche später legt er dem Kongress eine Serie von Gesetzesentwürfen vor, die eine Gleichstellung der Farbigen im öffentlichen Leben erzwingen sollen. Die Segregisten der von Robert Welch finanzierten John Birch Society und des Ku-Klux-Klan schwören Rache für den Verrat an der weissen Rasse.

Am 27.8.63 findet der Marsch nach Washington gegen die Rassendiskriminierung und für die Durchsetzung des Bürgerrechtsprogramms von JFK statt, an dem 200′000 Menschen teilnehmen. Kennedy empfängt eine Delegation der Marschteilnehmer und warnt Martin Luther King persönlich im Weissen Haus, dass er vom FBI überwacht werde und als Kommunistensympathisanten diskriminiert werden solle. JFK empfielt King, die Beziehung zu seinem Berater Stanley Levinson abzubrechen, der bis 1955 für die American Communist Party Gelder organisierte. Hoover lässt den Prediger im Rahmen der COINTELPRO-Aktivitäten seit Oktober 1962 unter dem FBI-Code ZORRO überwachen, obwohl ihm der Justizminister keine Bewilligung erteilte.

Quellen: Marrs: 275, DiEugenio (1997): 1, Kolloch: 149f, Tarpley/Chaitkin: 54,135, Oglesby: 8, Best: 15, Bennington: 4, Obenhause, King: 7-17, Collier/Horowitz: 380ff, Theoharis/Cox: 444, Schulz: 87,113, Summers( 1993), Giefer, Pepper, Dankbaar.

Juni 1963 Kennedys Aussenpolitik

John Kennedy hält am 10.6.63 eine Rede, die viele Historiker als die beste seiner Präsidentschaft bezeichnen
.
Darin stellt er den Kalten Krieg in Frage, behandelt die Sowjetunion als ebenbürtige Supermacht und votiert für den Weltfrieden. Eine Konsequenz dieser Rede ist auch die Einrichtung einer Hotline am 20.6. zwischen dem Kreml und dem Weissen Haus, um eine zweite Raketenkrise zu verhindern. Aber Kennedys eigentliches Ziel ist die Zustimmung von Nikita Chruschtschow zum Vertrag, der zwei Monate später unterzeichnet wird und Atomtests in der Atmosphäre verbietet. Die Amerikaner sind im Sommer 1963 aufgeschreckt vom Strontium 90, das bei Atomwaffenversuchen freigesetzt und in hohen Konzentrationen in Kuhmilch und menschlichen Knochen nachgewiesen wurde.

JFK rechnet damit, dass der Rüstungsvorteil der USA mit dem Vertrag eingefroren wird, da Chruschtschow nicht weiss, dass die amerikanischen Wissenschaftler nun in der Lage sind, Atomversuche auch unterirdisch durchzuführen. Zudem soll damit die weitere Verbreitung der Atombombe, verhindert werden. Die UdSSR zündete 1949, England 1952 und Frankreich 1960 ihre erste Atombombe, und die USA befürchten, dass vor allem China in den Besitz der Atombombe gelangen könnte. Acht Tage nach Unterzeichnung des Vertrages am 13.8.63 kündigt Robert McNamara einen neuen Schritt im Rüstungswettlauf an, indem er die Zahl der Interkontinentalraketen von 500 auf 1700 anheben und auch die der U-Boot-Raketen verdreifachen will.

Nikita Chruschtschows Position innerhalb des Kremls wird damit nach der Kubakrise zum zweiten Mal geschwächt. 1964 trennt er den Parteiapparat in einen Industrie- und einen Landwirtschaftbereich, kürzt das Rüstungsbudget und spricht von demokratischen Reformen. Trotz seiner Popularität im Volk hängt sein Leben an einem seidenen Faden, weil Leonid Breschnew seinen Sturz vorbereitet. Im Oktober 1964 muss er von allen Regierungs- und Parteiämtern zurücktreten. Selbst nach dem Sturz empfindet ihn die Partei als Gefahr, lässt ihn weit ausserhalb Moskaus unter Hausarrest stellen und permanent überwachen. Seine Memoiren erscheinen einige Monate vor seinem Tod im Westen und werden in der Sowjetunion verboten.

Das Pentagon gibt zu, dass die Sowjetunion nur 60 und nicht 175 Divisionen hat und dass eine russische Division nur halb so gross ist wie eine NATO-Division. Ohne diese bis anhin von Reinhard Gehlen verbreiteten Zahlen hätte sich die Wiederbewaffnung Deutschlands, das seine Armee von 1000 Soldaten 1956 auf 300′000 1963 aufrüstete, was die Teilung Deutschlands und Europas zementiert, nicht durchsetzen lassen.
Trotzdem sind die Westmächte mit Ausnahme Frankreichs nicht bereit, die deutschen Ostgrenzen anzuerkennen. Charles de Gaulle stellt sich immer wieder gegen die Einbindungsstrategie der USA, und Frankreich tritt am 7.3.66 aus der NATO aus, um nicht zum Handlanger der USA zu verkommen.
Die Mitgliedsstaaten der NATO geben 1963 $71 Mia. für das Militär aus, während der Sowjetblock auf nur $37 Mia. kommt.
Ein militärischer Angriff der Sowjetunion auf Westeuropa wird von den US-Regierungen nie als eine reale Möglichkeit betrachtet
, aber die rote Gefahr dient als Legitimation für die repressive Innenpolitik und hegemonistische Aussenpolitik. Wo Revolutionen passieren, werden sie sofort der UdSSR in die Schuhe geschoben, auch wenn sie wie im Falle von Jugoslawien, China oder Kuba unabhängig von Russland entstanden.

JFK trifft auf seiner Europareise am 23.6.63 in Bonn ein und besucht dann das erste Mal die Berliner Mauer. Seine Rede am 26.6. ist ein Triumph: eine Million Zuschauer sind von seinem Bekenntnis “Ich bin ein Berliner” begeistert, obwohl seine Rede die Kalte-Krieg-Rhetorik wieder aufgreift und in diametralem Gegensatz zur Friedensrede zwei Wochen zuvor steht.

Nach einem Besuch in Irland trifft sich Kennedy am 29.6. mit dem um sein politisches Überleben kämpfenden Harold Macmillan in dessen Landhaus in Surrey, um der Aufmerksamkeit der Presse möglichst zu entgehen. Englands Regierung von Harold Macmillan wird erschüttert durch den Sexskandal um John Profumo.
Der britische Kriegsminister hat ein Verhältnis mit der Prostituierten Christine Keeler, die ebenfalls eine Affäre mit den sowjetischen Flottenattaché Yevgeny Ivanow hat, der für den sowjetischen Geheimdienst arbeitet
.
Zum Call-Girl-Ring von Christine Keeler und Stephen Ward gehören auch die chinesische Schönheit Suzy Chang und die wasserstoffblonde Tschechin Maria Novotny, die nicht nur in London, sondern auch in New York arbeiten, wo sie John Kennedy vor und nach der Wahl 1960 mehrmals bedienten. Nach Ausssagen von Novotny spielten die beiden Ärztin und Krankenschwester, und der angehende Präsident war ihr Patient. JFK verschlingt daher jedes geschriebene Wort über den Profumo-Skandal, wobei ihm der amerikanische Botschafter in Grossbritannien, David Bruce, direkt auf dem Laufenden hält.
Auf Initiative von RFK beauftragt J. Edgar Hoover seinen Attaché in London, Charles Bates, den Skandal genau zu verfolgen, besonders im Hinblick auf eine Verwicklung von amerikanischen Beamten. Denselben Auftrag erteilt John McCone der CIA-Station in London. Deren Vizedirektor Cleveland Cram kann einen Monat lang alle Unterlagen des MI-5 über den Fall einsehen, ohne Nennenswertes zu finden. Offenbar benutzte der MI-5, der sowohl mit Hoover wie auch mit Angleton in direktem Kontakt steht, Wards Sexring, um den russischen Agenten Ivanow, der über Christine Keeler Informationen von Profumo erhalten wollte, zu erpressen.

Am gleichen Tag des Treffens von Kennedy und Macmillan schreiben die Journalisten James D. Horan und Dom Frasca im Journal-American über eine Verbindung von einem hohen amerikanischen Regierungsbeamten mit dem Keeler/Ward-Sexring. Der rechtsextreme Editor des Journals, Guy Richards, der über exzellente Geheimdienstbeziehungen verfügt, versucht einen Skandal auszulösen, um den Präsidenten nach dessen Entspannungsrede zu stürzen. Richards wird zusammen mit Michael Eddowes, der mit Christine Keeler befreundet ist, nach dem Attentat propagieren, dass der KGB JFK umgebracht habe.

Am 30.6. vergnügt sich Kennedy in einer von Dean Rusk organisierten Villa der Rockefeller-Stiftung am Comersee mit Marella Agnelli, der Frau des italienischen FIAT-Tycons, der seinerseits mit Jackie eine Affäre hatte.
Während JFK am nächsten Tag eine Audienz bei Giovanni Battista Montini, dem neuen Papst Paul VI. hat und italienische Spitzenpolitiker trifft, zitiert Robert Kennedy die beiden Journalisten des Artikels ins Justizministerium, um sie im Beisein von Courtney Evans, dem Chef der Special Investigative Division des FBI, auszufragen. Die beiden wissen, dass der “hohe Beamte” der Präsident ist, verraten als Quelle aber nur den Journalisten Peter Earle von News of the World, welche mit Novotny einen Vertrag für ihre Story abgeschlossen hat. Die Journalisten versichern, dass sie weitere Quellen hätten. Wichtige Informationen kamen offenbar von Roy Cohn, der einen Amerikaner im Profumoskandal verteidigt, und gelangten über Hoover zu Richard Berlin, dem Chef des Hearst-Konglomerats.

FBI-Chef Hoover kann seit langem auf die Mithilfe der Hearst-Zeitungen zurückgreifen, um die Kommunistenangst im Land zu fördern. Über James McInerney droht Justizminister Robert Kennedy dem New York Journal-American von Randolph Hearst mit einer Anti-Trust-Klage und kann damit verhindern, dass eine zweite Auflage gedruckt oder die Story weiterverfolgt wird. Hearsts Empire umfasst um die 25 Zeitungen, 8 Magazine sowie einen Newsservice. Hearst hat Beziehungen zur Mafia, die ähnlich der CIA viele bezahlte Journalisten in den Medien haben. Gleichzeitig kehren die Kennedys das Spiel Hoovers um und weisen Kenneth O’Donnell an, ein Schmutz-Dossier über Hoover zu eröffnen, um etwas gegen ihn in der Hand zu haben.

Ein weiteres gefährliches Abenteuer hat John Kennedy mit der Ostdeutschen Ellen Rometsch.
Sie war Mitglied einer kommunistischen Jugendgruppe und der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, bis sie mit ihrer Familie 1955 nach Westdeutschland floh. Mit ihrem zweiten Ehemann, als Offizier der Luftwaffe an die Deutsche Botschaft abgeordnet, kam sie 1961 nach Washington, wo sie sich als Partygirl und Prostituierte beliebt machte. Die 27jährige wurde Anfang 1963 eine von Bobby Bakers Bekanntschaften, und Bill Thompson vermittelte sie an JFK. Rometsch ist mindestens zehn Mal bei Jack und erzählt Baker von den Nacktparties im Swimming Pool des Weissen Hauses, an denen oft Politiker und in der Regel doppelt soviele Mädchen wie Männer teilnehmen.

Am 3.7. informiert J. Edgar Hoover RFK, dass er einen Bericht erhalten habe, aus dem hervorgehe, dass der Präsident mit Ellen Rometsch, die früher für Walter Ulbricht gearbeitet habe und eine Spionin sein könnte, ungesetzliche Beziehungen habe. Die GegeNspionageabteilung des FBI eröffnet daraufhin eine Untersuchung. Auf offizielles Ersuchen des Aussenministeriums hin wird Ellen Rometsch am 21.8. in einem Air Force Transporter deportiert. Begleitet wird sie von Bobbys Freund LaVern Duffy, der seit einigen Monaten ebenfalls eine Affäre mit Rometsch hat. Rolf Rometsch verlässt die USA einige Tage später; ihre Ehe wird im September wegen ihren Beziehungen zu anderen Männern geschieden. Über La Vern Duffy zahlen die Kennedys Schweigegeld.

Quellen: Obenhause, Hersh: 382-400, Summers (1993): 305-313, Collier/Horowitz: 385f, Scott (1993): 112,229f, 305f, Fox: 110ff, Afterbach 6, Amara, Bartholomew: 52, (4): 18f.

Juli 1963 Lateinamerika

Präsident Carlos Arosemena Monroy von Ecuador gibt am 10.7. ein Bankett zu Ehren der Vertreter des Grace-Konzerns. In angetrunkenem Zustand erklärt er: “Die Völker Ecuadors und der USA haben herzliche Beziehungen, doch die bestehen nur zwischen den Völkern. Die Regierung der USA beutet Lateinamerika aus, und sie beutet Ecuador aus.”
Der Präsident ist noch nicht nüchtern, als die Armee schon die Macht übernommen hat, die sie für die nächsten drei Jahre behält, bis ein landesweiter Aufstand im März 1966 die Junta zum Rücktritt zwingt.

Kuba ist allein schon durch seine Präsenz als nicht US-dominierter Staat in Amerika eine Bedrohung des herrschenden Machtgefüge, da die Hoffnungen der amerikanischen Völker auf Unabhängigkeit dadurch genährt werden. Am 19.6. billigte JFK formell die geheime CIA-Unterstützung der “autonomen Gruppen”, die zwar bewaffnet und finanziert, aber deren Sabotage- und Propaganda-Aktionen von der CIA nicht kontrolliert werden. Auch die Armee unterstützt die Exilkubanergruppen. Alexander Haig, der im Büro von Armeesekretär Cyrus Vance arbeitet, Santos Trafficante kennt, Nixons Sicherheitsberater und Reagans Aussenminister sein wird, arbeitet zusammen mit CIA-Agent Joe Califano an der Organisation von Hit-Teams.
Haig behauptet später, Castro stecke hinter der Kennedy-Ermordung. John Martino ist im Juni mit einem Hit-Team auf Kuba, zusammen mit Loran Eugene Hall, Eddie Bayo, Rolando Martinez, Rip Robertson und dem Journalisten Richard N. Billings von Life, der eine Photostory der Aktion veröffentlichen will. Billings arbeitet für Henry Luce, der die Alpha 66 unterstützt, ist verwandt mit C.D. Jackson und mit Allen Dulles befreundet, und hat ebenfalls eine Liebesaffäre mit Mary Bancroft. Martino arbeitet für Santos Trafficante und kennt laut Hall auch Sam Giancana und John Roselli.

Frank Sturgis, der als Hauptverdächtigter beim Mord eines Casinoleiters von Virginia vom FBI untersucht wird, arbeitete unter Supervision von Bernard Barker im Mai und Juni 1963 mit Pedro und Marcos Diaz Lanz zusammen an einem Luftangriff gegen Kuba, der auf den 31.7. geplant ist. Das Ziel von OPERATION CRYPT, woran Joe Garman, Jerry Buchanan, Gerry Hemming und Howard K. Davis mitarbeiten, besteht darin, ein Kuba-Abkommen von Kennedy mit Chruschtschow zu verhindern, indem zwei angebliche russische Überläufer mit Kenntnissen über russische Raketenstandpunkte auf Kuba in die USA gebracht werden. Bayo alias Eduardo Perez Gonzalez soll gleichzeitig mit zwei seiner Männer bei der Operation RED CROSS Castro ermorden. William Pawleys Yacht Flying Tiger soll die Russen vor der Küste Kubas aufpicken, aber die Beteiligten verschwinden. Bayos Team wird verhaftet, weil Informationen über ein bevorstehendes Attentat von Rolando Masferrer über Anwalt Carlos Garcia Bongo nach Kuba gelangen. Von Masferrer scheint auch die Idee gekommen zu sein, Oswald als alleinigen Schützen aufzubauen. Und von seinen Tigres und von Mitgliedern der Alpha 66, der Bewegung 30.November und von Ferries Lake Pontchartrain-Gruppe werden Kennedy-Attentäter rekrutiert. Masferrer, der die Führung der exilkubanischen Gruppierungen beansprucht, schiebt Geld von Carlos Marcello zur Alpha 66.

Am 15.6.63 wurden Sam Benton und Victor Espinosa bei den Vorbereitungen zu einem Bombenanschlag der Shell-Raffinerie mit einem Flugzeug verhaftet. Victor Hernandez und Mike McLaney sind ebenfalls involviert. Anfang Juli versucht Benton, den Richard Lauchli mit 2500 Pfund Dynamit belieferte, eine B-24 für die Aktion zu organisieren.
Am 20.6.63 verkündete das Cuban Revolutionary Council eine Invasion Kubas durch die Movimiento Insurecional de Recuperacion, die Rescate und die Movimiento Democrata Cristiana. Da sich die Invasion als reiner Bluff herausstellt, tritt Dr. Antonio Maceo, der Nachfolger von Miro Cardona als Präsident des Cuban Revolutionary Council, zurück.
Auch diese Aktion soll die sich anbahnende Entspannung zwichen Kuba und den USA verhindern.

Nicaraguas Diktator Anastasio Somoza ist am 21.7. in Miami und trifft sich mit Führern von neun exilkubanischen Widerstandsgruppen, die er für eine neue Kubainvasion koordinieren will und denen er seine Unterstützung verspricht. JFK traf sich vor seiner Europareise mit Somoza und zeigte sich interessiert an den Plänen zum Sturz Castros, wollte aber Manuel Artime als militärischer Leiter der Kubaaktivitäten. Das Pentagon und die CIA befürworten Somozas Ideen, aber das Aussenministerium verwirft sie. Nach seiner Europareise will JFK Somoza nicht mehr treffen.
Der Präsident plant, die CIA nach den Wahlen von 1964 mittels Umstruktierungen zu entmachten.
Er ändert auch seine Meinung in Bezug auf die von der CIA bisher unterstützten autonomen Gruppen, die er einen Monat zuvor noch formell billigte. Artime reagiert auf das Ende der Unterstützung mit einer scharfen Kritik der Kubapolitik der Kennedys am 16.7. und mit der Gründung der Bay of Pigs Brigade Veterans Association. Deren Kämpfer sollen in Louisiana und Nicaragua, wobei Robert K. Brown die Schnittstelle zu Somoza bildet, trainiert werden.
Das Hauptquartier von Artime wird daraufhin verwanzt und das Trainings Camp der Exilkubaner am Lake Pontchartrain bei New Orleans, das Rudolph Richard Davis, David Ferrie und Victor Panque mitleiten, wird vom FBI am 31.7. ausgehoben. Davis kennt Kenneth O’Donnell näher. Panque gehört zur International Anti-Communist Brigade und zur Movimiento Democratia Cristiana. Das FBI verhaftet auf William McLaneys Grundstück Sam Benton, John Koch Gene, Earl J. Wassem Jr, Ralph Folkerts, Victor Espinosa, Carlos Eduardo Hernandez Sanchez, Acelo Pedroso Amores, Miguel Alvarez Jimenez, Antonio Soto Vasquez, Victor Panque und Richard Lauchli. Zudem wird ein ansehliches Waffenarsenal beschlagnahmt, das von Gerry Hemming und Frank Sturgis aufgebaut wurde, die dort als Trainer arbeiten. Victor Espinosa Hernandez, ein Freund von Rolando Cubela und Eugenio Rolando Martinez, transportierte das Kriegsmaterial von Richard Lauchli zum Camp, das dann eingezogen wird. Das Camp wurde mitfinanziert vom Militärchef der Movimiento Democratia Cristiana, Laureano Batista Falla, von Carlos Prio und von Somoza.

John Martino, Manuel Varona, William Pawley, Gerry Hemming, Frank Sturgis, Carlos Prio und Rip Robertson ziehen das Projekt nach der FBI-Aushebung weiter, obwohl die CIA auf Befehl Kennedys ihre Unterstützung dann einschränkt. Im August 1963 diskutiert Stanley Drennen, ein Mitglied der rechtsextremen National States Rights Party, mit Hemmings Freunden Robert K. Brown und Steve Justin Wilson über die Beseitigung Kennedys. In Betracht gezogen wird die Ermordung der gesamten Regierung Kennedys und aller Kongressabgeordneten, die zur “Americans for Democratic Action” gehören. Diese Organisation besteht vorwiegend aus dem liberalen Flügel der Demokratischen Partei und veröffentlicht jedes Jahr eine Übersicht über das parlamentarische Verhalten aller Kongressmitglieder.

Quellen: Hersh: 381-386, Bartholomew: 52, (4), Scott (1993): 90,112,305f, Weberman (10): 28-39,52, (11): 2f,29-31, (12): 25,56-69, (15): 15-18, (18);4, (21): 63, Griffith (1996), (1998), Schulz: 168,211-214, Pease (1997), Barrett, Karel (1), CIA-Info: 14, Groden/Livingstone: 410.
August 1963 ‚Trotskist’ Oswald

Jack Ruby und Lee Harvey Oswald waren am 22.6.63 in einem Motel in der Nähe von New Orleans und telephonierten mehrmals nach Mexico City, von wo viele Falschinformationen zum JFK-Mord herkommen. Während Ruby im März noch 10 Ferngespräche führte, werden es im September 35, im Oktober 70 und im November fast 100 sein. Dabei telephoniert er mit Harold Tannenbaum, Michael Shore, Russell Matthews, Irwin Weiner, Joe “The Wop” Cataldo, Lewis J. McWillie, James Henry Dolan, Barney Baker, Murray “Dusty” Miller, Frankie Goldstein und Paul Roland Jones, die alle zur Mafia gehören oder mit dem Mobstern kooperieren.

Seit Ende der 20er Jahren besteht ein geschützter Drogenhandel in die USA, der dem mexikanischen Innenminister, der in der Regel der Kandidat für die Präsidentschaft ist, untersteht. In den 40er Jahren wird innerhalb dieses Ministeriums die Direccion Federal de Seguridad gegründet, eine Verbindung von Geheimdienst und Privatarmee von Drogenhändlern. Gleichzeitig ist die DFS die Kontaktstelle für CIA-Agenten mit der mexikanischen Regierung.

Über die DFS und David Phillips werden Spuren aufgebaut, die Oswald in Verbindung mit Russlands KGB-Chef in Mexico, Valery Kostikow, und zu den Trotskisten bringen. Armeeveteran und “Trotskist” Harry L. Power von San Antonio ist ein Bekannter von Oswald. Am 23.11.63 wird in seinem Hotelzimmer in Indiana ein Mauser 7.65-Gewehr gefunden. Ein Bekannter von Power ist der “Trotskist” John Robert Glenn, Geheimdienstagent der Air Force, der eine verblüffend ähnliche Karriere wie Oswald hat. Oswald hält auf dem “Hinterhofphoto” die trotskistische Zeitung The Militant in der Hand und hat Pamphlete der Trotskite Pioneer Press bestellt.

Michaels Vater George Lyman Paine ist eine leitende Figur der eigentlich nicht mehr existenten Trotsky-Bewegung. Vaughn Marlowe des Fair Play for Cuba Committee von Los Angeles, der von “Leopoldo” und “Angel” als Schütze für das Kennedy-Attentat im Juni in Los Angeles hätte rekrutiert werden sollen, ist angeblich ebenfalls Trotskist. Die zwei Schattenfiguren haben mit Oswald Kontakt und geben sich ihm gegenüber als Pro-Castro-Agenten aus. Walt Rostows Mitarbeiter am CENIS, Harold R. Isaac, gilt als Trotskist. Angeblich soll Jack Ruby von Lorenzo Borenstein, einem engen Verwandten von Trotsky, Bilder abgekauft haben. Eventuell hängt dies mit Rubys Bruder Sam zusammen, der während dem 2. Weltkrieg bei der Army Intelligence arbeitet.

Die CIA benutzt Mexico als Basis für regionale Operationen in Zentralamerika und wird seit 1956 vom Ex-FBI-Agenten Winston MacKinley Scott geleitet. Scott setzt am 22.11.63 die Geschichte in die Welt, dass ein mutmasslicher Castro-Agent namens Fabian Escalante am Morgen von Havanna kommend in Mexico City gelandet und nach Dallas weitergeflogen sei.

David Ferrie und Guy Banister erweitern die Taktik, um Lee Harvey Oswald als Castro-Agenten darzustellen
.
Am 5.8. meldet sich Oswald bei Carlos Bringuier und bietet an, er würde als Marine-Veteran mit Guerillaerfahrung die Brigade 2506 trainieren. CIA-Informant Bringuier macht das Spiel mit, das eventuell von John Martino organisiert wurde. Am 10.8. wird Oswald, als er Pro-Kuba-Flugblätter verteilt, “wiedererkannt”, worauf es zu einer Auseinandersetzung mit Bringuier auf offener Strasse kommt. Die Polizei greift in den Streit von Oswald und Bringuier ein und verhaftet sie, wobei ein Zettel mit russischen Namen und Telephonnummern bei Oswald gefunden wird. Diese zeigt der Polizei eine von V. T. Lee signierte FPCC-Karte. Oswald schrieb über diese Auseinandersetzung bereits, bevor sie stattfindet, in seinem Brief vom 1.8.63 an Lee. Interessant am Konflikt mit Bringuier ist auch, dass Oswald Bringuiers Verbindung zur “Cosa Nostra” erwähnt, obschon dieser Begriff erst nach der spektakulären Zeugenaussage Valachis vom 25.9.63 gebräuchlich wird. Die Aussagen Oswalds gegenüber Geheimpolizist Francis Martello passen nicht zu denen bei FBI-Agenten John Lester Quigley. Oswald verlangt selbst eine FBI-Einvernahme und behauptet, seine Sektion des “Fair Play for Cuba Commitee” habe 35 Mitglieder, treffe sich geheim und ein Hidell, der seine (zweite) FPCC-Karte unterschrieb, gebe ihm telephonische Anweisungen. Oswald baut damit eine Legende auf, die das FPCC mit dem Namen Hidell koppelt. Indem Oswald den schwarzen Kommunistenführer Ben Davis sowie weitere Unbeteiligte der Region als Mitglieder seines FPCC angibt und sich selbst mit der Socialist Worker’s Party und der Communist Party in Verbindung bringt, unterstreicht er seine “Gefährlichkeit” und erleichtert Hoover die Diffamierung der drei Organisationen. Dass er sich gleichzeitig als Sündenbock aufbaut, ist Oswald nicht bewusst.

Martellos Bericht geht an die 112. Armeegeheimdienststelle weiter, während der von Quigley an das Marinegeheimdienstbüro in Algiers, Louisiana, weitergeleitet wird. Dabei handelt es sich vermutlich um eine von Hoovers Techniken, mit kompromittierenden Daten umzugehen, indem diese in Militärgeheimdienstarchive ausgelagert werden. Hoover gibt auch Informationen an den früheren Chef des Armeegeheimdienstes, Generalmajor Van Deman, weiter, der ein privates Archiv über 125′000 subversive Personen und Organisationen verwaltet.

Obwohl Oswalds aggressivster Akt darin bestand, Bringuier aufzufordern: “Okay, Carlos, wenn du mich schlagen willst, schlag mich”, bezahlt nur Oswald eine Busse. Emile Bruneau, enger Freund von Nofio Pecora und Joseph Poretto, bezahlt seine Kaution. Bringuier sorgt dafür, dass Kameras des WDSU-TV die zweite Auseinandersetzung nach dem Gerichtshearing aufnehmen.

Am 16.8.63 verteilt Oswald zusammen mit Charles Hall Steele erneut Flugblätter. Auf Initiative von Bringuier besucht der Journalist William Stuckey Oswald am 17.8.63, der ihm erzählt, er sei nur der Sekretär des FPCC in New Orleans, der Präsident sei A.Hidell. Stuckey, der auch Kontakt zu Gerry Hemming und Frank Sturgis hat, weiss bei der zweiten Radiodebatte, dass Oswald ein Russlanddefektor ist. Oswald äussert in dieser Sendung seine Gegnerschaft zu Kennedy. Am 21.8. diskutieren Oswald und Bringuier ihre Differenzen mit dem Rechtsextremen Ed Butler vom INCA in einer ersten Sendung des lokalen WDSU-Radios. Mit seinem Auftreten “verrät” sich Oswald als Marxist und Lügner.

Oswald organisiert weitere Strassenaktionen, die von Fernsehstationen übertragen werden. Verantwortlich für die FBI-Überwachung Oswalds ist Warren DeBrueys, der als Botschaftsattaché in Brasilien, Mexico und Argentinien für die CIA arbeitete. Am 27.7.63 hält Oswald auf Initiative seines Cousins Eugene Murret am Jesuit House of Studies in Mobile, Alabama, eine Rede, in der er die Befürchtungen und Anschauungen der Minutemen vertritt, zu einer Zeit, als er ein Einreisevisum für Marina und, gesondert davon auch für sich, in die UdSSR beantragt.

Neben Bringuier hat Oswald Kontakt mit anderen CRC-Mitgliedern: Arnesto Rodriguez, FBI-Informant Orestes Pena, Ronny Caire und Manuel Gil. Eine Diskussion findet auch mit Frank Bartes, dessen Name in Oswalds Adressbuch verzeichnet ist und der mit Bringuier zusammenarbeitet, statt. 1965 ist Bartes als Söldner bei der CIA-gesponserten kongolesischen Luftwaffe beteiligt. Piloten mit B-26-Bombern und T-28 aus der Schweinebucht fliegen unter dem Deckmantel der Fluggesellschaft Caramar Angriffe gegen die ehemaligen Lumumba-Rebellen im Kongo. Joseph Mobutu, Cyril Adoula, und später Moise Tshombé in Katanga werden von der CIA auch finanziell unterstützt. 1968 benachrichtigt Bartes das FBI, sein Leben sei wegen der Garrison-Untersuchung in Gefahr.

Senator Estes Kefauver wird am 10.8.63 vergiftet. Er beabsichtigte, vor dem Senat über Machenschaften der Mafia und der CIA zu berichten. Er stirbt tags darauf im Bethesda Naval Hospital, als die Ärzte eine Herzoperation vorbereiten.

Quellen: Davis(1988):122-132,404ff, Bartholomew (2), (4), Scott (1993): 258f, (1994): 3ff, CNPC: 2
Weberman (6): 70, (11): 20-26, (12): 1-56, (15): 17, (27): 49-59, Schulz: 90, Höfling, CIA-Info: 14, Torbitt :22, Anson: 249ff, Callahan: 76f.
September 1963 Attentatsplanung

Am 26.9. kommt die definitive Bestätigung, dass John Kennedy am 22. November in Dallas sein wird
.
Texas ist in der Hand von Carlo Marcello, was von den anderen wichtigen Mafiafamilien respektiert wird. Sein Schmiergeldverteiler ist John Halfen, der Politiker wie den Kongressabgeordneten Albert Thomas aus Houston, Richter wie Tom Clark vom Obersten Gerichtshof und die Polizei bezahlt. Es wird geschätzt, dass beispielsweise von den $15,6 Mio. Gewinn, den die Pferdewetten pro Jahr abwerfen, 40% an Marcello, 25% an Polizisten und Politiker und 35% an Halfen und seine Mitarbeiter gehen.

Dallas eignet sich als Attentatsort vorzüglich, weil die Stadt seit zehn Jahren ein inoffizieller Satellit der Marcello-Organisation ist. Joseph Civello und die Brüdern Joe und Sam Campisi, denen der Mafiatreffpunkt Egyptian Lounge gehört, leiten die Geschäfte in Dallas. Joe Campisi gilt als zweithöchster Gangster der Stadt und potenzieller Nachfolger von Civello. Bürgermeister Earl Cabell, Bruder des von Kennedy geschassten CIA-Vizedirektors, ist für die Verwaltung und Sicherheit zuständig. Das Dallas Police Departement ist eines der korruptesten der USA, seit sich die Mafia Ende der 40er Jahre in der Stadt eingenistet hat. Sergant Patrick T. Dean ist öfters Gast bei Joe Civello, der die Leitung der Mafia von Dallas 1956 übernahm. Rubys Freund Dean stellte den im Drogenhandel tätigen Civello als Polizeiinformanten in Drogenangelegenheiten an.
Die Stadtpolizei rekrutiert ihre Beamten hauptsächlich von erzkonservativen Gruppen wie dem Ku Klux Klan oder der John Birch Society. Oft arbeiten CIA und lokale Polizei zusammen, indem die CIA Wanzen, Einbrüche, Sprengstoffaktionen oder Trainingsprogramme für die Polizei organisiert und die Agenten als Gegenleistung die Badges der Polizei für untersagte Inlandoperationen benützen können.


Einige Polizisten arbeiten an den Attentatsvorbereitungen gegen de Präsidenten mit
.
Jack Ruby hat legendäre Kontakte zur Polizei von Dallas und kennt 100 Polizeioffiziere mit Namen. Er ist der Verbindungsmann der Unterwelt zur Oberwelt, und die Schmiergelder für die Polizisten laufen fast ausschliesslich über ihn. Ruby organisiert den Beamten Frauen, beschäftigt Polizisten in seinem Nachtclub und ist während Jahren ebenfalls Informant der Drogenabteilung der Polizei. 150 bis 200 Polizisten frequentieren Rubys Nachtklub, unter ihnen auch Captain Will Fritz, ohne dass sie ihre Getränke bezahlen müssen.

Ursprünglich gehörte Ruby zu Al Capones Syndikat in Chicago, wurde dann 1947 von Tony Accardo nach Dallas geschickt, um die Stadt unter Kontrolle zu bringen. Da dies nicht gelang, konnte er nicht mehr nach Chicago zurück und wurde Mitarbeiter Joe Civellos, der mit Frank LaMonte Rauschgift aus Sizilien importierte. Als Stripteaselokalbesitzer, Buchmacher, Rauschgift- und Waffenhändler, Spielautomatenbetreiber und Zuhälter hat Ruby Kontakte zu mindestens drei der sieben Marcello-Brüder. Von Pete Marcello übernimmt Ruby häufig Stripperinnen, von denen er verlangt, dass sie mit ihm ins Bett gehen. 1963 versuchen Ruby und der Mafiaboss von Los Angeles Mickey Cohen, mit Candy Barr, einer von Rubys Lieblingsstripperinnen, eine prominente Person in eine sexuelle Falle zu ziehen. Barr heiratet Cohen später. Im Zusammenhang mit Waffen- und Drogenschmuggel und der Schweinebuchtinvasion arbeitete Ruby mit den CIA-Agenten Robert Perrin und L. Robert Castorr. Perrin, der Ehemann von Rubys Stripperin Nancy, wird am 28.8.63 vergiftet.

Seit 1959 ist er als Potential Criminal Informant des FBI registriert, wobei neun Kontakte von FBI und Ruby nachgewiesen sind. Im Herbst 1963 hat Ruby Ärger mit dem Steueramt, dem er gegen $60′000 schuldet. David Ferrie, wie Ruby an Oswalds Undercoveraktionen beteiligt, ist Stammgast in Rubys Carousel Club.

Die Planung des Kennedy-Attentats läuft über verschiedene Kanäle.
Eine Schlüsselrolle nimmt Sam Giancanas Lieutnant Johnny Roselli ein, über den Kontakte zu Marcello, Trafficante, zur CIA und, über Red und Allen Dorfman, zu den Teamsters laufen. Jack Ruby, Lenny Patrick, Dave Yaras, Paul Jones und Lewis McWillie gehören zu dieser Linie. Eine weitere Schlüsselrolle spielt Robert Aimé Maheu, der den Kontakt zu den Geheimdiensten (FBI, CIA), Politik (Roosevelt, Nixon), Mafia (Giancana, Roselli, Banister, Cain, Cellini, Meyer, Zicarelli) und der Wirtschaft (Hughes, Ölfirmen, Rebozo) bildet. Nach Maheu “beauftragt” ihn Hughes “JFK zu entfernen”, weil er über dessen Rassenpolitik aufgebracht ist und “Neger als verbreitende Träger von Bakterien” betrachtet. Charles Cabell, der ehemalige stellvertretende CIA-Direktor und Schnittstelle zur Politik in Dallas, arbeitet jetzt in Maheus Detektivbüro. E. Howard Hunt, Richard Cain und Frank Sturgis bilden die Schnittstellen von CIA und den Exilkubanern. David Atlee Phillips, Michael Paine, Guy Banister, Gerry Hemming und Davis Ferrie betreuen Oswald. Über Michael Paine laufen Kontakte zu den militärischen Geheimdiensten.

Richard Nixon und Lyndon Johnson sind über die Attentatsvorbereitungen auf dem Laufenden.
Das Geld für das Attentat, alle Beteiligten sollen mindestens $50′000 bekommen, kommt von den reaktionären texanischen Ölbaronen, vor allem von H. L. Hunt, die Johnson oder Nixon als Präsidenten wollen.

ONI-Agent Richard Case Nagell schreibt Hoover, dass Lee Harvey Oswald, den er persönlich kennt, JFK am 23.9.63 umbringen wolle. Ein Attentatsort könnte Ashland in Wisconsin sein, wo Kennedy am 24.9. eine Rede hält. Angeblich warnt Nagell Oswald, dass er von den Kubanern “Leopoldo” und “Angel” als Sündenbock aufgebaut werde. Nagell meldet dem CIA-Verantwortlichen Desmond FitzGerald, dass die Operation mit Oswald ausser Kontrolle geraten sei.

In Bay Cliff trifft Oswald Robert Ray McKeown, der mit Jack Ruby und Carlos Prio Socarras, dem ehemaligen kubanischen Präsidenten und Unterstützer der Exilkubaneraktivitäten, in Waffendeals verwickelt war. Am 12.9.63 trifft Oswald in Dallas den CIA-Agenten “Maurice Bishop” alias David Atlee Phillips, der Chef der Abteilung für verdeckte Aktionen in Mexiko.
Eine Woche nach dem Treffen mit Phillips beantragt Oswald am 17.9. ein Visum für Mexico.

Fidel Castro meinte am 7.9. in einem Interview mit AP-Korrespondent Daniel Harker zu Geheimdienstberichten, wonach die CIA ihn zu ermorden plane:

“Wir sind bereit zu kämpfen und es ihnen mit gleicher Münze heimzuzahlen. Die Führer der Vereinigten Staaten sollten bedenken, dass ihre eigene Sicherheit in Gefahr ist, wenn sie terroristische Pläne, kubanische Führer zu beseitigen, unterstützen.”

Laut dem kubanischen Geheimdienst ist dieses Zitat nicht korrekt, Castro habe gewarnt ohne zu drohen. Mit dieser Darstellung unterstützt Harker die geplante Strategie, Oswald als Befehlsemfänger Castros darzustellen. Castro sagt kurz vor dem Attentat auch, dass Kennedy in den letzten Monaten gelernt habe, viele Dinge zu verstehen. Am 18.9. versucht CIA-Agent Pierre Owen Diez de Ure 30 Kilo Plastiksprengstoff unter der Rednertribüne Castros zu platzieren.

Am 24.9. trifft sich Oswald mit Gerry Hemming. Die beiden fliegen am nächsten Tag in einem privaten Flugzeug nach Austin, wo Oswald versucht, seine unehrenhafte Entlassung von den Marines zu verbessern. Am 25.9. fliegt Oswald nach Dallas zurück und besucht mit “Leopoldo” und “Angel” Sylvia und Annie Odio. “Leopoldo” ist Robert Willis, der für Gerry Hemming und mit Johnny Roselli arbeitet. Der kubanische Geheimdienst vermutet, dass es sich bei “Angel” um den DRE-Aktivisten Isidro Borja handelt, der ebenfalls für Hemming arbeitet und mit der Alpha 66 Gruppe verbunden ist. Sylvia Odio wird verdächtigt, eine Castro-Agentin zu sein, weil sie zum linken Flügel der JURE gehört. Laut Odio ist bekannt, dass Oswald ein Doppelagent ist, der versucht, Kubanergruppen in Dallas im Auftrag des FBI zu infiltrieren, weshalb man ihm nicht trauen könne.

Das Alcohol, Tobacco, and Firearms-Büro führt gegen die Alpha 66 von Dallas eine Untersuchung wegen Waffenhandels durch, wobei ATF-Agent Frank Ellsworth mit FBI-Agent James Hosty in Kontakt steht. Offenbar setzt Hosty Oswald für diese Untersuchung als Informant bei der Exilkubanergruppe ein. Ellsworth und Hosty befinden sich beim Kennedy-Attentat am 22.11.63 zusammen mit den Armeegeheimdienstagenten Edward Coyle und James W. Powell in der Nähe von Oswald.

Die FBI-Agenten James Hosty und Bardwell Odum befragen Sylvia Odio und John Martino, von dem ihr Vater Waffen kaufen wollte. Amador Odio sass 1961 zusammen mit John Martino im Gefängnis in Kuba, weil er versuchte, Reinaldo Gonzalez zu verstecken. Gonzalez versuchte nach einem Plan des Alpha 66-Gründers Antonio Veciana, Castro zu ermorden. Veciana berichtet ebenfalls von einem Treffen seines Kontaktagenten “Maurice Bishop” mit Oswald Anfang September 1963, das Vecianas Sekretärin Delores Cao bestätigt. Phillips offeriert Vecianas Cousin Guillermo Ruiz, der für den kubanischen Geheimdienst in Mexico City arbeitet, Geld, damit dieser aussagt, er hätte mit Oswald in Kontakt gestanden.
Unmittelbar nach dem Kennedy-Attentat kommt die Meldung in die Presse, Oswald habe mit einem Paar in Mexico Kontakt gehabt und handle im Auftrag von Castro.
Das FBI versucht mithilfe von Loran Eugene Hall zu beweisen, dass dieses Treffen mit Odio nicht am 25.9. stattgefunden haben kann, da Oswald offiziell in Mexiko ist. Das FBI muss dann diese Version aber zurückziehen, wonach Hosty behauptet, dass Silvia Odio Oswald mit Seymour verwechselt habe, da die beiden sich offensichtlich gleichen. William Houston Seymour gibt sich als Leon Oswald aus und legt Spuren in New Orleans, Florida, Austin, Alice, Fort Worth und Dallas. Der Warren-Bericht kommt zum Schluss, dass nicht Oswald, sondern Loran Hall, William Seymour und Lawrence John Howard die Besucher bei Odio gewesen sein müssen.
Hall trifft sich am 18.9.63 in Los Angeles mit Frank Sturgis, Celio Castro, Gerry Hemming und Richard Hathcock, dem er ein Gewehr ausgeliehen hat und nun zurückbekommt. Es ist dasselbe Gewehr, das am 23.11.63 im Fernsehen als Mordwaffe gezeigt wird. Hall fährt am 28.9.63 mit Lawrence John Howard und Celio Castro und einem Anhänger voll Waffen nach Dallas, wo sie sich im Lawnview Motel einquartieren. Hall nimmt Kontakt auf mit dem Rüstungslobbyisten Robert Morris und dem Ölgeologen Lester Logue, der George DeMohrenschildt kennt. Ab dem 12.10. ist Hall mit Seymour im YMCA von Dallas einquartiert, wo auch Ruby und Oswald aufkreuzen. Vermutlich baut ihn Hemming als zweiten Sündenbock auf, da dieser am 19.10. wegen Drogenbesitz zwar verhaftet, der Anhänger mit den Waffen aber nicht entdeckt wird.
Hall ist am 22.11. in Dallas, angeblich um sich mit Lester Logue zu treffen, wobei ihm Hemming ein Gewehr mit Teleskop mitgibt. Hemming behauptet gegenüber der Polizei in Miami, Hall habe dieses Gewehr gestohlen. Von Sam Giancana erhält Hall $20′000.

Laut der Warren-Kommission ist Oswald am 25.9. auf dem Weg nach Mexico, obwohl er in Austin und Dallas auftaucht. Oswald bekam am 25.6. innerhalb von 24 Stunden einen neuen Pass, vermutlich dank CIA-Agent Robert D. Johnson, obwohl er angab, er wolle vielleicht wieder in die Sowjetunion reisen und die Behörden bereits zweimal eine Sperre hätten verhängen müssen. Am 26.7, als Oswald in New Orleans war, besuchte jemand das Atomic Energy Museum in Oak Ridge, Tennessee, und schrieb ins Besucherbuch: “Lee H. Oswald, USSR, Dallas Road, Dallas, Texas”. Die Doppelgängertheorie wird von Marita Lorenz bestätigt. Oswald taucht mehrmals an zwei Orten gleichzeitig auf, wobei die Aussagen widersprüchlich und die Beweise dürftig sind.

Vom 25.9. bis zum 3.10. reist Larry Crafard, der für Jack Ruby arbeitet und sich als “Oswald” ausgegeben haben könnte, nach Mexico City. CIA-Informant William George Gaudet fährt ebenfalls nach Mexico. Er kennt E. Howard Hunt, Jack Ruby, Lee Oswald und Guy Banister. Während Jahren editiert er den Latin-American Report, der von der United Fruit, der CIA, der Chase Manhattan Bank, von Alton Ochsner und verschiedenen Diktatoren von Zentralamerika finanziert wird. Gaudet wurde 1942 ins Office of Inter-American Affairs des Aussenministeriums berufen, wo er für Nelson Rockefeller arbeitete. Von Gaudet kommt 1964 die Behauptung, dass Ruby bei Lorenzo Borenstein Gemälde gekauft habe.

CIA-Agent John Howard Bowen steht in Kontakt zu Gaudet. Bowen führt seit 1934 eine als Missionsstation getarnte Scharfschützenschule in Mexiko, die Mordaufträge wie denjenigen gegen Distriktrichter Floyd ausführt. Aus Versehen wurde am 8.9.52 dessen Sohn Jake ermordet. Das Mordteam wurde von Maurice Brooks Gatlin, Guy Banister und dem Miami-Büro von Double Check Corporation finanziert. “Missionar” Bowen gründete 1942 das faschistische Campfire Council, das in Verbindung zum American Council of Christian Churches steht. Er kennt H.L.Hunt, Gatlin und Shaw, arbeitete bei Jaggers, Chiles & Stoval mit Oswald und John Grosse, der ebenfalls als “Oswald” mit Gaudet nach Mexiko gereist sein könnte. Bowen hat Kontakte zur Division Five des FBI, das mit dem ACCC zusammenarbeitet, und zu Clay Shaws Centro Mondiale Commerciale.

Bowen, Oswald und einer der verhafteten Tramps benutzen das Pseudonym “Albert Alexander Osborne”, und Oswald hat bei seiner Verhaftung ein Bibliotheksausweis von Bowen in seiner Brieftasche. Ein weiterer Doppelgänger könnte auch Fred Lee Crismon sein, der offenbar John Bowen gleicht. Crismon, bei Boing und Lockheed tätig, ist Bischof der Universal Life Church, was Garrison als Cover für seine Geheimdienstarbeit einschätzt. Tatsächlich hat er wie Bowen zu tun mit dem American Council of Christian Churches und Reverend Thomas Beckham, über den Zahlungen an die Schweinebuchtpartisanen liefen.

Am 27.9. schreibt sich “Harvey Oswald Lee” im Hotel Commercio in Mexico City ein, wobei die Beschreibungen eher auf E. Howard Hunt zutreffen und die Spuren dort sich verlieren. Hunt ist im August und September an der CIA-Station in Mexico. Als Tad Szulc Hunts Funktion in Mexico 1973 untersucht, wird bei ihm eingebrochen und seine Papiere werden gefilzt. David Phillips, der an der CIA-Station Mexico unter Winston Scott arbeitet, befindet sich im September und Oktober in Washington.
Oswald” ruft zuerst der sowjetischen Botschaft an, um ein Visum für Russland, und damit ein Transitvisum für Kuba zu bekommen. Er besucht zuerst die kubanische, dann die russische Botschaft und hat eine gefälschte Mitgliedkarte der amerikanischen Kommunistischen Partei, einen Direktorausweis des FPCC (beide verschwinden danach) und die Arbeitskarte aus der Sowjetunion dabei. Dabei hat “Oswald” angeblich Kontakt mit dem Geheimdienstchef Waleri Wladimirowitsch Kostikow (Mitglied des 13. Departements des KGB, das sein Ausbildungslager in Minsk hat) und den Angestellten der kubanischen Botschaft Silvia Tirado de Duran, Luisa Calderon und Eusebio Azcue. Obwohl “Oswald” seine Kubaliebe dick aufträgt, wird sein Visum abgelehnt, worauf er einen Wutanfall vorspielt. Dabei werden faktisch alle Visumsgesuche von Amerikanern nach Kuba abgelehnt, weil Castro weiss, dass er ermordet werden soll.

Der Plan sieht vor, Oswald vor dem Kennedymord nach Kuba zu schicken, so dass es so aussieht, als hätte er seine Befehle von Castro empfangen. Gegenüber der kubanischen Botschaft behauptet “Oswald” dann, er hätte bereits ein Visum für die Sowjetunion. Es spricht einiges dafür, dass Sylvia Duran erpresst wird, um ein Visum für “Oswald” auszustellen, mit dem sie an einer Party erscheint und offenbar eine sexuelle Beziehung hat. Laut Hemming arbeitet Duran für die CIA und kennt ihn, Castro und Guevara persönlich. “Oswald” steht über Duran und Teresa Proenza in Kontakt zum Castro-freundlichen Revolutionary Bloc an der Autonomen Universität in Mexico City. Die von der CIA überwachte Organisation von Oscar Contreras hat Kontakte zum kubanischen Geheimdienst CIS.
Möglich ist auch, dass “Oswald” den Russen Informationen über eine Anti-Castro-Aktion von Guy Banister in New Orleans anbietet, um ein Visum zu bekommen. Von 8 Telephongesprächen, die die CIA abhört, werden Abschriften gemacht und sieben Wochen vor dem Kennedymord an das Hauptquartier und Kopien an das FBI geschickt, das sie jedoch der Warren-Kommission offiziell nicht übergibt. Die Originale werden vermutlich nach dem Attentat vernichtet. Hoover teilt Johnson am 23.11.63 mit, es handle sich bei den aufgenommenen Gesprächen nicht um Oswalds Stimme. Einige der Mitglieder des Mordausschusses des Repräsentantenhauses müssen die Abschriften gelesen haben, da sie daraus schliessen, dass es sich nicht um Oswald gehandelt haben könne, weil dieser fliessend Russisch sprach.

Für die Rückfahrt von Mexico reservieren “O.H.Lee” und Angel Perez Delgado Bussitze, die sie aber nicht benützen. Perez ist der ehemalige Koordinator der Bewegung des 26. Juli in Washington und verfügt über gute Kontakte zur kubanischen Botschaft in Washington, womit eine weitere Spur zu kubanischen und russischen Geheimdienstkreisen gelegt wird.
Auch der am 9.11.63 “abgefangene” Brief an die Sowjetbotschaft enthüllt eine “kommunistische Intrige“.
Ein Monat zuvor ging ein Telegramm an John McCone, das die Präsenz Oswalds in der sowjetischen Botschaft beweisen soll. Gegenspionagedirektor James Angleton fliegt aufgrund des Telegramms nach Mexico City und übernimmt das am 12.9.60 eröffnete 300 Seiten starke Oswald-Dossier mit CIA-File-Nummer 201. 89% aller 201-Files betreffen Personen, die von der CIA angestellt sind und werden eröffnet, wenn eine Person als Quelle brauchbar ist. Fidel Castro hat ebenfalls ein 201-File, das aus einem Personalienabschnitt und einem sensitiven Teil mit verschlüsselten Informationen über Operationen besteht. Oswalds 201-File ist ein “restricted file”, bei denen der Zugang zum sensitiven Teil erschwert ist, und militärischen Ursprungs, da es sich im Marine Corps Headquarters befindet.

Die CIA hätte unmittelbar auf die Nachricht von der Defektion Oswalds in die UdSSR ein Dossier anlegen sollen, vor allem weil Oswald mit der Preisgabe von militärischen Informationen über Radartechnik gedroht hatte. Oswalds Akte wurde nur angelegt, weil am 6.9.60 die beiden homosexuellen Mathematiker William Martin und Bernon Mitchell, die für die NSA gearbeitet hatten, nach Russland überliefen, was zur Entlassung des Personaldirektors und 26 weiterer Beamte der NSA führte. Das Weisse Haus wollte daraufhin über weitere Überläufer dokumentiert werden. In Oswalds CIA-File wurde der Mittelname zu Lee Henry Oswald geändert. Die Akte und sein Handling machen nur einen Sinn, wenn man davon ausgeht, dass Angleton für Oswalds Mission gar kein Papier hinterlassen wollte.
Die CIA übergibt der Warren-Kommission zwar dieses generelle Informationen enthaltende 201-File, ohne allerdings anzudeuten, dass zusätzlich ein Operational File sowie zwei HT Lingual-Files existieren.

Frank Sturgis, Alex Rorke und Geoffrey Sullivan inszenieren eine Täuschungsaktion. Sie gehören zu den Exilkubaners, die trotz der Schliessung der paramilitärische Trainingslager in Florida und Louisiana und dem zumindest teilweisen Rückzug der CIA die Kuba-Aktionen weiterziehen. Ein FBI-Spitzel verrät Orlando Bosch, der vom Ölmulti Hunt finanziert wird und mit Sturgis, Rorke sowie den Minutemen eigene Angriffe gegen Kuba plant. Sturgis, Rorke und Geoffrey Sullivan werden Anfang September ins Hauptquartier der Zollbehörde zitiert, wo man ihnen mit Konsequenzen droht, falls sie weiterhin Aktionen gegen Kuba fliegen.

Rorke und Sullivan kommen angeblich bei einem Flugzeugabsturz am 25.9.63 um. Sturgis organisierte diesen Flug, der durch mehrere Starts und Flugplanänderungen Aufsehen erregte. Da Sullivan kurze Zeit später in Belize wiedererkannt wird und Rorke offenbar mit einem Mörderteam nach Dallas fährt, ist der Flug, der in Fort Lauderdale um 8.00 Uhr startet und fünf Stunden später 30 Meilen entfernt bei Hollywood, Florida, ins Meer stürzt, ein Trick, um Beteiligte am Kennedy-Attentat verschwinden zu lassen.
Interessanterweise spricht Lyndon Johnson, der in dieser Nacht nach Austin kommt, dreimal an diesem Tag mit dem Verantwortlichen der betroffenen Fluggesellschaft Beech Travelair, Darrell Schneider.
Oswald ist am 25.9. ebenfalls in Austin, und wird am nächsten Tag nach Houston geflogen, wo er sich mit Horace Twiford treffen will, einem Mitglied der Socialist Labor Party.
Eine Suchaktion von Ellis Rubin startet am 2.10, und eine weitere mit Gerry Hemming, Roy Hargraves, C.F. Bush, Howard K. Davis, Ivan Kay, Steve Justin Wilson, Ralph Hernandez Nordase, Charles Collier und Allan Kennedy am 2.11.63. Es gibt auch die Theorie, dass die CIA Rorke verschwinden lässt, weil er dem Castro-Agenten Enrique Molina Rivera vertraute, der mit der Ermordung von Hemming und Trafficante drohte. Laut Hemming wollten Rorke und Sullivan mit Molina Rivera auf dem Absturzflug nach St.Julien in Kuba fliegen, um ein Angriff auszuführen.

Im August stürzte Louis Berlanti mit seinem Flugzeug und angeblich über der Hälfte der $53 Mio. ab, die von den Erben des ermordeten dominikanischen Diktators Rafael Trujillo mithilfe von Anwalt Richard Nixon eingefordert werden. Berlanti finanzierte Mario Garcia Kohlys Pesosfälschungsaktion, und Nixon setzt sich für Kohly in dessen Prozess wegen Geldfälschung ein.

Quellen: Marrs: 189ff, 403ff, Davis (1988): 140-157,404f, Weberman (3): 10-30, (11): 5f, (13): 1-42, (14): 1-48, (15): 1-15, (21): 3,6, (27): 44, Summers (1993): 328f, (2000): 261f, Giancana: 333-341, Groden/Livingstone: 180f,312,351ff, Best: 55, Bartholomew: 47,57, (2): 25, (4): 13, Griffith (1996a), (1998): 1-4, Oglesby: 66f, Scott (1993): 39-44,256, Torbitt: 24ff,29,34, CNPC: 19, Russell: 4f, Callahan :74-77.
September 1963 Mafiaenthüllungen

Joseph Michael Valachi packt in den im Fernsehen übertragenen Hearings aus, wobei unter anderem die Insularität der Mafia von Louisiana zum Ausdruck kommt. 1960 wurde Valachi wegen Heroinhandels verurteilt. Sein ebenfalls inhaftierter Boss Vito Genovese hörte Gerüchte, sein Leutnant kooperiere mit den Behörden, worauf er ihm im Gefängnis den Todeskuss gab und $100′000 auf seinen Kopf aussetzte. 1962 erschlug Valachi einen anderen Gefängnisinsassen, den er vermeintlich für seinen Killer hielt, mit einer Metallröhre. Nach drei erfolglosen Mordversuchen beschloss Valachi tatsächlich auszupacken. Obwohl ihn eigentlich das FBN geschnappt hatte, nahm ihn der Justizminister in Beschlag und versprach ihm ohne Absprache mit dem FBN-Chef Anslinger Straffreiheit.

Valachi ist das erste Mafiamitglied, das sein Schweigen bricht und über die Struktur des Organisierten Verbrechens berichtet. Valachi zeichnet ein verzerrtes Bild der “Cosa Nostra”, die er als eine auf Italiener beschränkte Organisation beschreibt, die über die nationale Kommission eine Einheit bildet und in der alles zentral gesteuert wird. Aufgrund dieses ethischen Vorurteils können die Verbindungen von Oswald und Ruby von der Warren-Kommission nur sehr oberflächlich untersucht werden.
Trotz der Sensation seiner Auftritte wird kein Mafiosi verurteilt, obwohl 289 Mitglieder der 5 Familien in New York unter die Lupe genommen werden und seine Aussagen im Gegensatz zu Wanzen und Telephonabhörungen im Gericht eingesetzt werden können. Trotzdem realisiert die breite Öffentlichkeit die Bedeutung des Organisierten Verbrechens, auch wenn das Phänomen nicht als systemimmanente Komponente der amerikanischen Gesellschaft erkannt wird.

In Sizilien bricht das erste Mal eine Frau das Gesetz des Schweigens: Serapina Battaglia, genannt die schwarze Witwe, die die Mörder ihres Mannes und ihres Sohnes anklagt.

Quellen: Meurice, Delorme: 35-41, Davis (1988): 138f, Best: 23, Pons, Anson: 305.
September 1963 Putschgeschichten top

Der im Februar gewählte Staatspräsident der Dominikanischen Republik Juan Bosch wird am 25.9.63 durch einen von der CIA orchestrierten Militärputsch abgesetzt. Er wollte die von der Allianz für den Fortschritt vorgeschlagenen Sozialreformen umsetzen und erhielt dafür anfangs von den USA beträchtliche Geldmittel. Bosch nahm das, was man die bürgerliche Freiheiten nennt ernst: Kommunisten durften nicht verfolgt werden, ausser wenn sie gegen das Gesetz verstiessen. Deshalb wurde er der Kommunistensympathie verdächtigt. Nach dem Putsch der Generäle bricht John Kennedy die diplomatischen Beziehungen ab, stellt die Wirtschafts- und Militärhilfe ein und beordert US-Bürger nach Hause.
Neunzehn Monate später bricht ein Aufstand aus, als dissidente Offiziere in der dominikanischen Armee mit der Unterstützung bewaffneter Volksmassen den abgesetzten Bosch wieder an die Macht bringen wollen.
Lyndon Johnson entscheidet sich für eine vorbehaltlose Unterstützung des neuen Regimes und schickt im April 1965 23′000 Marineinfanteristen, um die Revolution zu verhindern.

Botschafter Syedou Diallo von Guinea wendet sich am 17.9.63 an den Botschafter William Attwood und übermittelt ihm Fidel Castros Wunsch nach normalen Beziehungen zu den USA, um nicht so stark auf die UdSSR angewiesen zu sein.
John Kennedy autorisiert Attwood zu Gesprächen mit dem kubanischen UN-Botschafter Carlos Lechuga, wobei er eine Öffnung gegenüber Kuba und eine Normalisierung der Beziehung in Aussicht stellt. Diese führen zu Plänen, dass Attwood nach Havanna reist, um mit Castro direkte Verhandlungen aufzunehmen, was aber Johnson nach dem Kennedy-Mord fallenlässt.
Zudem setzt Kennedy den französischen Journalisten Jean Daniel von L’Express als inoffizieller Kontakt mit Castro ein. Am 24 10. trifft sich JFK mit Daniel und bittet ihn, Castro seine guten Intentionen mitzuteilen, was Castro ernst nimmt.

Die Geheimdienstkreise erfahren, vermutlich über Walt Withman Rostow, von den Aktivitäten zur Entspannung der Beziehung zwischen den USA und Kuba und geben diese Infos weiter, die für die Exilkubaner und die Hardliner der CIA, der Militärs und der Politik Verrat bedeutet.

Daniel befindet am 22.11.63 bei Castro, als die Nachricht des Attentats durchkommt. Castro befürchtet, zu Recht, dass ihm die Ermordung in die Schuhe geschoben werden soll.
Innerhalb der letzten 4 Monaten wurden 13 Sabotageakte gegen Kuba durch autonome Exilkubanergruppen ausgeführt. Castros Soldaten verhaften am 29.10. vier CIA-Agenten, die mit einem 30-Meter Schiff namens Rex unter nicaraguanischer Flagge nach Kuba kamen. Einer der Agenten, Montero Carranzana, hatte schon einmal 12 Saboteure an der Nordküste Kubas abgesetzt, und das Schiff diente schon öfters als CIA-Cover. Die Rex wird von J. A. Belcher, Ölhändler aus Miami, an die Collins Radio Company in Dallas vermietet. Arthur Andrew Collins ist befreundet mit David Harold Byrd, dem Hausbesitzer des TSBD, und mit ONI-Admiral Henry C. Bruton, der DeMohrenschildt und Oswald kennt. John Rockefeller Jr. hilft Byrd, Anlagen von Collins für die “Admiral Byrd’s Polar Expeditions” zu kaufen. Im März 1963 erhielt die Collins Radio einen $2 Mio.-Vertrag von der USIA, um neun Kurzwellentransmitter zu bauen, die die CIA in Südostasien einsetzen will. Da JFK zwei Wochen später das Budget der USIA kürzt, entwickelt sich dieses Geschäft zu einem Skandal, da der stellvertretende Sekretär der Navy, Ken BeLieu, mit falschen Zahlen operiert hat und der Deal mit Collins und der CIA nicht sauber ist. Die USIA verbreitet offizielle Propagada mithilfe von 140 Zeitschriften mit einer Auflage von 30 Mio. Exemplaren. 1978 ensteht daraus die International Communication Agency, die in 111 Ländern vertreten ist, 12′000 Personen beschäftigt und über einen Etat von $413 Mio. verfügt.
Der CIA gelingt die einzige Anheuerung von einem Mann innerhalb der Castro-Vertrauten: Rolando Cubela Secades. Cubela tötete 1956 den Chef von Batistas Militärgeheimdienst Blanco Rico, kämpfte mit Castro in den Escambray-Bergen und besetzte den Präsidentenpalast 1959, bevor Castro in Havanna eintraf. Der Minister ohne Portfolio wandte sich gegen die Präsenz der Russen und kontaktierte 1961 die CIA und wollte überlaufen. Die CIA konnte ihn überzeugen, als Informationsquelle mit dem Codenamen AM/LASH im Amt zu bleiben.
Cubela offeriert seinem Kontaktagenten anlässlich eines Treffens in Sao Paulo am 7.9.63, Castro umzubringen, wenn ihn die US-Regierung unterstütze. Am gleichen Tag warnt Castro die USA davor, ihn ermorden zu wollen. Trotz der Möglichkeit, dass es sich bei diesem Angebot um eine Falle handelt, trifft sich Desmond FitzGerald am 29.10. mit Cubela in Paris. Dieser fordert ein persönliches Treffen mit Robert Kennedy, ein Gewehr mit Tele sowie Gift. FitzGerald sichert ihm die Unterstützung der Kennedys für die Castro-Eliminierung und einer neuen Regierung zu. In die Rede Kennedys vom 18.11. baut die CIA eine harsche Kritik gegen Castro ein, um diese Unterstützung zu belegen. Am 22.11. erhält Cubela in Paris einen Kugelschreiber mit einer hypodermischen Nadel von einem Undercoveragenten der CIA, aber die Aktion wird wegen dem JFK-Attentat abgeblasen.
Im September 1965 wird ein weiterer Versuch unternommen, Cubela gegen Castro anzusetzen. Er wird jedoch von der kubanischen Gegenspionage 1966 entlarvt und sitzt dann 13 Jahre im Gefängnis.

Colonel Oswaldo Lopez Arellano putscht am 2.10.63 gegen Präsident Ramon Villeda Morales in Honduras, dem zu grosse Duldsamkeit gegenüber den Kommunisten vorgeworfen wird. Villeda hatte im Geist der Allianz für den Fortschritt moderate soziale Reformen anvisiert, wobei die Agrarreform auf Druck der United Fruit bereits abgeschwächt werden musste.
Anastasio Somoza, United Fruit, Standard Fruit & Steamship, die William B. Reilly Company, die CIA und Ed Butlers Information Council of the Americas unterstützen und finanzieren den Staatsstreich, der mit einem Angriff auf den Präsidentenpalast durch US-trainierte Luftwaffenpiloten beginnt. John Kennedy hatte Villedas Bitte um Entsendung von Truppen zur Abwendung eines Putsches kurzerhand abgeschlagen, den anzuerkennen sich er dann aber weigert.
Erst Johnsons Unterstaatssekretär Thomas Mann, der an der Planung des Coups mitarbeitete, anerkennt im Dezember 1963 den neuen Präsidenten, der sofort alle Reformen aussetzt.
Lopez beherrscht Honduras während elf Jahren, in denen die brüchige Wirtschaft weiter geschwächt wird. 1974 deckt man die Zahlung von Bestechungsgeldern in Höhe von $1,25 Mio. an Lopez durch United Brands, der Nachfolgegesellschaft von United Fruit, auf. Nach dieser ersten Tranche senkte Honduras, das 25% der Chiquita-Bananen liefert, die Exportsteuer um die Hälfte. Zur zweiten Tranche dieses Deals, für den Wirtschaftsminister Abraham Bennanton urprünglich $5 Mio. für Lopez verlangt hatte, findet daraufhin nicht mehr statt, weil die Streitkräfte 1975 Colonel Juan Alberto Melgar Castro zur Machtübernahme verhelfen.

Quellen: Horowitz: 219-223, CIA-Info: 14, Ostrowsky: 8f, Scott (1993): 91ff,196,221ff, Marrs: 143f, Russell: 4, Hamelin/Van Geirt, Vogeler: 22, Anson: 235f, Powers: 245, Hersh: 440,447-449, Best: 38f, Konkret 26.2.76: 24-26, CNPC: 5f, Ranelagh/Treharne: 2, Bartholomew: 54,(3): 7, Schulz: 318, Tarpley/Chaitkin: 117-129.
Oktober 1963 Ruby und Oswald top

Lee Harvey Oswald trifft Jack Ruby am 4.10.63 in seinem Club, worüber Anwalt Carroll Jarnagin die Behörden informiert. Das FBI-Interview über das Oswald-Ruby-Meeting nach dem Kennedy-Attentat, das auf seine Initiative hin zustandekommt, wird im Warren-Report nicht erwähnt. Der Bericht negiert, dass sich die beiden gekannt haben, obwohl mehrere Treffen bekannt sind. Oswald übernachtet mehrmals im YMCA in Dallas, dessen Einrichtungen auch von Ruby, Hall, Seymour und Howard benutzt werden.

Oswald mietet ab dem 7.10. als O. H. Lee ein kleines Zimmer bei Earlene Roberts, worauf das FBI und der militärische Geheimdienst ihre Dossiers nach Dallas weiterleiten. Roberts ist die Schwester von Rubys Bekannter Bertha Cheek. Marina Oswald zog am 23.9.63 mit ihrem Baby wieder zu Ruth und Michael Paine nach Irving. Ruth Paine unternahm bereits 1957 Nachforschungen über Oswald, sechs Jahre bevor sie sich laut Warren-Bericht überhaupt getroffen haben. Offiziell bekommt Oswald seinen Job im Texas School Book Depository ab dem 16.10. dank Ruth Paines Nachbarin Linnie Mae Randle, deren Bruder Wesley Frazier dort arbeitet. Im TSBD steht der Finanzmanager Joe R. Molina unter Verdacht, Kommunist zu sein, weil er dem “subversiven” American G. I. Forum angehört. Aufgrund der Aufträge und Jobwechsel ist es naheliegend, dass Oswald Industriesicherheitsarbeit leistet, was die Überprüfung der Angestellten auf mögliche Kommunistensympathie beinhaltet.

Oswald meldet sich beim stellvertretenden Bezirksanwalt Edward Gillen und fragt ihn, was er über die Legalität des Imports und Verkaufs der neuen Wunderdrogen Mescalin und LSD wisse. Er habe Aldous Huxley’s Buch The Doors of Perception studiert und glaube, dass die neuen Drogen eine soziale Revolution auslösen könnten. Auch dies scheint ein Check zu sein, da 1963 erst wenige Personen ausserhalb der CIA etwas über LSD wissen.
Offenbar beauftragt Oswald seine Frau, in der Apotheke, in der sie arbeitet, Drogen zu entwenden. Die CIA testete LSD und andere psychoaktive Drogen auch in der Station Atsugi, wo Oswald stationiert war. Versuchskaninchen waren Marines, die keinen Dienst hatten, und denen die CIA die präparierten Drinks und die Prostituierten bezahlten. Auch das ONI holt verurteilte Mörder aus den Gefangnissen und konditioniert sie im eigenen Neuropsychiatrischen Zentrum in San Diego als politische Mörder, die laut dem Psychologen und ONI-Offizier Thomas Narut in verdeckten Positionen in die US-Botschaften geschickt werden. Gillen weist Oswald, der im Besitz einer nicht im Handel erhältlichen Minox-Kamera ist, als harmlosen Spinner weg.

John Roselli und Jack Ruby treffen sich zwei Mal in Miami, und Ruby konsultiert viele hochgestellte Persönlichkeiten der Mafia: Russell D. Matthews, Frank Caracci, Peter Marcello, Michael Shore (ein Freund von Mickey Cohen), Irwin S. Weiner (ein Mitarbeiter Giancanas, den die Washington Postals eine der wichtigsten Personen der Mafia im mittleren Westen bezeichnet), Lenny Patrick, Nofio Pecora, Barney Baker, Murrey W. “Dusty” Miller (der für Hoffa arbeitet und 1970 der Organisator von George Bushs erfolgloser Senatskampagne ist), Alexander Gruber (der für Cohen und Hoffa arbeitet), Joe Campisi, Paul Roland Jones und Oscar Mauzy (Führer der liberalen Demokraten in Dallas und Partner von Nat Wells, der die Teamsters im Gericht vertritt).
Der mutmassliche britische Agent “John” Wilson, der sich 1959 mit Trafficante in der selben Zelle befindet, einen Ausweis der chilenischen Geheimpolizei und einen UNO-Presseausweis besitzt, trifft sich am 29.10.63 mit Ruby wegen einer Anleihe.

In den 6 Monaten vor dem Kennedy-Attentat werden 400 Todesdrohungen registriert, wovon drei so gravierend sind, dass das Sicherheitskonzept verstärkt werden müsste. Beispielsweise hört das FBI in Buffalo am 31.10. eindeutige Morddrohungen von Mafialeuten gegen den Präsidenten ab, die Hoover weder an das Justizministerium noch an den Secret Service weiterleitet.
Am 4.11. schreibt Byron Selton, Mitglied des Democratic National Committee von Texas, an Bobby Kennedy und empfiehlt aufgrund der Attentatsgefahr, die Reise nach Texas oder wenigstens den Dallas-Besuch abzusagen.

Quellen: Marrs: 409, Scott (1993): 246, 291, Callahan: 99f,110f, Weberman (11): 3, Weber: 57-60, Bollinger, Davis (1988): 166ff,207, Best: 42, Oglesby: 5,9, Griffith (1996): 3.
Oktober 1963 Jackie Kennedy und Aristoteles Onassis top

Jackie Kennedy ist auf Kreuzfahrt mit Aristoteles Onassis auf der Jacht Christina. Nach dem Tod ihres neugeborenen Sohns Patrick am 7.8.63 ist sie zu Ari geflüchtet. Schon ein Jahr zuvor stellte sie die Männlichkeit des Präsidenten in der Öffentlichkeit in Frage, als sie sich mit Gianni Agnelli auf dessen Jacht vergnügte. Aufgrund der Pressemitteilungen schickte JFK ihr verärgert ein Telegramm: “Etwas mehr Caroline und weniger Agnelli.”

Bereits Jackies Schwester Lee Radziwell hatte ein Verhältnis mit Onassis, das Bobby Kennedy zu verhindern versuchte. Um einen Skandal zu vermeiden, zahlte man dem Vatikan $50′000 für die Scheidung Lees. Diesmal telephoniert der Präsident seiner Frau, damit sie zurückkommt, da die Zeitungsberichte seiner Popularität schaden.
Wegen ihrer Schuldgefühle kann JFK sie dazu bringen, ihn auf den Wahlkampftourneen, die sie hasst, zu begleiten. Der Tod des Neugeborenen lässt die gegenseitigen Sticheleien etwas in den Hintergrund treten. Jack besteht wegen der negativen Publizität darauf, dass Onassis erst nach den Wahlen zu einem Gegenbesuch eingeladen werden dürfe.
Nach dem Kennedy-Attentat befindet sich Onassis bis zum Begräbnis des ermordeten Präsidenten im Weissen Haus.

Quellen: Posener: 7f,117,129ff,154f, Morgenthaler, Best: 20.
Oktober 1963 Bobby-Baker-Skandal

Bobby Baker geriet seit September in die Schlagzeilen wegen Vermittlungen von Staatsaufträgen gegen Schmiergeldzahlungen mit Clint Murchison, Isaac Irving Davidson, den Teamsters und dem Las Vegas-Milieu. In einem Fall verschaffte er bereits Aufträge an eine Verkaufsmaschinenfirma, die noch gar nicht existierte, weshalb Baker am 7.10.63. von seinem Amt als Sekretär der Demokraten im Senat zurücktreten muss.

Baker kam 1943 als Vierzehnjähriger nach Washington, begann als Kongresshilfe und machte im Fahrwasser seines Mentors Lyndon Johnson Karriere, für den er sich vor allem bei Kampagnenfinanzierungen profilierte. Wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung wird Baker vom Justizministerium und vom Senate Rules Committee untersucht, und die republikanische Minderheit im Senat versucht, den Fall zu einem Thema für die Präsidentenwahl von 1964 zu machen. Da auch Johnson und andere Senatoren der Korruption verdächtigt werden, eröffnet das Rules Committee eine umfassende Untersuchung.
Robert Kennedy spannt heimlich mit Anwalt Burkett Van Kirk und den Republikanern gegen Johnson zusammen, damit er ihm als Präsidentschaftskandidat 1968 nicht im Weg stehen wird.

Johnson vermutet zu Recht, dass die Kennedys den Skandal ins Rollen gebracht haben, um ihn zu stürzen. JFK will Johnson nun ersetzen durch Gouverneur Terry Sanford von North Carolina, obwohl Ethel Kennedy will, dass ihr Mann Vizepräsident wird.

Über “Whispering Willie”, Senator John Williams, gibt Bobby Informationen über Baker und Johnson an das Rules Committee weiter, wonach Korruptionsvorwürfe gegen Johnson laut werden. Johnson befürchtet, dass von den vielen Geschäften seines ehemaligen Sekretärs mit der Mafia von Louisiana, Chicago, Las Vegas und in der Karibik, oder von den Schmiergeldzahlungen über Jack Halfen, der ein Prozent von Carlos Marcellos Umsatz an Johnson abliefert, etwas aufgedeckt werden könnte. Johnson setzt sich als Gegenleistung während seiner ganzen Karriere gegen Gesetze zur Verfolgung der Mafia ein. J. Edgar Hoover übt auf das Justizministerium Druck aus, um die Prozesse gegen seine Freunde Bobby Baker und Clifford Jones zu verzögern und zu erschweren. Jones wird erst fünf Jahre nach der Anklage vor Gericht gestellt. Schliesslich sitzt Baker, in 9 Punkten schuldig gesprochen, 18 Monate in einem Gefängnis.

Da auch Bakers Privatleben in die Schlagzeilen geriet, stösst das Senate Rules Committee schnell auf den Fall Ellen Rometsch. Vom Republikaner John Williams gelangen Informationen zu Clark Mollenhoff, der diese am 26.10. im “Des Moines Register” in Iowa veröffentlicht. Ohne JFK beim Namen zu nennen beschreibt Mollenhoff die Ereignisse und die Beziehungen von Rometsch und zieht eine Parallele zum Profumo-Skandal. Zwei Tage später trifft sich Bobby Kennedy mit Courtney Evans und Hoover und erreicht, dass sich Hoover mit den beiden Fraktionsführern im Senat, Mike Mansfield und Everett Dirksen, trifft und diese mit Dreckmaterial aus seinem Geheimarchiv unter Druck setzt, womit er eine Senatsuntersuchung und die Rückkehr von Rometsch für ein Hearing verhindern kann. Dafür erhält Hoover vom Justizminister die Erlaubnis, Martin Luther Kings Telephon abhören zu lassen.
Aber nicht nur das Telefon, sondern die Hotelzimmer und selbst die Altäre werden verwanzt, und King wird auf Schritt und Tritt beschattet. Hoover beginnt, King als Lügner, Sexpathologen, Trinker und Kommunisten öffentlich zu diffamieren.
Nach Kennedys Ermordung treffen sich sich Beamte der Bundespolizei und diskutierten darüber, wie man “King als Schwarzenführer neutralisieren könne”.

Einige Tage später ist Hoover bei John Kennedy zum Lunch eingeladen. Hoovers Agenten haben erfahren, dass Rometsch in die USA zurückkehren wolle, um den Untersuchungsanwalt der Senatskommission, LaVern Duffy, zu heiraten. JFK versucht dies zu verhindern, indem er von Freunden wie Grant Stockdale Geld sammeln lässt, um Rometsch mehr Schweigegeld zu bezahlen.
Stockdale, der JFK unterstützt und für George Smathers und Bobby Baker arbeitet, findet sich nach dem Attentat zwischen den Fronten und wird aus dem 14. Stockwerk eines Gebäudes in Miami gestossen.

Im Zusammenhang mit den Baker-Enthüllungen kommen auch Einzelheiten mit der TFX-Korruption wieder auf, und Fred Korth, der für Johnson gearbeitet hat, muss von seinem Job als Sekretär der Navy zurücktreten, da über seine Bank Schmiergelder der General Dynamics geflossen sind. John McClellan leitet eine parallele Senatsuntersuchung zur TFX-Bestechung, wobei RFK dafür sorgt, dass McClellan Informationen über die Schmiergelder und Erpressungsversuche der General Dynamics unterdrückt und sich auf die $100′000 Schmiergelder für Johnson über Bobby Baker beschränkt.
Diese Untersuchung wird von Johnson nach der Ermordung Kennedys natürlich sofort abgeblockt, nachdem an der Sitzung vom 20.11. noch beschlossen wird, dass in der folgenden Woche Fred Korth befragt werden soll. Korth, der bei Bell mit Michael Paine und Walter Dornberger zusammenarbeitete und über den auch Zahlungen an die Spurenleger Oswalds in Dallas laufen, wird nie aussagen müssen.

Quellen: Summers (1993): 312f, Hersh: 388,400-411, Davis (1988): 273, Scott (1993): 220, Torbitt: 11,14,28,33, Obenhause.
November 1963 Putsch gegen Ngo Dinh Diem top

Der südvietnamesische Präsident Ngo Dinh Diem wird am 1.11. gestürzt. Diem floh 1950 in ein katholisches Seminar bei New York, nachdem er von Ho Chi Minh in Abwesenheit zum Tod verurteilt wurde. Dort lernte der überzeugte Katholik, dessen Bruder Ngo Dinh Thuc Bischof der Römischen Kirche ist, unter anderem auch Joseph Kennedy und seinen Sohn kennen. Kennedy unterstützte die American Friends of Vietnam, und der Senator war 1956 der Hauptsprecher dieser Lobbygruppe. Auch als Präsident unterstützte John Kennedy den Diktator, den Johnson trotz dessen Krieg gegen die eigene Bevölkerung als Winston Churchill von Südostasien bezeichnet.

Vietnam spaltete die Kennedy-Bürokratie wie kein anderes Thema. Auch Charles de Gaulle warnte JFK bereits 1961 vor der Aussichtslosigkeit eines Engagements in Vietnam. Nachdem JFK 1962 in Laos nach dem gescheiterten CIA-Putschversuch eine vernünftige Lösung akzeptierte, trieben ihn seine Gegner mit dem Vorwurf, das Land an die Kommunisten verloren zu haben, in die Enge. Deshalb reagierte JFK auf die Schwächung der Diem-Regierung mit einem erhöhten militärischen Engagement und muss Vietnam bis zur Wahl von 1964 halten, obwohl bis Ende 1961 breits 76′000 Menschen durch Vergeltungsaktionen der südvietnamesischen Polizei- und Streitkräfte umkamen und über 550′000 deportiert, verhaftet oder in Konzentrationlagern interniert wurden.

Aufgrund der massiven Kritik des Diem-Regimes entschied sich JFK zum Einsatz der Green Berets und zum Aufbau einer Geheimarmee, um den schmutzigen Krieg unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu führen. Die Navy SEALs (Navy Sea Air Land) sind hochausgerüstete und streng ausgebildete Einsatztruppen, die überall in der Welt eingesetzt werden und vor allem auf Unterwassersabotage und Blitzoperationen spezialisiert sind. Bereits 1962 flog die US-Luftwaffe 50′000 Einsätze, bei denen sie ganze Gebiete mit Bordwaffenfeuer und Napalmbomben belegten.
Um der National Liberation Front die Basis zu entziehen, werden chemische Kampfstoffe zur Vernichtung von Ernten und Vieh eingesetzt, so dass die bäuerliche Bevölkerung vom Hungertod bedroht ist. Diems Bruder Ngo Dinh Nhu versuchte, das von den Briten in Malaysia erfolgreich angewandte Programm der “strategischen Dörfer” einzuführen, was aber misslang. 10 Mio. Bauern wurden bis Ende 1962 in 6600 geschützte Dörfer umgesiedelt, ausserhalb derer jederman erschossen werden konnte. Die buddhistische Landbevölkerung weigerte sich weitgehend, in die Minikonzentrationslager zu ziehen, weil es für sie wichtig ist, bei den Gräbern ihrer Toten zu wohnen. Diem setzte deshalb auf Verhaftung, Folter und Ermordung der Oppostition, zu der abgesehen von den 10-15% Katholiken potentiell alle gehören.

Diems Regime, das auch wegen der grassierenden Korruption international geächtet wurde, geriet im Mai 1963 in die Schlagzeilen, als Soldaten in Hue 9 der buddhistischen Mönche, die für religiöse Freiheit demonstrierten, erschossen. Diems Weigerung, sich für dieses Massaker zu entschuldigen und auf die Forderungen der Mönche einzugehen, führte zu Aufständen und der Selbstverbrennung von Thich Quang Duc, einem alten buddhistischen Priester, was die amerikanische Bevölkerung aufrüttelte und das Image der USA untergrub. Auch die verachtenden Äusserungen von Madame Nhu, die von einem buddhistischen Barbecue spricht und für weitere Selbstverbrennungen gratis Streichhölzer und Benzin anbietet, schockieren die Weltöffentlichkeit.

Der neue US-Botschafter Henry Cabot Lodge forderte Diem öffentlich wiederholt auf, seinen Bruder und politischen Berater Nhu zu entlassen und den Polizeiapparat aufzulösen, was die beiden aber als Einmischung in ihre Souveränität kritisierten. Die Kennedy-Administration fixierte sich auf die Idee, Nhu sei allein für die Greueltaten verantwortlich und könne die Situation mit seinem Rücktritt entschärfen. Da Nhu den ganzen Sommer immer wieder zu einer Limitierung der Rolle der Amerikaner in Südvietnam aufgerufen hatte, stempelten ihn die Amerikaner zum dunklen Drahtzieher hinter Diem und machten ihn zum Sündenbock. JFK hätte aus eigener Erfahrung wissen müssen, dass Diem seinen Bruder nicht entlässt. Harriman-Klon Lodge fordert deshalb die Elimination Diems.

Gleichzeitig zahlte die CIA $25′000 (nach anderen Angaben $250′000) pro Monat an Nhus Spezialsicherungstrupppen, die am 21. August in Armeeuniformen Mönche und Nonnen aus den 2000 Tempeln schleiften, verprügelten, wobei 30 starben, und 400 in Gefängnisse landeten. Darauf bewilligte JFK einen Militärputsch, der bis Ende Monat hätte stattfinden sollen.

In den Monaten vor seiner Ermordung hat Diem mit Nordvietnam Geheimgespräche zur Beilegung des Konflikts aufgenommen. Nordvietnam war bereit zu einer Koalitionsregierung mit Diem und zu einer langsamen wirtschaftlichen Annäherung mit einem neutralen Süden. Deshalb suchte Diem nach einem Weg, wie er die Amerikaner zu einem Abzug bringen könnte. 1963 befinden sich 16′500 “US-Berater” im Land, wovon die meisten im Geheimdienst und in der Administration arbeiten, und bereits sind 78 “Berater” im Kampf gefallen, weil sie Einsätze in südvietnamesischen Flugzeugen und Helikoptern fliegen und Infanterieeinsätze leiten.
Am 11.9. schickte die National Liberation Front, die Allianz von Kommunisten und Nichtkommunisten, einen Friedensplan-Vorschlag an die UNO, was zu einer Verurteilung des Diem-Regimes führte.

Charles de Gaulles darauffolgende Unterstützung für eine Neutralisation des Südens und eine mögliche Wiedervereinigung Vietnams wurde in den USA mit Empörung aufgenommen. Über den französischen Botschafter Roger Lalouette liefen auch bereits die Friedensgespräche zwischen Süd- und Nordvietnam.
Obwohl dies die ideale Voraussetzung für den Rückzug aus der aussichtslosen Lage in Vietnam wäre, ist die Idee eines neutralen Zusammenschlusses von Nord- und Südvietnam für die Amerikaner gleichbedeutend mit einem kommunistischen Vietnam, und JFK befürchtet, eine Einigung könnte ihm die Wahlen von 1964 kosten. Ende September fragte JFK den ehemaligen CIA-Agenten Edward G. Lansdale, ob er nach Saigon ginge, um zu versuchen, Diem von seinem Bruder zu trennen, wozu Lansdale einwilligte. Da Lansdale aber nicht mitmachen wollte, falls JFK entscheide, man solle seinen Freund Diem loswerden, wurde der Staatsstreich ohne ihn und ohne Wissen des Vizepräsidenten organisiert. Einen Monat später, nach der Ermordung Diems, verlässt Lansdale das Pentagon.

Aufgrund der Lagebeurteilung von Robert McNamara und General Maxwell Taylor vom 2.10.63 leitete JFK am 11.10. mit dem National Security Action Memorandum 263, wonach 1000 Soldaten bis Ende 1963 nach Hause gebracht werden, den Rückzug der US-Truppen bis Ende 1965 aus Vietnam ein.
Die paramilitärischen Aktivitäten der CIA wurden dem Verteidigungsministerium überantwortet. JFK weiss, dass er Vietnam auf lange Sicht nicht halten kann, aber bis nach den Wahlen halten muss, weshalb dieser Beschluss, obschon militärisch unbedeutend, richtungsweisend war.
Das Pentagon, das die CIA militärisch durch Spezialabteilungen unterstützt, und die Rüstungsindustrie verstehen Kennedys Absichten. Die Armee startet daraufhin eine breitangelegte Undercoveroperation namens Operation CAMELOT, um Kennedys Rückzugsplänen zuvorzukommen. 1964 iniziiert das Special Operation Research Office der Armee das bis anhin grösste sozialwissenschaftliche Projekt CAMELOT, wonach während vier Jahren Daten, Modelle und Theorien über soziale Veränderungen und interne Konflikte in den Entwicklungsländern sowie Massnahmenpläne gegen Revolutionen und Bürgerkriege zusammengetragen werden sollten.

Aufgrund der Kritik der Latin American Faculty of Social Science und der chilenischen Presse wegen des antidemokatischen Charakters des verdeckten Spionageprojekts muss Johnson im August 1965, nach der Okkupation der Domenikanischen Republik, das Projekt zurückziehen.
Einige hohe Offiziere versuchten, JFK mittels falscher Informationen zum verstärkten Einsatz in Vietnam zu bewegen. Lansdale ist ein entschiedener Gegner des Rückzugs aus Vietnam und wird einer der entscheidenden Plotter des Vietnam-Engangements. Lansdale sagt seinem Untergebenen L. Fletcher Prouty, er werde am 22.11. in Dallas sein, und schickt Prouty, der den Rückzug befürwortet, 11 Tage vor dem Attentat für zwei Wochen auf eine sinnlose Mission an den Südpol. Einzelne Figuren des militärischen Geheimdienstes sind an der Verschwörungskoalition, die aus Kräften inner- und ausserhalb der Regierung besteht, wegen dem sich abzeichnenden Rückzug aus Vietnam mitbeteiligt.
Bezeichnenderweise warnte Präsident Eisenhower, selbst General, JFK bei der Amtsübergabe vor der Bedrohung durch den unkontrollierten militärisch-industriellen Komplex.

Viele vietnamesische Militärs besuchten im Oktober die amerikanische Botschaft, wo Lodge General Duong Van Minh und seinen Stab mit Waffen und Geld unterstützte. JFK schickte als letzten Rettungsversuch seinen engen Freund Torbert Macdonald, der an seinen Poolparties teilnimmt und in Geheimnisse eingeweiht ist, von denen Bobby nichts weiss, zu Diem, um ihn zu warnen, er solle seinen Bruder fallenlassen und in der US-Botschaft Zuflucht suchen, was Diem aber ignoriert.

Am 1.11. erfolgt der von der CIA mitorganisierte Putsch: Lucien Conein und Arthur Herman Bremer unterstützen General Duong, der die treibende Kraft bei der Vernichtung von Diems Opposition war.

Als sich Diem und Nhu nach stundenlangen Kämpfen ergeben, werden sie am 2.11. umgebracht.

Am 7.11. erkennt JFK formell die neue Zivilregierung von Nguyen Ngoc Tho, Vizepräsident unter Diem, an, die sofort erklärt, dass eine Wiedervereinigung mit dem Norden nicht in Frage kommt. Vizemarschall Nguyen Cao Ky, der 1961 und 1962 CIA-Kommandos nach Nordvietnam und Opium von Laos nach Saigon geflogen hatte, wird zum Chef der vietnamesischen Luftwaffe ernannt. Er gerät wegen seiner Bewunderung für Adolf Hitler und seinem westlichen Lebensstil schnell in Verruf. Die nächsten zwei Jahre erfolgt eine Kette von Staatsstreichen und Putschversuchen und eine Verschärfung des Bürgerkriegs, so dass Johnson sagt, er wolle “keine solche Scheiss-Coups mehr”. Rebellionen der nach Autonomie strebenden Bergvölker und der Buddhisten werden niedergeschlagen.
Als die Saigoner Armee die Herrschaft über das Land verliert, greifen die USA massiv ein und beginnen am 7.2.65 mit der Bombardierung Nordvietnams.

Das Engagement der USA in Vietnam beruht wesentlich auf dem Eindämmungskonzept gegenüber China, das den USA im Koreakrieg eine Niederlage bereitete. John Kennedy beschäftigt sich seit einiger Zeit vermehrt mit China, weil er Angst hat, die Chinesen könnten die Atombombe bauen. Seine Angst vor den “Gelben” begründet er mit der angeblichen Bereitschaft der chinesischen Führung, Hunderte von Millionen von Menschen zu opfern, um dem Kommunismus zum internationalen Durchbruch zu verhelfen. JFK beruft ein Meeting mit Fernostexperten ein und will den chinesischen Reaktor Lanchow in der Nähe des Testgeländes Lop Nor bombardieren lassen, um eine chinesische Atombombe zu verhindern. William Averell Harriman fasste bereits im Juli den Auftrag herauszufinden, wie die Sowjets reagieren würden, wenn die USA chinesische Atommeiler bombardierten. Chruschtschows ärgerliche Antwort soll gewesen sein, dass er keinen Postschalter betreibe. Angleton ist überzeugt, der ehemalige US-Botschafter Harriman in Moskau sei ein Sowjetspion, der JFK in der falschen Weise beeinflusse. Die Frage, wie die Atomanlagen der Chinesen zerstört werden sollen, ist bei der Ermordung Kennedys noch ungeklärt. Der erste chinesische Atombombentest findet am 16.10.64 statt.

Am 8.11.63 erklärt Kennedy beim seinem Antrag zum Auslandhilfegesetz, dass damit 3,5 Mio. alliierte Soldaten in anderen Ländern zur Abschreckung der Kommunisten unterhalten werden.
In den meisten Ländern wie in der Türkei ist es jedoch offensichtlich, dass die 400′000 türkischen NATO-Truppen den Zweck haben, eine innere Revolution zu verhindern. Die USA selbst haben 1 Mio. Soldaten auf über 200 Stützpunkten und auf etwa tausend weiteren Militäranlagen in anderen Kontinenten einsatzbereit stationiert. Zudem verkündet JFK, dass die Zahl der Kampftruppen zur Niederschlagung von Aufständen während den drei Jahren seiner Regierungszeit um 600% erhöht worden sei.

Das Anti-Rebellen-Programm kostet $500 Mio. (plus $1 Mia. in Vietnam) pro Jahr und untersteht der Leitung der Special Group for Counterinsurgency. Die militärische Seite des Programms umfasst die Sonderausbildung von Soldaten zur Niederschlagung bewaffneter Aufstände der betroffenen Länder wie Bolivien in den USA, Panama, Okinawa oder Deutschland. Die zivile Seite wird vom Agency for International Development geleitet und umfasst die Ausbildung von Polizisten und die Produktion von Propagandamaterial. Zudem gibt es verschiedene geheime Operationen und Kurse, die von der CIA, dem Pentagon oder dem State Departement organisiert werden.

Quellen: Prouty (1973): 33,58-60,138,174f, Hersh: 3,412-437,440ff, Horowitz: 142-150,406-409, Holtkamp: 12f, Collier/Horowitz: 386-390, Obenhause, Griffith (1996): 5, Gregory/Speriglio: 227, CIA-Info: 14f, Best: 63-68, Groden/Livingstone: 466-473, Dehnhardt, Spiegel TV, Konkret Nr.13/1971, 8/1973, Karel (1), Levin, Summers (2000): 516f, Amann: 27-32. –http://lupocattivoblog.wordpress.com/2010/03/14/us-politik-geheimdienste-und-mafia-1963-oktober/

.

Gruß

Der Honigmann

.

Read Full Post »


Sputnik 9 Nov. 2016:  Professor Tony Monteiro, Friedensaktivist an der Temple University, deutete an, dass Trumps Wahl, soeben der Welt den 3. Weltkrieg ersparte

dodged-wwiii

Wenn Clinton gewonnen hätte, wären wir auf dem schnellsten Weg zum Krieg mit Russland, entweder im Baltikum, in der Ukraine oder in Syrien. Sie machte das völlig klar: “Trump, mittlerweile” hatte im Laufe dieses Wahlzyklus das Gegenteil gesagt. Tatsächlich ging er so weit, die Generäle und die, die die Außenpolitik steuern, anzugreifen.”

Erschreckend gewalttätige Proteste brechen überall in den USA gegen Trump aus, und Calexit (Kaliforniens Ausstritt aus der Union) wird gefordert! Krawallmacher und Rothschild Agent George Soros hat nicht umsonst 25 Mio. Dollar in Hillarys Wahlkampagne gesteckt!

The Daily Mail 2016: “The Simpsons” sagte Donald s präsidentschaft schon im Jahr 2000 vorher.

Er erschien im Juli 2015 in einem animierten Simpson Zeichentrickfilm wieder – nach der Mitteilung seiner Kandidatur.

Die folgenden Clips sind aus dem Jahr 2000 – angeblich nachdem Trump Präsident gewesen sei und die US Wirtschaft hat zusammenbrechen lassen und von Lisa Simpson abgelöst worden sei!

trump-simpson

trump-simpson2

trump-simpson3

trump-simpsons4

Hollywoods Matt Groening scheint ein Insider zu sein. Man bedenke, wie das satanistische  Hollywood und hier und hier im Besitz von NWO-Juden ist

Jedoch, die Simpsons haben mehr verblüffende Vorhersagen

The Higgs Boson Particle – Predicted in 1998

image

Simon Singh, der Autor eines Buches mit dem Titel “Die Simpsons und ihre mathematischen Geheimnisse”, behauptet, Homer Simpson prognostizierte die Masse des Higgs-Boson-Teilchens 14 Jahre, bevor es tatsächlich von Wissenschaftlern an der Large Hadron Collider (CERN) entdeckt  wurde.

Singh sagt diese Gleichung, geschrieben von Homer an einer Wandtafel, sei unheimlich genau. “Wenn Sie sie ausarbeiten, erhalten Sie die Masse eines Higgs-Bosons, das nur ein bisschen größer ist als die Nanomasse eines Higgs-Bosons tatsächlich ist.”

simpson-9_11

simpson-ebola

* Ich weiss nicht ob das folgende Video erzählt, dass Matt Groening Freimaurer/Illuminat ist – oder ob er uns bloss vor ihnen warnt. Er scheint jedenfalls Insider-Wissen zu haben

Donald Trump auch. Er ist hochgradiger Freimaurer, wie Ich beschrieben habe.

Nun haben Illuminaten/Freimaurer einen sehr engen Rahmen für selbständiges Agieren.
Das Haben JF und Robert Kennedy aus der Kennedy-Illuminatenfamilie  – sowie Abraham Lincoln und wahrscheinlich Franklin D. Roosevelt erfahren.

Steve Jackson zeichnete deine Illuminaten-Karten 1994. Er scheint auch beschrieben zu haben, dass Trump Präsident wird – und hat eine Warnung an ihn:trump-illuminati-card2_

Ach, ja. Dieses geplante Illuminaten-Spiel ist gefährlich. Wie lange wird es Trump überleben?

Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf dieses ungewöhnliche Video lenken: Alex Jones von Infowars ist der Illuminaten-Angehörigkeit beschuldigt worden. Ich habe gesehen, wie er die Satanshörner-Handzeichen gezeigt hat, obwohl er immer gegen die Illuminaten  predigt – jedoch nie gegen Rothschilds Israel

Im folgenden Video ist er nach der Wahlkampagne, die Trump nicht zumindest durch seinen Einsatz gewann, extrem ermüdet. Deshalb sagt er, was ihm besonders am Herzen liegt: Zwar sieht er Trump als keinen Engel, aber doch als einen Nicht-Satanisten, der es dem Volk Gutes wolle.
Dann meint er, dass wir alle gegen die bösen Geister, die die korporative Eine-Welt   Regierung wollen, kämpfen müssen. Denn sie seien kriminell. “Ich bin es auch gewesen. Ich will es nicht mehr sein!!! Der Geist Christi strömt in dieser Zeit zu uns hernieder, wir werden darin gebadet. Wir sollen Gott suchen – nicht in den Kirchen, sondern in unseren Herzen, um für die Befreiung von diesen bösen Geistern zu kämpfen. Wenn wir das nicht tun, werden wir die Ewigkeit  im Dunkel der Hölle verbringen!! Ich habe gegen diese Kräfte gekämpft. Meine Mission ist vollendet. UND ICH HABE GEWONNEN!!!”

Da hat er Recht. Mal sehen, ob er auch in Bezug auf Trump Recht behält. 

Vielleicht hat Alex Jones etwas übersehen: Trump ist nur die Antithese der Illuminaten,  selbst  32 Grad Freimaurer:

Activist Post 9 Nov. 2016:  Nationale Wahlen sind orchestrierte Public Relations Veranstaltungen, entwickelt, um den komplexen Interessen der Plutokratie und der Schattenregierung zu dienen.
Die Wahrnehmung der Unterschiede zwischen den Hauptparteien-Kandidaten ist auf ein enges Spektrum der Massen-Ideologie beschränkt, und die Abstimmung ist zu einem Werkzeug geworden, das die Oligarchie verwendet, um die Illusionen der Wahl und die Zustimmung routinemäßig aufzufrischen.
Die natürliche Neigung des menschlichen Geistes ist, in Richtung der Wahrheit und der Freiheit zu neigen. Wenn dies ignoriert oder verweigert wird, ist innerer Frieden unmöglich und äußeres Chaos unvermeidlich.

Die korporativen Massenmedien sind unverschämt da, um Sie zu überzeugen und abzulenken, nicht zu informieren oder befähigen – ohne Engagement für Objektivität oder Logik.
Die Menschen verstehen immer noch nicht,  dass, damit die Regierung eine Lösung für ein Problem bietet,  sie zuerst das Problem schaffen muss, das ist sehr problematisch.
Es ist jetzt klar, dass viele erzogen wurden, um Team-Loyalität über persönliche Unabhängigkeit zu wählen.
Diese Programme sind soziale Krankheiten und ihre wichtigsten Symptome sind Gewalt in Wort und Tat.

Wenn  Trump sich dieser “Logik” ernsthaft widersetzt, wird er von den Illuminaten ermordet! Wenn er es nicht tut wird er wahrscheinlich von jemandem aus dem Volk getötet: Der Mann hat Mut!

http://new.euro-med.dk/20161110-unheimlich-steve-jackson-1994-und-die-simpsons-wussten-schon-im-jahr-2000-dass-donald-trump-prasident-werden-wurde.php

Gruß an die Erkennenden

Der Honigmann

Read Full Post »


titel-amd-neu

Glaubt man dem Militär, dann ist dieser Todesstreifen mittlerweile Geschichte, mit dem Vertrauen ist es allerdings recht schwer. Vor allem seit der Kalte Krieg wieder in vollem Gange ist.

Unsere „Freunde“ die Alliierten sind recht spendabel wenn es darum geht die eigenen Interessen auf Kosten anderer zu vertreten, das ist unbestritten. Kollateralschäden gehören da eher zur Normalität als zur Ausnahme. Welch gewaltigen Schaden man bereit war in Deutschland zu akzeptieren ist nicht nur recht unbekannt, es ist auch schockierend.

Nach dem Bau der Mauer und eines ewig schwelenden Feuers wurde Mitte der 50er Jahre damit begonnen so genannte Atomic Demolition Munition (ADM / Titelbild als tragbarer Rucksack) zu bauen und innerhalb Deutschlands zu stationieren. ADM sind taktische Atomwaffen in Form von Mienen, Artilleriegeschossen und Kurzstreckenraketen.

Sowohl die USA, Frankreich, als auch Großbritannien hatten Pläne um die Russen bei einem etwaigen Vorstoß mittels solcher Waffen in Deutschland aufzuhalten. In einem solchen Fall von einer „nuklearen Teilhabe“ zu sprechen, ist in meinen Augen mehr als zynisch (Verseuchte Erde: Das Erbe der Atombomben (Video)).

Das so genannte Zebra-Paket dreht sich um Kernmienen, die für einen Einsatz an der innerdeutschen Grenzen geplant waren. Dazu aus Wiki:

„Das Zebra-Paket waren 141 Minen mit Nuklearsprengköpfen, die im Kalten Krieg von der US Army an der innerdeutschen Grenze für den Fall eines Angriffs als Sperre eingeplant waren.
[…]

Die Atomic Demolition Munitions sollten im Falle einer Invasion des Warschauer Pakts nach Westdeutschland innerhalb von zwei Stunden durch das 5. US-Korps im Fulda Gap (114 Sprengköpfe) und im Kinzigtal (27 Sprengköpfe) in vorbereiteten Schächten zur Explosion gebracht werden, um den Gegner an Engstellen (Brücken, Autobahnen, Tunnels) aufzuhalten.“

Um überhaupt eine Reaktionszeit von zwei Stunden realisieren zu können, musste das Material natürlich bereits in Deutschland nahe der Einsatzpunkte gelagert worden sein (Die wahren Erfinder der Atombombe (Videos)).

bild3

(Abzeichen der Spezialeinheit)

Eine der mittlerweile bekannten Einsatzstellen war das so genannte „Fulda-Gap„.

Dazu aus Wiki:

“ Zu diesem Zweck wurde auch der Einsatz taktischer Kernwaffen in Betracht gezogen, im Bereich um Fulda herum wären beispielsweise 141 taktische Atomwaffen im Rahmen des so genannten „Zebra-Pakets“ eingesetzt worden. Außerdem wurden in vielen Straßen – vermehrt innerhalb eines etwa 50 Kilometer breiten Gürtels entlang der Grenze – Sprengschächte angelegt, die nach ihrer Zündung die Bewegungen der feindlichen Armeen verlangsamen sollten. Diese Verteidigungspläne behielten ihre Gültigkeit bis zum Ende des Kalten Krieges und der Deutschen Wiedervereinigung 1990, auf dem Papier bis ins Jahr 1994.

Eine ähnliche strategische Situation gab es nördlich des Harzes entlang der Grenze vom heutigen Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen, die dort ebenfalls auf beiden Seiten der Grenze zu massiven Truppenkonzentrationen führte (Lüneburger Heide, Colbitz-Letzlinger Heide). Weiter nördlich bildete die Unterelbe ein gewisses natürliches Hindernis.“

Auf Seiten der Briten wurde das Projekt Blue Peacock öffentlich. Gleiche Strategie, verbrannte Erde – mitten in Deutschland. Auch dazu ein kurzer Auszug aus Wikipedia:

„…Die Existenz dieses Waffenprojektes war jahrzehntelang geheim und wurde erst vor einigen Jahren durch den britischen Historiker David Hawkings öffentlich bekannt.
[…]

Um die Besetzung Westdeutschlands zu verhindern, wären taktische Atomwaffen zum Einsatz gekommen. Da dieses Szenario als realistisch galt, erhielten alliierte Truppen schon vorher Atomwaffen in Kleinformat, die nicht die Vernichtungskraft strategischer Nuklearwaffen besaßen. Um eine Besetzung zu verhindern, sollte das Prinzip der „verbrannten Erde“ angewendet werden. Nukleare Landminen sollten in der Nähe von Infrastrukturen wie z. B. Industrieanlagen, Bahnhöfen und Talsperren ausgebracht werden. Man geht davon aus, dass der Einsatz dieser Waffen tausende bis zehntausende Menschenleben gekostet hätte.“

Video:

Überlegungen:

Mitten in Deutschland eine Strategie der verbrannten Erde zu forcieren ist eigentlich kaum zu fassen. Es spiegelt allerdings in meinen Augen genau das Verhältnis wieder, mit dem uns die sogenannten „Freunde“ behandeln. Es ist davon auszugehen, das die „akzeptierten Todesfälle“ weit mehr als zehntausende betragen hätten.

Neben der direkten Auswirkung wären noch die Verstrahlung und ein anschließender Fall-Out hinzugekommen. Wie auch immer, es ist einfach erschütternd.

Die Minen sollten zum Teil zeitgezündet werden und waren – konsequenterweise – sowohl gegen Entschärfung, als auch Zerstörung und Transport geschützt. Einmal in Gang gebracht, wäre der Vorgang also unumkehrbar gewesen.

Sowohl Blue Peacock, als auch das Fulda Gap waren „nur“ militärische Projekte die an die Öffentlichkeit gelangten, bleibt also durchaus die Frage was wohl noch in den Schubladen liegt (Die größte Höhle der Welt: 60.000 Soldaten bauten 17 Jahre an Atombunker (Videos)).

Im Hinblick auf diese Informationen wird auch sehr viel schneller klar, warum die korrupte deutsche Politik auf keinen Fall die nukleare Teilhabe von Deutschland gesetzlich ausschließen will. Dann nämlich gäbe es durchaus rechtliche Mittel solchen Projekten den Garaus zu machen.

Selbst wenn – und ich bezweifele das durchaus – die Wiedervereinigung Deutschlands und das Ende des Kalten Krieges damals zu einer Beendigung der Einsatzbereitschaft geführt haben sollten, ist nun die Gefahr – mehr denn je – zurück. Was also ist der aktuelle Stand dieser oder ähnlicher Projekte? (Wiedervereinigung: Deutschland weiter ohne Friedensvertrag (Videos))

Es bleibt nur zu hoffen, dass Sie nicht in dem Gebiet des geplanten Todesstreifens wohnen und es eines Tages herausfinden.

Zu welchen Grausamkeiten – ich würde es Verbrechen nennen – das US-Militär fähig ist, wurde auf unzähligen Kriegsschauplätzen mehr als eindrucksvoll bewiesen. Daher auf Empathie zu hoffen, dürfte vergeblich sein.

Die Forderung kann nur lauten, ein Abzug aller NATO-Truppen aus Deutschland. Ein Ende der nuklearen Teilhabe und sich endlich aus dem Würgegriff der USA lösen (Russland kann die NATO loswerden – durch einen Friedensvertrag mit Deutschland (Videos)). Spielt die deutsche Politik weiter den Steigbügelhalter für die USA, wird die Rechnung am Ende gewaltig und in meinen Augen verheerend ausfallen.

Hier noch ein kurzes Video zum Todesstreifen:

Literatur:

Geheimer Krieg: Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert wird von Christian Fuchs

Oel- und Glaubenskriege: Wie das schwarze Gold Politik, Wirtschaft und Religionen vergiftet von Dr. Michael Blume

Krieg um jeden Preis: Gier, Machtmissbrauch und das Millardengeschäft mit dem Kampf gegen den Terror von James Risen

Quellen: PublicDomain/iknews.de am 01.11.2016

Weitere Artikel:

Die größte Höhle der Welt: 60.000 Soldaten bauten 17 Jahre an Atombunker (Videos)

Verseuchte Erde: Das Erbe der Atombomben (Video)

Als die Sonne fast zum Atomkrieg führte

Atomwaffen im türkischen Incirlik nicht sicher: IPPNW fordert Ende der nuklearen Teilhabe

USA und Russland investieren massiv in Atomwaffen (Video)

Israel: Dimona – ein Kernreaktor mit 1537 Mängeln und 80 Atombomben

Atom-Bomben für Italien, Deutschland, Belgien, Niederlande und Türkei (Video)

US-Atomwaffen in Deutschland

USA: Eine Billion US-Dollar für Atomwaffen-Programm (Video)

Die wahren Erfinder der Atombombe (Videos)

Verschollener Bunker in Österreich entdeckt: Ließen die Nazis hier die Atombombe bauen?

Chinas Atomwaffen-Codes an USA verraten: „Gefährlichster Whistleblower“ hat ausgepackt!

Der getarnte Atombunker unter Prag (Video)

“Weltuntergangsbunker”: Das Luxus-Domizil unter Deutschland (Videos)

Tunnelsystem: Unter der Spree entlang zum Reichstag

Bizarre unterbewusste Werbe-Botschaft: ”Ausnahmezustand” wegen ”landesweiten Unruhen” in den USA (Video)

Verschollener Bunker in Österreich entdeckt: Ließen die Nazis hier die Atombombe bauen?

Amerikanisches Militär erhöht Alarmstufe für Militärbasen

„Hütte“ wie eine Festung: Einsiedler baut dreistöckigen Bunker – mit einem Spaten

Bürgerkrieg: US-Armee simuliert Unruhen zwischen Texas und den USA (Video)

Weltuntergang: Atomübung im Dortmunder Sonnenbunker

USA: Fieberhafte Aktivitäten der Eliten

Geheimpläne: So will Amerika seine Elite im Notfall retten (Video)

US-Nachrichtensender: Was CNN zeigt, wenn die Welt untergeht (Video)

Jade Helm: Wie das US-Militär die Bevölkerung infiltriert (Video)

Gray State: The Rise / Neue Weltordnung – Der Polizeistaat (Video)

Faszination Apokalypse: Mythen und Theorien vom Untergang der Welt (Video)

Nutzen die USA und Rußland Wirbelstürme und Erdbeben für Wetterkriege? (Videos)

Die Zombie-Apokalypse

Finanzmarkt: Die Weltuntergangsmaschine

Wettermanipulation durch Chemtrails (Videos)

Die Sonnenfinsternis am 20. März fällt in die Mitte von vier Blutmonden (Video)

Szenario eines Dritten Weltkriegs: Geheime Pläne des Pentagons zur Errichtung einer Neuen Weltordnung (Videos)

Die eigenen Werte verraten: Das Ende Amerikas als Weltmacht

Apokalypse – wissenschaftlich (Video)

Untoten-Simulation: Wohin flüchten, wenn die Zombies kommen

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen (Video)

Der Sturm bricht los! Die Welt ist voller Warnungen! Ausblick 2015

Biologische Waffen: “Project Coast”, der Giftmischer der Apartheid und Ebola (Video)

Spare in der Zeit, so hast du in der Not: Schweizer Experte rät zu Notvorräten an Lebensmitteln und Strom

Globales Chaos und Abstieg Amerikas: Welt vor Nuklearkrieg

Zeichen der Veränderung: Starke Stürme werden noch heftiger (Videos)

Apokalypse? Blutrote Mondfinsternis steht bevor (Nachtrag & Video)

Forscher züchten Virus, das die Menschheit auslöschen kann

Warum unsere Zivilisation bald untergeht

Vulkanismus: Antike Apokalypse – Der Untergang von Santorin

Kardaschow-Skala: Menschheit im kritischsten Entwicklungsgrad einer Zivilisation (Videos)

Der große Blackout 2014 (Videos)

Geheimpläne: So will Amerika seine Elite im Notfall retten (Video)

Unter Dortmund liegt die größte Luftschutzanlage der Welt (Video)

„Prepper“ in den USA – Apokalypse mit Plan

Weltuntergang: Atomübung im Dortmunder Sonnenbunker

“Hütte” wie eine Festung: Einsiedler baut dreistöckigen Bunker – mit einem Spaten

The Twilight Zone: The Midnight Sun / Mitternachtssonne (Video)

Künstliche “Superintelligenz” – Szenarien einer kommenden Revolution (Videos)

http://www.pravda-tv.com/2016/11/geheimprojekt-nuklearer-todesstreifen-in-deutschland-videos/

…danke an TA KI

Gruß an die Wissenden

Der Honigmann

Read Full Post »


Rundum Mossul sitzen Hunderte internationale und transatlantische Journalisten, die von Hügeln und Häusern aus ihre LIVE-Kameras auf Vororte und Randgebiete Mossuls gerichtet haben. Nach Mossul selbst gehen nur russische und arabische Reporter.

B-52 bombers, which have played a key role in the U.S. air campaign over Mosul, can carry up to 70,000 pounds of bombs. (US Air Force photo/Robert Horstman)
B-52 bombers, which have played a key role in the U.S. air campaign over Mosul, can carry up to 70,000 pounds of bombs. (US Air Force photo/Robert Horstman)

Russische Reporter, wie Alexander Rogatkin, sind direkt in Mossul und berichten, dass die irakischen Truppen ungewöhnlich unkooperativ seien – wohl um die US-gewollte Nachrichtensperre einzuhalten. Dies erschwert den Reportern massivst bei ihrer Arbeit – da sie sich eigenständig durch Mossul vorarbeiten müssen.

 

Für die transatlantischen Journalisten scheinen die USA eine Art interne Nachrichtensperre verhängt zu haben – so dass diese keine Bilder oder Aufnahmen aus Mossul selbst liefern oder veröffentlichen. Und das wohl deshalb – weil es dort sehr blutig ist, eben auch unter der Zivilbevölkerung.

 

Die US-Luftwaffe fliegt seit 3 Tagen fast ununterbrochen alle 8 Minuten massive Luftangriffe gegen Wohngebiete der Millionenstadt Mossul, obwohl dort immer noch zwischen 700.000 bis 1.500.000 Menschen leben. Und dann dreren Krokodilstränen um Aleppo!

Quelle:  http://www.military.com/daily-news/2016/11/05/intense-us-bombing-in-mosul-meant-strike-every-8-minutes.html

http://uncut-news.ch/2016/11/08/us-luftwaffe-fliegt-alle-8-minuten-massive-luftangriffe-auf-die-millionen-stadt-mossul/

…danke an TA KI

Gruß an die Aufklärer

Der Honigmann

Read Full Post »


Hier lege ich ein Video auf mit eingeblendeten englischen und schwedischen Untertiteln. Die Technik mit Untertiteln beherrsche ich leider nicht. Stattdessen werde ich wichtige Aussagen übersetzen im Text unter dem Video und in Klammern gebe ich die Minutenzahl an. Am Knopf CC könnt ihr euch auch die englischen Untertitel auswählen.

Der russische Präsident WLADIMIR PUTIN glaubt, dass ein Krieg zwischen NATO, den USA, ihren Alliierten  und Russland kurz bevorsteht. „Ich kann nicht anders, als jene zu fragen, die diese Situtation verursacht haben: ‚Versteht ihr, was ihr gemacht habt?‘ Diese Frage stellte er in St. Petersburg vor einer Gruppe internationaler Journalisten.
(0.38) Putin fuhr fort: ‚Wir wissen, was passieren wird und das wissen sie auch. Aber ihr seid diejenigen, die diese Fabeln erzählen, die ihr glaubt und unter den Bürgern in euren Ländern verbreitet. Die Leute bei euch spüren nicht die Gefahr und es macht mir Kummer, dass ihr das nicht versteht, dass die Welt in eine nicht umkehrbare Richtung gezerrt wird – das ist das Problem, aber sie behaupten, dass nichts los ist.‘ SPRECHER VON INFOWARS sagt: „Dies ist wahrscheinlich eine der bedeutendsten politischen Reden seit dem 2. Weltkrieg. Und die meisten Historiker sind auch der Meinung, dass wir im Moment eine Menge Parallellen sehen zu den Anfängen von dem 1. und 2. Weltkrieg.“
ALEX JONES von INFOWARS fährt fort:
„Selbst das Pentagon sagt, dass wir im Momen vielleicht die am meisten instabile Situation der menschlichen Geschichte erleben.“ Er zitiert Putin: ‚Ich weiß nicht, wie ich zu euch durchdringen kann. Eure Medien sind kontrolliert und ihr werdet manipuliert, die NATO stellt Raketen an unseren Grenzen auf, wir sollen unsere Raketen zurückziehen, ihr habt die Regierung in der Ukraine gestürzt, ihr seid in der Offensive, ihr finanziert und beschützt den radikalen Islam.“
ALEX JONES (1:48): „Die Tatsache, dass der Führer eines großen Landes sagt, dass wir uns auf den Rand eines großen Krieges zubewegen und das steht nicht in unseren Nachrichten. Das ist die GROSSE  STORY. Sie zeigt, wie unglaublich kontrolliert die Dinge sind. Wir haben die Stellvertreter-Armeen der NATO, die gegen russische Truppen kämpfen. “
GENERAL JOSEPH DUNFORD (2:10): „Den gesamten syrischen Luftraum zu kontrollieren, würde erfordern, dass wir in den Krieg gegen Syrien und Russland ziehen. Das ist eine fundamentale Entscheidung, die zumindest ICH nicht treffen werde.“
SYRIAN GIRL (2:23): „US-Kampfflugzeuge haben eine syrische Luftwaffenbasis in Deir Ezzor angegriffen und haben 80 Soldaten getötet und über hundert verwundet. Und dieser Angriff auf die syrische Armee war definitiv kein Zufall. Er dauerte 50 Minuten und mehrere Flugzeuge waren involviert. Der syrische Geheimdienst sagte, er besitze Audio-Gespräche zwischen US-Kommandeuren und der ISIS vor Ort. Die US-Verwaltung wollte die syrische Luftwaffenbasis der ISIS übergeben. Und der Hilfskonvoy war auf dem Weg nach Aleppo und bereits innerhalb der von Islamisten besetzten Stadtteile. Die Weißhelme sind rumgerannt und haben Politikern gesagt, dass sie den Konvoy angreifen und danach Assad beschuldigen werden. Und wir sollen glauben, dass eine Hilfsorganisation Zugang zu Geheiminformationen hat?
Es gibt Video-Beweise, dass Mörser-Batterien neben dem Konvey fuhren. Aber Kerry hat das nicht gesehen.“ ALEX JONES zitiert US-Verteidigungsminister Kerry (3:19): „Wir haben keine Beweise davon gesehen. Und nebenbei bemerkt hätte ein Mörserwerfer nicht die Schäden an den LKWs verursachen können. Und was ich gerade sagte, wird geleugnet durch öffentliche Informationen …“ SYRIAN GIRL (3:41): „Danke Kerry. Er lebt in einem Parallell-Universum. Der UN-Sicherheitsrat ist zu einem Witz geworden. Es gibt keinen Waffenstillstand oder irgendein Abkommen. Wir sind auf dem Weg des Krieges und vielleicht liegt die einzige Hoffnung, dies zu stoppen, beim amerikanischen Volk.“ SPRECHER DES US-VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM (4:10): „Extremistengruppen werden fortfahren, das Vakuum auszunutzen, das in Syrien besteht, um ihre Operationen auszuweiten, wozu fraglos gehören wird, dass sie russische Interessen angreifen und russische Städte angreifen.“ EINGEBLENDET: DROHT DIE USA, SÖLDNER IN RUSSISCHE STÄDTE ZU SCHICKEN?
OBAMA wird eingeblendet (4:30): „Wir verstärken das Training von ISIS-Truppen und Freiwillige von Sunni-Stämmen …“ ALEX JONES: „Wir haben gesehen, dass China einen kriegerischen Ton anschlägt und mit Krieg droht. Und wir haben Flugzeugträger und Schiffe, die offen gegen chinesische Schiffe aufgestellt werden im Südchinesischen Meer in den vergangenen Monaten. Und die ‚People’s Daily‘ und der Präsident von China sagen, dass ein Krieg mit den USA bevorsteht.“
Einblendung:
DIE WESTMEDIEN SCHWEIGEN UND TREIBEN UNS IN DEN 3. WELTKRIEG. PUTIN FLEHT UNS AN ZUZUHÖREN. LAUT DEM DEUTSCHEN JOURNALISTEN UDO ULFKOTTE SIND DIE WESTLICHEN JOURNALISTEN KONTROLLIERT VON DEN SICHERHEITSDIENSTEN UND WERDEN BENUTZT, UM DEN 3. WELTKRIEG IN GANG ZU BRINGEN. DIE SCHWEDISCHEN MEDIEN HABEN AUCH KEINEN TON GESAGT. SIND DIE AUCH VON DER CIA-OPERATION MOCKINGBIRD KONTROLLIERT? DA WEDER RADIO, FERNSEHEN ODER DIE ZEITUNGEN IN SCHWEDEN DIE WAHRHEIT BERICHTEN, MUSS MAN VERMUTEN, DASS DIES DER FALL IST.
Dann erzählt Alex Jones eine Menge Blödsinn, der auf eigenem Mist gewachsen ist. Geht weiter bis 5:59, wo Paul Craig Roberts, unter Reagan in der US-Verwaltung, zu zitiert wird mit den Worten:
„Unsere Medien werden von der CIA und anderen Geheimdiensten von Grund auf kontrolliert“
und Roberts fährt fort: „Das stimmt. Putin sagte in st. Petersburg zu den Journalisten, wenn sie nicht ihren Job machen würden, ziehen sie uns in den Krieg. Diplomatie ist machtlos, wenn sich die Menschen nicht um die Wahrheit bemühen. Und das ist der Fall in Washington und den NATO-Beamten. Und da die Journalisten Washington nicht herausfordern können, konnten Putin und Lawrow am Ende auch nur aufgeben und dann steht Macht gegen Macht.
Und wenn Hillary an die Macht und nicht ins Gefängnis kommt, ist meine Voraussage, dass wir alle verdampfen werden, bevor sie ihre ersten Amtszeit vollendet hat. Es war Albert Einstein, der sagte: ‚Ich weiß nicht, mit welchen Waffen der 3. Weltkrieg geführt wird, aber der 4. Weltkrieg wird mit Knüppeln und Steinen ausgefochten.‘
ALEX JONES (7:25):
BITTE VERBREITET DIESES VIDEO!
.
Gruß an die, die den Ernst der Lage erkennen- es geht auch- und vielleicht sogar nur – um Deutschland
TA KI
.
Gruß an die Klardenker
Der Honigmann
.

Read Full Post »


Der große schwarz-weiße Vater aus Washington hat die britische Insel besucht, den Vasallen den Kopf getätschelt und dabei erklärt, daß er einen britschen EU-Austritt nicht möchte.

Sollte das die “Tommys” beeindrucken?

“Daily Mail” Kolummnist Peter Hitchens spitzte die Feder und schrieb einige Bemerkungen über den “besonderen Freund” (Special friend”) der Briten, die VSA.

PETER HITCHENS:

Amerika ist nicht unser besonderer Freund. Es ruinierte unsere Marine, Empire und Zukunft.

Aber sicher, daß die Amerikaner mit uns Schulter an Schulter gegen den Kaiser und Hitler kämpften? Nicht genau. Die USA kämpfte (zu Recht) für ihre eigenen Interessen in den beiden großen Kriegen, nicht für uns.

IDE_0354.JPGAls wir nach dem Ersten Weltkrieg kein Geld mehr hatten, ergriff Washington die Möglichkeit, uns zu zwingen, unsere Marine zu begrenzen und begann so, uns als die weltweit wichtigste Seemacht zu überholen. Wir hatten befürchtet, Deutschland würde dies tun. Es ist eine der großen Ironien der Geschichte, daß die USA es war, die britische Seemacht zu beenden.

In den schwärzesten Monaten des Zweiten Weltkrieges, kurz nach dem Fall Frankreichs, forderte der US-Kongress fast jeden Cent, den wir im Besitz hatten, von uns, bevor es den berühmten Leih- und Pacht-Vertrag genehmigte.

Geheime Konvois von Kriegsschiffen der königlichen Marine trugen unsere Reserven an Goldbarren (schätzungsweise £ 26 Mrd. nach heutigem Werte) über den Atlantik – um meist nie wieder zurückzukehren. Milliarden an handelbaren Wertpapieren gingen auf die gleiche Weise, und die britische Vermögenswerte in den USA wurden zu absurd niedrigen Preisen verkauft.

Ich beschuldige die Amerikaner nicht dafür. 1934 war Großbritannien mit der Zahlung der riesigen Ersten-Weltkrieg-Schulden an die USA in Verzug geraten. Dies sind nach heutigem Wert bis zu £ 225 Milliarden, je nachdem, wie man die Inflation zu berechnet.

Wir haben es immer noch nicht bezahlt, und werden nie, und obwohl es als unhöflich gilt, das zu diskutieren, ist es eines dieser grotesken Tatsachen, daß die meisten Menschen sich weigern, es zu glauben, wenn zuerst davon erzählt.

Während des Hitler-Krieges gab die USA uns genug Hilfe, um im Kampf zu bleiben, aber nicht genug, um unsere frühere wirtschaftliche Stärke wiederzugewinnen. Der endgültige Frieden wurde zu amerikanischen Bedingungen gemacht, und zu sowjetischen, mit uns als Zuschauer. Und nach dem Krieg kam die Marshall-Hilfe mit der Auflage der Öffnung des britischen Empire für den Außenhandel, und dann begannen sie, es zu demontieren.

Viele wollen nicht mehr in irgendwelche europäischen Kriege verstrickt werden, die USA geben sich auch viel Mühe zur Schaffung eines dauerhaft vereinten Europas. In den 1990er Jahren kamen Dokumente ans Licht, wahrscheinlich irrtümlich, die eine detaillierte CIA Beteiligung an der europäischen Bewegung zeigen.

Ich betrachte Amerikas Verhalten als durchaus sinnvoll. Es ist das, was wir zu tun pflegten, als wir als Nation oben waren, und hatte mehr Sinn, als unsern Reichtum in idealistischen Kriegen im Ausland zu verspielen.

Ich mag Amerika und die Amerikaner, ich habe da zwei faszinierende Jahre lang glücklich gelebt und wünsche ihnen alles Gute. Aber ich vergesse nie, daß die USA in ein anderes Land sind, nicht ein Freund oder sogar ein Cousin. Ebenso wenig sollten Sie es.

http://brd-schwindel.org/koennen-sie-sich-solch-einen-artikel-in-einer-deutschen-zeitung-vorstellen/

…danke an Conny

Gruß an die Aufklärer

Der Honigmann

Read Full Post »


US-Präsident Obama treibt seine Konfrontationspolitik weiter voran – und löst damit sogar bei der „New York Times“ Unbehagen aus.

Am 17. April erschien in der New York Times (NYT) eine offene Warnung, die USA könnten auf eine nukleare Konfrontation mit den Rivalen Rußland und China zusteuern. Hintergrund sind die Pläne der Regierung Obama, im kommenden Jahrzehnt eine Billion Dollar in eine Modernisierung ihres Kernwaffenarsenals zu investieren.

Besonders beunruhigend ist die geplante Stationierung von mehreren hundert neuen taktischen Kernwaffen vom Typ B61-12, mit größerer Präzision und Reichweite und einer deutlich niedrigeren Sprengkraft, was ihren Einsatz wahrscheinlicher macht. Rußland und China ihrerseits entwickeln ähnliche Waffen. Gleichzeitig arbeiten alle drei Staaten an Überschall-Trägersystemen, die eine Raketenabwehr überwinden und ein Ziel mit so hoher Geschwindigkeit treffen können, daß sie es auch ohne Sprengladung zerstören.

Die NYT warnt, daß damit das alte „Gleichgewicht des Schreckens“, wonach der Einsatz einer Kernwaffe die allgemeine Vernichtung aller Seiten nach sich zöge, aufgehoben würde. Die Warnung erfolgt zur gleichen Zeit, da die USA und die NATO an der russischen Grenze in den Regionen an der Ostsee und dem Schwarzen Meer massiv aufrüsten.

Letzte Woche unternahmen russische Kampfflugzeuge über der Ostsee zwei Drohaktionen gegen ein US-Aufklärungsflugzeug und einen Aegis-Zerstörer, die nur 100 km von der russischen Grenze entfernt Manöver abhielten. Jetzt fordert Litauen sogar die Stationierung amerikanischer Kernwaffen auf seinem Territorium als angebliche Abschreckung gegen eine russische Aggression. Das wäre so, als würden die Russen taktische Atombomben am Rio Grande in Mexiko stationieren. Oder wie es der russische Botschafter bei der NATO, Alexander Gruschko, bezüglich der westlichen Hysterie über den Einsatz der obenerwähnten russischen Kampfflugzeuge formulierte: „Kann sich wirklich irgendwer vorstellen, wir könnten einen Zerstörer, der über Cruise Missiles (Marschflugkörper) mit 2500 km Reichweite verfügt, die auch atomar bestückt werden können, ungehindert in [internationalen] Gewässern vor New York kreuzen lassen?“

Gleichzeitig nehmen auch die Spannungen in der Asien-Pazifik-Region zu, weil die Regierung Obama, wie wir berichteten, ihren „Asien-Schwerpunkt“ verstärkt militarisiert. Letzte Woche war US-Verteidigungsminister Ashton Carter auf den Philippinen und besichtigte demonstrativ den Flugzeugträger USS John C. Stennis im Südchinesischen Meer. Bei der Gelegenheit gab er bekannt, daß die philippinische und die US-Marine seit März gemeinsam Patrouillen im Südchinesischen Meer fahren. Auch die Chinesen sind sehr besorgt über die wahrscheinliche Stationierung von B61-12 in Asien, was auch dort einen Nuklearkrieg wahrscheinlicher macht.

Auch wenn die NYT dies nicht erwähnt: Es gibt eine rationale Alternative zu diesem neuen Wettrüsten, für die Lyndon LaRouche sich seit den frühen 80er Jahren einsetzt. Die drei nuklearen Supermächte sollten in strategischer Zusammenarbeit einen weltweiten Raketenabwehrschild aufbauen, der Kernwaffen zunehmend obsolet macht.

NATO-Bündnis mit den Golfstaaten?

Ein weiteres Vorhaben, das die Spannungen zwischen USA/NATO und Rußland stark erhöhen kann, plant Präsident Obama bei seinem Besuch in Riad in dieser Woche. Bei einem Treffen mit Vertretern Saudi-Arabiens und den Staatschefs aller sechs Länder des Golf-Kooperationsrates (Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) soll nach Angaben der Webseite Middle East Briefing aus Dubai über ein formelles Bündnis zwischen der NATO und dem Golf-Kooperationsrates (GCC) verhandelt werden. Dies soll eine ständige NATO-Militärpräsenz in den Golfstaaten und die lange geplante Einrichtung gemeinsamer GCC-Streitkräfte einschließen. Saudi-Arabien kauft in letzter Zeit keine Waffen mehr von Rußland, und es hat einen islamischen Militärblock aus 35 Staaten gegründet, der bereits teilweise im Jemen und bei den Regimewechsel-Operationen in Syrien aktiv ist.

Eine solche Vereinbarung der NATO wäre eindeutig gegen den Iran als den größten regionalen Konkurrenten der Saudis gerichtet, und in Moskau sähe man darin eine westliche militärische Antwort auf Rußlands wieder erstarkte Rolle in Bemühungen um Frieden und Stabilität im Nahen Osten.

Dies ist umso bedenklicher, als in Washington wieder offen von einem „Plan B für Syrien“ die Rede ist. Ein Hauptaspekt des Plans wäre, daß die CIA angeblich „moderaten“ syrischen Rebellen sog. Manpads liefert, mit denen sie Hubschrauber und Flugzeuge abschießen können. Die offizielle Logik hinter dem Plan ist absurd, da diese moderaten Kräfte praktisch nicht existieren und die meisten Waffen der Amerikaner und ihrer regionalen Verbündeten – der Golfstaaten – bisher stets in den Händen von ISIS und Al-Nusra gelandet sind.

Und in der Türkei versucht Präsident Erdogan die Fortschritte der syrischen Armee gegen die Dschihadisten in der Gegend von Aleppo zu hintertreiben, weil er befürchtet, daß die türkisch-syrische Grenze abgeriegelt und damit die lukrativen Schmuggelgeschäfte mit ISIS beendet werden könnten.

Was tun?

Helga Zepp-LaRouche rief in ihrem jüngsten Webcast vom 20. April erneut dazu auf, die Geopolitik, die uns schon zwei Weltkriege beschert hat, endlich hinter uns zu lassen und uns auf die gemeinsamen Ziele der Menschheit zu konzentrieren. Nur mit einem neuen Paradigma in den internationalen Beziehungen, bei dem die gemeinsamen Interessen betont und das Trennende überkommen wird, kann die Menschheit aus der derzeitigen tödlichen Gefahr der Auslöschung befreit werden.

http://bueso.de/node/8574

Gruß an die Besonnenen

Der Honigmann

Read Full Post »


In der am 16. April 2016 ausgestrahlten Sendung „Postscriptum“ (Leiter Alexej Puschkow), 21.00 – 22.00 Uhr, die eine der wichtigen politischen Sendungen ist, wurde Klartext gesprochen: Die Türme wurden gesprengt, und das konnte nur mit Wissen und Billigung der amerikanischen Regierung erfolgen. Es wurden mit unübertrefflicher Klarhei die sechs Hauptargumente gegen die offizielle Lügenversiont dargelegt; kurz, aber so überzeugend, daß kein Gegenargument möglich ist…

Der 1954 in Peking geborene Alexej Konstantinowitsch Puschkow, promovierter Politologe und Direktor des Instituts für aktuelle internationale Probleme an der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums, ist ein außenpolitisches Schwergewicht, ständig in Westeuropa auf Reisen. Zudem ist er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma. (Zitat aus dem Kommentar vom „Verlag der Schelme“)

Übersetzung: fit4Russland

Alexej Puschkow:

Und zum Schluss unserer Sendung über die plötzliche Rückkehr des Terroranschlages vom 11. September 2001 in den USA in das Feld der Aufmerksamkeit der Medien. Es geht darum, dass zwei US-Senatoren (ein amtierender und ein ehemaliger) mit der Forderung auftraten, mehrere bisher geheimgehaltene Dutzend Seiten des offiziellen Berichts der Kommission des US-Kongresses 2003 über den Terroranschlag endlich freizugeben. Vermutlich wollen die Senatoren dadurch die Rolle Saudi-Arabiens bei der Vorbereitung des Anschlags aufzeigen. Weil nach vorliegenden Informationen im geheimen Teil des Berichts darüber geschrieben sein soll.

Jedoch tauchen in diesem Fall viel dunklere Seiten und mysteriöse Fragen auf, die offiziell nicht gestellt wurden, worauf also nicht geantwortet wird. Und diese Fragen gehen mit ihren Wurzeln viel tiefer als es die oberflächliche Untersuchung der Ereignisse erscheinen lässt, die die fachunkundige Kommission des Kongresses kaum angekratzt hat. Darüber in einem Material von Alexander Petrow.

Alexander Petrow:

Die wichtigste Frage, die die Vertreter der demokratischen Partei interessiert: Wer genau hat geholfen, die Bürger von Saudi-Arabien zu Piloten auszubilden und befähigt, einen Terroranschlag auszuüben. Dazu schreibt der britische „independent“, dass der Senator Kirsten Gillibrand und der ehemalige Senator Bob Graham Präsident Barack Obama auffordern, den geheimen Teil des Berichts über die Terroranschläge vom 11. September öffentlich zu machen. Im 800 seitigen Bericht der Kommission des Kongresses der USA wurde aus Gründen der nationalen Sicherheit das letzte Kapitel bisher als geheim eingestuft. Den Worten Senator Bob Grahams zufolge, sind genau dort, auf 28 geheimen Seiten die Daten über die Beteiligung von Er-Riad an den Terrorakten enthalten, mit deren Veröffentlichung sich die Regierung von George W. Bush die Beziehungen mit Saudi-Arabien nicht verderben wollte.

Wer unterstützte die Terroristen, die Regierung von Saudi-Arabien, reiche Bürger oder gemeinnützige Stiftungen? „Alle der oben genannten“, sagen die beiden Senatoren.

Und nun, zum Ende der Amtszeit Obamas und vor seiner Vorbereitung auf einen Besuch in Saudi-Arabien, sind die demokratischen Senatoren der Auffassung, dass die geheimen Informationen endlich öffentlich gemacht werden müssen. Der Hauptgrund ist der Wunsch, die Republikanische Partei zu diskreditieren, denn es ist bekannt, dass der Republikaner George Bush Jr. ebenso wie die gesamte Bush-Familie gute Beziehungen mit der Führung von Saudi-Arabien hatte.

Giulietto Chiesa, italienischer Journalist:

„Dies ist ein politischer Kampf innerhalb der USA, denn natürlich, öffnen sie diese geheimen Seiten jetzt, wäre es ein riesiger Skandal, der nicht nur zwei Präsidenten-Amtszeiten von George W. Bush Junior, sondern auch die gesamte erste und fast die gesamte zweite Amtszeit von Herrn Obama unter erhebliche Zweifel stellen würde. Es würde ein sehr schwerer Schlag für das Ansehen der amerikanischen Regierung“.

Alexander Petrow:

Tatsächlich beschuldigt die nationale Kommission des US-Kongresses in der ganzen Geschichte nur Osama bin Laden und ist nicht in der Lage, eine Reihe von offensichtlichen Ungereimtheiten in der offiziellen Version der Terroranschläge vom 11. September zu entdecken, geschweige denn zu erklären.

Also werden anstelle von US-Senatoren wir die noch ausstehenden Fragen ohne Antworten stellen.

Erste Frage: Konnten die Zwillingstürme durch das Feuer zerstört werden?

Am 11. September 2001 haben sich zwei Flugzeuge zuerst in den nördlichen und dann in den südlichen Turm des World Trade Center gerammt. In der Folge stürzten beide Hochhäuser ein.

Die offizielle Version lautet: Zu der Zerstörung von Hochhäusern führte das Feuer, das nach der Kollision mit der Boeing brannte.

Aber Wissenschaftler glauben, dass die Temperatur im Inneren der Türme nicht ausreichend war, um die mächtigen Stahlträger zu schmelzen und die Gebäude einstürzen zu lassen.

Magomed Tolbojew, Testpilot, Held der Russischen Föderation:

„Das Flugzeug hatte nach unseren Annahmen 20 Tonnen Treibstoff an Bord. Treibstoff ist keine Fougasse-Brotteigmasse, das ist keine gerichtete Explosion, das ist eine Volumenexplosion. Das heißt, der Treibstoff explodiert in der Luft und streut diese Energie überall hin. Das ist alles. Aber warum ist das Ganze dennoch zusammengebrochen? Dies ist so nicht möglich. Diese Haus-Stockwerke/Etagen absorbierten die Aufprallenergie des Flugzeugs. Und fertig, Aufprallenergie wird nicht weiter übertragen. Sie haben gesehen, wie der Turm freifallend zusammenklappt? Das Gebäude kann nicht so in sich zusammenfallen. Wenn der Einschlag unten in der ersten, zehnten oder der zwanzigsten Etage geschehen wäre, dann ja, dann hätte das Ganze schon unter der Last der oberen Stockwerke einstürzen können.“

Zweite Frage: Weswegen könnten Stahlkonstruktionen einstürzen?

Amerikanische Gebäudebau-Experten haben eigene Berechnungen durchgeführt und kamen zum Schluss, dass die Wolkenkratzer in New York nicht durch einen Brand einzustürzen konnten. So gleichmäßig und sanft konnten die Türme sich nur in einem einzigen Fall zusammenlegen, nämlich indem eine gezielte Sprengung der tragenden Konstruktionen von Gebäuden durchgeführt wird. Kein Zufall, dass in der Zusammensetzung der gebildeten Staub Partikel des Einsturzes die Wissenschaftler „Nano-Thermit“ entdeckt haben. Es ist eine Substanz, die Spreng-Experten beim professionellen Abriss von Häusern verwenden.

In einem Interview mit der Online-Zeitung der „Komsomolskaja Prawda“ im Jahr 2007 erklärt das Mitglied der amerikanischen Architekten-Union Richard Gage ausdrücklich: Jemand half, dass die Türme zerstört werden.

„Es ist offensichtlich, dass es eine professionelle Demontage mit Hilfe von Sprengstoff war… Unter Berücksichtigung der existierenden Kontroll-und Sicherheitsvorkehrungen im World Trade Center ist es schwer vorstellbar, dass diese Arbeiten Terroristen hätten ungehindert verwirklichen können. So kommen wir zu einem furchtbaren Schluss: die Regisseure für der Anschlag könnten in Regierungskreisen der USA sitzen“.

Stanislaw Lekarew, Veteran des Außenaufklärungsdienstes:

„Es ist ein professioneller Abriss des Gebäudes in einer modernen Großstadt, exakt nach den Regeln der Abrissunternehmen, welche die Stütze schräg vor dem Gebäude sprengen. Und dann fällt die gesamte Spitze und zerstört alles andere. Die Flugzeuge schlugen doch an der Spitze der Türme ein, die Feuerwehrleute, die diesen Angriff von Terroristen sahen, behaupten jedoch, dass es Explosionen im zehnten bis fünfzehnten Stock gab, also gerade in jenen Stockwerken, die für einen qualitativen und professionellen Abriss der Gebäude benötigt werden.“

Dritte Frage: Warum brach der Turm WTC 7 zusammen?

In der Welt glaubt man weithin dem offiziellen Bericht, in dem es nur zwei zerstörte Wolkenkratzer gab. Es waren aber drei. Das so genannte WTC 7, das siebte Gebäude des Einkaufszentrums stürzte, ebenso freifallend wie die beiden Wolkenkratzer zuvor, 8 Stunden nach den Anschlägen ein, obwohl keine Flugzeuge eindrangen. Wobei es so fiel, als ob gleichfalls eine professionelle Demontage, eine kontrollierte Sprengung durchgeführt worden wäre. Und keiner hat bisher erklärt, warum dieses Hochhaus abseits plötzlich auf dem Boden lag. Selbst in den offiziellen Dokumenten des US-Kongresses wird darüber kein Wort gesagt. Auf die Fragen von Journalisten antworteten die Mitglieder der Kommission, daß sie keine Daten darüber hätten.

Vierte Frage: Wie konnten die Flugzeuge so ungestört bis nach New York und Washington fliegen?

Auf Anweisung werden alle Flugzeuge, die in der USA verdächtig vom Kurs abweichen, sofort mit Kampfjets begleitet und können gegebenenfalls zerstört werden. Aus unerklärlichen Gründen wurde jedoch genau am 11. September das Luftabwehrsystem der USA deaktiviert, und deshalb wurde gar nicht auf zwei Boeings reagiert, die von der Strecke abgekommen sind und sich nach New York wendeten. Erst eine halbe Stunde nachdem das Flugzeug in den ersten Turm flog, erhoben sich die Kampfjets in die Luft.

Magomed Tolbojew, Testpilot, Held der Russischen Föderation:

„Das Luftabwehrsystem wird nie deaktiviert. Es ist das ganze Jahr über permanent eingeschaltet, das ist eine rund um die Uhr präzise, wie eine Schweizer Uhr arbeitende Organisationsstruktur. Die technischen Parameter aus den Radarinformationen sind ständig bei dir auf dem Bildschirm. Es sind dort niemals prophylaktische Arbeiten mit einer Gesamtabschaltung nötig“.

Fünftens: Noch mehr Verdachtsmomente in dieser ganzen Geschichte verursacht der so genannte „Rammbock“, das Pentagon.

Es ist bekannt, dass das Gebiet rund um das US-Verteidigungsministerium eine der geschütztesten Stellen der Welt ist. Trotz der beispiellosen Sicherheitsmaßnahmen konnten Terroristen einfach bis zum Gebäude des Pentagon fliegen, um es zu rammen. Dieser Fall ruft Misstrauen sogar unter den unbedarftesten Amerikanern hervor.

Es ist unklar, warum es kein Bild eines riesigen Boeing im Moment des Aufpralls in das Gebäude des US-Verteidigungsministerium gibt, wo sind die schweren Triebwerke des Passagierflugzeugs und wo sind seine Flügel, deren Spannweite fast 40 Meter beträgt. Warum wurde an der Stelle des Absturzes nur das Wrack einer Drohne entdeckt?

Und wie konnten die Selbstmordattentäter, die über keine praktische Piloten-Erfahrung verfügten über Washington umdrehen und mit höchster Genauigkeit das Flugzeug gerade in jenen Teil des Verteidigungsministeriums richten, wo in diesem Moment gerade renoviert wurde und deswegen fast kein Mensch dort war. Antworten auf diese Fragen bekommt man bei der nationalen Kommission des US-Kongresses auch nicht.

Giulietto Chiesa, italienischer Journalist:

„Es ist absolut unmöglich, den Anschlag eines solchen Flugzeugs auf das Pentagon durchzuführen. Ein Passagierflugzeug in dieser Größe kann nicht mit der Geschwindigkeiten von 800 Kilometern pro Stunde auf einer Höhe von 2-3 Metern fliegen. Unmöglich. Ein Flugzeug dieser Klasse zerbräche bei solcher Geschwindigkeit in solch dichter Atmosphäre! Und alle Piloten mit denen ich mich getroffen habe, bestätigten das.“

Und das Letzte, das sechste Argument:

Das Begehen terroristischer Anschläge dieser Größenordnung im Alleingang ist nicht möglich. Die 19 Terroristen mussten Hilfe gehabt haben und zwar aus dem Land, wo das passiert ist. Schwer zu glauben, dass es nicht sehr erfahrenen jungen Leuten, von denen die meisten nicht einmal die englische Sprache beherrschten, gelungen sein soll, einen solch komplexen Vorgang durchzuführen, sogar gegen einen mächtigen Staat der sich mit den modernsten Mitteln zu schützen weiß.

Es ist klar, dass es auch im geheimen Teil des Berichts der Kommission des Kongresses darüber kein Wort gibt. Im schlimmsten Fall für die Republikaner und für Saudi-Arabien werden dort kleinere Informationen zu dieser ganzen Geschichte über die mögliche Teilnahme von Er-Riad zu finden sein. Allerdings geben diese Daten kaum eine Erklärung auf die wesentlicheren Fragen, die im offiziellen Bericht bezeichnenderweise gar nicht erst auftauchen. Antworten, die weder irgendeine „Internationale Gemeinschaft“, noch die US-Bürger selbst erhalten haben.

(Bericht von Alexander Petrov, Alexander Nesterov, Alexander Sokolow, analytisches Programm „PostScriptum“.)

Alexej Puschkow:

Zu allem oben Genannten können wir nur eines hinzufügen. Die Apologeten der offiziellen 11.09. Version stempeln alles, was solch dringliche Fragen aufwirft und diese offizielle Kommissions-Version für unglaubwürdig erklärt als sogenannte Verschwörungstheorien ab. Aber das ist inzwischen kein abwertendes Argument mehr sondern eher wohl ein aus USA-Erfahrung geborener Fakt, eine adelnde Ehrenbezeichnung.

Gab es denn in der Geschichte der USA wenig Verschwörungen?

War der Mord an John F. Kennedy und die Folge-Todesfälle nicht offensichtlich gut gestaltete Verschwörung?

War das keine Verschwörung, die sensationelle Geschichte mit der Finanzierung der nicaraguanischen Konterrevolutionäre durch illegale Lieferungen von US-Waffen ins Ausland? In den USA wird zwar krampfhaft versucht über diese Geschichte den Mantel des Schweigens zu decken, aber es war eine Verschwörung und zwar unter Reagan, der nun als fast der großartigste Präsident der Vereinigten Staaten gehandelt wird.

Und ist nicht das Ergebnis einer Verschwörung, die Militär-Operation der Regierung Bush, eines Krieges und der Einnahme des Irak auf Grundlage falscher Anschuldigungen und falsifizierter „Dokumente“?

Also lehrt die mehrfach wiederholte Erfahrung, keine Theorie, sondern schmerzlich amerikanische Erfahrung, dass, wenn in den USA etwas als Verschwörungs-Theorie benannt wird, (eine geheimdienstlich amerikanische Begriffserfindung vom 02. April 1967 übrigens), dann ist die Wahrscheinlichkeit ausgesprochen hoch, dass es nicht wirklich eine Theorie sondern reale Verschwörungs-Praxis war, ist und sein wird.

Aber die Wahrheit auszugraben in einem Land, das sich selbst für die beste Demokratie in der restlich vermutet weit weniger demokratischen Welt hält, ist fast unmöglich.

http://www.fit4russland.com/propaganda/1676-russische-aufdeckung-zu-9-11-am-16-april-2016-sendung-postscriptum

Gruß an die Aufdecker

Der Honigmann

Read Full Post »


Wie die NYT meldet, hat das saudische Regime den USA damit gedroht, sämtliche von den Saudis gehaltenen US-Staatsanleihen im Wert von rund 750 Milliarden Dollar zu verkaufen, falls der US-Kongress ein Gesetz verabschieden sollte, das es US-amerikanischen Gerichten erlauben würde, Saudi Arabien für irgendeine Rolle an 9/11 verantwortlich zu machen.

Genau so ein Gesetz ist im US-Senat nämlich in Arbeit, hat nennenswerte überparteiliche Unterstützung durch einflussreiche Senatoren und hat auch bereits den Justizausschuss des Senats widerspruchslos passiert.

Hintergrund des Gesetzesentwurfes ist, dass Opfer der Terroranschläge von 9/11 lieber Saudi Arabien als Mittäter denn Al Kaida direkt auf Schadensersatz verklagen, weil bei Saudi Arabien mehr zu holen ist. Eine solche ansonsten durchaus vielversprechende Klage wurde im Herbst letzten Jahres, wie auch schon öfter zuvor, mit der Begründung abgewiesen, dass Saudi Arabien einem Gesetz aus den 70er Jahren zufolge die souveräne Immunität eines Staates genieße und deshalb für seine Taten, was immer sie sind, von Gerichten nicht zur Rechenschaft gezogen werden darf. Das Gesetz, und entsprechende Gesetze in verbündeten Staaten, war in den 70er Jahren natürlich dazu gedacht, dass Opfer der von den USA und ihren Verbündeten in der dritten Welt begangenen Verbrechen keinen Schadensersatz einklagen können, also um etwa auszuschließen, dass Opfer der von den USA installierten südamerikanischen Diktaturen in den USA Schadensersatz einklagen oder die USA wegen ihrer Verbrechen in Vietnam quer durch die Welt verklagt werden. Die auf Schadensersatz klagenden Angehörigen der Opfer von 9/11 sind nun empört: dafür, dass fremde Regierungen sich nach mörderischen Terroranschlägen in den USA sich unter Hinweis auf souveräne Immunität ansonsten berechtigten Schadensersatzforderungen entziehen können, sei das Gesetz nie gemacht worden, das sei also ein Missbrauch des Gesetzes.

Und die Angehörigen von 9/11 haben inzwischen gute Argumente und starke Unterstützung auf ihrer Seite. Als Ausgangspunkt für die guten Argumente mag man eine Formulierung im offiziellen Bericht der 9/11-Kommission betrachten, in der es heißt, die Kommission habe keine Beweise dafür gefunden, dass “die saudische Regierung als Institution oder hochrangige saudische Offizielle individuell” in die Terroranschläge von 9/11 verstrickt seien. Wie George Will genüßlich darlegt, lässt sich die Formulierung auch so interpretieren, dass es sehr wohl Beweise dafür gibt, dass die saudische Regierung und saudische Offizielle sehr wohl an den Anschlägen von 9/11 beteiligt waren, nur die Beweise dafür fehlen, dass die saudische Regierung “als Institution” und saudische Offizielle, die ganz besonders “hochrangig” waren, darin verstrickt sind, was einem Scheunentor gleichkomme, so groß, dass dadurch ein Flugzeug fliegen könne. Weiterhin gibt es da noch die inzwischen berühmten 28 Pages, 28 bislang geheimgehaltenen Seiten des Congressional Joint Inquiry Report, in denen angeblich detailliert dargelegt worden sein soll, dass zwei der saudischen 9/11-Attentäter von einem Diplomaten der saudischen Botschaft in den USA umfangreiche Unterstützung erhielten, unter anderem Geld und Hilfe beim Einschreiben in eine Flugschule. Da der Bericht geheim ist, kann er gegenwärtig noch nicht in Gerichtsverfahren gegen Saudi Arabien verwendet werden, doch der Hauptverfasser des Berichts, Senator Bob Graham, inzwischen pensioniert und damit freier von politischem Druck, fordert mit Vehemenz die Veröffentlichung der 28 Seiten und redet in diesem Zusammenhang davon, dass es falsch sei, eine öffentliche Diskussion um die Rolle Saudi Arabiens in 9/11 durch Geheimhaltung der 28 Seiten unterdrücken zu wollen. Das hat natürlich eine Diskussion um die Rolle Saudi Arabiens in 9/11 erst recht angeheizt und inzwischen sind die Forderungen nach Offenlegung der 28 Seiten so populär, dass US-Präsident Barack Obama zwischenzeitlich versprochen haben soll, die 28 Seiten in den nächsten Monaten, oder jedenfalls noch im Laufe seiner Amtszeit zumindest teilweise zu deklassifizieren. Nach einer Deklassifizierung können die 28 Seiten dann natürlich auch vor Gericht als Beweis verwendet werden. Zusammen mit der bestens bekannten Tatsache, dass Al Kaida in Bosnien von der staatlichen saudischen Stiftung “Saudi High Commission” – die vom damals noch nicht ganz hochrangigen, aber zwischenzeitlich zum König gewordenen Prinzen Salman geführt wurde – dürften die 28 Seiten schon eine imposanten Beweislast dafür darstellen, dass Teile des Staates Saudi Arabien Al-Kaida-Terroristen unterstützt haben und in 9/11 verwickelt sind. Strafrechtlich mag das nicht genug sein, um saudische Regierungsmitglieder für 9/11 belangen zu können, aber zivilrechtlich könnte das durchaus reichen, um die saudische Regierung dazu zu verurteilen, Schadensersatz für den unter anderem durch das Handeln von saudischen Staatsbediensteten entstandenen Schaden zu 9/11 zu leisten.

Und die potentiellen Schadensersatzanspruche sind natürlich gewaltig. Allein der durch die Anschläge von 9/11 entstandene Sachschaden geht in die Dutzende Milliarden Dollar. Hinzu kommen dann noch die Personenschäden, die unter anderem 3000 direkte Tote, noch mehr, die an Spätfolgen wie Asbestvergiftungen bei den Rettungseinsätzen in New York gestorben sind, und zahlreiche Verletzte beinhalten. Hier könnten sich Schadensersatzansprüche von Angehörigen wegen 9/11 durch psychische Schäden, Verdienstausfälle, Strafschadensersatz und die im Fall von Terror gesetzlich verordnete Verdreifachung aller Schadensersatzbeträge leicht zu Hunderten Milliarden Dollar aufsummieren. Die saudische Drohung mit dem Verkauf aller US-Staatsanleihen, um damit einer Pfändung nach verlorenen Schadensersatzprozessen wegen 9/11 zuvorzukommen, falls der US-Kongress die souveräne Immunität fremder Staaten für in den USA begangene Terroranschläge aufheben sollte, zeigt, dass die Saudis in dem Fall mit Verurteilungen zu hohen Schadensersatzzahlungen wegen 9/11 rechnen.

Wo es um soviel potentiell zu erstreitendes Geld geht, bleiben Opfer in den USA nicht allein. Anwälte bekommen da ihr Geld prozentual vom erstittenen Schadensersatz und ein Fall, wo Dutzende, oder gar Hunderte, Milliarden Dollar Honorar winken könnten, ist für finanzstarke und bestens vernetzte Anwaltskanzeleien natürlich ein gefundenes Fressen. Solche Kanzeleien sind nicht nur darauf spezialisiert, vor Gericht aufzutreten, sondern auch darauf, mit viel Geld zum Prozess gehörende Öffentlichkeitsarbeit zu machen und politische Hindernisse auf dem Weg zum Sieg wegzuräumen. Das dürfte ein Grund dafür sein, dass hinter dem Gesetzentwurf zur Beendigung der staatlichen Immunität im Fall von Terroranschlägen in den USA Senatoren aus ansonsten ganz unterschiedlichen politischen Richtungen stehen. Ebenfalls erklärt das, dass US-Außenminister John Kerry bei den Beratungen zu dem Gesetzentwurf mit seiner Warnung nicht durchgedrungen ist, dass das Gesetz einen ganz schlechten Präzedenzfall schaffen würde – was kaum verschleiertes Diplo-Speak dafür sein dürfte, dass, wenn andere Länder nachziehen und ähnliche Gesetze beschließen würden, die USA künftig für ihre in fremden Ländern regelmäßig begangenen Verbrechen, von Drohnenmorden über die Unterstützung von Terroristen bis hin zu illegalen Angriffskriegen, in aller Welt auf gigantische Schadensersatzsummen verklagt werden könnten.

Zu Hilfe kommt den Angehörigen der Opfer von 9/11 und ihren Angehörigen in dem Bemühen um das neue Gesetz, dass in den USA bald Wahlen sind, und zwar nicht nur Präsidentschaftswahlen, sondern natürlich auch die gleichzeitig stattfindenen Wahlen zum US-Kongress, und das Decken staatlicher saudischer Unterstützer von Al Kaida und islamistischem Terrorismus, um es vorsichtig zu formulieren, in der Bevölkerung der USA angesichts der grassierenden Islamophobie nicht unbedingt eine populäre Position ist. Anders ausgedrückt, wer als Senator oder Abgeordneter im November wiedergewählt werden will, verschlechtert seine Chancen darauf erheblich, wenn er versucht, sich dem geplanten Gesetz zur Aufhebung der souveränen Immunität im Fall von Terroranschlägen in den USA in den Weg zu stellen. Das wäre für jeden Gegenkandidaten eine herrliche Gelegenheit für eine politisch sehr wirksame Attacke.

Es ist also durchaus nicht ganz unwahrscheinlich, dass das Gesetz wirklich durchgeht. Eher unwahrscheinlich ist es allerdings, wie die New York Times richtig schreibt, dass das saudische Regime seine Drohung wahrmachen und all seine US-Staatsanleihen verkauft. Einerseits dürfte das praktisch sehr schwer werden, für soviel Geld andere Anlageformen zu finden, ohne durch die Umschichtung die Kurse so zu beeinflussen, dass dabei starke Verluste anfallen. Und andererseits ist durchaus damit zu rechnen, dass im Fall eines solchen Versuches die USA die Anleihen unter irgendeinem Vorwand einfach einfrieren. So etwas können die USA quasi über Nacht bewerkstelligen, wie etwa das unter dem zusammengelogenen Vorwand von Menschenrechtsverletzungen erfolgte Einfrieren des libyschen Staatsfonds gezeigt hat.

Das saudische Regime könnte damit ind er Falle sitzen. Aufgrund des von den Saudis zur Schädigung von Iran und Russland losgetretenen Ölpreiskrieges fährt das saudische Regime gegenwärtig hohe Haushaltsdefizite ein. Die Defizite werden aus dem saudischen Staatsfond gedeckt. Sollten die USA den saudischen Staatsfond einfrieren und für Schadensersatzansprüche wegen 9/11 pfänden, könnte das unfassbar reiche saudische Regime buchstäblich pleite gehen. Trotzdem drohen Saudis gegenwärtig damit, ihre Ölförderung noch weiter zu erhöhen, falls Russland und der Iran im Ölpreiskrieg nicht klein beigeben und ein den Saudis genehmes Abkommen zu den Ölfördermengen schließen. Iran und Russland, unterstützt von China, gehen auf den saudischen Bluff jedoch nicht ein.

Derweil droht den Saudis in den USA weiteres Ungemach. Der demokratische Senator Chris Murphy und der republikanische Senator Rand Paul haben einen Gesetzentwurf eingebracht, um US-Waffenverkäufe an Saudi Arabien zu beschränken. Im Unterschied zu dem Gesetzentwurf über die Aufhebung der souveränen Immunität im Fall von Terroranschlägen in den USA hat der Gesetzentwurf von Murphy und Paul zwar noch keine breite Unterstützung, aber das könnte sich schnell ändern, wenn die Saudis versuchen sollten, in großem Stil US-Staatsanleihen zu verkaufen und die USA damit wirtschaftlich zu schädigen. Man kann diesen Gesetzentwurf also durchaus als Gegendrohung der USA dagegen verstehen, dass die Saudis damit drohen, ihre US-Staatsanleihen zu verkaufen. Jedem ist klar, dass es ohne die kontinuierliche LIeferung von US-Waffen und Ersatzteilen in Saudi Arabien ziemlich schnell zu einer Revolution kommen könnte, die das saudische Regime hinwegfegt. Ebenso klar ist es, dass das die Ölpreise nach oben treiben würde, womit die unkonventionelle Ölindustrie der USA, etwa die Fracking-Industrie, vor der Vernichtung durch den saudischen Ölpreiskrieg gerettet werden würde, was einige recht einflussreiche und finanzstarke Kreise in den USA durchaus begrüßen würden.

Nächste Woche fliegt US-Präsident Obama zum saudischen Regime nach Riyadh auf Staatsbesuch. Der Besuch dürfte spannend werden, nicht nur, weil da sicherlich auch auf der Tagesordnung stehen wird, dass der saudische Krieg gegen den Jemen dort zur Entstehung eines neuen Terror-Emirats von Al Kaida geführt hat und die saudischen Querschüsse beim Krieg gegen Syrien den USA inzwischen ein Dorn im Auge sind.

Es könnte dabei vielmehr schon darum gehen, ob, und wenn ja, unter welchen Umständen, das saudische Regime überleben kann.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/04/16/saudisches-regime-droht-den-usa-mit-verkauf-aller-us-staatsanleihen/

 

Gruß an die Wahrheit

Der Honigmann

Read Full Post »


Anschnallen, liebe Leute. Die wilde Fahrt geht los.

Welche Fahrt? Die in den ökonomischen Kollaps!

Zeitungsstapel - Bildquelle: Wikipedia - Daniel R. Blume

Zeitungsstapel – Bildquelle: Wikipedia – Daniel R. Blume

Das ist Ihnen zu platt? Zu schwarzmalerisch? Bereits zu oft angekündigt worden? Wohl wahr, aber diesesmal schreiben nicht nur alternative Medien über den ökonomischen Kollaps, sondern unsere Mainstreampresse, unsere doch so neutrale Hochleistungspresse.

 

 

Mir ist bewusst, dass wohl 99% der Deutschen keinerlei Anzeichen am Horizont erkennen, dass die nächste Stufe im Prozess des Zusammenbruchs eingeleitet worden ist. Ja, noch einmal: Ein Prozess, kein singuläres Großereignis. Der weltweite Zusammenbruch der Wirtschaft, der in der zweiten Hälfte des letzten Jahres seinen Anfang genommen hat, hat sich weiter verschärft. Nicht nur in Europa oder Asien. Auch in Nordamerika und Südamerika. Und im Nachfolgenden will ich Ihnen einige Beweise für diese These Tatsache liefern. Und wenn ich damit fertig bin, dürfte auch ein bislang optimistisch gestimmter Leser keinen Optimismus mehr verspühren, dass sich die wirtschaftliche Lage der Welt positiv entwickeln wird.

Die Warnungen zahlreicher prominenter Stimmen werden vor unseren Augen zur Realität. Und was wir bislang gesehen haben, sind nur die ersten Kapitel in diesem Prozess einer zusammenbrechenden Weltwirtschaft.

Brasilien

BIP Brasilien - Zero Hedge - Bildquelle: Zero Hedge

BIP Brasilien – Zero Hedge – Bildquelle: Zero Hedge

Lassen Sie uns mit Brasilien anfangen. Brasilien ist die siebtgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Und Brasilien befindet sich in der schwersten Wirtschafskrise der vergangenen 25 Jahre. Selbst die selbstverliebten Banker Gottes von Goldman Sachs haben Ende 2015 von einer Depression/Wirtschaftskrise gesprochen.

Aber seitdem hat die Krise in Brasilien an „Schwungmasse“ dazu gewonnen.

Wenn der mainstreamigste Sender per se, CNN, seinen Artikel mit dem Titel Brasilien: Wirtschaftskollaps schlimmer als befürchtet (Brazil: Economic collapse worse than feared) aufmacht, heißt es Augen und Ohren ganz weit aufsperren:

Inmitten des politischen Chaos, ist der wirtschaftliche Zusammenbruch Brasiliens schlimmer als seine Regierung es je glaubte.
In der Mitte der immer weiter zunehmenden Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff, kündigte die brasilianische Zentralbank am Donnerstag an, dass sie jetzt davon ausgeht, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um 3,5% schrumpft.
Das ist schlimmer als die vorherige Schätzung der Zentralbank von 1,9%. Die finsterere Prognose stimmt mit dem überein, was der Internationale Währungsfonds für Brasilien – Lateinamerikas größtem Land – projiziert und was viele unabhängige Ökonomen vermutet haben.

(Amid political chaos, Brazil’s economic collapse is worse than its government once believed.
In the midst of rising calls to impeach President Dilma Rousseff, Brazil’s central bank announced Thursday that it now expects the country’s economy to shrink 3.5% this year.
That’s worse than the central bank’s previous estimate for a 1.9% contraction. The darker forecast matches what the International Monetary Fund projected for Brazil — Latin America’s largest country — and what many independent economists have suspected.)

Bereits in meinem Artikel BRICS: Brasilien vor dem Kollaps? Was wird dann aus Russland und China? bin ich auf Brasilien eingegangen, aber es ist immer noch etwas anderes, ob http://www.konjunktion.info einen Artikel dazu verfasst oder CNN.

Venezuela

Hugo Chavez - Bildquelle: Wikipedia / Valter Campanato/ABr (Creative Commons License Attribution 3.0 Brazil)

Hugo Chavez – Bildquelle: Wikipedia / Valter Campanato/ABr (Creative Commons License Attribution 3.0 Brazil)

Doch Venezuela stellt Brasilien in den Schatten. Und das schon seit längerem. Lebensmittel und Dinge der Grundversorgung sind knapp. Die Inflationsrate beträgt 720%. Die Kriminalitätsrate ist vollständig außer Kontrolle. Alles ein „Geschenk der CIA“ – als Bestrafung für sein unzüchtiges Verhalten unter Hugo Chavez? Oder einfach eine „normale wirtschaftliche Entwicklung“? Entscheiden Sie selbst, wenn Sie nachfolgenden Auszug aus einem Artikel des Independent mit dem vielsagenden Titel Venezuela steht am Rande des kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruchs (Venezuela is on the brink of complete economic collapse) lesen:

Die einzige Frage ist nun, ob entweder die venezolanische Regierung oder die Wirtschaft als erstes vollständig zusammenbrechen wird.
Das Schlüsselwort dabei ist: „vollständig“. Beide befinden sich in ihrem Todeskampf. Tatsächlich hat die venezolanische Regierungspartei gerade die Kongresswahlen verloren, was der Opposition eine sichere Veto-Mehrheit verschaffte, und es ist schwer vorstellbar, dass irgendetwas besser für sie in naher Zukunft werden wird – oder jemals.
Die etablierten Unternehmen, nach alldem, neigen laut dem Internationalen Währungsfonds nicht dazu gut zu laufen, ihre Wirtschaft schrumpfte innerhalb des ersten Jahres um 10 Prozent, weitere 6 Prozent im nächsten, und die Inflation explodiert auf 720 Prozent. Es ist also kein Wunder, dass die Märkte erwarten, dass Venezuela in sehr naher Zukunft aufgrund seiner Schulden pleite geht. Das Land ist im Grunde bankrott.

(The only question now is whether Venezuela’s government or economy will completely collapse first.
The key word there is “completely.” Both are well into their death throes. Indeed, Venezuela’s ruling party just lost congressional elections that gave the opposition a veto-proof majority, and it’s hard to see that getting any better for them any time soon — or ever.
Incumbents, after all, don’t tend to do too well when, according to the International Monetary Fund, their economy shrinks 10 percent one year, an additional 6 percent the next, and inflation explodes to 720 percent. It’s no wonder, then, that markets expect Venezuela to default on its debt in the very near future. The country is basically bankrupt.)

Und wieder finden wir diese Meldung nicht in einem alternativen Blog. Nein, wir lesen sie in einem Mainstreamblatt, das vom „wirtschaftlichen Zusammenbruch“ spricht, wenn es beschreibt, was gerade in Südamerika passiert.

Italien

Haupteingang Monte dei Paschi - Bildquelle: Wikipedia / Vyacheslav Argenberg

Haupteingang Monte dei Paschi – Bildquelle: Wikipedia / Vyacheslav Argenberg

Der Kollaps der italienischen Banken bzw. des Bankensystems hat eine neue Qualität erreicht. Ein neues verstörendes Kapitel vor dem auch ich schon seit gut eineinhalb Jahren warne. Italiens Finanzminister hat für kommenden Montag eine Sitzung anberaumt, die sich auf einen „letzten Ausweg“ aka Bail Out-Rettungsplan für die in Schwierigkeiten geratenen Banken konzentrieren wird:

 

Finanzminister Pier Carlo Padoan hat ein Treffen in Rom am Montag mit Führungskräften von Italiens größten Finanzinstituten anberaumt, um den letzten Details eines „letzten Auswegs“ aka Bail Out-Rettungsplans zu  zustimmen.
Doch am Vorabend dieser Versammlung bleiben weiterhin Bedenken, ob der Plan ausreichend sein wird die schwächste der italienischen Großbanken, die Monte dei Paschi di Siena, vor einer Ansteckung zu bewahren, so Personen, die an den Gesprächen beteiligt sind.
Italienische Bankaktien haben fast die Hälfte ihres Wertes – das entspricht etwa einem Fünftel des BIPs – in diesem Jahr inmitten von Anlegersorgen wegen 360 Milliarden notleidender Kredite verloren. Die Profitabilität der Kreditgeber wurde von einer lähmenden dreijährigen Rezession getroffen.

(Finance minister Pier Carlo Padoan has called a meeting in Rome on Monday with executives from Italy’s largest financial institutions to agree final details of a „last resort“ bailout plan.
Yet on the eve of that gathering, concerns remain as to whether the plan will be sufficient to ringfence the weakest of Italy’s large banks, Monte dei Paschi di Siena, from contagion, according to people involved in the talks.
Italian bank shares have lost almost half their value so far this year amid investor worries over a €360bn pile of non-performing loans — equivalent to about a fifth of GDP. Lenders’ profitability has been hit by a crippling three-year recession.)

Europa sollte sich schon mal darauf gefasst machen, dass die wilde Fahrt jetzt langsam aber sicher losgeht. Gerade weil Italien nicht Griechenland ist. Soll heißen, dass Griechenland die 44. Stelle der größten Wirtschaftsnationen der Welt einnahm – und Italien die 8. Position.

Den Ernst der Lage für Europa kann man wohl nicht überbewerten. Auch weil wir nicht nur von Italien allein sprechen. Auf dem ganzen europäischen Kontinent stecken die Großbanken in massiven Schwierigkeiten, wenn man den Worten von Francois Perol, dem Vorsitzenden der zweitgrößten Bankengruppe Frankreichs, der Groupe BPCE, Glauben schenken mag:

Ich mache mir viel mehr Sorgen als ich es 2009 getan habe.

(I am much more worried than I was in 2009.)

Österreich

HETA Asset Resolution - Bildquelle Screenshot-Ausschnitt www.heta-asset-resolution.com

HETA Asset Resolution – Bildquelle Screenshot-Ausschnitt http://www.heta-asset-resolution.com

Und die Europäer haben wirklich guten Grund zur Sorge. Denn am Sonntag wurde der mehrfach von mir erwähnte Bail In in Österreich Wirklichkeit:

Und dann wurde heute, nach einem Beschluss der österreichischen Bankenaufsicht, der Finanzmarktaufsicht, Österreich offiziell das erste europäische Land, das ein neues Gesetz verwendete, welches im Rahmen des Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) vorgeschrieben wird, um Verluste einer gescheiterten Bank mit bevorrechtigten Gläubigern zu teilen, um den Wert der Schulden von Heta Asset Resolution AG drastisch zu reduzieren.

(And then today, following a decision by the Austrian Banking Regulator, the Finanzmarktaufsicht or Financial Market Authority, Austria officially became the first European country to use a new law under the framework imposed by Bank the European Recovery and Resolution Directive to share losses of a failed bank with senior creditors as it slashed the value of debt owed by Heta Asset Resolution AG.)

Weiter heißt es auf der Website der österreichischen Finanzmarktaufsicht:

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat heute in ihrer Funktion als nationale Abwicklungsbehörde gemäß Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) per Mandatsbescheid die Eckdaten der weiteren Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG erlassen. Die wesentlichsten Maßnahmen sind

  • ein Schuldenschnitt von 100% für alle nachrangigen Verbindlichkeiten,
  • ein Schuldenschnitt um 53,98% auf 46,02% für alle berücksichtigungsfähigen vorrangigen Verbindlichkeiten,
  • die Streichung aller Zinszahlungen ab 1.3.2015, als die HETA unter Abwicklung gemäß BaSAG gestellt worden ist,
  • sowie eine Vereinheitlichung der Fälligkeiten aller berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten auf 31.12.2023.

Sind das nun die ersten Dominosteine? Oder sind wir gar schon weiter?

China und Japan

Der chinesische Aktienmarkt hat seit seinen Höchstständen 40% verloren. Der Export weist im Jahresvergleich für Februar einen Einbruch von 25,4% aus und die Wirtschaftszahlen aus dem Reich der Mitte waren seit der letzten globalen Rezession nicht mehr so schlecht.

Und auch die japanische Wirtschaft läuft alles andere als rund. Das japanische BIP ist in den beiden letzten von drei Quartalen gesunken. Die japanische Industrieproduktion brach auf Monatsbasis so stark ein wie seit dem Tsunami von 2011 nicht mehr. Und die Stimmung der Unternehmen ist auf ein Dreijahrestief gefallen. Genauso wie der Nikkei, der 5.000 Punkte seit dem letzten Sommer verloren hat. Ein Absturz, der japanische Analysten dazu verleitete von einer „Zerstörung der Märkte durch die Interventionspolitik der Bank Of Japan“ zu sprechen.

USA

Janet Yellen - Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

Janet Yellen – Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

In den USA häufen sich die Warnsignale ebenfalls. Das Treffen Janet Yellens mit Barack Obama dürfte Beleg dafür genug sein. So soll das 1. Quartal 2016 ein Wirtschaftswachstum von nur 0,1% oder 0,2% mit sich bringen. Und man darf gespannt sein, was die am Montag beginnende Unternehmensberichtssaison mit sich bringt – wohl eher Negatives:

Wir sind dabei eine Bestätigung zu erhalten, dass das Gewinnwachstum für Amerikas größte Unternehmen im ersten Quartal negativ war, im Vergleich zum gleichen Zeitraum vor einem Jahr.
Wenn der Aluminium-Riese Alcoa seine Ergebnisse am Montag veröffentlicht, wird es den inoffiziellen Start der schwersten Berichtssaison für die S&P 500-Unternehmen markieren.
Es wird erwartet, dass die endgültigen Werte einen 9,1%-igen Ergebnisrückgang für das Quartal zeigen werden, so FactSet Senior Ergebnisanalyst John Butters.

(We are about to get confirmation that earnings growth for America’s biggest companies was negative in the first quarter, compared to the same period a year ago.
When aluminum giant Alcoa releases its results on Monday, it will mark the unofficial start of the heaviest reporting season for S&P 500 companies.
The final scoreboard is expected to show a 9.1% earnings drop for the quarter, according to FactSet senior earnings analyst John Butters.)

Sollte sich diese Annahme bewahrheiten, dann erleben wir das vierte Quartal in Folge mit sinkenden Gewinnen in den USA. So etwas gibt es eigentlich nur in einer Rezession.

Aber auch der Chefökonom der Societe Generale, Albert Edwards, sieht schwere Zeiten auf die US-Wirtschaft zukommen:

Eine Flutwelle kommt auf die US-Wirtschaft laut Albert Edwards zu, und wenn sie bricht, dann wird die Wirtschaft in eine Rezession stürzen.
[…] die Gewinnrezession mit der sich amerikanische Unternehmen konfrontiert sehen, wird zu einem Einbruch bei den Firmenkrediten führen.
„Trotz Risikoaktiva, die ein paar Wochen in der Sonne genossen, haben unsere ausfallsicheren Rezessionsindikatoren ihr gelbes Blinken beendet und auf rot geschaltet.“
[…]
Er führt weiter aus:
Die Gewinne der Gesamtwirtschaft fallen normalerweise nie so tief, ohne dass sich eine Rezession entfaltet. Und da der US-Unternehmenssektor bis zu den Ohren verschuldet ist, sind die eine Anlageklasse, die es zu vermeiden gilt – noch mehr als der lächerlich überbewertete Aktienmarkt – die US-Unternehmensanleihen. Die Wirtschaft wird sicherlich durch eine Flutwelle von Unternehmenspleiten weggefegt werden.

(A tidal wave is coming to the US economy, according to Albert Edwards, and when it crashes it’s going to throw the economy into recession.
[…] the profit recession facing American corporations is going to lead to a collapse in corporate credit.
„Despite risk assets enjoying a few weeks in the sun our fail-safe recession indicator has stopped flashing amber and turned to red.“
[…]
He continued:
Whole economy profits never normally fall this deeply without a recession unfolding. And with the US corporate sector up to its eyes in debt, the one asset class to be avoided — even more so than the ridiculously overvalued equity market — is US corporate debt. The economy will surely be swept away by a tidal wave of corporate default.)

Conclusio

Wie wir sehen, ist es nicht nur eine Region oder ein Staat, um den man sich Sorgen machen muss. Das Wirtschaftschaos bricht buchstäblich überall aus und die Staatenlenker beginnen in Panik zu verfallen. Sie hatten zwar sieben Jahre seit der letzten Rezession Zeit, aber sie haben anstatt die Banken an die Kandare zu nehmen, weiter nur ihren Strippenziehern im Hintergrund Gesetze erlassen und die Ausbeutung der Bevölkerungen befeuert. Statt Regulierung sind die Banken noch größer und damit noch gefährlicher geworden. Statt Regionalisierung wurde weiter am Zentralisierungsrad gedreht. Jeder der jetzt noch glaubt, dass irgendein Wunder eintreten wird und wir mit einem blauen Auge davon kommen werden, sollte nochmals in sich gehen. Und sich fragen, wie diese astronomischen Schuldenstände (ohne Einbezug der Bevölkerungen) je reduziert werden können.

Anschnallen, liebe Leute. Die wilde Fahrt geht los. Willkommen im nächsten Prozessschritt auf dem Weg zur NWO.

Quellen:
Economic Collapse Is Erupting All Over The Planet As Global Leaders Begin To Panic
Global Crisis: Goldman Sachs Says That Brazil Has Plunged Into ‘An Outright Depression’
Brazil: Economic collapse worse than feared
Robert Kiyosaki And Harry Dent Warn That Financial Armageddon Is Imminent
The Economic Collapse Of South America Is Well Underway
BRICS: Brasilien vor dem Kollaps? Was wird dann aus Russland und China?
Venezuela is on the brink of complete economic collapse
You Won’t Believe What We Saw In Socialist Venezuela
The Collapse Of Italy’s Banks Threatens To Plunge The European Financial System Into Chaos
Italy Seeks “Last Resort” Bailout Fund to “Ringfence” Troubled Banks, Meeting Monday; Italy vs. Austria
A French bank boss says he’s ‚much more worried than I was in 2009‘
Austria Just Announced A 54% Haircut Of Senior Creditors In First „Bail In“ Under New European Rules
FMA erlässt den Rahmen für die Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG
Watch Japan – For All Is Not Well In The Land Of The Rising Sun
Japan GDP Growth Rate 1980-2016
Japanese Industrial Production Crashes Most Since 2011 Tsunami
Japan business mood sours to three-year low, adds to doubt over ‚Abenomics‘
First-quarter economy looks bleaker by the day
Standby for terrible news from Wall Street
19 Facts That Prove Things In America Are Worse Than They Were Six Months Ago
Economist Warns: “A Tidal Wave Is Coming… Recession Indicator Has Turned Red”

 

Quelle: http://www.konjunktion.info/2016/04/wirtschaftskollaps-der-naechste-prozessschritt-wurde-eingelaeutet-regierungen-im-panikmodus/

Gruß an die Weiterdenker

TA KI

https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2016/04/14/wirtschaftskollaps-der-naechste-prozessschritt-wurde-eingelaeutet-regierungen-im-panikmodus/

Gruß an die Klardenker

Der Honigmann

Read Full Post »


Die zeitgleiche Veröffentlichung der Panama Papers am Sonntag Abend den 3.4.16 auf der ganzen Welt, ist eine klassische CIA Operation u.a. gegen Putin/Russland und Island, weil diese Länder das westliche Bankensystem verlassen wollen, das größte Schneeballsystem der Welt. Der Blick auf die Wikipedia-Karte (unten) mit den in den Lügenmedien angeprangerten Ländern/Politikern öffnet schnell die Augen:

Quelle; es ist schon erstaunlich wie schnell dieser Wikipedia-Eintrag über die Panama Papers da war. Wikipedia wird auch vom CIA kontrolliert

Die ganze Welt steht am Pranger, nur die USA und Kanada nicht, die Panama vor ihrer Haustür haben???

Die 11,5 Millionen Computerdokumente sollen von einer anonymen Quelle der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama entwendet worden sein. Ausgerechnet der Süddeutschen wurden sie vor ca. einem Jahr zugespielt. Diese organisierte dann das Auswerten durch über 400 Journalisten in 80 Ländern.

Als die CIA und die schwedischen Geheimdienste mich, Rechtsanwalt Dr. Henning Witte, Ende der 90-iger Jahre schwer verfolgten, um meine Beweise zum Attentat auf die estnische Fähre M/S Estonia am 28.9.1994 zu unterdrücken, bat ich Dr. Andreas von Bülow (SPD) in Bad Godesberg um Hilfe, da ich gerade sein äußerst lesenswertes Buch Im Namen des Staates. CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste, das hier gratis heruntergeladen werden kann, verschlungen hatte.

Dr. v. Bülow war über zehn Jahre federführend im Kontrollausschuss des Bundestages über die deutschen Geheimdienste tätig und daher der führende und außerdem ehrliche Experte in Geheimdienstfragen. Seine oft nicht veröffentlichten Fakten waren mir eine große Hilfe, um mich gegen die äußerst kriminellen Machenschaften der westlichen Geheimdienste zu schützen. Dafür bin ich ihm noch heute sehr dankbar!

Unter unseren zahlreichen und langen Gesprächen teilte mir Dr. v. Bülow u.a. mehrfach mit, daß der Chef der Süddeutschen, Hans Leyendecker, seit langem ein CIA Agent war und ist. Die Süddeutsche war auch die erste Zeitung in Bayern, die schon wenige Monate nach Kriegsende im Oktober 1945, die Lizenz der Amerikaner erhielt, die seitdem die deutsche Mainstream-Medien kontrollieren.

Es ist natürlich kein Zufall, daß die Panama Papers ausgerechnet an den seit langem zuverlässigen CIA Mann Leyendecker gereicht wurden. Dort konnte sichergestellt werden, daß kein die USA belastendes Material veröffentlicht wurde. Vieles in diesen Panama Papers wird ja von den ehrenwerten Herren und Damen Journalisten noch unter Verschluss gehalten.

Daß die Panama Papers nur an CIA kontrollierte Journalisten weitergeleitet wurden, hat sich auch in Schweden bestätigt. Dort erhielt sie ausgerechnet Joachim Dyfvermark vom schwedischen Staatsfernsehen SVT, die genauso “ehrlichen” Journalismus betreiben wie die ARD oder das ZDF.

Joachim Dyfvermark hatte mich seit 1996 mehrfach getroffen und interviewt in meiner Eigenschaft als Anwalt für fast 1.000 Hinterbliebenen des Estonia-Massenmordes. Als wir im März 1997 einem geheimen Tauchgang zum Wrack der M/S Estonia planten, um Beweise für das Attentat zu sammeln, war er der einzige Journalist, der von mir eingeweiht worden war und die Aktion journalistisch betreuen durfte. Kurz danach stellte sich heraus, daß die Aktion verraten worden war und der Verdacht viel auf den schwedischen Journalisten Joachim Dyfvermark.

Danach bezichtigte ich ihn in späteren Treffen mehrmals, ein CIA Agent zu sein oder zumindest für einen der westlichen Geheimdienste zu arbeiten. Es wies das stets mit Entrüstung zurück. Später publizierte er beim schwedischen Staatsfernsehen mehrere Beiträge mit geheimen Unterlagen, die er nur aus Geheimdienstkreisen erhalten haben konnte. Sein Vorwurf: die Schweden würden versuchen, den Verkauf ihres Militärflugzeuges JAS 39 Gripen mit Schmiergeldern zu beschleunigen. Das tun alle in der Branche und der Effekt war, das die USA ihre Jagdflugzeuge leichter verkaufen konnten und die Schweden ständig das Nachsehen hatten. Dyfvermark begünstigte also amerikanische Interessen zum Nachteil der schwedischen.

Das amerikanische Internetportal Zero Hedge ist stets gut informiert. Die teilen mit, daß der Vater des deutschstämmigen Mitbegründers der Anwaltskanzlei in Panama, Mossack, ein CIA Agent war. Ohne diese Hintergründe hätte es diese Kanzlei vermutlich nicht geschafft, die viert größte in dieser Branche zu werden. Das kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen, dessen blühende Kanzlei in Stockholm seit dem Engagement für die Wahrheit in der Estonia-Frage in Erhebliche Schwierigkeiten geriet.

Island wird in der Panama-Dokumenten Affäre an den Pranger gestellt, weil die eine Bankreform anstreben, in welcher den privaten Banken die Macht genommen werden soll, Geld aus dem Nichts zu machen, weil man in Island  der Ansicht ist, daß die Geldschöpfung in die Hände des Volkes gehört. Hier sollen Reformgedanken von Prof. Bernd Senf, den Vollgeldreformern oder auch meiner Wenigkeit (die Weiße Wirtschaftsschule) verwirklicht werden.

Auffallend an der Panama Paper Geschichte ist, daß nur die am Pranger stehen, die den USA missliebig sind, wie z.B. Putin, Assad oder der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, der es wagte, ohne die USA mit Putin einen Friedensvertrag im Februar 2015 zu unterzeichnen.

Mein englischer Artikel Panama Papers leak CIA operation, Leyendecker from Süddeutsche Zeitung CIA agent ist von Google streng zensiert worden. Er ist unter den entsprechenden Suchwörtern nicht zu finden. Dieses Schicksal widerfährt meinem Internet-TV Sender White TV häufig.

Danke und Gruß an Henning

TA KI

https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2016/04/05/panama-papers-klassische-cia-operation-leyendecker-von-der-sueddeutschen-ist-cia-agent/

Gruß an die Aufdecker

Der Honigmann

Read Full Post »


307122383

Die USA führen einen sehr ungleichen Handel mit China und verlieren deshalb eine riesige Zahl an Arbeitsplätzen, so der amerikanische Milliardär und republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump am Donnerstag.

„Wir haben wegen China vier bis sieben Millionen Arbeitsplätze verloren. Unser Handel mit China ist sehr unehrlich. Das Handelsdefizit mit ihnen (den Chinesen – Anm.d. Red.) wird in diesem Jahr 505 Milliarden Dollar erreichen“, sagte er bei einer Wahlkampf-Fernsehdebatte in North Charleston im Bundesstaat South Carolina. Seines Erachtens „geschieht vor allem wegen der unterbewerteten chinesischen Währung“.Trump hat sich diesbezüglich für Verhandlungen ausgesprochen. „Ich bin ein Anhänger des freien Handels. Ich glaube an ihn, aber wir müssen klug sein und kluge Leute zu den Verhandlungen schicken“, sagte er.

„Ich mag China und das chinesische Volk. Aber sie (die Chinesen – Anm. d. Red.) lachen selbst – sie können nicht glauben, wie dumm die amerikanischen Vertreter sind“, fügte dem Trump hinzu.

http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20160115/307121965/usa-china-ungleichen-handel.html

.
Gruß an die, die wissen, daß die Gesamtschulden der USA an China (Fam. Lee) seit dem 18. Jahrhundert in die Billiarden gehen-
Somit jährlich um Milliarden höher werden!!!
Der Honigmann

Read Full Post »


Die Anzahl der Flugzeugträger, die die Vereinigten Staaten für den Einsatz im Nahen Osten und dem Südchinesisches Meer parat haben, hat einen kritischen Punkt erreicht: Es sind zu wenig Schiffe da, um aktuellen globalen Herausforderungen gerecht zu werden, schreibt The National Interest.

Wegen der geringen Anzahl an Flugzeugträgern könnte vor allem der Militäreinsatz der USA gegen den Islamischen Staat in Syrien und die Operation der US-Navy im Südchinesisches Meer untergraben werden, berichtet das Magazin.

Flugzeugträger der Marine der Volksrepublik China Liaoning

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Schiffe nach Pentagon-Beschluss auf zehn Stück geschrumpft, obwohl die Navy laut Gesetz über mindestens 11 Schiffe verfügen muss – 2013 sei der Kongress auf Bitten der Militärführung eingegangen, die USS Enterprise (CVN-65) nach einem ganzen halben Jahrhundert außer Dienst zu nehmen.

„Es ist nicht so einfach 10 Träger zu betreiben und dabei so zu tun, als ob man 16 hätte“, zitiert das Blatt den US-Admiral John Harvey.

Die USS Enterprise sei für die USS Gerald R. Ford (CVN-78) geopfert worden, dessen Inbetriebnahme für das Jahr 2016 geplant wurde. Doch der Zwischenraum zwischen der Außerdienstnahme der Enterprise und der Inbetriebnahme von Gerald R. Ford sei viel größer geworden, als erwartet wurde.

Die Top 10 der Flugzeugträger der Welt

„Es sollte ursprünglich eine vierzehnmonatige Zeitspanne mit zehn Trägern werden. Doch wegen der Schocktests an dem Ford, die vor Inbetriebnahme durchgeführt werden,  gibt es jetzt eine Verzögerung von rund acht Jahren“, zitiert das Journal Bryan Clark,  einen Analytiker des Zentrums für Strategie und Haushaltsfragen.

Die US-Marine habe nun ihren Tiefpunkt erreicht, da sie zu wenige Träger besitzt, um ihren globalen Verpflichtungen nachzukommen.

„Es wird immer deutlicher, dass die Verringerung der Trägerflotte von fünfzehn auf weniger als zwölf zum Ende des Kalten Krieges ein Fehler war. Wie Harvey bereits erwähnt hat, muss die US-Marine ungefähr sechzehn Träger besitzen“, schreibt National Interest.

.
Gruß an die wahren Machthaber
Der Honigmann
.

Read Full Post »


306247017

Eine amerikanische Rakete, die zu einer Militärübung nach Europa geschickt worden war, ist auf mysteriöse Weise auf Kuba aufgetaucht. Beide Staaten haben erst im vergangenen Juli – nach vielen Jahrzehnten Feindschaft – die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Die US-Behörden vermuten Irrtum, schließen jedoch Spionage nicht völlig aus.

Die USA haben bereits 2014 eine Luft-Boden-Rakete des Typs Hellfire zu einer Nato-Übung nach Europa entsandt. Doch stattdessen traf sie auf Kuba ein. Nach Angaben des Wall Street Journals bemühen sich die USA seit Monaten um eine Rückholung der Rakete. Ermittler aus dem amerikanischen Justizministerium und dem Zollamt versuchen zu klären, wie die Rakete in falsche Hände gelangt ist.Die „verirrte“ Rakete hatte zwar keinen Sprengstoff, doch das US-Militär befürchtet, dass die Kubaner die Hellfire-Technologie an China, Russland oder Nordkorea weitergeben könnten. Mit Raketen dieses Typs statten die USA ihre US-Drohnen aus.

Nach WSJ-Angaben war die Rakete von Orlando zuerst nach Madrid geschickt worden. Von dort aus gelangte sie zuerst nach Frankfurt und dann über Paris nach Havanna. Der Absender, der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin, verweigert ebenso wie das US State Department jeden Kommentar.Im Herbst 2007 hatte ein US-Jagdflugzeug über dem Bundesstaat Virginia versehentlich eine Übungsbombe abgeworfen. Wenige Monate davor war ein B-53-Bomber mit scharfen Atomraketen an Bord vom Luftwaffenstützpunkt Minot im Bundesstaat North Dakota zum Militärflughafen Barksdale in Louisiana geflogen. Die Piloten hatten nicht gewusst, dass einsatzbereite Atomwaffen an Bord waren. Die US-Luftwaffe bezeichnete den Irrflug als „unverzeihlichen Fehler“.

.
Ein Schelm der hier an „Versehen“ denkt…
Gruß
Der Honigmann

Read Full Post »


306959351

Südkorea verhandelt mit den USA über die Stationierung von amerikanischen Kräften und strategischen Mitteln, wie aus südkoreanischen Militärkreisen bekannt wurde.

Wie Agenturen jedoch melden, machte die Quelle keine Angaben, um welche konkreten strategischen Kräfte es sich handelt.Die Mitteilung über die Verhandlungen Washingtons und Seouls erfolgte auf den angeblichen Wasserstoffbombentest Nordkoreas am Tag zuvor. Die internationale Gemeinschaft, darunter auch führende Atommächte, verurteilten Pjöngjangs Aktion und äußerten Besorgnis über die entstandene Lage in der Region.

 

http://de.sputniknews.com/militar/20160107/306959390/seoul-washington-stationierung-kraefte.html

Gruß an die Mitdenkenden
Der Honigmann

Read Full Post »


Die Bemühungen der USA, der Weltbevölkerung ihren Standpunkt zu vermitteln, sind ähnlichen Handlungen Russlands und Chinas unterlegen, erklärte der Vorsitzende des Broadcasting Board of Governors (BBG), Jeffrey Shell, am Montag.

305275592

„Wir sind zweifellos stark unterfinanziert, wir haben nicht genug Geld, um mit unseren Feinden im Wettbewerb zu bestehen“, sagte Shell in einem Interview für die Zeitung „Washington Times“.

Zum BBG gehören die Sender Voice of America, Radio Liberty, Radio Free Asia und andere.

Als Konkurrenten nannte Shell den russischen Sender RT, den chinesischen CCTV und den von der katarischen Regierung unterstützten Sender Al Jazeera.

Die Zeitung macht dabei darauf aufmerksam, dass das Budget von BBG (730 Millionen Dollar pro Jahr) den Haushalt von RT um ein Mehrfaches übertrifft.

Einige Analysten glauben, RT sei „besser fokussiert und effektiver“ bei der Vermittlung seines Standpunktes an das Publikum, so der Zeitungsbericht. Außerdem wird die Popularität von RT in Sozialen Netzwerken hervorgehoben: Auf YouTube veröffentlichte Videos wurden drei Milliarden Mal angesehen.

http://de.sputniknews.com/panorama/20160105/306944890/washington-wegen-medienkrieg-beunruhigt.html

Gruß nach Russland
Der Honigmann

Read Full Post »


Unesco-Chefin Irina Bokova will 2016 unbedingt UN-Generalsekretärin werden. Dafür schummelt die Bulgarin sogar ein bisschen bei ihrer Vergangenheit – und machte sich im Lebenslauf zur Außenministerin.

ONLINE

Eine der aussichtsreichsten Anwärterinnen für den Chefposten der Vereinten Nationen (UN) hat ihren Lebenslauf geschönt. Irina Bokova, derzeit Generaldirektorin der UN-Kulturorganisation Unesco, bezeichnet sich in ihrem offiziellen Lebenslauf als ehemalige Außenministerin Bulgariens.

Nach Recherchen der „Welt“ war die 63-Jährige jedoch nie Chefin des Auswärtigen Amts in ihrer Heimat. Dies belegen offizielle Erklärungen des bulgarischen Parlaments und des bulgarischen Außenministeriums auf Nachfrage. Demnach hat das Parlament die Tochter eines hohen Funktionärs der Kommunistischen Partei Bulgariens niemals in diesem Amt bestätigt.

„Frau Irina Bokova ist vom bulgarischen Parlament nie entsprechend der Verfassung zur Außenministerin gewählt worden. Aus juristischer Sicht war Frau Irina Bokova ‚Geschäftsführende Ministerin für Auswärtiges der Republik Bulgarien‘ und sollte keinen anderen Titel führen“, heißt es in einer Stellungnahme des Außenamts in Sofia. Die offiziellen Liste des Ministeriums listet die Unesco-Chefin auch nicht als ehemalige Ministerin auf.

„Bokova war niemals Außenministerin“

Das bulgarische Parlament erklärte auf Anfrage, dass Bokova de facto überhaupt nicht das Chefamt im Außenministeriums übernehmen konnte. Denn der Rücktritt des damals amtierenden Außenministers Georgi Pirinski im November 1996 war vom damaligen Premier Zhan Videnov gar nicht ans Parlament weitergeleitet worden. Im Dezember 1996 brach die Regierung zusammen, im Februar 1997 übernahm eine Übergangsregierung die Macht. Deren Außenminister Stoyan Stalev, ehemals bulgarischer Botschafter in Bonn, sagte der „Welt“: „Irina Bokova war niemals Außenministerin.“

Bokovas Büro erklärte auf Anfrage, man sei dankbar für den Hinweis „auf den Lapsus“ in der hochoffiziellen und mit Amtsantritt 2009 veröffentlichten Biografie. Bokova sei von August 1996 bis März 1997 Außenministerium „ad interim“ gewesen, heißt es in der Stellungnahme weiter. Wie die aktuelle Unesco-Seite zeigt, wurde die entsprechende Abkürzung „a.i.“ nach der „Welt“-Anfrage in die englische Version von Bokovas Lebenslauf eingefügt. Bis dato hatte jeder Hinweis darauf gefehlt.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon tritt im Dezember 2016 nach zehn Jahren Amtszeit ab. Vergangene Woche verschickten UN-Sicherheitsrat und Generalversammlung einen Brief, der die 193 Mitgliedsnationen zur Nominierung von Kandidaten auffordert. Bisher hatten die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich die Besetzung mehr oder minder unter sich ausgemacht. Der UN-Generalsekretär darf laut UN-Satzung nicht aus einem der Veto-Staaten stammen.

Frau und aus Osteuropa als Kriterien

Diesmal soll der Prozess transparenter ablaufen. Und erstmals in der 70-jährigen Geschichte ist als künftiger Generalsekretär explizit eine Frau gewünscht. Zudem setzt sich Vetomacht Russland dafür ein, dass der nächste UN-Chef aus Osteuropa kommt. Beide Kriterien passen genau auf Bokova, die seit Monaten mit einer Medienkampagne in Bulgarien wie international für sich wirbt. Polens Ex-Präsident Aleksander Kwasniewski und der ehemalige US-Gouverneur Bill Richardson rühren für sie die Werbetrommel. Bokova pflegt zudem gute Beziehungen zu Moskau, erst in der vergangenen Woche reiste sie zu Gesprächen mit Präsident Putin.

Bokova ist seit 2009 Chefin der Unesco und damit auch für den Bereich Bildung zuständig, in dem Integrität bekanntlich erste Voraussetzung ist. Sie studierte in den 70er-Jahren in Moskau am Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen, wo auch Russlands heutiger Außenminister Sergej Lawrow studierte. Aus einer Kaderfamilie der kommunistischen Elite stammend hatte Bokova zuvor ihr Abitur an der First English Language School in Sofia gemacht. Im Alter von 25 Jahren trat sie in den diplomatischen Dienst ein.

Mit der Nominierung für den UN-Chefposten im vergangenen Jahr durch Bulgariens damalige sozialistische Regierung hoffte Bokova den größten Schritt ihrer langen Karriere zu machen. Doch die jetzige Regierung von Premier Boijko Borrisow hat sich bisher nicht offiziell für ihre Nominierung ausgesprochen. Zudem hat die bulgarische EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa Interesse an dem Posten erkennen lassen.

Georgiewa kam 2010 von der Weltbank in Washington nach Brüssel, um Premier Borrisow aus der Patsche zu helfen. Dessen eigentliche Kandidatin Rumiana Schelewa hatte die Anhörung im EU-Parlament wegen ihrer Inkompetenz nicht überstanden. Zudem hatten mehrere Zeitungen, darunter auch die „Welt“, über Schelewas Interessenkonflikte berichtet.

Quelle:http://www.welt.de/politik/ausland/article150278398/Unesco-Chefin-frisiert-ihren-Lebenslauf.html

Gruß an die Überraschten

Der Honigmann

Read Full Post »


12187841_10200766351996588_5600688013454834049_n

Trotz besinnlicher Weihnachtszeit stehen die Zeichen auf Krieg, da Politik und Medien dabei sind, die Bevölkerung auf Krieg einzuschwören. Auf Grund der deutschen Geschichte müsste es ein “no go“ sein, dass sich deutsche Soldaten an einem Angriffskrieg beteiligen. Aber das scheint die Wenigsten zu stören. Der „mainstreamtreue“ Teil der Bevölkerung kennt nämlich nur die ihnen vorgefertigte Meinung über Assad, aber nicht die wahren wirtschaftlichen sowie geopolitischen Hintergründe hinter diesem Konflikt. Syrien besitzt eine Zentralbank, die in staatlicher Hand ist und somit sich dem internationalen Diktat der FED entzieht. Genauso wie der Irak und Libyen war auch Syrien dabei, seine Handelsbeziehungen hinsichtlich seiner Ölreserven auf Euro-, statt auf Dollarbasis abzuwickeln. Außerdem hat Syrien keine Schulden beim IWF und besitzt neben den riesigen Ölvorkommen auch natürliches Erdgas. Ferner hat Libyen im Gegensatz zu diversen Nachbarländern Wasser, was Begehrlichkeiten weckt.

Über diese und andere Themen schreibe ich regelmäßig in meinem kostenlosen Newsletter. Anmeldung unter: http://www.macht-steuert-wissen.de/newsletteranmeldung/

Aber offiziell geht es gegen die IS Truppen, die als die größte Gefahr für die westliche Welt stilisiert werden. Bei genauer Betrachtung läuft es   seit Jahrzehnten nach immer demselben Muster ab. In den 80ziger Jahren wurde Saddam Hussain massiv von den USA im Kampf gegen den Iran aufgerüstet und in den 90ziger Jahren war er auf einmal der Staatsfeind Nr.1.

Der Kampf gegen Saddam Hussain fand seinen Höhenpunkt im Jahr 2003, wo alle völkerrechtlichen Grundsätze über Bord geschmissen wurden, in dem ohne Uno Mandat die sogenannte Koalition der Willigen- unter Führung der USA den Irak überfielen, da er angeblich über biologische und chemische Waffen verfügt haben soll.

US Außenminister Collin Paul hat später zugegeben, dass es eine Lüge war. Expremier Toni Blair hat sich sogar vor kurzem bei den Engländern wegen dem Irak Krieg entschuldigt und meinte, dass auf Grund des Einsatzes der Aufstieg des IS erst begünstigt wurde. Der Aufstieg wurde nicht nur begünstigt, sondern direkt herbeigeführt! Denn der IS ist nämlich eine Kreation des amerikanischen Geheimdienstes, der im Kampf gegen Assad dienen sollte.

Bei genauer Betrachtung gibt es viele Parallelen zum 11. September 2001.Wie damals sprach jetzt Frankreich: „Wir sind angegriffen worden“ und als Antwort darauf wurden diversen Luftanschlägen in Syrien verübt.

Die Frage stellt sich, warum Frankreich nicht Belgien überfallen hat, da die Attentäter nicht nur aus Frankreich sondern auch aus Belgien stammen und dort nicht nur jahrelang gewohnt haben sondern einige sogar dort geboren wurden.

Fakt ist, dass die IS Truppen überaus erfolgreich agieren und im Norden von Syrien diverse Ölquellen erobert haben.

Hinter jeder funktionierenden Armee steckt ein enormer logistischer Aufwand. Die Versorgung ist das A und O.- man braucht permanent Nachschub: Essen, Trinken, Waffen, Geld etc..

Was Politik und „Qualitätsmedien“ jedoch verschweigen ist die Tatsache, dass an der syrisch türkischen Grenze die IS Truppen über einen kilometerlangen Korridor von Seiten der Türkei mit all diesen Sachen versorgt werden. Dort befindet sich eine Zufahrtstrasse, über die die ISIS Truppen  hunderte  von Öltransportern ungehindert in die Türkei fahren lassen. Es wäre ein leichtes, diese Straße in Schutt und Asche zu legen, da so der Hauptversorgungsweg gekappt sein würde. Die USA mit Ihren Erfüllungsgehilfen bombardiert überall in Syrien nur nicht dort! Ihre Satelliten sind in der Lage jedes noch so kleines Detail  zu erkennen, wie z.B. wenn sich jemand in der Nase bohrt, aber sie sehen nicht die Kolonne von Öllastern! Warum wohl? Das Paradoxe ist, dass Assad selber die IS Truppen bekämpft. Es stellt sich die Frage, wer bekämpft hier eigentlich wen?

In Wirklichkeit geht es um geopolitische Interessen der USA, durch die Flüchtlingsströme Europa allen voran Deutschland zu destabilisieren. Durch das Bombardement, was im Übrigen die USA  ohne UN-Mandat  seit über einem Jahr in Syrien durchführt, wird der Flüchtlingsstrom sogar gefördert und verstärkt.

Aber es gibt auch mahnende Stimmen, wie z.B. den polnische Außenminister Waszczykowski, der sagte: „Es müsse verhindert werden, dass wir unsere Soldaten in den Kampf nach Syrien schicken, während hunderttausende Syrer in Berlin „Unter den Linden“ ihren Kaffee trinken“.

Es ist wichtig zu erkennen, dass zum Krieg immer zwei Seiten gehören, jedoch zum Frieden eine Seite ausreicht. Bertolt Brecht sagte bereits:

„Stellt euch vor es ist Krieg und keiner geht hin.“

Es ist so einfach und anscheinend doch so schwer. Sonst würde dieses Spielchen ja nicht seit Jahrhunderten funktionieren.

Dass es aber auch anders geht, wurde zu Weihnachten genauer gesagt am 24.12.1914 bereits praktiziert. Dort haben mitten im ersten Weltkrieg englische und deutsche Soldaten an der Front zwischen den Schützengräben gemeinsam Fußball gespielt und Weihnachten gefeiert, ohne dass das mit den Generalitäten abgesprochen war.

Lasst diesen Geist von 1914 wieder aufleben!

Erkennen-Erwachen-Verändern

Frohe Weihnachten wünscht

Ihr Heiko Schrang

.

 

Danke Heiko Schrang

Gruß und besinnliche Feiertage für Dich und Deine Liebsten

Der Honigmann

Read Full Post »


306107657

Der Krieg in Syrien, der seit 2011 andauert, könnte in einem Jahr beendet werden, behauptet der Staatschef Baschar al-Assad. Dafür müssten sich aber die westlichen Staaten heraushalten.

In einem Interview für den niederländischen TV-Sender NPO 2 warf der syrische Präsident den USA und ihren Alliierten vor, den Krieg in seinem Land „mit Absicht in die Länge zu ziehen“, um einen Machtwechsel zu erreichen.Solange fremde Staaten den bewaffneten Milizen in Syrien den Rücken stärken, werde der Konflikt  nicht enden, sagte Assad, der das Verlangen aus dem Westen, vorzeitig zurückzutreten, ablehnt. „Das Problem besteht darin, dass sie noch immer die Milizen unterstützen und zwar tagtäglich, denn sie wollen einen Machtwechsel, den sie als politische Lösung bezeichnen“, wurde Assad von russischen Medien zitiert. Dadurch werde der Konflikt lediglich hinausgezögert.

Mit ihrem Eingreifen mache die westliche Koalition die Verhandlungen zwischen den Gegnern und die Beilegung des Konflikts unmöglich, sagte Assad weiter. Zugleich lobte er Russland und den Iran. Nur diese beiden Staaten können nach Ansicht des syrischen Staatschefs wirklich etwas dazu beitragen, den Konflikt zu beenden.In Syrien dauert seit 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bisher mehr als 250.000 Menschenleben gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Terrorgruppen wie die Al-Nusra-Front oder Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) sowie bewaffnete Regimegegner gegenüber.

Eine US-geführte Koalition fliegt seit August vergangenen Jahres Luftangriffe in Syrien, ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus. Nach US-Darstellung richteten sich die Angriffe gegen die Daesh-Gruppe, die jedoch seit Beginn des von den USA geführten Einsatzes sogar expandieren konnte. Die USA und ihre Verbündeten streben eine Entmachtung von Präsident Baschar al-Assad an und lehnen jede Zusammenarbeit mit dessen Armee im Kampf gegen die Dschihadisten ab.

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20151218/306592064/syrien-konflikt-assad-westen.html

Gruß an Baschar al-Assad
Der Honigmann

Read Full Post »


 

Saudis_schmieden_islamische_Anti-Terror-Allianz-34_Staaten_dabei-Story-486990_630x356px_c874ae8fe092502c116c728029fe28b1__anti-terror-s1260_jpg

Saudi- Arabien hat in der Nacht auf Dienstag die Gründung einer islamischen Militärallianz im Kampf gegen den Terrorismus verkündet. An dem Bündnis sollen sich laut einem Bericht 34 Staaten, darunter Ägypten, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei, Malaysia und Pakistan beteiligen. Der schiitische Iran, Erzrivale Saudi- Arabiens, ist nicht Teil der Allianz.

“Die hier erwähnten Staaten haben beschlossen, eine Militärallianz unter Führung Saudi- Arabiens zum Kampf gegen den Terrorismus zu gründen. Ein gemeinsames Hauptquartier in Riad wird die militärischen Operationen koordinieren und unterstützen”, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der beteiligten Länder laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur SPA.

Das Bündnis solle vor allem gegen Terrorismus im Irak, Syrien, Libyen, Ägypten und in Afghanistan vorgehen, sagte der Zweite in der Thronfolge und Verteidigungsminister des Landes, Mohammed bin Salman. Aktionen vor allem in Syrien und im Irak würden international abgestimmt. Das neue Bündnis solle nicht nur gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat vorgehen, sondern gegen “jede terroristische Organisation, mit der wir konfrontiert werden”.

USA forderten stärkere Rolle

Vor allem die USA hatten zuletzt immer wieder eine stärkere Rolle der Golfstaaten im Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak gefordert. Der schiitische Iran ist nicht an der Koalition beteiligt. Saudi- Arabien und der Iran sind aktuell in eine Reihe von Stellvertreterkriegen in der arabischen Welt involviert darunter in Syrien und im Jemen.

Siebentägige Feuerpause im Jemen ausgerufen

Der IS nutzt verstärkt auch im Jemen das Machtvakuum aus, um sich auszubreiten. Dort hat die von Saudi- Arabien geführte Militärallianz Dienstagfrüh eine siebentägige Feuerpause ausgerufen. Mit dem einseitigen Schritt wollen die jemenitische Regierung und ihre Verbündeten die in der Schweiz startenden Friedensgespräche unterstützen. Man hoffe, “dass sich die Milizen diesmal an die Feuerpause halten”, sagte der Regierungsvertreter Muin Abdulmalek der Nachrichtenagentur AFP. Die Houthi- Rebellen äußerten sich noch nicht dazu.

Eine Regierungsdelegation will am Dienstag in der Schweiz unter Vermittlung der UNO Friedensgespräche mit den Houthi- Rebellen beginnen, die im Jemen gegen die regierungstreuen Kräfte. Seit März wurden in dem Konflikt nach UNO- Angaben mehr als 5800 Menschen getötet, etwa die Hälfte von ihnen waren Zivilisten. Mehr als 27.000 weitere Menschen sollen verletzt worden sein.

Deutsche Kritik an König Salman und Sohn Mohammed

In Sachen Terrorbekämpfung war Saudi- Arabien zuletzt teils heftig kritisiert worden. Unter anderem beschäftigte sich ein Bericht des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) kritisch mit dem Königshaus. Vor allem die Rolle des neuen Verteidigungsministers und Sohns von König Salman, Mohammed bin Salman, wurde vom deutschen Auslandsgeheimdienst kritisch gesehen.

Es bestehe die Gefahr, dass er “die Beziehungen zu befreundeten und vor allem alliierten Staaten der Region überstrapaziert”, schrieben die BND- Analysten. König Salman und sein Sohn Mohammed wollten sich als “Anführer der arabischen Welt profilieren”. Sie versuchten, die außenpolitische Agenda Saudi- Arabiens “mit einer starken militärischen Komponente sowie neuen regionalen Allianzen zu erweitern”. Die Reaktionen auf den BND- Bericht waren heftig.

Video: Deutscher Bundestag beschloss Anti- IS- Einsatz

Read Full Post »

Older Posts »